1 21496 und der Schriftsteller Dr. Erdmann (Soz.) 13 382 Marx wurde somit, was man nicht anders, Stimmen. erwartet hatte, gewählt. ■ zahlreich erschienenen Zuhörern teilweise sogar bei offener Bühne I seine Lebensweise nicht geändert, noch heute arbeitet er als>schmick! starken und herzlichen Beifall. War auch die Regie im einzelnen m den Eiienbahmuertilatten, und als nttin rchr zu befhmmetH klug zu Werke gegangen, so wäre doch die Einlage im dritten Bild suchte, ,eme ganze Arbeitskraft nur noch 'eurer^unsk zu wibnuM Zweckmäßiger im Kreis der Gäste gespielt worden, wie das sonst meinte er nur lächelnd: „Ein ehr,ames vandwerk halt Lech und Seele gesund". ng einen Erfolg, wie er mit dem ^ute gilt er in der literarischen 2SeU als ein anerkanntes Talcur, SR&ffi.S b°i benl«m d°m mm, j,ch G°°°es °-r»uA. über Alft-d Willms hm ew> Kreide zu erringen verstand. So Hot das Ministerium Ewald in dem eingetretenen Postenwechsel eine Veränderung erfahren, die gewiß überall im Lande mit Zustimmung und Befriedigung begrüßt werden und dem Großherzogtum zum Segen gereichen wird! R-B Darmstadt, 28. Febr. Der Großl,erzog hat bereits gestern mittag in der Audienz der Minister Ewald, Braun und Hombergk zu Bach das Dekret unterzeichuet, nach dem Braun zum Finanz- Minister und Hombergk zu Bach zum Minister des Innern ernannt wurden. — Die Minister Braun und Hombergk zu Bach hatten sich zu Staatsminister Ewald begeben und fuhren mit ihm um V212 Uhr zum Grotzherzog, wo sie eine lange Audienz hatten. Vie Reichslagsstichwahl in Mülheim. M ü l h o i m a. R h., 26. Febr. Bei der heutigen Reichs- tagsstichwahl im Wahlkreise Mülheim a. Rh.-Wipperfürth- Gummersbach erhielt Oberlandesgerichtsrat Dr. Marx (Ztr.) Anträge in der zweiten hessischen Kammer. T«r Abg. Dr. Gl äs sing hat der Zweiten Kammer solgcndar Antrag eingcreicht: , . Tic Kammer wolle tue Regierung' muchen, erne sondere Gesetzesvorlage vorzulegen, rooiwt) die G c m e > n d ej zur E r h ebun ä i 11 bi r c t tf r S t e ii e r n innerhalb der durch: bie Reichs- und Landesgesetze zurzeit gezogenen Grenzen befugt '"'Die Bezirksvereinigung Hessen des Verbandes Deutscher Rechts an walts - und No ta r ia t s bu rea u dea mteu hur fttlgende Bitte cingebracklt: m . Tie Kammer wolle beschließen, die Grvtzherzoglrchr Regrerungl zu ersuchen: . , . bei der infolge der Einführung der ZivilProzeßMovelle erfordere lich werdenden Vermehrung des Personals j?cr 6>erichtsschreibe^ rcien in erster Linie bie infolge des Gesetzes entlassenen Rechtsanwalts- und Notariatsgehilsen zu berücksichtigen. Der sranzösische Solltarif. Paris, 27. Febr. Die französische Deputierten-q Dämmen genehmigte die Erhöhung der Steuer auff Tabak, insbesondere auf fremden Tabak. Mehrere Redner bekämpften sodann die Paragraphen des Finanzgesetzes, die für bestimmte Weine, namentlich solche aus der Champagne, eine sichtbare KennzeichnungdesUrsprungs verlangen. Nach ihrer Meinung würde die unbequeme Maßregel nur den geringe wertigen oder gefälschten Weinen zugute kommen. Demgegen-f - Gießener S t ad t t h e at e r: Robert und Bertram. Raedcrs beliebte und gern gesehene Posse R o b e r t unö Bertra m erzielte gestern unter Hermann N o r d t u^ [tilgeremtex Leitung einen (Syolg, wie er mit dem lMttgeu Ätf:elmenihKt seit Jahr und Tag verbunden ist. — Der Planet Mars nach neueren Untersuchs ungen heißt ein großer Aufsatz, den Svante Arrhcnius, der schwedische Astronom, im Märzheft der Fleischerschen „Deut-, scheu Revue" (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt- veröffeiltlicht. Nach eingel>ender kritischer Besprechung der verschiedenen Mars- thoorien, mob-ei er namentlich auch die Aittnungen FlammarionÄ imb Lowst.s würdigt, kommt er zu diesem Schlußergebnis: ,«Alles Ceutet demnach darauf hin, daß der Dbars ein gefrorenes Planet ist, auf dem kein Platz fürorganische Wesen, gesck-weige denn für intelligente Wesen ist. Es ist deshalb nötig, eine Erklärung der Erscheinungen auf dem Mars aufzufinden.', die nicht mit hypothetischen grünen (Warten der Marsbewohner und noch weniger mit Ingenieurarbeiten von unerhörten Tim;v. Itonen operiert. Aus diese Weise kann man natürlich alles . . klären", besonders wenn die Intelligenz der Marsbew^>-u<^o groß angenommen wird, daß wir ihre Pläne nicht zu enträtseln! vermögen. Wie ich zu zeigen versucht habe, jft Kn' Verständnis! der Marsersäreinungen mit Hilfe der von der (Srbc bekannten Kräftch gar nicht unmöglich. Ebenso ivie alle genauen Beobachtungen! über den Maxs zeigt diese Untersuchung, daß der Mars eine fast ausgestorbene Welt ist. Sobald die Atmosphäre zufolge der Ab-» lül/lung und Verwitterung verschwindet, wird der Mars ebenso un-- veränderlich wie der Mond sein. Sckzon längst ist alles Leben! dort ausgestorben, wenn es überhaupt je ausgetreten ist." —■ Die ganze Sache wird also immer verwickelter, denn in den letzten Jahren hat jeder Astronom seine eigene „Marstheorie" entwickelt, unb jeder halt den anderen für einen Phantasten. Wann wird« lvimnen der Tag, der uns unwiderleglich belehret — ? — Deutsch auf der Spei sek ar te. Die schweizer Gastwirte stehen zmveiten, besonders in Sachen der Kochkunst, mit der deutschen Sprache auf gespanntem Fuße, unb deswegen hat der Deutsch-schweizerische Sprach-Verein ihnen ein kleines Wörtz r- buch übergeben, das sie in dringenden Notfällen zu Rate sieben sollen. Nun tischte ein Gastwirt eines schönen Tages einer Gesellschaft von Sprachgelelpten ein Gericht auf, das bisher immer als „ris de veau ä la jardiniäre" anfgesührt worden war les ist .Kalbsmilch mit Gemüse Es mußte unbedingt deutsch aus-! gedrückt werden, und nach.längerem Worterbnehivätzen brachte der Sprack künstler dann die treffliche Uebersetzung zustande: „Das Lächeln dcs Kalbes an der Gärtnerin". — Kleine Chronik ans Kunst und Wissenschaft, Seinen 70. Geburtstag begeht am 28. Februar der Direktor dep Augenklinik an der Universität Heidelberg, Geh. Rat Prof. Dr. med. Theodor Leber. vielseitigen Tätigkeit in der inneren Verwaltung und auch als Leiter