Nr. 71 Viertes Blatt 160. Jahrgang Samstag Äß.MLvz 1V1V Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Hiehener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblott für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesjen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: es^51. ReLaktion:^^ 112. Tel.-Adru AnzeigerGießen. X Dors-Gill, 2d. März. Einem dringenden Bedürfnis wird hier durch die Erbauung einer Brücken' wage neben dem Gemeindehaus abgeholfen, wozu der Gemeinderat 1200 Mk. bewilligt hat. Seither war zwar schon eine Dezimalwage zum Wiegen von Kleinvieh und kleineren Warenmengen in (Gebrauch. Das Wiegen größerer Poften und Lastfuhrwerke mußte aber immer in Lich, Eber- stadt oder Hof-Gill besorgt werden. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, den 24. März. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordnete Keller, Georgi, Hehligenstaedt, die Stadtverordneten Biermer, Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Faber, Gabriel, Grünewald, Habenicht, Dr. Habcrkorn, Heichelheim, Helm, Huhn, Jann, Jughardt, Krumm, Leib, Orbig, Petri, Plank, Schaffstaedt, Simon, Trotz, Wallensells, Dr. Wimmenauer, Winn. Mitteilungen. Ter Verein hessischer Zahnärzte hat eine Einladung zu seinem am 28. und 29. Mai hier stattfindenden 16. Stiftungsfest an! die Versammlung geschickt. Das Fest Urb zu Ehren des Zahnarztes Tr. Koch hier gefeiert, da dieser in diesem Jahre sein 00 jähriges Berufsjubiläum feiert. Baugesuchk. Karl Ritter will an der Goethestraße einen Neubau errichten, für den zwei Dispense erforderlich sind. Der Giebel soll tn Holzfachwerk errichtet und auch die Einfriedigung soll als Holzgitterwerk angelegt werden. Beide Dispense werden befürwortet. Bei einem Baugesuch von Christian Schmidt für die Dis- marckstraße ist ein Balkon vorgesehen, der nur 2,40 Meter von der NacÄargrenze entfernt ist, während die Ortsbausatzung 3 'Mieter Abstand Vorsicht. Der Dispens wird befürwortet. Heinrich Groß und Friedrich Spieß wollen in den Eich- gärten außerhalb des Bebauungsplans eine Gartenhütte errichten. Die Versammlung erteilt gegen den üblichen Revers ihre jederzeit widerrufliche Zustimmung. Straßen- und Grundstücksaugelegenheiten. Gegen das Ortsbaustatut für die Gutenberg- st r a ß e war ein Einspruch eingegangen, der ober wieder zurückgezogen wurde, so daß das ^such jetzt dem Ministerium zur Genehmigung unterbreitet werden kann. Ein von den Herren Kann heute eingegangener Einspruch kann nicht mehr berücksichtigt werden, da die Einspruchsfrist längst abgelaufen ist. Der Vertrag wegen der Unterhaltung des Platzes vor dem Universitätsgebäude durch die Stai> wird für dieses Jahr verlängert. An Philipp Euler IV. Erben wurde gelegentlich des Ankaufs der Eulerschen Besitzung zur Abrundung des ihnen verbleibenden Grundstücks 0,1 Quadratmeter Gelände verkauft. Der Kaufpreis beträgt 60 Pfg., während die Kaufbrief kosten 10 Mark ausmachcn. Vorbehaltlich der kreisamtlichen Zustimmung wird der vorliegende Kaufvertrag genehmigt, ebenso der Kaufvertrag über den Ankauf des Eulerschen Grundstücks. Auch ein bereits früher grundsätzlich gutgeheißener Kaufvertrag mit Medizinalrat sDr. Haberkorn roirb nunmehr endgültig genehmigt. An das landwirtschaftliche Institut werden zur Vergrößerung seiner Versuchsfelder weitere 15 000 Quadratmeter Gelände an der Licher Straße zum Preise von 250 Mark jährlich verpachtet. Verschiedener. Ter Druck des HydrantenverzeichnisseU; das in 300 Stück Auflage zur Benutzung durch die Feuerwehrleute hergestellt totrbeit soll, wird der Firma Heppeler u. Meyer zum Preise von 132 Mark übertragen. Folgende Wirtschaftskonzessionsgesuche werden '"befürwortet: Von Kasp. Wilh. Backhaus für Sonnenstr. 