Zweites Blatt Nr. 355 160. Jahrgang Montag Sl. Oktober 1910 Erscheint tL-Uch mit Ausnahme des Vonnta-S. A. Kaninchen: 1. Klasse (Belgische Riesen): Ehrenpreis und 1. Adolf Rau-Dieseck, 2. Jak. Roth-Trohe, und Viertelshausen - Klein-Linden: ,Der 2. Klasse (Silber): Wieseck und Heinrich W e l l e r - Wieseck. teilung folgendes Ergebnis: Die „•fcfttitt ZmnMeadlStter" werd« bem , Anzeigeick viermal wöchentlich beigelegt, boS „Kreisblatt fSr den Kreis Siehrn" zweimal w-chentlich. Die ^Laadwirtschastlich« Sett- ftegfl41 erschein« monatlich zweimal. politische Lagesschar». Dem oerftorbeueu Reichsbankpräftdeut Dr. Koch lu-ibmct im Novemberheft der Halbmonatsschrift Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:«« 112. Tell-AdraAnzeigevGießen. Rotationsdruck und vertag der BrühNsche« Universitäts-Buch» und Steindruckerei. «.Lange, Gießen. 3. Pannecke-Klein-Linden Aus dem Strafprozehausschuh. :: Berlin, 29. DU Der Strafprozeßausschuß erledigte heute zunächst die zweite Lesung des ersten Buches der Strafprozeßordnung, das die allgemeinen Vorschriften gibt. Hier gab es nur noch beim § 147 wesentliche Meinungsverschiedenheiten über die Frage, welche „Akten" der Verteidiger einsehen darf. In der Vorlage heißt es „gerichtliche Akten". Stall dessen wurde benantragt zu sagen „die dem Rickster vorliegenden Akten". Dies wurde schließlich in der Beschränkung angenommen, daß dem Paragraphen hinzu- gefügt würde: „Sobald der Antrag auf Eröffnung des Haupt- versahrens gestellt ist, darf dem Verteidiger die Einsicht aller dem Gericht vorgelegten Akten nicht versagt werden." Das -weite Buch'regelt das Verfahren in erster Instanz. Hier war zunächst der in der ersten Lesung eingefügte 8 lööa umstritten, wonach mit Zustimmung des zuständigen Gerichts die Staatsanwaltschaft bei Übertretungen von der Erhebung der Klage absehen kann, wenn die Verfolgung des Verdächtigen durch das öffentliche Interesse oder wegen Gcrrng- fügigkeit der Verfolgung nicht geboten erscheint. Es liegen An- träge vor auf Streichung des ganzen Paragrapbm, sodann aus Streichung des Erfordernisses der Zustimmung des Gerichts, und von anderer Seite auf Streichung der Voraussetzung des öffentlichen Interesses. Die Abstimmung erfolgt erst in der nächsten Sitzung am Mittwoch nachmittag. Deutsche Kolonien. Bestimmungen über Annahme von Landmessern im Kolonialdienst, lieber die Annahme von Landmessern zum Dienst in den afrikanischen und Südseeschutzgebieten sind, wie uns mitgeteilt wird, Bestimmungen erlassen worden, aus denen folgende hervorzuheben sind: Ter Entsendung in die Schutzgebiete gehen im allgemeinen eine Beschäftigung im Reichskolonialamt voraus, während welcher die Beamten im allgemeinen mindestens 2400 Mark Jahresremuneration erhalten. Sie müssen sich, sosern sie neben ihrer Beschäftigung im Reichskolonialamt am Seminar für orientalische Sprachen in Berlin für den Dienst in Deutschostafrika aus Kosten des Reichölolonialamts sprachlich vorgebildet werden, zur Ableistung zweier Dienslpechoden in Deutschostafrika, im übrigen zur Ableistung einer Tienstperiode verpflichten. Die Ver- pslichtungsperioden betrage» zurzett für Kamerun und Togo Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Staatsbürger" Prof. Dr. jur. et phil. M Biermer in Gießen einen Artikel, dem wir folgende Stellen entnehmen: Koch war der Staatsmann, der die deutsche Goldwährung in dem erbitterten jahrzehntelangen Währung stampfe vor allen Anstürmen zu schützen und zu bewahren verstanden hat. Die Reichsbank war unter ihm der Hort der Goldwährung geworden. Es mag unsagbare Mühen und Kämpfe gekostet haben, die zahllosen Widersacher im Zaum zu halten und die manchmal schwankend gewordene Reickjsregierung immer aufs neue zu festigen. Wissen wir doch, daß selbst der erste Reichst) ankpräfident, von Dechend, zeitweilig geneigt war, dem Bimetallismus Zugeständnisse zu machen. Es ist mehr als wahrscheinlich, wenn auch nicht mehr sicher festzustellen, daß sogar Fürst Bismarck, als er die Wendung in der deutschen Wirtschaftspolitik durchführre, an den Segnungen der Währungspolitik irre geworden ist. Die land- wirtschattlichen Interessenten waren ausnahmslos Gegner der neuen Gesetzgebung, Viele Großindustrielle waren ähnlich gestimmt. Hand in Hand mit dem BimetallismuS, der später wie eine schillernde Seifenblase -erplatzt ist, ging die rücksichtslose Agitation zugunsten der Reichsbankverstaatlichung. Daß dieser gefährliche Eonp mißlang, ist das ausschließliche Verdienst des Präsidenten Koch. Ebenso ist fein Werk die großartige Organisation des Rcichs- bankgiroverkehrs, um den uns die ganze rtultiaroelt beneidet. Mehr als ein halbes Menschenalter hat er für ein deutsches Scheckgesetz gekämpft und schließlich es auch durchgesetzt. Hier waren Widerstände in der Bank- und Geschäftswett, die sonst währungs- und bankpolitisch auf Kochs Seite standen, zu brechen, wie auch sonst Koch oft genug den Kampf gegen zwei Fronten aufzunehmen hatte. Unterlegen ist Koch nur einmal, als es zur Börsengesetzgcbung kam. Er leitete zroar selbst die Verhandlungen der Börsenenquete, die die Reichsregierung veranstaltet hat, mit der größten Umsicht und Unparteilichkeit, aber er vermochte es nicht zu verhindern, daß es zu einem Börsengesetz kam, das dem deutschen Wirtschaftsleben schwere Wunden geschlagen hat. Wir wissen, daß er an dieser verfehlten Legislative durchaus unschuldig war. Wir wissen aber auch, daß er es war, dem die späteren Abänderungen der gänzlich mißlungenen Bestrnmnrngen über den Börsenterminhandel in erster Linie zu verdanken sind. Als die Börsennovelle zur Verabschiedung gelangte, war Kcch allerdings nicht mehr im Amt. Er war nach der schweren Krisis von 1907 gegangen. Aber die Novelle reicht in das Jahr 1904 zurück. Damals wurde dem Reichstag zuerst ein Gesetzentwurf vorgelegt, 1906 folgte ein zweiter, und erst der von 1907 drang durch. Es besteht kein Zweifel darüber, daß alle diese Vorlagen ans du Initiative Kochs zurückzuführen sind. L. Geflügel: L Iunggeflügel: L Hch Schwalb-Trohe, 2. Hch. Schwalb-Trohe, 3. Hch. Wagner-Alten-Buseck, Adolf Rau-Wieseck. Hch. Weller-Wieseck (2) und Hch Bernhardt-Klein- Linden, lob. Aüerkem.ung Gg. Dönges-Kl.