Nr. 218 Zweiter Blaff (60. Jahrgang Erscheint iLgNch mit Ausnahme des SonniagL. Die „Gletzenei Samillcnbiatttr** werden dem .Anzeiger* Diermal wöchentlich beigekgt, daß „Nretoblatt für bce Kreis Liehen" -wennaL wöchentlich. Die „Landwittfchaflltche» Seit- fragen" erscheinen trwiiatlid) srocimaL Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Samstag, 26. November f9fO' Rotationsdruck und Vertag der Vrühk^che» UmoerfuälÄ - Buch- und 6teinörudeteL R. Lange, Greben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- flxattt 7. Expedition und Verlag: 5L Rti>aflU)ice=fls# 112. Tett-Ad ru AnzeiguG re ßea» Offener Brief an den Herrn Reichstagsabgeorimeten Uöhler in Langsdorf. Der Vorsitzende des Gießener nationalliberalen Wahl- rreiSvorstandes, Rechtsanwalt Kaufmann, sendet uns folgenden „Offenen Brief" zum Abdruck, In dem die Absicht tUm Ausdruck kommt, ohne persönliche Schärfen und rein sachlich die Kandidatenfrage zu besprechen und zu klären yub unnütze Reibereien zwischen den bürgerlichen Parteien tU vermeiden. Wir glauben überzeugt sein zu dürfen, daß Herr Kühler, welche sachliche Stellung er auch immer ein nehmen wird, in ebenso ruhiger Tonart erwidern wird und stellen ihm für diesen Fall unsere Spalten ebenso be- reuwillm wie Herrn Kaufmann zur Verfügung. Herr Kaufmann schreibt: Als Vorsitzender de- ckAießener notionalliberalen Wahlkreis- Vorstandes habe ich nicht nur nn Interesse daran, sondern euch die Pflicht zu nerljüten, daß durch Ihre Acußerunacn die Legende entsteht, als hätten wir uns uub als hatte unser Reichstags-- kandidat mit seiner Kandidatur gegen Sie einen persönlichen Ang riss unternommen. Es erscheint daher an der Zeit, die folgenden yesistellungen zu treffen. Was zunächst Ihre Kandidatur zur ReichStagSwahl 1911 anbetrifft, so schreiben Sie am 18. August 1910 dem Sinne nach dem Gießener Anzeiger, dabSieuichtzukandidiercn gedenken. Sie schreiben nämlich dort in Nr. 193 wörtlich: Die Kleine Presse Nr. 192 vom 18. August bringt folgende Nachricht: „Reichs- und Landtagsabgeordneler Phd. Kühler-Langs- borf ist — wie er selbst nntteilt — geneigt, bei der nächsten Rcichstagswahl 1911 im Wahlkreis Gieße n-Grünberg-Nidda wieder zu landidiercn. Sein Gesundheitszustand habe sich irr den lebten Wochen erheblich gebessert." Die Nachricht ist falsch. Als Herr Professor Dr. Gisevius Mitte Juli 1910 bet seinem in anderer Angelegenheit angemeldcten Besuche Sie fragte, ob er noch eine andere Sache besprechen könnte, erklärten Sie sich dazu bereit Als er Sie nun wegen Ihrer Kandidatur fragte, hauen Sie erklärt, daß Ihre Person der cingetreienen Kränt- lichkeü halber für die Wahl 1911 gar nicht in Frage käme. Sie haben Herrn Gisevius damals ausdrücklich dazu ermächtigt, dicscs in Ihrem Auftrage m.r, dem Rechtsanwalt Knilimann riüjuieilen, „der ich ja der Vorsitzende ber Partei oder ihieS Vorstandes sei". Sie haben damals ferner Herrn Gisevius er* Hart, daß als Ihr Nachfolger eigentlich schon ein bekannter hmifcher Landtagsabgeordneter vorgeiehen sei; Sie hätten diesem Herrn eigentlich schon halb und Halo Ihre Unterpühiuig in Aussicht gestellt Sie seien aber trotzdem bereit, für eine Ka.v- oidatur Gisevius einzutreten, falls Herr Gisevius als Mitglied oder wenigÜLps als HospitaiU der Wirtschaftlichen Bereinigung beizutreten sich verpflichten wolle. Sie drängten damals wiederholt Herrn Professor Dr. Gisevius, er möge sich von der uai:o na [liberalen Partei abwendcn. 5n der vorher angeführten Nummer 193 des Gießener An-! jngcrs geben Sie in gleichem Atem die Bedingungen an, unter ! denen Sie sonst — wenn überhaupt — nur eine Kandidatur aanehmen würden. Sie schreiben, es könne von Ihrer Kandidatur „nur" b i e Rede sein, wenn Sie als /in e gemeinsame des Bundes der Landwirte, der christlich-sozialen, der deutsch-sozialen und der Sleiormpartei proklamiert würde. Weiter stellen Sie zugleich fest, daß Ihr Gesundheitszustand sich nicht erheblich gebessert, sondern eher sich verschlechtert habe. Als indessen weder unter diesen vier Parteien eine Einigung zu stände kommt, noch eine dieser Parieren zur ddominierung eines Kandidaten schreitet, teilen Sie am 25. Oktober 1910 dem Gießener Anzeiger mit, daß Sie „unter allen Umstanden zum nächsten Reichstag wiederholt kandidieren werde n". Gleichzeitig bringt die „Kleine Presse" irrt er dem 27. Oktober 1910 Ihre wörtliche Erklärung, daß „Sie selbst Ihre eigene Kandidatur für die ReichstagSwahl 1911 auf - Helfen, nachdem b ie Nationalliberalen des hiesigen Wahlkreises Herrn Gisevius als ihren Reichstagskanbidaten aufgestellt haben". Ter in Ihrem politischen Partei!eben uns allen schon genugsam bekannte Stimmungswechsel kommt h.ernach in diesen Ihren eingangs mitgettillcn Erklärungen erneut zum Ausdruck. Er tritt aber auch in Ihren mündlichen und gedruckten Aeußcrungen gegenüber unserem jetzigen nationalliberalcu Rcichstagskandidaten besonders deutlich hervor. Unter dem 8. November 1910 schreiben Sie ht Nunrmer 262 der Friedberger „Neuen Tageszeitung" von der Stelle im Grünberger Versammlungsbericht:,^köhlerhabe i h rn (G i s e v i u S) erklärt, daß er nicht mehr kandidiere und ihn beauftragt, dies dem Wahlkreisvorsitzenden der nationalliberalen Partei m i t z u t e i l e n". Diese Behaupt-', ng entspricht nicht der Wahrheit Unter dem 12. November 1910 sprechen Sie in Nr. 266 der Friedberger „Neuen Tageszeitung" und unter dem 14. November 1910 in Nr. 267 des „Gießener Anzeigers" von der unwahren Behauptung des Professors Gisevius S i e (Köhler) hätten i h m versprochen, nicht wieder zu kandidieren. Sie scheinen dabei Ihre öffentliche Mitteilung vom 18. August, daß Sie nicht zu kandidieren gedenken, inzwischen ganz vergessen zu haben. Unter dem 16. November 