3045 garte» 30« ör c Ewalds, )1O. reis a.Lda. sei ihm eine Freude, nach Serajewo zu kommen. Dre lange Kulturarbeit habe zwischen den jüngsten Aiigehorigen der Anarchie und ihren übrigen Teilen feste Bande ge- schassen. Die heute ausgedrückten Gefühle seien dem Kutter ein werter Beweis, daß auch die Treue für das Herrscherhaus hier feste Wurzeln gefaßt habe. ett neuen Federn 6.50 22.- x i gefüllt •40 6.20 x v-M.41.-an bis Mk. 220. Der Besuch des belgischen Königspaares. Wildpark (Potsdams 30. Mai. Das belgische Königs paar ist heute nachmittag 5 Uhr 15 Min. auf der Station Wildpark eingetroffen und vom Kronprinzen in Vertretung des Kaisers und von der Kaiserin empfangen worden. Obwohl ba-5 Befinden des Kaisers völlig be- friedigend ist, glaubte der Kaiser mit Rücksicht auf eine ungestörte Heilung der Operationsstelle auf das persönliche Erscheinen auf dem Bahnhofe verzichten zu sollen. Der Bahnhof war mit Fahnen und Blattpflanzen geschmückt; auf der Strecke bis zum Eingang in den kaiserlichen Park versammelte sich trotz des strömenden Regens ein zahlreiches Publikum. Auf dem Bahnsteig fanden sich zum Empfang ein: die Kaiserin, der Kronprinz, die Kronprinzessin, die Prinzen Eitel Friedrich und August Wilhelm mit Gemahlinnen, Prinz Oskar, Prinzessin Viktoria Louise, die anderen in Potsdam anwesenden Prinzen und Prinzessinen des kaiserlichen Hauses und der regierenden deutschen Häuser. Die 'Fahrt nach dem Neuen Palais ging durch ein Spalier von Truppen der Garnison Potsdam, welche bei der Vorbeifahrt der PLajestäten ein dreifaches Hurra ausbrachten. Im ersten vierspännigen, offenen, a la Daumont gefahrenen Wagen saßen der König und der Kronprinz, Oberstallmeister Freiherr von Reischach ritt am Schlage; int zweiten, gleichartigen Wagen, saßen die Kai- ferm und die Königin, geleitet vom Vizeoberstallmeister "und ®eträn$eiu durch unseren KA Mw Herren-Wäsche -lephon 487 Linse gebracht und stark mit Azetylenlampen beleuchtet. Die Linse wirft dann ein Bild auf einen durchsche t nen dew Schtrm, ganz wie auf der Milchglasplatte einer photographuchen Kammer. Der Schirm befindet sich hinter dem Vortragenden, und das Bild kann von der ganzen Zuhorersäwtt gleichzeitig aeseben werden. Währeiid der Professor nun das Präparat bc> pricht, zeigt ein neben dein Objekt stehender Assipent mit einem Stab auf die Teile, von denen gerade die Rede ist, und auch dieser Vorgang bildet sich selbstverständlich aus dem Schirm ab. Da durch tonnen, wie die T. R. meint, die einzelnen Stadien einer chirurgischen Operation weit besser veranichauttcht werden als durch die Vorführung einer wirklichen Operation, weil die Tätigkeit des operierenden Chirurgen immer nur von nachu- stehenden Zuschauern wirklich genügend verfolgt werden kann. Die Zukunft wird zu zeigen haben, ob durch die weitere Vervollkommnung dieser Mittel die Ausführung von Operationen tnt Hörsaal ganz wird unterbleiben können, was aus verschiedenen Gründen mit Genugtuung zu begrüßen wäre. . — Das Recht zu preis en. Mailander ^heaterbemcher hatten sich erlaubt, bei der Erstausführung von Bonellis „Amorc bei tre re" („£iebc dreier .Könige") zu pfeifen, um dadurch ihrem Mißfallen über das Stück Ausdruck zu geben, xaraur wurden sie vom übrigen Publikum verprügelt und obendrein von der Polizei an die Lust gesetzt. Die Verprügelten erlassen nun eine Erklärung in einer Anzahl Mailander Blätter und verlangen Aufklärung darüber, ob Theaterbesucher, die ihre Karten bezahlt haben, lebiglid) klcittchen dürfen, wenn sie sich nicht der Mißhandlung und Ausweisung aus dem Theater aussetzen wollen. Ein schwieriges Problem, so lange das „Recht ja pfeifen" noch nicht als allgemeines Volksrecht anerkannt ist. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Vor einigen Tagen hat der Verlag Gebrüder TröveS mit Ertspis Tochter, der Jürsttn v. Linguaglossa, den Vertrag über die Ver össentlichnng der De n kwü r bi g k e i t e n C r i s v i s, loroett s < vorn Staate freigegeben sind, abgeschlossen. Der erste Band des von Crispis Neffen, dem früheren Abgeordneten ,V Parlamenghi- Crispi herausgegebenen Werkes ersche.nl bis spätestens zum 30. September dieses Jahres unter dem Titel „Tie Tausend von Marsala". — Ter ungarisch? Erzähler Koloman Mikszäth ist ui Pest im 61. Lebens jahre gestorben Er war in seinem »cimatlanbc bewnders als humoristischer Schriftsteller geschätzt. Seine Werke sind auch in einer deutschen Ausgabe erschienen. — Majan Gawale w t c z, einet der beliebtesten polnischen Roman- imb Bühnen- schriftsteller, ist im 52. Lebensjahre in Lemberg gestorben. in Gestalt faefe(artig angelegter Beleuchtungskörper, die rings an den Pfellern im Saale aus in Marmor gemeißelten Ornamenten hervortreten, so daß die Flamme selbst dem Auge unsichtbar bleibt und der ganze Raum durch das reflektierende Licht magisch-zauberhaft beleuchtet wird. * — Die Abschaffung der Operation im Hör - faal. Der vielgeschmähte französische Chtrurge xoqen scheint nun doch einen bedeutsamen Erfolg errungen zu habeii, der sich mit Rücksicht auf die ihm zuteil gewordenen Miyhand- lungen fast wie ein Sieg ausnimmt. Gr hatte bekanntlich^die öffentliche Meinung derart gegen sich aufgebracht, daß die Studenten durch lärmenden und geradezu feindlichen Emvsang ihn an der Aufnahme einer Vorlesung verhinderten und auch der Dekan der medizinischen Fakultät kein anderes Mittels mußte, als seinen Kollegen zur Einstellung der Vorlesungen zu bestimmen. Diese Maßregel hatte scheinbar bereits emen llmichwung der Gesinnung hervorgebracht, da es ein Teil des geistigen Paris für unerfreulich und ungerecht hielt, datz ein immerhin hervorragender Forscher und Hochschullehrer durch einen wohl inszenierten Radau an der Ausübung eines Lehramts verhindert sein sollte. Die Vorlesungen wurden denn auch unter polizeilichem Schutz fortgesetzt, aber es kam noch zu mehreren Verhaltungen und mideren unangenehmen Szenen. Pros. -tonen hielt infolgedessen für notwendig, in einem bejonbers gemieteten Saal eine Vorlesung zu veranstalten, deren Besuch er noch dadurch erfüll" io er zu machen versuchte, daß er ein Eintrtttsg eld, von 10 Franks erheben ließ. Wenn auch bicier Ausweg wiederum feinen Beifall verdient, so war der Verlaut der Vorleiung »och von ungewöhnlichem Interesse. Doyen zeigte, nämlich der zahlreichen Zuhörerschaft, die übrigens eine mustergültige Haltung wahrte, wie nach seiner Methode durch Benutzung des K ine- matograyhen und des Projektionsapparat es die Vorführung von Operationen weit bester und belehrender geschehen könne, als durch die Vornahme der Operation im Hörsaal selbst. Der Erfolg dieser Denionstration war nach einer Schilderung des Pariser „Lancet"-Korreipoiidenten cm boll- Icnimener. Doyen zeigte auf dem Schirin zunächst verichtedene Parallel schnitte butsch den menschlichen Körper m jeöcr beliebigen. Richtung, sowohl quer als der Lange nach, wie m andern Richtungen. Eine Anzahl dieser Lüder hatte die natürlichen Farben der einzelnen Körperteile. 