Nr. 2S0 Der fdd)eim täglich, außer koniuaflS. - Beilagen: viermal wöckeiulich -teheaerFamlltcnblälieri nutimal ivöitnuLKiets« blatt |flr ben Krtl»6iffc^ steuerauSschuß bekannt ist, sollen die Erfordernisse deS- neuen QuinguennaiSgesetzeS in Höhe von insgesamt 104,2 Millionen Mark, und zwar 21,8 Millionen fortdauernder und 82,4 Millionen einmaliger Ausgaben, aus den Ertragnissen der Reichs Wertzuwachs steuer bestritten werden, so daß aus das Quinquennatsjahr etwa 20 Millionen Mark entfielen. Da nun aber ber ReichShaushalt für 1911 nickt wagt, die Einnahmen auS dieser neuen Steuer höher alS* mit 13 Millionen anzunehmen und darauf auch noch die er- 3m November 1870 In unö vor Paris. L (Borbeteitrmgell $n dem DurchbruchSverstich bei VlllerS.) In Paris haue man die Der füg baren Streitkräfte von über 400 000 Mann zroeämäßig cingeieilt: 130 000 Man», huuplsLch- llch Watümaigarbe, bilhcten unter General ÜlcmeiU Thouias eint l. Arm« mü der Bcsttuumoig, die Stadtumwallung -u besetzen jimb den Sichertzeilsdienst in der Stadt versehen i 100 000 Mann mit über 300 Gcschüpen waren ali 2. Armee dem Generat Tarrol miterftelU und sollten die AassäUe unb 'Durchbruchsversuchc DeranftaltCTi; daher hätte man hierzu die juvertässigsten Kräfte, namentlich die Truppen des bisherigen 13. und 14. Korps aus- erwählt. Eure 3. Armee von 70 000 Mcum unter General Vinoy sollte vornehmlich gleichzeitig mit ben Ausfällen bei 2. Armer Sbruch nach Südosien zu verlegen, in ber Hoffnung, bie Loire-Ar-nive würde ihren Vormarsch vvrsehen (was aber einstweilen nicht geschah). Am 26. November war bad Unternehmen soweit vorbereitet, baß man bie Vlegiernng in Tours durch ein Schreiben benachrichtigte, General Tucrot würde am 29. mit 100 000 Manu und 400 Gesä-ützen nach Südosten durä>zubreä>en versuä>en, wobei man gleiä/zeilig aus ein Borrüäen ber Loire rechnete. Ter Ueberbnnger des Schreibens verließ Paris in einem Luftballon, würbe aber bis Norwegen verschlagen, so baß bie von bort an» beförberte Mitteilung erst am 30. in Tours eintraf. Tie Folgen machten sich bann sofort an der Loire bemerkbar (wie in einem andern Aufsatz beschricben ist). Am 28. zogen sich die Aussall- lluppen ber 2. (Pariser) Armee bei Vincennes (südöstlich von Paris- zusammen, doch mußte ber Angriff infolge Verzögerung in der Herstellung yon sDiarne-llcbergänaen aus ben 30. ver- sä-oben werden. Inzwischen wurden aber schon die Scheinangriffe, zum Teil uon Der Oberleitung unbeabsichli(st, unternommen. Am 29. in aller Frü^e ging ein Teil ber (französischen) Division Maud hur- im Luden gegen L'Hay, ein anderer Teil gegen Ehopy U Dirn vor. L'Hay wurhe in der Dunkelheit au mehrereu. Stellen besetzt, doch gelang es ben Truppen des 6. beurschen Korps, die Stellungen wieder zu erobern Mid den Feind zurück- zubrängen, wobei Teile des 2. bayerischen Korps gegen die rechte Flanke deS Gegners erfolgreich angnijen; schon um 10 U;4 sand hier der Kamps ein Ende. Bei Ehoisy loar es den Franzosen gelungen,, ein wichtiges Geists st vor diesem Ort überraschend zu erstürmen, worauf jie Choijy selbst beschossen. Ein Befehl des (St euer al von Tümpling, bas verlorene Gel-öst wieder zu erobern, (am nickst zur Ausführung, da (General Vinoy bas Gefecht ad- brechen ließ unb seine Truppen zu rückzog. Die Franzosen verloren auf dieser Selle etnxa 1000 Tote und Venvunbete, die Temschen nur 152; auch hatten Ic&iert über 300 Gesängen« gemacht. Ztu gleicher Zckt tvafr tm Westen ein Angriff gegen die Stellungen des 5. Korps bet GarcheS und La Malmaison zur Ausführung gelommen, aber nach vorübergehender Verdrängung der Vorposten abgeschlagen worben: er enbete gegen 12 llhr mit bem Rückzug nach beut Mont Valerien. Am 30. fanden bie Scheinangriffe ihre Fortsetzung. Im Norben wandten sich Teile ber 3. (Pariser) Armee gegen Epinai (bei St. Denis) unb es gelang ihnen burch Umgel/ung üiiolge ihrer U eher macht sich gegen 3 Uhr nack-mittags in ben Besitz pes größten Testes bieseS OrteS zu setzen. Von anbem Truppen beS 4. Korps unterstützt, eroberten bte zuruckgeworfenen Kom- pagnien gegen 4 Uljir ben Ort wicber. Der ß-einb zog auf St. Denis ab. Die 'Deutschen verloren 316 Mann, bie Franzosen etwa ebensoviel. Dieser Angriff gab der Regierung zu Tours Anlaß z-u einer kleinen Verwechslung: sie nahm an unb Derfünbete der Loire-Annee unb dem ganzen Sanbc, General Ducrot 1-obe bei Epuiay Die Einschließung von Paris durchbrochen und erstrebe nun eine Vereinigung mü ber Loire-Armee- diese sollte daher sofort den Vormarsch antretciL (Dadurch tarn es jum Gefecht bei Villepion uiib zur Schlacht bei Loigny-Poupry.) (Ls handelte sich aber, wie oben geschildert, um Epinai bei St. Tenis im Norden von Paris, lualyrenb Gambetta (wahrsck-cinlich mit Absicht) von Epinay sur Orge bei Longjumeou im Süden ber Hauptstadt erzählte. Auch gegen Westen waren frühmorgens schon Mobst^arben in der Richtung auf La Malmaison und bie Monlretoisttchanzc eorgegangen. Tie Bewegung wurde aber durch Teile des 5. Korps zum Stehen gebracht; um 11 Uhr zog sich hier schon ber Gegner zurück. Lebhafter war der Kampf im Süden aegen den Mont Mesly, wo die Württemberger hie Verteidigung hatten. Vor her Heber» macht mußte baß Torf Meßly unb nad) tapferer Gegenwehr auch der ont MeSky gsvämnt werden, dagegen mißlang der Versuch der Franzosen, oas Torf Bolmeuil au erobern, wo sie sich anfangs des Partes deiiiüchtigt hattest.. .Auch Vorstöße nach anderen Dirchtungen vom 3Jtont Mesly aus wurden durch bti Württemberger zurückgetoieseii, die bann, nach längerer erfolgreiches Vorberestung burch Gesck-Ützseuer, g ein ein schaf stick mit der zrutl llnicrstützung angewiesenen 7. preußischen Inf.