F Oats -47 8O—83 00 73-78 oq Die heutige Nummer umfahi 10 Seiten. Dib Gesellschaft hat die Berechtigung, die preisgekrönte Ar 00 00 A (Ö >9-4178-84 >4-00 76-00 00 00 00 03 00 00 00 00 00 Folgewirkungen des Morphiums erliegen. — KurzeNachrichtenausKun st u. Wissenschaft. In der Zeit vom 16. bis 19. Mai (Piingstwoche) findet in Weimar der 10. deuIsche Freistudententag statt. — Ter Geheime Mebizinalrat Proi Dr. med. Arnold Heller in Kiel begeht am 1. Mar seinen 70. Geburtstag. — Preiessor Franz von Deiregger der bekannte Maler vollendet am 30. April sein 75. Lebenswahr. — Die Germanic Musum Association zu Boston gab gestern zu Ehren des deutschen Botschafters, Gras von Bernstorfs, einen Empfang, wobei aiich der Rektor der Harvard-Universität, Lowell, aniveseud war. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Platz für Vas geolante neue germanische Museum besichtigt. — Baron von Rothschild hat nach einer Meldung aus Wien zur Erinnerung an seinen Sohn hunderttausend Kronen für hervorragende astronomische Arbeiten gestiftet. ter Oats und schmack- oin Paket an- odukte. □etreides und die 'gen für die un- Quaker Oats. — Wie Balzac in einemTageeinDramaschrieb. Fast alle dramatischen Arbeiten Balzacs haben seltsame Entstehungsgeschichten: die „Ecole des Menages", drem diesen Tagen am Pariser Od4on aufgesührt wurde, war 1888 vollendet und im folgenden Jahre in der Comedie franyaise abgelehnt worden. Aber solche Mißerfolge vermochten Balzac nicht zu entmutigen. Im Monde illustre erzählt Lenotre ein bezeichnendes Beispiel dafür, mit welcher fast abenteuerlichen Spannkraft der Dichter neuen Aufgaben gegenüberirat. An einem schönen Fcbruartage des Jahres 1848 erhielt Theophile Gautier plötzlich einen eiligen Brief, in dem Balzac ihn bat, doch losort zu ihm zu kommen. Recht besorgt eilt Gautier zu seinem Freunde. Also endlich," so empfängt ihn Balzac, „du Faulpelz, du Saumseliger .... Spute dich, du hättest schon vor einer Stunde da sein sollen . . . Morgen lese ich Harel chem Direktor des Porte St. Martin-Theaters) ein großes Drama m fünf Akten k S8'8» b--rO 77-85 mit Kennwort versehen an die S e n ck e n b e r g i s ch e R a- üor." Gautier macht es sich in einem Sessel bequem, wie ein ^riorickend!G°s°llsch°st in Frankfurt M. -in. Mensch, der eine lange Vorlesung anhören soll. Balzac nehl ^Ter NE des Ver ussers ist in einem mit ihn erstaunt an und erllärti .Das Drama ,st noch nicht.gr- Ä #£ü“n Umschlag» beizusügen. > schrieben/- „Temel.- memt Gautrer. „bann muß d.e Vorlesung M 71-78 ‘"4168-75 9-20 4M dhft. Auch bei Darwins Zlrofuloik, Knochen. u:i ■it§ überraschende Ginroiila-" n (toteren gönnen werben beeinflußt, bei denen djirur:: cn der deuticheu Reiches, lc: »cysin, auf dem §1. Oottt:: >azia us>v. schon seit 8-« . dersvitalern und KranlcNW mit Ersahprodulte ausgew- r. FehrliuS 5t(lofan, W ,it werten muß, ml innen. D°s W°" <^ eu tinaDprobnllc kachahinungen von Dr. tf'F gen Kontrolle dckErM^ ^b-^°Ä!hek-r'vtt^ oträtig U-fJSe’S sende man M 1 yuioian-SiniP06 1 b, und durch den Krieg in Blüte gebrachten Gesellschaften mindestens 5 bis 10 Prozent in einigen Jahren zu bezahlen, so wäre das ein solches Entgegenkommen des Reichstages S^en .diese interessierten Gesellschaften, daß sie es lieber heute freiwillig bezahlen sollten, als zu warten, daß morgen ein höherer Prozentsatz kommt Eine Heranziehung dieser interessierter- Gesell,chaftenim Umfange von 20 bis 40 Millionen Mark dürfte angesichts der horrenden Ausgaben, die das deutsche Volk auf f’-d) genommen hat, als nichts Unbilliges bezeichnet werden ~ . ,a Diese Anregung sand eine freundliche Aufnahme tm Reichstage, so daß in der Replik ausgeführt werden konnte: „Meine Herren, ich habe absichtlich jetzt von dieser Stelle aus nickt detail lierte Vorschläge gemacht; denn es wäre geradezu töricht, wenn ich das schon tun wollte. Ich warte ganz ruhig die Kommission ab und werde dort Vorschläge unterbreiten. All dies erfolgte im Einverständnis der Fraktion. m. ,,r . w 3 Der Antrag wurde von mir gemäß diesen Richtlinien ausgearbeitet; am 18. April legte ick ihn der ersten F in an z- autorität der Fraktion, Ab g. MJi l l e r - F u l da,vor, der dem Anträge nicht nur zustimmte, sondern auch die Erhöhung des Kostenbcitrages aus 20 Prozent anregte, allen Teilen stimmte der Antrag mit der Rede irn Plenum überem und demgemäß mit der Ansicht der Fraktion. Solche Anträge für die Kommssion werden der Fraktion nicht nochmals vorgelegt, sondern immer von jenen Mitgliedern ausgearbeitet, die das Referat in der Fraktion hatten. So auch hier. 4 Der Antrag wurde am 18. April 1910 gestellt und fein einziges Mitglied ist! -mit dem Wunsche auf eine Aenderung desselben hervorgetreten, obwohl die Beratung schon am 19 April 1910 ftatifinben sollte. Auch in der Folgezeit geschah dies nicht. 5 Ter Antrag wurde dann am 22. April erstmals beraten und nach langer Gescl.ästsordnungdebatte für zulas ig erklärt. Der Abg Gröber legte dabei in sehr geschickter und überzeugender Weise dessen Zulässigkeit dar. Sämtliche Zentrumsmitglieder stimmten auch für die Zulässigkeit . 6. In der gesamten D- batte hat fein einziger Zentrumsabgeordneter eine abweichende Ansicht kundgegeben uni) bet per Abstimmung über den Antrag erklärten sich wiederum sämtliche in der Kommission anwesende Zentrumsabgeordneten für den Anttag, der leider keine Mehrheit fand. . „ Damit ist allerdings bewiesen, datz Erzberger tm vollen Einverständnis mit der Zeutruinsfraktton gehandelt hat. rstöS AL politische Tagesschau. Zeppelin und Prag. Der Prager ©tabtrat beschloß am Dienstag, den Grafen Zeppelin einzuladen, auf seiner Fahrt von Wien nach Dresden mit dem LZ. 3 in P r a g z u l a n d e n. Die Aussprache gab nach einem Berliner Blatt zu einer längeren Auseinandersetzung Anlaß, ob die slavische Stadt Prag den deutschen Luftschi,fer empfangen könne. Es wurde her- vorgchoben, daß das slavische Prag bereits Franzosen, Russen, Türken und Polen empfangen habe, und daß fern Grund vorliegen könne, die berühmte slavische Ga'tfreund- schaft dem Grafen Zeppelin zu verweigern. Das Einladungsschreiben an Zeppelin wird tn t sch e ch i - scher Sprache aL gefaßt sein, ebenso wird Zeppelin, wenn er der Einladung Folge leistet, bei seiner Landung in Prag vom Bürgermeister in tsch ethischer Sprach e begrüßt werden. Der Stadtrat hat ferner b-schlossen, alle Maßnahmen zu treffen, um etwaige deutschuatiouale 'Kundgebungen bei der Landung Zepp lins zu Veth ndein. Wir glauben, Graf Zeppelin, der schon mehrfach er- frischende? vaterländische Kundgebungen in die Welt hat neben lassen, wird auch auf dieses anmaßende tschechische Gebahren die rechte Antwort erteilen! Slavische Schmerzen im öfterreichischenvudgetausschuh Wien, 27. April. Im B ud g e t a ns s ckn ß wurde die Verhandlung Über den Staatsvoranscklag fortgesetzt. Beim Lite! Ministerrat bemängelte Choe die Verhandlungen der Postsparkasse mit der Deutschen Bank in 23er11u wegen, der Emission der neuen Rente. Es sei iuizulasiig, daß das piefige Amt bei der Begebung der Rente sich in den Dienst der reichst deutschen