Der Uaiser in Metz. Tie entschiedene Haltung des Herrn v. Bechmann-Holl- den der letzte Fall nahelegt." Qur Lage in Albanien telegraphiert der Korrespondent der „Times" in Konstantinopel, daß nunmehr dret grotze Ab t eilun gen von Rebellen im ^Jelbc ffegcn. SDic - z. t m , y . . < f. '-1 X 4- trL Ak a r r A t 'R A i fn A Die Annahme der Wahlrechtrvorlage im preuhijchen Herrenhaus. Die „Nationalzeitung" sagt: Tie Frage der Drittelung wird an Wichtigkeit übertroffen durch die geheime und direkte Wahl, auf der die Narionalliüeralen und die Freisinnigen bestehen. Die Spannung ist auch im jetzigen Stadium der Wahlreform noch nicht gewichen, denn niemand wird ernsthaft glauben. 2lus den ReichrtagrauLschüssen. Berlin, 29. April. Bei der Beratung des Rcichstagsausschusses für das Wert zuwachs st euergesetz blieb § 55, Befugnisse des Bundes; rates, unverändert. Sodann wird auf den § 20 zurückgegriffen? (Höhe der Steuer.) Es kommt darüber folgender Beschluß zu- ,lande: Die Steuer beträgt 10 Mk. vom Hundert bei einer Äert- steigerung von nicht mehr als 10 vom Hundert des Erwerbspreises, bis 30 Mk. vom Hundert bei einer Wertsteigerung von über 40 vom Hundert des Erwerbspreises. Absatz 2. Der Steuersatz ermäßigt sich für jedes vollendete Jahr der Besitzdauer bis zum 30. Jahre um eins vom Hundert seines Betrages. Dem Er- werbspreise werden für jedes Jahr der Besitzzeit hinzugerechnet 21/2 vom Hundert des Erwerbspreises zuzüglich der in § 10 Ziff. 4 und 5 genannten Aufwendungen, soweit diese Summe den Betrag von 100 Mk. für den Ar nicht übersteigt und ’l.Vu vom Hun dert vom Mehrertrag. hinzuwirken. Der Ausstand öer Albanier. £ London, 28. April. Herrenhause angenommen ist, für die Zentrumsfraktion des Abgeordnetenhauses unannehmbar. Wir halten uns verpflichtet, dies sofort festzustellen und mit um so größerem Nachdruck zu betonen, als im Herrenhause Stimmen laut geworden sind, die der Erwartung be§to. Hoffnung Ausdruck geben, die Zentrums- fralrion des Abgeordnetenhauses werde sich damit zufrieden geben, das geheime Wahlrecht für die preuß. Landtagswahl erobert zu haben und geneigt Jein, als Gegenkonzession den Antrag Schorlemer gewissermaßen mit in den Kauf zu nehmen. Wir sind überzeugt, daß in der ganzen Zentrumspartei im Lande das „Unannehmbar" ein lautes Echo finden wird. des Kaligei etzes hat — v-- — . . ■ - ulutl neben, und es ist trotz der am Dienstag erfolaten Abstirn- .. mung denn doch noch völlig unklar, wie sich j pater dte Vollversammlung zu etwaigen sozialen Festlegungen, über Löhne und Arbeitszeit, stellen wird. Ohne Zweifel wird es bei dieser Gelegenheit noch zu lebhaften und heftigen Auseinandersetzungen kommen. Tas Zenrrum hat bei der Abstimmung im Ausschuß Ävet Gesichter gemacht, cs scheint sich seine bestimmte Stellungnahme für spater Vorbehalten zu wollen. Dem tatenlustigen linken Flügel ist, wie es scheint, zuletzt vom Parreivorstand zum Ruckzug geblasen worden. Den Herren Spahn und Hertling und noch manch anderem Zentrumsmann scheint die Gesetzgebungsmühle des >wrrn Erzberger allzu rasch und laut zu klappern. 5>er tolonialgewaltige Bolksbote von Buttenhausen hat sich immer mehr zu einem Universalgenie entwickelt. J£r i|t zu eifellos fleißig und begabt, dabei aber auch ein Streber und Draufgänger. Er liebt Enthüllungen und Ueber- Waschungen, und so glanzte er j. S. vor einten. Tagen wieder als Vortämpfer für die staatsrechtliche nelbstandig- ieit des Reichstags im Reichshaushalt. Es mag gerne zugegeben werden -. Erzberger ist einer der fletLigsten Abgeordneten im Reichstage. Wer nur von Zeit zu Zeit sieht man den Mten gern. In eine besondere Erwartung und Spannung hat er das deutsche Volt versetzt, als er es unternahm, dem Staatssekretär Dernburg ins Handwerk zu pfuschen. Wie er 80 Millionen aus den Taschen der Besitzenden in Südwestafrika für das Reich in Anspruch nehmen wollte und gegen die kaufmännische Erfahrung Dernburgs eiferte, erlebte er einen schmerzlichen Schlag. Die Seinen ließen ihm zwar den kriegerischen Bortanz gegen den Partei,ernd von 1907, aber als der Feuerbrand nicht zündete, zog man sich nicht nur von ihm zurück, sondern man überlieferte ihn auch dem Gespött der Zeitungen und Parteien. Erzberger hätte seinen auch von unö mikgeteilten Artikel in der „Germania" nicht zu schreiben brauchen, und man wurde doch gewußt haben, daß die Fraktion in der Tat dem L-ausend- tünstler das Feld zum Vorrücken überlassen hatte, denn deutlicher als der ZeitungSstreir redet die Wstimmung un Ausschuß! Freilich, der Ehrgeizige hat, nur mit allgemeinen! Richtlinien seiner Partei in der Tasche, gleich einen fertigen 80 Millionenantrag ins Reich posaunet! Nun kommt die „Köln. Voltsztg." und erteilt unter Aufzählung eines langen Sündenregisters dem radikalen „Führer" folgende ^ettion. Wir hegen den dringenden