Nr. 277 160. Jahrgang Freitag, 25. November 1910] ttfctehti EgN- mtJ Au-nahiM M Sonntag». C3 Wdtehonfbnitf «n* «erlag ö« Ur 0 bNche» Uniect)uät9 - 8ud>* unb StetnbrudettU R. 8«ege, Ließen. Hte ^Gietzener ^amlltenblätter* eerfte* dem #?ln^eifler- viermal mdcbentltd) betgelegt, bat „Kretsblati fib Kreil Liehen- zweimal wöchentlich. t)te ^LanbwtrtschastUche» LeU- frofl«■* «Ich eure» monailub zweimal. Redaktion, Expedition enb Druckerei: Schul«', ftrafe« f. ExpedtNon unb Verlag r 6L Rci>akttomL«ltL ieL-SlbuStnjetflerfflieBen, Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen mb. Deutscher Reichstag. 85. Sitzung, Donnerstag, den 24. November. Am Tische des Bundesrats: Dr. Delbrück, Frhr. v. Schorlemer. Das HauS ist stark besetzt. Präsident Graf Schwerin eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Minuten. Die Wahl des zweiten Vizepräsidenten. Die Wahl erfolgt durch Stimmzettel. Es werden 311 Stimmen abgegeben. 68 Zettel — Nationalliberale und Freisinnige — sind unbeschrieben. Von den 243 gültigen entfallen auf >L ch u l tz (Rp.) 186 (die Rechte, das Zentrum und die Polen), auf Singer 52 (Sozialdemokraten), 5 Stimmen sind zersplittert. Die eine auf Dr. Spahn-Warburg (Spabn jun.) entfallene Stimme entfesselt große Heiterkeit. Die Mehrheit der Nationalliberalen hat für die Wahl von Schultz gestimmt. Die weißen Zettel wurden von der Fortschrittlichen Volkspartei, den Polen und einer kleinen Minderheit der Natwnaliberalen abgegeben. Abg. Schultz (Rp.) erklärt die Annahme der Wahl. Als Mitglied der Reicksschuldenkommission wird Aba. Dr Faßbender (Ztr.) gewählt. 0 Die Interpellation über die Lebensmittelteuerung. Die Aussprache wird fortgesetzt. Abg. Dr. Wiemer (For'.sch. Vp): Die Erklärungen der Regierungsvertreter werden keine Rude im Lande schaffen. Im Gegenteil, die Unzufrieden- tu n d die Verbitterung über die heutigen Ver- haltnisse wird immer großer werden. Denn es soll ja nichts geschehen, um der Not zu steuern. Wir haben seit Jahren billigere Preise für das Volk gefordert. Aber solchen Interpellationen stehen wir etwas skeptisch gegenüber, weil ja der Reichstag keine Beschlüsse und Abstimmungen daran knüvf-n kann. Vielleicht gibt auch dieser neue Fall Anlaß zu einer Aendernng der Geschäftsordnung des Reichstags. Die Verhältnisse haben sich insofern geändert, als diesmal auch die Konservativen eine Interpellation eingebracht haben. Früher Gestritten sse jede Fleischnot. Iebt geben sie schon klein bei. Nun hat gestern der konservative Redner R u v p er- klart: Die Wahlen stehen vor der Tür, daher die Mache! Ich weiß nicht, ob er damit eine Erklärung für das Vorgehen der konservativen Partei geben wollte. (Heiterkeit links.) Auch sem geringschahiaer Ausdruck „Rummel" ist durchaus unan- a^bracht ae^eni'ber der Vedrän^nss weiteü-r Volkskreise. Freilich, wenn den Herren etwas nicht in den Kram paßt, dann sind sie mit solchen Schlagworten leicht bei der Hand. (<^ebr richtia! links.) Damit wollen sie nur die Schwache und Unbaltbarkeit ihrer eigenen Position verdecken. Seit Jahrzehnten hgh^n wir eine allgemeine Verteuerung der Lebenshaltung. Sie ist eine bewußt gewollte Folge unserer herrschenden Wirtschgftsvolitik Als die Devutr,tion einer Fleischerinnuna den König von Lachsen in Pillnitz aufsuchte, erklärte er selbst: Ja, auch ich merke etwas von der Fl^ischnotl Gewiss, mag sie auch in einem so großen Haushalt füblbgr sein. Aber was soll denn der Ar- b-'ter mit seinem kargen Lobn, der kleine Beamte dazu fernen? stimmen Nicht in das Lob ein, das gestern dem ießigen W'rtschaft-snstem gesungen worden ist, denn seine Mängel liegen offen tage. . Wir sind uns aber allerdings vollkommen darüber klar, daß eine plötzliche und allgemeine Aufhebung der Zolle einseitig von Deutschland nicht möglich nt. Man stellt uns Fortschrittler von der rechten Seite vielfach als Manchesterlente hin. die mit einem Schlaae die ganzen Zollgeseße beseitigen wollen. Wir wissen sebr wobl. daß alle Industrien, ave Gewerbe-weiae nun einmal ans die Zölle einaerichtet sind: ihre Eristenz ist darauf aufgebaut, die internationalen Beziehungen danach geregelt. Damm ist es völlig klar, wir alle sind einig darin daß nur in Frage kommen kann eine schrittweise und allmähliche Herabsetzung der Zölle und nicht nur der landwirtschaftlichen, sondern auch der Industrie-ölle, und wir haben diele Auffalluna im Programm der fortschrittlichen Volkspartei mit. aller Deutlichkeit festneleat. Die Konservativen führen die Fleischte'ieruna auf den Kleinhandel zurück. Den Beweis dafür hat sich Herr Ruvv geschenkt. (Sehr wahr! links.) Mit den Metzgern will er eS anscheinend nicht verderben. Tatsächlich hat eine in Breslau veranstaltete Probe gezeigt, dgß an den Fleischern nicht diel hängen bleiben kann. Von dem Urteil des Herrn Ruvv über die städtischen Vieh- und Schlachtbofgebühren weiche ich gar nicht so sehr ab, von meiner Fraktion war ja seinerzeit der Antrag auf Beseitigung der städtischen Oktrois ausgeganaen. ?lber fr sehr können die niedrigen Gebühren doch keine gro^e Roll^ svielen. Herr v. Schorlemer bat gestern eine Rede i m Sinne der Agrarier gehalten. Er beruft sich auf die Steigerung des Angebots von Schweinefleisch. Aber die Schweinezucht ist doch kein stabiler Faktor, sie hängt ab von der Futterernte und mnn als Sicherheitskoeffizient für die Volksernahrung nicht in Rechnung gestellt werden.^ Die Fleischteuerung ist auf der ganzen Linie eingetreten, auch für die minderwertigen Sorten. . Was die Regierung uns jetzt bietet, ist herzlich wenig. In ornziosen Presse war eine Aenderung der Auffassung an- gekuudigt, aber das hat sich gestern nickt bestätigt. Der Staatssekretär hat seine Ausführungen in Wenn und Aber ge- rleidet und die Bevölkerung hat von allem nur das Nein. Vor ewigen Jahren erstattete derselbe Herr Delbrück als Oberbürgermeister von Danzig ein Referat auf dem Städtetage, in oem der Oberbürgermeister Delbrück Forderungen stellte, die der Staatssekretär heute versagt. (Hört! hört! links.) Freilich, mese Behandlung ist ja nichts neues: auch Herr Miquel hat sich vom Bürgermeister einer. freien Stadt zum Protektor und r-lk ° n ß der Agrarier gewandelt. Das Vorgehen der süddeutschen Staaten, das dem preußischen Landwirtschafts- mmister gar nicht angenehm zu sein schien, ist nicht zu unterschätzen und ist zu billigen. Aber der Hinweis auf das Erloschen- sein der Maul- und Klauenseuche in Frankreich müßte doch auch für eine Reibe anderer Länder gelten. Die Aufhebung der Tuberkulinprobe ist in Aussicht gestellt; ich bin etwas mißtrauisch in bezug auf den Ersatz. Wir wollen aber alles unterstützen, was die deutsche Viehzucht gegen Verseuchung schützt, soweit es wirksam ist. Wir wollen nur nicht, daß angeblicher Seuchcnschuv öum Vorwand genommen wird zum Zwecke der