(Elftes Blatt 160. Jahrgang General-Anzeiger für Gberhefsen Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten- Verehrung den be- die Dem Eroßherzog! (Süßen, 25. Nov. Das Hessenvolk bringt heute seinem Großherzog Ernst Ludwig zu seinem 42. Geburtstage die herzlichsten Glück- und Segenswünsche dar. Bei dem monarchischen Gefühl, das sich gerade in den Hessenherzen befestigt hat, bedeutet der frohe Tag im Hause deS Landesherrn auch einen Freudentag des Volkes. Der Blick wendet sich auf das zurückliegende Jahr, und wenn eS friedlich intb fördernd gewesen ist, so klingt daS -«.Glück aus!" umso lebendiger und freudiger. Draußen in der Wett ist es zwar stürmischer zu- gcgangen, und im großen deutschen Vaterlande klirren noch die Schwerter von inneren Kämpfen. Der wieder eröffnete Reichstag tut eS kund mit den besorgten Fragen Über Flcisch- teuerung und GotteSgnadenpoliE Aber mag im Auslande das dumpfe Grollen der Revolutionen und Umwälzungen uns auch über die Grenze herüberschallen: der monarchische Geist, der Sinn für Ordnung und uralte deutsche Art lebt noch in unserem Volke. Wir tragen kein verlangen nach republikanischen Zuständen, wie sie sich etwa in Frankreich oder den amerikanischen Staaten entwickelt haben, und ruiser Glaube und unsere Zuversicht gründet sich auf daS, waS nach deS Dichters Wort seststehcn soll wie FelS im Meere. Tie Persönlichkeit unseres regierenden Herrn in Hessen ist in ihrer Schlichtheit unb Vornehmheit so verschieben von den Männern, die in Republiken um die oberste Führerschaft ringen und denen aus hohem Sitz doch immer die Gunst oder Ungunst der Parteien anhängt. Man denke nur an Roosevelts groteske Umzüge, und an die Staub- und Schmutzwolken, die so eine Wahl aufwirbelt! Gewiß, auch Monarchen können, dafür hat die Geschichte Beispiele genug, gleich anderen Führern ihrem Volke Sorgen bereiten. Aber wo wäre der hessische Volksgenosse, dem cs einfallen könnte, ob irgend einer Regierungshandlung des Großherzogs Unwillen oder Sorge im Herzen zu tragen? Und sein Bitternisse des Tages hinaushebt, die Harmonie befreiender Künste, erhebt auch sein Herz, führt auch seine Wege. Wie selten verläßt er den heimatlichen Boden, wie wenig steht sein Sinn nach äußerem Glanz und hohlem Schein! Der Zar aller Reußen entfloh mit seiner Gemahlin dem rauschenden Glanz seines Hofes in das stille Asyl, wo Hci- matliebe und schlichter Sinn ein gastliches Dach voll Wohlbehagen bereitem Und die Reise nach Paris, die das Großherzogspaar vor acht Tagen angetreten hat, zeigte es auf den Spuren nützlicher Anregungen, die eine so große Metropole der Kunst und Kultur reichlich bietet. Das Glück, das Großherzog Ernst Ludwig an der Seite seiner gesinnungsverwondten Gemahlin gesunden hat, strahlt mit hellem Glanze in die Herzen der Hessen. Weilte er im welschen Lande, so wußten wir es doch, daß sein Ohr den Ton der heimatlichen Kirchenglocken hören, daß sein Auge die Fahnen wehen und die Ruse vernehmen würde, die ein treues Volk in Stadt und Land zur Freude versammelt. Der Landeshe rr weilt seit gestern wieder in feiner Residenz. Die frohbewegten Oberhessen, die „engeren Landsleute" seiner Gemahlin, vereinigen sich mit uns, um von Herzen zu rufen: Heil dem Großherzog! 'ÄmÄ BotanoMlrai verlas der BrllhI'Ichev Unlv.'yqch. und StrindrnSer«, R. Lange. Redaktion. Lrpeditlon und bl« vor>numg4»Utzr. Srptdltion fPr VLdinzen: vahnhosftratze 16a. - Telephon Nr. 50. Nk. 277 Der Slrhe»er ftgrtpr triibcitu idaüd), auuar eonmag«. - Beilagen: viermal wöcventltch -UtzencrZamlUendlätter: gfDeimülivödienll.KtdSi blatt für den NreirSiehen (i'ienßiüg unbyreiiaa); mxiiruil monatt. fanb» »irlschaftttchrrcitfrogeg steuNpiech - Amchtustrr jüi bic Reduknim 113, Verlag u. ExpeDU'oii 51 Adiesie für Tcpefc^ea: Uuzeiger Gieße». Revolution in Mexiko und Brasilien. Reben der Union schienen auf dem amerikanischen Kontinent Mexiko und Brasilien zu den gcfestigsten Staats- wesen zu gehören. Wenigstens blieben sie seil Beginn dieses .Jahrhunderts von allen Revolutionen und Reooiutiönchen, wie sie in den übrigen mittel- und sudamerikanischen Repu- bliien gang und gäbe sind, verschont, weil es ihren Präsi- Lenten gelang, die Regierungsgewalt auf eine Armee zu Itu^en, die für amerikanische Berhultnijse immerhin als gut und zuverläsiig bezeichnet werden mutzte. Nrnnut man uoch hinzu, daß sowohl Mexiko, als auch Brasilien sich emes stetig steigenden wirtschastlichen Aufschwungs er- sreuten, so schien wirklich dort ein d'tahrboden sur revolutionäre Umtriebe nicht vorhanden zu sein. Und doch M es nun in beiden Landern zu Revolutionen gekommen, gerade zu einer Zeit, wo in den Persönlichkeiten des alten ^or,irio Diaz uno des Marschalls Hermes da Fon,eca ganz gezeichnete Männer an der Spitze dieser Republiken Ais die ersten Nachrichten über die Lynchung zweier haus zn reformieren, daS Unterhaus schachmatt setzen sollten. Tann wurde dem Anträge LanSdowneS, bas Oberhaus möge sich als Ausschuß konstituieren, um die von ihm eingebrachteu Entschließungen zu beraten, zugestimmt. Die Entschließungen selb st wurden darauf angenommen. Das Haus beschloß dann ferner, daß die Resolutionen Lansdowne und Rosebery dim Unterhause mügeteilt werden. London, 24. Novbr. In einer Wahlkundgebung derunabhängigenArbeiterpartei wird erklärt: Wenn die Regierung des Volkes zur Tatsache werden solle, müsse das Oberhaus gänzlich abgeschafst werden. Die wollten weder die Liberalen noch die Konservativen. Aber nichts anderes werde genügen. Die Anhängerinnen des Frauenstimmrechts^ die am Freitag verhaftet worden waren, sind ohne Vernehmung von Zeugen auf Anlaß des Ministers Churchill in Freiheit gesetzt worden, da sie nur d e r Verhinderung des Verkehrs angeklagt waren. 