Nr. 73 , etjtfjiencnen 91ad>ruf ftir Bricgleb entnehmen mir vom Grüninger-Vorfgüller Markwald Kometen aus alten Münzen. Dr. F. Imhof - Blumer. Fürsten. Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag». Die „Giehener ZamiNenblätter" werden dem „Anzeiger" dermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. diese knüpfte. Winterthur. wenden imb den König um das Versprechen bitten, von feiner Prärogative Gebrauch zu machen. Sollte er einen abschlägigen Bescheid erhalten, so möge er unverzüglich an das Land appellieren. . , v. . Barnes (Arbeiterpartei) erklärte, bte Entschließungen unterstützen zu wollen, sie aber in feiner Weise als em aus- reichendes Mittel zu betrachten gegen die Uebelstande, gegen welche die Entschließungen sich richteten. Man schreibt uns vom Lande: Wie in diesen Blättern schon gestern gemeldet wurde, soll nach langer, langer Pause endlich wieder einmal eine Hauptversammlung der Grüninger-Dorfgüller Marlwald-i genossenschafi und zwar am nächsten Samstag zu Giw-1 ningen ab geb alten werden. Es war dazu längst Ursache dagewesen. Senn der heutige Zustand ist zum Himmel schreiend. Man bente: Ein Waldlomplex, der einen Wert fast von einer Million Mark darstellt, in bem selbst der Großh. Fiskus und das Fürstl. Haus Solms-Braunseis bedeutende Eigentumsanteile (Marten) besitzen, unterliegt zurzeit der Aussicht und Pflege einzig von zwei Männerns d es O b e r f ö r s t e r s z u L i ch u n d d es B ü r g e r m e i s t e r s i zu Grüningen. In die Verwaltung des Oberförsters, hat wenigstens noch, die Oberaufsicht führend, die über dem Oberförster stehende Großh. Behörde das Recht, einzugreifen: über dem Bürgermeister von Grüningen in seiner Eigenschaft als Er st er M ä r t e r m e i st e r steht — außer un,erm Herrgott — nun gar keiner. Außenstehende werden zu diesen Ausführungen, wenn sie sie lesen,, staunend Mund, Augen und Ohren aufreißen: und doch ist es so! Warum . Die Grüninger-Dorfgüller Markgenossenschaft (so wie alle auf unsere Zeit übernommenen M a e k- ald -) G e n o sft n- sch asten; ruht aus alldeutschem Rechtsbrauch. 'Nirgends — außer der hier und da innerhalb der Markgenoisenschaften Zwei geborene Gberheffen t- Nfcrrrer i. P. Ferd. Brieglcb und Geh Oberbaurat Po- seiner deren Tod in diesen Tagen aus Darmstadt gemdbet wurde, stammten beide aus Obechessen. Einem in der^rarmst Ans dem Gesagten geht hervor, daß die hier besprochenen Kometen nicht um Ihrer selbst mitten °uiMchi,en d»g°s^llt worden finb sondern der Teutungen wegen, die man, zum vtuhme oer Machthaber, beträchtliche Zeit nach den HimmelSerschemungen, an Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckereu R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Erpedition und Verlag: e^&L Redaktion: 113. Tel.-AdruAnzeigerGießen. I sie h"im suchte, so verschwanden sie gleich Liiftencheinungew . v> ) .udüe er den Mut und die Zuversicht des deuischcn Voltes aui mriitteln, gegen Napolsni die Geister waä/zurufen. -Labei murre i>er Name dieses Gewaltigen natürlich int ganzen Buch nice.t genannt, denn lonft Hütte cs die Berliner Zensur sicherlich Niemals durchgehcn lassen. Und als ein Witz des Schicksals ist es Ehel-en, daß der mutige Vaterlandsfremid m der Hauptstadi Preutzeus vergeblich nach einem Verleger suchen mußte, aber das Buch tu Lübeck erscheinen lassen konnte, das damals zu srmizöftichem Gwi?I, gehörte Von den bedeutungsvollen Vorschlägen, bic John macht, lei erwähnt, daß er eine ReichsoersamMluiig der ^tanoe anrcgt: er spricht sich gegen die Verleihung des Adels durch,die Eunu des' Herrschers aus, bedauert, daß Friedrich der E'notze, es dc.- säumt habe, nack) dem Hubertusvurger Frieden cmc Voilsver- wssung zu geben, für die nach standhaft durchdauertem Unfall nun abermals der richtige Zeitpunkt gekommen sei. Er fordert eine allgemeine Volksbewaffnung, Verbannung der Anslanderei in Sprache und Erziehung, bic Pflege von Leibesübungen, ww: überhaupt deutschen Voltswesens, was alles das von ihm acluldew Wort „Volkstum" in sich schließt. Uebrigens erwähnt Jahn M der bereits 18u8 geschriebenen, dem ^luckfe vorangehenden „Erklärung", daß er schon früher eine Schrift „Volkstum" versaht habe, die aber verloren gegangen sei. verblassen. Ter am Ostersamstag verstorbene Geb. Oberbaurat Kärl P o * seiner war am 22. Dezember 1842 in Gtestcn als Lvbn des Kreisbauaufsehers P. Posciner, der lange in Grimberg t. lebte, geboren. Er besuchte zuerst ein. Privatinstitut m Grün- berg, und dann vom 4. Oktober 1858 bis 23. August 18b 1 die Großh. höhere Gewerbesckmle zu Darmstadt. Am b Nov. 1861 wurde er in Gießen als Studierelider des Baufachs immatrikuliert und verblieb dort bis Ende Sonimersemester 1864. Die allgemeine Prüfung im Baufach! bestand er dort in den Jahren 1866 und 1867. Hiernach war er kurze Zeit bei den Kreisbauämtern Grünberg und Maiiiz beschäftigt, nahm so dann längeren Urlaub und war nadjemanber bei dem Ba u de r vberhessischen Eisenbahnen und bei der Großh. Bad. Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaues (Straßenbau bet Meersburg und andere in den Bezirken Neberlwgen und Emmen dingen sowie bei dem Bahnbau Dur'lack — Eppingen) als Ingenieur tätig wcacht Rückkehr in den Staatsdienst war er einige ^ahre Zu den zahlreichen Äünzlypen der Griechen und Römer^gehören auch Sternbilder, von denen bis kürzlich nur eines als -Lar* fleUung eines Kometen bekannt mar. Es ist dies der des Jahre. । 44 v. Ehr. Wie zum Teil noch heute, pflegte im Altertum das Erscheinen eines Kometen als Vorzeichen blutiger Ereignisse uns anderen Unheils angesehen zu werden und verursachte deshalb Schrecken. Gewiß erfuhr auch der auf unserer Münze in Erinnerung gebrachte Komet anfangs die übliche böse Deutung. Daß sich diese , aber durch neue Verhältnisse umgestalten ließ, beweist gerade die Wahl des Sternes als Münztypus, denn für Münzen wurden niemals Bilder gewählt, die an Mißgeschick und Unglück erinnern sollten, sondern vielinehr solche, die zur Verherrlichung der Gotter, Herrscher und Städte, zum Gedächtnisse glücklicher Ereignisse und ruhmvoller Laten dienten. , , ., La der hell und lange Zeit leuchtende Komet des Jahres 44, der sogenannte Siern der Julier, der sechs Monate nach der Ermordung des Julius Eäsar erschien, nicht als Vorbote der blutigen Tat auizuiasscn war. Dielt man ihn anfänglich als Verkündiger vorausznsehender heftiger Kämpfe. Als aber Augustus die Hohe aller Macht erreicht hatte, gefiel er fid) Darin, ieue Kometerscheinimg auf die Ausnahme seines Vaters unter Die Gotter, und nebenbei als Glückverheißung für die eigene Zukunft zn deuten. In Diesem Sinne gleichsam, als persönliches Emblem des