-Lindeu und A. Dehnert- Klein-Linden; II. Alt-Geflügel: Staatspreis für Wycm- dottes Hch Weller-Wieseck, lob. Anerkennung Adolf Rau-Wieseck. C. Geräte und Produkte: 2. für Hasen- und Geflügelbauten usw. Kaninchenzuchtverein Gießen, A, für Geräte für Geflügelzucht Äug. Lotz-Wieseck. Revolutionäre Anfänge in Uruguay. £ London, 30. Okt Der Korrespondent der „Times" in Monte Video telegraphiert aus Buenos Aires, daß die Lage in Uruguay sehr bedenklich ist. Die Gegner der Kandidatur Senor Battles ziehen sich zusammen, und der Ausbruch einer Revolution wird befürchtet, er ift bisher nur durch den Mangel an Pferden hin aus geschoben worden. Nichtsdesw- weniger sind die Revolutionäre in Waffen und sammeln )id) an fast allen Grenzen. Die Presse ist unter Zensur. Die Revolutionäre haben die' Telegraphendrähte zerstört, und es ist schwer, Nachrichten zu erhalten. Die Gerüchte von Unruhen und Kämpfen an den Grenzen sind bisher nicht bestätigt, die Eisenbahnzüge kommen entweder verspätet Storm in der französischen Kammer. Wie der Ministerpräsident sich selbst ausdrückte, hat die Eösische Kammer tu der Samstag-Sitzung „unzweifÄ- nner Komödie beigewohnt". Sachlich haben die Erörtern über den Eisenbahnausstand natürlich nichts Neues Kutoge gefördert, aber als Herr Briand sagte, bä anarchistischen «Gefahren müsse er, wenn das Gesetz ihm keine Handhabe gebe, auch gegebenenfalls zu außergesetzlichen Maßregeln [Cordten, da gab es auf den Bänken der Sozialdemokratie einen furchbaren tzpektakel und, viel fehlte nicht, daß ijtnjt handgemein geworden wäre. Brürnd, der frühere Sozialist, der sicher auch heute noch nicht konservativ denkt, ist heute hei sänen früheren Genossen weit verhaßter als es irgend cht „Reaktionär" sein kann. Die Kabinetts krisis scheint Überwunden zu sein. Wir erhielten folgende Berichte: Pa ris, 29. Okt. Die Kammer setzte heute nachmittag hie Besprechung der Anfragen über den Eisenbahnaus- stand fort Willm (Geeinigter Sozialist) sprach sich tadelnd aus, daß dieverhaftetenMitgliederdesStreik- komitees noch nicht verhört wurden, dadurch werde haS Gesetz verletzt Der Justizminister erklärte, alle Ver- basteten (den sich der gegen sie erhobenen Beschuldigungen bewußt Die Verhaftungen säen erfolgt wegen der Angriffe auf Freihett und Arbdt und wegen der Sabotage. Der Untersuchungsrichter zog erst Erkundigungen ein und begann dann die Verhafteten zu verhören. Das Gesetz sei also nicht verletzt worden. (Beisall.) Im weiteren Verlauf der Sitzung kam es zwischen Rei- nach und mehreren anderen Abgeordneten zu einem Zwischen falt Als diese ihm vorwarfen, er erhebe gegen Die Ungesetzlichkeiten, deren Opfer die Eisenbahner geworden seien, feinen Einspruch, erwiderte Reinach, Ungesetzlichkeiten seien nicht erwiesen, er warte auf Beweise. Die Sozialisten antworteten mit dem Ruse: Nieder mit dem Juden! Iaurßs machte eine Anspielung auf den Fall Dreyfus, für den Reinach eingetreten sei und bemerkt: Wir haben keine weiteren Beweise verlangt, um Dreysns aus dem Bggno zu befreien, wir werden ebenso die EisenbahnangestciltLn aus dem Gefängnis befreien. Jcmrös warf in heftigen Worten den Ministern Viviaui, Milleoand und Briand vor, sie hätten früher den nord französischen Arbeitern versprochen, sie wollten mit ihnen für das Recht auf den Ausstand kämpfen. Der Ministerpräsident Briand erklärte in seiner Erwiderung von neuem, daß das ganze Kabinett solidarisch sei. Jaurös er Härte erregt: Die Tatsache, daß kapitalistische Mütter dem Ministerpräsidenten ergeben seien, müsse den Rücktritt des Arbeitsministers Biviani herbeiführen. Darauf verlangte Biviani, der mittlerweile im Saale erschienen war, das Wort und erklärte, er habe gestern Jcmrös in den Wandelgängen angel)ört, aber nichts gesagt, was Jaures $n dem Schluß berechtigen könne, er (der Minister) habe ch« zugestimmt. Biviani fuhr fort: Es sei nicht gerecht, den Dlinisterpräsidcnten allein für etnx^ verantwortlich zu smachen, für das das Ministerium solidarisch verantwortlich sei Wenn ich, so fuhr der Minister fort, mit Briand eine iMeinungsverschiedenheit gehabt hätte, so hätte ich sie für mich behalten, weil es Augenblicke gibt, in denen ein Rücktritt Flucht bedeutet. (Langanhaltender Beifall.) Kun Schluß der Sitzung kam eSrufurchtbareaLu- multszenen. Briand sagte in seiner Rede, mit welcher er die Angriffe Jcmrös zurückwies: Wenn die Regierung in bem Gesetz nicht das Mittel gefunden hatte, um Herr der Laudesgrenzen und der Etseubahuen zu b6eiben, so hätte sie selbst zu Ungesetzlichkeiten chre Zuflucht genommen. Bei diesen Worten erhob sich auf der äußersten Linken, insbesondere bei den Sozialisten, ein ohrenbetäubender Sätm. Man ruft: Diktator! Demission! Verräter! und schlägt dabei mit den Pultdeckelu den Takt Der sozialistische Abgeordnete Colly wollte sich auf die Tribüne stürzen, um offenkundig Briand tätlich anzu- greifea. Er wurde mit Mühe von Saaldieneru und Kollegen MrückgehaLten. Die Gturmszeue dauerte 40 Minuten, während deren Briand auf der Rednertribüne blieb und für die Stenographen und seine dicht um ihn gescharten Anhänger seine Rede fort setzte, in welcher er sagte: Es ist nicht zweifelhaft, daß die Kammer einer Komödie b eiwo Hut, die niemand tauschen kann. Ich wiederhole, daß die Regierung in der Legalität geblieben ist, aber daß eS Fälle gibt, wo es in höherem Interesse notwendig sein kann, zur Illegalität zu greifen. DaS Land, welches in der Gefahr der Anarck)ie schwebte, wird morgen sagen, wer Unrecht gehabt (Lärm auf der äußersten Anken.) Die Sitzung wurde unter großer Unruhe und großer Aufregung aufgehoben. Morgen nachmittag findet die nächste Sitzung statt zur Beendigung der Aussprache. Briand verließ, umringt von mehreren Ministern und Wgeorüneten, den Saal, da man sichtlich befürchtete, daß einige Sozialisten welche ihn unaufhörlich weiter beschimpften, sich an ihm vergreifen könnten. An» Stadt nnü Land. Gießen, 31. Okt. 1910. DaS städtische Museum für «ölkertundr ist Sonntag in feiner Neuaufstellung im Philipp-Schlößchen am Landgraf-Philipp-Platz eröffnet worden. Die Verhältnisse brachten es mit sich, daß von eurer offiziellen Feier zurzeit Abstand ge- nonunen werden mußte. Der Besuch war gut. Es ist zu hoffen, daß nach vollendeter Ettkettterung der einzelnen Gegenstände manche Belehrung und Anregung gefunden wird. Dem mchrfack) geäußerten Wunsch nach einem Führer kann eben nicht Folge geleistet werden, da in nächster Zeit toieber reichliche Schenkungen und Neuankäufe, die nicht ohne Erläuterung bleiben dürfen, eingehen. Bei einer Sammlwrg von kaum 2000 Nummern wird man sich natürlich kein abgeschlossenes Bild Über die Kultur der einzelnen Völker machen können. Es entspricht den Foroerungen! der Völkerkunde — deren Endzweck ja doch rkulturgeschichte der Menschheit ist — den Schwerpunkt ethnographischer Sammlungen auf primitive Rassen zu legen. Zeigt doch die Aebnlichkeit prähistorischer Gegenstände mit solchen heutiger kulturell trefstehender Völker, daß wir es in beiden Fällen mit ähnlichen Leb ans beding- ungen und Lebensgebräuchen zu tun haben. Im Leben der — so mit unrecht oft „Wilde" bezeichneten Bölter erkennen wir Sitten und Gebräuche unserer Vorfahren. So stammt auch im Gießener Museum das meiste von primitiven Völkern uni) manch Werkzeug oder Waffe erinnert an prähistorische Objekte Europas^ Am beften vertreten ist die S ü d s e e, wo Australien dcmt dem leider eben verstorbenen Fveiherrn von Leonhardi, Groß- Karben, eine reiche Ausgeftaltturg erfahren hat. Sehr reich aus- gestalttt ist Neu-Guinea — eine erklärliche und häufige Erscheinung in unseren Museen. Die besten Stücke der Sammlung befinden sich in dieser Abteilung. Wertvolle Ethnographien weisen aber auch die anderen Gebiete auf. Es heißt aber weiter sammeln! Diegewaltigeu Lücken in den Beständen können nur durch eine Opferwilligteit weitester Kreise einigermaßen gefüllt werden. 