Ausland. Dom hessischen Ludewigsorden. An die Verleihung des Kommandeur-Kreuzes 1. Klasse des Hessischen Ludewigsordeus an den Finanzminister Dr. Braun knüpft der „Darmst. Tagt. Anz." die Bemerkung: „Minister Braun ist der einzige nicht fürstliche Inhaber des Kommandeurkreuzes erster Klasse deSLftdewigsordensund auch der erste Minister, der ihn erhalten hat. Da diese Auszeichnung nur für Verdienste um den Thron des Grofl Herzogs oder des Großh. Hauses verliehen wird — usw." Von unterrichteter Seite wird uns zu diesen Ausführungen des Darmstädter Blattes mitgeteilt: Der Ludewig s o r d e n , dieser h ö ch ft e der Großh. Hess. Orden, der nur ganz selten und — wie schon bemertt — in der Regel fast nur an fürstliche Personen verliehen wird, gründet sich auf die am 25. August 1807 erfolgte Stiftung des Groß- Herzogs Ludewig I. Am 14. Dezember 1837 wurden seine Statuten erneuert. Auch scheint zu dieser Zeit die auf der Ordenstammer vorsindliche alphabetische Ordensliste (von der nachher noch die Rede sein soll! erstmalig angelegt worden zu sein. Der Orden zerfällt in Großkreuze (Komturkreuze), Kommandeurei. und 2. Klasse und Ritter 1. und 2. Klasse. Das Ordenszeichen besteht in einem gekrönten achtspitzigen schwarz emaillierten Kreuz, dessen runder roter Mittelschild den Buchstaben L und aut weißer Umfassung die Worte „Für Verdienste", im Abers „Gott, Ehre und Vaterland" auf schwarzem,Email trägt. Er wird an schwarzem Band mit roter Einfassung getragen. Wie schon bemertt, wird der Ludewigsorden nur sehr selten, und daun rast nur an sehr hohe und fürstliche Persönlichkeiten verliehen. Doch wurde in einem uns speziell bekannten Fall dieser Brauch einmal durchbrochen dadurch, daß am 21. Mai 1813 in der Schlacht bei Bautzen,d em gern e i n e n S o l d a t e n W i l h e l m B o m m e r s h e i m a u,s B e t t e n h au s e n , im damaligen Amt Hungen, die 2. Klasse der Ritter des Ludewigsordens verliehen wurde. Welches außergewöhnlich hohe Verdienst die Verleihung dieses höchsten hessischen Ordens an den gemeinen Soldaten und damaligen Bauerubur'schen aus dem Dorfe Bettenhausen veranlaßte, ist nicht überliefert. Vielleicht finden sich in den Aufzeichnuilgen des damaligen Großh. Hess. Leibgarderegt- ments nähere Angaben hierüber vor. Wilhelm Bommers- heim, ein sehr ehrenwerter und in nah und fern hochgeachteter Landwirt, lebte in seiner Heimatgemeinde Bettenhausen bis zum Jahre 1877. Er genoß in den Jahren nach 18,0 eine Ehrenpension des Königl. prcuß. Kriegsminifte- riums und besaß, außer dem Ludewigsorden, noch andere militärische Auszeichnungen. Interessant ist, daß dieser Wilhelm Bommerslfeim, im Volksmund als „Scholze Willem" bekannt, der Großvater war ernes angeheirateten Vetters des Finanzministers Dr. Braun, des verstorbenen Forstmeisters L e u e r von Lich, und auch der Gr o ß v a t er der Ehefrau des Slbg. Köhler-Langsdorf, Frau Schöffen bei Ztrastammerverhandlungen. Man schreibt uns aus Richterkreisen: Nach dem Entwurf einer Strafprozeßordnung sollen künftig die StrafTammmt in der Haupt Verhandlung 1. Instanz mit 2 Richtern und 3 Schössen besetzt werden: die'Schwurgerichte sollen bleiben, lieber die Zuziehung von Laien zur Strafkammer hat sich lebhafter Streit erhoben. Die Befürworter der Laien- rermehrung machen namentlich geltend, daß dies der Wunsch der Bevölkerung sei, das Volk verlange die größere Zuziehung von Laien. Mit Recht ist in einem' beachtenswerten Aufsatze von xt. Bang in Nr. 3 von 1910 der Deutschen Richlerzeitung daraus hingeivicsen worden, o b benn auch wirklich das Volk die vermehrte Zuziehung wünsche. Man solle es doch erst einmal ftagrn. Bisher sei es aber niemand eingefallen, sich darüber zu vergewissern. Ties könne man aber doch auf die einfachste, Art und Weise erfahren, wenn man diejenigen frage, die zweifellos am sichersten Auskunft geben könnten, nämlich diejenigen, die in der letzten Zeit als Schöffels oder Geschworene tätig gewesen seien. Bang schlägt bann vor, daß diese Erhebungen einfach durch Fragebogen erfolgen föunten. In der Tat ist der Vorschlag des ^Verfassers außerordentlich praktisch. Es bedarf keiner Ausführung, daß bei einer Durchführung desselben reichliches und interessantes Material erlangt würde, und sicherlich dann die Frage beantivvrtet werden könnte, vb das Volk die Laienvermehrung will oder nicht. Ta nun aber in absehbarer Zeit kaum daran zu denken ist, daß die Regierung eine derartige Erhebung in Die Hand ntmfmt, so wäre es äußiersi wünschenswert, wenn B. der Hessische R i ch t c r v e r e i n sich dieser ebenso wichtigen wie dankbaren Aufgabe unterziehen würde. Tie Erhebung brauchte sich nicht auf ganz Hessen zu erstrecken, vielmehr dürfte es wohl vorerst genügen, Erhebungen in Gießen, Mainz, Darmstadt usw. und in dem einen oder anderen ländlichen Amtsgerichtsbezirk anzustellen. Es wären hierher etwa folgende 7>ragi.n den im Jalne 1909 tätig gewesenen oder Geschworenen vorzulegcn: ~ .. 1. Sind Sie für Beibehaltung der jetzigen Schöffengerichte< 2. Sind Sie bannt einverstanden, daß leichtere Ltraftachen von dem Amtsrichter allein abgeurteilt werden? 8. Sind Sie für Zuziehung von Schöffen zu den Behandlungen der Strafkammern in 1. Instanz? . 4. Sind Sie für Beibchältrmg der jetzigen Schwurgerichte? 5. Sind Sie für Umiiandlung der Schwurgerichte in große Schöffengerichte? ... . , Es wäre ichr zu hoffen, dag der teiUldte Richterverein iick- Ocr Sach annim'nrt. Das Ergebnis ter Erhebungen würde lieber die aufgewöntete Mühe reichlich belohnen, und der Richterverein würde sich- ein großes Verdienst erwerben.. Es 'oll zum Sch uß tesrnters daraus hingewiesen werten, daß c-3 iii1- hier nicht lediglich um -eine müßlge Iuristenfrage Ixuibcit, lonbern um eine Frage, die die V'völkerung m hohem Grade engem Wün'cht tieft vermehrte Zuziehung von Laien, so muß sie dafür inrre a : ist sie dagegen, so Muß sie'protestieren, zumall die vermehrte Zuziehung den Laien erhebliche Verpflichtungen auferlegen und ihre Zeit bedeutend in Anspruch nehmen wird. Nr. 72 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag ÄS. März 1S10 Der Hießrner Anzeiger monatlich 75Vs„ viertel» erscheint täglich, außer .-Jr MM DM ▼ ▲ jährlich Mk. 2.20; durch Sonntags. - Beilagen: £ "2 J ▲ a. a ▲ MkK ■ A A. Al Abhole- u. Zweigstellen viermal wöchentlich Ä jl M8 W W lltf jftlkWT monatlich 65 Pf.; durch WsM-intPKrll i I 21 illvlflCT SSX/lv!