Die heutige Nummer umfa&t 12 Seiten. Herrn aufs Haupt gedrückt. Legenden bezüglich des Ortes Nr. 70 Der Siebener Anzeige, erscheint täglich, außer Tarnen frone gewunden und dem dessen Mut vergossen. Wenn Wir bedenken, daß die Assessor mit Anstellungsdelret ausgerüstet, hierdurch allein dieselben Herren — Sozialdemokraten und Juristen —, die für die raschere Anlegung des Grundbuchs stiinniten, tränen auch die V er an t wer Ning, das; am 31. Jcai^ 1JUU in der Zweiten Kammer beschlossen nmrde, 14 n e u e •- b e r -- für ft er anzustellen. Tie Abstimmung war eine nament-- liche. Für die Anstellung neuer Oberförster stimmten die Abgeordneten: Berthold, Cramer, David, Euler, Dr. Gut- ileisch, e-°ö (Main-; , Jäckel. MSllinger, Molthan, Pennrich, Rau, Schlenqer, Schmeel, Schröder, Ulrich, Weidner, Weith, Reinhart, Schmitt. Dagegen stimmten die Abgeordneten: Bähr, Brauer, Brunner, Diehl, Erk, Horn, ^outz, Kohler (Langsdorf), Korell, Leun, Ohl, Pitthan, Rrpper, Schill, Schönberger, Wolf, Scksmalbach. Hätten nur zwei der ersteren mit den letzteren gestimmt, dann hätte nicht nur der Staat 2 Millionen Vermögen mehr, sondern auch ferner etwa 2 Millionen zu ordent- lichen Ausgaben zur Verfügung. . Somit konnte man im Sinne des Herrn Ftnaiizmimsters Gnauth eine größere Schuldentilgung vornehmen (Abgang, und Pensionierung des Herrn Gnauth wäre dann Nicht nötig gewesen) oder man brauchte diesmal keine Steuer- erhöhung oder man konnte den gering besoldeten Beamten eine Teuerungszulage gefreit Die Erste Kammer hat inzwischen, wie wir gestern berichteten, beschlossen, dem erwähnten Beschluß der Zweiten Kammer, der nur mit 2 Stimmen Mehrheit angenommen wurde, nicht beizutreten, dagegen soll aber an die Regierung das Ersuchen gerichtet werden, auf eine Verminderung der Amtsrichterstellen bedacht zu sein. Darauf hat dis Zweite Kammer einen Antrag angenommen, der die Bedenken zu dem ersten Beschlüsse aufhebt, und bie Erste Kammer ist diesem Schritte beigetreten. So wurde auch für diese Frage der beste Ausweg gefunden. Als man Jesu kreuzigen wollte, waren alle Bäume, wie eine ungarisch? Sage berichtet, fest entschlossen, sich nicht als Marter- hcckz pveiszugeb *' L""" Deutsches Heid?. Die Berliner Stadtverordnetenversam m lung beschloß mit großer Mehrheit, den Magistrat zu ersuchen, bei den Staatsbehörden dahin zu wirken, daß Ber- Dir Mvosrose ist einer sinnigen Legende nach aus einem Bluts-- tropfen Jesu entstanden, der aus den Nägelwunden aufs Moos fiel, die Damaszener Rose aber erwuchs aus dem Schweiße des Herrn, als er nach Golgatha schritt. Außer der Pflanzenwelt spielt auch die Tierwelt in den Kar sreitagslegenden eine nicht unbedeutende Rolle. So berichtet eine Legende von den Fischen, daß jic sich alle versteckt hätten, junj die Qual des Heilandes nicht mitansehen zu müssen: ja, das Rotauge habe sich damals sogar die Ailgen blutig geweint. Nur ein Heckst schoß raubgierig in dem Flusse bin und her, den Christus entlang kam. Als der Herr das RausckMt des Wassers hörte, sab er hinunter, und fein milder Blick' traf den Hecht- Seitdem trägt er aus zarten Gräten alle die Starter-Werkzeuge im Kopfe. Nach einer bayerischen Sage sollen die Fische mrbekümmert um Jesu Leiden und Sterben lustig geschnalzt haben. Zur Strafe hätten sie nun kaltes Blut und würden lebendig aufg-eschnitten. Tie Vögel waren alle tief betrübt. Die Lerchen versuchten, ihm mit ihren kleinen Schnäbeln Wasser zuzutragen: zum Tank erhielten sie den hohen Flug und den schönen Gesang. Nur die Krähen blieben ungerührt. Darum müssen sie im heißen Monat August Turst leiden, die Schnäbel aufreißen, können aber nicht trinken. Auch die Sperlinge fühlten fein Mitleid, sie trugen sogar — nach einer russischen Legende — den Kriegs knechten die klaget wieder zu, die die Schwalben heimlich entwendet hatten. Und- als Christus am Kreuze litt, da riesen die Schwalben immer: „Urner, inner!", d. h. er ist tot! Sie wollten, daß man ihn nicht länger martere. Tie Sperlinge dagegen schrien voll böser Al>- sicht: ,Hif, Hf!"; d. h. er lebt! und ftad)clten seine Peiniger zu neuer Grausamkeit an. Zur Strafe für seine Sünde sind die st-üße des Sperlings durch unsichtbare Wetten miteinander verbunden, darum kann er nur Hüpfen, aber nickst laufen. Zu den sinnigsten Legenden gehören auch die vom Kreuz schnabel und vom Rotkehlchen. Ter Kreuzschnabel versuchte mit seinen schwachen Kräften die Nägel aus Jesu Füßen und Händen zu entfernen, aber es gelang ihm nicht- Sein kleiner Schnabel bog sich hin und lher und ist noch heutigentags kreuzweis gekrümmt. Auch das Rotkehlchen flatterte ängstlich um den Gekreuzigten und bemühte fich, die Nägel herauszuziehen, wobei sein Gefieder vom Blut des Herrn rot gefärbt ward Aber er« vermochte auch nichts. Seitdem kann das Rotkehlchen keinen toten Mensckicn sehen. Es ist der Tobias unter den Vögeln. Wenn irgendwo ein Erschlagener im Walde liegt, von dem niemand weiß, den niemand aushebt und bestattet, fliegt es herzu und legt ein Zweiglein ober einige Blätter auf sein Antlitz, um ihn zuzudecken, so gut es kann. Was hauptsächlich zu einer Bemängelung des Systems Anlaß gegeben hatte, das waren die unftrei igen Mißerfolge der deutschen Diplomatie in den letzten I ihren. Tie Hauptschuld daran trifft zweifellos die oberste Leitung. Wie angc ist's denn her, daß man von der „Politik der Reisen und Feste" sprach, von den „Geschäften im Umherziehen"? Das ist nun etwas besser geworden, aber die Erfolge sind noch immer nicht derart, tote man bei den hohen Ausgaben des deutschen Volles für seine Macht und Stärke erwarten müßte. Viel kritisiert wurde gerade die Art, wie unsere wichtigsten diplomatischen 91 em ter besetzt werden, daß man Hofleute, Männer mit allerlei anziehenden Uncerhaltungs gaben uud wohlklingenden Namen auf Posten setzt, denen sie nicht gewachsen sind. Ein ganzes Buch sprachen die bekannten Begleitumstände bei der Berufung des ameritani scheu BolsckMers Hill. Uns scheint, ein kleiner Rest verkehrter Muffa Jungen steckt auch noch in der ob:gen amt lichen Erklärung. Allein ausschlaggebend bei dec Auswahl sei doch immer das Staalsinterefte. Innerhalb des überlieferten Brauchs, nur im Adel nach den Befähigten zu suchen? Ein H a u p t entscheidungsmoment scheint bisher auch darin gelegen zu haben, ob der Anwärter über glänzende Reichtümer verfügt. Es muß immer mehr darauf gedrängt werden, daß der Auswahl der tüchtigsten Kräfte Leine engen Grenzen gezogen werden. Solange das Volk die Fehler und Mißerfolge in der auswärtigen Poli.ik steht, solange wird es auch über die schlechte Auswahl der Diplomaten klagen. Herr v. Schoen hat übrigens am 16. März im Reichstag ausdrücklich gesagt: „Cs findet keine Bevorzugung des 2ldels ober der Plutokratie, weder in der Thaoric, noch in der Praxis, statt. Herr Strescmann hat behauptet, daß systematisch die Adligen nur mit großen Missionen betraut werden. Ich bin drei Jahre im Amte, habe aber von solchem System keine Ahnung." Es wird nicht schwer sein, zu beweisen, daß diese Ausführungen mit der Wirklichkeit und auch nut der neuen amtlichen Darlegung einigermaßen im Widerspruch sich befinden. Herr v. Schoen hat bei ivichtigen Anlässen eben immer bewiesen, daß er nichts Bestimmtes und Treffendes zu sagen weiß. 3»m heMchen Iustizhanrhalt. Als Entgegnung auf den Artikel in Nr. 63 zweites Blatt des „Gieß. Anz." schreibt uns ein oberhessischer Landtagsabgeordneter: Der Antrag auf Genehmigung von 15 Amtsrichterstellen auf den Inhaber hat seine volle Berechtigung gehabt, man wollte damit erreichen, daß künftighin sparsamer gewirtschaftet würde. Die Anlegung des neuen Grundbuchs kostet dem hessischen Staat bis jetzt 4 Millionen, hätte man vor 10 Jahren dem Antrabe der ländlichen Abgeordneten, mit dieser Anlegung langsamer zu tun, zugestimmt, dann stände heute das Staatsvermögen um 2 Millionen besser. Obwohl an kleinen Amtsgerichten der angestellte Richter nur wenig gu tun hat, also die Anlegung des neuen Grundbuchs nebenbei mit Leichtigkeit besorgen konnte, beauftragte man dennoch einen Assessor mit dieser Arbeit. An anderen Amtsgerichten legte der Amtsrichter das Grundbuch an und der extra verwendete Assessor versah die Dienstgeschäfte des angestellten Richters. Wenn nun dieses Verfahren zulästig war, warum will man nun jetzt behaupten, die Rechtspflege leide Not durch den Beschluß der Zweiten Kammer? Es ist doch nicht anzunehmen, daß der verwendete in der Christus am Kreuze hing und die Sonne den Trauerflor um sich hüllte, ging ein Zagen durch die ganze lebende Natur. Nur die Espe stand ungerührt. „Was kümmert uns," sprach sie, „dein Leiden? Sind wir