Die heutige Nmmmer umfatzt 10 Seiten. deutsche Morine, so wollen Ew. kaiserliche Hoheit jetzt das deutsche Heerwesen kennen lernen. Unsere Behörden werden bestrebt sein, Ew. kaiserlichen Hoheit Einblick in alles zu geben, was auf diesem Gebiete für Sie von Interesse sein kann, und ich bin überzeugt» daß unsere Hcereseinrichtungen eine Fülle von Anregungen bieten werden, die auch für das große, in erfreulicher Entwickelung befindliche chinesische Heer nutzbar gemacht werden können. Ucber- zeugt, daß auch Ew. kaiserlichen Hoheit Besuch dazu beitragen wird, die guten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem chinesischen und dem deutschen Reckrl) immer mehr zu fördern und zu festigen, heiße ich namens Se. Majestät des Kaisers und Königs Ew. kaiserliche Hoheit und Ihre Begleiter herzlich willkommen und hoffe, daß Sie von dem Aufenthalt in unserer Mitte nur die angenehmsten Eindrücke empfangen mögen. Hiernach empfing die Kaiserin den Prinzen im Ta- merlan-Zimmer und ließ sich auch sämtliche chinesische- Herren vorstellen. Die Kaiserin besichtigte dann die int Muschelsaal ausgestellten, von dem Prinzen mitgebrachten Geschenke, Basen und Seidenstoffe, woraus den Gästen im Muschelsaal Erfrischungen gereicht wurden. Der Prinz fuhr nach hem Empfang im Neuen Palais zur Abstattung von Visiten nach Potsdam. ich manchmal einem begegne, sagt mir schmunzelnd: Schau, so siehst auch du aus! Ansonsten stst mir nicht anders zumute, als in meinen Jugendtagen. Die Welt ist gerade noch so schön, wenn nicht noch schöner, ich bin gerade noch so kindisch und die Zukunft liegt gerade so reizend unbestimmt und geheimnisvoll vor mir, als ob die fröhliche Erdenwanderung erst anginge. Und auf einmal kommt ein so kleines Knäbleinwesen, dessen Vorursache einst ich gewesen, und sagt: Tein Haar ist ein Wintertag! Wie oft hat man in früheren Zeiten g/esagt: Wenn es fein mutz, ich bin bereit! Und nun auf der Höhe dieser Jahre nimmt man jede höfliche Erinnerung für eine Störung. Ter Junge hat bei seinem Wintertag ja wohl nur an das Rodeln gedacht." — Sv ante Arrhenius als Austauschprofessor. Professor Svante Arrhenius-Stockholm wird im Frühjahr 1911 als Ausiauschprofessor an der U ni v c r s i t ä t P a r is eine Reihe vor Vorlesungen über physikalische Chemie halten. Die Einrichtung des Prosessorenaustaufches, wie sie auf Veranlassung des deutschen Kaisers schon seit mehreren Jahren zwischen den Vereinigten Staaten und dem Deutschen Reiche besteht, wurde vor Jahrestrist auch in Frankreich an der Pariser Universität angestrebt. Für diesen Zweck hatte Albert Kahn einen Jahresbeitrag von 30 000 Die Nachwahl in ZrieLberg-vMngen. B. Friedberg, 30. Mai. Der deutsche Handwerkerbund hat in seiner gestrigen Versammlung beschloßen, nur einem Kandidaten seine Stimme zu geben, der das Programm des Bundes anerkenne. Prof, van Galtet hat das Programm nicht unterschrieben, dagegen hat Rechtsanwalt von Helmolt seine Unterschrift vollzogen, obwohl das Programm bestimmt, daß er für die Erbschaftssteuer eintreten muß. Unter der Ueberschrist ,Bauer, paß auf!" veröffentlicht der Abgeordnete Kähler-Langsdorf in der „Reuen Tageszeitung" einen spaltenlangen Aufruf zugunsten des Kandidaten von Helmolt. f- In einer Zuschrift aus Büdingen wurde kürzlich behauptet, daß es in Büdingen fast nur Freisinntge gäbe und laum 20 Nationalliberale. Da der Einsender ein ange,ehenev Einwohner Büdingens war, von dem wir glaubten annehmen zu können, daß er die Verhältnisse Büdingens genau kenne, haben wir die Behauptung nicht nachgeprüft. Heute werden wir von anderer Seite darauf aufmerksam gemacht, datz die Feststellung falsch war. Bei der Wahl am 25. Januar 1907 wurden in Büdingen abgegeben für Orwla -3b, jur den Sozialdemokraten 272, für den Frersuimgen lob Stimmen. Der Kroitprm$ als Vertreter des Kaisers. Der Kaiser, dar am rechten Handgelenk eine kleine Operation hat durchmachen müssen, kann einige Tage keine Unterschrfften vollziehe«. Kleine Ursache, große Wirkung; das Wolff'sche Bureau teillt die darauf bezüglichen Erlaße mit großer Wichtigkeit mit. Der Kaffer leidet an einem Furunkel in der Gegend des rechten Handgelenkes. Die lebhafte Entzündung machte eine Oeffnung erforderlich, welche am Samstag, dem 28. Mai, von Geheimrat Professor Bier auSgesührt wurde. Der Verlauf ist bisher normal. Der im „Reichsanzeiger" veröffentlichte Erlaß hat folgenden Wortlaut: Da Ich auf ärztlichen Rat Mir für einige Tage Schonung Meiner Hand auferlegen muß, will Ich Eure Kaiserliche und Königliche Hoheit und Liebden für die Dauer Meiner Behinderung beauftragen, an Meiner statt diejenigen Schriftstücke unterichristlich zu vollziehen, welche Ich Euerer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit und Liebden zu diesem Zwecke zugehen lassen werde. Neues Palais, den 27. Mai 1910. Wilhelm I. R. v. Bethmann-Holliveg, Frhr. v. Rheinbabcn, Dr. Delbrück, Dr. Beseler, v. Breitenbach, o. Arnim, v. Moltke, Sydow, v. Trott zu Solz. Der Widerspruch des finnischen Landtags. Der finnische Landtag fud)t sich der russischen Unterdrückung durch neue Eingaben zu erwehren. So berechtigt sie sein mögen: siewerden ab solutnichts nützen. Petersburg, 29. Mai. lieber den Inhalt der Biit- schrif t dessinnischenLandtags wegen Verletzung der finnischen Grundgesetze melden die Blätter folgendes: Ter Landtag weist darau-f hin, daß bei der Einmischung des russischen Ministerrats in die Angelegenheiten Finnlands in juristtscher und praktischer Beziehung eine Reihe von Fehlern zu Tage getreten seien, da dis Beschlüsse von Personen gefaßt worden seien, die von den finnischen Angelegenheiten keine Kenntnis hätten. Während der letzten 25 Jähre habe der Landtag unter Mitwirkung der Regierung große Summen angesammelt, die zu Kul- turzwecken bienen sollten und die nun ohne 93c- fragendesLan dtagse in fach dem Reich sschatz- amt über wiesen würden. Eine neue Gesetzesvorlage könne nicht durchgeführt werden, selbst wenn die gesetzgebenden Jnsttkutionen Rußlands .sie annehmen und der Kaiser sie sanktionieren sollte. Das finnische Volk würde Gesetze, die unter Verletzung seiner Grundgesetze durchgeführk würden, nicht anerkennen. Finnland habe nie Anspruch auf eine eigene äußere Politik erhoben und auch nie Maßregeln zur Reichsverteidigung Hindernisse bereitet. Zum Schluß spricht die Bittschrift den Wunsch aus, der Kaiser möge die Grundgesetze Finnlands in Kraft lassen und alles roieoer aufheben, nrais eine Verletzung derselben in sich schlösse. Heising fors, 28. Mai. Der Landtag hat die kaiserlichen Vorschläge betreffend eine besondere Mili- Franks gestiftet. — Ter Mac-Kinley-Berg erstiegen! Der höchste Gipfel von Nordamerika, der Mount Mac Kinley, den Dr. Cook