Preistreiberei und Verteuerung notwendiger Lebensmittel. Das Fleisch, veschaugesetz ist neben Zöllen und Einfuhrverbot das dritte Bollwerk, das die Agrarier aufgerichtet haben; das muß geändert werden. Vor allem aber billige Futtermittel! (Sehr richtig! links.) Diese ganze Wirtschasrspolitik geht einseitig im Interesse des körnerbauenden Großgrundbesitzes. Die „Kreuz- zeitung" chat einmal erklärt, daß die Junker als Taktiker ohne Konkurrenz seien, und gestern haben sie es bewiesen, durch die eigenartige Fassung der Interpellation, und dadurch, daß sie nicht einen Großgrundbesitzer des OstenS, einen adligen Junker, sondern einen süddeutschen Bauer? Er wird mit seiner Rede aber nicht darüber hinwcgtäuschen, daß der kleine und mittelere Landwirt, dec Viehzucht treibt, nicht Wohl daran tut, in der Gefolgschaft des Großgrundbesitzes zu gehen, um ihm die Kastanien aus dem Feuer zu holen. (Lebhafter Beifall links. Lachen rechts.) Wollen Sie die Viehzucht stärken, wie wir es wollen, dann sorgen Sic dafür, daß der kleine und mittlere Besitz verstärkt wird. (Lebhafter Beifall links.) Sorgen Sie für innere Kolonisation. (Beifall links. Abg .Kreth (kons.): sehr richtig!) — nun, Herr v. Wanaenheim als Vorsitzender des Bundes der Landwirte hat es im Frühjahr als gefährliches Experiment bezeichnet. Gewiß hat der Landwirt vielfach keinen Sonntag, aber es gibt auck Landwirte unter den Großgrundbesitzern, den adligen Herren, die keinen richtigen Werktag haben, weil sie alle Tage Sonntag haben. (Beifall links, Unruhe rechts.) Gewiß hat auch der Großgrundbesitz seine Meriten. Aber wir werden nicht eher vorwärts kommen, die Iunkerpolitik in Bauern- Politik geändert wird (Lebhafter Beifall links.) Abg. Tr. Paasche (Natl.): Genau vor drei Jahren wurde dieselbe Interpellation hier behandelt, nachdem schon im Jahre 1906 die Frage erörtert worden war. Es wurde annähernd dasselbe gesagt wie gestern und heute. Tenn ein Wandel in den Anschauungen der Parleien ist nicht eingetreten. Auch meine Freunde haben ihren bisherigen Ltandpunkt in keiner Weise verlassen. Es ist ja nicht zu bestreiten, )aß die Preise für die notwendigen Lebensmittel in letzter Zeil ungewöhnlich hoch geworden sind. Tas wirkt drückend auf die Kon- fumcnten. Man kann die bestehende Not nun mit recht dunklen Farben schildern Aber man muß im Interesse des Ansehens der deutschen Nation dagegen Widerspruch erheben, wenn die Sache so dargestellt wird, als ob unsere Wirisckxrftspolitik zu einer Verelendung und Unterernährung des Volkes führe, die zu den schwersten Besorgnissen Anlaß gibt. Dem ist doch nicht so. Es steht doch fest, daß das deutsche Volk sich trotz der steigenden Preise in einer gesunden Fortentwicklung befindet. (Zustimmung) Wie ist es Denn in England, dem klassischen Lande des Freihandels? Tort werden dieselben Klagen über die Verteuerung der Lebenshaltung laut! Tas Steigen der Preise ist eben keine vorübergehende Erscheinung. Da spricht der ganze Welthandel mit, die Konjunktur de§ Geldmarktes. Ten Vorwurf, als ob die deutsche Landwirtschaft unseren Fleischbedarf nickt decken kann, muß ich zurückweisen. Ter Redner erbringt statistische Belege dafür. Unsere Viehproduktion schreitet stetig fort. Ihre Träger sind gerade die Kleinbauern, die unserer so scharf angefeindeten Wirtschaftspolitik dafür danken müssen , daß ihre mühsame Arbeit überhaupt rentabel ist. (Sehr gut! rechts, Widerspruch bei den Freis, und Soz) Die deutsche Landwirtschaft hat intensiv daran gearbeitet, der Fleischnot zu steuern und neue Viehstände einzurichten. (Sehr richtig! rechts.) Aber die Arbeiter sind schwierig geworden. Kein Mädchen will mehr in den Schweinestall. Ihr S'nn steht nach Berlin! Meine Frau bekommt vielleicht noch eine Magd inS Herrschafts- Haus, aber mein Inspektor muß schon von Torf zu Torf wandern, um Dienstboten zu erhalten. Die Verhältnisse haben uns recht gegeben. Unsere Wirtschaftspolitik hat sich bewährt, besonders die billigen Futtermitteltarife, die wir im schweren Kampfe gegen den Bund der Landwirte durchgesetzt haben. (Hört! Hört! bei der Natlib.) Wäre man damals diesen „Rettern des Vaterlandes" gefolgt, so stünde es jetzt schlecht um die Land- wirtschaft und die Viehproduktion, die außerordentlich viel teurer sein würde. Dann könnten wir gar nicht daran denken, unsere Grenzen zu schließen. Gerade die billige Futtergerste bat die Viehzucht gefördert. Und wie hat man nicht über die Eosirw"-^e gespottet! Mit ihrer Hilfe ist es aber erst gelungen soviel gutes deutsches Fleisch zu verschaffen, daß wir auf das ausländische verrichten können. Wir müssen unseren inländischen Markt stärken Vielleicht kann man die Futtermitteltarife noch weiter ermäßigen. Eine vorübergehende Oeffnung der Gr-nzen, Einfuhr von gefrorenem Fleisch sind unzweckmäßig. Damit kann man nur vorübergehenden Crsckeinunaen bekommen. Bester ist es, für die Zukunkt einen reicher beschickten Markt durch Förderung der Viehproduktion zu schaffen. Die paar französischen Kühe werden un§ nickt glücklich macken. Mag man die Quarantäne verringern und weitere dänische Kühe hereinlasten, aber die holländische Grenze darf nicht geöffnet werden. Auch von einer Roggenteuerung ist nicht die Rede. Würden die Roggenpreise noch mehr fallen, so wäre das ein Unglück für die Landwirtschaft. Wir halten an unserer bewährten Wirtschaftspolitik fest. (Lebhafter Beifall.) Abg. Frhr. v. Gamp (Rp.): Gegen die Angriffe Emmels gegen die Industrie lege ich Verwahrung ein (Zuruf Emmels.) Lassen Sie mich doch reden, Sie haben ja auf Ihrem Parteitag genug gesprochen! (Heiterkeit.) Kein Stand hat sich so gehoben, wie der Arbeiterstand. Auch die tfnbne der landwirtschaftlichen Arbeiter sind durchaus angemessen. (Widerspruch links) Sie haben ja keine Ahnung! (Oho-Rufe.) Sie beherrschen ja die Materie nickt, Herr Emmel! (Lachen links.) Die Erklärungen der Regierung haben wir mit Dank entgegengenommen. Einseitig agrarische Interessen sind von uns nie vertreten worden. Wir haben auch immer die Interessen der arbeitenden Klassen berücksichtigt. Soweit es irgend die Gesetzgebung gestattet, muß natürlich entgegengekommen und von allen Mitteln Gebrauch gemacht werden, soweit eine Gefährdung der Viehzucht nicht zu besorgen ist. (Der Redner wendet sich mit diesen Worten an den Regierungstisch. Staatssekretär Delbrück und Minister von Schorlemer nicken zustimmend.) Das ist ja auck wohl die Ansicht der Regierung; ich nehme davon Akt. Wir haben gar nichts gegen eine Revision des FleischbeschaugesetzeS nach manchen Richtungen; warum hat man z. B. damals den Begriff der Hausschlachtungen so eng gefaßt? Natürlich ist Herr Emmel und auch Herr Wiemer auf feinen alten freisinnigen Traditionen für die Aufhebung der Futtermittelzölle; und leider hat sich da auch Herr Paasche, der doch