|vllvl' WLM suL i. 11 o ** politischen Teil August General-Anzeiger für Oberhessen MM Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe Anzeigenteil: H. Beck. bis vormittags 9 Uhr. 9 — Die auf derimilit arischen Unternehmungen in Sudwestafrika Dorchen Kohler, geb. »ommer sijei»i. i i »ripn^iabr anzurechnen tst. das 2 B o^a o a Z e ^ieronyrnls, Die Blätter melden aus K i e l : 2n Prozent von den hier Prinz von Frankreich, — Chomturkreuz (nach- eingeführten dänischen Rindern reagierten au, getragene Bemerkung^ König Don Westphalen). die Tuberkulin-Imp,u ng und wurden deshalb Q Nnnnnnrte Ludwia Karl, getötet. Der Vorgang wiederholte sich in Flensburg, ' ’JrinA von Frankreich, — Chomturkreuz (nach- Äpenrade und in Altona-Bahrenfeld. Infolge der ver- qetragenc Bemerkung: jetzt Kaiser der Franzosen!. schärften Kontrolle der einge.uhrten dänischen Rinter ^r- stabend ,mn UnUr bCm,e^n den ' Braun Dr Ernst, Versandnach Deutschland ein. Finaiizminister, l^zellenz, — Kommandeur 1. Kl. In der „NationaNiberalen Korrespondenz" lesen wir Wir gratulieren! Möchten unsere hessischen Finanzen folgende Aufsehen erregende Notiz, von der man nicht weiß, unter seiner Leitung einen ähnlich schnellen und hohen Auf- ob behauptet werden soll, daß es sich um einen Anschlag stieg erleben wie Herr Dr. Braun selber in seiner persönlichen m|t politischem Hintergründe handle: Saniere t Am Donnerstag vormittag gegen 10i/2 Uhr wurde un» 1— 1— ------- .— 7 weit des Dorfes Biessellen bei Osterode in Ostpreußen auf Die neue venischrist über bas Mnfieblungswefen m den v-Zug Eydtkuhnen—Berlin in ein Abteil 2. Klässe Voten und westvreuüen. geschossen. In diesem befanden sich die au, der Ruä- Berlin, 26. März. ! reise von Lyck nach Berlin befindlichen Generalsett:etare der Die neue Denkschrift über das ÄiisiedlungÄuesen in Posen und Nationalliberalen Partei, B rcith aup t und Ä al ko H , Westpreußen ist dem Landtage zu gegangen. Ucber bte sowie der Landwirt Kruger vom Deutschen Bauernbund, wesentlichsten Angaben können wir folgende Mitteilung machen. Das Geschoß schlugunmittelbarvor dem Generalsekretär Dom Ansiedlungsausschuß wurden im Lause deo Kafxosf in die Polster und überschüttete ihn mit Glas- Zahres 1909 17 Rittergüter, 12 sonstige WWt. 103M®0«tWhrten Meldung m^Mitropitza wnr. Aus Hedden. den 20 türkische Sold aten, die einige Pferdeladungen . - ..... mit, Munttion nach Jpec begleiteten, bei Kallina von einem In der „yefstschen chernlen Woch-nlchinft v-r°>fent^ Arnanten Dom Walde ans b esch osf en . licht Plärrer Korell ans den bekann m Bmes des ein Soldat getötet wurde. Angesichts der lieber« Abg^K 0hl er- an g s d °r } solgendes Antwort,chrechen flüchteten die Soldaten. Z«r Verfolgung der Arden Ä«Srfrü£rr in är Press?als NN DrigmoUu wM nanten sind Truppen ansge^ndt worden. An der Monte bekam,' hat mich darum gefreut, weil er mir ein neuer Beweis negrinischen' Grenze ist die Ruhe wieder her gestellt, tavon ist, wie Sie trotz aller Anfeindung durch J-Hre Freunde In Saloniki ist bei jn n g tur kis ch en Kreilen die vom Buiw ter Landwirte und trotz ter politischen Gegnerschaft, Meldung eingetroffen, daß der Besuch des Sultans! m der wir stehen, doch den Gegner zu verstehen und zu ermuntern innerhalb eines Monats stattfinde. Der Sultan werde nach suchen. Das ist in Hessen, wo seitens rechtsstehender Politiker einander Wrianopel, Saloniki, Monastir und Uesküb be und ihrer Presse jeder politische Gegner auch teriönlich geachtet I .-ud)en und verleumtet wird, eine w 'eltene MsnahE, daß ich Zhnew ^er König von Serbien ist am 26. d. M. von für Ihren Bri-i testens bauke^ Allerdings ^steh^ch nicht, w^rum I ^eter=burg ^ach Moskau und am Montag abend nach Kiew §'2fabc dock sachlich nichts Neues und Ihnen und ter Oeffentlich- abgereist. Me Petersburger Telegraphen-Agentur bringt leit UntekMintes gesagt: sondern nur meine alte wirt- folgende Verofsentlichung: „Im Verlauf der Unterredungen sch asts politische Anschauung gegenüber dem Pro- des russischen und des serbischen Ministers des Aeußern sind gramm der Fortschrittlichen VolksPartei abge- verschiedene, beide Rebierungen interessierende Fragen be grenzt. Ich war und bin ter Ueberzeugung, daß die teutufje ^^10(4)611, ‘uni) es ist festgestellt worden, daß man auf beiden Landwirtschaft ohne Schutz nicht geteiten kann: eine Shirabiefcimg 5e[ten ber Erhaltung des Friedens und der Ordnung in ter bestehenden Zölle würde nach meiner Ueberieugung- eine wlche ^en Balkanländern besondere Wichtigkeit beimißt. Nack) Clfchüttcrung to &ntro.rt,d,ait feteutro. ins id, , c n e n $10. beT Meinung der serbischen Regierung wirb die sriedliche L"" der tom S Br nicht und werde Me « Uhr'erschienen mn Bahnhof der Sn l t a n mit dem Thron- linkÄiberalc Politik wie immer ratrg.id vertreten. Temnächsr lolger nnd der König mit der twnrgrn der Bulgaren. Der will ich in imi'crer Wochenschrift ausfühtticher auf die Frage zu Sultan verabschiedete sich von der Königin Mit entern Hand sprecken lammen. Ich werde Ihnen den Auffatz zugehen lassen, luß, und drückte dem 51önig die Hand. Mit besten Grüßen! Aböls Kore l 1. Der persische Justizminister, der 5inan^ - ■ — — m i n i st e r und die Minister für öffentliche Ar- Deutscher beiten und des Unterrichts^ogenihrAbschieds- Der „Reichsanzeiger" veröffenilichi einen Erlaß des gesuch zurück. Das Kabinett bleibt, wie aus Teheran! Kaisers, wonach den Teilnehmern der folgenden lgemeldet wird, unverändert. Die Jntriguen gegen den Se- pehdar, bcnt russophile Gesinnung vorgewiwfen wird, sind iim Zunehmen begriffen. Im Anschluß an die Tarifkonferenz im Weißen Hause zwischen den amerikanischen und den kanadischen Ministern, bei welcher Präsident Taft anwesend war, wurde folgende Erklärung von dem Staatssekretär Knox abgegeben: Die Verhandlungen schließen. Sic haben eine Form angenommen, welche die sichere Aussicht gewährt, daß man unverzüglich zu einer freundschaftlichen Verständigung kommen wird. Man erwartet, daß die offizielle Verlautbarung am 30. d. Mts. zu gleicher Zeit in Washington und Ottawa erfolgen wird. Aus Washington wird gemeldet: Der Präsident erließ eine Proklamation durch die den Erzeugnissen-aller deutschen Kolonien und der Schutzgebiete der amerikanische Minimaltarif eingeräumt wird. 2lus Stadt rrird Land. Gießen, 29. März 1910. ** Tageskalender für Dienstag, 29. März. Stadt- t.h e a l e r: „V a s a n t a s e n a". Aniang 8 Uhr. . Militär ko nzert auf der Liebigshöhe. Anfang 4'/, Uhr. * ** Pfarrdienst Personalien. Ernannt wurden: Pfarrverwalter O l f f zu Oppenheim zum Pfarrverwalter in Badenheim; Pfarraintskandidat Lehrt zu Darmstadt zum Pfarrassistenten in Neu-Isenburg; Pfarramtskandidat Doll zu Wieseckzum Pfarrvikar in Babenhausen (erste Pfarrstelle); Pfarrassistent Hoffmann zu Pfungstadt zum Pfarrver- iralter in Hahn (Diakonat Pfungstadt); Pfarrvikar Schott zu Neunkirchen zum .Pfarrverwalter daselbst; Pfarrvikar Pabst zu Zotzenheim zum Pfarrverwalter daselbst; Pfarrverwalter Trau t m a n n zu Deckenbach zum Pfarrverwalter in Appenheim. Gestorben ist der cvang. Pfarrer Theodor Schell mann zu Appenheim am 3. Mürz. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die evang. Pfarrstelle zu Rimbach.; deni Fürsten zu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht zu; die zweite evang. Pfarrstelle zu Li ch; dem Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich steht das Präsentationsrecht zu; die evang. Pfarrftelle zu Rod heim; den Freiherren Löw von und zu Steinfurth, Steinfurther Linie, steht das Präsentationsrccht zu; die evang. Pfarrstelle zu Eschollbrücken- die evang. Pfarrftelle zu L e e h e i m; die evang. Pfarrftelle zu Nau h e im; die evang. Pfarrftelle zu Raunheim; die neuerrichtete sechste evang. Pfarrftelle an der uinerten Gemeinde Offenbach; die evang. Pfarr- stelle zu Hahn (Diakonat Pfungstadt). ** Lehramts Personalien. Der Groß Herzog hat den von dem Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Birslein präsentierten Oberlehrer an der Oberrealschule zu Alsfeld Hans Will als Oberlehrer an der Oberrealschule zu Offenbach bestätigt und den Oberlehrer an der höheren Bürgerschule zu Dieburg Gg. Bock zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Bingen ernannt. ** Lehrerpersonalien. In den Ruhestand versetzt wurden Lehrer Karl Hofmann an der Gemeindeschule zu Alsfeld, Johs. Löffler an der Gemeindeschule zu Gleimenhain und Karl Weber an der Gemeindeschule zu Blofeld auf ihr Nachsuchen und unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. Lehrer Löffler erhielt die Krone zum Silbernen Kreuz und Lehrer Weber das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. — Erledigt sind: eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Schule zu Gustavsburg (Gemeinde Ginsheim), Kreis Groß-Gerau. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Obbornhofen. ** Das herrliche O st er weiter hatte an beiden Ostertagen die Einwohnerschaft von Gießen und den umliegenden Orten auf die Beine gebracht. In den Waldungen der Umgebung stieß man auf Scharen Wanderlustiger, und in den Hauptausflugsorten Schiffenberg, Hochwart, Annerod, Gleiberg, Dunsberg, Jagdschlößchen, Windhof, Rindsmühle u.'s. w. waren alle Räume überfüllt. In den Waldungen sprießt allenthalben junges Grün aus Büschen und Sträuchern. ” Kirchensteuer. Die Kirchensteuer für die svangel. Landeskirche in Hessen ist für das Rechnungsjahr 1910 auf 12 Proz. und für die katholische Kirche auf 5x/2 Proz. fest- gesetzl worden. Im vorigen Jahre betrug der Zuschlag zur Staatsfteuer 121/,, bezw. 6 Proz., doch erhöht sich die zu zahlende Kirchensteuer sehr wesentlich dadurch, daß der Zuschlag nicht, wie bei der Gemeindesteuer, von dem bisher geltend gewesenen Normalsatz der Staatssteuern, sondern von dem neuen (um 15 Proz. erhöhten) Staatssteuersatz erhoben wird. Der Gage!. Heber dem braunen Moor flattert schon der Kiebitz, und auch ui der Pflanzenwelt Dort regt es sich bereits. Bedeutend früher als sonst bat,in diesem Jahre ein Staudengemächs ober Sträuchlein zu blühen angefangeu, das Gagel ober Torsmyrte heißt, baneben noch andere Namen hat und hier in Mecklenburg auf Den Moor- wiesen am Seestrand häufig vorkommt. Es wirb zwei bis bret Fuß hoch unb hat Blüten in Kätzchenform wie die Weiben und andere Laub hol garten. Xie-e BluwU entwickeln jtdj an Den dunkelbraunen Zweiglein vor den Blättern. Die oberseits bunMgrüiicn Blätter ober Blättchen vielmehr erinnern etwas an bie bet Myrte. Es ist ein niebliclMs Gewächs, bas sich besonders bemerkbar macht durch Italien gewürzigen Xujt, Der allen feinen Zeiten eigen ist. Mirica Gale ist bie von Sinne herrsthrende wissenschaftliche' Benennung dieses Morrgewicch. s. Linne aber ist bei der Pflanzcii- taufe nicht selten ähnlich verfahren wie ein Vater bei der Taufe seiner Kinder: er i,ai seinen lieben Pflanzen ohne Rücksicht auf anderes Namen gegeben, bie ihm besonders gefielen. Den Namen Myrica hat er aus dem Homer, bei dem so die Tamarisken, mit denen vie>e Pslan-e roch sehr wenig Äehnlichkeit hat, genannt find. (Jak aber ist entstanden aus Gagel oder Gagel aus Gute. Gage! heißt die Pflanze in Holland, woher Wohl der Name zu uns gelangt ist, in Frankreich aber heißt sie Gale. Xarau-3 mochte man schließen, daß der Name, der sich jonft nicht erklären läßt, keltischen Ursprungs ist unb baß aus Gale Gagel würbe. In den Arzneilisten ber Apotheken alter Zeit ftndet man auch verzeichnet: Folia Myrti Brabanticae, Blätter ber Brabanter Myrte. Das führte auch zur Nachforschung in altnieberlänbischen Krauterbüchern, unb da fand ich in dem „Eruybtboek" von Rembert Doboens, von bem ich eine schöne, im Jahre 1608 in Lcyden erschienene Ausgabe besitze, eine als Chamelaeagnus verzeichnete Plfanze, die sonst auch Gagel unb Brabanter Myrte genannt war. Es wirb ba von ihr gesagt, sie komme häufig vor auf unbebautem Lanbe, Heide und Moor in Flandern und Brabant. Dann heißt es, ber Gagel werde häufig von Brauern anstatt bes Hopsens bem Bier zugesetzt, währenb es im Sieben ist, ein Bier mit solchem Zusatz aber steige stark zu Kopfe, mache rasch trunken unb verursache Kopfweh. Also in alter Zeit schon wurde in Brabant, wo bekanntlich einmal Gambrinus, der Erfinder des Bieres, als König regierte, der edle Gerstensaft verfälscht. Tann sagt Dvdoens oder Dodanäus, wie er als Doktor und Gelehrter sich nannte, daß Gagel, zwischen Kleidungsstücken gelegt, diese vor Motten unb Würmern bewahre. Ein „Mottenkraut", wie unsere Hausfrauen sagen, war er und ist er noch, wie auch ciuc anberc Moorpflanze, ber schöne weiße Blüten tragende Porst. Als Surrogat des Hopfens wurde Gagel auch in Nieder- deutschland und anderwärts noch verwendet. Sinne bemerkt in seiner Flora Lapponica, daß dieses Gewächs, bas in Lapplanb sehr verbreitet ist, zu solchem Zweck in abgelegenen Gegenden Schwebens bei armen Leuten im Gebrauch fei, unb fügt hinzu: „Unsere Lappländer aber geben weder auf Bier etwas noch auf anderes Gebräu; sie ziehen ihr so klares unb kaltes Wasser vor, das überall umsonst zu haben und so sehr viel gesunder ist." Der Gagel ist im nördlichen unb nordwestlichen Europa heimisch Und kommt auch in Nordamerika vor, wo er mit englischem Namen „Sweet gale“ heißt. „Sweet" ist in Verbindung mit einem Pflanzennamen soviel wie wohlriechend. Dies also ist die Pflanze, bie jetzt als erste auf bem Moor, zu blühen anfängt. .Ihr folgt eine Reihe Moorblumen, bereu eine immer reizender ist als die andere. Wer aber sie zu suchen ausgeht, sehe sich wohl vor? Es kann ihm sonst leicht begegnen, baß er auf unsicheren Boben tritt. Warnemünde. Johannes Trojan. * — Schumann-Brahms-Fest in Bonn. Der erste Tag des diesjährigen Bonner