Deutsches Netch. AuslauS. e Q-ahrliunbcrt n a tn vz-ul. uii|j«ivuuun»' v~*7* ■>* ' rr l (intbehruiiQ zusehen, wie ihr ein Stuiber Ijättc ^ufyöwi tonnen. Stofi Sü6 frei beljanbeU uL gerade das »eggelaffen, »icht taub r-°Ä>lmt>, ---chAnt^t^ «toil?uWfAft TOoUnm üMPtAnetften war, l Etiler sind (was dasselbe ist), war fte ett« prächtige Elektra. j mid mrch^die^Zeit seiner Entstehung ist nicht genau zu er- mitt-lta Sie wird von den s-chsclehrten nrcht vor 6. Jahrhundert, n ach l^r. angenommen. Pohl rrDen |*ui Die Eisenbahnen Frankreichs sind, so scheibt man uns seit etwa zehn Jahren die wichtigsten Stunben der franzo-- fischen E i s en in d u str i e._ Die Nollvendigkeiten des modernen Betriebes zwingen die Gesellschaften, lehr mac^tige _jofomo11Deii und schwere Magen einzufnhren. Ta das Gewicht der Ma,chtnm letzt 100 Tonnen übertrifft, so müssen dte &ki.i -, emciKri unb bic §ften Schienen durch Stahl, chunen znm Mmimalgewichte von 42 Ka pro laufenden Meter er,etzt werden. Auch du, Brucken, WÄche nicht für die neuen Lasten emgertchtet und, müssen um gebaut und verstärkt werden. Tic BefteltmigLN au ruhendem und rollendem Material von feiten der Geftllscharten unddes Staates sind daher sehr beträchtlich und sichern der frd,uchen Industrie K?die nächsten Jahre reichliche Arbeit. Für Lokomotiven, Wagen — Eine amerikanische Universität als Förderer der deutschen Sprache. Währeird in weutichtand die Kultusministerien die Ausgabe haben, (jcijtige -ö€|rtebungc'i tm leiten und im öffentlichen Leben elnzu,uyrcn, fallt dies m ben Vereinigten Staaten von Amerika den Umber,träten zu. -tu'K haben daher, mn als richtunggebende Faktoren uni gcutigen -eben . des Landes, zumal im Unterricht, wirken zu können, wgerumnt I Universitp-Extensions" gebildet, die durch Vorfrage, Gründung von Redeschulen und besonders Sprachunterricht zu wirken juajcii. Am tatkräftigsten arbeitet nad) den Mitteilungen des.Vereng ft>'- das Deutsch tum im Ausland hierin die Universität be- Dtaates Wisconsin. Tie deutsche.Abteilung der von ihr gegründeten ,, Lwrref po ndenz sckxule" hat ftch mMki wahren na u.r der Engineer-Abteilung am stärksten entwickelt. ^yre SWum fassen in deutscher Sprache fast alles, was du Univerfital bl n bietet, vom elementarsten Sprachunterricht bis zum■ tm)iatUpaitu.i:e.c Studium der deutschen Literatur und Sprachge,anchte.^-^u nnrv. n dank ihrer geringen Kosten aus ben ver,chieden,ten schichten der । Bevölkerung eiftigst^besucht und dieiien hervorr^erch^ zur Ver breitung deutscher Sprachkenntnisse und deutscher Kultur auch unter den Anglo-Amerikanern. Deutsch-italienische Handelsbeziehungen. Trotz der überaus schikanösen Art, mit der bekanntlich bei italienische Zolltarif deutschen Fabrikaten gegenüber SS- S.STSS Mark betragen hat mrd damit wn47Milli0nen Mark hinten unserer Eiiifuhr aus Italien zurückgeblieben ist, stellte er ftw 1008 bereits auf 311 Millivnert Mark, d. emn ^Liiliomn qnrtrf finfirr als die Einfuhr. r^'Uv das Jahr Ivllv gwr uic italienische Statistik — die Ergebnisse der deutschen Statistik liegen nach nickt vor — die Einfuhr deutscher Waren nach Italien •u 491 Millionen Lire, die Ausfuhr italienischer Waren nach Deutschland zu 301 Millionen Lire an, so daß sich em Ucber- schatz von 190 Millionen Lire zugunsten -outschlands ergibt. An der Spitze unter den Einfuhrwaren aus Deutschland stehen Maschinen mit einem Werte von 94 Millionen Lire. Waren aus Eisen und Stahl wurden aus Deutschland m einem Wnll von imiid 36 Millionen Lire eingeführt, Halbfabrikate aus Eisai und Stahl im Werte von 30 Millionen Lire, wissenschaftliche Instrumente sinn Werte von 31 Millionen Lire, CHemitalien, sr-arben Färb- und Gerbstoffe im Werte von 4o Millionen Lire, Baumwollwaren im Werte von 17 Mülionen^Lire, ^lle un^. Wollwaren im Werte von 27,6 Aiillionen Lire, 'L-eide und Seiden war n^m Werte von 17,6 Millionen Lire, Leder und Leder- im Werte von 22,8 Millionen Lire Gold- und Sllber- waren im Werte von 14,4 Millionen Lire, Metalle und Metall ES m Werte von 16,1 Millionen Lire, Kurzwaren im Werte von 12,2 Millionen Lire, Perlmutter, roh und b^rbeftet rm Werte von 12,1 Millionen Lire. Sie übrige Einfuhr besteht ebenfalls zum weitaus größten Teil in Jndustneerzeugnil 1 en. -rn der Ausfuhr nach Deutschland nehmen abgesponneno Seü>?unbÄ mit 132! SRUlümen Lire Wer den «ften rin Es folgen frische Weintrauben und andere irisckc Früchte mit 41 Mülionen Lire, Hans mit ZL,1 Geflügel ute K«. rnhe Felle mit 10, getrocknete Früchte mit 8,6, XÄSÄ Äfitt'jÄ i-i'-h-s «-müse mit 5A Wein mit 6,2 Millionen Lire. ' der Staatseinheit besser entspreche als eine Vertretung dur , Delegierte Finnlands und baß für von Inland g wählten Mitglieder des Reichsrats und der Reichsduma du Kenntnis der russischen Sprache erforderlich ist. was für die bamalige indische Welt am bezeichnetsten war, - sind (was dass^be rst), war sie ^»nbe ncSe 2Infd)auungen über die Ehe, was er itab u r ch er-Lg, tie[ Shaws Sawnbmmg bafe er ftarubatto Mm Witwer macht. Merbmg- hat steife äc,gcn- er bie ^bn Lite des Originals stark kürzen Mus,en .Auch bte | r,ie Narren u Gestalt des feigen Wüstlings ^"sthMt^a tst sehr^wen. g. »-.g ^,7 Ärt Ton vngrissen, der etwas °-tf das Swap balle gestellt war. Ein Teil der Schuld daran tragt oll^nnas die Bearbeitung Pohls, der