’1 6nner v^,. IU,ndk^bren» des Nachgefülii *^İ har. l'ntsteh?ndlcheuB^ Weil Äh auf. h,, ***- ^e* . ^8S8N» ÄNSK°«» W-KUZ S™C^wnei^ ML rÄ^eHfc rte '0Q Herren nur E Jüchen Gebrauch Sr V nnzen, vieler in- und ( Offiziere der 1 Reisen und der G?- °rhi«der Seifenap' t schiffen eingeführt. 7. “ Schraubpinaeb innerem Hohlraum hrauben auf .Wach- 1 u. Herren bestimmt, ■ nicht die Hand zum k LOG. aren-, Drogen-, Parfüm? >e M. 150 — 2 Kr di, e Zinntube M. 250 - irn: 11. Wallace, ka: 'n 1, Kärntner Strasse I Hoffriseur Sr. Maj. in -VH. 7, Mittelstr. 'ter den Unten «k c » s «2 oKH c, S 5 ■ ?S* Zs c 5 * ! — • o . o fS ?;öd c = ;«= * vr vl r s ä w A '^<7 PS,.»- <• ,4o „ LcksZ ?gs«. E?i§! pski _o ■ e 3SCC- 2. L I bgtr 5OO 's 3- 05 o =• S S O --"ft e-O I 2 vv ’oo’ 0- oe- f- 15- I - o Ptoog« 8^5 vß?ZZ ?> op5-p ■ - r» CO 3 Nr. 103 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer 2onntag3. - Beilagen: viermal wöchentlich 6iebenerZamiliendlörler, imetmal wöchcntl^ireir- dlattsiir den Ureir Lietzen (Dienstag und Freuaa): rmeimal monatl- Landwirtschaftliche Seitsragea ^enifpred) - Anschlüsse: riir bte Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen Anzeiger Gießen. Annahme van Anzeigen «ür oie Tagesnunrnrer bis vormittags 9 Uhr. Mittwoch 4. Mai 1S1O Erstes Blatt 160. Jahrgang Ä Ä VezugSpret»: W monatlich 75Vs^viertel- iletzenerMzelgerW __ v «r ** w politischen Teil: August General-Anzeiger für Gberhessen WM Notationrdnlck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vnch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. H^lgente?^H."ÄT Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Lin wafferlrieg zwischen Württemberg und Vaden? Um die TonauDerfüfenina auf tvürttembergischem Gebiet, zwischen Tuttlingen und Fridingen schwebt zurzeit wischen Württemberg und Baden ein Meinungsstreit. In Württemberg wird behauptet, infolge schlechter Flußpslege in Baden habe die Versickerung in den letzten Jahren zugenommen, wobei zu beachten ist, das; die badischen Aach- wcrksbesitzer (auf dem rechten Tonauufer) aus dem versickerten Wasser Vorteile ziehen. Baden will weder von einer Umleitung tu > von einer Zumauerung der Versickerungsstellen etwas wissen und stellt die allerdings sehr fragwürdige Behauptung auf, das Bezirksamt Engen sei zuständig. Im >vürttc..tbergischen Landtag ist die Frage erneut zur Verhandlung gekommen und der Minister von Pischethat schon die Perspektive eines Wasserkrieges näher gerückt. Vielleicht wird sich der Bundesrat noch mit der Sache zu beschäftigen haben. Suttgart, 3. Mai. In der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer rourben zwei Anfragen der Volkspattei ^unb des Zentrums über die Donauveriickerung und die Stellungnahme Badens zu dieser Frag: verhandelt. Auf die Ausführungen der Abgeordneten Storz (Volks v) und Dr. v. Kiene (3entr.) er- ilärte der Minister des Innern v. Vifchek, daß er auch unter, dem deprimierenden Eindruck der vom badischen Minister des Anncrn abgegebenen Erklärung stehe, die wenig Hoffnung für das Gelingen einer Verständigung zwischen Baden darüber zu I elassen scheine, daß das Tvnaubett zwisck>en Immendingen und ^uttlinaen auch im Sommer seiner natürlichen Bestimmung erhalten bleibe. Immerhin sei für die württembergische Regierung nicht allein diese Erklärung maßgebend, sondern daneben und ivesentlich auch die ausführliche Antwort, die die dortige Regierung auf die württembergische Anfrage vom 4. Juni 1909 am l. Ap'il erteilt habe. Tiefe Antwort spreche nicht jede MÖglich- ! 'it ab, um in einer weiteren Verhandlung zu einer Verständigung mit Baden zu gelangen. Sie spreche sich dahin aus, daß eine endgültige Erklärung Über die württembergischen Vorschläge erst abgegeben lverdcn könne, wenn die angeorbnete und energisch betriebene genaue geologische Untersuchung des Tonau- versickerungsgebietes beendet sein werde. Von der Untersuchung werde Aufklärung darüber erwartet, ob die bei Fridingen ver- imfenbe Wassermenge vollständig mit der Aach zu tage trete. .Der Minister trat dann der Auffassung der badischen Regierung in einzelnen Fragen entgegen und betonte: würde Baden verlangen, daß wir in Frrdurgen ebensoviel Wasser versenken als wir bei Emmendingen umleiten wollen, so könnte das Umleitungsprojekt nicht weiter verfolgt werden. Andere Projekte haben sich als ungangbar erwiesen. Es lasse sich wvhl noch daran denken^ die Kanalisierung Tuttlmgens neu zu regeln, Tuttlingen müsse sich dies angelegen sein lassen, und die Regierung werde der Stadt dabei förderlich zur Seite stehen. Lasse sich für Tuttlingen ein erträglicher Zustand nid t herbeiführen und beharre Baden auf seinem Standvunlt, so bleibe nichts anderes übrig, als zu gestatten, daß t)ic Versickerungsstellen verschlossen werden. Diese Maßnahme aber müsse, im Interesse der Aufrechterhaltung freundlicher Beziehungen zu Baden ulttma ratio bleiben, iujxm man. letzt nock) nicht genötigt sei. Solange nod) nicht alle Hoffnung auf eine Verständigung aufgegeben werden müsse, bürfcmancincn Wasser krieg zwischen B a denn n d Württemberg n i d, t Hervorrufen. Vielleicht lasse sich Baden noch dazu herbei, uns die Umleitung wenigstens für 250 Sekundenliter zu gestatten. Was die Anrufung des Bundesrats auf Grund des Art. 76 der Reichsverfassung anlange, so sei dieser Weg sehr zweifelhaft. Erklärt sich der Bundesrat für unzulässig, Ein vergessener Geniepoet. (Zum 100. Geburtslage Robert Griepenkerls.) Am 4. Mai 1810 wurde zu Hofwyl im Kanton Bern Robert G r i e p e n k e r l geboren, ein Poet, der sich selbst „den Dichter der Zukunst" nannte, und der nun längst der Vergangenheit angeboxt. Er ist in der Zett vor 1848 von Crt zu Crt gezogen und hat seine großgewollten Dramen „Maxmnlian Robespierre" und ^Die Giionde" vorgelesen. Tas tragische Verhängnis, das in einer Zeit fieberhafter Erregung und gezwungener Untätigfeit alle großen Pläne und Phantasten in das Reich des Gedankens drängte, hat in Griepenkerls Schicksal einen verzerrten Ausdruck gefunden, indem es eine schwache Begabung zur grenzenlosen Selbstoerhimmelung steigerte und in einen furchtbaren Zwiespalt des Lebens und Dichtens hineintrieb. Was bei dem wirklich hochbegabten Grabbe zu einem erschütternden Trauerspiel einer Künstlerseele wurde, das artete in Griepenkerl zum Zeribild aus. Sein Vater war ein tüchtiger Schulmann und angesehener Gelehrter, der am Karolmurn in Braunschweig wirkte, wo der Sohn denn auch als Lehrer der Aesthetik und Kunstgeschichte angestellt wurde; 1840 wurde er sogar zum Professor der deutschen Literatur an der Kadettenanstalt zn Braunschweig ernannt. Unierdeifen waren seine Dramen erschienen, und es wurde nun das einzige Ziel seines Strebens, diesen gequälten Dichtungen die Anerkennung zu verschaffen, die ihnen nach seiner Meinung gebührte. Aber sein ruheloser Geist und die Trunksucht zerstörten fein Losten. Er starb am 16. Oktober 1868 zu Braunschweig im Hospital. Welche ^'nungen man eine Zeitlang an ihn knüpfte, beweist u. a. ein . rief Gottfried Kellers an Heltner, der trotz der Unwahrheit und Phrasenhasligkeit des Ganzen im „Robespierre" dock; Szenen ,von bestem Stoffe" fand, und mit den Worten schloß: .Wenn nur Griepenkerl ein junger Mensch und nicht so ein alter Sünder und Professor wäre, so ließen sich die schönsten Hoffnungen schöpfen." • — Ei n Sohn Napoleons I Während eines Balles, den der korsische Imperator in Warschau der polnischen Aristo Iratic gab, siel' fein Auge auf die schöne Frau eines bejaI)TtUn Edelmannes. Lange widerstand die Gräfin Walewska den stürmischen