Freitag 4. März 1910 2.20, durch Die heutige Nummer umfahr 12 Seiten. Vie Lage in England. L o n d o n, 3. März. Im Verlaufe der heutigen Sitzung des Unterhauses richtete Bytes (Liberal' an den Staatssekretär des Auswärtigen die Frage, ob er die kürzlich gehaltene Rede des deutschen Botschafters beachtet habe und ob die Regierung in bezug auf die in der Rede geäußerten Anschauungen sich in der Lage-sehe, mit Deutschland neuerdings in Verbindung zu treten, um zu einer Vereinbarung über die Flotten rüstnn gen beider Länder Dentfcbes Neicb. Aus Berlin wird berichtet: Auf eine Einladung des Reichskanzlers zu einem parlamentarischen Abend hatten sich am Donnerstag zahlreiche Landtagsund ReichStag-sabgeordnete. viele Mitglieder des Bundesrates und der diplomatischen Korps, zahlreiche Minister und Staatssekretäre, cheneräle, Vertreter der Hofgesellschaft, der Kunst und Wissenschaft, von Handel und Industrie sowie der Presse eingefunden. An den Buffets nnJb an den Tischen in den oberen und unteren Räumen des Reichskanzlerpalais fand ein angeregter und ungezwungener Gedankenaustausch statt, der sich bis über die Mitternachtsstunde ausdehnt c. Die Berliner Stadtverordnetenversammlung hat die Einführung einer Ä e r t z U w a ch s st e u e r gemäß den Aus- schußanträ'aen angenommen. Die Blätter melden aus München: Aus Anlaß des 90. Geburtstages des Prinzregenten soll im nächsten Jahre eine Jubiläumsausstellung für die Industrie, Kunst und das Handwerk in Bayern stattfinden. Im L a n d e s a u s s ch u ß für Elsaß-Lothringen kam es am Donnerstag bei der Beratung des Haushalts des Innern zu einem Zusammenstoß zwischen dem Abgeordneten des Zentrums, H a u ß , und dem Abgeordneten Tr. Wetterls einerseits und dem Unterstaatssekretär Mandel andererseits, wobei der erste der Regierung Parteinah nie bei den Landesausschußwahlen in Gebweiler und Molsheim v o r w a r f. Unterstaatssekretär Mandel wies diese Vorwürfe zurück und sagte, wenn der Abgeordnete Haust die Vorwürfe wegen Gebweiler nicht besser zu begründen wisse, solle er liever still sein. Unter Anspielung auf die Redeweise des Staatssekretärs Freiherrn Zorn von Bulach riet der Abgeordnete Hauß der Regierung, auch ihrerseits den parlamentarischen Ton aufrecht zu erhalten, sowie ihn zum eisernen Bestand des Hauses zu machen. Als Unterstaatssekretär Mandel erwiderte, er habe nicht gegen die parlamentarische Redeweise gefehlt, äußerte sich der Abge- ordnete Hauß, er klage auch nur den Ton an, der xs dahin bringen würde, daß der Unterstaatssekretär noch die wenigen Freunde im Hause verlieren würde, worauf der Unter st aatssekretär erklärte, seine Freunde säßen nicht bei den Freunden des Herrn Hauß. Der Abgeordnete Dr. W e t t e r l e erklärte, daß die Freundschaft des Unterstaatssekretärs nur kompromittierend sei. Frankreichs Politik und handel Seit dem Abschluß des Bündnisses mit Rußland war man von Pari wie von Petersburg aus bemüht, den aegenfettigcn Güteraustausch zu beleben unb hat zu diesem Zweck wiederholte Anläufe unternommen, ohne indessen greifbare Qrrfofge zu erzielen. Frankreichs Ausfuhr nach Rußland ist sogar von 58 Mikl. Mk. in 1908 auf weniger als 18 Mill. Bit. in 1909 zurückgegangen. Bon Rußland bezog Frankreich zwar beträchtlich mehr, im Jahre 1909 für 226 Mill Ml Doch steht Rußland auch als Lieferant für Frankreich weit hinter England, Nordamerika, Deutsch land und Belgien zurück. Dadurch wird aufs neue eine Erfahrung bestätigt, die in der Gegenwart auch schon andere Staaten machen mußten, daß alle Bemühungen auf Grund und mit Hilfe politischer Freundschaften die Handels- bettehungen zu fördern, zu nennenswerten Erfolgen nicht geführt haben. Trotz aller politischen Antipathien hat sich der d e u 1 s ch- französische Güterverkehr von Jahr zu Jahr stetig gehoben und dabei ein verhältnismäßig selten Vorkommen- des Gleichgewicht gezeigt. Deutschlands Ausfuhr nach Frankreich ist annähernd so groß wie Frankreichs Ausfuhr nach Deutschland Rach der neuesten französischen Statistik für das Jahr 1909 bezog Frankreich aus Deutschland Laren im Werte von 501 Mill. Mk. und lieferte nach Deutschland Waren im Werte von 540 Mill. Mk. Mit dieser Handelsbilanz können beide Reiche zufrieden sein, insbesondere Frankreich, das im Berkelm mir Tentschland r men Ueberschuß seiner Ausfuhr aufzuweisen har. Es wäre bedauerlich, wenn in diesem Güteraustausch Störungen ein« treten sollten, die unzweifelhaft die Interessen beiden Reictie beeinträchttgen müßten. Frankreichs bester Abnehmer ist nach wie vor England, das im Jahre 1909 für nahezu eine Milliarde Mark jrauzösische Erzeugnisse aller Art ausnahm, indessen einen nickt geringen Teil davon nach überseeischen Ländern weiter ausführte, mit denen Frankreich nicht in unmittelbaren Beziehungen stehl. Allerdings ist Frankreich seinerseits auch Englands bester Kunde. Tenn es bezog von Oort tut Jahre 1909 jur 656 Mill. Mk. englische Waren. Als Abnehmer französischer Erzeugnisse folgen nach England Belgien mir 683 Mill. Mk, Deutschland, wie erwähnt, mit MO Mill. Mk., die nvrdamerikanische Union mir 460, die Schweiz mit 269, Italien mit #8, Spanien mit 99, Rußland mit knapp 48 und Lesterrei ch -Ungar n mir 30 Mill. Mk. Unter den Lieferanten für Frankreich nächst England ist die nord- ümetifanifd)e Union mit 588 Mill Mk. am wichtigsten. Deutschland steht bei der Einfuhr wie bei der Ausfuhr Frankreichs an dritter Stelle. Charakteristisch für den französischen Güteraustausch ist, daß er sich ganz überwiegend mit den nächst benachbarten europäischen Ländern vollzieht und im übrigen nur noch mit der nordamerikanischen Union, ferner mit Argentinien und Brasilien von Bedeutung ist. Nach der Entwicklung seines Handels betrachtet, steht Frankreich in den lebhastesten Beziehungen mit England, Nordamerika und Deutschland, während sein Güteraustausch mit Rußland und Sesterreich-Ungarn verhältnismäßig gering und selbst mit $ Lullen nicht besonders groß ist, Für den französischen Außenhandel ist Deutschland als Abnehmer und Lieferant annähernd doppelt so wertvoll wie Rußland und Italien zusammengenommen. AvisiariS. Der griechische Regierungsentwurf betr. die Revision ber Verfassung, wurde von der Kammer mit 150 gegen 11 Stimmen angenommen. Tas Ergebnis der Abstimmung wurde von den Abgeordneten mit stürmischem Beifall begrüßt. Die Nationalversammlung wird am 14. September zusammentreten. Wie aus L>elsin g sor s gemeldet wird, ist der finnische Landtag am Donnerstag durch den Generalgouverneur Seye sererlich eröffnet worden. Die Begrüßung der Landtagsmitglieder im Namen des Kaisers wurde vom Generalgouverneur in russischer und sodann vom Vizepräsidenten des Staatsdepartements in finnischer Sprache verlesen Ter Präsident des Landtags erwiderte finnisch, woraus seine Rede auch in russischer Sprache verlesen wurde. Nach Mfzählung der dem Landtage vorliegenden Gesetzentwürfe durch den Generalgouverneur in russischer Sprache wurde die Sitzung geschlossen. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Tanger: In Tanger haben freundschaftliche Verhandlungen stattgefun- ben mit dem Ergebnis, oast alle Beschwerden bezüglich der Verzollung sranzösischerunddeut scher PostsendungennachundinMarokkozu Ungunsten Deutschlands beseitigt und eine gleichmäßige Behandlung gesickert ist. Die bei der sranzchischen und der deutschen Post cinlausenden Postwertsendungen werden gleichmäßig zur Verzollung auyaeiieferL Bei der Besprechung über die Versendung von Postpaketen von einem marokkanischen Küstenhasen zum anderen haben sich keine Differenzen j herausgestellt und ein Grund zur Beschwerde ist nicht vor- | Händen. >er notwendigen Einnahmen für bad (aufenbe Finanzjahr bgere. Der Besuch öes Königs zeröinand in Petersburg. Pe tersbur g , 3 März Die Petersburger Telegraphen- Agentur veröncuilickst folgendes Cvmmuniauö: Ter Auieitt- Ixrlt lxs Königs Ferdinand in Petersburg hat erneut Gelegenheit gegeben, die traditionellen Beziehungen, mclcfc Rußland und Bu' garien eng verbinden, sowie die friedliche Tendenzen der beiden Länder zu bmnen Diese Gesinnungen und diese Tendenzen sind in den Trinkivrück.vn der bewert Souveräne klar zutage getreten Ter russische und der bulgarische Minister des Auswärtigen haben bei dieser Gelegenheit über die Rußland und Bulgarien mteressie- renken Fragen in einen Gedankenaustausch treten können und sie haben seh gestellt, daß Rußland und Bulgarien an der Konsolidierung der freunds.lxistlickren Beziehungen Bulgariens zur Türke«, sowie zu bcu übrigen Balkan swaten in hohem Grade interessiert sind, und ii* sind zu dem Schlüße gekommen, daß man auf beiden Seiten den feiten Wunsch hegt, a l le A n st reu g u n a e n zu machen, um den Frieden und die Ruhe in den Balkan ft ö n t c n aufrecht zu erhalten Andererseits bringt die russische Regierung i'cm von dem unabhängigen Bulgarien bewiesenen festen Wunsche, den Weg einer friedlichen Entwickelung seiner kulturellen und wirtsäiastlichcn Lnlisiuellcil zu verfolgen, die größte Sympathie entgegen So kann die Anlmu't des Kaniasvaares von Bulgarien in Rußland nur dazu beitragen, daS allgemeine Vertrauen aus eine friedlich/e Gestaltung der Balkanangelegenhe ten zu befestigen Ans Petersburg meldet man: Bei der Abreise des Königs und der Königin der Bulgaren hatten ich der Kaiser und die Kaiserin aus dem Bahnhofe von Zarskojc Sselo eingcfnnden. Die Blätter melden aus Philadelphia: An 5000 Streikende zündeten am Donnerstag unter Beihülfe von Frauen und Kindern bie Kraft st ation b er Straßenbahn an, rissen die Geleise auf unb urntanzteu das brennende Gebäude, bis die Polizei die Menge mit Revolvern vertrieb. Der Generalstreik soll am Samstag beginnen. In New York wird ein Riesen streik be- ürchtet. 90 Prozent der Bahnbedienstcten der Baltimore and Ohto-Bahn haben gegen die Annahme der Lohnvor- chlägc der Gesellschaft gestimmt. Die persische M i n i st e r kr ist s ist bei gelegt, die Miilister verbleiben auf ihren Posten. Taö Programm des Kabinetts wird in Verhandlungen mit Deputierten des Medschlis ausgearbeitet. Die zweite Lesung der pieuhüchen Wahlrechtsvorlage. (Fortsetzung aus dem 2. 'Statt.) Ter Zentrumsantrag, ivonach der WahlmaNn der be* treffenben Gemcinde angehören muß, wurde mit den 20 stimmen uec Konservativen, Der Frelkonservativcn, des Zeickrums unb der Polen gegen iw 8 Stimmen der Nationalliberalen, Freisinnigen und Sozialdemokraten angenommen. Ter Eventualantrag des Zentrums gelangte einstimmig zur Annahme. Für den 8 16 a stimmten die 19 Vertreter der Parteien der Rechten und des Zenti ums Gegen ihn stimmten Nationalliberale, Freisinnige, der Sozialdemokrat und der Pole Ter Antrag der Nationalliberalen auf Wiedereinführung der direkten Wahl wurde gegieu bie 9 Stimmen der Nationalliberalen, der Freisinnigen, Sozialdemokraten und Polen abgelehnt, ebenso Der freisinnige Antrag auf Sicherung des Wahlgeheimnisse-. T»r § 4 »jurbe daraus mit 17 gegen 11 Stimmen angenommen. Liegen ihn stimmten außer Den Parteien der Linken die beiden ^reckonservativen, dre grundsätztichc Gegner der geheimen Wahl sind. Um den Einwürfen des Zentrums zu begegnen, daß der freisinnige Antrag auf Sicherung des Wahlgeheimnisses nicht unter ccn Sck/Utz der Verfassung gehört, mar inzwischeii ein neuer freisinniger Eventualantrag emgelaustn, am Schluß des Gesetzes einen neuen, nicht unter den Schutz der Bersossung gepellten Artikel zu beantragen, der sich dem Inhalte nach deckt mit dem loeben abgelehnten Antrag auf Sicherung des Wahlgeheimnisses. Ta das Zentrum auch in dieser Fassung gegen den Antrag stimmte, wurde er gegen 9 Stimmen a b gel c b n t. Bit 8 5, der bestimmt, daß Aus jede Dvllzahl von 250 Seelen tüt Wahlmann zu wählen ist. liegt ein nationalliberaler Antrag vor, die Institution des WohlmanneS zu beieittgen. Ter Antiag wurde nut 16 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Mit der Linken iiimmten ivteberum dic beiden ireibomervativen Abgeordneten 3 wurde dann gegen bie 9 Stimmen der Linken angenommen. 8 6 bestimmt, daß die Wähler in der Art in drei Abteilungen eingestellt werden sollen, saß aus jede Abteilung ein Drittel der Gesamtsumme der ©teuer» betrüge aller Wähler fällt. Hierzu beantragen Fr ei konservative unb Nationalliberale, die .Trittelulig in den Stimmbezirken zu beseitigen und dafür die Trittelung durch die ganze Gemeinde einzuführen. Weiter wollen die National liberalen die sogenannte Maximierung beseitigen, dafür aber vor I(t reiben, daß. jedem zur Staatseinkommensteuer nicht veranlagten Wühler an Stelle dieser Steuer ein Betrag von 5 Mark statt wie bisher 3 Mark anzurechnen ist. Bei der Abstimmung wird der freikonservative 'Antrag auf Trcktelung im ganzen Wahlbezirk gegen die 8 Stimmen der Nationalliberalen und Freikonservativen ab gelehnt, ebenso der nationalliberale Antrag auf Erhöhung des fingierten Steuersatzes auf 5 Aiark mit 10 gegen 9 Stimmen. Dagegen wird der to nf eröati»c Antrag, den Satz auf 4 Mark zu erhöhen, einstimmig angenom men. Daraus gelangte der ganze 8 6 mit den Stimmen der Rechten und des Zentrums zur Annahme. Zu 8 7, der die Einteilung der Wähler in die Wahlabteilmigen seslsetzt, liegt ein nationalliberaler Antrag vor. wonach die erste Abteilung mindestens ein Zehntel, die zweite mindestens zwei Zehntel der Wähler enthalten muß. Tie Freisinnigen, beantragen, der ersten Abteilung zwei ^Zehntel, der zwecken bm Zehntel der Wähler zuzuweisen Beide Anträge werden abgc- lehnt. Zu § 8 der von der Privileg iernng der Gebildeten, handelt, liegt eine Reihe von Anträgen vor, tvelche eine Anzahl ^genannter „Kulturträger" ein höheres Stimmrecht mtcilcn will, nachdem die dahingehenden Vorschriften der Regierungsoorlage in erster .Lesung gänzlich gefallen waren. Die Konservativen beantragen wlgende Vorbedingungen für das Ausrückcn rn höhere Wählerklassen, die jedoch nur für Wähler 3. Abteilung gelten sollen: Von der 3. in die 2. Abteilung sollen verwiesen werden Wähler, die entweder vor lvenigstens 10 Jahren vor akademischen bautldxm Behörden oder einer staatlichen oder kirchlichen Behörde in Preußen eine Prüfung bestanden Haden, zu deren Ablegimg ein wenigstens dreijähriges Studium aus einer Universität oder einer sonstigen deutschen höheren akademischen Lebranstatc jm. forderlich ;H, dem Deutschen Reichstag oder dem Vre^ffsf^^ Landtag angehören, oder gewählte Mitglieder ein?