2-ie größte Heber- raschung aber erregte die unmittelbare Protektion von anatomischen Präparaten verinittels eines durchaus neuen Venayren.. Das Objekt wird vor eine ungeheure photographische g»vier' gS- r«lieriLtor®$ 000^6^*% Die ReichrversicherungsordMNg. Berlin, 30. Mai. Der Reichsversicherungsausschuß führte beute die Aussprache über die Bersicherungsämter fort. Ein Irci- sinniger Redner bringt iwchmals zum Ausdruck, daß lerne Parteifteunde es nicht wohl für möglich halten, die gwtze Ler- sicherungSgesetzgebung in ein Prokrustesbett hinein zu zwäng c n. Im Grunde genommen habe der Staatssekretär die Versicherungs-- ämter bereits preisgegeben. An dem Plan der Regierung jeien demgemäß Einschränkungen zu machen. Tie nötigen^Jnstlrutwnen seien an die bestehenden Behörden anzugliedern, ^er Warne sei von ganz sekundärer Bedeutung. Der „V e r s i ch e r u n g s a m t - mann" als Träger der ganzen Versickterungsgcietzgebung sei emo Gefahr. Die Institution iverbc sich später in einer Weste auswachsen, die uns nicht angenehm sein wurde '^aS ReichS- versicherungsamt will der Redner entgegen Ausführungen eines an bereu freisinnigen Redners als Reknrsinstanz beibehalten wissen. Die rigorosen Strafbestimmungen erschweren die. Auswahl geeigneter Kräfte aus dem gewerblichen Leben. Der Versickerte muß den Organen näher gebracht werden, die über lernen $aU zu entscheiden haben. Tas Votuni des Arztes dars nicht allem maßgebend sein. Ein Versicherungsamtmann wird nach dieser Richtung nichts besonderes leisten können, xtc Kosten bürten den Gemeinden nicht aufgehalst werden. Eme Teilung zwischen Reich, Staat und Gemeinde läßt sich erwägen. r v. Staatssekretär Delbrück weist den Gedanken, er habe die Versicherungsämter preisgegeben, entschieden zurück, lieber den Inhalt des Begrifss „Dersicherungsamt" lsemchtcn verschiedene Auffassungen. Die Regierung wünsche nicht nur Konzentrattoni, sondern auch eine erhebliche Erwellerung der Selbstverwaltung. Tie Gegner der Vorlage möchten den alten Zustand möglichst er halten, der die Kenntttis aller Zwerge der Versicherungsverwaltung in seiner Person vereinigen soll. Der Ausbau der ersten Instanz sei von größter BedeuMng. Dadurch mürben bie oberen Instanzen entlastet und die Kosten verringert Tre Auswendungen für die erste Instanz würden sich an anderer "Stelle reichlich bezahlt Ein Zentrums a b g co r b nc t er spricht sich zustimmend aus, nur ist er bezüglich des Kostenpunktes weniger opttmisttsch. Ein Bevollmächttgter der bayerischen Regierung erklärt, baß Bayern bic Versichcrungsäntter an Gemeinde- und staatliche Behörden angliebctn werde. Ein Ausgleich zwischen großen und kleinen Gemeinden werde sich finden lasten. Aehnlich äußert sich der Vertreter der württember- gischen StaatSregierung. Ganz würde man mit dem vorhandenen Beamtenpersonal wohl nicht auSfommen Eilt weiterer Zentrumsredncr bedauert, daß du ganze Aussprache noch nicht die nötige Klärung istw,rächt haoe. Besonders hätten die Berufsgenossenschaften mehr (Mret erhoben, als irgendwie bered)tigt gewesen jci. '^ic Arbeiter hätten ein Recht auf bessere Rechtsgarantien. Tie Berufsgenostenichasten feien bei Feststellung bei Renten Partei; bic Berstcherungsamter würben hier Besserung schaffen. Ein Mitglied der Reichspartei empnehlt einen Ber- mlltelungsaittrag, der die Angliederung an bic allgemeinen Verwaltungsbehörden fordert, aber den Namen Versicherung Samte r imb Oberversicherungsämter beläßt, (ünc Soslölung dcn Ver- sicherungSverwaltung von der allgemeinen Verwaltung sei durchaus uittunlich. „ , . ... .. r___ Ein Mitglied der Konservativen Partei tritt diesem Redner bei. Die Versicherungsämter müssen in die untere Vcr- wattungsbehörde hineingearbeitet werden. Ein Assessor wurde alle zwei bis drei Jahre wechseln; das liege in der Natur der Sache, sei aber nicht wünschenswert. Der Vertreter der polnischen Fraktion stellt sich aur den Standpunkt der Regierung. Desgleichen führt ein sozial- Zwei neue Reichstagserfatzwahlen erforderlich. Wiederum hat der Tod yuei Rcichstagsabgcordnete dahingerasst, den Nattonalliberalen Detto-Frankfurt a. O. und den Re sormpai teilet Zimmermann-Dresden. Wir erhielten folgende Meldungen: Frankfurt a. O., 30. Mai. Der Reichstagsabgeordnctc für den Wahlkreis Frankfurt a. O., Gymnasial-Profeifor Dettn mail.), ist, wie die „Frankfurter Ldcrzeitung" meldet, am Montag nachmittag in Frankftirt a. O. an Lungenentzündung g c - ftorben. Dresden, 30. Mai. Der Reichstagsabgeordnete Oswald Rimmer mann (Reform-Partei) ist heute mittag gestorben. Der Abgeordnete Tetto ist Gymnasialprofessor in Frankfurt a. O. Er mar 1845 in Seehausen L Altmark geboren und hat dem Reichstag erst seit 1907 als Mitglied angehört. Wwechselnd haben den Sitz die Nationalliberalen, die Konservativen und die Reichsvärtei, einmal für kurze Zeit auch die Sozialdemokratie inne gehabt. Bei der Wahl 1907 haben von 30 434 Wählern 12 388 sozialdemokratisch, 10 070 nationalliberal, 7722 für die Reichspartei und 228 für das Zentrum gewählt. In der Stichwahl erhielt damals Detto 17 805, der Sozialdemokrat 12196 Stimmen. Der verstorbene Oswald Zimmermann, der den sächsischen Wahlkreis Zschopau-Marienberg vertrat, ist ein älterer Parlamentarier, der lange Jahre auch einen ober- hessischen Bezirk, nämlich Alsfelo-Lauterbach, im Reichstag vertreten hat. Er lebte zuletzt als Schrllsteller und Redakteur in Dresdcu. Er war 1859 in Schlesien geboren und hat in Breslau und Leipzig Philosophie und Volkswirtschaft studiert. Er wurde 1886 Chefredakteur des Tageblattes „Deutsche Reform" in Dresden und war Vorsitzender des Landesvereins der Deutschen Reformpartei im Königreich Sachsen. Von 1890—93 vertrat er den Wahltreis Alsfeld- Lauterbach, von da bis 1898 Dresden-Altstadt. Auch der Wahlkreis Zschopau-Marienberg ist nie dauernd im Besitz einer Partei gewesen. Bei der letzten Wahl im Jahre 1907 haben von 26 033 Wählern 14 732 dem Resormparreiier, 11 281 dem Sozialdemokraten ihre Stimme gegeben. 