aus dem indischen Drama ein modernes Spiel gemacht hat. Recht hübsch waren T^Mar7-stz Mrndatta und start Bolct als Martreia. Ku^t G ihne gab den rttil- ■hrnTIinPr Komik, c^n einer Versammlung der Maßschuhm a ch e r G rpß* Berlin? wurde beschlossen, wenn die .Arbeitgeberorganisation einen Mmbefilohntarif bis zum lo. April nicht anerkenne, solle in einer neuen Versammlung am 18. April die Arbeit« niederlegung beschlossen werden. Fn .Hannover wurde am gestrigen Dienstag der 15. Christlich-soziale Kongreß m Anwesenheit von etwa 300 Personen eröffnet. datta zum Witlver macht. ^en: S^dw^sle^'z^sa^ist die^s ui eiirn InS s Originals stark kürzen müssen Auch die me Narrm mto GatowAlerzulrt;fc sich! Wüstlings Samsthanaka ist sehr wenig mit TQitsÄ - L . Beethoven zufammenfassen. Leute fsührung unter Kürt Gühnes Wellung all^inbasrnnzg.^ „etraito" sagen. ,Krieg gegenI aber man hatte sich offenbar ^twas ^s heroische Mmpfen und «treten, das er vertrat, | fen, der etwas -u sehr auf Has führen, wäre Verrat an der Wienschheft. 1 rr.i— S.(SC/F.itfK Krrrntr trnat I ' „ . . ,____ I _ Heber den schie fen Turm von Pifa wurden! . . l-cht hübsch «E itta und Karl Vo lck als Martreia. S k h dem ©icewne geschrieben wnd, «s »sswr® waren. . ■„ N" i LMisKt an sich reißen will. Denn das neu- Luftschiff der't Ein Denkmal für die Indianer. Das gvotze Standbild t>er Columbia an der Newyorker Naseneiilfahit wird, oorausfichtlich in kurzer Mt ein Gegenstück erhaltm: mn mach, tige^ 2-^ntotal, das die Erinnerung an die rote Rasse aufrecht Nr. 73 Erstes Blatt 160. Jahrgang SRittWd) InIrKPIIVI ZlUlvlUvl KHM (Dienstag und Freitag); N M W M W rak E ffll auswärts 20 Pfennig, -.weimal monatl. Land- « «jL W W ■ W W ▼ VW ” Chefredakteur: A. Goetz, wirtschaftlicheZeitfrageu MF ■ MV W ” MM Verantwortlich für den Fernsprech-Anschlüffe: MM . . politischen Teil: August für die Redaktion 112, 1 w /U f. 4AiLÄKAu Goetz; für .Feuillc- S8? General-Anzelger für Gberhefsen MZZ »S“ Botationsbmä und Verlag der vrühl-sch-n Unw.-Vuch- und L.-indru-Ierei K. ränge. Station, Lrpeditian und Drucker-.: Lchnlftrahe r. An,°ig.n.Z: H. B°ct. bis vormittags 9 Uhr. im Wege der allgemeinen Gesetzgebung auf die Initiative des Kaisers. Die zur ersten Kategorie gehörenden Gesetze und Bestimmungen, welche den Bestimmungen des § 4 der deutschen Reichsverfassung entsprechen, werden rn siel^ehn Punkten angeführt; die wichtigsten Fragen sind: die Teilnahme Finnlands an den Ausgaben des Reichs und eine dementsprechende Festsetzung der Einzahlungen, )!lbg ab en und Gebühren, die Wehrpflicht der Bevolterung Finnlands und andere Verpflichtungen, welche mit Kriegszwecken im Zusammenhang stehen, die Rechte der in Finnland lebenden russischen Untertanen, die nicht die finnlandische Bürgerschaft angenommen haben, sowie die Feststellung der Fragen, welche im Interesse des Reichs aus der Kompetenz der sinnländischen Gerichtshöfe auszuschetden srnd; die,Bestimmungen betreffend öffentliche Verjammlungen, Gesellschaften und Vereine; die Preßgesetzgebung für Finnland und Bestimmungen über die Einfuhr ausrändijcher Drucksachen, die Zollbeziehungen zlvischen Finnland und anderen Tellen Rußlands; das finnländische Gelbsystem; das Post- und Telephonwesen; die Luftschisfahrt; das finnlandische Eisenbahnwesen in Beziehung zur Reichswehr und zum Verkehr mit anderen Teilen Rußlands und mit dem Ausland, die Rechte der Ausländer in Finnland. Tie Gesetzesvorlage sieht ferner die Vertretung der finnischen Bevölkernng im Reichsrat. unb rn der Reichsduma vor. Der finnische Landtag wahli. emJUirt» glied des Reichsrats auf neun Jayre und in dre Rerchsduma fünf Mitglieder, von denen vier srnnrsche Burger, der FU.nfte ein in Finnland lebender Russe sein soll. Personen, welche die russische Sprache nicht beherrschen, dursen nicht gewählt : werden. Petersburg, 29. März. Das Expose zu der Ge- etzes-Vorlage über Finnland stellt bte Behauptung aus, raß Alexander I. mit dem finnischen Volre aus dem -andtage in Borgo keinen Vertrag über die runftige politische Verfassung Finnlands abgeschlossen habe; das Versprechen w^t- ochenbfter Vorrechte sei em A k t m o n a r ch if ch e r Gn a d e und Großmut gewesen; insbesondere sei er Mich kerne^internationalen Verpflichtungen hinsichtlich der Rechte und Vorrechte Finnlands eingegangen. Es existiere iern Akt, der Finnland zum Staate erhebe ober von ber Schafstrng einer besonderen sinnländischen Staatsgewalt spreche. Finnlands Autonomie basiere auf dem guten Willen der russischen Staatsgewalt. Das Heb ergreifen der finnischen Gesetzgebung aus dem örtlichen in das allgemein staatliche Gebret beruhe auf zufälliAen Schwankungen der gesetzgeberischen Praxis Um Palleten Deutungen vvrzubeugen, muß tenierkt werden, baß die Gesetzesvorlage nur bezweckt, in der iinniscken G r e n z- mark die uuentreißbaren Rechte und Lltalsten ^niereften Rutz- lands zu sichern. Tabei bezweckt bte burd)schen^-°üne sollte M Ä -’S feött _ • . gihpTTk Brachte uns die dramatische Be- Bem zweiten Artikel fallt Shaw netentei folgendes nll A Durchmesser des Balwntörpers betragt 50 öuß Rohe am Der 0eitnse »benb bxwe; uns Aafatita itet«! üb« die Elektra des Frl. I^vbender. ,M ist w N ^ter große. 