1910 o^er geben Sie in Nr. 269 deS „Gießener Anzeigers" nach, zu Gi'evius gesagt zu haben: „Wenn ich so krank bleibe, kandidiere ich wahrscheinlich nicht meh r." Sie geben damit schon halb und halb die Nichtigkeit der Gisevinsschen Mitteilungen zu. Inzwischen haben Sie nach der Mitteilung angegebener und sehr glaubwürdiger Personen folgendes erklärt: „G i f e v i u S hat mich gefragt, ob ich wieber kandidieren will. Darauf habe ich ihm gesagt, ich bin so krank, daß ich nicht mehr kandidieren werde. Gisevius fragte mich darauf, ob er das dem Rechtsanwalt Kaufmann mitteilen dürfe, woraus ich erklärte: „Ja! Das können Sie. Teilen Sie e5 meinet- balb mit, wem S i e wolle n." Ich bin in der Lage, Ihnen den Beweis der Wahrheit hierfür anr’treten. Von Jnter- e'se ist es festzustellen, daß diese Ihre Dcuß.'rung zwisch n dem 8. und 12; November 1910 gefallen ist, rodyienb Sie das direkte Gegenteil in Ihren an die.en Tagen in der Friedberger „Neuen Tageszeitung" gebrachten VeröfsenUichnngen behaupten. In Nr. 273 der Friedberger „Neuen Tageszeitung" geben Sie neuerdings zu, zu Professor GiftviuS gesagt zu haben: 1. „So krank, wie ich jetzt bin, kann ich wahrscheinlich nicht kandidieren." 2. „Aber wenn S i e der nattonalHberalcn Par - tei im Reichstage beitreten, oder auch nur Hospitant bei ihr werden sollten, bann würde ich Ihr Feind sein?" Daraus ergibt sich mit zwingender Notwendigkeit, L daß Sie zwar gegen eine Kandidatur Gisevius als solche prinzipiell nichts einzuwenden hatten, 2. daß S i e aber Herrn Gisevius davon abdrängen wollten, für die nationalliberale Partei zu kandidieren, und 3. daß die fragliche Unterredung nicht so kurz war, daß, wie Sie es gern darstellen möchten, von einer „Ikberrumpeluiig" die Rede sein kann. Herr Reichstagsabgeordneter? Menn auch der Inhalt Ihrer Verössentlichung ständig wechselt, so rufen Sie durch dieselben doch den Eindruck hervor, als ob unser Kandidat Ihnen gegenüber unfreundlich gehandelt habe, und als ob unsere Partei ihn hierzu veranlaßte. Ich stelle fest, daß beides nicht zutrifit, und daß Herr Professor Gisevius nach Ihrer Langsdorfer Erklärung die Bahn jür feine Kandidatur völlig frei vor sich sah. Unser Kandidat ist inzwischen wegen seiner Haltung Ihnen gegenüber in manchen Blättern zu Unrecht angegriffen worden. Er handelte daher in Notwehr, wenn er in Grünberg zu feiner Rechtfertigung Ihre Langsdorfer Aeußerungen mitteilte. Weder unserm Kandidaten noch uns ilt es bei feiner Nominierung darum zu tun gewesen, Unfrieden unter den bürgerlichen Parteien zu stiften. Das Gegenteil ist der Fall. Daß die nationalliberale Partei ba5 Recht hat zu versuchen, ben vor Ihrer Zeit von ihr innegehabten Wahlkreis wiederzuerobern, bestreitet überhaupt niemand, ebenso nicht, daß Sie und daß Professor Gisevius das Recht haben, zu kandidieren. Wenn unserer Partei Herr Professor Güeoius dabei heute die im Sommer gegebene Zusage hält, auch wenn Sie sich ihm gegenüber auf einmal entgegen Ihrer früheren Erklärung als Gegenkandidat ausstellen, werden Sie felbst^als deutscher Mannesart entsprechend anerkennen müssen, fcb Sie oder wir dabei Unfrieden unter die bürgerlichen Parteien tragen, kann ich getrost der Entscheidung der Oefsentlichkeit überlasten. Ich wiederhole es Ihnen, daß ich den Beweis der Wahrheit für meine heutigen Mitteilungen zu erbringen in der Lage bin. Die zwischen den bürgerlichen Parteien schwebenden Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen, die Situation wird aber infolge des freisinnig-sozialdemokratischen Zusammengeheniß immer ern)ter für uns alle. Der Ernst der Lage erfordert eS; daß wir unS mindestens die Wahlhilfe für eine Stichwahl gegenseitig offenhalten. Dann aber muß persönliche Schärfe im Wahlkampfe vermieden bleiben. Ich appelliere an Sie als deutschen Mann, wenn ich Sie nach dieser Darlegung ersuche, der Wahrheit die volle Ehre zu geben und damit ben persönlichen Streit ru beenden. Sachliche Gegensätze müssen sachlich ausgefochten, werden; persönliche Schärfen führen nur zum Siege der den bürgerlichen Partei-rn gemeinsamen Gegner.^ Gießen, den 26. November 1910. Mit vorzüglicher Hochachtung Der Vorsitzende der nationalliberalen Wahlkreisorgamsation';! Kaufmann, Rechtsanwalt. Land nnd Leuie in Mexiko. Einer Plauderei von Viktor O t t m a n n über das gegenwärtig von inneren Unruhen bewegte Mexiko, die der „Sag" veröffentlicht, entnehmen wir folgende Stellen: In kaum einem anderen Lande der Welt sind die ersten Eindrücke des Ankömmlings von so schroffer Gegensätzlichkeit wie in Mexiko, je nachdem, ob er eS im Osten oder im Norden zuerst betritt. Kommt der Reisende auf dem Seewege an und landet er in Veraeruz, so entbietet ihm das Land mit seinem von unheilvollen Miasmen durchsetzten, tropischen Küstengürtel den ersten Gruß. In dem schweren, feuchten Boden und in der« dampfend heißen Lust scheint jealiche Frucht zu gedeihen, aus dem! undurchdringlichen Dickicht der Kempeschebaume, Akazien, der 23ain*! buyflauben und Bananen ertönt das Zwitschern, Schreien, Krei-' schen, Fauchen fremdartiger Vögel mit buntem Gefieder, und betäubend süß duften die Orchideen, aber die fahlen Fieber-- gesichter der Bevölkerung verraten, daß auch diesem Paradiese die Schlange nicht fehlt, und daß die Natur sich ihre Uebersälle mit Gesundheit und Leben befahlen läßt. Fährt der Reisende dann mit der Eisenbahn, die streckenweise^ den Charakter einer sehr kühn angelegten Hochgebirgsbahn bat;' von Veracruz nach Stadt Mexiko, so macht er in zwölf Stunden' den liebergang von der „tierra caliente", der heisten Zone, zur „tierra templada" der gemäßigten Zone, durch und lernt zugleich im Fluge einige landschaftliche Glanzpunkte Mexikos kennen, B. das von Humboldt so