-Brigade 'owohls daS Dors Mesly alS auch ben Mont MeSly wieber erstürmten- so daß der Feinb gegen 1 Uhr auch an dieser Stelle bis Ereteilj zurückging, mit einem Verluste von enva 1200 Mann, währenü deut scher sests 351 Mann tot ober Verwundet waren. Gegen das 6. Korps begann hier im Süden der Krunptz erst, alS die (fraiu.) Division Susbielle sich bei MeSly zurück^ ziehen mußte; er sollte nur die Deutschen an einem erfolgreichenz Nackstrrängen binbrriL Gegen V-2 Uhr rückten die Franzosen gegenf Choisy le Soi unb Thiais vor. Das schon tags vorher besetzt; gQuesene Gehöft wurde wieder besetzt, aber alle Vorstöße tronj bort aus scheiterten. Als bei Mesly der Mckzug bewerkftelligtf war, brach hier ber Festck bas Gefecht ab, unb zog sich Nacht Vstry unb Vstlejuif zurück. Er hatte gegen 100, bie Deutlchc« gegen 60 Maim verloren. Alle diese Gefechte, an denen sich auch die Geschütze brrr Forts, Kanonenboote imb gepanzerte Lokomotiven beteiligten, bito beten nur die Einleitung unb Unterstützung des blutigen Kampfes,, ber am 30. bei Villers im Sudosten ber Stadt entbrannte unh sich biß zum 3. Dezember hinzog. Der Ausfall gegen diese Settch stellte den einzigen wirklich enlfthast unternommenen unb nachdrücklich bilrchgeführten Versuch ber Besatzung von Paris zur Besteiung dar; er war gegen den damals gerade am schwächstenl besetzten Test der Einschließung gerichtet, enbete aber trotz ver- schiebencr errungener Vorteile mit einem Mißerfolg. Per erste weibliche Cheaterdireltor. Friederike Karollne Neu ber, bie* vor 150 Jahren öt» 30. November 1760 — zu Laubegast bei Dresden |tarb, mar eine der hervorragenbsten Perfönlicksteiten in der Geschichte des beutschew Theatenvesens unb bie einzige Frau, die darin eine wirklich epocl-e- machenbe Dlolle gespielt hat. Ihr Berbienst war es, daß hie: deutsche Dichtung wicber in engste BeziclMng zum Theater trat,, unb bie von ihr burchgesührten Reform en bedeuteten eine Abkehr des Theaters von den letzten noch auß bem Mittelaltes stammenden Uehcrlieferunaen. Aber nicht nur ihr kümtlerifchcÄ Schicksal, auch ihr persönliqes war ungewöhnlich. Ihre männlich« Energie bewies sie schon in frül^en Jahren, als sie, bie 1697 ins Reiä-enbach i. 23. geboren war unb in Zwickau ihre Kindheit verlebte, ihrem Vater, dem Advokaten und Gerickstsinspeltor T-anieL: Weißenborn, davonlies, weil er sie ausö Roheste mißhanbel^ Sie wurde zwar damals, 1712, wieder ins väterliche HauS zurück-? gebracht, wiederholte aber fünf Jahre darauf ihre Flucht in bie' Freiheit, unb zwar diesmal t. it Jobaim Neuber, ihrem Geliebtenj uich spateren Gattest, Die Hecken jungest Leute. fMojM, jich C: iC y ki V! h & Ri I f I Dl KI 0. 6 Die revolutionären Kampfe in Mexiko. , bxt k o, 28. Nov. Gestern fand bei Chihuahua ein Gefecht statt, bei dem 400 Anhänger Maderos von 600 Regierungstruppen geschlagen wurden. Von den Revolu- trorurren fmb 13 gefallen, mehrere verwundet. Die Re- keinen Gefallenen, aber mehrere Die mex ikanischen Unruhen sind nunmehr von Der ytegreTung vollständig unterdrückt worden. Ueberall herrscht Ruhe. Ter Unionslongreß hat dem Präirdenien Prosorro Diaz sein Vertrauen ausgesprochen. Au» Stadt und Land. sieben, 2y. November 1910. - TageSkalender für Dienstag. 29. Roo.: Stadt- theater: »Der Graf von Gleichen.- Anfang 8 Uhr. w Ordensverleihung. Der Grobherzog hat dem Bürgermeifler, Ortßgeclchtsoorsteher und Standesbeamten tzch. 5d)inibt 111. zu OpperShosen aus Anlaß DeS AußscheidenS au8 dem Amt das Silberne Kreuz beS Verdienstordens PhüwpS oe3 Grobmütigen verliehen. •• Der erste dec akademischen Vorträge wird am Mittwoch, 80. November, abends, im groben Auditorium des NollegiengebandeS stattfinden. Privaldozent Lio. Glaue wird über seine Reise-Erinnerungen vom dtnai sprechen. Eine Vorsührung von Lichtbildern wird dem Vortrage folgen. Heer unO Flotte. Degen die anonyme AnzeigejuchL im franzü- schen Heere hat der Besehlshaber deS 4. Kolonial- Jnfanterie-RegimentS in Toulon, Oberst ® Ion tat, folgen- Den kräftigen Tagesbefehl verlesen lassen: .Seitdem er den Beseht übernommen, Hai der Oberst mehrere anonyme Bncfe erhallen, Die zwel'ellos von Mllliärpersonen dcS Aeglments Herr uh »en. Darmner betaitDen sich wahrichemlich auch ehnne, Die vetDicni hätten, in Berüctsichngung gezoge.i zu werden, 'jlber Da Der Cbeifi an Dem strengen Prinzip lefthält, auf anonyme 'Briefe, woher |ie auch kommen mögen, nicht zu achlen, sind Diese toter Buchstabe geblieben. Ter Odetsl empfängt auf feinem Bureau alle Loldcuen, Die ihn zu sprechen wünschen; andereifeus gewahren Die Reglements den Cmbnngern von Retlamationen, die in Den vorgeschriebeucn gormen eingereicht werden, alle ivunschenswerlen Burgschaiien. linier solchen Um,landen m es ganz unnün seine Jen, seine 'JJhiljc und etwas von seiner SelDfiachtuug zu verlieren, nibem man an Den Cberftcn anotlyme Briese schreibt, die amu wirkungslos bleiben*. u * Die türkisch-persischen Kampfe. ®,et^.R;r 28. Nov. Nach Mitteilung der kaisnlich^ttv- Botschaft bedürfen Die telegraphischen Nachrichten über Die Äampfe an der türkisch-persischen Greir-e und Das angebliche «borgeDen Der ottvmanischen Truppen folgender Richtigstellung: .. und persische Horden, unter denen sich auch regu- UreS periisch^ Mckitar befand, griffen die in der strittigen ^"ö.