13, von Emil Kalbfleisch für Brandgasse 3, von Wilh. Valentin für An der Hardt 12, von Friedr. Wilh. Schmidt für Bahnhofstraße 77 (Stehbierhalle) und Karl Krämer für Kaiser- Allee. Aus Stadt unS Land. Gießen, 26. März 1910. Die Sterblichkeit in Hessen im Jahr 1909. Im Großherzogium Hessen starben 1909 zusammen '19168 Personen (im Vorjahre 19 522), und zwar int Alter von unter 1 Jahr 4716 (4684), von 1 bis unter 15 Jahren ^258 (2239), von 15 bis unter 30 Jahren 1292 (1405), von 30 bis unter 60 Jahren 4105 (4198), von 60 bis unter 70 Jahren 3911 (4076) Personen. Als Todesursache der Gestorbenen wurde festgestellt: Angeborene Lebensschwäche und Bildung» fehl er 842 (909), Altersschw äche 1933 (1977), Kindbett fieber 49 (36), andere Folgen der Geburt (Fehlgeburt) oder des Kindbetts 54 (72), Scharlach 124 (99), Masern und Röteln 242 (127), Diphtherie und Krupp 176 (175), Keuchhusten 198 (251), Typhus 30 (38), übertragbare Tierkrant- heiten — (2), Rose 45 (61), andere Wundinfektionskrankheiten 81 (95), Tuberkulose der Lungen 1911 (2191), Tuberkulose anderer Organe 604 (605), akute allgemeine Miliartuberkulose 73 (60), Lungenentzündung 1607 (1442), Influenza 185 (288), andere übertragbare Kran-Heilen (Pocken, Fleckfieber, Ruhr, Genickstarre, vener. Krankheiten usw.) 45 (31), Krankheiten der Atmungsorgane 1109 (1300), Krankheiten der Kreislaufsorgane (Herz usw.) 1721 (1653), Gehirnschlag 909 (924), andere Krankyeiten des Nervensystems 1194 (1204), Magen- und Darmlatarrh, Brechdurchfall 1715 (1521), andere Krankheiten der Verdauungsorgane 468 (503), Blinddarmentzündung 98 (83), Krankheiten der Harn- und Geschlechtsorgane 439 (425), Krebs 1159 (1142), andere Neu- biloungen 130 (139), Selbstmord 297 (294), Mord, Totschlag, tödliche Körperverletzung 29 (17), Verunglückung oder andere gewaltsame Einwirkung 368 (385), andere benannte Todesursachen 576 (619) und Todesursache nicht angegeben 757 (860). In 17 872 von insgesamt 19168 Fällen war die Todesursache ärztlich bestängt. — Die Zahl der 1909 im ersten Lebensjahre gestorbenen Kinder betrug 4716, so daß sich bei 36 299 Lebeztdgeborenen eine Süuglingssterbezisfer von 13,0 Prozent berechnet gegen 12,6 im Jahre 1908, 13,0 in 1907, 14,3 in 1906 und 15,4 in 1901/05. Auf die Kalendermonate verteilen sich die im Jahre 1909 gestorbenen Säuglinge folgendermaßen: Januar 418, Februar 340, März 3.4, April 337, Mai 351, Juni 315, Juli 3/3, August 581, September 498, Oktober 452, November 335 und Dezember 342. Für die kleinen Kinder ist der Sommer die gefährlichste Jahreszeit, für die alten Leute ist das Gegenteil der Fall. Denn von den 70 und mehr Jahre alten Personen starben im Januar 386, Februar 328, März 376, April 367, Mai 421, Juni 308, Juli 256, August 242, September 264, Oktober 282, fttovember 332 und Dezember 349. * •* Stenographis eher Vortrag. Am kommenden Tonnerslag wird der zweite Vorsitzende des hessisch-nassauischen (Mam-Rheingau») Verbandes Gabelsbergerscher Stenographen, X!ei)ter Müller-Ossenbach, der im Verbandsgebiete beit Rn) eines ausgezeichneten Redners genießt, im Gabelsberger-Sleuvgraphen- Berem int unteren Saale des Caiö Ebel einen Vortrag über die Ausfassung und Verwirtlichnng des einem jeden Stenographen belannten Wortes Vielster GabclsbergerS: D i e Stenographie soll Gemeingut aller Gebildeten werden, halten. *• Schreibe rote du sprichst! Jetzt ist die Zeit, wo die Hausfrauen ihre Sämereien einkaufen. Mit dem Säen und Hacken scheinen sie aber in der Regel besser fertig zu werden, als wie mit der Rechtschreibung. Wenigstens geht eS einer Frau in einem oberhessischen Städtchen so, die ihrem Kinde folgenden Bestellzettel mitgegeben hat: Doppel- Pedersilye 5, Roberibensamen 10, Wirsing 5, Weisgraub 5, Breitribige fiel o, gekreuselt graut 5, Zehleri 5, Porgon 