bereits im September 1906 erstiegen haben will, ist nun in der Tat von einer größeren Expedition überwunden, worden. Sie bestand aus den Herren Dan. Patterson, W. R. Taylor und Charles Mc. Gonigle, dazu dem Führer Thom. Lloyd. Die Schwierigkeiten der Besteiaung stellten sich als geringer heraus, als vorher angenommen worden war: immerhin nahm sie einen ganzen Monat seit der Ankunft am Fuß des Berges an Anspruch. An vier Stellen des Berges wurden Lager für längeren Aufenthalt aufgeschlagen. Der letzte Aufftteg wurde von einer Höhe von 16 000 Fuß, das sind 5000 Meter unternommen. Der Mount Mac Kinley endigt m zwei glerchhohen Spitzen, von denen die eine abgerundet und mit Schnee bedeckt, die andere ein spitzer kahler Fels ist. Auf diesem Felsen wurden in einem Steinhaufen die Beweise der Ersteigung medergelegt/ Die Expedition, die Dr. Cooks Berichte mitgenommen hat, konnte nach Petermanns Mitteilungen keine Spuren von dessen Auf- Neues Paläis, 29. Mai. Prinz Tsai Täo und die Mitglieder das chinesischen militärischen Stu - dienausschusses begaben sich vormittags von Berlin hierher, mir ihnen der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Freiherr v. Schoen, der chinesische Gesandte und die zu den chinesischen Herren kommandierten Offiziere. Von der Sta- iion Wildpark stchr der Prinz nach 11 Uhr zum Palais. Der Kaiserliejß sich im letzten Moment bei dem Empfang durch den Kronprinzen vertreten, da der Verband Ian der rechten Hand das Anlegen der Parade-Uniform verhinderte. Der 'Kronprinz erschien in der Uniform des 1. Garderegiments zu Fuß. Prinz Tsai Tao hielt eine Ansprache. Das Konzept dieser für den Empfang durch den Kaiser gedachten Rede lautet auf deutsch: Der Kaiser von China entbietet Ew. Majestät durch mich ehrerbietigsten Gruß. Ew. Majestät genießen in der ganzen Welt den Ruhm eines hervorragenden Strategen, dem die Ausbildung und die Kriegsibereitschaft seines Heeres vor allem am Herzen liegt. Ich habe stets zu Ew. Majestät mit Bewunderung emporgeblickt und schätze mich glücklich, jetzt vor Ew. Majestät treten zu dürfen und so huldvoll empfangen zu werden. Es trifft sich sehr günstig, d-rß die große Frühjahrsparade bevorsteht, an der es mir vcrgönut sein wird, teilzunehmen, so daß ich Gelegenheit haben werde, die erste Armee der Welt mit meinen eigenen Äugen zu sehen. Da ich selbst dem Heere angehöre, so wird mir dies ganz besondere Freude bereiten. Ich bin der festen Ueber- zeugung, daß Ew. Majestät die Macht, welche die stärkste Armee verleibt, lediglich zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens benutzen werd,.'. Tic freundlichen Beziehungen unserer beiden Länder haben sich in den letzten Jahren immer inniger gestaltet. Ich hoffe, daß die Offiziere Ew. Majestät mir in allen militärischen Fragen mit ihrem Rat zur Seite stehen und mich so in den Stand setzen werde, meine Mission zu erfüllen und nach meiner Rückkehr in die Heimock an der Reorganisation des chinesischen Heeres mit- zuarbeiten. Ew. Majestät wollen geruhen, diese meine Worte Zum Tode Robert Rochs. Frau Geheimrat Koch bat zahlreiche Beileidstelegramme erhalten, bacwiter solche des Kaisers und des preußischen Kultusministers. Tas Telegramm des Kaisers hat folgenden Wortlaut: „Neues Palais bei Potsdam. 9üi Frau Geheimrat Koch, Exzellenz, Sanatorium. Frey-Dengler, Baden-Baden. Benn Hinscheiden Ihres von mir so hochverehrten Herrn Gemahls spreche ich Euerer Exzellenz mein herzlichstes Beileid aus. Ich beklage auss Tiefste den Verlust des größten deutschen Arztes unserer Zeit und blicke mit dem deutschen Volke dankbar auf sein segensreiches Lebenswerk. Wilhelm I. R." Wien., 28. Mai. Die Gesellschait der Aerzte von Wien hißte sofort nach dem Eintreffen der Todesnachricht von Prof. Dr. Robert Koch auf ihrem Gesellschastshause die Trauerfahne. Tie Gesellschaft, die Kaiserliche Akademie der Wifsenschaften und andere Wiener medizinische Vereinigungen deren Ehrenmitglied Koch war, Deranftalteten Trauerfeiern. * — Peter Rosegger. Tie Nachrichten über das Befinden Peter Roseggers lauten befriedigend. Tie behandelnden Aerzte liegen sichere Hoffnung auf eine wenn auch langsame Zunahme der Kräfte. Peter Rosegger denkt noch nicht an das Alter. Wir lesen in der letzten Nummer seines „Heimgartcn", wie jung er sich noch fühlt an Leib und Herz: „Aber Großvater, deine Haare sind ja ein Wintertag!" rief mein vierjähriger Enkel, als er mich nach Längerer Zeit wieder einmal sah. Als. ob der Kleine im sonnigen Süden sckstm weiße Wintcrtage gesehen hätte! In seinem zweiten Lebensjahre hatte er freiltch einen nordischen Winter erlebt und der ist ihm eingefallen beim Aul- tauchen der weißen Haare. Ich hatte es übrigens selbst nicht 9^ wußt. Mein Spiegel ist nicht ganz aufrichtig. Oder bester, ich schaue zu ost hinein. Ta merkt man die Veränderung nicht, denn die Gewohnheit hält mit ihrer Allmählichkeit gleichen schritt. Alle örrei Jahre einmal sollte man in den Spiegel schauen, um das Altern recht inne zu werden. Tie stete Kränklichkeit täuscht auch über die Anzeichen des Alterns hinweg. Ich habe mich vor 25 Jahren zur Zeit meiner schwersten Leiden älter gefühlt als eüwa jetzt. Nur das Aussehen meiner Jugendgenossen, wenn gnäbigft entc,egenzunehmen. . „ „ Der Kronprinz antwortete mit folgenden Worten: Ew. kaiserlichen Hoheit spreche ich im Auftrag und im Namen Sr. Majestät, des Kaisers und Königs aufrichtigen Dank aus für die soeben Allerhöchstdemselben gewidmeten Worte und für die Grüße, die Sc. Majestät der Kaiser von China durch Sie hat übermitteln lassen. Mit lebhafter Genugtuung erfüllt es Se. Majestät, daß Sc. kaiserliche Majestät abermals einen Prinzen seines Kaiserhauses an der Spitze einer großen Anzahl hoher Staatswiirdenträger und Offiziere nach Deutschland ent tankt hat, um deutsche Einrichtungen zu studieren. Wie im Anfänge dieses flieg finden. Tie Besteigung ist infolge, einer Wette zustande gekommen, nach deren Wortlaut die Bergsteiger bei etwaigem Miß* 10 000 Pfund Sterling zu zahlen hatten. — 'Ter Streit um den Sintf lutb'ericht. Die Alters tumsforscher aller Völker haben sich beftrebt, in der Umgebung des alten Babylon nach den Urkunden vergangener Jahrtausende zu! suchen und die aufgefundenen Zeugen jener längst entschwundenen Zeit aufzuklären und zu deuten. Sogar die Amerikaner haben besondere Expeditionen zu diesem Zweck dorthin entsandt, unter denen die von Professor Hilprecht das größte Aufsehen erregt hat. Dieser Forscher hat eine Tafel entdeckt, in deren Aufschrift er die älteste Fassung des Süttflutberichtes erblickt hat. Andere Sachverständige sind dieser Behauptung entgegengetreten, urib, der Streckt ist noch immer nicht zur Ruhe gekommen, obgleich er schon eintz ganze