Kaisers crchelNtDei Stern auf seinen Denaren und zivar erstmals im Jahre 17 v. Ehr., nachdem man an einer einmaligen nächtlichen Llchtenchemuug, die übrigens kein Komet gewesen sein konnte, die Wiederkehr des Gluck- Bild, nämlich ein Siern mil acht Strahlen, von denen einer in einen Schweif endigt, zeigt uns auch eine Kupfermünze, Die ich unlängst aus Kleinasien erhielt, und die aus der Seit und dem Reiche des großen Muhrabalos (132 bis SS v Ehr.) stammt. Dieser Stern ist auf einen der beiden Kometen zu beziehen, von Denen Juslinus berichtet, Daß sie die Geburt und den Regierungsantritt (12u v. Ehr.) des Muhradatos' verkündigten. Sie sollen je 7U Tage so hell ^leuchtet haben, dav der ganze Himmel in Feuer zu stehen schien usw. ^^^uchrl ; , die in Pmgrös Kometographie zusammengeUellt sind, ^stangen ungefähr 135 und 119 v. Ehr. das Erscheinen besonders lell- lei'chtender Kometen. Nachdem der Lchrecken darüber lang 1. v denen war und Mnhradatos sich zu einem gewaltigen Herrscher en’iDidelt halte, erinnerte man sich dteier Hnnmelserschemung und erklärte sie für Göuerzeichen von der lunftigen Große der folgendes: * . c Am Karfreitag abend vollendete der älteste der Hessumen Pfarrer, Ferd. Briegleb, im 92. Ücbensiahre feinc irbifche ^au bahn. Nachdem vor kurzem aus 1 einen lebhchten Wnnsch hm test a-stellt war. Daß er der Patriarch der hessischen tzfairer sei, gab der verhältnismäßig rüstige Greis in seiner bekannten Huma ristischen Art der Hoffnung Ausdruck, diesen Ehrenposten i'om recht lange bekleiden zii können. Doch^setzte^ der kindlich srow E Mann hinzu: „wie Gott will". — Die Hamilie -oriegleb, i^. schon eine ganze Reihe von Pfarrern dem Henenlande steschcickt hat, soll aus Schweden eingewandert sein: 1747 tritt ,ie ijuei n in Hessen auf. Der Vater Ferdinands, der eine Zeitlang Hauslehrer in der Familie der Eharlotte Buss zu Wetzlar war, ha t zuerst die Pfarrstelle in dem Riedeselschen Stockhausen an bei: Ein hessischen Grenze inne und starb als -berpfarrerinSck)ottcu Von einer Fußreise seines Vaters in der «L a^". l>essischer .Kandidat erzählte sein Sohn solgeudes schone Erlebnis, der hessische Kandidat mackste mit einem Reisegefährten einJt Besuch bei dem alten Pestalozzi in Irrten (Yoerdun). Sie ent- schuldigten ihre geringen und bestaubten Kleider mit bet fRa?. Da tat Pestalozzi in echtem Sckstvhzerdutsch den Ausspruchs wn luegen (= sehen) nyt us den Rock, sondern „us das Herz Ferdinand wurde zu Stockhausen am 11. Mai 1818 geborei., besuche das Ghmnasüim zu Büdingen, studiere zu Gies; in und war dann Hauslehrer bei Liebig. Im Jahre IVU1, bei der 100 jährigen Geburtstagsfeier Liebigs, war auch Brieglcb als Ehrengast geladen und freute sich, seine ehema ige ^chulerrn. bic Frau Geheimerat Thiersch, die Schwiegermutter von Adol, Harnack und Hans Delbrück, begrüßen zu können. Seme ander. Schülerin, Agnes Liebig, die Frau des Philojopl-en Moritz Karriere, lag damals längst unter dem Rasen. Vor einigen Jahren versuchte Briegleb seine Erinnerungen an seinen Au, enthalt in dem Liebigschen Hause aufzuzeichnen, doch war fern Gedächtnis schon so geschwächt, daß er es ausgeben mußte flach einer Tätigkeit als Lehrer an der Musterschule m §r red berg und in Rimbach, sowie nach einer Vikarzeit in Raunheim, S ch l i tz . Leydhecken und Lißberg wurde er am 7. September 18.-,- >farrer in Angersbach und am 3. Marz 1867 Psarrer ui Wingershausen bei Schotten. Hier blieb er nun über ein. Vierteljahrhündert Pfarrer bis zu seiner Versetzung in den RuInstand am 1. Oktober 1894. Bereits in Lißberg am 26. August 1847 hatte er sich mit Li fette Kraft vermählt. Aus dieser Ehr. entsprossen fünf Kinder, wovon noch Drei leben. — Siterapim war Br. kaum tätig, wiewohl ihm auch manches hübsche G^u.-l gelang Das Versemachen überließ er fernem Vetter Elard Hugo Briegleb, dem bekannten Dichter in oberrheinischer Mundart, der auch einige sehr hübsche hochdeutsche Gedichte auf feinen .Vetter Ferdinand gemacht hat. Aus seiner ersten Kaiidldatenzeit ist bet Ausspruch eines Vogelsberger Kircheiivorstaichs überliefert/ Dec behauptete: Herr Pfarrer, wenn Sie zu predigen ansangen, „da ; kimmts aus dem rechten Faß, wir waren die ewigen Acker- : predigten müde". Er spielte bamit offenbar auf bic damals ’ehr ■ beliebte nationalistische Pvedigtweise an, bic oft geradezu Gegen : stände des Ackerbaues ihren erbaulichen Betrachtuiigen zu Grund' . legte. Er erzielte denn auch viele seiner schönsten seelsorgerischen Erfolge oft damit, daß er als Mensch seinen wundervollen JQumoi in den Dienst der Sache stellte. Darüber laufen m den Kreisen feiner Freunde und dem ganzen Vogelsberg eme große Anzah! von prächtigen Geschichten um. Ferdinand Briegleb war ein trefflicher Charakter, ein wahrhaft frommer Mensch, cm treuer Seelsorger und der beste Freund und Gesellschafter. 4/a-5 An denken an den „alten Briegleb" wird m dem Kreise Ieiner Frciinb- und Amtsbrüder, sowie in dem ganzen Hes,enlanb, msbe,ondeic aber in feinem vielgeliebten Vogelsberge wohl Nicht so bald - »et .Berliner T°nkünstlc r-Ve r ein" wt< Bte sää " ben Dienst bei- Allgemeinheit gcitellt und Dieselbe fett Dem 1. )\o- vember 1908 zur Volksbibtioihek erroeitevt. 7ns ÄÄ Mck der Zeit richtig erkannt hat und Mittel und Wege zeigt, Hi-L-MLZEP wursen von ^arsettung sinrea^/ \ manchen Stellen Ä t»» SMSWRMW» scheid en bilden. ’ 1 entasten. Die ungeheuren Welt- obeniiigen, ie c^nCT Riefensailange Ander und Völker reiche, du., nrnn: ^reßg e { n untcr der Lost ihrer imgleiap : SMSÖ memr von auEen das gaodtw _ Das „Schild Ger saint' s" von Watteau bildet neuerdings den Gegenstand einer eingehenden Besprechung des gerade in der Malerei der Mlolo-Zeit sehr zustiildig.n Kirnst- vistvrikers Alvin Beaumont im Journal", die kategorisch dai'- s hinausläuft, daß das im Besitze des deutschen Kaiserhauses d? findliche Exemplar das einzig echte ist. Der Kunstkenner Hi t aUe historischen Streitigkeiten beiseite _unb stützt seine <-cruji : auf etwas viel wichttgeres, nämlich auf Masse. Er weist nam, oatz bei den imangefodjtencn Wiedergaben des Watteau u. u Meisterwerles, bei dem Stiche Avol'.nos und bei der Kopie PZet die Alaße mit dem des Berliner Bildes iiberemitimmen wihreus sie vvn denen des in Paris als echt auSgegcbeneu erhebftcb al" weichen. Tie Hauptpunkte find folgende: Auf dem Berliner B.l.e, wie auf den beiden Wiedergaben des Watteau scheu Gemäldes, berührt ber .Kopf des neben Der Mhenden Paine sich ihr zubeugenden Edelmannes den Jianb des hinten aufgehäncften Gemäldes, während er bei dem Pariser Exemplar von bieiem entfernt ist: zieht nian einen r>ti ten I vom Hacken der stehenden jungen Frau nach