Erster SIotT 160. Jahrgang Nostag, 28. November M Genchtssaal-: K. Neu- Die heutige Nummer umsalzt 16 Seiten. Mt. 66 000 litt, lud uuu Dber nur wenig ermäßigten dflen nach Prozenten der Empfang 1 47 000 45 UOO An der mir dem und bie jtncgetDereine der Umgegend von Raudcn, sowie die barmherzigen Bruder und Seminaristen von Pilchowitz Spalter. Im Schloß wurde der Kaiser von der herzogitchen Familie, Oarunut dem Prinzen und der Prinzeß in Friedrich Wilhelm von Preugen, dem Erbprinzen Bittor und der Ero- peilige)।in von Ralibor begrüßt. Ferner waren u. a. anwesend: der Fürst Pleß uiu) der Landrat Lentz aus Rl-bnckt — Das Grab des Husitenführers Ioh. Cizka ist am Samstag m der Peter- und Paulkirche zu CaSlau auf- ge.unden wvcden. Das Grab bciiudet |idj umer emer Stein- täfel mit einer lute milchen Jujck-ri|l und mit dem Sieget des <2tadtiiUes von Easlau ans dein 17. Jahrhundert. Nach einer im Grabe aufgefuudcnen Urlunde sind tue Ueberreste CiztaS dort heimlich bcigeie^t wvrden, um ihre Zerstörmig -u verhüten. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft.^ Der 28. e u 11 a# e jx u h g r e b i u r n n e r e 1-t e ö i o ui j mden vom 19. bis 22. Aprü 1911 in Wiesbaden statt. Diü dem SCongrene ist eine Ausstellung von Präparaten, Apparaten und Znssrurn einen, smorri sie sür die innere Medizin von Interesse, lind, verbunden. — Direktor Felix von WeingartneL erklärte den Philharmonikern, daß er bereit sei, ihrem rwunia-e zu emiprcajen und die Leitung der phüharmoniicherr 51'Dii5eiie vcisubeijütien. Gr werde zu Du: cm Zwecke Jemen suin-i üißeu Ausenchalt ui Wivi nehmen. — In Stratzburg (Elfaßj tjt tz)e,MMkU' Lbemgter uiigt? 1 ai Stadler, Kuralon oer My not, am Smustug cchezch geMtdeu. nur 2/3 Anteil der Fiachtmehrlosten verrechnen) rund . .......... b) sür Plehrirachl auf Baumwolle 58 p 131 3 = 94 V,....... rund c) sür Mehrfracht aus Gespinste zu 100 Psg. rund rund sich aus ihren SteUmigen bei Baiulp, «uime und Foucerwe au) Becutne zurück, welches vom 16. Regiment besetzt war. Während nun die 2. sranzosilche Division von Süden her diesen Platz an- griss, lallte die 1. van Westen (Baiiily) and den rechten demschen Flügel umidhen. Tas er|te Vorgehen der 1. Livi|ton zerjcheilte an dem deulichen AriUleiieschnellfeuer, erst eme lliitersluvung des Angrips durch Teste der 3. Division zwang die Verteidiger (1. Bataillon Reg. 67 und eine Batterie) zum Rückzug bis nordwestlich von Beaune; von hier wurden sie dann noch eine Strecke an der Gäsar-Strage zurüugedrängt (wobei ein Gestl-ütz den Franzosen übetlaiien roerüen mutzte-, bis plötzlich in der linken Flaule des Gegners die 1. deutjche Kav.-Twi|wn ersch'en und ihre reitenden Batterien die franzöi ischen Truppenlolonnen lebl-ast beschossen, wodurch deren weiieres Vorgehen unierbrochen wurde. Auch an der Ost,eite der Stadt hatte die 2. frauzo|iscl>e Tivl|ton durch ihre llebermacht die Deutschen (zwei Bataillone Reg. 57) zurückgedrängt, die jtch daraufhin nördlich bei Le Rue Bouffier fesl- letzteii. Um 1 Uhr war al,o Beaune vom Feinde oolljrandig nmfatzt. Tie Lage der vorteilhaft darin verteilten drei Bataillone Reg. lu (denen |ich noch zwei Kompagnien Reg. 57 auf dem Rückzüge beigesellt hatten) war eine jcbr bedrängte und gefährliche, zumal die franzoiijche Artillerie jetzt die mit den Ueberrejten einer Mauer umgebene und zue Verteidigung eingerichtete Stadt zum Ziele nahm und zwar lichtlich mit Erfolg. Doch gelang es der iap|eren Besatzung, verschiedene Slurmangrstie der Jnsanleric abziuveisen. Bald wurde ihnen auch Hilfe zutest: die 57er und eine Batterie gingen wieder von La Rue moussier aus gegen Südosten (Romainville) und Westen (La Pierre percee) vor, warfen den Gegner aus die,en Senen zurück und hinoerten ihn am iWiedervotdringen, bis um 2 Uhr die 5. Divi|ion (vom (3. Korps) em traf, die von Prinz FriLrich Karl, der südlich von Bohnes auf einer Höhe den Gang dec Schlacht oerjotgte, zur Unterstützung entsandt war. Gin Teil derjetben (3. Iäger- Balaitton, Mei Kompagnieii Reg? 48 u.id drei kiaderien) wandte )ki) gegen Areonvitte und Batstlh unb be|chä,iigle die dort stehenden sranzöiiich^i Truppen; das Regiment 52 aber hals noch den 57 erii bei der W^eoererooerung von La Pierre percee und ocr dabei liegenden Geyutze und Dtnrieu oann zuiammen mit dem vtCGiinent Rr. 12 den Feind ganz von der Westieste der Stadl ^eauiie, so daß dieser bei Gxntrstt 0« Dun^ihtu aus au«it Pannen zutüageichiag'r»i war. Ofoat vsrjuaM et uue»M>3 n*x#BkU6 euicu (5mrm ans mc Diodt, aver aua) dreier zn,cyeilte an dem Feuer der Besatzung und der 1. Ba^erie Art.-geschient Nr. 10. Von ua joiott ütwuAtUe^cu Iw^uiHmng u*iuik uw noch di.« Aitülenc über seinen herzlichen Dank für den glänzenden durch die Stadt aus. In Räuden erfolgte die Ankunft nm 3 Uhr. Ober,orsterei begrüßte die Jägerei den Kaiser Furstenruj. Auch hier bildeten die Feuerwehr (1U Bauerten- ihre Geschoue verheerend m die aozieyenden franzö- sischeii Kolonnen hmernichleudern; zwei Bataillone Infanterie lolgten daun noch zur Beobachtung bis Montbarrois und Iarrrsiy- die Kavallerie kam bei her Duntelheit wegen des ungünstigen Geländes nicht zur Verwendung. Tas 20. icanzosiiche Korps ging bis Bellegarde und Boiscommun zurück, das 16. verblieb bet; Venoustle, Juranvule und Maizieres. Tie deutschen Truppen!' lagerten von Long Cour bis Bot-nes chier die noch zur Unter* ftiltzung herbeigeeckte ö. Tivision des 3. Korps). — In dieses Schlacht halten anfangs nur rund 11000 Deutsche mit 70 Ge- schützen gegen etwa 60 UOO Franzosen mit 138 Geschützen gekämpft: eilt nach Eintreffen der 5. Dwi|wn hatte sich das Berl-ältnis etwas geändert, doch blieb die Uebermacht auch dann noch aus leiten,', der Franzoien. Liesen haue der Kamps ungefähr 13U0 Lola und Verwundete gekostet, während etwa 1800 unverwundete Gefangene in den Hut. den der Teutsck-en verblieben, die ihren öieg mit eüiem Verluste von 38 L)f|izieren und 8u8 Mann er* kaust hatten, nümiich tot waren oder an den Wunden starben^ 7 Offiziere, 1/2 wrann; verwundet waren: 28 Sfsiziere, 5st4 Mann und vermißt wurden: 3 Offiziere, 93 Mann., monatlich 7LPf^ vierteljährlich Alk. 2.20; durch! Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Dck.2.— viertel- jährl. ausfchl. Beitella. Zeilenpreis: lokal 15Pf.,, ausmärH 20 Pfennig. Chefredakteur: A l^oetz. Berautivortlich für den politischen Test: August Goetz; für »Feuilleton*, .Vermischtes* und tst in der Verdampfung teuerer als Saar- und Nuhrkohle. Die Fracht bis zum Etablissement von der Ruhr bezw Saar beträgt ineinander gerechnet etwa 1U0 Mk. für zehn Tonnen — 100 000 Mk. Die Baumwollsracht von Bremen bis nach dem Süden Bayerns, z B. Augsburg, betragt um etwa 58 Psg. per 100 Mo mehr als nach Chemnitz und 131 Psg. mehr als nach M.-Gladbach. Die Spinnerei hat einen Verbrauch von 5000 Tonnen Baumwolle — ö Mill. Kilo, Frachtunterschied also: a) gegen Chemnitz mehr 20 000 Mk.> b) gegen M.-Gladbach mehr 65 500 Mk. Da der Hauptabsatz der Spinnerei-Produkte im Westen, Osten und Norden Deutschlands ist, so erivachsen auch für den Garnoersatid sehr hohe Frachtsätze. (Ls ist nicht zu viel, tuenn wir durchschnittlich 1 Mk. für 1U0 Kilo dafür in Ansatz bringen. Für 4 500 000 Kilo Versandgüter gibt das 45UOO Mk. mehr Ausgaben, als säch|i|che oder rheinische Spinnereien zu verrechnen haben, da in letzteren Gebieten bedeutende Garnverbrancher für den lokalen Absatz der Produkte benachbarter Spinnereien (argen, lvas in Bayern nur in seltenen Fallen möglich ist. Rechnen wir zusammen, lvas die bayerische Spinnerei mehr Frachtauslagen hat, alS sächsische ober rheinische Spinnereien gleicher Große, jo ergibt daS: ») lüi Roülcn (wir wollen der Sicherheit Halder vor 40 Jahren au der Loire. 