5, Farelensolat 10, Blumen Kohl 5, 1 Schöbe Kihlsame. — Die gute Frau hat zwar keine Ahnung von »gustaf nagel', dem Natur-Apostel, und seinen Bestrebungen, gleichwohl huldigt sie aber in ihrem natürlichen Smn dem Grundsatz desselben: Schreibe wie du sprichst! Hoffen wir, daß der Samen sich für seinen mißhandelten Namen nicht undankbar zeigt, jonbern kräftig Keime entwickelt. — Klein-Linden, 25. März. Unserem Turn verein, der die Stätte seines Wirkens seit seinem 21jährigen Bestehen schon oft wechseln mußte, wurde .vor einigen Jahren ein Turnplatz pachtweise von der Gemeinde überlassen. Da nun dieser Turnplatz als Baugelände in nächster Zeit an Private verkauft wird, ist der Turnverein gezwungen, seine Turnstätte wieder zu wechseln. Aus diesem Grunde hat der Vorstand beschlossen, mir einem Gesuch an die Gemeindevertretung um unentgeltliche Uebcrlaffung eines Platzes heran- zutreten. Der Turnverein wünscht einen Turnplatz zu erhalten, auf dem in den nächsten Jahren eine Turnhalle gebaut werden kann und auch unsere Schuljugend turnen und spielen könnte. Durch Entgegenkommen der Gemeinde wäre dies doch wohl zu erreichen. — Steinbach, 25. März. Tie diesjährigen Fünfziger des Kirchspiels Steinbach-Albach veranstalteten dieser Tage ihre erste kleine Feier bei ihrem Alterskameraden, dem Kronenwirt. Unter dem Austausch heiterer Erinnerungen aus der Jugendzeit verlebten sie einen schönen Abend. Für den Sommer ist ein Ausflug nach dem Niederwald- denkmal geplant. * 2 i d), 23. März. Von deut hohen Skarrd des G r u n d- wassers zeugt die Erscheinung, daß den^ ganzen Nachwinter über die K e l l c r der tieferliegcnden Stadtteile unter Wasser stehen. Neuerdings lcioen and) die meisten Hausbesitzer der Oberstadt unter der Plage und sind genötigt, die Keller auszuräumcn. Es sind Leute dabei, die innerhalb 30 Jahren keinen Tropfen Wasser int Keller hatten. Man nimmt deshalb an, daß in diesem Stadtteil außer,dem hohen Grundlvasserstand aud) vielleicht noch aitbcre Ursachen dazu bei tragen. § Ober-Ohmen, 24. Mürz. Die Schlußprüfung des zweiten Kursus der Kreis-Wanderhaushaltungs- schule sand gestern statt. Hierzu hatteu sich cingefunoen Ministerialrat Hölzinger, Kreisrat Dr. Heinrichs imb der Kreisschulinspellor Schulrat Ed, die Bürgermeister aus verschiedenen Gemeinden, wie Nieder-Ohmen, wo der erste Kursus der Hanshallungsschule stattgesunden, und Homberg a .d. O., wo der nächstfolgende Kursus abgehalten wird, Bürgermeister, Schulvorstand und Gemeinderat von Ober- Ohmen, die Eltern der Schülerinnen usw. Tas Ergebnis der Prüfung war vortrefflich. Den vorzüglichen Eindruck kleidete Kreisrat Dr. Heinrichs in treffliche Worte der Anerkennung für Fräulein Hölzer und in warme Worte des Dankes für Ministerialrat Hölzinger, der die Haushal- tungssd)ule ins Leben gerufen hat, für das Psarrerpaar von Ober-Ohmen, das der Haushaltungsschule bereitwillig entgegengekommen ist und'zuletzt für die Schülerinnen, denen er als Erinnerung an den Kursus ein Buch, „Wegweiser zum häuslichen Glück" überreichste. — Ein gemeinsamer Kassee versammelte hieraus Teilnehmer und Schülerinnen int Rathaus,aale, in dem auch der Kursus stattgefundeu hakte. In einem Zimmer deS unteren Geschosses bezeugten die von den Schülerinnen angesertigten Handarbeiten und Wäschestücke die tüchtige Ausbildung in diesen Zweigen. Oben im Saale luden süße Speisen auf den schön dekorierten Tafeln die Güste zum Genüsse ein. Auch das Gebäck offenbarte die treffliche Schulung der Schülerinnen. Schulrat Eck wies darauf hin, wie der heutige Tag der Abschluß einer gediegenen Leistung sei und ein Hinblick auf eine gute Zukunft zur Stärkung von Heimarsbewußtsein und Heimat- lisble. Der Abschiedsdag für die Schule sei auch ein Abschied stag für den Mann, der