1898 war der Sitz aus konservativen .Händen in den Besitz der Sozialdemotratic übergegangen. Sin neuer Mufitfaal der Erohherzogs von Hessen. Darmstadt, 30. Mai. Im Neuen Schloß des Großherzogs soll demnächst ein neuer größerer Musiksaal angelegt werden, der zweifellos die ganz befondere Ausmerk- samteit aller Musikfreunde auf sich lenken wird. Der neue Musiksacll ist nach den eigenen Hingaben des kunstsinnigen Fürsten von Pros. Albin Müller entworfen und m einer Anzahl sauber kolorierter Skizzen verblldlicht Wochen, die demnächst auch in einer Ausstellung dem Publikum zugänglich gemacht werden sollen. Der Saal wird neben oent weißen Saal des Schlosses aus drei bisher getrennten Parterrcräumen gebildet, eine Länge von 12Hz und eine Breite von 8i 2 Metern haben und soll besonders als Kvnzert- jaal für intimere Hofkonzerte dienen. Au der Stirnwand des Saales wird als Hauprschrnuck eüte Apsis eingebaut, dte von einer Kuppel aus blauer Glasmosaik überwölbt ist und durch reiche stilvolle Vogelornamentik geschmückt sein wird, während eine die Verlängerung zum Saal bildende Wand reiche vergoldete Schnitzereien erhalten soll. Auf und hinter der Apsis findet ein prächtiges Orgelwerk Aufstellung, das selber dem Publikum verborgen bleibt. Um die Töne dreier nicht sichtbaren -Orgel in voller Klangschönheit zur Geltung zu bringen, ist die Apsis durch ein goldornamentiertes Gitter- roert durchbrochen und weiter ist an der Orgel ein Echo werk angeschlossen, von welchem zur Weiterführung der Tone eine Anzal;! Röhrenleitungen zur Decke geht, die m saft unsichtbaren Kassetten endigen und den Zweck haben, dre Orgelllänge sein abgetönt über den ganzen Saal zu verteilen. Eine kürzlich in Berlin stattgehabte Probe mit eurer solchen Tonleiiungsernrichtung soll von großartiger, ganz überraschender Wirkung gewesen sein. Der Musiksaal selber wird mit einem hohen Paneel aus Anrarantholz in rotlrch- violettem Ton umzogen, während die Wände durch reich ornamentierte Pfeiler und matt vergoldete Felder geziert werden; an den Wänden zwischen den Pfeilern werden modern geformte Sophas in violetter Grundfarbe Sitzgelegenheit bieten. Die Decke des Saales erhalt eine kassettenartige Aufteilung mit Alabasterstuck und wird mit zahllosen kleinen elektrischen Lämpchen besetzt werden. Die Haupt- deleuchtung wird sedvch durch Reflektoren erfolgen und zwar IM-ti ib Kinder tag (P MiA Mlii wBrÄis 1 Spuck je 38 2512 nit separat. das vorzüglich gebMie acheiier Art) Saunier Güte, kauf. Ä auf £e6enbgeroii| unSwitaB d°" 3'.> jermeiftn« -'"i"* gkfehw «rd-» bnn” deinen 9C vechL yDiaUßT ZMl' Nr. 124 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag 31. Mai 1810 Der «leftener anjetgei «™gRS8 Ä Wrf llwllvl' <4II |VLUVV s wirtschaftkiche Zeitfragen M W EU W Ä V R Wl ” Ehefredakteur: A. Goetz. ;£ä General-Anzeiger für Oberhesien WZM Annahme von Anzeigen __. _ taai-: E. Heß; für den 'ur ote Tagesmunmer Rojatwnsdruck und Verlag der vrühl'schen llmv.-vuch- und ZteindruSerei R. Lange. Redaktion, Expedition und oruaeret: SchmstraFe r. Anzeigenteil: H. Beck, bis vormsttags 9 Uhr. 3 ________________________________ Freiherrn von Esebeck. Zwei 5)albschwabronen vorn Regiment des Gardes du Corps eskortterten die Wagen. Im Muschelsaale, wo die Galawache des Regiments des Gardes du Corps und ein Zug der Schloßgardckompagnie und der zweite Zug der Leibgendarmerie (Leibgarde der Kaiserin) Aufstellung genommen hatten, war Empfang mit großem Vortritt. Nach dem großen Empfang im Muschelsaale geleitete die Kaiserin die belgischen Herrschaften in ihre Gemächer. Au dem Tee, der sodann in der Wohnung der Königin der Belgier genommen wurde, nahmen mit der Kaiserin auch der Kaiser teil, ebenso Prinzessin Viktoria Louise. Bei der Familientafel saßen der König der Belgier zwischen der Kaiserin und der Kronprinzessin, gegenüber die Königin zwischen dem Kronprinzen und dem Prinzen Eitel Friedrich. Kaiser zranz tzofess Reife nach Bosnien und der Herzegowina. Der greise Kaiser Franz Josef hat dem Wunsche seiner Ratgeber entsprechend, sich entschlossen, den-seinem Reiche neu angegliederten Gebietsteilen, Bosnien und der Herzegowina, seinen ersten Besuch abzustatten, um dadurch das Nationalgesühl der dorttgen Bewohner zu beleben. Der sympathiiche Greis hat denn auch auf dem ersten Tell seiner Fahrt nach den bisherigen Meldungen einen außerordentlich begeisterten Empfang durch die Bevölkerung gehabt: B 0 s n i s ch - B f o d, 30. Mai. Unter braufendem Jubel der aus der Stadt und der Umgebung herbeigeellten Bevölkerung traf der Kaiser heute früh in Bosnifch-Brod ein, der ersten bosnischen Station auf der Reise nach Sero- jewo. Der Herrscher verließ unter den Klängen der Volkshymne und unter stürmischen Ziviorusen den Hofzug und nahm die Begrüßung des Landeschefs und anderer Würdenträger entgegen. Auf die Huldigungsansprache des Bürgermeisters erwiderte der Kaiser, es sei ihm ein herzliches Bedürfnis gewesen, Bosnien und die Herzegowina auf zu suchen, um inmitten der Bevölkerung dieser schönen Länder einige Tage verbringen zu können. Ter Monarch setzte sodann unter neuen stürmischen Kundgebungen seine Reise nach Serajewo fort Ser aj emo, 30. Mai. Die Stadt und die umliegenden Höhen waren heute abend aus Anlaß des Besuches des Kaisers glänzend beleuchtet. Trotz Regenwetters durchwogte eine große Menschenmenge die Straßen. Kaiser Franz Josef ist in Begleitung des Obersthofmeisters Fürsten v. Montenuova, der gemeinsamen Minister Graf v. Aehrenthal, Frhr. v. Schönaich und Baron Burian, der Mnisterpräsidenteu Frhr. b. Bienerth und Graf Khuen-Hedervary und mit einem großen Gefolge nachmittags 3 Uhr hier eingetroffen. In der Hauptstadt wie vorher auf der Fahrt durch das Land bereitete die Bevölkerung dem Kaiser einen begeisterten Empfang. Auf den Stationen, wo der Zug anhielt, hielten die Bürgermei,ter Hul- digungsansprachen an den Monarchen, in denen sie ihn ihrer Hingebung und unerschütterlicher Treue versicherten. In Serajewo trug der Empfang einen ebenso imposanten wie herzlichen Eharakter. Alle kirchllchen und wettlichen Behörden, das Ofsiziertorps und Vereine erwarteten den Kaiser aus einem prächtig geschmückten Platz, wo der Zug hielt. Der Kaiser, der trotz der mehr clls zwanzigstündigen Reise nicht die mindeste Ermüdung zeigte, wurde mit unbeschreiblichem Enthufiosmus begrüßt. Die Fahrt durch die ebenfalls glänzend gefchmüllren Straßen nach Konak glich einem Triumphzug. . _ In Erwiderung aus den Wil110 mmengruß des Bürgermeisters betonte Kaiser Franz Josef, es ?rnspr. 