vben und ourch i,en igieim- Lais des Ldelmannes van rechts noch lrnks, so bemerkt man, Zicksal' daß auf den Drei als einzig echt anzufehenden Ex-emplareu de^ l selber voriwndenen „Sutruten" — besteht eine ges e tz l i ch e . DlC parlamentaU|O)e tlt ungiono. Bestimmung über sie. UnV das „Bürgerliche Gesetzbuch 1 London, 29. März. Das Unterhaus trat heute 7 in seinem Einsührungsgesetz nur das eine von ihm: nach einer kurzen Osterpause wieder zusammen und begann Artikel 83 Unberührtbleibendielandesgesetz- ‘ sofort die allgemeine Beratung über die Entschließungen be- ^chen Vorschriften über Waldgenossenschaften. I treffend das Oberhaus und die Dauer der Parlamentssession. qm-0. bcr hessischen Landesgesetzgebung blieb die । Premierminister Asquith beantragte, daß das Haus sich Ordnung dieser Dinge anheimgestellt. Aber sie hat bis ' als Ausschuß konstituiere, um die Entschließungen zu be- (vielleicht mit guten Gründen) keine Schritte raten. Die Regierung wünsche nicht die zweite Kammer LA gesetzlichen Regelung dieser Sache unternommen, dem Unterhause koordiniert zu sehen, sie wünsche aber das ‘ sind die Markgenossenschaften im Großherzog- Unterhaus m seiner Machtvollkommenheit und seiner Vor- Dessen gänzlich unabhängig und frei geblieben, Herrschaft in der Gesetzgebung erhalten zu sehen. 2>rs Ober-^ocr das Kreisamt, noch das Ministerium oder die Haus mußte aus einer verhältnismäßig klernen Zahl von ordentlichen Gerichte haben eine verwaltungsrecht- Mitgliederu bestehen und nicht aus der Erblichkeit, .sondern L V e r s ü gu u g s m a ch t über sie. Nur ihre Vorstände aus dcmolreiiischer Grundlage beruhen, es mußte eine Kor- .( Martenmeister sind völlig souverän. Die Mark- perschaft fein, die den Willen der Natron repräsentiere und ^nossenschafteii im Großherzoatum Hes.en sind absolutistisch von ihm abhängig sei. Gegenwärtig sei der einzige ver- Men,N^inwefen; und ln Grüningen-Dor.güll steht fassungsmäßige Weg, der Verwirrung ein. Ende zu bereiten, 9 einmal- e|n' Vorstand dem E r st en härter- ber, daß das Parlament aufgelöst wurde oder-daß neue meiüer ÄUr Seite. Peers von der >tzrone ernannt werden. Das Vorrecht der ' » Unfere 3eit verlangt die .Krone sei, obwohl es selten audgeubt werde, em wesentlicher I hiP fnnflitutionene Regierungswrüe Sie Bestandteil der Verfassung. Dte Entschließung ^rd Rose- ' 2000 I ch'"n jetzt auch in Grüningen-Dorfgüll ihren berys führe einen dlrelien tödlichen Schlag gegen dte Praro-Uoll nach^^Len Neiie fteiien bedürfen neuer Formen und gatrve und wenn sre Gesetz werden sollte, so wurden dre Lord-> tatlräitiaer Männer. Wir wünschen und hoffen, daß eine autonome Körperschaft ohne Kontrolle werden. Er sei I Generalvemammlung zu Grüningen am Samstag den der Meinung, daß dem absoluten Veto der Lords, da^ ab- uneigennützigsten, tatlräftigsten und neuzeit- solute Veto der Krone folgen müsse, bevor der Wegl ,rer- M^ertes , ^anu ftn Verein mit gleichgesinnten Marl- gemacht werden konnte für eme mnge,es,elte Demokratie. lin ^)re Svitze stellen nnrd. Nur dem Besten das Balfour (Unionist) spottete über den Plan der Ne- ^nossen m üerjoti)ertMänner! Nur gierung und erklärte, es sei imr natürlich, daß dav Cber= einmal die Mariaeuofsenschast Grüningen-Dorf- haus von seiner Macht Gebrauch mache, wenn eine Re- kommenden hessischen Martgenossenschastsgesetz- gierung am Ruder fet, die m Hauptelementen reoo» ^n^ecen Eönnen! lutionär sei. \a ______ ' 1=5 Redmond (Ire) erklärte, seine Partei wurde die ~ ITnifll Entschließungen bereitwillig unterstützen, und er begrüße es tuuu. Mit Freuden, daß sie keinen Hinweis auf die Reform des Die Exkaiserin Taitu, zu deuZch „^onnenglanz , Oberhauses enthielten. Premierminister Asquith möge auf hat infolge ihrer Klugheit, ihrer Tatkraft und ihres maft- der Annahme der Entschließungen bestehen, und eine Mehr- losen Ehrgeizes eine große Rolle m Abessinien gespwlt. heft von 120 Stünmeu sei ihm sicher. Wenn das Oberhaus Die jetzt 56jährige entstammt einer angesehenen tigrmischen die Entschließungen ablehne, möge er sich an die Krone Familie und hat ein bewegtes Leben hinter sich. Die war ' 1 • • - • L ' einst vom Kaiser Theodorvon Abessinien für einen seiner Häuptlinge zur Gattin bestimmt. Nach dessen Tode heiratete sie einen reicheren und mächtigeren Häuptling. Von Ehrgeiz verzehrt, trieb sie diesen zu einem Aufstau de gegen den Nachfolger des Kaisers Theodor, den Kaiser Johannes, der damit endigte, daß der Häuptling unterlag und die Tauu, in der Johannes seine größte Feindin witterte, einem gern e i n e n S o l d a t e n zur Frau gegeben wurde woch die Erlaiserin behielt den Glauben an ihren eiern. Uni in Der Tat wurde sie nach einem entbehrungsreichen ~euen, in dem ihr Mann zugrunde ging, die Frau eines O f f izier s der Menelilschen Truppen. Kurze Zeit später g,e>iel sie Mene- lik und wurde seine zweite Frau. Als solche mußte sie den Kampf mit der ersten Frau Meneliks, Basana, aus- l nehmen. Der Kamps um Meuelft zwischen den beiden Frauen dauerte zwei Jahre. „Die Taitu," so schildert sie einer, der sie in ihrer Jugend kannte, „hat einen klaren, I braunen Teint und eine elegante Figur, ihre großen, schwarzen Augen, in denen sich das Feuer ihres ^unern widerspiegelte, war allein die Macht, die Menelik z-u ihren Füßen zwang, jedenfalls tonnte sie es Physisch nicht nut der unvergleichlichen Schönheit Basanas ausnehmen. Ihr Wille aber war fester und ihre Intrigen^ schlauer. Ehre Energie wurde belohnt und Basana eines ^ages ins Kloster geschickt. Inzwischen wußte Taitu auch die Priesterschaft für sich zu gewinnen, und im Jahre 188 «wurde sie Menelik, rechtmäßige Gattin. Alle Kriege in den zwei solgenden Jahren und viele Ei'folge Meneliischer Politik sind auf sie zurückzuführen, die am 5. November 1889 zur Kaiserin von Abe{jinien gekrönt wurde. Zweites Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 80. März 1916 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen km Dienst der Main-Neckar-Eiscitbahn angestel'lt und ging dann in den Dienst der Staatsbauverwaltung über, wurde 1883 Kreisbau- mcister des Greises Alsfeld, im Jahre 1885 in die Minister ial- abLeitung für Bauwesen berufen, 1888 zum Vortragenden Nat in dieser Abteilung ernannt. Tiefe Stelle lyat er über 21 Jahre bellcrdct, und zwar unter zuist Teil sckyvierigen Verhältnissen, die in mehr sack en Organisatioiisänderungen, denen das Straßen- bauwesen lmtcnuorfen tvar (zuletzt durch das Kunststraßengesctz van 1896) begründet waren. Am 25. November 1895 wurde ihm der Charakter als Geh. Oberbaurat verliehen. Er besah das Ritterkreuz 1. Klasse, sowie das Ehrcnkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Im