Zweiter Blatt llr. 279 160. Jahrgang SietzMr LMtzU Erich ein! täglich mti Ausnahme des Konnlags. General-Anzeiger für Gberhessen Die „Kietzeuer K«nntIiendlLtter" werden dem etmnal roöchnuhd) deigetegl, bai „KHlsöltfO ftil bti Krtls Kietzen- zweimal eodxiiilid). Die „Landwtrtfchattllchev 5c U» fiagci" erfchemen awnuilid) zweimal» Nontag, 28. November 1910' Slorattonsdruet tmb Verla, der vrOHNch« UniversttäkS - Vach- and Srerndruckeret. ».Lange, «leben. Nedaktton, (tTpeblrton und Druckerei: Bcbul* Pros« 7. Expedition unb Verlag i t>L lUbaliujrue« llL. Tel.-Ad Anzeiger« re den» ich des DaS der in den, Neue; von der Tilsiter Begegnung Tage schmerzlichen Wilhelms int ein Zeuge, van Auf vetteren Tilsit und rgend etioaS anzuschwärzen vermag. Tie Veute f e n. n e n nid) dafür; und ich hade eS ja schon büßen muffen, daß meine ialürliche Anlage dazu neigt (man wirft mir oft ein, das ei weder .politisch*, noch „b t p l o m a l i f ch*, noch ,k l n g"): leis lind ohne Rücksicht der Iß a b r b e 11 z u dienen und die Wahrheit zu sagen — (es ist das als fein besonderes Verdienst n i r anzurechnen, sondern einfach eine 91 a l u r a n I a g e; w i e r u ch i m anderen Falle dasLügen und dieUnwahr- ) a 111 A f e 11 m < t fi e ii 6 vererbte Bela st ungen find). (^S rvird keiner Beinübnng gelingen, unsere Wähler von dem ^enenietl zu überzeugen; keine Rabulistik ivirb es fertig bringen, rgend lemanbcm die Ueberzengung belzubringen: ich wäre im Anrecht! Herr Vrof. GtsevruS und Herr Kaufmann fämpfen euren guten Kampf 1 Ich kandidiere! Mit vorzügl. Hochachtling Köhler- Langsdorf. yessenliiche Antwort des Abg. K3I)kr>£ang$öcrt aus >en offenen Brief des Herrn Nechtranwait Kaufmann. Bom Adg. Kühle r-LangSdors erhalten wir zum 21b» irucf folgende öffentliche Antwort: Herrn NechtSanwalt Kaufmann, Zorßtzender der naimnaUibetalen Wablkreisorganisation in Gießen. ES ist eine eigene Sache, daß, wenn eS sich um-‘n altonal- iberale Knnbibatiuen bandelt, es so oft gilt, mit allerlei flcmfro m f i ch beschäftigen zu müssen. Ich eiinnere m die flciuen Reibereien mit unserem Wablkornilee von 19 7; ich riiuiere an den unliebsamen Zwischenfall in Friedberg (1910s, alS nan den linksliberalen Vrof. van Cutter dem agrarfremidlicheii ?.'r. Vecker oorzoq. — Mit den anderen Parteien hat nan gar s o keine La st! Ich balle alles, was ich gegen Herrn Vrof. Tr. GifeviuS in )en öffcnihdien Blättern sagte, aufrecht. Selbstversländlid) wird r mir gegenüber dasselbe tun. Und so wären wir denn bei dein nicht ein. Tas ist mir zu langweilig. Tiit Worten läßt sich tiesslich streiten, 9Jhl Worten ein System bereiten. weiß ich; fürchte aber nicht, daß man mir in der Folge Ein neuer interessantes Bild t d i u f i u i t a m glücklich angelangt!----- die Ausführungen oes Herrn Kaufmann gehe Für die Wahlbreisvorstände _ christlich-sozialen Partei: der deutsch-sozialen Partei: Kr. Heuser. Gg. Kling. des Bundes der Landwirte: W. Fenchel. Vie Moabiter Stratzenlrawalle vor Gericht. 4 Berlin, 26 Nov. Zu Beginn der heutigen Sitzung stellt 91 »21. Ulrich den Antrag, seinen Klienten Schulz, der von den Catern wieder auf» genommen werden soll, aus der £>aft zu entlassen. R -A. Cohn: Zu den Porsonen, die zur Zett der Tumulte in unliebsame Berührung mit der Polizei gekommen sind, gehört auch der Chefarzt eines großen Berliner Krankenhauses, Drof Dr. Rotter, der von der Polizei bedrängt und dessen zwei Söhne mißhandelt wurden. Irl) habe die drei Personen als Beugen laden lassen. — 1. S t a a t s a n w a l t: Ich bitte, dem Maior Klein Gelegenheit zu geben, seine Ausführungen zu ergänzen. — Major Klein: Ich habe gehört, daß die Verpflegun^sange» legenheil der Mannsclwften auf dem Kohlenplaye zur Sprache gekommen ist und daß Andeutungen gemacht wurden, als ob die Leute seitens der Firma vcrpfleat worden sei-.nu Dem ist nicht so. Die Behörde hat 1082,15 Mark für die Verpfleguna der Beamten bezahlt. Den Ausschank von Schnaps habe ich ausdrücklich verboten. — R.-A. Cohn: Wir zweifeln nicht daran, daß Herr Major Klein und die höheren stellen von den besonderen Aufwendungen der Firma Kupfer an die Schutzleute empfanden. Mich trieb die Neugierde, die merkwürdige Zusammenkunft näher zu sehen, so sehr, daß ich trotz allen Zurufeiis bis weit in den Strom in die Nähe des 'Lch-iffes ritt; doch entzogen sich die großen Herren bald unseren Augen, indem sie in das Innere des Dauses gingen." Einige Tage darauf machte dann Napoleon dem König, der nun in Tilsit bei einem rculjen Wassermüller seine Wohnung genommen hatte, einen Besuch. „Der König ging in die obere Etage, und das ganze Gefolge nahm itnten in den Stuben des Müllers ein frugales Frühstück von ihm an. Ich äußerte an Jayow, ob nicht dnKönig wohl envas frühstücken möchte, worauf diesrt, fein aller Adlulant, mich aufsorderte, den König dreist banim zu fragen. Ich tat es, und der König antwortete mir lächelnd, etwas Butterbrot und Wurst könne man ihm immer bringen, was ich eiligst mit Bergnügecr tat, worauf der König essend sich mit mir über bie ruf meße Armee unterhielt Kaum hatte der König aber em halbes Butterbrot gegessen, als, von einer großen Suite gefolgt, Napoleon vor das Actus des Königs gesprengt kam und scl/nell vom Pferde stieg, um