Wunsch, daß die Presse nicht so bald'wieder mit einem Fall Erzberger überrascht werde. Es sind der Fälle nun gerade genug. Herr Erzberger selber scheint leider auch jetzt noch nicht das volle Verständnis sur seinen letzten Fall und alle die Fälle vor und nach dem. 13. Dezember 1000 zu haben. Wenn man im Lande alle Fälle Erzberger der letzten ,üns Jahre einmal ruhig abwägend überlegt, dann wird man wohl darin übereinstimmen, daß sie der Partei nicht zum Nutzen gereicht haben. Möge man nun denken an die Pöptau-Assare des Herrn Erzberger und seine Niederlage bei seinem Zusammenstoß mit Herrn v. Loebell am 4. und 5. März 1907 un Renystag, möge man im Reichstagsbericht nachblättern, wie er damals ---------------3 „ ohne Wissen der Partei im Namen der Fraktion in der Reiä)s- meg h^t ihre Wirkung nicht verfehlt: das Herrenhaus ist am kanzlei operierte, möge man an manche unvorsichtige und un- q^ftrigen Freitag auf die unumgängliche Bedingung — An- überlegte Rede im Lande draußen sich erinnern, oder un letzten Jahre, mrghlrechtsvorlaae (siehe unfern Bericht im 2. Blatt) ange- möge man seine Tätigkeit^ ui der Reichs 1 inanzreform mit nicht men Tamit sind Die Aussichten für das Zustandetom- m-nd°s«-»-r wieder b° s ser geworden., L »Ä “ “ »ÄS I '"“V si-v-m Lrzberger mit allen diesen Dingen dem Ansehen der Partei' so wenig wie der Sache selber. Fraktion mid P artest eck ung haben u. E. ein Interesse daran, das; Herr Erzberger nicht als der Führer der Fraktion und der Partei erscheint, sondern innerhalb angemessener Grenzen sich betätigt. Wir erkennen dabei gerne immer wieder das ausgedehnte Wissen und die unermüdliche Arbeitskraft Erzbergers an: aber es fehlt chm das sichere Urteil über die politische Tragweite seines Tuns, es fehlt ihm an politischem Taktgcmhl der eigenen Sache und dem Gegner gegenüber. Ter Außenstehende muß es als einen ungesunden Zustand empfinden, wenn in einer Fraktion von 104 Mitgliedern mit so vielen erfahrenen Parlamentariern fast in jeder Kommission und fast in jeder Plenarsitzung der Name Erzberger genannt wird, nicht bloß einmal, oft ein halbes Dutzendmai als Redner zu Gegenständen, die andere Herren ebenso behandeln könnten. Wer so viel redet, schreibt und treibt, der kann nicht alles mst der gleichen Sorgfalt und Gründlichkeit behandeln, selbst wenn er ein Genie ersten Ranges wäre. Er wird deshalb politische und taktische Fehler begehen, uiü> daraus entstehen bann die Fälle Erzberger. Mögen sie in Zukunft so selten werden wie der Halleysche Komet. Das ist der wohlgemeinte und ernste Wumch, M eß, 29. April. Der Kaiser hat heute vormittag bic Befestigungen auf dem rechten Moselufer in Begleitung des Chefs des Ingenieur- und Pionierkorps, Generalinspekteurs der Festungen v. Beseler, ferner des kommandierenden Generals v. Prittwitz und Gaffron und des Gouverneurs von Metz, Generalleutnants Mudra besichtigt. Zur Frühstückstafel bei dem Bezirkspräsidenten Grafen Zeppelin-Aschhausen war auch der Wgeordnete Mitglied des Staatsrats de Wendel geladen. Um 3 Uhr 45 Min. besuchten die Majestäten und die Prinzessin mit Gefolge die Kathedrale. Hierauf kehrten sie mit Automobilen nach Urville zurück. Der Statthalter Graf Wedel ist in Begleitung des Wjutanten Majors v. Donop hier eingetroffen und im Grand-Hotel abgestiegen. Heute abend um 8 Uhr beginnt ci-*c größere Truppenübung der Garnison in der Gegend von Amanweiler. Nr. 100 Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag 3V. April 1S1O Ter Lietzener Anzeiger ■iwiLir ä Q monatlich?^Ps^viertel- äsä fl I ä>bX1> O Iz r zl II I llPI äfä« ssviv nv llvi 441 Liv IHV 103 ^ernsprech - Anschlüfie: politischen Teil: August MZß General-Anzeiger für Oberhessen MM Rotation$brtt. bei einer Wertsteigerung von nicht mehr als 10 v. £). des Erwerbs- preises, bis zu 30 v. H. bei einer Wertsteigerung von über 00 v. H. des Erwerbspreises, und zwar steigt die Steuer um je 1 v. H. bei jeder weiteren Wertsteigerung um angefangene 20 v. H., sodaß die Steuer 28 v. H. beträgt bei einer Wertsteigerung von mehr als 350 bis 370 v. H.; sie beträgt dann 29 v. H. bei einer Wertsteigerung von mehr als 370 bis 400 v. H. und 30 v. H. bei einer Wertsteigerung von über 400 v. £>. des Erwerbspreises. Der Steuersatz ermäßigt sich für jedes vollendete Jahr der Besitzdauer bis zum 30. Jahr um 1 v. H. seinem Betrages. Dem ErwerbspreiS werden für jedes Jahr der Befitzzeit hinzugerechnet 27t v. H. des Erwerbspreises zuzüglich der in § 10 Ziffer 4 und 4 genannten Aufwendungen, so weit diese Summe den Betrag von 100 Mk. für den Ar nicht übersteigt, 2 v. H. von dem Mehrbetrag. Die Hinzurechnung erfolgt für jedes volle Kalenderjahr nach Schluß des Jahres, in dem der Besitz erworben oder die Aufwendung gemacht, bei Bauten und Umbauten die behördliche Gebrauchsabnahme, oder wo eine solche nicht