Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag, 26. NooenMr 1910 vezn nsvreiZ: monntlicf)75'B1., viertel* jährlich Tlf. LL0- durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pst: durch die Post Alk. 2.— viertel* jährst ausschst Bestellg. \ Zeilenprers: lokal 15 PfD auswärts 20 Pieuntq. Chetredakteur: A Goetz. VerautwoNlich für den. politischen Test: August m. 278 <£rx rlcstener llszelgn „IdKint täglich, auüet tzo'uuags. - Beilagen: rl< rinal wöchentlich HlthenclLamiliendlätler; , j ,1v(iinalivöct)enil.Kfets» *J j)iat1fürbtnKrds(5ic6cn )’ J /-xienslog und Freitag); । in'e"»al monatL fanö« ’ AlltlchaslUihe Leiltradr« sfli.iplrch - A.ischluöer ■" Lj tue llledultion 112. ___ 8® General-Anzeiger für Gberheffen LLLM •" ?""o!^ra^estmmmer Notailombruck und Verlag öcr vrühl'schen Unlv.'vuch. UN- Steinöniderei R. tauge. Beöaftlon, Expedition und vruderet: Schulpratze 7. ralh; für .Stadl und j bit oorn'Utag» 8 Uhr. Expedition für Bü&ingtn: vahnhosftratze Iba. - Eelephon Ur. 50. Auzeigenteü^Bett'. Die heutige Nummer umfaßt 20 Seiten. * j ——üüi».»■■■■! ■ ja—— politifd?» Wod?6nfd?au. j Girgcn, 26. Nov. 3 Nun die große Sprechmühle im iKeidjstag wieder im Acmge ist, hort inan auch wieder von der deutschen inneren Oie Ul der Sommer- uiü) Herbstzeit alä stehendes .- ^civuiiet so manche Sunipspflanze oder Paneipolitik ge- H uuD bet Stadrveiordnetenwahlen verheerend die Lamme gebrochen haue. Aus die Fleischnotunteihiiltung in □ stabttjchen Raisstuben, wo etwaige Agrarier schonungslos I [n den Sand gestrebt rourben, lst eine Unterredung im höchsten Paclautenl gejvlgt. Sie war ohne Zweifel inte* rejianter und belehrender. Daß eure Fleijchieuerung be» st.yl, wird nirgends, auch von den Konservatlven nicht, •** geleugnet Aber ein Zaubermittel dagegen ist nicht gleich ^ur Hand. Klagen ist leicht, wirtlich heuen schwerer. Zieht ■Jaidn dies in Betracht, jo hat der Staarsselretar Leloruct ’J am Mittwoch euie inhaltsreiche Rede gehalten. Er bc* 'I leuchtete die Ein,uhrlunder, nach deren Grenzoffnung man rtei, nach allen Seiten: in Oesterreich klage inan nicht .3|nuibet über Fleischrnangel, dabei seien dort 62UO0 Q)e* hoste verseucht; die Grenzos.nung nach Frantreich habe nidjt -- oicl genuyt, und die Zufuhr ans Holland, das stark ver- .euch: ist, 1 ei uni|o weniger gerechtfertigt, als Irisches Fletsch Dun dort in großen Mengen eingesührt werden kann. Der oteußtsche LanDwirtf'chajtslninisier widmete gestern Holland L. nod) ein besonderes Kapitest In Holland kommt au| 10)0 Z Lmwohner jur duS Jahr nur eine Vieh- und Fleisdy- (Ttoöuttiun von 2u4 Doppelzentnern, wahrend Deutschland ’iiie Produktion von 4ö2 Doppelzentnern hast Nimmt man M hinzu, daß in den ersten neun Monaten dieses Jahres schon 341JU Doppelzentner an srischem Rind- und Kalb- j iln)d) aus Holland eingejührt wurden, so fallt es nicht 5 allzu schwer, daran zu glauben, daß eine starrere Einsuhr - SON dorr unsere Prei,e nicht wesentlich beeinjlussen wurde. Ls wurde von den Regiernngsvertretern überzeugend nach- zewiesen, — und die Redner der Konjervatioen, des Zen* - Liumd, der Reich spartet und der Nationalliberalen schlo.sen ich ihnen in vielen Feststellungen an — daß nicht grund- ählich von Mangeln bei der Handhabung der Einsuhr iber bei der Biehproduttion gesprochen werden kann. Tie .^leischoersorgung steht eben auch unter der Einwirkung -i mannigjacher wtrtjchastlicher Ur,achen, und man bekämp.t - )ie Fleischteuerung wirtlich am besten dadurch, daß man ~ )ie Biehprodultion in Deutjchlaiid weiter steigern Hilst. " namentlich an eine Herabsepung der Zolle nicht gedacht r uiib, wurde vom Regierungstijche auS besonders betonst ^wet Ratschläge erteilte der leandwirischaflsminister: an die Üb res, e der Lauern, daß sie durch genosjenjchastlichen Zu- ammenschluß und Le,ahren der Märkte stabile Preise - idjaiien uiochten — das geht ein wenig gegen die Händler ~ — und an die Stadtverwaltungen, biceti ol"!ch von Hol- _ land oder Dänemark zu beziehen, es an die Meyger unter ~ bejtünmien Ledingungen zu vertäusen oder-.selbst Leriaujs- - stellen einzurtchten. Man darf wohl annehmen, daß der - iHai, namentlich in größeren Städten, zeitweise bejvlgt - werden wird. - , Wir haben wieder einen politischen Skandalprozeß, der kein Ende nehmen wilst Die ganze Woche verhandelt man schon über bm bekannten Moabiter Vorgänge, aber mit 11 Erfolg. Der Staatsanwalt mußte zahlreiche An- (Siebener Staüttheater. Der Gras von Gleichen Schauspiel von Wilhelm Schmidtbonn. I ließen, 26. Nov. Die alte, in ihrem Ursprung noch nicht genügend auf* - öehellte Sage von dem Grasen von Gleichen, dem Mann - ben jiuei Frauen, die Ljilhelnr Schm dtbonn za einem >.0 Lluwollen Drama umgestaltet hat, sleht mit der Geschichte y unseres hessischen Fur,tenhauses in einigem Zusammenhang. *ie 2age mag in Antnüpsung an ein je^t un Dom früher " bem Peterstloster zu Ersurt stehendes Grabdenlmal, aus vom em Ritter zwisci-en zwei Frauen abgebildet ist, entstanden sein und ,ie lebte lange un Lolismund, aber erst *ni 3^hre 1532 wurde sie ,U)ri,tlich erwähnt und zwar einer Denl'schrist, die M. Bucerus an Luther richtete, il)ii jur dir Doppelvermahlung Philipps des , Großmütigen geneigt zu machen. 7 Die Sage ist im Laufe der Jahrhunderte oftmals be- '5 ordcitet worden, u. a. von Goethe in seiner Stella, u cbcc auch er wurde dem „Gleichen-Lrama" nicht völlig gc* * tedjt, denn die,es Drama muß notwendigerweise — und . w i,t es auch der Sage nach — ein Drama der Duldung lein' des Lerstehens, oer idealen, von allen irdischen Ge- 0 ’eVeii losgelopen rweltanschauung; einer Lpeltan,u)auung, v öle 111 den modernen französischen Ehebruchsoramen ins 0 Wem humoripische verzerrt ist und die hier einen Meder- fiang bedeutet, wo sie in der Gleichen,age einen .Auijtrcg 0 Sur reineren LebenShöhe verjüuwitdricht. 