Wirtschaft stelle. Der Finanmiinistcr üerembatf dauernde Verbindungen mit reicksdeutschem Ka^ pital zu ungun st cn der w i r t s cha s r l i ch e n und der politischen Selbständigkeit Oesterreichs. Abg. Kotlar erklärte, die tschechischen Agrarier konnten sich nie für ein Regierungssystem erwärmen, dessen feste Stütze diejenigen sind, welche Oesterreich von Deutfchland ab-- hängig machen wollen. Ministerpräsident Freiherr von Bicnerth erklärte, der Finanzminister iverbe bezüglich der Anleihebegebung sich später erklären, müsse aber jetzt schon bemerken, daß cs keineswegs als unziilässig ober schädlich bezeichnet werden könne, wenn die! Postsparkasse, welche die Anleihe zur Begebung übernommen habe, Verbindungen anknüpfe, um eventuell einen Teil der Anleihe im Auslände zu plazieren. Der Ministerpräsident ver-. wahrte sich aufs neue gegen die der Regierung zugefchrieben^ angeblich antislavische Tendentz und erklärte, daß er trotz, der bisherigen Erfolglosigkeit seine Bemühungen zur Herbcifuhruns einer Einigung der Parteien sortzusetzen beabsichtige und iw Zusammenhänge damit an die Parteien die dringendste Bitte richte, sich diesen Bestrebungen der Regierung anzuschließen. Auf diese Weise könne es doch gelingen, zu konsolidierten Verhältnisses aud) im Parlament und damit zu der notwendigen kulturelles Arbeit zu gelangen. Die Formen, .in welchen ein solches Ziv-, sammengehen der Patteien zum Ausdruck gelangen müsse, wurdest sich bann unschwer finden lassen, ja, sie ioürben sich eigentlich von selbst ergeben. ' Herr Erzberger und feine Neider in der eigenen Partei. In der „Germania" tritt der Abgeordnete Erz berge r Darstellungen aus dem Zentrum entgegen, denen zufolge er seinen Anttag im Budgelausschuß ohne Vorwisfen der Fraktion eingebracht habe, insbesondere beruft er fick auch auf die Finanzkapazität der Fraktion, den Abgeord- ncten Müller-Fulda. Erzberger schreibt uns: In eine polemische Auseinandersetzung mit den in Jteoe stehenden Zeitungen lasse ich mich nicht ein, sondern begnüge mich mit der Feststellung folgender Tatsachen: 1. In der Fraktionssitzung vom 15. April 1910 referierte ich über den Gesetzentwurf über die Aufstandsausgaben von Sud- locftafrifa und schlug folgende zwei Ergänzungen des Gesetzentwurfes vor: 1. Heranziehung der großen Vermögen des Schutzgebietes zu den Krlegskosteu mit 10—20 Prozent. 2. 21b löfun’fl aller Hoheitsrechte in Südwestafrika. Dabei wurde ausdrücklich hervorgehoben, daß in der Budgetkommiffion Anttage m dieser Richtung zu stellen seien. Es machte sich nicht nur ferne Widerrede geltend, sondern lebhafter Bcifatt und cklseiiigc Zustimmung wurden kund, was der Vorlitzende der Fraktion körn statierte. Man erinnerte sich zweifelsohne daran, daß die Zentrumsmitglieder der Budgetkommiffion im Dezember 1905 (Dr. Backern, 'Engelen, Sittart, Erzberger ufro.) viel weitergehende Anträge auf diesem Gebiete gestellt hatten. 2. In der Plenarsitzung des Reichstags vom 16 April 1910 hatte der Unterzeichnete den Standpunkt der Fraktion zu vertreten und führte u. a. aus: „Daß wir die Gelder fetzt be willigen müssen, nachdem sie ausgegeben sinb, ohne baß man uns vorher gefragt hat, kann lein Zweifel fein. Also haben wir uns in der Pnbgetkommission den Wopf zu zerbrech^, nwher wir die 23 7 Mill Mk. bekommen.. Meine Herren, ick glaube, das ist sehr einfach. Man fügt einen § 6 in das Gesetz em, worin bestimmt wird, wer bieie Gelder zu bezahlen hat. Auch hie Beantwortung dieser Frage dürste nicht allzugroße Schwierigkeiten breiten (Sehr richtig', bei den Sozialdemokraten), wenn eme große MefrheiNm Hause und der gute Wille in der Verwaltung vor- banden ist — und ich zweifle nicht an der besonderen Jlnter stützung des Herrn Staatssekretärs (Sehr richtig, in der Mitte). Es ist sehr einfach: diejenigen Leute sollen an den K'rieaskosten mit bezahlen, welche den Zroßten Vorteil aus dem Kriege gewonnen haben (Sehr richtig! in der unb bei den Sozialdemokraten). . . . Wenn man aber bestimmen mürbe: von den 405 Millionen Mark haben die mterenierten_ Aunft, wmenschaft und Leben — August Ammann t. Vorgestern starb tn haben seinem Wohnott, im 71. Lebensjahr bet frühere Gy «asial-Oberlebttr Pros Ä, Ammann. Ammann, dem auch der „Gießener Anzeiger" öfter einen ^ffanten Mittag^u verdanken hatte, war. em Hein- und wein roher Dichter dem mancl>es frische und feine Lied zum Lob unserer veimar uno seiner Edelgewächse gelungen ist. Der am 2o. Jamiar 18^ in Driedorf im Dillkreis Geborene hat vier Buchlein ver ösfentlicht, meist lyrischen Inhalts, nämlich: „In Listen und heiteren Stunden", „Klänge vom Rhein , „Der Rhemgau und seine Weine" und „Der Rochusberg bei Bingen . Er war, wie das „Wiesb. Tagbl." schreibt, eine in allenrohen Kreisen gerne aefehenc, beliebte Persönlichkeit. 9 Der Tob Björn fons, des greifen nortmaischen xtefa ter$ hat in seiner Heimat bie schmerzlichste Ueberrafchur^hervor- Eusen denn er war nickst nur bie volkstümlichste.soniwrn wohl auch beliebteste unb bie am meisten geehrte Personlichk.tt bes R^ickech Mne Drahtnachricht aus Christiania, 27 April Spinnt • ^nr Storthing hielt heute vormittag der Präsident °df er Bl öt n s,Auch M-Iieder d-r R°. anwesend. Das SwrthiNg beschloß, bie Heber» nitn-nna bpr Qpid'C unb bas Begräbnis bes Dichters auf SU ft^ it $u bewirken. Darauf würbe bie Sitzung zum l^n bet Stauer aufgehoben. - Sämtliche Theater habeii für beute die Votstelliingen abgesagt. — Der K ö n i g sandte an Frau Björnson folgendes Beileidstelegramm: Empfangen Sie mein und L Königin Skilnb »u tem Brüste v. (Sie, Norwegen unb uns alle. Ter Vorstand des Stortying fprach^gl^chialls^ stin Belcid ous^^ Mineralogie. Ein Preis von 1OOO Mk. soll der besten Arbeit zuerkcmnt werden, die^einen Teil der Mineralogie des Gebetes Mischen Aschaffenburg, Heppenheim, Alzey, ^euznach, Kob- Ä, Ems, Gießen und B ü d i n g e n behandelt; nur wenn es der Zusammenhang erfordert, dürfen andere Lande, t in die Arbeit einbezogen werden. Ttte Arb^ten, deren Ergebnisse npch nicht anderweitig veröffentlicht sein dürfen sind bis zum 1. Oktober 1911 in v^stegeltem U^chAe, >eit ohne weiteres Entgelt in ihren Schriften zu veröffentlichen. Nicht preisgekrönte Arbeiten werden den Verfassern zurückaesandt. Heber die Vergebung des Preises entscheidet bis Ende Z-ebmar 1912 die Direktion auf Vorschlag eines noch Ku ernennenden Prüfungsausschusses. — Wilhelm Meisters theatralische Sendung. Dr Dulpius, in dessen Besitz sick die vor kurzem aurgefunbene Urschrift des „Wilhelm Meister" befindet, schreibt in der Weimatischen Zeitung „Deutfcklanb": Die zu veranstaltende Volksausgabe des Werkes wirb zu billigem P r e i s bei gebiegencr Ausstattung erfolgen. Tie Weimarer Sophienausgabe der Goethe- scheu Werke enthält zuerst in Anerkennung ihrer besonderen Bedeutung unb als von bent enbgültigen Besitzet ber Hauptschrist ausgehenb, bas Veröffentlichungsrechi im Rahmen ihres Unternehmens als Preisgeschenk ber Goetheerben. schließlich wird auch anbeten Verlegern Goethesck>er Werke noch vor Ablauf der Schutzfrist bie Ausnahme von Wilhelm Meisters