62 Anhängerinnen des Frauenstimmrechts, die angeklagt waren, Fenster zertrümmert und Polizeiagenten angegriffen zu haben, wurden zu Geldstrafen unb zwar größtenteils von fünf Pfund Sterling oder zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Viele von den Verurteilten zogen die Gefängnisstrafe vor. Die Frauen, die gestern morgen die Wohnung des Präsidenten des Ministerrats ange-' griffen hatten, erschienen ebenfalls vor dem Polizeigericht in Bowstreet. Der Richter betonte, daß die Zurückziehung der Anklagen eine Ermutigung zu weiteren Gewalttätigkeiten bedeute. Aus dem österreichischen Abgeordnetenhaiisf" Wien, 24. Nov. Die „Neue freie Preise" meldet:' Vor der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhuufes fand eine Beratung statt, in der Ritter von Wossilko den Antrag stellt^, man möge Tolstoibei Beginn der heutigen Sitzung einen Nachruf widmen. Der Präsident des Abgeordnetenhauses erklärte den Obmännern, daß er den Wunsch ablehne mit der Begründung, daß man der ablehnenden Stellung der Christlich-Sozialen zu dieser Frage Rechnung tragen müsse. Der dem Abgeordnetenhaus vorgelegte Budgetvoranschlag für das Jahr 1911 weist ein Gesamterfordemis von 2 818 196 736 Kronen und eine Gesamtbedeckung von 2 818 507 772 Kronen auf, mithin einen Ueberschuß von 311036 Kronen. Die Steigerung der Ausgaben in 1911 stellt sich aus 897/io Millionen, die der Einnahmen auf 143*7x00 Millionen. In dem gleichzeitig vorgelegtcn sechsmonatlichen Budgetprovisorium wird um die Ermächtigung einer Kreditoperation im Ausmaße von mehr als 135 Millionen (effektiv) angesucht, von denen 117 Millionen für Investitionen auf die Staatsbahnen bestimmt sind, während der Rest zur Tilgung der allgemeinen Staats- schuld (Lotterieanlehen) bestimmt ist. Der F i n a n z m i n i st e r hob in seinem Exposs hervor, es sei nur mit Anspannung der Einnahmen und her entsprechenden Einschränkung der Ausgaben gelungen, ein Halbwegs günstiges Budget für 1911 herzuüellen, weil man sich vor einer besseren Konjunktur befinde unb die bisherigen Steuereingäuge des laufenden Jahres ein bedeu- deutendes Plus gegenüber dem Vorjahre aufweifen. Eine Ordnung im Staatshaushalt trete aber erst ein, wenn das Staatsbudget auf eine sichere Eimiahmesumme gestellt werde, was ohne Durchführung d'eS vorgelegten Steuerprogramms, von dem die Regierung keineswegs zuruck- trete, nicht möglich fei. Hinsichtlich der in das Budgetprovisorium eingestellten Auleiyeermächtigung, weil mit der Emission bis zum nächsten Juni nicht gewartet werben könne, verwies der Minister auf die Schwierigkeit in der Begebung neuer Emissionen unb betonte, daß die westlichen Markte, wie das letzte Beispiel Ungarns lehre, Oesterreich verschlos,cn seien und man lediglich den Jnnenmarkt mit em wenig Nachhilfe aus Deutschland zur Verfügung habe, da Teuijchtaud Lein ausreiMnd Lrastiges zlaxiital- besitze. Man müsse daher glücklich sein, daß die Postsparkasse es ermögliche, mit der Rentenemission einigermaßen vorwärts zu kommen. Bei der Fortsetzung der Aussprache über den Bericht des Teuerungsausschusses erklärten die Abgeordneten Glöckel und Swoboda, die Zulassung der Flei sch e i n fu h r und die Herabsetzung der Getreidezölle seien allein geeignet, der Teuerung zu steuern. Am Schluß der Sitzung sprachen die Vertreter sämtlicher Parteien des Hauses, sowie die Sozialdemokraten und Zionisten aus Anlaß des Hinscheidens Tolstois ihre Teilnahme aus. 2lus Stadt und Land. ließen, 2ö. Aiooember 1910. In eigner Sache. Herr H. E. Jughard schreibt uns als „Mitglied des Vorstandes der fortschrittlichen Volkspartei": An die Redaktion des „Gießener Anzeiger". In Ihrem Ar- ttkel in Nr. 2/4 des G. A. „In eigener Sache" meinen Sie im Schlußsatz desselben, es scheine die Zeit gekommen zu sein, wo die Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei sich fragen müßten, ob sie mit einem solchen Vorstand noch zusammen arbeiten woll- tcn. — Wenn Sie noch einen Tag gewartet hätten, dann hatten ^ie Beweise genug, wie die Mitglieder über ihren Vorstand denken, es tut mir ja leid, daß Sie damit so gründlich hineingefallen, bin aber aud) der Meinung, daß Sie sich da um Sachen beinminert, die Sie ganz und gar nichts angchen. — Hock-achtungsvoll H. E. Jug- Hard. Mitglied des Vorstaiides der Fortschrittlichen Volkspartei. Wir hatten auf unsere Notiz in Nr. 274 allerdings eine andere Antwort des Herrn Jughard, bezw. des Vor- standes der fortschrittlichen Volkspartei, erwartet. Man hätte annehmen müssen, der Vorstand würde die in seinem Flugblatt gegen unser Blatt erhobenen unwahren Behauptungen und Verdächtigungen .öffentlich zurücknehmen, da der wahre Sachverhalt, .für den wir viele Nachweise zur Hand haben, feststeht. Aber für den sachlichen Teil dieser Angelegenheit scheint, nach dem Schreiben des Herrn Jughard, der Vorstand der fortschrittlichen Volkspartei nichts übrig zu haben. Statt dessen fügt er zu feinen früheren Schmähungen neue. Er wird nichts daran ändern wnnen, daß fein Vorgehen nicht zur Festigung, sondern'zur Erschütterung seines Ansehens beiträgt. Ueberall, wo wir Gelegenheit hatten, Aeußerungen aus der Bürger- chast darüber zu vernehmen, ist uns das, namentlich auch von Anhängern und Mitgliedern der fortschrittlichen Volks- ) art ei, bestätigt worden. Zu derselben Angelegenheit erhalten wir vom Vor- itzenden des hiesigen nationalliberalen Vereins folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung: Der hiesige