Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. stieg finden. Tic Besteigung ist infolge einer Wette zustande gekommen, nach deren Wortlaut die Bergsteiger bei etwaigem Miß- 10 000 Pfund Sterling zu zahlen hatten. — Der Streit um den Sintflutbericht. Die Alters tumsforscher aller Völker haben sich bestrebt, in der Umgebung de^ alten Babylon nach den Urkunden vergangener Jahrtausende zu suchen und die aufgefundenen Zeugen jener längst entschwundenen Zeit aufzuklären und zu deuten. Sogar die Amerikaner haben besondere Expeditionen zu diesem Zweck dorthin entsandt, unter denen die von Professor Hilprecht das größte Aufsehen erregt hat. Dieser Forscher hat eine Tafel entdeckt, in deren Aufschrift er die älteste Fassung des Sintflutberichtes erblickt hat. Andere Sachverständige sind dieser Behauptung entgegengetreten, und. der Streit ist noch immer nicht zur Ruhe gekommen, obgleich er schon einq ganze Reihe von Jahren angedauert hat. Bei der letzten Sitzung- der Amerikanisch-Orientalischen Gesellschaft stand die Tafel von Hilprecht wieder im Mittelpunkt der Erörterungen. Nicht weniger als drei Fachleute, unter ihnen Professor Paul Haupt, erklärten- ihre Ansicht dahin, daß Professor Hilprccht zu viel Einbildung^-, traft in der Auslegung der Tafelinschrift, die nur in Brucks stücken erkennbar ist, aufgewandt hat. Die 2Irt, in der Hilprccht die Lücken der Inschrift auszufüllen versucht hat, wurde als unhaltbar bezeichnet. Damit ist auch der Anspruch von Pro- fessor Hilprecht hinfällig, daß jene berühmt gewordene Tafel aus einer Zeit zwischen 2137 und 2005 vor Christi Geburt stamme, vielmehr glauben die anderen Orientalisten, daß sie in einer viel späteren Epoche entstanden sei. — Bühnenwitz. Bei einer hauptstädtischen Operetten- ?!eueinstudierung, die sich durch die Nuancen des Komikers endlos in die Länge zog und deren Ende daher nicht vorauszuschen war, ließ, so berichtet die Deutsche Theater-Zeitschrift, ein boshafter .Kollege den Theaterarzt holen und bat ihn mit aufgehobenen Händen, in die Garderobe des Komikers zu gehen, der von einer schmerzlichen Krankheit befallen sei. „Was fehlt denn Ihrem Herrn Kollegen?" fragte der Doktor. „Der Mann leidet an Szenenzerrung und wir leiden mit ifmtf/' Eine halbe Stunde später war endlich Feierabend. Zum Code Robert Roch§. Frau Geheimrat Koch bat zahlreiche Beileidstelegramme erhalten, darunter solche des Kaisers und des preußischen Kultusministers. Tas Telegramm des K a i s e r s hat folgendeir Wortlaut: Neues Palais bei Potsdam. An Frau Geheimrat Koch, Exzellenz, Sanatorium Frey-Tengler, Baden-Baden. Beim Hinfcheiden Ihres von mir so hochverehrten Herrn Gemahls spreche ich Euerer Erzcllenz mein herzlichstes Beileid aus. Ich beklage auss Tiefste den Verlust des größten deutschen Arztes unserer Zeit und blicke mit dem deutschen Volke dankbar auf sein fegens- reiches Lebenswerk. Wilhelm I. E." Wien, 28. Mai. Die Gesellschaft der Aerzte von Wien hißte sofort nach dem Eintreffen der Todesnachricht von Pros. Dr. Robert Koch aus ihrem Gesellschaftshause die Trauersahne. Tie Gesellschast, die Kaiserliche Akademie der Wissenschaften und andere Wiener medizinische Vereinigungen deren Ehrenmitglied Koch war, veranstalteten Trauerseierii. < ßeter Rosegger. Tic Nachrichten über das Befinden Peter Roseggers lauten befriedigend. Die behandelnden Aerzte hegen sichere Hoffnung aus eine wenn auch langsame Zunahme der Kräfte. Peter Rosegger denkt noch nicht an das Alter. Wir lesen in der letzten Nummer seines „Heimgarten,, wie jung er sich noch fühlt an Leib und Herz: ,,Aber Großvater, deine Haare sind ja ein Wintertag !" rief mein vierjähriger Enkel, als er mich nach längerer Seit wieder einmal sah. , Als ob der Kleine im sonnigen Süden schon weiße Wmtertage gesehen hätte! Zn seinem zweiten Lebensjahre hatte er fteilcch einen nordischen Winter erlebt und der ist ihm eingefallen beim Aui- tauehen der weißen Haare. Ich hatte es übrigens selbst nicht gewußt. Mein Spiegel ist nicht ganz aufrichtig. Lber besser, ich schaue zu oft hinein. Ta merkt man die Veränderung nicht, denn die Gewohnheit hält mit ihrer Allmählichkeit gleichen schritt. Alle drei Jahre einmal sollte man in den SpiSgel schauen, uni das Altern recht inne zu werden. Tie ftctc Kränklichkeit tauidn auch über die Anzeichen des Alterns hinweg. Ich habe mich vor 25 Jähren zur Zeit meiner schwersten Leiden älter gesuhlt als etwa jetzt. Nur das Aussehen meiner Jugendgenossen, wenn Der Kronprinz als Vertreter des Kaisers. Der Kaiser, der am rechten Handgelenk eine kleine Operation hat durchmachen müssen, kann einige Tage keine Unterschriften vollziehen. Kleine Ursache, große Wirkung; das Wolfs'sche Bureau teilt die darauf bezüglichen Erlaße mit großer Wichtigkeit mit. Der Kaiser leidet an einem Furunkel in der Gegend des rechten Handgelenkes. Die lebhafte Entzündung machte eine Oeffnung erforderlich, welche am Samstag, dem 28. Mai, von Geheimrat Professor Bier ausgeführt wurde. Der Verlauf ist bisher normal. Der im „Reichsanzeiger" veröffentlichte Erlaß hat folgenden Wortlaut: Da Ich auf ärztlichen Rat Mir für einige Tage Schonung Meiner Hand auferlegen muß, will Ich Eure Kaiserliche und Königliche Hoheit und Liebden für die Dauer Meiner Behinderung beauftragen, an Meiner statt diejenigen Schriftstücke unterfchriftlich zu vollziehen, welche Ich Euerer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit und Liebden zu diesem Zwecke zugeheu lassen werde. Neues Palais, den 27. Mai 1910. Wilhelm I. R. v. Bethmann-Äollweg, Frhr. v. Rheinbaben, Dr. Delbrück, Tr. Beseler, v. Breitenbach, v. Arnim, v. Moltke, Sydow, v. Trott zu Solz. Die Nachwahl in Zriedberg-Vüdingen. B. Friedberg, 30. Mai. Der deutsche Handwerkerbund hat in seiner gestrigen Versammlung beschlossen, nur eiuem Kandidaten seine Stimme zu geben, der das Programm des Bundes anerkenne. Prof, van Calkcr hat das Programm nicht unterschrieben, dagegen hat Rechtsanwalt von Helmolt seine Unterschrift vollzogen, obwohl das Programm bestimmt, daß er für die Erbschaftssteuer cintreten muß. Unter der Ueberschrift .Bauer, paß auf!" veröffentlicht der Abgeordnete Köhler-LangSdorf in der „Reuen Tageszeitung" einen spaltenlangcn Aufruf zugunsten des Kandidaten von Helmolt. ;— In einer Zuschrift aus Büdingen wurde kürzlich bc- hauptet, daß es in Büdingen fast nur Freisinnige gäbe nnb laum 20Nationalliberale. Ta der Einsender ein angesehener: Einwohner Büdingens war, von dem wir glaubten annehmen zu können, daß er die Verhältnisse Büdingens genau kenne, haben wir die Behauptung nicht nachgeprüft. Heute werden wir von anderer Seite darauf aufmerksam gemacht, MR die Feststellung falsch war. Bei der Wahl am 2o. Januar 1907 wurden in Büdingen abgegeben für Oriola -3b, jur ben Sozialdemokraten 272, für den Freisinnigen lob Stimmen. deutsche Marine, so wollen Ew. kaiserliche Hoheft jetzt das deutsche Heerwesen kennen fernen. Unsere Behörden werden bestrebt fein, Ew. kaiserlichen Hoheit Einblick in alles zu geben, was auf diesem Gebiete für Sie von Interesse sein kann, und ich bin überzeugt, daß unsere Hecreseinrichtungen eine Fülle von Anregungen bieten werden, die auch für das