Nebenamt war er langjähriges Mitglied des techuischcil Oberprüftingsamtes. — Karl Poseincr war ein überaus pflichteifriger Beamter, die Ministcrialabteilung für Bauwesen verliert in ihm ein namentlich um das hessische Straßenbauwrsen hochverdientes Mitglied, dessen Hinscheidcn sie gerade im geyenwürtigcn Augenblick, in dem wieder Organisationsänderungen im Vordergrund stehen, aufs tiefste bedauern muh. Ten Kollegen und Untergebenen war Geh. Obecbaurat Poseincr ein allzeit hilfsbereiter Freund und Berater, fein Andenken wird Bet ihnen stets in hohen Ehren gehalten werden. IDas wird aus den Kälbern der Lymphgewinnungs- anftalten? Ter xur sog. Schutzpockcni mpsung verwendete Stoff wird bekanntlich dadurch gewonnen, dah man die Pusteln eines geimpften Kindes anftitijt, die anssickernde Flüssigkeit auf eine Lanzette bringt inti> mit ihr über die ganze Bauchstäche eines Kalbes lange, 1 — 1,5 Zentimeter anseinandersteliende Schnitte macht. Wenn diese nach 3—4 Tagen 1-ock>gradig entzündet sind, wird die eitrige Masse avgekratzt und weiter verarbeitet. Die Wlber selbst werden geschlachtet und tierärztlich untersucht. Und dann? Ja, dann weroen sic verkauft mrd — gegessen. Viele Hausfrauen werden das vaum für glaubhaft halten, aber wir können mit Belegen aus amtlichen Quellen aufwarten. Tie „medizinal-statistischen Mitteilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte" enthalten regelmäßig eine größere Abhandlung über ,chie Tätigkeit der im Teutschen Zreichc errichteten staatlichen Anstalten zur Gewiimung von Tierlymphc", darin kehrt ein Kapitel über „die Impftiere" stets wieder. Taraus erfährt man die erbaulichsten Dinge, von denen sich die Hausfrauen sowie diejenigen, für die sie die Mahl- zetten bereiten, bisher gewiß nichts haben träumen lassen. Tie Kälber werden den Jwrpfinstituten häufig gegen eine Leihgebühr geliefert, d. h. der Fleischer nimmt die geschlackMen Tiere gegen eine Entschädigungssumnre zurück. Tas berichten die med.-stat. Mitt, ausdrücklich von den Jmpfinstituten in Cannstatt, Tarm- stadt, Schwerin, Weimar, Bernburg, Lübeck, Metz; vielleicht verfährt man tn_ anderen Orten ebenso. Keineswegs wird das Fleisch dieser Tiere bloß aus der Freibank verkauft. In Leipzig scheint es allerdings allgemein üblich zu sein, dah die Tiere „nach der Abimpfung und Schlachtung auf der Freibank verwertet" werden. Ebenso heißt es von München, dah die Tiere „bei einwandfreiem Sckilachtbefuitde der Freibank zum Verkaufe überlassen" werden. Tie Freibank ist an sich schon eine bedenkliche Einrichtung, da sie arme Leute durch den niedrigen Preis Verleitet, minderwertiges und somit gesundheitsschädliches Fleisch zu kaufen. Aber mehr als bedenklich sind folgende Fälle. 1. Aus Karlsruhe: „Das einzige gesundheitlich unangenehme Ereignis, das hauptsächlich aus wirtschaft liehen Gründen zu beklagen war, bestand darin, oaß sich bei zwei Tieren ungemein stark entwickelte Oedeme (Wassersucht) mit weitgehender Anschwellung und Turchtvänkung der Muskulatur des Bauches am Tage der Abnahme der Lymphe, also am 5. nach der Impfung zeigten; insolgedesjeu wurde das Fleisch dieser Tiere nach der Schlachtung der Freibank zugewiesen. Ter hieraus erwachsene Sckiaden im Betrage Don 238 Mark hätte dadurch vermiedest nxrden können, daß, wie es auch in der FMse -gesckxch (!), die Tiere bis zunrl Verschwinden der ödentatösen Schwellung ssthen blieben. 2. Aus Stuttgart: „Bei dem Tiere Nr. 53 sanden sich bei der Sektion am Nachmittage nach der morgens vorgenoinmeiten Ab- impsnng graurötliche Wuchwur.gen auf dem Rippenfell, die Lungen und Bronchialdrüsen waren geschwvllett uttd blutig durchtränkt, auch die Mi'lz war geschwollen. Tie Lymphe wurde daher von dem Tierarzt dec Anstalt wegen Verdachts der Tuberkulose für unbrauchbar erklärt, auch der Genuß des Fleisck-es würde von deut mit der Fleisckfschau im Cannstatter Schlachthause Beauftragten Ortstierarzt beanstandet und fein Verkauf auf der Freibank erst nach vorausgegangener amtlicher Durchkochung gestattet" (!!) Also (uufji das war noch für arme Leute gut genug! — Tas Fleisch der abgeimpften, geschlachteten Tiere wird aber auch häufig als vollwertiges Fleisch verkauft, so in Straßburg i. Els.: „Tas als vollwertig anerkannte Fleisch der geschlachteten Tiere abzunehmen, verpflichtete sich ein Fleischer für das ganze Jahr, allerdings zu einem etwas geringeren Preise, als der Marktpreis betrug." Eine^ svnderlickie Stellung nimmt in den amtlichen Berichten die Stadt .Hannover ein, dort scheint man für einen geimpften Kalbsbraten geradezu zu schwärmen, wenigstens aus feiten der VerLänser, die wohl schwerlich ihren Kunden verraten, daß die Ware vom Jmpfkalbo fbantmt In dem Berichte üben das Jahr 1904 heißt es: „Ter Lieferant hat Über die Beschaffenheit des Fleisches nicht geklagt; im Gegenteil ist das Fleisch der! Jmpfkalber voll verschiedenen Seiten besonders gesuckst, da die Tiere in der Llnstalt gut ernährt werden;mü) an Gewicht zunahmen. Diese ^chnahme betrug bis zu 5 Kg., int Durchschnitt 3 Kg." Dieser Satz wird in dein Bericht über das Jahr 1905 fast wörtlich wiederholt. Kopf der jungen Frau immer an derselben Stelle durchschnittest wird, daß sich dagegen aus dem Pariser Exemplar eine bedeutende Abweichung findet. Ter beste Bctveis für die Echtheit des Berliner W/tteau sei aber wohl darin zu sehen, daß aus ihm wie auf den beiden genannten authentischen Wiedergaben das von den Arbeitern in die Kiste geschaffte Bild gerade hineingeht, während es auf dem Pariser Exemplare etwas schief gehalten werden muß, um in der Kiste Platz zu finden. r- Der freie Hals — die Mode des Sommers. Verständige Frauen, die sich dem Zwang der Aiode nur ungern unterwerfen, ahnen auf. Ter hohe Kragen, der den Hals bis l-och hinauf eng umschloß, wird mit den ersten, warmen Frühlingstagen verschwinden. Was haben sie unter diesen Uniformfragen gelitten! Nicht nur, daß' er die anmutigen Linien des Halses versteckte, nicht nur, daß er die Freiheit der Bewegung hemmte, — der hohe Kragen mackste auch beständige Mühe und Arbeit. Bald war er von aufstoßenden Haaren „schanuddlig" geworden, bald waren die Einlagestäbe, die ihn aufreckst erhielten, durchgestoßen. Selten saß er vorschriftsnräßig, — schloß der oberste Haken, so öffnete sich der unterste, und war der unterste Haken glücklich in der Oese, so sprang der «oberste wieder auf. Und .mit diesem hohen Kragen hing das ganze Elend des Rücken - schlufses der Blusen und Taitlen eng zusammen, — niemals wäre die Mode trotz ihrer Lannen auf den Gedanken gekommen, Kleiderschlüsse an Stellen anzubringen, die auch Schlangenmenschen nur unter