wirtschaftspolitisch eigentlich uns, seinen früheren Bundesgenossen, näher steht, als seinen neuen Bundesbrüdern ihnen angeschlossen. Ich bin in dieser Frage anderer Ansicht. Das einzige Mittel, das ich zur Linderung der momentanen Fleischteuerung empfehlen möchte, wäre die Einführung von Notstandstarifen für kurze Zeit. Sonst wird sich wohl kaum etwas machen lassen. Wir haben allen Grund, mit unserer Wirtschaftspolitik zufrieden zu sein, die sich durchaus bewährt hat. (Beif. rechts.) Wenn sich durch eine maßlose Verhetzung die ländliche Bevölkerung den Parteien der Linken zuneigen sollte, was ich nicht glaube, dann würde das nicht lange dauern. Denn der deutsche Bauer ist viel zu klug, um nicht bald zu erkennen, auf welcher Seite seine wahren Freunde zu finden sind. (Lebh. Beif. rechts.) Abg. Fürst Nadziwill (Pole): Die polnische Bevölkerung hat unter der Fleischteuerung schwer zu leiden. Mir sind deshalb gewiß dafür, daß alles ge- schieht, was eine Ermäßigung der Fleischpreise herbeiführen kann. Allein es dürfen deshalb doch nicht etwa Maßregeln aufgehoben 2?:"',^' «"le zur Verhütung einer Verseuchung der inländischen Viehstande erlassen sind. Abg. Trimborn (Zentr.): Kollege Herold hat erklärt, daß das Zentrum an der bis- herrgen Schutzzollpolitik festhält. Als Vertreter der zweitgrößten preußischen Stadt (Zuruf) — nein, wir in Köln sind Breslau ^ber — habe ich noch ausdrücklich zu erklären, daß auch die städtischen Vertreter des Zentrums an dieser Schutzzollpolitik, die ich als gemäßigte Schutzzollpolitik bezeichnen möchte, unbedingt sesthalten. Noch nie hat das deutsche Volk einen ähnlichen Aufschwung erlebt wie feit der Aera der Schutzzollpolitik. Eins sollte doch auch für die Sozialdemokraten der Beachtung wert sein nämlich die Rücksicht auf die Landarbeiter und das ländliche Proletariat. Sie reden immer vom städtischen Proletariat: es gibt doch auch em ausgedehntes ländliches Proletariat. (Unruhe und Zurufe der Soz.) In den „Sozialistischen Monatsheften" behandelt ein französischer Sozialist die Agrarprobleme des französischen Sozialismus, und er stellt die Frage, wo denn der Interessengegensatz zwischen dem gesamten Fortkommen des ländlichen und des industriellen Proletariats ist? (Lachen der Soz.) Ja, warum stellen Sie sich nicht einmal eine so vernünftige Frage? (Große Heiterkeit.) Ach, Sie können noch viel von den franzö- stscken Genossen lernen. (Unruhe der Soz., lebhafte Heiterkeit.) Sehen Sie, das sind Erwägungen, die müssen Sie auch einmal an- stellen, und zwar hier von der Tribüne aus, wenn Sie die Tinge objektiv beleuchten wollen. Sie werden, mir dankbar fein, daß ich die Sache etwas nackgeholt habe. (Heiterkeit.) Und das kann man noch weiter ausdehnen auf die Interesse ns olidari- tat der gesamten ländlichen und industriellen Bevölkerung Neue Gedanken sind das ja nicht. Calwer und Sckippel haben schon Aehnliches ausgesprochen, und auch in Volksversammlungen kommen die Dinge schon zum Ausdruck. Ich habe hier einen Bericht der „Kölnischen Volkszeitung" übet eine Münchener Versammlung des HansabundeS vom 21. November. Ich weiß allerdings nicht, ob der Bericht richtig rst, aber die „Kölnische Volkszeitung" ist ein vorsichtiges und solides Blatt. (Große Heiterkeit.) In dieser Versammlung hat hernack der Münchener Sozialdemokrat Tr. Schulz gesagt: Auch ohne Zölle steigen die Fleischpreise. (Hört! Hort!) TaZ könnte auch Herr von Gamp gesagt haben. (Große Heiterkeit). Weiter, ohne die Schutzzölle könnte die deutsche Landwirtschaft gegenüber der Konkurrenz des extensiven Betriebes Amerikas nicht bestehen. | (Hört! Hört!) Tie Aufhebung der Zölle würde den Untergang des flachen Landes, das Ende des Deutschen Reiches bedeuten. (Hört! hört!) Er hat eS allerdings gesagt auf einer Versammlung des HansabundeS. ES wird aber die Zeit kommen, wo es auch auf Ihren Parteitagen gesagt Wird. Tie Erkenntnis wird auch in Ihren Reihen weitergehen. Tr. Schulz sagte weiter: „Im Einklang mit sämtlichen wesentlichen Vertretern meiner Partei" — was sagen Sie nun dazu? (Große Heiterkeit) — „abgesehen von den parlamentarischen Vertretern" (Schallende Heiterkeit.) — ich verstehe jetzt, warum Sie so ängstlich waren, als ick den Namen Sckulz nannte — „die sich von parlamentarischen Rücksichten in dieser Hinsicht leiten lassen." (Hört! Hört!) Was nun mit diesem Parteigenossen geschehen wird, müssen wir abwarten. Nun zum eigentlichen Thema, und zwar vom Standpunkt der Städte und ganz besonders der rheinisck- westfäliscken Industrie. Der Fleischverbrauch ist durch den WirtShauSbetrieb erheblich gestiegen. Dort wird meist nur Fleisch gegessen, denn das bischen Gemüse ist gar nicht zu rechnen. Die Steigerung der Fleisckpreise läßt sich nicht mehr durch die allgemeine Preissteigerung erklären/ Aber zu Angriffen gegen die Agrarier und die Landwirtschaft bietet die jetzige Kalamität keinen Anlaß. Es ist notwendig, daß das einmal von dem Vertreter einer großen Stadt ausgesprochen wird/ (Sehr gut! rechts.) Aber auch die Vorwürfe gegen die Viehhändler sind unberechtigt. Bei uns verlangt man stürmisch die Oeff - nung der holländischen Grenze. Die Berufung auf mißliche sanitäre Verhältnisse erkenne ick Holland gegenüber durch-, aus nicht an. Auch eine Erleichterung der dänischen Einfuhr tftj wünschenswert. Was haben Sie gegen b a S hollän- difcke Vieh? ES ist der Stolz der Holländer! Maler, Dichter und Künstler hat es schon begeistert. (Heiterkeit.) Ich glaube eS einfach nicht, daß dieses saubere herrliche Land noch hinter Rußland kommen soll. Frankreich muß auch für daS Rheinland ge öffnet werden. Könnte man nicht internationales Konventionen über die veterinärpolizeilichen und sanitären Maß-' nahmen herbei führen? Für die Volksgesundheit muß alles ge» schehen, was nötig Ut. Wir müssen dem Volk gute Nahrung zu normalen Preisen Massen, bei denen die Landwirtschaft bestehen kann und die auch die Arbeiterbevölkerung bezahlen kann. (Lebh. Beifall.) Preußischer LandwirtfchaftZmimster Frhr. v. Schorlemer-Liefert Herr Trimborn hat sehr poetisch und malerisch das holländische Rindvieh geschildert. In diesem flachen Lande, wo die Einförmigkeit der Gegend nur durch Kanäle und Wege unterbrochen wird, ist für den niederländischen Künstler baS Vieh bas am meisten hervorragendste Objekt, das sich am besten zum Malen eignet. (Heiterkeit.) Aber unser Vieh am Niederrhein, in Hannover, Schleswig-Holstein und Westpreußen kann sich mit dein holländischen in jeder Weise messen. (Sehr richtig! rechts.)