Reihe von Jahren angedauert hat. Bei der letzten Sitzung? per Amerikanisch-Orientalischen Gcscllsckwft stand die Tafel von Hilprecht wieder im Mittelpunkt ber,(Erörterungen. Nicht weniger als drei Fachleute, unter ihnen Professor Paul Hauvt, erklärten ihre Ansicht dahin, daß Professor Hilprecht zu viel Einbildungskraft in der Auslegung der Tafelinschrift, die nur in Bruchstücken erkennbar ist, aufgewandt hat. Die Art, in der Hilprecht hie Lücken der Inschrift auszufüllen versucht hat, wurde als unhaltbar bezeichnet. Damit ist auch der Anspruch von Professor Hilprecht hinfällig, baß jene berühmt gewordene Tafel aus einer Zeit zwischen 2137 und 2005 vor Christi Geburt flamme, vielmehr glauben die anderen Orientalisten, daß sie in einer viel späteren Epoche entstanden sei. — Bühnenwitz. Bei einer hauptstädtischen Operettew- Mueinstudierung, die sich durch die Nuancen des Komikers endlos in die Länge zog und deren Ende daher nicht vorauszusehen war, ließ, so berichtet die Teutsche Theater-Zeitschrift, ein boshafter Kollege den Theaterarzt holen und bat ihn mit aufgehobenen Händen, in die Garderobe des Komikers zu gehen, der von einer schmerzlichen Krankheit befallen sei. „Was fehlt denn Ihrem Herrn Kollegen?" fragte der Doktor. „Der Wann leibet an Szenenzerrung und wir leiden mit ihmk" Eine halbe Stunde später war endlich Feierabend. nrer ab und teilte mit, die Schutz möchte sicherten die Lösung der kretischen Frage durch eine Autonomie zu, die die. Souveränirätsrechte der Türkei wahre. Auf den Hutwets, der König der .Hellenen arbeitete auf eine Annexion hin, erklärte der Großwesir, wenn Griechenland offiziell für fttetru eintrete, werde die Türkei scharf Vorgehen. Der Senat sand die Erklärungen des Großwefirs für genügend. Wie die Blätter melden, begann in den Häfen des Schwarzen Meeres ein antigriechischer Boykott. Die Pforte sagte der griechischen Gesandtschaft Abhilfe zu. Die Erregung in der Türkei. Die Erbitterung in der Türkei wegen Kreta steigt von Tag zu Tag höher. Im Parlament wird eine sehr kriegslustige Sprache geführt. Der Äroßwesir legte sich in fernen Antworten zwar eine Mäßigung auf, aber er gab das feste Versprechen, Kreta für die Türkei nicht verloren gehen zu lassen: Konstantinopel, 28. Mai. Die Kammer verhandelte über die Kretafrage. Nach Verlesung einer Eingabe von 16 mohammedanischen Abgeordneten in der krettschen Kammer, in welcher diese hervor heb en, daß ihr Leben gefährdet sei und daß das mohammedanische Element unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr auf der Insel bleiben könne, sowie nach Verlesung von Depeschen wurde ein Antrag verlesen, der von mehr als 2M Abgeordneten gezeichnet ist und in dem die Regierung aufgefordert wird, Erklärungen zu geben, was sie zur Verteidigung der Souveränitätsrechte der Türkei getan habe. Der arabische Deputierte Scheik Essad sagte sogar, die Beduinen von Medina hätten geschworen, Kreta zurückzugewinnen oder zu st erben. Wenn das Kabinett innerhalb einer Woche die Kretafrage nicht löse, würden die Mohammedaner der ganzen Welt, sogar diejenigen Afghanistans, vom Sudan und Algerien, vom Kabinett die heilige Prophetenfahne zurückverlangen und. sich selbst Rech! verschaffen. Der Kretenser Mechmed Ali sagte, das Kabinett, welches in die Betrauung eines Griechen aus dem Königreich mit der Verwaltung der Insel Kreta einwilligen würde, würde gelyncht werden. Ein Kriegsvorwand gegen Griechenland könne leicht gefunden werden. Der Großwesir HakkiPascha erklärte, die Mächte hätten die Unmöglichkeit anerkannt, Kreta Griechenland zu geben; sie seien bemüht, eine Lösung für die Kretafrage zu finden. Die Mächte hätten ihre frühere Haltung zugunsten der Türkei geändert. Die Türkei werde Kreta nur durch einen Krieg bezwungen abgeben; die Regierung müsse aber weise vorgehen. DieTürkeikönnenichtnach Kreta ziehen, solange sich dort Mächte befänden, welche die Souveränitätsrechte der Türkei wahrten. Mit Griechenland hat die Türkei nichts zu tun und Kreta werde der Türkei nicht verloren gehen; dafür werde das Kabinett alle Opfer bringen in dem Bewußtsein, daß die ganze Nation hinter ihm sei. Darauf wurde zur Nr. 123 Erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 30. Mai 1910 (Dienstag und Freitag); VI V ■ H ■ B H Hk 9 JL JH W H H tfik W «L ZeUenprers: lokal 15Pf., -.weimal monalL Land M 11 SB 8» W fflL Wy jK&tf W RjL W Ä- WW* auswärts 20 Pfennig, wirtschaftliche Seitfragen V W M Hl ▼ 8ß W gl V ” V/® Chefredakteur: A. Goetz. Fernsprech - Anschlüße: 1 6$ M Verantwortlich für den für die Redaktion 112, V politischen Teil: August MU General-AnZeiger für Gberheffen WZM Ammhme von Lnzeigea für den für ble y nummet Rototienstatd und Verlag »er vrühl'schen Uni»..vuch- und Steinbruderei R. Lauge. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Schulfiratze 7. : H. B-ck. vtS vormtttags y uyr. ___________ ____ Tagesordnung übergegangen. Auf eine Anfrage des Kreters N u r i d o r, der im Senat die Besetzung der Suda-Bai durch die ttirkische Flotte und ein scharfes Vorgehen gegen Griechenland verlangte, gab der gtaJtW'W&TK L>r°ßw°si-°hnKcheErkl°rung-nwi° in der Kam- 1IHII ................................ ■■Illi«!.......... rill ..................... ■■■ ir tat [teuer für 1911 und Anweisung von Mitteln zur Vervollständigung des Kriegsfonds für 1910 abgelehnt. * Petersburg, 28. Mai. Tmi Kaiser empfing in Zarskoje Sselo Abordnungen von Studenten der Petersburger Universität und der Petersburger f0od)|d)ule, wt Ganzen über 50 Studenten. Ter Kaiser redete zuerst Einzelne an und wandte sich dann an alle anwesenden Studenten mit einer Rede, in welclier er dein Tanke Ausdruck gab für die Liebe und Ergebenheit stir Rußland, die von ihnen vor den übrigen Kameraden bezeugt würden. Tann sprach er den ~ßuit)d) aus, das; diese Gefühle innner mehr erstarkten, damit Rußland ruhig, stark mid ruhmreich werde. Sodann trug der Kaiser den Studenten auf, ihren Kameradeii bekannt zu geben, das; es ihn freuen m^rde, ivcnn mit jedem Jahre die Zahl der Studenten, die wiche Gesmnungen an den Tag legten, wachsen werde Begeisterte Hurrarufe folgten diesen Worten. Ter Kaiser lief; sich daraus in der Mitt« einer Gruppe von Studenten p h o t o g r a b_l) i c r c n. Als der Kaiser Abschied liahrn, begleiteten ihn die Studentest mit Singen der Rationalhymne und .Hurrarufen. Aus Hessen. — Urkunden st e Ni pelgcsetz. Abg. Leun hat bei der Zwciren Kammer einen Antrag auf Abänderung des Art. 41 des Urkundenstempelgesetzes vom 28. März 1907 eingebracht. Der Antrag lautet: §>ohe Zweite Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, den Absatz 2 des Art. 41 des Urtundenstempel- gesetzes dahin obzuändern, daß ein besonderer Zuschlag für