des Ministeriums des 3'iinern soviel Umsicht und Geschick, klaren Blick und guten Willen bekundet, daß man ihnr auch für seine neue, schwierige Aufgabe als Finanzminister volles Vertrauen entgegenbringen muß. Er ist zudem auch durchaus fein Neuling auf dem Finanzgebiete. Es sei bitt daran erinnert, daß er nach Ablegung ferner juristischen Examina viele Jahre bei den verschiedenen Kreis- ämlern tätig war, zuletzt in Mainz, von wo er auch nach Berufung des damaligen Provinzicudirektors Rothe mit tns Ministerium überfraL Er kam als Obersinanzassefsar und Hilfsurbeiter ins Finanzministerium und hatte hier reiche Gelegenheit, sich gründliche Kenntnisse über das Finanzwesen zu erwerben. Als Minister des Innern war ihm zudem seither schon das ganze Finanzgebaren der Städte uni) Gemeinden unterstellt, und das von thm gemeinsam mit Ministerialrat.Weber herausgegebene Staatshandbuch beweist, welch vielseitiges, umsaftendes Wissen der neue Finanzminister zur Lösung der ihm gestellten außerordentlich schwierigen Aufgaben mit sich bringt. Dem neuen Minister des Innern, Herrn v. Hombergk zu Vach geht der Ruf eines ausgezeichneten, m 30jähriger Diensttätigteit erfahrenen Beamten voraus. Er ist am 6. März 1857 in Darmstadt geboren und hat die Gym nafien in Darmstadt und Offenbach besucht, wohin fein Vater als Hauptmann bei den I igern übersiedelte Nach Vollendung seiner juristischen Studien in Gießen und Berlin war er zuerst beim Amtsgericht in Darmstadt beschäftigt, wo er dann nach dem Staatsexamen, das er bestand, 1883 zum Polizeiinspektor ernannt wurde, bis er nach kurzer Tätigkeit beim Kreisamt Schotten im Herbst 1886 zum Kreisamtmann in Worms ernannt wurde, wo er über em Jahrzehnt verblieb. Zum Kreisrat ernannt, übernahm er 1897 das Kreis amt zu Alzey und im Herbst 1900 kam er als Kreisrat nach Offenbach, von wo er im Herbst 1908 zum Provinzialdirektor der Rheinprovinz an Stelle des nach Berlin versetzten Herrn v. Gagern nach Mainz berufen wurde. Herr v. Hombergk hat sich namentlich in seiner langen, erfolgreichen Tätigkeit in Offenbach und zuletzt in Mainz als ein hochbefähigter und gewandter, von strenger Pflichttreue und großem Gerechtigkeitssinn erfüllter Beamter erwies en, der sich auch in schwierigen Lagen auss Beste bewährte und auch im persönlichen Verkehr rasch bie Sympathien aller Die Reise drr Grafen Aehrenthal. ; München, 26. Febr. Heute, nachmittag gab bet Prinzregent zu Ehren des Grafen v. ckehrenthal Hoftafel zu 24 Gedecken, zu welcher noch geladen waren., die Mitglieder der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft, samt- liche bayerischen Minister uno Hofchargen. Graf Aehrenthal stattete heute mittag dem preußischen Gesandten Dr. v. Schloezer einen halMündigen Bef uch ab und besichtigte später die Schackgalerie, das Deutsche Museum und das Nationalmuseum. Wien, 27. Febr. Graf Aehr en th al ift heute vormittag hier wieder eingetroffen. Konjcrt des vauerschen Gesangvereins. Zur Feier seines 46. Stiftungsfestes veranstaltete der „Bauer'sche Gesangverein" am Sonntag ein Konzert in der neuen Aula. Der etwa 70 Sänger zählende Chor, der unter der ziel- bewußten Leitung des Herrn Otto Görlach fteht,_ bewies aufs neue seinen guten Ruf und zeigte durch seine Vorträge, daß tüchtiges Können und ernstes Streben in ihm steckt. Mit Liebe und Begeisterung ist da jeder einzelne Sänger bei der Sache und gehorcht dem leisesten Winke seines Dirigenten. Von den zum eil recht schwierigen Chören seien besonders erwähnt: „Des Geigers Heimkehr" und „Die beiden Särge", beide von Fr. Hegar, bie mit vorzüglichem Vortrag unb sauberer Ausarbeitung gesungen wurden Ferner: „O Lust am Rheine" unb „'s Liesel", zwei Lieder hiesiger Komponisten: ersteres von unserem Universitäts- Musikdirektor G. Trautmann stellt an die Tenöre große Anforderungen .hohes C) und war durch seine Frische und Natürlichkeit von besonderer Wirkung, letzteres gefiel sehr durch seinen volkstümlichen Charakter. Auch alle übrigen Lieder legten Zeugnis ab von dem guten Geschmack und der vornehmen Auffassung des Dirigenten. Schade, daß selbst bei diesem erstklassigen Verein die Tenöre zu wenig Wohlklang besitzen, am besten gelangen, bte hohen Töne im Falsett. Vorzüglich waren die Bässe, bte stets weich und schön klangen, und dadurch das zarteste Pianiftimo zu wunderbarer Wirkung brachten. — Eine Enttäuschung bereitete die als Solistin gewonnene Frl. Ella Schmücker aus steglttz- Berlin, sie sang mit etwas spröder, zum Tremolieren neigender Stimme u. a. Lieder von Weingartner, Hugo Wolf und Mozart. Jedenfalls war die Dame schlecht disponiert, denn auch im Vortrag fehlte die rechte Wärme. Mit Schumanns „Novellette,, Griegs „Lyrisches Stück" und Mendelsohns „Rondo capriccioso kam unser heimischer Pianist Herr Julius Hahn zu Wort. Seine ausgezeichnete Technik konnte er besonders bei Mendelssohn entsaften, während Schumann und Grieg in der Auffassung die Seele vermissen ließen, auch war bei letzterem das Tempo zu sehr überhastet. Die Begleitung der Lieder wurde in 'feinfinniger Weise - fast zu dezent — gleichfalls von Herrn Hahn ausgefuhrt. — EinSchmied als'Dichter. Aus London ttftrb berichtet: Das bevorstehende große Festmahl der Poetry Recital Society, das zu Ehren der Nachkommen berühmter englischer Dichter veranstaltet wird, wird als Ehrengast auch einen lebenden Dichter an der Tafel sehen, dessen Ruf erst .seit kurzem an die Leftenllichleit gedrungen ist, Msved Williams, den Schmied, der, am Tage mit rauher Hand den Hammer führt und in seinen freiem eüunbcn dichterische Werke geschaffen hat, bie in der literarischen Welt Engla. s Aufsehen erregt haben. Alfred Williams ist noch ein mngcr .stann. Als Kind armer Leute wurde er in einem Land- fteden in der Nähe von Swindon geboren; selbst die Absolviernnp der Volksschule blieb ihm versagt, denn schon in. frühem Alter mußte der Knabe als Aushilfe bei Landarbeiten sich selbst fein Boot suchen. Mit 11 Jahren verließ er die Schule. Drei Jahre später sattelte er um und wurde Lehrling