große, in erfreulicher Entwickelung befindliche chinesische Heer nutzbar gemacht werden können. Heber» zeugt, daß auch Ew. kaiserlichen Hoheit Besuch dazu beitragen! wird, die guten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem chinesischen und dem deutschen fRe**') -immer mehr zu fördern und zu festigen, heiße ich namens Se. Majestät des Kaisers und Königs Ew. kaiserliche Hoheit und Ihre Begleiter kürzlich willkommen und hoffe, daß Sic von dem Aufenthalt in unserer Mitte nur die angenehmsten Eindrücke empfangen mögen. Hiernach empfing die Kaiserin den Prinzen tm Ta- merlan-Zimmer und ließ sich auch sämtliche chinesische Herren vorstellen. Die Kaiserin besichtigte dann die int Muschelsaal aufgestellten, von dem Prinzen mitgebrachten Geschenke, Vasen und Seidenstoffe, worauf den Gästen im Muschelsaal Erfrischungen gereicht wurden. Der Prinz fuhr nach dem Empfang im Neuen Palais zur Abstattung von Visiten nach Potsdam. mer ab und teilte mit, die Schutzmächte sicherten die Lösung der kretischen Frage durch eine Autonomie zu, dte dte. Sauveränitätsrechte der Türkei wahre. Auf den Hinweis, der König der .Hellenen arbeitete auf eine Annexion hm, erklärte der Großwesir, wenn Griechenland offiziell für titeti eintrete, werde die Türkei scharf Vorgehen, -mt Senat fand die Erklärungen des Großwcsirs für genügend. Wie die Blätter melden, begann in den Häsen des Schwarzen Meeres ein antig riech tsch er Bop- k o 11. Tie Pforte sagte der griechischen Gesandtschaft Abhilfe zu. Der Widerspruch der finnischen Landtags. Der finnische Landtag sucht sich der russischen Unterdrückung durch neue Eingaben zu erwehren. So berechtigt sie sein mögen: sie werden absolutnichts nützen, Petersburg, 29. Mai. lieber den Inhalt der Bitt- schrift des finnischenLandtags wegen Verletzung der finnischen Grundgesetze melden die Blätter folgendes: Der Landtag weist darau-f hin, daß bei der Einmischung des russischen Ministerrats in die Angelegenheiten Finnlands in juristischer und praktischer Beziehung' eine Reihe von Fehlern zu Tage getreten seien, da die Beschlüsse von Personen gefaßt worden seien, die von den finnischen Angelegenheiten keine Kenntnis hätten. Während der letzten 25 Jahre habe der Landtag unter Mitwirkung der Regierung große Summen angesammelt, die zu Kulturzwecken dienen sollten und die nun ohne Be- frage ndesLandta gsein fach dem Reich sschatz- amt über wies en würden. Eine neue Gesetzesvorlage könne nicht durchgeführt werden, selbst wenn die gesetzgebenden Institutionen Rußlands sie annehmen und der Miiser sie sanktionieren sollte. Das finnische Volt würde Gesetze, die unter Verletzung seiner Grundgesetze durchgeführt würden, nicht anerkennen. Finnland habe nie Anspruch auf eine eigene äußere Politik erhoben und auch nie Maßregeln zur Reichsverteidigung Hindernisse bereitet. Zum Schluß spricht die Bittschrift den Wunsch aus, der Kaiser möge die Grundgesetze Finnlands in Kraft lassen und alles wieder aufheben, wa-s! eine Verletzung derselben in sich schlösse. Helsingfors,28. Mai. Der Landtag hat die kaiserlichen Vorschläge betreffend eine besondere Mili - Neues Palais, 29. Mai. Prinz Tsai Tao und die Mitglieder des ch i n e s is ch e n m ili t är i s ch en S tu - dienausschusses begaben sich vormittags von Berlin hierher, mit ihnen der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Freiherr v. Schoen, der chinesische Gesandte und die zu den chinesischen Herren kommandierten Offiziere. Von der Sta- tton Wildpark fuhr der Prinz nach 11 Uhr zum Palais. Der Kaiser ließ sich im letzten Moment bet dem Empfang durch den Kronprinzen vertreten, da der Verband an der rechten Hand das Anlegen der Parade-Uniform verhinderte. Der "Kronprinz erschien in der Uniform des 1. Garderegiments zu Fuß. Prinz Tsai Tao hielt eine Ansprache. Das Konzept dieser für den Empfang durch den Kaiser gedachten Rede lautet auf deutsch: Der Kaiser von China entbietet Ew. Majestät durch mich enrerbictigften Gruß. Ew. Majestät genießen in der ganzen Welt den Ruhm eines hervorragenden Strategen, dem die Ausbildung: und die Kriegsbereitschaft seines Heeres vor allem am Herzen liegt. Ich habe stets zu Ew. Majestät mit Bewunderung emporgeblickt und schätze mich glücklich, jetzt vor Ew. Majestät treten zu dürfen und so huldvoll empfangen zu werden. Es trifft sich .sehr günstig, daß die große Frühjahrsparade bevorsteht, an der es mir vergönnt fein wird, teilzunehmen, so daß ich Gelegenheit haben werde, die erfte Armec dcr Welt mit meinen eigenen Augen zu sehen. Da.ich selbst dem Heere angehöre, so wird mir dies ganz besondere Freude bereiten. Ich bin der festen lieber- zeugung, daß Ew. Majestät die Macht, welche die stärkste Armee verleiht, lediglich zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens benutzen werde. Tic freundlichen Beziehungen unserer beiden Länder haben sich in den letzten Jahren immer inniger gestaltet. Ich hoffe, daß die Offiziere Ew. Majestät mir in allen militärischen Fragen mit ihrem Rat zur Seite stehen und mich so in den Stand setzen werde, meine Million zu erfüllen und nach meiner Rückkehr in die Heimat an der Reorganisation des chinesischen Heeres mitzuarbeiten. Ew. Majestät wollen geruhen, diese meine Worte gnatzigst cntgegcnzunehmcn. Der Kronprinz antwortete nut folgenden Worten: Ew. kaiserlichen Hoheit spreche ich im Auftrag und im Namen Sr. Majestät des Kaisers und Königs aufrichtigen Dank aus für die soeben Allerböchstdemselben gewidmeten Worte und für die Grüße, die Sc. Majestät der Kaiser von China durch Sie bat übermitteln lassen. Mit lebhafter Genugtuung erfüllt es Sc. Majestät, daß Se. kaiserliche Majestät abermals einen Prinzen seines Kaiserhauses an der Spitze einer großen Anzahl hoher Staatswürdenträger und Offiziere nach Deutschland entsandt hat, um deutsche Einrichtungen zu studieren. Wie tm Anfänge die,es Jahres Ew. kaiserliche Hoheit Bruder, Prinz Tsai H,uen bic ich manchmal einem begegne, sagt mir schmunzelnd: Schau, >o sichst auch du aus! Ansonsten jlft mir nicht anders zumute, als in meinen Jugendtagen. Die Welt ist gerade noch so schön, wenn nicht noch schöner, ich bin gerade noch so kindisch und die Zukunft liegt gerade so reizend unbestimmt und geheimnisvoll vor mir, als ob die fröhliche Erdenwanderung erst anginge. Und auf einmal kommt ein so kleines Knäbleinwcsen, dessen Borursache einst ich gewesen, und sagt: Dein Haar ist ein Wintertag! Wie oft hat man in früheren Zeiten g/efagt: Wenn es sein mutz, ich bin bereit! Und nun auf der Höhe dieser Jahre nimmt man jede höfliche Erinnerung für eine Störung. Ter $unge hat bei seinem Wintertag ja wohl nur an das Rodeln gedacht." — Sv ante Arrhenius als Austauschprofcssor. Professor Sonnte Arrhenius-Stockholm wird im Frühjahr 1911 als Austauschprofessor an der Universität Paris eine Reihe vor Vorlesungen über physikalische Chemie halten. Tie Einrichtung des Professorenaustausches, wie sie auf Veranlassung des deutschen Kaisers schon seit mehreren Jahren zwischen den Vereinigten Staaten und dem Teutschen Reiche besteht, wurde vor Jahresfrist aum in Frankreich an der Pariser Universität angeitrebt. 