fftr. 254 Zweites Blatt 160. Jahrgang Samstag LV.Oktober 1910 #dd>rtiu RuAnahm« Met S«nnl«DU. fHt weir|r^Anzei-crGietzeu. g enthalten Wir wollen ivcrbe, baü itimiald ein SukumnniUuno zwischen Redaktion unb Qnietatniteil bestanden habe. Rechtsanwalt Breberek crfläii lsterzu: Ich habe neulich nur gesagt, dasz ein Angriff in der Frankfurter Zeinmg gegen das Bankhaus Friedberi mar und datz später Inserate aufgeiunnmen wurden. ____ _______ damit mdil sagen, txiB irgend eine bö)e Absicht bei der Frank furier Zenun« Vortag, sondern mir feststellen, dasz auch die Frank. Vie „Wahrheit- vor Gericht, v. 4 Berlin, 28. Dfi« Die tFrntifK fünfte Sitzung beginnt wieder mit einem Zwischenfall, da RechtSamvall Brederek auf ein an ihn gerichtetes lelc- qiavml der Frankfurter Zeitung zurückkommt. Die Frank- suner Zeitung erbietet sich, den Chefredakteur ihres LaubelSleils auf eignie Kosten nach Berlin zu entsenden, wo er eidlich bekunden furier Zritung trotz eures AnarifsS Inserate nal/ur. Demnach ist Herrn Bruhn aber auch kein Bvrwurf zu machen. Bors.: Ich will auch eine Erklärung abgeben: Mir werden noch immer anonmnc Zuschriften, sogar in die Wolnmng über- faudl, ni welcher mir Zuhörer gute Ratschläge in Bezug aus dir Beweisaufnahme geben. Ich bemerke, datz alles in den Papier- tnb wanden und dre guten Ratschläge kernen Zlverk UqIkil Zweck- mäBioet erscheint eS mir, batz wir morgen einen Sitzung Stag ouviallrn lassen, um nach diesen ereignisreichen Tagen etwas frische Luft zu getrieben. Die Verhandlung soll ctufiucikn in dem brsherigen kl erneu Saal sortgejetzt toerdeir. Als erster Zeuge ericknim daun Rc sttinrateur Meyer aus der Iägerstrahe bi Berlin, wo er die 9tachttoVale „Berliner Bei miügurigspalast", drc „Bauernschänke" und erne Bor betreibt Der Zeuge halte gebeteii, anger der Reche ücrmniunen «u ivtiixm, damu er ausschlosen koiure. (Lciterkeit.) Bors.: Sic sollar bekunden, datz Brulnr ernmal ein Angebot gemacht wurde., txunu er Artikel gegen Aschinger nicht uiehr bringt. Zeuge Ich verkehne früter Zeit viel in Paulsborn im ti>rumnvulb. Du Öfattbi des Besitzers, Frau Vogel, sagte zu mir, batz i(U ni det „WahrhcU" doch inseriere unb ob üb daher nicht dafür furgeji könne, dah Aschinger nicht i nun er enuälnu werde. Steter kam der yveüe Angeklagte Paul Bruhn zu mir, dem ich die Sach vertrug, fperr Bruhn erklärte aber, nichts tun z u können Dorf.: Wurde Bruhn irgend an Angebot gemacht? Zeuge Rein. W Bruhn: berr Zeuge. S»e sind ja auch Inhaber von NaclNlofalen Laben Sie bet mir etwas brseriert. nx*il Sic sich duich mich bedroht füllten? Zeuge: Gcnoitz iridyt. Bors. Wie konnten Sie daS fesZdellen, Sie inserieren doch in anderen flettimirn? Zeuge: Weil ich eine Zeitlang ausschließlich bi der „Walnhei!" inserierte. Die Ehefrau dcS Zeugen Meyer bestätigt die Untern düng mit dem Angeklagten Paul Baihn unk dah bieier gesagt habe, eS tut mir leid. Frau Meyer, da ist nichts Du machen. Da folgcjtbe Zarge ist der Wirt der „Hopfenblüthe Unter den Linden, R i e p r i ch. Cr bekundet, daß eines Tages brr D erfror bene Aonrmerzienrat Karl Aschinger, desfar Brubc antisemitistlten Kreisen angehörte, bei i^n erichrcitrn sei und iüt barilba beflogt habe, datz die „Wahrheit" ihn angreife. Dann habe er angebeutet, dah er, der im lebten Jahre l 200 000 Marl Reingewinn gehabt habe, doch in der Lage sein würde, solche Angriffe zu unterdrücken. Dors.: Wollte er etwa mit der An deutung seines Verbalste» sogen, dah es ’lxn nicht btrnrnf turfomme etwas von diesem (Selbe in Sxrrn Dmhns $)tn jfli wird der Inserateiiakauisitcur L e u p o l d vernommen, der zu bekunden writz, datz Keck gern 100 0 Mark zollen wollte, datz aber seine MittelspcrsonenvonBruhii hinausgeworfen worden seien. Es erscheint sodann am Zengentisch Dr. Moser. Vors.: 6u sind im Verein der Rechlsfreuude? Zeuge: Ich bin Justitiar unb Gefchäftsfaiirer. Vors.: Wurden Sie angenriftni? §eu g e: Ich glaube erst nach der Ausgabe von Inseraten, ebrigens waren die Angriffe materiell harmlos. Bors.: Was wurde gerügt ? Zeuge: Ein harmloser Vorgang wurde auf- gebauscht Da» Verhalten ber „Btibrbeit" war aber korrekt. Bors: Wissen Sie, datz an Wilhelm Bruhn l-erangetreten wurde, ferne Artikel mdyr zu bringen, wosür Inierate aufgegeben werben sollten? Zeuge: Davon ivdfo ich nid>t». Richtig ist nur, dctz später Paul Brul/n zu mir