1L (Schlacht bei Beaune La vwlande cm 28. November.) / Buui 10. deutschen Korps hatte die 38. Bngaoe (rechter Flügel- bei Beaune l a Rolande Sie'liuig genommen, die 3u. Brigade (Unter Flügel des Üocps uiw zugleich der ganziui 2. Armee) bei Les G 0 telles (östlich von Beaune). Ihre Vorpoiienlinie war von Bauliy über Orine-Feucerive-Zuronvul»'- Lvru- bis Gorbeilles vorgeschoben. Arn 28. November uei Tages- anbiud) war auch die 37. Brigade mit der Korpsartillerie bis zu dem zwiia-ien Beaune und Les irvtelles liegenden Torf ülioreilly vorgeiuckt. Zur stnierstutzung war autzerdcm vom 3. Korps die '5. und nötigenfalls die 6. Jnst-Tivi|ion in Auslicht gestellt. 'Zunächst siietz der rechte fraiizoinche Flügel — das 18. Korps — mir dem Unten deutschen zuiammen. Tie über Juraiwstle nach Süden ausgestellten zivei Borpo|ientvmpagnieu des 73. Regiments räumten vor der Uebermacht der 1. französischen Tivision gegen 9 Uhr das Torf Jnranvstle und gingen bis zu ihrem Batailloii m stoielles zurück; auch bei Lorei- mutzten zwei Kompagnien des Regiments 79 und eine Kompagiiie 10 Jäger sich nordlich bis an den (Lisenbahndamm Parts-Nevers zurüu.ziel)en, von wo aus sie dann aber mu vstfe der drei anderen Jäger-Kompagnien den Gegner in Schach pielten. Gegen mittag gelang es zwar Testen der Regimenter 50 und 91, das Dorf Jurauville, das frie F-raiizoseu zur Verteidigung eingerichtet halten, wieder zu neljmcr, indessen mutzte lowotzi die|er Platz, wte and) Uoroeilles ausgegeben werden, als von Maizieres Berlstirtuugen von der 2. und 3. Tivi|ion anrücklen. Der bruckzug ging bis zur L>aupl- aufnal-Niestellung bei Long stour. Ein dorthin gcrichleler Augrijf des ueinbeö in geschloiletten Kolonnen und dichten Schutzcn- schväimen wurde durch die Artillerie blmig abgeichlagen. Gut Augrin Mit starker Uebermacht gegen Les ColetleS zwang in- zwiicheu die deutsche Besatzung, um der Umzingelung zu entgegen, pt biaunmng dieieS Srles. Doch fielen noch tiiva 50 Mann 79er franzoiiirrwu Lanners in Die i>änDe, naa-dem schon vorder ein beschütz wegen Mangels an Be,pannung oermren gegangen war. Mit Der Besetzung von Les Gotelles begnügie sich aus dst.em Flügel der öeu-D und unterhielt nur bis zum uintrut der Du ulet- feu ein wit.ru|iüSio|eS Ge|a/uo|euer gegen oie norbt.tch des Tor,e^, in Stellung gegangenen Deui|ü/cn Truppen. — Auf D-cin Innen sranzoiiicheu F.agci (20. Korps) traieii Die Spitzen mu Den Bor- Hosteii der. 38. Brigade morgens gegsn 9 Uijc zusammen. Dir DLutschen, (bleuuneut ui znur itvitl AMUl^t 01^1.0^11-11) zogen Er. 2T9 Der tiefer Anzeky«, rrfdii'un täglich, auUrr tzoimiags. - Beiiagrn: sirrnia l wöchentlich -lebenerZamiUtndlätter, givtiimil n'öchenii.Nieir, diattstlrdenttreliSiehen (Tnusiag iindFrenaa); zweinnst monntl. Land« VilstchaktUcheZeitfrugto steruipiech - Aiiichlu|!< t füi dir iXrbahion 113 Verlag u. EzvedMon Adresse Hit De»»esche»»r dlnzelgrr «ubcit. SraalSsteuer höhere Erträgnisse zuzu,uhren; das breite P-u- )blifum ebenso tote Die UiDu|triellen Gesellschaften werden deshalb wohl kaum oder doch nur für ganz kurze Zeit in den Genuß einer 20 bis 25 Pro^. verkürzten KrestZ- oder jLemeindeumlage gelangen. Wenn nun uoii der Regierung erhärt wird, daß tle erhöhte Steuerbelastung von 1912 ab keine Veranlassung ' ur Die G- m. b. tz. und die Aitiengesellschasten fein könnte, ich mit Dein Gedanken Der Abwanderung zu beschäftigen, 0 uberiiehl sie, vi^Ueicht nicht ganz ohne Aosicht, datz nicht )ie Steuererhebungen on sich den bayerischen Bodcn zu reiß werden lassen, jondum daß neben Den bisher iirtru- genen, so wenig günstigen lokalen und geographischen Ber- hälinissen Die drohende 25—50 Pro- hoher werdende St^uer- belasluiig den Tropjen bildet, der das Gefag zum Ucl>er- sließen bringt uii'j Der Die Lage für manche Betriebe zur unerträglichen macht. Ein Beispiel möge dies klar machen: (Line Spinnerei im süDlichen Bayern mit 10U UOo Spindeln verbraucht jährlich 10 OjO Tonnen Saar- oder Ruhr- iohlen. — Bei Verwendung oberbayerischer Kohlen ist zivar wesentlich weniger Fracht zu bezahlen, aber Die Kohle selbst Der Bdd]stag über die Kaifcrreöcn. Der Re ist-stag hat uni Samstag wieder euien „großen Tag" gehabt. Der Reick-stanzler hat Den Sozialdemokraten aus ihre Anfrage wegen der letzten KUiserreden geantwortet. ES ist ganz ielbstversländlich, daß er den Kaiser nicht „prestögeben" durste, daß er den Sozialdemokraten nicht den Ge,allen tun konnte, durch die Anerkennung chrer Behauptungen chnen neuen Stoss zur Agitation zuzufuhren. Gingen doch von ähnlrst-en Gesichtspunkten wie er nicht nur der konservative utiö frerkoniervarioe Redner, sondern auch Herr Basfermann aus. Der Reichstag ist kein Gerichtshof, sondern eine Steile, wo Politik getrieben wird. Und Die politischen Absichten treiben nicht immer zu Feststellungen und „Entschließungen". Vielleicht hat Der Kanzler i m |t i 11 e n (cd) zu irgend einer Bemühung entfchlojsen; Reichswerlzuwachrsteucr. Die „Nordd. Al.geui. Ztg." verö,fentlicht in ausführlicher Weise Darlegungen des Reichssck-atzsekretärs Wer- Der Auszug der Industrie aus vaqern. Die „Deutsche volrsw. Korr." schreibt: Die n e u e Steuerreform in Bayern erregt die Gemüter in hohem Grade, insbesondere fühlt sich Die einheimische Industrie durch die in Aussicht stehende neue schwere Steuerbelastttng sehr geschädigt, und die AuSwande- rungsjrage wird nicht mir von einigen großen Münchener Gesell schalten lebhaft erörtert und in Erwägung gezogen. Der Finanzminisler bemüht sich vergeben-, darzutun, daß clbft Die für 1912 in Aussicht genommene erhöhte Be- teuerung Der Actienfirmen und G. m. b. H. ein wesentliches .Dpier für Diese Unternehmungen nicht verursacht, ja znm Teil hinter Den Steuersorderungen in Württemberg, Baden und Preußen zuruckbleibt, imD er versucht, das durch mehrere Beispiele und den Vergleich Der in Bayern für 1911 gegenüber Der silr 1912 zu bezahlenDen Gewerbesteuer nachzu- weisen. In feiner beruhigenden Darstellung der künftigen Steuerbelastung für die bayerische Industrie geht der Minister auch von der Voraussetzung aus, daß Die erhöhten Staatssteuern eine etwa 20—2oprvzentigc Herabsetzung der Kirus- u:id <7emeindeiimlagen zur so|ortigen Folge haben werden. So angenehm und hochcrireulich die Venvirk- lichung dieses Zuiun|tsbildiS für die schwerbelasteteu inda- ftriellcn Steuerträger wäre, so wenig wird auf eine solche Rückwirkung zu rechnen sein, Du gerade Die StadtgemetnDen Bayerns Durch Die vor wenig Jahren ausgehobenen staDti- schen Aufschläge (Akzise) einen ziemlichen Teil ihrer Einnahmen, ohne sich Dajür Ersatz veijchafien zu können, Dcr- loren haben und durch Die sozialen Forderungen des TageS zu dauernd wachsenden Ausgaven gezioungen jein werden. Durch Die Aufhebung D?r städtischen Ausschläge ist Dein konsumierenden städtischen Publikum zlvar keinerlei nachweisbarer Nutzen, wohl aber sind dem Etadt|äckel schwer empfundene Mindereinnahmen erwachsen. Es ist auch nicht wahrscheinlich. Daß Die Kreisumlagen durch die Steuer- reiorm eine weseniliche prozentliche Abminderung erfahren, wenigstens Deuten Die beträchtlichen Aufschläge, Die in den letzten Lagen für einzelne bayerische Kreise von den Landraten beschlossen wurden, nicht darauf hin. Bisher hat man sich überall bemüht, Kreis- und Gemeindeumiagen nicht zu schnell ins Unerträgliche amvachsen zu lassen, Die höheren Staatssteuersummen Der nächsten Jahre von 1912 ab werden aber eine willkommene Veranlassung [ein, Dem Kreis und Dem städtischen Haushalt bei gleichbleidenDen was fine Mehrbelastung Der bayerischen Spinnerei von 3i/i Psg. per Kilo oeDeutet oder 10 Proz. Der gesamten Herstellungskosten. Kommen Dazu die neuen Stenern, Die für has betreffende Etablifsemeiit mindestens 40 000 Mk. Mehrbelastung ergeben, Dann kostet das Beivußtsein, bayerischer Industrieller zu sein, nicht weniger als etwa 2U0ÜUÜ Mark im Jahr bei einem Aktienkapital von 3 bis 4 Millionen Mark. Es ist zineisellos, daß ein solches