besteht, die gebrauchsfertige Herstellung erfolgt ist. Der 8 49 erhielt folgende Fassung: Bon dem Ertrage der Zuwachs st euer erhält das Reich 50 v. H., weitere 10 v. H. erhalten die Bundesstaaten und 40 v. H. fließen, sofern nicht die Landesgesetzgebung eine andere Bestimmung trifft, den Gemeinden oder Gemeindeverbänden zu, in deren Bereiche der steuerpflichtige Gegenstand sich befindet. Die Regelung zwischen Gemeinden und Gemeindeverbänden erfolgt durch die Landes- gesetzgebung. Der § 51 erhält folgenden Zusatz: Doch unterbleibt eine Versteuerung, wenn das Veräußerungsgeschäft, das zu dem Eigentumsübergang führte, vor dem 11. April 1910 in öffentlich beglaubigter Form abgeschlossen oder bei einer Behörde eingereicht worden ist. Der Kaijer und 3. II. :/: Köln, 30. April. l'Privattelegramm.) Ueber die Ursache des BaUvnunfalls bei Weilburg erfahre ich von eingeweihter Seite: Der Unfall des Zeppelinballons ist lediglich darauf zurückzuführen, daß den warnenden Stimmen des technischen Personals und des leitenden Ingenieurs keine Beachtung geschenkt wurde. Diese hatten noch kurz vor der Absahrt naaj Köln dringend abgeraten und auf die ungünstige Wetterlage aufmerksam gemacht. Aber der militärische Leiter hatte die Fahrt befohlen. Das ist Umso bemerkenswerter, als der Kaiser selbst die Fahrt nur unter der ausdrücklichen Voraussetzung gewünscht habe, „daß die Witterung eine Fahrt gestatte und den Luftschiffen kein Schaden erwachsen könne". Einen zweiten Fehler machte man bei der Verankerung des Luftschiffes in Limburg, als man deren Ausführung nicht durch das darin geschulte, technische Personal ausführen ließ, das doch die eigebtliche Führung hatte und seit Jahren mit dem Z. 2 vertraut war. Es kannte genau alle Maßregeln und war auch s. Z. bei der Landung in Bieberach zugegen, wo das Luftschiff bei höchst ungünstigem Wetter tagelang im Freien lag und bann glüMch i.. Metz ankam. Dadurch kam es denn, daß die Verankerung nicht sachgemäß war und das Luftschiff, anstatt nut bem vorderen Bord den Boden zu berühren, einen Spielraum von etwa 20 Meter hatte. Tic militärische Leitung hätte mit der technischen unbedingt Hand in Hand gehen müssen, wie das seinerzeit bei Hauptmann George und Ingenieur Müller der Fall war, wodurch sie auch der Gefahr bei Biberach entgingen, indem sich die militärische der erfahreneren technischen unter- ordnete. Ta der Unfall im Reichstag zur Sprache kommen wird, kann man jedenfalls eine eingehende Untersuchung und voll- ständige Klarstellung erwarten. Die Unterschlagungen bei öer Mitteldeutschen Kreditbank vor Gericht. ■4 Frankfurt a. M., 29. April. Die Riesenunterschlagungen von 700000 Mark bei der Filiale der Mitteldeutschen Kreditbank, die am 1. November v. Js. entdeckt wurden, beschäftigten heute die Strafkammer. Der Schuldige war der Bankbeamte H. Willhardt, Der in der Abteilung der offenen Depots als Kassierer angestellt war. W., der zuletzt ein Jahresgehalt von 3800 Mark bezog, soll von 1900 an Geld aus den von ihm verwalteten Kassen entnommen und Quittungen von fünf Künden gefälscht haben. Die Machenschaften ermöglichte er, indem er angab, diese Kunden hätten die Einrichtung von Separat-Kontis gewünscht. Bei der üblichen halbjährlichen Abrechnung hätten Unterschlagungen an Den Tag kommen müssen. Das verhinderte er dadurch, daß er sich die halbjährlichen Auszüge aushändigen ließ mit dem Bemerken, die Inhaber seien an der Kasse und verlangten die Auszüge. An Stelle dieser Auszüge fertigte dann W. solche an, die Dem angeblichen Stande des Guthabens entsprachen, und ließ sie an Die Künden abgehen. Hierauf fing er die Bestätigungsschreiben der Künden ab und stellte wieder einen Auszug her, der den Eintragungen in die Bücher entsprach. Die Bestätigungen, die er selbst angefertigt hatte, versah er dann mit falschen Unterschriften. Um die gefälschten Unterschriften zu vertuschen, vernichtete er alle Quittungen mit echten Unterschriften und ersetzte sie durch gefälschte. Im November 1909 erfuhr ein Kunde auf Der Bank gesprächsweise von dem angeblichen Conto Separato. Willhardt wurde sofort zur Rede gestellt, und als der Künde die ihm vorgelegten Quittungen als gefälscht erkannte, gestand Willhardt, 700 000 Mark unterschlagen zu haben, von denen er nachträglich etwa 100 000 Mark in einzelnen Beträgen selbst wieder ans die fingierten Kontos eingetragen hatte. W. erzählt, daß seine Mutter Köchin bei dem Vater Ides Direktors Siebert von der Mitteldeutschen Kreditbaick war, wodurch er zur Bank in die Lehre kam. Im.Jahre 1898 heiratete er. Seine Frau hat erklärt, daß sie die Aussage verweigere. W.'s Schwiegervater ist vermögend und war von W. über jein Gehalt und seine Vermögensverhältnisse falsch unterrichtet worden. Während der Ehe bekam er von der Schwiegermutter verschiedenemal Zuschüsse. Auch