600 Fuß lange und 100 Fußbreite schuppen arbellung des alten ^udisch^i Dvam s ) nur I üie£ bie Triumpte unserer englischen ^Langer in der Elektra - dem jetzt die Arbeiter die „Wiege" baten, m ber (das irbene Wägelchen) von Emi^Pohl, d ™aü&tn getagt worden, daß ich es Teutschland schuwe, ^ Eftlktoa Fll die Einzelnen Teile zusammengefügt werden sollen Die Zu eine Ahnung von dem reichen Inhalt des urspr g ch ßie vornehme ^Schönheit und Kraft der L ' fö schnell wie möglich beginnen, alle einzelne. Werkes gibt. sDHt seiner kindlich-einfachen verschling g Ausdruck zu se^. Selbst MM Stroubens^ter ^nens^tz w(fenbet Sorgsame Vorftchtsmatzregeln suw und feiner sorglos einhergehenden Handlung der ub^all A^^n^lige Sache wäre, für die sw d^arnu Mr. Newman um die Geheimnisse zu wahren. Tie ersten VeriuchS^ ein moralisches Sprüchlein aufgesetzt ist, bedeutet das Derk würde sich em Besuch doch lohnen, mir um hrw wun^r- « werden über 'bem Meere stattfin^n wu m au^ dei rine iSante Dichtung ber Weltliteratur. Es Dodestcms. zu seten; es ist! eines,der ^^^mmensten^e^ ^b tocd des Fahrzeugs ber Kmckichafterdienst über de» Wogen 1 Teil eines großen AdusikdramaS machen kann, als e- Irgend em den stürmischen Witterungsvertzalrnipen am Kanal -u - '> Ein Tauber köimte ihr ohne em Geftjhl^der ^"“^^teiten werten mit so großer Energie.betrieben, bau "1 die ersten Versuchsfahrten voraussichtlich bereits im «jum, spa- teilend im Juli, stall finden können. mb Waggons müssen sogar bisweilen Bestellungen im Auslände »ergeben werden, da die französischen Fabriken überlastet sind. Tie französischeKammer nahm einstimmig den französisch-amerikanischen Zoll vertrag an. Auch der, Senat nahm das französisch-amerikanische Zollabkommen an. Aus London wird gemeldet: Ernste Unruhen sind, wie .'in von Cap Palmas eingetroffener Tampfer berichtet, zwischen :er Negcrrepublik Liberia und der angrenzenden f r a n - .ösischon Elfenbeinküste neuerdings misgebrvchen. In Lap Palmas wurden die Faktoreien angegriffen und 3 4 fran- .ösische Ansiedler getötet. Tabei soll es zu Kämpfen «wischen Leberiern und Stämmen der Elscnbcintüste gekommen ein, wobei die ersten Masriincngewehre benutzten. Tic dort lebcn- tzen Weißen sind sehr bedroht. Aus Sofia wird tiHcixr ein Gre n z z w i s che n f a l l ge- inckldct: Am 27. März 3 Uhr nachmittags schossen türkische Soldaten auf die bulgariscixe Patrouille, die bei dein Grenzposten -•on Tatackioei (Bezirk Kazim Aghatsch) eine Runde machte. Es 'ntwickelte sich ein Gewehr feuer, das bis abends dauernd, im 28. März wieder ausgenommen wurde, nachdem die Türken tucch Infanterie und Kavallerie verstärkt norden waren. Bisher sind Verluste auf Seiten der Bulgaren nicht bekannt. Ein türkischer Soldat würde auf bulgarischem Gebiet getötet. Wahrscheinlich gab cs auch einige Vertonudete. Ter KricgsMinister befahl, das Feuer sofort einzustellen. Türkische und bulgarische Offiziere traten zur Untersuchung des Zwischenfalles zusammen. Stadt und Gießen, 30. März 1910. • • Tageskalender für Mittwoch, 30. März: Stadt- theater: „Tas Konzert." Anfang 7 Uhr. • • Lehrerpersonalien. Ernannt wurde der Schulamtsaspirant Hch. Schanin aus Butzbach zum Neal- lchrer an der Taubstummenanstalt zu Friedberg unter Belassung in dec Kategorie der Volksschullehrer. * * Manöver in Oberhessen. Tie diesjährigen Herbstmanöver der 21. Division werden in dem Gelände östlich der Bahnlinie F r i e d b e r g - G ie ß e n bis M der Linie Alsfeld-Gedern stattfinden. Die (25.) hessische Division übt in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach, sowie in den preußischen Kreisen Fulda und G e r s f e l d. Die Korpsmanöver werden jedenfalls in der Nähe von U l r i ch st e i n äbgehalten werden. ** Aus dem M il itärwochcnblatt. Lrautke (Halberstadt), Vizefeldwebel des Leib-Garde-Jnf.-Regts. (1. .Hess.) Nr. 115, zum Lt. der Res., Winter (II Köln», Lt. der Res. des Hess. Train-Bats. Nr. 18, zum Oberlt., Wille .Hildesheim), Vrzefeldwebel des Lcib-Gardc-Juf.-Negts. (1. Hess.) Nr. 115, zum Lt. der Res., die Oberlt. der Res. Busse (I Darmstadt- des 9. Bad. Jnf.-Regts. Nr. 170 Gilmer (Erbach), des 3. Lothring. Feldart.-Regts. Nr. 69 zu Hauptleuten, die Lts. der Rewrve Bracklow Monns) des Jnf.-Regts. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118, Werner (Worms) des 2. Hess. Feldart.-Regts. Nr. 61 zu Oberlts., die Vizeseldwebel Fader (Gießen) des Jnf.- Regts. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, Seiler (.1 Darmstadt) des Jnf.-Leib-Regts. Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117, Lands- berg (I Darmstadt) des 5. Jnf.