kam. Ich hatte an den Angriff nicht mein gedacht. Beim zsociten Besuch siel mir die Sache icdoch wieder ein und ich sagte ui Lerrn Brulm, falls wieder Türgriffe erfolgen sollten, so will ich vorher gern Vlufflännig geben. Vors.: Ist bas geschel^'iig? Zeuge: Jawohl. Der ArtiLl nmrbe nur vorgelegt Ich empfand es symvatlnich, datz neben dem Angriff auch gleich die Erwiderung erschien. Das Verholten der „Wahr- Heu" stoch wohltuend von dem Vorgehen anderer Blatter, besonders des „Vorwärts" ab. Nächster Beuge ist Stratzenhändler Zillgit, welcher vom 6 t o a t » q ii n> a I t gefragt wird, ob gelegentlich deS Iare-Leit- artikelS Lerr Bruhn in einer Droschke durch t>ic Friebrichstratze gefahren sei unb bie Länbler zu stärkerem Ausrufen ber betreffen» Den Rümmer veranlatzt habe Der Zeuge verneint bie Frage Zillgit wirb bann noch gefragt, ob Brubn ihn oeranlatzt habe, die ..Wahrheit" mit ben Augrisfen gegen Kempinsk, unb Israel vor ben Geschäftsräumen bieser Leute au»»uruf"n. Zeuge: Nein, toir suchen unS bie Stellen, wo wir hanbelu ivoflcn, selber heraus, vors Haben Sie Zettel mitbekommen, ■"! denen die sensationellen llebcrfdtriften besonders Derne ivaren? Senge: Nein R -A Brederek: Laden Sie ouii anderen Zeitungen aber nicht solche Anweisungen unb Zettel bekommen? Beuge; 3 a , vom o ka l a n z e i g e r" unb bet „National 1 e 11 u n g". Bei ber „N a t i o n a l z e i t u n g" würben mir einmal 3 Mark geboten, wenn ich eine b e - stimmte Sache recht laut ausruse. N.-A. Breberek: Ich verzichte nunmehr auf die Bei nebmung der übrigen Sttatzenhanbler, bie hierzu geloben sind Angeklagter Bruhn: Nicht bod). Sie haben sich alle baraus gefreut, nun sollen sic auch omunnmen tverben. (Leiterkcit) R -A Breberek: Dann stelle ich auch noch in bas Zeugnis bieser Leute, batz sie z B. von ber B. Z am Mittag beüimnih Anweisungen erhalten habe, geiabe dorthin zu gehen, wo sici irgend ein sensationeller Fall abgespielt hat unb batz bie B Z. uni anbere Berliner Zeitungen, welä-e mit Länblern arbeiten, ihnen sogar bie Ueberschristen besonders bezeichnen, bami,t sie sich aus suchen können, was sie aufiudjen tvvllcn. Der nächste Zeuge ist der Strabenhänbler Fiedler. Aul die Frage, ob er sich von Bruhn oder anderen Verlegern von Zeitungen und Zeitschrislen Vorschriften machen lasse, wriche Al- titel er ansrusen solle, erwidert der Zeuge in unverfälschtem Berliner Dialekt: I, Iolt bewahre. Det ivürde ick mir von bie Letten jät nid) jefnUen lassen, bet se mir bet sagen. Vors Also bat Sie Lerr Bruhn auch niiht veranlatzt, bestimmte Artikel besonders laut auszurusen. Zeuge: Mir? I ck drille ida- Haupt n i ch R.-A Breberek beantragt nunmehr bie Vernehmung bty Journalisten Emil S i w o n s o h n, ber befunben würde, bah sich bie Berliner Stratzeuhäiibler überhaupt keine Vorschriften über ben Vertrieb von Zeitungen unö Zeilschnften unb bie Ari unb Wrise, nne sie bieieiben aiizuprelsen pilegen, machen lietzin Der Zeuge bekundet, datz er eine Zeit lang bie Wochen sch rfft „DaS Gericht" herausgcgcbeu habe. Et habe sestgestclll, batz bie Strotzen Händler eine sehr geschickte Organisation besähen unb batz sie täglich in einet Kneipe zusammen kämen, wo ihnen besonbers gcfaKenben Uederichristen bei Journalen herauSgesucht würben unb bann eine VIbftimmung barüber ftnniinbr, welche als all gcmriu aiizulveiidende zu denutzci» sei. Die Ländler hätten aus iruicr ernsten lutistischen Zeitschnst gewrssetrnahen ein Seusations blatt madfen wollim Sie wären auch bazu übergegangen, Lerm Rechtsanwall Dt. «sdxvinbt als Lcrausgebet ailSznrufen indem sie zu ihm, dem Zeugen, fagten, ber Name Schwindt zieh' nirbr al» Ihrer (Sunmilche Leuerkeit) Werin man in bei Firedruystrotze immer zunn Ländler in grringn Entfernung von rinanber sehe, so sei eS nicht Zufall, tvenn sie dieselbe S^che an preisen, sondeni Absicht, denn die Passanten, die den ersten Länblei vielleicht überhören, lassen sich bann vom zweiten anlocken. Natürlich müsse der noch lauter brüllen als bet erste (Leuerkeit) Auf Befragen bes Angeklagten Bruhn bestätigt der Zeuge noch, bnf> weder die organisierten wie die bei SfXditeuren wie Mickisch usw angestellten Stratzenhändler sich vonchreiben lassen, wo ne zu steheit haben unb was fie ausrufen sollen. WaS bie farbigen Ausdrucke aus ben Wvchenfchnffen betreffe, so hat bet Zeuge ebenso