sie ins Leben gerufen habe, Ministerialrat Hölzinger. Ja, die Haushaltungsschule fet des Scheideitden liebstes Kind gewesen und der beste Dank für ihn sei wohl der, wenn die Bestrebungen wetterhin ihren Ausdruck in der Tat fänden. Lehrer Strack aus Ruppertenrod würdigte die Bedeutung der Stunde als eine Scheidestunde für Lehrerin und Schülerinnen und als eine Abschiedsstunde für den in allen Sätteln der Kreisvcrwal- ttrng so festgesessenen scheidenden Kreisrat. In das ant Schlüsse der Ansprache ausgebrachte Hoch stimmte die Versammlung lebhaft ein. Ministerialrat Hölzinger banttc für die Anerkennung, Nicht sein Verdienst allein sei es jedoch, wenn die Haushallungsschule ins Leben getreten und jetzt so treffliche Ergebnisse liefere. In erster Lüne, danke er dem Schulrat Eck, der hervorragend an der Begründung der Haushaltungsschule beteiligt urtd dem es vor allem zu danken sei, daß eine so tüchtige Lehrerin, wie Frl. Hölzer, gewonnen wurde. Weiter dankte er für tüchtige Mit- hilfe dem Bürgermeister Neeb-Nieder-Ohmen, dem Landwirt Heise-Ollerbach und der Frau Pfarrer Jung-Ober-Ohmen. Sein Hoch auf die Lehrerin Fräulein Hölzer weckte all- seitigen Widerhall. O R e b g e s h a i n, 25. März. Unser S ch u l h a u s hak sich schon längst für unsere etwa 80 Schüler zählende einklassige Volksschule als zu klein erwiesen, so daß. sich der Gemeinderat schon einige Jahre mit dem Gedanken eines Neubaues trug. Da aber das seitherige Sck)ull)aus keinen Käufer ftnder, sich für andere Zwecke üoerhaupt nur schwer einrichten läßt, hat man beschloßen, einen Um- und E r - Gftergebäck. _ Unbestreitbar ist die Tatsache, daß bei unseren kirchlichen Festen, der^ weltliche Charakter weit mehr hervortritt als der «religiöse. Was wäre Weihnachten ohne Christbaum und Geschenke, Ostern ohne bunte Eier und Pfingsten in Ermangelung von Volkstänzen und grünem Maienschmuc!'? Aber auch gewisse Speisen und Gettänke dieser hohen Feste zeugen von volkstümlichen Sitten und Bräuchen: „Christweck" („Stollen") und „Osterkuchen" charakterisieren schon zur Genüge Weihnachten imb Auferstehungs- feier. Wenn ein aller Reim ans dem Fichtelgebirge jubelt: Eia! Eia! Ostern ist da? Fasten ist vorüber. Das ist mir lieber; Eier und Wecken Viel besser schmecken. Fasten i|t vorüber, Tas ist mir lieber. Eia! Eia! Ostern ist da! — so scheint es, als würde d-as österliche Backwerk gleichsam als Ersatz für die eben verflossenen mageren Fasten auf den Tisch gebracht. Doch dem ist nicht so, sondern wie bei Weihnachten äis gebackene Eberlein imb bie ehemals runde Psefferscheibe als ein ans dem heidnischen Altertum überliefertes LpfergebÄck angesehen ist, so ttnn.de auch gelegentlich öer frühgermanlschen Frühlingsfeste, die meist mit dem christlichen Ostern verschmolzen sind, kuchenartiges Badwerk zu Ehren der Hoheit Unsichtbaren genossen. In süddeutschen Ortschaften mit katholischer Bevölkerung bäckt man besondere „Osterlaibe", die erst gegessen werden, dem sie zuvor im Gotteshause die priesterliche Weihe erhalten, haben, ein festlicher Brauch, der in Böhmen ebenfalls anzutreffen ist, wo das „heilige Cfterbrot" reichlich mit Rosinen versehen werden muß. Westfalens ländliche Bevölkerung kennt kein Äuf- erstehungsieft ohne „Pfannkuchen", während, in Wien „Osterfleckc" beliebt siiid, runde Teigscheiben süßlichen GesclMacks von der Größe eines Mlugrades. ^Leistens nannte man dieses „Osterflecken'st doch setzt dieser Ausdruck voraus, daß seine Oberfläche noch einen besonderen, würzigen Belag anfweijen mußte, der in ehemals sächsischen Landesteilen ans einem breiigen Quark bestand. Burschen aus bäuerlichen Orten bei Tauberbischoss'heim ritten am ersten Osternachmittag nach einem auf einer Staiige dürftig befestigten runden Osterkuchen