theatralischer Senbung ermöglicht werben. Die Frage nach bem Hrhebn- schutzrecht ist somit glücklich erledigt, und wenn auch bie Urschrift für die große Allgemeinheit von unerheblicher Bedeutung ist, so muß es doch freudig begrüßt werden, daß bie Haubschrift auch anderen Verlegern zugänglich gemackst werden wird, also ledensalls den Verlegern der billigen Klafsikerausgaben. bahnen habe der Staat einen Zuschuß von 30 Prozent zu zahlen, so daß also hier eine Ausga b cd on ru n deiner Million M a r k in Frage komme. Tie Regierung wer^ die Bewilligung dieser Summe in Anregung bringen, sobald das Bahnprojekt eine festere Gestalt annehme Im Ausschuß wurde gleichfalls aus die Notwendigkeit einer baldigen Ausführung der Bahn hinaewicsen und beschlossen, auf Grund der Regierungsdarlegung die Bor- tellung zu erledigen. „ . Der Landesverband der Bürgermeister in Hessen hat in einer Vorstellung an die Kammer das Ersuchen gerichtet, den Art. 4 des Gesetzes über die allgemeine Einkommensteuer vom 12. August 1899 aufzuheben Nach diesem Artitel sind Angehörige anderer deutscher (Staaten sowohl, wie Reichsauslander, welche im Großhetzogtum wohnen, im Falle sie nicht daselbst eine mit Erwerb verbundene Beschäftigung ausübcn oder ausgeubt haben, erst alsdann zur Einkommensteuer heranzuziehen, ivenn sie bereits ein Jahr im Großherzogtum gewohnt haben Dieses Vorrecht hält der Verband für die Landgemeinden von großem Nachteil und für nicht mehr zeitgemäß. Iw Aus- ichuß wurde dagegen geltend gemacht, daß doch^ eine ganze Reihe von Gemeinden, z. B. an der Bergstraße, em Interesse daran habe, den neu Zuziehenden die Steuerverhaltnisse möglichst zu erleichtern. / Minister Braun erkannte an, daß die Bestimmung des Art. 4 einer Revision bedürftig sei; die Regierung sei geneigt, eine solche in Erwägung zu ziehen unb geeignete Vorschläge zu machen. Ter Ausschuß entschied sich dahin, auf Grund dieser Stellungnahme der Regierung beim Plenum der Kammer zu beantragen, die Vorstellung für erledigt zu erklären. . Der Ausschuß vertagte sich darauf bis Mitte Mai, um alsdann die vom Mg. Tr. G u t f l ei s ch zu bearbeiten^ den Positionen und weitere Punkte in Beratting zu nehmen. 2Ius dem Hinanzari5schuk der hefi. Zweiten Kammer. R B Darmstadt, 27. April. Der heutigen Sitzung des Finanzausschusses der Zweiten Kammer wohnten als Regierunqsvertreter die Finanzminister Braun und E)c- heimerat S ü f f e r t bei. Der Ausschuß nahm Fuerst Kenntnis von der Stellung der Regierung zu der Vorstellung des Dr. Weißmann in Lindenfels in Betreff der Bahnlinie Bensheim-Lindenfels. Tie Interessenten haben bekanntlich am 20. Februar d. I. in Bensheim eine sehr stark besuchte Versammlung abgehalten und an Regierung und Landstände die Bitte gerichtet, dahm wirken zu ivollen, daß der Bau dieser Bahnsttecke noch in diesem ctahr in Angriff genommen werde; geschehe das nicht, so würden kapitalkräftige Jndusttielle die Gegend verlassen und ihre Werke mit Hunderten von Arbeitern nach auswärts verlegen Die Bahn aber würde nicht nur bie jetzt vorhandenen .Kräfte erhalten, sondern den Konsum und die Produktton des Lautertals gewaltig steigern; Export und Import würden zum Teil um das vier- und fünffache wachsen usw. t „ Finanzminister Braun gab Namens der Regierung die Erklärung ab, daß sie bereit sei, das Bahnprojekt m jeder Weise zu fördern. Es handle sich bei dem Bau der etwa 20 Kilometer langen Strecke um die Heberwindung erheblicher Schwierigkeiten und die Kosten der Bahn würden sich auf 3-31/2 Millionen Mark stellen. Früher habe der Staat gewöhnlich einen Zuschuß von 20000 Mk. pro Kilometer geleistet; nach dem jetzigen Gesetz über die Neben- M 66.C0-69 00 ’O-od.OO 66-70 00 ^3.00 65.00-68 00 um sechs Wochen verschoben werden." „Ach was," erklärt Balzac, „so lange ist nicht Zeit." „Aber von heute.aus morgen, das ist doch unmöglich. Man hätte ja nicht einmal Zeit izum Abschreiben."' Aber auch dieses Argument vermag Balzac nicht zu erschüttern. „Schau her," sagt er, ,,ich hab bie Geschichte schon georbnet: du schreibst einen Akt, Ourliac einen anberen, Laurent-Ian bat dritten, bu Belloy ben vierten, ich ben fünften, unb morgen mittag: um 12, wie festgesetzt, wirb gelesen. Ein Akt hat nicht mehr als 500 Zeilen. 500 Zeilen kann man in einem Tage unb einer Nacht schreiben." Vor bieser Entschlossenheit gab cs kein Zauberm Gautier fügte sich unb begann sofort zu schreiben. Das Drama, bas am nächsten Tage fertig vorgelefen würbe, mar ber „Vaükrin". * Woran Aerzte sterben. Die Aerzte, beren Beruf es ist, bas Leben ihrer Mitmenschen nach Kräften zu verlängern, genießen in ber Wirklichkeit nur wenig Nutzen ihres Könnens unb ihres Wissens; bie Statistik zeigt, daß bie Jünger bes Aeskulap nicht länger leben, als ihre Klienten; ja bie Zahl derer, bie ein hohes Alter erreichen, ist nur gering und keinesfalls größer als die ber anberen Sterblichen. Eine französische mebizinische Wochenschrift hat eine Statistik aufgestellt, bie herüber Aufschluß gibt/ an welchen Arten von Krankheiten bie meisten Aerzte sterben« Danach finben nicht weniger als 44 v. H. aller Aerzte buckck Herzleiden ihren Tob, 20 v. H. erliegen nervösen Krankheiten,, 20 v. H. ber Morphiumsucht, 7 v. H. ber Schwindsucht unb nur 9 v. H. anberen Krankheiten ober Altersschwäche. Auffällig ist bie größe Zahl ber Mebiziner, bie an bem Genuß von Morphium zu Grunbe gehen. Als Aerzte kennen sie bie furchtbaren Wirkungen des Giftes, aber sie zögern bock nichh, es oft unb immer wieder anzuwenden, um Schmerzen zu betäuben, bis sie schließlich den "39 70—79 -w °° Nr. »8 Erstes Blatt 160. Jahrgang Donnerstag 28. Aprill itt 10 Der Giehener Anzeiger monatlich75Pf^viertel- erWtnt täglich, außer W . ▼ ▲ K jährlich M. 2.20. durch »7» rav a a a -Mr 4 Ai surtCnvIlvt ZlHivlilCT »«s ^JpreJ" R > politischen Teil: August -LM General-Anzeiger für Gberhessen MW Hotationsbru» unb Verlag btt vtühl'schen Uuw.Guch- nnb Steinbruderei R. lange. Rebaftion, (Srpeöition uno Bruderei: Schulstratze r. H. B-ck. bis vormittags 9 Uhr. rC) Gartenmöbel 1 Küchengeräte Oefen,u. Herde lSsig8 Marken - Schaufenster nur , Seltersweg >- yrereini^” a«/4 LsMche Aengstlichkeit. Tie österreichischen Panzerschiffe geben den Engländern noch immer zu denken. Gestern mußte die Regierung tm Unterhause Mieder Aufklärung darüber geben. Auch aus Aegypten sind beunruhigende Nachrichten gekommen: London, 27. Aprck. Im Unterhaus erwiderte auf die von dem Unionisten Burgogne an den ersten Lord der Admiralität gerichtete Anfrage, ob er etwas wisse über eine Vereinbarung zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn betreffend die Uebernahme von vier großen, im Bau befindlichen bezw. projektierten Panzersästffen seitens Deutschlands, falls die öster- reichisch-iingarische Regierung auf Schwierigkeiten bet der Bewilligung der nötigen Gelder stoßen sollte, Mc Kenn«, daß er amtlich keine Kenntnis von etwas Derartigem habe. Eine weitere Frage, ob einer der projektierten österreichisch-ungarischen Dreadnoughts bereits auf Stapel gelegt worden sei, beantwortete Me Kenna im gleichen Sinne. Auf weitere Anfragen gab Mc Kenna die Erklärung ab: In Angelegenheiten, die fremde Regierungen betreffen, gebe ich dem Hause nur Informationen, die ich von fremden Regierungen erhalte, lieber das, was unsere Attaches der Admiralität berichten, bin ich in der Lage, irgend etwas bekannt zu geben. Fell (Unionist) fragte sodann, ob Sir Edward Grey Gerüchte beunruhigender Natur aus Aegypten erhalten habe, nach) welchen der englische Einfluß in schnellem Schwinden begriffen sei und an vielen Orten englische Bewohner nicht ausgehen könnten, ohne Gefahr zu laufen, beleidigt zu werden. Unterstaatssekietär Mc Kinnon Wood erwiderte, daß die letzten, über die Sage in Aegypten eingelaufenen Berichte, die sich insbesondere auf die Ermordung des Ministerpräsidenten Butros Pascha bezogen, nich t so zufriedenstellend lauteten, wie es zu wünschen wäre; von Beleidigungen in Aegypten ansässiger Engländer sei ihm jedoch nichts bekannt. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurde das Finanz- gesetz mit 324 Stimmen gegen 231 Stimmen angenommen. Das Finanzgesetz wurde sodann im Oberhause eingebracht. Die französische Artillerie in den vierjährigen herbftmanövern. O Paris, 27. April. liebet die Rolle der Artillerie bei den diesjährigen Herbstmanövern schreibt Oberst Hericourt d'Adam in der „Petite Republigue": „Das Finanzgesetz hat bekanntlich die erforderlichen Mittel ausgeworftn, um unter Verhältnissen, die denen der Mobilmachung möglichst nahekämen, zwei Batterien der 75 Mm.-Schnellfeuergeschütze und eine Munitions-Sektion auf Kriegsfuß zu stellen. Mer so interessant dieses Experiment für die Militärs auch sein mag, so hat es doch weitaus nicht die Wichtigkeit, die die große Zahl der bei den Manövern in Aktion tretenden Geschütze an sich haben wird. Denn zum ersten Male wird die neue Organisation der Artillerie sich in ihrer Wirksamkeit zeigen. Fedes Armeekorps wird über 30 Batterien verfügen, statt 'bisher 18, und das Operieren mit ihnen ist keine Kleinigkeit. Man darf mit Recht gespannt darauf fein, ob so viele Feuerschlünde sich richtig postieren lassen und ob sie, wenn sie einmal in Position sind, der Infanterie den Raum lassen werden, den diese notwendig hat. Das sind Probleme allgemeiner Taktik, bereu Lösung keinen Mann vom militärischen Berufe gleichgültig lassen kann. Manche unter diesen, darunter auch meine Person, erachten, daß die arme Infanterie bei diesen Bewegungen in den Hintergrund gedrängt und bei ihren Bewegungen sehr gestört werden wird. Man wird ja sehen." Aus Heften. Die Ersatzwahl in Friedberg-Büdingen. Wie die „Darmst. Ztg." erfährt, ist der Tag der Ersatzwahl im 2. hessischen Reichstagswahlkreise Friedberg-Büdingen auf Dienstag den 14. Juni 1910 f eftgesetzt worden. Tie Wählerlisten werden vom 17. bis einschließlich 24. Mai offengelegt werden. ___________________________ Deutsches Reicb. Nach der „Täglichen Rundschau" soll der Untergang d es „3 II" int Reichstag zu eingehender Behandlung gebrach t werden. Aus Schloß Ur bitte meldet man: Mittwoch nachmittag unternahm das Kaiserpaar mit der Prinzessin und Gefolge eine Ausfahrt in Automobilen. Generalleutnant F r h r. b. Lyncker, Inspekteur der Vcrkehrstruppen, Major Groß, Kommandeur des Lustschifferbataillons und Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Her gesell sind hier eingetrofsen. Aus Bremen wird berichtet, daß die Arbeitgeber im B a u - gern erbe beschlossen, mit 118 Stimmen gegen 91 Stimmen, von einer Aussperrung abzusehen. Ausland. In der belgischen Kammer stand am Mittwoch ein Aittrag der Sozialisten auf Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechtes als Ersatz des Pluralwahlsystems zur Beratung. Tas Plenum beschloß mit 72 gegen 58 Stimmen, über den Antrag nickt zu beraten. Aus Paris wird gemeldet: Minister Pichon gab zu Ehren von Roosevelt ein Diner, zu dem unter anderen Ministerpräsident Briand, sowie Loubet, Bourgeois, Clemeneeau, Ribot und Deleassö geladen waren. Nach einer von den Pariser Blättern mit Vorbehalt veröffentlichten Meldung aus A m o y hätten die französischen Behörden im Norden von Anam eine weitverzweigte Verschwörung entdeckt. Sendtinge des nach China geflüchteten anamitischen Prinzen Kuong-de sollten einen allgemeinen Ausstand anstiften, um nach Niedermetzelung oder Austreibung der Franzosen diesen Prätendenten auf den Thron zu setzen. Durch einen wohl organisierten Schmuggel sei es gelungen, zahlreiche Anhänger von Kuong-de mit Waffen aus- zurüsten. Aus M a r s e e i l l e wird im Zusammenhang mit dem Ausstand der eingeschriebenen Seeleute berichtet, daß die Werkstätten der Gesellschaft der Mittelmeer-Eisenwerke und -Werften am 31. Dezember geschlossen werden sollen. Der gesamte Betrieb soll in Laseyne konzentriert werden, wo die Gesellschaft bereits große Baustätten besitzt. Wie weiter aus Marseille berichtet wird, hat das Syndikat der eingeschriebenen Seeleute dem Präfekten ein Schriftstück überreicht, in dem die Forderungen der eingeschriebenen Seeleute für eine Wiederaufnahme der Arbeit bekannt gegeben werden. Danach soll die Frage der Beschäftigung von Schwarzen auf solchen Schissen, die nicht nach Ostasien verkehren, ein für allemal von rechtswegen geregelt werden, ferner soll das Streikrecht der eingeschriebenen Seeleute bestehen bleiben und diesen die Medereinstellung an Bord der von ihnen verlassenen Schiffe zugesichert werden. Der „Eclair" behauptet, man unterhandle gegenwärtig mit dem Syndikat der Seeleute, um sie zur Zurückziehung der sozialistischen Kammerkandidatur zu bewegen und dadurch die Wiederwahl des in die Stichwahl gelangten Kammerpräsidenten Brisson zu ermöglichen. Die Seeleute hätten zur Bedingung gemacht, daß die Regierung die von dem Unterstaatssekretär Cheron während des Streiks beobachtete Haltung offen mißbillige. Aus Saloniki wird gemeldet: Der Engpaß von K a t s ch a n i k befindet sich noch in den Händen der Rebellen, die Verstärkungen erhalten haben. Die Arnauten gestatten nur den gewöhnlichen Bahnpost- und Passagierverkehr. Der Anmarsch von Torgut Pascha scheint sich zu verzögern. Angesichts der schwachen Garnison in Ipek geht ein Teil der Einwohnerschaft dieser Stadt zu den Rebellen über. Tie Kämpfe in der Umgebung von Ipek dauern fort. Kurfus für Mchliche ttunst und Denkmalpflege am Prediger-Seminar in Zriedberg. Von fachmännischer Seite wird uns geschrieben: Wie im vergangenen Jahr wird auch in diesem Sommer ein Kursus für kirchliche Kunst und Denkmalpflege am Predigerseminar in Friedberg gehalten werden. Es handelt sich dabei nicht sowohl um eine Einführung in die Kunstgeschichte, als vielmehr um eine Erörterung der praktischen Fragen, die an jeden Geistlichen einmal herantreten. Was hat er zu tun, um das Kirchengebäude mit seinem ganzen Schmuck und allem, was es birgt, gut imstand zu erhalten? Welche Gesichtspunkte sind bei einer etwaigen Veränderung zu beachten, z. B. bei einem Neuanstrich, bei der Anlage einer Heizung, bei einer Vergrößerung der Orgel, beim Einsetzen neuer Fenster, ober gar bei einem Umbau, bei einer Erweiterung, einem Neubau der ganzen