doch rein, wir Bäume, Blumen und Man-en und haben nicht gesündigt!" Ader Astarvth, der Todes- enget, nahm die schwarze Schale mit des Erlösers Blut und goß >ie aus an der Wurzel der stolzen Espe. Ta erstarrte'der unglückliche Baum. Seine Blätter senkten sich. Nimmermehr tarn Ruhe in seine Zweige, und rcenn alles still ist, selig und ruhig, zagt und zittert sie und heißt Zitterpappel bis auf den heutigen Tag. Wie in dieser, so tritt auch in anderen Karfreitagslegendenl das Motiv der Bestrafung auf. So soll nach einer deutschen Sage ter Seidelbast ober Zeiland früher ein stolzer Baum mit süßen, wo bl'ck weckenden Früchten gewesen fein. Als aber die Juden aus ihm das Kreuz Christt zimmerten, traf ihn der Fluch des Herrn. Er schüvand dahin und verkümmerte, bis er endlich zu einem kleinen, mageren Sträuchlein mit giftigen Beeren wurde. Sck'reden und Schottländer glauben, daß das Kreuz Christi aus dem Holz der Espe gemad't worden fei, und daß der Baum deshalb gleich dem ewigen Juden keine Ruhe finde. Ebenso muß die Stechpalme Sommer wie Winter grünen, da ihre Zweige zur Karfreitagskgenben. Bon Franz P sl u g k. Tas Boll, das einst Jesu Kreuz umstand, ahnte wohl kaum, welches Trama von erschütternder Tragik fich vor seinen Augen abspielte. Mitleidlos schaute es Jesu Leiden und Sterben zu und lehrte gleichgültig nach des stillen Tulders Tode in die etabt Jerusalem zurück Als der Herr gestorben war, da erbebte die Erde, und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich aus. Ein unendlich.c Schmerz, ein furchtbares Entsetzen durchzittert unb erschüttert die ganze Gottesschöpfung, die Zeuge des Leidens und Sterbens Jesu ist. Das ist der Grundton der Evangelisten- wvrte. Ihm begegnen wir wieder in so mancher sinnigen Legende Sie legen Zeugnis ab von der Tiefe und Innigkeit des BKksf- gemüts. Nach einer märkischen Legende Waren die Weiden früher nur niedrige Sttäucher. Als der Herr in Gethsemane gefangen wurde, schauten sie voller Neugier empor. Wie sie die Gefahr erkannten, erstarrten sie vor Schreck und konnten fich nicht mehr zurückziehen. Und als nun gar die Häscher Zweige von ihnen abbrachen, um dm Herrn zu fesseln und zu schlagen, da furchte sich ihre Rinde vor Gram, und ihre Aeste sträubten sich empor, wie die Haare auf dem Kopie eines zu Tode erschrockenen Menschen. Von den Weidenruten aber, mit denen der Heiland geschlagen Horden war, stammen die Trauerweiden ab, die bis zum heutigen Tage in tiefem Schmerze ihre Zweige zur Erde neigen. Aehnlich lautet eine Legende tont Hollunder. Er war früher ein Baum mit glatter Rinde und kräftigen, biegsamen Zweigen. Als nun Jesus gegeißelt wurde, da schämte sich der Hollunder, daß er zur Peinigung des Heilandes dienen mußte: sein Aussehen wurde faltig und sorgenvoll, und er ließ.feine Ruten spröde werden, damit sie schnell zersprangen. Gleichzeitig fentte er feine vorher aufrecht stehenden Blütenbüschel voll trauer herab. Tiefes Weh erfüllte auch den Schwarzdorn, hatten doch trotz heftigen Sträubens die Kriegs tu eckte Zweige von ihm gebrochen, um daraus des Heilands Toi neu frone zu winden. Ter Herr aber erkannte des Strauchs Unschuld und schmückte ihn mit kleinen weißen Blüten. Tie Eiche, zu der die Juden zuerst gingen, leistete tapferen Widerstand: die Weide entichlüpfte, indem sie sich bald rechts, bald links zog: die Tanne stach mit ihren Nadeln: nur der Espe nützte ihr Widerstand nichts, sie wurde abgcfriuen. Seitdem zittert sie unaufhörlich, denn sie fürchtet, man werde sich wiederum ihres Holzes bedienen, um jemand zu kreuzigen. Nach einer weiteren Legende hat freilich die Unruhe dro Baumes eine andere Ursache. In der verhängnisvvllen stunde. v. vethmann-hollweg in Rom. Rom, 23. März. Reichskanzler v. Bethmann- Hollweg begab sich in Begleitung des preußischen Gesandten beim Vatikan, v. Mühlberg, zum Vatikan, tou er um UV- Uhr vom Papst in dreiviertelstündiger Audienz empfangen wurde. fMBbann stattete der Reichskanzler dem Kardinalstaatösekretär Merry del Val einen Besuch ab und kehrte von dort in die preußische Gesandtschaft zurück. Am 9M)mittag stattete Kardinal-Staatssekretär Merry del Bal dem Reichskanzler in der Billa Bonaparte einen Gegenbesuch ab. Der Minister des Auswärtigen begab sich heute nach der deutschen Botschaft, wo er mit dem deutschen Reichskanzler eine Unterredung hatte. Herr v. Bethmann-Hollweg- besichtigte nachmittags in Begleitung des Ministerpräsi^ deuten Sonnino die Ausgrabungen aus dem Forum Romanum. Zu Ehren des Reichskanzlers gaben heute abend der Mi nister des Aeußeren und die Gräfin Guieeiardini ein Diner in der Konsulata. imb der Zeit ihrer Entstellung die größte Verschiedenheit aus-, weisen, wird es uns nicht wundern, wenn fr mitunter ganz «gegensätzliche Anschauungen zum Ausdruck bringen. So darf die Tanne, weil Ehrist-us an einem Kreuz ton Tannenholz gestorben sein soll, ihre Aeste in Kreuzessorm um den Stamm ansetzen, und ihr immergrünes Kleid ist die Folge des Blutes Christi, das am Stamme des Kreuzes nieder gefloßen ist: cs hat dem Tode, hier dem Msterben der Blatter, die Macht genommen. Während die Tanne und auch die Steineiche dem Blute Christi das immergrüne Kleid danken, tragen es andere Pflanzen zürn ewigen Gedächtnis an Jesu Leiden und Sterben in roter Farbe ans Zweigen und Blättern. Als Jesus gegeißelt war, warfen die Kriegsmächte die Dürfen, die sie tont Brombeerstrauch gebrockten, achtlos beiseite. Tiefe vertrockneten aber nicht, sondern empfingen von dem anfraftatten Blute des Herrn neues Leben und fälligen Wurzel. 9üif den Ranken und Blättern sieht man heute noä; das rote Blut mit dem ursprünglichen Grün gemischt. Tie Dornenkrone soll nach einer märkischen Legende aus Zweigen c-er Stecheiche oder Stechpalme gemacht worden fein; seit jener Zeit hätten sich! die Ränder ihrer Blätter rot gefärbt. Tie schwarchraunen Flecken des Ackertnöterichs rühren ebenfalls vom Blute des Herrn her, ähnliches wird vom Jvhannikrau, dem gefleckten Knabenkraut, der AronÄtturz, dem Storchschnabel u. a. berichtet. Adel und Bürgertum in der Diplomatie. Die auch von uns mitgeteilte Anttvort des nationalliberalen Abgeordneten Stresemann auf die Einwendungen des Staatssekretärs Frhrn. v. Schoen zu dem Kapitel Adel und Bürgertum in der Diplomatie hat den weiten Weg durch die deutsche Presse gemacht. Das Auswärtige Amt versucht es in der „Nordd. Allg. Ztg." nochmals mit einer Widerlegung: Die Ausführungen des Abgeordneten Dr. Stresemann in der „National!. Eorrespondenz" über das Gardeprinzip im auswärtigen Dienst rollen eine oft behandelte Frage auf, die bei den Wünschen nach einer Verbesserung des auswärtigen Dienstes vielfach als springender Punkt betrachtet wird. Daß der Adel auch heute iwch in unserer Diplomatie eine sehr große Rolle spielt, ist unbestreitbar. Das ist in der historischen Entwicklung begründet und wird sich nur langsam andern. Kein Unbefangener wird erwarten, daß darin von heute auf morgen eine radikale Aenderung eintreten kann. Im großen und ganzen sind die Dinge bei uns nicht anders als in anderen monarchischen Staaten. Und die ausschlaggebende Frage wird immer sein müssen, ob das Staats- interesse bei der Auswahl unserer diplomatischen Vertreter leidet oder nicht. Diese Frage bejahend zu beantworten, dafür fehlt es durchaus an überzeugendem Material. Auch die letzten Reichstagsverhandlungen haben den, Eindruck hinterlassen, daß die Bemängelung unseres diplomatischen Dienstes mehr auf Stimmungen als auf Tatsachen beruht. Zu besonderem Pessimismus liegt also kein Grund vor, um so weniger, als alle Ausftlhrungen, die in den letzten Jahren über diese Dinge von leitenden Stellen gemacht worden sind, klar beweisen, daß man sich der Anforderungen an eine zeitgemäße Ausgestaltung des diplomatischen Dienstes voll bewußt ist und keineswegs die Verewigung eines starren Prinzips zum Schaden des Staatswohls betreibt. Es war eine Ucbertreibung, wenn Dr. Stresemann in schlag- wortartiger Zuspitzung von einem „Gardeprinzip" in der Diplomatie sprach und dies Prinzip bis in die Konsulate hinein wirksam sieht. Gerade die Besetzung der wichtigsten Generalkonsulate, die in unserer Zeit intensivsten Wirt.chaftslebens vielfach höhere Bedeutung haben als manche rein diplomatische Posten, beweist das Gegenteil. Wir haben bürgerliche Generalkonsuln oder Konsuln in London, Newyork, Chicago, San Franzisko, Mexiko, Montreal, Antwerpen, Brüftcl, Amsterdam, Rolterdain, Batavia, Asuncion, Valparaiso, Kopenhagen, Konstantinopel, Athen, Sydney, Singapore, Mailand, Neapel, Rom, Söul, Bukarest, Moskau, Odessa, Petersburg, Helsingsors, Barcelona, Madrid usw. Es ist also