dem König seinen Bewillkommungsbesuch abzustatten. Der König hatte kaum so viel Zeit, ihm bis an die Treppe entgegen yu geben, und ich in großer Verlegenheit kaum |o Diel, den Frühstücksteller in den Ofen zu verstecken. Der König ging sogleich mit Napoleon allein in sein Zimmer, und die Tur wurde uigemadit " Bei dem Gegenbesuch, den Friedrich Wilhelm dem Kaiser machte, stand Napoleon mit entblößtem Haupt vor der Daustür und empfing den König mit größter Höflicksteit. Napoleon stylte ihm mit vieler Geschmeidigkeit seine amvesenden Generäle und den Minister Talleyrand vor. „Der König benahm sich dabei wahrhaft königlich und gewandt höflich, wie es die Franzosen genug nicht erwarteten. Mit yicler Artigkeit und ebenso viel Gedachtnis- funft wußte er einem jeden über irgend einen interessanten Teck seiner Lebensgeschichte etwas Schmeichelhaftes zu sagen, was bic)e großen Männer zu erfreuen unb zu verwundern schien. Endlich kam die Reihe an einen jungen deutschen Fürsten Salm-Salm im Gefolge Napoleons: diesem aber machte der König nur eine steife Verbeugung und wandte sich ohne Anrede von ihm ab, was von icbermann als bedeutungsvoll bemerkt wurde." Bei der darauf ftattfinhenben Truppenrevue fiel besonders Murat durch seinen lächerlichen Anzug auf: er trug einen aus lallenden Fet^rhut, em arüneS fliegendes Eollet und Spitzenkragen, rote, weite Holen, gelbe oben ausgezackte Stiefel und große Stulpen Handschuhe. 'Napoleon ritt einem kleinen arabischen Schimmel, war ganz einfach gekleidet, und sein kleiner, schwarzer fou-t, der ihm sonst ganz gerade saß, mußte ihm heute zu weit sein; denn er saß ihm ganz im Genick, und die Hinterkrempe klappte zum Teck zuruck, was fast läck-erlich ausskh, wenn der fout nicht auf einem so gruben W gesesssn Alle." bestraft. „Wir bringen zur Kenntnis des Publikums, daß alle, die zu den bestimmten Zeiten die Moscki-een besuchen wollen,, keinerlei Gebühren zu bezahlen haben. Das Ministerium wäre allen, von denen Geld gefordert wird, zu großem Dank ver-, pflickstet, wenn sic den Fall sofort melden würden, damtt gegen die Moscheenbeamten, oder die Führer .strenge Maßnahmen er- grißen werden." — E in e Erweiterung des Thermenmuseums irr Nom. Tas Thermenmuseum hat durch die Freilegung der diokle- Iranischen Thermen und die Verlegung des bis jetzt darin bejind- licken Blindeninstituts eine bedeutsame Erweiterung erfahren, durch die es eine Reihe prächtiger Räume gewann. Wie Ludwiss Pollak im Cicerone mitteilt, ist jetzt das ganze obere Stockwerk über dem reizenden aus dem 15. Jahrhundert stammenden Kreuz- gange, in dem sich ftolTyec die armen blinden Kinder ergingetn,- antiken Skulpturen eingeräumt, die früher sehr schlechtes Lichv hatten. Außerdem sanden hier eine Reihe von griechischen unds' römischen Bildnissen und einige Denkmäler Ausstellung. Unter diesen ragt durch besondere Feinheit ein archaisch-griechisches Marmorrelief aus Velletri hervor, das ein Pferde- roettrennen dreier Jünglinge darstellt. Dies kleine Meisterwerk gehört zu den bestyi des alt jiof vielen Kostbarkeiten reichet Museums. — TieFreigabedertürkisch en Moscheen. In den letzten Jahren der Regierungszeit Abdul Hamids war der Sutrit±i zu den Moscheen Konstantinopels allen Nichtmohammedanern, allen! Ungläubigen, streng untersagt. Das neue Regime in ben Türkei Hal diese Bestimmung aiisgehoben, fortan kann jeder aus» nahmslos alle türkischen Gotteshäuser betreten, und die Schwierigkeiten, die man bisweilen hatte, um Zutritt zu einer Moschee zw erlangen, sind beseitigt. Tie Jungtürken beschäftigen sich sogar mit dem Plane, in der S o p h i e n m o s ch e e den häßlichen Mörtelbewurf zu entfernen, der seit Jahrhunderten die präckstigen alt- christl'ichen Mosaiken in der Kuppelwölkuntz dem Blick verbargen. Das Ministerium hat jetzt weitere Maßnahmen ergriffen, um die wißbegierigen Forscher und Touristen, die die Meisterwerke der mohammcdanisckfen Baukunst kennen lernen wollen, vor Ausbeutung zu sckcktzen. Im Neni-Jkdam wirdl eine Bekanntmackpmg veröffentlicht, deren Entstehung auf einen! Zivi scheu fall zurückgeht, der vor kurzem in Konstantinopel peinliches Aufsehen machte. Ein französischer Reisender, der kürzlich, die Sophieumosck>ce besuckste, wurde von einem sogenannten Cicerone! crugehalten, der füc die Hüter der Moschee eine Art Steuer forderte, die unverhältnismäßig hoch war. Der Minister macht nun bekannt, daß in den Moscheen niemand Geld fordern oder annehmen dürfe, die Gotteshäuser seien frei, und rver die Umstände oder die Unkenntnis von Fremden ausnutze, wird künftig schwer leine Ahnung halten. Die Verteidigung wird Beweis an treten!,- baß Schnaps in sehr bedeutenden Quantitäten an die Schutzs leute geliefert wurde und daß Kupfer u. Co. nach dem Streik 100 leere Schnapsflaschen verlauft haben. — Major Klein : Davon weiß ich nichts. Zeuge Redakteur Berthold ergänzt seine gestrige Aussage übet das Verhalten der Polizisten. Der Zeuge bekundet, baß an der Waldstraße ihm rin Schutzmann aus Befragen, ob er denn richtig zu geschlagen hätte, aeaiihvortct hätte: I wo, die Richtigen sind ja doch immer hinter der Front. — R.