2000 Nummern bilden wohl eine ethnographische Sammlung, deren Kuriositäten sich wohl mancher mal an einem verregneten Sonntag gerne ansreht, sind aber nicht geeignet, wirklich vo l ks b ildend zu jein, geschweige denn wissenschaftlicher Arbeit zu dienen. Es ist geplant, in den Spalten dieses Blattes einige thv führcnde Artikel über Völkerkunde, deren Ziele und Aufgaben zu geben, um zu einer gedeihlichen Arbeit aller Kreise im Interesse unserer so überaus wichtigen jungen Gründung anzuregen. Es kann viel erreicht werden, — ist doch so manches Museum, in dcssar Schrairkfluchteu auch der Kenner sich schwer zurecht findet, vor garnicht so langer Zeit aus ebenso geringen,' ebenso fcnnn einige Taufend Nummern umfassenden Sammlungen entsprungen. Hoffen wir das Best! Die Besuchszeitar sind auf Mütwoch 3—5 Uhr (Eintritt M Pfg.) und Sonntag 11—1 Uhr (Eintritt frei) festgelegt wordar. Es braucht kaum besonders mitgeteill zu werden, daß Schulen nach vorheriger Anmeldurig an das Diuieum, freier Eintritt und Führung gewährt wird. Erwähnt sei, daß sich der Eingang pnj Mmte W $$b&d?en*' ^cht am Landgraf Phll^p-Platz oder gar nicht an. Die Bevölkerung ist sehr erregt, aber die Regierung trifft energische Maßregeln und schickt Truppen an die Platze, wo sie am notwendigsten sind. In Monte Video und verschiedenen anderen Städten sind Nationalisten verhaftet worden. Der Präsident Williman hat den Rücktritt oes Ministers des Auswärtigen Dr. B a ch e n i verlangt, well er mit den Revolutionären sympathisiert. Dr. Bachern ist übrigens schon immer als ein entschiedener Gegner der Kanbioatur Senor Battles gewesen. Der Korrespondent fügt hinzu, es könne kein Zweifel darüber bestehen, daß die Regierung dem Volke den unpopulärsten Kandidaten aufzuzwingen suche, den man sich überhaupt nur denken könne, er sei ein ausgesprochener Gegner alles Fortschrittes und der finanziellen Entwickelung des Landes, daher sei die Revolution sehr wohl verständlich. Buenos Aires, 29. Oft Die argentinischen Blätter legen den Unruhen in Uruguay erhebliche Bedeutung bet Eine revolutionäre Abtellung, die von der brasiliarrischen Grenze kommt und aus 3000 Mann geschätzt wirv, ist in Uruguay eingebrochen und steht im Begriff, die Feindseligkeiten zu beginnen. Andere kleine Gruppen suchen sich mit dieser Kolonne zu vereinigen. Es kam zu verjchiedenen Scharmützeln. Nach der Meunuug politischer Kreise in Uruguay hat die Bewegung lebig lieb den Zweck, die Wahl Batele Aordonez' zum Präsidenten der Republik im Mär^ n. I. zu verhindern. ____(Belgisch-Land): Ehrenpreis Hch Müller- Gießen, lob. Anerkennung Karl Fleischer-Gießen; 3. Klasse . : i: Ehrenpreis Karl Kaufmann-Gießen; K. Pfeifer- wieseck und Hch. Pjeif-Wieseck, 1. Aua. Rinker-Großen-Linden und K. Pfeifer-Wieseck, 2. Hch Dechert-Alten-Buseck, Hch. Müller- Gießen und Fr. Hartmetz-Alten-Buseck, 3. Joh. Bogel-Gießen, K. Philipp-Steinberg, Gust. Koch-Gießen,^ Wllh. Eisseller-Gießen, lob. Anerkennung Hch Dechert-Alten-Buseck und Gg. Eiff-Steinberg: 4. K l a s s e (R u s s en): 3. Jak. Roth-Trohe; 5. Klasse (Blak and t an): 2. PH. Faber-Großen-Linden; 6. Klasse (Holländer): Hch Kreiling-Wieseck; 7. Klasse (Hasen- kaninchen): Staatspräs Gustav Koch - Gießen; lobende Anerkennung Ferd. Becker-Wieseck; 8. Klasse (Schlachttiere): 1. Gottfried Hofmann-Wieseck, 3. Wllhelm Schäfer- Annerod; 9. Klasse (Jungtiere): 1. Preise: Ad. Rau- Wieseck (2), Ludwig Schäser-Wieseck und Wllhelm Weller-Wieseck, 2. Gg. Döngcs-Wieseck, Phll. Faber-Großen-Linden, Otto Müller- Allendorf a. d. Lahn, 3. Hch. Müller-Gießen, Hch Faber-Großen- Linden, G. Hofmann-Wieseck, Ph. Zimmermann-Großen-Lindeu; 10. Klasse: Verkaufs klasse. lr/r Jahr, für Ostasrika 2 Jahre und für die übrigen Schutzgebiete 3 Jahre. Für Aus- und Heimreise wird Vergütung gewährt. Das Gesamteinkommen im Schutzgebiet beträgt anfangs mindestens jährlich 6000 Mark und steigt in 6Vi Jahren bis auf 8100 Mark und weiter in 9 Jahren bis auf 9300 Mark. Daneben wird im Schutzgebiete freie Wohnung oder an berat Stelle eine angemessene (Ätfchädigung und, soweit möglich, freie ärztliche Behandlung und bei Ausnahme in Lazarette freie Verpflegung gewährt. Sofern freie Stellen vorhanden sind, kann die etatsmäßige Anstellung zu Beginn der zweiten Dienstperiode erfolgen. Bei der Pensionierung steigt das zugrunde zu legende Einkommen in 18 Jahren von 2700 auf 4800 Mark. Die Bewerber müssen möglichst unverheiratete und zwischen 24 und 32 Jahren alt sein, ferner ihrer Mllitärpflich genügt haben oder endgültig von ihr befreit sein. Als Bewerber kommen nur solche in Bett acht, die längere Zeit praktisch tätig gewesen sind und günstige Zeugnisse für ihre Vorbildung aufwasen können. vezittr-llaninchen- und Seflügel-Aurstellung inwreseck. O Wieseck, 31. Oft Der Dank für die Manöverquartiere. Vom Generalkommando des 18. Armeekorps ist an ba§ hessische Ministerium nachstehendes Dankschreiben er. gangen: »Dem Großh. Mmisterium beehre ich mich fCj)r In der Gartenhalle des Gastwirts Wilh. Bierau hatte am Samstag und Sonntag der Kaninchen- und Geflügel-Zuchtverein Wieseck und Umgegend die Ausstellung des Bezirks Oberhessen vom Mitteldeutschen Kaninchen- und Geflügelzuchtverband in geschmackvoller Weise eingerichtet. Die Ausstellung war sehr reichlich beschickt, doch war der Besuch infolge des schlechten Wttters nicht sehr stark. Bei der Prämiierung wurden u. a. auch zwei Staatspreise ausgegeben und zwar erhielt ihn für Kaninchen Gust. Koch-Gießen, für Geflügel Im übrigen hatte die Preisver- völkerung begrüßte die einquartierten Truppenteile mit Freude au t I hi 1. G. Durch die Elektrizitätswerke und Installations- Geschäfte zu beziehen Auerg esellschaft, Berlin 0.17 fr p unt 2. Eh Eh Wil uni Pr Eh 8i rod 6u: Ve Cb 2. & hm 8. e i. 2. uni 3. n 3. fei S- A k u' 91 io d' u '* Die Gründung einer Lehrer-Krankenkasse und zeigte Offizieren und Mannschaften gegenüber das größte I wird im »Schulboten für Hessen * gefordert. ES wird darauf Entgegenkommen. Infolge beS schlechten Wetters mußte an verwiesen, daß viele andere Berufsarten sich zu sog. freien einzelnen Tagen eine sehr starke Einquartierung, besonders in Krankenkassen zusammengeschlossen haben, für die Lehrer eine den Ortschaften deS Vogelsberges, stattfinden. Mit hoher Genug- solche Kasse aber nicht besteht. Deshalb sei anzustreben, im tuung haben die Beteiligten auch an diesen Tagen die freudige Landes-Lehrerverein eine Krankenkasie für Lehrer und deren Die Veranstaltung praktischer Meisterkurse für Handwerksmeister Post oder durch Gutschrift auf ReichSbank-Girokokonto zu be- richtigenden Schuldbuchzinsen überweisen. •* OrdenSanqelegenheit. Der Groß Herzog hat dem Geheimerat Süffert zu Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen deS ihm von dem König von Preußen verliehenen Königl. preußischen Kronenorden 2. Klasse erteilt. 