Etablissement, wenn es im Jayre 1909 GO 000 Mk. Staats steuern bezahlt, un Jahre 1912 auf Grund einer außerordentlich komplizierten Form Der Gewerbestenerberechnung 80 bis 90 Proz. mehr, also mindestens lOUOoO Mk. an Den Staat abzuliesern hak. Daß Kreis und Gemeinde einen wohl- gezählten Anteil von dieser Mehrleistung beanipruchen, Durfte nicht ziueifelyast sein. Wenn also die bat-erischen Aktienunterneymungen und die G. m. b. Die norddeutsche Industrie um ihre besseren Lebensbedingungen beneiden und unter Der BürDe Der ungünstigen geographischen Lage feuszen, darf das weder den Minister noch Die Land boten verwundern, Die uns mit Dem wunderbar verwuLelten Steuerresorrnapparat beglückt habe.» General-Anzeiger für Gberhessen i*.irthme Mn Mnulne* ** a « <. m U 1 4 f 1 ,Wevtct)ld|aal'*: 5t. yieu- tm ö!e Tagesnunnner lto1ofsonrdnlS und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. und Lteindntckerei Stange. Nedalllon, Lspedition und vnllkerelr Zchulftratze 7. rath; für .Stadt und btg vornniiaqs 9 Uhr. Expedition für vüdlngen: vahnhofstratze 16a. - Celtphan Hr. 50. “VeS sbine Rebe war eine unumwundene Verteidigung des Kaisers. Das formale Recht hat der Kaiser — darüber ist man sich! wohl auch ziemlich allgemein einig — nicht verletzt, lieber Die Zweckmäßigkeit der kaiserlichen Reden, über Den politischen Nutzen oder Schaden, den sie bringen, hat Herr v. Bethmann-Hollweg sich nicht geäußert. Diese Unter* suchung hat Herr Payer umso gründlicher besorgt. Eins Höbepunkt Der Rede des Kanzlers ist sein Schluß: „Diesen Boden werde ich festhalten, und ich werde ihn verteidigen getreu der mir obliegenden Verantwortlichkeit, die ich mir lediglich von meinem Amt und meiner p o t it t i sch e n U e b e r z e u g u n g b e )t i m m e n las je." Seine politischen Ueberzeuguiigen werden den Kanzler bestimmen. Möge er hinter Den Kulissen Dem Kaiser Dies Wort noch näher erläutern! Ueberhaupt wird Die Lektüre Dieser eingehenden Verhandlungen vorn letzten Samstag dem Kaiser viel sagen tönnen. Auch aus der Rede des Herrn v. Heyde-, brand, so unbedingt königstreu sie war, ist ja zu entnehmen^ Daß Die ReDen des Herrschers ausgeschlachtet werden unD„ daß „der Ernst der Lage" besondere Maßnahmen erheische. Selbst nach den Ansuyten vieler Konservaiiver wird es besser (em, daß der Kaiser seine Reden einsck-räukt als daß man neue MajestäiSoeleiDigungsparagrapyen macht. 12,0 ist entschieden auch viel besser, menn Die Parteien sich nicht Darüber (treuen, w i e Der Kaiser Denn seine Worte meint Herr Payer hat ähnlick-e Einfälle euoas barsch ausgedrückt Ader er hat nicht ganz untecht Der Verlauf Der denkwüroigen Aus|prache ist befriedigend. Daß man Den SozialDemokraten, Die gerade bei Dieser Sack-e ein so eifriges Liebeslverben um Die „Mitarbeit" Der sortjchrutlichen Vollspartei an den Tag legten, mehrfach den Spiegel vorhielt, war ein Trost Die Enthüllung eines Reiteröentmals Friedrichs des torogen in Gegenwart des Kaijers. ©cutt) en iOberjcyle.ien-, 26. Noo. ^n Anwesenheit! des Kaisers wuroe heute das von Zuaillon geschaffene Reiterdenimal Friedrichs des Großen feierlich enthüllt Oberbürgermeister Tr. Brüning feierte in seiner Ansprache Den großen Feldherrn, der Schlesien als kostbare^ Perle Der Krone Preugens einfügte unD als weisen Staatsmann, Der in die Lande Den Samen staatlicher Ordnung und wirtschaitlicher Blüte ausstreute und Dessen voltswirt- (chaftliches Talent sich am glanzenDsten Darin zeigte, daß es Die Bedeutung Der damals noch völlig unbeachteten Steinkohle ertannte und damit Den Grundstein zu der heutigen unvergleichlichen Entwicklung des overschiefischen Jnduftriebezirls legte. Um 1 Uhr reiste Der Kaiser, der vom Oberbürgermeister: an die Bahn geleitet wurde, mittels Sonderzugs ab, um dem Herzog von Ratibor in Räuden einen Besuch zu machen. Ter Kaiser sprach dem Oberbürgermeister gegen- rmith in der Sitzung des Reichstagsausschusses zur Beratung der Wertzuwachs steuer. Wir entnehmen folgendes: Aus dem wichtigsten Jndustriebezirk erklärte ein größerer Verband, der sechzig Hausbesitzervereine umfasse, daß er nicht prinzipieller Gegner der Steuer sei. In den Berliner Vororten zeigte sich gerade jetzt, wie die Interessen der Hausbesitzer und Terraingcsel.schäften bei der Zuwachssteuer auseinander gingen; in landwirtschaftlichen Kreisen erhoffe man sogar einen vol.swirlschastlich günstigen Einfluß gegen die Güterzertrümmerung aus der Steuer. Die von den Regierungen während der sommerlichen Vertagung veranstaltete Umfrage bei den Gemeinden, die die Zuwachssteuer bereits eingeführt haben, habe die Grundlosigkeit dieser Befürchtung dar- getan, als könnte die Zuwachsstcucr eine Lahmlegung der Bautätigleit oder des Herausgehens der Mietzinsen zur Folge haben; nur vereinzelte, vier bis sieben, Gemeinden Härten dies beobachtet, 287 verneint. Gerade im Interesse der Gemeinden lüge eine einheitliche Regelung, da sie sonst kaum die örtlichen Widerstände würden überwinden können. Daß das Reich in der Lage sei, bei der Handhabung der Steuergesetze besondere Verhältnisse entsprechend zu behandeln, habe sich auch schon bei andern Anlässen gezeigt. Es sei durchaus folgerichtig, daß ein Bruchteil des mühelosen Gewinnes, welcher aus der seit der Gründung des Reichs eingetretenen raviden Wertsteigerung emporgewachsen sei, für die Pflege der Wehr- hastig Leit Deutschlands und zugleich f^r eine freundschaftlichere Gestaltung des Lebensuiwnd^ derer verwendet wird, die opferwillig Leib und Leben für das Vaterland eingesetzt haben. Berlin, 26. Nov. Die heute im Zirkus Schumann versammelten Hausbesitzer nahmen eine Protestelltschließung gegen die Einführung der Reichszuwachssteuer an. Die Zahl der Versammlungstellnehmer betrug etlva 5000. Eine zweite, von etwa 1000 Hausbesitzern besuchte Versammlung wurde im Norden der Stadt unter Leitung des Stadtrats Rpssel-Leipzig abgehalten. Die Lage in England. London, 27. Nov. Einer der konservativen Parteiführer, F. E. Smith, führte in einer Wahlrede in Warrington aus, der deutsche Handel dehne sich mit größerer Schnelligkeit aus als der englische. Deutschland habe ein Heer, womit sich das englische nicht einen Augenblick messen könne und die deutsche Flotte kon.urrieve offenbar an Stärke mit der englischen. Der Sozialist Keir Hardie gab in seinem Bericht über den Ausstand in /Südwales zu, daß die Arbeiterpartei für die Unruhen verantwortlich sei. Den Eigentümern der Kohlengruben würde die Beilegung des Streiks erwünscht gewesen sein, als sie sahen, wie die Minen vom Wasser überflutet wurden. Viele Minenarbeiter gehörten der Territorialarmee an. Der Umstand, daß die Behörden ihnen die Waffen und Munition weggenommen hätten, bedeute eine neue Ehance für Deutschland. London, 27. Nov. Der Minister Churchill wurde abends, als er von einer Versammlung in Bradford zurück- fkehrte, im Zuge von einem Anhänger des Frauen- stimmrechts mit einer Hundepeitsche tätlich angegriffen, der ihm zurief: „Nimm das, du Hund!" Zwei Detektiobeamte, die Churchill begleiteten, wehrten den Schlag ab unb verhafteten den Angreifer nach heftigem Kampfe. Bei der Anennft Churchills im Londoner Bahnhof versuchtendreiFrauenaufihneinzudringen, wurden aber von der Polizei daran gehindert. Vie wohnungrsürsorge in Oesterreich. Wien, 26. Nov. Im Abgeordnetenhause wurde in allen Lesungen ein vom Teuerungsausschuß im Einvernehmen mit der Regierung beantragter Gesetzentwurf angenommen, wonach zur Verbesserung der Wohnungsverhalt- nissederminderbemitteltenBevölkerungein vom Arbeitsministerium verwalteter Wohnungsfürsorgefonds errichtet werden soll. Der Fonds soll zehn Jahre lang mit jährlich steigenden Staatsbeiträgen dotiert werden, die insgesamt eine Höhe von 25 Millionen erreichen sollen. Er ist bestimmt für Gemeinden, öffentliche Körperschaften, sowie gemeinnützige Vereinigungen wie