Nationalliberale Verein wird nächste Woche, gelegentlich seiner diesjährigen Generalversammlung, u. a. die Vorgänge bei der Stadtverordnetenwahl behandeln. Die Ausführungen der Vertreter des Be',rüis bei der Vorvereitung zu dec genanmen Wahl werden aufs schlagendste den Beweis erbringen, daß der nchrld des Vereins rein geblieben ist und daß die geradezu beleidigenden Vorwürfe von gemisser Seite jeder Berechtigung entbehren, eine Tatsache, die ia heute schon jedem bekannt ist, der im Bürgerschaftsausschuß mitgearbeitet hat. Grotzherzogs Geburtstag. G i e 13 e n, 25. Nov. Zur Feier des Geburtstags unseres Großherzogs haben heute die öffentlichen Gebäude und viele Privathäuser Flaggenschmuck angelegt. Auch die Wagen der elektrischen Straßenbahn tragen Fähnchen als Schmuck. Die Feier des Tages verlies in dem heriömmlichen Rahmen. Die öffentlichen Bureaus waren geschlossen oder hatten Sonntagdienst und die Schulen hielten besondere Schulfeiern av. Die militärische Feier begann gestern abend mit einem Zapfen- streich, der sich unter Begleitung von viel Volk von der Kaserne durch die (gestern mitgeteilten) Straßen ber etabt zur Wohnung des Regimentskommandeurs und wieder ^zurück zur Kaserne oewegte. Heute vormittag sand großesWecken statt, um 9 Uhr ertönte Eyoralinusir vomStadt- tirchturm und um 9% Uhr fand F e st g o t t e s d i e n st der vereinigten Zivil- und Militärgemeinde statt, bei dem Pfarrer Schwabe die Festpredigt hielt. Auch die katholische Gemeinde, sowie die israelitischen Religionsgem-einden hielten besondere Festgottesdienste ab. Nach der Kirche fand große Paroleausgabe statt. Tie hiesigen Hassiw- vereine begingen den Tag am Vorabend durch einen Kommers im Hotel Schütz. Unter Führung des Vereins ehemal. Pioniere gestaltete sich der Abend recht abwechslungsvoll und würdig. Ansprachen wechselten mit guten Musikdarbietungen und Liedern. Dem Großherzog wurden Glückwünsche der Versammelten teiegraph-sch übermittelt. Die Bürger- und Beamten ja) ast vereinigte sich am Frühnachmittag in stattlicher Anzahl zu einem Festessen im Saal des Gesellscha.tsverein^, bei dem Provinzialvirek- tor Dr. Usinger folgenden Trinhpruch ausbracyte: Hoch geehrte Fe st Versammlung! Wie in früheren Jahren, jo haben sich auch heute Männer aus allen Kreisen der Stadl in diesen Räumen versammelt, um den Geburtstag unseres Landesherrn feftrico zu begehen. Hier wie überall in Hessen gibt der Tag gern ergriffnen Anlaß zu Patriotifchen Feiern. Ist es doch eine glückliche Fügung, daß wir in unserem, mit sa-nell sich ablösenden Encheinungen, For- und Ereignissen angefüllten Leben und bei all dem vasten und all den Kämpfen, die unsere Zeit mit sich bringt, non) Gelegenheit haben, mit dem Herzen Feste feiern zu können wie das heutige, Feste, bei denen mit Rücksicht auf ihren enstand das, was die einzelnen, vielleicht oft nur in Kleuiig- teuen trennt, zurücttrüt gegenüber dem, was die Gesamtheit eint1 Tie Liebe und Treue zum angestammten Herrscherhaus und damit 3U unserem engeren und meckeren Vaterland. Wünsche und Hossnungen finden ihre Grenze an dem nach öen . kiffen Erreichbaren. Wer diesen realen Boden muji verläßt, der wird auch heute wieder mit Befriedigung feststellen können, daß unter der Regierung des Großyerzvgs Ernst Ludwig unser engeres Vaterland mächtig vorange,Dritten ist. Gerade wir hier in ^berhessen können dies vielleicht am besten beurteilen. Tenn wer beule die Stadt Gießen, untere Lanoes-Univer,nät, sowie die Landstädte und Dörfer der Provinz mit ihrem zum teil Deutsches Keich. Der Kaiser traf am Donnerstag nachmittag 2 Uhr 25 Minuten mittels Sonderzugs in Breslau ein und setzte nach einem Aufenthalt von zehn Minuten die Reise nach Oberschlesien fort. Um 5 Uhr 42 Min. ist der Kaiser inRadzio nkou citigetroffen. Znm Empfang waren am Bahnhof anweseiid: Fürst Henkel von Donnersmarck und der Landrat des Kreises Tarnowitz, Graf Lim- burg-Stirum. Das alte und das neue Schloß erstrahlten in Notfeuer. Im Vestibül erwartete die Fürstin den Kaiser. Abends fand Tafel im engen Kreise statt. Als Jagdgaste sind u. a. noch anwesend: Oberpräsident von Gunther, Regierungspräsident von Schwerin-Oppeln, Regierungspräsident von Meister-W; sbaden, Fürs. Hatzfeld und Fürst Lichnowsky. Der Aeltestenrat des Reichstags beriet am Donnerstag den Arbeitsplan für die nächste Zeit. Man ho,st, die Anfragen, mit Ausnahme der beiden über die Rebschüden, noch in dieser Woche zu erledigen. Die Anfrage über die Königsberger Kaiserrede soll am Freitag besprochen und Samstag voraussichtlich zu Ende geführt werden. Am Montag soll die erste Lesung des Schiffahrts- abgabengesetzes beginnen, die man am Dienstag zu beendigen hofft. Dann folgt die erste Lesung des Knr- pfusafereigefetzes. Daran werden sich die zweien Lesuiigen des Arbeitskammergesetzes und der Strafgesetznovelle schließen. Die erste Lesung des Haushalts durfte erst am 9. Dezember beginnen und 5 Tage in Anspruch nehmen, so dag am 14. Dezember die Weihnachtsserien beginnen könnten. Die acht württembergischen Handelskammern haben zu dem Entwürfe des Gesetzes betreffend den Ausbau der deutschen Wasserstraßen und die Erhebung von Schiffahrtsabgaben eine gemeinsame Erklärung beschlossen, in der sie dem Entwürfe in seinen Grundzügen ihre Zustimmung geben, um die vieinmsirittene Frage der Erhebung von Schisfahrtsabgaben auf natürlichen Wasserstraßen in befriedigender Weife zu lösen. Die Blätter melden ans Posen: Hier wurden bei den Stadtverordnetenwahlen in der zweiten Ab- reilung durchweg Deut s ch e gewählt, im ganzen 10. ** Vom Großh. Hof. Der Großherzog und die Großherzogin sind gestern vormittag liy» Uhr von Paris nach Darmstadt zurückgekehrt. ** Von der Landes-Universität. Nach vorläufiger^ Feststellung beträgt die Zahl der int laufenden Winteresemester an unserer Landesuniver,ität immatrikulierten Studierenden 12 43. ** Von der technischen Hochschule. Ter Großherzog hat den Privatdozenten für Eisenkonstruktionen des Hochbaues an der Technsicheii Hochschule Baurat Walther Knapp zu Darmstadt zum außerord. Professor ernannt. ** Auch ein landw ir tschaftlicher Wanderlehrer. Amtlich wird vor den Vorträgen eines älteren Mannes namens M. Kranz aus Neuffen bei Stuttgart gewarnt, der sich als Wanderlehrer ausgibt und durch landw. Vorträge in den Streiten der Landwirte und Winzer Irrlehren zu verbreiten suck-t. Veränderungen im 18. Armeekorps, a. d. Osten, OberjUt. und Bats.