1DÖ da Zi sei ui itc slk iw Bit sie w »d «i iw »ergebenst mitzuteilen, daß die mir unterstellten Truppen in dec Provinz Oberhesien bis auf unliebsame Vorkommnisse in drei Gemeinden ausgezeichnet ausgenommen worden sind. Seitens der Behörden ist den Manöverleitungen und Truppenteilen dankenswerte Unterstützung zuteil geworden. Die sorgfältig vorbereiteten Maßnahmen der Gemeindevorstände haben daS Einquartierungsgeschäft wesentlich erleichtert. Die Be- 6 h ®hi rell Landwirtschaft. • r r99), davon >077 Bauhandwerker, 2105 Nichtbauhand- iuerfer und 149 ohne Gewerbe. Gewerbliche Fortbildunas- sKUen toarm 36 (37) mit 102 (100) Lehrern und 2424 (2349) Schulern in 108 (101) Abteilungen vorhanden. ZEen. Die seitherigen Vergünstigungen für 'die Kinder der Volksschule wurden wieder bewilligt. *' Hessisches Staats schuld buch. Die am l5.No- oember 1910 fälligen Zinsen der in das Hessische H,®lä$crcin/ ^etcr Tage fand die alljährliche wird von der Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt Hauptversammlung des Gießener Eisvereins statt, bei ausreichender Beteiligung und rechtzeitiger Anmeldung m der der seitherige Vorstand einstimmig wiedergcwählt wrederum im Lause dieses Winters beabsichtigt. .Hieran wurde. Von den gefaßten Beschlüssen dürfte interessieren, können Handwerksmeister wie auch ältere Gesellen die sieb Latz miSonntagen tunlichst sur Konzert Sorge getragen wer- "i einzelnen Zweigen ihrer praktischen Arbeitstätrqkeit ver- ven ,oll. Zn Luesicht genommen ist ein Jugendpreislaufen volNommnen wollen, teilnehmen. Vorerst werden Kurse i.auf-Cn u,n "neu Wanderpreis, an dem sür nachstehend verzeichnete Berufe vorgesehen, die sofern sich <-chlUl,chuhlau,cr aus ganz .Hessen beteiligen können, anderes nicht bemerkt ist, in Darmstadt wahrend der Monate beschlossen wegen der jungen Kaufleute, die Januar und Februar abgehalteu werden. Aber auch in bsNt rn der Woche nur abends ausiiben können, anderen Gewerbezweigen und an anderen Orten kann durch Wfpn Lateren Stunden geöffnet zu Veranstaltung von Meisterkurscn die Ausbildung gefördert Kalten. Die feither irren ^rrtnnihnunnn», I werden, sobald ein Bedürfnis hierfür als vorliegend nach- gewiesen ist. In dem Kurs für Schuhmacher wird vor- zub.vweise das ^chnittmusterzeichnen und das Herrichten von _ x rt - - ~ ,,., . ?^sten für anormale Füße gelehrt, in dem für Schneider Staatsschuldbuch eingetragenen Forderungen werden bei - Grundmodellzeichnen und Zuschneiden, in denen für deren Kursen für Weißbinder und Lackierer Werder das Entwerfen von Firmenschildern oder das Holz- und Marmornialen nach der Natur, wie auch in stilisierter Weise; denBuchbindernundPortefeuillersistin Offenbach eine Möglichkeit zur Ausbildung im Hand- und Preßvergolden in einem besonderen Unterricht im Anschluß an die Technischen Lehranstalten in Offenbach geboten, während die dem Holzbearbeitungsgewerbe angehörenden Handwerksmeister fick) in besonders eingerichteten Lehrkursen j unter Leitung eines erfahrenen Fachmannes mit den im f Betriebsraume der Hess. Handwerker-Zentralgenossenschaft aufgestellten Motoren und Werkzeugmaschinen vertraut machen können. Ferner wird bei entsprechender Beteiligung in Offenbach an den Technischen Lehranstalten ein Lehrkurs in der Installation von Schwachstromanlagen abgehalten: für einen Kurs für Monteure usw. von Licht» und Kraftanlagen liegt bereits eine ausreichende Anzahl von Anmeldungen vor. Ein Meisterkurs für Wagner in Crainfeld ist, besonderen Wünschen entsprechend, in der Zeit vom 21. November bis 10. Dezember ds. Js. in Aussicht genommen. Ein Holzschnitzkurs an SamS- tag-Nachmittagen findet in diesem Winter in Reinheim statt. Vorbereitungskurse für den theoretischen Teil der Meisterprüfung in gewerblicher Buchführung und Gesetzes-^ künde werden bei entsprechender Beteiligung in Darmstadt * und anderen Orten, an denen geeignete Lehrkräfte vorhanden : sind, veranstaltet. Anmeldungen zu diesen Kursen sind an die Großh. Zentralstelle für die Gewerbe zu richten, von der etwa gewünschte Auskunft erteilt wird. Provinzial-AuSschuß der Provinz Oberhesien. L. Gießen, 29. Okt. 1910. Anwesend Provinzialdirektor Dr. Usinger, als Vorsitzender und sechs Mitglieder. Beginn 9 Uhr, Ende 13/4 Uhr. 1. Beschwerde der Maschinenfabrik Breuer u. Cie. in Höch st a. M. gegen dieVeranlagung zur Gewerbe st euerinNieder-Flor stad t. Die genannte Firma führte den Bau einer Wasserleitung für die Gemeinde Nieder-Flor- , stadt aus und wurde deshalb zur Gemeindv-Gewerbesteuer herangezogen. Sie legte dagegen mit der Begründung Beschwerde ein. daß sie bereits in Inheiden zu dieser Steuer veranlagt sci und eine Doppelbesteuerung innerhalb des Großherzogtums unstatthaft wäre. Ter Kreisausschuß des Kreises Friedberg entschied jedoch, daß die Heranziehung zu Recht bestehe, da das Gesek über die Doppelbesteuerung sich nur auf die Staatssteuer bezieht Der gegen diese Entfärbung eingelegte Rekurs war ohne Erfolg, denn auch der Provinzial-Ausschuß kam gemäß einer bereite frühem n einer ähnlichen Sache von ihm gefällten und von deni Großh. Verwaltungs-Gerichtshof bestätigten Entscheidung zui kostensälligen Verwerfung des Rekurses. 2. Gesuch des Oberpostassistenten Schäfer zr Mainz um Ueberlassung von Erbbegränis- plätzen auf dem Friedhof Lollar. Das Gesuch war twm dem Gemeinderat von Lollar abgelehnt worden, weil diesei fürchtete, daß bei Genehmigung noch mehr solcher Gesuche einlaufer und Ausgrabungen notwendig fein wurden. Der Gesuchstellei wandte sich beschwerdeführend an den Kreisausschuß des Kreises Gießen und dieser entschied, daß der Gemeinderat dem Gesuch zr entsprechen habe. Dagegen verfolgte der Anwalt der Gemeind« Lollar Rekurs an den Provinzial-Ausschuß, indem er noch weitei ausführte, daß bei der Stimmung in Lollar, wenn die Leiche aus gegraben werde, niemand seine Angehörigen an dem bereits be nutzten Platz beerdigt wissen wolle. Der Provmzial-Ausschus verwarf den Rekurs kostenfällig. 3. Gesuch d e s Hermann Elzenheimer zu Stock heim um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirt i chaft. Tas Gesuch war von dem Gemeinderat nicht befür- r wartet und von dem Kreisausschuß des Kreises Büdingen mangels Bedürfnis!es abgelehnt worden. Gefuchsteller rekurrierte an bei Provinzial-Ausschuß, jedoch auch dieser konnte sich von dem Vor handensein eines Bedürfnisses nicht überzeugen und wies der Rekurs ab. 4. Gesuch des Seife nsabrikanten Karl Sand- mann in Lauterbach um Erlaubnis zur Ausstellung eines Dampfkessels. Während der Osienlegunc des genannten Gesuches lief ein Einspruch eines Nachbarn ein der sich über die entstehende Geruchsbelästigung beschwerte Der Kreisausschuß des Kreises Lauterbach erteilte dann die nach gesuchte Genehmigung. Er suchte dabei durch Stellung Verschiedenei Bedingungen dem Einspruch Rechnung zu tragen und etwaig. Belästigungen auszuschließen. Ter Nachbar legte jedoch Rekur- an den Provinzial-Ausschuß ein, der insbesondere damit begrünbei wurde, daß die vorzunehmenden Aenderungen einer Neuanlag« gleich zu achten seien imb deshalb neue Konzession erforderliä wäre, die auch auf die Seifensiederei und die Fettschmelze aus gedehnt werden müsse. Zn der- heutigen Verhandlung wurde fest- gestellt, daß seit dem Erlaß des Kreisausschußurteils wieder Ver- ünderungen an der Anlage vorgenommen worden sind, die nad Ansicht des zur heutigen Verhandlung zugezogenen technischer Sachverständigen lzwar jede Belästigung der Anwohner aus- chließen, aber einer neuen Konzession bedürfen. Der Provinzial. Ausschuß gab dem Rekurs statt und wies die Sache zur nochmaliger' Verhandlung an den Kreisausschuß zurück. 