-A. Heine: Wenn jemand einen Säbelhieb bis auf den inneren Schädelknochen hat, glauben Sie, daß das ein Versehen ist? — Zeuge Das ist möglich. Ich weiß nicht, ob Sie in der Führung des Säbel bewandert sind, Herr Rechtsanwalt. — R.-A. Heine beantragt, beim Polizeipräsidenten anzufragen, ob er die Genehmigung erteilen will, daß Kommissar Kuhn, Major Klein, Regierungsrat Hoppe und Polizeirat Henninger darüber befragt werden, welcher Beamte ^ur Zeit der Unruhen in Dtoabit Dienst tat, und ob es wahr sei, daß ein Kriminalbeamter von einem Kollegen in der Uniform schwer verletzt wurde. Der Präsident hat aus die Frage, wer die Informationen an die Presse erteilt hat, uns geantwortet, daß wir uns an die betreffenden Redakteure selbst wenden sollten. Wir lehnen es ab, vorn Herrn Präsidenten! Ratschläge entgegenzunehmen, welche Zeugin wir Vorschlägen sollen. Das entbindet den Präsidenten jed-mstills nicht von der Derpslich- tung, uns eine Antwort auf unsere Frage zu geben. Zeugin Lotte Puls hat gesehen, wie die Polizisten sich auf daS Auto mit den englischen Journalisten stürzten und darauf losschlugcn. Menschen waren in der Nähe des Autos nicht. Ein Herr stand im Auto auf und machte den Versuch, sich zu legitimieren. Die Schutzleute riefen: Was hat das Auto hier zu suchen? — Zeuge Kaufmann Eschenborn hat ebenfalls den Zwischensall mit dem Auto beobachtet, kann aber nähere Angaben nicht machen. Zeuge Rtonleut Leß von dem Elektrizitätswerk Martinikcn- felde hat gesehen, daß ein ArRntswilliget von Kupfer ein Re> volver aus ihn, den Zeugen, und seine Freunde lichtete. Er bat einen Schutzmann, dem Mann den Revolver abzunehmen, damit er nicht andere unglücklich madje. Der Schutzmann lackste aber nur höhnisch. Die Schutzleute sind weder beschimpst noch bedroht worden. Zeuge Kaufmann Heimann hat Dienstag Nacht Ecke Rostocker- und Hutlenstraße etwa 50 Perfonen beobachtet, die - das auf der Straße von den Tumultanten angerid)tete Feuer an- sahen. Ein Mann sang im bäuerischen Dialekt. Da kamen von allen Setten Schutzleute, die mit den Säbeln einhieben. Der Zeuge konnte sich auf die elektrische Bahn retten. Ein Mann, der sich nach seinem Hick bückte, bekam einen Fußtritt. Auch die Kinder wurden mit Fußtritten weggestoßen. Die Menge konnte sich gar nicht aus dem Unruhegebiet entfernen, die Schutzleute verfperrten die Abgangsstraße. Ein Polizeileutnant verweigerte die Fettrllung eines Kriminalbeamten, der einen Passanten in» Auge geschlagen hatte. Erster StaaiSanwalt: WaS hatten Sie eiaentlich in der Nacht um y2l Uhr dort zu suchen? Zeuge: Ich hatte meine Braut begleitet und ging nach Hause. Zeugin Frau S e h r i n g hat gesehen, daß ein Leutncmt einen alten Dtarrn, der mit Frau und Kindern Kohlen aufsammelte, mü dem blanken Säbel über den Rücken schlug. Die Zcugui kennt den Leutnant persönlich. Die Sttaße war ziemlich voll von Menschen. Die Zeugin bekundet noch einen weiteren Vorfall, wonach in der Sickingersttaße ein junger Mensch ohne jede Veranlassung von der Polizei geschlagen wurde. Der junge Mann riet ihr, ja nach Hause gehen und zeigte ihr seine durch dio Schläge geschnx'llenen Hände. Leutnant Folte tritt vor tmb richtet verschiedene Fragen an die Zeugin. — Die Verteidiger protestieren dagegen. — Der Vorsitzende läßt ober die Fragestellung zu. — Leutnant Folte erklärt, er komme bei dem Vorfall in Frage. Die Kohlen fielen aus dem Wagen und viele Leute suchten die Kohlen aufzusammeln. Ein Schutzmann wollte eine alte Frau daran hindern, er, Leutnant Folie, hat ihn aber davon zurückgehalten und gesagt: Lassen Sie doch die alte Frau, darum können wir unS nicht kümmern. In dem Augenblick war es momentan still, es standen aber erregte Gruppen umher. — Tie Zeugin behauptet, daß für den Vorfall ein anderer Leutnant in Frage komme. Tie Angeklagten E h r e n b’c r g und Lasker wollen ebenfalls gesehen haben, daß der alte Mann beim Kohlen aufles en von! Langsdorf geneigt, für den nächsten Reichstag ttn Wahlkreise Gießen—Grünberg—Nidda wieder zu kandidieren. Diese Notiz wurde aber von dem betreffenden Herrn umgeändert und ißr hinzugefügt, daß sich der Gesundheitszustand des Herrn Köhler erheblich gebessert habe, was wohl Herrn Abg. K. zu der Erklärung in Nr. 193 des Gießener Anzeigers veranlaßte. ?lm 28. August 1910 fand dann in Gießen ebenfalls ohne Vorwissen des Abg. K. eine gemeinsame Sitzimg der unterzetth- neten Wahlkreisvorstände statt, um zur Reicl^stagswahl unb zur Kandidaten frage Stellung zu nehmen. In dieser Sitzung wurde der Beschluß gefaßt, einer demnächst einzubernfenden gemeinsamen Vertrauensmänner-Versammlung die Aufstellung eines gemeinschaftlichen Kandidaten vorzuschlagen. Tie Auswahl des Kandidaten sollte den Vertranensmännei-n überlassen bleiben. Die Einberufung dieser Versammlung war für den 23. Oktober in Aussicht genommen, hat sich aber durch verschiedene Umstände hinausgezogen. Diese Versammlung wird bestimmt am 4. Dezember abgehalten werden. Wir bemerken ausdrücklich, daß Abg Köhler von allen von uns nach dem 15. Angust unternommenen Schritten unsererseits nicht in Kennlnis gesetzt worden ist. Daraus ist es auch wohl zu erllären, daß Herr K. seine Kandidatur am 25. Oktober selbst prollainierte Es kann also keine Rede davon sein, daß unter den vier bezw. drei Parteien eine Einigung nicht zustande gekommen wäre. 