-Kommandeur int 1. Nassau. Jnf.-Negts. dir. 87, zum Stabe des Jnf.-Regts. von Courbiöre (2. Posen.) dir. 19 versetzt; Heinrichsen, Major beim Stabe des 1. Nassau. Jnf.-Regts. Nr. 87, zum Bats.- Kommandeur ernannt. ** Neuerungen im Postdienft. Die Reichspost führt ab 1. Dezember versuchsweise EilbestellungvonPakeren, Einschreibungen,SendungenmitWertangabe und P o st a n w e i s u n g e n aud) für O r ts s endu n g e n ein, während bisher nur gewöhnliche Ariefsendungen zur Eilbestellung an den Empsänger in dem Orts- und Landbestellbezirk des Aufgabe- Postorls zugelassen waren. ** Handelskammerwahlen. Die vom 22. bis 24. d. M. vorgenominenen Ergänzungswahlen zur hiesigen Handckkammer in den Wahlbezirken Gießen-Sladt, Gießen- Land, Grünberg und Als,etd haben überall die Wiederwahl der bisherigen Mitglieder ergeben. In Gießen-Stadt, wo 95 Wayiberechligte üb|iimmteii, wurden Kaufmann Röhr, Kommerzienrat Schirmer und Fabrikant Zur buch mit 91 bezw. 92 Stimmen wiedergewahkt, während Fabrikant Rinn tn Heuchelheim, Fabrikant Stammler in Grünberg und zwmmerzienrai Grünewald in Al-feld einstimmig wiedergeivählt wurden. 2lii5lnn0# Der türkische Ministerrat beschäftigte sich mit der Kretafrage und beschloß bet den Kreta,chutzrnächten gegen bte Eidesleiftung auf den Namen des Königs der Hellenen sowie gegen Den Beschluß der kretischen Kammer zu protestieren und ferner eine definitive Lösung der Stietatrage zu verlangen. Dem Reuter-Bureau wird über einen Angriff auf den englischen Gesandten in Addis Abeba gemeldet, daß der Gesandte, der sich in das Hans eines englischen Untertanen) begeben wollte, von einigen Eingeborenen überladen wurde, aber unverletzt geblieben ist. Die Regierung sprach dem Gesandten ihr Bedauern aus. Die Schuldigen wurden öfseiitlich aus- gepeitscht. Die Londoner Blätter berichten über einen Zwischenfall an Vord des Linienschiffes „Mars" in Portsmouth. Aus unbekannter Ursache erhielten bie Mannschaften seit einem Dio na t keine Erlaubnis an Land zu gehen. Einige Unzufriedene verhöhntendieBorgesetzten. Drei davon wurden degradiert und zehn andere in Haft genommen. Einer Meldung der „Petersburger Telegraphen-Agentur" aus Mulden zufolge, liegt dort die Meldung von einem neuen Zufammensto ß zwischen chinesischerPolizeiundJa- PLnern im Jantsifugebiet an der koreanischen Grenze vor. hochentwickelten Erwerbs- unb Wirtschaftsleben vergleicht mit dem Bild, das sie uns noch vor 2 Jahrzehnten boten, dem führt schon die Macht der Tatsachen die bedeutsamen Fortschritte vor Augen, die im Lande auf allen Gebieten gemacht wurden, dank der von unferem Landesherrn ergriffenen, überaus erfolgreich gewesenen Initiative, dank der in Staat, Stadt, Kommuiialver- bänden unb Körperschaften unter Anspannung aller geistigen und maletieUen Kräfte geleisteten Arbeit und dank schließlich des Fleitzes. sowie der auch in Zeiten schwerer Lasten nicht erlahmten Opferwilligkeit der Bürger in Stadt unb Land. . Großherzog Ernst Ludwig ist ein Monarch, der, wie nur einer, feine Zeit versteht unb ber gerade neuerdings wieder auf sozia- !enTf — ich denke an die Fürsorge für arme Lungen- Mütter unb Säuglinge — hervorragende Beweise für die hohe und eble Ausiassung seines sürstlicl-eii Berujes gegeben bat. ^ch glaube, wir können unseren Lanbesherrn heute nicht Ichoner ehren unb ihm nicht besser huldigen, als dadurch, baß wir geloben, ihm wie seither so auch in Zukunft, jeher zu seinem Ten und nach seinen Kräften, Helfer zu sein an bem Werk, sein schönes ^anb vorwärts zu bringen auf der Bahn neuzeitlicher Entwicklung, zu Ehren des Hessischen Namens, den wir in bem -träger ber Krone verkörpert sehen. Möge unserem Großherzog auch in feinem fommenben Lebens- laljr nur Glück unb Segen beschck'ben sein! Möge es ihm und oamide nur Sonnenschein bringen! Ties seien unsere Wuniche am, heutigen Tag für den, ber es sich zur Lebensaufgabe gelebt hat, jein Hessenlanb immer mehr zu entwickeln zu einem kraftvollen, blühenden unb fruchttragenden Zweig am Baum der beut)d;en Einheit. . Königliche Hoheit Großherzog Ernst Lubwig von Hessen unb bet Rhein Er lebe hock), hoch, hoch! Tas Offizierkorps feierte den Tag durch ein Festessen im Ossizierskafino. Arn Abend findet im Stadttheaier bei ibstlich beleuchtetem Hause eine Festvorstellnng statt und zwar findet die Erstaufführung des „Grafen von Gleichen" statt. Die Soldaten unseres Regunents haben durch die verschiedenen Mannschastsfeiern Gelegenheit, den Geburts- tag ihres Landesherrn besonders festlich zu begehen. ** Stadttheater. Tie Vorstellung von „U t Fra nzosentid* nach Fritz Reuter am kommenden Sonnta nachmittag findet bei kleinen Preisen statt und dürfte d- letzte Auffübrunq be5 Werkes sein. — Für bie „Wörter christel" - Vorstellung am Abend ist die