5. Verpachtung der Gemeindejagd zu Berstadt Bei der Verpachtung der Gemeindejagd zur Berstadt war A Kammer Letztbietender geblieben. Nachdem ihm der Bürgermeistei den Zuschlag erteilt hatte, setzte Kammer den letzteren davon ir Kenntnis, daß er als Mitpächter den A. Dieffenbach zugelasser haben wolle und dieser unterschrieb auch nachträglich das Ver Pachtungsprotokoll. Der Gemeinderat verweigerte aber feine Zu stimmuny dazu, „weil Dieffenbach das Protokoll nicht sofov unterschrieben habe". Der Letztere wandte sich an den Kreisausschuß, der ihn aber mit seiner Beschwerde abwies. Der Kreisausschuß vertrat die Ansicht, daß es einen Eingriff in die Selbst. Verwaltung darstelle, wenn man dem Gemeinderat ansinnen wolle ob und wen er als Mitpächter anzunehmen habe. In dem darau« eingelegten Rekurs des Anwalts von Tieffenbach wurde ausgeführt daß der Gemeinderatsbefchluß deshalb ein willkürlicher sei, weil ihw rede sachlichen Grunde fehlten. Außerdem hatten bei feiner Fafsunc mer Gemeinderatsmitglieder mitgewirkt, die interessiert wären weil sic einem Konsortium angehörten, das auf die Jagd bakx mitbicten lassen. Der Provinzial-Ausschuß gab diesem Rekurs heute statt und entschied, daß Dieffenbach als Mitpächter zuzw lassen fei. Aufnahme unserer Truppen durch die Bewohner wahr- Angehörige zu gründen. Bei 3400 Mitgliedern ließe sich genommen. DaS Großh. Ministerium bitte ich daher sehr dies wohl schon ausführen. Die Beiträge zur Kasse würden ergebenit, den beteiligten Staats- und Gemeindebehörden, so- sich je nach der Kopfzahl der Familie etwas höher ober wie der Bevölkerung meinen und der mir unterstellten Truppen niedriger belaufen. Man habe im Verein schon so manche verbindlichsten Dank zum Ausdruck bringen zu wollen." wohltätige Stiftung geschaffen, daß auch die Gründung einer * I Lehrer-Krankenkasse nicht auf unüberwindliche Schwierigkeiten « lieber die Reichserbschaftssteuer in Mr manchen wäre durch die Zugehörigkeit Hessen enthalten die Mitteilungen der Zentralstelle für st" elnec s°'ch°n Kasse in gewchen Lebenslagen e,n Stem bic Landwirtschaft einige Ueberfiajten, in denen die finam I uom ^)er3en- wäre zu wünschen, wenn die Sache in allen Miellen Wirkungen des Reichserbschaftssteuergesetzes DDm r8c3irf5Dere,rien besprochen würde. 3. Juni 1906 erstmalig für das Rechnungsjahr 1908 auf ** ^ie Fünfundzwanzigpfennig stücke. Der Grund der vom Bundesrat in seiner Sitzung vorn 16. Mai preußische Minister für Handel und Gewerbe hat wegen der 1907 nehinigten Bestimmungen über die (Erbschaftssteuer- FünfundzwanLigpfennigstücke den dem Ministerium unter- statistik veröffentlicht sind. JnsAesamt wurden 2650 Erb- stellten Behörden folgenden Erlaß zugestellt: „Das Fünfschaft en gemacht, die einen Wert von 14 313326 Mk. undzwanzigpfennigstück hat sich bis jetzt beim Publikum chatten und an Steuer 832 703 Mk. einbrachten. Die Sch en- nicht in genügendem Maße einzubürgern vermocht. Von Inn gen unter Lebenden beliefen sich auf 89 im Werte den geprägten Stücken (rund 3 Millionen) befinbet sich un- von 589 735 mit einem Steuerertrag von 33170 Mk. Tie gefähr ein Drittel bei der Reichsbank. Für die Entschließung meisten Erbschaften und Schenkungen betrugen 500 bis des Reichsschatzamts über die zukünfttgen Prägungen in 5000 Mk.; über 500000 Mk. war mir eine Erbschaft da; die dieser Münzgattung ist es notwendig, daß die öffentlichen höchste Schenkung betrug 64 886 Mk. Die Verteilung des Kassen fortan die Fünfundzwanz,igpfennigstücke in möglichst Reinerwerbs und des Steueraufkommens hieraus auf die großem Umfange bei ihren Zahlungen verwenden, damit einzelnen Erwerber und Steuerklassen ergibt u. a. auf beobachtet werden kann, ob die so verausgabten Stücke vom Steuerklasse I (Leibliche Eltern, Geschwister und Geschwister- Verkehr ausgenommen werden oder wieder z-ur Reichsbank kinder) 1946 Erbschaften und 48 Schenkungen. Auf die zurückfließen. Steuerklassen V und VI, die Kirchen, Stiftungen usw. um- ** Der Ausbruch der Maul- und Klauensassen, entfielen 27 Erbschaften und 7 Schenkungen. Die s euch e ist gemeldet aus Ger skullen, Kreis Ragnit, Zahl der steuerpflichtigen Nachlässe betrug 862, Regierungsbezirk Gumbinnen, Hadmersleben, Kreis bie einen Rohwertbetrag von 16 393 734 Mk. hatten Ihnen Wanzleben, Regierungsbezirk Magdeburg, Eib a ch, Bezirksstehen gegenüber 70 Schenkungen mit 698538 Mk. Der amt Schwabach, Regierungsbezirk Mittelfranien, Hecklin - größte Teil des Rohwertbetrages bei den Erbschaften ent- gen, Herzogtum Anhalt, am 27. Okt., Zürchau, Herzog- ftel auf zinstragendes, bewegliches Vermögen, nämlich tum Sachsen-Altenburg, am 26. Okt. Im bisher seuchen- 1220/ 226 Mk., während sich bet den Schenkungen die Grund- freien Amtsbezirk Landau (Pfalz) ist in der Gemeinde stticke nach dem Ertragswert und das zinstragende beweg- Niederhochstadt in vier Gehöften dte Maul- und Klauen- -liche Vermögen annähernd gleich blieben. Die steuerpflich- seuche festgestellt worden. tigen Nachlässe im Großberzogtum betrugen nach der Zahl Landkreis Wirken SM Proz. rmch dem Roswert 2,10.Proz der im Deutschs A x et Reich angefallenen Nachlässe: die Schenkungen unter Leben- - .^"e Inspektion der Feuerwehr den 2,19 Proz., bezw. 1,46 Proz. Die von der Steuer be-!k5^ durch Kreisfeuerwehrtnspektor Loos-Gießen freiten Erbschaften hatten einen Gesamtwert von st^^ Oestern Werlte er zu gleichem Zweck in Villingen 473026 Mk.; davon entfielen u. a. auf bcu Erwerb Bon unb ^nnenro _ x nicht mehr wie 10 000 Mk. durch Eltern zusammen 322128 k A 0 *3' Okt. Wenn man von Hungen Mart, auf den Erwerb von rncht über 5000 Mk durch in- Wald gegen 9iordep wandert, oder von der nächsten ländische Kirchen 20 200 Mk., auf inländische Stiftungen ufw ^ahnstatton Vuiingen sich unserem Dorfe nähert, so ragt unter 5000 Mk. für kirchliche Zwecke 4800 Mk. für mild- Leitern neben unserem Kirchlein ein schmucker tätige oder gemeinnützige Zwecke 42698 Mk Bei Grund- ^eubau hervor. Es ist unser neues Schulbaus, das stücken, die dauernd land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken ^uie W e ih e sand. Dem geschmackvoNen Ban schmiegt zu bienen bestimmt sind, blieb in 1027 Fällen allgemein einl!irUet)r cine alte Dorflinde an, die dankenswerter Viertel des auf diesen Erwerb entfallenden Steuerbetraasi^bsie von der Baubehörde als Schattenspenderin für den mit 30 464 Mk. außer Ansatz. geräumigen Turnplatz erhalten wurde. Der