Musikfestes in Bonn, der 3. Mai, ist Brahms gewidmet. Es werden aujgeführt bie Tragische Ouvertüre, Violin-Konzcrt T-dur, Rhapsodie für Altstimme, Männerchor und Orchester, Variationen über oui Thema von Haydn, Nädie für Chor und Orchester und Sinfonie Dir. 1, E-moll. Am zweiten Tag, 4. Mai, herrscht Schumann mit seiner Sinfonie Nr. 4, T-moll, und seinem „Paradies und ■’.lkri". Die Aäorgenaufführung am 5. Mai, Himmeliahrtstag, vereinigt leide Konrponisten; von Schumann wird die Fantaiie^sür Klavier, ber „Liedertreis" für eine Singstimme unb ein Solo-Quartett (Schön ist das Fest des Lenzes) geboten. Brahms ist mit Klavierstücken, dem Trio für Klavier, Violine und Horn,^Es-dur, den Zigeunerliedern für vier eing> stimmen unb zwei Soloquartetten: Der Abend Fragen, vertreten. ** Fröhlicher Unterricht. Man schreibt uns: Aus dem Gebiete ber Schule vollzieht sich eben eine große Umwälzung. Der Elementarunterricht, die Grundlage der Arbeit aller Schulgattnngen, erfährt eine Neugestaltung. Was schon Pestallozzi und Fröbel verlangt hatten, das soll jetzt zur Tat werden; die Herrschaft des Wortes wird gebrochen und an feine Stelle tritt die Selbsttätigkeit des Kindes, aus der Lernschule soll eine Arbeitsschule werden. Wer die neuen Bestrebungen in Schul- und Lehrerzeitschristen verfolgt, der weiß, wie es sich allerorten regt, um das in der Theorie als richtig. Erkannte in die Praxis umzusetzen. Einige Schulen haben bereits mit bestem Erfolg den Aroettsuntemcht eingeführt, so das Werner-Siemens-Realgym- nastum in Charlottenburg und einzelne Schulklassen in Bremen, Frankfurt unb München, wo Schulrat Dr. Kerschensteiner mit be- lonbercm Nachdruck für die Reform eintritt. Er sah an den Zög- lingcn der Münchener Fortbildungsschulen, daß von all dem mül^ )am in der Schule erworbenen Wissen den jungen Leuten nur ie$r geblieben war und suchte den Grund für diese uner- freundje Tatsache mit Recht in der verkehrten Einrichtung unserer schulen. Wenn das Kind, so folgerte er, sich sein Wissen selbst erarbeitet und nichts bloß gedächtnismäßig ancignet, so besitzt es einen sicheren Schatz für sein ganzes Leben. — Zu den b&-- ninmilen Vertreterinnen der Umgestaltung gehört Frl. Köttner, ixfyrmn in Bremen. Es ist gelungen, die Dame für einen Vortrag in Gießen (siehe Anzeige) zu gewinnen, nachdem sie schon in Hamburg, Hannover, Kiel, Darmstadt Mainz u. a. O. gesprochen unb überall warme Anerkennung gefunden hat. Frl. Böttner hat mit Zustimmung ihrer Behörden ihre Schulklasse im Sinne der Resvrmideen nmgestaltet. Sie wird ihre Unterrichtsweise eingehend darlegen uiid auch bie von ihren Kinbern ausgeführten Arbeiten vorzeigen. Wer bie Kinbesnatur kennt, wirb leicht ein- sehen, baß ein Unterricht, der die Selbsttätigkeit in den Mittelpunkt stellt, in ganz anderer Weise das kindliche Interesse fesselt, als der seitherige Schulbetrieb es vermag. Frl. Böttner redet rnshalb mit vollem Recht vom fröhlichen Unterricht, den die schule in eiltet hoffentlich nickst mehr allzu fernen Zukunft teilen wird. Wer sich selbst ein Urteil über die geplante Neuerung bildeii will, der versäume nicht, den Vortrag zu besuchen Besonderes Interesse wird er auch für Mütter haben, denen bas Wohl ihrer Kinber am Herzen liegt. Daß auch unsere hessische Schule für reformbedürftig gehalten wird, beweist die Entstehung des Bundes hessischer Schulreformer. Er forbert u. a. bie Mitarbeit ber Eltern an ber Gestaltung unserer Schulen. Hier wäre einsichtsvrlleii Vätern und Müttern .Gelegenheit geboten, ihren Einfluß eltenb zu machen. ** Der Bund hessischer Schulrefornter in Frankfurt a. M. veranstaltete am 24. März eine sehr gut besuchte öffentliche Versammlung, in der Lehrer L> ch a r r e l m a n n , der führende Kopf unter den Bremer Reformpädagogen, einen künstlerisch feinen Vortrag über die Wege und Ziele ber modernen Pädagogik hielt. Es entspann lich eine stellenweise sehr heftige Besprechung, bei der aber selbst die Gegner Scharrelmanns, so der Führer des Frankfurter Lehrervereins Stadtv. Rieß zugestanden, daß bie Wirkung des Vortrages „weihevoll" gewesen sei. Es wurde sogar Enttäuschung darüber lauf, daß der Redner so wenig als Kämpfer und fo sehr nur als der väterliche Kindersreund erschien. An anschaulichen Lehrproben stlchtc Scharrelmann zu beweisen, wie ivenig bie heute vorherrschende Frage- und Antworlmethode des Unterrichts in Wahrheit geeignet sei, zuni selbständigen Urteilen zu erziehen. In ganz anderer Weise zieht die moderne Pädagogik des Kindes eigene Kräfte und Interessen zur produktiven Mitarbeit heran. In feinen Büchern^ „Weg zur Kraft" und „Aus meiner Werkstatt", macht Scharrelmann feine Ideen und Erfahrungen auch weiteren Kreisen zugänglich. ** Stadttheater. Es sei nochmals auf die morgige letzte Aufführung von Hermann Bahrs geistvöllem neuem Lustspiel „Das Konzert" hingewiefen» — Füv Sonntag, 3. April, den letzten Spieltag der Saison, ist als Nachmittags- Vorstellung nochmals eine Aufführung des „fidelen Bauern" augesetzt worden, da sich schon bei den Vorbestellungen zur gestrigen Aufführung der Operette heraus- gestellt hatte, daß der großen Nachfrage nach Plätzen nicht in vollem Umfange entsprochen werden konnte. — Zur Sonntag-Abendvorstellung von „Vasantasena" haben Gutscheine Gültigkeit. ** Koloss eum. Bei ausver laustem Hause fanden gestern, am 11. Tage, die Ringkämpfe statt. Sie wurden in schöner Jvrm durchgeiämpst, tretzdem sich ber Franzose wieder von der richtigen Seite zeigte. Wettmeister Weber warf den Bayerischen Herkules in 4V? Minuten. Pierre le B suche r gegen M a'c- b o n a u 1 b mußte nach heißem Kampfe (30 Minuten) unend schieden abgebrochen werden. Der Luxemburger Oster konnte dem Unbekannten nut 16 Minuten standhalten. Mit großem Interesse erwartet man die Entscheidung des Unbefannten gegen Pierre le Boucher. ** Die Prämien für Fischotter und Fischreiher kommen in Wegfall. Nach einer Bekanntmachung des Minisle-- riums ber Finanzen, Abteilung für Forst- und Karneral- verwaltung, werben vom 1. April an für im hessischen Staatsgebiet erlegte Fischottern und Fischreiher Prämien ans der Staatskasse nicht mehr bezahlt werben. '* Der stenogr. Vortrag de? Lehrersf Müller- Offenbach findet schon morgen (nicht Donnerstag) tm Cafe Ebel statt. (S. Ins.) Besi tzwech sel. Der von Metzgeruieister Schreiner an die Stadt verkaufte Garten ist nur 1000 (nicht 10 000) Quadratmeter groß. (!) Großen-Liuden, 28. März. Ein Einbruch ist am Freitag auf der Sandgrube von Gg. Reichardt verübt worden, angeblich sollen Schulkinder bou hier und Klein-Linden die Täter sein. Am Samstag weilten Gendarmen hier mit einem Polizeihund, welcher bald die Spur ber Kinder bis in beide Orte