öone stehenden türkischen Truppen an und verübten dabei verschiedene Grausamkeiten. Diese Banden wurden nach meh- rcr.CR zurück geworfen und zerstreut. Die Ämpse haben ausfchlieklich in Der strittigen Zone stattgefunden ohne jegliches । * l * *k l?$en« persisches Gebiet. Die türkischen Militärbehörden Haden die kategorische Instruktion, keinen Schritt vorzugehen und vollständig aufrecht zu erhalten. Der an Ort und Stelle befindliche türkische Grenzkonunissar telegraphiert, daß em lieb er entkommen zwischen ihm, dem Gouverneur von Urmia und Den und kn en persischen Grenzbehördcn getroffen und daß die Ruhe uhd der Verkehr zivischen Urmia und Selmas wieder hergestellt sei. hv? C*r ICn ^orb nung der Sammlung von Ap- ? frta^ " uub Untersuch ungs Methoden auS DernGe- biet Der experimentellen Psychologie. Die Samm- Vck^ol o^"i /ms iür experimentelle Psychologie ms Leben gerufen. Ihr vorläufiger Sitz ist ^.'lfsmst^ln ^Paraten und anderen rnethodtschrtt C/ ^LC tH)n Geiellfchast selbst be- Fabrikanten, Urhebern oder Speu- Dem geliehen oder geschenkt werden. Außer bem werden Beschreiben von UmersuchungsmethoDen in Form von autürJierien mpn lt?n°en ober £iteratur)tellen in Die Sammlung ausgenommen unter entbrechenden Vimvetseu im Katalog. Die Verwendung der Sammlung kann entweder in Gienen oder soweit verleihbar sind, nach Versendung ausserhalb ge- id)ebeiL Es kann jeDtdinal nur ein Apparat oder eme Aiwrd- uung zusammenfjehörender Apparate an eine Person verliehen °cUtn W°chc,> bum £4ang bU w Kudfenbltng. Die Benutzung ist für Mitglieder der Gesellschaft, Die Auslösung öe$ englischen Parlaments. London, 28. Nov. Der König hat in der Sitzung des geheimen NatS die Proklamation unterzeichnet durch dre das Parlament ausgelöst und das neue Parlament auf den 3L Januar 1011 cinberufen wird. S^ie Siebe deS Königs durch die er das Parlament für „prorogiert" erklär^ begann: „Ich spreche zu Ihnen Zum ersten Male unter dem Schatten des grosten Unglücks Elches das Dahrnscheiden meines geliebten Vaters verursacht hat. Ich erhielt aus allen Tellen meiner Besitzungen überreiche Beweise dafür, dast der unersetzliche $8ei- lüft, Der mich und meine Familie getroffen, von meinen Untertanen tief beklagt wird. Ich habe mich Den Pflichten zu denen ich berufen wurde, mit dem ernsten Wunsche ae- ivtbmet. Den Fusttapsen meines lieben Vaters zu folgen. Die Beziehungen zu den fremden Mächten waren andauernd freundliche." < - Der Hüntg sprach seine zuversichtliche Hoffnung au5, daß die Fischereifrage zwischen Kanada, Newfoundland und Den Vereinigten Staaten durch daS Schiedsgericht ,t mHaa g endgültig bcigelegt sei und gab hieraus seiner besonderen Befriedigung darüber Ausdruck, datz es möglich gewesen sei. so vecioickelte und fduviecige Probleme ourch schiedsgerichtlichen Spruch zu erledigen, dast die Entscheidung von beiden Parteien üi einem Geiste angenommen fei, der dahm wirken müsse, Den guten Willen zu verehren. Der König berührte sodann die Mission des Herzogs von Eonnaught, das erste Parlament der — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft Ter ^riuzregcnt ernannte u. a. Den Professor Klinger -Leipzia IKi^rn imC[üllnrlirü?CLtOt 6 i r a u ü- tieilül lu Znittern des MaximllianSorDens. ® 2luslanS. .,^us Rom wird gemeldet: Der gegenwärtig in Madrid weilende Provinzial der ans Portugal ausgewtese- nen Iesuiten hat dem Papste eine Abschrift einer oon ihm an das portugiesische Volk gerichteten Erklärung übersandt, in der gegen das Vorgehen der provisorischen Regierung von Lissabon scharf Einspruch erhoben iutrD, weil sie seine Ordensbrüder ausgewiefen und sie gewalttätig und in unwürdiger Weise behandelte und ihre Hüter konfisziert habe. Man habe j o g a r P r 0 st it u i e r te in t^re Gefängnisse eingeschmuggelt, um die Jesuitenpaters zu koinprornlltieren. Befondcrs legt Der Protest gegen die Beschuldigung der Revolutionäre Verwahrung ein, dast die Jesuiten im Kloster von Eampolido Waffenvorräte verborgen gehalten halten. Der Wortlaut Protestes wird heute gleichzeitig üt 9iom und in Madrid veröffentlicht werden. Die „Humanits" veröffentlicht ein Rundschreiben des Hauptausschusses der Reeder Frankreichs, in Dem Die Mitglieder ausgefordert werden, eine genaue Liste ihrer Mistis- und Mannschastsbestande aller Grade mimiteilen, Damit im Falle eines AuSstandes oyne Zellverlust, im Einverständnis mit den staatlichen Marinebeyörden die notwendigen Mastnahmen getroffen werden lönnien, um Die eingeschriebenen Seeleute Durch daS Personal Der zprieas- mm ine au ersetzen. Aus Athen wird gemeldet: Der Zug nach Volo, in benül veuizel 0 S mit fuhr, wäre beinahe durch eine große Eisen-, llflngc, Die au s Die Schienen gelegt worden war, zunft ent gier) en gebracht lvorden. Durch die Geistesgegenwart des Zug- fübrerd wurde eme Katastrophe verhindert. Wtan nimmt an, dast! cd sich um einen Anfchlag handelt. Die Täter sind unbetünnLi Vmizelos setzte ferne Reise fort. Ter König beglück^ wünschte 1 h n telegraphisch. Eine wahre Schlacht zwischen Arabern unti Juden wird aus Constantine gemeldet. Am Sams- lag kam es danach in Constantine in Dem israelitischen viertel zu einem Zanie zwifchen Eingeborenen unD Juden. Da einige jüdische Soldaten für ihre Glaubensgenoffeni s.