506 a 01 2 Die Gemülde-AuZstellung im Turm- Kunstverein. ** Nietsche griff zu. der Waffe und in gefährlicher Weise. Nachdem wegen schoß zwei von den Arbeitern der Verwundeten ist in der Nacht im storbcn. Tie an der Revolte beteiligten im Laufe des Tages verhaftet. Tie „Dortmunder Zeitung" meldet: L o h n ft r e i t i g f c i t cn in einer Zigarrenfabrik in den letzten Tagen mehrfach Zusammenrottungen und Zusammenstöße mir der Polizei stattgefunden hatten, kam cs am Samstag abend in T o r l m u n d zwischen der Polizei und dem Pöbel abermals zu einem heftigen Zusammenstoß, bei welchem die Polizei mit Steinen beworfen wurde unb Schüsse aus der Menge abgegeben wurden. Tie Polizei schritt mit blanker Waffe ein und verhaftete etwa 20 Personen, die sich zum Teil wegen Land- sriedensbruchcs zu verantworten haben dürften. Ter chinesische Militärstudienausschuß, mit dem Prinzen Tsai Tao an der Spitze, ist Monrag vormittag in H a m -- bürg eingetroffen und trat bald darauf eine Rundfahrt durch die Stadt an. Um 12 Uhr findet offizieller Empfang im Rathaus durch den Präsidenten des Senats, Bürgermeister Dr. Bredöhl statt. Spitze von fünf Bataillonen, die am 30. d. M. Prizrend verließen und demnächst in Tjakowa eintrefsen. . Aus Kapstadt wird gemeldet: Tas erste Kabinett der südafrikanischen Union ist unter General Botha als Premierminister gebildet worden. nieder. Einer Krankenhaus ge- Arbeitcr wurden ** Eine Sitzung d c s Provinzial-Au?» schuss es der Provinz'Oberhessen findet. Mittwoch den 8. Juni 1910, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tages- Ordnung statt: Errichtung von Lokalstatuten über den Ortsbürgernutzen zu Nieder-Florstadt. Reklamation des Rentmeisters Pfnorr zu Londorf gegen den Voranschlag der Gemeinde Londorf für 1908. Rekurs des Karl Görg in Friedberg gegen einen Polizeibesehl Großh. Kreisamts Büdingen vom 14. Februar 1910. Hilfsbedürftigkeit des Heinrich Kaiser von Orleshausen. Polizeibefchl gegen Georg Kirchner zu Hain-Gründau wegen Absperrung eines Turch- ganges durch seine S^ofreiic. ** Tas Schwurgericht in der nächsten Woche wird sich mir 2 Meineidsfüllen, einem Amtsverbrechen und einem Mordversuch zu beschäftigen haben. Eine weitere Verlfaub lung wegen Meineid kann möglicherweise noch spruchreif werden, so daß die Geschworenen längstens nach 5 Verhandlungstagen entlassen werden. Aus StttSt und Land. Gieß en, 30. Mai 1910. ** Ernennung. S. K. H. der Grotzherzog Hot am 27. Mai d. I. den Lehramtsassessor Tr. Adolf Beck mit Wirkung vom 1. April 1910 an zum Oberlehrer an der höheren Mädchenschule zu Gießen ernannt. ** Eharaktererteilung. S. K. tz. der Großherzog hat am 27. Mai d. I. dem Komponisten Hans Herrn a n n, zuletzt in Berlin-Wilmersdorf, den Charakter als Professor erteilt. ** Neuer K'o n sv l. Ter zum Generalkonsul der Republik Kolumbien für das Deutsche Reich mit dem Amtssitz in Hamburg ernannte Tr. G. M i ch e l । c n ist zur Ausübung konsularischer Verrichtungen im Großherzogtum zu- gelassen worden. "* Zur Vertretung des ordentlichen Professors Tr. Rudolf Kautsch in Darmstadt wird Tr. Wilhelm Pinder von der Universität Würzburg an der Technischen Hochschule über neuere Kunstgeschichte lesen. K'analisario ns arbeiten im neuen! Deutsches Reich. Aus Berlin wird berichtet: Am Montag abend traf unter Führung des Präsidenten, des Vizepräsidenten und des Generalsekretärs der Turiner Handelskammer eine Gesellschaft von Turiner K a u f I c n t c n und Industriellen ein, um der deutschen Handels- und Jn-i dustriewclt die Einladung zu der 1911 in Turin stattfinden- den Weltausstellung zu üverbringen. Die Herren weilen bis zum 4. Juni in .Berlin und begeben sich dann nach Hamburg, Düsseldorf, Köln, Koblenz, Mainz und Frankfurt a. M. Am 3. Juni veranstaltet der Reichskanzler ein Gartenfest für sie Die Berliner Festlichkeit wurde organisiert von der Berliner Handelskammer, den Aclfc- sten der Kaufmannschaft und der ständigen Ausstellungskommission der Potsdamer Handelskammer. Aus St asset wird berichtet: Auf der Wilhelm Aech- leschen Dampsziegelei im benachbarten Niedervellmar stürmten am Sonntag etwa 20 Arbeiter, welche Lohn- streitigleiten mit dem Ziegelmeister Nietsche haften, dessen Wohnung und bedrohten ihn und seine Familie demokratisches Mitglied' nochmals aus, daß der Wunsch "ber Arbeiter sei, dic erste Instanz möglichst auszubauen. -Lae Landräte seien nicht die geeigneten Leute; bei ihnen würde die Erledigung in den meisten Fällen eine formelle sein. Tie Beratung wurde heute nidrt zu Ende geführt, sondern auf morgen verThgt. Es hat den Anschein, als wenn der Vermitt- lungSaiitrag der Reichspartei zur Auncchme gelangen >vird. Burgsolms, Hch. Fuhr-Wetzlar und Fr. Hcrmann-Kirchhain; 44. Preis (5712 P.<: Hch. Harlmann-Alsfeld, G. Georges-Cölbe, H. Rettberg-Nidda, Paul Jakob-Steinfurth, Ad. Kappes- Gießen T.-V. und I. Boshammer-Colbe: 45. Preis (57 P.): W. Jung- Lützellinden, Peter Mörschel-Nieder-Mörlen, Karl Goll-Franken- bcrg. Will). Roth-Langsdorf, Jakob Mignor-Wetzlar unb V. Stieghayn-Kirchham: 46. Preis (661/2 P ): A. Graßmann-Mar- burg, W. Schmidt-Biedenkopf, P. Heuser-Nieder-Weisek, W.Rcuß- Gießcn M.-T.-V., H. Manket-Wetter, W. Erb-Toubringen und Karl Loos-Gießen T.-V.; 47. Preis (56 P.)k Ernst Cid- mann-Kappel, Gg. Roth-Marburg, L. Lupp Nidda, K. Volk-SA.- Linden, Kart Mothes-Ober-Mörten, Gg. Herbener-Kirchhain und Hch. Döll-Laubach; 48. Preis (551/2 P.): A. Zimmermann-Wetz- tar-Niedergirmes, Phil. Röder-Butzbach, O. Krüger-Marburg, P. Ritsert-Gießen M.-T.-V., Peter Fischer-Koppel, Gg.Korn- der-Wetzlar, Th. ^tahl-Kirchhain, Hw. Hartmanu-Bad-Nauheün unb L. Sack Gießen T.-V.; 49. Preis (55 P.): L. Seipp- Leihgestern, 5)ans Jung-Morburg M.-T.-V., Emil Schneider- Ostheim, Hch. Jung-Heuchelheim, Emil Kathrein-Amöneburg, Th. W i I l enb ö che r-Gie ß en T.-V., L. Kreuz-Krofdorf und W. Volk-Hörnsheim; 50. Preis (5412 P.,: £). Möller-Lauterbach, H. Tiehl-Dorn-Assenheim, Jos. Schraub-Ober-Mörlen, Val. Heil-Ober Mörlen, W. Falk-Burgsolms und K. Grieb-Gambach; 51. Preis (54 P.): Hch. Schildwächter-Grünberg, Hch. Rein- Kappet, Karl Amend-Gr.-Linden, Gottsr. Jckenroth-Marburg M. T.-V., PH. Tietrich-Hermannstein, Aug. Krämer-Kirchgöns und Hü). Krämer-Nibda; 52. Preis (031/2 P.): Hch. Pitz-Wehrdo. Will). Faber-Leihgestern, L. Dove-Kirchhain und Hck. Strüming- Marburg T.-V.; 53. Preis (53 P.): Herrn. Evcrsohn-Hungen, Werner Schulte-Großen-Lindcn, Otto Heydt-Holzheim, Hch. Rolh- Langsdors, Wilh. Rank-Dorn-Assenhcim, Hch. Schlörb-Schotten und Wilh. Heil-Ober-Mörlen. Es ist das noch nicht die vollständige Preisliste, denn von der Punktzahl 4 5 an begann die Einschreibung als Sieger. Da sich Durch die außergewöhnliche Befestigung das Wettucnen bis in die Abendstunden ausdehnte, konnte die Liste trotz des besten Willens des Berechnungsausschusses nicht mehr fertiggestellt werden. Es sind noch etwa 100 Preisträger. Auch die Diplome tonnten heute nicht mehr ausgestellt werden; sie werden den Siegern auf dem Gaufest in Grünberg überreicht. haus am Brand wird voraussichtlich von Sonntag den 5. Juni wieder geöffnet sein. ** Der Zirkus Charles hat, trotzdem erst vor einigen Wochen das Unternehmen Schumann gleichfalls auf Oswaldsgarten einige Tage sich niedergelassen hatte, bei seiner gestrigen Eröffnungsvorstellung einen ungewöhnlich großen Besuch gehabl. Der Zirkus ist äußerlich ebenso schön und bequem ausgestattet wie sein Vorgänger. Lein ganz besonderer Vorzug ist aber ein überaus mannigfaltiger Bestand an Tieren und Dressuren. Was in dieser Beziehung gestern geboten wurde, war wirklich hervorragend und einzig- artig. Ob man die bedächtigen unb majestätischen Könige der Wüste in ihrem Riesenkäfig bewundert, oder die flinken Königstiger, die, beide Gruppen unter Miß Charles leichter Leitung, zeigten, wie