wie Bruhn sie seiner Wochenschrift aufgefiebt, weil bie Länblei iagtm, baü sie bann bessere Geschäfte machen. Vors.: Laben denn auch belfere (SMM'te gemacht? Zeuge: Ja. daS mutz ich sagen. Ich wat sehr zufrieden. tErneute Leiterleit.) Der fiaufmann Buchholz, al» Zeuge vernommen, ehrenamtlich 1 Jahr huidurch daS Organ de» deuifchen Mittelstandsbundes regiert Bors.: Sind Ihnen von einet Seite Ratschläge gegeben worden, z B. datz Sie mehr Sensation machen sollen? Zeuae: So direkt nicht Da» Blatt ivar streng tumo- nal. Wir wollten aber auch in Berlin an Umfang gewinnen und haben es daher ballenweise vertrieben, es gelang aber nicht Da wiltde mir gesagt, wenn Sie an Umsatz gaonrnm wollen müssen Sie mehr Bifante» bringen, wie z. B die „Welt am Montag" und die „B. Z. am Mittag". Ich lehnte eS aber ab. obwohl ich überzeugt bin, datz nur auf diese Weise gröberer Msatz zu erzielen ist. Die Zeitschrift erfcheuu jetzt in Dannover Dorf.: Ist cs gdungai, sic ohne Sensation bvfunnl zu mach,i, ? Zeuge: Ja, nach unb nach. Wir bauen später bessere Or- ganisatüm im Bunde. Vors.: Also ohne etwa» Sska und den Fabrikanten Ball auS der Bot»barner Strotze in zu laden Darauf wurde die WeiterverhanbUin^ auf Rümiag früh vertagt 21 u* 5>iaO< unO Land. Gietzen, 29. Oktober 1910. (?) Man toi II sparen. ES wirb unS geschrieben, daß bie Etsenbal)nbehörde in Ertpägungen barüber ein^ getreten ist, auf der Station Gietzen am Personal beim Fahrlartenverfauf zu sparen. Bis seht hat trotz des recht ebhasten Verkehrs, der an den hiesigen Fahrkartenschaltern !)errscht, die Abfertigung des Publikums noch nie zu Klagen Veranlassung gegeben und es mutz anerkannt werden, daß .s zu Zeilen eines regen Reiseverkehrs und an Sonntagen Der vollen Aufmerksamkeit und der ganzen Arbeitskraft Der Schalterbcamten bedarf, den Verkehr zur Zufriedenheit Der Reisenden zu bewältigen. Jede Matznahme, an diefer Stelle tze» Eisenbahndiensles eine Ersparnis auf Kosten Der schnellen Abfertigung des Reiseverkehrs herbeizuführen, ivürde sich sicher unangenehm fühlbar machen. *• H un|t oerein. Die feil Sonntag wieder geöffnete Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand wurde in dieser Woche schon sehr gut besucht. Die Bilder von *H. Kinser-München, 91. Schöner-Berlm unb bie Kollektion »er Düsseldorfer Künstler sanden allgemeines Interesse. Verknust wurde daS Bild wflßolbinnerc6* von P. Dranbenburg- Düsfelborf; eS geht in hiesigen Privatbesitz über. Da für sie nächsten AuSilellungen zahlreiche 9lnmelbungen vorliegen, kann bie gegenwärtige 9lu»(lfQung zum Teil nur noch bt8 nächsten DonnerSiaq hier bleiben. Da am Freitag eine Kollektion beS Mannten verstorbenen Meisters Professor Baul Maner-Maii z zur AuSfiellunq gelangt, sei baher ein balbiger Besuch der jetzigen 9luSNellung empfohlen. Geöffnet ift fie an Sonntagen von 11 bi» 3 Uhr mittag» unb an lÜerktogen, mit Ausnahme SamStagS, von 11 bi» 1 unb Mittwochs auch noch nachinittagS von 3 bis 5 Uhr. •• Konzert. Wir machen bie Bcsucher deS Konzertes wch e'ninal darauf aufmerlsam, daß ber Beginn beS Konzertes auf 44/4 Uhr angesetzt werben mutzte mit Rück- i(t)i aus die Abenbvorslellung beS Slabttheater» unb bitten um pünktliche- Erscheinen. Die Hauptprobe finbet 11 Uhr m Stabttheater statt. Tie Konzertkarten können, soweit sie nicht abqehott sind, noch nachträglich bet Herrn Ernst Lhallier m Empfang genommen werden. ** Silberne Hochzeit feiern morgen (Sonntag) Schriftsetzer Otto Ettel unb Frau Lina, geb. L ö b e r. •* Der Turnverein hielt am Donnerstag abenu in seinem VercrnSlokal „Zum Gambrinus" feine Haupt- versammluna ab. Der 1. Sprecher Redakteur Hetz gedachte zunächst der im letzten VercnnSiahr gestorbenen Mitglieder, Kaufmann Karl Iegust, Sd)uhmachermct.ster Christ. Zest unb Tapezierermeister August Schmidt, zu deren Ge- DächtntS man sich von den Sitzen erhob. Der vom Bor* fitzenden erstattete IahreSbencltt berührte an erster Stells Die fortschrcueiide Enttmckclung von KreiS unb Gau unb Die Beteiligung bes Verein» an den Beranftaltungcn betber üörperschasten: KrerS- unb Gauturnlag, Vortumerstunden, Spictzfeier in Lauterbach usw. Der Verein war ferner vertreten bei der 2üjährigen Jubelfeier des MännerturnvereinS, Der 5Ojähngen des Turnvereins Bab-Nauheim unb ber 3-ahn en weihe des Turnvereins Treis a. b. Lda Der Mrd- Q(iebciftüiib hat fick