Versteigerungen von Grundstücken, die der Ortsgericksts- Vorsteher nach 8 Uhr abends abhält, nicht erhoben wird. R. B. Darmstadt, 29. Mai. Der vierte Ausschuß der Zweiten Kammer hat soeben seinen Bericht über die Beratung betreffend den Bauarbeiterschutz hcraus- gegeben. Die Abgg. Ulrich u. Gen. hatten den Antrag gestellt, die Regierung zu ersuchen, den Landftändcn alsbald einen Gesetzentwurf vorzulegen, der einen wirksameren Bauarbeiterschutz vorsieht und aus dem Baugewerbe Arbeiter als Bautontrolleure heranzieht. Im gleichen Sinne lautete auch eine an die Kämmer gerichtete Vorstellung der Vereinigung der mittleren Baubeamten. Zu diesem Verlangen äußerte sich die Regierung in einem Schreiben an den Ausschuß, daß die fertiggestellten Entivürfe eines Gesetzes und einer Verordnung, betreffend den Arbeiterschutz und die Unfallverhütung bei Bauten an eine größere Anzahl von Jnteressentengruppen versandt worden seien. Rach Eingang und Berücksichtigung etwaiger für gut befundener Vorschläge würde der Kammer eine entsprechende Gesetz e s v o r l a g e zugchen, bei deren Beratung auf den Antrag und die Vorstellung zurückgekommen werden könne. Zm .Hinblick auf diesen Bescheid der Regierung betrachtet der Ausschuß ats selbstverständlich, daß bet Beratung dieser Vorlage hie beiden Anregungen mit beraten werden. Da aber Gesetzesvorlagen geschäftsordnungsgemäß nur vom Gesetzgebungsausschuß behandelt werden, so hält es der berichtende Ausschuß für unzweckmäßig, auf die Materie des Antrags näher einzugehen und beantragt deshalb, den Antrag Ulrich u. Gen., sowie die Vorstellung der Bereinigung der mittleren Baubeamten für vorläufig erledigt zu erklären und die Regierung zu ersuchen, die Gesetzesvorlage betr. Bauarbeiterschutz baldigst den Landständen zugehen zu lassen. R. B. Darmstadt, 29. Mai. Tie Regierung hat der Zweiten Kammer eine Regierungsvorlage, betr. den Erwerb von Grundstücksteilen in der Gemarkung Groß-Umstadt .'ugehcn lassen. Um für das neue Pfarrhaus für die katholische Kirchengemeinde zu Groß-Umstadt die geeignete ^u- fahrtstraße zu schaffen, beschloß der Gemeinderat, die dortige Schloßgasse bis zur Sakristei der neuen Kirche durchzuführen, wozu es einer Grenzregulierung bedarf und zwar derart, daß zum Landeseigentum gehöriges Gelände, 275 und 40 Quadratmeter, an die Kirchengemcinde abgetreten werden. Der dafür von der Stadt zu zahlende Kaufpreis ist auf 412.50 Mk., der von der St'irdjcngemeinbc zu zahlende Kaufpreis auf 60 Mk. festgesetzt. In der Regierungsvorlage wird die Kämmer um Genehmigung zu dieser Geländeabtretung ersucht. Darmstadt, 29. Mai. Abg. Ulrich hat an die Regierung eine Anfrage gerichtet, ob sie Kenntnis davon habe, daß sich bei den Offenbacher R i v e au - U e be r g äugen der Bebraer Eisenbahn „die Gefahren für Leben und Gesundheit der Passanten derselben fortgesetzt steigern" und was sie bei der preußischen Regierung „glaubt fordern zu können", um die Gefahren schleunigst einzuschränken, wenn sie nicht ganz zu beseitigen sind, bevor eine allgemeine Riveau-Ueberführung stattgefunden hat. Deutsches Reich. Am Sonntag mittag trafen im Reuen Palais der italienische Minister des Auswärtigen Marquis di San Giuliano und sein Kabinettschef Eonte Sforza ein. Beide Herren wurden vom Kaiser empfangen. 5)ierauf ha 11e der Kaiser eine Unterredung mit Marquis bi San Gni 1 iano allein. Der Kaiser verlieh dem Minister Marquis di San Guiliano und dem Botschafter Pausa das Großkreuz des Roten Adlerordens. Der Staatssekretär des Reichspostamts sprach den Oberpostdirektioneu in einem Erlaß seine Befriedigung über die erfolgreichen Bemühungen ans, wegen der verminderten Telegrapheiibauarbeiten den beschäftigungslos gewordenen Telegraphenarbeiten anberroeite Arbeit in den Reichs-, Staats- und Privatbetrieben zu verschaffen. Der Staatssekretär empfiehlt den Oberpostdirektioneu nötigenfalls gleichartige Schritte noch bei den Landwirt- schaftskamniern zu tun. Die „Rordd eutstche Allgemeine Zeitung" schreibt über das Scheitern der preußischen Wahl- re chtsv or 1 a gc: Es sei im Interesse des Landes tief bedauerlich, daß kein positives Ergebnis erzielt worden sei. Sie wirft einen geschichtlichen Rückblick auf den Werdegang der Vorlage, führt aus, daß, nachdem die Staatsregierung den Parteien soweit entgegengetommen sei, niemand ihr den Borwurf machen könne, das Scheitern verursacht zu haben, protestiert gegen die demokratische Behauptung, die Regierung hätte aus Rücksicht auf ihre Autorität zu einer gegen die Konservativen gerichteten Auslösung des Ab- .geordnetenhauses schreiten müssen und schließt: Es handelt sich um eine einschneidende Aendermtg der Verfassung. Solche Fragen pflegen nicht auf den ersten Antrieb gelöst zu werden. Die sachliche Haltbarkett der Lösung ist für Regierung und Land roid)tiger als Schnelligkeit. Wie der Hanfabund mitteilt, ist die Meldung der „Kölnischen Volkszeitung", nach welcher die „Rakional- zeitung" vom .Hansabunde angekauft worden fein soll, in allen Teilen erfunden. Bei den Ei ni gun gs ver h an d l un g e n im Bau- gewerbein Berlin wurden am Samstag die einzelnen Streitpunkte eingehe,ib erörtert. Tie U n in ässe der gestellten neuen Anträge und Erklärungen macht nunmehr. eine übersichtliche Zusammenstellung der gesamten strittigen Punkte notig. Dieser Arbeit' werben sich die Unparteiischen am Montag unterziehen. Die Einigungsverhandlungen zwischen der Firma D' ü r r k o p u. Eo. und den 'ousgesperrten Metallarbeitern führten nad) längerer Dauer zur Beilegung der Streitpunkte und Au f h e bung der Aussperrung. Die Arbeiter der Ringschifschen-Abteilung und der Rickeiei nehmen die Arbeit zu den früheren Bedingungen wieder auf. Die Firma Dürrkopp erklärt sich bereit, die Löhne der Rickeieiarbeiter einer Revision zu unterziehen. Sieben Arbeiter, deren Wiedcreinstellung die Firma ablehnte, werden nicht wieder eingesteilt. Sie dürften jedoch in anderen Betrieben Bielefelds Beschäftigung finden. Aus Mar bu rg wird berichtet: Auf dem am 29. d. M. im Restaurant Lahngarten in Wehrda abgehaltenen deutschsozialen Parteitag für Hessen und Waldeck wurde beschlossen, als Kandidaten der Partei für die nächste Reichstagswahl den Landwirt und Schmiede- meister Rupp aus Niederwalgern aufzustellen. Nachmittags fand ein vorwiegend aus der Stadt besuchtes Volksfest statt, bei welchem der Kandidat Rupp, sowie die Reichstagsabgeordneten Liebermann v. Sonnenberg, Lattmann, Bindewald und Raab Ansprachen hielten. Aus Mannheim wird gemeldet: Wegen der auf ernste Lohnkämpfe in b er Tabakindustrie hindeutenden Bewegung unter den Tabakarbeitern, schlossen fid) die d cutschen Arbeitgeberverbände der Tabak- und Zigarrenindustrie zu einem neuen Arbeitgeberbund zusammen. ZiUSLttUö». Aus Brüsse 1 wird gemeldet: Der König und die K ö n i g i n d e r B c 1 g i e r sind Sonntag abend gegen 11 Uhr 30 Minuten nach Berlin abgefahren. iAus Teheran wird gemeldet: Der frühere Post- minister E m i n e 1 Mu 1 k ist durch einen Schuß aus einem Mausergewehr schwer verwundet worden und bald darauf gestorben. Der Mörder gehört zu den Mudjeddins. Aus Stafct und Cawö. Gießen, 30. Mai 1910. 