-Regts. Nr. 168 zu Lts. der Reserve befördert. E s s e l b o r n (I Darmstadt), Lt. der Res. des Hesst Train-Bats. Nr. 18, der Abschied bewilligt. *’ Die Frühjahrs-Aussaat im Volksbrauch. Sehr früh rückt diesmal der Landmann seinen Pflug zurecht, die Frühjahrsbestellung nimmt ihren Anfang. Volkssitte und Volksbrauch haben auch hierbei ihre Eigenart noch nicht eingebüßt. Der erste Pflugstcich wird in vielen Gegenden mit einem „In Gottes Namen" eingeleitet. Der Donnerstag, als Tag des Erntegottes Donar, gilt noch heute als der beste Säetag. Mancherlei Volksglaube, der zweifellos aus der altgermanischcn Zeit stammt, findet sich bei der Aussaat selbst vor. Beim Säen bringt der Landmann, wie ec meint, die Vögel dadurch von seinem Getreidefeld, daß er stillschweigend den Samen ausstreut. Daher nimmt er wohl ein Stückchen Holz oder etwas Brot in den Mund. Sollen aber die Aehcen nicht vom Brande heimgesucht werden, so raucht der Sämann seine Tabakspfeife beim Ausslreuen des Samens. ’• Stadttheater. Die Abonnenten seien nochmals darauf hingewiesen, daß sich heute im „Konzert", Freitag im „Hochtouristen" und Sonntag abend in „Vasantasena" die letzten Gelegenheiten bieten, Gutscheine zu verwerten. ** Aus dem Kolosseum toirb uns berichtet: Der gestrige Kampf war bei vollem Hanse einer der heftigsten unh an Zwischenfällen reichsten. Der Franzose Pierre le Boucher, Her sowohl durch seine Lebhaftigkeit wie durch Anwendung unerlaubter Wittel jeden Abend das Publikum in Aufregung versetzt hatte, stand dem Unbekannten in der Maske gegenüber, der sich als ebenbürtiger Ringer zeigte. Der Franzose geriet in die höchste Aufregung, boxte und kniete au, seinem Gegner, zerrte ihn an seiner Maske, wodurch dem Gegner die Lust abgeschnitten wurde, und viel hätte nicht gefehlt, so wäre der Kampf noch unten, int Saale fortgesetzt worden' Die Zuschauer gerieten über die Kamp sw er, e des Fran- er hatten soll. Ter Plan dieses Denkmals geht auf Mr. Rodman Manamaker zurück und hat im. ganzen Lande lofjit lebhaften Widerhall gefunden; auch Präsident Taft hat der Idee zuge- stmrmt. An der Hafeneinfahrt soll das Standbild eines Indianers errichtet werden, als ein Sinnbild bafür, daß das Volk Amerikas trotz aller der roten Rasse zugefügten Ungerechtigkeiten die edlen Elgemchaften der Ureinwohner Amerikas vollauf würdigt (!). Es soll die Sdjulb des Landes gegen die aussterbende Rasse der „ersten Amerikaner" versimunlolick-ien und künstlgen Geschlechtern die schönen Charakterzüge der roten Rasse vor Augen führen: „der Indianer wird mit ausgestreckten Händen dargestellt, wie er die ersten weißen Männer witllommen hieß die Amerikas Küste betraten." — Juristendeutsch. Das Reichsgericht bildet folgendes Satzungeheuer (abgedruckt in den „Entscheidungen in Zivilsachen", Band 65 Seite 171): „Es bedarf keiner Entscheidung darüber' ob der Klaganipruch auch auf § 419 B. G. B. gestützt werden tonnte. Es mag indes nicht unbemerkt bleiben, daß, wenn dies wie die Vorinstanzen angenommen haben, deshalb zu verneinen wäre, weil die zweite der am 13. November 1902 aufgenommenen Urkunden der Formvorschrift in § 311 B. G. B. nicht entspricht, die Bestimmung in § 419 Abs. 3, wonach die Haftung dessen der das Vermögen xines andern durch Vertrag übernimmt, gegenüber den Gläubigem durch eine Vereinbarung zwischen dem Schuldner und dem Uebernehmer nicht ausgeschlossen werden kann, diese Haftung also insoweit zwingenden Rechtes sein soll, in allen Fällen versagen müßte, wo der Schuldner und der Uebernehmer es aus irgend einem Grunde für gut befinden, die Vermögensübertragung durch mehrere, je auf bestimmte Vermögens- beitandteile beichräntte, in an sich rechtsgültiger Form abgeschlossene Einzelverträge zur Ausführung zu bringen." — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Ter Romanist, Geheime Justizrat Dr. mr. Karl Ku iep, an der Universität Jena, begeht am 30. Mürz seinen 80. Geburtstag. — Im Alter von 72 Jai-ren ist der Professor für Physik und Elektrotechnik an dec Kgl. Bergakademie zu C l a u s t h a l i. H a r z, 2t. Ernst Gerland gestorben. Sein Geburtsort mar Kassel. — Tie Eröffnung der Weltausstellung in Brüssel wurde^ bestimmt für den 2 3. April in Aussicht genommen. — Tas Institut für Internationales Recht in Paris hat die Pro- lessoren Walther S chü ck in g- M ar b u r g unü Heinr. Tricplc- Kiel zu korrespondier enden Mitgliedern ernannt. zosen in helle Aufregung, der wiederum dadurch so schwer gereizt wurde, daß er das Publikum mit einem Stuhle bedrohte und den Preisrichter, als er sich ins Zeug legen wollte, über die Bühne schleuderte. Einige im Saale anwesenden Juristen erhoben dagegen Widerspruch, daß der Preisrichter nicht für die Durchführung der vorgelesenen Kampfregeln sorge. Der Franzose geriet darüber in Wut und forderte die rechtskundigen Herren durch nicht mißzuverstehende Gebärden und Zurufe auf, heraufzukommen und sich ihm zu stellen! Da; dies unterblieb und das zügellose Gefecht weiter geführt wurde, war die allgemeine Aufregung groß. Bei einem spanischen Stiergefecht kann die Spannung kaum größer sein. Freilich wurde im Publikum auch das grotesk Komische der ganzen Sache gewürdigt und verständnisinnig gelacht. Ein Teil der Zuschauer lieferte ja auch eine besondere Vorstellung, und die Zwischenruse waren mitunter überwältigend komisch oder drastisch. Vor der Beteiligung an einer Art ungarischer Obstruktion wurden die Schauluitigen durch die Muskelkraft der Ringer gewarnt und behütet. Recht aber muß Recht bleiben. Schließlich zog Pierre le Boucher dem Gegner die gestrickte Maske vor die Augen, und als dieser sie sich wieder zurecht rücken wollte, wurde er von dem Franzosen auf die Schultern gelegt. Der Kampf hatte 33 Minuten gedauert. Der Preisrichter, der ofjenbar den Sieg des Franzosen verkünden wollte, kam nicht dazu, denn das Publikum schrie und tobte. Das niedergeboxte Rechtsgefühl bäumte sich gewaltig auf. Als dann der Vorhang niedergehen mußte, ballte man die Faulst im Sack, um die nächsten „Gänge" sich anzusehen. Ter Weltmeister Weber besiegte in schönem Kampfe seinen