Kirche? Welche Eigenschaften muß ein wirklich gutes kirchliches Gerät haben, woraus ist bei Neubeschaffungen zu sehen? Es versteht sich von selbst, daß die richtige Antwort auf alle diese Fragen geschichtliches Verständnis voraussetzt. Nur wer die Gegenwart als geschichtlich bedingt begreift, wird auch das Wesentliche und Wertvolle im heutigen 3uftanb richtig zu erkennen vermögen. Er wird dann ganz von selbst an die Behandlung jener Fragen mit der Eigenschaft gerüstet herantreten, die wir heute in erster Linie fordern, mit der richtigen Pietät. Ein Geistlicher, der so in das Verständnis der Schätze, die ihm anvertraut sind, tiefer eingedrungen ist, wird notwendig zum Freund, ja zum Vorkämpfer einer gesunden Denkmalpflege werden, wie wir sie in Hessen anstreben. Und er wird bieien seinen Standpunkt schließlich auch in nichtkirchlichen Fragen auf dem Dorf wie in der Stadt zu vertreten wissen zum Segen einer pietätvollen Pflege alles dessen, was echt und bodenwüchsig, was sinn- und gehaltvoll, schön und würdig ist. Der Kursus für kirchliche Kunst und Denkmalpflege wird in diesem Sommer von dem Denkmalpfleger für Oberhessen, also gewiß von einem guten Kenner des Gebiets und der einschlägigen Fragen auf unserem Boden gehalten werden. Dank dem verständnisvollen Entgegenkommen des Oberkonsistoriums und der Direktion des Friedberger Seminars wird er später die Teilnehmer an mehreren Nachmittagen oder auch ganzen Tagen hinausführen, damit sie sich an besonders geeigneten Beispielen überzeugen mögen, wie die verschiedenen Aufgaben, die die Gegenwart stellt, gelöst werden können, und wie sie nicht zu lösen sind. Auch Pfarrer, die schon im Amte sind, sind als Hospitanten bei dem Kurse zugelassen und willkommen; auch andere Gäste können mit Genehmigung der Seminardirektion zugelassen werden. Es ist zu hoffen, daß auf dem eingeschlagenen Wege unserer Denkmalpflege neue Freunde gewonnen werden, so daß allmählich auch die letzten Bedenken und Vorurteile, die hier und da noch bestehen mögen, schwinden. Denn, das lassen wir uns nicht nehmen: Die Denkmalpflege, richtig verstanden, ist eine so notwendige und gute Sache, daß ihr keiner entgegen sein kann, der es mit unserer Heimat gut meint, und ganz gewiß keiner, der zum Erzieher des Volkes berufen ist. Ans Stadt und Land. Gießen, 28. April 1910. Fahrplanänderungen ab 1. Mai. Bei dein vom 1. Mai ab gültigen Fahrplan treten für die hiesige Station folgende fMenbetimgen ein: Richtung Frankfurt a. M. 1. Ter seitherige Pers.-Zug Nr. 806, der hier täglich früh 4£2 abging, verkehrt vorn 1. Mai ab nur Sonn- und Feiertags, sowie am 5., 16. Mai und 26. Dezember 1910, 14. und 17. April 1911 von Gießen bis Friedberg, von dort aus jedoch täglich bis Frankfurt a. M. An Stelle dieses Zuges ist ein neuer Zug Nr. 804 eingelegt, der nur Werktags und am 16. November 1910 zwischen hier und Frank'urt a. M. verkehrt. Abfahrt 4^ früh. 2. D 44, der seither früh 5££ abfuhr, fährt ab 1. Mai bereits 45», also 2 Minuten früher. 3. D 180, der seither 55» absuhr, fährt zukiinftig 6°3 früh. Ferner fährt D 46 nachm. statt 555 bereits 55« ab. Richtung Köln. Personenzug 637, der seither 10w fuhr, fährt zukünftig 10°° ab, wartet jedoch in Wetzlar auf den Anschluß von Eilzug 71 aus Richtung Frankfurt a. M. Richtung Koblenz. D 126 (Schnellzug Koblenz—Metz), der seither früh 5^ abfuhr, fährt ab 1. Mai erst 608, Personenzug 408 fährt erst 10’°, anstatt wie früher lOoo. Die Abfahrtzeiteu für die Züge nach Kassel, Fulda, Gelu- hachen, sowie Lollar—Londorf—Grunberg haben sich nicht geändert. Bemerkt sei noch, daß die Fahrplanperiode vom 1. Mai 1910 bis 30. April 1911 läuft und nicht mehr wie seither im Oktober ein neuer Fahrplan erscheint. * • * In Audienz empfangen wurden vom Gro ß - Herzog gestern u. a. Oberst v. Müller, Kommandeur de§ Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, der Oberstleutnant Heuer und der Major v. Soden st ern, Bataillonskommandeur in demselben Regiment, sowie der Leutnant Müller-Hempfing von demselben Regiment. ’• Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Geh. Oberregierungsrat und vortr. Rat im Reichsamt des Innern, Dr. Gallenkamp in Berlin, das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. • • Lehramtspersonalien. Bestätigt wurde der von dem Grafen v. Schlitz, genannt v. Görtz, auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hemmen präsentierte Schulaints- aspirant Karl Fischer aus Bernshausen. — Uebertcagen wurde dem Lehrer Wilh. Kranz zu Appenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heusenstamm. — In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Muschenheim Anton Rabenau auf sein Nachsuchen, die Lehrerin an der kath. Schule zu Bensheim Klara Fertig auf ihr Nachsuchen bis zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit. '"Die Prüfung für das mittlere Finanzfach in Hessen hat mit Anfang dieser Woche begonnen. Der schriftlichen Prüfung, die bis zum 6. Mai dauert, haben sich 19 Aspiranten unterzogen. • • Hessens Le hrersrauen haben zu Ehren des im Herbst verstorbenen ehemaligen ObmanneS des hessischen Landes-Lehrervereins, deSOberlehrers Karl Backes, Darmstadt, über 1000 Mark gesammelt, welcher Betrag dem hessischen Lehrer heim im Vogelsberg unter dem Namen »Lehrerfrauendank an Vater Backes" als Stiftung überwiesen werden soll. ** Vom Biograph wird uns geschrieben: Das neue Programm des Biograph, das gestern zum ersten Male: vorgeführt wurde, wurde mit Recht mit außergewöhnlichem Beifall auf genommen. Des Schönen und Interessanten ivird in dem Programm so viel geboten, daß nur bat Detektiv-Drama „Der Fall Livingstone" die übrigen Nummern übertreffen kann, wegen seiner besonders eigenartigen, echt amerikanischen Handlung und Darstellung. ch Lich, 28. April. Heute abend findet im fürstlichen Schlosse anläßlich der bevorstehenden Hochzeit der Prinzessin Dorothea eine Abschieds-Soiree statt, wie sie auch gelegentlich der Vermählung unserer Großherzogin abgehalten wurde. ES sind gegen 100 Einladungen dazu ergangen. ch. Langd, 27. April. .Hier ist man mit dem Bau einer Wasserleitung beschäftigt. Sie war veranschlagt zu 45 000 Mk., vergeben wurde sie zum Preise von 37 000 Mk. an die Firma Höcks in Wetzlar. Die Quellen liegen am sogenannten Birken berg. Der Wasserbehälter wird am Ortsausgang nach Villingen zu erbaut. Es ist doppelt soviel Wasser vorhanden als zur Versorgung unseres Dorfes benötigt wird. Die Leitung soll bis Pfingsten fertiggestellt sein. h. (steinl)eim, 27. April. Hier plante man den Bau eines neuen Schulhauses. Da die Platzfrage noch nicht geregelt ist, will man bis nach Fertigstellung der Feldbereinrgung warten. Die Jnheider Wasserleitung führt durch eine der hiesigen Ortsstraßen, trotzdem will sich die Gemeinde nicht an das Werk anschließen und nad) Fertigstellung der Feldbereinigung ein eigenes Werk bauen. Bei dem Bau einer eigenen Wasserleitung hofft man, die entstandenen Kosten mit der Zeit abtragen zu können, während beim Anschluß an das Gruppen-Wasserwerk, so lange Wasser bezogen wird, auch die festgesetzte Summe