2. Wenn Herr Rechtsanwalt Kaufmann in seinem „Offenen Bries" davon spricht, daß „die zwischen den bürgerlichen Parteien schwebenden Verhandlungen" noch nicht abgeschlossen seien, so stellen wir hierzu fest: a) Daß wir am 6. August bezw. 17. September ja ein gleichlautendes Schreiben des natl. Wahllreisvorstanves erhielten, in dem u. a. gesagt war, daß dieser beschlossen habe, „seiner im Herbst stat:findenden Vertrauensmänner-V. rsammlung Herim Prof. Dr. Gisevius-Gießen als nationalliberalen Kandidaten für die nächste Reichstagswahl oorzuschlagen". Wir haben diese Zuschrist lediglich als eine „Mitteilung" angesehen und nichts darauf erwidert. b) Daß wir am 24. Oktober b. I. wiederum eine Zuschrift desselben Wahlkrcisvorstandcs erhielten, worin dieser uns ersucht, „die Kandidatur des Herrn Prof. Dr. Gck'evius auch unsererseits zu unterstützen" — nachdem also am Tage vorher die nationalliberale Vertrauensmänner-Versammlung genannten Herrn als nationalliberalen Kandidaten aufgeftdlt hatte. Hieraus haben die beiden unterzeichneten Wahllreisvorstanpe der christlick>-so^iaten und der deutsch-sozialen Partei geantwortet, daß sie dieses Gesuch ihrer Vertrauensmänuer-Beriammlung unter* breiten würden. Weitere Verhandlungen zwischen dem nationalliberalen Wahl- kreisvorsland und ims haben bisher nicht stattgesundew Gießen und Ober-Hörgern, den 27. November 1910. ^vuyciin» HI. miterlebte —•— - , .■ ._ s von seinen Begegnungen mit Napoleon entwirft, tritt und in dem Generalleutnant Karl von Wedel entgegen, von Men „hebendenmierimgen" der erste Teil sieben im Verlage von E S Mittler unb Sohn erschienen ist. Wedel war der Auftrag lutcü geworden, als der König nach dem Dorfe Pickkupohnen fam^ alles für die Aufnahme des Monarchen vorzubereiten. Friedrich Wilhelm kam sehr mißmutig an und stieg in feinem fcotel bem Schulhause, ab. „Ich filkte ihn m bie beste ^rube woselbst er sogleich ansing, sich auszuziehen, nachher aber fanb, daß dieselbe 311 feucht sei, und darauf lieber in eine viel ^^^01^0, in toeldjer er bie ersten Tage auch blieb. . . . ^asGesolge be^ Königs hatte sich verirrt, unb besonders kam der Kiicheunmgen so spät an, daß der König ansing zu hungern, was er äußerte. Ter General Chlebowski besorgte darauf Kaffee und lehr fck>lechttS Soldaienbrot, wie wir es nickst anders hatten, ^er König nahm aber das Brot nicht an, da er es, wie er sagte, nicht vertragen könne. Ich hatte das Vergnügen, zur Verwunderung des Geiierals Chlebowski, meine Hilfe anbieten zu können, und vorn König in ipaßhaftem Ton aufgefordert, eilte ich darauf nach meiner Mick-ie, bie ich damals noch allein beuroljnte. Ich hatte gnade baden lassen und kam bald nut einem großen Brote in einem Tuche zur Freude und zum lauten Gelächter des Königs wieder angaloppiert. Der König dankte mir mit großer Leutfeligkeck indem er hinzusügte: „Wir haben Sie hier auch nichts vergeffeii und Ihnen jtaiiee ausgehoben, sanken Sie sich ^n . Darauf nahni er dos Brot selbst, lchnttt sich ein Stuck ab und uns Gegen- toäriigen, General Chlebowski, Ma,or Klur, Major Sagoro, Ooerft Scharnhorst und mir, ebenfalls; dann ging er vor die Haustür, zwei ruf fische Grenadiere Schilbwache standen, und teilte unter dieselben den Rest des Brotes, worüber diese entzückt waren. Muten auf der Memel war aus einigen Kähnen, die fest verankert lagen, ein geschmackvoll mit Möbeln aus Tiljit unt> mit Blumenkränzen geschmücktes Häuschen erbaut worden Dahin begaben sich der Kaiser von Rußland und Kömg Fri^rich Wckßettn mck einem großen Gefolge, unter dem fich auch Wedel befand „AiS die franzöfisä^en Truppen auf dem andern Ufer die grone An^hl glänzender Reiter anfomnien laycn, ließen |ie em fchallendes Vi-e l Empercur hören, welches sogleich von den dlesfeiligen Tiuppen durch ein langes, anlxcktendes Hurra erwidert wurde. Tie Pconarchen stiegen von den Pferden, füllen m einem Kahne pach dem Friedensichifse und wurden daielbft ^rch Napoleon, vou semm vornehmeu Kriegsgroßeu gefolgt- aut das hoftichUK Sperrt bm Welhl^xeisvorständen der christlich-sozialen, der deutsch-sozialen Partei und des DmideS der Lcurdwirte erholteu wir jvlgeude Zuschrift: Zur Richtigstellung In Nr. 278 deS „Gießener Anzeiger" veröffenllicht Herr NechtSanwalt Kausmannließen einen „Offenen Brief an Herrn Neiässiagsabgeordneten Köhler in Langsdorf". Darin heißt es ir. a.: „Als indessen weder unter diesen vier Parteien (gemeint sind bie Cdrisckickf-sozialen, Deutsch-sozialen, Reformer und der Bund der Landwirte), eine Einigung nicht zustande kommt, noch eine dieser Parteien zur Nominierung eines Kandidaten lerntet,, teilen eie am 6. Ottober 1910 dem Gießener Anzeiger mit, daß Sie unter allen Umständen zum nächsten Reichstag wiederholt kandidieren weiden." Wir haben hierzu folgende» zu bemerken: 1 In der Hauprversammlung bei Christlich-sozialen des DahlkreiieS Gießen—Gnlnberg—Nidba am 31. Juli b. I. wurde ins einen au» her Versammlung heraus gestellten Antrag hin 3dd)!Olfen, daß die Wahlkreisvorsitzenden der christlich-sozialen Partei, der deutsch-sozialen Partei und des Bundes der Landwirte sich zu Herrn Abg. Köhler nach Langsdorf begeben unb bei ihm cm fragen sollten, ob er bereit sei, wiederum eine Kandidatur zum Reichs rage