in ben Eisenbahnwerkstätten, wo er mit der Seit zum Schmiedegesellen aufrückte und beute als SckMied am Dampfhammer arbeitet. Mit 20 wahren mürbe der junge Williams ein leibensckinftlicke'' Leser, und dio Lektüre lehrte ihn bald, die Lücken seiner Bildung b !stx empfinden. Als er Milbon und Shakespeare gelesen hatte, eiii’c .1 er sich, in seinen Freistunden au studieren und wurde Hörer eines englischen Kollegs .für Literaturgeschichte in Ruskin hall. Er war ehrgeizig, intelligent, faßte leicht auf, erlernte mit verblüffender Leickchaftit Latein und später auch Griechisch und, Französisw. Am Albend, wenn er von der Arbeit auo den Werkstätten heim- kehrtc, versenkte er sich in bie Welt der Dückser, las Plato in der Ursprache, Virgil und Horaz. Vor 'm em erschienen seine ersten Gedickte in einem Band gesammelt. Mit einem ^ch an spiel in Pensen errang er die höchste Anerkennung von ©tmnburne, unb Der günstige Abschluß der russischen Budgets. P e t e r s b u r g , 26. Febr. Bei der Fortsetzung der Budget aussprache in der R e i ch s d u m a sprachen die Na ti onal i ft ero ihre Genugtuung über den günstigen Abschluß des Budgets aus, bemängelten aber die Bevorzugung der Grenzgebiete autz Kosten des zentralen Rußlands. Die Redner der Opposition, führten die Bilanzierung des Budgets aus eine Besserung der Finanzlage des Landes zurück; von V o l k s w o h l st a n d könnck aber noch keine Rede sein. Bestimmte Richtschnuren mußten für die Reichswirtschaft eingeführt werden. Die reformatorischen Anregungen der Duma zur Hebung der Wehrmacht, namentlich der Flotte, seien noch immer nicht erfüllt. Die Redner der Linken wollen in dem Abschluß des Staats-" Haushalts eher einen Beweis der äußersten Jnanfpruchnahmeals der Zahlungsfähigkeit des Volkes sehen. Während für den Mtlr- taxi'Mins enorme Summen aufgewandt würden, geschähe nichts zur Hebung der produktiven Kräfte des wirtschaftlich zurückgebli^ benen Landes. Die Arbeitergruppe und Sozialdemokratie würden daher gegen das Budget stimmen. üblich ist. Diese Satomc-Parodie sand ebenso wie die übrigen Einlagen und bas Lied bes Rösel außerordentlichen Beisall. Von den Darstellern ist natürlich das lustige Gaunerpaar an erster Stelle zu nennen. Hermann Porben als Bertram und Paul U r b a n als Robert spielten mit ergötzlichem Uetermut und statteten ihr Spiel mit so viel gut angebrachten Einzelheiten aus, das?, man sich aufs beste unterhielt. Köstliche Gepalten schufen auch Kurt G ü h n e als Jpelmeyer, Edgar P a u l Y als Strambach und Rudolf Goll, in ausgezeichneter Maske, als Eorbuan. Fesch und flott war Lore Scholz als Rösel, sowie als „Pathologische" und Elev, recht lustig auch Luise von Gloeden als Michel, doch wäre diese Rolle wohl besser mit einem Herrn besetzt morbem Ergötzlich war Aba Pauly als Kvmmerzienrätin. — Die Musik wurde von unserer Regimentskapelle gut ausgeführt. —b- Die heutige Nummer umfafjtJ2 Seiten. Das neue Ministerium Ewald, Braun, v. hombergk. R. B. Darmstadt, 27. Febr. Der Großher-og Ernst Ludwig hat am Sonntag mittag um 12 Uhr die drei Herren Staatsminister Dr. Ewald, Minister Dr. Brann und den derzeitigen Provinzialdirct- tor der Provinz Rheinhessen v. Hombergk bei sich im Palais emvfangen und mit ihnen eine längere Konferenz gehabt. Nach dem, was bisher schon über die Lösung der ieilweisen Miniisterkrisis in den letzten Tagen verlautete, darf man wohl als sicher annehmen, daß man in den drei genannten .Herren die zukünftigen Leiter der Regierung zu erblicken hat und die Publikation der neuen Verteilung der drei Ministerportefeuilles schon in allernächster Zeit erfolgen wird, nämlich Dr. Ewald: Staatsministerium und Justiz, Minister Dr. Braun: Finanzen und v. Hombergk zu Vach: Inneres. . Die durch den Rücktritt des Finanzministers hervor- qerufene Krise findet damit eine schnelle und glückliche dösung. Es darf als ein besonders günstiger Umstand betrachtet werden, daß die Minister Ewald und Braun nicht, wie man zuersst befürchten mußte, die verlorene Sache des finanzministers zu der ihrigen machten und gemeinsam mit ihm den Großherzog um ihre Entlassung gebeten haben. Tazu lag auch nach unserem Dafürhalten nicht der geringste Anlaß vor, denn die Klippe, an welcher das Schifflein des Lerrn Gnautb gescheitert ist, der Zeitpunkt und das Maß der veristärkten Schuldentilgung war eine reine Opportuni^ läts- -ober Geldfrage, die mit irgendwelchen prinzipiellen Meinungsdifferenzen zwischen Regierung und Volisvertre- >ung nicht das Mindeste zu tun hat. Man begreift auch heute in der Bevölkerung noch nicht, weshalb sich der Minister eigentlich so unerschütterlich fest auf die erhöhte Schuldentilgung gerade im gegenwärtigen Moment versteifte und jeden Verständigungsversuch, an denen es der Finanzausschuß der Zweiten Kammer wahrhaftig nicht fehlen ließ, einfach von der .Hand wies, nachdem er das bekannte schroff ablehnende Exposee gegen die erste Kämmer vom Stapel gelassen hatte.' Denn wenn es dadurch wirtlich zu eurem ernsten Konflikt mit der Ersten Kämmer gekommen wäre, so hätte der Minister doch nur wenig Aussicht auf Erfolg hegen dürfen, da sich bei einer Durchstimmung beider Kammern zweijellos ein' Teil der Mitglieder der Zw.i en Kammer auf die Seite derjenigen gestellt hätte, die einer Schuldentilgung durch Steuererhöhung nicht das Wort reden wollten. Ter Minister hatte zudem selber nicht konsequent gehandelt bei der Einbringung seines Amortisationsvorschlags. Nach den aufgestellten Plänen wären nämlich 2,7 Millionen Mark im laufenden Etatsjahr erforderlich gewesen; man begnügte sich aber damit, nur 1,7 Mill, dafür einzustellen, obwohl aus den Eisenbahnen nach dem im preußischen Haushalt se,t- gestellten Ueberschußanteil Hessens und aus dem Ausglerchs- sonds 2,3 Millionen Mark zur Verfügung gestanden hatten. Das Verbleiben des Staatsministers aus seinem Posten bietet zunächst eine Gewähr dafür, daß an .den allgemeinen Richtlinien der Regierung nicht gerüttelt werden wird, und es ist erfreulich, daß gerade er gelegentlich der