Bauplatz ist ♦* , llstt ausgenutzt und mit passender Einfriedigung versehen, ft .11 f C1? h9pr Vf1 ctnie das Aeußere ist auch die Inneneinrichtung des st l 11 n. die mit der hefnirhpn h.r s,» Gebäudes, das einen Schulsaal mit Nebenräumen und eine geräumige, freundliche Lehrerwohnung mit sechs Zimmern enthält. Der Kostenaufwand für das Gebäude beträgt nur 25 000 Mark, die Nebenanlagen, Einfriedigungen usw. kosten noch 5000 Mark. Heute, am Einweihungstage, herrschte leider unaufhörliches Reaenwetter, während der Weihe regnete es in Strömen. Trotzdem waren aus Hungen und den Nachbarorten sehr zahlreiche Festgäste eingetroffen; das Dorf war jetd) geschmückt. Am alten Schulhaus wurde um 2 Uhr der Festzug aufgestellt, der Lehrer sprach einige Abschiedsworte, die Schüler fangen ein Abschiedslied. Nachdem der Zug am Neubau angekommen war, sang der Gesangverein „Lieberkranz-' ein Weihelied und Pfarrer Köhler- Villingen hielt die Weiherede. Die Schlüsselübergabe er- ** Fo l gen d er Sp a r sam kei t. Durch die Ve r - ^lgte in der üblichen Weise. Regierungsbaumeister Kn e l l- wendung von halben Bogen bei den Schreibarbeiten G^ßen dankte den Meistern und Gesellen für die Arbeit in den Staatsbetrieben hat sich eine andere Ausaabe kiegrerungsrat Dr. Merck sprack) der Gemeinde die Glück- erforderlich gemacht. Die Unhandlichkeit mehrerer zu wünsche der Behörde aus. Kreisschulinsp. Pros. Dr. Alles- einem Schreiben gehöriger halben Bogen führte dazu/ die- Hetzen, der ,in unserem Kreise heute der ersten Schulhaus- felben durch Klammem und bergt zusammenzuhalten. anwohiite, äußerte den Wunsch, daß das Gebäude Tiefes hat eine findige Wiener Firma veranlaßt, durch ihre Sne Pflegstätte der Bildung und Sitte, Gottesfurcht und Reisenden eine Heftmaschine bei den Behörden an biet en Vaterlandsliebe sein möge. Bürgermeister Hoppe dankte zu lassen, die unentgeltlich geliefert wird, wenn mindestens bn Behörde für das Entgegenkommen beim Neubau und fünf pausend der zugehörigen K'lmnmem bestellt werden- öffnete das Haus zur Besichtigung. An die Feier schloß von diesen tostet das Tausend drei Mark. Viele Behörden no$ eine Nachfeier im Gasthaus zu bett „Drei Linden" haben denn auch die Heftmaschine oder richtiger die Älammern bestellt. Die Ersparnis durch halbe Bogen wird dadurch wohl wieder ziemlich ausgeglichen. r Die Wahn-Gedern und K. A. 3. 3. Preis. 8 unserer,mustergültigen, in ^Pfeil d reieck- Seifen r Verkaufsstellen durch dieses Plakat kenntlich. Fabrikant: August Jacobi, Darmstadt. Seelenamt für alle Verstorbenen der Pfarrei. Nachmittags um 6V, Uhr: Rosenkranz-Andacht mit Segen. Freitag vormittag um 7 Uhr rst Segensmesse. kostenlose Zusendung unseres Albuins 6 „Wohnliche Innenräume". Möbelfabrik Gg. Ebrbardt & Söbnc, Darmstadt, ffclbberßftr.36 Prag, 31. Okt. Die anstelle der verbotenen Ferrer- versammlung einberufene Freidenkerversammlung wurde von der Polizei aufgelöst. ES kam zu Straßentumulten, in deren Verlauf 8 Anarchisten verhaftet wurden. Heiden (Schweiz). Der Begründer des Roten Kreuzes, Henry Dunaud, ist gestern abend 10 Uhr im Alter von 82 Jahren gestorben. Rio de Janeiro, 30. Okt. Es verlautet, Präsident Hermes da Fonseca habe das Kabinett folgendermaßen gebildet: Aeußeres Baron Do Rio Branco, Inneres Rivardia Correa, Oeffentliche Arbeiten Deputierter Seabra, Ackerbau Perdro Toledo, Finanzen Francesco Salles, Krieg Bantas Banetto. Brüsseler Weltausstellung. Auf der Ausstellung erwecken auch die Maschinen der Gasmotoren-Fabrik Denn Znteresse. Tie Jury erkannte die Gute der Deutzer Fabrikate an durch Verleihung deS Grand Prix. 6019 Standesamtsbericht der Gemeinde Nidda. (Nachträglich eingegangen.) Eheschließungen: Oktober. 16. Karl Reih, Hilfsweichensteller, mit Emilie Walther. Näherin, beide in Nidda. Geborene: Oktober. 17. Dem Kaufmann Heinrich Rappolt ein Mädchen, Else Mathilde Martha. — 26. Dem Schaffner Konrad Schneider ein Mädchen, Katharine. Ciichtiker, Steinleidende, Nieren- und Blasen-Kranke erhalten kostenfrei Broschüre mit Heilberichten. (ss*/» Brunnen Verwaltung: tiichibad ÄBsmannshausen am Rhein. Durch Ihr , orzüglich schmeckendes Lithionwasser bin ich seit Monaten von meinen gichtischen Beschwerden völlig befreit. Dr. med. M. i. Sch. Depot für Giessen: Jean Weisel, Telephon 235. Caynger-Enten: Äug. Ostheim U.-Echzell 2. Preis, W. Rertz-Echzell 3. Preis. Orpington-Enten: W. Heß II.-Echzell 3. Preis. Emdener Gänse: K. Rübsamen-Gießen Ehrenpreis und 3. Preis, H. Hilz-Allendorf a. d. Lda. 1. Preis, Wilh. Wahn-Gedern 2. Preis. Wetterauer Landgänse: G. Muth-Echzell Ehrenpreis, H. Jäger-Ober-Hörgern 2. und 3. Preis. Vorsicht bei der Wahl der Wohnnngs - Einrichtungen. Echtheit des Materials, Gediegenheit der Ausführung und Uebereinstimmung von Zweck und Form sind die Grunderfordernisie moderner Emrichtungsgegenstände geworden. — Eine zwanglose Besichtigung unserer Ausstellung neuzeitlicher Wohnräumc und Sammelklafse für Wassergeflügel. Peking-Enten (Zuchtstation der Landwirtschaf t s k a m m e r): H. Fischer-Selters Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer, K. Vetter-Grnnd-Schwalheim 1. Preis, L. Gensel-Bad-Nauheim zwei 3. Preise, Landgänse Aug. Böcher-Echzell 3. Preis. Tauben. Hafer-Kakao wird bei Blutarmut und Bleichsucht als Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen. Nur echt in blauen Kartons für 1 Mk., niemals lose. Griginat vrahttneldange«. Die hessische Wahlrechtsvorlage. RB. Dar msta dt, 31. Okt. Der GesetzgebungS- AuSschuß .der Ersten Kammer beriet am Freitag und SamStag über die Wah l r e cht S v orla ge. An deni Bericht des Berichterstatters Geh. Justizrat Dr. Schmidt- Gießen schloß sich eine längere Aussprache, die voraussichtlich in einer gemeinsamen Sitzung mit der Regierung fortgesetzt werden wird. Schwerer Aufruhr in Berlin. Berlin,60. Okt. Am Wedding,im dLordenBerlins, kam es, dem ,Loka1lanz." zufolge, gestern abend zu s ch tv e r en Ausschreitungen, bei denen die Polizei tätlich angegriffen und zahlreiche Personen verletzt wurden. Die Ursache war eine geringfügige. Einem Fleischergesellen, der nicht zur Arbeit gekommen war, wurde von seinem Chef erklärt, der Tag könne ihm nicht bezahlt werden. Darauf legten 14 Gejellen die Arbeit nieder. Abends erfolgten dann zahlreiche Angriffe aufdas Geschäft, namentlich seitens halbwüchsiger Burschen und Fraue n. Nachdem ein Dreizehnjähriger aus einem Revolver geschossen hatte und ein Feuermelder zerstört wvrden war, sammelte sich, wie auf ein Kommando, eine nach Tausenden zählende Menge, aus welcher Steine auf die Schutzleute geworfen wurden, weshalb sich die Beamten gezwungen sahen, blankzuziehen und vorzugehen. Zahlreiche Tumultuanten wurden durch Säbelhiebe verletzt. Schon war die Polizei zurückgegangen, als ein Schuß aus der Menge das Zeichen zu neuen Ausschreitungen gab. Es wurde mit Steinen und Bierflaschengeworfen, auch die abgerissenen Eisenteile von Balkonen kamen als Wurfgeschosse zur Verwendung. In verschiedenen Straßen trat völlige Dunkelheit