hat er einmal in der Sächsischen Lotterie 62 000 Mark gewonnen und in anderen Lotterien wiederholt kleinere und größere Beträge. Es wird dann festgestellt, daß W. Geld aus seiner Kasse nehmen konnte, ohne Gegenzeichnung der Quittung, und daß die Konto-Inhaber keine Bestätigungsschreiben über die abgehobenen Beträge erhielten. W. gibt zu, daß die Einrichtung der Conti Separati dem Direktor hätte auffallen müssen. Nach den Goltermann'schen Unterschlagungen lenkte die Direktion ihr Augenmerk auch auf die Spekulationen Willhardts, die er durch die Bank betrieb, und er wurde ausgefordert, feine Spekulationspapiere zu verkaufen. Tie erste Unterschlagung beging Willhardt im Juni 1900. Er wettete viel bei Buchmachern, unb diese drängten zur Zahlung. Er wollte die ersten Unterschlagungen von wenigen 1000 Mark durch Geld des Schwiegervaters decken, lebte aber damals in Zwist mit ihm. Ein Schwager hatte andauernd größere Summen von ihm geliehen und durch Häuserspekulationen verlor er oas Vermögen seiner Fran in Höhe von 55 000 Mark und etwa 280 000 Mart, als sein Schwager in Konkurs geriet. Die übrigen Unterschlagungen werden im Zusammenhang besprochen und dabei erörtert, wie das Schwindelgebäude des Angeklagten zusammenbrach. Auf die Frage des Vorsitzenden nach dem Verbleib der unterschlagenen Gelder erklärt W.: Ich habe nichts beiseite geschafft. Bei meiner Verhaftung hatte ich iwch zirka 2000 Mk. in meiner Tasche, die mir abgenommen wurden. Ich habe noch ein Sparkassenbuch über 10 000 Mark, bei der Mitteldeutschen Kreditbank ein Guthaben von 1000 Mark und bei der Dresdener Bank ein Guthaben von 15—20 000 Mark. Außerdem stehen mir aus der Mannheimer Konkursmasse noch 225 000 Mark anerkannte Forderungen zu. Beim spekulieren habe ich 30—40 000 Mark verloren, beim Wetten etwa 150 000 Mark. Ich habe oit an einem Tage 3—4000 Mark verwettet. Für die Sächsische Lotterie habe ich jährlich ettua 4000 Mark ausgegeben, für den Haushalt brauchte ich nwnatlich 150—200 Mark. Durch die Angst bin ich dem Trünke in die Arme getrieben worden. — Damit ist die Vernehmung des Angeklagten beendet und es wird in die Zeugenvernehmung ring c treten. Aus 5ia0t uiiö Laus. Gießen, 30. April 1910. * * Tageskalender. Sonntag vormittag 11 Uhr Gr» Öffnung des Mnfeu m s f ü r V ö l k e r k u n d e im Turmhaus am Braud. Zirkus Schumann: Samstag abend 8’/4 Uhr Eröffnungsvorstellung. Kolosseum: Täglich Vorstellung. (Programmwechsel). K i n e m a t o g r a p h: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Ä n l a g e m n s i k am Sonntag vormittag ll1/, Uhr in der Süd-Anlage. Sptelplan: 1. Ouvenure zur Oper „Stradella", von Flotoiv; 2. Fantasie ans der Oper „Tiefland", von d'Albert; 3. Puppen-Walzer ans der Operette „Tie Puppensee", von Joseph Bayer: 4. „Tie Freundschaftsflagge", Marsch von Sonja. * • * Erledigte Stellen. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mühlheim (Kr. Offenbach). Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu vaingrund. Dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosen- berg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht zu. Dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage bewtlligt werden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehr er stelle an der Gemeindeschule zu Hopfmannsfeld. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. — Die Stelle eines ©teuer- a ufseherS bei Großh. Hauptsteueramt Bingen. * ’ Forst Personalien. Der Großherzog hat dem Forstmart Förster Johs. Frank zu Alsfeld auS Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemsine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. * Geheimrat Haas. Das Befinden des Kammer- präfidenten Haas ist in der Besserung begriffen. Nach- öem er seit einiger Zeit die laufenden Geschäfte der Zweiten Kammer wieder übernommen hat, teilte er nunmehr den Vorstandsmitgliedern der Landwirtschaftskammer mit, daß er die Geschäfte wieder führen werde. ’* Das hessische Tuberkulose-Museum. In der letzten Zeit befand sich die Tuberkulose-Ausstellung in dem überwiegend Landwirlschaft treibenden Kreise Büdingen, in dem erfreulicherweise die Tuberkulose nicht so sehr verbreitet ist. Die Ausstellung fand trotzdem den ungeteilten Beifall der Besucher, die recht zahlreich waren. In Altenstadt wurden 1200, in Stockheim und Nidda je 1100 und in Echzell 1200 Besucher gezählt; auch wurden zahlreiche Vorträge gehalten, die allerdings notwendig sind, um den Zweck und den Wert der Ausstellung ermessen zu können. Die Wanderung geht nunmehr zunächst nach Passau, Straubing und Landshut in Nicder-Bayern. " Tod in der Lahn. Eine Frau, die auf ticn Bleichen wohnt, bemerkte heute früh am Lahnufer eine älter- Frau und sah, wie sie sich in das Wasser stürzte. Sie holte wohl gleich Hilfe herbei und die Lebensmüde wurde ans Ufer gebracht, allein