Schwierigkeiten erreichen können, tot rat der hohe Kragen »lickst ben Rückeilschluß verlangt hätte. Unter dem Kinn sollte er glatt und faltenlos anliegen, folglich mußte er ürt Nacken geschlossen werden, nnb die Taillen mußte sich dieser Forderung anpassen, — ohne Kammcrjungfer war es bat Frauen fast unmöglich geworden, sich alt- ober ausznkleiben. Wo die Kammer- jungfer fehlte, mußte der Gatte entspringen, — wenn er sich ungeschickt zeigte, erntete er statt des Dankes 23onmii|C. Und Frauen, die weder über eine zhammerjungser noch über einen Gatten verfügten, blieb nichts anderes übrig, als dat Mantel über die ungehtöVitc Bluse zu ziehen und sich die Bluse unte r wegs v o it einer Bekannten schließen zu lassen. Zn Berlin sollen die Psörtner in vielen Häusern zu diesem Liebesdienst hcraitgezogen irorben sein, — sie sind also vielleicht die eiitzigat, die dc»st ho hat Kragen irachtrauerit lv-erden. Krause Löckck>en werden sich »uieber über dem blvßat Hals ringeln, der Kops wird sich wieder zwanglos und frei beioegen können, und wenn die schöne Agnes Bernaner mit der wirten Haut wieder lebciwig »vürde, würde man wieder den toten Mein durch ihre Küste rinnen sehen, — wenn ihr- Zeitgenossen nämlich nicht übertrieben Haven! öcnmKMes. • Am Oster - Sonntag verzeichneten die Instrumente der Straßburger Erdbebenwarte ein mäßig starkes Erdbeben, besten Herb ganz nahe bei Straßburg gelegen sein muß. Die erste»» Vorläufer setzten abenbs um 6 Uhr 53 Alin. 19 Sek. ein; bas Hauptbeben begann 4 Sekunden später und um 53 Min. 54 Sek. erreichte die Aufzeichnung ihr Ende. Tie Kaiser!. Haupt- Itatiou s»"»r Erdbebenforschung in Straßbrirg bittet alle, die das Erdbeben bemerkt haben, um möglichst genaue Mitteilung ihrer Beobachtungen. Einträgliche Genealogie. Dtirch die Aufdeckrmg der großen Unterschlagungen, deren sich der französische Beamte Dliez schlildig »nachte, der die Liquidation der Kircheugüler durch- sühren sollte, hat man von dem Bestehen eines eigenartigen Berriics erfahren. In Paris leben etiva ein Tutzend Genealogen, die »nil der Ausstellung alter Stammbäume schöne Emnah»nen erzielen. Ihr Berus ist freilich nicht dornenlos, denn sie müssen täglich eine ebenso anstrengende wie langweilige Lektüre bewältigen: der Genealoge muß alle Zeitlingen mit allen amtlichen und gerichtlichen Nachrichten genau durcharbeilen. Wenn er dabei liest, baß irgenbwo in der Welt em Herr von Soundso geflorbcit ist, ohne Erben zu hinterlassen, so beginnt die Arbeit des Genealogen. Er ivendet sich an feine Mitarbeiter, studiert bei» Stammbaum beö Verblichenen und wischt so lange, bis er die Erbe»» entdeckt hat, denen er daun vorschlägt: „Soll ich Ihnen die Mittel verschaffen, eine Erbschaft vo»i der »mb der Höhe anzulrelen? Tann beanspruche ich 30 Prozent." In beit meinen Fällen ergreifen btc ahnungslosen Erben diese Gelegenheit, unverhostt Geld z»l bekommen, m»d der Genealoge verdient bann oft in kurzer Zeit ansehnliche Summen. Tazu treten noch die Erben, die sich an die Genealogen wenden, um das nötige Material zu beschaffen, damit sie ihren Anspruch auf die Erbschaft Nachweisen könnei», so daß die Pariser Stammbaumforscher über Mangel an lohnender Arbeit nicht klagen können. Infolge einer Explosion im Karbidwerk Bei Mühl- thal flog ein großer Turm in die Lust, wobei ein Arbeite« getötet wurde. Die Züricher Bezirksanwaltschaft ließ die in München »vvh- nende Gräfin Schönborn-Buchheim, geborene Prinzessin Katocuzene, verhaften und verlangt ihre Auslieferung. Tic Verhaftete soll im Jahre 1906 in Zürich eine Viertelmillion unterschlagen haben. Der Schnelldampfer „Kronprinzessin Geeilte" des Norddeutschen Lloyd, der von einer Rei,e von Newyork am 28. März «um 4 Uhr 45 vormittags in Plymouth eintraf, erzielte nus dieser Reise eine Gesamtdurchschnittsgeschwindig- feit von 23.58 Seemeilen, womit er seinen bisherigen Wettsteg von 23.50 Seemeilen schlug. Märkte. O SauBadj, 29. März. Ein lebhaftes Getriebe herrschte auf deut heutigen S ch w e i n e m a r k t e. Aufaetrieben waren 248 Stück Jungschweine. Das Paar Läliier stellte sich auf 70 bis 80 Alk. Fast sämtliche Ware »vurde abgesctzt. A Blcichenbach, 29. März. Das rauhe Wetter war für die Anfahr zum heutigen Schweinemarkt nicht günstig, fast nur die Hälfte der Schweine gegen früher waren abgetrieben. Ter Handel war schleppend, er bewegte sich mir unter spärlich vor- banbenen Käufern, Bauersleuten aus bet nächsten Umgebung, pandler waren gar nicht vertreten. Tte Preise waren außergewöhnlich hoch. 48—50 Mark für kaum 6 Wochen alte Ferkel waren durchgängig die Norm. Einleger waren nicht aufgetrieben. Trotz J>er hohen Preise wurde zieinUch verkauft. Tie Preise für fette Schweine sind rückgängig, 64—66 Pfg. wurden pro Pfand Schlachtgewicht bezahlt. Tie Kartostelpreise flehen »veil unter den Herbsipreisen, das Alalter gilt 3,80 Alk. bis 4 Alk. * Unter eigentümlichen Umständen hat ein zweijähriger Knabe namens John 9)lilligan in Glasgow den Tod gesunden. Das Kind, das nut seinen Eltern in demselben Bett ichließ »vurde am Samstag, wie gewöhnlich, zur Nlihe gelegt und »ach einer Weile begaben sich and) die Eltern zur Ruhe. Ter Baler legte eine Ileme Flasche mit Whisky unter das Kopfkissen, wie er es gewöhnlich lat. Aut Sonntag morgen wachte er auf und sah, wie der Knabe die Whiskyflasche am Alimde hatte und den scharfen Schnaps in großen Zügen eiusog. Darauf »vurde es blau im Gesicht, konnte nicht mehr atmen, und bevor noch em Arzt Ijerbeigeljolt werden konnte, war der Tod bereits eingetreten. * Kempinski. Ter kürzlich berftorbene ehemalig? HänÄlcr mit Ungarmcin, der sein Geschäft vor etwa 40 Jahr eia in befdjeibenftem Maß stabe im Zentrum Berlins eröffnete und 1889 das jetzige Stammhaus in der Leipziger Straße bezog, halte nicht die Absicht, die oberstem Vierhundert und die verwöhntesten Feinschmecker aller Länder zu Kunden zu gewinnen, sondern wollte dem Berliner Mittelstand ben häufigen Besuch eines Wein Hauses und beii wo hl sei neu Genuß der am lstiuslichen Herd und in den vornehmni Linben-Rechaurants nur den ivenigslen zugänglichen Telikatessen der jeiveiligen Saison crmöglidjeiL Sein Ziel errichte er, mic die „Köln. Ztg." schreibt, durch die Einrichtung^ seiner Speisekarte mit den drei Einheitspreisen von 30 Pfg., 75 Pfg. und 1,25 Mk., die wegen der sortichi'eitenden Verteuerung der meisten Lebensmittel in den letzten Jahren auf 35 Pfg., 80 Pfg. und 1,30 Mk. erhöbt wurden. Auch seine Austernpreife setzte Kempiiisli durchschnittlich um die Hälfte oder ein Tritlel billiger an als die anderen Weinrestaurants. Dazu kam im Lause der ÄatM die Einrichtung von Sfwzialplatten, praktischeii Kabaretts