1 “1 Tageskalender für Montag, 30. Mai. Abends 8*/4 Uhr: Eröffnungsvorstellung des Zirkus Eharles. * * * Die 12. Hauptversammlung des Verbandes hessischer Finanz beamt en tagte gestern hier. Nachdem schon am Samstag viele Mitglieder des Verbandes hier eingetroffen waren, fand am Nachmittag 41/» Uhr eine Besichtigung ' der Sammlungen des Ober- hessischen Geschichtsvereins und der Empfangsräume für den Großherzog und die Großherzogin im alten Schloß statt. Hauptmann a. D. Dr. Kramer hatte die Führung übernommen. Abends war ein Begrüßungsfest mit Damen zu Ehren der Gäste im Wintergarten des Hotel Schütz mit musikalischen und sonstigen Darbietungen veranstaltet worden. Am Sonntag vormittag begannen die Verhandlungen der Hauptversammlung. Nach der Berichterstattung über die Verbandstätigkeit und Ablage des Rechenschaftsberichts entspann fid) eine längere Aussprache über die Erweiterung der Aufgaben des Verbandes, wobei der Hoffnung Ausdruck verliehen wurde, daß die Lage jedes Standes fid) durch eine baldige Besoldungsreform bessere. Nachmittags waren die Gäste in geselligem Zusammensein auf der „Karlsruhe". Als Ort der nächstjährigen Hauptversammlung wurde Worms beftimmt. (Näherer Bericht folgt.) * * Universitätsbibliothek. Vom 1. Juni ab| werden die Lesesäle der Universitätsbibliothek auf die Dauer des Sommersemesters schon von 8 Uhr ab geöffnet fein. * * Das Museum für Völkerkunde, das gestern sehr gut besucht war, ist von heute ab auf einige Wochen geschlossen. Es besteht übrigens die Absicht, das Museum in dem Neuen Schloß unterzubringen. • * Zigeunerkonzert, lieber das österr.-ungarische Orchester, das Mittwoch in Steins Garten ein Zigeunerkonzert gibt, schreibt das Kasseler Tageblatt: „Das Konzert des österr.-ungar. Orchester bietet allen, auä) den verwöhntesten Musikliebhabern einen Genuß ersten Ranges. Es ist ein eigenartiger Reiz, welcher die bald elegischen und klagend bald zum feurigsten Rhythmus hin- aufsteigend und wohltuend auf das Ohr wirkenden ungar. Weisen umgibt. Das aus Damen und Herren bestehende Orchester sind ihrer Aufgabe vollständig gewachsen und führten als vollendete tüchtige Künstler das Programm, auf dem nur berühmte Tonkünstler ihres Heimatlandes standen glanzvoll durch. Fräulein Sadonie ist eine vortreffliche Sängerin und der Direktor Urbany geradezu ein Virtuose aus seinem Instrument. Die Aufführung: ein Märchen aus 1000 und eine Nacht ist durch seine Farbenpracht überraschend und wurde hier noch nicht in solcher Vollendung gezeigt, so daß das Ange nicht müde wurde, den herrlichen Verwanblungen zu folgen. Man kam aus dem Sehen, Hören und Staunen nicht heraus. Wir empfehlen hiermit aufs wärmste den Besuch des Rakoezi-Konzerts." * • Verhaftet. Der frühere Rechtsanwalt Klarenar wurde gestern in Untersuchungshaft genommen. Er wird der Unterschlagung, Untreue und des Meineides beschuldigt. -r. Ulrichstein, 28. Mai. Die Mttglieder der Spar -und Lcihkasse Ulrichstein hatten sich heute zur General-Versammlung cingefunden. Für das abgelaufcne Wirtschaftsjahr konnten cm die Mitglieder 6 Proz. Gewinn verrcitt werden. Außerdem erhalten die erschienenen Mitglieder je 5 Mk. Tagegelder. Rach Schluß der Generalversammlung fand gemeinschaftliches Mittagessen im Darmstädter Hof statt. Die Kosten hierfür werden aus Mitteln der Kasse bestritten. A Dirlammen, 28. Mai. Hier trug sich am Freitag eine schwere Bluttat zu. Der wohlhabende Landwirt Hck. Fink war vom Felde heimgekommen, da er glaubte, Grund zur Annahme der Treulosigkeit seiner Frau zu haben, so eilte er in den Stall und holte die schwere Axt. Seine Fran sand er in der Stube aus dem Stuhle sitzend, von hinten schlug er mehrmals auf sie ein. Auf das Geschrei der Frau eilten Schwiegervater und Großvater herbei und rissen den Wütenden weg. Doch die Frau lag blutüberströmt und bewußtlos am Boden; die Aextschläge hatten ihr den Schädel zertrümmert und klaffende Kopfwunden verursacht. Landwirt Fink ist 32, seine Frau 31 Jahre alt, sie lebten lange Jahre in glücklicher Ehe, der 3 Kinder entsprossen. Der Mann ivurde krank, kam insDLad und wurde nun eifersüchtig gegen feilten fast 60jährigen Pater. Die Frau ist schwer verletzt, man zweifelt an ihrem Auskommen. Der Täter wurde verhastet. X Butzbach, 29. Mai. Anläßlich des Turnfestes in Münzenberg hatte die Butzbach — Licher Eisenbahn einen Verkehr wie nie zuvor. Sämtliche fahrplanmäßigen und die Sonderzügc waren überfüllt und konnten nicht alle Passagiere befördern. Die Züge fuhren durchschnittlich 10 Wagen. In Münzenberg sind am Abend innerhalb zwei Stunden über 1000 Fahrkarten verkauft worden. x Bad- Ra u I) c i m, 29. Mai. Der Friedberger Musikverein führte gestern abend im neuen Konzcrthcrus Haydn's „Jahreszeiten" unter Mitwirkung der Kurcapetlc und unter Leitung von FM Usinger-Friedbcrg auf. DaZ Konzext- bas se'hr zahlreich besucht tirax, hinterließ einen starken' Eindruck. Die mitwirkenden SoSissten waren: Anna Hesse- Berlin (Sopran), Karl Sattler-Stuttgart (Tenor', Richard Schmid-Hannover (Baß). — Aich der Terrasse wo heute mittag und abend die 115er von Darmstadt spielten, war das Leben, wohl infolge des WiltterungSumschlags, nicht so bewegt wie an den vorhergehenden Sonntagen. Es fehlten besonders die Befudpw aus der näheren Umgebung. — An der Rebcnba hn von hier nach Griedel bestand seither ein Ucbel- stand, der vom Publikum sehr beklagt ivurde. Es war reicht der geringste Bahul-ofs'dau, nick)t einmal eine Schutzyalle vorhanden. Bei Regenmetter mußte das Pubtt- kum ohne Schutz sich am Bahnsteig unter freiem Himmel auf halten. Die Fahrkarten rnußtcm im Postwagen des Zuges gelöst werden. Auf vielseitiges Drängen hin ist seit gestern der Mß-stand durch ErrichtMtg einer provisorischen Wellbled)bude beseitigt worden. -1 Hoch-Weisel, 29. Mai. Hier fand gestern und heute Kirch weihe, der fogenanntc Hoyer, auf einem Platze mit dem gleichen merkwürdigien Namen statt. Das Wort Hoyer soll aus heidnischer Zech, vielleicht von Hunnen herrühren. Leider ist der diesjährige Hoyer nicht vom besten Wetter begünstigt. Am Sonntag nachiuittag setzte ein heftiger Regen ein. -1. Fauerbach v. d. H., 29. Mai. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Kirchengesangverein ein gut besuchtes Kirchenkonzert. Solopartien hatten u. a. zwei Gießener Damen, Fcl. Lehr und Frl. Heineck, übernommen. Die von ihnen vorgetragenen Lieder fanden großen Beifall. Orgel- solis wurden tn bekannter kunstgerechter Weise van Herrn F. Hitzerath aus Frankfutt a. M. gespielt. Gleichgroßen Beifall brachten die von Frl. Jakobowski und Lehrer Lehr vorgetragenen Lieder und die des Kirchien- und des Kinderchores. R. B. Darmstadt, 29. Mai. Der Kreistag des Kreises Darmstadt fand gesternHier statt. Den Vorsitz führte Provinzialdirektor Fey, i>er vor Eintritt in die Tagesordnung den verstorbenen Mitgliedern, Provinzial- direktor Geh. Rat v. G r a n c y , Oberbürgermeister Morn e- w e g und Bürgermeister Pons- Gräfet.chauscn einen Nachruf widmete. In seiner Erö-ssnungspedc gab dann der Vorsitzende die Versicherung ab, daß er Der Wohlfahrt und den Interessen des Kreises ein ganz besonderes Augenmerk widmen werde. Stadt und Land waren auseinander angewiesen; der Ausgleich wäre in dckt Kreisverwaltung gegeben. Die Entwicklung Darmstadts stehe voran, aber Darmstadt habe aud) ein großes Int er es je an dem Blühen der Landgemeinden. Die Rechnung schlies'tt mit 670,766 Mk. in Einnahmen und 639,864 Mk. in Au^zaben, so daß ein Ueberschuß von 30,802 Mk. verbleibt. tLer Absck)luß des Jahres 1910 gestaltet sich günstig. Die Kreisumlagen betragen 451,520 Mk/ uitd sind 2000 Mk. niedriger als im Vorjahre. Für 1911 ist eine weitere Herabsetzung der Umlagen möglich. Die Kosten für Ortsarnre und Geisteskranke hat der Kreis den Gemeinden abg'cnommen. Die Lasten hierfür betragen rmtd 170,000 MW Für Straßenunterhaltung sind 52,385 Mk. angegeben. Die Kosten für landarme Hilfsbedürftige belaufen sich auf 30,000 Mk., für Zwangserziehung auf 52,000 Mk. Die Aufgaben für Epi- lepttsche stellen fid) auf 26A000 Mk. Der Kreistag nahm dann nock) einen Antrag an, den Kreisbeamwen eine Teue- rungszulage von fünf Prozent d-es Gehalts zu gewähren, vorausgesetzt, daß auch i>er Staat die Teueruungszulage eintreten läßt. rrn. Darmstadt, 29. Mai. Die hessische Schuhmann- schule, an der 12 Schutzleute, davon 6 aus Doamstadt, 4 aus Mainz und je einer aus Gießen und Wornks teilnahmen, wurde am Samstag nach achtwöchentligem Kurs durch eine Prüfung geschlossen. Am Vormittag wurden schriftliche Ausgaben erledigt, während nachmittags praktische Vorführungen tnr Krankenbeförderungs- und Rettungsdienst, sowie Pn Turnunter-, richt stattfanden. Offenbach, 28. Mai. Die 26jährige Lehrerin Elisabeth Saßmannshausen hat sich heute rmcht in ihrem Zimmer erschossen. R. Mainz, 28. Mai. Zu Ehren der Aniiresenheit der SchweizerSänger in Mainz Veranstalter der Nlainzer Atän- nergesangverein in dem festlich geschmückten Saale d«n Liedertafel einen Kommers, den durch einige luftige, flotte Weisen die Kapelle des 87. Jnf.-Regts. ein leitete. Darauf folgten die Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des hiesiaen Vereins, Herrn Wolle, eine andere Rede des Oberbürgermeisters D^. Göttel- mann und eine des Kreisamtmanns Rhon. Herr Kirsch- g r a b e n e r, der Vorsitzende des St. Gallener Vereins pankte für bic Aufnahme und überreichte dem Vorstand des Mai^;er Vereins einen prachtvollen silbernen Pokal. Zwischendurch 'nmrbcn Gesangvorträge aller Art geboten. Heute wird sich eine Rheinfahrt nach dem Riederwalddenkmal anschließen. W. 5 r a n E f u r t a. M., 28. Mai. Im hiesigem städtischen S ch w i m m b a b e kam man langjährigen u m s a v>-g re i che n U n t e r f d) l a g u n g e n auf bic Spur. Nenn Babebiener, darunter brei Mitglieder bcs Arbeitsausschusses, würben entlaffctt, alle neun sinb geständig. Die Höhe der Unterschlagungell läßt sich noch nicht übersehen. X Hanau, 29. Mai. Der aus dem BuchkuTge^ einem Ausläufer des Spessarts, errichtete AuSsichtstiurm, der eine Höhe von 28 Meter besitzt und 10000 Mk. Baukosten erfordert hat, ist heute nachmittag eingewcihit worden. Die Weiherede hielt der Vorsitzende des Buchbergvereins, Rentier Hch. Henckel-Hanau. Die Baukosten sind aufgebracht durch Beiträge des BuchbergvereinS und freiwillige Spenden aus Stadt und Land. üirebe und Schule. AuS Anlaß der 300. Wiederkehr der Heiligsprechung des heiligen B a r r o m ä us veröffentlicht, wie aus Rom geinclbct wirb, ber Papst eine Enzyklika zum Lobe bes Heiligen, in ber er erklärt, baß bie mobernistische Bewegung der Gegenwart ber Bewegung ähnlich fei, gegen bic ber heilige Borromäus gekämpft habe^ da es sich dabei um den Verbuch eines allgemeinen Abfalls vom Glauben und von der Disziplin der Kirche handele. Die Enzikla empsiehlt den Geistlichen den katholischen Glauben unveränderlich gegen die verkehrten Ansichten des SDlo- dernismus zu bewahren, unb gibt bie anzumenbenden Mittel an, barunter namentlich bie Lehre des Katechismus. Sie bekämpft die Abschaffung des Religionsrinterrichls in den sogenannten Laienober neutralen Schulen, rät zur Begrünbung von Ordensschuleu unb erinnert an gewisse Lander, in denen unter dein salschenMamcn der Freiheit bie härteste Tyrannei herrsche. Die Enzyklcka schließt mit bem päpstlichen Segen. Sport. Frankfurt a. M., 29. Mai. Internationale Ausstellung für Spon n n b Spiel. Herren-Fe-chten: schwere Säbel: 1. Santer-Wicsbaden nut 22; 2. August Wielandt- Frankjrrrt a. M. mit 21; 3. Lows Stassen-Hanau mit 21; 4. Richard Staadt-Wiesbaden mit 20; 5. Otto Licsehoeser-Elberfeld mit 19 Punkten. 15 Herren standen in Konkurrenz. Herren--F«chten Scnior-Tuell: 1. Desmet-Brusjel mit 7; 2. Michel-Brüssel mit b; qe beEaratt geworden toar, eine Dnzaht englischer . .TV ...' - 'S - < S.' S2-. Hnw «RrtT+Äm rvn t h »arte am™« S ÄrgSeüet, ' M, I-dUchK-"^ ,°>m m°dU wurde glatt erledigen konnte. Gegen 9 Uhr bisher angejehen werdenGlaruS, Betschwanden, Ennendo a. d.Lilith, Malaga, 29. Mai Wahrend t^r Voriu^rungen IN dec : Lch M ^»ettctiMng, fomtte «6n di- „Le »«in. . .... ± tate “ ® S" (Schluß folgt) @macaop@ Meine Wohnung befindet sich jetzt 04491 04-lätil Ttamm Hüliucr sofort ab" zugeven. ÄUiccttraßc 361. Ein labe trank Chocolaoe Ein köstl.5enuss Walltorstrasse 44 pari* Frau E. Wagner Wasch- unb Glanzbügelgeschäfb früher &aifer;2lflee 3a. aBäuOe6cn4" Haukcl, '-Reuen Baue 7 Kiil'tllerei-Lerklllls. Meine feit 25 Jahren betriebene Handclsgärtnerei am Schiffeu- bcrgcr Weg, 1 Morgen groß, in. rmd ohne Pflanzcnbcstaudcn bc^ abnchtige ich preisw. zu verkaufen. 