der Tod war bereits eingetreten. Es handelt sich um eine ältere Witwe, was sie zur Tat trieb, ist nicht bekannt. Die Leiche wurde nach dem Friedhöfe gebracht. * * Stenographie. Der Stenographen - Verein „S t o lz e-S ch r e y" beginnt am 10. Mai wieder einen Anfängerkursus (siehe Inserat). r. Londorf, 29. April. Gestern abend oeranfialteic die Militär-Musikschule aus Friedberg ein Konzert im Bögerschen Saale, das sehr gut besucht war. Die Darbietungen der jugendlichen Kapelle waren ausgezeichnete unb übertrafen alle Erwartungen. Der reiche Beifall der Erschienenen brachte zu dem reichhaltigen Programm noch einige Zugaben. D. Bad-Nauheim, 29. April. Die erste Kurperiodc des Elisabeth stiftS hat am 25. April begonnen. Hundert Kinder aller Altersklassen sind eingetreten, die unter der Obhut von 6 Schwestern und 8 Helferinnen stehen. — Sämtliche Läden der Kolonnade sind vermietet und gestern wurde mit ihrer Einrichtung begonnen. Der Mietpreis der Läden schwanki zwischen 1300—3000 Mk. d. Mainz, 29. April. Am 10. April fand bei Engelstadt ein Straßen-Fahrradrennen statt, an dem sich auch der 19jährige Landwirt ^Joh. Valentin Juli aus Mamz- Zahlbach beteiligte. Juli tarn mit seinem Rad zu Sturz, zog sich eine Kopfverletzung zu, der er feine weitere Beachtung schenkte. Nachträglich verschlimmerte sich fein Zustand derart, daß er vor 8 Tagen im Rochushospital ausgenommen werden mußte. Heute starb der junge Mann. hc. Marburg, 29. April. Der Privatdozent Lic. Dr. theol. Dr. ph.il. Gustav Westphal ist zum außerordentlichen Professor für alttestamentliche Theologie in Aussicht genommen. Damit wird das feit dem Tode des Pro« fessors R. Kretschmar erledigte Extraordinariat wieder besetzt sein. [] M arburg, 29. April. Gestern abend gegen Vs9 Uhr wurde hier ein großer kugelförmiger Meteor beobachtet. (*) Gladenbach, 29. April, di er ist der Plan auf- getaucht, eine Verbindungsbahn zwischen der Bahn Marburg -5)erborn und der im Bau begriffenen Bahn Oberscheld-Wallau von hier aus über Bottenhoru nach Niedereisenhausen anzu streb en. Die wiener Gistmordafsäre. Wie wir gestern schon Mitteilen konnten- ist in die Angelegenheit der geheimnisvollen Versendung von Gift- pillen an General st absoffiziere nunmehr durch das Geständnis des verdächtigen Oberleutnants Hof- richt er völlige Aufklärung gekommen. Die uns darüber zugegangenen näheren Meldungen besagen: Wien, 29. April. In dem S ch l ll ß v e r h ö r mit dein des Giftmordanschlags gegen die Generalstabsoffiziere Der- dächtigten, seit 22. Novemver 1V09 in Hast betinDlirtjeu Oberleutnant Adolf Hofrichter erhielt dieser Gelegenheit, das gesamte Beweismaterial, das für ihn erdrückend war, kennen zu lernen. Hofrichter mußte selbst zur Einsicht kommen, daß das Beweismaterial nicht umgestvßen werden kann. Hierin wurde er auch zum Teil durch die Militärärzte, die ihn im Arrest wiederholt auf seinen Geisteszustand unter,acht hatten, bestärkt. Hofrichter ließ sich infolgedessen gestern dem Untersuchungsrichter vorführen welchem er unter sichtlichen seelischen Kämpfen das G e ft ä n D - n i s ablegte, daß er tatsächlich Die Giftpillen an Generalstabsoffiziere gesandt habe, um diese aus dem Wege zu räumen und wieder in den Generalstab aufgenommen zu werden. Diesen Plan hatte er hauptsächlich aus Liebe zu seiner Gattin erdacht, um ihre Zukunft sicher zu stellen. Da durch diese ge? änderte Prozeßlage das Vorgehen der Frau nicht ganz einwandfrei ist, wurde diese heute dem Sicherheitsbureau vorgeftihrt und einem Verhör unterzogen. Die Vernehmung dauerte bis zum späten Abend. Im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft wurde verfügt, daß Frau Hofrichter vorläufig zur Disposition der polizeilichen Untersuchung zu bleiben habe. Frau Hofrichter verbleibt die heutige Nacht im Polizeigebäude: erst morgen wird entschieden werden, ob gegen sie Anklage wegen falscher Zeugenaussage erhoben wird. Dem „Fremdenblatt" zufolge soll Hofrichter schon vor längerer Zeit Zyankali von einem Verwandten bezogen haben. Der keine Ahnung hatte, zu welchem Zwecke Hofrichter Das Gift benötigte. Hofrichter geftanD auch, Daß er Die Giftbriefe selbst in Den Postkasten des 6. Wiener Bezirks geworfen hat. LMchiffahtt. Brüssel, 29. April. Der Ballon „Fleurus" des Brüsseler Aeroklubs, hat sich während Der Füllung losgerissen und ist in westlicher Richtung ohne Besatzung entflohen. — Das Luftschiff ging nach einer Drahtnachricht aus Berlin in später Abendstunde in der Nähe von Wickrath ohne Gondel nieder. versnitzchtes. * Was Deutschland für Belgien bedeutet. Nach den vom Neichsamt des Innern eben heransgegebenen Mit» teilungen betrug die deuliche Einfuhr nach Belgien im Jahre 1909 412 351 000 Franks, die Frankreichs 39ö 722 OOu Franks und Großbritanniens Einiuhr 324 973 b90 Franks. Damit ist Deutschland m die