«,, ^ußischcn Bvovinziallandes, Drovinzialausschusses. Lande-: ^oö« Bezirks- auchchusses, einer preußischen .Handels-, Landwirtschafts-, ha^- werks- oder Arbeiterkammer sind, im unbesoldeten Ebrenaml Kre.sbeputlerte oder gewühlte Mitglieder eines §treis- oder Stadt- aus.el/usies oder Vorsteher oder Mitglieder des Magistrats einer Stadt oder Bürgermeister einer rheinischen Landbür-, germeiller'- . Amtsmänner eines westfälischen Amtes Amtso-orstel-er, Gemeindevorsteher ober Gutsvorsteher ober Beig^rdnete dieser Beainten sind oder Vorsteher von Innungen und schließlich diejenigen, die diese Ehrenämter 'ivenigstens zehn Jahre lmig innegehabt haben. Die 9? a tio na f liberalen beantragen gleichfalls als Vv-r!- bebmgimg die Wcgung einer Prüfung vor einer akademischen Be- , lKde, darüber hinaus aber auch das Bestehen der Rektoren- oder Mitteliärnllehrerprüfung. Während jedoch diese Bestimmungen nur auf^bie Wähler Anwendung finden sollen, die diese Examina bestanden haben, soll zum Auftück:n in eine hoher-e Watz.erklmn genügen eine fünfjährige Zugehörigkeit zum Teilt- Ich-en Reichstag, Preußischen Landtag, Provinstaklauptaq Landes- ausichutz uiw. Tas Zenttum beantragt die Verweisung auch der Wäbler bie zweite Abteilung, die cor wenigstens bJe Reueorünrng einer höheren Einklassigen Lehr- anltlM bestanden haben, die zum akademischen Studium berechtigt Tie Frelkonservattven beantragen schließlich auch die -derroeimng der Obermeister eurer Innung in die zweite Abteilung. zu kommen. , Sir Edward Grey erklärte in seiner Antwort, er habe den Bericht über die Rede gelesen und er erwidere herzlichst chren freundlichen Ton (Beifall). Tie Rede enthalte nichts i iber Die Fragen einer Beschränkung der Flottenristtung. Ter Standpuntt der britischen Regierung sei vom Premier- uinifter Asquith im letzten Jahre völlig klargestellt worden unb er habe dem nichts yinzuznfügen. Auf eine Anfrage erklärte der erste Lord der Admiralität, Mac K e n n a, der jetzt im 'Sait befindlick-e Lenkballon starren systemes werde im Juni oder Juli f rjttg sein In Bea.it- rortung mehrerer Anfragen erklärte '4srcmiermini,ter As- g u i t b, eS fei keine Aeuderung än der Msicht der Regie- cunq eingetreten, vor dem Ende des Frühlings vom Hause die Zustimmung zum Budget zu erbitten. Falls nicht unvorhergesehene Ereignisse ein träten, würde die Regierung das daus bitten, die Entscheidung über das Budget zu treffen, iodald das Unterhaus über die Entschließung bezüglich der Lords abgestimmt habe. Premierminister Asquith wiederholte darauf unter dem Beifall der Ministeriellen die Er- tlärung Lloyd Georges, daß dic Regierung nicht un Amte bleiben werde, wenn sie feine Garantien dafür erhalte, day ihre Vorschläge nicht nur im Untertstiuse angenommen, sondern auch Gesetz würden. London, 3. März. In der heutigen Sitzung des Oberhauses erklärte Lord Lansdowue, er werde seinen Einfluß zugunsten der Annahme der Gesetze über bie Anleihe Sur Zurückzahlung der Schatzwechsel und über den Rückkauf des Restes der Kriegsanleihe geltend machen. Er tünbigte feiner an, daß er am 7. März die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Tatsache lenken werde, daß die Regierung mit der Verössentlichung ihrer Vorschläge zur Beschasfung | Nr oll// V Erstes Blatt 160. Jahrgang /Dienstag unosck eil an). 1HW M M Wr M Kffl K ■ S ff R JD H| M WL ■ R ff H Zeilenpreis: lokal IbB«., -weiniak monntl. Land ® W W M, gä KL H ff ffff auswärts 20 Pfennig, wtrtfchaftlichc Aeckfrage» V v M W H W XF H ™ ® V Lhettedakteur: A Goetz. 7,erntpreäi - Anschlüsse: N ijr MM Verantwortlich kur den für bte Rebaknon 113, < ** politischen Teil: Auaust a«? General-Anzeiger für Gberheffen MM •ur Saneinumnut Rotationsörti» und Verlag der vrühllchen UntOaBud). und Steindruckerei tt lange. H-daMon, Lrpedition und vruckerei: S-Ulstratze ?. Ln,-i«nieil^ 's. B--k. knS oormulaqs 1 iiyr. ________ • Helles, aber mildes Licht im (Gotteshaus verbreitet, [ehr ein 5 0 jährig Beim Abbruche eines der ein neues Amt übernehmen. Steinach ist bei zahlreicher N a ch b a r st a a t e n. zufrieden. Büdingen, 2. März. Handel. — Billige Brielpoucn nach d e nV e r. Staat er von Nordamerika. In der nächsten Zeit nehmen folgen®1 Beteiligung unb in Gegenwart des Landeswohnungsinspektors Grebschel aus Darmstadt eine gemeinnützige Baugeno ssen chaft gegründet worden. — An Stelle des in den Ruhestand tretenden Pfarrers Schmidt in Waldgirine's wurde .Herr Pfarrvcrwalter Anthes aus Frankfurt a. M. gewählt. diesen 50 Jahren 40 000 Mk. für die Mission ausgebracht. Mis sionar Gsell sprach über die Mission an der Goldküste. Tic Kistlekte ergab 117 Mk. L. Friedberg, 3. März. In dem anstelle des nach Darmstadt als Prooinzialdireltor berufenen Geh. Regiernngs- rat Fey hierher versetzten ttreisrat Schliephake von Erbach lieht die Wetterau einen alten Bekannten. Ex war jahrelang Kreisamtmann dahier, hatte ein offenes Gehör für jedermann und brachte allen Anstalten des Bezirks Friedberg, und deren sind nicht wenige, der Landwirtschaft und dem Gewerbe ein reqeS Interesse entgegen. Morgen, Freitag den 4., wird er Gerichtssaal. rm. D arm stad t, 3. März. Xie Berufung des Redakteurs Möglich- vom Ingelheimer Beobachter gegen das Urteil der Strafkammer Mainz, das ihn wegen Beleidigung des Land- kagsabg. Wolf zu einer Geldstrafe von 300 Riark verurteilt hatte, würbe vom Oberlandesgericht für teilweise begrün de t erachtet, das Urteil aufgehoben nrtb die Klage an die Vorinstanz zurückverwiesen. Tckanats. Er hat h An freisinniger Redner wendet sich gegen alle Änträge, die dem grundsätzlichen Standpunkt seiner Partei ienteneramen bestanden hätten und nach iihrer Steuerleistung in der dritten Klasie wählen, das Aufrufen fcn die zweite Klasse zuzugtsteh'.--. Ein uattonalliberaler Redner .wendet sich dagegen, das; dos Abtluricnlenexamen als Matzstab Kür dos Ausrücken genommen werden soll. Tie Abstimmung ergibt die Ablehnung sämtlicher gestellter Anträge. Eine Reihe weitere- Paragraphen wurde ohne wesentliche Aussprache angenommen ?