enthusiastisch gepriesene Tal von'' Orizaba mit dem wundervollen Schneekege! dcS gleichn-amigerc Piks. Die ganz anders dagegen und nicht so günstige Vorurteils. erweckend sind die ersten Eindrücke des Reisenden, der von denj Vereinigten Staaten aus auf dem Landwege in Mexiko eintrifft Dort im Norden bildet das mächtige, zumeist völlig ausgetrocknet^ Flußbett des Rio Grande del Norte die Grenze zwischen bei < beiden Staaten. Gleichviel ob der Reisende sie in El Paso, am! Eagle Paß, oder in Laredo überschreitet, überall glaubt er in! ein völlig wüstes, Cen allen guten Geistern verlassenes 2ant>' zu kommen, und mit wachsendem Erstaunen fragt er sich, ob das wirklich Mexiko ist, das Mexiko der Plantagen, der Haziendas; der schönen Kreolinnen und der Liebhaber mit dem' Dolch im Gewände. In traurigster Oede dehnt sich rechts und links von der Dahn die Wüste aus, wirbelnde Sandhosen huschen wie ge> spensterhaste Phantome über die unwirtliche Fläche, und die spärlichen Siedlungen, die diese Eintönigkeit unterbrechen, sehen mehr wie zusammengesck-ossene Haufen von ungebrannten Ziegeln auZ als wie bewohnte Orte. An den Stationen stehen braune Eingeborene und gaffen mit kindlich geöffnetem Munde die Fremden an; die Mämier tragen einen breitkrempigen spitzen Filzhut von den Dimensionen eines modernen Dameuhutes auf dem Kops unb um den Oberleib den Poncho, ein plaidartiges Kleidungsstück, das am Tage gegen die Sonnenitrahlen und beim Schlafe gegen die! höchst ernplindliche Nachtkälte schützt. Frauen und Mädchen, oft von Überraschend zarten, seinen Zügen, bieten schüchtern die Erzeugnisse ihres kunstgewerblichen Fleißes an, hauptsächlich zierlich, gehäkelte Decken; halbverhungerte Hunde und magere, schwarze Schweine umschwärmen den Zug und balgen sich um die aus dem Speisewagen geworfenen Abfälle. Nach 24 Stunden trostloser Fahrt wird die Gegend endlich etwas bunter, hohe Gebirgszüge) begrenzen den Horizont, und ungeheure Kakteen und Agaven in den aberteuerlichsten Formen recken wie ein toller Sput ibrei von keinem Lufthauch beweabaren Kolben empor. Man kann die Bevölkerung dieses merkwürdigen Landes,- das alle klimatischen Eigentümlichkeiten der Erde von der tco< pischen Ueppigkeit an bis zur Schnee- und Eisregion in sich vereinigt, ungefähr in vier, allerdings sehr verschieden große Klasseit einteilen. Da ist zunächst die unoermischte indianische llrbevölke-', cn Programms; man gab sich gern und immer mehr ohne hemmende Nebenempfindungen Cu3 Bedauerns Mz dem Genüsse hin, den b.e Schönheit der Werke und ihre Tiiedergabe auslösten. Die Herren Davisson, Hegar unb Professor Trautmann spielten zwei Klaviertrios, bad E-dur Am lorahms und das F-dur von Schumann, Herr Hegar bie tz-dur-Eellosonate vp. 0 von Beethoven; dazwischen fang ^rau Stephan eine Reihe BrahmS scher L.eder, aus den Magel . ’n* Emanzen, aus opus 3 u. a. DaS BrahmStrio, em echter Bro0ins, totnn auch vielleicht mehr als sonst Brahms sche Art ua. biswelleü fast Menbclsfohn'fcher Manier in sinnlicher Klangfchönheit schwelgend, selten herb und schwer, hat durchweg einen fxcubigm starken Charakter; es reißt, bisweilen von bizarren Einsallen in eigenartiger Tonfärbung durchbrochen, mit sich; es verlangt Temperament und eine große technische Vollkommenheit von ben Ausführenden unb lag so dem Künstlertrio deS Abends ganz besonders; denn Temperament, bisweilen tncUeidjt etwas zu kraftvoll-derbes Draufgängertum, rühmt man ja an dem Rebner- üuartett als seine besondere Eigenart, Temperament schätzen wir schon lange als einen Hauptvorzug Hegar'scher Kunst unb lernten es heute bei Herrn Daviss 0 n kennen, der bie Geigcnstimme ganz hervorragend durchführte und sich als ausgezeichneten Geiger von prächtiger Technik und warmer glänzender Tongebung schnell in die Herzen der Hörer einfbiclte; schade, daß das Instrument nicht immer an Stärke des Tons gegen bas Cello aufkommen konnte. Herr Professor Trautmann, bet unermüdlich Verständnis und Liebe zu Brahms sd)er Kunst zu wecken und pflegen sucht, war der berufene Führer der Klavierstimme; so war ein treuliches Zusammenspiel gegeben; liebevolle Hingabe an den Geist des Werks, tief eindringendes Verständnis für feine Schönheiten steigerten feine Wirkung. Auch das S ch u - mann'sche Trio, von dem ich leider nur zwei Sätze iroch hören tonnte, wurde mit warmem Ton und lebensvoll gespielt. Tie Beethoven'sche Cellosonate, eine klar durchsichtige Arbeit, so ganz verschieden von Brahms scher und auch Schumann'sdx'r Art in ihrem Aufbau unb der Verarbeitung ihrer oft direkt lyrischen Themen, spielte Herr Hegar mit gewohnter technischer Meisterschaft und Klangfchönheit; vielleicht hätte eine andere Auffassung hie und da dem Werke mehr Beethoven'sdien Charakter und durch weniger agicto und ssorzando mehr Einheitlichrett bewahrt; doch Feinte ich die Partitur nid)t, kann mich al 10 nur auf mein Empfinden verlassen. Frau Stephan fang, im ersten Lied anfdjdnenb aoch etwas befangen, die Brahms'schon Lieder mit sympathischer schöner Stimme, guter Aussprache, die auch ohne Text Wort für Wort verstehen ließ, und die Hauptsadie, sichtlicher Freude an ifjrcm Brahms unb voll seelischen Abdrucks: dabei ganz sdstich! und ein fad) selbstverständlich. Herzlicher Beisall dankte ihr. Die Klavierbegleitung Serrn Prof. Trautm-anns bot wie immer einen besonderen Gruß. Zum Se.,iuß nag manchen die Mitteilung erfreuen, daß baS Rebnerquartett später bestimmt kommen und nach* holen wird, was es ge^eui ti/.ie k>ei|t^auNU iwwuiiü lüdu^i mußie. Also üujgejchoben, sticht a.cher Behandlung gewesen. Der Zeuge zeigt dann dem Gerichtshof I einen von den Steinwürfen zerbeulten Helm. Kriminalschutzmann Haßler wird von RechtsanwaltN o s e n- feld gefragt, ob er an