Ausschußberatungen am deutlichsten seme Bereitwilligkeit betont hat, an einer durchgreifenden Vereinfachung der Staatsverwaltung und Verbilligung des ganzen Verwaltungsapparats nach Kräften mitzuarbeiten. Finanzminisktt Dr. Braun hat in seiner bisherigen Nr. 49 Erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 28. Februar 1910 . _ _ Bezn gHpreiö: Der Gießener Anzeiger mw ä WW monatlich75Pf., viertel- erfchemt täglich, außer W K jährlich Mk. 2.20; durch “i SE Ha * a A All 13 ** ess? General-Anzeiger für Oberhesfen WZM Annahme von Anzeige« v ei. „ 7 faal": E. Heß; für den für oie Tagesnuminer fiofoftonsbrntf tutö Derlad der vrühl'schen Univ.'vuchr und Zteindruckerei R. Lange. Redattwn, Lrpedltion und vruaerel: squlstraye <• Anzeigenteil: H. Beck, bis vormittags 9 Uhr. _________ ßfrcr wies der Finan-minister darauf fytit, daß eine solche Kenn- -eichnuna von zahlreichen Winzern zum Schutze der echten Weine yegen ausländische Nachahmungen, namentlich gegen den deutschen Schaumwein, gefordert wird. Die Etikette und Stein- pel sollten bestimmt sein, den Konsumenten eine Garantie für die Echthci des Weines zu geben und den Produzenten ein erweitertes Absatzgebiet zu schaffen. Da die öffentliche Meinung zurzeit mit den geplanten Maßnahmen sich noch nicht einverstanden erkläre, sei er, der Minister bereit, diesen Teil der Vorlage zrnmckzuziehen, er sei aber überzeugt, daß die Winzer schon morgen wieder danach verlangen würden. ^Schließlich lehnte die Kammer, wie sic es auch schon im Ausschuß getan hat, die Schuvbestimmungen mit starker Majorität ab. Aus Hessen. Wie uirs aus Darmstadt berichtet wird, hielt der dortige Nationalliberale Verein am Samstag abend eine Versammlung ab, in der Reichstagsabg. Landgerichtsdirektor Dr. Heinze- Dresden über die politische Lage im Reich sprach. Der zweite Redner war Herr Reichstagsabg. Dr. Osann, der zunächst die gegenwärtige „kleine Finanzreform" in Hessen näher beleuchtete und namentlich die Unmöglichkeit der Durchführung einer 30%igen Erhöhung der Einkommensteuer nachwies. Die Berechtigung und Notwendigkeit einer verstärkten Schuldentilgung habe im Finanzausschuß niemand verkannt, aber die gegenwärtige wirtschaftliche Depression sei nicht der richtige Augenblick dafür gewesen. Die gemeinsamen Verhandlungen beider Finanzausschüsse hätten überraschend gewirkt und eine Klärung^ der Verhältnisse herbeigeführt, bei der besonders erfreulich die Feststellung mar, daß die hessische Finanzlage nicht derart ungünstig sei, um eine so enorme steuerliche Mehrbelastung, wie sie der Finanzminister verlangte, zu rechtfertigen. Der Redner besprach dann dessen Rücktritt und legte dar, daß das Anwrtisatumsgesetz keinesfalls gegen die Erste Kammer durchzuführen gewesen wäre imd es richtiger gewesen wäre, schon früher, in besserer Zeitlage, damit zu kommen. Die von den Ausschüssen oorgeschlagene Erhöhung der Einkommensteuer um 15 Proz. und der Vermögenssteuer um 20 Pfg. für 1000 Mk., deren erste 1 669 500 Mk., die letztere 849 000 Mk. einbringe, unter gleichzeitiger Vornahme starker Ersparnisse im Haushalt, werde ausreichen, den Fehlbetrag zu beseitigen, chobc: mir zu bedauern bleibe, daß für die .Besserstellung der Beamten für dies Jahr keine Mittel übrig waren. Deutsches Reich. ■ Wie amtlich aus Berlin berichtet wird, ergaben die Verhandlungen des Finanzministers mit den Vertretern der Frak- tionen, die eine llcbcreinftinuiurng der Regelung derWohnungs- qcldzuschüsse für die preußischen unmittelbaren Staatsbeamten mit den für die Reichsbeamten neueinge- führten bezwecken, daß die Ansichten innerhalb der meiste:: Fraktionen geteilt sind. Ein Teil der Abgeordneten wiuffcht die baldige Einführung einer reichsgesetzlichen Regelung, während der andere Teil Bedenken trägt, weil in der Orlsklasseneinteiltmg, des Reiches eine Reihe von Orten einer niedrigeren Ortsklasse zugeteilt sind, als gegenwärtig in Preußen. .Auf Grund der Besprechung wird innerhalb der Staatsregierung alsbald die Entschließung über das weitere Mrgehen getroffen. Eche auf Einladung des Sozialdemokratischen Vereiils, des Demokratischen Vereins, des Vereins der Fortschrittspartei, des Rationalsozialen Vereins, der Neudemokratischen Vereinigung und des Vereins für Frauenstinmirecht in Frankfurt am Sonntag mittag 12 Uhr aus der Hundswiese abgehaltene „Riesen-Wahl- Lecküsdemonstration" unter freiem Himmel, an der über 50 000 Personen teilNahmen, und von acht Rednertribünen gesprochen wurde, verlief ohne Zwischenfall. Unter dem Vorsitze des Präsidenten der Ortsgruppe Mai:rz- -Oppenheim, Kommerzienrat Dr. Bamberger, fand am Sonntag in Mainz unter riesiger Beteiligung in der Liedertafel eine Versammlung des Hansabundes statt, in der der Präsident des Bundes, Geheimcrcrt Prof. Dr. Ri es er über die Aufgaben des Hansabundes sprach. Seine Ausführungen, die mit großem Beifall ausgenommen wurden, unterstützten in längeren Ansprachen Vertreter der Industrie, des Handwerks, des Kleinhandels und der mänrrlichen und weiblichen AngestelltLn. Zum Schluß verbreitete sich der Handelskanunersyndikus Meesmann über die Scküffahrtsabgaben. Er sprach der l-essischen Regierung das Vertrauen des Hansabundes aus unb die Erwartung, daß die Zartere ssen Hessens bei der Einffihrung der Scktzffahrtsabgaben ge- maküt werden. Aus München meldet man: Bei der Versammlung der Vereinigung der bayerischen Mitglieder des Dcuffchen Schulschi f f v e re ins , der u. a. der Großherzog von Oldenburg, Prinz lüupprecht von Bayern, sowie der Minister v. Brettreich beiwochcken, erstattete am Samstag der Geheime Kommerzienrat Petri Bericht über die bayerische Vereinigung. Sodann hielt Professor Schilling einen Vortrag über Las Thema: „Arbeit und Freude an Bord eines deutschen Schulschiffes". An dem Vortrag schloß sich ein Tiner, bei welchem Prinz Rupprecht einen Trinkspruch auf den Kaiser und den Prinzregenten ausbrachte. Ausland. Tie französische Kammer nahm im Verlaufe der Beratung des Finanzgesetzes erneu Artikel an, lvonach die Erb- s ch a f t s st