Werbungen dcS Siegers von Austerlitz, aber endlich ergab sic sicki doch und gebar ihm auf dem Eckstösse Walelvice am 4. M a i 1810 einen Sohn. Dieser empfing feilte erste Erziehung in Genf, und erst 1824 kehrte der junge Graf Alexander nach Polen zurück. Da ihm drei Jahre später der Vizekönig von Polen, Großfürst Konstantin, die Erlaubnis zu einer Reife nach Paris abschlug, entfloh er und befand sich bald darauf unter den Kämpfern der Julirevolution. Als die Polen sich erhoben, schickte ihn der französische Minister des Auswärtigen mit einer geheimen Mission nach seinem 'ißaterlaube zurück, vier wurde er Mjutant des polnischen Generalissimus und verdiente sich in der Schlacht bei Grochow das polnische Militärkreuz. Aufs eifrigste widmete er fick, der Sache Polens, nachdem jedoch Warschau gefallen war, ließ er sich in Frankreich naturalisieren und nahm so wäre unsere Lage noch schlimmer. Der Weg der gütlichen Ber-1 ftänbigung mit Baben sollte nicht abgebrochen werden, solange | noch Aussicht bestände, zum Ziel zu gelanaen, denn man sei au, das sreundnachbarlichc Entgegenkommen Badens nicht bloß in dieser Frage angewiesen. Stuttgart, 3. Mai. lieber bte Wirkung der am 1. Dezember v. Js. in Straft getretenen Erhöhung der Fahr - preise der vierten Wagenklasse von 2 auf 2,3 Pfennige stellt der „Staatsanzeiger für Württembera" fest, daß die Einnahmen aus der 3. und 4. Klasse in den Monaten Januar bis Ende März dieses Jahres gegenüber dem Vorjahre eine Vek mehrung von 356 228 Mk., gleich 12 Proz., erfahren hat Tie Verkehrssteigerung ist in der Hauptsache nicht der vierten, sondern der dritten Wagenklasse zugute gekommen: es ergab sich, daß die Tariferhöhung eine den Verkehr hemmende Wirkung nicht gehabt hat. Es zeigte fickt dabei deutlich, daß die vierte Wagen- Nasse, solange der Zwei-Pfennigtarif bestand, nicht ausschließlich die Klasse der Minderbemittelten war, sonst wären nicht so viele Reisende jetzt in die dritte WagenNasse übergegangen. Kaiser und Reichskanzler. Wiesbaden, 3. Mai. Zur Frühstückstafel war der Kriegs Minister geladen, Heute nachmittag unternahm der K aiser mit Gefolge eine Ausfahrt im Automobil nach der Platte mit anschließendem Spaziergang. Um» 5 Uhr 36 Min. traf der Reichskanzler v. Bethmanntzoll- weg hier ein. Er wurde am Bphnhos vom Gesandhen Freiherrn von Jenisch empfangen und nach dem königlichen Schlosse geleitet, wo er Wohnung nahm. Ter Rerchs- kanzler wurde bald darauf vom Kaiser empfangen und nahm an der Abendtvfel beim Kaiser teil. Der Kaiser besuchte heute abend die zweite F e st Vorstellung im Königlichen Theater. Mit ihm erschien der Reichskanzler in der Äofloge und nahm zur Rechten des Kaisers Platz. Gegeben wurde Hebbels „Herodes und Marianne". _____________________________ Die zweile Lesung der lverlzuwachssteuer im Ausschuß. :: Berlin, 3. Mai. Der Zuwachssteuerausschuß des Reichtstages begann heute die zweite Lesung des Gesetzes. Es liegt zur zweiten Lesung eine große Reihe von Abänderungsanträgen gegenüber den Beschlüssen der ersten Lesung vor. § 1 hat in der ersten Lesung in seinen wesentlichen Bestimmungen folgende Fassung erhalten: „Beim Uebetgange des Eigentums an inländischen Grundstücken und beim Uebergange von Berechtigungen, für welche die sich auf Grundstücke beziehenden Vorschriften gelten, wird von dem Wertzuwachs, der ohne Zutun des Eigentümers entstanden ist, eine Abgabe (Zuwachssteuer) erhoben Beträgt der Veräußerungspreis ohne die im § 15 zugelassenen Abzüge bei bebauten Grundstücken nicht mehr als 20 000 Mark, bei unbebauten Grundstücken nicht mehr als 5000 Mark, so bleib, ein nicht mehr als 50 Prozent des Erwerbspreises betragender Wertzuwachs von der Steuer frei, sofern der Veräußerer weder den Grundstückshandel gewerbsmäßig betreibt, noch ein Jahreseinkommen von mehr als 2000 Mark hat (Diese Bestimmung über die Befreiung von der Steuer hat der Ausschuß in erster Lesung in den Entwurf der Regierung eingefügt, ebenso im ersten Satz die Einschaltung „der ohne Zutun des Eigentümers entstanden ift'/.) Hierzu beantragt Abg. Cuno (VvO, die eingeschalteten Worte „der ohne Zutun des Eigentümers entstanden ift", zu streichen Militärdienste. Bald beschäftigte er sich auch mit Politik, kaufte den Messager des Ehambres an, den er im Sinne von Thiers redigierte und verteidigte das englische Bündnis. Vom Journalismus gelangte er in die Diplomatie und ging endlich 1852 als Botschafter nach London. 1855 wurde er Nachfolger von Drouyude Sbuys im Ministerium der auswärtigen Angelegett- heiten. In dieser Stellung führte er den Vorsitz bei den Pariser Konferenzen und schloß den Frieden mit Rußland. Kurze Zeit fungierte er auch als Präsident der Legislative. Er war ein Vertrauensmann seines kaiserlichen Vetters, als dieser aber an Reformen im^liberalen Sinne ging, zog er sich von der PolitiS zurück. Ms Senator ist er am 27. Mai 1868, noch bevor der Napoleonische Stern erlosch, in Straßburg geftorben. — T ie Beisetzung Björnsons. Kristiania, 3. Mai. Heute fand die feierliche Beisetzung Björnsons statt Außer dem 5tönigspaar waren anwesend: Björnsorrs Familie, die Vertreter ausländischer dürften, darunter Legationssekretär Freiherr v. Maltzan, der den deutschen Kaiser vertrat, der Stadt- Dcrroaltnng, der Gesellschaft der Wissenschaften, Mitglieder der Regierung und des Storthings, Vertreter der iwrwegischen, dänischen und schwedischen Schriftstellervereine usw. Prof. F r i e d t j o s Nansen hielt die außerordentlich warm empfundene Gedächtnisrede. Es wurden sehr viele Kränze niedergelegt, darunter auch solche vom deupchen Kaiser und dem deutschen Reichskanzler. — Die irdischen Ueberreftc Balzaes sollen endlich in der Ehrcnhalle des französischeir Volkes, im Pantheon, ihre letzte Ruhestätte finden: die Gesellschaft der Freunde Balzaes hat bei der Regierung bereits die nötigen Schritte eingeleitet, denen die Ueberfühmng so bald als möglich folgen soll. Am 20. Mai soll in einem großen Pariser Theater, mit dem zurzeit noch Unterhandlungen schweben, eine Ehrenvorstellung flattfinben, die Balzac gewidmet ist und bei der einzelne Stücke aus seinen dramatischen Haupttverken zur Aufführung kommen werden. — Englands neue Briefmarken. Die bisherigen englischen Brielmarken, die stets den Kops des britischen Königs zeigten, werden in kurzer Zeit aus dem Verkehr ver i ch w i n d e n. Die noch vorhandenen Vorräte sollen zur Verwendung kommen, aber in wenigen Monaten werden die Lagerbestände der englischen Postbehörde erschöpst (ein. An die Stelle der alten Marken tritt eine Reihe neuer Entwürfe, zu denen die österreichisch-ungaruchen Jnbelmarken die Anregung gegeben haben. Die neuen englischen Postwertzeichen werden berühmte Auftritte aus der britischen Geschichte barfteflen und so einen Ueberblicf über die geschichtliche Entwicklung und Großtaten Englands geben. Tie Entwürfe zu den neuen Marken werden von namhaften englischen Künstlern ausgeiührt. — Kurze Nachrichten aus Kunstu. Wissenschaft. Die Ausstellung des Deutschen K ü n st l e r b u n d e s aur der Mathilden höhe in Darmstadt wird am 12. Mai nachmittags 31/2 Uhr durch einen Rundgang des GroßherzoIs eröffnet. — Im Alter von 94 Jahren starb gestern der älteste Arzt von Groß- Berlin, Dr. Stolze. und dem zweiten Satz (betreffend die Steuerbefreiung? hinzu- zufügen „und der Veräußerungspreis nicht mehr als 100 Mark für den Ar beträgt". . , Abg. Graf Westarp (Kons.) beantragt, dem Zwlschenwtz „der ohne Zutun des Eigentümers entstanden ist" hinzuzufügen „nach Maßgabe der Vorsckiriften dieses