dem fraglichen Mittwoch von 11—2 Uhr in der Turmsttaße patroullierte. Ter Zeuge soll dabei gewesen fein, als Personen, die aus der Straßeickahu tarnen, von Kriminalbeamten geschlagen wurden. Der Zeuge hat niemanden geschlagen und hat das auch nicht an seinen Kollegen beobachiet. Erster Staatsanwalt: Es sind Zeugen vorhanden, die behaupten, daß gerade Sie geschlagen haben. — Zeuge: Das ist völlig ausgefchlofien. Ein A n g e t' 1 a g t c r behauptet, daß er gesehen habe, wie der Zeuge Leute geschlagen habe. — Rechtsanwalt Cohn: Die Ant- rvorlen, bie Sie geben, gehen auf Ihren Eid. Haben Sie nodj etwas zu erklären. — Zeuge: Nein. — Zeuge Limphake, Expedient der „Frankfurier Zeitung", hat in der Presse die Berick-le über die Unruhen gelesen und ist aus Neugierde nach Moabit gefahren. L4/er Zeuge hat gesehen, wie ein ganz aller Mann im kleinen Ziergarten Hiebe vor die Brust bekam, so daß er blutete. Im kleinen Tiergarten habe, man überhaupt ganz anständige Leute verhauen. Am schlimmften trieben es die Kriminalbeamten mit ihren Gummiknüppeln. Ein junges Mädchen oon 13—15 obren hef vor den Schutzleuten weg und erhielt auf der Flucht zwei Hiebe mit voller WuckK auf den Rücken, so daß es hinfiel. Zeuge Freiherr v o n R e i tz e n ft e i n hat als Berichterstatter der „Morgenpost" die Vorgänge beobachtet. Die Schutzleute waren riihig: aus der Menge ertönten Schimpfworte, auch wurde mit toteincn und Blumentöpfen von den Balkons geiuonen. Sobald öie Schutzleute zurückgezogen wurden, fing der Tumult wieder an. Das Vorgehen der Schutzleute war absolut to e cf «= mäßig , wenn auch vielleicht Ausnahmen vorkamen. Der Zeuge den um 3 Uhr gemeinschaftlich genommen und der Feind bis Eagny und Longueau verdrängt. Auch auf dem äußersten linken Flügel, den die 16. Ins.-Division bildete, gelang es den Regimentern 40 und 70, den Gegner aus Hebecourt auf Dury zurück- zuwersen, dock wurde der eingdeitetc Angriff auf diesen festen Platz wegen der Dunkelheit abgebvod)cn. Der Kampf war daher gegen ubenö auf der ganzen Lmie zum Stehen gekommen, nur ein madiges Gewehr- und Gefchützseuer wurde noch eine Zeitlang unterhalten. General von Manteuffel wollte am nächsten Tage den Kampf mil allen Kräften zur Entscheidung bringen, doch er- 1Drielen flch die zu Liefern Zwecke abends getroffenen Maßregeln als uberfluiiig: der Feind, der feine beiden Flanken bedroht fah und eine Umzingelung befürchtete, räumte im Laufe der Nacht die noch belebten Stellungen und zog zunächst bis Amiens ab, dann aber gab General Farre, namentlich durch die eingetretene Dis- ziplinloiigkeit der Truppen veranlaßt — ein Teil der National- garbeit zerstörte feine Waffen und entwich in die Heimat — auch den anfangs beabfichtigten Widerstand bei Amiens und korbic auf und setzte den Rückzug nach Norden (auf Arras zu) wtt- Am -8. mittags rückte General von Goeben mit der 32. - 9Qbe e^n- ^0. vormittags ergab sich auch erlebt habe. Die Berichte, die in der Presse über die llncul erschienen waren, seien teilweise geradezu irreführend gewes, an den Krawallen sei lediglich in dem unmotivierten Vorgeh so daß er nicht wisse, wie er sich das erklären solle. Die Sch, der Schutzleute zu suchen. Der 16 jährgie Zeuge Precht, der infolge eines Vetriel Unfalles nur ein Bein hat, ist am Montag oder Dienstag üerb worden. Ein Mann, anscheinend ein Kriminalbeamter, hat , mit einem Stock und einen Schlagring geschlagen, nachdem er i vorher mit einer Laterne beleuchtet hatte. Polizeileutnant Schirmer hat Ecke Turm- und Oldenbur' Straße Dienst gehabt. Es herrschte ein lebhafter Paisanl, verkehr von einem gemischten Publikum. Als eine große Mensch, menge gegen die Heilandskirche strömte, ließ er blank zieh zumal von der Ecke her gesckwssen wurde, und die Straße säube Zeuge Redakteur Berthold hat gehört, wie die Leute der Siemensftraße Arbeiterlieder fangen. Es wurden Ruse: Bl Hunde laut und ferner gerufen: Schlagt sie tot, diese Verbrcü von Gottes Gnaden! Der Zeuge hat sich gewundert, daß Polizei so außerordentlich ruhig war, die Menge wurde von stets in sehr höflicher Form zurückgewiesen. Nur in der Tur straße wurde einmal ein Straßenbahnarbeiter ziemlich brüsk c besaßt. Wiederholt hat der Zeuge einen Mann beobachtet, i immer austauchte, wo etwas los war, einen großen Herrn i Spitzbart. Von diesem habe er die Vermutung gehabt, daß er den Unruhen seine Hand im Spiel habe. Au einem der folg, den Tage habe er den Mann von einem Cafä am Anhai Bahnhof aus beobachtet und gleich zu seinem Freunde gefa Heute ist in Moabit nichts los, der Mann ist hier. Ter Ze> bekundet noch, daß er von einem Schnürseiikelverläufer bcdc worden sei, wenn er sich noch einmal in Moabit blicken laße, bekomme er Kloppe. R.-A. Heinemann: Der Mann, von dem Sie vor sprachen^ hat doch auch Sie überall gesehen. Vielleicht Hai von Ihnen den gleichen Eindruck, wie Sie von ihm, näcil ä daß Sie die Hand im Spiele hätten, Zeuge: DaS mag schon sein. Darauf wurden die Weiterverhandlungen auf morgen v mittag vertagt. ------------------ ...... M Aus Staüt imO Land. Gießen, 26. November 1910. ** Vom Kunstverein wird uns geschrieben: 5 seit acht Tagen neue Ausstellung int Turmhaus am Bra hat sich bis jetzt eines außergewöhnlichen Besuches zu freuen, was gewiß daraus zurückzusüi-ren ist, daß wie, viel Schönes zu sehen ist. In Anoetracht der großen Ä! gaben, die dem Kunstverein entstehen und ün Hinblick « das Schöne und Sehenswerte, das auf diese Weise un,e Stadt zugesührt wird, hat sich dem Stamm regelmäß^ Besucher neuerdings eine große Anzahl ökun st freunde i geschloffen, die in dem Beschauen der wechfeüveise a- gestellten Kunstwerke Genuß, Anregung und Erholung f den. Immerhin aber durfte im. Verhältnis der Eiiuvohu zahl unserer