Gegner, den Rheinländer Eigemann, in 16 Minuten. Heute soll der Franzose mit Weder ringen. " Ersparnisse im Gefängniswcsen sollen dadurch erzielt werden, daß man das Gefängnis für jugendliche männliche Gefangene, das mit dem Pcovmzial- Acceslhaus Darmstadt vereinigt ist, in die Zellenttrafanstall Butzbach verlegt. Weiter ist beabsichtigt, die Weiber- strafanstalt Mainz anfzuhcben, wodurch bedeutende Ersparnisse erzielt würden. An dieser Anstalt wirken nämlich 1 Verwalter, 1 Monom, 3 Aufseher und 6 Aufseherinnen, während der Gesangenenstand zwischen 30 und 40 schwankt. Tie mit Zuchthaus bestrasten weiblichen Gefangenen sollen wieder nach Macienschloß verbracht werden, während die mit Gefängnis bestraften ihre Strafen in den Provmzial-Arrest- häiisern verbüßen sollen. Daß die Regierung über die beabsichtigten Aenderungcn sich noch nicht ganz schlüssig ist, ergibt sich daraus, daß die Vcrwalterstelle am hiesigen Provinzial- Arresthaus immer noch durch einen Oberaufscher von der Zellenstrafanstalt Butzbach vertretungsweise versehen wird. Die Aufhebung dec Weiberstcafanslalt Mainz würde jedenfalls eine wesentliche Ersparnis für den Staat bedeuten, zumal die geringe Zahl von Gefangenen in anderen Anstalten untergebracht werden könnten. Auch die Beamten könnten bei Besetzung von anderen Stellen Verwendung finden. Tie Baulichkeiten dec Weiberstrafanslalt find zum Teil sehr alt, aber dec Platz hat großen Wert. O Lailbach, 29. März. Heilte nacht starb unser ehr beliebter, langjähriger Bürgermeister Wilhelm Jochem. Von einem hartnäckigen Darmlciden suchte er wiederholt in der chirurgischen Klinik zu Gießen Heilung. Bürgermeister Jochem war nahezil 27 Jahre Vorsteher der Stadt, für die er alle ferne Kräfte einsetzle. Seine wichtigsten Taten bc- siehen in der Einrichtung einer Wasserleitung, in der Errichtung verschiedener Baulichkeiten für das Gymnasium, zuletzt in der Erbauung einer größeren städtischen Turnhalle. Mit Beginn dieses Winters lief feine Wahl als Bürgermeister wieder ab, welches 9lmt er mit großer Pflichttreue und Ge- wissenhastigkeit dreimal geführt halte. Homberg a. d. O., 29. März. Heute vormittag warf ein Junge von 7 Jahren einem älteren Jungen von 9 Jahren em Stück Holz derart ins Auge, daß er schwer verletzt war. Der Verletzte mußte gleich in ärztliche Be- )anbütag genommen werden und man fürchtet für die Sehkraft des Auges. X. Hainstadt, 29. März. Der 29 Jahre alte Back- teiiuir heiler Josef Klein von hier war am 2, Oster tag nach einem Streit aus der Kleinschen Wirtschaft gewiesen worden und trieb sich noch längere Zeit in der Nähe des Gasthauses herum. Der völlig unbeteiligte 26 Jahre alte Schneidergeselle Ignaz Kcast aus Langenprozelren übernahm das Amt des Friedensstifters und ging zu Klein hinaus, der ihm jedoch sofort einen wuchtigen Messerstich in den Unterleib versetzte. Der schwerverletzte straft mußte in das Kreiskrankenhaus nach Seligenstadt verbracht werden, wo- elbst er verschied; der Messerheld kam in Haft. rm. Darmstadt, 29. März. Der dritte Bundestag des Zweigbundes handwerkstreuer Bäckergesellen tagte gestern hier unter dem Vorsitz von! Drewitz-Frantsurt a. M. bei Beteiligung zahlreicher Vertreter aus Frankfurt, Gießen, Hanau, Kassel, Mainz, Marburg, Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt. Auch Mitglieder des Zentralverbandes Deuk- cher Bäcker-Innungen und Reichs- und Landtagsabg. Dr. lüjanu nahmen an den Verhandlungen teil. Drewitz-Frank- urt erstattete den Geschäftsbericht, nach dem der Bund besonders in Frankfurt, Mainz und Kastel stark angewachsen ist. Der Kafienberichr wurde genehmigt. Heber den Arbeitsnachweis, der noch des Ausbaues bedarf, berichtete Reissinger-Ofjenoach. Zum Bundessprechmestter wird Bo- denschaß-Ofsenbach gewähll. Kiefer-Frankfurt sprach über einen Antrag betr. die Vermehrung der Frelnachte bezw. Einführung des Backverbots auf die drei Feiertage. Der nächste Bundestag soll 1911 in Hanau stattfinden. Mainz, 29. Marz. In Nieder-Saulheim ist gestern die Frau des durch seinen traurigen Prozeß bekannten und rm Irrenhaus Heppenheim im Februar vorigen Jahres verstorbenen Mullers Franz Thomas gestorben. Ein schweres Schicksal hatte die bedauernswerte Frau, deren Lebenslauf eine ununterbrochene Kette von Leiden und Sorgen mar, noch am Abend ihres Lebens durchkämpsen müssen; die Verbringung ihres Mannes und zweier in der Blüte der Lebensjahre stehender Kiirder in Irrenanstalten. Niemals hakte die Greisin mehr ihre geliebten Kinder gesehen und den Gatten erst, als man ihn tot in die alte Mühle zurückbrachte. Still hat die alle Frau, die niemals mit dem gesetzwidrigen Tun uns Treiben ihrer nnglück- lickien Familienangehörigen einverstanden gewesen ist, ihren schweren Kummer getragen und rastlos die Hände gerührt und gearbeitet, bis ihr vor Jahresfrist endlich die müden Glieder den Dienst ver- lagtcn. Gelähmt am ganzen Körper, sah sic sich dann auf die Vflcgc ihres bei ihr wohnenden Sohnes angewiesen. Nun Ijaf ie Ruhe und Frieden gesunden auf immer. U Marburg, 29. März. Bei der heute begonnenen Beratung des Stadthaushalts für 1910 wurde zur Deckung des durch den Wegfall der Fleischsteuer und sonstiger Mehrleistungen entstehenden Mehrausgaben, die zusammen 539 225 Mk. betragen, folgende Steuersätze unter Vorbehalt genehmigt: 