irrtümlich, daß der Adel bei der Besetzung der größeren Konsulate bevorzugt wird und nur in untergeordnete Posten Bürgerliche kommen, oder wie Dr. Sttesemanu im Reichstage sagte: „Bei General- lonsülaten in größeren Städten der illdelige Konsul ist, in der Provinz der Bürgerliche." Auch ist es irrtümlich, daß sich immer mehr die Tendenz dieser Richtung geltend macht. Vom „Gardeprinzip", das „bis in die Konsulate heruntergeht", kann man daher auf keinen Jall reden. Eher läßt sich in den Besetzungen auch diplomatischer Posten während den letzten Jabren verfolgen, daß sich die Tendenz zu st ä r kc r e^r H e r a n- ziehung des Bürgertums geltend macht. Tie Taftache zu bestreiten, daß in der höheren Diplomatie der Adel noch eine größere Rolle spielt, ist aber dem Frh r n. v. Schoen, dessen Aeußerungen im Stresemannschen Aufsatz in sinnentstellender Kürze wiedergegeben sind, nicht eingefallen. Wohl aber hat er sich gegen die Annahme gewandt, daß der Adel in größeren Missionen mehr vertreten sei als in kleineren, und daß die Konsulate in größeren Städten mehr mit Adeligen besetzt seien als mit Bürgerlichen. Tie Existenz eines derartigen Systems hat er bestritten, und Herr Dr. Stresemann kann das Vorhandensein dieses .Systems auch aus dem Staatshandbuch nicht beweisen: beim es ist nicht vorhanden. ____ Erstes Blatt 160. Jahrgang Donnerstag 24. März 1910 Bezugspreis: "^äT 9 monatlich75Pf.,viertel- WGMener Ammer W U v X? NssAW General-Anzeiger für Welche en Annahme von Anzeige« V » • wal": E. Heß; für den für die ragesnuinm« Hotationsörnd und Verlag der Vrühl'schen Untv.-Vuch- und Zteindruckerei K. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: ZchUlflrafre u Anzeigenteil: H. Beck. bis vormittags 9 Uhr. Sammlungen unter freiem Himmel und Um» Rüge, von denen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit nicht zu befürchten ist, im Rayon Berlin nicht gehindert werden. ’ Wie ans Stuttgart gemeldet wird, ist den Ständen ein Gesetzentwurf betreffend einen Nachtrag zum Haushalt zugegangen, durch den .zur Deckung des durch den BollzugdesVoltsschulgesetzes notwendig werdenden Aufwand 3 21841 Mark gefordert werden. Die dem Reichstage zugegangene Denkschrift über das E i n s u h r s ch e i n w e s e n wird im Reichstage erst in einigen Tagen ausgegeben werden. Die Denkschrift nimmt Leine Stellung zu den verschiedenen Abänderungsvorschlä- gen, die in den letzten Jahren laut geworden sind, so das; der Standpunkt der Regierung zu den Fragen nicht bekannt wird. Die Denkschrift ist rein objektiv gehalten und gibt eine Darstellung des gegenwärtigen Zustandes mit seinen Folgeerscheinungen und der geäußerten Wünsche. Es wäre zu begrüßen gewesen, wenn die Regierung in dieser Frage, ohne sich festzulegen, auch ihre Meinung kurz vertreten hätte. Die Druck- und Papi er ko st en für die neue Reichsversicherungsordnung, einem Bande von 1100 Seiten, belaufen sich, so schreibt inan uns aus Berlin, auf 15000 Mk. Diese Kosten verursacht allein die Drucklegung dos Entwurfes nebst Begründung. Bei derReichs - finanzreform wurden für sämtliche Drucksachen, die dem Reichstage in dieser Angelegenheit zugingen, rund 300000 Mark ausgegeben. Die alljährlich dem Reichstage zugehenden Kotonialdenkschriften, die mit Illustrationen ausgestattet sind, kosten mehr als 30 000 Mark. Der erste Parteitag zum Zweck der Gründung eines Landesverbandes der Fortschrittlichen Volks- parteiin Baden findet am Samstag den 9. und Sonntag den 10. April d. I,. in Karlsruhe statt. Ausland. Das englische Unterhaus hat sich am Mittwoch bis zum 29. ds. Mts. vertagt, wo dann die Beratung über die das Oberhaus betreffenden Entschließungen beginnen soll. Der Sultan gab am Montag zu Ehren des Königs und der Königin der Bulgaren ein Galadiner. Der König und die Königin der Bulgaren wohnten am Mittwoch einem Tedeum in der bulgariscyen Kirche und einer großen militärischen Revue bei, an der über 30 000 Soldaten teilnahmen. Hiermit ist der offizielle Aufenthalt des Königs und der Königin beendet, die sodann als Gäste der Stadt noch bis Montag in Konstantinopel verweilen. Das Königspaar wohnte noch einer Sitzung der türkischen Kammer bei. .Diese nahm einen Antrag an, in welchem dem König Dank für seinen Besuch ausgesprochen wird. Aus Teheran meldet man: Wegen des Mißerfolges der inneren Anleihe haben der Finanzminister und der Justiz Minister chr Entlassung s g e s u ch eingcrcid)t. Aus Philadelphia meldet man: Während die Bemühungen der vermittelnden Persönlichkeiten zur Beilegung des Streiks der Straßenbahn-Arbeiter nicht geführt haben, nahmen 35 000 Weber, die im Sympathie- ; Errett standen, die Arbeit wieder auf. 4Heer und LLotte. — Gegenüber den Aus f üh rungen M e. Kaunas stellt die „N orddeutscheAllgemeineZei- •tung" fest, daß Deutschland im Herbst 1913 nur 13 große Schiffe, nicht 17, verwendungsbereit haben wird. Auch beträgt die Bauzeit der Nassau-Klasse durchschnittlich 38,6, nicht 26 Monate, wie Kenna annimmt. Aus Stadt und Land. Gießen, 24. März 1910. * * Ordensverleihungen. Der Großherzog hat dem Fabrikanten Karl Hild in Mainz das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und dem Bürgermeister, Ortsgeinchtsvorsteher und Standesbeamten Peter Klotz I. zu Holzheim das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Phiupps des Großmütigen verliehen. * * Aus bem Militär Woche nbla11. Zu Generalmajoren befördert die Obersten v. Hutier, Kommandeur des L^ibgarde-Jnf.-Reg ts (1. Hess.) Nr. 155, unter Ernennung zum Kommandeur der 74. Jnf.-Brig., v. Bveckmann, Kommandeur des Jnf.-Regts. Prinz Earl (4. Hess.) Nr. 118, unter Ernennung zum Kommandeur der 60. Jnf.-Brig. Zu Komnran- danten ernannt die Obersten: v. Randow, Kommandeur des 8. Bad. Jnf.-Regts. 9h:. 169, von Darmstadt, und v. Ruv ille, Kommandeur des 6. Thüring. Jnf.-Regts. Nr. 95, von Mainz. Ium Regimentskommandeur ernannt Oberst o. Etzel, Direktions- mitglied an der Kriegsakademie, unter Versetzung zum Leibgarde- Jns.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115. Versetzt die Oberstleutnants und Bats.-Kommandeure: v. Dewitz im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) 9h:. 116, zum Stabe des Gwßh. Niecklenburg. Füs.Regts. Nr. 90. Zum Oberstleutnant befördert Major Heuer Brns.- Kommandeur im Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) 9tr. 116. Der Charakter als Oberstleutnant verliehen den IViajoren z. D. Frhr. Treu sch v. Buttlar-Brandenfels, Kommandeur des Landw.-Bszirks II Darmstadt, v. Graevenitz, Pferde- Vormusterungs-Kommissar in Darmstadt. Zum Bataillonskommandeur ernannt Major d. Sodenstern beim Stabe des Kur Hess- Jäger-Bats. 9er. 11, unter Versetzung in das Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) 9h:. 116. Vom 1. April 1910 ab auf ein ferneres Jahr zur Dienstleistung beim Großen General- stabe fomntaitbieri die Oberleutnants: Frhr. v. Gienanth im Gardc-Trag.-Regt. (1. Hess.) 9h:. 23, v. Stülpnagel im Lcivgarde-Jnf.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115, Sold an im Jnf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, v. G ilsa tm Grvßh. Art.- Korps, 1. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 25, Hunzinger, Lcutn. im Hess. Train-Bat. 9h:. 18, zum Oberleutnant befördert. Haupt- maim und Kompagniechef 5toetschau int Jnf.-Regt. Kaiser Wichelm (2. Hess.) 9h:. 116 als Lehrer zur Kriegsschule in Glogau versetzt. Versetzt: Hauptmann und Militärlehrer Klinger an der Haupt-Kadettenanstalt, als Komp.-Lhef in das Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) 9h:. 116. Zur HauptLadettenanjtalt als Erzieher die Leutnants: Thiele im Jnf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118, vom Kadettenhause in Bensberg: Derlei, Leutn. und Erzieher, in das Jnf.-Leib-Regl. Großherzivgin (3. .Hess.) Nr. 117, vvm Kadettenhause in Wahlstatt Leutn. und Erzieher Mootz, in das Jnf.-LLid-Regt. Großherzogin (3. Hess.) 9cr. 117. Aus der Marine scheiden am 31. März aus und werden mit dem 1. April 1910 im £ fiere angestellt: v. Sierakvwski, Oberleutn., Adjutant der Jnip- der 9Narine-Jnf. und Platznrajor in Kiel, unter Verleihung eines Patents vom 12. September 1903, int Jnf.-Leib-Regt. Großherzogin (3. Hess.^ Nr. 117, mit Patent vom 22. 9Nürz 1908 befördert Fähnrich Schweiger im Jnf.- Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118. Zu Leutnants befördert die Fähnriche: v. Eichhos im Leib-Trag.-Regt. (2. Hess.)9h:. 24, Müller im Hess. Train-Bat. 9tr. 18, die Unteroffiziere Hvl- lidt im Inf.-Leibregt. Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117, Zickgraf im Jnf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118. — v. Behr, Oberstleutnant beim Stabe des Gren.