'Näheres J. Li et», Handels- gärlner. (04496 QOOQOOOOOOD Anläßlich unserer goldenen I Hochzeit sagen wir allen Fremrdcn, Verwandten und Gönnern für die uns gesandten Gratulationen und Geschenke auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank. [04485 Mm Senner II. undFrun. Gryßen Buseck, 28. Mai 1910. Sauturnsatzrt öes Gaues Hessen. '4- Münzen berg, 29. Mai. Die Rnabenkllndschaster. Sv. London, Ende Mai. Im Sommer 1907 nahm der General Baden-Powell, dessen dLame der Welt durch hervorragende Taten im südasrikantschen Kreistag de) c statt. Den Lor- vor Eintritt in edcrn, Provinzial- meisterÄrorne- ausen einen Nachte gab dann der er Wohlfahrt und esonderes Äugenden aufeinander ^reisverivaltung stehe voran, aber je an dem Mühen ff mit 670,766 Mi. ;aben, so daß ein Ler 'Abschluß des Aeisumlagen bc- medriger als im aibsetzung der Um» :ni£ und Geistes- genommen. Die tt Mr Ltraßen- i. Äe Kosten für uf 30,000 M, für Wgaben für Epi- er Kreistag nahm rnfrn eine Teuc- b-eS fj der Staat bie Drucksachen aller Art Lsfr liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 „Beatus"'und^,Dubenbcrg" auf dem Thuner esec, „tot (Mm ' mti) ,Lihern" auf dem Bodensee boten nur je 800 bis 12OO ( Personen Raum und verfügten über 500 bis 1000 Pferdekraste. Gegenwärtig besteht eine Dampfschiffahrt auf 17 Scat der Schweiz- mit 80 Raddampfern, 25 Sdnaubendampfern, <35 000 Pt erde frästen und 50 000 Personenplatzen. Tie Erbauer dieser Schule sind die Wcltsirmcn Escher-Wyß in Zürich und Gebrüder ^ulzcr in Winterthur. _ „ e „ * Der gefoppte Engländer. Im „Newuork Herald liest man: An einem der letzten Abende trat tn Parts an, einen Schutzmann, der in der Rahe des Nordbohnhoses dienst hatte, ein soeben erst mit dem Zuge von Calais augcfomntencc junger Engländer heran und sagte mit ber unsdmldigsten Rtlene ■ von der Welt und mit einem fürchterlichen englischen Akzent: „Mvr t anx sl icS!". „Flics" ist — lvad ntandurr vielleicht^ ' nicht wissen dürste — der Spott- und Schimpfname der I Pariser Sdiutzleute. Wenn man Lust hat, ein paar stunden aus I der Polizeiwache zu verbringen und sich dann noch eine Anklage wegen grober Beamtenbeleidigung an den Öals zu ziehen, braucht, man nur dem erstbesten Schutzmann ein gemütliches „Mort aux flies!" zuzurusen. Ter Engländer kam zuerst ein bitzchen besser an, denn der Schutzmann, auf den er gestoßen war, sah ihn nur verwundert an, als er sich von ihm, einem so nett gekleideten und scheinbar so friedlichen Staatsbürger, mit dem frechen K riegs - ruf der Apachen begrüßt hörte. Die Sache wäre wahrscheinlich erledigt gewesen, wenn der Engländer, als der Mann des Gesetzes ihn keiner Antwort würdigte, sein: „Mort aux sttcs!" nicht | noch einmal wiederholt hätte, Nun regte sich im Schutzmann der tief gekränkte Beamte; er packte in großer Entrüstung den Beleidiger beim Kragen, nahm ihn mit zur Wache und sührte ihn dort dem Polizeikommissar vor. Ter Kommissar glaubte in die Erde sinken zu müssen, als der Engländer unter einer höflichrnr I Berbeugung auch ihm sein: „Mort aux flies!" ins Gesicht I schleuderte. VLan ließ sofort einen Dolmetscher holen, und nun klärte sich die Sache schnell auf. Zwei Landsleute, mit denen er von Calais nach Paris gereist war, hatten ihm, als sie I erfuhren, daß er fern Wort Französisch verstünde, nutgeteüt, daß er von den Pariser Schutzleuten jede gewünschte Auskunft I erhalten würde, toaui er die drei magischen Worte ausspreche. Kleine Tageschronik. * Die Flotte der Schweiz. Der größte Dampfer der | klonen wurden schwer barletzt. Schweiz wird Ende Mai in Lausanne von Stapel laufen. Er heißt „La Suisse", ist 1500 Pserdekräste stark und verfügt über 1500 Plätze. Seine Geschwindigkeit ist 30 Kilometer die Stunde, seine Länge 70 Meter, seine Breste 10 Meter. Die bisherigen größten Schiffe der Schweiz, die alte „Suisse", „Winkelried", „Genöve", „Montreux", „Beoey", „Jtalie", .Lausanne" „General Dufour" auf dem Genfer See, „Stadt Luzern", „Schiller", „Uri", „Unterwald" aus dem Vierwaldstätter See, „vel- vetia" und „Stadt Zürich" auf dem Zürichsee, „Blümlisalft Witterung. Aber man I,— — - n daß man es bodj noch glatt erledigen konnte. Gegen 9 Uhr schritt Gauturnwart Will noch zur Preisoerteilung, tonnte aber die Siegerliste, die so lang wie diesmal noch nie bei einer Turn- fachrt des Gaues ausgestellt morden ist, nicht mehr ganz verlesen, da sie bis "bahnt noch nicht bis zum Schluß fertiggestellt war. che Sch^tzmeiiii- s DüTmsM, 4 aus Aom's lcihiahmen, ns durch eine Pru- eben ^christliche Aui- ic Dorsühnmgcic nr oroic im Turnunter^ Ztzjähngc Lehrerin )Cute nacht in ihrem ,er Anioeicnheü hrr Saale Der LiedertaA Ätc Mxn die ifliil foWN i>tc w- fiaen v.3 Rainsrn- Derem- ftiw »'«ö* w SZÄ "9t« »W«'"5' btS Sm j srenvlu'3^ ttle. Heilig' SM ÄTÄ 8 $5^ von dem ^New-York World" gestifteten Preis von 10 000 Dollars. Er startete morgens um 7 Uhr in Albany, landete um 10 Uhr 40 Minuten im oberen Teile von Monhattan-Jsland, um fernen Petroleumvorrat zu ergänzen, stieg um 11 Uhr 35 Minuten wieder auf und flog bis Governors-Island. NI- i»o & Wen. "L '*» Uli fe '* *" und ™ e*'i S D°- S* iwnn' ■ "5* «om beftm 1 * ‘in Wg» Sonntag ücr- Cln gut besuchtes n- rwei Gießener Emen. Die von Beifall. Orgel- Weise von Herrn dL k Gleichgroßen und Lehrer Lehr und be$ Kinder- _ 9r„;nrtl41.9qrünel mit 5 4. Petri>Offenbach mit 4; 5. Zimmer-1 Feldzuge bekannt dewvrden war, e!ine Anzahl - englischer mannAranffurt mit 2 6. LangloiS mü 1; 7. Schoen-Frankfurt Knaben nach Browniea Jslarü» in der Raht^ von ^Portsmouth 1 Siea- 8. Schwarz-Main; mit 7 Niederlagen. Trost-Fechten, Duell-Degen: 1. Zack-Frankfurt, 2. Plaskun-Budapesl, 3. ^.hornfon- Bei dem leichten Säbelfechten für Liebhaber siegten:I 1 Leutnant Karl Nikitsch - Wien mit 68V5, 2. Ernst Norrnaim-Wilhelmshaven mit 538/6, 3. Heinrich Ztegler-Frank- wrt a. M. mit 50’4, 4. Theodor Tirksen-Berlin mit 49*/s, o. Hans Seid-Offenbach a M. mit 49’/g, 6. Hermann Noll-Berlin mit 47 Punkten. Seniorenflorett-Turnier. Von 62 -Teilnehmern kamen nach 8 Vorrunden 24 Teilnehmer in die Zwischenrunden, bei denen 15 anSschieden, so daß 9 Herren in bic Finale kamen. 1. Emil Schön, Fechtklub Hermania-Frankfurt a. M., mit 16 L. Michel-Brüssel mit 16, 3. Ploskada-Lharlotteiiburg mit lö Punkten, 4. A. Petri-Lffenbacher Fechtklub, 5. Knopen-Plünchen, 6. Desmot-Brüssel, 7. Karl Levati, 8. y. Mayer-Jechtklub Hermanla- Frankfurt a. M., 9. Halasz-Budapest. tat* HerA'Ä »1 04469) 1 Kinderwagen m. Gummireifen u. 1 Sportwagen, beide gut erhalten, zu verk. Lahnslr. 