entrichtet werden muß. L. Friedberg, 27. April. Das Lehrerseminar beabsichtigt, auf längere Zeit einen Garten zu mieten und Ihn für feinen Obstbau und botanischen Unterricht zu verwerten, da in dem seitherigen Garten gegenüber dem Schloßplatze ein größerer Singsaal baldigst errichtet werden soll. — Die hiesige M i l i t ä r m u s i t - schule macht zurzeit eine 14 tägige Uebungsreise durch Oberhessen und veranstaltet an verschiedenen Orten Konzerte, die durchweg gut besucht werden. — Gro ß-S teinpeim, 27. April. Sic gemeinnützige Baugenossenschaft hat bisher 21 Häuser mit 42 Wohnungen für etwa 145 000 Mark errichtet, die von zirka 170 dem Arbeiter-, stände zuzuzählenden Personen bewohnt sind. In 1910 sollen, um dem gegenwärtigen Mangel an Wohnungen zu steuern, wieder einige Häuser erbaut iverden, wobei bei Vergebung der Arbetten, in erster Linie einheimische Geschäftsleute berücksichtigt werden. Mit Baugelände iift die Genossenschaft noch für mehrere Jahre versorgt. Sie ist in ihrer Tätig leit durch die Gemeinde in einsichtsvoller Weise durch Bürgschaftsübernahme für Darlehen unterstützt worden. b. Reichelsheim i. d. W., 27 April. Ein hochinteressanter Fund wurde dieser Tage von dem Landwirt Wilhelm Horak I. und feinem Sohne Karl Horak von hier gemacht. Bei der Neuanlage eines Trainagcgrabens in ihrem Garten stieße?: sie auf ein Brandgrab aus der Bronzezeit, das etwa 4000 Jahre alt ist. In dem Grab befand sich eine große 80—90 Zentimeter hohe Urne mit Deckel, der eine selten gesehene Form aufwies und in der sich 4 kleinere Urnen ohne Deckel befanden. Bon letzteren waren zwei gut erhalten. Daneben lag ein etwa 30 Zentimeter langes, guterhaltenes Bronzemcfser. In den kleinen Urnen befanden sich noch. Aschen und Knochenüberreste aus jener Zeit. Der Fund würde durch Professor .Helmke aus Friedberg eingesehen und dem dortigen Museum überwiesen. s. Darrn stad t, 27. April. Ein wertvoller Polizeihund erschossen wurde gestern nachmittag durch eine bis jetzt noch nicht festgestellte Person. Der Gendarmeriewachtmeister Reeg-Eberstadt patroullierte durch den Eberstädter Wald. Plötzlich sprang eine zweifelhaft aussehende Person hinter den Bäumen auf und suchte zu ver- schwinden. Als auf Anrufen der Fremde nicht hörte, ließ der Gendarm feinen Polizeihund gegen den Fremden los, als plötzlich eine Schuß fiel unb der Hund tot zu Boden sank. Der Schütze war verschwunden. In der Nähe des gleichen Platzes wurde am Samstag der Jagdhund eines Offiziers durch einen Schuß schwer verletzt. cL Mainz, 28. April. In der gestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung wurde nach zweistündiger Beratung mit allen gegen drei Stimmen beschlossen, die Weiterarbeit beim Theater-Umbau in städtischer Regie auszuführen. Mit den Arbeiten soll heute schon begonnen werden. Die Bauarbeiter werden zu den seitherigen Lohn- und Arbeitsbedingungen angenommen. Von einem Stadtverordneten wurde angeregt, auch den SchulhauS-Neubau in Kastel in städtische Regie zu übernehmen; daS wurde aber allgemein bekämpft und erklärt, daß ruhig abgewartet werden könne, bis der Kampf im Baugewerbe beendigt sei. Nieder-Jngelheim, 26. April. Ein schweres Automobilunglück ereignete sich heute morgen auf der Staatsstraße Nieder-Jngelheim Gau-Algesheim. Das mit drei Aerzten besetzte Llutomobil des praltischen Arztes Dr. M ar x - Nieder-Jngelheim wollte einem Fuhrwerk aus-, weichen und geriet infolge falscher Steuerung auf den Fußsteig. Dabei erfaßte es eine Dame und schleuderte sie in den Straßengraben. Tie Frau wurde lebensgefährlich verletzt, ebenso die Insassen des Automobils, die herausgeschleudert wurden. ch. Rod heim b. Hungen, 27. April. Die hiesige Pfarrei, zu der auch die Dörfer Steinheim und Rabertshausen gehören, ist zurzeit nicht besetzt. Der neu ernannte Pfarrer Schloss er aus Darmstadt, ein Sohn des Kirchenrats D. Schlosser in Gießen, tritt sein Amt in 14 Tagen an. w. Frankfurt a. M., 27. April. Gestern mittag stieß in der Mainzer Landstraße, Ecke Hohenzollernstraße, ein Automobil mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Die Insassen des Automobils erlitten leichte Verletzungen. — Die Metallarbeiter der Felten- Guilleaume-Lahmeyer-Werke sind, etwa 2700 an der Zahl, heute abend in den Ausstand getreten, nachdem sich die Einigungsverhandlungen zerschlagen haben. — Frankfurt a. M., 27. April. Tie vom 5. bis 8. Mar auf dem städtischen Schlacht- und Viehhofc stattfindcnde S ck 1 a ck t - und Ma st Viehausstellung wird aus allen Teilen des« Reiches gut beschickt fein. Der Kaiser hat für die Ausstellung" eine silberne Medaille gestiftet und auch der Landwirtschaft^- minifter hat mehrere Preise gestiftet. An allen Ausstellungstagen finden Militärkonzerte statt: Donnerstag, 5., und Sonntag 8. Mai, Doppelkonzort der 81er und des Magdeburgiscken Dragoner-Regiments Nr. 6. Ferner wird am 8. Mai ein ganzer Ochse nach Münchener Art am Spieß gebraten. Es sei nock besonders darauf hingewiesen, daß den Besuchern der Ausstellung- auch die kostenfreie Besichtigung der gesamten Schlackt- unb Viehhofanlagen gestattet ist. (.) König i. Odenwald, 2. April Der "Neubau des, Fafnirbrunnens ist soweit fertiggestellt. Die B a b e - räume, die am 1. Mai eröffnet werden, dienen zur Verabbabung von kohlensauren Stahlbädern, Heißluft- unb Darnpskastenbädern, sowie Sitz- und Si.tzbrausebädern. Dft Badeanlage würde durch die Firma S ch a f f ft a cb t in «•SW* a111. L tir vu y s.« »**s Jutft beM" geba nte9n Jic Tat jpln^1,'' Untftättb* ^VÄeasherrn v EL.d-ß'vc wurde, ^l9Sett Obe Sitte 6«te noch Sin M", das tn röften LnstimMg- »konnte. W der Landung m « Lunder-, daß „M* W ficfl die «M"g- Veilburg, 2/. tenmn „Z. 2"jW derart fort, daß man Ballons vollstandrg z und die Bäume am 21 wieder freigelegt, arbeiten dürften ms Paris, 27. Av Me des Miminte- vormittags in St. C klubs nieder, «ch Acuctroebt, den Ball Luftschisfern glücklich London, 27. 2 White stiegen heute gestifteten Preis von nach Manchester zu e London um 5 2- auf: ftieg um bilbes von London ai H Uhr 27 Miu. und ; höhe von laufend Fuß. Ävrthamvton. London, 27. K von 120 Meilen bei Here in Lichfield nieben hampton nach einen don-Manchesler, der 1! zurückgelegt sein und । gestattet. London, 28. Al stiner Flugmafchil «tasfor unb erreichte 1 Restau * Ein Mittel 1817 wurde von Hofr Königlichen Gefeilsche die Tatsache hingew stundertelang in der< W »erschn „Metallarbeiter" beri ?nc Menge altrömisc H ausgeqraben nr 5 g°nchch zerfresst unb ergab nach der li standen. Bei nabe ^ut erhaltenen Z Achat die gegen 0, posten gefakt. «i- Universitäts-Nachrichten Siegelmarken Bf 38 Kord-Anlage 38 2512 2324 Preise. (2068 fertigt bei IA-'.) enthält: btc Fortsetzung von Ludwig Gangboscrs Lebensermnermtgen, Otto Stößl: Ter Verleger, .Hermann 5) e s s e: Auizeickznungen eines Herrn im Sanatorium, 3- B. Widmann: Sven Hedms Tiere, Hermann Schoop: Liselotte, Pfarrer Dr. Friedrich Rittelm eher: Scclenwandcrftngsglauben, Dr. vermann Diez: Ter Amerikanismus in der deutschen Presse, Pro,. Ma^ Flesch' Das Erziehungsrccht der Frau, Landgerichtsdirettov Gregor Ungewitter: Die Lage der bayrischen Richter, Meinungsaustausch zwischen dem Bremer Galeriebirektor Dr. Gustav Pauli und der Generalbirektion der Berliner ft'gL Museen über den Florahandel. Süd-Anlage 7 au/3 , Telephon 680 Reparatur-Werkstätte mit elektrischem Betrieb. I $ H. Tichy. Seltersw. 