erwas gehoben unb beträgt nunmehr Ä7, darunter 15 Egrennittgueder. Besonders erfreulich ift Die Zutiahme der Zöglinae von 78 auf 104 unb ber turnen* Den Damen von 18 auf 28. Das turnerische Leben war rerf)t rege unb die auf Turnfesten (Gau turn fahrt, Qfautum* fest, KreiSturnfcst, Feldbergfest unb Sprchererbergfest) erzielten Erfolge so zahlreich unb hervvrragenb, nne seit langen Jahren md)t U. a. errang Turner Hch. Noll ben EhrenpretS auf bem Felbbergfest unb ben 1. Preis auf bem Spiä-ererberg, Turner Ludw. Bepler ben 1. Preis auf dem Kreisturmsest. Weiter erwähnte ber Bericht der Fecht- ciege, deS neu euigeführten 6d)üler- und des Mililärrurnens, des SängerckwrS unb ber burchweg sehr aut besuchten und schön verlaufenen Veranstaltungen innerhalb des Vereins. Der Turnplatzbesuch war nach dem von Turnwart Kaufmann Heuser erstatteten Tunibericht mit nahezu 7000 Besuchen besser wie ün Vorfahr. An 92 Riegen tun taben den turnten 4732 Turner (durchschnittlich 51) und an 47 Kür* eurnabenden 1387 (29) Turner, wahretid die Damenrrege an 44 Abenden mit 720 (17) Turnerinnen übte. Bortumer* stunden wurden innerhalb des Vereins 11 und Turnsahrten drei abgehalten. Die Reck-nung für 1908/09 wurde von ben Rechnungsprüfern richtig befunden und dein Rechner, 6efre* tariatSasristent Sri e, unter lebhaftem DankeoauSdruck Entlastung erteilt Die Rechnung für 1909/10 schließ bei 11 256.10 Mk. Einnahme und 10 930.05 Mk. Ausgabe mit 326 Mk. Kassenvonat ab. Dcis Vereinsvermögen beträgt nach Abziig der Sclfuldeu 55 757 Mk Die hälftige Er* Neuerung des Vorstandes ergab Wiedenvahl bes 1. Sprecl-crS Redakteur Hetz, sowie der Schriftführer Kaufmann Jung und Kaufmann Wahl Neugenüihlt wurden als Sriiriftführer zbreiöanitSgehilfe Sd»upp, als 2. Turn wart Kaufmann Witteiibecher, als Bcugnxirt Schuhmacher Erb, als Turn- älteste Kaufmann Treuke und Kaufmann Hengst, al» Beisitzer Babnbeamtcr lü)oS. ES verbleiben ün Vorstand ber 2. Sprecher Kaufmann Althoff, 1. Turnwart Kaufmann Heuser, Reckmer SekretariatSasfrstent Erle, Gegenschreiber Lackiererin oi st er Bellos, Turällester Schneidermeül. Hetz jun. und Beisitzer Sdch)sser W 9ü)lt Den auSscheidenden Bor- ftnnbdmitglifbcrn Architett 9d)ll, Sch uh in ache rm eis ter Weit^ mann, Universüätötumlehrer Will, Kauffnann Vaubel und Bauaufseher Philippi wurde herzlicher Dank für ihre Tätigkeit ausgesprochen Nachdem bet Vorstand noch beauftragt iporden war, ber Frage der Uebernahme des Gauturnfeste>s für 1912 (50jährige Jubelfeier des Gaues) naher zu treten, fchlotz die Versammlung mit einem Gut Heil auf bad fernere Blühen unb Gebe hen deü Turnvercui» Landkreis Giehen. X Reiskirchen, 28. Oft. Diese Woche hat hier bie Wander haushalt unglschule einen Kursus begonnen. 5ie wirb recht steitzm von jungen Mädchen unb Frauen be- >»'cht. — Die Quellsastung zu unserer W o sf erle i t i, n g geht ihrer Vollenbung entgegen, mit bem vorhanbrnen Wasser ist 4 4 R 2 4 b b 6 i 5! a r 57 n fj K L m K A 5 kn in v< m 58 L G 4i K m m 5( fli 8- S fr 4 y vc K 6' man, was Quantität und Qualität anlangt, recht zufrieden. Auch daß Pumpenhaus soll diesen Winter noch fertig gestellt werden, so daß die Leitung bis Sommer in Betrieb genommen werden kann. -s- L i n d e n st ru t h, 28. Okt. Der Arbeiter Ioh. A l b a ch H. von hier stürzte am Mittwoch abend aus dem Vr6-Uhr-Zug zwischen Mücke und Grünberg und zog sich Verletzungen am Kopse und in der Seite zu. Arbeiter, die mit ihm im Zug waren, holten ihn auf der Strecke. Kreis Alsfeld. und die Stimmung ist beiderseits sehr erbittert. Die Lr- bertgeber betonen, daß sie nur bei den größten Unterbiet tiinaen ine staatlichen Neubauten erhalten hatten, da ) n TI 11 in YT11 f 1 cV\ r* Qf v* GA.t A.. a. . 