Univerjitätsstadt der Be.uch der Ausstelluns^ und auch die Mitgliederzahl des Kunstvereins noch u größer sein. Ebenso dürste auch bei den kapitalkräftig Kunstfreunden der Gedanke austauchen, daß die ausgefieili Bilder nicht allein zu besehen, sondern auch zu kau,en ji denn gerade in der letzigen Ausstellung befinden sich Vvd die alS Weihnachtsgeschenk geeignet find und den Besche ten Freude bereiten würden. Gleichzeitig sei mitßcie daß die jetzige Ausstellung nur noch kurze Zett blei da außer einer Kollektion des bekannten Meisters Prost'i Dettmann auch eine Ausstellung der „Freien Lerenngu Weimarer Künstler" folgen wird, wesyalb ein balbii Besuch der jetzigen Ausstellung empfohlen fei. Für i Jahr 1911 eintretende Mitglieder deS Kunstvereins hat von jetzt ab für sich und ujrc Familie freien Eintritt der Ausstellung. Die Liste zum Einzeichnen liegt in t hat. In Arnada wurde ein kleinerer, wunderbar erhaüc Tempel aus ber Zeit Amenophis II. freigelegt, wo das ih Gelb und Bläu der Dekoration noch mit großer Kraft leuch In Kasr-Jrbin entdeckte man eine römische Befestigui 3n Jbfambout legte Maspero in einer Tiefe von 40 m Tempel des 2. Ramses frei. Von dreizehn Bildwcrl mit denen das glatte Dach des Gebäudes gefchinückt war, ko» man elf wieder aufrichten. In der Nähe bes Tempel- l< Maspero eine der Sonne geweihte Kapelle, die noch i ^a n J e Ausstattung enthält. Sie stammt von Romics T^er Altar steht im Osten unter vier hundstopfigen Asien, den Gott anbeten. Ein ungeheurer Skarabäus auf dem ül stellt die Sonne dar. Dieie Kapelle umschließt einen zwei Altar, der bem Moiwe geiveiht i|L — EinjapanifchesLegendeuspielausderV rifer Bühn e. Im Pariser TMtre Fsmiua ist unter Leitung von Lugne-Poe ein intcrenanter Ver|iich mUcrnoinr worden: man spielte ein altes japaniicl-es Legendenfpiel Liebe". Der Geist des fernen Ostens webt in der einfachen pa lung. Ke|a ist die Gattin des Samorai Hirofchinia, den im ersten Bilde zu einer weiten Rci|e ausziehen |el)en. Du w Endo auf, ein Vagabund, der Kefa in irüljeren Jahren fleli hatte, er fchilbert feine Leidenfchast, sucht sie zur Flucht mit i zu bewegen und droht ihr im Falle einer Ablage mit bem Ti Aber auch Hiroschima soll fallen, Endo will ihn töten, und Ke,a das hört, giot |ie ihm den irtat, bis zur Rückkehr bes tz)at zu warten. Sie zeigt ihm die Stelle, wo Hirofchüna id)l und lockert in der Wand des kleinen Hauses eine Plante, jo 1 Endo den Gatten nad) der Heimkehr von draußen mit einem Do stich ins Herz treffen könne. Aber der Zufall will, daß gcr in dem Augenblick, da der Gatte heimkehrt, Kefa aus ber Lai Hätte ruht, an der Endo den Mord begehn soll, und so u ber Dolch des Mörders statt den Gatten ihr eigenes Herz. Aufführung, in der Lugne-Poe den Hirofchima, be Max bett E 'und Sufaiine Tepres die Kefa spielten, hinterließ trotz ber Ptt ttven Fabel einen tiefen Eindruck. — Kurze Nochrlckten auS Kunstu 99 i f f e n f (t o Aits Halle a. S. wird uns gemeldet: Wie hier versickert w ivttb ber o. Pioiessor und Tireklor bes pawowgiicken Zniutnts ber llniücifuät Halle a. S. Geheime Mebiziiiattat Ti. $' E d e r t tz mit 'Jlblnin dieses Winteriemeiiers uom Vcijiainw jui tieten. Prof. Eberth sieht im 76. tlebeiissahre. t s i s- p ü Gl sk bl Gl ft ft M Ochs en. 61 86-89 47 84—86 43 82-87 47 75-80 41 Doppellender, feinfte Mast . . . 58-65 96-108 61 102 39 71—73 56 Zleljchlge Schweine . . 54—56 Detter HL. sie Temperatur am 24. 513 Zahn-Creme Mundwasser Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 56 55 54 47 86 81 71—73 70—73 Hi red ! le , , 2 ^(tederjchlacl = 0,0 min. 70—73 63-68 1,0 *a 6,0-Ü. üciuiit Hhaii- (PollnlUchrnast) und beste Saugkälber 51—57 MUllere llia|t- und gute Saugkälber . 44—50 Scha 'e. Mastlämmer u. jüngere Masthammel 89—00 78-00 Sch,ve»ne. Ausstellung offen. Die diesjährige Verlosung wird In den nächsten Tagen stattfinden, an ihr nehmen alle Mitglieder ohne besonderen Beitrag teil. Kreis Friedberg« -m. Friedberg, 25. Nov. Wir stehen hier tm Zeichen der Stadtverordnetenwahlen. Infolge des Ablebens Les Bicrbrauercibeschcrs Stcink-äußer mufo ein neues Müglicd gewählt werden und außerdem wird eine Ergänzungswahl für den scit- herigen Stadlverordneten Falk erforderlich, der zum Beigeordneten gekvählt wurde. Tret mcitere Stadtverordnete sind nach Ablcuf ihrer Amtszeit ausgesclstedeir. Tie Wahlvorbereitungen wurden durch ben Bund der Handlverker eröfhiet, der eine stürmisch verlaufene Versammlung abljiclt. Es fehlte nicht an Vorwürfen, daß der Bund der .Laiiblverker bei bet Neicl-s tags wähl mit dem Bund der ^andivirte £)aiib in Land gegangen sei. Auch der Laus- und Grundbesitzer - Verein tagte schon, ohne feste Beschlüsse za fassen und aus heute abend hat der L-etaillistcnverein seine Mitglieder zusammtnrberuscrr. Man sucht nämlich zwischen diesen drei Vereinigungen eine Einigung zu erzielen, um die Politik bei der Wahl cuurzuscl-eiden. «di. A u s der Welterau, 25. Nov. Schon längere Zeit wurde m der Wetterau krankes Wtld beobachtet, beiondcrs Hasen. Tiber auch Rotwild wurde in den Taunus- waldungcn, ohne krank geschossen zu sein, am Verenden an- gelrofsen. Auch von den Pächtern dec Feldjagden werden fetzt neuerdings Klagen laut über Vergiftung von Feldhühnern. Ter Schaden, dec infolge der Mäuscvertilgung an dem Feldhühnerbcstand in der Wetterau angerichtet wurde, ist erheblich, sind doch stellenweise ganze Ketten Hübner verendet gesunden worden. Tie Ursache für die Erkrankung der Hasen und des Rotwildes wird m dem Aussetzer, fremder Hasen und Rehe gesunden, die die Bestände infizierten. Starkenburg unD Rheinhessen. R.