Gesetzes". Ein gemeinschaftlicher Antrag Graf Westarp (Kons.), J-ürst zu Löwen stein (Ztr.) und Dr. Weber (fRatl.1 will im zweiten Sau hinter den Worten „zugclasscne Abzüge" einfügen „und im Falle einer Teilveräußerung der Wert des Gefamtgrundstückes". Der Schlußteil des Satzes, „sofern der Veräußerer weder den Grundstückshandel gewerbsmäßig betreibt, nod) ein Jahreseinkommen von mehr als 2000 Mark hat", soll gestrichen und statt dessen folgender Zusatz gemacht werden: „Die Steuerfreihett tritt nur ein, wenn weder der Veräußerer und sein Ehegatte im Durchschnitt der letzten drei Jahre ein Jahreseinkommen von mehr als 2000 Mark gehabt haben, noch einer von ihnen den Grundstückshandel gewerbsmäßig betreibt. Bezieht der Veräußerer von einem anderen auf Grund gesetzlicher Vorschrift seine» Unterhalt, so ist die Steuerfreiheit nur zu gewähren, wenn deren Voraussetzungen auch in der Person des anderen vorhanden sind". Weiter soll folgender Absatz hinzugefügt werden, den die Regierungsvorlage in 8 15 enthalten hatte: „Als unbebaut gelten auch solche Grund stücke, auf denen sich Gartenhäuser, Schuppen, Scheunen, Lagerstätten und ähnliche zu vorübergehenden Zwecken dienende Bau lichkeiten befinden. Hausgärten und Hofräume, die ihrer Lage und Zweckbestimmung nach zu einem bebauten Grundstück gehören, sind als unbebaut nur anzusehen, wenn sie —. einzeln oder in ihrer Gesamtheit — nach den örtlichen Verhältnissen als Bauplätze in Betracht kommen". Ferner liegen Anträge vor von Dr. Arendt und D ö r k s e n ^(Rv.). Hiernach soll bei einem Veräußerungspreis von nicht mehr als 20 000 Mk. bei bebauten und nicht mehr als 5000 Ml. bei unbebauten Grundstücken die Einschätzung zur Zuwachssteuer überhaupt unterbleiben, sofern der Veräußerer den Grundstücks- handel nicht gewerbsmäßig betreibt: und ein weiterer Antrag derselben Abgeordneten erhöht die steuerfreie Grenze noch aut 50 000 Mk. bezw. 10000 Mk. Den ersten Antrag der frei- konservativen Abgeordneten will Graf v. C arm er Zicser w i tz einschränken durch die Aufnahme der Voraussetzung eines Jahreseinkommens von nicht mehr als 2000 Mk. Der Wortführer der R e i ch s p a r t e i verlangt als erste Bor - bebingung für das Zustandekommen des Gesetzes eine Schonung der kleinen Leute und kleinen Gewerbetreibenden auf die Gefahr hin, daß einmal ein Spekulant mit durchschlüpfe. Wir wollen nicht eine allgemeine Grundsteuer für das ganze Land. Der unverdiente Wertzuwachs soll getroffen werden, nicht der wohlverdiente. Der Unter st aatssekretär Kühn wandte sich gegen die freikonservativen Anträge, akzeptierte dagegen die oben mit- geteilten Anträge Cuno und Graf Westarp, bzw Graf Westarp- Löwenstein-Weber. Die Abstimmung über den § 1 ergab die Aufrechterhaltung des ersten Satzes nach dem Beschluß in erster Lesung (also mit der Einschaltung: „der ohne Zutun des Eigentümers entstanden ist"), sowie hiezu die Annahme des Antrages Westarp, die Einschaltung „nach Maßgabe der Vorschriften dieses Gesetzes". Im zweiten Satz wurden die Anträge Westarp-Löwenstein-Weber angenommen, und dem Schluß des 8 1 der von den gleichen Abgeordneten beantragte Zusatz aus dem § 15 der Regierung--§ Vorlage eingefügt. Abgesehen von diesem Zusatz lautet danach, da die Anträge Arendt und der Zusatzantrag Carmer, sowie der Antrag Cuno abgelehnt wurden, der § 1: „Beim Uebergange des Eigentums an inländischen Grundstücken und beim Uebergange von Berechtigungen, für welche die sich auf Grundstücke beziehenden Vorschriften gelten, wird von dem Wertzuwachs, der ohne Zutun des Eigentümers entstanden ist, nach Maßgabe der Vorschriften dieses Gesetzes eine Abgabe (Zuwachssteuer) erhoben. Beträgt der Veräußerungspreis ohne die im § 15 zugelassenen Abzüge bei bebauten Grundstücken nicht mehr als 20 000 Mark, bei unbebauten Grundstücken nicht mehr als 5000 Mark, so bleibt ein nicht mehr als 50 Proz. des Erwerbspreises betragender Wertzuwachs von der Steuer frei. Die Steuerfreiheit tritt nur ein, wenn weder der Veräußerer und sein Ehegatte im Durchschnitt der letzten drei Jahre ein Jahreseinkommen von mehr als 2000 Mark gehabt haben, noch einer von ihnen den Grundstückshandel gewerbsmäßig betreibt. Bezieht der Veräußerer von einem anderen auf Grund gesetzlicher Vorschrift seinen Unterhalt, so ist die Steuerfreiheit nur zu gewähren, wenn deren Voraussetzungen auch in der Person des anderen vorhanden sind." Der schon in der ersten Lesung nicht beanstandete § 2 bleibt unverändert. 8 3 wird in folgender Fassung angenommen: „Dem Uebergange des Eigentums an Grundstücken und diesen gleichgeachteter Berechtigungen steht gleich der Ueber- gang von Rechten an dem VermögeneinerGesell schäft mit beschränkter Haftung, einer Kommanditgesellschaft, Gewerkschaft, eingetragenen Genossenschaft, einer eingeschriebenen Bereinigung ober einer offenen Handelsgesellschaft, wenn entweder zum Gegenstände des Unternehmens einer dieser Gemeinschaften die Verwertung von Grundstücken oder grundstücksgleichen Rechten gehört ober wenn bie Gemeinschaft geschaffen ist, um die Zuwachssteuer zu ersparen, soweit das Vermögen der Gemeinschaft aus Grundstücken und diesen gleichgeachteten Berechtigungen besteht." Die Worte „ober grunbstücksgleichen Rechten" wurden in der zweiten Lesung eingefügt. § 4 über die Fälle der Nichterhcbung der Zuwachssteuer wird mit 8 11 über die Bemessung des Wettzuwachses und Feststellung des Erwerbspreises zusammen verhandelt. Abgesehen von redaktionellen Anträgen, beantragt hier Graf Westarp, den Voraussetzungen für die Nichterhebung der Zuwachssteuer hinzu zufügen als Ziffer 8 in § 4: „bei der Verwendung von Grunp ftüden zum Zwecke der Rentengutsbildung, Kolonisation oder Schaffung von Arbeiterwohnungen, wenn das Verfahren unter Mitwirkung ober Aufsicht einer Behörbe stattfindet." Dagegen beantragen die Abgg. Cuno-Fürst zu Löwenstein-Tr. Weber, die Ziffer 4 der Regierungsvorlage wieder herzustellen. § 11 wird in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. Bei Ziffer 4 des 8 4 wurde die Regierungsvorlage wieder hergestellt. § 4 lautet in der letzt, in der zweiten Lesung beschlossene-m Fassung: „Tie Zuwachssteuer wird nicht erhoben: 1. beim Erwerbe von Todes wegen im Sinne der U 1 bis 4 des Erbschafts- steuergesetzes sowie beim Erwerb auf Grund einer Scktzmtung unter Lebenden im Sinne des § 55 des Erbschaftssteuergesetze-:, sofern nicht anzunehmen ist, daß die Form der Schenkung lediglich gewählt ist, um die Zuwachssteuer zu ersparen; । Q Auslcrn-. Tie Stadt Kopenhagen gab am Dienstag zu Ehren des früheren Präsidenten Roosevelt im Rathauie ein Festessen, an loelrtiem 3Oj Gäste teilnahmen. Um 9 Uhr reiste Roosevelt nach E h r i st i a n i a ab. Sport. , ~ 8 u ß b a r l. Am Sonntag traten sich die beiden 1. Mann- d)Q'ten der -Bevetne für Bewegungsspiele Ai arbnrg und Aus HeUsrr. Der Gesetzgebungsausschuß der Zweiten K a m m c r wird, wie uns aus Tarrnstadt mitgeteilt wird, am Donnerstag, den 12. Mai, seine Sitzungen wieder auf ^nehmen und sich zunächst mit dem Antrag Pagen -stecher, bctr. den Art. 74 des Bürgerlichen Gesetzbuchs mnd den Antrag Dr. Schmitt zu demselben Gegenstand, ferner mit dem Antrag N o a ck, betr. die Einführung zwei jähriger Pudgetpcriodcn. Dann mit der Vorstellung des hessischen Landesvereins für Toteneinäscherung und mit der Vorstellung des liberalen Wahlvereins ,zu Nidda, die neue Wahlkreiseinteilung betreffend, beschäf- i tigen. Dem Vernehmen nach gedenkt'der Ausschuß alsdann ^nach Pfingsten in die Beratung des Gesetzentwurfs, betr. die W a h l k