diachsrage so swu daß Nestektanten gut tun werden, sich vor der Aöendkasj Plätze zu sichern. - Vom hessischen Vogelschutzverein. Die dies sährige Mitgliederversammlung des Vogclschutzvercin findet am 14. Dezember in Darmstadt statt. Jin Än^chck, hieran wird der allbekannte Vorkämpfer des sachgemäße Vogelschutzes, Freiherr H. v. Berlepsch einen Lichtbilder Vortrag über Vogelschutz halten. ** dl e II e Reichs ban kste lte. Am 1. Dezember wird II Z te rk ra de eine von der ReichsbonlsteUe in Müllieim a. d.Rud abhängige Reichsbanknebenslelle mit Kasjeneiniichtmig und be ichränkkem GiroverkeDr eiössnet weiden. ** I n Amerika verstorbene Hessen. Levi Zim m ermann, 67 Jahre alt, aus Ober-Seemen, in Newyoik Joh. Hch. Sorg, 75 Jahre alt, in Pittsbucg; Frank 1. Kolb 71 Jahre alt, aus T-ieburg, in Talroit; Gg. Fr. Kni cf 84 Jahre alt, in Marsield; Ehristine Geisel geb. Hühner , Belleville; Andreas Beisheim, 78 Jahre alt, in Granville ** Die landwirtschaftlichenZeiifragen, di. heute zu erscheinen hätten, werden morgen beigekcgt. Kreis Vüdiugen. -l- Büdingen, 24. Noobr. Wie alljählich, so berfam weite sich auch heute auf Einladung des Kreisrats Dr. Bo eck mann die Eiliwol>ner>ä)a)t zur Feier des Geburtstage, des Großherzogs im Saale des Fürstenhoss. Infolge Uw wohlseins war ber Kreisrat Dr. Boeckmann verhindert. Der Feie- beizuwohnen; in seiner Vertretung eröffnete SUctdamtmani Fröhlich bie zahlreich besuchte Fejtversammlung. Ter Rednn hob die Gesichtspunkte hervor, bie das He.,eitlanb oeranlai en Den Geburtstag seines Landesherrn zu begehen; es seien b-c. vor allem Vaterlandsliebe und die Liebe zum Fürftenhauje- gedachte ferner dec BerDienfte, Die sich vor nunmehr 4U Jahr-r Prinz Ludwig, ber spatere Großherzog, nicht nur als Kriegs mann, svnDern auch als Förberer des Reichsgedaiikens eriDütbct bat, als es galt, das von Bismarck begonnene Werk, die Wiedererrichtung des Deutschen Reiches zu vollbringen. Von ihm lcii. unier Blick auf unseren jebigen Landesfürnen, der em fbili frohen Familienlebens verkörpere. Der Redner gab dem Wunjcb. Ausdruck, daß auch d.e Schiveuer unseres Großherzogs, die Zarm die m diesem Jahre in ihrer Heimat geweilt habe, balöigtz öcneiung entgegengehe unb unserm Großherzog im Kreije by Seirm noch viele glückliche Lebensiahre beichiedcv scui mögen. (Bei)all.) F u r n Wo n gang zu Yseu bürg -Bübingen brachte hierauf bas Hoch Quj Den Großherzog aus, in daS Die Feiwersammlung tranig ein. stimmte. Der Gosingvercin Liederkranz, Der sich immer bered sindet, patriotische und lokale Feierlichletten zu verschönern, brachte in bekannter Meisierschast brei Lieder „Hessenlano, Du teuer- wertes Land", „Die teure Heimat dort am Rhein" und 2rei Gläser" zu Gehör und erntete den verdienten Beifall der Zuhörerschaft. Ein „neues Lied nach alter Mewdie", geüidjiel run dem Ehrenmitglied deS Vereins, Direktor Paupiö, wurde alj Soloeinlage von dem Vorsitzenden, Dentist Lciihardt, wirkungSvciil vorgetragen und lanb leuijaiien Beiiall. 'Nach Sd)lug bd offiziellen Teiles übernahm Oekenomierat Andrae bas Präsidium unb unter seiner kundigen Leitung begann Die FiDelitas, snm- mi'.ngsvoll eingeleitet durch Goethes „Hier sind wir versammcll zu fröhlichem Tun". Sie spann sich fort bis nach ittcrnaajt Ter Feier wohnten auch bie Mitglieder deS KnegervereiiiS, dal Reserveofiiztcr-Korps unb die Staats- und städiisd-en und fürst- lichen Beamten bet — Am Freitag findet in den Schulco die übliche Feier von Großherzogs Geburtstag statt. Kreis Lautervach. m. Schlitz, 24. Nov. Dec heute erfolatcn Hochzell der Gräfin Anna zu Schlitz gingen einige"festliche &r- anstaltungen voraus. Dienstag abend begao sich der hiesige Jungsrauenverein ins Schloß, um der Gräfin Aima, in der der Ver^n eine eifrige Förderin besaß, anläßlich ihrer bevorstehenden Vermahlung seine Gluawunsche dm« zubringen. Nach Gesang des Liedes: „Verlaß mich nicht, o du, zu dem ich flehe", das von Kantor Bohl trefflich eingeübt war, sprach Frl. Grosch einen schönen Prolog unb überreichte sodann im Namen des Vereins eine prachtvolle Tischdecke mit eingesticktem gräflichem Wappen. Ticf gerührt dankte Gräfin Anna für diese Aufmerisumieit. - Gestern abend fand dann im Schloß eine Soiree statt, aty der ungefähr 60—80 Personen aus Schlitz und Unißi-geiih' teilnahmen, auch die Gräfliche Familie mit der ganzen Hochzeitsgesellschaft sich beteiligte. Ein Büfeit, das in eirnm Nebensaal ausgestellt war, bot mancherlei Leckerbi,sen bat< und bei den klängen einer Musikkapelle verlief Die Veranstaltung anss Sa)önste und Ungezwungenste. — Die Zivil-, trauung der Gräfin Anna mit dem Marquis o s Mas- hanaglaß fand heute vormittag aus Schloß Hallenburg statt, woran sich um 12 Uhr die kirchliche Trauung anschlotz. Dekan Schmidt, der die Trauung vornahm, legte feinet Traurede Mth. 28 Vers 30: „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" zugrunde. Der Kircheugejaugi verein verschönte die Feier durch Vortrag zweier üieDec. Ungern sieht man Gräfin Anna, die sich allgemeiner liebtheit erfreute, aus Schlitz ziehen. Das junge Paar wird seinen vorläufigen Aufenthalt in Paris neljinciL Kreis Schotten. X Laubach, 22. Noo. In der heute oorgeiiommenf^ Kirchenvorstands wähl wurden in den weiteren Kircycn- Vorstand Kaufmann Wilh. Klip stein und Oberlehrer FcS. Franz, in den engeren Kirchenvoisland Bürgermeifier Ritter gewählt. O Laubach, 24. Nov. Eine Vorfeier zu ©roß* Herzogs Geburtstag veranstaltete das Gymnasluili heute mittag int Gasthaus ,zmn Solmser Hof^. Das Programm war zu einem Hans-Sachs-AbenD znjammengeßcllt unb setzte sich aus Deklamationen verschiedener Gedichte und Schwänke dieses Volksdichlers zusammen. Ein Primaner hielt einen Vortrag über den deutschen Volksdichter dc- 16. Jahrhunderts. Hauptteile bildeten die Aufführung dck Fastnachtsspiele: ^Ter sahrende Schüler tm Paradies' und „Der Roßdieb zu Funsnng* ujw., Die reichen Beifall fanden. Viehrere Gesänge verschönerten die Feier. Direktor Tr. Müller brachte das Hoch auf den Großherzog aus. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 24. Nov. In der festlich dekorierten ÄulH des G h m n a ) i u in s fand ijeuie iiaajmiiiag eine Feier Großherzogs Geburtstag statt. Ter große Saat n>.ir von einer ^dichtgedrängten Feskveisammlung besetzt. Mit der Lougeiang-Siniouie von Menoets,oyn (iUauier, joarntonuini u*1® -öioiindjor) wurde die Feier crösinet. Äußer einem gemtfW4®] t^-hor folgte Schillers Glocke, komponiert von dioinberg, vorgenaM । Vom gemilchten Sangecaior der Augustineria-uic. Die cuidl'll,62 Solos wurden von vier Schülern bcilamiert. Sie Ehörc louitfl von Klavier und Harmonium begleitet. Eine Festrede mit einem < Hoch auf den Landesherrn fchlotz die Feier. — Das Lohre rj1 leminar hielt im großen Saale des Hotel Trapp l'-ute do-'I'DI feine Feier ab. Eyüre wechselten mit Ledamatiomn uito tuinJJ rnchon^ Ucbuitgen und dem Vortrage des Mekodiamaö ab. In das begeistert aufgenommene Hock» aus den Kimnuen Seminarißen, Lehrer jrnb Gäste ein. + Butzbach, 24. Nov. Bei der heutigen Bürgermeister- wähl wurde Herr Beigeordneter Karl Fla ch III. als Bürger- melfter gewühlt. Von 620 Etunniberechtigten haben 366 Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht; davon entfielen 355 Stimmen auf Herrn Flach, 5 aus andere Personen und 6 Stimmzettel waren ungiltig. Starkenburg und Rheinhessen. R.D. D a r m st a d t, 24. Nov. Der bekannte und hochverdiente Altertumsforscher Hosrcck Friedrich Koster ist gestern im Alter von 80 Jahren hier gestorben. Kofler ist der eigentliche Begründer der L i m e s k o m m i s s i o n und hat in Ge- mcinschast mit General Popp in München, Prof. Herzog in Stutt- aart, Prof. Zengenmcister in Heidelberg und Pros. Hettner in Lrier die Vorarbeiten für die Limessorschung in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse seiner Forschungen sind in dem grossen Werke über „Der obcrgermaniscl)-rätische Limes des Römer- reiches'^ niedergelegt worden. Um die Erforschung der hessischen Heimat hat sich der Verstorbene besonders durch fein Werk „Neue Forschungen zur vorgeschichtlichen Zeit Hessens" verdient gemacht. — Eine stattliche Schar englischer Arbeiter hat in diesen Tagen Darmstadt besucht und von seinen neueren Wohlfahrts- einrichtungcn Einblick genommen. Die Reise der englischen Arbeiter geschieht auf Grund einer großartigen Stiftung englischer Sozialpolitiker und hat den Zweck, die englischen Arbeiter mit den deutschen Arbcits- und Lebcnsverhältnissen bekannt zu machen und damit den friedlichen Wettbewerb auf dem Weltmarkt zu fördern. Die Arbeilerabordnung wurde im Rathaus durch den Vertreter der Stadt begrübt, worauf eine Besichtigung zahlreicher behördlicher i'nd privater Betriebe erfolgte; mit bei anderem Interesse wurden il a. das städtische Hallenschwimmbad, die Häuser des Bauoercüis „Daheim", das Elektrizitätswerk, die Mcrclsche Fabrik und verschiedene soziale Wohlsahrtscinrichtungcn besichtigt. Die Besucher versicherten wiederholt, dab die deutschen Arbeiter vielfach besser gestellt seien als die englischen. — In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten gelangte auch die gegen- wärlige Fleischteuerung zur Verhandlung. Dabei wurde von der Bürgermeisterei bekannt gegeben, das Ministerium habe mitgetcilt, datz auch für Darmstadt die französische Grenze sürVieheintuhr geöifnct worden sei und wöchentlich 50 Sluck Grobvieh und 2üO Schweine eingesührt werden könnten. Ter Stadtverordnete und Obermeister der Metzgerinnung, Lautz, gab im Anschlub daran die Erklärung ab, dab die Darmitädtcr Metzger- innung demnächst in Paris direkte Vieheinkäufe machen werde, wodurch die Preise für Schiocinesleisch herabgesetzt werden könnten. cb. Mainz, 24. Nvv. DaS endgültige Ergebnis der Stadtverordneten wähl stellt sich, wie nunmehr sestgcstclck ist, so, daß die sämtlichen Kandidaten der ucreuiigtcii bürgerlichen Parteien bis auf den Ardertersekrctär Wilh. Knoll geniählt sind. Für den letzteren wurde der von der sozialdeuwkcatischcn Partei ausgestellte Vorsitzende des Dtainzer Gastwirteverbandcs Hotelier Kurt Weismüller gcroählt. Auf neun Jahre wurden gewählt: Kommerzienrat M. M. Mayer mit 112/7 St., Privatier Jak. Gcburach 11 U50 St., Dr. Eduard Frank 10 904 St., SchulMndl. Peter Braun 10 829 St., Mühlenbcfitzer Friedr. Schäfer L, 63a2 St., Fabr. Ehr. Scholz 6345 St., Kommerzienrat PH. Stralemeyer mit 6328 St., Bankdircktor Traud 6282 St., Kaufmann Luvw. Kaiser IL 62/4 St., Fabr. B. A. Mayer II. 62/0 St., Prokurist Hch. Grundmann 6266 St., Eisendahnobcrsekr. K. Wirbelaucr 6104 St., Tünchennslr. Klingelschmitt u028 St., Dr. Pagenstecher 5953 St., auf drei Jahre wurden gewählt: Kaufm. Luc. Webel 5890 St., Hotelier WeiSnmller 5843 St., Justiz rat Ferd. Boerckcl 5752 St., Justrzrat Dv, Horch '5/38 St. und Rechtsanw. Hans Soldan 5722 Stimmen. Weitere 15 Kmrdidaten erhrerten zwischen 5151 und 5673 ötmiuien. KrciS Wetzlar. — Krofdorf, 25. 