2- '' .. i ' ... .i ' fh & 00 w ftr 3t Ä 5? L Hi 6 nr rn Bi au 5? H ini 4-j Paris, 28. Okt. Die Internationale aeronautische Konferenz beschloß einstimmig, daß vom 15. Februar ab in allen Ländern die P r ü sun g s v o r s ch r i f- ten für die Erlangung der Führerzeugnisse gleich sein sollten. Paris, 28. Okt. Die Konferenz beschloß ferner, entgegen der Entscheidung des schweizer Sportausschusses, daß der zweite Preis im Gordon-Bennet-Flieoen für 1909 Alfred Leblanc zuzuerkennen sei. Tie Konferenz beschloß werter, der Nekordliste für Flugmaschinen den sent- rechten Sch n el li g keits s lu g hinzuzufügen. vernnjchtes. * Eine Stadt ohne Schundliteratur ist Til- f i t. Den vereinten Bemühungen des Magistrats und der Zentralstelle für Jugendschutz rst es zu verdanken, daß in Tilsit der Vertrieb von sogenannter Schund- und Schmutzliteratur eingestellt ist. Sämtliche Buch- und Papierhandlungen, selbst die kleinsten in unscheinbaren Winkelga.sen, haben nicht nur erklärt, daß sie weiter keine derartige Literatur verkaufen werden, sondern sie haben tatsächlich auch alle Schundliteratur aus ihren Schaufenstern entfernt und lehnen den Verkauf dieser Sachen ab. Dafür vertreibettr sie mit besonderer Rührigkeit die guten Voltsschriften einzelner Verleger, die es sich angelegen sein lassen, ältere Werke anerkannter Dichter und Schriftsteller zu billigen Kreisen neu herauszugeben. — Ein nachahmenswertes Beinet ! ''Das H u m p e l st r u m p f b a n d. Eine unerwartete, aber rm Grunde ganz natürliche Folgeerscheinung der noch immer nicht überwundenen Humpelrockmode ist — das Humpelstrumpsband. Die Neuerung soll die eleganten Damen beim Gehen daran erinnern, daß sie nicht zu große schritte machen dürfen, wenn sie nicht mit ihren zugebun- denen Röcken in Konflikt geraten gber gar aus dem Gleichgewicht kommen wollen. Es handelt fiu.) um ei.. Band das die beiden Strumpsbänder aneinander fesselt und dessen Lange sich natürlich jedesmal nach der Enge des gerade getragenen Rockes richtet. (Dieses Strumpchand tit auch äur Zeit Ludwig XIV. schon getragen worden. D. Red.-) Vörscn-Wochenbericht. --Frankfurta. M., 28. Okt. Die Vörse Tonnte ihre zuversichtliche Haltung bewahren. Die Vorbereitungen zum Ultimo, sowie die Regulierung selbst veranlaßten einige Zurückhaltung, namentlich gaben die Geldvehältnisse wieder Anlaß zu Bedenken, aber ein nennenswerter Druck auf die Kurse wurde nicht ausgeübt. Ter scharfe internationale Wettbewerb aus dem Londoner Geldmarkt ließ die Börse mit der Möglichkeit rechnen, daß die Bank von England zu einer weiteren Tiskontpeigerung schreiten werde. Wenn auch diese Gefahr vorerst als abgewendet gelten kann, nach dein die englische Bank größere Goldbeträge sich zu sichern wußte, so bleiben doch noch Besorgnisse hinsichtlich der Entwicklung des heimischen Geldmarktes bestehen Tie deutsche Finanzwelt hat sich neuerdings an zwei großen Aw leihegeschästen beteiligt. Die ungarische Anleihe ist bereits erledigt und die türkische steht vor der Türe; es wird sich dabei um einen Betrag von Franks 150 Millionen handeln. China wird eben- falls Geld von Deutschland erhalten und wenn nicht alles trügt, werden noch andere Staaten folgen. Hierzu tritt der erhöhte Bedarf der Industrie und des Publikums. In früheren Jahren war der letzte Teil des Oktobers und auch der ^tovernber ruhiger, gewissermaßen Däonate der Vorbereitung für den Dezember und Jahresschluß. Davon wird in diesem Jahre wohl kaum die Rede ein, zumal das Ausland kaum in der Lage ist, uns Mittel zur Verfügung zu stellen; ob Frankreich seine Guthaben hier stehen lassen wird, ist fraglich, jedenfalls ist auf neue Gelder von hart auä nicht zu rechnen. D>.e aus der mexikanischen Anleihe noch zur Verfügung sichenden Gelder sind Anfang Dezember ihrem Bestimmungsort zuzuführen, was sich am Geldmarkt ebenfalls bemerkbar machen dürfte. Dieser wird zweifellos zum Jahres- chluß große Belastungsproben auszuhalten haben und die Reichs- bank wird schließlich ihre Steuerschraube noch einmal anziehen müssen. Legte sich die Börse deshalb auch Zurückhaltung auf, o war sie doch wenig geneigt, mit Abgaben vorzugehen. Selbst die etwas schwächere Haltung der Auslandsmärkte sowie die unbefriedigten Nachrichten vom heimischen Kohlenmarkt vermochten die innere Festigkeit nicht zu erschüttern. Spekulation und Publi- um hielten sich vielmehr an die Anregungen, wie sie in den tcigenben Eisenbahn-Einnahmen, dem günstigen Geschäftsgang im Eisengewerbe und in den mehrmaligen Zinkpreiserhöhungen gegeben waren. Unter diesen Umständen ließ der Montau- a ! 11 enm ar It große Widerstandskraft erkennen. Im Vordem gründe standen Phönix, Bochumer, Aumetz-Friede und Deutsche Luxemburger, die größere^ Kursavanzen erzielten. Die Ver- timmung, die durch die Dämpfung der Erwartungen hinsichtlich )er Siemens u. Halske Dividende in den Dlarkt der Elektriri- t ä t s w e r t e getragen wurde, ging bald vorüber, als wiederholt Gerüchte über Fortschritte alter Pläne auftauchten. Deckungsbegehr nach vorangegangenen größeren Leerverkäufen trug zur Befestigung dieser Werte wesentlich bei. Von anderen Jndu- triepapieren gewannen chemische Griesheim auf die Erwartungen, die man auf ein neues Patent setzt, 9y2o/o, Kunstseide konnten sich um 7i°,st°rwahl wurde der Sohn desI ^„dlunge^ d^irn SpLtsömm«^d J.