r e i seinteilung einzutreten, doch soll der erst iürzlich wiederholten Mahnung des Vorsitzenden Les Ausschusses an die verschiedenen F r a k t i o n s v o r st ä n d e um schleunigste Vorlage ihrer Wünsche und Abänderungsvorschläge noch immer keine Folge gegeben worden sein Der Bittschriften-Ausschuß der Zweiten Kammer ist am Dienstag vormittag unter dem Vorsitz des Abg. Stöplcr zu einer Beratung zusammengetreten und hat 'sich mit einer Reihe kleinerer Gegenstände beschäftigt. Der Antrag Dr. Frenat) über bie Fürsorge für Wandevarme wurde no.ch nicht erledigt. Es *üU vielmehr der Antragsteller unb evcnt. die Regierung um die Vorlegung weiteren Materials über diese Frage ersucht werden. Darauf erstattete Abg. Raab Bericht über die Vorstellung des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen, betr. drc Arbettslosenversichernng. Der Ausschuß stimmt hier der Regierung, daß die Frage nicht von einem einzelnen Bundesstaat, sondern nur voni Reich durchgeführt werden könne und beantragt, an die Regierung das Ersuchen zu richten beim Bundesrat auf eine Durchführung der Ar- bettstoscnversicherung hinzuwirken. Abg. Stöpler berichtete dann über den Antrag Dr. Fr e na h , betr. die Versicherung der Dienstboten und über den Antrag B ä h r , das Pslugschleifcn betreffend. Der letzte Antragsteller war zur Begründung seines Antrags selber zugegen. Aba. Hauck berichtete darauf über Len Antrag Ulrich, betr. den Schutz der Bauarbeiter und über die zu demselben Thema ein- gereichte Vorstellung des Vereins der mittleren Bau- bcainten. Der Ausschuß stimmte Len Ausführungen der Regierung Au, Laß nur solche Arbeitgeber, wie seither be- ruckslchtigt werden sollen, die ihren sozialen Verpflichtungen den Arbeitern gegenüber Nachkommen. Im übrigen wurde beschtoisen, den Antrag für erledigt zu erklären. Heber den Antrag Ulrich betr. die behördlichen Bekanntmachungen und den werteren Antrag, betr. die Anstellung der Bezirksärzte usw. berichtete Abg. B e st, während über den dritten Antrag desselben Abgeordneten, betreffend die Vergebung der staatlichen Arbeiten, der Abg. N o ack das Referat erstattete Diese Anträge sollen unter näherer Motivierung für erledigt erklärt werden. " Der Kaiser in Schlitz. Man schreibt uns: n. Schlitz, 3. Mai. Gutem Vernehmen nach trifft der Kaiser im Salonzug nächsten Sonntag vormittag i/29 Uhr jum Besuch der gräflichen Familie hier ein, um vorausncht- Itrf) am Montag nachmittag wieder obzureisen. Feuerwehl und Kriegervereine werden Spalier bilden. Da an demselben Tage auch die Vertreterversainmlung der Kriegervereine des Bezirks Lauterbach-Schlitz hier tagt, steht bei günstiger Witterung starker Besuch von auswärts in Aussicht. Lehr er Personalien. Uebcrtragen wurde dem :chulaintsaspiranten Ludw. Wagner aus Gernsheim eine ehreruetle an der kath. Schule zu Bingen. .... ** Postpersoual - Nachrichteu. Bestanden die Bost- asslitentenvrusuna der Poslgebilie Errnarth in Gießen. Angenommen als Posteleven die Abilurienken Bock in Butzbach und L rb >v e ltzer in Friedberg ; als Poüagenl start Wolf m Dübels- heun ; entlasten der Poslagent Ctio Wolf m Düdelsheim. " Erledigt sind: Die Stelle des Forstwa'rts der ^oritwartei Alsfeld, Dberförflerei Eudorf; die Stelle des Forstwarts der Forstwartei Windhausen, Oberförsterei Windhausen, vom 15. Mai d. I. ab. ** Landesbaugewerkschule. Der Großberzoo hat den Architekten Jvs Bachem aus Mülheim a Rh ™ Hauptlehrcr an der Landesbaugetve.kschule ermannt ", D'° naturwrU-ntchaüliche Abtei,unq der Obcrhessischen Gesellschajt für Natur, und Heil, künde wird am 11. Mai einen allgemein oerftändlichen Bortrag Uber Kometen veranstalten. Der Voriraa den Professor Dr. Markert halten wird, soll in dem groben H^Iaal der Unwersrtüt siattsinden. Freien Zutritt haben die Mitglieder der Gesellschaft gegen Vorzeigung der Einladunas. karte die Abonnenten der Winteroorträge gegen SBoneiqnna oet Abonnementskarte und Studenten gegen Vorzeigrina' der nU6nel6r?r‘,e- ~ Uebec bas wertere Sommerprogramm der Getechchast fei nntgeteill, daß Anfang Juni eine Wissenschaft, hdje Sitzung stattfinden wird, in der Professor Dr. Garten über elektrische Fische sprechen wird, und daß Ende Juni oder 28its Staöt und Cand. Gießen, 4. Mai 1910. Vom Himmelfahrttage. Der Himmelfahrttag ist ein wichtiger Baustein im Gebäude der christlichen Religion, das bindende Glied zwischen Ostern und Pfingsten zwischen Ankündigung und Erfüllung. Aber neben der religiösen Bedeutung hat das Himmelsahrtsfest noch eine besondere Bedeutung, denn als Zwischenfeiertag ist er in der Frühlingszeit den Menschen doppelt willkommen. In Scharen wandern sie früh schon hinaus in Wald und Feld. Hier schweigt das geschäftige Hasten und Lärmen, kein hastiges Geräusch dringt in die herrliche Ratnr, die uns zum freudigen Genießen ruft. Das Herz geht auf beim Wandern, alltäglicher Sorgenkram ist abgestreift; — Himmelfahrt ist auch die Zeit für das Suchen nach heilkräftigen Kräutern die Aaronswurzel und das Aklermannsherrnkraitt spielen eine Hauptrolle. Manche Mädchen denken dabei auch mi den Herzallerliebsten. Das Ailermannsherrnkraut verschafft ihnen noch im taufenden Jahre einen Bräutigam. Auch die Flurengänge oder das „Ums Feld retten", die dem Schutze der Saaten -tften ini> am Himmelfahrtstage bis beute mancherorts noch üblich. Dazu gibt es in andern Gegenden ein besonderes Gebäck für den Himmelfahrtstaa, die als „Kugelhoppen oder Palisaden" für Jugendspiele als Preise ausgesetzt und sehr begehrt werden. * ''Tageskalender. Kolosseum: Täglich Vorstellung K i n e >n a t o g r a p h: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Zirkus Sch u m a n n: Täglich Vorstellung. C elfen H. Vortrag von Frau Gehcimerat Jellinek. Oet bei berg. Mittwoch abend 81/, Uhr un großen Hörsaal der Uinversttat. ' Deutsches Reich. Aus S ch w c r l n wird gemeldet: Ter Großherzoa am Dienstag nachmittag die von den Mitgliedern der^ Rtti.erschait und der Landschaft am 16. April 1910 in Rostock gewählte Abordnung und eröffnete ihr, daß er war ,bcr erbetenen Audienz das dantenswerte Bestreben entnehme, mit der Regierung zu einer Verständigung über die Berfassungsreform zu gelangen, jedoch in der Entschließung mit dem Güstrower Protokoll eine geeignete Grundlage zur Verständigung nicht zu erblicken vermöge. Die Zurückziehung der bisherigen Regierungsvorlage tönne daher zurzeit nicht in Frage kommen. Er, der Großherzog, halte sich aber für verpflichtet, lein Mittel unversucht zu lassen, mit den gesetzgebenden Faktoren des Landes zu einer Einigung über die Berfassungsreform zu gelangen. Er werde daher seine Regierung beauftragen, mit den einzelnen Mitgliedern der Rttterschaft und der Land- ,chast einen Meinungsaustausch herbeizuführen, durch den ihnen Gelegenheit geboten werden soll, ihre An- lichten darzulegen. Der ttalienifche Minister des Aeußern Di San Giuliano trifft der „Nordd. Altgern. Ztg." zufolge Ende Mai in Berlin ein, um sich dem Kaiser oorzustellen und den Besuch des Reichskanzlers in Rom zu erwidern. Also doch! Es müßte aber eigentlich der Ministerpräsident selbst sein. Bon politischer Bedeutung ist der Besuch jedoch nicht; denn ?s wird nicht über die bekannten Freundschaftsversicherungen innauskommen. Im Landesausschuß für Elsaß-Lothringen Zam es am Dienstag bei der Bewilligung der vorjährigen daushaltsüberschreitungen unvermutet wieder zu einer Sprachenauseinandersetzung. Ter Regierung wurde vor- geworfen, daß sie die französische Sprache vergewaltige, weil sie in einzelnen lothringischen Gemeinden den