mit einem Fleisch- und Fischgericht und drei ober vier pikanten Beilagen, die bat gastronomischen Neuling ober notgedrungen Sparsamen bet Qnal der Wahl passeitber Zutaten unb Sonderausgaben enthoben. An diesen Einheitspreisen bat der alte Kem- pchsli mit unerschütterlicher Zähigkeit festgehalten. Tarik dem Einheitspreis lernte bei Kempinski mancher kleine Mann, der sich anderslvo an die Bestellung von Hummer oder Kaviar nicht traut, diese Delikatessen zum erstell M.ale in seinem Leben kennen, und manche sparsame Haussrau, die für den Restaurantbesuch onft nicht viel übrig hat, hielt es für keine Sünde, fonbern vielmehr für vorteilhaft für ihre Kasse, einen Logierbesuch bei Kemt- Piuski abzuspeisen oder »rach dem Tlieoter mit Kind unb Kegel dort das Abendbrot eiuzunehmen. Dem nickst unberechtigten weitverbreiteten Vorwurf, daß gegenüber den Speisen die Güte der Meine, zunral in der mittleren und niedrigen Preislage viel zu wünscheil übrig lasse, suchte die Firma im letzten Jahrzehnt durch unmittelbare Beteiligung an den rheinischen Weinversteigerungen unb große Ankäufe ganzen Kreszenzen zu begegnen. Turch die abwechselnde Einführung von .allerlei in- und ausländischLU. Leckereien unb Nachtischbissen kam der findige Gasvvirt den ver- chiedenen Geschmäcker»i entgegen, vor allem aber durch bie Schnelligkeit der Abfertigung unb Bedienung den Bedürfnissen des eiligen Geschäftsmannes und Reisenden, der unter einer großen Anzahl fertiger Platten zu wählen »vünscht. Eine für feine Gäste nicht minder nützliche Einrickstung hat er mit der Anordnung getroffen, baß Speisen, die einmal die Küche verlassen haben, nicht mehr in die Küche znrückgelangen dürfen, sondern zu dem Abfall geschüttet werden, aus dessen Verkauf zwecks Verwendung als Viehfutter ober zur Seifenfabrikation hie Firma nicht weniger als 20 000 Mark jährlich löst. — Zur Psychologie der Zeugenaussagen. Aus Newyork wird berichtet: Pros. Mac Keever, der Psychologe der Kansas-Universität, hat lüngft, um die Unzuverlässigkeit der Zeugemmssagen bei raschen Vorgängen zu beweisen, mit seinen Studenten ein interessaiiles Experiment gemacht. Drei seiner Schüler müßten eine Raubszene vor fuhren, bei der mit Shuß- toaffen gedroht wurde, die andern sollten bann den geschauten Vorgang genau so beschreiben, wie sie ihn gesehen zu haben glaubten. Dabei stellte sich heraus, daß die Aussagen von der Wirklichkeit erheblich abwichen. Der wirkliche Vorgang war be- Eannt, berat alle Einzelheiten waren auf geschrieben, und die ganze Szene mehrmals sorgfältig geprobt. Tie 3ufd)iaucr hatten in ihrer Wiedergabe die Worbe, die gefallen iviarcn, durch andere ersetzt, die nickst einmal dasselbe ausdrückten, einige behaupteten, einer der Angreifer hätte mehrmals mit dem Revolver geschossen, was »tickst der Fäll war. Keiner batte bemerkt, daß, dem Revolver seilt wichtigster Bestandteil, die Tvonmtcl, fehlte. Tie Szene toar so angcorbnct, baß bie ZusckMuer immer nur einen der „Schauspieler" Ijatten sehen tonnen. Trotzdem machten sie entgegengesetzte Angaben. (Siner gab sogar dem einen „Räuber" einen Stock in bie Hand, von dem gar nickst bie Rede war. Wie unzuverlässig! Zeugenaussageit oft siitd, ist längst befaitiü; aus diesen Versucheit Prof. Mac Keevers aber ihre völlige Unbrauchbarkeit zu entnehmen, wäre natürlich sehr voreilig. Zu bemerken ist zu den Versuck>e»t noch, daß das Alter der Studetcken »ticht angegeben ist, und daß es sich nicht um unbefangene Zeugen Ijanbelt, berat es waren Schüler eines Psychologen, die jedenfalls wußten, daß ein Experiment mit ihnen gemackst werden sollte, ivenn sie auch nicht wissen Eoiuiten, worauf es abzielte. Es sei hierbei daran erinnert, daß vor einigen Jahren in Berlin Ge^imrat Prof, v. Liszt in seinem Strafrecht-Seminar von einigen feiner Schüler auch eine „ Revolverszene" bat vor führen lassen, die alle Un- eingetveihten für eckst gehalten Haden; als darauf zur Prüfung der Zuverlässigkeit der Zeugenaussagen der Vorgang schriftlich gesckstldert wurde, kam nicht ein einziger ganz fehlerfreier Bericht zustande, und die ungenauesten Beobackster hatten sogar übersehen, daß der gefährlickst Revolver eine harmlose Kinderpistole war. Stiebte Tageochrottik. Das von Hettingen mit der Post nach Würzburg gebende Automobil stürzte bei dem Einfahren in den Ort Höchstberg eine ',2 Meter hohe Böschung hinunter. Dabei wurden 36 Reisende zum Teil schwer verletzt. In Dortmund wurden mehrere deutsche Bergleute von vier polnischen mit scharf geschliffenen Dolchen angegriffen. Einem deutschen Bergarbeiter wurde der Lord auf’ geickstcht, ein zweiter erhielt einen Stich yt die Lunge. Familien-Nachrichten G c b o r e »i e: Hcrnr E. Neuenhage»r tn Romrod eine Meteorologische Beobachtungen öer Station Gießen. März Wetter ■s 1910 Aiär- Niedrigste 28. hv4/a Handel Türkeulose . . 7 179.40 110.60 7- 22.20 16D.20 r VWMi Höchste Temperatur am 28. 4‘/,°/0 russ. Staatsaul. 1905 100.25 4*/,°/o Japan. Staatsanleihe 98.30 4% Conv.Türken von 1903 94.60 65.40 66.40 49.60 91.75 69.40 99.75 bis 29. „ 29. 106.10 139.30 214 60 143.20 199.60 172.00 104.50 99.00 180.90 136.90 251.80 155.00 luu.90 165 50 214.30 Ele’-.triz. Lalnneycr . . 7 . Elektriz. S'i'buekert Eschweiler Bergwerk . . (iclseuldrcben Bergwerk . Hamburg- - Amerik. PaketL Harpener Berg werk Laurahütte . . . . * . Nordd. Lloyd .r. . . . Obcrscbles. Eisen-Industrie Chinesen Aktien Bochum Guss . Buderus E. W./«**..*'. Berliner Handelsgcs. Darmstädter Bank v. Deutsche Bank . . Deutsch 7Asiat. Bank Diskonto-Kommandit Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio Eisenbahn Gotthardbahn . Lombard. Eisenbahn. 9345 84.85 93.45 84.80 92.20 91 50 99.80 98.50 95.20 4n/0 Griech. Monopol-Anl. ■. 4°/0 äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . -o,...,«. c. Tendenz: abgeschwächt. Berliner Börse, 29. März. .ViUnfit fu. .it.^242.60 no.80 Harpener Bergwerk Laurahütte . . . . ; Lombarden E. B. . _. Nordd. Lloyd.. T.-'! Türkculuse . t.; . COo Tochter. Verlobte: Fräuleiir Ella Stamm mit Herrn Albert Fisch, beide in Bad-Nauheun. — Fräulein Elisabeth Beutel mit Herrn Jean Bechtold, beide in Bad-Nauheinr. — Fräulei»: Frieda Fuckert mit serrn Hugo Vogtmann, beibe m Friedberg. — Frt. Aiarltza Arnstein mit Herrn Ist Stahl, beide in Friedberg. — Frl. Alaria Scherf in Aschaffenburg mit Herrn Jean Törr in Frredberg. — Fräuleur Minna König in Enzhein» mit Herrn Wilhelm Trabandt Telefonäsche des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und IndustrieV'Giessev. Frankfurter Börse, 29. März, 1.1 i Uhr. S-L c -e' KZ eo 200.90 174.60 22.00 105.00 178.70 Oesterr. Staatsbahn . " . y. 16ü.2u Prince-Henri-Eisenbahn?. 