43, Ecke der Goethestraße. la. Äe bMo sowie leiosleo Speierliog Ersatz für Bowlenwein empfiehlt Firma Eonroh Roth ll„ Zozelsgafie 9, Weinhandlang n. Äpfelweinkelterei. Telephon 375. (2473 R. Knapp Neustadt 55 empfiehlt fein (02950 MÄesW jät sciiie §errtnoiiriirro6e. Große Auswahl in englisch, und deutschen Stoffen. Grundstücke, Geschäfte oder sonstige Objekte werden stets gesucht durch die Zentral - Verkaufs - Vörie Deutschlands Frankfurt a/M. Töngesgafie 23. (slM/a Besuch erfolgt kostenlos. Zahlungssäbigc Siänfcr cr- halteu kostenlose Auskunft. mindesten sollen sic den Tisch des Farmers versorgen und die,en von den unerschwinglich teuren Konserven unabhängig machen. Tabci hat man mit allerlei tropischen Ueberraichungcn, Ungeziefer sonder Zahl und Raubzeug,, einen steten Kampf zu fuhren, ganz anders als in der Heimat. Kurz und gut, die Dausfrau mutz den ganzen Tag auf den Beinen sein, um ihr ausgedehntes Reich m Ordnung zu halten. Denn von dem schwarzen Gelinde gilt als Regel mit sehr geringen Ausnahmen, daß es nicht arbeitet, sobald man ihm den Rücken kehrt. Man mochte wirNich oftmals wünschen, es machen zu können wie jener Pflanzer, der sein Glasauge herausnahm und es auf dem einen Feld auf einen Tisch legte, wenn er aus dem andern nach dem Rechten sehen UIUL'IL, um di. Schwarzen glauben zu machen, öerärt "fort d'aß möö~Ä b.shE abenb das «Bto I Ballons vollständig zerlegt zu haben. Jter Gartenpavillon ’b™u ~rau T^rcubC/ bic mit Leib und Seele bei der Sache ist, und bic Bäume am Abhange bes Webersberges sind bereits cc toirb ü6er faunx cxnc ^rau befriedigen, die die Verheiratung wieder freigelegt. Tic Verpackungs- und Verfendungs- bcn Kolonien als bequeme Versorgung betrachtet. arbeiten dürften bis Samstag beendet sein. * Eine luftige Geschichte von ber Bedeutung des ----hdtibi erzählt ein französisches Blatt. Ein ehrsamer Beamter Lufftchlffahrt. I wurde vor etwa 15 Jahren zu Unrecht eines Mordes verbächtigt. Ä, im Äorbc WinbWn Lond on 27. April Dft Flieger P a ulh a n und Graham Zeit tat?" Der Richter stellte gcro^ttg nickend fest baß dies White stiegen heute auf, um den von einem englischen Blatte den Verdacht erhöhen müsse: zum Gluck ümrde kurz darauf der «gestifteten Preis von 10 000 Pfund für einen Flug von London wirkliche Mörder gefaßt und der arme Beamte, bekam sofo^ nach Manchester zu erwerben. Paulhan verließ Hendon bei lerne Freiheit wieder. Er nahm sich die Lehre zu H^^nund London um 5 Uhr 22 Minuten nachmittags und stieg alsdann von diesem Tage an fuhröe er genau Buch. .Abendlich laß er aus- White stieg um 6 Uhr 32 Minuten innerhalb des Weich- an fernem Schreibtijch und 'chrub genau m sein Tagebuch, wa- bild'es von London auf Paulhan Überflog Bletchley um er am Tage vollbracht hatte. Zehn Jahre spater, am 6>. ^llNi H ui 27 Mia und Rugby um 7 Uhr 30 Min. in einer 1905 um 6 Uhr abends gei.cksteht ein neuer Mord. Nach.sech^ >)öhe von tausend Fuß. White war um 7 Uhr 58 Min. Über Monaten fruchtloser Nachwrschnngen verhaftet die Polizei auf SfUmötDii Grund einer heimlichen Anzeige von neuem ihr altes Ocher. London 27. April. Paulhan ist nach Zurücklegung „Was taten Sie am 6 Juni um 6 Uhr abends. „Am 6 Juni von 120 Meilen bei hereinbrechender Dunkelheit um 8 Uhr 10 Min. um 6 Uhr abends? Einen Augenblick Und er »U ciltgft scin n Lichfield niedergegangen. White landete tu Rort -1 Tagebuch hervor, schlug nach und antwortete, „um 6 ^juni ampton nach einem Fluge von 66 Meilen. Ter Weg Lon- um 5 Uhr Bureau, um 6 Uhr Tortgcgangeit^ iim 7 Uhr zum 'on -Manchester der 18-1 Meilen beträgt, muß binnen 24 Stunden Diner angejogen, um1 8 Uhr in dem und dem Gasthaus gegen cn. fern und sind »°chst°ns zwei Zwisch°-l°ndu..--n 11 % 9 n b o n 28 April. Paulhan stieg heute morgen mit überlegen lächelt und erklärt: „Diese Vorsicht. Stunde um Stunde feiner Flugmaschi >ie um 4.09 Min. auf, passierte 4.40 Uhr Ihre Taten und Ihre Gewohnheiten ^ruzmcknen, tft mehr Staiior und erreichte um 5> < Uhr Manchefter. i verdächtig. So naiv fuhrt man die ^uiftiz nicht hfuters A,id)t. <,Lainn uno 11 u ia..ii ।______ I - erkläre Sie für verhaftet, bic Sache ist ganz klar." Zum Glück war das Alibi nicht anzufechten und der gute Mann sah . ^^ schließlich die Freiheit bc4) wieder, trotz seiner genauen Aus- * Ein 9)t ittet gegen den R o st. Bereit.' tut >^ahre I - Yirtgert. 1817 wurde von Hofrat Osiander in einer Versammlung der '* Rechtsanwalt hatte einen Prozeß geringeren Königlichen Gesellschaft der Wissenschaftön zu Göttingen auf £bjcftc5 ,0 weit geführt, daß das Gericht der Partei des Anwaltes die Tatsache hingewiesen, das; eiserne Nägel, bic. fahr- Eid anvertraute, durck) dessen Leistung sie ihr gutes Reckst hunbertelanq in der Nähe von Holzkohle gelegen hatten, hon I bartun itnb obsiegen sollte. Ter Eid lautete: ,,^ch ichwöre, daß Rost gänzlich verschont blieben.' Diese Tatsache ist, wie der ich den Brief vorn 10. Januar 1908 nicht bekommen habe tonen Metallarbeiter" berichtet, neuerdings bestätigt worden, als Tag vor dem zur Eidesleistung^ bestimmten Termin erscheint die eine Senge altrömischcr Sifcntcik in der Mhe von S-tz- Lur«w ^nw-lto,. um sich bürg aiisgegraben wurde. Ein Teil von ichien war vom L r(ß bic Ermahnungen des Anwaltes, der seiner Partei in das Rost gänzlich rerfrestcn, ein anderer aber sah wie neu au. ^ewis'en geredet hat,' verläßt diese das Bureau, kehrt jedoch bald und ergab nach der Zusammenfetzung Gerate, die, abgesehen unb fragt zögernd: „&err Rechtsanwalt, war der Brief von Stileigentümlichkeiten, aussahen, als seien sie gestern nud, nirf)t eingeschrieben?" — Ter Held eines kleinen Stadt- entstanden ‘ Bei näherer Betrachtung ergab sich nun, das; Theaters mar an eine große Berliner Bühne engagiert worden, bie gut erhaltenen Teile zwischen Holzkohle gelagert waren. Nach seiner Abschiedsvorstellung kommt er freudestrahlend tn die Tiefe hat bic gegen 2000 Jahre alten (Sifenteile also vorm Garderobe. „Haben Sie diesen Beifall gehört? Sogar gmiien Verrosten geschützt. Mit Bestimmtheit ergab sich diese Tut-! hat man: hierbleiben, hierbleiben. nicht nach Berlin gehen. Brühl’sche Univ.