4 Wilhelm Schmidtbonn hat die Sage in ihr Gegen- o vertehrt; aus der ,reiherzigen Notburg der lleoer- ) UL^erung hat er eine eifersüchtige, im inner,ten gelränl'te . und eroitterte Frau gejcha,seu und so muß ,ich das Werl uostoeiidigerwLi,e zum hagoollen Eiier,ua)tsdrama ent* ^uteln. Die Notourg Sa)midlooniis duldet toine anocre vrau neben sich, ,ie haßt die Uteue, d^e chren Mann aus ^buiijaijuger öierrerhait erwst hat, sie haßt sie vom ersten ^genoau an, denn ujr ist es ein or^wdes, un.abbarws, oag •in Mann zwei Frauen nut gid^er xübe zug^t^n (.in Linie, er um ujneii lustwandeln tonne uoer oi^ye.we Lswsen, 5le ^ugeu voll tlarev Freude, umwehst opL blondem und geklagte aus der Haft entlassen, durch den Eifer der vielen Verteidiger schien es oft so, als säße die Polizei aus der Anklagebank. Unbegreiflich, daß eine Verhandlung jo writschwei.,ig werden kann! Hal inan gegen den einzelnen der erwischten Radaumacher keine schlagenden Beweise, so sollte man chn von vornherein lausen lassen. Alles hat aber den Anschein, als hatten die Schutzleute bei den Unruhen nur üis volle Menschenleben greifen können, auss Geradewohl zugefaßt, üwej,en die Hauptgauner sich aus dem Staube machten. Strafe muß jein, und die Zeugenaussagen haben nochmals nut vollster Deutlichkeit gezeigt, wie jä-amloS der Pöbel gehaust hat, wie er von Radau- und Mordgier brannte. Aoer es hat wenig Zweck, Leute, von denen man nicht viel mehr zu wissen scheint, als daß sie in der schreienden Menge gesteckt halten, durch umstanduche Bernehniungen und Folgerungen zwar zu belasten, aber nicht zu überführen. Aua- die Art, wie man durch gerichtliche Aussragung führender „Genossen" Die Schuld der Sozialdemokratie an den Vorgängen nachzuweisen sucht, ist verfehlst Natürlich leugnen Die Geno,sen alles ab und schieben alles Fluchwürdige auf die Polizei- ,abcL So ist der Eindruck auf das Der Verhanolung nur Itüchtig folgende Publuum ungünstig, niederoruckend. Kann man (ich Denn nicht an ernne,ene Tatsachen halten und kurz und gerade aufs Ziel loSgehen? In London ist mun nach Der Festnahme der 153 Stimm* rechtlerinnen, die es mit einem Sturm ans Ministerwoh- nungen versucht hatten, kluger zu AZerte gegangen. Man hat |ie wieder laufen lajen. Allerdings war das Vorgehen Der Megären mehr lächerlich als gefährlich. London hatte mitten m Den ernsten politischen Auseinandersetzungen einen lustigen Tag. Erst heute, tommen aus,uhrlichere Berichte: Es war ein düsterer Nachmittag. Dillster Nebel lag über beut Schlachifew. Die murine des Varmments in oerAboch verichwaauuen un Dunft. Jede S^rage wurde so zu einer sta-ercu ibereuucliung, lebe Ette eine Art von Himer halst Die Damen, wenn es erlaubt ist, sie ui diesem Zmamuienhange so zu nennen, kommen meistens Den Oelzweig in der Hand um) Den Dolch un Gewände. Sie lormen zunächst eine Deputation, Deren Zahl nach einem alten Parlamentsbeichlufj auf 12 be,chiänkt fein muß, unD eine Deputation, um irgeiidweliste politiiche Ansprache vorzutragen unD zu vertreten, genügt in England ein merrwurdiges Vorrecht. Mit Die,cm Vortrab gelangen die Frauenreastlerinnen meist baljm, wo ,ie wollen, und die;e Vergünstigung wird Dann dazu benutzt, um mit Dem Gros der Unterrocks ar mee lioch-zuorängen uno Die Voiition mit Gewalt zu nehmen. So war es am Freuag un Variamem, so war es gestern in DownstiLstreet. Es war ein Bild, das oer ^i-amasie eines Wiertz würdig war, wie die einzelnen Lrupps der fanatiichen grauensimuier plötzlich aus Dein Durste! berausbrachen und mit geradezu hbstLrischer Ärait» enuoialung den slrets der Polizisten zu Durchorechen suchten. Mit Vannern, Schirmen, Fausten jüjiugen sie au, Die Diieiemerle ein, die, mit einer guten Schis aiiengliiajen Humors begabt, den Uniiiin über sich ergehen ließen. Dazu whlte, lachte Die Meiige. Der iiucüe Angrsts war gegen Das Herz des Feindes: gegen Towiilngstreet selbst gerichtest Da mußten Die Munster springen wie Hajen übers Feld! Jri der impoianien Stärke von annähernd bOO Unterröden (vorausgesetzt, Daß jede nur einen getragen hm), er)d;ien das Heer vor Dowlungstreet. Und nur mit genauer Nm gelang es Der Polizei, den Eingang zu sperren. Der Druck der Franenüberniadst war aber so stark, daß die erste Kelte der Schutzleute Durd)brod)en wurde. Triumphier end ergossen sich Die Mänaderi in das Allerheiligste der englljchen Staatskunst. In Die,en Augenbliden ereignetet sich D^e gemclDeten Zwischenfälle. Pjundschitere Steine wuiden gegen die Hau,er geschleudert. Ldeit aber kämm die E.indriiiglüige nicht. Denn letzt nahte Verstärlung aus der männlidjeu Scste. lind nach hartem Kampfe wurde Dvw- ntngsfteet, das sonst noch niemals einen siegretd-en Gegner in schwarzem Frauenhaar in einer Liebe. So erwacht ihr Reid, ihr Haß und sie stürzt die Nebenbuhlerin vom Fel,en ui den Abgrund, damit ihr Haus wieder ein Haus der Liebe werde, nach der sie mit bittenden Augen uno flehen- Munde verlangt. Die Notburg Schmidtbonns ist eine moderne, nervöse Frau, die sich nie vollkommen über ihr 'Sollen klar ist, im Widerstreit zwischen herz und Hirn beständig überlegt und erwägt und zu keinem Ende kommt. West sie eine moderne Frau ist, lomue das Gicichen-Drama Schmidkbonns fein Hoheslied der Duldung werden. Mit den Augen der heutigen Welt, muß es in Eifersucht und Tod enden, der leine Befreiung bringt. Die Verkehrung der ursprünglichen Idee, die von unseren heutigen Dichiern nicht nur Hardt mit seinem Tantris beliebt hat, sondern fast sämtlichen dramatischen Bearbeitern überlieferter Stoffe (Achill, Griselda, Elektra, Genoveva z. B.) befchrantt jedoch nicht die Bedeutung des Schmiotbonnschen Werkes an fich, und gerade die Notburg ist Dem Dichter am prächtigsten gelungen. Der Bonner Literaturpro.essor Litzmann fieht von diesem Grafen von Gleichen sogar den Beginn „einer neuen Epoche des deutschen Dramas" aber wenn das auch eine „loialpatriotifche" steberschätzung