170 Proz. Zuschläge zur Einkommensteuer und 192 Proz. zu den Nealsteuern. -m Selters, 29. März. Es scheint sich bald zu verwirklichen, daß unser Ort Badeort wird, denn an dem Beuedictus-Sprudel sollen zwei Neubauten errichtet werden, soll eine zu Bade-, der andere zu Restaurationszwccken; auch der mit dem Versandt des Wassers begonnen werden. * * Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In F r a u r o m b a ch bei Schlitz wird ein neues Schnlhaus erbaut. — In Offenbach ist Kommerzienrat Hermann Wecker gestorben. Sport. "Fußball. Am 2. Oster'eiertage spielte auf dem Trieb die 1. Mannschaft des Gießener F u ß b a.l l k l u b „Al er cur“ gegen die 1. Mannschaft Hanau T u r n g e m e i n ö e. Letztere gewann nach schallem Spiel mit 3:0 Goals. Tein Spiel wohntc ein zahlreiches Publikum bei. Da; vrandunglück in Ungarn. Die Ursache des entsetzlichen Brandunglückes in der ungarischen Ortschaft Oetkörito, dem hunderte von jungen Menschenleb"n Mm Opfer fielen, ist noch nicht vollständig aufgeklärt, und wird ^ogar immer rätselhafter, da nicht reckst cinzusehen ist, warum man eigentlich das Tor verrammelte. Der Tanz war zum Besten der Kirche veranstaltet worden, die erst vor kurzer Zeit gebaut worden war, und war aus der ganzen Umgegend sehr gut besucht. Tic scheuer war, wie wir gestern, schon mitgctcilt haben, mit Gehängen und Papierlaternen geschmückt, war aber auf dem Dachboden auch noch mit leerem Stroh angefüllt, wodurch das Unheil außerordent ha) vergrößert wurde. Um so unbegreiflicher ist es, daß man in einer derartig mit leicht brennbaren Gegenständen gefüllten Scheuer nicht nur Erdöl, sondern auch Lampions brannte und dabei auch noch die Türe vernagelte. Von amtlicher Seite wird die Explosion einer Lampe als Ursache angenommen; an eine * Brandstiftung, wie ebenfalls verlautete, glaubt die Behörde nicht. Die Zahl der Toten. vergrößert sich beständig, da sehr viele der Verwundeten chreu Verletzungen erliegen. Nach einem amtlichen Bericht des Vizegespans des Szatmorer Komitats an den Minister beträgt die Zahl der Toten 300, die Zahl der Verwundeten 70. Der Zustand sämtlicher Verwundeten ist ernst. Aerzte und Medikamente sind genügend vor- handeii. Der Minister des Innern forderte den Vizegespan ouf, einen weiteren eingehenden Bericht zu erstatten, ob eine Hilfsaktion des Landes notwendig ist. Nach einer Privatdepesche sind seither 324 Tote festgestellt; 60 Schwerverletzte, von denen der größte Teil kaum am Leben bleiben dürfte, sind in Krankenhäusern untergebracht. Fast alle Mädchen von Oetkörito sind in den Flammen umgekommen. In vielen Häusern sind nur noch kleine Kinder und Greisiwien am Leben. Ta die meisten Leichen vollständig verkohlt sind, ist ein Erkennen ausgeschlossen, nur 120 konnten genau festgestellt werden, die übrigen werden in einem gemeinsamen, 6 Meter breiten und 10 Meter langen Grab in zwei Schichten bestattet. . Bewachung der teilweise ausgestorbencn Häuser ist gestern mittag Militär eingetrofsen, was um so nötiger ist, als viele der Leichen in der Nacht beraubt und ausgeplündert wurden. Brileidskündgebungen sind aus Berlin, Wien und Paris bei der Regierung eingetroffen. Der AiinifterdesJnnern sowie der M i n i st e r p r ä s i - deut von Ungarn haben sich ausführlich Bericht über das Unglück erstatten lassen und Anweisungen für die Hilfe gegeben Der Minister des Innern reifte bereits nach Oetkörito ab. Ein Augenzeuge, ein 16 jähriger Jüngling, der zwar ebenfalls schwer verletzt, aber noch bei vollem Bewußtsein ist, teilte einem Mitarbeiter des B T olgendes mit: Ich habe in der Mitte des Saales mit einem Mädchen Antonie Nagy getanzt, als die Lampe explodicrtc. Ich faßte meine Tänzerin am Arm, lies mit ihr zur Türe, konnte, aber nicht durch. Endlich gelangte ich, meine 53eg[eitcvin mit Gewalt mit mir schleppend, zur Oefsnimg. Unsere Kleider fingen chon Feuer, und das Mädchen begann schon zu wanken. Ich ließ sie nicht los. Wir stiegen über Tote und Verletzte. Ich gelangte, wenn auch schwer, ins Freie, ließ keinen Augenblick die Hand meiner Begleiterin los, uni) mit der größten Mühe uitb der Aufwendung aller meiner Kräfte konnte ich sic ebenfalls durch die Deffnung zerren. 'Dort verlor sie das Bewußtsein, und ich weiß nicht, was mit ihr geschehen ist. Derselbe Bericht weiß auch, daß sich im Laufe des Abends die Lampions zweimal entzündeten, doch gelang es beide Male, ie wieder in Ordnung zu bringen. Das ozeanographische Museum in Monte Larlo. — lieber die Einweihung des v ze anog raph i- chen Museums in Monte Carlo berichtet das Wolsffchc Lelcgraphen-Bureau: In Gegenwart des Fürsten Albert, der Vertreter TeutschlLnds, Frankreichs, Spaniens, Portugals und Italiens, sowie zahlreicher Abgeordneter ausländischer Akademien und Mlderer hervorragender Persönlichkeiten fand gestern nachmittag die Einweihung! des ozeanographischen Mumien m s statt. In seiner Festrede gedachte Fürst Albert zunächst Oes beut) ch c n ^Kaisers, des hohen Protektors des neuen Aäu.eums, ter ein Förderer dec Wissenschaft unfd aller Einrichttingen zum Witzle der Atenschheit, besonders oer Wissenschaft des Meeres ein so großes Interesse entgegenbringe und sodann des verstorbenen Königs von Portugal, der ebenfalls seine besten Mußestunden der Ozeaniographie gewidmet habe. Weiterhin dankte