>artei ergriffen und vorn Leber zogen, entbrannte eine wahre Schlacht, in Der Steine, Revolver, Flinten, Knüttel unb Me^er eine Äolle fpieltert Sie währte nahezu zwei Stunden an. Um Mitternacht zahlte man einen ichwe» verwundeten Polizisten und sechs Verwundete betoer bauet- zwei Emuevorene jinb sehr schwer durch Bajonettstiche uei> egt worden. Dieser Vorfall hat die Leidenschaften wieder etjr aujgewuhlt unb man fürchtet anthemiusche eins, chrei tu iigen. Die (Eröffnung öes rurnSnlschen Parlaments. ^Ovbr. Die Tagung des Parlaments wurde peute eröffnet Die vom König verleiene Thronrede be- fagl. Der König zweifle nicht. Daß Das Parlament Durch Die Regierung eingebrachten Gesetzentwürfe reichhaltiges, für das Land wohltätiges Gesetzgebungsmcrk gefchaffen habe. Die Regierung sand bei Der Arbeit zur Re- orgü<.if(itu)n ber Landwirtschaft in Dem Parlament werktätige Unteritußung. $ie GJefeßc betreffs Die Genieindcvcrwaltung, Die GenDarniecie, die Maßnahmen gegen Den Alkoholismus und Die DolkSfchulunterriaits hatten Den LandgeineinDen eine gedeihliche Entwicklung gefidjert. Die Hebung Des Eisen- babnwefens, Die Ausgestaltung Des Hafens Konstanza, Die Er- i^^tg emeö eigenen Mmifieriums für Handel und Industrie, Die ForDeruug Der Volksbanken und Der ländlichen Wirtschasts- genosfenfchasten, der Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn hätten ?ur Vergrößerung Des nationalen Wohlstandes beigeiragen. Die- er habe sich in den letzten Jayren Derart gehoben. Daß Die finan- iteUe tiane heute gümtiger sei als je zuvor. Die Thronrede weift auf eine Reihe von Gesetzen, welche im hCr Bevölkerung geschaffen seien und erwähnt bLCs U*bCK n“nötlbct -un^UullotlcIlcn Regimes auf Die Dobrudicha wodurch Dicfe LanDftriche mü Dem Mutterlande endgültig Der- bunt> oming, wieder in Wesl-Birmingham für daS Unterhaus zu kan, didieren, angenommen und eine Wahlkundgcbung veröfsenllicht .ln. der er für die Tarifrrsorm unb die übrigen, bekannten Punlle semes PrvgroinmS eintntt weiterte Fürsorae für die Veteranen kn ytche van S VfU- lionen Mark abwalzen will, der AuSschust überdies die finanziellen Wirkungen der Reichswertzuwachssteuer wesentlich abgeschwächt hat, unb selbst, wenn Die Regierungsvorlage wicderhergestellt wird, Die Ergebnisse Der neuen Steuer doch immerhin recht unsicher erscheinen, so will es unS bedünlcn, dast mau im Reichsschatzamt keineswegs zweckmässig gehandelt hat, wenn man eine so wichtige Vorlage, wie das neue Quinquemiatsgesetz, mit einer so schwankenden Steuer, wie eS die Reichswertzuwachs steuer ist, in finanziellen Zusammenhana brachte.. Aber freilich. Not lehrt nicht nur beten, fonbem sich auch nach der Decke strecken, unb seit der berühmten Fmanzreform ist,die finanzielle Decke deS Deutschen Reiches so kurz geworden, daß man zur Bestreitung des neuen Quiriquemiatsgcsetzes auf den recht fragwürdigen Flicken der Reichs Wertzuwachs [teuer angewiesen ist. H T nihiurn mmo Qf .at .Er " . ^0steN für Beförderung sowie n 2nu>ixni uiua aougcr AuSbefscrunueil frei. Jedoch ist von [eiten bet Diib f «lieber dorberung ber toamnüung durch freüvitlige Beiträge, . Leihgabe ^der Schnkung von Llpparaten, Beschreibungen ufiu ■ Jl,,dn"“ta ‘^CI der Äe!ell[chajt, auch Institute, Au- rtalten usw. können sich aus die Benutzung durch Zahlung von 3 le Dierteliahr abonnieren. Die Leitung der Sammlung gefdnelü Durch em von dem Vorstand ber Gescllfchast für ie sechs ^/luwntes Mitglied der Gesellschaft bezw. Des VorstanDes, nimer in®ie6en, im Benehmen mit Dem eilten VorsitzenDen, zurzett Prvf. G. E. ÖZ Aller in Göttingen Dem Schriftführer (Kassenverwalter) -uczell Pros. Schurnatin' a. ÖL, Akademie. Al/e Geldbeträge finb an Dtn ^1111111^«, nicht an Den Leiter der Saumllung zu senden. Bn , ^"6rcsse ist ein kurzer Beacht über Bestand unb -üetneb Der Sammlung zu gtbtm Die Mitglieder erhalten das Verzeichnis umsonst. Richlmitglieder können eS von ber Brühl- beiteben^ g'! l/ V ln st e n gegen Zahlimg (zurzeit 1 Mk.) bejiebeiL Zuschriften lvegen Der Sammlung (uib bis auf weiteres an Pvof Sommer in Gicsten zu nchtew Muli 0 uA l f o n s aiS Förderer der spanischen berichtet: Auf eine Anregung des 1 * ^^Ä^^^^^esters Ferdinand Arbos hin. Hot nnn h^^Ugt, hast künftig auch Die Ötusik in Spani^i ZfMinh gefördert inü) unierstützt werden müsse. Zu- 000 Mk. ausgesetzt worden; bic eine Hälfte der rni ?^nJ°L bCI?lob9DCn Orll>e,ter zufallen mit der Bedingmtg, Daß snC 1,011 12 * * * Monaten 10 Konzerte gegeben werden müßten, r?