c u e r n nach einem rasch steigenden Satze erhöht werden sollen. Aus Petersburg wird gemeldet: Im Anitkohkow-Palais sand am Sonntag abend ein Familiendiner statt, an dem der K a i s e r, die Kaiserin- M alter, der K önig und die Königin von Bulgarien, die Großfürsten und Großfürstinnen teilnahmen. — Der aus den 26. Februar fallende Geburtstag des Königs von Bulgarien wurde festlich begangen. Im Wintervalais wurde ein Festgottesdienst abgehalten, dem das Königspaar von Bulgarien, die Großfürstin und Großfürstinnen, mehrere Minister und die Vertreter der diplomatischen Korps beiwohnten. Rach Entgegennahme der Glückwünsche fand bei den: Königspaar Frühstück statt. Die Stadt ist mit russischen umd bulgarischen Flaggen geschmückt. Tie Aerzte raten, wie aus Stockholm gemeldet wird, dem :-'4 g von Schweden, nach der jetzt glücklich beendeten ^r^LankhsLt zur vollständigen Wiederherstellung seiner Kräfte einige Zeit in elftem milderen Klima zuzubringen; wahrscheinlich findet die Abfahrt wich dem Süden Mitte März statt. Wie das Konstanttrwpclcc Blatt „Sabah" meldet, ereignete sich am 23. Februar ein neuer Zwischenfall an der bulgarischen Grenze in der Zone Goektepe (Wilajet Adrianopel). Bulgarische Soldaten feuerten aus dem Hinterhalte auf zwei türkische Soldaten, von denen einer getötet wurde. Wie aus T c V, ■: r a n gemeldet wird, ist zwischen den russischen und den persischen Behörden ein Kvnflikt um die Fis ck ere irechte des Russen Liqnosoff aus dem in den Gols von Enscli mündenden Flüßchen Tschnmußhall entstanden. Lianososf trat in dieß'm Jahre die Fischerei zum ersten Male nicht an persische, sondern an russische Fischer in Unterpacht ab. Als diese in ihre neuen Besitzrechte in Gegenwart des russischen 5ionsw- latsagenten eingeführt werden sollten, wurden sie von persischen Untcrbcamfcn mißhandelt und vertrieben. Tic russische Gesandtschast verlangte Genngtu- n n g. Ti; persische Regierung ’aumt uock. immer die Schuldige:: zu tejkafen und neigen sich, i'.it russischen Fischern den Fluß zu übergeben, unter dem Vorwande, daß mich der Konzession Lianososfs die Pachtrechte nur an Perser über tragen werden könnten. Gegenüber anderslautenden Gerüchten jteUt eine Rote dcr Agenze Havas fest, daß c-> absolut unrichtig sei, daß der Bries M ulet) HajidS an E l M o t r i, in dem die Annahme des in Paris unterzeichneten Abkommens mit geteilt wird, unecht ist. Als der französische Konsul in Fez Muley Hasid die Aufforderung Frankreichs überbrachte, erklärte der Sultan, er habe die Abkommen bereits ratifiziert, die Aufforderung hierzu sei infolgedessen gegenstandslos, aber da das Ultimatum den Zweck hätte, gleichzeitig die Ratiffkation der Abkommen, die Unterzeichnung der Anleihe und die Regelung der auf die französische Militärmis'ion sich beziehenden Fragen zu sichern, bemerkte der Konsul, er müsse ausdrücklich um Genugtuung in allen diesen Fragen bitten. Ter Sultan und der Großwesir erklärten hieraus, alle geforderten Genugtuungen sollten gegeben werden. Tie französische Regierung wird diese Anttvort erst nach schriftlicher Bestätigung des Konsuls als erhalten ansehen. In Teheran fanden gegen die Aufnahme einer Anleihe vom Auslande Protcstvcrsammlungen statt. In einer Sitzung des Marineausschusses des Repräsentantenhauses teilte, wie aus Washington gemeldet wird, der Ma- rinestaatssckretär mit, er würde die Ermächtigung des Hauses nachsuchen, im Jahre 1911 ein Linienschiff von 32000 Tonnen zu bauen, das etwa 18 Millionen Dollars kosten würde. Bon anderer Seite wurde im Ausschuß daraus hingewiesen, daß die Regierung aus nichtamtlicher Quelle erfahren habe, Japan habe bereits mit dem Bau zweier Schiffe dieser Größe begonnen. Wie dem Reuter'schen Bureau unter dem 26. Februar aus Darjiling gemeldet wird, stellt sich jetzt heraus, daß der Dakar Lama sich nickt an die indische Regierung wenden will, sondern sich aus dem Wege nach Peking befindet, um seine Beschwerden der dortigen Regierung vorzutragen. Er habe den Weg über Indien gewählt, um sein Reiseziel schneller zu erreichen. Nach einem in Newyork aus Peking eingetroffenen Telegramm machte der britische Geschäftsträger dem chinesischen Auswärtigen Amt freundschaftliche Vorstellungen bezüglich des Interesses Großbritanniens an der Sage in Tibet, speziell an der Erhaltung des Friedens und der Ordnung an den Grenzen. Der Geschäftsträger erkundigte sich auch formell nach den Absichten der chinesischen Regierung._________________________________________________ Aus staSt und Lund. Gießen, 28. Februar 1910. * ** Stadttheater. Es fei darauf hingewiesen, daß für Mittwoch noch eine und zwar unbedingt letzte Aufführung von Oskar Wildes „Salome" ermöglicht wurde. Diese Vorstellung bedeutet zugleich das letzte Auftreten von Frl. Sybil Vane. * • Geschäftsjubiläu m. Morgen feiert unser Mitbürger Martin Dörr in voller Rüstigkeit sein 25jähriges Geschäfrsjubiläum. Aus kleinen Anfängen heraus hat Herr Dörr es verstanden, sein Geschäft fortgesetzt zu erweitern und in die Höhe zu bringen. Das Streben von Meister Dörr hat denn auch allseitige Anerkennung gefunden, und zur besonderen Festesfreude des Jubilars gehört es, daß er sich am heutigen Tage dankbar des Umstandes erinnern darf, in diesen 25 Jahren ununterbrochen das Vertrauen und die Kundschaft vieler erster Firmen zu besitzen. * * Schwindler. In letzter Zeit tauchte in verschiedenen Universitätsstädten ein Betrüger auf, der zum Teil recht gute Geschäfte machte. Ec gab an der Wohnung von Professoren in deren Abwesenheit ein Paket nebst quittierter Rechnung einer am betr. Platze befindlichen Buchhandlung ab und gab an, es enthalte vom Herrn Professor bestellte Bücher. In den meisten Fällen bezahlte das Dienstpersonal die Rechnung und später stellte es sich denn heraus, daß es Schwindel war und das Paket nur ein wertloses Buch enthielt. Hier ist der Betrüger bis jetzt noch nicht ausgetreten, es sei deshalb vor ihm gewarnt. • ** Unverbesserlich. Vor noch nicht 14 Tagen wurde der wegen Diebstahls rückfällige und oft