ist, der ioarnie Herzschlag des echten Poeten ist überall m den drei Auszügen deutlich fühlbar, und nur ein Begnadeter kann jo in Menschenseelen lesen. Aber auch technisch ist das Stück meisterlich angelegt und die Auseinander,etzung zwisck^en den beiden Frauen gemahnt in ihrer unausdring.rchen Wucht an den Zwist zwifd)Ln Brunhild und Krimhüd vor dem Dome des mitlel- altcrlidjcn Worms. Mit packender Kraft sind die Gegen- ,äye herausgearveitet, Die sich in biutwoller Lebendig<.eü zur Katastrophe entwickeln. Zart und innig ist die Liebesnot der Gräfin, die nach zwölf freudearmen Jahren der glutenwarmen Umarmung ii^res Mannes begehrt, in lhrijch ,üßen Versen gebildet, ,acht und schlicht das kurze, jinn* voste Gespräch mit der Magd, Die rasch ihrer Leioen,chaft leben dar,, und das necklfche Spiel der verliebten alten Leutchen. Feine, finge Beziehungen. Zwar, die Verse sind nicht immer genau und |ie wuroen ge^ecu auch nur ,'etten mst Bedacht gebrochen, aoer Dic,e Uicitug.eilen ge^en unter m der Macht des oichrerifchen Aufdrucks, u Dem bedeuten* otm Zauoep der RheurrornantiL I«I HWWI f | W„ feinen Mauern gesehen, wieder geräumt. Unter den Angreiferinnen befand sich auch eine verkrüppelte Frau, die ihren Krankenwagen. gleidyiQm als Streitwagen benutzte, und ihre Genossinnen anfeuerte, dyn den Sdyutzleuleu gegen die Schienbeine zu rennen. Als nach wiederholten Versuckyen der Wagen in Stücke zu gehen drohte.^ nahm man dies ,elt|ame Wesen zu feinem größten Entzücken endlich in Hast. Auch ein Beweis sür die Hysterie der ganzen Sache. Der englische Minister des Innern dachte vor den Neuwahlen sehr wilde. Auf seine Veranlasjuiig wurden die meisten der verhajteten Frauen auf freien Fuß gesetzt. UnD Vor allen Dingen wurDe kurze Arbeit gemadyt । Einige der tollsten toteiiuuerjerinneii erhielten em paar > Wochen Gefängnis, andere Eamcn mit Geld,trafen davon, die ,ie in ihrer Marchrerlust selbst zu GesangniSstrasen um» ivanbelleiL Weitspurige politische Auseinandersetzungen unD überftüssige Unteifuchungen wurden vor Gericht oer* micbeiL Man wollte den Wahlagitationsstojs nicht unnütz vermehren. Auch bei uns hatte man von solchen Erwägungen ausgehen muffen und nur die Unterlagen jür| em präzises nechtsnrteil schassen sollen. Aber Da-, nächste Mal wico die Schutzmann,cha,t auch keine Handschuhe an/ zleheu tonnen, lueiui sie Au,rühr und Lanosriedensbruch unterdrückt. Vielleicht werden die polizestichen Gegeiimaß» regeln nbch entschiedener und nachdrucclicher zur Amocndung ivmmen. Mitgegangen, mitge,angen; das muß sich jedermann bei solchen Voclouiuuiisfen zur Warnmig Damen la j, cil Suttctmüleßöüe. Tie Deutsche Volisa-iriicyasiiiche norrespondenz schreibt: Die Aiurage der bayerischen iHegierung beyuss Herabminderung Der Ficiichpreise beziehen sich u. a. auch aus Die Auihiwung des Euisuhrzolis sur Maus unD Fiuiergerste. Der Zock aus Mais beträgt ö Mark, Der aus Fmierger,te L, aus Rußland Dagegen Futiergerste. Tie Eutsupi aus Rußlomb wurde daher m ^utunft zollfrei ersolgen, wählend Die Einfuhr auS Bcfterrera--Ungarn nach wie vor Dem FoUsatze von 4 Mark unterliegt. Oesterreich-Ungarn wüioc gegen Diese neue Bevorzugung Den ru, lisch en Euisuhr voraussichtlich Einspruch erheben, Denn der letzte Handelsvertrag zwi,a-en dcm Deut,chen Reich und Oesterreich« Uiigani ist doci- unter Der Voraus,etzung abgeschlossen worden, baß Der Follunterschicd zwiicheii der österreichi,chen und der rufiiidyen Gerste nicht über den Betrag von 2,7U Mark hinausgehen weide. Und bekanntlich hat es Oefterreich-Ungarn beim Abschluß des träges auch Darchgeictzt, daß teu^ichi^id bei Der Ausiuhr voy Malzgerste und Malz nur eine Zollvergütung von 1,30 Mark/ nidyt 4 Mark gewähren darf. Mclttye Zollvergütung soll nun in .................. ~ ! ----r:.-~ Die Aufführung, die zur Feier deS Geburtstages unseres Großl-erzogs mit der unter Obermusikmeister Lö», der sehr gut gespielten Leonoren-Ouverture und einer' kurzen, geharivoaeu Ansprache Des Oberbürgermeisters ein-: geleitet wurde, l^mühte sich mit glücklichem Erfolg, den Gehalt der Dichtung zu erschöpfen. Mit gutem Recht war der Ausstattung eine aufmerqame Beachtung geschenkt worden, und der Morgen, der mit dem girrenden Vogelgesang; langsam in den Tag wachst, war Volt reicher, reiner Slim-' rnung. Den FelS aber hätte ich mir etwas weniger llapperig^ gewünscht, mehr festgefügt, wie Felsen Jüib. Die Einzel^ teijtungeu zeugten un großen ganzen ebenfalls von einer cuiijeitiidjen Durck)dildung. Gertrud Baumeister- Felsegg als Notburg, die klaraugige Hüterin ihres ehelichen Friedens, überzeugte durch Die iu)iick)te Innigkeit chres' Spieles unD manchem mag sie vielleicht als die eigentlich^ UebeiicQeue erfckyienen sein. Das wäre zivar des Dichters^ Absichten entgegen, der in der Gestalt des hier mit Recht geftncyenen Trogiuechtes das Schicksal svgar persönlich auftreten und ein wenig allzu frei schalten ließ, aber es be-, wiese die feste Wurzemng unserer Einehe. Den verträumten Schwärmer, denn das soll der Graf von Gleichen in dev Dichtung fein, spreite Richard Bruno in schöner Durch- geiftigung. Seiner Darstellung fehlte aber die Geschlossenheit unD dte geruhige Wurde. Schlank und edel von Gefialt, auSgejiaiiet mit prachugen stimmlichen LttUeln, ließ sein Spiel eine klug gemäßigte Geberdensprache vermissen. In den ruhsamen, wenig erregten Steilen bot er jein Bestes, sowie aber em Sturm in das Herz kam ruderte er wie wcuanü Demosthenes unaufhörlich mit den Schultern, die Arme schnellten unschön umher, Die Sprache wurde zur Deklamation. Die wenig glückliche Gestalt der schemenhaften Nasmi, die bei der Ur» ausführung int Beniner Deutschen Theater selbst eine Ka- milla Eibenschütz nicht recht beleben konnte, spielte Hilde Engel etwas gar zu kindlich im Ton, sonst aber nidjt übel. Don den übrigen Tarsteckern sind noch Kurt Güyne ^Burgvogt), und Lari Volck (Wetzel) zu nennen. Laxt Leirrath- Zukunft gewährt werden, wenn der Emgangszoll auf Futtergerste ganz fortfällt? Bei Aufhebung dieses Zolles mürbe sich ja auch die Möglichkeit ergeben, inländische Gerste, die vorher auf Einfuhr- schein, also gegen eine Zollvergütung von 1,30 Mark für 1 Doppelzentner ausgeführt worden ist, später zollfrei wieder einzusühren. Schon jetzt wird bekanntlich Klage geführt über die Einbuße an Zolleinnahmen, die das Reich dadurch erleidet, daß es für aus- geführteir inländischen Hafer und Roggen 5 Mark Zollvergütung zahlen muß, während die als Ersatz cingest'ihrte Futtergerste ihm nur 1,30 Mark Zoll bringt, so daß der Verlust 3,70 Mark für 1 Doppelzentner beträgt. Wird künftig die Futtergerste zollfrei eingeführt, dann steigt dieser Verlust für die Reichskasse auf 5 Mark pro Doppelzentner. Der Antrag der bayerischen Regierung wird also dazu führen, daß die ganze Frage der Einfuhrscheine imd Getrcidezollver- gütungen von neuem im Reichstag aufgerollt wird. Aus Stadt rrnd Land. Gießen, 26. November 1910. ** TageSkalender. Stadttheater: Sonntag nach- mittag Zl/z IHjr „1U de Franzosenti d", abends 7Vz Uhr „Die F ü r it e r- C h r i st e I". Kinematograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. M i l l tä r ko uz er t auf der LiebigShühc. Sonntag nach- mittag 4V2 Uhr. . d-n l a g einusik am Sonntag, IIV2 Uhr vormittags, in der Sud-Anlage. 1. Ambrosianischcr Lobgefaug. 2. Fantasie Die Wiederherstellung der Nutze in vrasilicn. Die Meuterei der brasilianischen Kriegsschiffe hat ein komödiew- Haftes Ende genommen. Die Meuterer stellten „vertrauensvollst und gehorsamst" Forderungen, die von der Kammer bewilligt wurden. Dabei steht es nach neuen Meldungen fest, daß mehrere Offiziere meuchlerisch ermordet und schwer verletzt worden sind. Auch durch das Geschützfeuer aus die Stadt Rio de Janeiro sind eine Frau und zwei Kinder getötet worden. Ein Abgeordneter der Kammer verhandelte mit den Meuterern und erstattete der Kammer Bericht. Das weitere ist aus folgenden Meldungen zu entnehmen: Berlin, 25. Rov. Nach Meldungen aus Rio de Janeiro vom 25. November früh, deren telegraphische Uebermitt- lung eine Verzögerung erlitten, gab in der letzten Nacht das meuternde Panzerschiff „Deodoto" G e s ch ü tz s e u e r in der Richtung aus das Arsenal ab. Seitdem sind alle Schiffe r::8 dem Hafen ausgelaufen: sie sollten im Laufe des Vormittags zurückkehren Die Stadt ist ruhig. Da einige Zeitungen heute früh beunruhigende Nachrichten durch Anschlag bekannt gaben, tat die Negierung kund, sie nehme eine abwartende Stellung ein. Keinesfalls würden die Landbatterien und Torpedobootszerstö-er auf die meuternden Schiffe schießen. Varis, 25. Nov. Der hiesige brasilianische Geschäftsträger erhielt eine Depesche, in welcher es u. a. heißt, daß der Fühver der meuternden MarinetruppiM ein Neger aus Bahia sei. Die meuterischen Schiffe hätten eine rote Fahne gehißt. Nach einem weiteren, von gestern abend datierten Telegramm erhielt der Präsident Hermes da Fonseca folgendes Mnkeutelegramm von den meuternden Seeleuten: „Indem wir die Tat bedauern, die wir zu unserer Verteidigung aus Liebe zur Ordnung, Gerechtigkeit und Freiheit be- . begangen haben, legen wir die Waffen nieder im Vertrauen . daraus, daß uns der Nationalkongreß Amnestie gewähren und hic_ körperlichen Züchtigungen dem Gesetze gemäß abschasfen wird. Der Borddienst muß mittels einer Vermehrung des Personals versehen werden, ohne daß wir geopfert werden. Wir bleiben Ew. Exzellenz vertrauensvollst gehorsamst." Rio de Janeiro, 25. Nov. Die Kammer beschloß die Amnestie der Meuterer. Die Forderungen, die körperliche Züchtigung abzuschaffen und den Mannschaftsbestand der Schiffe zu erhöhen, wurde bewilligt. Die Meuterer unterwarfen sich, die Ordnung ist wieder hergestellt. Reichrwertzuwachrsteuer. :: Berlin, 25. November. Der Ausschuß für die Reichswertzuwachssteuer trat heute (Freitag), vormittag nach der Ferienpaufe unter dem Vorfitze des ^entrumsabg. Dr. Jäger zusammen und nahm einen ausführlichen Bericht des Staatssekretärs Wermuth entgegen, welcher nochmals einen eingehenden historischen Rückblick dcS Werdeganges der ganzen Wertzuwachssteueridee während der letzten 15 Jahre bis zur Fertigitellung des Rcgieruugsentwur'es gab. Er wies nachdrücklich daraus hin, daß, wenn auch den Gemeinden naturgemäß in erster Linie das Verdienst an dem Wertzuwachs des Grundbesitzes zuzuschreiben sei, dennoch dem Reiche, wie sich das auch ohne weiteres begründen ließe, ein Anteil bereits deswegen gewahrt werden müsse, weil schon allein v B. die Zunahme unseres Auslandsverkehrs in Gütern den Nachweis erbringe, daß lediglich der wirtschachlichen Entwickelung des Reiches und nicht der einzelnen Kommunen auch die Stiert» Weigerung im Jmmobilicnbeiitz zu verdanken sei. Ter Staats* itfrctär -ührte dann Gedan.en aus, die an und für sich von keiner Seite bestritten sind und fanö auch keinen Widerspruch. Die Rede des Staatsiekretärs wird dem Reichstag gedruckt zugänglich gemacht werden. Aus der Mitte des Ausschusses heraus wuroen Beoenken gegen die Auffassung des Stinte retars geltend gemacht, Die dahin gehe, daß wahrscheinlich die seinerzeit surgesührten Die Vorgänge in England. Daß es England um die beständige Möglichkeit einer Einmischung in die persischen Angelegenheiten zu tun ist, geht auch aets seinem Verhalten bezüglich der Privatangelegenheiten des früheren Schahs hervor: London, 25. Nov. In der schriftlichen Beantwortung der Anfrage. Dillo ns im Untcrhause erklärte Grey: Als im vorigen Monat die Bezahlung der Pension des früheren Schahs überfällig geworden war, sandten die britische und russische Gesandtschaft je einen Beamten zu dem Minister des Aeußeren mit dem Auftrage, dringend um Bezahlung zu ersuchen und so lange zu warten, bis die Pension bezahlt