Än ^"^E^ellterS Hch. Müller nut großer Niehrhelt unter dem Vorsitz des Negierungspräsidenten von Hannover gewählt; er erhielt 95 Stimmen, wahrend der Gegenkandidat I stattgefunden haben. Bei diesen Verhandlungen wurden, Ronrad Eckland nur 36 Stimmen erhielt. Der dritte >oie erst jetzt bekannt wird, folgende drei Punkte festgelegt: Kandidat Konrad Knöß ist kurz vor der Wahl zurückgetreten. 11- Die drei Werke und das oazu nötige Reservedampftraft- LreiS ftrieöbera ^ert werden vom Staate angelegt, der davon an einen oder u <* . Kr. qq an mehrere Verbände elektrische Straft abgibt. 2. Die Frage ReferSto^e Wd-en faft S ®cT.rinb.c"- Kor. attentats und Bankraubs hier und in Gießen durch den Unter- bo^atiouen) wurde flwch offen gelaflen. 3. Eine über das 'sucbungsrichter Zeugen vernommen. Hier crstteckte sich die Unter- auszuarbertende Denkschrift soll den beteUigten Buchung hauptsächlich daraus, ob Werner dem Winges bei seiner ^^horden, Kreise, Gemeinden usw. schnellstens zugänglich Flucht nach dem Bankraub bchckflich war. In dieser Richtung gemacht werden. Wie groß der Bezirk ist, der von diesen Loimte nichts ermittelt werden, da von allen Zeugen festgesiellt Werken mit Kraft versehen werden soll, kann man daraus wurde, daß nur Wmges bei seiner Flucht aus der ReickisbauL ersehen, daß die Ausdehnung desselben von Westen nach Ä, Verfolger geschossen hatte. Die Verkäuferin in Osten rund 120 Kilometer, von Süden nach Serben rund “„SS 10 000 rhn sofort wieder. Auch das Dienstmädchen eines Gastwirts, "^^orat Kuometer umfaßt. bei dem Werner wid Winges täglich zusammen zu Mütag speisten, I kg. Kirchhain, 28. Okt. Der Beginn des Vahn- erkamne dtw Verbrecher nach der Photographie sosort wieder, bau es Kirchbain-Ge münden der in diesem frerbft nehmung des Frankfurter Revierschutzmanns in Gießen, der mit ä^^^ben. Emige der von der Bahn berührten Gemernden aller Besttmmtheü Werner als den erkannte, der kurz vor ber ,in ™ U beab,i.chLtgten Linienführung und mit der Lage Explosion die Villa des Bankiers Meyer verlassen hatte An Bahnhöfe nicht einverstanden und haben Einspruch er- einem in der Nähe befindlichen Neubau wurde er van einem hoben. Die Prüfung dieser Einsprüche wird längere Zeit anderen, jedenfalls Winges, erwartet. Werner leugnete trotz der beanspruchen und werden die Arbeiten kaum vor nächstem besttmmten Aussagen des Schutzmamrs. Auch die Frau des Bank- Frühjahr begonnen. — Wie anderwärts, ist auch im Kreise beamten Langer erkennt ihn mit Bestimmtheit wieder, während Kirchhain die Mäuseplage besonders stark. Namentlich das Ä Äbet^1 fallen Seüen M des gemeinsamen Dynamitdiebstahls in, St. Ingbert, der Bomben- allen Seiten toir^ der Kamps mit den attentate in Frankfurt und Friedberg, sowie wegen des Fried- schädlichen Nagern ausgenommen, bezeichnend mag fern, berget Bankraubes zu verantworten haben. daß in einer benachbarten Landapothete bereits 75 Zentner L. Friedberg, 28. Okt. Die mündlichen Schluß- Giftweizen abgesetzt sein sollen. Die Stadt Kirchhain hatte Prüfungen am Lehrerseminar finden für Klasse lb^r Auslegung von Gift an den Wegen und in den Obst- vom 23.-25. Januar, für Klasse la vom 6.-8. Februar anlagen eine Ausgabe von 200 Mk. Hoffentlich wird die ^kommend. Jahres statt. — Gestern besuchten die Schüler und ^ühe und Ausgabe von Erfolg gekrönt. Schülerinnen des Gymnasiums und der Realschule von ,c ™ ™ . Oberprima dis Quarta einschließlich unter Fül-iunq ihrer L W- Frankfurt a. M, 28. Okt. Privattelegramm. Lehrer die reichhaltige Baseler Missionsausstellung in nt^ormitta9 Se0en erne etwa 30 Jahre Frankfurt. Gleichzeitig mit ihnen waren andere Schulen ^?bml/Zsahrigen Mädchen in der Nähe von auswärts erschienen. Alle bewunderten mit großem rn den Main Mutter und Kind sind Interesse die ausgestellten Werkzeuge, Waffen, Geräte, Hand-1 Mutter soll eine ^rau Kepler aus Oberrad sein, arbeiten, Kleidungsstücke, Götzenbilder, Hütten der Ein- L. > bem gestrigen H aus ein sturz in Born - heimischen