auf nahm. In einer Arbeiterbude war ein Gefach eingcschlageu und Speisen und Getränke entwendet wordeii. — Zu dem Gösangswett- streit des Gesangvereins „Germania", der am Pfingstmontag stattfindet, haben sich 14 Gesangvereine aus Oberhessen unb der Gegend von Frankfurt und Hanau gemeldet. — Reiskirchen, 29. März. Der Turnverein veranstaltete gestern abend einen Ball, verbunden mit turnerischen Aufführungen unb Theaterstücken. Es wurden mehrere hübsche Pyramiden gestellt — hierunter auch eine Damenpycamide — unb auch die Reck- unb Barrenübungen wurden sehr gut ausgeführt. Zum Schluß führten zwölf Damen unter Leitung des 1. Turnwarts Heinrich Peter einen Fahnenreigen auf. Es war dieses wohl der schönste Teil des Abends. — Lollar, 28. März. In der evang. Pfarrei Kirchberg, zu der auch unsere Gemeinde gehört, ivurde vom 1. Januar d. I. an eine Pfarrafsi st enten stelle mit dem Wohnsitz in Lollar gegründet. O Reiskirchen, 28. März. Tie Arbeiten an unserem neuen 'schulhaus haben nun ihren Anfang genommen. Bis zum Herbst ist ihre Fertigstellung zu erwarten unb bis spätestens un nächitxn Frühjahr wird Pas neue Tckmlhaus bezogen werden können. -ch. Birklar, 28. März. Gelegentlich des hier ausgangs Juni stattfindenden Bezirks krieg er festes des Bezirks Lich-Hungen findet auch die Enthüllung eines Veteranendenkmals in Gestalt eines Gedenksteines statt. Es fei an dieser Stelle erwähnt, dost auch zwei Mitglieder unserer Gemeinde an dem Ehinafeldzug teilgenommen haben. R. lAltenhain, 28. März. Der Weißbinder Schar f von hier war damit beschäftigt, ein Break anzustreicheu. In einem unbewachten Augenblick machte sich sein vierjähriges Känd an dem Wagen zu schaffen; unglücklicherweise fiel das Break um und auf das Kind. Die Verletzungen, die das Kind dadurch erlitt, w-aren derart, daß, der Tod alsbald eintrat. = Müschen hei nw 28. März. Sehr frühzeitig hat in diesem Frühjahr unser Storch seinen Einzug gehalten. Er ist schon einige Tage anwesend und mit Lern AuLbesscru seines Nestes beschäftigt. )( B u tz b a ch , 28. März. Unser Turnverein, einer der ältesten Vereine des Gaues Hessen, feierte heute fein 65jähriges Stiftungsfest und das 1 Oj i Orig c Bestehen der Frauenabteilung. Im „Hessischen Hof" fanden Schauturnen, Theater, Chorgesänge, lebende Bilder und Tanz statt. — Griedel, 27. März. Heute unternahm ein Einwohner von hier mit seinen beiden Kindern zu Wagen einen Ausflug nach Pohlgöns. Der Vater ließ den Wagen mit beiden Kindern kurze Zeit ohne Aufsicht, in diesem Augenblick raste ein Automobil vorbei, wodurch das Pferd scheute und der Wagen wurde umgeworfen. Während das größere Kind sich durch Abspringen retten konnte, wurde das Kleinere am Kopfe schwer verletzt, sodaß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. X Bad-Nauheim, 29. Mürz. Im Interesse des Babes und mit Rücksicht auf die Kurgäste ist hier währenb der Sontraer - monate jede öffentliche Tanzmusik polizeilich imtcTiagt. Dafür konnte sich die Jugend vor Beginn ber bis zum Saesonschlußfest, bei Kirmeß dauernden „tawzloscn" Jahreshälfte heute nochmals üibeiit'iid; austvban, denn in nicht weniger als in fünf Lokalen war Tantzvergnügen und Ball. — Tas herrlich^ Wetter an den Feiertagen brachte den erflcn größeren Fremden st rvm in unsere Stadt unb. in die herrliche Umgebung', die sich jetzt schon in recht schönem Jrühlingsileide zeigen. Die größeren Bauarbeiten, die bas Straßenbild keineswegs verschönern, sind durch bas günstige Wiitterwetter soweit vorgoschritten. wie in keinem der vorhergehenden Frühjahre. Ueberall ist schon gerüstet, gereinigt und ausgebessert worden, viele Häuser und Straßen baden schau an- gefangen, ihren natürlichen uub künstlichen Schmuck anzulegeu, so daß Hessens Lehrern, die sich hier am Mittwoch versammeln, bei gutem Wetter trotz der frühen Jahreszeit doch schon ein würdiger Empfang bereitet wirb. 'eine in unserer Gcgeub mir noch selten anzutreffenbe Einrichtung, ein Gottesbienft Dirigenten sind Geneialmusikbiieltor Stei aoaci, ans Köln mib Prof. Gräte r s - Bonn. — Otto R-oquette unb Ro stand. Aus Paris kommt bie bereits mitgcteilte Kunde, baß mau Rostands Hühuei-Komödi., bie mit einem riesigen Reklame-Apparat vor sich gegangen wat, schon wieder vom Spielplan verschwinden lassen will. Man hat die widersPieckiLndsten Urteile über dieses Merk gehört. Die einen nannten es geistreich, die anderen bloß‘innig; aber alle l'llisichl. a waren sich darüber einig, daß es — nangfwcilig ist. Rostand ist Franzose und das genügt natürlich für uns Teittsck/e, um nur mir 1 egeifteitem Augenaufschlag von der Komödie zu reden unb sie göttlich originell zu ftuden. Man wird sie uns im Lause der nächsten Zett vermutlich mit schlechten französischen Provinztrnppen Vorspielen oder sie verdeutschen, unb man Wird sie gebührend Letounbern. Daß lange Jähre vor Ziostarids der geraütlid;e Dichlor des Liedes ,?Noch sind bie Tage der Rosen", ber Darin städtcr Literaturprofessor Otto Roquettc eine deutsche Tiertomödie „Reinecke Fuchs" geschrieben hat, tut Rostands Originalität m dentschjeu Augen natürlich feinen Abbruch. Allerdings verstand ber poesie-innige Schilderer von „Waldmeisters Brautfahrt" nicket bas Reklamehandwerk, wie fein wanzösischer Nachbilbner. Und er war ja auch nur gilt Deutfcher und dazu noch ein^Dichter. — Der Tod einer der bekanntesten russischen Schauspielerinnen, Vera Ko m m i s s a r j c w S k a j a , wirb aus Petersburg berichtet. Als Tochter eines der besten Sänger der russischen Oper war die Künstlerin im Jahre 1869 geboren. Eine hervorragende Schauspielerin, aber sehr wenig praktisch veranlagt, hatte sie in PeterSümg herbe sinanziellc Eni- täuid;ungen erlitten und stand zudem ihr Lebenlang in crbirterieno Gegensatz zu ber berühmten Sawina, der unboftrittenen Königin des AlexandratHeaters. Aber wie die Sawina Halle sie ihre leiben - sämtliche Bewunderer und Parteigänger, unb ihr plötzlicher Doa erwedt allenthalben die tiefste Trauer. Aus einer Kunstreise in Turkestan war sie so unvorsichtig, in den Kauflaben eines Tartaren einzutreten, um orientalische Teppiche zu raufen. Am folgenden Tage crlronktc sie ebenso wie drei ihrer. Begleiter an den schwarzen Pocken, deren Ansleckungskeim sie sich in dem Laben geholt hatte, ytad) Wenigen Tagen erlag iie der Krankheit. *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Griginal-Drahtmeldungen. Köln, 29. März. (Privattelegramm.) Der von her KieiNC KIÜS™ Türk. Tabak-& Clgaretten-Fabrlk„Kios" o E. Robert Böhme, Dresden. Zunahme gegenüber dem Vorjahre macht bei den Erwach,enen 14 170, bei den Jugendlichen etwa ein Drittel an«. Der „Alkohol- gegner" teilt dazu mit, daß bei dieser Ausstellung die zahlreichen