selbst dic grimmigsten Raubtiere voll-i ständig unter den Willen des Menschen gebeugt roerbew tonnen, oder ob man die Truppe der Elefanten in verschiedener Größe, der Scelöwen ober Affen, Katzen und Hunde schaut — überall erhält man ein teils spannendes, teils atv mutiges oder belustigendes Bild. Tic Löwen bilden nad), einigem Widerstreben eine imposante Pyramide und zeigens dabei offenbar einen verschiedenartigen Charakter, die Tiger springen durch brennende Reifen und ducken sich unter bcr. drohenden Gebärde der Bändiger zu einer interessanten! malerischen Gruppe zusammen. Tie Elefanten imponieren, ditrch ihr bedächtiges, menschenfreundliches Auftreten unb: ihre Kunst, auf Flaschen zu spazieren oder sich aus die Vorderbeine zu stellen. Am erstaunlichsten aber ist, was die possierlichen Seelöwen zeigen. Mit wunderbarer Sicherheit balan- zieren sie auf der Schna-lltze große und kleine Bälle oder gar eine brennende Lanipe. etc scheinen, indem sic nebeneinander lebhaft musizieren, auch Spaß zu verstehen. Zu Pferde bringen eine große Anzahl von Kunstreitern und Reiterinnen dic bekannten Schaustücke vor. Ein kleines Zebra, ein noch kleineres Pferd, bringen in rührender Ein-, tracht mit einer gutmütigen Toggc wiederum einen heiterschönen Eindruck. Tic Clown- und August-Späße bieten das alte Ewig-Neue. Vielleicht fehlt in manchen Sachen der. rhytmische Schwung, aber all jene* Trunter und Drüber geht als Beigabe zu den Haupispielcn ja nur nebenher. Mit den fejfclnbcn Zauberkunststücken einer malerischen Truppe' indischer Fakire, Gaukler und Schlangenbeschwörer, die mit einer Ticrkärawanc ihren Einzug hielten, wurde der gestrige Abend beendet. ** Größere Gefechtsübungen hält seit Sams-! tag unser Regiment in Verbindung mit einer Abteilung^ des Dragoner-Regiments Nr. 6 aus Mainz in der^hie- sigen Gegend ab. Tie Ucbungcu werden etwa 14 Tage dauern. Schtachthossbau sind fertiggestellt. Hinter dem Wehr anr Elektrizitätswerk hat mau jetzt begonnen, das Ab Leitung s-i rohr für die Schlachthossabwässcr usw. zü verlegen. Tiefe' Leitung ist mir als Provisorium gedacht, bis der Stadtteil! jenseits der Lahn, was wohl in einigen Jahren geschehen wird, ebenfalls tanalijicn und an Dic Klärbecken angc- fchloffen wird. Befitzwechfel. Ter (BtaDtfaffenbcamtc Peter erwarb) bei der Versteigerung dos Ehr. Reibelingsche Anwesen Licher Straße 33, bas ortsgerichtlich mit 28 000 Mark laxiert war, für 24 000 Mark. Stadttasseurechner Ludw. Röhrig kaufte vom Weiß- bindermeister Fink in bet Stephanstvaße für 33 500 Mark eilt Haus. ** Elektrizitätswerk 2 it.be rg. Ten Mitgliebenr des Proomzialtages ist gestern u. a. eine Vorlage jugegangen, die ftch mit Errichtung eines Elektrizitätswerkes in Liß? berg beschäftigt und über bic in der am 15. k. M. ftattfinbenbeit Sitzung des Provmzialtages Beschluß gefaßt werben soll. Tis Previnzial-Verwaltung entspricht mit dieser Vorlage Den Absichten des Provinzialtages, Dic s. Z. für Errichtung eines Wassers Werkes in Inheiden maßgebend waren unb die Dahin gehen, mit Errichtung eines Wasserwerkes eine nach und nach zu bewirkendem Versorgung der Provinz mit elektrischer Energie Hand in Hand gehen zu lassen. Tas Lißberger Projekt soll Der erste Schrill auf diesem Wege fein. Für den Fall der Genehmigung des Projektes durch den Provinzialtag wird eine ganze Reihe von Provinz - gemeinden in absehbarer Zeil im Besitz elektrischen Lichtes und elektrischer Kraft sein können, womit längst gehegte Wünsche und Hoffnungen ihre Erfüllung finden. Au> den näheren Inhalt der intereffanten. Vorlage werden wir demnächst zurückzukommen, Gelegenheit haben. " Siegenlöcibe. Der hiesige Ziegenzuchtvcrein wird am 1. Juni seine Lämmer- unb Ziegenweide wieber eröffnen. Die Beschickung steht nicht nur den Mitgliedern des hiesigen Vereins zu, sondern wird auch anderen S^genbesitzem gegen Entrichtung geringer Gebühren vom hiesigen Ziegenzuchtverein gestattet. ** 90jährige in Obcrhessen In Ergänzung unseres Berichts wird uns aus Londorf mitgcteilt, daß dort ein Mann lebt, der 94 Jahre alt ist. Es ist der Arbeiter K. Schmidt. Schon feit mehr als 30 Jahren lebt der Alte für sich, kocht sich auch allein. Bis vor kurzem erfreute er sich einer guten Gesundheit, ging noch jeden Tag aus und sein „Viertcldfcn Schnaps" mundete ihm noch. Seit einigen Wochen ist er bettlägerig. -j- Klein-Linden, 30. Mai. Aus dem neu hergerichtelen Schießstand hinter der Burg hielt der K r i e g e r v e r e i n seiir erstes Scheibenschießen ab. Tas Ergebnis war folgendes: 1. Preis Wilhelm Klein, 33 Ringe, Reisetasche; 2. Preis Hch. Erb, 32 Ringe, Küchemvage; 3. Preis Phil. Jung III., 32 Ringe, Standuhr; 4. Preis Will). Schauni, 32 Ringe, Rnctsact ; 0. Preis L. Bleh- mann, 32 Ringe, Messerdrelt; 6. Preis Bauunkernehmer Karl Jung, 32 Ringe, Taschenmesser. Ehrelischeibcu schossen: PH. Jiing, H. Schneider, G. Dönges, Wilh. Klein, Phil. Weigel, Jill. Jung, Wilh. Schauni, Hch. Erb, Walter Müller, Ludwig Euler und Baii- iinternehincr Kart Jung. Tie Preisverteilung nahm der 2. Vorsitzende Tönges vor. Q Laubach, 30. Mai. Tas hiesige Gymnasium beabsichtigt die Aufführung von Ha nS Sachs'scheu Lustspielen. Der Ertrag soll zum Besten der Schülerbibliothce verwendet werden. Ans Hessen. R.B. Darmstadt, 30. Mai. Der Wahlrechts- IN u s s ch u ß der Ersten Kammer 1 rat heute vormittag zu einer Beratung zusammen, bei welcher cs sich besonders um die geschäftliche Behandlung der W a l) l r c ch t s v 0 r l a g e bez. der beiden Gesetzentwürfe über bic Abänderung der Verfassung und die Landstände drehte. — Am Nachmittag hielt auch der Gc s c tz g e bu n g s a u sschuß der Ersten Kammer eine bis abends 7 Uhr ausgedehnte Sitzung ab; es wurde darin eine Anzahl fi'eincrer Gesetzentwürfe, 11. a. die Novelle znm Fischercigcsetz erledigt. R. B. Darmstadt, 30. Mai. Ter Sonderausschuß s ü r d i c Revision der V e r w a l t u n g S g c - setze hat heute vormittag bic Beratung über dieStabte- 0 rbnnng fortgesetzt unb bic Artikel 121—153 crlcbigt. Es wirb darin zunächst die Tätigkeit des Bürgermeisters und der Beigeordneten geregelt. Ter Bürgermeister führt als verantwortlicher Leiter Der gesamten Stadtverwaltung den Vorsitz in den Sitzungen der Stadtverordneten und verteilt nach Anhörung der Stadtvertretung bic Bearbeitung der einzelnen Zweige der städtischen Verwaltung unter sich unb bic Beigeordneten. Diese sind die Stellvertreter des Bürgermeisters unb besorgen bic ihnen zu gewiesen en Amts- geschäftc ober Geschäftszweige ber städtischen Verwaltung, doch tann der Bürgermeister unter seiner Verantwortung auch anberc städtische Beamte mit der laufenden Bearbeitung dienstlicher Angelegenheiten banftragen. Sowohl der Bürgermeister wie die besoldeten Beigeordneten und besoldeten Magiftratsmitglieder dürfen feinen anderen Er- werbszweig haben, fein anderes