usw. aus den Ländern, ixte baä Arbeitsgebiet ^d)iü erb erlebten ist der ^aglöhner Sck;röder gebet Baseler Mission umfassen. — Der erste Preis unserer n, so daß die Zahl der Toten jetzt zwei beträgt. P s e r d e l o t t e r i e, ein Fohlen, wurde gestern zum Preise " ■ ' - Mk. wiederverkauft. --Das Großh. Schloß (ßcrid^tsfaaL soll für Besucher diesen Winter über geschlossen bleiden. v ]. Butzbach, 28. Ott Heute vormittag zwischen 10 Z rta $ c r @eftern ^^bandelte das Standgericht und 12 Uhr fand die 23er eibin unn h p r sw,pril.M s * < • Wl-flCn Regiments gegen einen Wehrmann vom Landwehr- uno 1x5 ugt jano ote Gieretöigung der Rekruten des bezirk Siegen, welcher sich lvegen Beharrens im Ungehorsam und ^ler garmfonierenden 1. Bataillons des Infanterie-Regiments ausdrücklicher Gehorsamsverweigerung zu verantworten hatte Er Mr. 168 nach vorherigem Gottesdienst auf dem hiesigen toQT am 9- 3uh d. Js. vom Bezirksoffi-ier mit 24 Stunden Äasernenhofe statt. Oberst Neuhauß wohnte der Vereidianna Mittelarreft bestraft worden, weil er seinen Milüärpaß nicht in hei. AuS diesem Anlaß war die SReaimentSmufif Ordnung gebracht hatte. Diese (Strafe sollte er sofort antreten; Frn* n mj B t rtteglmentsmusik von Offen- er gab aber an, krank zu sein und bat um Aufsck/ub der Strafe badj M. hierher gekommen. Unter den Klangen der H&m feinem Bezirksfeldwebel erhielt nun der Angeklagte den Musik zog die Fahnenkompagnie einigemal durch die Stadt, befehl, süh um 2 Uhr nachmittags zur ärzttichen Untersuchung um die Jahne abzuholen und wieder zurückzubrinaen. - Diesem 2)efehl kam er nicht nach, und einen zweiten Bauunternehmer Arnold Oe hl sch läget verschied beute ’frfih «r J c r 19.1P taat baue immer teuerer als _ Kiel, 28. Okt. Infolge der ungünsttgen Witteruna feder andere. Die Versammlung erklärte sich grundsätzlich Endete P. 6 heute abend gegen 7 Uhr bei Bordes- mtt der gemeinsamen Erbauung der Kläranlage einverstan- ^olm. Militär ist zur Hilfeleistung abgesandt, um das öen. Jpiermit ift ber erste Schritt zu einem gemeinsamen vor Unbilden der Witterung zu sichern. Die W e i- Vorgehni beider Nachbarstädte getan, dem hoffentlich bald Erfahrt nach Kiel soll morgen vormittag anae- aridere folgen (elektrrsche Bahn, Schlachthaus usw). Näch teten werden. H 8 Beschlüsse der Versammlung soll der unteres Kiel, 28. Okt. Das Luftschiff P. 6 ist in unmittel- nördliche Johannisberg bebaut werden, „weil Nachfrage °arer Nahe einer Dampssagcrci bei Bordesholm nieder- ./Ubn und Bauplätzen wäre". Der Vorsitzende machte st^llangen, da es, wie schon gemeldet, wegen des unsich- Mittellung davon, dasi das neue städtische Archiv durch "6^u Wetters und injotgeües sirömenden Regens die Orien- fertig gestellt ist und sich in ihm wertvolle, Gerung verloren hatte. P. 6 ist vollständig intakt und aut kulturhrstorifche Bellrage befinden. Meranlcrt. Die Weiterfahrt nach Kiel tonnte jetzt, 10 Uhr : Bad-Nauheim, 28. Okt. Der Maurerstreik Mm nachdem sich das Weiter aufgeklärt hat, jeden ' h er und m Friedberg Dauert nun schon die zweite Woche. I Augenblick erfolgen, doch hat man beschlossen, erst moraen uno -Geber halten fast täglich Versammlungen vormittag um 10 Uhr wieder aufzusteigen. und die ©hmmnnn nf kp.^s^L 'Intern ation ale LUstschiff ahr ts - Konf er enz. ! Paris-Brüssel. • Fiugmafchinen zu vermieten! Die Zeit da der Bürger nur mit einer Mischung von Bewunderung und Neid die flinken Flugmaschinen auf den Flugplätze! bei Paris im blauen Aether schweben sah, ist vorüber noch einige Tage, und jedermann wird mit der gleiche! Leichtigkeit eine Fkirgmaschine besteigen lönnen, wie er Ijeuti eine Droschke oder ein Automobil nimmt. Die Luftdroschkei sind einstweilen teurer als Automobile, denn die Tax sieht für den Kilometer 20 Frs. vor. Henri Farmai ist es, der mit diesem Plane hervorgetreten ist und ihr bereits im Laufe der nächsten Woche erproben will. Ti Zukunst muß lehren, wie groß die Zahl derer ist, bei dener die Neugier über die Angst siegt und die über genügend 20 Frs.