um die Wette. Man nannte fie „Fladcnreiter", und derjenige war Sieger und galt als bester „Karatterist", der zuerst am Ziel anlangte, wo in der Regel der aufgesteckte Fladen herabgeschlagen und zu einem willkommenen Leckerbissen für bie bereits harrende Kinderschar wurde. „Es geht so blutig her wie im Fladenkriege", witzelt eine scherzhafte Redensart des Königreichs Sachsen. Als nämlich Murfürft Johann Friedrich von Sachjen einst gegen seinen herzoglichen Vetter Moritz zu Felde ziehen wollte und bereits 22 000 Mann unter Waffen hielt, ließ er am Palmsonntage 1542 die Stadt Wurzen belagern, doch auf Luthers einflußreiche Vermittelung hin einigte man sich ohne jegiidjen Schwertstreich, und die Belagerer Wurzens sollen nun die dort schon gebackenen Osterflecken vertilgt haben. — 9tm Niederrhein bucl man zum Osterfeste Eierkuchen ans neunen ei Nläutern, während man im bayerischen Lechtale zu Ostern ,^Hasen" aß, wie sic heute vielfach nock» am Grünbonnerstag üblich ftnb und mit dem teiggepormten „Storch" ivetteifern. Dieser uralte „Osterhase" war ehemals ein vornehmes Opfergebäck, ebenso wie der in schwäbischen Orten an Patentinder verteilt« „Osterhcchn". Im 17. Jahrhunderte liefen niedersächsische Jünglinge und Mädchen auf einer Wiese in tollem Wettbewerb nach einem ausgestellten Osterkuchen, der meist von einem reichen Gutsherrn gaopfert iruebe, wie Johann Boeinius vermelbel. „Gelbbrote^" sinb heute noch ein österliches Hauptgebäck in Schlesien: aus Weizenmehl gemengte Kuchen, deren Oberfläche gefurcht ist, indem von der Mitte aus flache Rinnen strahlen!- förmig nach dem Rande hin verlausen. Möglichst! viel Safran und zahlreiche Eidotter färben den feinen Teig verhältnismäßig sehr gelb und wir werden dabei erinnert an den gemeindeutschen! Kinderreim: Wer will schöne Kuchen backen, Der muß J^aben sieben Sachen: Eier und ^oailz, Zutter und Schmalz, Milch und Vdehl. Safran, macht die Kuchen gähl (gelb;- * Ein Hase, der Eier gelegt hat. Jetzt, wo der Osterhase wieder seine Rolle spielt, mag an ein amtliches Dokument erinnert werden, durch das festeestellt ist, daß wirklich einmal ein Hase Eier gelegt hat. Tic C?schichte wird allerdings von einem Jäger berichtet, aber wenn man es vor 150 Jachen nicht für Jägerlatein gehalten hat, so braucht die^-mißtrauischc Nachwell auch keinen Z.veifel daran zu hegen. 7 einer Naturaliensammlung zu Ansbach besindet sich an Körd.i.mit Eiern, dem folgendes amtlid.e Protokoll bei!irg* „Pwtocollum actum von de.n herzoglichen Jögerhauß Ansbach den 28. Juli 1758. Nachdem vor. dem herzoglichen Wildmeister Bolz die Aiizcigc geschehen, daß bei dem Förster Fuhrmann ein Haas, ben er als jung arngezogen, etliche Elfer gelegt 1,-abcn soll, und solche Sache, weil es als eine pu-r seltene Begeb^nl-eu und Rar-.rll Serenissimo vorgetragen, als haben Höchsidicselben allergnäoigli besohlen, beiagtem Förster ben Beseht znzusertigcn, daß er sogleich den H geg-angeit, unterwegs an einer Eychen gefangen und mit nach Haust getragen. Tiefen Haas, ben er mit Saamen und Getteyde ausgezogen, hebe rms Frühjahr darauf im lNonat März in einer alt-hölzernen Timl worin er beständig gesperrt gewesen, ein Ey so groß wic cut kleines Hühner-Ey gelcget Anno 1757 auch im Ntonat Döärz habe so.'chm das zweite und im April das dritte, darm 1758 in obiger Zcic m erlichen Wochen das vierte und fünfte geleger, welche Lier letztern ganz^ rund geformt gewesen sc en. Bon diesen fünf Eyern habe eins Herr Reichscrzmarschall Graf von Pappen heim qe, orrnet, morüi nichts als weißes Wasser gemeiert, (htbet hiermll ieine Aussage, daß er solckfe im Zolle L^erlangens eydlich er harten lonnc." Daß der Haie bei der Kirchwcch gefunden iy l-osfentll'ch Ikutcn Anstoß erregen; datz er aber bie Eier unb April