135.00 in Klein-Karben. — Fräulein Alarie Appel in Rinderbügen mit Herrn Heinrich Schwarz in Büdingen. — Fräulein Wisa Roßbach in Laubach mit Herrn Karl Becker in Alzey. — Fräulein Ella Koch mit Herrn Karl Schuchard in Atsield. — Fräulein Luise Welker in AtSield mit Herrn Wilhelm Möller in Spangenberg. — Fräulein Klara ThltSnelda Pfaff in Stockhauseir mit Herrn Wilhelm Schöndorf in Ulin. — Fräulein Fr»eda Jserloh in Solinge,r mit Herrn Georg Hill in Alsfeld. — Fräulein Alarie Frischkörir tu Gelnhausen mit Herrn Karl Gniß in Schlitz. — F> äulein Alarie Grethe»» m Siegen mit Herrn Bernhardt Klumbeck in T»»iäburg. G e st o r b e n e: Herr Johaimes Hartleb tu Darntstadt. — Fra»t A»»tonie Krebs, geb. Heeie, in Wetzlar. — Fra»l Luise Siebert, geb. Rohde, tu Marburg. — Frau Pauline Frank, geb. Heineberg, in Trier. Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, -Kind.rm.hi Diarrhöe. •Krantak.^ Darmkatarrh, etc. Montecarlo und in Nizza ist man natürlich gegen Erkältung geschützt. Daheim im rauhen Norden aber muh man hübsch auf der -Hut fein und vor allem darf man Erkältungen im Anfang nicht vor- nachlässigen. Daö Wichtigste ist dann, daß man fick sofort in der nächsten Apotheke oder Drogerie für 85 Pfg. eine Schachtet Fans ächter Sodener Mineral Pastillen kauft und nach Vorschrift gebraucht. Hal man diese, dann kann man zur Not schon auf Nizza verzichten, und jedenfalls bleibt man auch bei der Anwendung von Fayö Sodener gesund. |ss4/i •5 = 4- 8,9 °C. ----- — 2,9 eC. Canada E. B.......182.— Darmstädter Bank . ..c. . 137.40 Deutsche Bank . . . - . 252.90 Dortmunder-Union Ca*'.» . 94.90 Dresdner Bank . . 166.00 Tendenz: behauptet. 3Keichsanleihe 75?. 3°/n • do. 3'/,°/o Konsols MH..6.L. 3°/n « do. .Ää. i;. 3'/.;Vn Hessen 3*/iu|n Oberhessen 4"ln Oesterr. Goldrente .v». 4*/67o Oesterr. Silberrentc.' 4U/O IJngar. Goldrente .Ä.: 4°/0 Italien. Rente . 3°/0 Portugiesen Serie I .i 3% Portugiesen ■ „ III . 1/ ■ ■ ■ liefert billigst die BrühPsche KliVPnQ mnt r irmil Universitäts-Buch-undStein- IVUWUI IO lllll I lllllU druckerei,Gießen,Scbulstr.7 29. 2” 757,0 8,8 4,8 56 N 4 7 Bem. Himmel 29. 757,7 3,5 5,0 85 E o 0 KlarerHimmel 30. 7" 752,9 3,9 4,6 75 NW 2 10 Bed. Himmel J Herr Melk Livingston heute in Heidelberg sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Bloomington, Jlls., 28. März 1910. 1884 20 Pfg. 10 Mg, 50 Pfg. [sl^/n Otto Schaaf. Wl e c u m. IB */, Danksagung Wilhelm Walther sagen wir innigsten Dank. Im Preis). (1353 Giessen, 30. März igio. 1896 Prima selisIgeWerleo (1889 'Direktor: Trof. EÖerflaröt ■ | ■— 1 «l ! für ein Stück Grogvlch für ein Stück SHemoieü ftalb (Rindvieh im Alter bis zu 6 Wochen) Stück Einhufer Schwein Ferkel lSchweinc im Mter biß zu 13 Wochen) Schaf Namen der Hinterbliebenen: Fritz Walther und Prof« Br« Walther« 140 Mk Mk 3.25 Dtt 044 All. 1.10 Mk 0.50 Dtk. geschlachteten Tieres 3. Das Wiegen darf nur für ein für ein sür ein für ein tür em für ein Hautjucken ufro. und deren Beseitigung durch Zucker 0 Patent- Medizinal = Seife, ä Stück 50 Pf. (15% iQ) u. 1.50 M. (85%ifl, stärkste Form). Dazugeh. Znck^ Creme 75 Pfg. u. 2 DL, ferner Zucko^>-Seifc'>nild)50Pf.u.1/)0DL 4n der Universität^ , Engel u. L>irich Apotheke, bei 2lug. Holl, C. Scivel, W. Liilbingcr und Kunftgeweröefdjufe Offenöad) am Tfiain Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 31. März, vormittags 10’/4 Uhr, vom Bahnhof Lollar aus. VI. Allgemeine Bestimmungen. § 7. Gebühren, die m dieser Orlssatzung nicht vorgesehen sind, dürfen nicht erhoben werden, mit Ausnahme der Gebühren für Fleischbeschau und Trichinenschau. 8 8. Die Gebühren sind tm voraus fällig; sie sind zu bc zahlen, bevor die Handlung verrichtet oder die Sache gegeben wird, für welche die Gebühren erhoben werden. 8 i) . Die Zahlung erfolgt an der Kasse des Schlachthofes gegen Empfangsbescheinigung derselben. § 10. In den Schlachthos eingebrachte Tiere und Teile von solchen können für die dafür nach dieier Ortssatzung zu entrichten den Gebühren m Anspruch genommen werden. Die Tiere und ihre Teile dürfen nicht eher aus dem Schlachthof entfernt werden, als bis die Gebühren entrichtet sind. § 11. Wenn die Zahlung der Gebühr verweigert wird, ist die Schlachthosoerwaltung berechtigt, soviel Fleisch oder andere Teile der Tiere zurückzubchalten und zu verkaufen, wie nölig ist, um die Gebühr aus dem Erlöse zu decken. Der etwaige Diehrerlos wird dem Gebührenpflichtigen herausgegebcn und ist von ihm gegen seine Empfangsbescheinigung au der Schlachthofkasse in Empfang zu nehmen. § 12. Diese Ortssatzung tritt am 1. April 1910 in Kraft. Mit demselben Tage werden aufgehoben: die Bekanntmachung, die Wiegegebühren betreffend, vom 19. Oktober 1890 und vom 26. August 1898, die Bekanntmachung, betreffend die (Pebühren für den Berkaus des nicht ladenremen, aber noch gemesbaren Fleisches auf der Freibank im städtischen Schlachthaus, vom 31. März 1894, die Bekanntmachung, betreffend die Schlachtgebühren, Fleisch beschau- und Trichlnenfchaugebühreu im städtischen Sch lacht Hof, vom 31. März 1909, soweit sie die Schlachtgebühren betrifft. Giehen, den 29. März 1910. Bürgermeisterei Giehen. jeden angefangenen Kalendertag a) für ein Stück Grogvieh oder ein Pferd b) für ein Scpwein oder ein Stück Kleinvieh c) wenn das Zieh zwischen 8 Uhr abends und der Oeffnung des Stalles am Morgen oder an einem Sonntag oder geschlichen Feiertag eingestellt wird, für jeden Transport eine weitere Gebühr von III. Futtcrgcld. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Sau bring en, den 29. Mürz 1910. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. Schlachthof geschehen (8 1 Abs. 2 der Verordnung, das amtliche Verwiegen der Schlachtliere betreffend, vom 5. Dezember 1908). 4. Für eine Ohrmarke zur Kennzeichnung der Schweine werden erhoben 15 Pfg. V. Freibankgebübren. § 6. Für Zerteilen des Fleisches, den Berkaus desselben und die Einnahme der Geldbeträge werden erhoben: Ferner empfiehlt zur Neu aufertigung: Liixus-, AsWs - Reklme-, leichte Fc-er-ritschen-WM LcichentraWort - Wagen Konrad Stephan Wagonfabrik mit Motorbetrieb Großen-Bnseck bei Giehen. Arbeitsvergebung. Samstag den 2. April l. Fs., nachmittags 2 Uhr, soll auf unterzeichneter Bürgermeisterei nachstehende Arbeit öffentlich vergeben werden. Die Herstellung von Stützmauern, veranschlagt zu 682 Mk. Äpfdwem M. Schäfer Wwe. Kaiser-Alice 4. 