Baugenossenschaften, um zum Bau von Heinen Wohnungen Kredithilfe zu leisten und zwar durch die Uebernahme von Bürgschaften für anderweitig aufzunehmende Darlehen und durch unmittelbare Darlehensgelvährung. Die Gesamtsumme der von dem Fürforgesonds übernommenen Bürgschaften darf den Betrag von 200 Millionen nicht übersteigen. Für diese Verbindlichkeiten des Fonds haftet der Staat subsidiär bis zu diesem Höchstbetrage. Die nächste Sitzung der Kammer ftndet am Dienstag statt. Aus Hessen. Groß-Gerau, 2?. Nov. Eine zahlreich besuchte Vertrauensmännerversammlung der Fortschrittlichen Volls- parter stellte, wre die Frkf. Ztg. meldet, einstimmig Dr Strecker (Bad-Nauheim) a.s Re ich stags ka nd id a- ten für Darmstadt-Groß-Gerau auf. Deutsches Aeich. Zur silbernen Hochzeit des württemb er gischen Königspaares, die am 8. April nächsten Jahres itattsindet, wird in ganz Württemberg ein Blu.menvert.aufs-- rag veranstaltet, des,en Gesamtertragnis dem Königspaare als eine Gabe des württembergischen Volkes übergeben wird. Das Königspaar hat zu dieser Veranstaltung seine Zustimmung bereits gegeben und wird den Ercks zu wohltätigen Zwecken verwenden. Heer und Llotte. Sie neue Militärvorlage sieht nach dem „Lok.- Anz." eine derartige Steigerung der durchschnittlichen Jayresstärke des deutschen Heeres ab 1. April 1911 vor oaß sie im Jahre 191- die Zagt von 015 321 Gemeinen, Gefreiten und Obergefreiten erreicht. Deutsche IColotaictL Berlin, 26. Nov Major Dominik von der Schutz- truppe für Kamerun ist an einem früheren Leiden erneut erkrankt und tritt voraussichtlich anfangs Dezember die Heimreise an Dem energischen und umsichtigen Eingreifen des genannten Of- >izier^ ist erit vor kurzem du Niederwerfung des Maka-Aufstandes -m suben von Kamerun trotz der Ungunst des Geländes und der -uegenzeit in unerwartet schneller und erfolgreicher Weise ge- Aur Stadt und Land. Gießen, 28. November 1910. ** Tageskalen der für Montag, 28. Nov. Theaterverein. 1. Opernvorstellung: Das Nachtlager in Granada. Anfang 7 Uhr. ** Ordensangeleaenheit. Der Großherzog hat das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Flügeladjutanten ä la suite Major z. D. Kraemer und das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens dem Flügeladjutanten Oberleutnant v. Schroeder Der- liehen. — Der König von Preußen hat den nachbenannten Ossizieren usw. die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen nichtpreußischen Orden erteilt und zwar: des Komturlreuzes 2. Klasse des Hess. Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Generalmajor Riedel, Komm, der 41. Jnfanteriebrigade; des Ritterkreuzes des Spanischen Ordens Isabellas der Katholischen: dem Oberleutnant v. Strzemieczny und dem Leutnant Felix Grasen zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, beide im Leib- garde-Jnfanterie-Regiment (1. Hess.) Nr. 115; des silbernen Kreuzes desselben Ordens: dem Gardeseldwebrl Petri in der Hess. Garde-Unterofsizierkompagnie. ** Bahnpersonalien. Den EIenbahn-Bau- und Betriebsinspek'toren in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Ludw. Hummel zu Köln, Paul R o t h a m e l zu Darmstadt, Ludw. Pfaff zu Lauterbach, Hch. Koch zu Ratibor, Clemens Behle zu Mainz, Dr.-Jng. August W a l l o t h zu Gießen, Aug. Hildebrand zu Bingen, Fritz Hartmann zu Kandrziu, Wilh. Sieben zu Duisburg, Ernst Kraft zu Köln, Eduard W o l f s ke h l zu Darmstadl, Herrn. Wickmann zu Baumholder, Gust. Köhler zu Essen, Karl B i t s ch zu Hillesheim, sowie den Eisenbahn-Bauinspektoren in der Hes,isch-Preußischen Eisenbtcchngemein- chast Eug. Priester zu Frankfurt a. M., R^b Cramer zu Darmstadt, Wikh. Kayser zu Worms und Emu M o e l - ter zu Paderborn wurde mit Ermächtigung des Großherzogs im Einvernehmen mit der preußischen Regierung die Genehmigung erteilt, anstelle ihrer derzeitigen Amtsbezeichnung fortan den Amtstitel „Regierungsvaumeifter" zu führen. n/, ** Verein hessischer Medizinalbeamten. Dm 26. November, vormittags, hielt der Verein hessischer Medizinal- beamten seine 14. Jahresversammlung in der hiesigen Provinzial siechenan ft alt ab. Der Besuch war rege (15 Mitglieder)^ außerdem waren einige Gäste der Einladung gefolgt. Der erste Punkt der Tagesordnung bildete die Besichtigung der Anftalt unter Führung des dirigierenden Arztes Dr. Langermann. Die musterhafte Ordnung, die ganze Einrichtung, sowie der geregelte Betrieb der Anstalt fanden allgemeine Anerkennung. Dann wurden 35 interessante Fälle von angeborenem Schwachsinn, von Geistes- und Nervenkrankheiten aus dem reichen Bestand des Siechenhauses vorgestellt, wobei sich die Besucher überzeugen konnten, daß sehr gut eine Unterbringung von in das psychiatrische Gebiet gehörenden Kranken im Rahvien einer Siechenanstalt möglich ist und somit einer Ueberlastung unserer Irrenanstalten vorgebeugt werden kann. Den zweiten Punkt der Tagesordnung biioete ein Vortrag des Geh. Rat Prof, rüo ström (ais Gau) üoer M n o e ii c ij |t e n mit Demonstration einzelner gewonnener Präparate. Medizinalrat König e r sprach über die Ueberschreitung des Zuchtigungsrechts in der Schule und belegte seinen Vortrag mit zwei in Gießen abgeurteilten Vorfällen. Medizinalrat Haberkorn berichtete über einen Fall von Kindsmord durch Erdrosselung durai die Mutter. Geich ältliche Mitteilungen des Vorstandes und einzelner Mitglieder bildeten den Schluß der überaus anregenden Periamm- lung. •• Tanktelegramm des Großherzog8. Auf da§ von der Fesivorsiellung im Sladtthealer am Freitag abend abgesandte Glückwunschtelegramm an den Großherzog ist zu Händen des Oberbürgermeisters Mecum folgendes Antworl- telegramm eingegangen: ,3ür die treuen Geburlstagswünsche der gestrigen Fesiversammlung im Theater sage tch herzlichen Tank. Ernst Ludwigs. *• Aus der Studentenschaft. Der für nächsten Dienstag geplante Fackelzug der hiesigen Studentenschaft zu Ehren des Geh. Hofrats Prof. Dr. Pasch findet aus Ersuchen des Jubilars hin nicht statt. Stakt dessen wird ans dec Liebigshöhe ein Kommers unter dem Vorsitz des „Verbandes Wissenschaft!. Vereine" veranstaltet, zu dem an alle ehemaligen Schüler des Dozenten Einladungen ergangen sind. .** Zwecks Ehrung der Veteranen sind in unserem Kreise Bestrebungen im Gange, entweder den Kriegsteilnehmern ihre Gemeindeumlagen zu erlassen, oder ihnen einen El ein en Ehrenso 1 d zu gewähren. Im Easö Goel sand dieser Tage eine Besprechung von Bürgermeistern in dieser Angelegenheit statt. (Großen-Linden hat seinen Veteranen bereits 10 Mark Ehrensold bewilligt, wje wir am Samstag mitteilten. Dte Red.) ** Die amtliche Feststellung des Stadt- verorbnetenwahl-Ergebnisses zeigt in der Zahl der abgegebenen Stimmen und in der Reihenfolge der gewählten Kandidaten gegen die vorläufige Feststellung einige Verschiebungen. ,-Ltadtv. .Jann hat nahezu 100 Stimmen mehr erhalten als ihm zugeschrieben waren und tritt damit an die 11. Stelle, wahrend Redakteur Vetters mit seinen 1508 Stimmen an die letzte Stelle der auf 9 Jahre gewählten Stadtverordneten tritt. Stadtv. Helfrich hat 1467 (nicht 1456) Stimmen, bleibt alfo 16 (nicht 5) Stimmen vor dem höchstbestttnmten nichtgewählten Kandidaten. Die amtlich fejtgestellte Reihenfolge ist: 1. Huhn, Louis, Architekt mit 2926 Stimmen, 2. Grünewald, Wilhelm, Justizrat mit 2601 Stimmen, 3. Eichenauer, Hermann, Fabriiänt mit 24,54 Stimmen, 4. Faber, Karl August, Spenglermeister mit 2441 Stimmen, 5. Sommer, Dr. Robert, Universitäts-Professor mit 2420 Stimmen, 6. Orbrg, Karl, Lagerhalter mit 2157 Stimmen, 7. Emmelius, Loms, Kommerzienrat mit 2069 Stimmen, 8. Helm, Fritz, Weinhändler mit 1980 Stimmen, 9. Friedberger, Max, Kaufmann mit 1795 Stimmen, 10. Urstadt, Otto, Professor mit 1713 Stimmen, 11. Jann, Karl, Reallehrer mit 1572 Stimmen, 12. Vetters, Friedrich, Redakteur nut 1503 Stimmen, 13. Helsrich, Friedrich, Rentner mit 1467 Stimmen ** Streik und Bierboykott. Zwischen der Brauerei Denninghoff und ihren organi,ierten Arbeitern sind L o h n st r c i t i g k e i t e n ausgebrochen, die zur Niederbegung der Arbeit bum) die orgaui,ierten Arbeiter bet Denninghoff führten. Daraufhin wurde von der or- .ganisierken Arbeiterschaft der Boykott über das Denning- Hofs-Bier verhängt. Die Firma Denninghoff verösfentlia)t nunmehr im heutigen Gießener Anzeiger 'eine Lohnliste der betreffenden Arbeiter, um den von ihr in der Lohn- srage eingenommenen Seandpunkt zu rechtfertigen. ** Der Sanitätsverein, dessen Mitglieder am toantsiag abend im Saale des Einhorn-Hotels tagten, beschäftigten sich mit der von der ärztlichen Vertragskom- miifwn verlangten Honoraraufbesserung der Aerzte. Einstimmig war man der Ansicht, daß die geforderte Erhöhung des Aerztehonorars, das gleich bedeutend mit einer Erhöhung der Jahresbeiträge der Mitglieder ist, den Bestand" des Vereins, bei den augenblicklichen schlechten Erwerbs- verhäktnissen und der herrschenden Teuerung aller Lebensrnittel, in Frage stellen könnte. Ein Teil der Mitglieder würde dem Verein den Rücken kehren und zwar die Familien, die keine Kinder haben und in denen der Mann noch Mit! gliet) der Krankenkasse ist, was bei den meisten Mitgliedern zutrisst. Ein vom Vorsitzenden Bräutigam eingebraditer Antrag, der dahin geht, daß der Jahresbeitrag für über 18 Jahre alte Söhne und Töchter der Familien von 2 Mk. auf 3 Mk. und der Beitrag für jede Familie mit dem Jahre 1912/13 um eine Mark und für dus Jahr 1913/14 um 2 Mk. zu erhöhen fei und daß diese Mehrbeträge, um eine Beitragserhöhung für die Mitglieder zu vermeiden, aus dem vom Verein angefammelten Reservefonds bezahlt werden, fand einstimmige Annahme. Der Vorstand wurde beauftragt, in diesem Sinne mit den Aerzten ein Abkommen zu treffen. *♦ Der Geflügel- und Vogelzuchtverein E. V. hielt gestern im Hotel Einhorn eine außerordentliche Hauptversammlung ab, um einen neuen Vorstand zu wählen, da die seitherigen Mitglieder ihre Aemter niedergelegt hatten. Die Wahl hatte das Ergebnis, daß Stadtv. Troß ats Vorsitzender, Kaufmann Wüster als Schriftführer und Scl)lossermeister Stohr als Rechner fast einstimmig gewählt wurden. In den Verwaltungs-Ausschuß wurden Weißbindermeister Renting, Backermeifier For- back, Weißbindermeister Schäfer uiid der Unternehmer Konr. Rübfamen wieder-, sonne Restaurateur Wilh. Meyer und Oekonom Ehr. Nebe neugewahlt. Die Vorbereitungen für die im März gepinnte Landes-Geflügelausstetlung auf der Liebigshöhe sind in Angriff genommen. Es ist in Aussicht genommen, bei der Ausstellung auch ein Konkurrenzsiugen von Kanarien zu veranstalten und das erste Mal in Gießen eine Vogelkatze zur Schau zu stellen. Man wird zu diesem Zwecke einen Raum mit Vögeln bevölkern, in dem sich eine an die Tiere gewöhnte Ko^e frei bewegt, ohne den gefiederten Sängern auch nur das geringste zu leide zu tun. "Preisgekrönt. Der hiesige Vogelzüchier Kart H üner. mund erhielt auf der allgemeinen Kanarienausstellung m Kassel bei der er bei sehr stackem Wettbewerb den zweiten Ptatz behauptete, die große filbecne Medaille und den 2. Ehrenpreis im Werte von 40 Pik. Die ausgestellten Vögel des Herrn Hünermund ersangen erste Preise. ** A u f dem Hoherodskopf und den zunächst ge-, legenen Wiesen tummelten sich gestern eine große Anzahl Schiläufer, die zumeist über Schotten von Gießen gekommen waren uiid stink über die blendenden Schneestächeu glitten. Da»u brachlq der Mittag ein herrtiä-es Wetter, und wie em Märcheuwuiidev hob sich der dicht vecfchneite WaW mit seinen glcheriwen Achtens von dem blauen Himmel ah. In der nächsten Beit werden amf Hoherodskopf auf Veraiitasfung des Schittubs Wimerfport Gießen von Klubrat Stein zwei Springhügel gebaut und zwi,a-en Weihnachten und Neujal/r veraüslaliet derselbe Klub un Overwald einen Schikursus sur Anfänger und Forlgefchrittene, den der bekannte Meifterläufer, Schrifisteller I. L u 11 e r aus München, leiten wird. Im Februar veraufiallet der Klub seine ersten Schiwettläuse, bei denen vorausfichttich die Meisterschast von Heuen im Sprunglauf ausgcfahren wird. ** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus: Vendenheirn, Bezirk Unter-Elsaß. Landkreis Gießen. > Klein-Linden, 27. Novdr. Eine Feier von Großherzogs Geburtstag hielt unser Kriegerverein im Deulfchen Hof ab. Der Vorsitzende Lehrer Keil gab in einer Aufprache einen kurzen Rückblick auf die Geschichte Hessens uiid bcachie em Hoch auf Großherzog und Kaiser aus. Ec teilte ferner mit, daß beabsichtigt sei, zu Ehren dec Knegsveiecanen eine Gedenk- täfel zu errichten, wie dies bereits in einzelnen Gemeinden geschehen sei. Grünberg, 26. Novbr. Die hiesige höhere Bürgerschule halle gefiern eine Großherzogs-GeburtSiagsfeier unter Leitung des Rektors Angetberger in dec Turnhalle veransiattet, wozu die Eltern der Schuler und Freunde dec Schule eingetüöcn waren. Dec große Saal der Turnhalle war voll be^t und die Aufführungen sanden ungeteilten Beifall dec Zuhörer. Äußer zahlreichen, vorzüglich Dorgetragenen Deklamationen der Knaben und Mädchen, sowie Gefangsvorträgen, kam auch ein kleines Festspiel: „Der Rattenfänger" zur Aufführung und erfreute die Anwesenden durch seinen Humor. Die Fe.irede, die Rektor A n g e 1 b e r g e r hielt, behandelte hauptsächlich das Verhaiuiis des Elternhauses zur Schule und seine Wirkung auf die Kinder. Mit einem von den Kindern und Ettern begeiftert auigenonune.ien dreimaligen Hoch auf unseren Großherzog enDete dec Fenvorlrag. Alle Fesiteilnehmer, unter denen auch zahlreiche Ettern von aus- wäcts waren, schieden mit großer Befriedigung von her Feier. k. Langd, 27. Nov. Eine schöne und würdige Feier des Geburtstages des Großheczogs beging unsere kleine Gemeinde. Das Rhein-Äianische Verbundsthcater spielte hei aus- verkauftem Hause das aus geschichtlichem Hintergründe aufgebaute Lustspiel Minna von Bacnhelm. Die Leiftuugen dec Gesellschaft sind umsomehr anzuerkennen, als es sich hier um be- fcyrunkte Bühnen- und Saatoerhältnissc handelt. Jeder Gemeinde, auch dec kleinsten, kann das Verbandstheater empfohlen lverden. Das Großherzogshoch brachte Pfarrer Lahr aus. k. Hungen, 27. Nov. Hier weilt zurzeit die Wandertuberkulose-Ausstellung in der städtischen Turnhalle. Heute, Samstag nachmittag, besuchten sie die Lehrer des Bezirts- vereins Hungen. Der Ausstellungsteiter Geh. Regierungsrar Dr. Dietz eröffnete sie mit einem Vortrag und. führte die Anwesenden durch die Ausstellung. Kreis Büdingen. «= Büdingen, 25. Nov. Der im verflossenen Jahre ms Leben getretene „Verein für ländliche Wohlfahrtspflege im Kreise Büdingen" hat das „Rhein- Main-Theaker" für zwei Abende zu 2 Vorstellungen gewonnen, die am 9. Januar iuü) 8. Februar 1911 starblinden sollen. x Aus dem Kreis Büdingen wird uns geschrieben: Vor nicht allzutauger Zeit tuuroe gefetzlicy festgeietzi, daß für die Folge die Prüfung unb der Abschluß der Rechnung von Gemeinden, Kirchen und Stiftungen, die seither ko|tenlos von der Großh. Oberrechnungskammer gemacht wurden, von den be- treffendell Fonds bezahlt werden müssen, um größere Staatseinnahmen zu erzielen. Es gingen bann Gerüchte um, als würde die Bezahlung nach den einzelnen Rechnungsbelegen sich richten. Bei Prüfung und Mschluß nichtstaatlicher Rechnungen durch die Oberrechnungskammer, also von Rechnungen dec Gemeinden, Kreise, Provinzen, Kirchen, Stiftungen und fonstigen öifentlidjen Zwecken dienenoen nichtstaatlichen Körper,chaften sind vorerft zwölf Mark sür den Arbeitstag zu zahlen. Man ersieht daraus, daß allerdings der Staatskafie hierdurch ganz erkleckliche Einnahmen erwachsen werden. Für reich dotierte Stiftungen macht das nicht viel aus; aber auf der anderen Seite ist diese Sache nichts anderes als eine besondere Steuer^, die die Staatsbürger zu tragen haben. Das Gute hat das