5ur bieien Zweck hatte Albert Kahn einen Jahresbeitrag von 30 000 Franks gestiftet. — Der Mac-Kinley-Berg erstiegen! Ter höchste Gipfel von Nordamerika, der Mount Mac Kinleys den Tr. Cook bereits im September 1906 erstiegen haben will, ist nun tn der Tat von einer größeren Expedition ü b e r wunden, worden. Sie bestand aus den Herren Tan. Patterson, W. R. Taylor und Charles Mc. Goniglc, dazu dem Führer Thom. Lloyd. Tic Schwierigkeiten der Besteiguirg stellten sich als geringer heraus, als vorher angenommen worden war: immerhin nahm sie einen ganzen Monat seit der Ankunft am Fuß des Berges an Anspruch. An vier Stellen des Berges wurden Lager für längeren Aufenthalt aufgeschlagen. Ter letzte Aufstieg lonrbe von einer Höhe von 16 000 Fuß, das sind 5000 Meter unternommen. Ter Mount Mac Kinley endigt m zwei gleichhohen Spitzen, von denen die eine abgerundet und mit edmee bedeckt, die andere em spitzer kahler Fels ist. Auf diesem Felsen wurden in einem Steinhaufen die Beweise der Ersteigung niedergelegt/ Die Expedition, die Dr. Cooks Berichte mitgenommen hat, konnte nach Petermanns Mitteilungen keine Spuren von dessen Auf- Die Erregung in der Türkei. Die Erbitterung in der Türkei wegen Kreta steigt von Tag zu Tag hoher. Im Parlament wird eine sehr triegs- lusttge Sprache geführt. Der Großwesir legte sich in seinen Antworten zwar eine Mäßigung auf, aber er gab das feste Versprechen, Kreta für die Türkei nicht verloren gehen zu lassen: Konstantinopel, 28. Mai. Die Kammer verhandelte über die Kre t a f r a g c. Nach Verlesung einer Einaabe von 16 mohammedanischen Abgeordneten in der kretischen Kammer, in welcher diese hervorheben,,daß ihr Leben gefährdet fei und daß das mohammedanische Element unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr auf der Insel bleiben tonne, sowie nach Verlesung von Depeschen wurde ein Antrag verlesen, der von mehr als 200 Abgeordneten gezeichnet ist und in dem die Regierung aufgefordert wird, Erklärungen zu geben, was sie zur Verteidigung der Souveränitätsrechte der Türkei getan habe. Der arabische Deputierte Scheik Essad sagte sogar, die Beduinen von Medina hätten geschworen, Kreta zurückzugewinnen oder zu st er ben. Wenn das Kabinett innerhalb einer Woche die Kretafrage nicht löse, würden die Mohammedaner der ganzen Welt, sogar diejenigen Afghanistans, vom Sudan und Algerien, vom Kabinett die heilige Pro p he t e n f ah n e zurückverlangen und sich selbst Recht verschaffen. Der Kretenser Mechmed Ali sagte, das Kabinett, welches in die Betrauung eines Griechen aus dem Königreich mit der Verwaltung der Insel Kreta einwilligen würde, würde gelyncht werden. Ein Kriegsvorwand gegen Griechenland könne leicht gefuiiden werden. Der Großwesir Hakki Pascha erklärte, die Mächte hätten die Unmöglichkeit anerkannt, Kreta Griechenland zu geben; sie seien bemüht, eine Lösung für die Kretafrage zu finden. Tie Mächte hätten ihre frühere Haltung zugunsten der Türkei geändert. Die Türkei werde Kreta nur durch einen Krieg bezwungen abgeben; die Regierung müsse aber Meise vorgehen. DieTürk ei könnenichtnach Kreta ziehen, solange sich dort Mächte befänden, welche die Souveränitätsrechte der Türkei wahrten. Mit Griechenland hat die Türkei nichts zu tun und Kreta werde der Türkei nicht verloren gehen; dafür werde das Kabinett alle Opfer bringen in dem Bewußtsein, daß die ganze Nation hinter ihm sei. Darauf wurde zur Tagesordnung übergegangen. Auf eine Anfrage des Kreters N u r i d o r, der im Senat die Besetzung der Suda-Bai durch die türkische Flotte und ein scharfes Vorgehen gegen Griechenland verlangte, gab der Großwesir ähnliche Erklärungen wie in der Kam- Nr. 123 Erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 30. Mai 1910 ESS? wirtschaftliche seitfragen V W S B8 W 'r H W W (rheftedakteuriA. Goetz. Fernjprech - Anschläge: U M W M Verantwortlich für den für die Redaktton 112. IMF politischen Teil: August ■W General-Anzeiger für Oberhe sen MM Annabme von Anzeigen V ’ » , , faal"- E Heb' für den für die TageÄimnmer Kotatiottstettd und Verlag der Vriihl'schen Univ.-Vuch- und Ztemdruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulffrahe 7. Anzeigenteil: 'H. Beck, bis vormittags y uyr. für ft euer für 1911 intb Anweisung von Mitteln zur Vervollständigung des Kriegsfonds für 1910 abgelehnt. Petersburg, 28. Mai. Ter Kaiser empfing in Zarskoje Ssclo Abordnungen von Studenten der Petersburger Universität und der Petersburger Lochschule, im Ganzen über 50 Studenten. Ter Kaiser redete zuerst Einzelne an und wandte sich dann an alle anwesenden Studenten mit einer Rede, in welcl>er er dem Tanke Ausdruck gab für die Liebe und Ergebenheit für Russland, die von ihnen vor den übrigen Kameraden bezeugt würden. Tann sprach er den Wunsch aus, daß diese Gefühle innner mehr erstarkten, damit Rußland ruhig, stark und ruhmreich werde. Sodann trug der Kaiser den ©tw= deuten aus, ihren Kameraden bekannt zu geben, das; es ihn freuen w-rde, lueitn mit jedem Jahre die Zahl der Studenten, die solch: Gesinnungeii an den Tag legten, wachsen werde. Begeisterte Hurraruse folgten diesen Worten. Ter Kaiser ließ sich darauf in der Mitte einer Gruppe von Sttldenten photographieren. Als der Kaiser Absclned iiahm, begleiteten ihn die .Stubentcrt mit Singen der Nationalhymne und .Hurrarufen.______________ Aus Hessen. — Urkundcnstempelgesctz. Abg. Leun hat bei der Zweiten M'ommcr einen Antrag auf Abänderung des Art. 41 des Urkundenstempelgesetzes vom 28. März 1907 ein gebracht. Der Antrag lautet: Hohe Zweite Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu erfudytn, den Absatz 2 des Art. 41 des Urkundenstempelgesetzes dahin abzuänüern, daß ein besonderer Zuschlag für Berst e i g e r u n g e n von Grundstückcn, die der Ortsgerichtsvorsteher nach 8 Uhr abends abhält, nicht erhoben wird. R. B. Darntstadt, 29. Mai. Der vierte Ausschuß der Zweiten Kammer hat soeben seinen Bericht über die Beratung betreffend den Bauarbeiter schütz hcraus- gegeben. Die Abgg. Ulrich u. Gen. hatten den Antrag gestellt, die Regierung zu ersuchen, den Lanbständen alsbald einen Gesetzentwurf vorzulegen, der einen wirksameren Bccuarbeitcrschutz vorsieht und aus dem Baugewerbe Arbeiter als Bautontrollcure heranzieht. Im gleichen Sinne lautete auch eine an die Kämmer gerichtete Vorstellung der Vcr- eimgung der mittleren Baubeamten. Zu diesem Verlangen äußerte sich die Regierung in einem Schreiben an den Aus- schuß, daß die fertiggestellten Entwürfe eines Gesetzes und einer Verordnung, betreffend den Arbeiterschutz und die Unfallverhütung bei Bauten an eine größere Anzahl von Jnteressentcugruppeu versandt worden seien. Nach Eingang und Berücksichtigung etwaiger für gut befundener Vorschläge würde der Kammer eilte entsprechende Gesetz e s v o r l a g e zugehen, bei deren Beratung auf den Antrag und die Vorstellung zurückgekommen werden könne. Im Hinblick aus diesen Bescheid der Regierung betrachtet der Ausschuß als selbstverständlich, daß bei Beratung dieser Vorlage Pie beiden Anregungen mit beraten werden. Da aber Gesetzesvorlagen geschäftsordnungsgemäß nur vom Gesetzgebungsausschuß behandelt werden, so hält es der berichtende Ausschuß für unzweckmäßig, auf die Materie des Antrags näher