-Buch- und Steindruckerei Schönen blau-weißen Silberkies liefern billigst frei ans Haus Jean Dern & (So., 2152) West-Anlage 31. Ja" sagt ein bissiger Kollege, „wir haben gehört: aber roiften Sie auch, wer gerufen hat, — das waren zwei Berliner. Kleine TaacsMionik. Die in verschiedenen Blättern verbreitete Nachricht, baß Grat Zeppelin in Weilburg gewesen sei und das »ertrummerte Luftschiff besichtigt habe, beruht am emern Irrtum. Graf jetoclin 2 heftern in Stuttgarl unb bat >td> berat« wieder "aM Vn™ "Ä» cl (Wtal» wurden bei Sprengungen Steine au, das Dach einer Jrbeilcrbubc ßdäftcu bert. Ein Stein durchschlug das -lad) unb tütete cmciK ^^Ew Remscheider Baumeister geriet in Köln in zweisel- hafte Gcsellschast. Mehrere Burschen plünderten ihn aus, verletzten ihn durch Stiche unb marien ibn in ben Strom. Der Unglückliche schwamm, aus dem Rucken liegend, rbeina.bwarti> bis M ü l h c i m. Dort schasste man ihn in das Krankenhaus. Von den Wegelagerern fehlt jede Spur. Rcichsrat Glomm in Kaiserslautern überwies dem Roten Kreuz 100000 Mark zur Errichtung eines Fanny Elcmm- feieften au^efiflyrt — Der Bund hessischer etottng. ifarfic dcrraus, bc "yüngtinasvereine feiert sein Jdhresfest in biesem Holzrohle stecken, Sommer in unserer Stadt. reine yol^kohie Grlglnal-VrahtinelSungen. Köln, 28. April. P. 2 ist heute morgen 6 Uhr auf- gestiegen, um eine taktische Hebung in unb um Köln und nördlich davon bis Düsseldorf hm aus- zusuhren. Seine Ausgabe lautet, gegen einen dort befindlichen Feind aufzuklären und außerdem astronomische Navigalionsarbeiten und Versuche mit der Funkentele- graphie auszuführen. Nach Beendigung der Uebung, die mehrere Stunden in Anspruch nehmen wird, soll das Luftschiff hierher zurückkchren. Paris, 28. April. Dor frühere Präsident Roosevelt ist heute früh 8 Uhr nach Brüssel abgereift, von wo er morgen nach dem Haag reisen wird. r „ Bofton, 28. April. Die hiesige deutiche Gesellschaft veranstaltete zu Ehren des deutschen Botschafters m Washington einen Festabend, bei dem Professor Eoolidgc von der Harvarduiiiversilät über die politischen und der frühere Marinesekretär Long über die Handelsbeziehungen zwilchen Deutschland unb Amerika sprach. Der Direktor des Bostoner germanischen Museums, Professor fihnw Franke, teilte mit, daß Adolf Busch weitere 100 000 Dollars für das Museum gestiftet habe. Caracas, 28. April. Gomez wurde zum Präsiden t e n g e w ä h l t. Für politische Verbrecher wurde eine Amnestie erlassen. s. Marburg, 27. ?lpril. An der hiesigen Universität habilitiert sich am nächsten Sonnabend Dr. Karl Andree mit einer Antrittsvorlesung übet „Die Bedeutung der Ozeano-, ^nscinc i n u n | v i v >i cv « ... - , qraphie für die Geologie". — Die phllosovhiscke Fakultät gibt alles können muß. Von den Hausfrauenferligkeiten früherer bekannt, daß von den seminaristisch vor gebildeten Jahrzehnte ober Jahrhunderte haben unsere Frauen, wenigstens Frauen nur die zu den Instituten und Seminarien Zutrstt soweit sie in Städten wohnen, ein gut Teil eingebußt, in den haben, bic genügende Vorbildung nachweisen können. ' Kolonien aber iverden diese wirtschaftlichen Tugenden wieder nacki i - -------------- - ihrem echten Wert geschätzt. Tie Farmersfrau mutz nicht nur Dfe Stranbuna ÖCS 3. II. kochen und backen, waschen und nähen, sie muß auch vom^ Garten Schuldsrago wird °°n der MM Ztg." erörtert. Sie schreibt m demselben Sinne tme wir. .-t [n betracht zu ziehen, daß die schlvarzen Dienstboten, die man Es heißt, baß ber Kaiser bie brei Luftschiste tn Hom- $crjügung hat, von Haus aus von all dem keine Ahnung bürg besichtigen wollte, ein neuartiges militärisches Schau- ^nb meist sich auch in der Folge wenig Verständnis für spiel KU genießen gedachte. Tie Meteorologen aber Reinlichkeit und Ordnung aneignen, so daß die Hausfrau beftänmg warnten, sie lehnten die Verantwortung ab. Selbst die bei der .Hand sein und sich um icde Kleinigkclt lelbft kümmern Kölner Luftschisfachleute waren voller Bedenken. Hatte muß - Kochen und Waschen versteht "ch tm -vaushaltichlietz.ieh unter solchen Umständen der oberste militärische Leiter des von selbst, «uch das Backe, un^> C^ern nt: ,u lernen, aber Luftschisswesens nicht bie Verpflichtung, brese Sorgen seinem ■Icm;uflo^^Cya®bce,Ig9c^t^at,® er weiß, was für cine^ Las von höchsten Kriegsherrn vorzutragen? xer ftnijer tpnnte un- vem g°_ ^der ein Schweinestall mit sich brir.ft, möglich wollen, baß wertvolles Gut ber Armee tn eine große flud) 1T)fnn bie Hausfrau nicht mit zusaßt, sondern nur das Gan Gefahr gebracht würbe, wobei sogar Menschenleben vernichtet beaufsichtigt. Auch ist es gar nicht so leicht, sich in diese Zweige werben konnten. Obendrein trat ja die weitaus größere südwestasrilanifcher Landwirtschaft so einzuarbeiten, daß man etwas (Wefafrr einer Diskreditierung unserer Luft- damit erreicht. Wie Rudolf Wagner in einem reich illustrierten schiffahrtvordem Ausland ein. Der Kaiser würde, Aufsatz des Maihestes von „Westermanns Veonaisheften schreibt, ° zweifeln mir nicht, auj ernstlich- Vorstellungen seines Ge- mu« men ben Clarlenbau in (A*“" !roerben N-Lls von der Parade Abstand genowrnen haben. Lat dieser Herrichen, weim nun, Ktt solche nicht gewagt, war für ihn ein Wunsch unumitoßlicher .^^^^cht Es handelt sich draußen eben nicht darum, im Befehl, so können wir das nur als Ausdrurr eines By-antini»- Z^garten sich ein wenig angenehm die Zeit zu vertreiben ober mus ansprechen, den wir sehr bedauern müssen. MrafUeot* ^uru§geftügel zu füttern, sondern der Garten und der Gcflügelh.^ unqen, wie ben hinter ihr liegenden, ist unsere deutsche öhmen dort dem recht realen Zweck des „Geldmachens", pum Luftflotte heute noch nicht gewachsen. Sie war auch nicht > c;- k« hpa TT-nrmpra nerinrncn und dielen erforderlich, denn was sie leisten rann, hat sie längst bewiesen. Tas erste Opfer der Kaiserfahrt war daL Militärlustschiff „M.", das trotz aller offiziösen Ableugnungen einen schweren Motorschaden erlitten hatte und nur mit den größten Anstrengungen und mit klapperiiden Motoren landen konnte. Große Schwierigkeiten hatte auch „P. 2" bei ber Landung in Köln $u überwinden. Es ist fast ein Wunder, daß „Parseval" heil in bie Halle kam. Bei „Z. 2" hat sich bic erzwungene Fahrt am bittersten gerächt. Weilburg, 27. April. Tie A b r üftu n g a r bei-. ...... . . 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Jn dv n und Mocheniiberie'st ch Professor.Helmtes m Museum übermieier. n wertvoller Pv> ftern nachmittag duft Person. Ter Gendar rroullicrie durch der eine zweifelhasi. ml- m\ unb \udfte iuwr- emde nicht, horte, zen den Fremden i;. lund tot zu Boden je der Mhe des gleiche .gdhnnd eines Ossi>i!- der gültigen geljcir nlung wurde nach ja:1 Drei Stimmen beschloß', in bau in städtisch!' üten soll heule schon lerbcn zu den seither^ lenommen. Von cir: f) den Schulhaus-Ne!i- nehmen; das wurde« ruhig abgewartet roctx bc beendigt sei. Mil. Ein iW sich heute morgen P ^tzau-Algeshem.,' i prakniche» ic einem Fuhrwerl^ Steuerung nuf M t-, und Ickteudn, lirde tebcnvgeft i cn des Automobil?. 91 M. r>- « str i( Gestern miH^^ * s -ff. 5- t onners^' und mifli clt' fiOüü Mf aus gute II. Hypothek UUvv «yiL mit prima Sicherheit sofort au leihen gesucht. Schrift!. Angebote unter 03693 an den Gießener Zlnzeiger erb. Bäckerei. 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Wer soll dem bi S SU diene, g et cbet gar lein W'°n zustimmen ^steuer verlangte 1 , De Rede de§ R la . 'm Bolle sehr ent rechts.) Kunft, Wi L-iTÄI1,? rarstellung. »ftbtt8? k"0?611' Unenbl^ftit rsV SS«»« ieinL ln infin b^enin6mte50rrr eine b0L 21d als vo?> nächst üegt, baÄ?1 Kllbu blicken friJ?1 "ach ir einer ffl toeU von ?Ien- 6011 u; ^^chsalls^"n aber Ziehen fstr ?. Steift ! er^.rns °"° Ä