-Regts. König Friedrich der Große (3. Ostpreuß.) Nr. 4, unter Versetzung zum Jnf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118, mit der Führung dieses Regts. beauftragt. In Genehmigung des Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension zur Disp. gestellt: v. Eckenbrecher, Kommandant von Tarmstadt. Der Abschied mit der gesetzlichen Pension ans dem aktiven Heere bewilligt und als Leutnant im Regiment angestellt Leutnant v. Schuler im! Jnf.-Regt. Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118. • • Jubiläums-Pferde markt. Die Vorbereitungen zu dem Jubiläums-Pferdemarkt am 6. April sind eifrig betrieben worden. Die Veranstaltung wird glanzvoll ausfallen und kann des Interesses unserer Beoölkertmg in weiterem Umfange sicher sein. Zu dem eigentlichen Markt sind schon recht belangreiche Anmeldungen edler Tiere eingegangen. Besonders werden nichtoberhcssische Pferdehändler den Markt gut beschicken, so daß Kaufliebhabern eine große Auswahl zur Verfügung stehen wird. Auch aus landwirtschaftlichen Kreisen, namentlich von unseren Pferdezüchtern aus der Wetterau, scheint dem Markt ein verstärktes Jnteresie entgegengebracht zu werden. Der Glanzpunkt der Veranstaltung wird zweifellos das Sportfest an der Hardt werden, bei dem die Regimentskapelle unter Leitung des Ober-Musikmeisters Loeber konzertieren wird. Das Reiterfest soll allen Schichten unserer Bevölkerung zugänglich gemacht werden, weshalb man davon abgesehen hat — mit Ausnahme für die 300 Plätze der gedeckten Tribüne — ein Eintrittsgeld zu erheben. * * Meisterjubiläum. Der Obermeister der Firma Heinrich Schaff st aedt, G. m. b. H., Christian Reinhardt, begeht am Samstag sein 25jähriges Meister- jubiläum. Durch Gewissenhaftigkeit und unermüdlichen Pflichteifer hat der Jubilar sich die Wertschätzung und Achtung des bisherigen Alleininhabers der Firma, Kommerzienrat H. Schaffstaedt, wie auch die dec jetzigen Geschäftsleitung und Beamten erworben. Er war auch dem Fabrikpersonal stets ein wohlwollender und gerechter Vorgesetzter und bildete damit ein wertvolles Bindeglied zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Deshalb ist es begreiflich, daß Geschäfts- leitung, Beamtenschaft und Arbeitcrpersonal darin wetteifern, Herrn Reinhardt an seinem Jubeltage mit Ehrungen mannigfacher Art zu erfreuen. ** Kolosseum. Ter interessanteste Kampf des Tages war der Entscheidungswmpf Pierre le Boucher mit Eigemann (Rbeinl.). Ter Kampf war reich an Abwechselung und spannend, teilweise aber etwas roh. Keiner ließ fid)i etwas gefallen und östers prallten die Kopfe mit aller Wucht gegeneinander, an Kraft und Technik fehlte es keinem, nur der Franzose erlaubte sich m den gefährlichsten Situationen immer wieder verbotene Griffe anäuiueruxn. Der Kamps dauerte schon 35 Minuten, da plötzlich l’am der Rheinländer durch einen kräftigen Schwung des Franzosen auf beide Schultern. Tie Gesamtzeit des Kampfes war 1 Stunde und 5 Minuten. Ter Mann mit der 9Nas le hatte heute abend mit dem Polen leichtes Spiel. Schon nach fünf Minuten lag er regelrecht auf beiden Schultern. Es stehen durch diesen Unbekannten noch interessante Kämpfe bevor. Ein wunder- warer Kamps war der letzte, zwischen bem deutschen Weltmeister Weber und dem Ungarn Karzurky. Ter Ungar kämpfte wie immer in feiner Planier, aber er hatte keine Aussicht, die Oberhand zu beßom'm'en und in der achten Minute sah man, daß er nur ein Spielball Webers mar. Er wurde durch einen ceinture ä retours besiegt. Heute steht die Entscheidung Macdonald- Weber bevor. □ Glau berg, 23. März. Mehrere Landwirte ver- ivendeten zur schnelleren Mast der Schweine sogenanntes Fischmehl, welches man in der Regel zum Füttern der Hühner verwendet. Bald nach der Fütterung verendeten 11 Mastschweine und 2 Mutterschweine. Der Schaden ist bedeutend. Die Untersuchung der Futtermittel ist im Gange, x Nidda, 23. März. Die Höhere Bürgerschule umfaßt 5 Klassen von Sexta bis Obertertia. An der Schule unterrichten 6 Lehrer, darunter 3 Akademiker und eine Handarbeitslehrerin. — Unsere Gewerbeschule feierte heute den I a h r e s s ch l u ß. Sie war im Laufe des Jahres von 152 Schülern besucht und zwar besuchten 41 Schüler die Tagesschule, 90 die Handwerkerso nntagsfchule und 21 die Abendfortbildungsschule. An der Tagesschule unterrichteten 5, an der Sonntagsschule 3, an der Abendschule 2 Lehrer. Am meisten war unter den Schülern das Maurerhandwerk vertreten (21). Die Feier wurde in der Gewerbeschule iabgehalten Der Vorsitzeirde des Ausfichts- rats, Rentier Ringshaufen führte aus, wie bei der Ueber- setzung der Beamtenstellen das .Handwerk wieder mehr begehrtwerde, und daß ein tüchtiger Handwerker nicht weniger Ehren wert sei als ein anderer. Natürlich müsse der Handwerker etwas ordentliches lernen. Dazu biete die Schule Gelegenheit. Hauptlehrer Höhn gab dann den Jahresbericht der Schule. Es solle für die Folge eine Ausstellung «guter Mustenverke in die Wege geleitet werden, z. B. von Grabmalen: uni) Kunstgegenständen, um dem Geschmack die rechte Richtung zu geben. Den Schülern wurden hieraus die Zeugnisse übergeben und dann wurde ein Rundgang durch die wieder sehr zahlreich beschickte Ausstellung von Zeichnungen und Modellen angetreten. Sehr vermehrt waren gegen frühere Jahre Modellierarbeiten. A Butzbach, 23. März. Eine Lokomotiofabrik soll hier am Bahnhof entstehen. Die Firma Gebrüder Freitag hatte bereits bei Großen-Linden Gelände im Kauf gehabt, ließ aber ihr dortiges Projekt fallen, zumal die Stadt Butzbach das Gelände sehr billig abtrat. Die Firma hat 6000 Quadratmeter erworben. L. Bad-Nauheim, 23. März. Die Regierung beabsichtigt den Salinenbetrieb, bezw. die zur Salzbereitung dienenden Gebäude, zu verlegen, und zwar östlich der Main- Weser-Bahn. Das hierdurch frei werdende Gelände soll als Baiiplätze verkauft werden, um einen neuen Stadtteil zu schaffen, der sich an unsere Hauptpost und den Karlsbrunnen anschließt. Der erste Schritt hierzu ist geschaffen. Ein hiesiger Arzt hat einen Bauplatz am Wege nach dem Ludwigs* brunnen erworben und seit wenigen Tagen ist mit bem Bau einer Villa begonnen worden. — Am inneren Ausbau der Kolonnade, dem Tennishause und dem Cafe sind alle möglichen Handwerker beschäftigt und es wird zum 1. Mai fertig- gestellt fein. Die neuen Tennisplätze sind abgesteckt, zwei Fürstenzellen in Badehaus VII und II werden eben her- gerichtet, die eine ganz in Marmor ausgeführt. In der großen Allee, im Park, auf der Kurhaus- und Teichterrasse sieht man viele Hände sich regen, um bis zum 1. Mai fertig zu werden. Für die beiden Obst- und Blumenverkaufsbuden am Aliceplatze sollen für dieses Jahr 2300 Mk. geboten worden sein, gegen 1200 im verflossenen Jahre. x Bad Nauheim, 23. März. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten teilte Bürgermeister Dr. Kayser mit, daß bei den Freibädern, die in der Zeit vom 15. April bis 15. Oktober an die Bürger abgegeben werden, das 9Nitbringen eigener Wäsche nicht mehr gestaltet ist. Die Großh. Badedirektion fordert, daß für jedes Bad eine Wäschekarte zu 20 Pfg. gelöst werden mutz. — Dieser Tage hat sich hier eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung begründet, die es übernehmen will, vom 15. April ab den Personenverkehr in der Stadt und in nächster Umgebung von hier mittels Automobil-Omnibussen zu bewerkstelligen. Die hiesige Droschkenkutschervereiirigung hatte nun ein Gesuch an die Stadtverwaltung gerichtet und darin gebeten ,der geplanten Automobilverbmdnng vom Bahnhof nach dem Hochwald die Genehmigung zu versagen. Der Vorsitzende teilte mit, daß bei der bestehenden Gewerbe- sreiheit in der Sache wenig zu tun sei, zumal es sich um kein konzessionspflichtiges Unternehmen handle. -o. Mainz, 23. März. Der Bericht des st ä d t i s ch e n Finanzausschusses ist aus einen kritischen Grundton gestimmt. Es wird darin ausgeführt, daß die Staaten das finanzielle Leben der Städte erschweren, indem sie dem Gemeinwesen auf der einen Seite fortwährend Aufgaben zuweifen, die eigentlich Sache des Staates waren, und die Gemeinden finanziell belasten, Ivie durch die Talonsteuer, andererseits ihnen aber auf der Suche nach neuen Einnahmequellen hindernd in den Weg treten und diese Quellen selbst benutzen. Mainz habe in diesem Jahre zu den Provinzial- und Kreislasten 278000 9Nk. zu zahlen und nach einem Beschluß der Regierung solle es jetzt zu den Kosten der Oberrechnungskammer mit ungefähr 5030 Mk. herangezogen werden. Gegen diese Anforderung müßten die Gemeinden entschieden Verwahrung einlegen, sonst könnten in den nächsten Jahren noch andere