Ge|etz, daß in Zuiunft die Vorstände unö, Rechner vor Absendung der Rechnung möglichst ßenau sich vorsehen, daß so wenig als möglich Bemerkungen zu ihrer Rechnung gemacht werden mögen und daß dadurch die Arbeit der Revisoren möglichst erleichtert und abgekürzt wird. Von Seilen der evangetischen Geistlichkeit hat man schon lange die Absicht, das ganze Rechnungswesen der geistlichen Behörde unterstellen zu lasten, mit aus dem Grund, weiteren Kosten aus dem Wege zu gehen. kaufet"“ Danksagung (S8 */i Vermittler. Familie Fr. Hausalt Wieseck, den 28. November 1910. (6490 Telephon 172 Seltersweg, Ecke Plockstr. fJR1“ PWter oto Säufer T cm empfiehlt des Gießener Änäcigers. Husten ft enster -Mäntel Putze nur mit lerlchiedenvs ne sucht s. nut. Hotel Für die Teilnahme an dem unS betroffenen schweren Verluste und besonders für die tröstenden Worte des Herrn Pfarrer Bernbeck, sagen wir hiermit herzlichen Dank. unabhängig und selbständig mit genau gleichen Bequemlichkeiten und V erteilen lm"besten DerckTrfflandS erqteCTne Meeren gerotren mw Erwrrrnnmq ist einnetreten. Ta die Zyklone langsam nach Osten vordringt, "mb noch 9heberfd)ldfle zu erwarten. WetteranSsichten m Hessen am TienStag, dem 29. Novbr. 1910? Renensälle, liibmefiliche Winde, wärmer. Erstkl- Referenzen seit 21 Jahren. — Ausfilhrl. Prospekt G. Kaestner’s Internat. Reisebureau, Hasel. Kleine Tagcechrontr. In Berlin wurde einem Löwenbändiger, der einen Ringkamps mit einem Löwen voriühren wollte, die linke Seite deS Halses durchbifjen. Der Verletzte wurde ind Krankenhaus gebracht. Vom 1. bis 3. Juli deS nächsten Jahres soll in Köln rin großes Rheinisches SängerbuttdeSsest abgehalten werden. In dem wenige Stunden vor leuiem Lose geschiiebenen Testament eiflüil Crippen, er fei ungerecht verurteilt worben. Der Schooner „Marie Pauline" von Saint Malo erlitt an der Küste der Insel von Oleron Sch if f d r uch, Von 29 Ikann der Besatzung wurden nur ö gerettet. Seit Sonntag wütet bet Kertsch rin ungewöhnlich starker Sturm, der den Ausgang der Dampfer unmöglich macht. Der Quai und die anliegenden Straßen find, überschwemmt. Der Quai von Jenikale ist zerstört. Aus Mexiko wird gemeldet, der Ehefgeologe deS Geologischen Landes Instituts Dr. Burcthardt enibeau un dtorden Ptexttos groste Phvsphatlaget HtrenaMscNeo. Komplette Tbeaterbübne zu verleiben. Aujertigung von Dekorationen. siLOS Carl Hollman», Dekorationsmaler, Roonitraste 32. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliehe Wetterdienststelle Giesten. Verlauf der Witterung fett gestern früh: Hebet dem Kanal hat sich em intensives lief gebildet. Unter seinem Einfluß sind Letzte Nachrichten. Rom, 28. Nov. Der Provinzial der aus Portugal ausgewiesenen Jesuiten überreichte dem Papst die Ab christ einer Erklärung, in der gegen die gewaltsame Vertreibung der Jesuiten und gegen die Kvnsislation ihrer Güter Einspruch erhoben wird. Die Erklärung isst gleichzeitig in Rom und in Madrid überreicht worden. Traben-Trarbach, 28. Nov. Beim Rodeln auste ein mit vier Burschen befehlet: Schlitten direkt in die Mosel. Zwei der Burschen ertranken. Athen, 28. Nov. Der Ministerpräsident Vene- zilos hielt hier eine Rede, in der er die Auslösung der- Ieiterigen Nationalversammlung recht,erugtv und ausführte, daß die tommende Nationalversammlung sich mit der Revision der Verfassung und einer Reform der Verwaltung, sowie der Gesundung der Staats Finanzen zu be|aj|en habe. Tie Regierung wolle eine friedliche Politik treiben, da das Land Ruhe brauche. Konstantinopel, 27. Nov. Die Pforte erhielt die Antworten der Schutz möchte aus die letzte Protestnote. Die Möchte er Hären, da st das Vorgehen der Kreter, die zum zweiten Male entgegen den Mahnungen der Machte ge Harwell: hatten, ungültig sei und leineswegs die türkischen Rechte antasten könne. Die PUichte versprechen, bei den Kretern; einzu schreiten. Konstantinopel, 27. Nov. Die jungtürkische Kammerpartei hielt eine Beratung ob, in der der Partei- obmann Kalil das Expofv über die innere und auswärtige Pmuik der Regierung mitteüte, das der Grosttvestr im Laufe bteier Woche ui der Kammer verlesen soll. Wie aus Streifen der jungtürkifcheu Partei verlautet, eitthalt der Paffus über die auswärtige Poiütk die Erklärung, daß die Beziehmtgen zu allen Möchten freund- fchaftliche feien; die Türkei neig e z u feiner Alliance h i n^ Die Regiermig werde eine friedliche Politik verfolgen und gleich gute Beziehungen zu den beiden Mächtegruppen pflegen. Bv- züglich des Verhältnisfes zu den B a l k a n staa t e n lonstatiert das Expose, datz die Beziehungen zu Rumänien freundschaftliche feien, da eine Gemein! amkeit der beiderseitigen Jntereuen bestehe. Tie Gerüchte von einer türkisch-rmnänifchen Militär- lonvention seien falicü. Eine Stonbemion sei überfluffig, wett die, Türkei wie Rumänien an der Erhaltung des Statusquo aus dem' Balkan gleich intereffiert seien. Ter Abschluß eines Handels-^ Vertrages mit Rumänien stehe bevor. Das Expose bezeichnt: die Beziehungen zu Bulgarien als gut und konstatiert, daß die leitenden IRäuner Bulgariens eine Bekräftigung dieser Beziehungen wünschen. Die Grenzregulierung werde demiiächst beendet, mit den Lalidelsvertragsverharidtungen begeum num bereits. Bezüglich Griechenlands hebt das Expose hervor, dast bie Beziehungen nicht so gut seien, wie es wünschenswert sei, und es liege an Griechenland, dast sich die Beziehmtgen freundschaftlicher gestalten, Hinsichtlich der Kretafrage habe die P,orte mit Griecl-enland nichts zu tun. Die Frage gehe nur die Ui।orte und bie SclMtzinächte an. Im Laufe der Beratungen des Exposes m der inngtürkischen Partei wurde besonders die Tätigkeit des Unterrichtsunnisters bemängett. Die Beratung wird morgen fortgesetzt. ________________________________________________________________ Globus B^erMetallpufe^erWeR. KLEINE KIQS . Türk. Tabak-& Ggarettcn-Fabrlk„Kios,‘ o L Robert Böhme, Dresden g Auf Grund altbewährter Programme völlig | sorgenlose, wirklich genussreiche P‘ Luftschiffahrt. Zuverlässig keitSwettfliesen. Frankfurt a. M., 21. Siov. Das Kartell südwest- deutscher Luftschiffvereine, dem die Vereine in Marburg, Mainz, Wiesbaden, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Strastburg. Konstanz und Frankfurt angehüren, hat am 27. 9h)u. in feiner Vertreterversammlung zu Mannheim die Veranstaltung 6494 empuciüL Ernst Bloedner Nacht, == Die so beliebten echten Nürnberger Lebkuchen aus dcr ältesten Lebküchnerei von Georg Goest-Nürnberg empfehlen zu den billigsten Preisen (Scinnder Adami Mäuöburg 14. 6488 Ernst B'oedner Nachf. Seltersweg, Ecke Plockstr. Telephon 172 n t weder ****^ an bestimmten Daten mit Reisegesellschaft ganz beliebig, Vergebung Die Füllung des Eislellers in den medizinischen und Fraueuklintken zu Giesten soll im Wege des öffentlichen An- gebots vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Berwaltungsbureau, nachm. v. 3—5 Uhr, eingesehen weiden. Schriftl. Angeb. sind verschloffen bis zum Eröffnungstermin Donnerstag den 1. Dezember 1910, nachm. 4 Uhr, einzureichen. Zuichlag erfolgt bis zum 8. Dezember 1910. BM/U Giesten, den 26. November 1910. Gr. Verwaltiings-Direktion der medizinischen u. Frauenkliniken. Heiserkeit, Katarrh und Vcr- schlcimuna, Krampst n. Keuchhusten, als die femschmeckenden Kaisers äfniMonmidltii mit den w5)rci Tauueu". KQßH not. beflL Beugn. v. Aerzten vuVV ll Privaten verbürgen den sicheren Erfolg. Paket 25 Pfa., Dose 50 Pfg. Hu haben bei: Georg Wallenjeld, Marktvl. 21, Aug. WaUensclo, Marktplatz 17, E. Tort, Walltorstraste 4ö» L. Steiubauser, Bahnhofstr. 