sei. Dieses Verfahren stehe im Einklang mit den persischen Gepflogenheiten. Der frühere Schah habe Odessa verlassen, aber seine Ankunft in Nizza sei noch nicht gemeldet. Die persische Negierung habe behauptet, der frühere Schah habe mit einem Teil des Stammes der Turkomanen intrigiert, aber soviel die englische Negierung wisse, sei kein Beweis vorhanden, daß der Schah dies wirklich getan habe. Wenn die Anschuldigung wahr sein sollte, würde ein solches Benehmen allerdings unvereinbar fein mit der Weiterzahlung der Pension. Nachdem das U n t e r ha u s die Arbeiten beendete, hielt es heute eine formelle Sitzung ab und vertagte sich dann bis zum 28. November, an welchem Tage der Abschluß der Sitzungsperiode erfolgt. Die .Auslösung folgt bald darauf. Premierminister Asquith ist nach Hüll abgereist,t wo eine Konferenz der liberalen Partei stattfindet. Kurz nach der Abfahrt schlug eine Frau mit einem Spazierstock ein Fenster seines Hauses in der D 0 u n i n g st r e e t e i n. Sie wurde verhaftet. 21 Anhängerinnen des Frauenstimmrechts, welche gestern abend verhaftet worden waren, erschienen heute morgen vor dem Polizeigericht in der Bow-Street. Die erste war angeklagt, Steine in die Fenster des Ministeriums des Innern geworfen zu haben. Sie antwortete dem Richter, sie habe es getan, um gegen die Regierung zu protestieren. Der Richter sagte: Ihr Frauen seid zu unzähligen Malen mit Nachsicht behandelt worden; ich verurteile Sie zu zwei Monaten Gefängnis. Eine andere junge Frau von 22 Jahren sagte, sie habe die Fenster im Ministerium des Innern eingeworfen, um zu ihrer Mutter zu gelangen, dte gestern zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden sei. Der Richter verurteilte sie zu einem Monat Gefängnis. Die anderen erhielten ähnliche Strafen, ausgenommen zwei oder drei, welche zu Geldstrafen und im Nichtbeitreibuugsfalle zu zwei Wochen Haft verurteilt wurden. Das Kronprittjettpaar im buödhatempel zu Kandy. In Uesen Tagen besuchte der deutsche Kronprinz die fünf Kilometer von Kandy entfernten Murrayschen Plantagen, die Kronprinzessin nahm an dem Ausflug nicht teil, da es heftig regnete. Der Besitzer zeigte, so entnehmen wir dem Bericht eines Augenzeugen, dem Kronprinzen zuerst die Kakaogewinnung, ließ Kakaoschotcn und Kaffeekirschen öffnen und schließlich Gummibäumen durch Schnitte die Milch abzapfen, aus der der Kautschuk gewonnen wird. Am Mittwoch vormittag besuchte das Paar das höchste Heiligtum Ceylons, den uralten Vuddhatempel Dalaba Maligawa, in dem eine kostbare Reliquie, ein Zahn Buddhas, aufbewahrt wird. Am Tempeltor wurde das Kron- vrinzenpaat von den beiden höchsten der alten Singhalesenhäupt- livge, dem Disawe und dem Adigar, empfangen. Die Häuptlinge, Besitzer der Tempelelesanten und beide sehr reich, hatten ihr phantastisches Galagewand angelegt: das Obergewand aus prachtvollem Goldbrokat, funkelnd von Edelsteinen," dazu oben weite, noch den Füßen zu enger werdende Beinkleider aus weißem Leinen, und die große Mütze in Richard-Wagner-Fvrm aus Silberblcch, übersät mit Perlen und Edelsteinen. Mit den reichen Gewändern kontrastierten merkwürdig die nach singhalesischer Sitte unbekleideten Füße. Die zahlreichen Buddhapriester waren der Regel ihrer Religion gemäß in eine einfache gelbe Toga gekleidet, deren Farbe je nach dem höheren Rang immer Heller wird Der Disawe, der fließend Englisch spricht und deshalb auch seinerzeit Delegierter beim Regierungsjubiläum der Königin Viktoria war, diente als Dolmetscher und Erklärer des Heiligtums. Er ührte das Kronprinz en Pa ar über uralte, schmale Holztrepven empor zum Allerheiligsten, einem kleinen, fensterlosen, durch wenige Kerzen spärlich erhellten Raum mit noch engerem Borraum. Der „Zahn Buddhas" war seinem auf einem Silb.'rtisch stehenden Behälter, einem hohen, glockenartigen, juwelenverzierten Gold- chrecn, bereits entnommen, seine weiteren goldenen, edetstein- besetzen Hüllen waren auf dem Silbertisch ausgebreitet: überall blitzten und flimmerten Diamanten, Rubinen, Saphire und Perlen Der ungefähr Ueimutgcrlange, braune, leichtgebogene Zahn (offenbar der Hauer eines Ebers^ lag auf einem Silberteller Auch auf gläubige Buddhisten müßte ein richtiger Meuschenzabn wohl eindrucksvoller toirfen als dieses Monstrum. Die Häuptlinge zeigten dem Ktonprinzenpaat darauf noch besonders eine heilige Heine Buddhastatue in einem alten Prachtschrein, dann die kostbare Bibliothek, die auf Palmenblättern eingeritzte und aus massiven Goldblechen geschriebene heilige Schriften enthält. Ein buddhistischer Mönch ritzte für den Kronprinzen einige Worte auf ein Palmblatt. Deutscher Neich. Aus Neudeck wird gemeldet: Am Freitag nachmittag, nach Beendigung der Jagd, nabm der Kaiser im Schloß den Tee. Um 7 Uhr fand Streckenlegung statt. Nachmittags wurde der Kaiser am jenseitigen Ufer der Brinitza, unweit der Grenze, von einem dort stehenden russischen Grenzkordon, einem Kapitän und etwa 30 Mann begrüßt. , Der „Lokalanzeiger" meldet aus Weimar: Von der Weimarschen Regierung wird die Einberufung einer Konferenz von Städtevertretungen zur Steuerung der Fleisch teuerung beabsichtigt. Der Gesetzentwurf über die P r i v a t b e a m t e n v erst ch e r u n g^vird dem Reichstag anfangs Januar zugehen. In der Sitzung des Bundesrats vom 24. November wurde dem Haushalt der Einnahmen an Zöllen, Steuern, Gebühren, dem Haushalt des Reichsschatzamtes, dem der Rcichsschuld sowie dem Gesetzentwurf betr. die Feststellung des Reichshaushalts für 1911 die Zustimmung erteilt. Ferner wurde über die Vorlagen betr. die Verlängerung der Befugnis der Württembergischen Notenbank in Stuttgart zur Ausgabe von Banknoten und die Abänderung der Statuten dieser Bank, betr. die Verlängerung der Befugnis der Badischen Bank in Mannheim zur Ausgabe von Bank- noten und Abänderung der Statuten dieser Bank Beschluß gefaßt