ein, weil sämtliche Laternen zertrümmert waren. Erst nachdem verschiedene Haupttumultuanten fe st genommen waren, gelang es, die Ruhe einigermaßen herzustellen. Ein amtlicher P olizeibericht über die gestrigen Krawalle besagt: Die Menschenansammlungen anläßlich des Ausstandes der Schlächtcrgesellen der Firma Morgenstern, Schererstraße Nr. 8, nahmen out gestrigen Wend nach Ladenschluß einen großen Umfang an und arteten schließlich in Landfriedensbruch und Aufruhr aus. Während in der Geschäftszeit nur der großen Menschenmenge wegen die Scheverstraße gesperrt werden mußte und beim Räumen der Straße iuxf) keine Waffengewalt angewendet zu werden brauchte, wurden kurz nod) 11 Uhr, als die größte Anzahl der Beamten auf der Wache des 107. Polizeireviers versammelt war, die beiden Beamten vor dem Morgcn- sternschen Geschäftslokal mit Steinen angegriffen und mußten in der Notwehr ihre Waffen gebrauchen. Mit den vom Revier 107 sofort wieder herbeigerufenen Beamten, etwa 70 und acht berittenen Schutzleuten, wurden jetzt die Reinickendorfer-, Wiesen--, Kösliner-, Max- und Atzolfstraße wiederholt mit der blanken Waffe geräuDt. Während des Tumultes, wurden von he« Peking-Enten: K. Better-Grund-Schwalheim Ehren- Landwirtschaftskammer, K. Rübsamen- Gteßen 2. Preis, Joh. Rodemar II.-Lauterbach und H. Stoll VIII- Echzell 3. Preise. Rouen-Enten: L. Christ, Neumühle bei Grünberg Ehrenpreis, W. «Gutapfel-Weiler 2. Preis, Chr. Kühn- Wetterfeld 3. Preis. Indische Laufenten: H. Komcher-Vadenrod Ehren- ts der Landwirtschaftskammer und 3. Preis, Wilh. ------- —— — Rieß-Wölfersheim 3. Preise. UathoMche wenwmöe. Gottesdienst. Montag den 31. Oktober: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheid zur heil. Beicht. Dienstag den 1. November: Fest Allerheiligen. Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. w um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. * um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachmittags um 51/, Uhr: Rosenkranz-Andacht mit Segen, darauf Predigt und Andacht für die Abgestorbenen Nachmittags um 5 und abends um 8 Uhr ist Beichtgelegenheit. Mittwoch den 2. November: Allerseeleutag. Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 61 /, Uhr: Heil. Messe. Hühnerschecken: Ph. Ostheim - Echzell 2. Preis, H. Treszer-Schlitz 3. Preis. Straßer: A. G. Walther, Bauernheim (blaue, ohne Binde) Ehrenpreis, Wilh. Mayer-Gießen 3. Preis. Modeneser: C. Veith-Reichelsheim (Gazzi) Ehrenpreis, 3. Preis und für Schietti 1. Preis. Kröpfer, deutsche: H. Schudt-Echzell Ehrenpreis K. L. Schäfer-Lich (weiß) 2. Preis, R. Wolf-Effolderbach (schwarz) 3. Preis, Joh. Maul-Ober-Bessingen (rot) 3. Preis. Franz. K r ö p f e r: G. H. Samsbier (blau) Ehrenpreis, (gelb) 1. und 3. Preis, (schwarz) 2. Preis, (rot) 3 Preis. BraunerKröpfer: H. Keller-Ossenheim (weiß) Ehrenpreis), (blau mit Binde) 1. Preis, G. H. Samsbier-Butzbach (rot) 3. Preis. Mövchentauben: Jak. Kappes-Büdesheim (weiß) 1. Preis, Dr. Leun-Reichelsheim (turbit schwarzschilderich) 3. Preis, (Chinesen) 3. Preis. Färb entauben: Jakob Kappes-Büdesheim (Weißschwänze rot) 2. Preis, H. Winther II.-Gießcn (Eistaubnll zwei 3. Preise, H. Holler-Echtzell (Kupfer-Gimpel) Ehrenpreis, A Harnack III- Kirchgöns (Kupfer-Gimpel) 2. Preis, K. Pitz-Laubach (Kvburger Lerchen) 3. Preis, H. Jäger-Ober-Hörgern (Starenhälse) 3. Preis, K. Veith-Reichelsheim (Pfaffentauben) 2. Preis, G. H. Samsbier- Butzbach (Trommeltauben) 3. Preis. Brieftauben: G. H. Samsbier-Butzbach (blaugeh.) Ehrenpreis). Schautauben: K. Veith-Reichelsheim 1., 2. und 3. Preis. Engl. Zwergkröpfer. K. Veith-Reichelsheim Ehrenpreis und 3. Preis. ___________________________ vollem Betriebe siebenden Fabrikanlage wird Sie davon überzeugen, daß Sie uns die Lieferung Ihrer (Sin* richtung ohne Bedenken anvertrauen können. Verlangen Sie 3 Zwergkämpfer: K. Veith-Reichelsheim Hamburger Silberlack: H. Stotz-Kloster Arnsburg Ehrenpreis. Sammelklassen der Leistungszuchtstationen der Landwirtsch.-Kammer. i o ando t tes: Förster Siemon-Ehrmgshausen 1-, 2 und 3. Preise, H. Fischer-Selters zwei 3. Preise Schwarze Minor ka: Forstw. Heßler-Hungen 2. und 3. Preis. Rebhuhns. Italiener: Lehrer Maurer-Heuchelheim zwei 2. und zwei 3. Preise, L. Christ-Neumühle b. Grünberg drei 3. Preise. Truthühner lbronrefarbig): Wilh. Reitz, Echzell w. Preis. Wassergeflügel. Blaue Römer: H. Wlll-Bad-Nauheim 2. Preis. Luchstauben, geschuppt: .A. G. Walther, Bauernheim Preis. Andalusier: Wilh. Heß II.-Echzell E h r e n p r., Ernst Jung-Villingen 2. Preis, Ad. Rieß-Wölfersheim 3. Preis, Herm. Schudt-Echzell 3. Preis. Schwarze Minorka: Wilh. Bommersheim-Bettenhausen Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer, E. Schäfer-Langd 1. Preis C. Christ-Neumühle b. Grünberg 2. Preis. Italiener, schwarz: Rich. Radetzky-Lich Ehrenpr., 2. und 3. Preis, Otto Spengler-Grund-Schwalheim 3. Preis. Italiener, weiß: H. Jäger-Ober-Hörgern Ehrenpr. und 1. Pr., H. Görlach-Ober-Hörgern 2. Pr., Otto Heller-Echzell 3. Preis. Italiener, gelb: Konrad Rübsamen-Gießen Ehrenpreis, K. Schäfer-Bettenhausen 1. und 2. Preis. Italiener, rebhuhnfarbig: H. Winther II.-Gießen Ehrenpr. d. Landwirtschaftskammer und 3. Preis, Wilh. Schughardtz-Gettenau Ehrenpr., 2. Pr. und 3. Pr., H. Mersch- rod-Zeilbach 1. Pr., K. Heller II.-Lich 2. Pr., Gust. Kohlheyer- Hungen 2. Pr., K. Vogt-Lich 2. und 3. Pr., P. Häuser-Nieder- Weisel, Joh. Nodemer II.-Lauterbach, W. Lind-Butzbach, K. Diehl- Ober-Hörgern, K. Grotefend-Lich und Fr. Hell-Schlitz 3. Preise. .Italiener, silberhalsig: Joh. Schäfer Hl.-Gießen 2. und 3. Preis. Hamburger, schwarz: R. Kriesel-Laubach Ehrenpr. und 3. Preis, A. Holler-Lauterbach 1. Preis, H. Marx-Butzbach 2. Preis. H amburger Silberlack: H. Stotz-Kloster Arnsburg Ehrenpreis und 2. Preis, Ph. Wenzel-Gettenau 3. Preis. Hamburger Silbersprenkel: H. Dörr-Lehnheim Ehrenpreis. Deutsche Rassen: H. Schudt-Echzell (Bay. Kräher), Wilh. Heß II.-Echzell (silbw. Möven) 3. Preise. Rstode-Jsland: Otto Muhl-Reichelsheim Ehrenpr. und 2. Wreis, H. Heßler-Hungen 1. Preis, S. Meyer-Gedern 3. Pr. Graue Schotten: Wilh. Matthäus-Ober-Hörgern 2. Pr. Zwergkämpfer: Joh. Bill-Nieder-Weisel (btrkenfarbig) 1. Preis, Ph. Södler-Nieder-Gemünden (birkenfarbig) 3. Preis, G. Maley-Reichelsheim (goldhalsig) 2. Preis. Bantams: Aug. Felsing-Gießen (schwarz) Eh r e n p r e i s, L. Aßmus-Bad-Nauheim (gesperbert) 1. Preis, (weiß) 2. Preis, H. Högy-Lauterbach (Goldsebright) 3. Preis. Zwerg-Cochin (weiß): G. H. Sauerbier-Butzbach 3. Pr. Mille-Fleurs: W. Gutapfel-Weiler Ehrenpreis, K. Rahn-Mtenhain 1. Preis, Fried. Jockel I.-Grünberg 3. Preis. Kaulzwerghühner (silberhalsig) Wachtmstt. Spengler- Echzell 2. Preis. Kreuzungen (weiße Italien«: mit Wyandottes): Wilh. Casseüer-Reichelsheim 3. Preis. Sammelklasien. WeißeWyandottes: L. Aßmus-Bad-Nauheim Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer, Forstw. Simon- Ehringshausen 1. Preis, H. Fischer-Selters 2. und 3. Preis, Forstw. Maul-Hadershausen zwei 2. Preise, Lehrer Kämmer- Nteder-Gemünden und Louis Stöpler-Lauterbach 3. Preise. Silber-Wyandottes: Wilh. Heß II.