Forderungen, schließlich sogar Ersatzleistungen für Gehalte der Minister usw., den Gemeinden zugemutet werden. Die Betriebsrechnung schließt im Voranschlag ab mit 9 953045 Mk. Ende 1908 betrug die Schuld der Stadt 42 734 230 Mk. und das Vermögen 76 773 258 9Rk., d. i. eine Zunahme der Schulden seit 1891 um etwa 105 Proz. Da im gleichen Zeitraum die Schulden der Städte mit über lOOOo Einwohnern um 280 Proz. durchschnittlich gewachsen sind, bezeichnet der Finanzbericht die Lage als nicht gerade beunruhigend. Ob zur Deckung des nach den neuen Steuerbeschlüssen noch bestehenden Fehlbetrages von rund 270000 Akk. die Umlagen erhöht werden, oder die Summe aus den Betriebsüberschüssen genommen werden soll, ist noch nicht entschieden. R. B. Darmstadt, 23. März. In Anwesenheit der Großherzogin als Protektorin sand heure vormittag dis Feier des 50jährigen Jubiläums der Heidenreich von Siebold-Stiftung zur Unterstützung armer Wöchnerinnen statt. Oberbürgermeister Dr. Glässing hielt die Festrede, in der er einen Bericht über die Tätigkeit der Stiftung gab, die seit ihrem Bestehen über 11000 Wöchnerinnen unterstützt hat. Geh. Obermedizinalrat Dr. Neidhart sprach namens der 9Ninisterial-Ab^eilung für Gesundheitspflege und teilte mit, daß der Großherzog der Präsidentin, Frmi Sanitätsrat 9Naurer, die neugestiftete „Ernst- Ludwig-undEleonoren- Medaille" verliehen habe, eine Auszeichnung, die damit zum ersten Male erfolgte. d. Mainz, 23. März. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung wurde unter sieben Bewerbern der Kaufmann und Küfer Schilling zum Stadthalle- Restaurateur-gewählt. Er erhält die Restauration auf fünf Jahre zum jährlichen Pachtpreis von 18 000 Mk. — Der Gastwirteverband hat in einer Eingabe an die Stadtver- ordneten-Versammtung über die Ausführung der Polizeiverordnung betr. die Animierkneipen, Beschwerde geführt. Besonders beklagt sich der Gastwirteverband über die gemachten Ausnahmen. Während dem einen Gastwirt, der Kellnerimienbedienung in feinem Lokale hat, der Zehnuhrschluß nicht aufgelegt wird, muß der andere Restaurateur, der ebenfalls keine Animierkneipe führt, um 10 Uhr des Abends schließen. Der Verein verlangt gerechte Ausführung der Ausnahmebestimmung oder Mshebung der erst beschlossenen Polizeiverordnung. Auch einzelne .Stadtverordneten führten über die ungerechte Behandlung Klagen; der Oberbürgermeister versprach Abhilfe. -f- Wetzlar, 23. März. Die Schulen unseres Bezirks sind angewiesen worden, Ucbungen im schnellen und doch geordneten Verlassen der Schul zimmer überall oorzunehmen, damit im Fall eines ausbrechenden Brandes usw. das Haus ungefährdet verlassen werden kann. Mindestens jedes Vlerteljahr ist eine Hebung zu veranstalten und ein Vermerk darüber in das Tagebuch einzutragen. fc. Usingen, 23. März. Der 75 Jahre alte Steiger Hühn in Haffelbach durchschnitt sich den Hals. Da der Verlebte in geordneten Verhältnissen lebte, ist anzunehmen, daß die Tat in einem Anfall von Geistesstörung geschehen ist. Frankfurt a. M., 23. März. Die Bäckermeister lehnten den vom Gewerbegericht als Einigungsamt einstimmig gefällten Schiedsspruch, der den Gehilfen einen Ruhetag alle 10 bis 14 Tage bringen soll, ab. Die Bäcker- gehilf en, die dem Schiedsspruch zustimmlen, beschlossen in einer sehr stark besuchten Versaminlung, ihre Forderungen auf der Grundlage des Schiedsspruches durch StreiLund Boykott durchzuführen. Der einstimmig beschlossene Ausstand erfolgte sofort noch gestern abend. In Betracht kommen ungefähr tausend Bäcker und Bäckereihilfsarbeiter. Gießener Strafkammer. )( Gieß en, 23. März. Ter Verkauf der Dorrmühle bei Willofs, der den Jilstallateur I. I. F. I. von Frankiurt a. M., den Ackers- mann M. W. und dessen Ehefrau wegen Betrugs unter Allklage brachte, sand feinen Abschllltz in der Verurteilung des I. zu zwei Jahren und 6Aionaten Gefängnis, unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft. W. wurde zu 6 Monaten Ge'ängnis üerurteilt und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf drei und I. aus fünf Jahre aberkannt. Frau W., die einen sehr beschränkten Eindruck machte und bet der Verhandlung stets erklärt hatte, sie habe nur das getan, was ihr von den anbeten gesagt worden ist, wurde als daS lvlllenlose Werkzeug der allderen Allgellagten angesehen unb srelgesprochen. Die Verhandlung hatte ergeben, daß weder der eine, noch der andere Angeklagte im Besitze eines nennenswerten Vennogens war; diesen Umstand haben sie nicht nur verschwiegen, soildern sich auch so gestellt, als seien sie zahlungsfähige Leute. I. mußte höher bestraft werden als W., da dieser erhebllch vor- bestrast ist unb er die Hauptrolle in der Angelegenheit gespielt hat. Als strasmindernd ronrbe die unglaubliche Leichtgläubigkeit des seitherigen Besitzers und dessen Verlrallensseligkeit Hervorgehoben, durch die den Angeklagten ihr Vorgehen leicht gemacht wurde. GerichtsjaaL. ** DaS Recht auf d i e Straße. 21m Dienstag verhandelte das Schöffengericht gegen den Fuhrknecht de§ Unternehmers Nippel wegen G e f ä h r d u n g e i n e s Eisenbahntransportes. Der noch junge Mensch ivar an einem Tezember- abeild am Treffpunkt der Schanzen- uni) Bahnhofstraße mit fernem Fuhrwerk mit einem Straßenbahnwagen zusarnmengestoßen, fo daß dessen vordere Blendlaterne in Trümmer ging. Tte Beivets- ausnahlite ergab: Lurz vor der Bahnho'slraße hörte der Ailgeklagte den Wagen der Straßenbahn kommen, der znnl Bahnhof fuhr, und hielt illfolgedessetl mit feinem Wagen kurz vor den Schiene,! in der 78 44 40 72 70-74 75 42 72—78 69 67-72 37 80 80-00 40 40-00 71 70—72 55 0% Wolfstrahe 14. 02426I Prima selbstgekelterten (1781 Neuer Besitzer: Ö2420) Ncucnwcg 34. fhinf-OTcrnd] ZN verkaufen 59 49 70—72 68—70 31 27 62 54 60—64 50-58 55 54 87-103 80—85 95 82 Braunfeis. Hotel-Pension Bellevue. Gut. bürgert Haus. Wundervolle Lage, Veranda, Garten, Touristen- Haus, Radfahrerstation. Eigene rZorellensischerei. — Telephon 38. Grundstücke, Geschäfte oder sonstige Objekte werden stets gesucht durch die Zentral Verkaufs - Börse Deutschlands Frankfurt a/M. Töngeöaasfe 23. (sP'/l- Besuch erfolgt kostenlos. Zahlungsfähige Käufer erhalten kosteuloie Auskunft. Kaffenschrank gebraucht, aber sehr gut erhalt., zu verlausen. Schriftliche Anfragen unter 1557 an den Gieß. Anz. erbeten. Schale. Masllämmer und jüngere Masthammel • Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Apfelwein M. Schäfer Wwe. Kaiser-Allee 4. 1792] 69 Durch Wohnhm kaufen gesucht. Originat-Drahtmelduirgeir. Hamburg, 23. März. Der Bürgerschaft ging ein Antrag des Senats zu, in welchem für die Erweiterung der Hamburger Hasenanlagen aus sstoßnerchof und Waltersneuhos Mt 45100 000 gefordert werden, die durch eine An leche beschafft werden sollen. , Rom, 24. März. Das Gespräch des Reichskanzler s mit dem Papst und den M'.tgliedern der Kurie drehte sich naturgemäß hauptsächlich um die kirchlichen Verhältnisse in Deutschland doch wurden keinerlei Abmachungen getroffen. c „ Paris, 24. März. Zwölf Bilder verschiedener Künstler, die für die Ausstellung des französischen Künstlerbundes ein geschickt worden waren, wurden von einem unbekannten Täter völlig zerschnitten. Es handelt sich um einen sinnlosen Akt von Zerstörungswut. Catania, 24. März. Der Aetna ist seit einigen Tagen in lebhafter Tätigkeit, aus etwa 10 Oeffnungen strömen Lava ström e heraus, die schon einige Ortschaften b edrohen. - Uu! gilt erljaitciics Lmk mit plattiertem Pferdegeschirr zu verlausen. (17/3 Schntzsuttraße 18. Engros: Tribus Sundlie im Giessen._______[b13In Feinste Mast- (Vollmilchmast) nnb beste Saugkälber „• • • Dlitllere Äiast- und gute Saugkälber . 48—51 Berlin/ 23. März. Flugpreise des Krtegs- ministeriums. Tas preußische Kriegsministerium hat für die im August stattfindende erste nationale Fliegerwoche in Johannisthal zwei Geldpreise im Gesamtwert von 18000 Mark ge- ’tiftet, und zwar einen Höhenpreis (5000 Mk. dem ersten, 3000 Mk. dem zweiten, 1000 Mk. dem dritten), und einen Belastungspreis (5000 Mk. dem ersten, 3000 Mk. demt zweiten, 1000 Mk. dem dritten). Zugelassen sind nur Maschinen, die aus deutschem Material hergestellt sind; nur der Motor darf aus dem Auslande bezogen sein. Für bte zweite nationale Flieg er Woche (vom 7. bis 13. Oktober) hat das preußische Kriegsministerium gleichfalls für deutsche Flieger Geldpreise in Höhe von 18000 Mark in Aussicht gestellt. Hiermit zur gefälligen Kenntnis, daß wir jetzt auch elektrische Lichtbäder verabreichen. Zur Anwendung kommen Blaulicht-, Voll- unb Teilbäder, sowie Bestrahlungen einzelner Körperstellen. Teilbäder können auch außer dem Hause verabreicht werden. Za, Hi’atz u. Frau Telephon 354. 