einzugehen und beantragt deshalb, den Antrag Ulrich u. Gen., sowie die Vorstellung der Vereinigung der mittleren Baubeamten für vorläufig erledigt zu erklären und die Regierung zu ersuchen, die Gesetzesvorlage betr. Bauarbeiterschutz baldigst den Landständen zugehen zu lassen. R. B. Darmstadt, 29. Mai. Die Regierung hat der Zweiten Kämmer eine Regierungsvorlage, betr. den Erwerb von Grundstücksteilen in der Gemarkung Groß-Umstadt zugehen lassen. Um für das neue Pfarrhaus für die katholische .Kirchengemeinde zu Groß-Umstadt die geeignete Hu- fcchrtstraße zu schaffen,^beschloß der Gemeinderat, die dortige Schloßgasse bis zur Sakristei der neuen Kirche durchzuführen, wozu es einer Grenzregulierung bedarf und zwar derart, daß zum Landeseigentum gehöriges Gelände, 275 und 40 Quadratmeter, an die Kirchengemeinde abgetreten werden. Der dafür von der Stadt zu zahlende Kaufpreis ist auf 412.50 Mk., der von der K'irchengemeinde zu zahlende Kaufpreis auf 60 Mk. festgesetzt. In der Regierungsvorlage wird die Kämmer um Genehmigung zu diefer Geländeabtretung ersucht. Darmstadt, 29. Mai. Abg. Ulrich hat an die Regierung eilte Anfrage gerichtet, ob sie Kenntnis davon habe, daß sich bei den Offenbacher N i vcau-Ueöergän- gen der Bebraer Eisenbahn „die Gefahren für Leben und Gesundheit der Passanten derselben fortgesetzt steigern" und was sie bei der preußischen Regierung „glaubt fordern zu können", um die Gefahren schleunigst einzuschränken, wenn sic nicht ganz zu beseitigen sind, bevor eine allgemeine Niveau-Ueberführung stattgefunden hat. Deutsches Reich. Mm Sonntag mittag trafen int Neuen Palais der italienische Minister des Auswärtigen Marquis di San Giuliano und sein Kabinettschef Eonte Sforza ein. Beide Herren wurden vom Kaiser empfangen. Hierauf ha 11 e der Kaiser eine Unterredung mit Marquis di San Guiliano allein. Der Kaiser verlieh dem Minister Marquis di San Guiliano und dem Botschafter Pausa das' Großtreuz des Roten Adlerordens. Ter Staatssekretär des Rei ch s p o st a m t s sprach den Oberpostdirektionen in einem Erlaß seine Se=, friebigung über die erfolgreichen Bemühungen aus, wegen der verminderten Telegraphenbauarbeiten, den beschäftigungslos gewordenen Telegraphenarbeiten anderweite Arbeit in den Reichs-, Staats- und Privatbetrieben zu verschaffen. Ter Staatssekretär empfiehlt den Oberpostdirektionen, nötigenfalls gleichartige Schritte noch bei den Landwirt- schaftskammeni zu tun. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt über das Scheitern der preußischen Wahl- re ch t s v or l a ge: Es sei im Interesse des Landes tief bedauerlich, daß fein positives Ergebnis erzielt worden fei. Sie wirft einen geschichtlichen Rückblick auf den Werdegang der Vorlage, führt aus, daß, nachdem die Staatsregierung den Parteien soweit entgegengekommen sei, niemand ihr den Vorwurf machen könne, das Scheitern verursacht zu haben, protestiert gegen die demokratische Behauptung, die 'Regierung hätte aus Rücksicht auf ihre Autorität zu einer gegen die Konservativen gerichteten Auflösung des Abgeordnetenhauses schreiten müssen und schließt: Es handelt sich um eine einschneidende Aenderung der Verfassung. Solche Fragen pflegen nicht auf den ersten Antrieb gelöst zu werden. Die sachliche Haltbarkeit der Lösung ist für Regierung und Land wichtiger als Schnelligkeit. Wie der Hansäbund mitt eilt, ist die Meldung der „Kölnischen Volkszeitung", nach welcher die „National- zeitung" vom tzansabunde an gekauft worden sein soll, in allen Teilen erfunden. Bei den Einigungsverhandlungen im Baugewerbe in Berlin wurden am Samstag die einzelnen Streitpunkte eingehend erörtert. Tic Unmasse der gestellten neuen Anträge und Erklärungen macht uün- mehq; eine übersichtliche ZusammenstellunZ der gefaulten strittigen Punkte nötig. Dieser Arbeit' werben sich die Unparteiischen am Morttag Unterziehen. Die Einigungsverhandlungen zwischen der Finna Dürrkop u. Co. und den ausgesperrten Metallarbeitern führten nach längerer Dauer zur Beilegung der Streitpunkte und A u f h e b u n g d e r A u s f p e r r u n g. Die 3M)eiter der Ringschiffchen-Abteilung und der Nickelei nehmen die Arbeit zu den früheren Bedingungen wieder auf. Die Firma Dürrkopp erklärt sich bereit, die Löhne der Nickelci- arbeiter einer Revision zu unterziehen. Sieben Arbeiter, deren Wiedereinstellung die Firma äblehnte, werden nicht wieder eingestellt. Sie dürften jedoch in anderen Betrieben Bielefelds Beschäftigung finden. Aus Marburg wird berichtet: Auf dem am 29. d. M int Restaurant Lahngarten in Wehrda abgehaltenen deutschsozialen Parteitag für Hessen und Waldeck wurde beschlossen, als Kandidaten der Partei für die nächste Reichsiagswahl den Landwirt und Schmiede- meister Rupp aus Niederwalgern aufzustellen. Nachmittags faut) ein vorwiegend aus der Stadt besuchtes Volksfest statt, bei welchem der Kandidat Rupp, sowie die Reichstagsab- georbneten Liebermann v. Sonnenberg, Lattmann, Bindewald und Raab Ansprachen hielten. Mus Mannheim wird gemeldet: Wegen der auf ernste Lohnkämpfe in der Tabakindustrie hindeutenden Bewegung unter den Tabakarbeitern, schlossen sich die deutschen Arbeitgeberverbände der Tabak- und Zigarrenindustrie zu einem neuen Arbeitgeberbund zusammen. ArrsLnno. Aus Br ü s s e l wird gemeldet: Der König und die Königinder Belgier sind Sonntag abend gegen 11 Uhr 30 Minuten nach Berlin abgefahren. Aus Teheran wird gemeldet: Ter frühere Post- minister Eminel M u l k ist durch einen Schuß aus einem Mausergewehr schwer verwundet worden und bald darauf gestorben. Der Mörder gehört zu den Mudjeddins. Aus Stadt uud Land. Gießen, 30. Mai 1910. * * Tageskalender für Montag, 30. Mai. Abends 81/* Uhr: Eröffnungsvorstellung des Zirkus Charles. * * * Tie 12. Hauptversammlung des Verbandes hessischer Finanzbeamren tagte gestern hier. Nachdem schon am Samstag viele Mitglieder des Verbandes hier cingciroffen waren, fand am Nachmittag 4'4 Uhr eine Besichtigung der Sammlungen des Ober- hessischen Geschichtsvereins und der Empfangsräume für den Großherzog und die Großherzogin im alten Schloß statt. Hauptmann a. T. Dr. Kramer hatte die Führung übernommen. Abends war ein Begrüßungsfest mit Damen zu Ehren der Gäste im Wintergarten des Hotel Schütz mit musikalischen und sonstigen Darbietungen veranstaltet worden. Am Somitag vormittag begannen die Verhandlungen der Hauptversammlung. Nach der Berichterstattung über die Verbandstätigkeit und Ablage des Rechenschaftsberichts entspann sich eine längere Aussprache über die Erweiterung der Aufgaben des Verbandes, wobei der Hoffnung Ausdruck verliehen wurde, daß die Lage jedes Standes sich durch eine baldige Besoldungsreform bessere. Nachmittags waren die Gäste in geselligem Zusammensein auf der „Karlsruhe". Als Ort der nächstjährigen Hauptversammlung wurde Wonns bestimmt. (Näherer Bericht folgt.) * * Universitätsbibliothek. Vom 1. Juni abj werden die Lese sä le der Universitätsbibliothek auf bi? Dauer des Sommersemesters schon von 8 Uhr ab1 geöffnet fein. * * Das Museum für Völkerkunde, das gestern ehr gut besucht war, ist von heute ab auf einige Wochen geschlossen. Es besteht übrigens die Absicht, das Museum in dem Neuen Schloß unterzubringen. " Zigeunerkonzert, lieber das österr.