26, Reuen Baue 17, SelterSweg 27. Konkursverfahren. Hebet das Vermögen deS Gemüsehändlers Johann Hankel m Giesten wird heute am 26. November 1910, vormittags 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Louis Atthoff in Gießen wird zum Konkursverivaller ernannt KonlurSfocderungen sind bis zum 13. Januar 1911 bei dem Gerichte anzilmelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder bie Wahl eines anderen Venvalters, sowie über bie Bestellung eines Gläubigerausschusses unb eintretenden Falls über die in § 132 bet Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — auf Freitag den 23. Dezember 1910, vormittags 9 Uhr — und zur Prüfung der angemeldeten Forde- luiigen auf Freitag den 3. Februar 1911, vormittags 9 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 9le. 18, Termin anberaumt. . Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an Öen Gemeinschuldner 3u verabfolgen ober zu leisten, auch bie Verpflichtung auf- erlegt, von bem Besitze bet Sache unb von ben Fotbe- rungcn, für welche sie aus bet Sache abgejonberte Befriedigung m Anspruch nehmen, dem StonfursvcnuaUer bis zum 13. Januar 1911 Anzeige zu machen. [ß-/u GtoßhetzogttcheS Amtsgericht in Gießen. mit Brut vernichtet radikal Rademachen GoldgeltL Patentamtl gesch. No 75198. Geruch- u. farblos. Reinigt d Kopfiiaut von Schuppen, befördert d. Haarwuchs, verhütet den Zuzug v. Parasiten. Wichtig (. Schulkinder. Flasche 50Pffl. Erhältl. in Drogerien und Apotheken. Wo nicht erhlltllch gegen Eins. v. 50 Pf. direkt v all. Fabrik. Rademacher 8 Co., Siegburg. M-Wm ist an Güte dem beftm, Hefe er- fetzenden, Pulver gleich und ist tveaen seiner austergewöhnlichen Lrcibkratt ganz vewud. beliebt. Pack 20 und 10 Pfg. AcLer- Drogerie SelterSweg 39 (648 Otto Schaaf. München, 28. Nov. Wienciers flog gestern von Oberwicsenselb über das Zentrum der Stadt unb führte zwei Flüge um die Frauenkirche aus. Paris, 27. Nov. Schiffsfähnrich Delage und Leitt- nant Maillols unternahmen gestern einen Flug von Elamps nach Blois und juiuct. Sie durchmatzen bie 200 Kilometer lange Strecke in Stunden ohne Zwisä-en- landung unb stellten damit einen Wetlsieg für Passagier- f l u g auf. KrriS Schotten. — Schotten, 25. Nov. Das KreiSamt hat kürzlich eine Verfügung erlassen, wonach alle anonymenAn- -eigen und Beschwerden unberücksichtigt bleiben. n. Schotten, 28. Nov. Von der Verwaltung des Lehrer Heims Vogelsberg" wurden vier Schuldscheine zur Rückzahlung auf 1. Januar 1911 ausgelost. Auster- bem werden noch verschiedene andere Anteilscheine auS- bezahlt,'bei denen besondere Verhältnisse dcr Besitzer die Rückzahlung erforderlich machen. Auf diese Weise ist der Vorstand bemüht, außer der regulären Amortisation bei der Landeshypothekenbank bie auf dem Heime noch ruheride Schuldenlast herabzumindern, wozu er in erster Linie durch das stete Anwachsen der Zahl feiner Vereinsmitglieder in >ie Lage gefetzt wird. Kreis Friedbergs L. Friedberg, 27. Nov. £>eme mittag gegen 12 Uhr brach im £>au|e des Glasers Mylius in der Ziirchgasse ein Brand aus. Das Feuer entstand in bet mit ^obelfpänen gesull- ten Werkstötte. Da die Häuser hier sehr eng aneinander stehen, befürchtete man anfangs schlimmeres und aUamucrte die ü^ucr- wehr; sie traf sehr schnell ein, brauchte aber kaum Mc-Tätigkeit ztt treten, da das Feuer bald gelösckst war. fc. Friedberg, 27. Nov. Naä-dem hier borgen des Umbaues der hiesigen Bahnanlagen eine eigne Bauabteilmig eingerichtet worden ist, wird mit den Arbeiten zur Verlegung und Erweiterung der B a h n h o f s a n 1 a g e n am 2. Jan. begonnen werden. Tie Arbeiten find so bedeutend, dast für den Umbau im ganzen drei Jahre vorgesehen sind. So beträgt die Erdbewegung bOÜÜOO Kubikmeter, das Mauerwerk 10 680 ihtbif- Meter, bie Chaussierung 17 000 Quadratmeter, die Oberpack- atllagen 20 000 Kubikmeter und die Gleisanlagen 8 Kilometer. -o- Butzbuch, 27. November. Zwei gefährliche Verbrecher find, wie schon kurz berichtet wurde, aus dem Landeszuchthaus Marieiischloß in Oberhesfen entsprungen, der eine, der 35 Jahre alte Kroate I. Papic, hat vor einigen Jahren mit zwei Genossen in der Umgebung von Bingen schwere Raububerfulle auf einsam gehende Leute unternommen, wobei die UeberjaUenen nach Kroatenart schwer verletzt wurden. Vom Mainzer Schwurgericht wurde der Verbrecher mit einem zweiten zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, der dritte erhielt 12 Jahre Zuchthaus. Papie ist 1.72 Meter groß, hager, mit länglicher schmaler Gesichtsbitdung, hat schwarzes, struppiges Haar, weitabstehende Ohren, aufgeworfene Lippen, also ausgesprochenen Verdrecherthpus. Er durste sich wieder üt die Gegend von Bingen gewandt haben. Starkenburg und Rheinhessen. Mainz, 26. Nov. Von den Lehrern der Stadtschulen wurden zu Großherzogs Geburtstag auch die Herren Fließ und Kunz mit dem Silbernen Kreuz mit der Krone bedacht. Die beiden Herren haben n. d. Mz. £gbL die Annahme der Auszeichnungen ab gelehnt. Auch Lehrer Schorn hat dieselbe Qrdensauszeichnung schon vor einigen Tagen abgelehnt. Grund hierfür tft der Unterschied, Der pei diesen Auszeichnungen zwischen den Voltsschullehrern 7uit gleicher Vorbitdung aber in verschiedenartigen Stellungen erfolgt öeS ersten DuverläMg^cltSweMlegrnU fn der oberrheinischen Tief* ebene im Jahre 1911 besckstossen alS Prüfung für Flieger und Flugzeuge. Als Etappen der Fahrt sind Baden-Baden, Freiburg, Mülhausen i. E., Strastburg, Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt, sowie nach Möglichkeit die dazwischen liegenden größeren Orte in Aussicht genommen. An einzelnen dieser Plätze werden Schauflüge stattsinden. An Preisen sollen 300 000 Mark ausgebracht werden. Den Ehrenvorsitz im Arbeitsausschust hat Prinz Wilhelm von Sachsen-Weimar übernommen. Mit den Vorbereitungen ist der Frankfurter Verein für Luftschiffahrt betraut worden. Danksagung. Rför die innige Teilnatzme uuö sui die vielen Blmnen- spenden bei dem veungange meiner heben Gattin, unserer guten Mutter Frau Margaretha Seibert, geb. Ihm sowie für die liebevolle Pflege der hiesigen Schwester, agen wir allen unseren herzlichen Dank. Familie Seibert. WieseL 28. November 1910. 16489 Wer leibt cm. stiebs. vandweiter aus Ab- aeg. Sicherbett AQüluiin 10u -VH» unb Bmien. Schnitl. Angebote unter U9S13 an den Gietzeuer Anzeiger erb. Grohseuer in UcroarL Arn Samstag brach in dem Fabrikgebäude der Newark Paperbox Eompany zu Newark (Newjersey) Feuer aus. Man befürchtet, dast fünfzehnPerfonen umgekom- men sind. Fünfzig junge Mädchen, die in der Fabrik arbeiteten, sanden in der oberen Flur keinen Ausweg. Viele sprangen durchs Fenster, wodurch schwere Unglücks fälle herbeigeführt wurden. Hierzu erhalten wir noch folgende Drahtnachrichten: New York, 26. Nov. Die Zahl der bei dem Brand in Newark Umgekommenen beträgt nach einer neuen Meldung vierzig Personen, meist Frauen und Mädchen, denen die Flammen den Ausweg versperrten. 14Mädchen die vom vierten Stock herabsprangen, wurden getötet, zahlreiche andere finb schwer verletzt. Newark (New Jersey), 26. Nov. Nach einer neueren Meldung sind bei dem Fabrikbrand der Newark Paperbox Eompany 30 Personen umgekommen. Unter den bei dem Brandungluck bei Newark Umgekommenen befinden sich vermutlich auch Deutsche. Beste Kapital-Anlage. Für Gietzea werden von äuüerft pünktlichen LhnSzahlern folgende 11. Hypotheken, ä 57r Zinicu, hinter Sparkasseu-Ht? pothcken gesucht: Mk. 12- dis 15000.— Mk. 12000.— Mk. 8 000.- Mk. 5000.—. \ Für Geldgeber kostenlos. Schrisll. Augebole um. 6478 km den Gieizener Anzeiger erb. Suche sofort 1000 Mk. gegen sichere Rückzahlung von 1200 Mk. in 3 Moiiaten. Nur direkt ohne Offerten unt F. W. P. 8782 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. 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Die Folge war der vorliegende Gewaltakt I v A. & W* Denninghoff Wer ist Kassa - Abucbmcr für Kaufe getr. Kleider, Schubeufw. unsere beiben (1 kl. u 1 gröberer) IW7) Altbandlung Dcckmaua, Welrüeiastrake 8. SÄtidl S® 8. ÜOOOOOOOQOO in der (hv«/‘* ZU u er mieten ’S" 11'.- ■ 1 ' 1 .