02433 Landgras-Philipp-Platz 8 I. Klara-Ziegler-Museum geöffnet werben. Im nächsten Jahre soll das Museum zu einem Theatermuseum erweitert werben. — Tie diesjährige Versammlung pes Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege findet vom 13. bis 16. September in Gllerfeld statt. -- r Beniner Aatwnal. öbmvm, Exzellenz Vnfessor Dr. Adolf Wagner, vollendet am 25. Wrz das 75. Lebensjahr, -ter zu Erlangen g.eooretie Gelehrte wirkt fein vier Jahrzehnten an der Friedrrd^Wilhelm^ Universität. — Ter „M ainzer Männer gelang -V etc 1 n hat den Chormeister Wilhelm Geis aus Wiesbaden zum xuri - genten des Vereins gewählt, und zwar unter 142 Bewerbern. Lustschissahrt. Mainz, 22. März. Dem Flieger Lerheyen, der seit längerer Zeit auf dem großen Sande Flugversuche unternimmt, gelang gestern ein längerer Flug. Er umkreiste mehrmals die riesige Fläche des Sandes und sowohl her Aufstieg als auch die Landung vollzogen sich glatt. Verhetzen war etwa 8 Minuten in der Lust geblieben. Eene große Menschenmenge wohnte den Hebungen bet, bte nun nad) Eintritt einer günstigeren Witterung häufiger unternommen werden sollen. fear-meiasäe« allerfeinste Qualitäten Erdbeer, Aprikosen, Himbeer per Topf 1 Pfd. netto = 75 Pfg. Pflaumen — 50 Pfg. Feinste Metz. Mslange-Marmefade per Eimer v. 10 Pfd. = 2.80 Mk. Feinster garant. reiner Bienenhonig von Lehrer Buss-Leihgestern geschleudert. (1292 Leere Gläser und Töpfe werden mit 10 Pfg. zurückgenommen. Eberh. Metzger Nachf., Inh.: Heinrich Driesch. Univerjitäts-NaehriHten. Frankfurt a. 9JL, 23. 'März. Ter Kaiser hat dem Rektor der Akademie dahier das Recht beigetegt, die von Professor Dr. Darmstädter uud dessen Ehefrau, ged. Gumbert, zum Andenken an ihre verstorbenen Geschwister Georg und Franziska Speyer gesnstcte goldene Kette als Amtszeichen bet feierlichen ' Gclegenhetlen zu tragen. Tie llebergabe der Amtskette an den derzeitigen Rektor Prof. Dr. Freudenthal erfolgte am 22. ds. Mts. in Anwesenheit des Oberpräsidenten der Proomz Hesien-l'kastau, Hengstenberg, in den Räumen der Akademie. Schanzenstraße an; er sah, wie der Wagenführer sich bemühte, den Wagen zum palten zu bringen. Ter Wagenführer nahm an, der ftnljcber wolle warten, bis der Straßenbahnwagen vorbei sei, und aab daher Strom. Der Fuhrknecht war der Meinung, der Wagen- Kibrcr wolle halten und ihn erst bte Schienen passieren lassen, weshalb er fast gleichzeitig mit der Straßenbahn sein Fuhrwerk in Bewegung setzte, so daß der Zusammenstoß unvermeidlich wurde, abschon der Wagenführer wie auch der Fuhrknecht alles taten, um ben Zusammenstoß zu verhindern. Amtsanwalt Wtdemann ivies darauf hin, daß sich diese Zusammenstöße mit der Straßenbahn mehren, daher sei es nötig, daß das Schöffengericht sich mit ihnen beschäftige. Es ginge aber nicht an, daß man in jedem Falle bem Lenker des betr. Fuhrwerks die Schuld an dem Zusammenstoß iusprcchc. Alan müsse vielmehr in jedem Einzellalle prüfen, wem die Schuld treffe. Hier feien die Straßen weit enger, als z. B. in Frankfurt. Am Seltersweg z. B. sei es zwei Memchcn nicht möglich, aus dem Bürgersteig sich auszuweichen, wenn gerade die Straßenbahn vorbei fahre. An der Stelle des Unfalles seien wiederholt Zusammenstöße oorgekomrnen. Im vorliegenden Falle jet der Zusammenstoß erfolgt, weil der angeklagte Fuhrknecht und der Wagenführer der Straßenbahn von der falschen Voraussetzung ausgmgen, daß der andere halten würde und ihre Gefährte zu gleicher Zeit in Bewegung gesetzt haben. Hierzu sei gekommen, daß es dem Führer der Straßenbahn infolge der Nässe auf den Schienen (es halte geregnet) nicht möglich war, seinen Wagen zum Stehen zu bringen. Bet Beurteilung der Sachlage muffe man sehr starke Zweifel haben, daß der Fuhrknecht an dem Zmammeiistoß die Schuld trage, weshalb der Amtsanwalt es in das Ermessen des Gerichts stellte, ob eine Verurteilung zu erfolgen habe. Tas Schöffengericht sprach den Angeklagten von Strafe und Kosten frei, weil berechtigte Zweifel an dessen Verschulden bestehen. Berlin, 23. März. Auch heute wurden verschiedene Demo nst r ante n vom 6. März, die insbesondere auch den Ausdruck „Bluthunde" gegen Schutzleute gebraucht hatten, zu Gefängnisstrafen verurteilt. Essen, 23. März. Tas Oberlandesgericht in Hamm gab bem Anträge des Rechtsanwatts Niemeyer auf Wiederaufnahme des im Jahre 1904 verhandelten Meineidsprozesses Ludwig S chroeder und Genossen statt und ordnete eine neue Verhandlung an. Straßburg, 23. März. 'Ter Herausgeber und Redakteur Stücklet: des ittzwischen eingegangenen „Simplicius" wurde heute von der Strafkammer wegen Beschimpfung Don Einrichtungen der katholischen Kirche zu fünf Tagen Gefängnis verurteilt und zwar wegen emes Artikels „Staatsverbrecher". Wegen eines anderen Artikels erfolgte Freisprechung. TROCKEHA HALBTROCKEN - «E. Ä. 6*8 ATRAFFCM ’■ “ Kloss U. Foerster .-.teler Champajlneweine Vertreter: Striepe U. Lan^e, Marburg a.d. Lahn, Bahnhofstrasse 13. Fernsprecher 419 B Märkte. Wiesbaden. D i e h h o '-M a r k tb e r l cht vom 23. Marz. Auftrieb: Rinder 99, Kälber 616, Schase 87, Schweme 492 Tendenz: Rinder langsam, Kälber und ed)afe gut, schweim- mittelmäßig. m . pro 100 Pfd. schniltspreis gebend- S>Lischt« 100 Pfund gewicht ,vedend«Lckla i,i gewicht Ochsen. von-diS von-bis Vollfleischige, ausgemästete, höchsteit Schlacht,verte-, höchstens 6 Jahre alt 42—46 76—80 Jllnge, fleischige, nicht ausgetnästete und ältere ausgemästete 39—41 Färsen, Kühe. Vollste,schige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes . 40-4o Vollfleischige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 35—40 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jiingerellühe u. Färfen 30—33 Mäßig genährte stühe und Färsen . . 25—29 Kälber. Kitt jrtrtltfl u. gr. Gart, wegzugoh. 6Ul Milt a. oerk. in der Kaiser--------- u^uu,t. Allee. Schrtstl. Angebote u. 02414 Swriftl. Angebote unter 02334 an den Gieß. Anz. erb. 1 an den Gießener Anzeiger erb. Fahrrad mit FreMs, wenig gefahren, zu verlausen. 024231 Licher Straße 3511. vermischtes. * Großfeuer im Thorner Telegraphenamt. Im Telegraphen- und Fernsprechamt in Thorn ist Feuer ausgebrochen. Der Fernsprechverkehr ist einstweilen gänzlich unterbrochen. Tic Telegramme von und nach Thorn werden wahrscheinlich erhebliche Verzögerungen erleiden. Das Feuer im Hai p postgebä. de en.stand um lli/2 Uhr vormittags in der Dachkammer und entwickelte sich mit großer Schnelligkeit. Auch der Telephonhelm mit etwa üOO Drähten geriet in große Gefahr. Tie Feuerwehr vermochte nur wenig auszurichten. Mittags wurde das Telegraphenamt von den Beamten geräumt. — 'Ter Brand konnte, nachdem das Obergeschoß völlig zerstört war, gelöscht werven. Der Telep.,on- und Te.egraphen- betrieb ruht einstweilen ganz. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Kleine Tageschronik. IN Liegn itz starb gestern der Oberst von Kleist am Herzschlage, nachdem ec vormittags die Benachrichtigung erhalten hatte, daß er als Generalmajor in den Großen Generalstab nacy Berlin versetzt fei. In Stockholm wurden 2 Damen zu Stadtverordneten gewählt. Tiese ersten weiblichen Stadträte von Stockholm sind eine Sozialistin, Fräulein Mansson, und eine Konservative, Fräulein Dr. Palmgren. .. , Beim Bootsrennen in Oxford-Ehambridge siegte Ox- foib mit drei Bootslängen. .. Zwanzig bewassntto Räuber überfielen das an der russischen Grenze gelegene Gut Tomanirwiza, ermordeten zwei Wach- ter, sowie die Schwester des Besitzers tutb einen Verwandten. ^ie Stäuber entlamen unerEamit, nachdem sie das Haus ausgeplündert hatten. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit Mittwoch früh: Tas westliche Hochdruckgebiet hat auch gestern trockenes und zeitiveise heiteres Letter gebracht: doch sind infolge des Rordwest bte Nachmittags, temperaturen nur bis 7 Grad angestiegen. Das nordöstliche -ries-- druckgebikt hat sich nordwärts entfernt; nur an der oberen .Lonau lagert noch cm flacher Teilwirbel, der heute früh vereinzelt unbedeutenden Regen bringt. — Das große, ganz Westeuropa umfassende Hochdruckgebiet bringt jetzt ostwärts vor und ruft Aufheiterung hervor. «„cm- inin Wetteraussichten in Hessen am ^rettag dem 2o. Marz 1910: Aufheiternd, trocken, etwas wärmer. leine Ehrontkaus St unft Unp Wissens chaft. Die Villa der verstorbenen Klara gl e gier, die der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger vermacht wurde, soll am 1. Ium als 02333) Gut eingefahrener Ziegen bock mit Chaise und Geschirr zu verkaufen. Hammttraße 1. 02396) Wenig gedr. Sofa, Schreibtisch, £L Kommode il. Spiegel abzugeben. Hemelstraße 5. 024091 Wegen Wegzug Rad billig ,>it verkamen. Liebigstr. 