- bad eures spanischen Komponisten t icbließni )ollerL gbte aiibcrc Hälfte der staatlichen Untersiützung loll Dazu Dienen, heimische Komponisten durch Preise zu iährimf6 * *»!» iU ^"^^vcn. Tie Entscheidrmg über Die Dies- l,t nun gefallen, Den Orck-estec- ^.örrder Orchester errungen. Tie übrigen 2UU00 unh ^bUen an Die Komponisten Arrczri, Lovüuw nqLC ^^ara; blc bciDen ersten erhielten den Preis wÄlÄr bCt lCU“ ÖlC ^eüüiutng sstrsouie Institut. Aus $ari3 ivirb £>^tTp?!1fA8r0Bn f?lC.rUl‘cd,llirrtI,c 2«stitut von St. Cyc, buo §ri »CfU 1 gestiftet hat, ist nun volleridet unb hat feine Wibat aufgaiouiinen. TaS Institut wird eine wertvolle Er- an1^19^^ tel)c,tuIjIedt für Luslschifsahrt bilden, der kürzlich TPir.^ b0Il^Lrt ^sainmeiihaligeiiDeu Probleme studiert luerbcn lallen Aber aua- praktische Versuche sind ooraeicben n^i^n beljnl sich ein weil es Versuchsfeld, das Diefcm Ztvecte Dienen wirb. äpaS aerotechniscl>e Institut lieat nn k>m on>b'• ■ ' . ' . 4 • ------— und nicht mehr schlucken kann, dann helfen mir em besten DcrmHcbies. • Enrovällcbe AuSwaitderungSstatisttk. lieber die AiiSivandenmg au5 Europa in den Jahren 1898—1908 wird in der Internationalen Wochenschrift noch Ctto öfibnerS aeo- qraphiich-stati'tischen Tabellen eine int«»ressonte Zusammenstellung mitsieteilt. Während in den Jahren 1991—97 die Auswanderung mit Ausnahme des Jahres 1895 znrnckging, stieg sie von 189-5 bi5 190*5 fortgesetzt: 1907 verursachte die nordamerikanische Win- schasiskrise eine bebeutenbe Ruckwanderung, und in den lebten Atonalen des Jahres auch einen beträchtlichen Rückgang der "Auswanderung. Die Zahl der Auswanderer aus Belgien, Dänemark. Deutschland, Finnland. Frankreich. Groizbritannien. Italien, Niederlande, Norwegen, Oesterreich - Ungarn, Portugal, Rnfeland, Schiveden, Schweiz und Spanien betrug tn dem Jahre 189S 439 28R, 1902 874‘2-M), UM 1 061 942. 1906 war die Zahl aui 1 735 304 gestiegen, ging 1907 auf 1283 994 zurück und sank 1908 sasl um ein Drittel, nämlich aus 528 293. * Vor G ericht. „Wie kamen Sie dazu, so viele Betrügereien zu verüben?" — J3d hatte 'mal irgendwo jelesen: „D i e Welt will betrogen sein." Na, da sagte ick mir, Aujust, det ts 'n Jeschäft for dir!" Amtlicher Wetterbericht. OeffeitfTitbe Wetterdienststelle Gieß en. Verlauf der Wttterimg seit gestern früh: Die weltliche Te- vression ist nordwärts gezogen und hat in ganz Deutschland |ub* hd'e Winde und damit Erwärmung gebracht. Gleichzeitig sind noch geringe Regen gefallen. Wegen eines über Rufeland lagernden krästigen Hochdruckgebiets gleitet das Tief langsam nordwärt ab. Wit seiner Entfernung hören die Niederschläge ganz aut In Ost europa hat daS Hoch strengen Frost gebracht. Auch für unser (3e- biet ist Sinken der Temperatur in Aussicht. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, dem 80. Novbr. 1910: Zeitweise heiter, kälter, leichter Frost. Schneebericht: Fetdberg L £. 10 om Schnee. Schnee- decke durchbrochen. Märkte. ch. Binge n, 28. Nov. Ter heute hier abgehaltene Kälber/ markt wies den Zutrieb von einem einzigen Kalb au* Auch die in der letzten Zeit abgehaltenen Kälbermärkte warvr ehr gering befahren, weshalb es sich für die Stobt empfehlen dürfte, diese Märkte aufznheben, da nun einmal die Fleischer kein Interesse an ihnen haben. Auch sind schließlich^ die Kosten der Besichtigung größer, als die geringen Markt gebühren. firtlS Al-ftld. 1 - d wr und Flttcel in bekannt hoher Vollende lief, auch b. begum. Teilzadlg. ohne Preiserhöh. u. in '.Vlictc zu mäßigen Preisen frei jeber ^iahmmtton lo »lax. Siellboiren, Frankfurt a. 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Der Platz des seither erkrankten Präsidenten HaaS war mit Blumen geschmückt. Der Präsident gedachte zunächst deS verstorbenen Abgeordneten Reinhart, zu dessen Gedächtnis sich daS Haus von den Sitzen erhob, und dankte dann für die während seiner Krankheit bezeugten Sympathien. Abg. Horn verlieh seiner Freude über die Wiedecgenesuna deS Präsidenten Ausdruck. Dann verbreitete sich Abg. Bähr über die Geschichte seiner Eisenbahn- srrikarLe, worauf Geh. Staatsrat Krug von Nidda erwiderte, daß die Regierung getan habe, wo- möglich gewesen sei. (Die Beratung dauert fort.) rr Köln, 29. Nov. (Priv>DÄ.). Kr den Mordfun d en in der Eifel wird mitgeteilt, daß daS Düsseldorfer Bankhaus SimonS u. Co. durch Sachverständige daS Vorhandensein von Gold in einem ausgedehnten Bezirk unzweifelhaft seststellen ließ. Die ftirma, die zur Ausbeute der Goldfunde eine Aktiengesellschaft gründen totu, Anwendung. Der Zuschlag wurde der Firma Fritz KSserle in Hannover erteilt. Starkenburg und Rheinhessen. Mainz, 27. Roo. Eine Anzahl hiesiger Metzger hat die Fleischpreise erheblich herabgesetzt, was wohl eine Folge der fremden Dieheinfuhr sein dürste. Schweinefleisch, das in einzelnen billigeren Geschäften bisher 85 Pfg. kostete, wird jetzt zu dem Preise von 70 Pfg. offeriert. Rind- fleisch 2. Qualität, bisher zu 60 Pfg. verkauft, kostet bei einzelnen Metzgern jetzt nur noch 56 Pfg. Die Wurstpreise wurden den Fleischpreisen entsprechend ebenfalls von verschiedenen Metzgern herabgesetzt. Worms, 28. Nov. Die Beerdigung deS