-Echzell Ehrenpreis. Gold. Wyandottes: H. Mogk III.-Echzell und Wllh. Muth-Echzell 3. Preise. „ Rebhuhnfarbige Wyandottes: PH. Ostheim-Ech- zell 3. Preis. Schwarze" Minorka: Fr/ Becker-Gießen 1. Preis, K. Spamer III.-Schotten 3. Preis. La Flesche (schwarz): H. Leopold-Gettenau Ehrenpreis. Faverollcs (lachsfarbig): H. Bode-Effolderbach o. Preis. Italiener (schwarz): G. Dahmer-Butzbach Ehrenpreis, O. Spengler-Grund-Schwalheim 3. Preis. Italiener (weiß): Wilh. Heller II.-Eckizell 3. Preis. Italiener (gelb): Wllh. Pletsch II.-Hungen 3. Preis. Ai ,<3taI^e?ter (rebhuhnfarbig): Wilh. Schughardt- Gettenau Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer ^h. Dörnis-Lat^bach 1. Preis, K. Voat I.-Lich I. K. Blll-Nteder-Wevcl und Ntch. Wols-Efsolderbach 3. Preise. apan. Seidenh ühner: H. Kode-Effolderbach 2, Preis, Exzedenteti die Laternen der Kösliner Stvaße und der Mesenstraße teils ausgedreht, teils mit Steinen zertrümmert. Polizeioffiziere, die an dieser Stelle Dienst hatten, wurdeti sämtlich von Steinen getroffen, ohne daß sie ernstlich verletzt wurden. Dia Schntzmannschaft wurde sogar mit Steinen beworfen, als sie ruhig an der Ecke Reinickendorfer Sttaße-Scl-erersttaße stand. Mehrere Schaufensterscheiben wurden zertrümmert. Bluthunde, Räuber und dergleichetr wurden außer von den Tumultuanten auf der Straße auch aus den Häusern gerufen. Ein Schutzmann, der in Begleitung eines Kollegen eine Verkäuferin des Morgensternschen Ladens nod) der näMen Apotheke begleitete, aus welcher das Mädchen Verbatidsstofs für einen verunglückten Metzgergesellen holen sollte, wurde von Rowdies mit Steinen beworfen und gab zwei Schreckschüsse ob, ohne jemand zu treffen. Insgesamt wurden vier-, zehn Personen sistiert, darunter zwei Frauen, die Bluthunde, Verbrecher usw. gerufen hatten. In der Reinickendorfer- Sttaße wurde auf eine Abteilung ein Schuß aus dem dahinter-' liegenden Gelände abgegeben. Alle Aufforderungen an die Menge, sich zu zerstreuen, .nntrben mit Johlen, Pfeifen und Schimpfreden beantwortet. Der Befezl zum W a f f e u g e b r a u ch wurde erst auf die gegen die Schutz Mannschaft gerichteten Steinwürfe hin gegeben. Die Beamten konnten erst größtenteils morgens gegen 3^4 Uhr entlassen werden. Daß man es bei diesen Ausschreitungen auch wieder vielfach mll organisierten Arbeitern zu tun gehabt haben dürfte, geht wohl daraus hervor, daß mehrfach die Arbeitermarseillaise und andere .Arbellerliedep gesungen wurden. Franco verhaftet. Lissabon,30. Okt. Der frühere Ministerpräsident Franco ist verhaftet worden. Lissabon, 30. Okt. Der Erzbischof von Braga empfiehlt der Geistlichkeit in einem Hittenbrief, in ihren Worten vorsichtig zu fein. Das „Amtsblatt" veröffentlicht das Gesetz über die gewährte Preßfreiheit. Ein anderes Gesetz wird die Verweltllchung aller Akte und Beurkundung des Personenstandes oorschreiben, sowie die Schaffung eines allen Relegionsbekenntnissen gemeinsamen Kirchhofs und Zulassung der fakultativen Feuerbestattung. Lissabon, 30. Okt. Die Regierung stimmte den Verordnungen zur Festsetzung des Streikrechts und zur Einrichtung eines Schiedsgerichts zwischen den Arbellgebern und Arbeitern zu. Es soll ein Ausschuß zur Entgegennahme von Befchwerden ernannt werden. Prämien von je 10 Mark gegeben. Für Schweine erhielten Staats- preise: Karl Tonsbach-Fleisbach, W. A. Klaas-Bicken, W. Klos- -Merkenbach. Für Ziegen erhielten sieben Besitzer Preise. provinzi'al-Geflügel-Ausstellung für Gberhesfen in Echzell. # Echzell, 30. DTt. Unser Ort stand heute und gestern unter dem Zeichen der Geflügel-Ausstellung, die von dem Landwirtschaftskammer-Aus- sthuß und von dem Verband der oberhessischen Geflügelzuchtvereine veranstaltet worden war. Ausgestellt waren 240 Stämme Hühner, 40 Stämme Wassergeflügel, 85 Paar Tauben und 66NummernHühner, Wassergeflügel und Tauben in der Verkaufsabteilung. Der gestrige Nachmittag und der heutige Vormittag gehörte den Züchtern, sie waren gekommen, um zu lernen, wozu die Veranstaltung ihnen hie beste Gelegenheit bot. Phil. Södler-Nieder-Gemünden Und Konr. R ü b s a m e n (der erstere für Hühner, der letztere für Wassergeflügel) erklärten den Züchtern an Hand der ausgestellten Tiere die Mängel, die die Zucht noch ausznmerzen hat, , sie bezeichneten auch einzelnes des ausgestellten Geflügels als gute Vorbilder. Im allgemeinen bot die Ausstellung ein befriedigendes Bild tüchtiger züchterischer Leistungen in Oberhessen, besonders sind die Geflügelzüchter mit den Nutzrassen sehr vorangekommen. Auffällig war, daß unter den Hühnern der Jtalienerschlag in allen Farbenschlägen sehr stark vertreten war, daß aber in der Durchzüchtung dieser ausgezeichneten Nutzrasse anscheinend keine erhebliche Fortschritte trt den letzten Jahren gemacht wurden. Dagegen zeigten die Wyandottes in allen vorgeführten Farbenschlägen, daß die Liebhaber dieser schweren Nutzrasse es verstehen, aus dieser Rasse etwas zu machen. Das früher in Oberhessen stark gehaltene Minorkahuhn, das wegen seiner großen Eier geschätzt war, scheint in der Abnahme begriffen zu fein, wenigstens war es auf der Ausstellung nur schwach vertreten. Ebenso scheint das Interesse für die Züchtung und Haltung des Hamburger Huhns, das in seinen abwechslungsreichen Farben früher als Zier- und Nutzhuhn bevorzugt war, im Abnehmen begriffen zu fein. Sehenswert waren zweifellos die 80 Nummern Summe l k l a s s e n , darunter sehr gutes Material aus den Zucht- stationen für Leistungsprüfung der Landwirt- fchaftskammer. Wassergeflügel war verhältnismäßig nur scksivach vertreten, jedoch waren einzelne Paare darunter, die man als prima Ausstellungstiere bezeichnen konnte, wie man sie nicht täglich zu sehen bekommt. Die Abteilung Tauben bot recht gutes Material, doch war auch darin eigentlich in den einzelnen Klassen keine rechte Konkurrenz vorhanden. Als Preisrichter waren bei der Ausstellung Wllh. Müller- Bingen und Aug. Schlegel-Hanau für Hühner und Wassergeflügel tätig und Georg Eckersberg jr.-Frankfurt a. M. für Tauben. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: Hühner. Plymouth-Rocks, gestreift: W. Wahn-Gedern 1. Pr., K- Rübsamen-Gießen 2. Preis, Aug. Ostheim-Echzell 3. Preis. Deutsche Langshan: H. Binding VII.-Echzell 3. Preis. Orpington, gelb: Wilh. Schuahardt-Gettenau Ehrenpreis, H. Reinhardt-Schlitz, Otto Spengler-Grund-Schwalheim 3. Preise. Wyandottes (weiße): Forstwart Maul-Hartershausen bei Schlitz (Ehrenpreis, K. Rübsamen-Gießen 2. und 3. Pr., I. Döring-Schlitz, H. Kernbach-Schlitz, L. Schöpler-Lauterbach, Ph. Södler-Nieder-Gemünden 3. Preise; gelb: H. Lohfink-Ech- zell 3. Preis; gold: PH. Södler-Nieder-Gemünden Ehrenpreis; H. Mogk III.-Echzell 3. Preis; filber: W. Heß II.- Echzell 3. Preis; rebhuhnfarbig: Forstwart Simon-Ehringshausen 2. und 3. Preis, C. H. Melchior-Butzbach 3. Preis. Pokohama- gelb gesattelt: Herm. 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