Vegctaiiervereinc, die Heilsarmee und andere Organisationen nicht berücksichtigt sind; wären sie eS, jo würde die Gesamtzahl der Abstinenten Deutschlands mit einer Diertelmillwn eher zu niedrig wurden v er letzt. Sza Czarnonretr, 28. Marz. Dte dicht gefüllte Scheune war noch von einer früheren Festlichkeit mit Frchten- rweiaen und Papierlaternen geschmückt. Zu Begmn der Unterhaltung nmrbc die einzige Türe vernagelt, damit niemand ohne Karte einrrctcn könne. Durch die Lampions wurde ein Fichtenzweig entzündet. Das Feuer verbreitete sich mit großer Geschwindigkeit. In dem Bestreben, sich zu retten, stauten sich dte Eingeschlvsienen an der Türe nnd stürzten übereinander, so daß die Rettung unmöglich wurde. Das Feuer ecrhreitetc >rch uuaus- —. , livn Franks z-urückgelegt und ist noch drei Kilometer von Borello ent- ^er Schnelldampfer „Kronprinzessin Geeilte" des Nord- fernt. Tie L-ava ist so heiß, daß man sich ihr höchstens auf 40 ^euq^en Zioyd, der von einer Reise von Newyork am 28. Meter nähern kann.März amt 4 Uhr 45 vormittags in Plymouth eintraf, er* Fabä^l892^in Richtu^g^au^Nl?s? vor.^T^Haw>t- zielte auf dieser Reise eine Gesarntdurchschnittsgeschwuchig* arm, der aus dem Krater von Albanello hervorbricht, gleitet auf teil von 23^jDeexxmkn, tvomit er seinen bisherigen Wett- der Straße von Nieolesi in einer Breite von 200 Mietern zu. sieg von 23.50 Seemeilen schlug. Ununterbrochen vernimmt man starkes Grollen. Im Lahnhofe Alfeld fuhr am Samstag früh um c> Uhr N i c o l a i, 28. März . 'Tie Lava hat jetzt die äußerste Grenze ein Güterzug auf einen anderen Güterzug. 18 Wagen ent- der Eruption von 1886 erreicht. 'Ter ausgedehnteste der drei gleisten, von benen 10 zertrümmert wurden. Das Lotomotiv-' Lavaströme hat sich bis auf 7 Kilometer San Leo g^rähsrt; personal ist leicht verletzt. ein zweiter schwächerer rückt westlich vom Monte Nocilla dret I । । n ——. im Zyreien, wird hier alljährlich am ersten Osterfeiertag noch auf dem Johannisberg abgehalten. Tas schöne alte Herkommen, dos sich in der Bwolekrnng der ganzen Umgebung noch graßev Anhänglichkeit erfreut, ist auf die Zeiten zurückzuführen, da aus dem Johannisberg xvod« bic alte Kirchspiel-Kirche stand. X. Offenbach a. M., 27. März. In der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung hat die Stadtverordneten- v er s a rn rn l u n g der Aufnahme eines Teilbetrages der von der «Aufsichtsbehörde genehmigten Anleihe in Höhe von einer halben Million M a r k bei der städtischen Sparkasse in Warendorf (Westfalen) zugestimmt. Das .Anlehen wird Mit 4 Prozent verzinst. w. Darmstadt, 28. März. In Genua starb nach langem, schwerem Leiden der Generalmajor und Komman- ^.^boten beur der 30. stoDaltenebrigabc Frhr v. Walden sels, Nach einer Meldung aus O fenp est soll die Zahl der der in den Jahren Bon 1901 6^ 1906 Kommandeur des Voaax 400 betraaen. haltsam, bis die Scheune einstürzte, lieber 290 Personen tarnen ums Leben, lieber 250 Menschen wurden schwer verletzt. Die Unglücksstätte gewährt einen Anblick, der das Blut erstarren läßt. Verkohlte Leichname liegen haufenweise übereinander. Aus den Trümmern hört man noch die Weherufe Verwundeter. In der ganzen Umgebung ist kaum eine Ortschaft, die nicht von der Katastrophe betroffen worden ist, da von überall her Leute zu dem Tanzvergnügen eingetroffen waren. Vielen gelang es, brennend ins Freie zu entkommen, wo sie zusammenbrachen. Von den Mitgliedern der beiden Musikkapellen konnten nur drei Manu gerettet werden. Von allen Seiten treffen Aerzte zur Hilfeleistung ein. Zur Bestattung der Toten ist Militär aus- zeit geschlossen würde. [] Diarburg, 28. März. Auch diesmal, wurde am Ostermorgen den Kindern der hiesigen Kleinklnder-- schulen in den prächtigen Anlagen des Stadtparks neben dem Schlosse Philipps des Großmüllgen von edlen Menschen- freunden eine schöne Osterfreude bereitet. Um unberufene Hände auszuschalten, sah man diesmal davon ab, die Osterhasen im Buschwerk zu verstecken, sondern verteilte sie im Anschluß an einen Redcakt und den Gesang eines Osterliedcs ------- — ---- . - — —----------------------------- >— I ivpernhaur. aemaltiae Menfckenmenae bei. I Dienstag den 29. März*): „Mtignon.^ Mittwoch den 30. März gemailige _(enia)ennu.ngc u . VerMtseyteS. I Der Freischütz.- Donnerstag den 31. März, abends 6 Uhr: w. Frankfurt, 28. Marz. Heute nachmittag /ro UyrI * Ein Grauen erregender Auftritt spielte! Tristan und Isolde.- Freitag den 1. April geschlossen. Samstag brack) auf dem Gute Fr an en Hof in Taeberrab ö;euer l i Feiertage nach Schluß der von etwa 5000 f^er^ I t>en 2. April: .Oberon." Sonntag den 3. April, nachm. 31/, Uhr: aus. Tie Scheuer und der Stall mürben vollstanoig ein- ^nen besuchten Eröffnungsvorstellung im Wanderzirkus! ..Der Bettelstudent." Abends 7 Uhr: „Samson und Dalila." geäschert, das Vieh jedoch gerettet Den vereinigten drei Halles in Köln ab. Tie dichtgedrängte Menge Montag den 4. April, abends */,8 Uhr: „tim Walzcrtraum.E Feuerwehren von Frankfurt gelang es gegen u Llljr, ben ben ^auptausgang verlassen, eine gleichfalls nach Dienstag den b. Aprll: „Der fliegende Hollander. Mmwoch den. Braud auf feinen Herd zu beschränken. — Rabbiner 1 Tausenden zählende .Menge, die den Einlaß, zur Abend- • Upril: „Tannhauser, Marins Horovitz ift beute gestorben. Vorstellung erwarteten, hatte den Eingchlg versp«rü Meh- 6 $ Mittwoch den 30. Mär^ ----------------- — pere Frauen und Kinder tvurden uiedergetreten. I „giinicbe.- Donnerstag den 3l. März, abends 7'/, Uhr: „2)a5; (öcrec^tsfaal» Polizisten Mrd Zirkusaugestellten befanden sich m dem Konzert.- Freitag den 1. April, abends 7H, lchr: „Der dunklo -? w qi Of iv.n ^andw>riw war romSchüfteugerichtGießeu Menscheiituäuel. Endlich trieb die Feuerwehr die Menge Punkt.- Samstag den 2. April: „Die schöne Mirjam.- Hierauf: lucn^ nclcit^un^bcr Taten^ddriften Le- mit Wasserstrahlen zurück. Durch die gewaltigen .Master- Der schlechte RuV Zum SchU.ß: .Ter Arzt seiner Ehre.» llaw T G.