anzunehmen. Dieser Beschluß wurde auch am 13. August von den Unterzeichneten ausgeführt. Nach längerer Aussprache mit Herrn Köhler wurde u. a. schriftlich niedergelegt, baß Herr Köhler bereit sei, ein Mandat zum Reichstage anzu- ndzmen wenn er von den obengenannten vier Parteien gemeinsam wieder aufgestellt würde. Herrn Köhler wurden unsererseits feine bestimmten Zusicherungen gegeben, sondern ihm nur Mit- geteilt, baß wir die Entscheidung in die Hände unftrer Ber. traueiiSmänner legen würden. Ohne Vorwissen des Herrn Köhler wurde von unS ein der Presse nahestehender Herr gebeten, in verschiedene Zeitungen folgende Notiz zu bringen: Gießen, 14. Aug. Wie wir aus zuveftässiger Quelle erfalyren, ist entgegen anderen Meldungen, Herr Abg^ Köhler- zwischen Friedrich Wilhelm HL und Napoleon. der die für Preußen so Gefolge Friedrich dnem Seirfntfnf geschlagen Nmrve. [agöt tFinfa\ — Leutnant F o l i e: Ich habe gezehrt, sondern mit dem Kirchenfonds identisch sci.'^DaS letztere no auch nicht gesehen, daß ein anderer Ossi- wurde von der Gegenseite bestritten und außerdem hervorgehoben, "T .e,-$eu$lA Sehring be- daß das behauptete Recht durch den langjährigen Gebrauch unter nicht blank gezogen u: ff i) W NI Landwirtschaft. Vertrages aus dem Jassre 1776 die politische -Robert Kothe-Abend. Robert Kotbe her ZTI----7” TT ---------------= ®eif'ec.be§ ■ bcl,t^" «"’> des ftunhfU Meteorologische Beobachtungen der Station Giefien. 'chuü des Kreri'es Lauterbach gao jedoch dem Einspruch statt ^aut// ,ülcb ain Montag den 5. Dezember wieder einen L - - -- - - I ff-Ä unLrCnt,d)ieb/n ba^ b^ .sragliche Posten aus dem Gemeindevor- ^liend, dteSmal m dem intimeren großen Saal des Gesell- Nov. 2^5 a*5 -% £*§. A ® 2 ani ^lag zu streichen sei. Die Folge war der heute ^ur Ner- schastsvereins veranstalten, SVr annüi.r „an.. I r-. ? o - -- o Wetter c a-g ib <39,9 | Höchste Temveratur am 26. bis 747,3 27.- 9" 745 1 ' Riedvlgste paederschlag 27. 27. wurde Dem E K vi w P Z £ a E H 1 c ff e ui s p Bf Vereinigung statt. Der Vorschende, Aktuar Pfaff, dankte den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen. Ober.' lehrer Como hielt eine längere Festrede und brachte ein , 26. — 2,8 mm. o * "Z Zf schwierig tert en geraten und abennals ist eine große Reuse |D< Handwerker urw Lieferanten, Weinhändter, Bäcker, Konditoren und Metzger besorwers, in starte Mitleidenschaft gezogen. 100 000 Mk. Aktiven stehen, wie verlautet, 135 OjO Mark Passiven gegenüber und es soll ein UcbereiiiEomnien getroffen werden. Gegen die Kurtaxe erhebt sich jetzt in massenhaften Eingaben allgemeiner Widerspruch aus allen Kreisen; der Magistrat kann aber nicht helfen, denn die A Millronen, die das neue Kurhaus mit den Erter sch en Fresken S und weltstädtischen Einrichtungen verschlungen hat, müs,en ™ verzinst werden, die auf den Prachtbau gesetzten Hoffnungen haben sich aber nicht erfüllt. W ftrantfurt a. M., 26. Nov. Heute früh 4 Uhr fuhr ein von Kassel kommender Güterzug im hiesigen Güierbal^ < !>os aus einen kurz vorher eiugelauseueu G ü t e r z u g. Die Maschine und sechs Wagen entgleisten. Dreizehn Wagen würben beschädigt Der Hllssschafsner Engelhardt erlitt einen doppelter! Beinbruch und mußte ins Krankenhaus verbracht werden. verspüren. Es liegt eine genügende Anzahl Aufträge bot und in mehreren Betrieben könnten noch Arbeiter eingestellt werden. Auch in den übrigen Betrieben des Kreises hat sich die Lage nicht verschlechtert, vielmehr kann im einzelnen eine lebhaftere Tätigkeit festgestellt werden. Arbeitsmangel liegt deshalb nicht vor und ist auch für kommenden Wmter nicht zu befürchten. Etwa beschäftigungslos werdende Arbeiter können als Holzhauer oder anderwärts ausreichende Beschäftigung finden. Notstarrdsarbeiten oder besondere Maßnahmen auf dem Gebiete der Arbeitslosenfürsorge sind daher für diesen Winter nicht vorgesehen. — Zur Feier des Geburtstags des Groß Herzogs fand gestern abend int Burgbräu dahier ein Kommers der B e a m t e n -- Zeuge Kaufmann Juhl hat den Schutzmann Prieskorn. als stch dieser, von der Menge bedroht, in das Rutenbergsche Lokal und von Wt auf den Hof des Gebäudes flüchtete, in Sicherheit gebracht. Gegen die Beamten Prieskorn unb Sperling ging ein Steinhagel los. Es waren 200—300 Menschen, meist Rowdies. Aus der Menge ertönte der Ruf: Dem Schutzmann wollen wir > inmal das Hemd ausziehen. Während die Leute sich auf Sperling stürzten, konnte er Prieskorn wegbringen. Sperling rettete lief) dann später in ein Lokal. Tie Mitbewohner des Hauses lvrechen seitdem nicht mehr nrit dem Zeugen. Das Haus ist meist von Arbeitern bewohnt. Zange Schlosser Finke hat beit Vorfall mit den beiden Schutzleuten auch beobachtet und gesehen, daß zwei junge Leute Steine aufhoben. Er hat die beiden Schutzleute gewarnt, weiter zu gehen, da die Menge Radau machte. Das Lokal von Rutenberg, in das sich der eine Schutzmann flüchtete, wurde völlig demoliert. 28? 