Landtagsabgeordneten N. A. Reinhart gestaltete sich zu einer Kundgebung der Achtung» Anhänglichkeit und Liebe, wie sie scit Gedenken in Worms nickst gesehen wurde. Unter Vorantritt der Feuerwehr des Hauses Doerr und Reinhart, der Arbeitersckxlft und der Freiwilligen Sanitatskolonne nahm der Leick>enwagen, dem Vertreter der kath. Geistlichkeit, Domkapitular Dr. Selbst aus Mainz, den Verwandten des Verstorbenen, den Vertretern der Regierung (Geheimerat Milbrand und Geh. Obersinanzrat Rohde), der Behörden und des Stadtverordnetenkollegiums, sowie einer unübersehbaren Scki-ar Leidtragender seinen Weg zum Friedhof auf der Hochheimer-Höhe. Tort hielt Domkapitular Selbst nach den Emsegnungsseierlichkeiten eine zu Herzen gcljenbe Trauerrede, in der er den Verstorbenen als Mensch und als Freund in beredten Worten würdigte. Die Gesangsabteilung des Geselligen Vereins vvm Hause Doerr und Reinhart gab dem verschiedenen Chef durch Absingen des Liedes „Da unten ist Frieden im dunklen Haus" die letzte Ehre, dann folgten die Sck>eidegruf;e der Prokuristen urJ) Beamten (Herr V e r t g e s), der Arbeiterschaft (Herr Gg. Auman n), der Stadtverwaltung (Oberbürgermeister Köhler), der 2. Kammer der Stände (Abg. Vizepräsident K o r e l l), des Finanzausschisscs der 2. Kammer (Abg. Dr. Osann), des National!'beralen Vereins (Herr Kommerzienrat Trumpler), des Junsckiberalen Vereins (Öcrr Baruch), der L--derindusttie-Berufs- genossenschast, des Hilfsvereins vom roten Kreuz (Beigeordneter Binder), des Zentral-Verbandes der deutschen Lederindustrie, des PaulnsmnseumS und der Paulnsbücherei (Prof. Dr. Weckerling), der Turngemeinde (Bros. Dr. Briegleb), des Kindererholungsheims tmb der Gewerbeschule (Bürgermeister Dr. Wevers) und des ArbeiterbstdtmgSvereinS (Lehrer Gröde), teilweise Mer Ntedcr- (egiutg von Kranzspenden. KreiS Wetzlar. r. Krofdorf, 23. Nov. Gestern abend fuhr ein Automobil au8 Gicfeen von hinten auf eink Droschke des Herrn Weil von hier. Pferd und Droschke stürzten um und wurden eine Strecke sortgeschoben. Ter Kutscher flog oom Bocke und trug eine Kopfverletzung davon. Die Insassen der Droschke, zwei Damen, kamen glücklicherweise mit dem Schrecken davon. DaS Automobil wurde beschädigt und wurde in eine Scheuer gebracht. Der Zusammenstoß soll dadurch entstanden sein, bafe das Steuer versagte. h. Orleshausen, 28. Nov. Am Sonntag versammelte sich die Einwohnerschaft unseres DrteS zur Feier von GrofeherzogS Geburtstag in der Wirtschaft von Mam Nagel. Der Vorsitzende deS KnegerveremS hielt bie BearüfeungSansprache, für die gesangliche Unterhaltung sorgte der Gesangverein .SangerlustV Neden, musikasische Vor- träge und Lieder wechselten bis zur späten Nachtstunde nut- X Nidda, 28. Nov. Bei dem geffenf adend adge- haltenem Familienabend des Evang Bundes hielt Tberfl Weimer einen Vortrag über Luthers Gattin Katharina von Bora. Ausgehend davon, daß im ersten Christentum wie zur ReforinationSzeil die Frauen vielfach zur Verbreitung christlicher und reformatorischer ^been mittätig gewesen feien, zeigte der Redner, welchen segensreichen Einfluß aus Luthers Tätigkeit als Reformer Aerobe seine Che mit Katharina von Bora gehabt habe. Hiese setzte ihn durch ihr häuslich sorgendes Wesen als Gattin und Mutter instand, von den vielen Ausregung..n, Lenen er auSgesetzt war, sich im häuslichen Kreise wieder zu erholen. Hieraus hielt Pfarrer Schlosser zu Rodheim a. d Horloss einen Vortrag über seine Erlebnisse in England, die er mit einer Anzahl deutscher Evangelischer in diesem Jahre zur Drienlicnmg über bie Jugendfürsorge UTib Wohlfahrtspflege in England gemacht hatte. Er führte in lebendiger, interessanter Schilderung die Zuhörer im Geist in die verschiedenen Städte (London, Birmingham, Liverpool, Ediuburg) mit ihren sowohl von Engländern als .auch Deutschen getroffenen Einrichtungen für die leibliche iunb geistige Fürsorge der Notleidenden und besonders der sagend Besonders interessant waren die Ausführungen Über die Tätigkeit der Seemannsmission in England und überhaupt in der ganzen Welt. Von einzelnen Personen w>e von Vereinen werden dort ganz gewaltige Summen zum Wohl der Mitmenschen gestiftet. Dagegen steht dle soziale Fürsorge (Alters- und Invalidenversicherung) noch Im An- fangSstadium. Darin, sowie im VolkSschulwesen steht Deutschland voran. B.-ide Vorträge sanden reichen Beifall Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unserer Heben Mutter, Grossmutter und Schwieger- mutter Eleonore Bickel geb. Möller für die Hebevolle Pflege im evangelischen Schwesternhaus sowie für die trostreichen Worte des Herrn Kirohenrats D. Schlosser sagen wir unsere tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Y AlSfkld, 27. Nov. Der Stadtvorsland ge- ntfiminle die Vorlage über Errichtung einer gemelnschast. lichen Zentralheizungsanlage für daS eben in bei Renooalion - befindliche NathauS und d,e benachbarle Walpurqiükirche. Die Anlage wird eme sogen. Fern, h-izungsanlage, di- Kessel werden im Weinhaui-, m dem fich interimistisch die Nöume für di- städtisch- V-rwaltung b-. finden, im Keller ausgestellt. Für die N.rch. kommt em kombiniertes ^eizungSiystem (HeizungSkanäle und