! Ich kann zurzeit eine Oeffnung der hollän- dischen Grenze nicht in Aussicht stellen. Ich halte! mit dem Staatssekretär des Innern an her Auffassung fest, daß Holland noch nicht als seuchenfrei zu betrachten ist, da immer noch in einzelnen Fällen die Maul- und Klauenseuche vorkommt/ Aus biejem Grunde ist eine Einfuhr lebenden Viehs aus Holland nicht möglich. Zur Beruhigung der Gemüter mag noch dienen/ daß selbst bei einer Oeffnung der Grenze Holland gar nickt in der Lage wäre, soviel Vieh zu liefern, daß dadurch eine erhebliche Herabsetzung der Fleischpreise erfolgen würde. In Holland kommt auf 1000 Einwohner für das Jahr nur eine Vieh- unb Fleischproduktion von 294 Doppelzentnern, während dagegen Deutschland eine Produktion von 482 Doppelzentnern hat und innerhalb Deutschlands die Provinzen Schleswig-Holstein und Hannover je 952 Doppelzentner aufweisen. Diese Zahlen lassen deutli cherkennen, daß auch eine ziemlich starke Einfuhr auS Holland nicht imstande wäre, unseren Fleisch- unb Viehmarki in irgenbwie beträchtlicher Weise zu beeinflussen. Ich gebe zu, daß an bem Tage, an dem man die Grenzen nach Holland öffnen würde, der Markt in Köln einen erheblichen Ueberfluß aufweisen und die Fleischpreise heruntergehen würden. Aber vielleicht würde man bann Jn Köln bieselbe Erfahrung machen wie in Mannheim, wo die Händler das Fleisch aufkauften unb die Preise wieder in die Höhe gingen. Die Einfuhr aus Holland hat übrigens in den letzten Jahren ganz erheblich zugenommen. Wir haben 1900 Freitag 1 Uhr: Interpellationen. 592 "l 531 5? 732 814 92 21002 4t 214 445 510 186'02 [500] r,r. 73 826 96 57093 366 72 575 [1000] 87 76 122 40 04 212 20 61 81 920 221343 442 558 573 316 29 155 ’’ ?s rtoooi ■ : ’ jh©;» Str impf © ♦ tMterzeug^ Schulze TeSepfcoei 774 ECreuzpSatz 834 521 991 849 277 740 854 50 344 >407 509 59 347 [500] 50 701 770 931 572 118 408 933 273869 80 349 497 521 445 669 807 [500] 310 96 536 67 901 638 SO 827 20169 67 517 49 359 [10001 12 918 [30001 188123 824 [500] 40 189050 421 76 910 923 887 620 80056 $7 153 227 36g 643 852 [l000] 933 8 1 065 116 32 231 404 539 89 796 993 [3000] 82184 667 829 83022 31 41 120 78 448 563 661 84008 96 120 23 58 326 430 98 508 897 8 5084 9 7 331 526 99 983 8 6168 [1000] 63 333 47 472 855 [ 500 ] 87011 [1000] 120 57 406 26 77 308 69 [1000] 071 88014 454 92 [5001 536 41 [500] 638 89000 574 609 22 726 [.1600] 90 [1000] 90003 24 233 807 91004 313 [500] 68 496 9 2’32 14. Ziehung 5. Kl. 22.3. Kgl. Preuss. Lotterie? Ziehung vom 24. November vormittags Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) Negierungen b. Wangen- sich mit der wissen, daß diesem Ge- Wege gehen wollen Sie 3OOI07 259 [500] 3()2 577 800 928 50 3 0 1 303 480 506 688 815 976 3 0 2018 65 [500] 128 83 235 SS 553 069 83 826 [500] 303068 96 861 497 764 14. Ziehung 5. KL 223. Kgl. Preuss- Lotterie. XT Ziehung vom 24. November nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark eind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 539 715 21 32 82 899 995 9 3 053 211 SO 315 31 57 [500] 59 71 610 57 674 94137 807 439 72 650 65 [50 000] 936 95184 318 425 26 855 9 6009 93 479 543 813 98 987 [5001 9 7053 319 473 585 709 9 8037 72 123 215 91 618 723 [1001)1 99002 112 212 313 515 707 36 56 71 1OO047 306 504 93 727 826 55 101014 170 [500] 1500] 349 92 VS 581 630 102241 353 96 899 927 66 103191 228 302 413 50 754 57 96 845 942 101028 [5001 415 813 40 961 105198 663 929 81 106’35 8.3 262 976 235 17 701 617 13 934 74 49031 137 72 [500] 98 227 _ - ...... [500] 658 87 896 904 50011 463 [1000 ] 530 657 71 758 [500] 5 1 074 [1000] Zn HZ 40 04 212 20 622 853 52150 [500] 366 [500] 8? ?-8i2 l^O] 850 69 701 879 5 3 009 10 [1000] 303 62 369 [500] 84 436 69 661 715 835 941 926 2 74193 249 537 785 2 7 5 03$ 116 81 48 809 276'131 341 579 612 35 49 277^ 278012 83 124 27 321 565 645 2 7 9121 2(K . - 566 [5(10] 704 20 801 932 58 280168 431 70 508 710 993 2 81137 99 LSI [500 3.3 2820ü4 14 397 [3000] 425 55 774 [ 500 ] 899 2 83i'1 kJ1 C 70 125 313 2 9 4 418 542 681 815 2 9 5 274 318 (ii oanS L7 72,7 R2,88ß 2 9 6 271 323 537 715 30 79 96 Wt 297’11 363 15000 ] 92 420 65 528 612 '8 29 730 2981"1 494 11000] 692 906 2 9 9 061 107 252 416 [3000] 543 82 [1000] 607 16 £54 787 803 [500] 19 3 015 1 86 213 24 60120 597 615 955 93 61148 428 508 924 61 61 62(01 115 19 292 326 46t 593 693 804 9 937 86 63058 874 955 64271 427 73 [500] 631 80 92 889 6 5063 121 225 54 [3000] 557 538 58 [1000] 662 702 9 861 66« 7 98 167 293 344 548 616 7.6 95 [ 500] 861 [500 ] 85 920 67124 237 85 [1000] 374 80 4’9 91 652 753 11000] 832 971 68111 261 362 411 524 58 023 69021 55 261 356 [1000] 716 829 99 [1000] 70019 496 656 729 [1000] 61 73 71064 [3000] 105 245 54 Sä8 ISOOOJ 697 718 20 93 83.3 943 72036 135 701 [30001 818 7 3'109 127 499 .03 811 7 4003 388 866 7 5 ’01 419 511 659 741 837 76132 235 354 56 4 88 77047 ’52 75 1500] 88 567 633 [5001 739 90 7 8207 333 521 710 903 79037 189 4 3 705 976 verschiedenen Orten Fleisch. Dort rann 40151 [5001 79 313 482 726 994 41319 42 617 [500] 867 990 42141 69 579 803 LOOOJ 92 43'26 741 66 942 [500] 44107 349 444 551 787 832 4 5’92 592 780 4 6'6’ 364 439 690 745 959 47263 kg4 588 [1000] 896 4 8165 257 13000] 319 52 82 459 95 816 48 49452 75 691 <161 5 0036 184 [500] 95 52 J28 61 ,23 880 51443 [3000] 507 13 72 763 941 52001 32 55 570 630 778 895 973 5 3-144 404 763 [500] 870 86 54108 376 624 710 24 73 996 5 5 731 5 6 316 416 875 82 [3000] 904 67 5 7093 473 689 992 5 8109 312 46 98 486 749 66 804 978 5 9008 88 810 47 598 672 [500] 784 [1000] 98 17180 207 441 53 82 18194 471 528 [1000] 894 950 19-193 42 [1000 944 t?0™! K8144 394 709 960 149054 [500] 226 461 oUO o 92 150169 334 757 [50Qi 940 70 89 151 "66 439 5’7 974 152’65 473 [ 500] 530 64 795 873 153039 41 161 30a 4.i5 632 71 1 40 [500] 96 154211 74 624 81- 155118 LÄ/nni471! 615 65 75 897 156062 284 361 410 5’3 726 991 lc»73.i" 42.' 60 571 158101 253 ' 5001 :’2 773 87 -17 53 159215 307 581 97 [1000] 609 39 75 obJ 929 140024 198 210 34 37 809 26 723 815 T 41 -,«» 454 142674 762 878 919 78 143’«0 413 '06 RS ra % 854 144016 [1000| 95 211 [500 ] [500] ßga 1450’’ 79 198 214 17 386 941 146096 335 [500] 606 bi m 91_t3Q0^ «9 531 635 42 700 M 830 p” ortOA91.8 JJ.00?! 