-Stücke verfügen, um sich eine kleine Spazierfahrt in der Flugmaschine zu leisten. Kleine TageSchronik. Streikausschreitungen ereigneten sich gesteri im Norden von Berlin vor einem Schlächterladen, wo einige Gesellen wegen Unbotnläßigkeit entlassen worde! waren. Die Ansammlungen wuchsen auf 500 bis 600 Menschen an, die durch Polizei vertrieben wurden. Die Nacht verlief ruhig. In Dortmund wurde eine Spielergesellschaft von 35 Köpfen von der Polizei in einem Gasthaus aus gehoben. In Naumburg ist im Mer von 76 Jahren der Chespräsident des Oberlandesgerichts, Wirklicher Geheimrat Hagen, gestorben. Die Fleischerinnung in Kassel beschloß die Gründung einer eigenen Diehm arktSb ank nach dem Muster mderer Großstädte. In Stockstadt a. M. wurde ein Zimmermann oeaen Trunkenheit aus einer Gastwirtschaft verwiesen, 'lus denl Hose erstach er einen ihm folgenden Fabrika- rrbeiter und verletzte einen anderen lebensgefährlich. In M ö slina en i Oberbayern ist einem Landwirte ein neuerbautes Wirtschaftsgebäude durch eine im ieller verursachte P u l v er e x p l o s i o n zerstört wor- >en. Die gußeisernen Gewölberräger wurden umgerissen; ^as ganze Gebäude stürzte ein. >,e nach- A sind am Sonntag dem 30. Oki. lebenden ftvllilu von 12 Ehr mittag« bis 12 Lhr nachts •ur fiir dringende Fälle sicher anzutreffen : |D ”/l0 l>r. Schäffer, Blockstrasse 9. — Dr. Stuhl, Seltersweg 79a. Meteorologische veodachlungen der Station Giehen. Okt. Wetter 1U10 .£ S 2“ 9“ Höchste Temperatur am Niedrigste , , : 9üeberfd)laa: — 0,2 mm. ?8. •8. 29. 4 = E 5 gf 27. 27. bis 28. Oktober = 4- 10,9'3. . 28. , —4- 3,8 °0. Ifl nd ••■ET COjd B 746,9 10.8 7,6 79 s 2 10 Bed. Himmel 7475 8,0 7,6 94 SSE 2 5 Bew. Himmel 747,1 « 5,9 96 SE 2 10 Nebel Standesamtsbericht der Gemeinde Heuchelheim. (Nachträglich eingegcmgen.) Eheschließungen: Oktober. 21. Karl Beblmg Ui Zimmermann, mit Helene Kreiling. Geborene: Oktober 21. Dem Taglöhner Wilhelm Gilbert ein Sohn, Arthur. Lvaugeliiche «emetnoe. Die Versammlung des Frauenvereins der MarkuSgemeinde findet Montag den 31. Oktober (nicht Dienstag den 1. Nov.) d. I., abends 8 Uhr, statt. g jruuwj kU9qdJ|}|«in ui |»pnadN8[.iiiy| d|pnb(p|{ i»sp d'jdpUH SSgy SfV 498S9Q ojqj»* -uj«h J9p uaSunifu «.1^.13 pim uopppdMHifl U9ÄS0 Mundwasser Es gibt im Menscaenleben Augenblicke, a. in denen man verzweifelt nach Hilfe Umschau hält und keinen Rat mehr findet. Namentlich dann, wenn man schwer erkältet ist und doch nicht Zeit bat, sich ins Bett zu legen. Aber dann kauft man sich einfach eine Schachtel Fays ächt« Sodener Mineral-Bastillen, gebraucht sie nach Vorschrift und wird gesund, ohne Arbeitsunterbrechung und in der be- guemsten Weise. Fays ächte Sodener kauft man für W Pfg. JX. in allen einschlägigen Geschäften, achte jedoch streng darauf, dafi man keine dtachahmung erhält. ss* * 4/i 3n uennirteit 135ti| Vollständig neu hergenellte Wohnung, 9 Zimmer, Badezim., Mansarden und sonstiges Zubehör zu vermieten. _______________Gartenstrafie 30. 1791| Geräum. 9 Zim.-Wobn. u. f. Zub., Gas (1. (§L), v. sofort z. v. Volk, Bismarckstr. 16. I 7 Zimmer | 4283! 7-Zimmer-Wobnung mit Zubehör Ludwigstrafie 6. Näh. Buch- Kinder Häuser, Ludwigstr. 8 p. Bismarckstrafie 44. Herrschaftl. 7-Zimmerwobnung sogleich oder sväter zu vermieten. 4344] Näh. Liebigstrafie 83 p. | 6 Zimmer | 4873 Nord-Anlage 13, nüitl. St., geräumige Wohnung, 6 Zimmer" Bad m'w. alsbald zu vermieten. 58041 Schöne 6 Zuu.-Wohnung um allem Zubehör lEcke Ludwig- und Bleichnrafie! v. 1. Avril zu verm. Näheres Bleichstrafie A v. Herrl. und gesunde tt-Zlmmer- Wohnung mit Veranda u. allem Zub. v. 1. 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Oktober, nachm. 8 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. Herr Friedrich Noll verschiede» ist Wir bitte» um Beteiligung an der Beerdigung. Hwei altere Herren od. Lauten finden dauernde lieueuoue Auf- Friedrich Noll Kgl. Lokomotivführer i. P. EE3S3 Ergänzungs-Anleihe von LNLO. ßiohergestellt durch Likinzölle und andere Einnahmen der Provinzen Chihli, Schantung und Anhui, durch die Likineinnahme von Nanking und durch die Einnahmen eines chinesischen Zollamts in der Provinz Kiangsu in den nachstehend angegebenen Beträgen. ——————— erhallen Sie im -------—__ Reformhaus, Kreuzplatz 5 Daselbst auch kräftiger vegetarischer Mtttagsrisch Fordern Sie bitte eine Preisliste gratis. Meine Sunden erhalten jede Woche eine neue Nummer eines Illu- kttierten Neform'WochenblaueS unentgeltlich._______6011 Sicherheitsschlösser RBp. vollständig diebessicher, In jedes Korridor-, Zimmer- und Haustürschloss anzubringen. 6014 Schlosserei Christ. 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