-8. Dacmsladt, 25. sJioo. Ter Geburtstag des Grob Herzogs ist heute wieder in der hergebrachten Welse gesciert worden. Nachdem gestern abend Zapfenstreich vom Paradeplag aus durch die Stadt ausgeführt worden war, fand heute früh grobes Wecken durch die Kapelle des Lerb^ Gacde-ÜregimentS statt. Um 12 Uhr war aus dem Marien, platz die Parole. Ausgabe, bei dec Divisionskommandeur Generalleutnant v. Etrantz nach einer kurzen Ansprache das dreimalige Hurra auf den Gcobherzog ausbrachte, während aus dem kleinen Exerzierplatz 101 Kanonenschüsse abgegeben wurden. Die Schulen hatten die üblichen Festakte veranstaltet: die Feskg otteSdlen fte in den beiden christlichen Kirchen waceu stack besucht. Im städtischen Saalbau sand am Nachmittag em Festessen statt, dem die Vertreter de, staatlichen und städtischen Behörden und eine Anzahl Privatpersonen beiwohnten. — Tie Technische Hochschule feierte den Tag durch einen Festakt in der Aula, zu dem auch die Minister Ewald und v. Hombergk erschienen waren. Der akademische Ehoc sang verschiedene Lieder, wahrend Professor Kayser den Grobherzog feierte und dann einen Vortrag über ,Tle Entwickelung und die Fortschritte im EifenbelonbauE hielt. Nach Beendigung der Feier veranstalteten die Studenten eine Wagenauffahrt. — Tas Grobherzogspaar, das am Donnerstag abend ben Besuch des Fürsten und der Fürstin zu Solms-HohensolmS-Lich erhalten hatte, besuchte heilte vormittag den Gottesdienst in der Stadtkirche, nachmittags fand Hostasel statt, zu der zahlreiche Einladungen ergangen waren, und abends wurde das Hostheater besucht, in welchem auf Allerhöchsten Befehl „Susannens Geheimnis", sowie ,Brüderlein fein* zur Aufführung gelangte. R. B. Nauheim (Kc. Groß-Gerau), 25. Nov. Von einem Elsenba hnzug getötet wurde gestern abend gegen 8 Uhr die Witwe Ackermann von hier. Ein Bahn- wäcter fand die zermalmte Leiche beim Bahnübergang der Station Rauhenn. Vermutlich liegt em Seldstmord vor, da die Frau schon einmal den Versuch machte, sich unter die Räder eines Zuges zu werfen. Hessen-Nassau. Marburg, 25. Wce m ben STreffen der Berliner medizinischen Fakultät verlautet, soll als Nachfolger des Professors Brauer in Marburg in erster Linie dec Professor der inneren Medizin an Der Akademie für praktische Medizin zu Köln, Dr. Max Matthes, in Frage kommen. Vollfletfchtge Schweine bi5 zu 2 Zentner Lebendgewicht ...... . 56—57 Vollsteljchige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht . ......56—57 iDödientL Uederlichi ocriZoOesfänt L6.Staöt Stetzen. 47. Woche. Vom 13. bis 19. November 1910. Einwohnerzahl: angenommen zu 3J,8uO linkt. 1600 Marut Militär). Slerbltchkeitszisjer; 21,22 °/„, nach Abzug von 7 Ortsfremden; 9,81 °/oo» flu bayerischen Hochland^ tmb eine Beschreibung von Schlesien« Haupt- uadt Breslau schließen sich an. Joses Buchhorn plaudert in seiner wischen Art über .Danzig und seine nähere UmgebllPg-, Alax Lchultze, Wernigerode, über ,Tie Entwicklung des Eisenbahnnetzes voin Harz^. Reltor Hantmelratb, Düsseldorf, liefert einen interessanten Beitrag über .Tie Zeitschrift Teiitschland und die Lchule", der beton ber § in den Kreisen der Schnliiiänner Beachtung finden dürfte (Sin überaus umfangreicher wirtschaiklicher Teil gewahrt einen Einblick in die weiiverzweigte Tätigkeit des Bundes deutscher Verkehrs-Vereine nnb seiner Di itg lieber. Damen-Almanach. (45. Jahrgang für 191L Verlag con &aube L Spener, Berlin ) Das geschmackvoll mit schnitt, Elfenbeinpapier, Titelbild, doppelsarbigem Druck, Blci- stift und Visitenkartentasche ausgestattete Büchlein vereinigt in stch L,aschenkalenber,^ Notiz?- und Tagebuch in zierlicher Form. i)er Almanach enthalt ein Kalendarium mit einem Verzeichnisse ? ^c^estantischen, katholischen und jüdischen Feiertage, ein Tagebuch sur alle 4,age des Jahres, eine Familien-Geoenl'tafel, einen Geburtstag- und Namenstag-Kalender, einen Privat-Adrcß- kalender Kassen-Uebcrsichten für zwölf Monate und eine Genealogie aller europäisck)en Negentcnhäuser. Eine Erzählung erhöht den Reiz des Büchleins. Vollfletschige, ousgemastete, höchsten v°n-drLooa-brz Schlachtwerieö, höchnens 6 Jahre alt 50—52 90—91 Junge, fleischige, nicht audgemä|iete und ältere ausgemäsiete 45—49 Mäßig genährte junge und gut ge- nährte ältere.........42—44 Die nach- A £1 sind am Sonntag dem 27. Nov. stehenden Xlvl 5lu von 12 Uhr uuiiax* bis 12 Lhr nacht» nnr tiir driagtnde Fälle Sieb r anzatreilen r (D *7 l>r. Ploch, Asterweg 34. Dr. Sehliephake, Goethestr.t44. Wenn Sie Ihr Kind aesund, munter und geistig frisch sich entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm Dr. Oommci $ OnnmiurteiL Warnungl 3)lan verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hammel. (&•/ 25. November 25. Harfen, Kühe. Dollstetschige ausgentastete Jäcsen höchst. Schlachtwertes 45—50 Bollsieiichige ausgemästete Kühe höchst. SchlachtiverteS bis zu 7 Jahren. . 39—44 Aeltece ausgemäsiete Kühe und wenig gut entiuidelte jimgereKuhe u. gärien 35-88 Atäßig genährte Kühe nnö hälfen . . 28—34 Kälber. ♦ Ein charakterfester Minister. Eine vergnügliche Anekdote aus dem Amtsleben eines neugebackenen französischen Ministers verrät der Figaro. Am Abend seines ersten Ministertages durste er ministerielle Entscheidungen unterschreiben — zum ersten Male in seinem Leben. Er war gerührt, der Bedeutung des Augenblickes bewußt, und ec unterschrieb alles, wus dec Ministerialdirektor ihm vorlegte. Die Poft war sehr groß, denn viele Schriftstücke, die der Vorgänger noch ausgearbeitet hatte, viele Briefe und Entscheidungen waren noch zu unterschreiben. Am nächsten Tage, mit der ersten Post, empfängt der neue Minister in seiner Wohnung einen Brief, der ihm sofort auffällt. Er stammt aus seinem Ministerium. Unruhig und hastig öffnet er das Kouvert: sein Auge fällt auf die eigene schwungvolle Unterschrift. Er hatte einen Brief unterschrieben, in