Ausland. ~ei der Fortsetzung der Aussprache im österreichischen Abgeordnetenhaus über die T e u e r u n g forderten die Abgeordneten eb ermann und Erb unbeschrankte Einfuhr argcntini|'d)en Fleisches. Ter Abgeordnete Schoepfer erklärte, die Fleischeinfuhr dürfe nur eine Ausnahmemaßrcgel sein und die Einfuhr- erlaubnis höchstens bis zum 31. Dezember 1911 erteilt werden. Gegenüber den Vlättermeldungen, daß die P forte eine weitgehende BesitznahmedespersischenGebietes anstrebe und den türkischen Truppen Befehl zur Besetzung des Südufers des Urmiasees gegeben habe, erklärt man im türkischen Ministerium des Aeußeren, daß die türkischen Truppen ebenso wie bic persischen die in der streitigen Grenzzone seit Jahren eingenommenen Stellungen besetzt hieaen. Die türkischen Truppen hatten den Befehl, nicht weiter vorzurücken und keine heraus- torbernbe Haltung einzmiehmen, sich aber gegen jeden Angriff 3u verteidigen. Die Pforte hätte wegen der unsicheren Lage der angrenzenden persischen Provinzen zur Sicherung der türkischen Konsulate Truppenabteilungen heranziehen müssen, doch hege sie keine Absichten auf persisches Gebiet, zumal sie Wert darauf lege, baß Persien der l^renznachbar der Türkei bleibe, während die Türkei bei gewagten Unternehmungen Großmächte wie England und Rußland zu Nachbarn bekommen konnte Diesen Standpunkt habe die Pforte bereits wiederholt den Mächten erläutert Tie Kadettenpartei brachte in der russischen Reichsduma eine Gesetzesvorlage ein betreffend den Ankauf des Gutes Iaßnaja Poljana mit dem Grabhügel Tolstois sowie bei Sterbehauses in Astapowo burch ben Staat und die Eröffnung einer nationalen Sammlung für ein in Moskau zu errichtendes Tolstoi d e n f m a I, zu dem der Staat einen Zuschuß von 100 000 Rubel leisten soll. Tie Arbeitsgruppe beantragte gleichfalls eine Ehrung Tolstois, die u. a. in dem Ankauf seiner Werke durch den Staat uni) in der Gründung einer V 0 l ks u n iv er si tü t bestehen soll. ** Zur Zahlmeister-Laufbahn. Durch Vk sügung des preußischen Kriegsministeriums ist eine Vr - schrift über die Zahlmeister-Laufbahn herausgegeben lvc den. Als Anwärter für den Zahlmeistcrdienst werden n aktive Unteroffiziere (auch überzählig^ zugelasfen, die als Etnjährig-^reiwillige eingetreten und nach ihrem Tim jahre noch ein weiteres Frontdienstjahr ableisten, ob ? 2- das wissenschaftliche BefähigungszeugniS für den ei jahrig-freiwilligen Dienst besitzen und außerdem zwei Iah Frontdienst getan haben, oder 3. ohne im Besitz des Et " jährig-Fr^iwilugen-ZeuFnisses zu sein, 3 Jahre Frontdict abgeleistet haben und den Nachweis ihrer Vorbilonng bin eine abzuleaende Prüfung erbringen. Die Anwärter dürß nicht über 26 Jayre alt fein; die Dauer der Ausbildm beträgt U-/4 Jahre. ** Ihre silberne Hochzeit feiern morgen Hän ler Eduard Battenberg und Frau, Schi.fenberg Weg 52. ** Unfall. Ein angetrunkener junger Mann ai Wetzlar fiel gestern abend in der Ludwigstraße zu Ä' den und verletzte sich dabei im Ge.icht so, daß m die Klinik gefahren werden mußte. ** Roheiten. In verflossener Nacht machte ei' Anzahl junger Herren auf dem Markt großen Lärm ui tlctterte aus dem Kriegerdenkmal umher. Ter verwarne den Schutzmannspatrouille leisteten sie keine Folge, vc - weigerten auch ihre Namen und a^s deshalb einer nach b itiaaje Jiftiert wurde, folgten die anderen und bewarsen b< Ponzeigebäude mit Gräsern und N^örtelstücken, welch )ie von der Wand eines Hauses aüri sen. * Die Wach- und S chl i eß g csel l schaf t bemüht s zurzeit sehr um die Vermehrung ihres Abonncniewtanbcs. ff U)t dies tin nennenswerten Maß gelingt, würde es ihr mögt t !CUI' ^re Wächterzahl zu vermehren. Tamit mürbe selbM | nanblidi bex pmvate Sicherheitsdienst der Gesellschaft bcbcutc ? üerben ert werden, 3 u in Lauterbacher. Raubmordversuch. 8 pon Eherbourg gemeldere Nachricht von der V e r h a j t U n g 0' « Gpmnas rasten Vogt, der in Lauterbach im HaLse tzw » Großvaters, des Oekonornierats Backhaus, einen EinbruilBbu n Grundwechselabgaben von Vs Prozent nun voll aufrecht erhalten und neben der ReichSwertzuwachssteuer erhalten werden sollen. Der Staatssekretär konnte in biefer Beziehung befinitiv bcruhigenbe Erklärungen nicht abgeben. Es würbe auf Anregung von nationalliberaler Seite beschlossen, auf biefe Frage nicht naher einzugehen unb zunächst bic technische Ausgestaltung bes Gesetzes vorzu- nehrnen, bie bubgetrechtliche Seite aber nach Beenbigung ber technischen Beratungen zu erörtern. Nächste Sitzung Donnerstag, ben 1. November. Aus liessen. Frankfurt a. M., 25. Novbr. Gestern fand hier eine erweiterte Ausschußsitzung des LandeSvorstandes des Bundes der Landwirte im Großherzogtum Hessen statt. Zum Lanbesvorsitzcnben wurde Landtagsabgeordneter Oeko- nomicrat Gustav Kor ell von Leusel zu Angenrod gewählt. über.Koschat^s Lieb „Verfallen bin i", von A. Reinbek. 3. $ demische Fest-Ouverture, von Johannes Brahms. 4. ,,(5;en schwert", Marsch nach Motiven aus ber Oper „Der fliege Hollänber", von Fritz Meister. ’* Se5 Großherzoas Tank. Auf das von Festversammlung im Gesellschaftsbaus an ben I Herzog abgesanbte Glückwunschtelegramm traf folgende Ais id ort ein: .Prcwinzlaldireklor Nsinger, Gießen. Itebenniffeln 1 g bitte für bie mir fvetmblichft bargebrachien Glückwünsche meii | aufrfditigfteu Dank. Ernst Ludwig." ** L. O.-A ntrittskommers. Am Tonnerstag abend be.v ber G t e ß e n er S. C. in Steins Garten mit einem K 0 unter Beteiligung zahlreicher alter Herren unb auswärtiger Kor fhibcnten offiziell das Wintersemester unb verband damit Feier von .Großherzogs Geburtstag. 