>u 17, für welchen in erster Lesung beschlossen war, in 3uhmft die Wahlen der Wahlmänner nur norf) in der Form der Fristwahl vorzunehmen, beantragten^die Konservativen, daneben in • Terminswahl zuzulassen. Ter konservative Antrag wurde mit 1 I gegen 13 Stimmen abgelehnt. § 21 a handelt von der Wahl der Abgeordnete n xtc Freisinnigen beantragen auch für diese Wahl gebe, inte Wahl. Ter Antrag wurde mit allen gegen die 8 stimmen der Nationalliberalen, Freisinnigen und Sozialdemokraten a b g c - lehnt. Die übrigen Paragraphen wurden unverändert angc-- Kommen. . Vor der definitivem Abstimmung erklärte ein Vertreter der Konservativen, daß seine Partei den Beschlüssen des Kompromistes nur mit allem Vorbehalt zugestimmt habe. Tie Abstimmung hier in der Kommission lasse der Fraktion und jedem Mitglied derselben im Plenum volle Freiheit. Es seien verschiedene Bestimmungen angenommen worden, wegen deren es durchaus fraglich sei, ob die Fraktion in der Gesamtabstimmung für das Gesetz werde stimmen können. Ein fr ei konservativ er Redner führte aus, feine Freunde neigten der Kombination der geheimen Wahl mit der indirekten Wahl zu. Zweifelhaft sei es, ob aber seine Partei für dieses Gesetz stimmen könne. Jedenfalls lehne sie heute die Zustimmung ab, nachdem aus dem Gesetz die Terminswahl völlig beseitigt, eine Lücke hinsichtlich der Privilegierung der Bildung entstanden und die Trittelung in den Urwahlbezirken beibe- 'hälten sei. . , . L Ein Zentrumsredner sah in den zustande gekommenen Beschlüssen eine Verbesserung des bestehenden Gesetzes. Die Vertreter des Zentrums würden für das Gesetz stimmen, ohne die Fraktion zu präjudiziereu. Im Gegensatz dazu erklärte ein nationalliberaler Redner, daß seine Freunde die jetzige Vorlage ablehnen müßten, allerdings auch ohne die Fraktion zu prajudizieren. Auch die Vertreter der Sozialdemokraten und der Polen erklärten ihre ablehnende Haltung. Ein freisinniger Redner betonte, daß seine Freunde -schon im Plenum bezweifelt hätten, ob sich die Beratung des Gesetzes in einer Kommission überhaupt eigne. Seine Freunde hätten an der Kommission s arbeit teilgenommen. Was aber hier zustande gekommen sei, sei so beschaffen, das; die Freisinnigen es als eine irgendwie in Betracht kommende Abschlagszahlung nicht betrachten können. I n d e r G e s a m t a b st i in iitung wurde bie Vorlage mit 15 gegen 13 Stimmen angenommen. Dafür stimmten die Deutschkonservativen und das Zentrum., Man ging dann über zur Beratung über die vorliegenden Entschließun- g en. Eine Resolution der Freisinnigen ersucht die Regierung, nodi in dieser Session einen Gesetzentwurf vorziilegen, durch den eine anderweitige Feststellung der Wahlbezirke herbeigeführt und die Gesamtzahl der Abgeordneten neu bestimmt wird. Eine nationalliberale Entschließung verlangt, daß durch Gesetz insoweit eine Vermehrung der Abgeordneten herbeigeführt wird, wie dies nach Maßgabe der veränderten wirtschaftlichen und Bevölkernngsrerhältnisse angemessen erscheint. Hierzu liegt ein Uuteqantrag der Freikonservativen vor, der diese Aenderungeu herbeiführen will mit der Einschränkung, „ohne Verminderung der Zahl und Vertretung der bestehenden Wahlkreise". Schließlich liegt hierzu vor eine sozialdemokratische Resolution, bie anszer einer regelmäßigen Neueinteilung der Wahlkreise vor jeder Wahl die Vorlegung eines Gesetzentwurfs verlangt, der allen Preußen über 20 Jahre ohne Unterschied des Geschlechts das gleiche Wahlrecht gibt. In der Absti m mung wurde der fozialdemokra- t i f ch e A n t r a g gegen die Stimme des Antragstellers, der f r eisinnige Antrag gegen die vier Stimmen der Freisinnigen und des Sozialdemokraten, und der n a t i o n a l l i b e r a l e Antrag gegen die acht Stimmen der gesamten Linken ab g el eh n t. Eine Entschließung der N a t i o n a l l i b e r a l c n ersucht die Regierung weiter, bei der bevorstehenden Revision der Strafprozeßordnung auf die Aufnahme einer Bestimmung hinzuwirken, wonach die Befragung eines Zeugen darüber, wem er bei geheimer Stimmabgabe seine Stimme gegeben, verboten wird. Sie wurde gegen zwei Stimmen angenommen, ebenso eine freisinnige Entschließung gegen die Stimmen der Rechten, die die gleichen Vorschläge zur Sicherung des Wahlgeheimnisses enthält wie der am Vormittag abgelehnte Antrag. Am Dienstag erfolgt die Feststellung des Berichts für das Plenum. 2lu$ Stafct und £anfc* Gießen, 4. März 1910. '* Provinzialdirektor Dr. Ufinger hat heute seine Dienstgeschäste übernommen. ** Ei n Ob stb au kursu S für Landwirte über die Grundzüge der praktischen allgemeinen Baumpflege findet vom 30 März bis G. April hier durch Kreisobstbau- techniker H oberer statt. Der Obstbau hat sich in den letzten 10 15 Jahren in unserem Kreise sehr gehoben. Jedoch steht nicht die genügende Zahl von Baumwärtern Mr Bewältigung der Baumpslege-lArbeiten zur Verfügung. Es soll nun durch Abhaltung unentgeltlicher Baumpflegekurse an dem geeigneten Hebungsmaterial der P fanzungen an den Kreisstraßen den Landwirten Gelegenheit gegeben werden, sich soviel praktische Kenntnisse anzueignen, daß notwendigste Pflege der Obstbäume selbst ausführen können j.^ct Unterricht erstreckt sich auf Herstellung von Baumgru7^il,-^Sortenwahl nach Lage und Bodenbeschaffenheit, Baumschnitt junger Bäume, AuSästen älterer Bäume, Baumscheiben, Bewässerung, Reinigen, Kalken, Bekämpfung der Schädlinge und Krankheiten. ** F r ü h lin g s n a h e n. Das Tageslicht hat bereits in einem Umfange zugenommen, daß es abends bis gegen 7 Uhr hell ist. Ter Frühling schickt sich an, allgemach seinen Einzug zu galten. Mit Macht schwellen die Knospen an Baum und Strauch, die zarten Blätter und Blüten drängen nach Freiheit. Die aus der Gefangenschaft des Winters zu neuem Leben erwachten Bienen tummeln sich schon an manchem warmen Nachmittag im Sonnenschein. Mit lustigem Gezwitscher begrüßt der Vögel frohe Schar den Frühling, dem auch das Menschenherz sehnend ent- gegcnschlägt. '** Elektrizität und Gaswerk. Zu dem Vortrag des Direttors Stolte in Krofdorf w'rd uns nachträglich noch mitgeteilt, daß ein Gasglühlicht von 16 Kz nur 155 Wärmeeinheiten pro Stunde entwickelt, die Kohlensäure Erzeugung eines IG terz. Gasglühlichles nur>22 gr pro Std. beträgt, ein guter Glühkörper bei normalem (Gebrauch 500 Brennstunden und länger benutzt werden kann, 1000 sogenannten schiefen Häuser auf der Kaiserstraße wurden ver- schiedene Altertümer gefunden, Münzen, römische Stempel u. s. w., die sich im Besitze des Zimmermeisters Füller befinden. ZL Reichelsheim i. b. W., 2. März. Unser langjährigem Gemeinderechner Friedr. Will;. Steten ist in hohem Alter ge ftcrbeii. Stadtrechner Dressel-Bilbel legte namens des Kreis rechnerverbandes, Beigeordneter Vogt namens des Kirchenvor- Landes einen Kranz nieder. w. Wetzlar, 3. März. Sämtlichen Kreisbewohnern ter 82 ländlichen Gemeinden, etwa 44 000 an der Zahl, tehen jetzt Wanderbibliotheken zur Verfügung. Diese wechseln jedes Jahr; es waren im letzten Winter über 50 000 Bücher im Umlauf. Dabei wurde die Be merkung gemacht, daß Bücher wissenschaftlichen Jnhcuts wenig begehrt, und solche historischen und beschreibenden Inhalts (Kolonien, Marine u. s. f.) gesucht wurden. Dir Verwaltung der einzelnen Büchereien liegt meist in den Händen der Lehrer und die Verleihung geschieht unentgeltlich. Ein besonderes 'Jütgenmerf wird auf solche Bücher gerichtet, die etwa in Häuser, in denen ansteckende Krankheiten Herrchen, gekommen sind. )( M arburg, 3. März Von den Abiturienten der Oberrealschule gehen zwei als F ar m e r nach Deutsch- Südwestafrika. — Gestern nachmittag wurden hier wie- >er mehrere Munsardendiebstähle verübt. Den Dieben fielen zoldene und silberne Uhren, Ringe und Bargeld in die Hände. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Brennstunden des neuesten Gasalühlichts (Jnvertbrenner, Olsobrenner usw.) von 50 Kz. Licht einschl. 2 Glühkörper ä 50 Pfg., 1 Zylinders ä 25 Pfg. und 1 Stiftes ä 10 Psg. bei einem Gaspreise von 21 Pfg. für den Kubikmeter Gas nur 13.95 Mk. kosten (hierbei ist zugrunde gelegt, daß der stündliche Gasverbrauch einer Kerze 1.3 1 beträgt, während wiederholt von einmanbfreier (staatlicher) Seite 'festHestellt ist, daß her (Gasverbrauch nach 100 Brenn stunden für die Kerzen- smnde nur 1.03 1 beträgt), und die sog. ,3afnirmotore (schnellaufende Gasmotore von 2 PS. und stärker in Anschaffung und Betrieb nicht teurer fein sollen als Elektro- motore. Das Patent ats Geometer 1. Klasse für den Kreis Gießen wurde dem Geometergehilsen KUrl Wagner ans Beuern erteilt. 1 Das Regiments-Kommando ersucht uns auf Grund einer kriegsministeriellen Verfügung, nach der Schülern, ganzen Schulen oder einzelnen Klassen, auch Fortbildungsschulen, die Teilnahme als Zuschauer bei Paraden, Manövern ober interessanten Hebungen ermöglicht werden soll, um Bekanntgabe folgender Mitteilung: Am Mittwoch, 9. März, findet eine größere F e l d d i e u st ü b u n g zwischen den Garnisonen Gießen, Butzbach und Marburg statt unter Teilnahme von Kavallerie-Kommandos. Die Hebung wird gegen 9.30 vormittags westlich Großen-Linden stattsinden. Hm 10 Hhr ist voraussichtlich ein Gefecht zwischen Großen- Linden, Lützellinden und Hörnsheim. Das Regiments-Kommando ersucht unt Mitteilung bis zum 7. März, ob die Beteiligung einer größeren Anzahl Schüler als Zuschauer zu ermatten ist, um, wie in der kriegsministeriellen Verfügung vorgesehen, einen Offizier zur Führung und Anweisung eines geeigneten Platzes zu kommandieren. ** Stadttheater. Auf das Benefiz des Regisseurs Hermann Norden am kommenden Dienstag sei ganz besonders hingewiesen. Der beliebte Charakterkomiker unserer Bühne hat durch seine köstlichen Gestalten — wir erinnern nur an feinen „Bertram" vom vergangenen Sonntag - dem Publikum so viel heitere Stunden bereitet, daß ihm als Gegengabe ein volles Haus an seinem Ehrenabend sicher fein dürste. Die Vorstellung (Hochtourist mit Herrn Norden als Mylins in der Hauptrolle) findet im Abonnement statt. '-^Schwurgericht. In der nächsten Schwurgerichtsperiode werden folgende Fälle zur Verhandlung gelangen: Montag, 7. März, Dorrn. 9y3 Uhr: Büglerin Elis. Löwer von Gießen wegen Kindesmords. Anklagevertreter ist Staatsanwalt Trümpert und Verteidiger Rechtsanwalt * Die Gebrüder Wright haben, mie aus New York gemeldet wird, eine richterliche Entscheidung erwirkt, nach der sie allein in den Vereinigten Staaten ba* Recht haben, Flugvorstellungen zu geben, oder überhäuf zu fliegen. Sie haben jetzt eine Verfügung erwirkt, bie dem französischen Flieger Paulhan das Fliegen in den Weststaaten unmöglich macht. Was würde man sagen, wenn amerikanische Erfinder in Europa geradeso behandel' würden? — Ein frühes Erkennuugszei chen der Maser:'. Ein Zeichen, das bei Masernerkrankung mir in beit seltensten Fällen fehlt, sind die sogenannten Kovlikschen Flecken. Es handelt sich dabei um winzig kleine, höchstens 1 Millimeter betragende, nm wenig über die Mundschleimhaut enrpofragende, oft mit einem roten Hof umgebene Punkte, bie anfangs näßlich und fast durch scheinend sind, und später bläulich-weiß werben. Ta sie oft schon vor dem Ausbruch der Flecken auf der Körperoberflache sich in der Mundhöhle entdecken lassen, so ermöglichen sie eine frühzeitig, Erkennung der Masernerkrankung und deshalb eine frühzeitig, Behandlung. Wie Dr. Toss mitteill, haben rumänisch^ Aerzte bet einer Masernepidemie 143 Fälle untersucht und dieses Kvplih'ch: Zeich-.rn 130 mal. nachweisen können. Es findet sich hauptsächlutz an der Innenseite der Wangen und der Lippen, besonders brr Unterlippe. Ulm es gut wahrzunehmen, muß man Togeslicb! ober elektrische Beleuchtung haben, während bei Lampen- vdci Kerzenschein die Flecken ganz unsichtbar sind. Sie sind im Durch schnitt 2 bis 6 Tage lang wahrzunehmen. * Vermutung. „Sieh mal, Papa, diesen Fisch haben wii vor zwei Stunden geschlachtet, und jetzt wackelt er immer noc mit dem Maul!" — „.Hm — das ist wahrscheinlich ein Weibchen! Kleine Tageschro-'ik. Gestern vormittag stießen auf der Strecke Kloster Mans f e l d — Schloß Mansfeld zwei Wagen der elektrischen Kleinbahn infolge dichten Nebels zusammen. Ein Wageie führet wurde schwer, drei andere Fahrbeamtc und drei Fahrgäsn leicht verletzt. Wie jetzt feststeht, beziffert sich die Zahl der Toten und $er mißten in dem von einer Lawine verschütteten Eiscnb ahn zugc bei Everett im ganzen auf 84 Personen: es besteht NU! wenig Hofsnnng, noch Heberlebende zu bergen. Dem Flieger Rangier gelang gestern ein Flug von Mo- n a c o über daS Meer nach Kap Marti n. Bei der im Bau befindlichen Eisenbahn Wolga—Bugulmynel sind vier Millionen Mark gestohlen worden. Dc: Präsident der Verwaltung N e r a t o w sowie sein Bruder, der ebenfalls einen hohen Posten bekleidet, wurden verhaftet. Büchektisch. — 'Der Vizepräsident des österreichischen Abgeordnetenhauses, Engelbert Prrnerstorfer, eröffnet die soeben ersät'inente März nummer der „Süddeutschen Monatshestc" "Müncl^en, Südbentsche Monatshefte) mit einem großen politischen Beitrag über bas „Oesterreich von heute". Ter Münchener Augenarzt Pwsessor Fritz Salzer schilbort seine „Eindrücke IM* Felle Prozeß", bei dem er als Sachverständiger zugegen war. Von und über Paul Hehse, der am 15. März seinen 80. Geburtstag begeht, enthält das Heft nicht weniger als drei Beiträge: anS uer Feder des Jubilars flammt ein 1871 entstandener Märchen- ichwank „Die Geister deS Rheins", ein Nachltang des großes Krieges. 'Rach seinen Tagebückum schildert Helene Rass ^,Poul Hepse als Politiker" imb Josef Hosmiller widmet Hewe dem 2id'tcr eine Abhandlung. In seinen „Philosophischen Strciszügen entwickelt der MüiEner Pbilosophieprosessor Hans Eor nelius das Verhältnis zwischien Pspclwlogie und Philosophie, und Adois Hildebrand steuert einen neuen Aufsatz bei „Zum Problem der Form". Neben Ludwig G a n g ho fe r S, „Lebenslauf eiws Optimisten" vertritt durch ihre Novelle „St. Eanziau" AnM! Hilaria von Eckel glänzend das Gebiet der Erzählung. Peters. Diensta.g, 8. März, vorm. 9 Hhr: Lanbbriefträger Hch. L ö w e n!st e i n von Wieseck wegen Verbrechens im Amte. Anklagevertreter Staatsanwalt Trümpert, Verteidiger Rechtsanwalt Elsoffer. Mittwoch, 9. März., vorm. 9 Hhr: Diewstlknecht Johann Hch. Gerhardt von Laubach wegen Notznchtsver^uchs. Anklagevertreter Oberstaat: anwalt Lang, Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Leop. Katz. Donnerstag, 10. März, vorm. 9 Hhr: Maurer Friedr. Ludlv. Euget und Zimmermann Franz Bender von Vi-bel wegen Raubs. Anklagevertreter: Staatsanwalt Dr. Brill, Verteidiger für Engel Rechtsanwalt Arnold und für Bender J.chizrat Grünewald. Freitag, 11. März, vorm. 