besoldetes Amt bekleiden und nicht Mitglied des Vorstandes und Aufsiclftsraks einer Alncngcscllschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien sein. Ausnalimen hiervon lönnen nur unter besonderen örtlichen Verhältnissen mit Zustimmung der Stadtverordneten und Genehmigung des Ministeriums zugelassen werden. Gegen Entschlicfjungcn oder Verfügungen des Bürgermeisters ist innerhalb zwei Wochen Beschwerde an den Kreisrat und gegen dessen Entscheidung innerhalb der gleichen Frist Be- jchwerdc an das Ministerium zulässig. Tic Art. 131—138 behandeln die Tätigkeit der AusschüsfC, Tcputationcn und Kommissionen, die Art. 139 ff. bic Rechtsverhältnisse der städtischen Beamten, lieber die wichtigsten dieser Bestimmungen wurde bic Entschcibung im Ausschuß noch Vorbehalten. Nächste Sitzung Mittwoch vormittag. R. B. T a r m ft a b t, 30. Mai. Mit ber Ernennung bcs Gerichtsassessors Tr. Max May aus Worms zum Amtsrichter beim Amtsgericht zu Osthofen, bic unterm 28. Mai in ber „Tarmst. Ztg." verkündet wurde, ist zum ersten Male ein Jurist israelitischen Glaubens im Großherzogtum Hessen als Richter angestellt worden. Amtsrichter Dr. May hat bereits vor ctnui zehn Jahren fein Assestvrexamen bestanden und wird schon seit mehreren Jahren beim Älmisgericht Osthofen provisorisch als Richter beschäftigt. Aus Wien wird gemeldet: Am Montag sand die feierliche Eröffnung des Internationalen WohuungSkon- greife«, statt, zu dem gegen 1100 Teilnehmer aller Staaten erschienen waren. Von den festlichen Tagen tn Amsterdam wird weiter gc- melbct: Aus Anlaß ber Awvesenheft der königlichen Familie war bic Stadt am Montag abend glänzend illuminiert. Tie königliche Familie tourbc, bei ^incr Fahrt burch Die Stabt überall mit Begeisterung begrüßt. Tie Königin-Mutter ist am Montag vormittag in A m sterdam emgetrossen und am Bahnhöfe von der Königin und dem Prinzgemahl empfangen • worden. Mittags wurde ein hist0 rischer Festzug vercur- : ftaltct, der das Haus Cranien in verfchiedenen geschichtlichen, Perwden iiarftcllt. 900 Personen, darunter hervorragendc Persönlichkeiten und s)tDtabe(n des Landes, wirkten mit. Die Königin, die Königin-Rttitter, der Prinzgemahl unb die Prinzessin JuOaua sahen von einem Balkon des Palais den Vorbeimarsch des Fest- zuzes, der drei Stunden dauerte. Aus Helsingfors wird gemeldet: Ter f i n n i f d) c Landtag wurde am Montag geschlossen. Nad) einer Meldung des türkischen Kriegsministers haben 4 0 Bataillone den V 0 r m a r s d) n a ch D j a k a w a und Ipek begonnen. Tcr Kriegsminister befinbet sich an ber Eauturnsahrt de; Saue; heften. (Schluß.) Vj. Mün»cnbcrg, 29. Mai. Das Ergebnis be» I)eiitigcn Wetfurnens ist bas solgende: 1. Preis: Peter Muschard-Marburg T.-V. mit 87 Punkten; 2 Preis (85 P.): Joh. Mook-Wehrda: 3. Preis (84’.2 P.): Rud. W e n 3 e 1 Gieße n T.-V.; 4. Preis (811/2 P.): Hch. Grötz- Taubringen ; 5. Preis (8OV2 P.): Hd). M v ll cr -G reßc n M.- T.-V. und Ernst Clemeut-Butzbad); 6. Preis (79 P >: Peter Paul- Marburg T.-V. und Jos. Jhlefeld-Friedberg ; 7. Preis (76( 2 P.): Hch Mvbs-Ieiedcr-Mörlen und Martin Textor-Marburg M. T.- V.; 8. Preis 76 P.>: Karl Textor-Leihgeftern und W. Leib- Kirnsbors; 9. Preis i75i/2 P.): H. Zimmermann-Wetzlar und Ab. Waldschmidt-Metzlar; 10. Preis (75 U): Rid)arb Jung-Ober- Mörlen, Will). Günther-Franteuberg unb Max Wetßflng-Grün- berg; 11. Preis < 74'2 P.): Fritz Gties-Bob-Nauheun; 12. Preis (74 P.): Gg. Tidhaupt-Alsfcld; 13. Preis (73'/2 P.): Emä Gastersfedt-Marburg T.-G.; 14. Preis (73 P.): Fr. Pfeiff er - Gießen M.-T.-V. und Gg. Schob-Butzbad); 15. Preis (720» P.): A. Hcrbert-Butzbadi: 16. Preis <72 P.): Ed. Rosenbaum-Hörnsheim: 17. Preis (7U/2 P.): Hans Thöt-Gießen M.-T.-V. Hch. Amend-Treis a. d. L. und E. Bürk-Gießen M.-T.-V.; 18. Preis (71 P.<: Karl Bender-Wetzlar, Ehr. Schmidt-Gießen M.-T.-V., A. Eichhorn-Marburg M.-T.-V. und Heinrich Braun-Taubringen; 19. Preis (7(Ü/s P ): Hch- Bohnacker-schlitz, Will). Weiß-Gicßcn M.-T.-V. und Karl Schneider-Wetzlar; 20. Preis (70 P.): Hans Kkeinsteuber-Butzbach; 21. Preis (69' _> P ): Theodor Hahn-Ober-Mörlen und Chr. Jsheim-Grüningen; 22. Preis (69 P.-: W. Gcrlad)-Großen-Lindeu, A. Lupp-Nidda und E. Töpfer-Gießen M.-T.-V.; 23. Preis (68'2 P.): Fr. 5)entelmann-Butzbach, H. Barth-Marburg, H. Leidolf-Naun- heim und C. Euler-Treis a. d. L.; 24. Preis (68 P.): Gg. Schmidt-Gedern, Hch. Limpert-Gedern und Rcinh. Gries-Bad- Nauheim: 25. Preis (67'2 P.): I. Fleischhauer-Bad-Nauheim und I. Mudersbach-Öckerhsausen: 26. Preis (67 P.)^ W. Sdpvei- tzer-Ober-Mörlen, A. H ild -Gießen T.-V. und Fr. Schmidt- Marburg M.-T.-V.; 27. Preis (66' 2 P.-: E.H cbstreit-Gießcn M.-T.-V., F. KünMer-Nieder-Mörlen und Hch. Lang-Kleut-Liu- Dcn; 28. Preis (66 P.): H. Bill-Naunhcim, K., Leib-Krofdorf und H. Enders-Butzbach: 29. Preis (65' .- P.,>: O. Sdertel-Laubad), K. Wormsbäd)cr-Wehrba, Rob. Loos-Gießen T.-V., Hd). Benber-Krosdors und Hch. Röhrsheim-Krofdorf; 30. Preis (65P.): Hch. Schneider-Krofdorf, Mar Gärtner-Steinberg und Joh. Falk- Steinfurtl); 31. Preis (64',2 P.): Karl Moller-Lauterbach, Joh. Tittmar-Marbach, K. Höhl-Gedern und O. Teichmann-Kirdchain; 32. Preis (61 P.,<: Hch. Wunderlid)-Kirchhain, Hch. Sdtätller- Großcn-Linben, W. Spenaler-Lützel-Linben, H. Böth-Kappel, Gg. Albold-Gießen T.-V.. H. Seum-Nidda, Th. Hcuiptvogel- Marburg M.-T.-V., Äch. Fendt-Schlitz uni) Aug. Loos-Gießen T.-V.; 33. Dreis <63'_• P.).: Ernst Günther-Laubach und A. Feuerslein-Ober-Mörlen ; 34. Preis (63 P. >: H. Heuser-Kappel, Moritz Lcvi-Nidda, K. Sdpvcnglcr-Stcinsurth, A. Braun-.Hochcl- heim, W. Haun-Gießen M.-T.-V. uni) Gg Eichler-Dorn- assenheim; 35. Preis (62'2 P.): E. J ug Hardt -Gießen T.-V., Hch. Kämpfer-Wetzlar-Niedergirmes, W. Stumps-Muschen- I)cim, Karl Schäfer-Steinberg und Konr. Kißler-Nieder-Weisel; 36. Preis (62 P.-: Hans Lberhofen-Grünberg und Rid). I ent f ch- Gießen M.-T.-V.; 37. Preis (61'2 P): W. Ger Hardt- Gietzcn M.-T.-V., Gg. Kombächer-Wehrda, W. Gaul-Steinberg, Ad. G e i s s e - G i c ß c n T.-V. und L. Thöngcs-Steinfurth; 38. Preis (61 P.): K. Möbus-Schotten, 5)ch. Pfingst-Kappel, Hd). Hövels-Wetzlar-Niedergirmes, H. Obernhain-Gedcrn, I. Schul- theiß-Eölbe und K. Mayer-Grünberg; 39. Preis (60' » P.): K. Hofmann - Kird)ham, H. Ernst-Marbach, G. Bcdfthold- Nicder - Wöllstadt, Stefan May - Marburg M. - T. - V., Fritz Tähn-Marburg M.-T.-V. und W. Andermanri-Kl.-Liitbcn; 40. Preis (60 P.): Gg. Dreher-Gießen M.-T.-V., Hch. Stadelmanu-Friedderg, Ludwig Herber-Steiuiurch, W. Kreiling- Heuchelheim, I. Faber-Hochelheim, I. Fifd?bach-Wctzlar-Niedcr- ginnes und Hch. Zccher-Staufeiiberg; 41. Preis (59’,» P.): Fritz Wolf-Kölbc, O. Tcxtor-Gicßen M.-T.-V. und B. Wack- Bad-Nauheim; 42. Preis (58'/» P.): K. Bücking-Alsfeld, .Hugo Stüber-Wölfersheim und Hch. De ch e r f -Gi cß e n M.-T.-V.; 43. Preis (58 P.>: Fr. Lehmann-Marburg T.