716 Kreis Lauterbach. m einen fuvsi-I. » b ch, 2 /. Nov. Die Besserungder Lage . .... . fc. Die Verpflichtung . A r b e t t s m a r k t e s hat im laufenden Jahre in un* ei übrigens entfallen, well die katholi.che serem Kreise erfreulicherweise angehalten. Besonders ist aus w.cT -r ’7v;r 1 *un! des Kantors nichts oem Gebiete der L e i n e n w e b e r e i, der bedeutenuei! Qn! me&t zahle und schließlich der „Bausonds" noch gar nicht auf J buftrie unseres Kreises, eine fräftige p $ier blank gezogen bat. -ttätigt, daß Leutnant lFolte nicht geschlagen habe, es sei ein blonder Offizier gewesen. Zeuge Porzellanmaler Klemp hat von seinem Balkon hu§ gesehen, wie junge Bengels Steine sammelten. Am Montag hat der Zeuge die Schutzleute bedauert, an den anderen Tagen war ihr Vorgehen ein gewalttätiges. Ein Mann ist von rinem Scllutz'mafnn so geschlagen worden, daß er liegen bleib. Ein BolizeileuMant hat sich den Mann, wie er dalag, noch angesehen. — Rechtsanwalt Heine: Es handelt sich offenbar um den Arbeiter Mausbach, der schrecklich zugerichtet wurde, als er zum Abendbrot nach Hause gehen wollte. — Der Zeuge bekundet noch, daß er seit 26 Jahren in der Kgtt Porzellanmanufaktur angestellt sei. fr ff1 L 9‘ l allen Umständen erworben sei. Der Provinzial-Ausschuß erließ Urteil dahin, daß der Rekurs her politischen Gemeinde und der 1 katholischen Kirchengemeinde als unbegründet zurückzuweisen sei unter Verurteilung der Rekurrenten unter solidarischer Haftbarkeit in die Kosten des Verfahrens sowie zur Zahlung eines Aver- swnalbetrags von 25 Mark an die Provinzialkasse. 2. Antrag auf Entziehung des Führerscheins f ü r K raftfahrzeilgedes Heinr. Kuhl zu Friedberg. Kuhl hatte als Chauffeur eines Oberstabsarztes gelegentlich der Generalmusterung mit dem Automobil seines Herrn verschiedene Rekruten gegen Bezahlung befördert. Aus dem Rückwege geriet der Wagen an einer steilen Stelle der Straße ins Rutschen, sckstug um und begrub den Chauffeur nebst einem anderen Soldaten unter sich. Beide kamen mit einigen Hautabschürfungen davon. Dagegen wurde das Auto so zugerichtet, daß es 1500 Mark Reparatur-! lehrer Como hielt eine längere Festrede und brachte ein kosten verursachte. Der Landrat zu Dillenburg, in dessen Bezirk Hoch auf den Landesfürsten aus. Die Hauskapetle, die Ä ereigne hatte, stellte hierauf Antrag auf Entziehung ihre Kunst unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte, ver- des Führerscheins. Kuhl verncherte zwar heute unter anderem, fdmnertc die freier hurrh eininp mnhinrfirnn»np nHr.s daß ihm das Steuer gebrochen und lediglich dadurch der UnfaH rf “ l einige mo^igclungenc Bortrage veruriacht worden sei. Dies könne aber auch dem vorsichtigsten J~nb Derdr enste wurden durch Lehrer Holler in einer Jahrer passieren. Der Provinzial-Ansschuß beschloß jedoch, auf ^stO^^che gewürdigt. Auch bankte der Redner dem Grund des der Verhandlung gewonnenen Gesamteindruckes von der Vereinswirt Kohler sur die angemessene Ausschmückung des Sachlage, ihm das Führerzeugnis auf 1 Jahr zu entziehen. Die Lokals. Die Feier verlief in schönster Weise. Kosten des Verfahrens hat Kuhl zu tragen. X Grebenhain, 25. Nov. Zum vierten Male ein- 3. Einspruch des Dr. H. Stoll zu Bad-Nauheim stimmig wiedergewählt wurde der hiesige Beigeordnete gegen die Heranziehung zur Umlage der Land- Müller. Wirtschaftskammer. Dr. Stoll besitzt zu Bad-Nauheim ^pssen-Nassan em Grundstück, das er als Bleichplatz vermietet bat. Die Land- n m m , Wirtschaftskammer zog es zur Umlage heran, indem sie auf Grund 0 Marburg, 27. Rov. Im Rathanse anLestellter Ermittelungen annabm^ daß es eine mit Obstbäumen gestern abend em Einbruchsdieb st ahl verübt. Nach- Dieb fiel nur ein geringer Geldbetrag in die Hände. sestgestellt worden ist, daß schon fett Jahren keine v anau 27 Non Do« 6«knl,s^- Obstbaume auf dem Grundstück stehen, eine landwirtschaftliche , 2J* J 0D* Wirtschafts- Benutzung auch nicht stattsindet, wurde der vom EigeMümer er- etablissement »Kurhaus Wilhemsbad^, Hanaus be- hobenen Reklamation ftattgegeben und entschieden, daß das liebtester Ausflugsort, der auch von Offenbach und Frank- MÄ ÄÄ ,$LnJle‘S ^l^en B-'uch erhält, ist auf „euere Landwirtschaftskammer zur Last. 0 seitherigen Pachter Joh. Dietrich 4. Wirtschaftsgesuch des Adam Müller II. und eyer verpachtet worden. Der neue Pachtpreis beträgt des Wil h. Nachtigall zu Allertshausen. Vom Ge- 7600 Mk. gegen seither 5000 Mk. — In Windecken ver- MMe?nicht W KN Land der Uhrmacher M üil-r aus noch unbefannten tigalL Der l^eisausschuß des Kreises Gießen erteilte auch bem nDCn‘ . , o_ m letzteren die Konzesswn. Gegen diese Entscheidung erhob ber L Wiesbaden, 27. Nov. Es zeigt sich hier nun Vertreter von Müller Einspruch, den er formell damit zu stützen deutlich, daß auch Kurverwaltung und Magistrat nicht Uchte daß er aussührte, die beiden Gesuche seien vor dem Kreis- mehr widersprechen können, daß die Art der vor einem Jahr Ä?JÄ"«Ä ÄK.S «"X“ sm?!,L7«n?S,"'£ÖS tjM*z-,» d-,&ffl3ßte lptele, um die sich der Kai,er sehr verdient machte, trotz Errichtung bedeutender R e n n st ä l l e unter hervorragender Beteiligung des deutschen Kronprinzen hat im berfto)jenen J J i*ji getummert. Der Zeuge will auf der Straßenbahn ein Gespräch diese Gemeinden als nicht beteiligt anzusehen sind. Weiter haben zwischen Schutzleuten mitangehürt haben, die sich darüber unter- die Gemeinden Bauernheim, Ossenheim, Petterweil Wisselsheim tzelten, wie sckzw^ isllre Säbel feien. Als ein Insasse des und die Gemarkung Löwenhof aus dem Verteilungsplan aus- ^tratzenbahnwagens fragte, ob für den betreffenden Tag wieder zuschechen. Die Kosten des Verfahrens haben sämtliche beteiligten TZoa^lt tnvarten seien, hätte ein Schutzmann er- Gemeinden nach Maßgabe ihrer sich hiernach ergebenden Bei- nnbert: Ta draußen macht keiner mehr Krach. Die liegen alle tragspslicht zu zahlen. .Von Erhebung eines Aoersionalbetraas un Krankenhaus. Eine weitere Aeußerung des Schutzmanns sei wird abgesehen. ' " äabm gegangen, es sei ganz gut, wenn man wieder einmal Ge- ---■■ - __j_ —»— ""’S ÄÄÄÄ« M m«. a“’ “"6,f . vormittag vertagt. J Gießen, 28. Äkovember 1910. Moabiter Unruhcm erlSstt der Polizeipräsident. “ Unser städtisches Elektrizitätswerk hat sich tDu ? ? 