9 Hhr, Kutscher Georg Schnautz von Bad Nauheim wegen Notzuchtsversnch. An klagevertreter Oberftaatsanlvalt Lang, Verteidiger Rechtsanwalt Peters. •• Verein für Fcanenstimm recht. Im Hotel Schütz sprach gestern abend Frl. Martha Zietz-Eutin über „Das Emigungsprogramm der Liberalen und die Frauen^, Sehe man sich den am 18. Dezember vorigen Jahres veröffentlichten Programmentwurf der neu entstandenen liberalen Partei an, so erkenne man unschwer einen bedeutenden Rückschritt in der Sache der Frauenbewegung im allgemeinen und des Frauenstimmrechts im besonderen, welches überhaupt nicht genannt werde. Die Rednerin verspricht sich von der Gleichberechtigung der Geschlechter einen bedeutenden Aufschwung auf allen Gebieten, da die Frauen ein von Idealen getragenes Ferment in das öffentliche Leben hinein brächten, »voran es zur Zeit sehr mangele. In der darauf folgenden Ansfvrache wies der als Gast geladene Vorsitzende des freisiuuigen Vereins darauf hin, daß das Einigungsprogramm der Liberalen nur ein Miudeslprogramm sein könne, worauf mciter zu bauen sei. Die Wünsche der Versammlung wurden in einer eiusiimmig angenommenen Entschließung niedergelegt, die der nächsten Sonntag in Berlin endgültig zu gründenden liberalen Partei unterbreitet werden sollen. ** Haftentlassung. Der seinerzeit lvegen Unter- schlagung int Amte in Haft yenommcne Eiscnbahn-Materia- lienverwalter Rammel hier ist wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Wie verlautet, wird seine Aburteilung vor der Strafkammer ftiattfinben. " Fesl gestellt. Der Selbstmörder, der sich vorgestern hier erschoß, wurde in der Person des 34 Jahre alten Landwirts Karl Peter Fels au5 Hackenheim bei Mainz e'tgefteQt. Gegen ihn sollte angeblich ein Strafverfahren eingeleitet werden, weshalb er sich von zu Haufe entfernte und hier die Tat auSfübrte. ** Tiers chutzverein. Die 35. ord. Hauptversammlung des Tierfchutzvereins für Hessen findet am Mittwoch, Id. April, in Schotten statt. Die Tagesordnung lautet: Protokoll der letzten Hauptversammlung. Rechen- sck>astsbericht für 1909. RechnüngSablage für 1909. Voranschlag für 1910. Anträge des Ausschusses. Etwaige Anträge der Mitglieder. Vortrag deS Lberlehrers Dr. Rausch über unsere Haustiere im Lichte der Sprache und Geschichte. ** Preußische ü l a f f e n - V o 11 e r i e. ?ie Erneuerung der Lose zur 3. Klasse hat unter Vorzeigung der Lose 2. Klasse bei Verlust des Anrecbis bis zum 7. März zu nefchehen. Auw müssen bis dahin die m der 2. Klasse mit Gewinn gezogenen Xfofe gegen die enlsvlerbenden Freilose eingereiebt werden. △ Hunge n, 2. Marz. Unjere Molkerei hat im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 3 Millionen Liter verarbeitet. Ter Reingewinn ist 5435 Mk., bie Mitgliederzahl flieg auf 502. — Zahlreiche tote ober sterbende Fische fand man gestern in der Horloff besonders bei Ruppertsburg und Villingen. n. Schlitz, 3. März. Am Mittwoch abend hielt in der dicht besetzten Turnhalle Missionsinspcktor Bemann einen Lichtbildervortrag über die Leipziger Mission in D c u t s ch -O st a f r i f a am Kilimandscharo. In längeren, oft von Humor gewürzten Darlegungen schilderte er Land und Leute, Sitten und Glewohnheiten der daselbst ansässigen Negerstämme, und die Arbeit und Erfolge der Mission unter deuselben. Zahlreiche gut gelungene Lichtbilder verauschau- lichteu die Ausführunben des Redners. Au freiwilligen Gaben und an Erlös für verkaufte Missionsschriften gingen über 70 Mk. ein, ein Zeichen für den Missionssinn, der schon seit langen Jahren hier heimisch ist. — Aus unserer 2tadtkirche sind nunmehr die Ocllampen verschwunden, an ihre Stelle ist elektrisches Licht getreten. Allgemein ist man mit dieser Art der Beleuchtung, die ein Iäum feierte der Missionsverein unsere. pvwti ■ «ujtt <’ le bf6 „ L oon (^, 11 ial5 l jebtr^ ' llllb bf,:- Scioetbt ? roirb | eine; ; \ ’Durben t;. N Stem;: § Sütter tt i^h*. n der Verfüg, ^ten 5 ! rbe die r; ! Elen 3nlr । eichreibW i mrden. ' ueisi in £v iinentgettl!: her ocrid)’;; kheücnL turienii; HDeutst den hier 17- Dieben jitini rgeld in k Mi und bei bei zahlM: ungsimW^ uflenofiei’ den Ruhci^ 's wurde hc- eivählt. des Mihi"- das Urteil > ing des )lnrf Denim ebearünb! die SuTiii't? Die aus fang erlm: Ltamen V er üUtte , erwirU iegen in man |c deso behan der Mast seltensten B Es fianixlt bettagendkl' sit mit tiß Äa sie vssi^ bcr'M. > eine Weik eine siüdB Nische AA1 dieses MM sich bouDti^ it, besonder,/ man W« i LMvc^/ ic sind iw»’ . Fisch W;„ t fr immer» i*«* eleltrM en. EinZ id drei Toten * i Flng DDr‘ M ei Sladlrat beschloß, die lieferung e i n st e l l l e n. Die Kolonne Moinicr viele verletzt. Amtlicher Teil. VerwndtaR9 neweine z •RAUB^ Konfirmanden-Schuhe u. -Stiefel 1237 dess@ Znh. Rich. Grünewald. a‘ t Mitglied d. Rabatt- Lparvercinigung Die Untersuchung über bic Uh im Arsenal von Toulon zieht Mehrere erregende Äerhastungen kauft man zu billigen Preisen in guten Qualitäten bei gegen diese Entsckxüdung. Paris, 4. März, r c gclinästigke i te ii immer weitere Kreise, follen bevorstehen. März. Nachdem ich zum Provin'iaidiretior der Provinz Ober- Hessen und Kreisrat des > rcbcv Gießen ernannt worden bin, habe ich die Dienstaeschäste heute übernommen. Gießen, den 4. Marz 1910. Dr. Usinge r. W. Koch — prakt Zahnarzt. ZZ Forsbaussicht aus 50 Psg. jür iedes Heltar der Ganerndewal^ düngen zu erhöhen. Es en.svrunt sich hierüber eine längere Aussprache, in deren Verlaus ^inanzminister Dr Braun aus dieserhalb geäunerie Bebenten bin den Vorschlag macht, es der Regierung zu überlasten, den Beitrag zu den Forst- besotdungen bei Ächät- und anderen schlecht rentierenden Waldungen niedriger zu bemessen. Eine Abenchitzung sinder heute nicht statt. Em „Milchkrieg" in Mannh im. Mannheim, 4 März. 92ad) dem „Mannheimer Ge neral-Anzeiger" ist hier ein Z w i st z tv i s ch e n d e n Milch- Ir ä n d l e r n und den Milch Produzenten ausgebrochen, in dessen Verfolg die Produzenten die Milch- rabtmclfcuimen. AuS der Zweiten hessischen Kammer. R.B. Darmstadt, 4. März Die Zweite Kammer begann heute mit der Einzelberatung des Staats Voranschlags. Kapitel 1, Reste aus früheren Jahren, wurde ohne Aussprache angenommen. Bei Kapitel 2, M o meral- und F o r fi b o m a n e n des Großh Hauses, sieht der Voranschlag vor, daß 80003 Mk. weniger als un vorigen Jahr aus dem Ho z- und Rindenerlös eingestellt werden sollen. Der Ausschuß beantragt, 50090 M mehr ein- zustellen und die Beiträge der Gemeinden zu den Kosten der Milchhändler zu unterstützen und unter Umständen Milch aus dem Ausland zu beschaffen. Köln, 3. März. In der Stadtverordnetensitzung teilte der Ober-Bürgermeister mit, daß der kürzlich verstorbene Geheime Kommerzienrat Andreae der Stadt 210 000 Mark zu gunsten der Armen vermacht habe. Mannheim, 3. März. Zum Intendanten des Los- und Nationallheaters in Mannheim wurde, wie die „Neue Badische Landeszeitung" meldet, als Nachfolger des Dr. Hagemann Professor Gregor t 'aus A i e n gewählt. (Ferdinand G r e g o r i ist am 13. April 1870 zu Leipzig geboren, studierte zunächst Naturwissenschaften und ging dann zur Bühne. Ueber Lübeck, Barmen, Berlin kam e. 1901 ans Burgtheater nach Wien. Grcgori hat sich besonders durch seine ästhetischen Schriften einen Namen gemacht. T. Red.) Wöchnerinnen laufen ihren Bedarf in Verband« .