2lls Ehren", waren erschienen der Rektor der Universität, Geh. Justizrat 23 i ermann, Provinzialdirektor Dr. Using er ünd La, gerichtspräsident Dr. G Ü n g e r i ch. Der Kommers nahm un bem Präsidium bes Korps Teutonia einen sehr angerrd Verlauf. Nachbem der Kommers mit einem Salamander erö'p bas erste Lied verllungen und das Hoch auf den Landes'ürs ausgebracht^ war, begrüßte der erste Chargierte der Teute die Ehrengäste, die alten Herren unb bie fremben Korvs^ndew Geh. Justizrat Dr. B i e r m a n n bankte in längerer Rede i> führte bnbei ans: Die Korps seien die ältesten ftubentifd Korvorationen ber Universität. Das sei eine Ehre, lege Q i auch Verpflichtungen auf. Es sei Pflicht ber Korpsstudent festzuhalten, was sie ererbt von ihren Vatern, festzubalttn | ihrer Tradition, die viel Gutes in sich berge und bic eine Mc b barstclle. Di: Korpsstubenten bürsten aber nicht ausruhen , t ihren Lorbeeren unb bas Ckite ihrer Trabition nur geniej J wollen. Sie müßten vielmehr die überlieferten Grundsätze sü | an sich erneuern, sie in Kopf und Herz aufnehmen. Die Kor ” stutz ent en erstrebten mehr als andere Korperationen eine s l Erziehung, auch eine formelle Erziehung — was nid: schaden könne —, sie erstrebten dlusbilbung des Charakters, 11 Energie und Männlichkeit, gewissermaßen in Ergänzung zur (I Ziehung durch die Universität. Was diese gebe, sei nur Wissen, allerdings ein Wissen vollkommener Art, wie es n> nicht besser in der Welt gegeben werde. Auch das Wissen eine Macht, aber glücklich mache es doch nicht. Das fjod P Gluck sei die Persönlichkeit und diese auszugestalten, sei bie $ Ü gäbe ber Korps. Die Persönlichkeit verbürge ben Erfolg, nid mehr aber als eine straffe, männliche Persönlichkeit, bie nur so | ber Ueberzeugung, die nicht.nachgebe einem Druck von oben o1 von unten — letzteres sei heutzutage bisweilen besondj : wichtig —, die nur dem folge, was sie für richtig f rannt habe, die sogar den Mut fyabc. auch bei einem ?inbe: einmal etwas anzuerkennen unb zu loben, ohne in ben Verde des Strebertums ober 23^*ar3 ober was sonst zu aerat | Dazu gehöre viel, eine Persönlichkeit, bie auch bereit iß, b j . allgemeinen Wohl ein Opfer zu bringen, vor allem bem Vaters; Wenn es den Korps gelinge, dieses Ziel zu erreichen, bann >e > sie immer ber Sympatbicn bet Professoren unb des Dankes de gewiß, die es um das Vaterland wohl meinen. In bie'em Sii fordere er auf, einen donnernden Salamander auf ben 8. 0. reiben. Der Rektor kommanbierte ben Salamanber selbst. Lersä>aden nicht unerheblich. -l- Büdingen, 25. Wop. Seit gestern hat sich ein „wohltätiger" F r 0 st eingestellt, wohltätig insbesondere für die Bewohner und Besucher Büdingens dcsl>alb, wett durch den Frost die durch Kanalisationsarbeiten und die vorhergehende nahe Witterung vollständig verschlammte Bahnhofstraße wieder gangbar geworben ist. Die b'.derseitigen Bürgersteige bestanden aus schlammiger Tonerde um*» Pfützen, und die gciuagteften Sprünge und Stelzenschritte schützten nicht vor unliebsamer Berührung mit dem Schmutz. Schul)- und Kleiderbürsten waren die ausgiebigst in Anspruch geiwmmenen Haushaltungsartikel der letzten Tage. Tie Wiedereiuebuung des Straßenkörpers wird im Laufe der Wvä,e beendigt und bann werben l-ofsentlich wieder erträgliche Verkehrsverl-ältuiise in der Bahnhofstraße gefdxiffen. Es war ein glücklicl/er Zufall, daß die Straßen rechtzeitig mit Gas beleuchtet werden tonnten, fort st hätte der Zustand sich noch mehr verschlimmert. Nidda, 25. Nov. Großherzogs Geburtstag wurde lster wie alljährlich durch einen allgemeinen Kommers der Vereine und der Bürgerschaft am Vorabend des Geburtstages in Krafts Saalbau festlich begangen. Das Kaiserorchcster und der Männergesangverein hatten den musikalisä-en Tett übernommen. Der Turnverein stellte einige sehr gut gelungene Turnerbilder. Nach bet Begrüßimg der zahlreich Versammelten durch den Vvr- lißeiiben des Feftausschusses Oberst z. D. Weimer und einem Musikstuck hielt Pfarrer Werner die F e st r e b e, in der er die Geburtstagsfeier des Landesfursten zu ben verschiedenen Zeiten beleuchtete unb dartat, daß die Feier, wie sie heutigen Tages abgehalten werde, keine bejohlene oder künstlich gemachte, sondern von ben Herz e n der Untertanen diktierte )et Auf ein dreifackjcs Hoch folgte die dtationalhymne. Unter Gesang unb einzelnen Reden verlwf öie Feter auf das |d)änße. In den Schulen wurde gefeiert wie Üblich, in der höheren Bürgerschule hielt Lehrer Küfer einen Vortrag über Ludlvig 1., den erjten Großherzog und würdigte dessen Verdienste um Laich unb Volk. Der freie Säjullag am beiuigcn Tage hat eine gute Ausnützung gefunden auf der sä-oneu E 1 s - f läche, die über Nacht auf unserer städtischen Wiese entstanden ist. DcrmHcbtcs» * Der K inem at 0 graph am Südpol. Bei der englischen Südpolarexpedttion kommt nicht nur zum ersten Mal der Fernsprecher zur Verwendung, sondern auch der Kinomatograph wird ht den Dienst der Forschung gestellt. Außer den zahl reschen photographischen Apparaten führt die Expedition auch ein Bioskop m*Lt, dessen Objektiv einen TnrckMesser von nicht weniger als 75 Zentimeter hat, toäljtenb die gewohnlick-en Linsen meist nut 7 Zentimeter groß sind. Mit diesem Apparat werden in der Südpolarregion Ausahmen gemacht werden; so hofft man z. B. einen Vulkanausbruch des Erebus auf den Platten sestzuhalten^ Der Photograph, der die Expedition Scott begleitet, verfügt übeq nicht weniger als 7000 antochrome Platten und 7000 Meter Filmst Kleine Tnqcschronik. - >. Der Berliner Magistrat bewilligte die Baukosten für eine Untergrundbahn Nord-Süd von 53,8 Mill. Mark. Tie Kosten sollen aus Anleihemitteln gedeckt werden. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Hundesteuer von> 20 auf 30 Mark zu erhöhen. \ In Wildenfels verstarb Friedrich MagnuS. Graf unL Standesherr zu S 0 l m s - Wildenfels, erbliches Mitglied der ersten Kammer des Konigsteichs Sachsen, nach längerer Krankheit au einem Krebsleiden. In Filehne hat sich ein Kanonier vom 7. Feld-Art.