erste Stelle der belgischen Einsuhrstatlstik aufgerückt, wahrend bisher dieser Platz von Frankreich eingenommen worden war. Aber nicht nur der Einfuhr, sondern auch der Ausfuhr nach ist Deutschland für Belgien am wichtigsten. Mit 640 268 000 Franks Ausfuhrwert steht Deutschland nicht nur allen anderen Staaten voraii, ionbern übertrifft sogar den nächstbesten Stunben Belgiens, Frankreich, um beinahe 200 Millionen. Tie hauptsächlichsten Gegenstände, Die Deutschland nach Belgien ausführt, sind Maschinen, sowie Eisen und Stahl, bereit Wert im abgelaufenen Jahr zusammen 75 029 000 Franks betrug. Die Tatsache, daß Deutschland für Belgien nunmehr sowohl, ivas Ein- und auch Ausfuhr betrifft, an erster Stelle steht, ist gegenwärtig im Hinblick auf die Brüsseler Weltausstellung von besonderem Wert. * Eisenhaltige Pflanzen. Die Ansicht, daß der Spinat das eisenreichste Gemüse sei, ist nicht nur in Laien-, sondern auch in Aerztekreisen weit verbreitet, aber wie Die Untersuchungen von Haensel ergeben haben, irrig, denn nach diesen Untersuchungen hat von allen Pfianzen, die zur Nahrung verwendet werden, Der Slopü jalat den größten und Der Spinat Den geringsten Gehalt an Eisen. Wenig bekannt ist die Tatsache, daß auch die Kartoffel eisenhaltig ist. Nächst dem Kopfsalat besitzen die Blätter des Kohlrabi Den größten Eisengehalt. ES folgen Dann in abfteigenDer Reihenfolge: Winterkohl, Endivien, Kartoffel und Spinat. Bei der Bedeutung Der Mineralstoffe für die Ernährung sind diese Tatsachen nicht ohne 60 Pf s" Küsselsfiesm Main '01 IC lllU OVlLlUl . U ♦ r* l- taub der Direktor folgende Aichchrtst: bcm 2o. bs. Mts II. Lo§ III. Los IV. Los heisst der Stiefel der Saifon V. Los VI. Los denn er vereint: Los VII. XL Los XII. Los Telephon 754 Seifersweg 53 : Separat«Hnprobier. Salon für Damen. a- wohne. hv“/4 Nachricht. . ...... ..... UWMWMes Los Los BESTE j-CREME Neubau stall zu Los 1. SARG Berlin, S. 42 Rlttcrstr.11 Wien-Paris. Eleganz Haltbarkeit und Preiswürdigkeit pflülterbelag. Liefern und Verleben von Linoleum: 400 qm. Liefern und Einfetzen schmiedeeiserner Fenster: 35 Stück. Ferner werden unter den hierzu berechtigten Unternehmern am Ort ausgeschrieben: Gas- und Wasserzuleitung: 380 m schmiedeeiserne Rohre in verschiedenen Dimensionen usw. Entwässerungsanlage innerhalb der Gebäude : 215 m gußcißerne D. 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Die Verdingungsunterlagen liegen bei uns, Wilhelm- straße 21, zur Einsicht auf und können von dort (mit Ausnahme der Zeichnungen), soweit der Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote mit genauer Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin, Mittwoch den 18. Mai, vormittags 11 Uhr, bei uns cmzurelchen. ZujchlagSfrist: 4 Wochen. Gießen, den 28. April 1910. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. Becker. Bco/t ”--— Bsiiachriciitigniig. Der Unterzeichnete kommt demnächst mit einer großen Auswahl fertiger Straußfedern nach Gießen und bittet die verchrlichen Damen, welche — ohne Kaufzwang — besucht zu sein wünschen, um gefällige Unsere Deckstation für Sch. Itai-M* befindet sich Klein-Linden, WiUrelmttr.3 neben der Gärtnerei. Deckgebühr 1 Mark. Preistier: 70 L, 15 Psb. 1562) B. 3ud)tixeid)fL «: Günstige Gelegenheit! ^Wcnig gebrauchte kouchlette \\ ohnungswechsel. Den geehrten Herrschaften, sowie den Herren Aerzten zur gefälligen Kenntnis, dass ich jetzt West-Anlage 27 part. Vüchertisch. — Schrader, Bruno, Die Römische Campagna mit 123 Abbildungen. (Berühmte Kunststätlen Nr. 49, Leipzig, Seemann) Tas Weichbild Noms ist der große Kirckhol der Weltgeschichte genannt worden. Hier predigt jeder Stein; topuren alter^Zeilen liegen halbdentlich ringsum zerstreut; verschwundene etratsen werden burd) verfallene Brücken verbunden; zerporle Pastelle, leere Gräber, uralte Türme ragen auf; unter dem Boden dehnen sich Katakomben. Wer Die geheimen Reize dieses einzigen Landes, das vom Schutt der Weltgeschichte starrt, gemeßen will, bedarf eines kundigen Führers. Als solcher erweist sich Bruno Schrader; er hat nicht nur die Campagna selcht offenen Anges durchzogen, sondern auch den Geist, der hier beständig au’baute und jeniorle beschworen. Er steigt m bie Urgeschichte des Landes hinab, wandert mit uns um die Tore Roms, erzählt von untergegangenen totabten, führt uns ms Albanergebirge, nach ^'ooli, Lori Norma und Nlnfa. Seine Schilderung des Campagnazaubets wird von 12d trefflichen. Abbildungen erläutert. lorbafföre. ii konnten- ist in die An Versendung von Gist> siziere nunmehr burd, gen Oberleutnants Los- kommen. Sie uns dc- bungen befagen: chlüßverhör M bar j BEMMsssiU/N ^7" tzüft vefiNblühcii Cott. dieser Gelegenheit, bei 51 crdrülkend war, kennen ju Einsicht kommen, baß bar -den kann. Vicrin wurde n e, die ihn im Arrest wieder- i,i hatten, bestärkt, yoindn- teriuchungsrichter voriühicr t Stampfen das Gestä n e die Giftpillen an 6t M diese aus dem Äege;n tab ausgenommen zu werden. ■ aus Liebe zu seiner Gattin $ stellen. Ta durch bicic 90 Frau nicht g.an» "NwandsM iburcau vorgcsnhrt und einem m späten Mend dm G>w ift wurde versugt, M g : nniition der polizeilichen öofddltcr OiriUiht bie Mt'91 Ä cntiöirten MM | ,rugr««sM- erhoie » tegS* y^gcroorien hat.