dem er sich selbst als „lieber Kollege" anreMe, sich der „vollkommensten Hochachtung" versicherte, aber mit liebenswürdigen Worten des Bedauerns die für einen Wähler erbetene Gunst a b l e h n t e. Der neue Herr Minister war über diese eigene .Absage freilich ein wenig verstimmt. (ßcricbtsfaaL Rouen, 25. Novbr. Vor dem hiesigen Schwurgericht wurde heute gegen sieben Arbeiter verhandelt, die angeklagt waren, gelegentlich des Quaiacbeitecausstandes in Havre im September 1910 ben Führer einer Kolonne von Arbeitswilligen totgeschlagen zu haben. Von ben Angeklagten wurde einer zuui Looe, einer zu 15 und zwei andere zu acht Jahren Zwangsarbeit, die drei letzten außerdem zur Zahlung einer Entschädigung von 20 000 Francs verurteilt, bie Drei anderen wurden sreige sprachen. Für den zum Tode Verurteilten beschloß das Gericht ein Gnadengesuch einzureichen. UrebLtrankheit und Berufstätigkeit In den letzten Jahren und in den Lauprtulturuindern besondere Organisationen zur Erforsck)iung der Krebskrankheit eingesetzt worden. Daß durch sie bie Hauptfrage nach dem Wesen der ansteckerchen oder nichtansteckendcn Natur oder gar nach dem Erreger dieser Krankheit der Lösung wesentlich näher gebracht wäre, läßt sich bisher nicht sagen, dagegen sind viele EiitKetheiteii, die bei deut Auftreten des Krebses beobachtet siitd, erforscht worden uiid haben zu mandrer wichtigen Erkenntnis geführt. Tiefe Forschungen gründen sich ncunetitlich auf die Besa-astung einer möglichst vollfiaiidigen und zuoertäsiigen Statistik, die zu einer Aufklärung darüber führen soll, wie sich die Häufigkeit des Leidctis in den verschiedenen Lebensaltern, nach den mannig- alligen Verhältnissen der örtlichen Umgebung und des Klimas owie nach der Berufstätigkeit stellt. Diese Punkte aufzuhellen, üid eigene Organisationen besonders berufen. Was fie in bieier Ansicht leisten können, dafür gibt ein Aussatz von Dr. Kolb, eurem Mitgliede des bayerischen Ausfchusses für Krebsforschung, in der „Zeitschrift für Krebs,orschung" ein günftiges Beispiel. Werden im Lause der Jal)re die einzelnen Angaben über die Verbreitung des Krebses auch noch viel eingehender uich zuverlässiger werden, so finb doch auch fckwn die letzt erzielten Ergcchniiie wertvoll. Beifpielsweise wird |ich bie Ausmertsamleit auf die Talsack>e richten müssen, daß im südlichsten Teil von S ü d d e u t f ch l a n d der Krebs um mehr als ein drittel hä u f rger ist als tm übrigen Suddeutschland, ^boran das liegt, ob in den häuslick-en Verhältnissen oder an der Verschiedeiu-eit der Bodenarten, kann man freilich bisher nicht etnmal vermutungsioeise sagen. Etwas bestimmter aber lauten die Aussagen über den Einguß der BeruiSiätigkeit au, bie Verbreitung der Krankheit. Früher mußte man sich damit begnügen, die Gefährlichkeit einiger bestimmter Berufsarten in sieter Hin ficht anzuerkennen, die durch die Venoendung reizender kund ätzetider Stoffe ausgezeichnet futb. Auch wurde es bald klar, daß eine uitDor]nötige Befähigung mit Röntgen- nrahlen eine gemifte Enip|ängliä-leit für Shebdfrannjeitcn mit ftch bringt. Für die grogen Gruppen der Berusstrantheiten aber fehlte eS bis auf die allerneueuc Zeit gewöhnlich an Erhebungen von hurrercherchem Umfang und von geeigneter Art. Märkte. Gießen, 26. Nov. Martiverichl. 9luf henttaem Wochen- matrte loneie: Butter pr. Pid. 1L0-1.25 Ack^ Hühnereier 1 St, 10—11 'bfg., Enteneier 1 Stück 0 Vfg., Käse pr. St. 6—8 Pf Kafeinatte pr. St. 5—6 Pfg^ Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Dtk., ^nbller pr. St. 1,00—1,60 Ack^ Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Alt (iiuen pr. St. 1,80-2,20 Plk., Gänse das Pid. 65-75 Psg^ Ochsen- sletsch vr. Psd. 84—92 Pig^ Aindsleifch pr. Pfund 80—v4 xbfg„ Kuhfleifch /0 Pfg., Schiveinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg^ Kalb- slepch pr. Pfd. 88—90 Pig., panunelsleifch pr. Pfd. 60—84 Pfa. Jlartüneli1 jjt. 100 Kg. 7.00 bis 7cho Alk., Weißkraut das Stück 10 bl§ 203a ^*9*# Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,uo ibiL, Piilch das a ta° per„ Zlr. 10-20 Alk., Aepfel per Ztr. 9 bis 10 Alk., Anise 100 otuef 40—50 Pfg., uer Ztr. 0—uü Wtf lohnen per Pfd. 00-00 Pfg. Markkzcit von 8—2 Uhr. ka. Frauksurt a. M., 25. Nov. Heu- und Strohmarkt. 21ngetal)ren waren 9 Wagen Heu und 7 Wagen Stroh. Alan "ollerle: Heu 3,20—8,70 Alk., Stroh (Kornlangs?roh) 2,50 dis 2 8o JJIf., Wlrrstroh 0,00— 0,00 Mk. Alles per 5u Kilo. Geschäft flott. Die Zufuhren waren aus dem Taunuskreis und den St reifen Oberhellen und Dieburg. k.e. Wiesbaden. V i e h h o f-M a r k t b e rt cht vom 25. Nov. Auftrieb: Rinder 6., Kälber 83, Schafe 32, Schweine 191. Tendenz: Rinder, Kalber, Schafe und Schioeine mulelmäßig, Preis Durch- pro luu Pfd. schniuspreir U6ästigten Gewerbe verhältnismäßig frei davon sind. Besonders anfällig für Krebs erscheint dagegen die M e t a 11 -, M a s ch i n e n-- und Holzindustrie und das ganze W i r t s g e io e r b e, im einzelnen noch bie Fleischer unb K ü f e r. Ueberl-auvt zieht Tr. Kolb den Schluß, daß der Alkoholisrnus in Bayern wal/r- scheinlich für viele Krebserkrankungeri mit verantwortlich zu machen sei, da ihre bcjonberc Häufigkeit bei Gastwirten, Wirtshaus- bediensteten, Brauern und Handlungsreisenden zur Beobackflung gekommen ist. Außerdem muß die Ucbcrcrnäbrung in dieser vmsicht säKdlich sein, ba bie Fleischer in auffälligem Grade zum Krebs neigen, währeiib das Auftreten von Krebs in Gefängnissen oder auch unter Leuten, die in besonbers ärmlichen Ver- haltnissen leben, vergleichsweise feiten ist. * In bet Luft verirrt. Auf ber großen Flugwvche von Belmont Park in Amerika hat auch der iiuige Graf von ^esseps, der wenig Monate vorher durch feinen doppelten Kanalstug die Welt überrafchte, Ehren