-ungarische Orchester, das Mittwoch in Steins Garten ein Zigeunerkonzert gibt, chreibt das Kasseler Tageblatt: „Das Konzert des österr.-ungar. Orchester bietet allen, auch den verwöhntesten Musikliebhabern einen Genuß ersten Ranges. Es ist ein eigenartiger Reiz, welcher die bald elegischen und klagend bald zum feurigsten Rhythmus hinaufsteigend und wohltuend auf das Ohr wirkenden ungar. Weisen umgibt. Das aus Damen und Herren bestehende Orchester sind ihrer Ausgabe vollständig gewachsen und führten als vollendete tüchtige Künstler das Programm, auf dem nur berühmte Tonkünstler ihres Heimatlandes standen glanzvoll durch. Fräulein Sadonie ist eine vortreffliche Sängerin und der Direktor Urbany geradezu ein .Virtuose auf seinem Instrument. Die Aufführung: eilt Märchen aus 1000 und eine Nacht ist durch seine Farbenpracht überraschend und wurde hier noch nicht in solcher Vollendung gezeigt, so daß das .Auge nicht müde wurde, den herrlichen Verwandlungen zu folgen. Man kam aus dem Sehen, Hören und Staunen nicht heraus. Wir empfehlen hiermit aufs wärmste den Besuch des Rakoezi-Konzerts." * * Verhaftet. Der frühere Rechtsanwalt Klarenar wurde gestern in Untersuchungshaft genommen. Er wird der Unterschlagung, Untreue und des Meineides beschuldigt. - r. Ulrichstein, 28. Mai. Die Mitglieder der Spar - und Leih lasse Ulrichstein hatten sich heute zur General-Versammlung eingefunden. Für baS abgelaufene Wirtschaftsjahr konnten an die Mitglieder 6 Proz. Gewinn verteilt werden. Außerdem erhalten die erschienenen Mitglieder je 5 Mk. Tagegelder. Nach Schluß der Generalversammlung fand gemeinschaftliches Mittagessen int Darmstädter Hof statt. Die Kosten hierfür werden aus Mitteln der Kasse beftritten. A Dirlammen, 28. Mai. Hier trug sich am Freitag eine chwere Bluttat zu. Der wohlhabende Landwirt Hch. Fink war vom Felde heimgekommen, da er glaubte, Grund zur Annahme der Treulosigkeit seiner Frau zu haben, so eilte er in den Stall und holte die schwere Axt. Seine Frau fand er in der Stube auf dem Stuhle sitzend, von hinten schlug er mehrmals auf sie ein. Aus das Geschrei der Frau eilten Schwiegervater und Großvater herbei und rissen den Wütenden weg. Doch die Frau lag blutüber- trömt und bewußtlos am -Boden; die Aextschläge hatten ihr den Schädel zertrümmert und klaffende Kopiwunden verursacht. Landwirt Fmk ist 32, seine Frau 31 Jahre alt, sie lebten lange Jahre in glücklicher Ehe, der 3 Kinder entsprossen. Der Mann wurde krank, kam msIBad und wurde nun eifersüchtig gegen seinen fast 60jährigen Later. Die Frau ist schwer verletzt, man zweiielt an ihrem Aufkommen. Ter Tater wurde verhaftet. X Butzbach, 29. Mai. Anläßlich des Turnfestes in Münzenberg hatte die Butzbach — Licher Eisenbahn einen Verkehr wie nie zuvor. Sämtliche fahrplanmäßigen und die Sonderzüge waren überfüllt und konnten nicht alle Passagiere befördern. Die Züge fuhren durchschnittlich 10 Wagen. In Münzenberg sind am Abend innerhalb zwei Stunden über 1000 Fahrkarten verkauft worden. x Bab - Na ufyeim, 29. Mai. Der Friedberger Mnsik- verein führte gestern abend im neuen Konzerthaus Haydn's „Jahreszeiten" unter Mitwirkung der Kuriäpetle und unter Leitung von FpiH Usinger-FiKedberg aust Latz Konzerts bas' seyr zahlreich besucht war, hinterließ einen starken Eindruck. Die mitwirkenden Solisten waren: Anna Hesse- Berlin (Sopran), Karl Sattler-Stuttgart (Tenor), Richard Schmid-Hannover (Baß). — Auf der Terrasse wo heute mittag und abend die 115er von Darmstadt spielten, war das Leben, wohl infolge des Witterungsumschlags, nicht so bewegt wie an den vorhergehenden Sonntagen. Es fehlten besonders die Besucher aus der näheren Umgebung. — An der Nebenbahn von hier nach Griedel bestand seither ein Uebel- stand, der vorn Publikum sehr beklagt wurde. Es war laicht der geringste Bahnhofsbau, nicht einmal eine Schutzhalle vorhanden. Bei Regenwerter mußte das Publikum ohne Schutz fiel) am Bahnsteig unter freiem Himmel aufhalten. Die Fahrkarten mußten im Postwagen des Zuges gelöst werden. Auf vielfeitigeS Trängen hin ist feit gestern der Mißstand durch Errichrung einer provisorischen Wellblechbude beseitigt worden. - 1 Hoch-Weisel, 29. Mai. Hier fand gestern und heute Kirch weihe, der sogenannte Hoyer, auf einem Platze mit dem gleichen merkwürdigen Namen statt. Das Wort Hoyer soll aus heidnischer Zeit, vielleicht von Hunnen herrühren. Leider ist der diesjährige Hoyer nicht vom besten Wetter begünstigt. Am Sonntag nachmittag setzte ein heftiger Regen ein. - 1. Fauerbach v. d. H., 29. Mai. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Kirchengesangverein ein gut besuchtes Kirchenkonzert. Solopartien hatten u. a. zwei Gießener Tarnen, Irl. Lehr und Frl. Heineck, übernommen. Die von ihnen vorgetragenen Lieder fanden großen Beifall. Orgel- solis wurden in bekannter kunstgerechter Weise von Herrn F. Hitzeroth aus Frankfurt a. M. gespielt. Gleichgroßen Beifall brachten die von Frl. Jakobowski und Lehrer Lehr vorgetragenen Lieder und die des Kirchen- und des Kinderchores. R.B. Darmstadt, 29. Mai. Der Kreistag des Kreises Darmstadt fand gestern hier statt. Den Vorsitz führte Provinzialdirektor Fey, der vor Eintritt in die Tagesordnung den verstorbenen Mitgliedern, Provinzialdirektor Geh. Rat v. G r a n c y , Oberbürgermeister M orne- w eg und Bürgermeister P o n s-Gräfenhausen einen Nachruf widmete. In seiner Eröffnungsrede gab bann der Vorsitzende die Versicherung ab, daß er der Wohlfahrt und den Interessen des Kreises ein ganz besonderes Augenmerk widmen werde. Stadt und Land waren auseinander angewiesen; der Ausgleich wäre in der Kreisverwaltung gegeben. Die Entwicklung Darmstadts stehe voran, aber Darmstadt habe auch ein großes Interesse an dem Blühen der Landgemeinden. Die Rechnung schließt mit 670,766 Mk. in Einnahmen und 639,864 Mk. in Ausgaben, so daß ein Ueberschuß von 30,802 Mk. verbleibt. Ter Abschluß des Jahres 1910 gestaltet sich günstig. Tie Kreisumlagen betragen 451,520 Mk. und sind 2000 Mk. niedriger als im Vorjahre. Für 1911 ist eine weitere Herabsetzung der Umlagen möglich. Die Kosten für Ortsarme und Geisteskranke hat der Kreis den Gemeinden abgcnommen. Die Lasten hierfür betragen rund 170,000 '.Nt. Für Straßenunterhaltung sind 52,385 Mk. angegeben. Die Kosten für landarme Hilfsbedürftige belaufen sich auf 30,000 Mk., für Zwangserziehung auf 52,000 Akt. Die Ausgaben für Epileptische stellen fich auf 26,000 Mk. Der Kreistag nahm dann noch einen Antrag an, den Kreis beamten eine Teuerungszulage von fünf Prozent des Gehalts zu gewähren, vorausgesetzt, daß auch der Staat die Teueruungszulage eintreten läßt. rm. Darmstadt, 29. Mai. Die hessische Schutzmann - schule, an der 12 Schutzleute, davon 6 aus 'Darmstadt, 4 aus Mainz und je einer aus Gießen und Worms teihmbmen, wurde am Samstag nach achtwöchentligem Kurs durch eine Prüfung geschlossen. Am Vormittag wurden schriftliche Aufgaben erledigt, während nachmittags praktische Vorführungen hir Krankenbeförderungs- und Rettungsdienst, sowie im Turnunterricht stattfanden. W Offenbach, 28. Mai. Die 26jährige Lehrerin Elisabeth Saßmannshausen hat sich heute nacht in ihrem Zimmer erschossen. N. Mainz, 28. Mai. Zu Ehren der Anwesenheit der SchweizerSänger in Mainz veranstaltete der Mainzer Männergesangverein in dem festlich geschmückten Saale der Liedertafel einen Kommers, den durch einige lustige, flotte Weisen die Kapelle des 87. Jnf.