0 folgende öffentliche Mitteilung: „Zur einer Weise entwickelt, die niemand voraussehen konnte Immer tatsächlichen Sachverhaltes ist neue Kraftmaschinen wurden beschafft, eine starker wie die andere e» envunscht, daß Personen, welche den Straßenunruhen unbe- um dem wachsenden Bedarf an Kraft zur Stromerzeugung zu ge-' telligt/^gesehen haben, ftch auf dem Polizechräsidium - Zim- nügen.. Jetzt ijt auch bei Tage der Verbrauch an elektrisches mer 177. oder auf bem ihnen nächsten Polizeirevier melden/' Energie so groß, daß die billige Wasserkraft, die in 2 Turbinen ^ie Wnrbs 9TTM Qm - an s. an . . lvO Pferdestärken enthält allein Nicht hinreicht, um den Bedarf r « n h r ‘ LtS. schreibt Wenn sich der Mo abtter «n Strom zu produzieren, den allein die Straßenbahn beansprucht r w? mehr zu einem politischen Es muß dazu eine der Gaskraftmaschinen in Betrieb gesetzt wer- K entwickelt, so arbeitet nicht der Vorsitzende den. Um nun möglichst billig Elektrizität für den To es bedarf bet Staatsanwalt ui dieser Richtung, sondern die herzustellen, hat Direktor Stolte einen weiteren Einbau von Tur- M vt kv‘er f,lef/LnCr Ausgabe vor bmeu vorgeschlagen. - Der verstorbene Beigeardncte Kammn- -Ä ^lC ^aldemokratiiche Partei von ihrem ^eil 5\enrat Heylig enstaedt, der in den häufig bei unseren ftäbt - Verantwortung - an den Krawallen zu entlasten. Werken vorkommenden technisck>en Fragen als Berater tätig war Kräft^n^Staatseinrichtungen ffiach hcll die Ausführbarkeit einer Verstärkung der Wasserkraft unseres SS n- blühen ist der Beweis, Elektrizitätswerkes bejaht und deren Herstellung als eine sehr sttÄMads brjb« **•*• **■1 «Saasm mit ®etoalt zu begegnen. Eine ** Marburger Besuch Am Samstaa weilten die werden. Tie Beamtenschaft hat in angestrengter gefalrrvoller Marburg Professor Dr. Foelsch mit 25 Stu- j^ätigfeit vollauf ihre Pflicht getan. öenten, tu unferec (Stabt. Man besichtigte am Vormittag die —H—"Tor . " — — Mafebin^sntzr-ik von Heyligenstaedt & Co. und das Provlnztal-Aus^chutt der '4-rvvtnz Oberhessen. Garlsche Tonwerk und speiste gemeinsam im Hotel- . L. Gießen, 26. November. ?^.tropol in der Plockstraße zu Mittag. Am Anwesend: Provmzialdirektor Dr. Ufinger als Vorsitzender, besichtigten die Gäste unter Führung des Ober- tnioinlAti äa» -j ^°h^vd)u^ltöIieber 1 Ersatzmitglieo. Beginn: 9 Uhr, burgermeisters Mecum das städtische E le ktr i z i t ä t s° PPIC‘PJön OCF Vereinigten $ranf?Urter StGÖttijeater. meinbT^rV^- 0rC0e?qn? der Ge- bahn von ^er ^ageLl^^ea^eemau^bireEtb^- 3n°*ÜQ9, 28- ^ov?): „/er Freischütz/ Aennchen: Fräulein m ihm ein Betrag für das katholische P f a r r b ans en letzten Akt ber ,Rauber" mit anzusehen. Die Mar- Schausvielbaur vorgesehen war. Sie war der Ansicht, daß die Geniein^e Herb- - C ^hr anerkennend über das Ge- Montag, 28. Nov"): .Elektra.- Vorher: .Die sittliche ^or- stein keine Verpflichtung habe, diese Kosten, die aus Umlagen ^hene aus und stellten in Aussicht, bald wiederzukommen, derung." Dienstag, 29. Nov.: .Cesar Voigia." 6 gebeät merben müffen, zu tragen. Die katholische Kirchengemeinde chartere Anstalten, IL a. den neuen Schlachtyof, zu be- ----ZTT;— . und die polittiche Gemeinde suchten dagegen nachzuweifen daß süchtigen. 10 ) Anlang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. ?e” 3?.etc, 1776 di- politisch- - Robert Kothe.Abend. Robert Kotbe. bJ .-----------------•' November — + 0,8 6 , = — 2,7 X Gichtlker, Steinkidende9 Nieren- nnd Blason-Kranke erhalten kostenfrei Broschüre mit Heil bericht en. rsssU9li^h 8cV'n;ied-en*Ua Lithionwasser bin Eeü Monat™ von meinen gichliechen Buchwerden völlig befreit. £>r. »led. M f Sch. Depot für Giessen: Jean Weisel, Telephon 235. und entschied, da! ... !£i'a Die Folge war dcr heute "zur" Ver-! lchaslsverems veranstalten. Der Künstler bringt ein völlta l KÄS“ L es £tÄ W*. ».=-««.... Mw. 9 - Con. "°ch heute zu Recht bestehe. Die Kreis Alsfeld. ----- ..Äolische Kirchengemeinde habe damals einen Wald an die voli- x Grvß-frelda 27 9?nh . i ^oetreten und dafür habe die letztere die Unter- erbauten Gutsgebäuden beabsichtigt ein westfälischer Industrieller 2 haltungspslicht der genannten Gebäude usw. für alle Zeiten über» im kommenden Jabre eine i a a r r l 1;7 ^.