3iov. Vom 1. Dezember ab soll die hiesige fahrende zweite Landpost von Giebcn bereits 510 Uhr nachmittags abgehen. Abgesehen davon, dast dann niemand mehr die Fahrgelegenheit benutzen kann, tritt em viel gröberer Uebelsiand em, der eine Verschlechterung bet sicher nicht gut zu nennenden postalischen Verhältnisse Krofdorfs mit sich bringt. Gegen 5 Uhr laufen von Frankfurt, Köln, Kassel ic. Poflzüge m Gtesten ein, deren für hie- bestimmte Sachen bei der bisherigen Fahrzeit mitgebracht iverden fonnten. Bei der jetzt bestimmten früheren Avsahri gehen, wie nur das Postamt auf Befragen nutlcilte, nicht mehr alle Sachen nut, bleiben also von nachmittags 5 Uhr bis andern morgens 7 Uhr in Gtesten liegen. Wir hoffen, datz diesem Uebelstand durch Wiederabänderung der neuen Fahrzeit möglichst schnell abgeholfen wird. Will man für hier eine frühzeitigere Beendigung der zivelten Bestellimg ermöglichen, so nehme man für abends noch einen Austräger an. Wenn die Postoerwaltung das tun und dabei die bisherige Fahrzeit beibehallen würde, wäre sie deS Tankes der hiesigen Bevölkerung gewiß, deren Wunsch der frühe Abgang wahrlich nicht ist. Hessen-Nassau. X. Bieber bei Rodheim, 24. Nov. Nachdem auch in den entlegenen Gemeinden am DünSberg, wie in Frankenbach, Erda, Wilsbach uff. mit gutem Erfolg Männer- Gesangvereine gegründet wurden, besteht die Absicht, alle Gesangvereine im südlichen HinterlandkreiS und aus dem angrenzenden Teile deS Kreises Wetzlar zu einem „Sänger- bunde am DünSberg^ zu vereinigen. Nächsten Sonntag findet deshalb bei Gastwirt L. Schlierbach in Bieber die erste Versammlung statt, zu der die Dirigenten und Vorsitzenden der Vereine Einladungen erhalten haben. ( ) Marburg, 24. Nov. Ein gefährlicher Straßenräuber stand heute in der Person des 25 Jahre alten Arbeiters Johann Georg Rommel aus Borken vor dem Schwurgericht. Der Angeklagte, der schon eine recht bewegte Vergangenheit hinter sich hat, u. a. wurde er während seiner Dienstzeit beim 117. Infanterie-Regiment in Mainz wegen gemeiner Verbrechen zu 1 Jahr und 6y2 Monaten Zuchthaus verurteilt, stand tvegen zweier Raubansülle unter Anklage. In der Nacht zum 25. Juli tras er auf der Landstraße zwischen Großenglis und Kleinenglis einen jungen Schmiedegeseilcn, der ein Mädchen, loelches in Kassel in Stelle war und seine Eltern besucht hatte, vom Tanze nach Hause dringen wollte. Rommel drohte mit dem Revolver und schlug auf den jungen Mann ein, der schnell die Flucht ergriff. Dann mißhandelte und beraubte er das Mädchen, das einen Schlüssecheinbruch erlitt. Erst als auf die Hilferufe Leute hinzueilten, ließ er von dem Mädchen ab. — In der Nacht zum 15. September überfiel Rommel in Borten einen Mann namens Breitenbach. Er beraubte diesen ebenfalls und fügte iljin schwere Verletzungen zu. Die Verhandlung, der als Sachverständige Kreisarzt Prof. Dr. Hildebrand -Marburg und Gey. Med.-Rat Dr. Schotten-Kassel beiwohnten, endete mit der Ver- urteilung des gefährlichen Menschen zu 7 Jahren Zuchthaus, 8 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. w. Frankfurt a. M., 24. Nov. Heute früh 10 Uhr wurde die Leiterin einer Schuhjiliale im Hause Bergcr- straße 32, die 34jährige Frau Maier, durch zahlreiche Meffersliche ermordet aulgefunden; der Mörder hat die Kasse beraubt; zwischen ihm und der Ermordeten muß ein längerer Kamps stattgefunden haben. Der Verdacht lenkt sich auf einen unbetüiuuen Mann mit Vollbart. Der Mörder ließ Mantel und Hut im Laden zuruck. Schon um 11 Uhr gelang es der Kriminalpockzei, den Mörder zu verhaften. Es i|i ein 38 Jahre alter Kellner W a l d s ch m i d t aus Gladenbach, der jich in der Nähe des Tatortes verdächtig machte. Das Publikum erw.fchte ihn für einen Augenblick und hätte ihn gelyncht, wenn die Polizei nicht blank gezogen hätte. Im Ge,änguis verletzte s i cy Wald- schm idt schwer mit (einem Taschenmesser, so daß an feinem Auskommen gezweiselt wird. SHcnic In Okers heim entstand in dem Lagerkeller der Brauerei Gans eine Explosion, die sofort alles Bremibare in Flammen fetzle. Der Brand ergriff in kurzer Zeit auch das über dem Keller liegende F a ß l a g e r, das in kurzer Zeck ein Raub der Flammen wurde. Zwei M c n s ch e u l e b e n , die Bcaucrei- arbeckcr Bonn und Birk, ciliUcn so schwere Brandwunden, dast sie gefrorbcn sind. Tie Meldung, daß der Referendar Etzel in Spanien verhaftet worden sei, ist ein Irrtum; man hat von ihm und dem entführten Mädchen keine Spur. In der Villa des Oberregierungsraies WoteS in Dresden fand ein schwerer Kamps zwischen einem E i n h - e ch e r und der G a t t i n des VilleiibesitzeiS statt, welche den Einbrecher schlietz- lich mit Hilfe der Hausmanns, rau niederrang. Wahrend nach der Polizei gesandt wurde, tötete sich Der Einbrecher, ein Dresdner Hausierer, durch einen Schuß in bcn Kopf. Der Polizeipräsident von Berlin erlaßt eine Bekanntmachung, in der aus Die mit Dem Tragen großer Hut- n q D e l n in Den Damenhüten öerbuiiDene schwere Gefahr ausmerksam gemacht und polizeiliche Maßnahmen Dagegen an- gedroht werden. In B e r 1 i n wurde das Auftreten der sibirischen Sänger in Sträjlingstracht unter gewissen Einschrätiläingen von dem Polizeipräsidium sreigegeben. Der verstorbene Kaufmann Dankwitz in Leipzi g vermachte der Stadlgellicinde eine Million Mark für Wohitätigkeiis- zwecke. In Genf ist die Baumwollspinnerei von Sette Freies abgebrannt. Unter den Arbeitern entstand eine ungeheure Panik; zwei sind umgekommen, viele schwer verletzt worden. Deute nacht ist Icke JaSnafä Potsana venachbatte^ von Tolstoi begründete Kinderkolonieabgebrannt^ es wird angenommen, daß [ic von Pilgern angezün^ bet ist. I" London wurde der Wechselschieber Lackersteer,' verhaftet, der zu Beginn des Jahres 1910 bei den Schwing deleien gegen den Prinzen Franz Joseph von Bcaganzo in Berlin die Rolle des amerikanischen Multimillionärs Vanderbilt gespielt hatte. \ Aus Perth (Australien) wird telegraphiert: Der Hafens ort Breome wurde von einem heftigen Zyklon heim- gesucht; ein großer Teil der Stadt ist zerstört. Es wurde schwerer Schaden unter der dortigen Perlensischev-i jlotte angerichtet. Der zivischen Indien und Plymouth verkehrende! Dampser „Abhena" soll an der Nprdküste von Spaniens untergegangen sein. ■ — 1 ■ - . ,■ Märkte. \ ie.Frankfurt a.M. Di e y u o\- dI arft bericht vorn24. Nov.j Auilileb: ihuiOer 11), Lehsen 7, Bullen 1, Kühe und Färsen lu2, ivaibct 761, Seha'e 523, Schweine 981. . TenOenz: Kalber gebiüai, ^cyase lebhaft, ausverkaust, Schweine, ruhig, nicht ganz auLoeikaust. Preis mr 100 Pfd.' LeoeiiO- ^chiachl-. geivicht Kälber. Mk. Mk. FeinlleMast-(Vollnuichniall) m belle Saugkälber 56-60 93—100' Dluilece Man- um) gute oaujtaloec .... bo—55 85-03 o-ermgere caugtalDcr....... . . 45—49 7d—öd > cüjaie. Mastlämmer uuo juiigeve Masthammel . . . 36—00 74—75 > Aeliere DlaiUjauuiicl unD gut genährte Schale 28—30 66—70 pwpig genayrie ^anunel uub Schase (Aierz- ) fchale)............... 24-25 59—00 Schweine. Dollfleischige Schweine über 2 Zentner 2ebcn0gewichl........ 54.00 —00.00 67.50— 00.00 6ou,iciM)ige ^-chlveme über 2H, Zentner i:ebcuDgelvicht........55^)0—56.00 68.00—70.00 Feii!ch>vel»ie uuer 3 Ztr.2ebeiiDgeiv. . bj.OO-56.0J 7u.00—72.u0, fleischige Schivenie ....... 53.00—54.50 68.UO—7O.O0! U Marburg, 21. Nov. Aus dem heutigen Schlveine-«' markt Udiioeu 6.6 Ferkel und Mäuler ziuu Verkauf. Bel! Hollem Hanüei ivinöen für 4-6 Wochen aüe FeUel uz Dis 28 Mk.^ iür 3 bis 4 Monate alle Lamer 4j bis 7o Mk. und für größere Schweme 100 -14 j Alk. lüc Das Paar bezahlt. 1c- Wicsbadcn, 24. Nov. Heu- und Stroh markt! Augeiahren ivuien 14 Wagen Heu unb Stroh. Alan nuueiie; Heu 6.00-7.40 Alk., oiroi) lRichtsiroy) 4.80—5.00 'JJiL — Fruchtinarll. Haier 1^.20—15.80 Nck. Alles tür 100 Milo. Amtlicher wettervericht. Oeffentliche itoeitecoienuudlc Gießen. Berlam Der WUlerung leit geiieni nutz: lieber Temschland» lagert hoher Truck, unter Denen Euisluß trockenes Lvener hecischt. -tu weltliche Zyitone i|i laiißiani voigeOrungeli unb hat sich über! Franireich ansgebrcilet. Infolge Ausnrahlung sanken im c^rost- uerzoginm bie Teniperamreii bis zu 5 unD 6 OiraD. Ter Wirbel üoec Franireich Dringt langiani vor unD bringt bei östlichem lUtinöe Belvoiiung unb VlteDerfchlage. Weneransiichteil m penen am SamStag, dem 26. Novbr. 1910; Wollig, cäjueetaUe, etwas tnilder. Ueberall S ch i b a h u vorziigiich. Lctzte Nachrichten. Tie Unterwerfuug occ aujrühlerischcu ötafüianif^en Schiffe. RiodeJaneiro,2u. Nvv. Prasidcur yeruieib da Fonsecch, ist geneigt, einen Sirajerlast zu unlerzcick-nen, sobald er von deq gesetzgebenden Körpersa-aft genehmigt worden ist. — Von demz Schisse „Minas Geraes" wurde dem Präjidemen durch Funkspruch mckgeieckt, baß die Matrosen mit Vertrauendes Rx- gierungsmastnahm^n entgegen sähen, • P Köln, 25. Novbr. (Prioattelegramm.) In einer gestenL abend abgeljaUencn, von der jortichrittlichrn Volks-! Partei eingeruieiitn Volksversammlung erklärte der Berichts eritatter Psarrer Korell, Day sich Die fortschrittliche Volks-^ Partei nicht eher wiener an einer Blockbildung beteilige, als bis! Die itonieruatLDcn aus em 'Niveau herabgemindert seien, das ityren^ BestanD in Der Wählerichait etuipreche. Die jorisairitiliche Volks-^ Partei müsse Den schwarz-blauen Block schwächen wo sie tonne, und, wo er nick Sozialbeniotraieu m Die Stichwahl lumme, seien diese unbedingt zu untersiützen. Diesen Standpunkt könne er auch als evangeliicher Piarrer sehr wohl vertreten. Bei Der nächsten: Reichstagswahl wurden lOu Zentrurnsleute, 100 Sozialdemokraten und vielleicht 80 bis 90 Liberale hervorgehen; der Rest würden aus SlonieruatiDen bestehen. Ein anderer Redner betonte, Da& ein Block von Bassermann bis Bebel wohl möglich sei. Ein Drittes ReDncr stellte nochmals Die Forderung auj. Die Koniervalivell bei jcDer Gelegenheit geschwächt roerDen müßten. Lackeemricktlmgen aIIp5ste Seifersweg 52 4 16e>1] Gr. Zimmer in. Küchc il Kab. ! n. ruh. Leute a- vernu Brraitr. 9 1. oiroücr Sieiltwcg 11. jJöOO, | Möbl. Zimrnar | Giegener AnLetgers. (UU7b3 üoiS'llinUau Llglar. W26 Pctcr ScpcvP, ^urkbarbSfeiden Zimmer Riegetvia^ 30. 09604, II. ttlll®, Kürsebnep. Küchenherd zu ucrfauiciL 16441 11 urkts.rasse 3. 16443 Süd Anlage 14. xb en ob cun. (6442 Verse hied ene Der Bt'rnaud. 64441 HOSpiZ'oamen' _ I etang Scbwesternbaus, tiieeie». tohwnueMtr. 1. W uermie^en Zn verkaufest Mielgeluche Mellt Stellen Kanf-WsstchH Eichen. 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Wir tun dies auf diesem Wege und sagen namentlich den verehrlichen staatlichen und städtischen Behörden, sowie allen Korporationen, die an der Beisetzung unseres lieben Verstorbenen teilnahmen, herzinnigen Dank. Kuverts mit Firma billigst vrühl'sche Universitäts-Druckerei. R. Lange. Sieben _M Subitoüiöpöit 1 Samstag d. 20. Nov.. ll. und Zinsen. Schiiftl. Angebote unter 09S13 an den Giehener Anzeiger erb. Leiliärmer billiget (a»/» Carl Schunck. GintvittM Psg.___________(vB,u)_________Eintritt 30 Pfg Theater-Verein. Zur kalten Jahreszeit •"/« Winter-Ueherzieher zu Mk. 10.-. 12.-, 15.-, 18.- bis 50.- Anzahlung Mk. 3 —, 6.—, 10.— Bettkoner, Teppiche pro Wocbenrate IL 1.- : Damen-Pelze : so «ehr billigen Preisen J. Jttmann, Giessen Plockstrasee 14/16 Grösstes Kaufhaus Oberhessens 1. Opero Vorstellung* Montag den 28. November (Äesamtgastspiel bcS Gr. HoflheaterS u. der Hosmustk in Dannstadt Das Nachtlager in Granada SRomantilcbe Over in 2 Abteilungen. 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