37 Ul. 02407) Kinderwagen m. Gummir. zu verkaufen. Weterstr. lv! Lebendgewicht 55—06 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 55—56 Fleischige Schweine 53—5o Limburg a. d. Lahn, 23. März. Fruchtmarkt, schnittspreis pro Malter. 'Roter Weizen (nassauischer) 18,30 Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 17,90 Alk., llorn 12,00 Mk., Gerste: Futtergerste 0,00 Mk^ Braugerste 00,00 Mk., Hafer 7,' 5Mk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 0,00—0,00 Alk. Kuhmist zu uert [02427] Nord-Anlage 3. Weiße Bsautaubcn u. 1,1 fchw. rofenf. Batam billig abzugeben. Jacob Simons. 02434) Ein zweirädriger Pflug- karrcu zu uertauien. Jobs. Balser 1., Steinbach. 2 neue Breaks, 2 gebt. hMeMc, 2 gebt. PriAemageu, wie neu, 15 Ztr. Tragkraft, ein Lauterbach. Wagen, sehr locnig gebr., mit Patentachsen, zu vert. Frische Eier 10 Stück G5 und 70 Pfg. [02390 Ullrich, Schloggasse 7. Alle Sorten Saslkartoffeln frübe u. späte, sowie ff. Speise und Salatkartoffeln empfiehlt zu billigsten Tagespreisen [1787 W. iiankei, Telephon 612. Neuen Baue 7. E NE PERLE AutenMa rausfrinq Lanolin-Seife i Stück 20 Pfg. 5 Stüde 95 Pfg, Fahrrädep, Nätascliim Gummi sowie sämtliche Ersatz- u. Zubehör- Teile a8,/s kaufen Sie am billigsten bei der Firma Feier taoterg Giessen Süd-Anlage 7 Tel. 680 Meeh. Werkstatt mit elektr. Betrieb : .5. Jl .A- Gesundes, kräftiges Mädchen angekommen Architekt Carl Ph. Müller und Frau Hedwig geb. Schmits Giessen, 24. März 1910. ITT» Stein’s Garten, Giessen Am 2. Ost er fei erlag Crosses Militär - Konzert ausgeführt von der 1776 Kapelle d. II. Grossh Hess. Inf.-Repts. r 116 (Kaiser Wilhe m) unter persönL Leitung dos Obermusikmeisters, Herrn Lüder. Anfang 4 Chr. Ende 7 Hin.___________Eintritt 50 Pfg. Liebigsteöhe. Am 3. Oster Feiertag 1789 Utilitär - Ttoirzevt cutsgeführt von der hiesigen Regiments-Kopeke unter persönlicher Leitung des ObermusikmeisterS W. Löber. Anfang 4'/.; Uhr. Eintritt 40 Pfg 0*2408) Scharfen Oofbnnb kauft Ernst Valentin, Zum schwarzen _______Walfisch, Gleiberg.______ Ein noch gut erhaltenes Sofa (Titian) zu kaufen gesucht. Schristl. Angebote unt. 1762 an den Giellener Anzeiger erbeten. ?.u vermiet eit 1791J Geriium. 9-Zim. Wohn. u. s. Zub., Gns 11. Et.), p. 1. ftuh v u. Volk, Biömarckur. 16. IM, Ost Anlage 12, Ecke Land- grafenstrasze, Beletage, elegante 6-Zirnmer-Wohnung per 1. Aull eo. früher zu vermieten. Näher. H. W. Rinn, Ost Anlage 12 p. 1786s Die durch Versetzung deö Herrn HauptmannKoettichau freigewordene Wohnung, Bleichitr. 6, bestehend aus 6 Zimmern, Bad u. allem Zubehör, ist per 1. Juli zu vermieten. Näheres bei Schäfer, Hinterb. I. unsereril Neubau, Kevler- straste, sind die l. u. 11. Etage, je ß Zimmer nebst Bad, sowie die Mans.-Wohnung, sämtlich modern eingerichtet, alsbald zu vermieten. Abcrmanu L Kling. 6 Zimmer 1788] 5-Zim.-Wohnung per 1. Ault zu verm. Näh. L. Neil, ___ Kaiser-Allee 14a/iu. Ö2094] 5-Zim. Wohn. in. all. Zub. per 1. April oder auch später zu vermieten. Bahnhofstrahe 59. Moltlestrasze 24. Elegante 5 Zimmer-Wohnung lparterre) mit Rad u. all. Zubeh. per 1. Juli zu vermieten. Näher. Schtfsenbcrger Weg 2, 1527i NicolauS. 1208] Wetzlarer Weg 41 pnn., neu Hergericht., schöne 5-Zim. -Wohn, mit Garienanteil wegzugshalber sosort oder sllr 1. Avril zu verm. 4 Zimmer °*l"| Grabenstr. 4 I. versetzungSh. mod. 4-Z.-W. m. a. Zub. u. Garten mit, z. v. Hint. d.West-Anlage 15. Schöne 4-Zim.-Wohn. mit Olas u. Zub. sllr sof. oder spät. z. verm. 1766]__Aslerweg 4t. 4'Ztm - Mansarden. Wohn, mit Zub. zum 1. April zu vermieten. 02411]____________Steiustras;e 19. 17561 In mein. Hause, Rodhetm. Strafte 42, ist der 1. St., 4 Ztm. mir Zubehör per 1. Juli zu vermieten __________I. Havvel. 3 Zimmer | 1674] 8-Zim -Wohnung int mittler. Stock, Schifsenberger Weg 54, an ruh. Leute per 1. Mai, cv. früher, zu vermieten. Nähere« Parterre.___________ 1627] Sch.3°Zim.-Wvbu., I. St., an ruh. Jam., sof. beziebb., zu verm Näh. Liebigstrahe 69 v.________ 1604| Schöne Ü-Zim.-Wohn. (unrt.) mit Gartenanteil zu vermieten, Leihgesterner Weg 18. [1504 „Schöne Aussicht", Nebeubanö. I 2 Zimmer | 024211 2-Zstn.-Wohn. Grabenstr. 9. sJlctl). i. mittl. Stolr o.Lndwigslr.40. 02310] Schöne 2 Zimmer in. Küche zu vermieten. Löweuaasse 0. | Verschiedene \ Wiefenttr. 4. Zum l. Juli ob. sriiher zu vermieten: Parterre Wohnung <4 Zimmer, Badezim., Kllche u. Zubehör), Mansarden Wohnnng <4 Ztm., Küche n.Zub.), grolle Werkstätle, im Hinterbanse, sämtlich neu hcvneriditct. 11614 Zn erfragen Nlarbnrger Str. 20. 1641] Der Parterre-Stock in mein, iienerbanteu Hanse, Stephan str. 16, (Nähe b. Biblioth.), 5—6Zimmer tu. Loggia unb Balkon, zum 1. Juni oder Juli zu vermieten. Näb. Karl Hahn, Löberstr. 17. 1399] Kleine Wohnung zu verm. Steinürahe 68. , Möbl Zimmer 021031 Schön möbl. Zimmer zu vcrmiet. Wetzsteinstralle 19 I. 02418] Gut möbl. Zimmer zu ver- n 11 eien.________Wagengasse 11II. 02435] Möbl. Zimmer zu verm. _______Bleichslrahe 16 Nebenh. 02266] Mühl. Zimmer m. Pension. Neuenweg 18 III. 02263] Möhl. Zimmer zu vermiet. Grabenstralle 10 I. 02093] Möbl. Zimmer m. sev. Eing. sof. z. verm. Babnhosstr. 591. 16451 Gut möbl. Wohn- u. Schlafzimmer mit Schreibtisch zu oer- mieien._______Sllb-Anlage 7 v 02384] Neu möbl. Zimmer p. 1. 4 . ev. früh., an Kausm. o. Beamt, z. v. I. Frieöleben, Bleichsir. 5 IJ. 02327] Sol. Arbeiter kann Kost. u. Logis erh. Sonnenstralle 11 III JLAden etc. Eine Helle Werkstätte m. Lagerräumen unb klein. 3-Zim.-Wohn. billig zu vermieten. 1829 Zu criragen Liebigstr. 65. Mietgelrlche Suche zum 1. April b. I. einfaches, aber gutes gemütliches möbl. Zimmer mit Morgenkaffee, ev. mit einfach., aber guter Pension, in der Nähe beö SelterSweges. Off. mit getrennt. Preisangaben durch Rudolf Moste, Leipzig u. D. E. 1240._________ tss23/« Znlige Lehrerin sucht 1 bis 2 mobl. Zimmer. Off. mit Preisangabe an M. Oaaemann, Darmstadt, Stistsstr. 2511. t»« Eins. möbl. Zimmer m. Äiittag- unb Abenbessen ab Blitte April zu mieten gesucht. Schriiti. Angebote unter 1785 an ben Giellener Anzeiger erb. (Zisküht-Anlagc». Erstklass. Firma sucht in Hotels, Metzgereien:c gut eingesllhrte Vertreter Q°nbc Schristl. Melbungen uni. 02404 an ben Giellener Anzeiger erb. Gesucht werde« Agenten, Reisende, Hausierer f.9 mal patent, uutierbreuttbaren Dauer-Kohlenanzünder, auch Ersatz für Spiritus-u. Petroleumkocher. 02406 Off an H. Schmitz, Slrofborf bei Giellen.________________________ *> X Mk. tägl. Berd. d. Berkaus m. Patent Artikel s. Herren. Neuheiten - Fabrik Mittweida Markersbach Nr. <»9. I liv13/, Soliden Reisenden für meine Zigarren Fabrik sllr alsbald gesnrltl. Auöfübrl. Angebote u. 1758 an den Giellener Anzeiger erb. Eilt tüchtiger, gewandter Werk zeugmaschiueiischlosser, welcher mügl. schon grolle Bohrmaschinen gebaut hat, u. an sauberes Arbeiten gewöhnt ist, wird vorlänffg ato Vorarbeiter gesucht. Bei gut. Leistung später Meister- stellung. Zengntoabschr. u. Lohn anspr. abzug. an Rudolf Mosse, Eülu M\h K. V. 54 (»0. I Bill tiiditifltr Stcinhnucr sllr Grabsteinarbeit gesucht. [1745 Arauz frcwcl, Kaiser-Allee 7. Tüchtige Maurer gesucht. (1726 Peter Schepp, Baugeschäst, Burkhardöselden._______ Ein jniifl« HüÄdllrsEe »cs. 1670] Älctchstrahc 21. Biograph Blockstraße 12 02417 Plockstraße 12 Die öeherlistong der Diamsntenräuber Kunstfilm von zirka 450 m Länge. Großes, fesselndes Drama. fjoiptinann einer GnWmism großartiger, amerik. Kunstfilm von äußerst spannend. Handlung. Iklrnit einer Kimmeysfe Sensationell. Fesselnde Handlung und Darstellung. und die weiteren Nummern des gesamten, wirtlich KV" großartigen Schlagerprogramms Tüchtige Rolkichlleider sllr dauernde Stellung ges. (1746 _______Georg Leib & SoKn. Zum 1. April ds. Js. gesucht: 1 Fuhrmann Fuhrwerk, der etwas Gartenarbeit versteht, sowie 15 bis 20 tüchtige Ziegelei Arbeiter für dauernde Arbeit. TbonWcrf Hüttenberg, Leihgestern. 102345 Junger, kräftiger Fabrburfche ver 1. April, evtl, auch sofort gesucht. Nur solche mit guten Zeugnissen ob. Referenzen wollen sich melden. Kost und Logis im Hanse. 1719] __O. Weisel, Sonnenstr. 6. 02366] Junger Hausbursche ge- sucht. ________Ebelstralle 2. Schreinerlehrling gesucht von Karl Zimmermann, 1335]________Neuen Bäne 15. Suche ver bald einen braven Lehrling, dem Gelegenheit geb., das Rinder- fchlachten mit zu erlernen. [1574 Gust. Krcudcr, Schweineiiietzgerei, Neustadt 17. fMirGttn aus achtb. Familie -VvlJllllllJ mit guter Schul- btlbung für Ostern ober später gesucht. 11691 ________Jakob MaternuS. Mädchen in Küche u. Hausarbeit erfahren, gesucht.! 