amtlichen Gebrauch der deutschen Sprache an- geordnet habe. Tie Regierung verteidigte sich damit, daß ,ie dies auf Grund des Gesetzes von 1872 getan habe, welche jenen Gebrauch vorsieht, wenn über 50 Prozent der Bevölkerung die deutsche Sprache als Muttersprache f'ätte; dies fei durch die Volkszählung nachgewiesen. Die deutsche Sprache dränge vor. Seit 1892 habe die Regierung keine Neuanordnung in dieser Hinsicht getroffen, jetzt aber sei das notwendig. Ein Gesetzentwurf über die Werterhöhungssteuer wurde einem Ausschuß überwiesen. Der Lothringer Block erklärte sich dagegen, solange nicht die ganze Werrabgabe aufgehoben werde. Abgeord- nete des Zentrums befürchteten eine Doppelbesteuerung bei Einführung der Reichswertzuwachssteuer und wünschten die Landgemeinden auszunehmen. Tie Negierung erklärte sich mit einer Beschränkung auf die Städte einverstanden. Tann wurde noch ein Antrag angenommen, daß die Regierung bei der Reichsregierung wegen der Militärbeiträge für eine Verminderung der Heer- und Marineiosten vorstellig werde. Tie Regierung äußerte sich dazu nicht. Die nächste Sitzung ist am 24. Mar. 2. bei bet Begründung und Fortsetzung der ehelichen Güter- gemeinswast: 3. beim Erwerb auf Grund von Verträgen, die zwischen Miterben oder Teilnehmern an einer ehelichen oder fortgesetzten Gütergemeinschaft zum Zwecke der Teilung der zum Nachlaß oder zum Gcsamtgut gehörenden Gegenstände abgeschlossen werden: die Steuerbefreiung greift auch Platz, wenn in den vorgenannten Fällen die Teilung im Wege der Versteigerung geschieht und der Zuschlag einem Miterben oder Teilnehmer er teilt wird: 4. beim Erwerbe der Abkömmlinge von den Eltern, Groß eitern und entfernteren Voreltern, sowie beim Erwerbe der an Kindesstatt angenommenen Personen und deren Abkömmlingen von den Annehmenden; 5. beim Einbringen in eine ausschließlich aus dem Veräußerer und dessen Abkömmlingen oder aus diesen allein bestehende Gemeinschaft der imi § 3 bezeichneten Art oder Gesell schast des bürgerlichen Rechts. Die Steuerpflicht tritt ein, soweit nachträglich ein Gesellschafter ausgenommen wird, der nicht zu den Abkömmlingen des Veräußerers gehört. 6. Beim Einbringen von Nachlaßgegenständen in eine ausschließlich von Miterben geblldete Gemeinschaft der im! § 3 be zeichneten Art ober Gesellschaft des bürgerlichen Rechts. Die Vorschrift der Ziffer 5 findet entsprechende Anwendung. 7. Beim Austausch int Jnlande gelegener Grundstücke zum Zwecke der Zusammenlegung lFlurvereinigung) ober der besseren Gestaltung von Bauflächen (Umlegung) sowie bei Ablösung von Reckten on Forsten, wenn diese Maßnahmen auf die Anordnung einer Behörde beruhen ober von einer solchen als erforderlichanerkannt werben. Zu ben Miterben im Sinne der Ziffern 3,6 wird der überlebende Ehegatte gerechnet, der mit den Erben des verstorbenen Ehegatten gütergemeinschaftliches Vermögen zu teilen hat. .'Bei § 5 über die Berechnung des Zuwachses wird mit Stimmengleichheit ein Antrag Cuno (Vp.) abgelehnt, der den durch; Wirtschafts- und Apothekenkonzessionen erzieltes Mehrwert dem Preise hinzurechnen wollte. Aus eine Anfrage, wie int Falle der Veräußerung eines Geschäftshauses verfahren werden falle, erklärte der Unterstaatssekretär Kühn, daß Vit solchen Fällen der Wert des Geschäftes von der Steuer nicht betroffen werden und besonders fixiert werden müsse. 8 5 wurde durch Annahme mehrerer Anträge in seinen Hauptbestimmungen in folgender Fassung beschlossen: Als steuerpflichtiger Wertzuwachs gilt der Unterschied zwi scheu dcnt Erwerbspreis und dem Veräutzerungspreise. Von dem Preise,kommt der Wert der Erzeugnisse des Grundstücks, die sich als dessen Ertrag darstellen, sowie der Maschinen auch insowei: in Abzug, als sie zu den wesentlichen Bestandteilen des Grundstücks gehören. Der, Preis bestimmt sich nach dem Gesamtbeträge der Gegenleistung abzüglich der vom Verkäufer über- ncmmeneii Lasten und eim'chlietzlich der vom Erwerber übernommenen oder ihm sonst infolge der Veräußerung obliegenden Leistungen und der vorbehaltenen ober auf dem Gegenstände lastenden Nutzungen. . . . Tie vom Käufer übernommenen Kosten, Stempel und Umsatzsteuern sowie Verpflichtungen, welche eine Erhöhung des Kaufpreises nicht zur Folge haben, gelten nicht als Leistungen im Sinne dieser Bestimmungen. § 6 bleibt unverändert. § 7 .wird in folgender Fassung angenommen: Ist ein Preis nickst vereinbart ober nicht zu ermitteln, so tritt an dessen Stelle der Wert des Gegenstandes. Das gleiche gilt, wenn die Beteiligten zum Zwecke der Steuerersparung einen Teil des Entgelts nicht so angeben, wie er unter ihnen vercinbahrt ist usw. § 8 wird nach den Beschlüssen erster Lesung angenommen. Tanack. ist der Regierungsvorlage eingefügt: „Soweit eine Wcrt- ■ erinittclung behufs Berechnung des Veräußerungspreises statt- geiunben hat, ist der ermittelte, Wert bei dem sp.ileren Steuer- fall für die Berechnung des Erwerbspreises maßgebend." 8 9 wird nur unwesentlich geändert. Hieraus vertagt sich der Ausschuß auf Mittwoch. Anfang Juli ein Ausflug nach Wetzlar mit einem Besuch der optischen Werkstätte von Leitz geplant ist, an dem auch die Abonnenten der Winteroorträge teilzunehmen berechtigt sein sollen. ** S m Kolo s seum gastiert z. Z. die B e r l,i n e r b u n t e Buhne, die mit einem gediegenen, auch künstlerischen Ansprüchen genügenden Programm arbeitet. In bunter Folge wechseln ernste und heitere Vorträge, Lieder und Witze miteinander ab und unterhalten so den Zuschauer tu angenehmer, humorvoller Weise. Leider Ivar gestern der Besuch nicht besonders, was wohl in erster Linie auf den Zirkus zurückzuführen ist; um so erfreulicher ist es, daß die Künstler ihr Programm ohne Kürzungen aufführen und sich die Laune und die Stimmung nicht verderben lassen. Die einzelnen Vorträge wurden sehr beifällig ausgenommen und veranlaßten teilweise stürmische Heiterkeit. Bon den Mitwirkenden sind in erster Linie zu nennen: Marga Gerard, intern. Sängerin, Richard Müller-Richter, Humor. Rezitator, Helena H e I nt o n b , Vottragstünstlerin^ Gustel Italiener, Operettentenor, und Richard Schaefer-Soc- ling, der Humor. Sprecher und Kapellmeister. Den Schluß des Abends bildete ein netter Einakter, an dem namentlich die Herren Italiener und Müller-Richter sowie Fräulein Helmond beteiligt waren. ** M ä nnerturnverein. Am Himmelfahrttage richtet dieses Jahr der Männerturnverein seinen Aasslng nach der Amöneburg. Tie Abfahrt erfolgt bis Großen- Buseck, von wo aus der Marsch aus dem Busecker- in das Lumdatal angetreten wird. Bei Londorf sott die erste Rast gemacht werden und zwar auf den Höhen, die das Lumdatal nach Norden hin umsäumen. Von dort geht es über den alten Ringwald — die Röderburg — nach Roßberg-Holz- h aus en, woselbst der Schloßpark bejichtigt werden soll. Gegen 1 Uhr wird die Amöneburg erreicht werden. Für den 9Äich- mittag ist ein gemütliches Zusammensein mit dem Turnverein Kirchhain in Kirchhain vorgesehen. •• Diebstah 1. Erne mildtätige Frau von hier, die jedem Handwerksburschen, der bei ihr vorsprach, 10 Pfg. verabreichte, wurde deshalb von Bettlern stark überlaufen. Gestern entwendete ihr aus Dankbarkeit ein Bettler aus dem Vorplatz einen wertvollen Ueberzieher. ** Tierschutz. Welcher Tierfreund hat sich nicht schon geärgert, wenn er Zusehen mußte, wie Pferde schwere Fuhren ^and oder Kies aus der Grube fahren mußten. Trotz aller Erleichterungetr, die man zu schaffen sucht, bleibt cs eine schwäre Arbeit für die Tiere. Deshalb ist das Beginnen des Bauunternehmers H. W. Rinn zu begrüßen, der an der Marburger Straße gegenüber der Karlsruhe eine maschinelle Anlage geschaffen hat, um den etwa 70 Meter tief, 200 Meter von der Straße entfernt liegenden Sand beguem aus die Fujhrwerie zu schaffen. Mittels eines Benzin- inotors von 6 PS. wird auf einem Schienenweg, der zur Sandgrube hinäbführt, das Material an Drahtseilen in die Höhe gezogen und aus den Kippwagen in die Fuhrwerke geladen. "^Gießener V o l k s b a b. Im Avril wurden 9072 Bader verabreicht gegen 8554 im März 1910 und 8450 im Apttl 1909 oder im Durchschnitt täglich 302 Bäder gegen 273 im März 1910 und 283 im April 1909. Ter Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3614 Männer, darunter 1074 zu 10 Pfg., „ 779 Frauen, „ 178 „ 10 „ Wannenbäder I. Kl.: 264 Männer, 80 Frauen, _ „ II. „ 822 „ 526 Brausebäder I. „ 994 „ 247 „ . 