81 302137 72 Ueberdies sind sämtliche Zölle so niedrig, daß auch im Interesse der ReichSfinanzderwaltung eine weitere Ermäßigung kaum znlä ssig wäre. Und sollte selbst durch diese Maßnahme in einem oder anderem Falle eine .Herabminderung der Viehpreise eintreten, so ist es doch unter allen Umstän- den sehr zweifelhaft, ob in gleicher Weise auch die Fleischpreise hrruntergehen würden. Ich habe gerade in der Rheinprovinz bei der Beseitigung der Schlacht- und Mahlsteuer die Erfahrung gemacht, daß in den dabon betroffenen Städten bei keineswegs unerheblicher Minderung der Unkosten für die Fleischer doch eine Ermäßigung der Fleischpreise nicht sofort eingetreten ist. In Breslau ebenso, und ich glaube, es würde mit den hier in Vorschlag gebrachten Maßnahmen ganz dasselbe sein. Die Fleischer würden nicht in der Lage sein, dieserbalb in eine Ermäßigung der Fleischpreise willigen zu können. Auch England hat gegenüber Holland die Einfuhr von lebendem Vieh gesperrt. (Hört'! Hört! rechts.) Im übrigen erhebt England kernen Zoll auf Fleisch, ist aber auch dadurch in die sehr traurige Lage versetzt, daß es 50 Prozent seines Fleischbedarfs aus dem Auslande decken muß. (Hort! Hört! rechts.) Und was das bedeuten würde, für den Fall einer kriegerischen Verwicklung für die englische Bevölkerung und insbe]ondcre für den englischen Arbeiter, brauche ich nickt näher aufzuführen. Einer Enquete nach den Verhältnsisen in bezug auf ben Zwischenhandel bedarf es nicht; sie sind im wesentlichen bekannt und wollten wir weiteres Material berbeschaffen, so müßten wir vor allen Dingen in der Lage sein, in die Bücher und __Verhältnisse der Herren Fleischer Einschau zu halten. Wir würden 4 41 780 1 53182 89 251 514 758 879 151' 1000 497 682 |3000| 716 [ 10001 896 1 55 7? 1 ec257 98 99 820 [500] 544 604 700 22 877 [5001 > In. no6 -n7 "r5/ 95 l77 853 710 53 6.3 856 9"0 92 15S IßfSrt L?nl 159337 414 530 88O I-' 00] 986 [5( r [dOO] 385 462 870 958 161’30 427 5 8 [500] <88 804 21 94 990 162113 241 53 316 r.oS «- 16 3 066 96 249 752 843 1 64 089 199 392 [l'dOOl - '^^nl01QCa84j-A1S 694 16 6073 165 [1000] 344 167 369 4°6 596 629 891 löOO] 931 37 16816° lt( 56V’ 890 906 29 30 169150 309 "ö 312 W 704 57 321 737 880 969 77 107 >1 210 69 451 912 11000] 108294 487 13000] 671 808 1O9310 [5001 454 619 717 82 821 90S 110 125 713 [1000] 44 82 054 1 1 1041 150 495 609 840 53 1 12023 440 570 771 954 1 13123 235 436 544 832 986 1 14040 834 11000] 36 227 446 605 901 47 98 1 15288 94 651 701 |1OOO| 12 1 16110 83 339 81 478 730 117138 [3000] 81 260 506 624 25 13000] 39 71 2 43 61 «3 13001 1 18010 96 1 68 209 4 07 [5001 99 637 45 94 707 900 8 119087 180 [500] 221 93 337 650 87 701 5 120034 245 419 736 89 865 121019 [1000 ] 331 47 96 [1000] 414 771 122051 223 82 368 449 981 123'198 121 202 897 447 580 708 29 953 124122 25 356 11000] 501 846 125064 77 284 4*0 571 74 807 58 126320 965 [5001 96 127082 168 250 557 718 83 18000] 66 865 128,2kV'45 448 771 129122 246 533 81 645 93 706 20 1300’1 38 277 637 972 131118 790 820 132’60 [500] 96 570 799 915 34 13309’ 140 723 835 9.36 63 *0 334,nx4J28 214 398 508 63 98 135149 65 478 632 76 875 136117 01 379 568 625 756 137010 11000] 174 221 482 624 53 898 048 138054 58 454 997 139016 325 420 603 |1000] 1.3 23 020 140219 24 329 547 14 1229 42 624 815 941 79 [3000] 89 142344 78 [500] 556 6C.1 72.3 80ß 143022 196 304 580 7’1 57 800 955 144013 38 167 209 839 431 505 652 [500] 824 73 938 145u51 98 194 308 75 929 146105 22 [1000] 60 266 619 717 1 4 7 024 | 500 ] 546 604 712 25 148'273 329 408 78 8’2 923 1 4 9037 500] 49 344 08 69 521 45 876 997 [ 1000] 150133 41 361 413 514 644 802 27 918 151015 68 87 88 222 76 11000] 54-1 54 707 22 913 [5001 79 [500] rechts.) Ich muß auch setzt Saran feittzakken, und zwar Tn Nkckerr einstililinnng mit vielen Nednern hier, daß eine Bessening der gegenwärtigen Fleischteuerung nur iy der Verstärkuna der inneren Produktion und in der Freihaltung des deutschen Viehbestandes von Seuchen und Seuckenaesahr zu erblicken ist. (Beifall rechts.) Wenn aber in einer betroffenen Gegend sich auch fernerhin noch ein besonderer Fleisckmangel und besondere Fleischteuerung bemerkbar machen sollte, dann kann ick nur än, raten, dieselben Wege zu beschreiten, welche die Stadrver. waltungen von Ko bürg und Gotha und kürzlich auch C h a r l 0 t t e n b u r g ins Auge gefaßt haben, in möglichst großen .Mengen direkt Fleisch von Holland oder auch vor Dänemark zu beziehen, es den Metzgern zu verkaufen einen entsprechenden Aufschlag anzubieten und im Falle der Ver. Weigerung dieses Verlaufs selbst V e r k a u f 2 st e l l e n etnw. achten. In dieser Weise haben sich größere industrielle Werke ganz gut zur Zufriedenheit ihrer Arbeiter geholfen, ich sehe der Grund nicht ein, warum nickt auch die kommunalen Vernichtungen denselben Weg unter möglichster Schonung der Interessen der Metzger beschreiten sollen. Im übrigen spreche ich auch setzt noch die Hoffnung aus, daß die gegenwärtige Teuerung nur eine vor. übergehende ist, daß wir keinen Anlaß baben, in die Zukunft nach irgend einer Richtung mit besonderer Besorgnis zu blicken. (Bei- sall rechts. Abg. Gothern ruft: Es bleibt alles beim alten!) ' Abg. Werner (Refpt.) stellt sich auf den Boden der Negierungsabteilungen und polemsi siert gegen Trimborn. Abg. Dr. Roestckc (Kons.): 1 223 96 407 563 90 [500] 764 877 982 [3000] 1151 52 429 510 24 608 827 43 95» 6t 2077 446 742 803 3481 916 4206 307 [500] 416 42 [1000] 73 572 613 58 783 952 5 007 [3000] 167 411 560 [500] 66 755 6160 431 520 17 679 710 35 36 93 969 7185 823 626 877 [1000] 8013 [3000] 22 49 [500] 94 503 60 631 87 760 [500] 835 46 9007 18 [ 500] 103 12 85 204 [1000] 77 495 619 10063 126 24 6 316 61 73 6 71 1 1071 114 [1000 ] 56 -04 404 oOl 7’8 65 73 959 1207'1 96 107 99 408 13 42 590 636 73 737 [500] 13’28 [ 1000] 371 779 [3000] 855 78 [1000] 14039 49 254 595 1 5118 [1000] 29 40 227 307 494 581 917 16031 242 315 510 53 621 39 65 813 73 97 17037 181 286 614 1 8013 55 205 615 21 907 1 9029 51 418 91 20019 [1000] 175 549 785 2 1 263 [1000] 382 568 70-1 72 803 2 2 070 230 388 840 52 75 921 2 3 032 115 71 216 604 89 24’42 [1000] 347 [1000] 587 [500] 25176 225 31 97 [3000] 352 97 496 630 26063 144 256 393 438 59 620 74 7 76 853 911 27158 237 331 404 82 626 44 815 2810? 95 697 715 [1000] 808 987 * 29039 47 146 309 463 544 629 740 839 906 30014 96 143 52 204 93 97 306 [.3000] 66 413 682 .72 [3000] 909 27 31036 57 156 350 8’0 945 32265 340 69 /200] 90 553 75 808 25 6 2 3 3 059 73 75 100 269 [500 ] 444 576 6’3 [10000 ] 98 979 [500] 3413.3 530 78 647 768 35145 206 346 482 [500] 551 830 36’68 305 5"2 615 748 909 20 87 37032 114 458 704 86 841 930 3811’ 54 207 394 454 96 577 722 37 8’6 81 90 943 39163 80 474 90 514 37 39 61 65 618 47 [1000] 900 40067 89 [500] 313 658 4 1 033 75 94 101 539 56 42063 217 82 90 [1000] 322 4.37 65 [500] 709 4 3051 [5000] 58 322 606 50 4 4110 252 416 [1000] 57 525 849 95 978 4 5 338 94 726-51 [3000] 907 46220 24 [500] 493 [500] 524 28 40 47247 515 34 [1000] 82 638 61 I 999 4 8 032 1 01 886 99 ■* —’ ----- ' ' 1 160115 [1000] 86 257 526 604 756 72 908 11 161412 568 619 27 712 814 90 162033 35 14 ’IO J22 709 RS 918 25 30 1 6 3 038 93 [500] 431 542 r^ni1?.^51;3 ^ 000] 481 591 698 165064 597 1 6 6 075 ^0] 14.’ 242 308 90 600 63 731 91 871 1670’8 164 72 24?J’7 927 168075 260 448 169128 6’6 39 870 ,, 170196 210 352 655 782 908 171182 687 869 949 317 64 91 173181 761 814 58 174’13 589 913 175028 191 211 54 317 662 85 9’5 176’10 61 [5001 304 4ZS ?%e47 57 825 72 177021 [10O0] 312 [500] 59 814 SSS, ="! 