^ustrieller riommen. Demgegenüber führte der Vertreter der eoangeliichen welches Vorhaben" von der Bevölkerung der Gegeill) initUfr?enV ^irchengemeinde aus, daß im Gegenteil die politische Gemeinde begrüßt wird. Fehlt doch vielen der Bewohner von Klein^lh^ bie ber katholucheil Kirchengemeinde den Wald Zeilbach, Ermenrod, Schellnhausen Kövd ngen Kesback^W,nd' abgetreten habe. Dagegen habe stch dieie verpilichtet einen Teil bansen ulw Törie^ hi* i /lI «/ LÄ.LWM oaß die polttilche Gemeinde die Unterhaltung gewisser Gebäude^ 9 Mw. lur den Fall übernehme, daß der voryanoene „Baufonds verunglücken sollte". Es handele sich also um einen subsi- oiären Zuschuß der politischen Gemeinde. D' " zu dessen Leistung sei Kirchengemeinde schon seit Jahren zum Gehalt des Kantors'nichts 09 4,5 90 ENE 2 8 Bew. Himmel — 0,7 | 4,3 93 ENE 2 10 Bed. Hlmmel 1,3 | 4,8 96 E 2 10 Himmel Ganz vorzüglich .lrerexrerexrrxxxxxtirrrmsM K ü b n. 6485 ■I ii 6403 3ffj Wa-klm II 4 ZzMMMreKRRNRXRRRRUU für Herren für Damen a«/u 3.15 Schnhhaus 4.50 Marktstr. 9 Alleinverkauf der berühmten „Herz“-Schuhwaren. Fritz Rosenbaum Marktstr. 3 koweugaffe SO. Telephon 002. Grösstes Pelzwarenlager Jakob Eaterans, Jagdmuffe und FusssScke Herrenkra^en und Mützen Kaffee-RöatereL 3882 Auto-Pelze Feinschmecker finden 6248 (ss2*/1* wert au verkaufen. Cffcrten unter F. C. 4637 an Rudolf ffoiwe. Cannel. (6481 Orangeat uiw. tn nur allererster Qualität. Krofdorf er Str. 12 Telephon 487 H. KÜHN, Papierhandlung. Ml») Tel. 27. Seltene. 23. H. Heyne. D«/h) zur Hälfte und unter dem früh. Preis um vollst damltzu räumen. 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Gaben an Geld, Kleidungsstücken, Stossen, Spielen werden von den unterzeichneten Vorstandsmitgliedern und ebenso von den Schwestern ber Anstalt dankbar angenommen Auöer diesen ist niemand berechtigt, Gaben für unsere Anstalt zu erbeben: auch wird von uns keine Sammler u beauftragt, liniere Weihnachtsfeier wird schon am 18. Dezbr. stattfinden. G legen, den 17. November 1910. (va,/n Der Vorstand der Zklcinkindcr Bewahranstalt: ktzrau Juitizrat Grünewald, üiebifiin. 21. Frau Johanna Haas, Ost-Anlage 81. Frau Nechnnngsrat Kalbfleisch, Lndwigstrave 7. ftrau Geh. Rat Leist, Moltkeilr. 82. J-rau Marie Schwan, Seiters- wea 64. Iran Apotheker Schwicder, Schulnr. 1. Avau Geh. Rat ÄttflbL Stephannr. 1. Jrau Karola Walther, Neuen Baue 29. Schivester Leuchen Welsch, Diezstr. 15. Plärrer Ansfeld. Direkt Döring. Peollelner Jann. I> Schlosser. J-rische Liedeier, 10 St. 80 Pfg, sst. rciuschmcckende Triuketcr, 10 Stück 95 Pfg., (09318 stetS frische Land butter, neue vr. doll. 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Auf ärztlichen Rat trank ich kurmätzig Altbuchliorstcr Mark-Sprudel Starkauclle (Job-Gtsen-Prangan- Llochsaizauellel. Schon nach wenig- Flasch, kam der heti;ersehnteSchia» roicber. Ich trinke Mark-Sprudel seit 4 Mon., habe fett lang, wieder glänz. Appetit u. fühle nnch so gesund, frisch u. froh wie nie zuvor. fDL I. Aerztl. wartn etnpf. Ltrll. 95Ps.i.d. Universitäts 'ApotbekL u. d. Drogerien voti Carl Seibel, W. Zlilbinger unb August Noll. Kur für Meneitier! g Trotz der sehr hoben und j» täglich weiter steigenben B Bautnwoll- und Jutegarn- W preise habe ich durch recht« N zeitige äusterst günstige Ab- H schlüsse ca. 40000 Stück B Scheuertücher noch zu f sehr billigen Preisen ab zugeben. (0074 ffi Ludwig Lazarus, Asterweg 53, Fernspr. 505 Fernspr. 505. W Amerikan. Neuplätterei für Herren- ===== Wäsche. ■ • - • Spezialwäscherei für Haushaltungen, Ausstattungsgeschäfte und Hotels. 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Der Vorstand. «nmeldungkn zur Mitgliedschaft können auch an oben , bezeichneter Stelle erfolgen. [t.. Versteigerung. Tientftae de« 2V. Storni her d. tut«., Iiachin 2 Uul ueriieinerr ich y/cuituöi 56 datzler gegen Bar- Aüblung: 1 Pierd, 2 Vfcrbvndcbtrre, ein. Oekonvmiemageu. 1 Break, ein yrnicbeniDiinen mit Decke, einen Hmerkaiken, 2 Diziinatwaaen, 2 taiehuanen. 1 Fahrrad, em Gadde id. 1 -Oulboei&ed, 1 Wegi« fhierfnne, 1 Geldickirunk, 3UVur- beerbaume, 5 Duzend steile Hüie, mehrere Hobelbänke nui Zubehör, l Busen, t Schreibiisch, ein eufit 1 Berilko und andere Möbel (6460 Bora, Gedcknsvollziedet tn Gießen. Montag, 5. Dezember 1910, abends 8 Uhr, Im grossen Saal des GeseUschalts-Vereins, Sonnenstrasse Robert Kothe Lieder znr Laute. Numerierte Plätze: 1. Platz Mk. 3.—, 2. Platz Mk. 2.— Eintrittskart. Mk. 1.25, bludenteukart. Mk. 0.75. X orverkauf: Ricker’sche Buch handlang, Süd-Anlage 5 ÄetTsteigerurtg. 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AdonnemeruSkarten (fflr eine Berson zu 4 Mk-, für zwei Ber» ümni berklben JVomitte au 5 Mk, für drei und mehr Personen berfclben Emilie zu 6 Mk.1 und Gin^elkarien zu 1250 Mk sind in der Aerbcr scheu, Srees'ichen und Ritter scheu UniversltärS -Buchhandlung, Dtudemenkarten bei Herrn Universiläts.Hausbeschlieuer Witter au haben. pia, । Akademische Vorträge Mittwoch bat 30. November L pünktlich 81/, Uhr abendS, im groben Auditorium des NollegiengebäudeS Privatdozeut Lite, tilaue: D"A. gift • fcianrrnngrn oom Sinnt Abonnementskarten und Einzelkarten sind in der Ferber'schen, FrerSlchen u. Rickerischen UniversuälS-Buchhandlg., Studenten»' faden bei dem Herrn Unwersikät«»0a..sbeschlief;er zu haben. Giesjener Eisvereiil Biograph Oie falschen Rembrandts spannendes Detektiv-Drama. Pbchur. 12 U9859 Pbokstr, Uj Heute zum letzten Male Das hßEMerMla MM uni sn-nkliitzt üDrigrn MMn flnimiitni. 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