11 , . II • ii „ 1225 „ 356 „ -ampf- und Heißluftbäber sowie Massage zusammen 135 Männer, 50 Frauen. Die Personenwagc wurde von 200 Personen benutzt, das Bad von 4 Personen besichtigt. — Leihgestern, 3. Mai. Am 1. und 5. Juni findet stier die 17. Gau fahrt des Gaues Wetterau, ver stunden mit Fahnenweihe statt. Es werden sich daran 500—600 Turner beteiligen. Die Fahne liefert der Vertreter der Hildesheimer Fahnenfäbril Hisgen'-Lich. Die Musik wird von der^ Kapelle des Inf.-Regis. Kaiser Wilhelm Nr. 116 aus geführt. Die Vorbereitungen find fowett getroffen, .so daß man bei günstigem Wetter auf große Beteiligung rechnen kann. Lich, 3. Mai. Die Hochzeit der Prinzessin Dorothea soll ,am Samstag, 21. d. M., stattsinden. Prrnzeß Tvrothea ist die einzige noch ledige Schwester des Fürsten Karl zu Solms-Hohensolms-Lich. Teshalb sollen die Hochzcitsseierlichleiten in größerem Maßstab veranstaltet werden. Besonders die kirchliche Trauung in der Marien- stiftslirche, wozu hiesige Vereine schon Vorbereitungen treffen, wird sich zu einer schönen und erhebenden Feier gestalten. — Ein christliches Wald fest, ein aus alter Zett gebttebener schöner Brauch, an dem die Bevölkerung der Umgebung noch gerne festhält, wird am Himmelfahrt t a g e immer in dem großen Wald zwifche:: Lich und Hattenrod und zwar in dem „Mailbach" genannten Distrikt gefeiert. Besonders sind es die Bewohner der Orte Nieder- und Oberbefsingen, Münster, Ettingshausen, 5)ar- bach, Hattenrod, Lindenstruth, Burkhardsfelden, Albach iinb Steinbach, die zur Himmclfahrtfeier „in die Mailbach gehen". 0 fBobenrob, 4. Mai. Ein altes Herkommen vereinigt in unserem abgelegenen Dörfchen alljährlich viele Lehrer ber Bezirke „Philippseck" unb ^Butzbach" zur sogenannten .Maibowle-Konferenz", bie in ber ganzen Ümgcgenb bekannt unb beliebt ist unb auch von ben benachbarten preußischen Lanbesteilen immer gut besucht wirb. Die bieS- jährige Zusammenkunft findet heute in bem ibyllisch am Hesselberg gelegenen Dörfchen in ber Gastwirtschaft von Frau Wissig statt. X. H an au, 3. Mai. Kürzlich ist auf dem hiesigen Post- amte cm .Wer tb rie f tmit 1500 M t. abhanden gekommen. UeBer den Verbleib der wertvollen Briefsenduna ist brs jetzt nichts ermittelt worden. Gerichtssaal. R.B. Darmstadt, 2. Mai. Die Strafkammer ver- urteckte heute den o2 Jahre alten Zimmermann Heinrich Bö chcr von Unter-^chmttten wegen Diebstahls zu einem Jahre vrer Monaten Zuchthaus, 5jährigem Ehrverlust unb wegen Bettelns zu 4 Wochen Haft unb Überweisung an bie Lanbespolizelbehorbc. Der Angeklagte trieb sich im März b I. tu ber öcgenb von Hamstabt mit einer Frau und bereu Kürbern bettelnd umher und entwendete bei dieser Gelegenheit Würste, Raficrmeifer unb andere Gegenstände. Er ist bereits achtmal wegen -Ptebstahls vorbestraft unb hat insgesamt etwa 20 Zahrc in Gesaugniiieu und Zuchthaus zugebracht. W. Flensburg, 2. Mai. Ter R e b a k t e u r S v e n s so n der m ^onberburg erscheinenden dänischen Zeitung Döbbol- Postcu , der wegen Beleidigung badischer Offiziere vom Schöffen- gencht zu Sonderburg zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden war, wurde tu der heutigen Berufsverhandluiig unter Aufhebung des ersten Urteils zu 100 0 Ml. Geldstrafe verurteilt. i MV smdct er Detterav, per Z werben sich daran Fahne liefert btt ?tr- abrit Hisgen-Lich. Tiit Ans.-Regts. Kaiser B- rbereitungen sind soiven gem Letter auf große eit der Prinzessin 21. d. M., slattsinden och ledige Schweiler de-) rs-Lich. Deshalb sollen -em Maßstab veranstaltet Hauung in der?Jlarim= > schon Vorbereitungen i und erhebenden Feier aldfest, ein aus alter m dem die Bevolkcnmg t wird am Himmel' lDaldzwischen LichMd $mM' »"»"M D. dir $cw6«cr dir Ette [et, StitfflsWe», khaidss-lde», ®ail »i feiet „in die toM in °l,-S SerI-»-n »--- iifebai' ä“' l»9,nwtl! in der ganjtn lta9'9'ni b non den ta**” d-suchi wird. D-Z ,in dem *9* - t®nfln>idB«f‘Mni,“‘ mMsd-mER tL^ aij/-iC Lhrverlust İL»»iL5r - ttirb H.'Ln .«*> er?--"KenM ®2 % i (Sieben einander gegenüber. Es entwickelte sich ein äußerst in- terefianfec- Spiel, in dein die Vollkommenheit der Spielweise zu erkennen mar. Bei Halbzeit sland das Spiel 1 :2 für V. l. B. WicBcn. ?lnd) der letzten öäTte konnte Gienen in seiner Uebev- leqenbeit mit dem Endergebnis 1:4 als Sieger den Platz verlassen. Universitäts-Nachrichten. ss Marburg, 3. Mai. Ter Marburger Gelehrte list r e i t über die Frage ,$d a t Jesus gelebt?“ mit der sich bekanntlich im letzten Duner zwei stark besuchte Versammlungen bet' igten, wird am nächste» Montag wieder Gegenstand der Erörter nng bilden. Ter Prolessor der semitischen Philologie und der orientalischen Geschichte, Dr. Sensen, spricht dann in den Stadt- fjlen über die Frage .Hat der Jesus der Evangelien wirklich gelobt? Eine Antwort an Herrn Prolessor Tr. Fülicher'. Tci Xemertraa soll zur Schaffung einer Freistelle im Kinderhort Verwendung finden. Dermifcbtc». • Im Stadtthcatc r zu Konstanz kam es am Sonntag abend zu einem veinlichen Auftritt. Das Bochumer Dperetten-Ensemblc gab toährcnb des Monats Avril eine Gast- Vorstellung. Am Sonntag abend wurde als Abschiedsvorstellung „Ein Walzertraum" gegeben. Nach dem zweiten Akt erschien in sichtlicher Erregung der Direktor Motburg und teilte mit, daß ihm eben von Tirrftor Harnak, dem derzeitigen Leiter und Inhaber des hiesigen Theaters, die Tageskasse mit Beschlag belegt worden sei. Dadurch sei er plötzlich vollständig mittellos geworden und der Möglichkeit beraubt, sein Personal auszubezahlen. 3it dieser Verfassung weiterzuspielen, werde ihm das Publikum wohl nicht zumuten. Bei diesen Worten brach Molburg, wie der „F. Z" mitgeteilt wird, ohnmächtig zusammen und mutzte vom Platze getrogen werden. Eine große Aufregung bemächtigte sich', des vollbesetzten Hauses. Man erging sich in Pfuirufen und Verwünschungen gegen Direktor Harnak. Hunderte von Personen drängten nach! der Kasse, um sich das Eintrittsgeld mruckzahlen zu lassen Nur mit Mühe konnten größere L'ius- iü'reitungen verhütet werden. Es wird Ausgabe der Stadlbehörde sein, genaue Aufklärung zu schassen. Tas Personal der Everette nimmt heute bereits in den Tagesblättern in einer Erklärung Stellung gegen Direktor Harnak, in der es dessen Vorgehen als „eine geradezu grenzenlose Gewissenlosigkeit" bezeichnet. Kleine Taaeochronik. Die Temperatur ist, wie aus Zürich gemeldet wird, fünf Grad unt er Null gesunken. Starke Schneefälle sind etnge- treten. Die Baumblüte hat schweren Schaden gelitten. Nach Berechnungen aui der Svertrwarte von Greenwich geht die Erde nicht durch den Schweif des Hallevschen Mvmetcn. Märkte. k>. Frankfurt a. M., 3. Mai. Heu- und Strohmarkt. Angciahrcn waren 7 Wagen Heu und 2 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 4,bi)—5,0V Mk., Stroh 2,50—2,70 Mt. Tic Zustihren waren aus den Kreisen Dieburg und Usingen. Das Geschäft :var langsam. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: Während die südliche Zyklone ostwärts abzieht, ist von Nordwesteuropa her cm neues Ttcfbrudqebtet vorgedrungen, das Regen'älle und kühle Nordivestivinde mit sich führt. Tabei hat ein Ausläufer des westlichen Hochs, der die beiden Znklonen trennte, gestern vorüber gehend Aufheiterung gebracht. Trübung und auffrischender West kündigen dos Nahen des anrückenden Luftnürbels. Wetteraussichten in Heffcu am Tonnerstag dem 5. Mai 1910: Regenschauer, im Gebirge Schnee, anhaltend kühl, ivindig aus West. (Driginab&rabtiiiclditngett« Die Wahlvorbereitungen in Friedberg Büdingen. Büdingen, 4. Mai Der von der Vertrauensmänner- Versammlung der nationalliberalen Partei des Reichstagswahl freite« Friedberg Büdingen gewählte Ausschutz hielt gestern in Büdingen eine längere Sitzung ab. Es wurde einstimmig beschlossen, heute oder morgen mit den Vertretern des Bundes der Landwirte und der fortschritiltäwn Voltspartei die .g'andi- dalensrage auf der Grundlage des Zusammengehens sämtlicher bürgerlichen Parteien in die Wege zu leiten. Mait hofft, daß angesichts des alten Besitzstandes der national - liberalen Partei die übrigen bürgerlichen Parteien damit ein verstanden find, datz ein der nationalliberalcn Partei angehöriger Kandidat ausgestellt wird, um dem Ansturm der Sozialdemokraten auf den Wahlkreis abzuwcbren. Der Bund der Landwirte hat keine Veranlasfitng, einen Kandidaten abzulehnen. der auf dem Boden der Erhaltung der bestehenden Schutzzölle steht. Dem Vernehmen nach, wird sich übrigens die Aitnahme, datz das Zentrum den Kandidaten des Buitdes der Landwirte unterstützen merbe, als irrig erweisen. Die fortschrittliche Volkvpartei wird bei ihrer Entscheidung sich dessen bewußt fein müssen, dost die national liberale Partei in den ländlichen Bezirken über eine starke Anhängerschaft verfügt, ohne die der Sieg eines liberalen Stanbibaten unmöglich ist. \ R.B. Darm sludt, 4. Mai Den beiden Bataillonen des 5. t) e f s. Z n.f a n t< v i c :R c g i m e n t -3 M. 16^ wurden heute die vont Großhcrzog gestifteten neuen Fahnen übergeben. Das Regiment stand auf dem Truppenübungsplatz tu Parade-Ausstellung und empfing den Großherzog mit dem 9htfc „Guten Morgen". Der Ötö) ■ Herzog hielt dann eine Ansprache, die mit einem Hoch auf den Kaiser schloß, lvorans die Fahnen den Fahnen • trägem übergeben wurden. Der Regtmentstontmandeur Cberft p. Riedel dankte sodann dem Großherzog fiir den durch die Fahnenverleihttng erwiesenen Gncrdcndcweis. Ern zweimaliger Parademarsch des Regiments schloß sich an. Stuttgart, 4 Mai. Die Zweite Kammer nahm mit 60 gegen 2 Stimmen.dos Gesetz über die.Errichtung einer Landwirtschaftskammer an. Straßburg i. Els.. 4. Mai. Gestern abend hat der Statthalter unb die Gräfin von Wedel die Landesaus ■ schuß Mitglieder, sowie die ersten Beamten des Landes zu sich in das Statthalterpalais zu Gaste geladen. (S h t i ft i a n i a , 3. Mo:. In vergangener Nacht >mb ans dem historischen Altertums^Museum 75 seltene, unerfetzltche goldene Ringe, Armbänder und Medaillen gestohlen nrorben. Der Goldwert beträgt etwa 5000* Rtoncit. Der Altertumswert ist unsäiötzbar Tüntirchen, 4. Mai Zur Aufrechterhaltung der Erb nung sind 4000 Mann Soldaten eingetroffen Die Zahl der A u sständige n beträgt 12OOO. Die meisten Läden sind geschlossen Paris, 4 Mäi Richard Strauß' ..Salome" erzielte gcstcnt bei der Generalprobe in der großen Oper em en „glänzenden Erfolg". Etneinnoti, 4 Mai. Präsident Taft und her deutsche Botschafter Graf Bernstorff sind zur Teilnahme am Mmsikfest hie» eingetroi'en. Tie zarte Menschenpflänzd iviil gepflegt fein unb gcbciin nm wenn die Ernährung richtig ist. Nestle s Kindermehl erfüllt alle Anforderungen, die man an ein Starknngs und ^i'ahriutgSmittel für Säuglinge und kleine Kinder stellen kann. Erhalllich m allen Llvotheken. Drogerien und feineren .stoloiiialtuarenlmnblungen. iss80, will, verl. kosteafr-<>1Yerlti. Besicbliß. uns. groasstAdt. eingerlcht Fabrik- i -_____—. . 4 .. ' — iii< c.eau. juann m IO Min. erreichbar. Tennisplätze. Tontaubenschiessen Besuch: 19—20000 lllustr. Prospekt d. d. Bladeverwaltnng III. (p/ Collisy & Bingel Möbel- und Dekorations-Geschäft Kaplanssasee 18 Telephon 828 Spezialität: komplette Wohnungs-Einrichtungen Reichhaltiges Lager in Einzelmöbeln — einfache lack. Möbel, Personal betten. Polwtermöbel u. Matratzen Uebernehmen Aufarbeiten und Modernisieren alter Polstermöbel und Dekorationen unter Zusicherung streng reeller fachmännischer Bedienung. Spezial - Werkstatt« für feinere Polntennöbel und Dekoration. (03809 Würnöerger Hucheröräu Vs Ltr.-Flafche 25 Pfg., Vs Ltr.-Flasche 1« Pfg. 2481 -„wn-bl, Gotthilf Röhrte, Kuverts mit Firma IVUVUI W lllll i II Illi* druckerei,Gießen,Schulstr.7 Tadelloser Sitz garanHrH u-c !« J55 Verkauf unter Garantie Kredit Diskret Himmelfahrt Donnerstag von 11-3 Uhr geöffnet Gardinen Bar Dekorationen JF Manufakturwaren Kleiderstoffe, Bettzeuge Kinder - Wagen pro Woche Mk. 1.— Anz. bis 12= 3 Mk. ■ i Anzahlung Kleiderschränke Vertikos, Divans, r Spiegel, Wanduhren Möbel • Betten, Die kleinste tf Anzahlung. Bequeme Teilzahlung. J. Jttmann » HW—n I«. IIIIIIWWIM.'JIIIIMW^W.' ” „ „ 40=12 , Anzahl». Herren-Anzüge J. Jttmarm Plockstr. 14-16 w M -'M -FM «L-? ä; K< ■Em w ,.K>< I X, . kr. • \y«. .... ▲ 7 i -i,. Ä:f Machruf! Bßfr hrolißr Friedrich Schwerer Justitia Der Aufsichtarat und der Vorstand des Vereins für chem. Industrie. Frankfurt a. M., den 30. April 1910. Am 29. April verstarb nach längerem, schwerem Leiden der Leiter der chemischen Fabrik Friedrichshütte im besten Mannesalter von 43 Jahren. Wir verlieren in dem Entschlafenen einen hervorragenden Fachmann, einen treuen Beamten und Freund liebenswürdigsten Charakters. Dem Dahingeschiedenen werden wir für alle Zeiten ein ehrendes Andenken bewahren. Inkasso-Bureau und Auskunftei :: Inh.: J. Güsters s Verkäufe O - -h ■ MW W Bahnbosstraßc 39 pari. cmpsiehlt sich zur Einziehung von Forderungen aller Art Einholung von Auskünften im unb Auslände, sowie zur Anfertigung von Schriftsätzen, Gesuchen u. Zahlungsbefehlen re. ____Prima Referenzen 03*24 Mutante Bedingungen. Feinste Marke! dO2 0SS07l 1600 neue Blattziegel 1 fof. zu o. Dachd. Krouskopf, Bruchstr. 11 £nhrrflhl>r neue, erstklaffige, mit ^IllJllUUcr, Garantie, sowie Eriatzteile kaufen Sie äußerst Mllig Wolkengassc 16 p. (03166 Schrcibmaichinc, gebr., ficht- bare Schrift, billig abzugeben. Schristl. Anfragen unter 03756 an den Gießener dlnzeiger erb. E. Bettstelle u. Ladenwogc bill. z. verk. Tammstraßc 44 v. In Darmstadt ist einH gutgeb. iVlolkcrei-Produktcngcjchäft bill. zu verkauf. Gute Eristenz für Fräulciu oder Witwe. Offerten unter M. A. P. vost lagernd Gießen._________(03829 0:1812) Vrachlv. Oleander- und "ciacnbaum wegen Platzmangel ' kaufen. Friedrichttr. 5 I. Zu w!* Tische, Stühle Küchenschräake Kleiderschränke Waschschränke Kommoden, Sofas Betten und getragene Kleider bei [136 1(6 Mentergir Neuenweg; 22. 03820) Zuverläfnaes, junges Zug- und Lanfpserd, sowie ein leichtes Wägelchen billig zu verkaufen. Zu erfragen Neustadt 55 in der Wirtschaft zum Pfau. ______ 038251 1 gebr. Eisfchrank, 3 bis 4 Schweine fassend und ein franz. Billard, fast neu, billig zu ver kaufen. Nah. Friedrichstr. 511. Ankauf von [137 Alteisen Lumpen,Metallen Papier, Flaschen. Louis Rothenberger, Ncueniveg 22. Telephon 176. 23M>j!