Fürst Albert den zu der Feier erschienenen Vertretern der fremden Regierungen und der gelehrten Körperschaften für ihr Ersä-einen und übergab schließlich den Dienern der Wissenschaft das Museum mit bem Wunsche, es für die ganze Menschheit nnHbar zu machen. Nacl; der mit sttirmi'chem Beiisall auf genommenen Ansprache deS Fürsten Albert hielt der französische Minister des Aeußern, Pichon, eine Rede, in der er pjuif die Verdienste Les Fürsten um dsck ozeanographischen Wissen,chaft hinwies und die Gründung des Museums als eine Lat begrüßte, für die die ganze Welt dem Fürsten Tank schulde, da sic der Sache der Menschheit diene. Nach dieser ergriff der deutsche Vertreter, Großadmiral v. Köster, eas Wort, um die herzlichsten Wünsche Kaiser Wilhelms zu über- bringen, unter dessen^Ehrenschutz der Fürst das Ättiseum gestellt inü> fick, damit ein _ Tenttnal gesetzt habe, das gleicherweise zur Fördermrg der Wissenschaft, tote um Fortschritt der Menschheit beitragen werde. Nachdem die anderen Vertreter der fremden Regierungen gespwck^n hatten, folgte ein Konzert, dem sich ein Jtunbgang durch das Museum anschloß. Abends fand im itafino eine Feitrorstellung statt. Vermischtes. * Bei Professor Willy 25 u r in e ft e r in Darmstadt sand vorgestern ein musikalischer Vortragsabend statt, z.u dem als Gäste erschienen waren: der Großherzog, die Großherzogin, Prinz Heinrich von Preußen, Mr. Harsord, der englische Gesandte, Geheimerat Römheld, v. Bohlen- Halbach, Baron v. Oetinger, Gras 25eißel v. Gymnich, 25arou v. Ungern-Sternberg, Dr. Merck, v. d. Knesebeck, Freifrau v. Rotsmann, v. Bonin, o. Meiß, v. Bieberstein, Frank Wödekind, Generalstaatsanwalt Preetorius u. a. m. Dr. Otto Neitzel aus Köln hielt einen Vortrag über den Humor in der Musik und Herr Paul Schmedes ans Wien trug einige Lieder für Tenor vor. Die Königlichen Hoheiten äußerten ihr Entzücken über die prachtvolle Stimme des Tenoristen und über den sehr interessanten Vortrag des 5>errn Dr. Neitzel. * Znm Ausbruch des Aetna teilte der Direktor des Aerua-Observatorinms aus Nikolosi Mit, daß die Masse und die Schnelligkeit der Lava im Wachsen sei und die Lage gegen gestern sich wenig verändert habe. Auch die Sektion Catania des Alpent'lubs versichert, das; der Ausbruch des Vulkans wieder zunehme und mit starkem Getöse verbunden sei. » * Zur Geschichte der Schachmeisterschaft. Die Würde eines Weltmeisters im Reiche des Schack>s besteht erst seit dem Jahre 1866, als ihn Wilhelm Steinitz sich nach seinem Sieg über Andersen zulcgte mit der Erklärung, diesen Titel gegen jeden Spieler verteidigen zu wollen. Er hat ihn denn auch fast dreißig Jahre lang innegehabt, und auch dec große englische Meister Blackburne, der in den siebziger Jahren zweimal dagegen ankämpfte, vermochte, da er Steinitz nicht eine einzige Partie abgewann, ihn nicht an sich zu reißen. Tas gelang, wie Erich Cohn in der M-onotschrist „Ost und West" mittcilt, erst dem immer glänzender spielenden Zucker to rt, der 1883 in London drei Points mehr als Steinmetz und damit den ersten Preis errang. 1886 kam es dann zu dem ersten großen Weltm-eistcrschastsvamps zwischen den beiden Meistern. In ihm bezwang der alte Meister seinen Gegner glänzend; er siegte mit zehn Gewinn- gegen fünf Verlustpartien bei fünf Remisfvielen. Allmählich aber erwuchs dem Meister, der alle anderen Gegner immer nncber bezwang, ein besonders gefährlicher in Emanuel Lasker, der nach Amerika kam, um dem alternden Weltmeister die Krone zu entreißen; er siegte 1894 über ihn mit zehn Gewinnpartien. Vier wurden remis und fünf rettete sich Steinitz. Lasker beseitigte im Laufe der Jahre dann feine erste Stellung durch leine Siege in den Wettiämpfen mit Atariä^all, Tarraich und Jauowsri. Ter erste aoer, der Lasters Siegeslauf, roenn nicht brecij-en, jo doch ausi-alten konnte, war Carl schiech ter. Ter Kamps, der mit dem Ergebnis 5 :5 unentichieoen enuete, ift noch in alter Schachfreunde Erinnerung. — Ein triftiger Grund. Wie aus Paris gemeldet wird, hat in Brassae-les-Mines ein Glasarbeiter seine tagerang aus das Eingehenoi« mir uutrm itun uno massen beichäsiigt. Auf Schwachköpse macht ein. derartiger trauriger Ruhm immer einen gewissen Eindruck. * Der grauen ^reivrief. Im englischen Unterhause brachte Sir Charles Mc Laren einen Antrag ein, der die Frau vockrommen unauhängig vom llltanne maäMN soll und der zum eriien Mate üenejen wurde. Die Hauptpunne des vvrgeschmgenen Gesetzes such wie solgt: „1. Eine Ehe,rau sott das Mechr t)aoen, vom El>manne unterlMien zu werden, ohne bau sie die Vermittlung der Armenpsieger an ruft, im Falle sie feine anderen Subsisl-enzmittel hat uno durch die Pfeege, die sie ihren tieinen Kindern angedeihen lassen muß, am Erwerben eines selbständigen Eini-ommens verhindert ist. 2. Erne Ehefrau, die chre ganze Zeit dem Hausstand uno der 'Sorge um die Känder widmet, soll von ihrem Ehemann während [einer Lebenszeit oder von feiner Hinterlassenschafl nach seinem Tode eine Summe be- aniprucijien tonnen. Die dem Lohn einer Haushälterin, angemessen Dem Aufwande des Hausstandes, entspricht, vorausgesetzt, daß sie keine anderen periönlhaMi Zuwendungen empfangen hat. 3. Das Ehescheidirngsgejetz soll derart erlveitert werden, daß sowohl Ehemann als Ehesrau alleine auf Grund der Untreue eine Sck-eidung erhalten tonnen. 