--- I teils mit, teils ohne Glattstrich. Terrazzoarbciten: 140 qm ohne Betonunterlage. Los VIII. Afphaltarbeitcn: 350 qm, 23 qm Holz- Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Weiterlage seit gestern früh: flache Randwirbel der nördlichen Zyklone haben noch strichweise leichte Regenschauer gebracht. Tabei ist es infolge nördlicher Lustbewegung ctiva* kühler geworden. Tas westliche Hochdruckgebiet hat sich etwas mehr über Mitteleuropa ausgedehnt, so daß häufiger heiteres Letter herrscht. Ta von Nordwestenropa her wieder ein Randwirbel herzieht, werden auch morgen noch einzelne Regenschauer vorkommen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 1. JJtai Ülo. Zeitweise heiter, nur strichweise schwache Regenschauer, Temperatur wie heute.__ Griginal-Vrahtinelduirsen. R. B. Darmstadt, 30. April. DerVercinh essi.sd) c r Gerichtsassessorcn hält l>eutc nachmittag eine Verfamm- lung in Frankfurt a. M ab, in der interne Standesange. Icgcnbcitcn zur Beratung kommen. Wahrfchemlich wird dabei auch das von der hessischen Regierung in der lebten Zeit betriebene Sparsamkeitsprinzip in juristischen Angelegenheiten zu lebhaften Besprechungen führen. „ München, 30. April. Ter Kaiser hat dem Prmzregenlcn Luitpold von Metz auS ein Telegramm geschickt, in dem er feiner Freude über den von ihm angetroffenen sehr guten Zustand Der in und bei Metz liegenden bayrischen Regimenter Ausdruck gibt. Der Prinz reg ent erwiderte mit einem herzlichen ^annelcgramm. Trier, 30. April. Tie großen Frühj a b r sw et nv er * ft eigerungen gingen gestern zu Ende. Für Iblb tfuocr Wein wurden 9 111900 Vcark gelost._________ BeSeuti,*», wird doch bet Bifenbcbari d-S Mrnlch-n aui iogiich cto« »/. Milligramm geschätzt. * >> i neinat 0 araphisckic Scheiben Verhältnismäßig (Vät sind zw!i Engländer, I. Paterson und I. T. Musgrave, bic naheliegende Idee gekommen, die lebenswahren kmerna o- graphischen Projektionsbilder als Sachen für das .gebrauch^ mäßige Schießen zu verwenden. Ter schütze tritt an einen Itto, dem gegenüber ein großer meiner Papierschirm amgestellt ist. (Sin stinematngravO wirst auf dielen Schirm Bilderierien, die verschiedenartige Angrist'e mit Schußwaffen nncöcrgeben. >er An- nriff ift stets so eingerichtet, daß er auf die Stelle hm erfolgt, wo der Schutze seine Aufstellung nimmt. Der Schütze, der die tockeibni beschießen soll, weiß nicht, welcher Vorgang sich auf dem Proiel- tionsschirm abspielen wird. Er sieht z. B., wie in der natur- wissenschastlich !ethnischen Wochenschrift Umschau (Verlag I. »- Beck hold, Frankfurt a. M.) ausgeführt wird, ein Herrenzimmer im .Halbdunkel. Plötzlich steigt durch das Fenster ein ^ieb em, er sieht sich um und macht sich über den Inhalt des tochrecktlfches her In dem Augenblick, wo der Dieb die Wertpapiere und das Geld zu sich steckt, wird er gestört. Man sieht, wie et sich sofort versteckt, seinen Revolver zieht und zum Angrus übergeht. In diesem Augenblick muß der Schütze vor der tmematographiichen Scheibe sich mit seiner Wasse verteidigen. Der Einbrecher gibt sechs Schüsse aus dem Revolver ab, springt dann zum Fenster hinaus und feuert, während nur sein Kops sichtbar ist, aus einem zweiten Revolver roei' rc sechs Schuß. Wenn der Schutze leben einzelnen Schuß des Einbrechers mit einem Schuß beantwortet, bann zeigen sich seine Schüsse auf einer besonderen Anzeigevorrichtung selbsttätig an. Ties wird in der Weife bewerkstelligt, daß sich an den Stellen, an denen der Gegner wahrend des peuerns Iniet, kleine selbstregistrierende Scheiben hinter dem aprerfchüd befinden. Ein andres Bild zeigt beiivielswei,e eine Walblick- tung, in der auf etwa hundert Meter Entfernung em Vorposten auf tau di 1. Plötzlich kniet er nieder, da er den Gegner, d.,h. den Schutzen erblickt Hal, schlägt an und feuert. Nach zehn schulten erhebt fick der Vorposten und läuft etwa buntert Meter zurück Bon dort feuert er wieder zehn Schutz auf seinen Gegner ab und gebt dann auf dreihundert Meter zurück. Von hier aus gibt er die letzten zehn Schuß ab. Auch bei dieser tochctoe werden bie Schüsse bes Schützen genau registriert, wenn fie die vorn Bild aus abgegebenen Schüsse richtig beantworten. Dl.e wahrend des Zurücklauftns des Vorpostens abgegebenen Schuf,e werden hingegen nicht registriert. \ * Ans der Direktionszeit des soeben verstorbenen ildolf Ranzenh 0 fer werben der »Post' zwei recht neue scherze cr*äblt. Als Ranzenhoier