-G., K. Schmidt- Sten ; :’nrl <%rft Sstz tote ^Hete Seffl* ie nnrt, . 1 Mio- ,eiten im neuen intet bem Äehr am ien, M DleiMge- ; iu verlegen. Tick cht, bis der Weil ;en Jahren geschehen die Klärbecken ange- enbcamlc 'Beter ctw& SS« iijät933»Ö‘s«i’ -» *8 tat " CO*S h h»itan «st 1D, ®" Stanaus auf Sen tel'- ba SaT”’1"11'* n ?cb™!«i»ö« inger. . naniugfüitiger i- Ä '^^hung ^gend und einzig, l'citatrschen ft£. S ,ölc fönten ’B Harles leichter 'en 'Jianbtierc voll- n gebeugt werden einnicn in verschie- Tatzeit und dunde mnendes, teils an Üoiven bilden naw »rainide und zrrgcn iharahcr, die Tiger urfcn sich unter der einer inreressanten cianten imponieren a>es Austreten und sich aui die Pordcr- tst, was die possicr- er Sichcrheü balan' d kleine Alle oder u, indem sie neben* ö zu verstellen. Zu n Mitstreitern und vor. Ein kleines n in rührender Gin- Herum einen heiter- uil-Lpäße bieten das itanchen Sadjcn der iter und Drüber geht nur nebenher. M malerischen Truppe nbeschworer, die mit it, wurde der geftne? cn I)ält i'cit Snnii •it einet Ütbteiluns ; a i n 5 in bcrjjie* den etwa 14 Tage Tcn Wiebni Sorl«gci««Sl',.l 6t «* * S &r W*Ä* [ftr:d)tunt!~ fflL- Ullb »«®Ae™ $1!» loll der me ncWM , ^roDiri izc Ae'^°°ujch'es K« k V’ffl nwcive hiesigen ^S>" ii-,SÄS 303*" S erfreut« «w 5 ’S- - la'ge'L > »S SÄ,'S«’ “ „ „ahm ilung -M n dec w Unfall herbeigeführt worden ist, so muß man in die bei derartigen Arbeiten erforderliche Vorsicht Zweifel setzen. — Zwei kroatische Koche sind gestern mit 700 Mk., die sie zur Bezahlung von Lebensmitteln von ihren Kameraden eingenommen hatten, zum Leidwesen der geschädigten Lieferanten d u r ch g e b r a n n t. Die Bestattung der Proftffors Kod} fand gestern in Baden Baden statt. — Wir erlflüttn darüber den nachstehenden Trchtbericht: Baden-Baden, 30. Mai. (W. B.) Scute nachmittag 4 Uhr iand die Feuerbestattung bc-3 Professors ^Tr. Dtobcrt ft o d) statt. Zugegen waren nur die Witwe, der Schwiegersohn Ge- nerafoberarzt Prof. Dr. P f u h t, Geh. Rat 0) a f f k h, Stabsarzt Moellers Berlin, der Amtsvorstand Geb. Rcgierungsrat Lang, ein Bertreter deS Acrztevercins Baden-Baden und ic ein Professor der Universitäten Heidelberg und Straßburg, die Kränze niederlcgtcn. Geh. Rat $aTT f D hielt eine Ansprache, üt der er die großen Verdienste des Verstorbenen um die Menschheit her vorhob und aus sein unerledigtes Werk hinwies. Gaffkn bemerkte, daß er nicht nur als Vertreter der Wissenschaften, sondern aud) als Freund gcsvrochen habe. Sami folgte die Verbrennung. Die Großherzogin Luise hatte gestern, der „Karlsruher Zeitung" zufolge, den Obcrhvfmarschall Grafen Andlow nach Baden-Baden entsandt, um in ihrem Auftrage einen Kranz an der Bahre des um die Tuberkulose hochverdienten .Gelehrten niederzulegen. Beileidsbezeugungen. Baden-Baden, 30. Mai. Ter Witwe des Geheimrats Koch ging folgendes Telegramm des Reichskanzlers zu: „Beim .'O in scheiden Ihres von mir so sehr verehrten L>crrn Gemahls spreche ich Ihnen meine herzliche Teilnahme aus. Das deutsche Volk verliert in dem Dahingeschiedenen einen seiner bedeutendsten (Löhne, die Menschheit einen unermüdlichen Wohltäter. Rcid>skanzler von Bethnranu-Hollweg." Rom, 30. Mai. In der Sitzung der Abgeordneten- ka m in er gedachte der Abgeordnete Professor Castell ino des 5) in scheiden des Professors Koch. Er rühmte dessen sehr große Verdienste um die Wissenschaft und Menschheit und schilderte, die Wichtigkeit seiner Entdeckungen. Präsident Marcora gab dem tiefsten Beileid der italienischen Kämmör an dem Tode des großen Gelehrten Ausdruck, den er als hervorragenden Wolsttäter der Menschheit pries. -Lebhafte Zustimmung.- Im Namen der Regierung schloß sich Ministerpräsident Luzzatti den Bciteids- kundgcbungen an und drückte seine Bewunderung für die glänzenden Leistungen des verstorbenen Gelehrten aus. «.Lebhafte Zustim- mung.) .. r, . Paris, 30. Mai. Die Akademie der Wmeistchattcn, deren wirkliches auswärtiges Mitglied Professor Tr. Robert Koch war, wird in ihrer morgigen Sitzung dem Verstorbenen einen Nachruf widmen. K Butzbach, 30. Mai. Aus der Zellen st rafanstalt <>nt flohen ist gestern ein 21 Jahre alter Sträfling aus Pfiff- ligheim bei Worms, wo sein Vater Bahnwärter ist. Er hatte ,iur noch einen Monat zu verbüßen. Trotz leider Verfolgung lonnte er noch nicht gefaßt werden. L. Friedberg, 30. s))Lni. Heute abend um 6>, Uhr brad) in der großen Lackfabrik Megerle am Mainzer Tor ein 3 e u c r aus, das durch die rasch erschienene Wehr bald gelöscht war. Wegen der vielen brennbaren Stoffe war man sehr besorgt gewesen. x Ober-Mörlen, 30. Mai. Der Radfahrer- t) er c in „All Heil" feierte gestern sein Stiftungsfest, verbunden mit Korsofahren. Tic Festrede hielt Dr. Strecker Bad-Nauheim. Beim Wcttfahrcn errangen 1. Preise der Radfahrerllud „Germania"-Cransberg, Radsahrklub ,Wan Lcrfaltc"-Obcr-Mörlcn und 2. Preise der Radfahrklub „Frisch anf"-Langcnhain-Ziegcnberg und Radfahrklub „Ger- mania"-Nieder-Weisel. Lobende Anerkennungen erhielten: Radfahrklnb „Wandcrlusl"-Bonames-Frankfurt a. M., Rad- sahrklub „Pseil"-Fauerbach v. d. und Radfahrklub Ilbenstadt. dm. Leid Hecken, 31. Mai Gestern wurde hier das T e k a n a t s - M i s s i o n s f e st des Dekanats Nidda gefeiert. Ter Festgoltesdicnst wurde von dem Ortsgeistlichen Pfarrer Rh ein für rh abgehaltcn. Tem von dem Posaunenchor aus Ober-Mockstadt begleiteten Gemeindcgesang folgte die Fcstpredigt des früher auf der Goldküste tätigen -Missionars Gsell, der Bilder aus dem Leben der 9tcger zeichnete. Dem Berichte, den Pfarrer Wiegel aus Bingenheim über die Leistungen für die Mission im Dekanat Nidda erstattete, war zu entnehmen, daß die Beiträge im Jahre 1909 rund 1000 M. betrugen, etwa dV» Pfg. auf. den Kops der evangelischen Bcvölterüng. Eine Nachversammlung war ebenfalls sehr gut besucht. Die Kollekte ergab mit Einschluß einiger besonderer Gaben über 70 Mk.; auch der Absatz an Missionsschriften nxtr erfreulich. [j JDlarburg, 30. Mai. Die Stadtverordneten beschlossen heute, anstatt einer Branstetter von 3 Mk. je Doppelzentner Malz, wie ein früherer Beschluß lautete, eine Bier- (teuer von 65 Pfg. für das Hektoliter, wie cs daS Musterstatut vorschreibt, zu erheben. — Frechenhausen, 30. Mai. Die Unfälle beim Bahnbau Oberscheld—Biedenkopf häufen sich in bedenklicher Weise. Gestern stürzte wiederum ein Slrbcitcr ab und wurde schwer verletzt — cS sind ihm mehrere Rippen gebrochen — in die Marburger Klinik überführt. Wenn man täglich sicht, wie des öfteren an abschüssigen Stellen beladene und bemannte Nollkippioagcn entgleisen, wodurch schon so mancher Märkte. fc. Frankfurt a. DI., 31. Mai. Heu- und Strohmarkt. Angesahrcn waren 8 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: tteit 4,45—4,80 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0,00 bt5 0,00 Mk.