*toffen. Gumini- *■ »terlagcn etc. sehr vorteilhaft in der (849 Central - Drogerie Emil Karn, Schulstrastc. Casablanca, 3. ist gestern nadt Ain Fouezer zurückgelehrt. Sie meldet, der Stamm der Ouled Koriffat, gegen den die letzten Kämpfe smltfanden, habe seine Unterwcr ung angeboten. Die Mörder des Leutnants Meaux hätten sid) zu den Zaers geflüchtet. I n n n e a u (Alasca), 3. März. Durch eine Explosion in den Treadwell-Minen wurden 23 Arbeiter getötet und Max Marum Bahnhofstrasse 4. Bitte mein Schaufenster zu beachten. “WR (1321) Vertreter: Itriopb U. LcUlJ^ß, Msrbur^ a. d. Lahn, Bahnhofstrasse 13. Fernsprecher 419 6"/, Dortmunder Löwenbräu der «IW» 8roh-Br«»mi Dorfmnnbs. Helles Bier edelster Art, bestvoll- kommcnster Ersatz für echtes Pilsner. Medizin, und tednt. Trogen, Cbemitalien, Materialwaren, Ebemiichc Svezialitäten eigener Fabrikation. «-Künd, j^tto Schaaf, ßitp, SeltcrsTOca 39. Klein und Grosthandel. Auslunii über chem. techn. fragen. Neustadt iHaardt), 4. Marz. Zum Löchrigen ^uvl- läum des Kaufmännischen Bereins Neustadl und des gleich. zeitig stattsindenden Perbandstages der badischen und psäl zischen kaustnännisd;cn Vereine tvird vom Juni bis 4. Juli in Neustadl eine Jub il 8 u m san s st e l lu n gs für G e s ch ä f.t s be d a r f und L a n d e l s w t s s e n schäft veranstaltet, wobei verschiedene Haudelshochschul dozenten Vorträge halten werden. Rv m , 4. März. In dem Streit um die N ibt de n fto 111 c bestätigte das römische Dribunal, die Bcschlagnahnv der rrtanie durch den Bürgermeister. Die Banca Commcrciale appellierte Pianos Flügel Harmoniums Ständiges Lager von 150 bis 200 Instrumenten Vertretung von Pb. Stein weg, Jbach. iSchiedmayer A Sonne, Hand. Hömhildt u. e. w. Annahme gebrauchter Instrumente. Günstige Zahlungsbedingungen bei Raten. Höchster Bar-Rabatt Garantie 10 Jahre. Vermietungen: 2 bis 10 Mark pro Monat. Stimmungen, Reparaturen. Franko-Lleferung. \ August Förster in Gim nnii Lieh. Mas ist Kleopalra ? 01690 Meine Wohnung befindet sich vom 1. März ab plodßtee 12 M) I Apfelsinen! I Aus gestern und heute cingctrosfenen Zufuhren offerieren wir: feinste Valencia-Apfelsinen per Dutzend 30. 40, 50, 70 und 100 Big. Murcia - Blut - Apfelsinen ver Dutzend 60 Psg. und 100 Pig. Eechte Messina - Blut - Apfelsinen innen und auhen dunkelrot, ver Dtzd. 80 Big. u. 110 Vfg. Avfelnnen sind ictzt aui der Höbe des Wohlgeschmackes und hochentwickelt km Aroma. Frische Messina-Zitronen ver Dutzend 30, 60 und 80 Psg. 3)lonbiiri!itn,jr.lr(mbfn,il?!kpicl,$Mcr=!Blaroiitn Frische franz. Zwiebeln (harte haltbare Ware), per Pfund 10 Psg-, 0 Pfund 45 Psg. Hochachtend Gehr. Berdux Suppen für die sonst Butter genommen wlr^ bereitet man ebenso schmackhaft, aber GViel billiger mit G Siegerin oder Möhra Margarine, den beiden besten Butter-Ersatzmitteln in höchster Vollendung! Feinstes Butter-Rroma und delikat im Geschmack! (Jeberall erhältlich! Alleinige Fabrikanten: A. L. MOHR G. m. b. H. RLTONR-BRMRENFELD. Flaschenbiere- Original-Füllung unserer Niederlage. Hygienisch rein. Sehr wohlbekömmlich. Niederlage: H. Heyne • Giessen Walltorstratze 5. Telephon 322. 653 Dampfer des Norddeutschen Lloyd m Bi einen Briefe zum Satze von 10 Psg. für je 2-5 Gramm Gewicht nach den Vereinigten Kraalen mit. Tie Briefe müssen den Vermerk „ü bet B r em e r- tz^aven" tragen. 8. Biärz: ..Kronvrmzefstn beeilte", 12 März: ,George Waihington", 22. März: «Kaifer Wilhelm 11/ ; 2. Avril: 'Prinz Friedrich Aiilhelm", 5. Avril: „.üaiscr B. ilhelnr der Grone". Märkte. fr. Frankfurt a. M., 4. Marz, d e u- und S t r 0 hniark t. 9lngeiabren waren 10 Wagen \iei^ und 0 Wagen 2trotz. Bezahlt wurde für Scu Mk. 4.50—ö.UO, Strotz lttorn-Langsirotzi Alk. 0du big o.OO. Alles je 50 Kg. Tie Zufuhren waren aus Lberhessen. mefchWftält.__ Allgemeine Wetterlage feit Donnerstag stütz: Das intensive, mit feinem Zentrum langfam ostwärts nach Rnstland numdernt«' Hochdruckgebiet beherrscht ganz unser Welter, io bau heilet er Lümmel vorwiegl. Infolge östlicher Lufillrömung ist cs etivas kützle> qe- ivorden. — Ein neues Tiefdruckgebiet ivestlich der britischen Inseln gcwimtt morgen noch keinen (iinfliir,.^ Welteranssichten in Hessen am SamStag, dem 5. Aiärz 1910: Vorwiegend heiter, nachts kalt b,s zu Frost. Versteigerung. Samstag den 5. ds. Mts., mittags 12 Uhr, wird ein beim Grohh. Polizetamt eingeliefertcr wertvoller, reinrassiger, deutscher Schäierbuud versteigert. Giesten, den 4. März 1910. Kimmel. 1315)______Polizeiwachlmelftc r. Bei Husten Heiserkeit sind Menthol Guka Ihptus Bonbons, Marke,Farri' die Venen. P. 30 Psg. Berkaufsn Pelikan Apotheke, Kreuzvlav - Kolosseum Biograph Biograph Telephon

Garantie. Auswahl. OsbAsien und Australien Reic" eocetdampfef • Linie* Mk. per Woche. Teil’ Nflheee Auskunft wtehe* norddeutscher Uoyd in Bremen Junge Foxterriers Prachtexemplare. äb Atmeben. Ol7b,l (5- Herbert, Dlarktolatz L Süddeutsche Markthalle Rudolf Löweuttciu L LLomv Fabrik dient. Präparate, BahnHoistrabe 24. rZiau TÜlfcr, Neustadt 30. Engelhardts Chasalla Normalstiefel Möbel, Betten, Polsterwaren, Schlafzimmer Norddeulscherllßyd BREMEN Nord« und Süd- Amerika New York rweteN wöchentlich direkt oder Ober South am oton- ChorbOUTD Baltimore • Oefweetow Brasilien und La Plate In der Altstadt belegen, kleines Wohnhaus mit Hosraum und Stall, sehr geeignet für einen Handwerker, unt. sehr günstigen Bedingungen zu uerfmtfen oder au vermieten. Schristl. An geb. unter 01734 an den Giefteuer Anzeiger erb maehefi das schmutzigste Metall spiegelblank. In Flaschen von 10—50 Pfg. überall zu haben. Fabrik Labssynsfei & Ct„ Berlin SO. Metall Politur 1 Chemische Fabrik <'«iieten feit ??'! Ünterjf ■Me ben i 'Amtliche ■gnllnüa, pme 9lotu äs » L fesn Zetteln SS Herd S\N ei -MW att< habe ick 9e(c' eußcr man iU Mße ■ itnb cinjetie: $ ist Zeü, d iion jcgt.dai mcrg'sch ^ro Lteuervc Kelmögensst' 6er Griten bas mürbe d 'tuijerie sonde cß gut entgr jrits ist bte pürbe. hättc für 1000 M nötigen Teui Die Gtflani; ter Beamten ten ßrfiärun Ksenbahnvel Vertrags nit digeren an i cd) hoffe, da mlaffen körn ,]n der Bern Ästen Hand man sparen on beteuert, nicht da ein Mch'ichten das Mmisle gegen die '] bare, ehrüä iDÜtbe ein habe bezw. tung soll an Steller sie neulich heimNijiÜ M fo iu bi Siebung b .demokratische pte Rcgierui ' Irtell zu sä Partei, eine sandeln. Schluß F- k ,* be; *** dessen Agenturen in Giessen: Carl Loos, 3 artinberg: Julius Carl, - Friedberg: Isidor Schulhof Mädchen fe» in der Stadt gedient hat, sucht Stellung in besserem Hause. Schnttl. Angebote unter 1825 an den (siebener Anzeiger erb. Heinrich Euler, Batmhontrafie 54. Kontorist. Schristl. Angebote unt. 01751 an den Gteh. Auz. erb.