Leiter des auf einer Anhohe liegenden Ezeinowitzer Siadttheaiers war, sagte em neu veipstichteier Komiker zu ihm: .Ihr Haus hegt mir zu hoch, bas toteigen ver- traae ich nicht." Ranzenhofer gab trocken folgende Antwort. ,^ie werden cs schon berunterbringeu . . ." Auf Cxönuiig im -^.Heater hielt er strenge. Während einer Probe machte ihn eine schlecht acölte, knarrende Tür, die den Bogengang von der Buhne trennte, iiervöS. Er rief den Inspizienten und gab Auftrag, den Ruhe- fiörer ehuiuelten. Weil es vergessen wurde, gmg Rauzenhof er hin und schrieb an die Pfoite mit Kreide: ,4,nre jchuiieren . Eine halbe totunbe später fand -zz Din— . .. ,5d)miercn-£üre". Man bat den Verbesserer nicht entdeckt. Gießen öffentlich ausgeschrieben. Maurerarbeiten: 150 qm Klinkerpflaster mit Betonunterlage. Tüncher- und Anstreicherarbeiten: darunter ca. 1700 qm Decken- und Wandputz, ca. 2000 qm Oel- und Kalkfarbenanstrich rc. Desgl. darunter ca. 1900 qm Wand- und Deckenputz, ca. 1400 qm Oel- u. Kallfarbenanstr. 2c. Acntzcre Berputzarbeiten u. Gesimsanstriche: 850 qm Putz in Terranova ober einem diesem gleichwertigen Material, 150 qm Gesimse 2c. Schlosfcrarbeitcn: Beschlag von ca. 60 äußeren und inneren Türen. Beton- und Zementarbeiten: 470 qm Bc- tonböden auf Grund, 650 qm Schlackenbeton rllartte. , fc Wiesbaden, -9. April. Auf dem heutigen Vieh mark, standen zum Verkauf 21 Ccbfen, 60 Kühe, 102 Landkalber 41 tochaftt 06 Schweine. Tie Preise blieben bie gleichen rote am „Montag Dem zo. 05. 1'115. Geschäft im Groß- unb Kleuivieh gedruckt »bei Großvieh Ueberstand unbedeutend, bei Kleuivieh tem Ueberftaud. * Der Derr der Lage. In Nürnberg hatte sich — so erzählt man der T. R. — ein Heiner Junge beim Zeitvertreib auf der Straße zu weit von seinem Leim entfernt, und er fanb ich nicht wieder nach Lause. Ratlos irrte er weinend umher, bis ich ein Schutzmann seiner annahm und ihn auf die nächste Remer wache brachte. Lier saß gerade der Lorr Wachtmeister bei feinem mit einigen Wecken ausgestatteten Vesperkarsee. Tie Fragen nach Namen, Wohnung und Stand der Eltern konnte der Kleine nicht beantworten, er wußte bloß, daß er Lans heiße und daß der Vater in die Fabrik gehe. Ueberlegcnb, was da zu tun fei, fuhr der Wackstmeister in seinem Schmause fort, wobei Lans mit großen, hungrigen l’lugen zusah. — So werden wirs heraus- kriegen, dachte er sich und irug: „N a, .B u b c 1 c, ran n st d u mir sagen, w0 deine Mutter das _Bter hott. „3a, wenn du mite Weckle gibft!" * Ver schnappt Gast: „Labe ich nickt gestern meinen Schirm hier stehen lassen?" — Kellner: ^„Bedaure!" — Gast: „Lcrrgott, bleibt denn hier niemals ein tochirm stehen i * Vorschlag. Dame (die einen Leiratsantrag von einem noch Unmündigen erhält): „Ich will Ihnen was tagen, Lerr Meier, sprechen Sie mit Mama — aber mit Ihrer! Kleine Tagcschronik. Heber die amerikanische Firma Ahrenfeld in Karlsbad wurde auf Anzeige eines früheren Prvkurtsten eine Z 0 llftrafe von mehreren Millionen Kronen verhängt. In Kornwall (Cntario) brannte das „Roizmore-Lotel ab. 12 Gäste verbrannten in den Betten. 20 wurden verletzt. Viele sprangen in Bettdecken gehüllt aus den Fenstern auf die Sprungdecken. r u-ch i iXSss-S; ’ f..n gjlit n «ruSZÄSi Sie Zotiadli ,er ; UnieNS.: -JA CCil’n9§ hnfQU5) ^Utbft, 2(usf‘fßun»7,11>'S h‘ ^hfiehr ?„ e.ttneÜen; ' nc Fr°? tojte 2? «Ile« 6oll[ bereite Qhi • * fe**- bt iNtes* d'"> et unb aefbn, ALI« ntln 15.11h aus Staut’ ZL2Z Ä** Prmtdozent Lic. pJatL l>1 -um au&er. ntheije Rheologie in ÄuS« feit dem Tode des Pro. chciordinariat wieder be. ^nabend gegen i^Uljt )ct Meteor beobachtet W ist der Plan ausahn zwischen der Bahn m Bau begriffenen Bahn 1 Ms über Bottenhorn n. 03690 Hochachtungsvoll Adam Becker, Masseur und Krankenpfleger. 5^ TiEihohrnnyen auf alle Mineralien. Spezialität: Wasserbeschaffung. 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Der Anfang der Konzerte wird außerdem im Gießener Anzeiger bekannt gegeben. W. Löber, Obermusikmeister. Karten im Vorverkauf sind bei Herrn E Ctzallier, feuert* weg und beim Vorzeiger der Liste zu habem_________________2337 Av 2. Mai gehen meine Eiswagen ___ JFraiM^aise maitresse brevetAe donne lecons. Hautes refärences. [V3018 Ms. de N.-Renaud, Wilsonstr. 8. 03612) Ausgebildete Krankenpflegerin nimmt Privatpflege, Wochenpflege, auch Nachtwachen an. Näh. Schulttraste 11 Hl. | Verschiedene | Privat- Tan^- Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrer, 31 Wetzsteingasse 31. (342 5000 Mk. äU Schriftl. Angebote unter 03581 an den Gietzener Anzeiger erb. Bitt-Gesuch! Strebsamer Geschäftsmann auf dem Lande, mit gut. Geschäft und prima Grundstücken, sucht zur Ablösung eines schikanös. Gläubigers 2500 Mk. an 2. Stelle; dahimer noch Mk. 5000. Reelle Selbstgeb. wollen güt. Off. unter 2535 an den Gietz. Lutz, z. Weiterbes.einsenden. ■