^ Wirrstroh 0,00— 0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschält schleppend. — Die Zufuhren waren ans Oberhesseu und dem Taunuskreis. Amtlicher Wetterbericht. Oesfcntliche Wetterdienststelle Gießen. Verlaus der Witterung seit gestern früh: Der gettern über Mitteldeutschland gelegene Ausläufer der nördlichen Zyklone ist ostwärts abgezogen, wöbet noch vielfach Regenschauer sielen. Tann aber zog rasch von Westen her ein Rücken höheren Druckes an, so daß der Regen am Abend nachließ und zeitweise Aufheiterung cin- ttat. Ein neues Tiefdruckgebiet naht von England. Wettcrattssichlen in Hessen aut Mittwoch dem 1. Juni 1910: Neuerdings verbreitete Regenfälle, starke bis stürmische Südwesl- tvinde, kühl. OrlginaL-DrahtnrelSringen. Frankfurt a. M., 31. Mat. In Bornheim schlug der Zementarbeiter Jung im Streit dem Schreiner Redel- bcr gcr mit einem Schemel so uuglückltch auf den Kopf, daß er nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus starb. Paris, 31. Mai. Auf der Werft des Cherbourger Arsenals sind 200 Arbeiter in den A usstand getreten, weil ihre Lohnforderungen abgewiesen wurden. Parts, 31. Mai. Da die Hilfsbahn bedien st eten üt bat Aus stand getreten sind, ordnete der Minister an, daß das 5. Genieregirncnt nach Nizza abgehc, um den Dienst auf der S ü d b a h n zu versehen. ; Paris, 31. Mai. Trotz des Dementis des Vatikans hält der „Matin" die Rachrtckst aufrecht, daß zwischen dem Vatikan und den französischen Bischöfen über die Grundlagen, verhandelt werde, die den Geistlichett einen modus vivendi mit der Regierung gestatte. Zu Gunsten der Restattrierung u. Vollendung des M ü tt st e r s zu U c b e r l i n g c tt a. See, jener markanten Erscheinung im Eharaklerdilde der ehemaligen freien Reichsstadt Ueberlmgen, ist von S. K. Hoheit dem Grvßhcrzog von Baden eine Geldlotterie in mehreren Serien bewilligt worden. Ein Baudenkmal von hoher Bedeutung, dessen Entstehung nahezu 620 Jahre zurückreicht, wird dadurch vor dem Untergänge bewahrt bleiben. Die Ziehung der ersten Serie findet unter jeder Garantie am 7. und 8. Juni 1910 in Ucberlmgcn statt. ES sei aus die in der heutigen Nummer erscheinende Extra-Beilage hingewiesen. (ss,s/A • ■ . • ■ p” liefert billigst (he Bröhl’sche K IIUQPTQ mit 8" I rmn Universitäts-Lueh-und8lein. IXUVül lo IUI l I II Illa druckerci,Gießen,Schulstr.7 Amtlicher Teil. Gießen, den 25. Mai 1910. B c t r.: Das ländliche Fortbilduugsschulwesen. Die Großh. Kreisschulkontmisston Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Die Erledigung der Verfügung vom 10. Mai 1910 wird hiermit erinnert. । ____________________________Dr, 11 singc r.____________________________ Bekanntmachung. B e t r.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen lmks der Lahn; hier: das topvgr. Güter Verzeichnis über die Baupläne in der Stephansmark. In der Zeit vom 1. bis einschließlich 16. Juni 1910 liegen, werktags auf dem Bureau be_d Großh. FeldbcremigungsgevMeters Ludwig zu Gießen, Löberstraße 18: das topographische ozüterverzeichnis über die Baupläne in der Stephansmark nebst alphabetischem. Namensverzeichnis zvr Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Feldbereinigungsgeoiueter Ludwig zu .Gießen schriftlich einzureichen unti zu begründen. Friedberg, den 28. Mai 1910. Der Großherzogliche Feldberemigungskommissär: ______________3 ch ui t t i a 1) ii , birnüb. Mrci-5aintinann.______________ Bekanntmachung. Die unterm 9. Mai 1910 angeordnete sperre der Großen Mühlgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 30. Mai 1910. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Gebhardt. 25jähriges Stiftungsfest des Mäneer-Turnverems. Der Verkauf von t’estmünzen aus dem Festplatz ist zu vergeben. Reflektanten belieben ncti bei Herren Hcvvclcr u. Mcvcr, Ludwigftraße 30, zu melden. vs,/s Der Finanz-Ausschuß. Heinr. Kre vert Hochstrasse 11 Telephon 323 Feine Mass-Schneiderei Engi. Damen-Kostüme Sport-Kostüme Loden-Anzüge Reichhaltiges Lager in deutschen und englischen Stoffen Stets Eingang von Neuheiten 2JM Freitag den 3. Juni d. 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Nah. i. d. Geschäftsft. d. G. A. Fahnen^ Hannover. Bereinsbedarfsartikel. (hv^/io Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gretzen wird, beginnend mit Mittwoch, den 1. Juni im Inwslokale — Schulgebäude, Neustadl 01 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Ubr, abgehalten werden. Jmpfpfüchtig im laufenden Kalenderjahr iütö die im vorigen Fahre geborenen Kinder, sowie die rückständigen aus früheren Zähren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impspflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein. daß alle in deunelben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines Kindes bis zum Iabresschlun'c ans seine Kosten bewert stclligen lassen, widrigenfalls ibm im Januar nächsten Iabrcs eine vicrwochcutliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strarandrobung gefetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche tut lauten den Iatzrc geboren und, auf Wunsch ihrer Vertreter gcimpii. Alle m einem Termine geimpften Kinder müssen in dem acht Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. „ « . „ ' Kinder, deren Zurückstellung von der .>muiuiig wegen Krank lichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Impfarzte in deu ön'entlichen Terminen uorgeftcUt werden. Dte Impflinge müsseu mit reiner Wasche unb rem gewaschenem Körper zur Iuwsung gebracht werden. Es wird nur an einem Arm mit Lymphe aus dein Landesinipnustittit geimpft. K inber aus Familien, in denen ansteckende Krantheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Am Mittwoch den 1. Juni ds. Iö., nachmittags 4 Uhr, wirb int Schulhm des Schuchauses an der West-Anlage eine Anzahl abgangigcr Tchulbanle meistbietend versteigen. B31 , Das I. Ziel Gemeindesteuer unb Kanalgcbühren für 1910 ist binnen acht Tagen bei Meldung der Beitreibung an die hieflge Ltadtkafse zu entrichten.B31/, Am 2. Juni d. I. ist das Kabel in der Qtt-Anlage und Landgrafenstraßc in der ucht -stelle s. nuort Näh. Frau Weifenbach, Kreu»pl.6 04531] Eine Frau sucht Garten- arbeit, auch Waschen und Putzen. Kreuzvlatz 11. Einzig dastehend, ohne Konkurrenz, sowie Revue sämtlicher Glanznummern des Repertoires mit einem noch nie vorher und hierorts gesehenen reichhaltigen und mannigfaltigen Niesen Weltstadt-Programm, wovon jede einzcl. Nummer eine Attraktion «. Schlager ist. Alleiniger Vorverkauf für die Abendvorstellungen im Zigarrengefchäft von G. Sonntag, Ecke Schul und Sonnenstrabe, Seltersweg 46. 104504) Sch. möbl. Zimmer in schön. I Lage zu verm. Lob erstraße 4II. 04448) Frdl. möbl. A mit ob. ohne Pens, zu verm. Schillerstr. 231. Halle gesucht. chriftl. Angebote unt. 3052 an Gießener Anzeiger erb. Morgen Mittwoch den 1. 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