2?5 ß1° 331 f10001 03 735 66 [1000] 893 908 S’oJ79112 l500] 438 783 [5000] ,,, 18 0060 103 218 33 366 586 680 715 86 1 8 1 081 ”l SS 5Cno L1000,1 611 f5€01 78 954 182)13 33 96 165 394 aS""n 606 82 f°onl 883 183474 [mool 971 1841'9 Ao 4 0-18 t wahrscheinfick, wie mir von einem Mit'gkied'e'des Kölner'Stadt- ' Verordnetenkollegiums, der gleichzeitig F eischermeister ist oder >var, versickiert worden ist, die Tatsache bestätigt finden, daß ein großer Teil der Metzger finanziell in den Län- c,Crnr? e r K ommissionsgeschäfte si ch befindet. (Abg. J2l>r richtig!), und daß gerade dieser Umstand sie vielfach - nötigt, über ihren augenblicklichen Bedarf und über den Preis, den sie an sich zahlen könnten, Vieh zu kaufen und es vielfach unter t Preis wieder zu verkaufen. Daher kommen b i c traurigen Ergebnisse der P r o b e s ch l a ch t u n g e n (Sehr richtig! rechts), die ich im übrigen als v 0 l l st ä n d i g e s V e iv e i s m i t t e l nickt ansehen kann, denn wenn das richtig Ware, dann müßte ick;on eine ganze Reihe von Metzgern und Schlachtern längst über Bord gegangen sein, und das ist doch bis heute nicht der Fall gewesen, wenngleich ich ja zugebe, daß ihre Lage vielfach recht traurig ijr. Ter Minister legt gegenüber zifsermätziaen Darlegungen de^Abg. Tr. Wiemer dar, daß die Ziffern Dr. Wiemers sich in der Hauptsache auf Kälber beziehen, die aber nur ein ^chlaastgewicht von höchstens 40 Kilogramm haben; rechnet man dagegen bei den Ochsen und den Kühen das Schlachtgewicht auf ettoa odO und 250 Kilogramm, bann ändert sich das Sckluß- ergebnis dahin, daß im zweiten Quartal 1910 nur das verhält- msinätzig geringe Minus von 22 131 Doppelzentner gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres sich ergibt, mit anderen horten: mif den Kopf der Vevölterung nur 0,34 Kilogramm, ^ur die Lchwemezucht ist, wie mir kürzlich ein Landwirt sagte, eine nahezu unbegrenzte Möglichkeit; Schweine können w 1 r ] 0 v i e'l produzieren in i e wir wollen, es kommt nur darauf an, daß das nötige Futter vorhanden ii't und daß die Preise ]o und, ^datz die Aufzucht noch lohnt. (Sehr wahr! rechts.) Herr Wiemer bat unter den erheblichen Nachteilen der gegenwärtigen Fleischteuerung zir meiner großen Per- wimderung auch die Abnahme der Kinderzahl erwöbnt (Heiterkeit rechts.) ' Ick glaube, ein Zweifel kann darüber nickt bestehen daß durch die gegenwärtige Erhöhung der Fleischpreise noch fein Kind weniger in Deutschland auf die Welt gekommen ist. (Heiterkeit.) Wenn wir die Tatsacke zu beklagen haben, daß auch wir an- fangen., weniger Kinder zu erzeugen als in früheren Jahren, öann ist das — und ich spreche darin ein ernstes Wort aus atfein darauf zurückzuführen, daß die vermehrte Kinderzahl nicht inefji: afu ein Glück und (5J o.t t e § Segen, sondern als eine Last empfunden wird. (Sehr richtig! rechts. Hört! hört! lmks und Zurufe: Woher kommt das? Doch von der Teuerung.) — eine Auffassung, die gerade in solchen Kreisen verbreitet ist, denen die deutsche Landwirtschaft mit ihren Anschauungen Gott ier Dank noch fernsteht. (Beifall rechts.) Der Minister wendet [ich gegen die Ueberlreibungen in Flugblättern, in denen davon me Siebe ist. daß die Fleischteuerimg die Sterblichkeit der Kinder vermehre, Verbrechen züchte, Mädchen der Sckiande in die Arme treibe usw. Einer Widerlegung bedarf das nicht. (Sehr wahr! an frischem Rind- und Kalbfleisch. Befrackt, daß die Einfuhr von Holland in jeder Weise erleichtert der _ Nheinprovinz existieren an Untersuchungsanstalten für falsches , , überall das Fleisch untersucht, die Weichteile losgelöst und das frische Fleisch sofort den Märkten zu- geführt werden. Ich glaube nicht, daß nach dieser Nichtung hin noch eine Erleichterung erfolgen kann und ich glaube, daß den vorhandenen Bedürfnissen in hinreichendem Maße Genüge geschieht. Im Namen des Reichskanzlers und der preußischen Staatsregierung darf ich versichern, daß wir gewiß gern bereit wären, den Wünschen e n t g e g en z u k 0 m m e n, falls uns Mittel und Wege gewiesen werden könnten, die sich wirklich als dankbar und brauchbar erweisen. Tas ist leider nicht der Fall. Was die Eisenbahntarife und den Wunsch nach Notstandstarifen betrifft, so würde auch,eine Verbilligung um die Hälfte, also um einen Betrag, bei dem die Eisenbahnen nicht meor auf ihre Kosten kämen, auf das Kilogramm Fleisch ungefähr 1 Pfennig Ermäßigung ausmachen, also den Preis gar nicht beeinflussen. Dasselbe gilt von dem Wunsche auf. Ermäßigung der Futtermittelzölle. In einem Fahr, wie dem gegenwärtigen, würde eine Ermäßigung der Fleischpreise dadurch nicht herbe igesührt werden können. 240013 59 125 54 292 491 773 963 241171 [W 553 [500] 65 696 779 811 CO 96 | 500 ] 242 ”0 79 98 V 56 n95 S ol2!L,]0(10] 74 2 4 3080 113 658 715 [50( 2,4406g 269 467 511 13 [1000] 37 630 8.' 24o130 2_f 1100(1] 493 818 [5001 919 67 130001 246" SS 72 8 248158 319 15W 847 Z49.il 7 36 576 928 90 2501’3 2.31 [50001 56 Ml 722 47 251041 89 15 fion2o3eon3,o17.3. 909 2 5 2’54 830 4’8 |.500] 86 682 76 9.9 Z53IL8 31 15001 295 381 449 550 670 086 99 25461 87 355 770 72 93 [1000] 919 60 2 5 5 041 13000 ] 84 26 "!5, 57 397 409 67 536 99 258129 61 21 30Com 593 912 71 259004 47 281 671 703 92 835 «^,00.21 59 361 [ 5Q0] 643 [500] 51 [30001 7n i 829 4SR l5o,'J 619 23 78 735 8 8-9 2 6 3145 502 8.1 92 913 26ScOO’ 10’ 30 55 220 4 [1000] 411 571 830 |1000] 97 2 6 5’56 420 661 801 2 6 60- K L«23‘r a70, 037 91 963 [3000j 267148 I1000J (?8 40 [l9,,0] 268111 274 110001 311 [3000] 451 65 500kw« 3000 * 994 2 69100 33 300 606 gZSnlo -li6 653 2 7 1 209 357 414 98 889 [500] 9t I3-**2013 62 369 [500] 84 436 69 661 715 835 90 30012 104 [300] 225 438 869 [500] 94 921 [3000] 31191 95 [1000] 462 543 821 52 32173 319 434 514 16 662 837 930 33104 44 2’6 302 [50'g 432 581 973 3 4043 392 814 25 959 75 [500] 35071 [500] 521 81 891 912 28 36150 262 74 632 Ö12 37024 69 164 228 48 [500] 86 354 5*9 [3000] 606 44 855 38059 168 744 863 914 39113 |3000] 272 849 736 47 ,. warne die Regierung dringend davor, au's oem durch die Zulassung französischen Viehs beschrittenen Wege sortzuschrer. ton. ^ch begreife das Vorgehen der süddeutschen ~ " durchaus nicht. Dr. Wiemer hat üehauvtet, üerr he-m sei gegen die innere Kolonisation. Er scheint Materie nicht beschäftigt zu haben, sonst müßte er Herr v. Wangenheim gerade ein Vorkämvfer auf biete ist. Warum sollen die kleinen Bauern eigene und nicht mit dem Großgrundbesitz. Tie Kleinen fuhren, Herr Nvumann.' (Abg. Näumann: Sehr richtiglV Warum macken Sie's nicht beim Gewerbe auch so' Aber da [ollen die Großbanken und die Grotzunterm-bmer die Fübrer der Kleinen sein. Warum diese verschiedene Behandlung^ Warum stören Lie die ^Einigkeit der Landwirte? Ist das der Zweck der uebung? Mit Ihren Maßnahmen würden Sie die Viehzucht von . £ u"dwirtschäft ablösen. So würde eine selbständige Vieh» indu]trie geschaffen. Damit entwerten Sie den Grund und Boden und machen das Land voni Auslande abhängig. Für die Landwirt,chaft sind die Verluste in der Viehzucht am schlimmsten. ... Um %8 Uhr vertagt sich das Hans nach einer Reihe von per- sonlichen Bemerkungen. an* den Niederlanden 27 610 Doppelzentner ein geführt und in diesem Jahre — das gilt für die ersten neun Monate — bereits 34 139 Doppelzentner Daneben kommt in frischem Fleisch ans wird. 