—,, » ■■wt.i;."» MMHM pro Tag 6 Ltr. 5 5 5 5 5 4 4 4 4 4 4 4 4 3 3 Letzter Jahres wer dienst einschl. üeberstunden, Spesen etc. laut Auszug für die Berufsgenossenschaft Wocheiilohn für Studie und Hausarbeit sucht pv 3. Bcrlit, Hochwaldbauscu, Star. FlbeShauien. per Weihnachten oder 1. Januar bei gutem 2ohn nciudit. ___________Schillcrstratze 26. 6457J Ein erfahrenes Mädchen, welches kodien kann, zum 1. Jan- nach Bad Sooden lWerral gefuebt. Wöb. bet Frau l>r. ißeuberotb, Kassel, Emilienstratze Iß p. < $ Bier (der nicht getrunkene Teil wurde mit 15 Pfg. per Liter in bar vergütet) Thcater-Buhue zu kaufen gesucht. (6482 Gaubauö zur Burg Muuzenbcra. Heu und Grummet vertäust (64118 Koch, Müuüer bei Bulrbach. 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Mk. 5.40 Mk. 32 40 Mk. 2007.93 (305 Arb.-Tage) Mk. 6.58 n T7-.: )) n 4.50 3! 50 D 1852.32 (310 yy yy ) 99 5.97 )) — )) yy 4.50 n 31.50 7» 1681.13 (2 s 7 9 yy ) 99 5.86 n — n yy 4.50 n 31.50 1» 1646.48 (310 yy yy ) 91 5.31 jj — n yy 4.50 n 31.50 » 1636.62 (310 y> yy ) 99 5.28 n - - - n yy 4.50 n 31 50 yy 1105.52 (211 7) yy ) 99 5.24 D — yy 3.60 99 29 85 T) 1529.59 (299 yy yy ) II 5.52 n — V yy 3.60 99 29 85 1676.03 (310 yy 9 ) II 5.41 u D yy 3.60 99 28,35 T) 1597.55 (305 yi yy ) II 5.24 » — H yy 3.60 99 28 85 yy 1560.91 (310 yy yy ) II 5.04 n -- - - n yy 3.60 99 28.85 i» 1559.42 (310 » yy ) II 5.03 n — yy yy 3.60 99 28.85 yy 1606.89 (310 yy 9 ) II 5 18 » yy 3.60 99 28 85 D 1361.70 (310 9 yy ) II 4.37 D •*— » yy 3.60 99 26.85 yy 1283.01 (288 9 yy ) II 4 45 » - —; » yy 2.70 99 25.20 yy 1461.63 (300 yy ) II 4.87 » 1 1 » yy 2.70 99 26.20 599.28 (134 yy ) II 4.47 Die „Wahrheitsliebe" der Herren Denninghoff zum Ausstand ihrer Arbeiter. 3n Nr. 279 des „Gießener Anzeigers" veröffentlicht die Firma A. & w. Denninghoff die bisherigen Lohnbezüge ihrer ausständigen Arbeiter.'S Der erste Bild auf dieses Machwerk überzeugt aber schon den Nenner der Verhältnisse, daß man es mit dieser Veröffentlichung auf eine Täuschung der Bierkonsumenten abgesehen hat. (Es ist uns allerdings nicht möglich, die aufgeführten, trockenen Zahlen im Nahmen eines Flugblattes zu zerpflücken, wir wollen aber zur Charakteristik nur einen Fall, den ersten, herausgreifen. Cs war der bestbezahlteste, aber nicht ausständige Mälzer R., der in der Veröffentlichung obenan steht. (Es heißt da: Name Wochenlohn vier (der nicht getrunkene Teil würbe mit 15 Pfennig per Liter in Bar vergütet. Sesamt- wochen- lohn Letzter Zahrezverdienft einschl. Ueberstunden, Spesen etc. laut Auszug für die Berufsgenossenschaft. R., Mälzer 27.— pro Tag 6 Liter Bier — wächentl. Mk. 5.40 Mk. 32.40 Mk. 2007.93 (305 Arbeitstage) 3a, wird sich mancher Leser gesagt haben, Mk 2007.93 bei ^ständiger Arbeitszeit, nun, das läßt sich hören! Gewiß, auch wir sind der Ansicht, und wünschen nur, daß die Firma D. all ihre Arbeiter so bezahlen möchte. Nun heißt es aber doch oben (mit Freibier) „Mk 32.40 Wochenlohn" und „305 Arbeitstage" 305 Arbeitstage hat also Mälzer R. voll gearbeitet- nach Abzug der $onn= und Feiertage von 365 Tagen kann man hieraus schließen, daß R. im Iahre 52 Wochen voll gearbeitet hat. Das macht, Wochenlohn Mk. 32.40 X 52 — Mk. (684.80. was gab doch die Firma D. an? Mk. 2007.93, hier besteht schon ein Minus von Mk. 323.(3. Das seit undenklichen Zeiten den Brauereiarbeitern gewährte Freibier haben die Herren D. bei ihrem Täuschungsmanöver in vollem Umfange in bares Geld verechnet und zum Lohn geschlagen, wir wollen annehmen, daß Mälzer R. die Hälfte seines Freibieres sich absparte, so verringert sich der oben angeführte Wochenlohn noch um Mk. 2.70 X 52 = pro 3ahr Mk. 140.40. Obige Mk. 1684.80 - 140.40 verbleibt Mk. 1544.40 von dieser Summe kommen noch in Abzug die Beiträge (nur die gesetzlichen) für 3nvaliden- und Krankenversicherung, pro Woche Mk. 0.70 X 52 — pro Jahr Mk. 36.40. Letzter verbleib Mk. 1544.40 - Mk. 36.40 verbleibt Rest Mk. 1508.00. Diese Summe hat der bestbezahlteste Arbeiter in der Firma Denninghoff bei 9!/2 ftünbiger Arbeitszeit verdient, vorausgesetzt, daß er, wie gerechnet, die Hälfte feines Bieres in bares Geld umsetzte und von Krankheiten und Unfällen verschont blieb. 3eder objektive Leser, jeder Konsument wird sich aber auch die Frage vorlegen, nun, wenn Mälzer R. der bestbezahlteste Arbeiter der Z. D. war, dann muß er auch eine gewisse Vertrauensstellung bekleidet haben? 3a, so ist es. Cs ist überall üblich, nicht nur im Braugewerbe, sondern auch in anderen Produktionszweigen, daß Arbeiter in verantwortlicher Stellung einen Lohnaufschlag genießen. Wenn wir diese 1508 Mk. mit der Arbeitsleistung und Verantwortung in vergleich stellen, dann ist diese wirklich nicht rühmlich zu nennen. Dies betraf den Bestbezahltesten, jetzt kommen wir zum schlechtbezahltesten Arbeiter, den die Herrn D. „selbstverständlich" mit noch einigen bei ihrer Aufstellung übersehen haben: 3ugendl. Arbeiter F. Wochenlohn bei durchschnittlich täglicher Areitszeit von 13 15 Stunden Mk. 9.—, pro Tag 1 Ltr. Bier ä 16 pfg. (**««« « üj» 9 00 V ^2 — pro 3abr HIL514.80. Bei einer normalen Arbeitsleistung kann man diese Bezahlung schon nicht als befriedigend bezMmm, TTQff em Bef em. —"v— Ausbeutung! (Es ist häufig vorgekommen, daß §. (und auch anderes von früh >/,7 Uhr bis nachts 2 Uhr arbeiten muhten ohne besondere Bezahlung! Als Entschädigung für 6-8 gemachte Überstunden täglich, dursten diese jugendlichen Arbeiter am folgenden Tage 3 ao. später zur Arbeit kommen ober erhielten teilweise eine geringe Anzahl der gemachten Überstunden bezahlt. wo bleibt hier die Achtung vor dem Gesetz Ihr Herren Denninghoff? Statt 8 Stunden haben Sie laufend abeiter unter 16 Iahren 13—16 Stunden beschäftigt! Nun genug von dem, wir können es den Herren D. nachfühlen, wenn sie schreiben: „aus dieser ersten und letzten Veröffentlichung unsererseits"; sie haben wohl das Bewußtsein, daß sie sich mit ihren Veröffentlichungen doch nur tiefer m die Patsche setzen. Die Herren Denninghoff kommen anschließend an ihre Veröffentlichung zu dem Schluß: „Vie Folge war der vorliegende Gewaltakt." Sehr richtig! 3hr Herren D. in diesem Fall sind Sie aufrichtig, es ist auch ganz unsere Meinung, daß die des. halb die Leute aufs Pflaster geworfen haben, weil die schlechtbezahltesten Ihrer Arbeiter etwas mehr als 50 Pfennig Lohnzulage pro Woche verlangt haben. Dies die Folge ihres Gewaltakts! Uber nicht die (Überleitung Ihr Herren Denninghoff und auch nicht die beffer bezahlten Arbeiter haben mehr °^ bO Pfennig Lohn. Zulage verlangt, sondern die schlechtbezahlteften, und die größten Schreier find Ihnen, unter Ihren „treuen Arbeitern geblieben. Aber nicht um die Erzwingung eines höheren Lohnes sind die Arbeiter der §irma Denninghoff in Ausstand getreten, nein, sondern um den brutalen Gewaltakt der §irma Denninghoff abzuwehren. Bei den Arbeitern Kontraktbruch, bei der Firma Denninghoff Uechtsbruch, was ist schlimmer? Abgesehen, daß das Koalitionsred)t reichsgesehlich gewährleistet ist, war bisher seitens der Firma Denninghoff das Koalitionsrecht und Betätigung für die (Drganijation, vertraglich zugefichert. Audi wir überladen jetzt das Urteil der Geffentlichkeit aber nicht unter der Devise, „uns in Zukunft mit Stillschweigen zu verteidigen," sondern wir werden alles ans Tageslicht ziehen, was zur Klärung der Lache dient. Luch aber Konsumenten, Viertrinker rufen wir zu, laßt Luch durch die Manipuiattonen der Firma Denninghoff nicht irre machen, es mutz doch jedem Leser auffallen, dah die Herren Denninghoff kein Wort der Erwiederung auf unsere Veröffentlichungen, die Schröpfung der Konsumenten betreffend, durch die Vierpreiserhöhung gefunden haben. Darum kein Trapsen VenningHassbier über die Lippen eines gerechtsuhlenden, sür $ort= schritt und Freiheit strebenden Mitmenschen. ksoch die Solidarität. W hoch der Boykott. Die Boptottfommiffion. Buchdruckerei Nitschkt«vski Lietzen