bestrafte Emil Zimmermann von hier aus dem Gefängnis entlassen und am letzten SamStag mußte er schon wieder wegen Diebstahls in Untersuchungshaft genommen werden. Am Jilstizgebäude machte er einen Fluchtversuch und setzte dem ihn transportierenden Schutzmann den heftigsten Widerstand entgegen. Da Zimmermann als Ausreißer bekannt ist, hatte der Schutzmann besondere Vorsicht walten lassen, sonst würde die Flucht wohl geglückt sein. * * Warnung vor AuswanderunL. Eine Firma Edendale il Eomp. in London macht Propaganda sür die Auswanderung nach der Delta-Kolonie in Argentinien, einem Unternehmen zur Kolonisation des Parana- Deltas. ES sei daraus onsmerlsam gemacht, daß uach zuverlässigen Auskünften dieses Unternehmen den deutschen Auswanderern keineswegs empsohlen werden kann, so daß gegenüber diesen Anerbieten Vorsicht zu empfehlen ift * * Zeppelin und die Jugend. Die Begeisterung, von der unser Volk nach den großen Taten Zeppelins ersaht wurde, schlug besonders bei oer Jugend in Hellen Flammen auf. Die Glückwünsche und Andichtungen, die Graf Zeppelin gerade von der Jugend empfing, fanden sicherlich allgemeinen Beifall. Eigentümlich erscheint aber eine Bitte, die ein Schüler einer Höheren Schule in Oberhessen an den Grasen gerichtet hat. Er ersuchte vor einiger Zeit in einem "Brief den Grafen Zeppelin um Zusendung von 100 Mark, um sich eine Dhnamomaschine taufen zu können. Vom bevollmächtigten Sekretär des Grasen kam darauf die richtige abweisende Antwort, die durch Zusall auch in die Hände der Direktion der Lehranstalt gelangt ist. ’ * Die Musterungen für den Kreis Gießen haben heute ihren Anfang genommen. •• Für Oder - M ockstadt, bezw. die bei dem Bank- krach Geschädigten, gab der Fürst zu Isenburg-Büdingen eine Spende von 1000 Mack. A Klein-Linden, 27. Febr. Eine sehr stark besuchte landwirtsch. Versammlung sand gestern abend im Gasthaus „Deutsche Eiche" statt. Herr Kreutz hielt einen Vortrag übernatürliche und künstliche Düngemittel, ihre Beschaffenheit und zweckmäßigste Verwendung. Dann sprach er noch besonders über den Kartosf el ba u, Kartoffel- iorten und Auswahl von Saatgut. Eine rege Besprechung schloß sich an. Ueber hundert Zentner Saatkartoffcln wurden aus den SaatbauftcUen der Landwirtschaftskammer bestellt. Es wurde aus der Versammlung heraus angeregt, einen lanbro. Verein zu gründen, um öfters belehrende Vorträge über die verschiedensten Gebiete des Ackerbaues und dec Viehzucht zu veranstalten. A Beuern, 27. Febr. „Heber die Förderungsmaßnahmen der Landwirlschaslskammer inbezug aus die Hebung des Ackerbaus" sprach heute nachmittag Herr Kreutz» Kleiu-Linden un vollbesetzten Saale des Gastwirts Wagner. 'l)ht Ausmeiksamkeit folgten die Zuhörer den Aussührungen. Als Vertreter der Landwirtschafteiammer wohnte der Vorsitzende dcr Ackerbaukommisslon Fenchel -Qberhörgern dem Vorträge bei. w. Babenhausen, 28. Febr. (Tel.) Dec Oberbahn h ossvorst eher Flügel hat sich gestern in der Gersprenz ertränkt. L.'Friedberg, 27. Febr. Gestern abend erfolgte an der Fr i ed b e r g - H un g e ne r B a hn str eckc, am Ausgang dos Friedberger Bahnhofs, ein größerer Damm- rutsch. Er ist jedenfalls durch den anhaltenden Regen entstanden. Glücklicherweise wurde der Vorfall rechtzeitig bemerkt und so ein Unglück verhindert. Die Züge mußten vor der Station halten und die Passagiere über die Schienen gehen, nm aus- und einsteigcn zu können. Die Störung wurde im Laufe des Sonntags behoben, so daß die Zügc jetzt wieder regelnräßig verkehren. A Friedberg, 27. Februar. Landwirtschaftsschüler aus der Rheinpfalz werden im Juni hier zu einem 2—3tägigei: Besuch hier cintceffen, um die landwirt- schastliche Bewirtschaftungsweise der Wetterau kennen zu lernen. Es sollen Ausflüge in die Gegend Friedberg, Butzbach und in den Kreis Gießen stattfinden. eh. Krofdorf, 27. Febr. Hier fand heute in dem Saale des Gastwirts Freund eine B e r s a m m l u ng ftatß die von mehreren hundert hiesigen Bürgern, sowie von den Ortsvorständen und sonstiaen Interessenten aus Wißmar. Launsbach, Rodheim usw. besucht itxtv. Die Versammlung, die von Bürgermeister Braun einberufen tootben ist, sollte der Bevölkerung Aufklärung über die Vorteile der Elektrizität für Beleuchtungs- und Kraftzwecke, namentlich auch m landwirtschaftlichen Betrieben geben und dadurch der in Aussicht genommenen Versorgung von Krosdorf und den umliegenden Dörfern mit elektrischer Energie vom Gießener städtischen Elektrizitätswerk aus den Weg bahnen. Sürger- merster Braun bemerkte in seinen EiriZangsworten, daß die Gemeindevertretung zuerst die Absicht hatte, Krofdorf mit Gas-Straßenbeleuchtung von Gießen aus auszurüsten. Nachdem aber die elettrifchc Beleuchtung neuerdings sich verbilligt habe, fei beschlossen wordrn, sich wegen Anlage einer elektrischen Ueberlandleikung nach Krosdors und den benachbarten Dörfern pn die Stadl Gießen zu toeuben. Direktor Sto11e vom städtischen Elektrizitätswerk legte dann in eingehendem und allgemein verständlichem Vortrag die Kosten dcr Beleuchtung und der Verwendung elektrischer Kraft in gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben dar, indem er sie mit den Kosten bei Verwendung von Gas und Petroleum verglich. Er kam zu dem Schluß, daß bei genügender Beteiligung die Stadt Gießen die Ele'irizität hierher wohl zu demselben Preis liefern könne, wie er in der Ltadt bezahlt werde. (Wegen der Wichtigkeit der Frage für weitere Kreise werden wir noch ausführlicher auf die Ausführungen des Direktors Stolte eingehen. Red.