ünstlichc Gebisse, per Zahn mind.20Pf. bisl Ad, g. Kaste kaust Zotz, Wiesbaden, ,>riedrichstr.48. sMilftufttrsiheibe, gckuchb Schr'stl. Angebote mit Preis an Gust. Belitz erbeten. (03788 Rack^äcke, Spazierstöcke, Sportgürtel in jeder Größe zu den billigsten Preisen. [03813 EwilMalkomcsius,Sattlermstr- Asterweg 2, Ecke Walltor. v7. S. Rachmaninow Fr. Schubert Hans Pfitzner Bahnhofstr. 54 Bahnhofstr. 54 Lachmaschine, humoristisch, (03799 franko 60 Psg. (b-/3 iassergeiöbilieä billig b abends SV* Ub (jy/fi) zur M Entree 30 Psg. Glas Bier 10 In den Hauptrollen gespielt von: Telephon 37. G. Haenchen. 2627 Es ladet ergebenst ein 12564) K Seipp. Es laden ergebenst ein 03797 Geöffnet von 9—1 u 3—6 Uhr. Eintritt frei. liertshausen Kakao, Milch, Gebäck und frische Eier. 2490 PH <1 .4 KA IS MW * $ nachmittags 4 Uhr zahl. Kinder halbe Preise G. Trautmann H. Wolf R. Schumann Paul Juon Rechtsanwalt Dargis . . Seine Frau..... Ein Freund des Hauses Am Himmelfahrttage grosseTaSBÄbeSuslBg’WM"’ wozu ergebenst emladet [2638J M. Horrmaun, Gastwirt. Gaskocher, Kochgeschirre, Gartenmöbel Eisschränke, Haus- und Küchengeräte Eisenwaren, Werkzeuge Oefen, u. Herde .. alles bekannte erstklassige Marken .. Beachten sie meine Schaufenster Nmdsmühle Leihgestern. Blosse Tanz-Musik im Freien und im Saal am HimmelsabrtStage, dem 5. Mai. 2637 Ter Festwirt Wilhelm Wagner. „Zur Germania". statt. Es ladet ergebenst ein Der Vorstand des Radfahrer-Vereins „Edelweiß". Abendstern Am Himmelfahrttag Grosse Tauzuiusik. abends SV* Ubr volle Preise nachmittags 4 Ubr das Rieieu-WeltstadttProgramm, bestehend aus 20 erstklassigen Nummern 20 Donnerstag, 5. Mai (Himmelfahrt) ß 2 grosse Fest-Vorstellungen 2 kNltz Helegeaheit. | Ein Posten Wasch- und Lüster-1 Untcrrötfc. | 35cfte Qualitäten. Weit, unter Preis. Reste - Lager D Lina Bemri j i Bismarckstratze 6 p. M Giessener Konzertverein Zehntes Konzert Dritter Kammermusik-Ab end am Dienstag-, dem 10. Mai 1910, abends 71/.. Uhr, --: in der Neuen Aula. — Novitäten-Abend Kleine und grotze Räume für Ausflüge und Vergnügungen zur Verfügung. Tel 251. August Kröll, Seltersweg 12 Mitglied der Rabatt-Sparvereinigung. Sein letztes Spiel, außerordentlich spannendes Drama, Die verlorenen Schlüssel, humoristischer Schlager, Pstichtvergessen, spannendes Drama, Bitte sich selbst zu bedienen, humoristisch, Unter höchstem Schutz, ergreifendes Drama, Tonbild: Sickr Her Irnitge tei Zicks BM. Original-Szenen des Gigerl-Clown Daniels, Berlin, llnii notf) bis zum Freitug Mc großurtigc Aufnahme: fr zerstörte Z. ILäuSk. Philosophenwald. Jeden Dienstag und Freitag frische Waffeln, auf Wunsch auch jeden Tag, guten Kaffee, Tee, Schokolade, für Studierende auch bei Herru Hausverwalter Retter und abends an der Kasse zu haben. — Oeffnung des Saales abends 7 Uhr. 11 „" Schluss der Saison 1909/10. ^raiiilfpk 8 I Solniser S.of. «• Ciniiieid a. 3». Hotel und Restaurant am Marktplatz, in nächster Nähe des Schlosses u. der herrschaftlichen Anlagen. Schatt. Garten. Säle f. Vereine und Gesellschaften. Mittagtisch von 12-2 Uhr. Speisen nach Karte zu jeder Zeit. Zimmer v. 1,50 M an. Ausschank v. Tucherbräu und Brauerei Wahl. Reine Weine. der Wilhelm Gail-Stittung. Vorläufige Aufstellung im (d1/ Turmbaus am ISrandptatz. Großen-Vilseck. Am Himmelfahrttage findet in meinem Lokale grosses Radfahrer-Fest 5. Trio op. 17 in a-moll für Klavier, Violine und Violoncell Eintrittskarten : I. Platz Mk 4-, II Platz Mk. 3.5U, HI. Platz Mk 2.50, TV. Platz Mk. 2.—. --Stehplatz Mk. 1.50, Studentenkarten Mk. 1.—. KL Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Chaliier (Rudolphs Nacht.), Telephon Nr. 671, Prsgrum rm 4. bis 8. Mui 1910. Bcrbuub IeuWerLstsrebiider Berlin, Unter den Linden 76a. Gratis - Prospektausgabe für alle angeschlossenen 81 Ostseebäder, Sauatorien, Kinderheime, Pensionen, Hotels und SchinSgeseltt schäften, franko gegen Porto. Führer 1916 mit Karten und Plänen 30 Psg., 8SS ! § 2 Wr reisende HOSPIZ Jamen evang Schwesternhaus, tiiewseai #uhanoe»8tr I. . . Leon Perret . . Lona Yung . . Emile CombeS 2. Lieder am Klavier: a) Grenzen der Menschheit b) Greisengesang . . . . c) Der Pilgrim..... 3. Sonate op. 1 in fis-moll für Violoncell und Klavier 4. Nieder am Klarer: a) Naturfreiheit..... b) „Gesegnet sei“ . . . . c) Der Musikant..... d) Lied eines Schmiedes . Steinbacli. Gasthaus „zum grünen Baum“ Himmelfahrt Grosse Tanz-Musik im Freien. Himmelsabrttag gutbcsctzte Tanzmusik beischönem Wetter im Freien, wozu ergebenst einladet . 262a Karl Sommeriad, Gastwirt zum Holländischen 4W Kolosseum Giessen. Walltorstr. 36-38 Dir.: Albert Rappmann :: u Telephon 644 Nur kurze Zeit Gastspiel der ßM Berliner bunten Bühne UI Internationale Lieder, Scherzlieder, Chansons, Couplets, Rezitationen, Humoristika, Ooerettenduelte, Terzette, Ensemblesviele, Burlesken, Schwänke:c. Humor! Kunst! Sattzre! Wer einmal recht herzlich lachen will, der versäume ja nicht das Gastspiel der B. B. B. Anfang SV; Ubr. Anfang 81,'. Ubr. Himmelsabrttag nudeu 2 grobe Vorstellungen statt, nachmittags 4 Ubr und abends 8'/, Ubr. Eintrittspreise wie bekanm. Borverkauf in den bekannten Zigarren-Geschästen. Ibn vorderen Restaurant: Neu engagiert! "’aa Neu engagiert! -eg Konzert Des Wiener Dmen-Wchers Wedel. Himmelsabrttag ^rubschovvcn-Konzert von 11—1 Ubr. Nachmittag ab 4 Ubr. 03821 Anfang 7VS Uhr. Cinnitt frei. Die Direktton. Total-Ausverkauf (wegen Aufgabe des Ladengeschäfts) in Herren-, Knaben- u. Kinder-Kleidern 2475 zu sehr billigen Preisen. BAUER Fernsprech. 269. gegentib. d. Stadtkirche. Kirchenpl. 11. Gegen viele Hautleiden, wie juckende Dermatosen,Schuppen Flechte (Psoriasis), Tcborrboca des Kopses u. Gesichts, Hautjucken, einfache, eitrige und entzündliche Acne (Gcsichtsvickel), Furunkulose, Ichthyosis, Prurigo der Äinder, chrou. Ekzeme «juckende Knötchen) u:w., verordnet Herr Dr.med. S., Spezialarzt f. Hallt!., mit bestem Erfolg ^iucker's Patent Medizinal Seife, ä Stck. 50 Pf. I157.ig> u. 1.50 M. 135",.ig, stärkste Form), im Verein mit Äuck-^d-Creme 75 Psg. u. 2 Mk. an der Univcrfitäts-, Engel- u. Hirich-Apotbeke, bei Ang. Noll, C. Seibel, W. Kilbiugcr und Otto Schaaf.isF/,, Der Geburtstagsbraten, hum. Schlager, Die beiden Freunde, fesselnde dramatische Handlg. Die Hauptrollen werden von zwei Knaben dargestellt. Tonbild: Sonntagmorgen.______ Giessener städtisches M großartiges, spannendes amerikanisches Drama, Die Schluchten der Bourne Farbenkinematographie, 03810 Ein Clown und seine Hunde, humoristisch, Gebrochene Freundschaft ergreifender Roman nach dem Leben, M fr Mrit Zirkus Schumann Mittwoch, 4. Mai 2 grosseV orstellungen 2 PROGRAMM 1. Trio 61eginquc op. 9 in d-moll für Klavier, Violine und Violoncell . . Plockstraße 12 Sensations Schlager Oer Ertrag des Präsidenten Ausführende: Herr ALFRED STEPHANI, Hofopernsänger aus Darmstadt Herr ADOLF REBNER (Violine) | , ,, Herr JOHANNES HEGAR (Violoncell) / aUS Franklur a> ’ Herr Prof. G. TRAUTMANN (Klavier). Ph. Duill Wive. Kruse’s Musikinstitut Grosses Schäler-Xouert Donnerstag den 5. Mai (Himmelfahrt), nachm. 4 Ubr, aus dem Wiudüos. 30 Schüler konzertieren unter Direktion des Herrn C. Kruse in blauer Couleur-Mütze mit verstärkt. Instrumenten, wozu erg. eiulad. 03718 C. Kruse. Abfahrt 3.25 Uhr mit der Bieberthalbahn. 2617_____________ Ächttmgg! Der Wirt Job. Wilb. Steinmüller und die Burschen. Achtung! Zimdrrg! Morgen Himmelsabrttag (8830 grosse TauzmusiH ausgefübrt von der Kapelle Harnisch Steinberg. „ our gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Es ladet freundlichst ein Gg. Häuser. Zur Krone.