-Regts. einleitetc. Daraus folgten die Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des hiesigen Vereins, Herrn Wolle, eine andere Rede des Oberbürgermeisters Dr. G ö 11 e l - mann und eine des Kreisamtmanns Rhön. Herr Äirsch- grabener, ber Vorsitzende des St. Gallener Vereins dankte für die Aufnahme und überreichte dem Vorstand des Mainzer Vereins einen prachtvollen silbernen Pokal. Zwischendurch wurden Ge- sangvorträge aller Art geboten. Heute wird sich eine Rheinfahrt: nach dem Niederwalddenkmal anschließen. W. 5 r a n E f u r t a. M., 28. Akai. Im hiesigen städtischen Schwimmbade tarn man langjährigen umfangreichen Unterschlagungen auf die Spur. Neun Badediener, darunter drei Mitglieder des Arbeitsausschusses, wurden entlassen, alle neun sind geständig. Tie Höhe der Unterschlagungen läßt sich noch nicht übersehen. X Hanau, 29. Mai. Der auf dem Buchberge, einem Ausläufer des Spessarts, errichtete AuZsichtsturm, der eine Höhe von 28 Meter besitzt und 10000 Mk. Baukosten erfordert hat, ist heute nachmittag eingeweiht worden. Die Weiherede hielt der Vorsitzende des Buchbergvereins, Rentier Hch. Henckcl-Hanau. Die Baukosten sind aufgebracht durch Beiträge des Buchbergvereins und freiwillige Spenden aus Stadt und Land. Kirche und Schule. Aus Anlaß der 300. Wiederkehr der Heilig- sprechung des heiligen B a rr o m ä us veröffentlicht, wie aus Rom gemeldet wird, der Papst eine Enzyklika zum Lobe des Heiligen, in der er erklärt, daß die modernistische Bewegung der Gegenwart der Bewegung ähnlich sei, gegen die der heilige Borromäns gekämpft habe, da es sich dabei um den Versuch eines allgemeinen Abfalls vom Glauben und von der Disziplin der Kirche handele. Die Enzikla empfiehlt den Geistlichen den katholischen Glauben unveränderlich gegen die verkehrten Ansichten des Mo- dernismus zu bewahren, und gibt die anzuwendenden Mittel an, darunter namentlich die Lehre des Katechismus. Sie bekämpft die Abschaffung des Religionsunterrichts in den sogenannten Laien' oder neutralen Schulen, rät zur Begründung von Ordensschvlen und erinnert an gewisse Länder, in denen unter dem falschen Namen der Freiheil die härteste Tyrannei herrsche. Die Enzyklcka schließt mit dem päpstlichen Segen. Sport. Frankfurt a. M., 29. Mai. Internationale Ausstellung für Sport und Spiel. H e r r e n - F e ch t e n : schwere Säbel: 1. Santer-Wiesbaden mit 22; 2. August Wielandt-- Frauksurt a. M. mit 21; 3. Louis Staffen-Hanau mit 21; 4. Richard Staadt-Wiesbaden mit 20; 5. Otto Liesehoefer-Elberseld mit 19 Punkten. 15 Herren standen in Konkurrenz. Herren-Fechten Senior-Duell: 1. Desmet-Brüssel mit 7; 2. Michel-Brüssel mit 5; Unser Städtchen war das Ziel der Gaufahrt des dem 9. Turn- sowie Bern. (Schluß folgt.) NCacaopT Ein labe trank Meine Wohnung befindet: sich jetzt 04491 (44861 Stamm Dübncr sofort ab- zugenen. 26iccstraßc 261. K'uiiiifi' Chocolaoe Einköül.Genuss In jedem Falle unterliegt das Urteil noch der Entscheidung des Gerichtsherrn. Walltorstrasse 44 parL Frau E» Wagner Wasch und Glauzbügelgeichäft früher Kaiser-Allee 3a. GerichrssaaU Das Urteil im Fall Hosrichter. 044691 1 Kinderwagen m. Gummireifen u. 1 Sportwagen, beide gut erhalten, zu verk. Lahnstr. 14 v- r. in Winterthur. „ , T. „ ] »Der gefoppte Engländer. Im „Newvork Heralo liest man: An einem der letzten Abende trat m Barts au- cinen Schutzmann, der rn der Nähe beS Nordbohiihofes ^tcnst hatte, ein soeben erst mit deut Zuge von Calais an gekommener lunger Engländer heran und sagte mit der unschuldigsten Äctene > W Schutzmann - iu&. Damskadk, 4 aus Boms inr5 bnrd) einePrii- tirben schriftliche Aui- jschc Vorführungen nr ' joroic im ZurtuintK1 26jährige Lehrerin heute nacht in ihreir Amtlicher Wetteröericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlaus der Witterung seit gestern früh: Die südlichen Aus-, (aufer des nordeuropäischen Tiefdruckgebietes fjaben bereits gestern strichweise geringen Regen bei südwestlichem Winde gebracht. Ucbcr Nacht hat sich der Wirbel verstärkt und südwärts feine Randwirbel ausgedehnt, so daß die Regensälle überall in ganz, Deutschland auftreten und stärker werden. "Auch der Sudwest ist. auigesrischt. — Beim weiteren Vordringen der Zyklone ist für । morgen feine wesentliche Aenderung in Aussicht. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag dem 31. Mar 1910:, Nur zeitweise Sonnenschein, vielfach Regenschauer, starker West,! etwas kühler. i vermischtes. • Das Erdbeben in Südwestdeutschland. lieber die jüngsten Beben in Südwestdeutschland, der Schweiz und Cft- frankreich erhalten tuir folgende Drahtnachricht: Straßburg, 28. Mai. Die heute bei der kaiserlichen Hauptstation für Erdbeben- iorschimg in Straßburg eingelausenen Nachrichten lassen zunächst die Tatsache erkennen, daß sich das Schweizer Beben noch weiter nördlich als gestern angegeben fühlbar gemacht hat. Als äußerste Punkte ergaben sich bisher Fischweiler und Ingweiler. Ebenso liegen Meldungen vor, daß sich die Erschütterung sowohl nach dem Schwarzwald wie iu die Vogesen hinein fortgepflanzt hat. Aus Bern wird gemeldet, daß die Er- schülternng ziemlich heftig gcroeien ist, stärker dagegen in Tels- berg und überhaupt im Berner Jura. Als südlichste Grenze kann bisher angesehen werden Glarus, Betschwanden, Ennendo a. d. Linth, Eauturnfahrt des Gaue; Hessen. '4 Münzen berg , 29. Mai. Die ttnabenkundschaster. Sv. London^ Ende Mai. Zni Sovuner 1907 nahm 8er General Baden-Powell, dessen Name der Welt durch hervorragende Taten im südafrikanischen! 3 Anspach-Brüssel mit 5; 4. Petri-Offenbach mit 4; 5. Zimmer- i mann-Franksurt nut 2; 6. Langlois mit 1; 7. Schoen-Frankfurt 1 Sieq- 8. Schwarz-Mainz mit 7 Niederlagen. Trost-zechten, Duell-Degen: 1. Jack-Frankfurt, 2. Plaskun-Budapest, 3. Thomson. | Bei dem leichten Säbelfechten für Liebhaber 1 Leutnant Karl Nikitsch - Wien mit o8‘l6, ? Normann-Wilhelmshaven mit 58"/6, 3. Heinrich Ziegler-Franl- Mrt a. M. mit 50%, 4. Theodor Dirksen-Berlin mit 49‘/s, 5. Hans Seib»Offenbach a M. nut 49-/., 6. Hermann Noll-Berlin mit 47 Pmikten. Senior enflorett-Turuier. Von 52 Teilnehmern kamen nach 8 Vorrunden 24 Teilnehmer in die Zwischenrunden, bei denen 15 ausschieden, so daß 9 Herren in die Finale kameri. L Emil Schön, Jechtklub Herniania-Frankfurt a. M., mit 16 2. Michel-Brüssel mit 16, 3. Ploskada-Eharlottenburg mit 15* Punkten, 4. A. Petri-Offenbacher Fechtklub, 5. Knapen-Atünchen, ü. Desmot-Brüssel, 7. Karl Levati, 8. H. Mayer-Fechtklub Hermania- Frankfurt a. Ai., 9. Halasz-Budapest. Luftschisschtt. Berlin, 27. Mai. In den Räumen des Kaiserlichen Aicko- nwbilklubs fanden heute zwischen dem DeutschenLustschiffer- verband, sowie 23ertreteru des Kaiserlichen Aeroklubs und des Automobilklubs Verhandlungen mit Abgeordneten des in F r a n k f u r t a. M begründeten Deutschen Flieger- b und es statt. Tie Verhandlungen betrafen den Eintritt des Deutschen Fliegerbundes m den Deutschen