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Ml finool «« 77, 100 117.80 i. unk. ü. 191 j . M. 3 103.40 91.3u 1000/2000 M. i. Rio de Janeiro v. 1909 i. 0). o‘/a Karlsruhe 5% Sofia . u 3 Lk. 86.50 90. 92.5o 4 100.3o 7i.7u Lire 500 90..0 4 Waab-Odenb. . 28.20 4 do. i. 0). Standesherrliche Anleihen. 95.23 M. do. 93.70 do. v. 1886 90.10 SolmS-Laubach abgeit. i-st 8iu||i|aje euöou 97 fiencrfr. gar. 83.75 Wi 91. Lstr. 89.6 J 9o.7u 37, Fn. Hhp.-Bk. Ser. 19 . . Bank-Aktien luverziusliche JLose, 37.10 Badische Sank do. dis incl. Ser. a2 4 uni. b. 1913 do. «7.1 ü7. 83.50 !8-3U, 32 ougo.) do. S. 45 (uigb.) do. Ultimo 00. 4 97.90 Mecklb. Hy^. n. iübi. Scc. 1 ucri. a 12 4'/2 jaia), vu^cuu. cono. 600/KOO 47- do. r. 102 Indnstrie-Aktien. 47, Etscub. Rentenbauc Wicuiinger Hyp.-Bk. Ser. 2 do. 00, 47, 6i|emucrre Loüar r. Iu2* 4 Wcue Bvoeu r. 102 do. 4 Preu.; 17 J. tünbb ab. 1903 169.40 S 2u °/a 00. II U6.uü do. Bereiusdartt 7 6 tandbriefe, 98. i 5 Hill, 13 -7. ort. < u.tt. 98.15 40.50 avge.r. u. 17 u.ik. 7 7 ab 1905 qü 1907 amort. ob 1907 ainoct. ab 1910 4 4 4 4 do. do. M. louo SW. 1000 u»i. loou 5 3 3 do. do. 500 1000 1889 1891 400 4uü 400 «>7, 57. 3 3 do. do. do. do. lündb. tun üb. tuiiob. 91.50 9J.7u 4 4 v. 1879 v. 1900 6i|enUaljii-lHciucn-:tif. . rZraull. ^ypoihek.-Bank 4 4 4 aii. 1000 Llr. loO 13 9 6 6 67, 101.— 91.10 4 4 4 4 4 4 5 3 privil. . . garaullerte tllnoo, lullOU. küiidb. ab 19 -6 unk. u. 1911 . (5). G. G. (9. v. v. b. Lj 12. u. 1/11. v. 1820 couoerl. v. löUl v 190- V. 1903 92.40 94.30 do. do. do. v. Kb8 u 3 . abße.i. fcu. J 0. 1d84 V. 1886 U. 88 . . . V. 18J4..... v. 19uu unk. b. 1915 1901 19u2 1)08 289.- 168.' 0 129.50 129.50 Ul.iO 114.— Fr. Fr. do. to. 37, 4 37, Aut. abgest. do. . . do. . . do. v. 1866,97,1902 1899 do. do. do. do. do. do. do. 9V, 8 57< 6 «7, .Lstr. M. Kr. -.avriver aogeu. . aucirnuger ^cum. P,andbr. ejkCLL. U. louO . . Liociiuurgec..... Wui|i|u;e u. 1j61 . . . Wu|ji|a;e 0. I060 . , , «m uvciyciiu.-yiaab-U/rai do. do. do. do. do. Trier v. 37, •>7, 4 37, do. do. v. 1901 lünöb. ab 1906 . . abgest v. 1887 v. 1891 abgest. , . . . . v. 1896 V. 1898 v. 1902 Ser. II lündb. ab 1907 v. 1901 lünöb. ab 1907 . . , v. 1887/89 v. 1896 lündb. ab 1901 . . . do. Ser. 3 abgest do. Ser. 2 u. 3 imibö. ab 19Ja do. do. ältst. E.-B. i. G. 47 44 Lstr. U'.. Lstr. SW. do. von 1892 u. 94 do. v. 1902 unk. b. 1910 do V. 1896 127, 5 6 97, »7, 159.50 214.— 166.50 102.lv 121.— 129.40 499. vl 127.- 157.6(* 138.80 148.1.- 149.10 1— v 111 IX v. 105.— 164.— 122. - 138.15 19 10 101.- 97.- 91.- «7i 4 d39.ü( 105.0b 423.- 26ö.6i l 142.50 143 it 107.- 131.- 16.50 90.8v 37, 37, J7, 37, 80— 80.- 101.7 9..2u 101.10 91.10 91.3b 80.— 82.-0 102.- 92.7 91.40 91.30 83.30 92.20 83.4u 92.20 83-4-. 1UU.L0 92.4o Ul. 10 i. B. v. luuo miiöb. ab 1905 v. 1881 u. 1881 abgeft V. 1888 v. 1898 lündb. ab 1jv2 v. 19uj tuudb. ao 1908 «. 14-15 . Ser.I- V unk. 1909 Fr. M. Pci. Lstr. Wi. 99.30 80.- öu.4u 56.3u 95.10 02.90 nut. 0. 1911 Slominmiai . , y . \Muiu, S. 1 u. 261.7. 116.3b 1 6.- 216.00 105. 134, 190. 190/ v. 1)01 tundb. ab 1906 V. 1883 v. lo’Ja ... * P. 1898 lünöb. ab 1903 19 jj „ K abgeil. . . (Stragcnbabio 0. 1899 . v. 1901 rtivt. I. . . . v 1901 Abu H. u. HI. 1. U). V. 1903 1. G. v. 1891 v. 1894 . . v. 1898 . 99. ,u 9-.- 90.30 4 4 4 37, 47c 47- 3*/, u7, u7i v ^auiourgcr v. Io66 v .Vuuuiidqdje Jtuimn. v. 1871 u7aliüin-d/iiiiucncc . . o7,vuocuec v. 18 -3 . -^VUlllu/CC v. Jouj . . , 4 4 4 r« 3 4/i 47, 4 37, 3 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 4 27, L7. 0 91.— 95.. 0 101 JO 92.70 4 37, 371 3»/, 371 -8.7u 8i.o0 76.3 7 7.uO 7ö.üu 7v.2j 67.80 94.40 Aktien ausländischer Transport- A n «Hullen. 37, 4 ö7, 4 4 4 4 4 4 u7i 37, 3 371 371 Allgemeine Deutsche Klcinba neu abg. uO°/0 Suöd. Eiienbahn-iAel. Darmstadt . . . 73.40 101.- v. I90v lündb.'ab 1903 v. 1899-1901 . fl-7 Tlr. 2o Tir. lv . öt. lo Lire lau Lire 4v Lire 10 8 9 8 d7, 671 b 1 4 37, 6 4 7, Ö°/o »% 0. st. 4U0 600/1.00 st, UüU 4 4 4 4 37, 37, 37, 47, 4 4 4 4 4 4 v. luvl..... V. 1894. V. 1903 v. 1902 lündb. ab 1907 . v. IvOu tuudb. ab 1908 , v. 1897 .... Lose« . Tlr. 100 . ö. |l. IvO . Ttr. 100 . Tlr. lOo . Ltr. uO . h.st. 10^ . Ttr. 10v . Tlr. do . Fr. 8o . Fr. loo • T»r. luO • d. fl. uüu . Ttr. 4o 223.75 113.v0 318.— 2ol..,0 135.25 1-8.00 199.60 200 uü 212.00 184.aU 173.70 112.50 4 8V, 3 4 4 4 ?7, 37, Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 37, Neustadt a. d. H. v. 1889 . . S. 1 S. 19 do. do. do. M. Ttr. Ni. Fr. 5 r4 3% 91.nO 92.50 4 37, 37, 37, 4 37, VYv.-Bu LU. A Wi. luOO do. do. amort. omvru do. prw. v. 1903 steuerfr. do. conv. unif. v. 1903. 4V, 37, 3 /, 4 4 4 4 4 37, 37, 37, 87, 00 öu dv. do. Cf, <1. orz. H AUgcui. Berlin # ta.,mcyec . . N Sm,uuert „ <.iem. et .yalSIc m Untern. Zurich Faruioecte.pochst. Winni iciocji i.a; WL j?ia|.i). iilcyer. , oiriyticc . . „ i^ab.üi,Schleich. ^auw.-i/ini.-Pclttl. Norod. Lioyü . . Steaua Nom.Petr. | 37, Kassel abgest. ’ ^7, launigen 0. 1886, 1883 u. 1903 4 kein v. Ibuo...... 4 „ v. 1903 o1/, Kreuznach v. 1888 u. 1898 . ’ <>7, taijc u. lödJ ..... v. v. v. v. 7 9 7 8 lv 1'1, 7 h 130..10 2.,7.- 16'.— Iu7._-O 191.40 162.7u Suva. Boocniredii-Bmk Un„ar. ittcöuoaiu . . Uniüiibaiu (ivieuj . . wiener iüaiuocrein. , Miucttbfl. ^antaiiflaü . 1 Türken Bagdad-Bahn 1 Ungarische ^old-Nente 2025r do. do. do. do. do. do. to. do. do. Le|l,-t'aiiocrOanr Leii.-Rrcöu-ziiiftalt. * Pfälzische Baut . . . ^reuz). Bvdeiiircöitbl'iik oh 37, 37, 137.25 14.>.90 182.- luO.— 134.— 118.- 203 00 11b.- 190.- 71.90 1.6.0b 49«'.— 123.5b iK-otd-ANt. v. 1889 .... 60111. E. B. Ser. I u. II 89 , Gotd-Anl. Em. III v. 189j , w Staats-diente v. 1894 . alt.Kr.3ibl. do. do. do. do. do. ÖD. do. Ui kJ. Lolall)al)tt Serie I r. 105* Do. Oo, Serie II r. lu2 296.60 130.25 1/0. 0 118.- 189.- 158.50 99.15 243.25 321.— 165.75 200 10 Schwedische v. 1880 abgest. do. v. 1890 . . biente Ö0. 9icnte 3iente 19u7 1893 1890 189 < 1900 190a Staate oder vrovinzial.garant. Hess. Landeö-Hyp. Bank «er. 12—13 37, Aichaiienburg v. In88 4 Augsburg 0. 1901 unk. b. 1908 . < 4 Babenhaulen (Reifen) 37, B adeii-Baöen u. 1898 lünöb. ab 1903 37, Bamberg v. 1öö8 öo, do. do do. do. do. do do. do. do. do. do. öo. do. do. do. do. do. do. Ser. 10 do. do. do. do. do. do. to. do. do. do. v. v. v. o. v. v. dv. do. do. do. to. do. do. 103.20 102- 99.60 101.- 102.50 9/.