Nadratoren), füc das Rathaus ein Heizungsspstem nut Nadmtoren zur beute der Goldfunde eine Aktiengesellschaft gründen will, hat sich gröstere Gckändekornplexe auf eine Reihe von Jahren gesichert. Auch andere Firmen haben Gelände zum Abbau gepachtet. Der Betrieb wird im Jamrar n. I. beginnen Belfast, 29. Nov. Hier sand eine große untont* stische Kundgebung gegen die Einführung der Home- rule in Irland statt, der über 2000 Personen beiwohnten Die Redner forderten auf, wenn die Horncrule ein- geführt wird, durch Steuerverweigerung dagegen zu protestieren. Eine Sammlung ergab 10000 Pfund Sterling, die zum Wajfenankaus verwendet werden sollen, um Widerstand gegen die Einführung von Home- rule leisten zu können. _____________________________ ♦* Fine dringende Sitzung der Stadkver- »rdneten-Versainmlung findet am Donners- ng, 1 Dez., nachmittags 5 U.,r pünktlich, mit folgender Tagesordnung statt; Gesetzentwurf, die Städteordnung .etressend. •• Vom Evang. Bund wird nnS geschrieben: Am ^Hen Sonntag nimmt der hiesige Zweigverein jein dies- ShrtiV8 Winter-Programm mit einem Familienabend in 'tein8 Garten auf. Die Mitglieder und Freunde des Bundes gerben erfreut sein, zu hören, das; als Redner für den Abend Ztabtolarrer D. Dr. Diehl auS Darmstadt gewonnen ist. Zein Thema: .Die hessische Reformation a 1 S soziale [at* wird dem hervorragenden Kenner der hessischen Kirchen- icschichik «nd dem beliebten Redner reichlich Geleaenheit bieten, Tneutc8 Interesie für die Zeit und die Manner Hervorzurusen, >ie in der VorroinaenS, Enzyklika so grundlos geschmäht purben. Schon darum darf auf einen gut-n Besuch der Per- inftnllimg gerechnet werden. Den öufeeren Rahmen werden üiebrr GesangSvorträge deS gemischten EborcS deS evangel. ZlrdeitcrvereinS und Instrumental-Darbietungen einzelner Dstt- fieber deS Vereins unter der bewahrten Leitung von Musik- lel)rer Gernhardt bieten. (Siche Inserat.) ** Privat-Deamten-Vortrag. Man schreibt un5: Auf den am Mittwoch den 30. ds. Mts. im Hotel Kaiserhof", Schulstrasie, stattfindenden Vortrags- abenb des Deutschen Privat-Veamten-Vereins machen wir nochmals auftnerksam. Der Besuch aller Privat-Beamten, iotvie selbständiger Gcsck)äjtsleute und Angehöriger freier Berufe ist erwünscht. *»Maul-und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus: Urbis, Bezirk Ober-Elsafei Teuchel, Kreis Wittenberg, Negieruugsbe-iLk : Hambergeu, Regierungsbezirk Stade. v KrciS Büdingen. Hessen-Nassau. 0 Merburg, 28 Nov. Zu dem schon gttnEeik Ek.n- bruchSdiebsiahl im Marburger Rat hause wetten letzt folgende Einzelheiten bekannt: Am Samstag gegen 10 vhr entdeckte rin Polizeibeamter, bafe das unmit elbar neben dem PollLe,- wachtlokal besindlick-e RattiauSpottal offen stand Bn näherem Zusehen sand man auf der untersten Treppenstufe Mensckicnkot, fünf Zimmerschlüssel von Ratl-ausbureans und einen Zettel deS Inhalts, dafe er (her Dieb) jetzt das Geld, mn daS chn dw Stadt gebracht, wieder habe und nun nicht wre^rkomme. Mitteilung läßt die Vermutung aiifTonun-m, dafe derselbe Mann schon einmal bei einem unaufgeklärt gebliebenen inbruck) beteiligt gewesen ist. Diesmal sind die schreibtisck-e im Rechnmrgs-, . . 1 m rPAfH.i.THi-frtt Ifrht Stands- mtb Bauamt erbrochen und das Wechselgeld herauS- tn, sowie im Volksschulwbsen |tem tonlTtn Die sofort vorgeirommenen Ennnttelungen haben zu Bride Vortrage sanden reichen Drisatl. pchirm M^ltat geführt. Auch der Polizeihund konnte wegen des am Samstag löschenden regen StrafenverkehrS keine bestimmte Spirr verfolgen. Man glaubt, dafe der Dieb srch bn Tage ins Rathaus Mich und sich dort verbarg Da an der schveren RathmiStür sich mnat ein sog. Schnappschlofe befmdct, konnte er dieses lrick-t ösfn.en und so entweichen. ^ieberroalgcrn, 28. Novbr D,k ®ifm6ahnbircf Ion Frankfurt a. M. macht bekannt, dafe der Zug 1378 R eder- walger n—H erbor n—D Ulenburg (tttzt Rlederwalgern ab 4.30 Uhr nachm.) vom Montag, 12. Dez. ab 30 ^ron“tC1?A^QlCr gefahren wird und nur bis Herborn verkehrt. Die Wetterführung des Zuges nach Dillenburg -um Anschlufe an den Mugi 176 nach Köln wird vom gleichen Tage ab aufgehoben. Der Fahrplan für den Zug 1379, der künfttghm m Wechenhausen mit dem Zuge 1378 kreuzen wird, erfährt ebenfalls eme allerdings nur kleine Aenderung. „ t rxt.k nfc.r«, Braunfels, 27. Rovbr. beutr der schied zu Obern- borf im Alter von beinah- 80 Jahren Borfi-Her D i - b l. Der Verstorbene, weit über die Gre:rzen seiner Gemeinde und der Bürgermeisterei Braunfels hinaus bekannt und geachtet, beNewcte rablreicbe Ehrenämter. Seit dem 20. Januar 1872 war er erster Beigeordneter der Bürgermeisterei BrauusilS, fnt einer langen Rcihe von Jahren Gemeindevorsteher, Schulvorstands- Mitglied, Kreistagsabgeordneter. K/ln\inOhtCfnAtrt lDr 8» der Landwirtschaftskammer in Bonn, Schultheife und später Orts- loh. Seibel, Ladwigsplati emvstebU feine prima gebtanntcn Kaffees neue Konserven frildie Si-d-Ei-r ä v ‘•Hin. fuiuie alle aut i(ö0j Zeinbäckei ci nötig. Artikel rerichtsvorsteher nfto. Grinen Ger ideringesessenen, «anienkksch )en Bedrängten war er, als er n j über seine vollen geistigen und körperlichen Kräfte verfügte, zu jeder Zeit ein treuer Berater und Helfer. ro. Wiesbaden, 28. Nov. Der 17,ährige Sekundaner deS Gymnasiums Hugo Fries hat sich heute morgen zwischen 9 und 10 Uhr vor der Tür seines Klassenzimmers aus gekränktem Ehrgeiz mit einem Revolver einen Schufe in die linke Seite bri- gebracht. Seine Verletzung ist schwer, aber nicht lebensgefährlich. Anilliche WMtlnaWgtll der Ltadt Gießen. Holzverkanf. Samstaa den 8. Dezember 1910, nachmittags 8 Itbr# an der VnUiutrafee verschiebene Lose ^appch 1^nilppcb und Htock- holz, barunter l Stamm mriubietcnb versteigert. Rnfnnimenfmiit nm B'ebcrtalbabnbof. ________________!