Lust- r.Dea'tus" und „DuSenbcrg" auf 8cm Thuner See, „St. Gallen" und „Rhein" aus dem Bodensee boten nur ic 800 12001 Personen Raum und verfügten über 500 bis 1000 Pferdekrafte. Gegenwärtig besteht eine Dampsschiffahrt auf 17 Seen der Schweiz mit 80 Raddampfern, 25 Schraubendampsern, 3a 000 Vierde Iräftcn und 50000 Personenplützen. Tte Erbauer dieser Schisie sind die Weltfirmen Eschcr-Wyß in Zürich und Gebrüder nutzer Eichener Schreibsekrctar und cintiir. Lllciderichrank billig zu verkaufen. West-Anlage 35 H. l r)rucksachen aller Art EaMF liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Grrginal-DrahtmelSungen. Köln, 30. Mai. Das K ö n i g s p a a r bet Belgier setzte heute morgen 8 Uhr seine Reise nach Berlin fort. Badens-Baden, 30. Mai. Die Verbrennung der! Leiche Dr. Kochs und deren Bestattung fiiidet in aller Stille,' statt. Niemand außer den nächsten Famüien-Angehörigen erhält: Zutritt im Krematorium. Tübingen, 30. Mai. In Walddorf fand gestern die« Fahnenweihe des Militärvereins durch einen blutigen! Vorfall ihren traurigen Abschluß. Im Gasthaus zum Lamm wurden der 56 jährige Gg. Wetzel und dessen 19 fahriger Sohn von Äarlacher .Burschen überfallen und lebensgefährlich verletzt. Schwerin, 30. Mai. Ter 81 Fahre alte frühere Kultus m i n i st e r v o n A m s b e r g ist hier g e ft o r b e n. Wien, 30. s)Jcai. Tie kaiserliche Akademie der Wissenschaften, wählte den Professor an der Berliner Universität, Kekule v. S t r a d o n i tz, und den Professor an der Universität Jena, Ern ft, Stahl, yi korrespondierenden Mitgliedern. Wien, 29. Mai. Die Teilnehmer an der deutsch-österreichischen Tvnaufahrt Regensburg—Wien waren abends im Ratx Hause Gäste der Stadt Wien. Anwesend waren fenrer der deutsche Bvtsckwster mit den Herren der Botschaft und der bayerische: .Gesandte. Paris, 30. Mai. An der französisch-belgischen Grenzt im 'Departement Noire kam es' geifern zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen französischenZollwächtern und S ch ni u g g l e r n , die in einem Automobil btc Grenze überschreiten wollten. Auf beiden Seiten wurde geschossen unö mehrere her. Zollwächter und der Schmuggler wurden verletzt. Tas Automobil wurde schließlich gezwungen, nach Belgien zurückzukehren, Malaga, 29. Mai. WäIrrend der Vorführungen in der Arena von Alhaurin el Grande stürzte eine Tribüne ein. Elf Personen wurden schwer verletzt. * Tie Flotte der Schweiz. Der größte Dampfer der Schweiz wird Ende Mai in Lausanne von Stapel laufen. ^ Er heißt „La Suisse", ist 1500 Pserdekräfte stark und verfügt über 1500 Plätze. Seine Geschwindigkeit ist 30 Kilmneter die Stunde, seine Länge 70 Meter, seine Breite 10 Meter. Die bisherigen größten Schiffe der Schweiz, die alte „Suisse", „Winkelried", „Genöve", „Montreux", „Vevey", „Jtalie", „Lausanne", „General Dufour" auf dem Genfer See, „Stadt Luzern", „Schiller", „llri", „Uniertoolb" auf dem Vierwaldstätter See, „Del . vetia" und „Stadt Zürich" auf dem Zürichsee, „Blümlisalp". Anläßlich unterer goldenen I Hochzeit tagen wir allen Freunden, Verwandten und Gönnern für die uns gesandten Gratulationen und Geschenke auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank. 1044® Philip» Senner II. unö grau. Großen Buseck, 28. Mai 1910. schifserverband. Verona, 29. Mai. Als der Flieger Duray heute zum ersten Male wieder einen Flugapparat benutzen wollte, der vor einigen Tagen beschädigt worden war, drohte die Fluarnaschine urnzustürzen. । Duray sprang deshalb ab, wobei er sich Quetschungen und ein leichtes Blutgeschwulst zuzog. Verona, 29. Mai. Paulhan ist heute früh mit feiner tfhtg- maschine von Verona nach Solferino mid nach kurzer Zwischenlandung nach Verona zurückgeflogen. New-York, 29. Mai. Der Flieger E u r t i ß gewann den von dem „New-York World" gefluteten Preis von 10 U00 Dollars. Gr startete morgens um 7 Uhr in Albany, landete um 10 Uhr 40 Minuten im oberen Teile von Monhattan-Jsland, um seinen Pelroleumvorrat zu ergänzen, stieg um 11 Uhr 35 Minuten wieder auf und flog bis Governors-Island. 3019) (Sine schöne Zwcrg-sckoir- Hündin lins Auge fallend), glatt- haar., hellgelb, Augen u. Schnauze bunt, herunterf. Ohr^ Höhe ca. 28 cm. Näh. L d. Geschaftsst. d. G. A. bet Anwesenheit dn [tctc deeWamzcrM^ t Saale der Vicbcrtafd I Warans iciigen i&Äwgs' hc5 MlNM Aerem. Ksr 3« WM eh,L” >.'»K lil’9i»w«Iiin6' ÄÄtS nb freiivlll'ge dttle. Silis' Feldzuge Bclannf geworben war, cinc^ Anzahl 'englilcher Knaben nach Brownfea Island in der Nähc^ von Portsmouth zum Sommeraufcnthalt und suchte sie für das Studium der Natur . . ju interessieren. Aus diesem Sommerausflug ergab ^sich eine r siegten: großartige Bewegung, die sich binnen kurzem mit der .Schnellig- 2. Ernst | leit einer ansteckmden Krankheit auf alle Teile des englifchen ‘ Reiches erstreckte, die ober auch bereits bei anderen Nationen Nachahmung gefunden hat. Heute sind in England die Knaben- Kundsckwster, die „Boy Scouts", eine nationale Einrichtung. Als vor wenigen Wochen der patriotische General mit einem Appell um finanzielle Unterstützung vor die Oeffentlichkett trat, weil die Organisation eine Ausdehnung angenommen bat, bie er mit privaten Mitteln nicht mehr bestreiten und ^beaufsichtigen mit privaten Mitteln nicht mehr beitrcitcn uno DcauriuDugtji | *~n ' is,7-mterlick>en englischen Akzent:' tonn. ba fand fein Anfrnf fofort das Kettelte Snterene unb,bet Wtlt uni mit cmcm N-r-YterlEn^-nglna die Billigung dceG iranten Wnia- übuatb, und die morDerhd)e L,Ä»tt.uui.fHcä. f Ju nb Schim^a m e der Summe war in kürzester Zeit gesichert. • I «Rnrifer Sckrntzleutc Wenn man Lust hat, ein paar Stunden aus Tie Idee der KnabenlundlchaMrer roat in ber em @eme MtSäfc ju bcdSrin™n imb iid> dann noch eine Anklage streich und konnte nur von einem Manne ausgel^en, der sich selbst ander ^anttenbcleidigung an den .Hals zu ziehen, braucht ein Knabcnhcrz bewahrt hatte. Er bezweckte nickst.' anderes, als I - erstbesten Schutzmann ein gemütliches „Aiort auf die Knaben Englands, zu einer lystematuchen era ein^ nuin luu^m^tbeHcn ^ut gern cp bcffc*r laden, in der sie zu. gesunden, tätigen Menschen, zu s^a^rcrt cr gestoßen war, sah ihn und Bürgern und ui werterer Folge zu n^?d?n ^uf- nur verwundert an, als er sich von ihm, einem so nett gekleideten Verteidigern erzogen werdmr sollten Knaben wurden aus (djcinbar jo friedlichen Staatsbürger, nut dem frechen Kriegs- gefordert, zu gunsten ihres Vaterlaiidev s--ptele zuWrelcn, ^n I dex Apachen begrüßt hörte. Tie Sache wäre wahrscheinlich dianergeschichten zu verwirklichen, hcrm che 4-aten zu Vv"- erledigt gewesen, wenn der Eiigländcr, als der Nlami des Gesetzes bringen, mit eigener Lcbew-gesahr das Leben andert.r du ruten, feiner Antwort würdigte, fein: „Mort auf fltcä!' nicht sich trotz ihrer 10, 11, und 13 Jahre als ^?uner M »e^en I cuvmal wiederholt hätte. 