— 99.20 93.50 Augsburger . . . Braitulchivcig . , Fiuiitauöiiche . . Freiburger . . . ^cnua .... ^apciuj. E>rafi. . . JlllDOl|v»eiistcitian v. 1öi9 37,Äoitaaröbahn .... 37, Jura-simpton v. 1891 91.— 91.- 100.30 91.10 Hefiische St.-Anl. v. v. 1906 37, Gräfl. ^7, 0 nein. 4 öo. 57, do. 07a ^ca[L Dindeode 'Wö 19u9 do. do. do. to. u. ü. b. b. do. do. do. do. do. 11 517/7O 67, 10 5 8 57. 7 9 do. do. do. | ytriiiiec BliejenbachBergw. , Borg. Alt. Bochumer o-ug . ouoerus isiicit Concordia löergb. 4*t. 8uj.einb. löy.u. ^teitr.r:ichiu.zirail ^ichweuer Bergiv. obtzvit ^«aiiiinuot „ Borz. Alt. Eleiienltrch. jyrgiv. -parpencr „ •yui^ec iztjcinu. . O"nnioor Zement yiocnna Bergiv. •yoid). liifciiiu. ^uinuoto Blaich. . üuura^nrte. . . -‘Uiien Bergvau. .lucheinierB.rgiv. jioioo. -D.oUia.niii. ^berichte,.. G. do. „ 22 u. 23 .... 37\ do. „ 10, 12-16, 24-26* 29 37, Hess. Provinz Oberhesten .... dv. v. luOa . .... Meztk. amort. innere Eer. I—IV . Pes. do. con,. ouyere v. 1ö99 steuerfr. Lstr. do. coni. innere »bef. do. Plövr. öo. dO. do. do. do. do. do. do. l'iaiuüjeim do. do. do. ÖO. 47 Nuss. StaaiSant. v. 19o5 . * Eon,vttd.»Anl. v. 1880 Eisenbahn-Prioritäten. Inländische. Braunschweig. LandeS-E.-B. II E . . do. 98 mit. l'joa |i|r. gar. do. 19ol nucv. b. 1915 itf. g. Suoiveit st,r. gar. 4O8/2O40 57. Lest. E.-B. St. äi.-Bersch. iconv. Franz-Josc,) i Sttb. neuer,r. . ö.fl. .......Ä Kr. 99.- 99 — 9a.— 99.10 99.30 90.8 1 9 -.80 90.8 1 91.90 97.- 9j.— dv d^. 1887 st,, gar. Franz-Jofes . . t. 200/1000 Slafchaii-Odrb. v. 18ü9 47, Gri. Henckel Hg.v. Tonn. r.L lo5v.84 4 ^urul. Soiniv-Brauniels v. 1880 . Sächsische Diente v. 1907 3 p 4 9 3 4 R 3 3’/, 0% 3 4 37, 3 4 4 3V, 27. 3 3 4 37, 37, 37. 3 do. do. do. do. do. do. do. do. u. 0. u. Reichsbank . . . Wi. 10uU/300U Franl,urter Bank do. do. do. do. - 19->6 Sudd. Boden Kr. S.53u.ol lündb. 19j6 Provinzial- und CommunaL Obligationen. Rheinprovinz AuSg. 20 u. 21 unk. b. 1902 do. do. do. do. do. do. do. Worms do. do. do. innere v. 1883.... äußere Gold-Aul. v. 1888 -.ann enn do. 13 9 67, Heidelberg to. to. do. do. do. do. do. do. Fulda i Dayr. E.-B-Änl uni. b. 1906 . do. E.-D. u. Allg. Ank. . . . do. LandeSlultur-Rente . . . do E.'B.'Anl Bremer St.-Ant. v. 1888, 92, 99 do. do. do. do. do. do. do. Hypvthekcn-Aki..Bk. \ n,.o . do. I am 80 /0 abg HyP- B. 5l' kündb. aj 1du3 . Frauteu-AUec, garant. 0. Frankiurt ötuiiti. 4)0, r. lua . , Diverse Obligationen. Budcruo r. 103 do. entbeut. ’Jlciit do. Staats-Rente Lest. IL.-B. st. 4 Ryäsan-KoSlow steuerfr. gar. . . do. UralSk steuerfr. gar. 404/2020 37,Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 u. 301-310 31/, Sarü. Sec. stfr. gar. I il II 4 Sicitlanischc neuerir. 1. G. X runn»9iy. 72 sis, StaatSb. Lire ö-st- öfl^G ttr.1 11 6l8,to 6 97, D 8 Hamburger Sn-Ant. amrt. 1900 n. 1909 . do. v. 1887,91,93,99 4 München v. 19u0/01 unk. b. 1910 11 . 37, do. v. 1903 lünbbb. 87, |7, 37, Schweiz. Etdg. (A.-G.) unk. b. 1911 4 Serb. amurt. . 1895 (40a) . . . 3 Span. QUvU diente v. 1882 abgest. 47, Turl.-Egypt. Tribut . . . . . Türkeu v. 1890 S. S. S. -ö. 17t tiieuc. ^.erl ^uuibucg r. 10*3 4 Atlant Aeicgvai Nürnberg. BerelnSbk. M. 300/1200 Oen.-Ung. Bank Rudolf .... „ 1, do. (Salzkgtb.) sts. t. G. . , Ungar.-^aliziiche. sn. 1. L Borarlderg ... „ 1. (S. b. 1891 92 1 abgest) . . v. 1898 v. 1902 lünöb. ob 1908 v. 1905 do. do. 97 steuerfr. gar. LLarU'.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 Lr'ladlka-.vk. 85 stfr. gar. 4O8/2040 Auatotische t. G 2040c do. i. G. (S. II Ergnz.) 2040 Portg. E. G. v. 86 (Baira Baixa) . do. v. 1889 I. Rg. do. v. 1839 IL Rg . . . Salonique-Constant. Jonetton . . do. ibtonafiir . . 2020/4040 Gneit.. n. B>echfelb. üttr. lOu BercinLbank . . . 600 TiSkonto-^eieuichaft M. 60u 1-uU TrcSdner Bank . . '■bi, GOU 12uu TreSduer BanlverelU . Bayr. Hyp^ u. Wechselbk. f. st. 500 Beruuer HaudelSg. . wi, 500J0O-J do. " ~ Ettsab. Obi.) i G. steuerfr. . .öfl.G. 146.— 76.80 138.20 176.- 125.50 480 — 380.- ----- L lr. 2uu do. Hyp.-/iu..^k. M. 600/1200 Nl^eiU. ttrcdltbk. 60ü, 10V0/12U0 8^6111. ^gp.-^aiU 11/7.000/1-00 Schanyaui. Banloer. . M. juu0 '■ui. 6üu ö. fl. .00 ö. fl. -Ou Wnrttemda do. do. do. do. Solms-Rödelheim .... ^senb.n.Bnd.-Btrstein 0.1837 dv. -^vachtersoach 0. 1884 do. Hyp.-ttreÖ.-B. M. CG^l.w ^lttteio. L)dtr. iGrciz)Au.L. .ji.Iuoo Mitteldfche. ttreditv. . 11/1.300/1.00 yiatlb.).4/113/1. S.I-VlM. 3Uü/li0u 4 Freiburg J1/i Verzinsliche 4 Badische Prämien Serie II , •-> Tvnau-Regutierung ^.*/,iL-vu-aer 4?rum. ^lanöbr. I 37, Frankfurt a. lUi. Ltt. N u. Q abgest. v. 1906 . . . Berl. Hyp.-Bk. (öc. ipommr. abgest. do. Lesierr. Lololb. (ötritaatl.) do. E.-B. St. Sch.»Bersch, (abgest. Elisab.-A.) l steuer,c. Pp. . . Ipoxtucj uilifiz. v. 1902 Ser. I . . Lo. untsiz. v. 19o2 Ser.III . . do. Spez. Rumän. amort. diente 1881/88,92, 93 S.ta-19, >1-27,31,34,35-39, 42 do. S. 40 Ser. 6 eer. . Ser. 8 do. E. v. 71i. u). 'Ung. StSb. 1873/74 i.G. Ausländische. Elisabeth fieucrir. t. ti). . 2000 tt. öttö. Diröb. 188/ sts. i. S. . . do. 0. 1902 .... . . Limvurg abgest ’ 9ui)roijVyaicn v. 1896 ..... do. v. 1903 lünöb. ab 1908 Mainz v. 19uo unk. b. 1310 . 99.2u 99. .0 99.8a 99. uO 100.10 93..-0 91.5.) 9«.du 9i.oo 86.— 8 86.- 99.— 99 — Staats-Rente . . . . do. v. 18^7 steuerfr. (Eisern Tor) Gold stfr. . do. u '41. . . . . v. 1898 lünöb. ab 1908 Juoest-Anl. .... 37, do. do. Starteuburg . do. 00. ttllUliuunai Ser.Iunk. 1910 Frk. Hyp.-ttred -^er. to. I E abgest. . öo. II1E unt. b. 1905 Bernu 0. 1886/92 , Bingen 0. 1901 lünöb. ab 19u6 . . do. V. 189a do. V. 1898 Tann st. abg. v. 79 ßit. U u. 81 Lil. A 11. V do. v. 188i> do. v. 1895 Lisfabon v. I88u 27i# do. do 47, Oefi. Silber-stiente 41/’ do. ^ap^r-diente do. vSolD-dienie . 5 Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 i. 0* l0/ Grtech. E.-B. v. 1890 steuerfr. I8/. do. Dionopol-Vlnl. v. Ibö7 . öo. 1. lui ä7« B>estö. Bötr. (ttüin, o.olunöb. 190a 37, do. do. 00. «er. 4 lünöb. . u. 7-8 . do. Kommunal Ser In.H unk. 100., 'Jiaifamldje Lanoe-sb. viu F. (i. 11. K n L ( Oo- n Co- n M. N. Jt>. ' ‘ Eaiicter Lanoes-iLreditaiiu. unt. Gottaardbahn. ,| —. Ftat. Mttteimeer .| 79. 4natol. iLisenb. , —. Brutce Henri . . —. Prag-Lur SL Äkt. —. to. v. 1904 Lanöw. ttreöubaut Bianödr. T-V . . öo tianöib. tticöitoam LtL L/-J . . . do. do. Ltt. Lanöw. ttrcöitbanl Psöbr. LiL Q-S . . Hamvg..^y-.-4)l. L. 14J-u40tuiiöb.aoi905 öo. öo. S. ö41-4oo um. v.iuio öo. öo. S. 401-4/0 mit. b. 1913 ^rag-Tux v. Ib9u st,. Raab-Oeö.-Ebeni. , öo. öo. v. 91 N do. do. v. 97 17, Chile Gold-Anl. v. 1889 .... „ 6 Chinesische Staats-.int. 0. 1895. . Lstr. «O°zo 1 9z\50 A - 1I1 . ii. 3 ÖO. Hy-. CO. 30 60 "7, do. dv. • 99.ÖU 37, 00. dv. 1910 10'.- v7, öo. do • 9 9.0 4 U'.lhi / Ö.r. • . 100.4 > 4 ÖD. to. • • 91., i ÖO. Du. • • 9i.öu 4 vo. ÖO. Sri. -d-yp.-Bk. Ser. 11 öo. do. Ser. Id öo. do. Ser. 13 do. do. Ser. 20 vo. do. Sei. 12, da do. Ser. lu