^-. Eine an den mit Beffall aufgenommenen Vortrag sich anschließende Besprechung trug noch wesentlich zur Aufkkarui^ bei. In ihr führte Herr Stolle auf Anfragen aus, da»z zweckuuißiger Weise zunächst Krosdors angeschlossen werde und von dieser Leitung aus im Bedarfsfall später Zweigleitungen nach Wißmar, Launsbach, Rodheim ufw. aus geführt würden. Auch die Frage der clektrischen Bahnverbindung mit Gießen wurde ge-strem, jedoch von dem Vortragenden geraten, die Frage der Lichtversorgung zunächst allein AN behandeln, da die Stadt wohl kaum an eine Vergrößerung des Bahnnetzes Herangehen werde, bevor sic über daS finanzielle Ergebnis des ictzigen Straßenbahnbetriebes einen Ueberblick gewonnen habe. Bürgernicistec Braun teilte noch mit, daß demnächst Fragebogen wegen der zu erwartenden Lampenzahl an die Einwohner verschütt werden würden, von deren Ergebnis es abhängen werde, ob Krofdorf noch in diesem Jahr elektrisches Licht bekomme. X Dutenhofen, 27. Febr. Auf eine 25jährigc Tätigkeit in derKirchengcineinde Münchholzhausen—Dutenhofen blickt in diesen Tagen Pfarrer Gcibel zurück. Herr Geibel ist ein Sohn des in Krosdors 1903 verstorbenen Pfarres Geibel, wirkte früher als Pfarer in Crumbach- Franken dach. Der Jubilar gilt als eine geachtete Persönlichkeit, er verwaltet seit einem Jahrzehnt das Amt eines Kreisschul^ mspektors (Bezirk Wetzlar). Unsere Gemeinde verdankt ihrem Pfarrer gar manche segensreiche Einrichtung, von denen wir nur die Begründung einer Kleinkinderschule und den Erweiterungsbau unserer uralten Kirche erwähnen wollen. = Biedenkopf, 26. Febr. Das an der Eisenbahn Marburg-Herborn liegende Dörfchen Hartenrod wird in letzter Zeit viel genannt und noch mehr besucht. Nicht die Reize der sog. Hinterländer Schweiz sind es, welche die fremden Gäste jetzt zu Hunderten täglich in jenes Dorf führen, sondern eine Wunderdoktor-Firma, die sick dort etabliert hat. Zlvei fremde Männer haben dort eine Heilanstalt gegründet und ihr Geschäft geht so gut, oaß sie täglich in der Zeitung einen Assistenten und einen Buch- l)alter suchten. Der eine der HeiltünNer soll, wie erzählt wird, früher Gehilfe Bei einein chinesischen Arzt gewesen sein. Ueber den Erfolg der Kuren wird viel geredet und geschrieben, und es gibt genug Leute, die von der Tüchtig- leit der Hartenrod er Heilanstalt überzeugt sind. Anch die Behörden haben sich schon mit den Wunderdvltoren be- schästigt. Neuerdings soll sogar wegen einiger mißglückter Kuren von der Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen sie eingeleitet sein. Trotzdem läßt der Bciricb in Harten' rod nicht nach, selbst aus den Universitätsstädten Marburg und Gießen suchen Leidende dort Rat und Hilfe. Die Bc- völierung von Hartenrod, besonders die Geschäftsleute, sind entzückt von den neuen Dorsgenossen. X. Hanau, 28. Febr. Die Frage der Errichtung einer elektrischen Ueberlandzentrale steht im Kreise Hanau mit im Vordergründe beS Interesses. Arn Mittwoch beschäftigte sich eine vorn Verbände der lanbro. Genossenschaften cm- berufene Versammlung mit dieser Angelegenheit, gestern hielt der lanbro. Kreisverem Hanau eine Sitzung ab, in der Ober* Ingenieur Stamm vorn Sierncns-Schuckert-Wcrkc über „Tie Elektrizität im Dienste der Lanbroirtschaft" sprach. Die Zweckmäßigkeit ber Errichtung einer elektrischen Ucberlanbzentralc würbe allgemein anerkannt. Dec Kreisausschuß beS Landkreises ist ber Ansicht, baß ber Kreis Hanau selbst als ber berufene Faktor zur Verwirklichung bcS Projektes anzu- fehen ift. fc. Königstein i. T., 27. Februar. Eine Riefen« Eiche, bie stärkste wohl im Taunus, kam vorgestern im Distrikt „Maihel", Obecföcsterei Königstein, zum Berkau'. Der Baum hatte 21 Kübikmetcc unb ein Alter von zirka 600 Jahren unb würbe gepflanzt • zn ber Zen etwa als Königstein släbtifche Rechte (1312) erhielt. Dcr Baum brachte einen Erlös von über 1700 Mark. Fm. Nadel- Espen-, Wellen Espen-, in den Distrikten Kinnwald, Slcinwald 190 Rein. 1242 Gäste, auch Damen, willkommen. 67 3 118 583 2 66 Rmtr. Eichen-Nutzscheit, 16 Rmtr. Eichen-Nutzknüppel, Rmtr. Buchen-, 11 Rmtr. Eichen-, 1 Rmtr. Espen-, 16,5 Rmtr. Fichten-Scheitholz, Rmtr. Buchen-, 103,5 Rmtr. Eichen-, 3 Rmtr. Espen-, 53 Rmtr. Nadel-Knüppel, :6t * '■Mdjafii, !'"i hier, te landwitz, kennen a Zufammenklmst an der Rabenauerstraße bei Brennholz Nr. 118. Lberhrss. GeseWast für NMr- nnö ßeilkiiilde Donnerstag den 3. März 1910, 8V2 Uhr abends, im Hörsaale des Physikalischen Instituts, Stephanstraße 24: Wisscnfchaftlichc Sitzung. Vovtvag des Heven Dr. Hermann Mever: Uebev die ältesten Spuren des Menschen. Holzverfteigerung. In den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. Lda. (Jorsrwartel II) werden versteigert Donnerstag den 3. März I. Fs., vorm. 81/, Uhr, in den Distrikten Streitköppel, Rabenauerstraße, Langebruch, GanSköppel, Kaulsköppel rc.: 5820 Wellen Blichen-, 2475 Wellen Eichen-, 405 Wellen Espen- und Nadel-Reisholz, 44 Rmtr. Buchen-, 47 Rmtr. Eichen-, 58,5 Rmtr. Nadel- Stockholz. Zllsammenkunst vor dem Kinnwald bei Brennholz Nr. 722. Das Holz in den Distrikten Kaulsköppel und Streitköppel wird bei der Versteigerung nicht oorgezeigt und kommt beim Feller zum Ausgebot. Allendorf a Lda., 27. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. Dcrmncbtcs. * Schiffsunfälle. Ter auf den Howaldwerken in Kiel erbaute, für eine rumänische Firma bestimmte Dampfer .Lea- nette" rannte im Kaiser Wilhelm-Kanal gegen das nördliche Schleusentor und beschädigte es so schwer, daß die Schleuse für den Veriehr ge sperrt werden muhte. — Bei einem Zusammenstoß bei Antwerpen mit einem Dampfer wurde eine mit Arbeitern besetzte Barke zum Sinken gebracht. Sieben Arbeiter sind dabei ertrunken. — Gestern hatte der Dampfer „H am fr u r g" mit Frau und Fräulein Roosevelt an Bord beim Einlaufen in den Hafen von Neapel einen Zusammenstoß mit dem Schlepper „E o l o", der m einer Minute sank. Ter Kapitän und die sechs Mann starke Besatzung konnten sich retten. — Ter englische Dampfer „Aba- ris" stieß am Samstag aus der Reede von Buenos-Aires mit einem argentinischen Tamvsec zusammen. Der argentinische Dampfer ging unter und mehrere Personen ertranken. * W i e man Kommerzienrat wir d. Ter blinde König Georg IV, von Hannover hielt sein Leiden vor der Oefsentlichkeit ängstlich geheim und ging in diesem Bestreben manchmal bis über die Grenze, wo das Pathetische schon aufhört und das Lächerliche beginnt. So äußerte er and eines Tages den Wunsch, die große Maschinenfabrik von Ok-org ,1. bei .Hannover zu besichtigen. Er fuhr also, wie der B. B. CS. erzählt, mit seinem Adjutanten — und zwar ohne vorherige An.u ldnng — vor der Zabril vor und ididtc sich an, einen Rundgang durch die Arbeitssäle, zu unternehmen. Darob unter dem Personal grose Bestürzung, da der slabrikherr gerade auf Reisen, und auch der Prokurist nicht anwesend n ur, um die sachverständige Führung b-'s hohen Herrn zu über nehmen. Schließlich verfiel her Werkmeister, da „Allerhöchst der- sMe" wiederholt nach-, Herrn X. zu fragen geruhten, auf den 14,5 Rmtr. Blichen-, 6 Rmtr. Eichen-, 4 Rmtr. 385 Rmtr. Nadel-Knüppel, 700 Wellen Buchen-, 125 Wellen Eichen-, 410 Nadel-Reisholz, 14 Rmtr. Buchen-, 2 Rmtr. Eichen-, 1 Rmtr. 76,5 Rmtr. Nadcl-Stockholz. 