____ 017521 Stütze, Haushälterin und ein Hausmädchen suchen Stetig. IJJtlmann Giessen, Plockstr. 14/16. bar Preise Uhr. Sonntag den 6. Mär5 1910 Nachmittags 3'/, Uhr Kleine Preise! Kleine Preise! er- xovitat! „Der dunkle Punkt4 Schwank in 3 Akten von Gustav Kadelburg und tllndols Predber- Anfang3'/, Uhr. Gndcgeg.öV-Uhr. Abends 7V, Uhr Kleine Preise! Kleine Preise, Unter Mitwirkung der "avelle de^ hiesigen ^nsant.-Reglmentc- „Kaiser Wilhelm" (Nr. 1161 „Robert und Berlram. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Abteilungen v. Gust. Raede^ Ans. 7'/, Uhr. Ende geg. 10'/- Uhr. hm 3. Bild. Einlage:, „Salome-Parodie Das natürlichste, aus der frischen Brennessel, , nicht aus Wurzeln oder Extrakten hergestellte, altbewährte, überall eingeführte Haarwasser b. Schuppen, Haarausfall, Kahlköpfigkeit ist [ss19/, Wendelsteine? Häusner’s tanl-SpirilH Flasche L-, 2.- u. S - Mk. Schutzmarken „Weudelstciuer Kircher!" und -Brennessel". Nachalimungen weise man entschieden zurück. Alpina-Seife 60 Ps., Brennessel- Haaröl 60 Pf., Pomade 1 Mk., Alpina-MilchSMk., Alpenblumen Sommersprossen - Creme 2 Mk., Wendelsteiner Schänbeits-Tee ä Mk. 2.50. - Zu hoben in Apotheken, Drogerien u. Parfümerien. UniversUäts-Apothete a. golden. Engel. A. Noll, Kreuz-Drogerie, ---Schaaf. W.Kilbinger.^owen Dtva., Karn, CentrahDrog. Pfund 70 Pfg., empfiehlt die Giehener Fleischhalle. Walltorstrafie 34. N. s^üntber. Johannes Schulze, Greiz liefert vorteilhaft u. reell beite u. neueste Kleiderstoffe für Dame» u. Herren. — Bill. Preise. Fed. Mafi, Muster frei! Reste bill.znr Im vorderen Restaurant täglich grofies Künttler-Konzert des destrenommierten Damen-Orchesierö Eintritt frei. d@- .,UNioxe‘. "iss s ( Anfang 7' , Ufa: Habe alles aufgeboten, um dem uereyrl. Publtkum von Gtehen und Umgebung in leder Be zielmng ettuaü Gronartiges zu bieten und bitte um srdl. Zuspruch. Dtrektton Albert Rappmann. Montag den 7. März 1910, abends 8l/3 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn OeiTeiitl. Vortrag von Dr. Bruno Wille aus Friedrichshagen über das Thema: „Ne 18$ die Xwt befreit“. Eintritt 40 Pfg. Reservierter Platz 60 Pfg. Kaol ', 7f r.HMWW '-s • Extra-Einlage, nur für Freitag und Samstag Eine geheimnisvolle Affäre in einem Mufeum. oi76g Ein ganz vorzüglicher Detektivfilm, der den größten Beifall finden wird. Dir Itlibl^ Mtll Heute Freitag, 4. März 1910, abends 8 Uhr Grosse Spezialitäten - Familien • Vorstellung mit der neuen Attraktion vom Albert Schumann-Tbeater, Frankfitrt, Wille und Stoewae, die eleganten Kavaliere lohne xionEurrena). , . ____ 1828 IST Vorverkaufbilletts find gültig. Samstag, S., Sonntag. 6. und Montag, 7. März Gastspiel Otto Reutter, Deutschlands bester und populärster Humorist. Der Liebling des Gtefiener BubUkumd. VillcttS find im Kolofieum-Nestaurant von vormittags 11 Wir an zu haben. Die Platze zu dem Reutter-Gastspiel sind numeriert. 2. Platz unnumeriert. Bestellungen nehmen die.Aorverkcmsstellen an. Sonntag, 6. März, tritt Herr Ctto Reutter auch in der NachmittagS'Borstellung, 4 Uhr, auf. 6> X Mk. tügl. Berd. d. Berkaus ** m. Pateut-Artlkel s.Herren. Neubcitctt - Fabrik Mittweida- Markersbach Nr. 6V. Ihv^h Wöhüiöigtt SDlonnÄffi und kleiner Kaution gesucht. t)iur solche, denen es an dauernder Anstellung gelegen ist, belieb. Meld. u. 0170» an d. Gictz. Anz. zu richt. Kt» förirdf findet dmiernve Be- Vitt vU|llU. schanigung bei n Äaichcn unh Bügeln wird stets angenommen. Frau Freibvfer Wwe., Erednerurane 41. Solideo hiesiges Unternehmen sucht für sofort oder später Mk. 4 0 000 gegen hohe Zinsen und doppelte Sicherheit. Auf Wunsch rasche 2(moritmtiou. Schristl. Angebote unter 01735 an den Gies;. Anz. erbeten. _ Mk. 1500 «Wft Geschäftsinhaber iHansbefitzeri zu leih, gesucht Schristl, Augeb. unt 01647 an den Giefi. Anzeiger. Visitenkarten liefert r«uwh und billiget ttriibl'eche Ueuv^OcucÄcrd. Plattduisken iti’d Ecnhorn Van Dage, Froeda«^' abends Koht mit Npeek nn Pinkel.(IS zoheiiMfieerArijMkr, ehr voll und reich tragend, fojyic Zwergobttdäumc sofort billig abzugeben. (1308 Eim, Friedrichstr. 12 l. 01718» Mod rncü, dunkelgrünes Frülnabrskostüm billig zu verk. Wetzlar, Sophienstr. M II. Mein Haus, Asterweg 3, innen u. aufien neu renoviert, billig zu verkaufen oder zu vermieten. (01769 G. Trinkaus. Sporitiegewagen 8u wrtrnfa. nctM)eB 6 n Zwei güt erhaltene WPiiller-Wagkil zu verkaufen. ' (1314 Ludwig Germer, Heuchelheim. 01755» Schwarzwurzel billig zu verkaufen. Seltersweg 81 j.1. l. 01757» Selbst eingekocht. Birnen- bouig w. abgegeb. Wilionstr. 4. Billa nut Garten zum Allein bewolmeu, rtllarburger Str. 14, welche Herr Provinzialdtrektor Gebeimerat Dr. Breidert feit acht Jahren inne hat, Ift wegen dessen Berufung nach Mainz zum L $ult od. früher zu vermieten. 10 Wohn- räume, Küche, Badezim., Balkon, Zubehör- 11294 Berlagsbuchhändler Rotb, __Marburger Str- 20. 014111 r> Zimmer-Wobnung per 1. April zu vermieten. _______Balmbofstratze öS. 472! Plockttr. 10 ist die 2. Stock- wohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Avril zu verm. Näheres im Laden. _________ 01754! 3-Zim.^Wohn., neu Herger-, an ruhige Leute zu vermieten. Näheres Steinstr. 70 I. l. Funger Hqusburichc gesucht. 01766! ttreuzvlatz ll. Lehrling mit guter Schulbildung zu Ostern gesucht. 11278 Sack & Fugbardt, SemcntroarenfabriE und Bau- matertaliengeschäft._______ Kolonialwaren - GrotzHandlung sucht zu Ostern einen jungen Mann mit guter Schulbildung zum Eintritt als Lehrling. Schristl. Meldungen unter 12/9 an deti Giefiener Anzeiger erb. 0'^'1 Ein tüchtiges/in Küche und Hausarbeit crmbrcne§ Mädchen wird in gute Familie z. 1. Avril gesucht. Persönliche Anmeldung von 7—8 Uhr abettds Stctnstrafie 51 III. '2«l Wegen Verheiratung'meines jetzigen, tüchtiges Mädchen, das kochen kann und alle Hausarbeit versteht, per 1. Mai zu einzelner Dame gesucht. Vermittlung nicht ausgeschlosfen- Fr. M. Rofcntbal. ^(ebigitr. 13. (Tintadjcü Kochlebrsräulein fle« sucht. Frau Zimmermauu, O17o6i____ Kasino, Wetzlar. peinliches u. ordentltcheü Laus- mädchen für gleich gesucht. 13171 Bcrgstrafie 5 II. Et. 5b|l=Sarttn g Sfiober Zu erfragen in der (scfchähe« stelle des Giefi. Auzeig. «01765 IUcimaffßc kliMk Soggc, 5 Monate alt, zu verkaufen. Adam Kunz, Frankfurt a. M-, 1323> Kleine Obermainftr. 2. 10 bis 15 tücht. Zimmerleute finden dauernde Arbeit gegen hoben Lohn. Georg Franz, Zimmermeister, 1W| Vaubach t. Obcrhessen. Wärter sofort für Aushilfe gesucht. (B4/s __Chirurgische Lttinik. Lehrling Fräul. sucht Unterricht in der enal. Sprache, svez. Konversation. Schristl. Angebote unter 01762 an den Giefiener Anzeiger erb- Für Händler! Bei Märkten in Gietzen kann Bich billig eingestellt werden, Harburger Straße 66. 1311 Braun. “ Saubere 2 au ff rau ncluÄt.' ' 13201 Mäusburg 11 solides Mädchen das schon in Stellung tvar stir Küche und HanS per 1. April gesucht. Zu erfragen 1303 LuDwigfir. 371. mittags 1--3 Uhr. Braves Mädchen zu Ende März od. 1. April gesucht. 016861 Wett-Anlage 10 p Gut empfohlenes solides [1293 Mädchen M