gel-gt hat, beweist, daß er eäit echter Osterhase gewesen ist. qbeiterungsbQuder altenSchule vorzunehmen, wo- tai 5000 Mk. vorgesehen sind. Mit den Arbeiten wird noch in diesem Frühjahr begonnen. Die Gemeinde wäre schon eher an die Ausführung'des Plans herangetreten, wenn nicht jandere Kulturarbeiten B. der Dau der Wasserleitung) tu den letzten Jahren an die Steuerleistung der Bevölkerung für die hiesigen Verhältnisse hohe Anforderungen gestellt hätten; die Gemeindesteuern sind gegenwärtig mit 134 Proz. festgesetzt. — Auffallend erscheint die hohe Schülerzahl unseres nur gegen 300 Einwohner zählenden Ortes. X Bad-Nauheint, 25. März. Ihrem Jahresbericht zufolge war die Er nst-Ludwig-<-chule (mit gemeinsamem Unterricht für Knaben und Mädchen) von 150 Schülern leiucht; außer denn Rektor Prof. Dr. Zimmer wirken an der Anstatt «ych sieben ordentliche Lehrkräfte. Ter lieber gang der Schüler in nie entsprechende Klasse einer Real- oder OberrealschUle kann ton diesem Jahre ab zum erste umÄl ahne Aumahmeprüfung erfolgen. Tie llnüvandlung der Ernst-Ludwig-Schulc in eine Recuichule wird fortgesetzt durch Errichtung der Untersekunda, die diese Ostern erfolgt. Bis jetzt wird die Schule in den fünf Iahten ibres Bestehens in der Hauptsache nur ran einheimischen Schülern besucht. Doch ist mit Eröffnung der Wettertatbahn und der geplanten Usatalbahn auch aus der Umgebung auf Zuspruch zu peckmen. —- Unsere Stadtschule wurde im vergangene Schuljahr von etwa 700 VoliSfchülern besucht, denen 17 Lehrkräfte Unterricht erteilen. Tie DurchschnitlsklassenstärU- beträgt -10, eine Ziffer, die im Verhältnis zu den meisten anderen he,fischen Orten recht günstig ist. Eine größere Schulstier wurde am Schlüsse des Schuljahres veranstaltet, die im Zeichen Sckfillers stand. = Off en bad), 25. März. Dem Jahresbericht zu- folge war die hiesige Goetheschule (Privat-Real- und Handelsschule mit der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdlenst) im abgelaufenen Schuljahre von 319 Schülern besucht, darunter sind allein 170 Frankfurter, ferner 7 Ausländer. An der Anstalt wirken außer Direktor Steinwachs noch 20 Lehrkräfte. Der Lehrplan ist übereinstimmend mit dem der hessischen Realschulen, nur kommt als besonderes Fach noch „Rechnen und Handelswissenschaften* hinzu. [] Marburg, 2b. März. Der soeben erschienene Voranschlag des KreiShauShaltS des KreifeS Marburg schließt ab mit 348 254 Mark. An Steuern müssen 166 500 Mark aufgebracht werden. hc. Hanau, 25. März. Dem Bildhauer Hugo Leven, der seit 1. April 1909 mit der kommissarischen Leitung dec hiesigen Zeichenakademie betraut war, ift unter Ernennung zum Fachschuldirektor unter Verleihung des Charakters als Professor die Stelle deS Direktors der Akademie endgültig übertragen worden. Prof. Leven war früher in Bremen tätig. An der Hanauer Akademie ist er Nachfolger des Pro- fessors E. Petersen, der im Herbst 1908 einem Rufe als Leiter einer Fachklasse für kirchliche Kunst an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin folgte. Landwirtschaft. ** D i e I u n g v i e h- u n d Fv h l e n ML i d e n d e s L a n d - wirtschaftskammer-Ausschusses. Tie Rinder-- und Fvhlenweiden haben den Zweck, die Hcranzucht gesunder, leistungsfähiger und gutgebauter Zuchttiere zu ermöglichen, die anerkanntermaßen bei einseitiger Stall Haltung sehr erschwert ist. Hierzu werden tränt Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen folgende Rinder- und Fohlenweiden unterhalten: 1., Tic Weide Tiergarten bei Hungen mit einer mittleren Besatzstärke von 60 Fohlen und 140 Rindern (vorzugsweise für die Kreise Gießen Und Friedberg). 2. Tie Weide Wernings bei Wenings mit einer mittleren Besatzstärke von 20 Fohlen und 80 Rindern (vorzugsweise für die Kreise Büdingen und Schotten). 