'Jtun regle sich im Schutzmann Kem Wunder, baß die Antwort der Zungen ern zustiinmmdesl tief gekränkte Beamte: er packte in großer Entrüstung den Freudengeheul war, das vom Nordende Schottlands bt» öur söeicü>igcr beim Kragen, nahm ihn mit zur Wache und suhrte spitze Australiens reichte. ihn dort dem Polizeikommissar vor. Ter Kommissar glaubte in dre In England allein ivachsen gegen 3 Millionen Knaben oyne i sjnfcn zu müssen, als der Engländer unter einer höflichen besonderen Einfluß von Elternhaus oder guter schule heran, l Vorbeugung auch ihm sein: „Mort auf flies!" ins Gesicht nach ihren Schulstuiiden werden sie aus die^ Straße gcworsen,! ^^^ lie^ sofort einen Dolmetscher holen, und nun lernen dort die Manieren und Laster der -Straße, berCommen £(dxtc .-id) hic Sache schnell auf. Zwei Landsleute, mit denen I und vermehren, älter geworden, die Armeen der unbrauchbaren Oon Calais nach Paris gereift war, hatten ihm, als sie und Arbeitslosen. Diese 3 Millionen Disziplin, erfuhren, daß er kein Wort Französisch verstünde, niiigcteitt, Ritterlichkeit lehren zu wollen, ist das größte pädagogische -öer» Don bcn Pariser Schutzleuten jede gewünschte Auskunft Idienst Sir Robert Baden-PowellS. teilte Lrgaiuiahon TX-1ÖC• I erbatten würde, wenir er die drei magischen Worte ausspreche. I militärisch, noch partei-politisch, noch religiös gedacht, xlc cuv| ®feilte ^a.icddtrottiL h'unöe lebensvolle Knabe, der das Sttllsitzen in der Kirche lwßt, Eaiidide demnächst eine Regelung erfahren soll. ^ie Gläubiger wird gern dieser .Herausforderung feiner ritterlichen und oben- sollen in einigen Tagen entschädigt werden und ihre Klage zuruck- teuerlichen Natur Folge leisten. Die Knaben werden angehalten, ziehen. m frine^nferSeifung6Sonlbcr0näSft’enl&auWftti!cC1ob™ fälschtzn mtbedt“Sie Sfonbete bic^adialjmuna. Mit Kc- angtWig?» Gaues . »inen . im aus gätudt« ^<4rita “n zu dem möchte vieler ^Tei le des vessenlandes >tt^her gewallt konnen er niußzusg s ' $ Der|te^n> ebenso Unglücks dort beschäftigten 10 Arbeiter verunglückt. Von diesen kamen, von Marburg, 0-ran enber^, Gladmbach und. Wetzlar bw mste W &ei S^praÄn Kurs in Lebensrettung durch- war der Sohn des die Arbeiten leitenden Poliers Mercier sofort ÄL Lich „nh SU haben. In weiterer Folge aber wird dann jeder Knabe tot: ein anderer Arbefter namens Kersten ist später gestorben. Von allen Richtungen, von Steinfurth, Butzbach, Ltch und gemacht haben. BU lvetterer ^oig Zimmermann I Auf d»r Birsia-Talbahn hinter Schloß Totttningen in der- Lan^tSdors strebten die B^tt-Turner auf ctlu(i2Itunbtgem urii: " Michchucker oder Musiker heran- Schweiz smd zimi Züge mit Ausflügtern von und nach Basel gau.g dem weithin sichtbaren „Wetterauer, Kirstens aß 8u. ^enn ^och, Feuerwehrm Baden-Powells, die in voller Fahrt an einer Kurve auseinander gefahren, ^er Ma- » te’ Ä 9r»H. 15 1-erwneu nub -rwuu°-,. sich haben haben muß Leider machte der Himmel schon früh- nur bei Gelegenheiten, die sich ans der Gelegenheit ergeben, a 1 I eftig ^chtrübes Gesicht' und einige Male setzte im Laufe des Tages in Augenblicken wo die Phantasie tzs .^aben dem Lehre^ftar leichller Regen cm. Ter Gau Hessen und die Turner lasseii zu Äilfe rommt: dev «bend- -um. ^1 t, wenn nmn mn em sich durch ihn aber die Stimmung so leicht nicht mehr verderben. Lagerfeuer zur Ra,fliegt, ober im * Man hat es in den letzten Jahren auf Gaufesten unb Turnfesten fagd veranstaltet ober ' gclcrtd, sich auch mit diesem weniger angetiehmen „F^stbeinckstr' ihren^auf^gen^ En^l^iten gesplell wi d. e-.p, ™ äbAufimben Das Turnen ging trotzdem flott von statten und esl -t-er Wahlspruch der Kuiidschafte h ß . ,, : muß hervorgehoben werden, daß ttotz der schlechten Witterung arr den Gesetzen, denen er ftch zi^nt^crsen hat, suei^u f 9 emigen Geräten die volle Punktzahl erreickst wurde, besonders auch erwähnt: „Wenn cm K^bsc^fter^be sagt ,ch^ imim^ von 'Turnern aus kleineren Landgemeinden. Vor Beginn des so ist es so, als ob en. dui Eiligsten Eid geschworeii h WettmmenS wurde auf dem Festplatz unter Vorsitz von Guu- „Es ist die Pflicht emes Scout, ,ch lurnwirt Will-Gießen die üblidjc Kampfrichtersitzuiig abge- machen, fedem anderen Scout ein Bruder gU scm, ohste^ttickft^ balten. Ter Vorsitzende teilte mit, das; die Hebungen nach der auf den sozialen Rang der Eltern. „ um ^cout muß ipaj deutschen Wertung beurteilt werden sollen: auf jede der sam, höflich, tterfreundlich und gehör,am n seim Vorgesetzten vier volkstümlichen Hebungen (Stemmen, Hürdenlaufen, Wett- feui. ... „Gin ©caut mu6. Iclbft unter den w.^warttgst st hochspvung und Kugelstoßen, 10 Klg.) tonnen bis zu 20, auf Verhältnissen lächeln und pfeifen — Ww bi.» 'IHf rrfitfiYtiihimnen 10 Puiikte gewertet werden. l diese Regelli Mit berechneter Emsicht und Ui Kenntnis der Knaben^ "tC §ÄÄnbegannU^ 406 seele gewählt. Und der Er^lg hati bewi^cni atz d°s p Turner hatten sich dazu angemeldet, 34 2 sind angetreten, eine wilde Rangen dadurch zur Disziplin zu A^ehen, datz man ihrer IgtoSe Zahl im Vergleich zu ber int Vorjahr in Obcr-Mörlen (96). talluft und chrem Alumteurerblut tut Ventil Mik, em Tie grnfec Beteiligung ist auf die für die meisten Turner j Uwe- und richnge- Prin^p war. ~ ----------- qilnftigd Zusainnienftelluiig der Hebungen des Fünfkampfes zurückzußührmi. Zum Glück war das Wetter in den Mittagc»- ftunben einigermaßen annehmbar, so daß bis zu der um 1 Uhr 1)5auic cini9c 6CI 14 an3CtrCl£'K,t 3iiC9Q' ,6ün fait| Wien, 28. Mai. Den Bläi.ern zuiolge ist das U-.eil gegen Gegen 3 Uhr bewegte sich ein stattlickfer Festzug, an dem die H„fri chter gefällt worden und lautet aus -tob durch den Schulen .und Vereine des Ortes, sowie 750 Turner teilnahmm,! Strang. Eine amlliche Veröffentlichung ist bisher nicht erfolgt, durch die außerordentlich reick) geschmückten Straßen des Städtchens ..... nach dem Fcftplatz. Tort begrüßte der Vorsitzende des festgebenden Vereins, Otto Enders, die Turner. Gauvertreter Helm- Gießen dankte für die freuiidliche Begrüßung und für die be- I geisterte Mufnabmc, die die Turnerschaft in Münzenberg gefunden hat. "Nacks einem Vortrag des Gesangvereins „Eintracht" unter Leitung von Lehrer Wagner hielt Pfarrer Leimbach dft Festrede, die von echt vaterländischem Geist getragen war. Darauf überreichte Fräulein Hitzel dem Verein, der zuglcick) das Fest der Fahnenweihe beging, das von den Frauen und Jungfrauen der Stadt gestiftete neue Banner mit einem schön vorgetragenen Prolog Der Vorsitzende Enders dankte den Spenderinnen und schloß mit einem „Gut Heil!" Nachdem noch unter Leitung von Gauturnwart Will die allgemeinen Freiübungen, an denen sflch der grüßte Teil der Wetturncr beteiligte, und die ^Bezirksturnävart Schüler-Wetzlar vorturnte, erledigt waren, wurde das Wetturnen fortgesetzt, allerdings bei weniger günstiger Witterung. Aber man hatte am Morgen so gut vorgearbeitet, daß man hs doch noch glatt erledigen konnte. Gegen 9 Uhr schritt Gautnrnwart Will iwch zur Proisverteilung, tonnte aber die Siegerliste, btc so lang wie diesmal noch nie bei einer Turn- fahrt des Cwmeö aufgestellt worden ist, nicht mehr ganz verlesen, da sie bis dahin noch nicht bis zum Schluß fertiggestellt war. te6 cühu . treu- T RatU; (c6cn477 Hankol, Neuen Baue 7 (hlhmift AU verkamen. 04492 "UWlsi Lahustraßc -> p. Große Badewanne u. Kinder- wagcu billig abzugeben. 04500 Wcttergassc 7. Ltmui .UlUli | 4 Zimmer Zirkus erles 3 Zimmer Oswaldsgarten Giessen Hasir 4 Tage. Vom 30. Mai bis 2. 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