-ttz verbietet, daß jemand einen Vermerk, ihm mengen wurde die Ostergarderobe von vielen rumrert, die Sonntag den 3. April, nachmUtags 37, Uhr: „Das Konzert, stehe ein Recht zu, au, Peakaten, EmpsehlungSkarten usw an- nun Schadenersatzansprüche an den Zirkusbesitzer stellen. Abends 7 Uhr: Nimche. Monlag den 4. April. schone bundene Fachausstellung hat der Rat bei Stadt dem Ver- untei^Aehnlicirs, wie es ter 8 40 besage, seien nur Kundgebungen, l bände den städtischen Ausstellungspalast zur Berfirgung--Wetterbericht Rellanum aber Schriften zu verstellen, die frch an einen Mibe- gestellt. AMlltcher WeMrverUyl. arciutcn Kreis iwn Personen wenden. Tie in Frage stehenden * Die Flug maschr ne n im) Vandcl. Aus UuULxn Allgememe Wetterlage seü gestern früh: ^er Teckwrrbe ^'ri-ib'Nien würden nur für Ksrre'pondenzMeckc an Geschäftsfreunde wird berichtet: 50 Fluginaschinen sind während der Lvndm« I iiber der Ostsee ist südwärts nach Schlesien gezogen und ruft dort, ixnn nb-t und tiefer Kreis von Personen fei begrenzt. Tas I LustsdstffahrtSausstellung verkauft worden Gegen 80 »m 1001 wie in ganz Ostdeutschland Regen- und Schneesalle hervor. In Sckwirenaericl l ertannte aut eine Geldstrafe von 8 Mark, da es I davon waren Eindecker. Alles in allem haben bie Käufer mm- Mitteldeutschland, das näher am großeiiWesttzoch liegt, ist »urch einem üb ienranö bei den Luchstaben T. R. P. A. zum I bestens 600 000 Mk. für Flugmaichinen angelegt, xa-is ist be- heiteren und warmen Tage Bewölkung und leichte Abkühlung em- Shiiie ein avostes oder kleines a annLnde, berat et errege zeichnend für die Volkstumlichloit, die der Flugsport bereits er- getreten. — Das Westhoch, dessen Zentrum östlich England lagert, S"üinen Irrtum* der leicht zu vermeiden sei, wenn das an- worben hat. Roch vor einem Jahr wurden bei einer ähnlichem dringt jetzt wieder unter dem Anprall einer tiefen bei Island auf- nSlbet ausaeickrieb^i werde' Was den Einwand, daß em Ver- Veranstaltung kaum zwei oder drei Akaschinen verkauft. Trotz tauchenden Zyklone ostwärts vor, so daß neuerdings Aushettermig merk auf Briefbogen int § 40 Abf. 2 des P.-G. vom Gesetzgeber des größeren Rufes der französischen, Maschinen war die Mehr- euüritt. , S unter -träfe aestellr fei an langt, so befinde sich der Aw- zahl der verkauften ^Ratchinen englpches Fabrikat. Em großer Wetteraussichten m Hetzen am Mittwoch dem 30. Marz 1910: aeflaatc in einem Irrtum denn auch diese Bogen gelangen an I Teil davon geht in die britifd^t Avlonien andere nach Ruii-1 Wieder austnUernd, etwas warmer. einen unbegrenzten ^eis von Personen, da sie naturgeniäß nicht lmid. Tie Käufer waren nwist r'nternehmungÄustige^ekulanten ' - nur an Kunden, fonbem auch an Perionen versendet werden, dn die drasch tne großen ^uumrem bte für ^letstun^ ausge etzt der Schreiber erst als Kunden gewinnen will. Zweifellos^ roerbe hmb, zum Anlaus und zu Verluden gereizt wurl^u , durch den unter Anklage gestellten Vermerk nicht nur bei der br- den grvtzen,lchon letzt ^^üdtm Flum.ah e IahH^ereSvenvaltung angekaufte Luftkreuzer P. 3 ist mit bet* L Ä IXeMÄa» B°h« hi-ch°° gebracht wa-d-n und wird an drn Anfang f^ten einen Scf wifna^ben gebniefteu &crt für 2^^t^dlt^ ^ug London-Manchester gestiftet hat, und die hohen Wochen- April wieder beginnenden Luftschifsübungen terlnehmen. Rcid-s-Patcnt-Älmt lesen müssen und daher ararehmen können, gehälter, die große Bade-und .Aivorte den Flugtechnikerii lneten. Köln, 29. März. (Privattelegramm.) In unter- cs sei dein Angeklagten ein 'Patent erteilt. Ter Vorsitzende be- Aber, mit der großen Nachfrage ist auch bte Zahl ber st^r richteten Kreisen wird die Meldung einiger Blätter, daß »ff sä1» k esertobSk. »ui.............f... ».<>...... iir 7^-ra^ komme verständigen eine neue Liste aufgestellt wurde, zahlte man mehr werde, als freie Erfindung bezeichnet. Wettbew.il in frage kom.m. --- y pht Paris, 29. März. Der Kapellmeister Eollonne, vierhundert Menschen verbrannt! aus ÄÄ der sich um die Einführung der Wagnerschen Musik in Fra^ Ein entsetzliches Brandunglück ereignete sich Thomas Hämling" ist, wurde am Samstag in Hüll ge- reich große Verdienste erworben hat, ist gestern abend ge- am Sonntag bei einer Festlichkeit in dem ungarischen DorfeK^et, nachdem er schreckliche Leiden in Island durchge- störben. Er wurde 72 Jahre alt. 0 e T 0 e r i t d , wobei eine große Anzahl Menschen umd I ma(jß± Als das Schiff au der isländischen Äüfte | Newyor k, 28. März. Hier wurde ein achtzehn- Leben tarn. Vorläufig läßt sich das Unglück nock) nicht ganz übersehen, da die Verwirrung außerordentlich groß ist; aber jedenfalls ist das Unheil durch unverantwortlichen Leichtsinn hervorgerufen worden, denn man hatte die Türe vernagelt, um unliebsame Gäste fernzuhalten. Folgende Drahtmeldungen liegen seither vor: Mate S z a l k a (Oesterr.-Ung.), 28. Marz. In der Gemeinde Oekoerito brack) in einer als Ballsaal benutzten Wageuremise des Gasthofes Feuer aus. Mehrere hunderd Personen traten einander beim Flüchten nieder. Die nieder- stürzende Decke begrub mehrere hundert Personen unter sich. 250 Pei-sonen wurden getötet; mehrere Hundert als zu hoch gegriffen fein. , . . , ' Eine lustige W u r st q e f ch » ch t e. erolgendes heitere Gefchichtchen spielte sich den „Flensb. 9tachr." zu'olge kürzlich tn einem größeren Restaurant Flensburgs ab. Während eines gemütlichen Abendschoppens fielen die Ailgen des einen Stammlisch- mitglwdes auf ein Plakat an der Wand mit der verlockenden Inschrift: „Täglich frische Bockwürste mit Sauerkraut". Tarmiler war der Preis angegeben. Dieser erschien dem Herrn nicht zu hoch imd nachdem er sich beim Wirte erkundigt, ob das Plakat noch Gültigkeit habe, und ein „Jawohl! Gewiß!" als Antwort erhallen, bestellte er für die freudig aufhorchende Tafelriiiide 6 Portionen. Der tn den fahren von luui 01s i'.iuo svommanutuL uw 1 ^oten roflar 40Q betragen I Tiensteifrig tritt dann der Kellner an den freigebigen Spender hessischen Leib-Tragoner-Regirnenls war. Nach einer anderen Meldung sollen mehrere Burschen heran: ,3 Mark 90 Pf. bitte sehr!" Ter Gast legt em - Fünf- R.-B. Darmstadt, 28. Marz. Der Senwr der! Eifersucht die Türe vernagelt und bgnn die Scheuer pfe.migstück auf den Tisch unb 8etgt auf das tzlakat, auf bein evangelischen Geistlichkeit in Hessen, Pfarrer Ferd. B r ie g.e b, angezündet haben; doch liegen darüber noch keine genaueren öan fomnta in dec Prets- ist gestern im 92. LebenSiahre gestorben. Ter Verftorb ne Nachrichten vor. S ab?fö man seüher vergeblich auf dem Plakat. war lange Jahre Pfarrer m Wlngertshaufen t. Oberhessen — -------- M . ----- Äleüie TaaeSchronik. und lebte feit ca. 15 Jahren hier im Ruhestand. Geh. DOHt MUSbtUd} ÖCS HChtO. Prof. Adolf Wagner zu Berlin wurde aus Anlaß feines Oberbaurat Karl Pof einer ist im 67. LebenSiahre gestorben. Die Gefahr, bte emtgen Ortschaften durch den Ausbruch des 7- Geburtstages von der theologischen Fakultät der Friedrich w Mainz, 29. März. (Tel.) Zwischen Alainz und I Aetna droht, ist nach einer kleinen Verminderung letzt auss neue I ^3t(ße^mcunioevfttät zum Ehrendoktor ernannt. SRnhpnhpim fanb man heute früh auf dem Bahnkörper die 3 w a chsen. Folgende Drahtnachrichten liegen uns darüber vor. Tie Eifenbahndirektion Breslau teilt mit: Wegen Budenheim fanb man heute frun auf oem -oagn p Eatanta, 26. Marz. In der letzten Nacht verringerte sich Eisaanaes wurde einaestellt der GickerverLehr über Okanet Leiche eines 20jahrigen, aus Budenhetm stammenden Dienst- Tätigkeit des Aetna; es macht sich nur noch ein schwaches,I Nischni^^orod und über^ Wolga bei IaroSlaw Simbirsk und Mädchens, das anscheinend Selbstmord verübt hat. unterirdisches Grollen bemerkbar. Tte Lava ist iwch immer ntLgri- Falle nur für Güter mit loser Schüttung, n. Mainz, 28. März. Schon seit längerer Zeit wurden Bewegung urch sduettet jetzt mit einer Geichwtndigkett von einem s^werwiegende Gegeiisländc und lebendes Geflügel. bei der btefiaen Güterabfertiquna größere 2) i e b - ^eter m fcra; 0^13X1116 fort. 