3. Tie Weide ©öringer Grund bei Zell mit einer mittleren Besatzstärke von 20 FoMll und 80 Rmdern (vdrzugswLise für den,Krei3 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Es starben an: Zusammen: vorn 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 1 Höchste Temperatur am 24. bis 25. März — Niedrigste , „ 24. „ 25. „ = KD Blinddarmentzündung 3 (3) 1 1 3 2(1) Telefon Nr. 2602 Frankfurt a. Main Llärkte. Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 80—96 Psg. 1 1 3(2) 1 1 (1) 1 1 1 3 (2) 1 1 1 KD 2 (2) 1 3(2) Hl) Nierenentzündung Krebs Krämpfen Blmvergistung Lebeitsschwöche Altersschwäche Ertrinken 4- 10,5 e0. 4,1 “C. bezogen. Mehrfach prämiiert Höchste Auszeichnungen. Gegr. 1872. Enorm billig. Vorzügliche Ausführung. Bel Vermittlung hohe Provision. Sra. habmi tü-M% zu teuer eingekauft, well Sie nicht Ihre farbigen Etiketts, Plakate, Kataloge, Briefbogen etc. von J. C Berke & Co. «.San Tuberkulose Influenza Ltmqenent'st'mdung Gefäßentzündung Banchsellentzüudung A n m.: Die in «lanuncrn flc|ivuii Ziffern geben an, rote viel der Todesfälle in der betrcifentien Zranthcit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 4(2) 1 2 1 1(1) Stießen, 26. März. Marktbericht. Auf heutigem Wocken- markte kostete: Butler pr. Aid. 1.25—1.30 Alk., Hühnereier 1 St. 7—8 Psg., Enteneier 1 St. 0 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Erbsen p. Pfd. 00—00 Pfg., Linsen v. Psd. 00—00 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., (Käufe pr. Pid. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Lckstenfleisch pr. Psd. 76—84 Pfg., Kuhfleisch pr. Psd. 60 Pfg., Rindsteisch pr. Pfund 70—74 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund “ * Erwachsene: tut Wenn Sie Ihr Kind gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm Dr. Hommet'et Hämatogen. WarnungI Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel. ID®/S Summe 21 (9) 16 (8) 196 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 76—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 60—80 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Alk., Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,00 Alk., Aiilch per Liter 20 Psg., Weißkraut per Stück 10—15 Pfg., per Zentner Alk. 0.00—0.00., Aepsel per Ztr. 10—18 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Alk. Nüsse 100 Stück 40—50 Psg., per Ztr. 0—00 Alk Marktzeit von 8—2 Uhr. Gießen, 24. März. Viehmarkt. Bei dem am 22. und 23. März abgehaltenen Markte waren ausgetrieben 1810 Stück Rmdvteh, 313 Schweine. — Der nächste Markt findet am 5. und 6. April statt, am letzteren Tage auch Pferde- und Krämermarkt. fc. Wiesbaden, 24. Mär^. .Heu- und Stroh markt. Angesahren waren 4 Wagen nut Heu und Stroh. Man notierte: Heu 10.00 bis 00.00 Alk., Stroh (Rtchtslroh) 7.10—7.20 Mk. Fruchtmark t. Hafer 16.70-17.00 Mk. Alles für 100 Kilo. Spteiplan öes Heuen Gießener Staöitljeaters. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag den 27.März ll. Oslerfeiertag), nachmittags 37, Uhr, bet kleinen Preisen: „Strandkmder". Ende gegen 67, Ubr. Abends 77, Uhr, bei kleinen Preisen (Gutscheine haben Gültigkeit): „Die rote Robe." Ende gegen 107„ Uhr. Montag den 28. März (2. Oslerseiertag), nachmittags 37, Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Hochtourist". Ende gegen 6 Uhr. Abends 77, Uhr, 1 bei kleinen Preisen: „Der fidele Bauer." Ende gegen 10 Uhr. Dienstag den 29. März, abends 8 Uhr (21. und letzte Dienstags- Abonnements-Vorslellung): „Vasantasena." Ein indisches Drama , des Königs Sudraka in 5 Akten von Emil Pohl. Ende gegen 11 Uhr. Mittwoch den 30. März, abends 7 Uhr (21. und letzte Mitlmochs-Abonneinents-Vorstellnng): „Tas Konzert". Ende gegen ; 97t Uhr. Freitag den 1. April, abends 8 Uhr (21. und letzte > Freirags-Abonnements-Vorstellung): „Ter Hochtourist." Ende gegeii ; 107, Uhr. Sonntag den 3. April, nachmittags 37, Uhr, bet kleinen Preisen: „Der fidele Bauer." Ende gegen 6 Uhr. Abends 77, Uhr, : bei gewöhnt. Preisen, Gutscheine haben Gültigkeit: „Vasantasena." ' Ende gegen 107, Uhr. , Ende der Spielzeit 1909/10. AlSseld). 