4. Vater und Mutter sollen gemeinsam die Vormünder für ihre Kinder sein. 5. Das alte Reckt der Frauen auf ein Brautgeschenk soll wieder her gestellt weroen und den Frauen soll eine größere Gleichheit eingeräumt werden in Fällen, in denen kein Testament hinterlassen wird. 6. Keine Frau, die in sonstiger Beziehung für die Ausübung des parlamentarischen Wahlrechts qualifiziert wäre, soll durch Geschlecht oder durch Heirat daran verhindert sein, es auszuüben. Die vorgeschlagenen Reformen haben ein außerordentlich großes Interesse in Frauenkveisen erregt, und besonders Absatz 2, die Bestimmung. daß der Ehemann seiner Frau für ihre Tätigkeit im Haushalt einen Lohn zahlen soll, ist Gegenstand einer außerordentlich lebhaften Diskussion. Kleine Tagcöchronik. Ter Astronom August Charlois von der Sternwarte in Nizza ist unter geheimnisvollen Umständen ermordet worden. In der Stacht voin Samstag zum Sonntag wurde an die Haustür geklopft und em Fremder erklärte, er überbringe eine Depesche. Als der Astronom öffnete, wurde er durch euien Revolverschuß ins Herz getötet. Rian hat noch keine Spur von dem Mörder entdecken können. Charlois war 54 Jahre alt. Das englische Kolonialamt erhielt eine Depesche, nach der die gesamte Gruppe der Fidschi-Inseln von einem furchtbaren Orkan heimgesucht wurde, der schweren Schaden an» richtete. _________________________________________________________________ vücherlisch. — Tempel-Klassiker. Unier dem Namen „Ter Tempel- Verlag" ist eine Vereinigung von sechs deutschen Verlegern ins Leben getreten, die sich zum Ziel gesetzt hat, Ausgaben deutscher Klassiker in mustergültigen Texten und in wirklich gediegener Form zu wohlfeilen Preisen zu veröffentlichen. Tie Ausgaben Keine schlaflosen Nächte hatten Herr und Frau Weber während der Zahnzeit ihres Töchterchens durchzumachen, weil das Kommen der Zähnchen ihm nicht das geringste Unbehagen verursachte. Die nachfolgenden Zeilen enthalten die Erklärung hierfür: Weistenfels a. d. Saale, 28. Oktober 1908. .Bei unserer kleinen Editha hat Seotts Emulsion einen großartigen Erfolg erzielt, denn nur durch dieses Präparat hat sich die anfänglich überaus zarte Kleine gu einem kräftigen, rotbackigen Kinde entwickelt. Im Alter von 10 Monaten besaß sie schor 8 Zähnchen, und als wir ihren ersten Geburtstag feierten, hatte sie schon 14 und lief ganz allein und sicher herum. Die Zähnchen sind ganz leicht gekommen, so daß mir schlaflose Nächte bei unserer Kleinen während der so gefürchteten Zahnzeit sozusagen gar nicht kannten. Editha schläft die ganze Nacht hindurch, ohne sich auch nur ein einziges Mal zu melden. Scotts Emulsion hat sie stets ehr gerne genommen.- (gez.) Richard Weber. _ In Scotts Emulsion sind die Anforderungen, yjkjy die an ein wirklich erstklassiges KräftigungS- mittel gestellt werden, in jeder Beziehung er- / füllt. Sie enthält nur die allerseinsten Roh- 4 töt) Materialien, die im Scottschen Verfahren die 7]1\ unübertroffene Scotts Emulsion ergeben. 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Einer sehr wichtigen Besprechung wegen, bitten wir, den morgen Donnerstag, abends 9 Uhr, im Hotel Schütz stattfindenden Vereins-Abend zahlreich zu besuchen. (D3°/e __________Der Vorstand. Lieder Jsxaxiss Hklltc Md Angsinnde. V*/e] Der Vorstand. Stenographie. Unsere neuen Lehrgänge in Stenographie und Maschinenschreiben für Damen u. Herren beginnen Donnerstag, 3I.März1910, abends V29 Uhr im Hotel Einhorn. Gefl. Anmeldungen an den Unterrichtsleiter, Herrn Kuhl, Weserstraße 16, oder zu Beginn des Unterrichts erbeten. (v21, LtennMijen-GeseWnst „Ubelsbngtt". eu 11 n V, H, u- Zweis-Verein Giessen Freitag, 1. April, abds. 9Uht im „Äaiferbof* Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Bericht deo Tourenwarts. 3. Rechnungsablage. 4. Vorstandsmahl. 5. Verschiedenes. (v»'/. Wir eröffnen am Montag, dem 4. April, abends 8*/i Uhr, einen Anfänger-Karsas für Damen und Herren in unserem Vereinslokal im Caf6 Ebel. Anmeldung, werden durch den Vorsitzenden, Herrn Sekretär Loh, Großer Steinmeg 20, fetzt oder zu Beginn des Unterrichts entgegen genommen. (Honorar 6.- Mk.) Gleichzeitig wird ein Schreib mafchiueukurfus für Mitglieder des Vereins und Teilnehmer an dem Ansängerkursus eröffnet, wozu Anmeldungen ebenfalls vorher entgegen genommen werden. Die Vorstände (v19/s d. GabelSberger Stenographen Verein (gegr. 1861) und Tameu- vcrcin GabelSberger Gießen. Stolze-Schrey. Leichteste Erlernbarkeit, bei guter praktischer Verwertung. 1908/09: 107 603 Unterrichtete. Dienstag den 5. Avril, abends 9 Ubr, beginnen wir im Restau' rant Schipkapaß wiederum einen Anfängerkursus füt Damen und Herren. Dauer: 14 Abende. v36,’, Der Borstand des SLenographen-Bereins Stolze-Schrey Gietzen. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ W ülaillliieäiei Giessen. CRrektlea: Hermann Stelngoetter Mittwoch den 30. Marz 191f Ansang 7 Uhr 21. u. letzte Mittw.-Abonn.-Yorst. »r Novität! -es „Das Konzert“ Lustspiel in 3 Aufzügen von Hermann Bahr. Anfang? Uhr. Ende ist/« Uhr. Freitag den 1. April 1910 Anfang 8 Uhr 21. u. letzte Freitag-Abonn.-Yorst „Der Hochtourist“ Schwank in 3 Akten von Curt Kraatz und Max Neal. Anfang 8 Uhr. Ende geg. 10'/- Uhr. Ende der Spielzeit: 3. April 1910. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