- Regiment, der wegen Fahnenflucht von der Militärbehörde gesucht wurde, von einem Eisenbahnzug toti fahren lassen. In einem dänischen Reaiment meuterten 38 Soldaten, weil der diensttuende Leutnant den dkachturlaub verweigert hatte. Die Witwe Tolstois ist ernstlich erkrankt. Sie hat hohes sFieber. Zwei Aerzte haben ständig Wache bei ihr. Unter den ausländischen Arbeitern bei dem Bahnbau der Aar tat bahn ist durch den Genuß ungekochten Wassers aus der Aar eine Typhusepidemie ausge- brochen. Ein heftiger Zyklon hat in Buenos Aires und der Provinz schwere Schäden angerichtet. Tausende von Bäumen sind entwurzelt worden, mehrere Personen surb ums Lebe« gekommen unb viele verletzt worden. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlauf der Witterung leit gestern früh: Tas westliche Tiefdruckgebiet ist ostwärts gezogen und lagert mit feinem Stern über Bayern. Es hat Trülung und im Süden Hessens dls nördltch Frankfurt starke Schnee'aUe gebracht. Ta über Mitteleurova der Lustdruck immer noch sinkt, müssen wir bei östlichem Würde unb Frost Schnee erwarten. We'^erausuckuen in Hessen am Sonntag, dem 27. Novbr. 1910: Schneefälle, östliche Winde, Frost. Hoherodskopf Schneehöhe 50 cm, — 9 ©t^ noch klar. Schwalm überall sehr gut. Letzte Nachrichten. R.B. Darmstadt, 26. Nov. In der Schadenersatzklage der Stadt Offenbach gegen Bürgermeister Dr. Dullo ist neuer Verhandlungstermin auf den 12. Januar 1912 angesetzt worden. Auf die Anfrage des tlägerischen Anwalts Dr. Hallwachs an das Ministerium/ ob das Ministerium eine Vorentscheidung des Ver> walkungsgerichtshoss in der Angelegenheit herbeiführen! wolle, lvie dies gesetzlich möglich ist, hat bas Ministerium geantwortet, daß dies nicht in ferner Absicht liege. , Rio b e Janeiro, 2. Nov. Das Amnestiegese^ wurde gestern abenb vom Abgeorbnetenhans mit 114 gegen 23 Stimmen angenommen unb. sofort vom Präsibertten unter- f (buchen. Kuverts mit Firma billigst vrühl'scheUnIvrrML-vruckerei. IL Lange, Sieben Frau Eleonore Bicke! geb. Müller Die trauernden Hinterbliebenen Giessen (Kaiser-Allee 16), Butzbach, Windhuk, New-York, Stuttgart, Höhensalza, Crumstadt, 26. November 1910. Die Beerdigung findet Montag den 28. ds. Mts., nachmittags 12V, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs ans statt 6406 ■ Um llUW den 26. November 1910. TuUuSCJelbar.Gnmjnd 15a E4 MWWWWMWM r?. -u 3t 't» WieseL Die % W Gestern abend ll1/, Uhr wurde uns nach Gottes Eatschluss unsere heissgeliebte, treubesorgte Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Wir bringen zur oneiuhcveii keunuus, uab in der Zeil vom Tage bcc 4>erönentliajuiig dieser ^eianiumacijung an uib zum 13. 4)e&cuibct Mb. eine ^lacplubuun ber nenu. oeuciioeuu ist. stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Seibert. unerwartet nach kurzem, schwerem Leiden im 66. Lebensjahre entrissen. Um stille Teilnahme bitten Uatttinbet. ,, . jöie Httssmannschast hat hierzu zu erschemeu. Tübingen, ben 24. Vloveuwer Mo. Mvtztzeräogitche söueßernieiuerei Büdingen. O e n ö t Todes-2lnzeige. Verwandten unb Bekannten hiermtt bie traurige Nachricht, daß gefiern morgen meine liebe Frau, nufere gute wrutter, Schweuer, Grogmutter, Schwiegerumrter, Schagerm unb Lame grau Mllkgllttthl! Lcibcrt gtb. Ujlil im Alter von 59 Jahren nach längerem Leiben sanft ent» fd)Liren ___Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr vom sterbet) au re, stircUitraßc, aus gatt. Versteigerung. Montag dcu «8. ds. itatijui. 2'/, Hut iollcu bautet EvaNtvrur. 6 (Tarurit. Haus) 1. 0 'paluteiu 1 Mnutauiouiat, z Sacke mu Hvrtuette, 50Taoack»I Plenen, 1 Nahutaichnte, 2Vaoen*i einrichinugeu, 1 öabrrab, 1’ Warenichrank, 8 HoUelbn.ike, L>Back Silber leisten, loODorweM, bieten, 2UU yiuuuaiißen, sowie ueiicU. Sattlerwaren, HauS- uiio itücUeiißeiaie alter Art; \ 2. 1 tÄlaswagen, 1 Sommerwagen, । 1 Mupee, 1 vaiuueibetL sowie 1 ßaunab zioaugsivetie gegen bar veriteigert lueiOcit Die 2bev steigernug ad 2 nabet ueiiinimt laut (Riegen, um 2ü. Nov. luiu [Uut>47 Seipel, Gerransvoilzieher. OOCJOOOOOOQD ~ UMSONST ÖHAITENS^" Mujlerbotfen und kaufen üabybc ttgepdk, Slubcnrüdgen hi ppenrod^cn.LeÜerwa^cn dhieiu oondCT^K^ 1 nindcnoa^enfobrUi f Statt besonderer Anzeige. Gestern abend entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere unvergessliche gute Mutter, Scli wiege mutter und Grossmutter im Alter von 63 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen: Charlotte Händler, geb. Gerdts Eise iienseil, geb. Gerdts Emil Mandler Dr. Ernst llenselL Wetzlar und SchFerbach, den 25. November 1910. Die Beerdigung findet auf dem neuen Friedhof zu Giessen am Sonntag den 27. November, nacnmitiags 4 Ulir, btatt- En gros En detail Export -Tapeten j Nachf. 5eltersweJ 6477 per SU Mk. L— Ecke Plockstr. Dauetitontenbuch A SW IM -----------------g Bismarckstr. 6. 1. $c«m”c7=?uentea brt Setl °°» »• dui»lU6Hd> | O9H4 r GeschlLftsbdcher Schreibmaschine oTI 09846 31. Dcäcmücr cmen SS. 'S/i1.' (mr irnwiM ——«aaaavirrr ,■ Wer viel steht, cjehiedgrträgt B Li 4 'F Jed»L WM Darmstadt 1901: Plakette Darmstadt 1904; Plakette Darmstadt 1908; PiakeUe Aussteilungshäuser: Elisabethen-Str. 34 und Zimmer-Strasse 2 u. 4. FabriKgeb. Kirschenallee 12 Mosel Berncasteler Mefallu.GIas ! Chemische Fabrik Düsseldorf I G. Oüaaaldorf j Vei 12 Flaschen ö% Rabatt. Eberh. Metzger Nachf. Heinrich Driesch. , 1.25 , 1.10 , LIO f 150 Puppenstuben Ernst Bloedner Franko - Lieferung Dauernde Garantie Zeichnungen und Vorschläge Kostenlos *1 Erstklassige Mobeifabrill von Weltruf. Hervorragend leistungsfähig in bezug auf Qualität, Formenschönheit und Preise. Ständig wechselnde Ausstellung von mehreren hundert kompletten Wohnungs-Einrichtungen in allen Preislagen. Sämtliche Räume, auch die einfachsten, sind von ersten Künstlern entworfen. Eigenes Atelier für Innen-Architektur. Sie Presse der lMFriedrichsdorfer Zwieback [6170 ttetS ftiicu bei liiti-l). Mctzcr Nrntzf. veiurich Driesch. Mg-taiD Giessen. 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