*LL ---heu 3 TcACinbcr 1910, oormittagS 11 Uhr, mrrhen“»!1 bcröl“ürncnnentcrci — Zimmer Rr. 12 - verschiedene stLdlische PUiV. »um Bcrkau, v°u GbriUbäumen uieiub.rtcnb verpachtet._____________________ —- i,. — ---bj.n 3 ^cAcmbcr ds. 2s., Pormtttaa 10 Uhr. werden auf dem Lindenvlatz dieffir ben hI inarti gewiuilcUtcn Plätze öneullich meistbietend versteigert, d Gesellschafts-Saison 1910/11 Die letzten Neuheiten in Biograph Plocksfr. 12 09877 Plocksfr. 12 Alleinverkauf der berühmten Herz-Schuhe. DT D*/u J Der 'Vorttand: O. Schulte, Pf., Bors. bin um Marktstrasse 9 u. Wetter^asse Telephon 434 2. Wahl der RechnungSprüfungSkommisfion. L. Berichl vom Ortskrantenkassentag in iHegenS- bürg, forvie der Generalversammlung der steten Beremtgung hesi. Rrantentaflen. ____ Der Vorstand. Marktstrasse 9 u. Wetter^asse Telephon 434 Spar- u. Borschtttzvereiu 6. (5, m. n.6. zu Treis a. Lda. Nächsten Sonntag den 4. Dezember d. IS. findet die 2. ordentliche Generalversammlung auf dem Rathause dahier, nachmittags 3 Uhr statt, rooui aue Mitglieder freundlichst eingelaüen werden. ß^oS Tages-Ordnung: 1. Wahl von zwei auSscheidenden Aussichtsratmitoliedern 2. Verschiedenes. Der Aufsichtsratvorsitzende: W. Dappec. Ortskrankcnknffe Gictzen. Lrheiilüche GttrrdstrsmmlMg Mittwoch, 7. Dezember Uno, abends */ o »br im Postteller. ' * ' Tagesordnung: 1. Ersatzwahl de« Vorstände«. Äftecfata sind eingre troffen u. übertreffen alles an Eie- Äan», was bisher In der Schahbranche geboten wurde. Oeffentiicher Vortrag am Mittwoch den 30. November, abends 81/, Uhr, im Hotel „KaiserhoP6, Sohulstr. Herr Ernst Beinemund-Alagdeburg spricht über das Thema: „Die Privat-Bcamlenversichenins^ eine wirtschaftliche Notwendigkeit^. Privat-Beamte und Angehörige freier Berufe Bind hierzu eingeiaden. Um rege Beieui- giuig bittet vL)Y*iu Deutscher Privat-Beamten-Vereln, Magdeburg, Zweigvereia Giessen. M leikvher w (al/u Carl Schunck. Herren-Lack-Stiefel und Halbschuhe in aparten Formen und Ausführungen zum Knöpfen und Schnüren mit Wildleder- und Weatlng-Elnsätzen. Damen - Tanzschuhe für Ball, Gesellschaft und Theater, In Lack — Chevreaux — Bronee. weiß Giacö und Wildleder in verschiedenen Ausführungen. Cafe Amend Täglich Künstler-Konzert des Salon-Quartetts Brandt Eintritt frei. Anfang 8 Uhr Sonntag 4 Uhr — ___ - «049 HesMe Lerciiligng für Mtak Knieten Ud-. üu GeneraL-Versammiung Tagesordnung: k ^Äablal^a6CCabCri‘<,lc4 "urch den Vorsitzenden L. ^ENchieruauung über die Flurnamensammlung in Hessen: 5 ien — Ä- ^a/ulie. OJioBen-Viiiöen . ci ^"LeNcn°- Darmvad. B0TM„6 !HeUlCra' flher: «beider ul mmmluutf aujchUeijt, Lugeiasscn. viuuiamui- Evangelischer Bund. Sonntag den 4. Dezember, abends 81/* Uhr, KamtUeu. Abend in SleinS Garten. Vortrag des Herrn StadtpfarrerS D. Dr. Diehl-Darmstadt: „Die besäe Beloraalioo als soziale Tal“ Musikalische Darbietungen deS gemischten Chors des evangel. Arbetler-VeretnS und Instrumental-Vorträge unter Leitung deS Herrn MufiklehrerS Gernhardt. Alle Evangelischen stnd herzlich etngeladen. m*i Eintritt frei! taMM Giessen Direktion: Hermann Sleingoetler. Ticuvtag den 29. November, abends 8 Uhr 8. Dienstag-Abonneui.-Borslellg. Ltt lto| boh tzlciUll von Wild. Schmidlbonn. Ende 1U1/« llyr. a”/“* Mittwoch den 30. vlovemder, abends 7 Ubr 7. Mmwoch • Äiboun. • BorsteUung Jugendfreunde Düll Ludwig (jrUlhO. " Ende 91/« Uyr. Neues erstklassiges Programm. Ire Lrrlederlv große amerikanische Komödie. Liehe vrrri Lizt großartige Tragödie, von deutschen Künsllern gespielt. Das neue Path^-Journal hochmteresiante internationale Wochenschau. Ein gründlicher Richter originelle Humoreske Für llie Ldre einer Frau qtoßefl Drama nach einem berühmten Roman von Eugen Sardou. Air SdiwIegeraHer Kommt Humoreske. Die Geschichte eines Knabe» Drama aus dem Gcoßiladtleben Tonbild: Stefanien-Gavotte NB. 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Derember nnd folgende Taffe- tW* nur kurzes Gastspiel “WQ Peter Frang’s Cölner Komödien, Kommt nnd jubelt! 09887 Montag, 5. Dezember 1910, abends 8 ühr, imgrossen Saal des Gesellschalts - Vereins, Sonnenstrasse Robert Kothe Lieder zur Laute. Numerierte Plätze: 1. Platz Mk. 3.—, 2. Platz Mk. 2.— ■ bintrittskart. Alk. 1.25, Studentenkart. Alk. 0.73. [D«/u Vorverkauf: Rioker’sohe Buchhandlung, Süd-Anlage 5. illpe» tatseltaiimnii, Orisnpe Glesses, i Donnerstag den 1. Teze»uder, aveubs b1/, Uhr nu Hotel Schütz Oefteilliicher Vortrag öon Fräulem schwarz, Leiterin des Kindergärtnerinnen, feminars, Frankfurt a. M.r Die Selbsitätigkeit des Kindes. i Eintritt BO Pia« (v*/u) Elmritt 30 Pfg.