17921 II. Stallgebühreu. § 3. Für das Einstellen der Tiere in die Ställe des Schlacht Hoss ist zu zählen, wenn das Tier über Nacht im Stalle bleibt, für Todes- Anzeige, Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unsere innigstgeliebte treusorgende Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Frau Susann® Häuser, geb. Häuser nach kurzem, schweren Leiden im Alter von 59 Jahren am Dienstag nachmittag 33/* Uhr sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen (Schifienberger Weg 63), 29. März 1910. „Sie wirkt säurebindend und anti septisch, sie entfernt somit nicht bloh die Grunde sondern auch die Vcranlassungs - Ursache von Hautkrankheiten/So schreibt Herr Dr. med. W. über Ekzeme, Furunkel Kuoerts mit Firma billigst vrilhl'sche Universitäts-Druckerei. R. Lange, Sieben § 4. Das Futter, welches den Tieren im Schlachthof oerab reicht wird, ist nach den voin Bürgermeister festzusctzcnden Einheitspreisen, welche durch Aushang bekannt gemacht werden zu vergüten. Der Bürgermeister bcftimmt auch die an die einzelnen Tiere zu verabreichenden Futtermengen. IV. Wiegegebühren. 8 5. 1. Für das Wiegen des lebenden Viehes ist zu entrichten: a) für ein Stück Großvieh 20 Pfg. b) für ein Stück Sllcinuicti oder ein Schwer» 10 Pfg. 2. Für das Wiegen des auSgeichlachteten Fleisches, für welches die Verordnung, das amtliche Verwiegen der Schlachttiere betreff., vom 5. Dezember 1908 maßgebend ist für Fett, Häute und dergl. wird erhoben: Für die zahlreichen Beweise herzlichster Teilnahme an dem schweren Verlust unseres lieben, unvergesslichen Bruders, des Kaiser!« Regierungsrates Ortssatzung für den städtischen Schlachthos in Gienen. Auf Bcschluh der Stadtverordneten - Versammlung vom 17. Februar und 24. März 1910, nach Anhören dcö KretsauSschusseS und mit Genehmigung des Grohh. Ministeriums des Innern vom 23. März 1910 zu Nr. M. d. I. II. 1407 wird auf Grund der Be stirnrnungen in Artikel 9 der Städteordnung für den städtischen Schlachthos in Giehen folgende OrlSsatzung erlassen. ftninrnt» Donnerstag u. Samstag MUuilUC mit Lab» u. Scefitchen auf den Fischmarkt jBrandvlatz, zu den billigsten Preisen. (02554 M. Simon. Walltorstr. 43. Telephon 614. Bekanntmachung. Die nachfolgende Qrtssatznug bringen wir hierdurch unter dem Aussigen zur öffentlichen Kenntnis, dah die Schlachthoskafte sich vorläufig im OktroibauS am Neusiäüter Tor besindel. Bürgermeisterei Giehen. Dt e c u m. a) für ein Stück Grohvich 40 Pfg. b) für ein Viertel von einem Stück Grohvieh 10 Pfg. c) für ein Schwein 10 Pfg. I. Schlacktgcbübrcn. § 1. Wer ein Stück Vieh der nachbenannten Arten hn siädt. Schlachthof schlachtet oder schlachten lägt, hat für die Benutzung der hierfür bestimmten Räume und Einrichtungen zu zahlen: Stück Grohvieh 8.50 Mk 8.- Mk. 4.- All. Ziehung 16,18. und 19. April 1910 Qeli-Lollerie z. Besten der Bomfaciuskirdie in Arnstadt. 3333 Gewinne zus. Mk.: 45000 1 Hauptgewinn Mark 20000 £ 5000S 2000 2000 1000 2000 2000 2000 _______8000 Im Ganzen 45 000Mark. I nuol Mir 1ILo,e Porto LUoti L 1I1L u. Liste 25 Pf. extr* versendet das General-Debit Gustav Stifftri Lottcriebank G. w. b. H. —■ Eisenach = Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. März, nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. 1890 Gießen: Buchacker, Flimm, KgL Pr. Lott-Einn.; ferrter bei Jakob Dany, Wilh. Semmler, Gg. Karl Volk u. Phil. Weiler. (b»%, Wagen 1 neuer eleganter Landauer, 1 sehr wenig gebr. Landauer, mehrere Halbvcrdcckc in neu und gebraucht, mehrere Jagd wagen, mehrere Breaks, auch einer als Bäcker - Wagen eingerichtet, Itoiflß, und 1 Dogcart, «ehr wenig gebraucht, gibt sehr billig ab (teils weit unter dem d) für ein Kalb, Schaf oder Ziege 5 Pfg. e) für Fett, Häute und andere Teile eines 5 Pfg. auf den öffentlichen Wagen im Butzbach-Licher Eisenbahn. Die Restshecke von Rockenberg nach Bad-Nauheim der Neubaustrecke Griedel -- Bad - Nauheim mit den Stationen Oppershofen, Steinfurth und Bad-Nauheim wird am 2. April ds. Js. für den Personen-, Güter- und Viehoerkchr eröffnet. An diesem Tage tritt ein neuer Fahrplan für die Strecke Butzbach-Griedel-Bad-Nauheim in Kraft, ferner der Nachtrag I zu dem Tarif für den Binnenverkehr. Der Nachtrag enthält Aendcrungen und Ergänzungen der Beförderungspreise au§ Anlaß der Eröffnung der neuen Strecke. Es treten einige Erhöhungen im Verkehr mit der Station Rockenberg infolge Abänderung der Tarifentfecnungen ein. Ferner wird die UeberführungSgebühr zwischen dem StaatS- bahnhof und dem Nebenbahnhof in Lieh (Seite 24 des Tarifs unter 5) von Mk. 1.— auf Mk. 3.— pro Wagen erhöht. Die Erhöhungen sind im Tarifnachtrag besonders kenntlich gemacht und treten erst am 1. Juni ds. IS. in Kraft. Direkte Tarifsätze im Verkehr mit fremden Bahnen für die Stationen Steinfurth, Oppershofen und Rockenberg werden erst später eingeführt. Bis dahin gelten für den Uebergangs- verkehr besonders Anstoßsätze an die Frachten der Station Bad-Nauheim oder der Station Griedel, über die in dem Tarifnachtrag Näheres bestimmt ist. Diese Anstoßsätze kommen mit der Einführung direkter Sätze für die Stationen Rockenberg, Oppershofen und Steinfurth in Fortfall. Nähere Auskunft wird von uns und unserer Bahn. Verwaltung in Butzbach-Ost erteilt. Butzbach, den 23. März 1910. D80/, Butzbach-Licher Eisenbahn-Aktiengesellschaft. Der Vorstand. Mohr. für emc Ziege ------- für ein Lamm tSchas oder Ziege, noch v. d. Mutter genährt) 0.25 All. § 2. Für Notschlachtungen an Sonntagen oder gesetzlichen Feiertagen wird ein Zuschlag von 2 Akk. für jede angesangene Stunde, für Schlachtungen auberoalb der Schlachtzeit ein Zusu-lag von 1 Mk. für jede angefangene Stunde erhoben. In beiden Fällen i)t das Schlachten nur mit besonderer Erlaubnis des Schlachthofdtrektors oder feines Vertreters erlaubt. Heuchelheim, den 30. März 1910. Die Beerdigung findet statt Donnerstag den 31. d. Mts., nachm. 4 Uhr, vom Sterbehaus, Wilhelmstr. 21, aus. In Statt besonderer Anzeige. Hierdurch die schmerzliche Nachricht, dass unsere liebe Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karoline Dehn-Rolfelser Wwe. im Alter von 75 Jahren von längerem schweren Leiden heute nacht durch einen sanften Tod erlöst worden ist. Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Olga Bergen geb. Dehn-Rotfelser Gustav Bergen« 2 ä 1000 4 ä 500 5 ä 200 20 ä 100 1 100 ä 20 I 200 ä 10 3 3000 ä 3 Zum Schul-Anfang in grosser Auswahl zu billigsten Preisen ttlnzea g.$*ltetaHäilcta itata Pfg. 58, 75, 98, Mk. 1.25, 1.75, 2.50, 3.75, 4.50, 6.50 in vorzüglichster Verarbeitung. a*/0 Reuheifen 1910 Tapeten Linkrusta Linoleum Versand: Bahnhofsfr. 71 Raden: Schkssgasse 19 A. Goldschmidt Vorjährige Muster und Reste enorm billig. Schulstrasse 6 Giessen Schulstrasse 6 2)um bevorstehenden Lina Pe .rl, geprüfte Lehrerin. 02558 *iip> Kmematograph kommen nicht Bahnhofstr. 54 Bahnhofstr. 54 M Vroaramm vom 30. 3.—1.4. 1910. 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