1788] Nord Anlage 21 p. Besseres jung. Mädchen ni kl feinen Haushalt ohne Vergütung sofort gesucht. Familienanschlull. Schrtftl. Meldungen unt. 02402 an den Giellener Anzeiger erb. W 6W Lohnanspr. u. ZengniSabschr. erb. au Fr. Math. Wagner, Gießen, Neustadt 4. — Wenn möglich, ver- sönliche Vorstellung.(02429 02430, Ord. Mädchen, welch, aus der Schule entlassen, tagsüber für leichte Arbeit gesucht. Fran Strati, Landgraf-Philipp-Platz 81______ 1769| Gesucht zum 1. April, event. später, ein Alleinmädchen, welches kochen kann u. -Hausarbeit versteht. Vermittl. nicht ausgeschl. Anmelden gegen 8 Uhr. Fr. Privatdozent Dr. VerSlntiS, ______Wilbetmstralle 41 p._______ 1782| Ich suche, da mein Mädchen nach vierjährigem Dienste wegen kranker Eltern seine Stelle bei mir aufgeben muff, ein braves, zuverlässiges Mädchen, in Küche und Hausarbeit erfahren. Frau Kreisassistenzarzt Schenck, ______Gedern, Oberhessen.______ Ein junges, braves Dienstmädchen v. Lande suchen zum bald. Eintritt Brüder Schmidt, Inhaber H. Guthardt, 17471 Seltersweg 83. 02419] Mädchen, das etw. kochen tarnt u. Hausarbeit versteht, sucht Stelle. Teuic 1 slustgärtchcn 26. NevlPedWetz für Maturjtäts- unb Ergänzungs- prusungen unb für alle Klassen höherer Lehranstalten im Einzelunterricht. — Nachhilfestunden tn ben Sprachen für Schuler höherer Schulen. — Ausnahme von ein bis zwei Pensionären. |340 Dr. Roese, Oberlehrer 1. P. ____CoetheBtranse 34.____ Konsuntti Giessen und Umgegend. Um unseren Heuchelheimer Mitgliedern Gelegenheit zur Anschaffung einer gediegenen unb dabei billigen Literatur zu geben, haben wir die Wiesbadener Volksbücher in unserer dortigen Abgabestelle, Brauhausstralle 37, ausgelegt; dieselben enthalten die Werke namhafter Autoren unb sinb bie einzelnen Bänbcheu zum Preise von 10—40 Pfg. zu haben. In Giehen sinb biefelbcn nur Blcichstralle 16a erhältlich. 1438]_________Der Vorstand. P SopWtn Frl. Partbier, Fr.,Seltersw.81 v. Schüler bet höher. Lehranstalt findet liebevolle P ensio n in gutem Hause. Schrtftl. Angebote unter 1619 an ben Giellener Anzeiger erbet. Hpititntt ünbet Schüler ob. Schülerin in beff. Familie. Familienanschlull u. Beaufsichtigung ber Hausaufgaben. Schristl. Angebote unter 02218 an ben Giellener Anzeiger erb. Strickmaschine. Lohnenden Erwerb bringt eine Strickmaschine, anlernen gratis. A. Hebauf, Frankfurt a. M., 1461) Luisenstrahe 37. hv>/8 lOOOMk. bar Preise <500,300,200MJ ♦Ur neu« prakHoche und aewlnnbrlngendt J. Bett & Co. Frankfurt a. Äfc iso. Dienstmädchen zum 1. April gesucht. [B23;.> Chirurgische Klinik. Auf sofort Kam« la In eine perfekte gegen hohen Lohn gesucht. [02398 Wo? sagt b. Geschästöst. b. G. A. Wtnoloflt! Astrologe! Wlssenschastlich gebtlbet, ist auf einige Tage von 2 dis 10 Uhr zu sprechen! Lebenslauf, Heirat, Charakter! Auskunft über Kinder nach astrologischen Berechnungen! Gasthaus „3iir Renen Welt", Weüstetngafse 10 I. Et., Eingang _________Torweg._________ Gilt tiirfltiflCS Mädchen per sosort gesucht. 11734 Brandgasse 3 p. Für iung. Kaufmann wirb p. 1. 4. Stellung in bess. Hause geg. mälligeS Salär gesucht. Schristl. Angebote unter 02386 an ben Giefi. Anzeiger erbeten. Füngcrcs Mädchen ans achtbarer Familie, in allen Hand arbeiten erfahren, sucht z. 1. Mai, ev. auch früher, Stellung zur uoll- ftänbigen (frlcrnung beS Hanc Halts, am liebsten auf bem Laube. Familienanschlull Bebingnng, etwas Taschengelb erwünscht. Offert, erbitte unt. P. S. 100 tiostlagerud Wetzlar.______1790 Eine Srtienkamme sucht Stellung Zu erfragen in ber Geschäftsstelle beö Gieß. Anz. (1794 Schiffsjungen f. 1,2-,3-kl. Segelschiffe erh. seegemälle AuSrüstg. u. Auskunft. M. Groline, Altona, Hqsenstr. 69 I. Prosv. gr. (hv17/a Stenographie. Unsere neuen Lehrgänge in Stenographie und Maschinenschreiben für Damen u. Herren beginnen Donnerstag.N.MärzlSI«, abends ]/29 Uhr im Hotel E i n h o r n. Gefl. Anmeldungen an den Unterrichtsleiter, Herrn Kuhl, Weserftraße 16, ober zu Beginn des Unterrichts erbeten. (y'-'/g Ltaioliraoheii-kcMioft „kobclobttger". Kolossern« Giessti Dir.: Albert Rappmann Walltorstr. 36-38 Telephon 644 Heute Donnerstag, 24. März 1910: Achter Tag der internationalen Welt - Ringkampf-Konkurrenz um den grollen Preis von 3500 Mark. Heute ringen folgende Paare: Oster ILuxemburg) gegen Grammer «Bayern) Der Mann mit d. Maske gegen Eigemanu «Rheinland). W Entscheidungskamtif -tau Weber gegen Macdonald «Deutschland) «Schottland) Der Mann mit der Maske bat tn einer Zuschrift die Aufforderung zu einer Revanche dahin beantwortet, ball er sich auf eine solche nicht einlasse: bas Urteil beö Schiebsrichters sei in biefetn Falle mafegebenb. Aullerbem habe er noch eine ganze Reihe von Kämpfen zu absolvieren und sei er keineswegs willens, auf den Sieg über Grammer zu verzichten, benn er verlange biefelben Rechte für sich, wie jeber andere Teilnehmer an der Konkurrenz. Vorher das brillante Spezialitäten-Programm. Sonn- u. Feiertags 2 grolle Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr ermähtgte Preise. In beiden Vorstellungen grolle Ringkämpfe. Borverkaufsbilletts haben Gültigkeit. Ostermontag Frühschoppen-Vorstellung von 11 bis 1 Uhr. In dem vorderen Restaurant täglich grolles Künstler-Konzert des beitrenomnt. Damen-Or- chesters „Tlnßnn". Kapellmeister Fr. Rasp vom Konservatorium in Leipzig. «02431 Anfang 7Vj Uhr. Eintritt frei. Es ladet erg. ein Dir. Albert Ratitimaun. Bahnhofstraße 54. Bahnhofstraße 54. Für Karfreitag besonders zusammengesetztes Programm, unter Anderem: Zer dcMe Kkiser mit dem KMprinM- pstlir auf der Parsorcejagd in Zöberitz. Ein Drama in Italien sowie datz weitere großartige Programm. [02415 Lagerplätze mit direktem Geleise Anschluß an d. Staatseisenbahn z. verpacht. 886) Iran Dcrn & Co., Gicllcn. Hermes Lehr-Institut Giessen, Bahnhofstrasse 2711. können sich Damen und Herren in kurzer Zeit aneignen. Beginn neuer Kurse in Schönschreiben, Buchführung, kausm. Rechnen, Korrespondenz, Stenographie, Maschinenschreiben ufro. Für Erfolg wird garantiert Honorar mäßig. 102412 Anmeldungen und Eintritt täglich. Beamter sucht in seiner freien Zeit schristl.Nebenbeschäftigung im Beitragen von Büchern 2C. Schristl. Angebote unter 02410 an den Giellener Anzeiger erb. Student übernimmt Beaufsichtigung tion Schularbeiten unb gründliche Nachhilfe in einzelnen Fächern. Adresse zu erfragen in ber Ge- schastöstelle b. Gieh. Anz. (02416 Teilnehmer s. Privatunterricht z. Vorbereitg. f. Quinta bes Nealgymn. gesucht. Schristl. Angebote unter 1780 an ben Giellener Anzeiger erb. Gasthaus zururoiie einschl. Sommerwirtschast (oorm. Weller) in Annerod für sofort an tüchtige kautionsfähige Wirtsleute zu verpachten. (1771 Gictzcncr Brauhaus. Das Stricken und Anstrickett von Strümpfen wirb gut u. billig besorgt. Fran Fohauna Fritsch, 1793]__________Bleichstralle 13. Maschinenbauer - Gesang - Verein. vm/r| Karfreitag: Ausflug nach Staufenberg. Abmanck 7 Uhr Marktplatz. I. Osterseicrtag: Familicnzusammeukunft auf ber „Srliöncn Aussicht". 2. Osterfciertag: Treffpunkt SchütienbauS. toncordia. KarfreitagStour überKlein Liud.,Groh Rechtenbach, Grollen Linden. Zusainmenkuust 1 Uhr am Russischen Hof. Abmarsch präziö 1V> Uhr. v2V*l Der Vorstand. Karfreitag Familien - Ausflug nach Kloster Arnsburg. Abmarsch vom Ludwigeplatz vräziö 1 Uhr. "Nachzügler mit Zug 218 Uhr nach Garbemeich. Bei ungünstiger Witterung Zusammenkunft abends 8 Uhr im „Schipkapall". v24/fl)__Der Vorstand. G. R. V. 1885 Anfahren Erste Vereiustour Freitag den 25. März «Jagbschlöbchen Dutenhofen". Abfahrt: Oswalbsgarten mittags 3 Uhr. Gäste willkommen. v^/s)Der Vorstand. Bäuerischer Gesangverein Karfreitag: Ausflug Inheiden—Hungen. Abfahrt nach Garbentetch 818 Uür. Für Nachzügler Treffpunkt Gasthaus Zur Traube in Hungen. v^ln)__Der Vorstand. Fj| iirciho iicn 25. dss. ÜT Mts. gkjchloW. Neues Stadttheater Giessen. Sonntag den 27. März 1910 (Erster Oster-Feiertag) Nachmittags 3'/., Uhr Kleine Preise! ■ Kleine Preiset nr- Movitkt! -wx „Strandkinder“ Ein Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann. Anfang3'/--Uhr. Ende geg.6'/iUhr. Abends 7V. Uhr- Kleine Preise! Kleine Preise! Gutscheine haben Gültigkeit. „Die rote Robe“ Schauspiel in 4 Akten von Eugene Brieux. Deutsch von Anne St. Csre. Ansang7'/!.Uhr. Ende geg.10'/«Uhr Montag den 28. März 1910 (Zweiter Oster-Feiertag) Nachmittags 3‘/3 Uhr Kleine Preise! Kleine Preise! „Der Hochtourist“ Schwank in 3 Akten von Curt Krantz und Max Neal. Anfang 3'/, Uhr. Ende geg.6V« Uhr. Abends 7l/2 Uhr Kleine Preise! Kleine Preise! Zum 12. Male: Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen tznsaut.-Regiments „Kaiser Wilhelm" (Nr. 116) „Der fidele Bauer“ Operette in 3 Akten von Viktor Lson. Musik von Leo Fall. Anfang 7'/s Uhr. Etide geg. 10 UHL.