21—50 12—43 17—27 32—49 191 9 34 55 ^ertcbbiaaL fftef, 26 fahr Tas Lberlandesyericht verwarf die Revision dos Redakteurs Svenssvn der Zeitung „TubbetiroftHi" in Son verbürg, die dieser gpgrit das Urteil pes Landgerichts Flensburg fingrkgt hatte, durch das er wegen Beleidigung des Amtsrichters Tr. Hahn zu zwei Monaten (v.fiänqniei verurteilt worden ist. Ebonsv ivurbc die Revision des Refrattvurs Strackerjahn von ix-r „SchLeswigschen ärenzpvstt' i;t Hadersloden vcnvvrwn. Strackerjahn hatte dcn Reichstags- üdgcvrdnewn Hansen >Täm in in em ArttVel „Landesverräter" genannt und war deshalb zu fünffrunbert Mark Geldstrafe verurteilt wurden. Neuruppin, 26. Febr. B-or der Straffamincr des Landgerichts batte sich freute per 16 jährige Gartnerlehrling Walter P o e h l i n g aus Talmin wegen Lustmordes zu verantworten. Poehliug hatte am 20. Mvember 1909 die sicdenjährige TockN'r >cs £bcrgärtnere- Fast ermordet Tas Cteridrt verurteilte den ?lnaoklagten wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgange und versuchten Mordes zu zehn Fahren G e fängnis. Freitag den 4. März L Fs., vorm. 81/? Nhr, und Eichilachel: Fichten-Derbstangen, 90 Fichten-ReiSstangen, Rmtr. Eichen-Nutzknüppel, Rmtr. Kiefern-, 3 Rmtr. Fichten-Nutzscheit, Rmtr. Buchen-, 1 Rmtr. Eichen-, 30,5 Rmtr. Scheitholz, »'.»«Sts Stilen W9* ütiwi6* -',N •all« *,« lli« *5 Ute in dq tung fiatt rote von be, uf NM I UMMluiiE | cn ist, soll? der Aektn- entlief) ani durch der a tts und btt i Gießena! Airael- worten, des te, ittofboii auözuri^eit > lcrdings H | -gen Anlagt ors und btr. M Iratbei tslverk legte hem Vortrag g etetmschei m Betrieben ing Don Ga- ihiy, daß bk • tilektrizijät ’ :e, Ivie er ii m der ^rag! icher ani bii Red.). 6üii :ag sich ar r AuillaruU en Ms, dar »lossen meck pater Ziveig- m usiv. mii' ischen Bahr ach von bew rsorgung p kaum an eu« :bc, bevor sil ■trtfmbafy wgen wp wer. Versal gen iverdc,» .cht bekom 2 b jährig! mfen—2ut& zurück, p i verslorbM , Crunibach- Persönlichleii, tc5 Krei-jch^-1 icrdankt ihm: M denen roc ile und bii itn wollen. )cr Eisend^ nob wirdus d)L Wf“ ja, welqe d" n jenes rma,blell° iben Dort ee - so gut, id einen N* [L ime er# Arzt 9^ 1 geredet n der E ind. erdolE |tr «cbrtn f Großmütigen. Stuttgart, 28. Febr. Eine größere Anzahl hiesiger und auswärtiger Zeiliingsverleger hat gestern hier einen Verein württembergischer ZeitungZv erleger gc- grünbet. Trier, 28. Februar. Der Höchststand der Mosel betrug gestern abend 6,45 Mtr. Heute früh war der Wasserstand auf 5,05 Mtr. zurückgegangen. Die unteren Stadtteile sind überschwemmt. Bei Eochem betrug der Wasserstand gestern 5,50 Meter. Auch dort ist bic untere Stadt unter Wasser. Bei Thörnich ist durch den fortwährenden Regen ein» großes Stück Weinberge abgestürzt. V:MESSMER'S AUSGEWÄHLTE FEINE - M THEE= H.'Z SORTEN ;£) 100g Pakete 055 Mk -140 Mk unübertroffen, sich erst den Kopf zerbrechen, wohin Sie Ihre Schritte lenken, nm Ihre Einkäufe zu besorgen, egal ob gegen bar oder auf Kredit. - — In allen Fällen bietet Ihnen das weithin bekannte Möbel-Warenhaus J. Jttmaim, Giessen, Blockstrasse 14/16 die denkbar grössten Vorteile. fo B i te i! was Ihnen andere sagen Tatsache ist und bleibt J. 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Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungcn unb Bedingungen, liegen _ auf dem Bureau des Unterzeichneten während bet- Dienststiinden zur Einsicht offen, wo auch die Angcbots- formulare gegen Ersiattung der Unkosten erhältlich' sind. ' Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit ent- sprechenbcr Aiifschrift versehen, bis Freitag den 11. März b. Fs., vormittags 11 Uhr, bei dem Unterzeichi ien cm- zureichen, auf dessen Blireau dann bic Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bewerber stattsmbet. Zuschlagsfrisl 14 Tage. Strasse 46 Auf zum Seemannsheim strasse 46 Sehen Abend m 8 Uhr on SSfÄ? Ausgeführt von der Damen-Kapelle, Dir. Iser. 5 Damen. Ztf#~ Eintritt frei. AL 1 Herr Msife labet sreundNchst ein Gustav Röppen. Kaisers I Malz- I i Kaffee I Die am 25. l. Mts abgehaltene Gemeinde-Nutzholz- Versteigerung ist genehmigt. Die Abfuhcscheine können vorn 15. März an bei dem Gemeinde-Einnehmer dahier in Empfang genommen werden. Treis a. b. Sba., am 28. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei. [1243 Benner. Treffe Mittwoch mit einem Transport Pferde«, D. isenBseyeg Swe. Zweiter Kammermusik-Abend Frankfurt a. M. Programm wird demnächst veröffentlicht, sind 671, Ltcinihnfcc 70 1 \. Frdl. «bl. SiiMtr vermiet. Plorkstraffe 2 Mans. Mamasse 15. vermieten. 01586J Möbl. Zimmer au vermiet. Seltersweg 81 p. l. 01563] Möbl. Zimmer zu vermiet. Bahnhosstraffe 4III. 01532] Freundl. möbl. Zimmer zu verm Bahnhosstraffe 44 II. ........ ........ [01615 ; ruli. Herrn z. verm.__ Näheres Diergardt, Gieffen,. 01539] Alöbl. Zimmer zu vermiet. " 7? Schillerstraffe 23 II. Ausführende: Herr ADOLF REBNER (Violine) Herr JOHANNES HEGAR (Violoncell) Herr Prof. G. TRAÜTMANN (Klavier). Giessener Konzertverein Neuntes Konzert des vorzüglichen Programms besonders hingewiescn. 01628 für Studierende auch bei .Herrn Hausverwalter Ititt r und abends an der Kusse zu haben. zzzz=z Oeffnung des Saales nachmittags 4'/., Uhr. > Wichtig für Melmer, Siüicr u I Landttutc! 3 aiigestrich. 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