4. Die Deide Lauterbach bei Laüterbach mit einerI mittleren Besatzstärke von 20 Fohlen und 80 Rindern (vchzugs- w-eise für den Kveis Lauterbachs). Die Rentabilität bett Weidenbeschickung geht aus svlgender Betrachtung hervor: Tie ZunalMe der Rinder betrug int Durchschnitt der Jahre 1901 bis 1908 ---- 75 Kg. und ist gleichbedeutend mit einer Fleischprodukt ton von IV2 Zentner für oas Rind. Weidegeld, Ver- ickierungsprämie und Transportkosten betragen zusammen etwa 40 Mark, eine Ausgabe, die durch den.Fteischzuwachs im1 Werlo von ca. 55 Mark nicht allein bezahlt, sondern noch umt 15 Mark übertroffen wird. Tie sonstigen günstigen Einwirkungen des Weide- ganges auf Gesundheit, Körpeifivrm und Charakter der Tiere find dabei nicht bewertet, sie sind aber bei Zuchttieren ‘unter Umständen noch höher in ihrem Werte zu veranschlagen als die Gewichtszunahme. Dies gilt namentlich für die Fohlen, bei denen die Kosten der Stallhaltung den Betrag des Weidegeldes bei weitem übertreffen. Im Hinblick auf die nunmehr verlängerte Weidezeit, bedingt durch den früheren Auftrieb und die intensivere Bewirtschaftung der Weiden, sind noch größere Borteil-S 'N erwarten, betrug doch int letzten Jahre schon die durchschnittliche Zunahme der Rinder auf 2 Weiden 83 und 93 Kg. Um günstige Weiaeerfvlge zu erzielen, ist eS allerdings erforderlich, daß die Weidebeschicker ihre Tiere schon einige Zeit vor Beginn des Weioeganges vvrbereiten, indem sie ihnen neben ihrem naturgemäßen Futter nur kaltes Wasser geben und auf Tummelplätzen oder im Grasgarten und Hof Bewegung im Freien verschaffen. Anmeldungen und Anfragen wegen Ausnahme von Weidetieren sind bis spätestens 10. April an den Landmirtschafts- sammer-Ausschuß in Gießen zu richten, der Anmeldeformulare, Weide statuten und Verficherungsbestimmungen auf Verlangen kostenlos und portofrei verabfolgt. In ben Orten, tv>o Zucht- peceinsniitgliedier wohnen, erhalten zur Vereinfachung des Verfahrens die Vertrauensmänner mit den Weide- und Versicherungsstatuten SamNtetbogen zum Einträgen der Weidetiere von dem Landwirtschafts'kamEc-Ausichuß übersandt. Mit Rücksicht auf den zu erwartenden starken Auftrieb ist den Züchtern zu empfehlen,, ehre Anmeldungen baldigst zu bewirken, damit sie ihren Tierenj die Wohltat des Weideganges verschaffen können. MöchenU. Uederkicht Ser Cs^essäüe L O.Stoöt Ereherr. 12. Woche. Vom 13. bis 19. März 1910. Einwohnerzahl: angenommen zn ol 800 linkt. 1600 Atann Dtilitär) Sterblichkeitsziffer: 34,32 %e, nach Abzug von 9 Ortsfremden: 19,62 'V».- iviiiber März 1910 Barometer auf 0e ! reduziert Temperatnr der Lnft ö Absolute 1 Fenchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke (ßTlb fei timölhuiig tu gehnder sichtb. Himmelsfi. Weller 25.' 2» 752,8 9,7 6,8 75 NW 2 8 25. 6" 753,5 6,1 5,8 83 N 4 7 26. 786 753,8 5,1 5,7 88 NE 2 0 Sonnenschein E & -7. a. t£ Es & (s) & S c:- r G ro P —, ro CD ro S S S' 0 « 3 _ cr< -r? ä »ÄP 2.S# "~n ro ro ro ro. ry " ro rr» in- -s y ro --r h <=. (yf r f '■* C—1 "‘TCQ ton' s ro nn ro l$o r* 2 3 ro K? H. 5 ro Cr- .06* >-—> ■ rt er r* <-*- ro ÖD ro ? ro- ro S L» 3 3 2 3 5- H CD rt- ro § 3 n<‘ ty er. d er ro £ ro — ^3 0- h er P ro 5 ro » ä 3 -•g'cr _ ffch 5 p p- § ro ar ro 3 ro str ro & ro S. P 9'5 ro ar- ro 3 ro k0 o en • 's ö?o 2: 3 V p S 3 er cd ro ro 3 3 S S- 3 'S ro ro S ® ro.ro ro ro ro- § 3 3 P 6 - ro CP "2 •or ro ro 3 ro ro Q *-! — 3 o* . - ro ro ro 4« 4- iv Ä-- n t$ Gietzen