und Auszeichnungen geerntet, aber der Ruhm fiel ihm nicht mühelos in ben Schoß: er hatte, em Abenteuer zu bestehen, bas dem Laien einen neuen Einblick in eme Welt romantischer Phantastik eröffnet; er verirrte sich in Der Luft, unb lange Zeit flog er suchend zwischen den Wolöeii umher, ohite zu reinen, wo er war, und ohne eine Landungsstelle finden zu fönnen. Er war am NackMittag bei starkem Nebel aufgestiegen, fchwer und bunftig hüllte der graue Nebelmantel bie Eide ein, und bald war die Flugmaschine mit dem verwegenen Piloten in dem düsteren Luftmeer verschivunden. Graf Le,feps stieg zu einer Höl-e von 5000 Fuß empor, verlor dann aber die Richtung und hatte keine Möglichteit, sich zu orientieren, lieber eine Stunde lang irrte er so zwischen Wolken und Nebel in schwindelerregenden Höhen umher unb fuchte vergeblich den rechten Weg, der ihn nach Belmont Pack zurückführen könnte. Dem Mitarbeiter euur Newyorker Zeitung schilderte ber Flieger, wie es ist, wenn man sich üi ber Lust verirrt hat. „Lieber Freund, cs ist kein Vergnügen. Sckwn viele Menschen haben sich auf dem üanbe oder auf dem Meere verirrt, aber fie sahen doch wenigstens das Land oder das Meer. Dock) ich war in der Lust verirrt unb lounte nichts sehen, schlechthin nichts, weder Himniel noch Land noch Meer. Ich werde diese Stunde nie vergeßen. Ringsumher war alles schwarz, schwarz, schwarz. Die Wolken umschlossen mich dicht, bie Sonne war untergegangen. Alles, was ich besaß, war mein Kompaß. Aicherthalb Stunden lang glitt ich in dieser wallenden Finsternis hin uni) her, unb verfrühte, mich zurecht zu finden. Eiiblich, bie Zeit war mir reie eine Ewigkeit er- I einen en, sah ich unter mir ungewiß ein Licht schimmern, ich kreuzte ihm entgegen: das Glück war mir hold, es war ein Scheinwerfer oon Belmont Park. Unb nun bot bie Lanbung keine Schwierigkeiten mehr, ich schwebte einfach hinab unb lanbcte bort, wo ich wollte. Weiß man einmal, daß man eine fiebere Lanbungsstclle unter sich bat, so ist die Gefahr vorüber. Es ist mir bann einerlei, ob mein Motor stehen bleibt oder nicht, ich gleite einfach zur Erde nieder." * Dec Fliegerzirkus. Aus Newyork wirb berichtet: Schon in diesen Tagen wirb der große amerikanische „Fliegerzirkus", em neues Erzeugnis praktischen ameri- tanischen Erwerbssinnes, seine Reise durch die Union antreten unb bann, gleich anderen großen Wandemmterneh- mungen verwandter Art, auch Europa durchreisen. Moisaut und Eharles Hamilton sind bie Stars ber Fliegertruppe. Insgesamt sind cs bis jetzt sieben Flieger; außer den beiden erwähnten noch Rolaiid Garros, der aus einem französischen Demoiselle-Apparat fliegt, Rens Simon, der einen Blöriot-Eindecker benutzt, der Schweizer Edmund Audemars, der mit einem Dernoiselle fliegt, unb John Frisbje, der eine eigene Flugrnaschine ersonnen hat und im übrigen mit Drachen und Fallschirmen „arbeitet". Die Unternehmer wollen jedoch die Truppe noch vergrößern und insgesamt zwölf Flieger vorführen. Die Truppe verfügt über insgesamt 20 Zwei- und Eindecker unb führt ihre eigenen Zelte, Automobile unb P^erbe mit sich. Die erste Vorstellung wird in Richmond, Virginia, stattsinden. „Dieser Zirkus hat sich die Auslese der größten, besten unb schnellsten Luftchauffeure der Welt verpflichtet, unb in tobed- verachtenden, abenteuerlich kühnen Rennen durch die Lüste werden sie dem Publikum Gelegenheit geben, für sein Geld auch etwas zu sehen," so lauten die ersten Satze der bescheidenen Sstbstanpreisung di.ses höchst modernen Zickus- unternehmens, bas über ein Kapital von einer Million Mark verfügt. * Seelengemenrschäft. „Ich verstehe Ihren Schmerz, teurer Freund; es ist traurig, seine Frau nach dreißigjähriger Ehe zu oerüeren." — „Ach ja, und ich fang gerade erst an, mich an sie zu gewöhnen!" StandcSamtSbcricht bei* Gei». Watzenborn-Steinberg. Oiuüniagliuj cdigegi iigui.) Geborene: November 19. Dem Weißbinder Balthasar Häuser XIV. eine Tochter, Karolina. vüchettisch. * D e m Wintersport in den deutschen Gebirgen ist die soeben bei der Düsseldorfer Verlagsanstalt, A.-G., eifd)ienene 'Jlr. 11 der illuinierteii llevteyrr-Zeuichnst „Teutfchtand^ geividinel, deren zatzlielche tün|llerucl)e und reizvolle Illustrationen tedn geeignet sind, dein Wniterfport neue freunde zuzufuhren, zuinal in den verfchiedencn Auhätzen Fach- und Sporlmanner von Ruf zu Worl tonuncu. So jdjveibt Dr. med. Erivul Jaeger, Leipzig, über „ ie Eignung des i cuifcDen Hiiilelgebirgey ziir Pflege des Winler- ipoiles", luäDrenö A. Friedrich, Elansihal, den ,'Zi'interfüDri und Wuikervercehr im Harz" beyandelt. Illustrierte Au^iätze über ^Schreiberhau im Jiiejengebirge“ und .Ter Wuiterfport Im Kinder ES starben an : Zufammen: Erwachsene: im vom Tuberkulose 2(1) 1. Lebensjahr: 2(1) - 2.-15. Jahr. ^uugeuentzünbung 2(1) 1(1) 1 —- perzjdnvadle Gehlru-Ent» 1 1 — — züudiu'g 2(1) 1 1(1) Nierenleiden 2(2) 2(2) Krebs 1 (1) 1 (1) — Blut Vergiftung 1(1) 1(1) toelenrrbeumati5mu6 1 1 Totschlag 1 — 1 — Summa 13(7) 9 (5) 3(1) 1(1) Nov. 1910 PdiVnqM ,0 PW 1 13^UIOJ|JS 6 » vermieten 1W) Vollständig neu berge stellte Wohnung. 9 Zimmer, Badezim., laonjaiöen und sonstiges Zube- här zu vermieten. Garten strahe 30. 1701] Geraum. 9-Ziur.'Wobu. u. f.Zutz. GaS 11. Ei.», v. foioit 3. u. Volk, Bismarckirr. 16» 6 Zimmer 63661 Schöne 6-Zimmer-Wohumlfl au in L Avril au vermieten. Ludwigsrr. 30, negennb. der Aula. 5008) Schifsenberner Wen 2, an- qrenAcnb her Kaiser-Allee, mad. 6-Zim.-Wohnung mit elekrr. Licht, Bad, sämtl. Zubehör soiorl oder fpäter zu vermieten. Näheres daselbst Par.e. e. 58041 Schone 6-Zim.-Wohnung nut allem Zubehör iljrfe Ludwig- und Bleichftrahe) p. 1. Avril zu dcxhl Näheres Bleichftrahe 24 v. 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