'Ser £aöaftrom, i>er toeiter tiorgebrungen Am Freitag abend brach in Mal'msl-eim bei Leonberg bei der hiesigen u 1 e r a d r e r 11 g u n g g r u B r t c ist als un Jahre 1892, bewegt sich langsam aufM 0 nten 0 cilla das in kurzer Zeit fünf Wohnhäuser unb fünf stähle bemerkt, deren Urheber nicht ermittelt weiden konnten. anderer Lavastrom schlagt die RidMng nach der Ebene einäschertc. Sieben Familien sind obdadflos. Ter Gc- In der Karfreitagnacht wurden nun 0 Hallenro achter ^n Lisi ein. 'Die auf San Leo zuströmenden Lavamaften hiiude'ckaden wird auf mehr als 50000 Mark geschätzt. dabei ertappt, wie sie aus einem Fasse Wein stahlen. Bei sind stärker getoorben. Tie Seismographen verzeichneten tn der Infolge falschen Signals fuhr bei dichtem Nebel auf der Berbaftuna aestand einer eS feien noch andere Sachen verflossenen Nacht eineje^r mbjbare dem Wusieimark-Versckiebebahnl-of ein Güterzug auf einen anderen der ^eryaslung gesiano einer, 5 "öa u,lu“ > \ Eatanta, 26. Marz. 'Ter bte Ortschaft Borrello be- ^j^zug auf. Vom Zugpersonal des einfahrenden Zuges wurden (Stiefel, Wasche, Zigarren) gestohlen worden. Die ange i^h^nde Lavastrom ist heute vormittag zum Sttl l st a nd ge- , i Per soncn ge tö te t. Der Materialschaden ist erheblich, gebenen Stücke ivurben auch bei den Haussiichungen gefunden.I kommen. Tie nach der Ebene hon Lisi öorrüdenbe Lava fließtI ^ie Zeppelinhalle in Hamburg wurden bisher Bemerkenswert ist dabei, daß die fünf Arbeiter, denen am langsamer. Tie Bevölkerung fängt an, sich zu beruhigen. I rund 650 000 Mark gezeichnet. Somstoo früh em Sechster solche vcrmöaende Leute sind Eatanta, 28 Marz, ^r Ausbruch des Aetna nimmt In dem Gas^-und Wancrwerk zu Hanno vc r ist der Be- Samstag frut) E ner wieder größerenUmfangan. Ern Lavastrom bewegt sich tn i e b s l e i t e r und ein Arbeiter infolge Einatmens giftig« und teilweise über bedeutende Liegenschaften versagen. OJinerK Dichtung auf Fradiavolo, ein anderer gegen Monte- in eiltetl Antimoniak-Wasserbel>älter gestürzt und er», hat sogar selbst mehrere Fäsier Wein im Keller liegen undIsnsara. trunken. aalt als einer der zuverlässigsten Arbeiter. In der Nacht 'Die Hauptausflußstelle der Lava befindet sich am Futze des ^ie Magazine einer Mfabrit in Marseille, in denens hnt er bereit einen Selbstmordversuch gemacht. Es Monte Eastellazzo, ungefähr füns Kckometer vom Zentrum 15 000 Meterzentner Oölkerne befanden, brannten SamStag .. ” Breits einen CelU Unotooequ^ geinacgi Ter L-V°str°m. der hundert Meter bis -rn Kilometer nUbel.. angcrrcht-l- Stolen beträgt iiber ein- Mil. wäre zu wünschen, daß die Mainzer Guterhalle, öic nacq I)eute Jei>e luben Minuten ungefähr 4y2 Meter 1 ivnFranks dem Bahnhof vollständig offen stehl, wie andere zur Äiacht-' -- ' ‘ m #' '** * . ~ . ihulux Als das Schiff an der isländischett Küste Newhork, 28. Mrz. Hier imirbc ein achtzehn- strandete, verließ es die Mannschaft und versuchte, über j ähr i g er Den ts ch e r namens A lb e r t W0 l t e r unter Eis- und Schneefelder eine bewohnte Gegend zu erreidjen. Dem dringenden Verdacht verhaftet, etn junges AiLdchen Gibson hatte das Unglück, zu fallen und sich ein Bein zu Ruth Wheeler, das seit einigen Tagen verschwunden ftt, er- brechen. Seine Kamerodett trugen ihn eine ganze Strecke mordet und die Leiche im Kamin seiner Wohnung ver- auf Wolldecken, aber nachdem sie erschöpft waren, legten sie brannt zu habett. Er hatte das Mädchen durch em «jnferat, ihn an einer verhältnismäßig geschützten Stelle nieder und in dem eine Maschinenschreiberin gesucht wurde, an sich bedeckten ihn mit allen Decken und Kleidungsstücken, die gelockt. Wolter ist aus Dresden gebürtig. Man fand tn sie entbehren tonnten. Tie Kälte und die Schmerzen des seinem Koffer 1500 Briese und Postkarten von Frauen, aebrochenen Beines machten Gibson bewußtlos. Als er er- darunter auch solche aus Deutschland. 2&)ltetd Geliebte, mailte war es dunkel, und von seinen Kameraden war keine Katio Miller, wurde gleichfalls in polizeilichen Gewahrsam Spur zu sehen. Gibson wurde dann wieder ohnmächtig, oder genommen, da man in ihr die Hauptz^gin gegen Wolter, scklief ein, und als er wieder zu sich fam, stand ein Js- der hartnäckig leugnet, zu finden hofft Dte Lbduktwn länder neben ihin, der sich bemühte, ihn aus einer Eis- der Leiche der Ermordeten Wheeler ergab Erstickung durch schickt au befreien, in die die Decken und Mäntel zusammen- Rauch als Todesursache. aefroren waren. Gibson mußte tatsächlich aus dem Eis Newyor k, 29. März. Die Angestellten der New- losgehauen werden. Ncachdem ihn die Eingeborenen nach York Central-Railro ad drohen wegen Lohndifse- Kräften gepflegt harten, wurde er auf ein Schiff und nach j renzen in den Ausstand zu treten. I England zurückgebrachü . p Die Zahl der Abstinenten Deutschlands, ^er 6)eschästsiührer des Allgemeinen Zentralverbandes gegen den ^llkobotismiis, Dr. Krartt, hat berechnel, daß die Slnzahl der 2lb|tt- nenten Deutjchlands, die Sinti ° Atkohotverelnen angehoren, tm ! Fahre 1909 98 270 Erwachseire und 22 839 Jugendliche betrug. Die Michelstadt, 25. März 1910. Statt Karten. unverändert weiter. 1833 Ludwigstrairc 4. 1840] Prof. Dr. Leut er t Butzbach [1857 zu verpachten. (1884 3 Zimmer Minna o r n e r s 2 Zimmer 02450] (Lin füng. Schrcinergeselle, sowie ein Lehrling sofort gesucht. Heinr. Oestreich, Kinzenbach. 02514] Kl. Wohn., 2 Zim. u. Küche, sofort beziehb. Lowengaffe 9. | Möbl. Zimmer j 6 Zimmer Die Vorstände. 15271 Nicolaus. DeiMiedencs iimif-tGiTndje LRretlieluchc Besuch. vM/3) Soliden Reisenden für meine Zigarren Fabrik für alsbald gesucht. Aussührl. Angebote u. 1758 an den Giehener Anzeiger erb. Die Geburt eines SOHNES beehren sich anzuzeigen Die Geburt eines gesunden JUNGENS zeigen hocherfreut an 17561 In mein. Hause. Rodheim. Strafe 42, ist der 1. St., 4 Zim. mit Zubehör per 1. Juli zu vermieten I. Havvel. Für einen Lehrling Pension in israelitisch. Hause für 1. April gesucht. Schriftl. Angebote unter 02503 an den Giehener Anzelger erb. 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