14 v. r. 3019) Eine schöne Zwerg-Schoß Hündin lins Auge fallend), glatt- haar., hellgelb, Augen u. Schnauze bunt, ficruntcrf. Ohu» Höhe ea. 2b cm. Näh. L d. Geschäftsst. d. G. A. Eickener Schrcibsekrctär und ciutür. Klcidersckrank billig zu verkaufen. West-Anlage 35II. l^ zum Sommeraufenthalt und suchte sie für das otuöium der Natur zu interessieren. Aus diesem Sommerausstug ergab 'ich eine großartige Bewegung, die sich binnen kurzem mit der .Schnelligkeit einer ansteckenden Krankheit auf alle Teile des englitchen Reiches erstreckte, die ober auch bereits bei anderen sJ^twnm Nachahmung gefunden hat. Äeute sind üt England die nnaben^ Kundschafter, die „Boy Scouts", eine nationale Emrichyrng. Als vor wenigen Wochen der patriotische .General mit emem Apvell um finanzielle Unternützung vor die Oeffentlichkeit trat, weil die Organisation eine Ausdehnung angenommen hat, die er mit privaten Mitteln nicht mehr bestreiten und beauftichtigen kann, da fand fein Aufruf sofort das lebhafteste Interesse nndl die Billigung des fronten Königs Eduard, und die erforderliche I Summe war in kürzester Zeit gesichert. Tie Idee der Knabeukundschafterei war tn der Tat cm Genre- __________________ I streich und konnte nur von einem Manne auSgel)en, der sich selbst I £llfffd)tffabrt. ein Knabenherz bewahrt hatte. Er bezweckte nicksts anderes, als mobilklubssmiden heute zwischen dem D eutfch en uftschiffer I . (pirnrrn inus .. löcitcrcr Folge zu gesehulteii Baterlands- Deutschen Fl, °g erb u n d eS ,n d-n D°ut,ch-N 2u,l. bmigen^ Ec,gen°r^^°nege, Minner zu zeigen. ^««ISan ist heute Irüh nut seine- Flug- neck wren Schulsw.wen >«erd«- ste nus^di-.Si-aste inchchine °°n Dernnu nach Sesterinn und nach kurzer Z-°-!ch°n. si^en^-r^e M°NE Md dienst Sir Robert Badeii^Powells. Seine Organisation ist lveder militärisch, noch Partei politisch, noch religiös gedacht, an- ÄI G-rüch,weste uerluuteh d°ß die Angeiegeuh.i, der Schwester sunde lebensvolle Knabe, der das Stillsitzen tn der Kirche haßt, Candide demnächst eine Regelung erfahren soll. Die Glcurbiger wird'gern dieser Herausforderung feiner ritterlichen und aben- sollen in einigen Tagen entfchadlgt werden und ihre Klage zutuck- t^u erlich en Natur Folge leisten Tie Knaben werden angehalten, ziehen. . ,,. , . Patrouillen zu acht Mann selbst zu formen; sie wählen einen I Zn Moskau wurde eine Gesell s chaf t von Brider- Führer der sÄne Unterweisung von der nächsten Hauptstelle oder fälschern entdeck,. die insbeiondere die Nachahmung von Genus aedruckten Vorschriften erhält Sie belehren die Knabent I mälbcit russischer Meister tn großem Maßstäbe betrieben ± welL Lse sie sich eiiftg^ 'Gew erfbaren ober erwerben Jststtzrat Tr. Josef S tr anz, der Herausgeber der „Deutsche,^ ' Knnen, um bie.uuhuenbig« ,iu-rustur.gsgeg°nWud-zu besthun-n. | HS ZBe^i in bfc LLÄkLs-nseöl Cnhmitf °U verkaufen. 04492 -Ul'lllUfl Lahnstraße .» v. Große Badewanne u. Kinder wagen billig abzugeben. 04500 Wcttcrgnssc 7. Gebrauchter Flaschenkübler I zu kaufen gesucht. Schr. Angebote u. 04494 an die Geschäftsstelle des Gieß. Anz. erb. siche urtisw. Haus, Geschäft, I evtl. Baustelle, Umgebung nicht ausgeschl. H. Jöllenbeck, Stadtoldendorf, postlagernd. (hv*/5 Unser Städtchen war das Ziel der Gaufahrt des bern 9. Turn- kreis (Mittelrhein) angehörigen Gaues „Hessen". Mitten im alten Chattengau gelegen, erweckt Münzenberg mit seiner mächtigen Burgrurne bic Erinnerung an glanzvolle Zeiten, an Rittertum. u i ( muß | “ Am "Samstag stürzte in Berlin bie Vorderseite eures Dauiesl uni) Sdbratnten triegeritoa: Art. Auch hrutr »ar « »«bafflet. irch bie .ffiurte emeS „»imbfSaftaÄ emngen »ui.^B ein arbeitet getötet wurde. 8 wurden trätet, der Schauplatz eines Kammes, aber eines friedlichen Wettstreits sch^mmen, Entfernungen abzuschätzen und Nach einer anderen Meldung sind sämtliche zur Zeit dcS zu dem Söhne vieler Teile des Veilenlandes h^rher gewallt können, er muß zu^ fign lis , leisten verstehen^ ebenso Unglücks dort beschäftigten 10 Arbeiter verunglückt. Von diesen tarnen, von Marburg »"«fenberg @la W uni> Wetzlar ins erste S'l,e der p^-d^.UnMen u c-sten^echietze in, E Arbeiten leitenden Poliers Mettttr schart hinunter nach Friedberg und Nreder-WoUstadt mutz er voryer einenprarlinM bann ;ebcr Knabe tot; ein anderer Arbeiter namens Skrften ist )pater gestorben. Don allen Richtungen, von lstnnfurth, Butzbach, Lich und! geinacht haben.Zn Iveiterer doch v)ani>roerler Zimmermann Auf der Birsig-Talbahn hinter Schloß Tottmingen in der Langsdorf ftrebten die Wett-^urner auf etma2 ftunbtgem L. nr n - le nach 5 2lurf>brucfcr ober Musiker heran- Schweiz sind zwei Züge mit Ausflüglern von unb nach Basel SsS^SäSSsÄ5^ *■ gelernt, ud) auch mit diesem weniger angenehmenl^e^.a Wahlspruch der Kundschafter heißt: „Sei bereit!" Bonlueder Nacht hat sich der Wirbel verstärkt unb südwärts seine, abjufinben. Das Turnen Sing *“jjbcm: ttott: Oon> l^ten uni> o äU unterwerfen hat, feien nur folgende Randwirbel ausgedehnt, so daß die Regensalle überall in gaiiz mutz hervorgehoben roerben, daß ttotz .9 , rrmähnt • Wenn ein Kundschafterknabe sagt „bei meiner Ehre", Deutschland auftreten und stärker werden. Üluch der Sudwest ist emigen Geraten die volle ^^nttzahl erreicht wurde, besonbers heiligsten Eib geschworen hätte" - amg frischt. - Beim weiteren Vordringen der Zyklone ist für- von Turnern aus kleineren Gemeinden Vor . ^ginn des so ist Hs o«^ 0 ^lich 8u morgen feine wesentliche Aenderung in Aussicht. . Wetturnen^ wurde auf dem H-stPlatz unter Vomtz von G " ' . anhcren Scout ein Bruder zu sein, ohne Rücksicht Wetteraussichten in Hessen am Dienstag dem 31. Mai 1910: 11 Ute begami ba9 Eslümlichc äBcttnmm. 406 fcclc grwätzll. Ute» brr Erfolg.Sat brimesm dutz d°s Pmi ^.^ir 8 Uhr sein- Rrisr nach Brrlin fort. Tumor9 batten sich dazu angemeldet, 3 42 sind angetreten, eine wilde Stangen dadurch zur Disziplin zu erziehen, datz man ihrer Baden-Baden, 30. Mai. Tie 23crbr cnnung_bc r- qtofc Zahl un Vrnglkstch zu der im Vorjahr in Ober-Mörlen (96). Rauflust und ihrem Abenteurerblut cm Venttl schafft, cm glmk- Reiche 2l- Kochs und deren Bestattung findet in aller ©tillej Tie^ große Beteiligung ist auf die für die meisten Turner f liches und richtiges Prinzip war. ftntt Niemand außer den nächsten Familicn-Angehorigen erhalt aünltiae Zusammenstellung der Hebungen des Fünfkampfes 11 ' - __. I Zutritt im Krematorium,^ zurückzuführen. Zum Glück war das Wetter in den Mittags-1 (ÖCtfBCljtSfcKll* I Tü bin gen, 30. Mai. In Salbbarf fani> gestern biei stunden einigermaßen annehmbar, so daß bis zu der um 1 Uhr Das Urteil im Fall Hofrichter. Fahnenweihe ^s MüftarvQeiNS ^rch Mnen blutigen, hpnitrnenheu Pause einige der 14 angetretenen Riegen schon ftxfi I , . ,, , .. IVorfa 11 ihren traurigen Abschluß, ^rn Gasthaus zum Lamm fe^ia^warcm * 9 Wien, 28. Mai. Den Blattern zufolge ist das Urteil gegen jy^en der 56 jährige Gg. Wetzel und dessen 19 lahnger Sohn. Gegen 3 Uhr beiucgtc sich ein stattlicher Festzug, an dem dielHosrjchter gefällt worden und lautet auf Tod durch denI von Harlacher .Burschen überfallen unb lebensgefährlich Schulen unb Vereine des Ortes, sowie 7 5 0 Turner teilnahmen,I gtrang. Eine amlliche Veröffentlichung ist bisher nicht erfolgt.I verletzt. frühere Kul - ÄSa1Cn‘MÄdW 8-a= unter,legt das Url.il nach d°r En.icheidung an Lb^/islG'g\ “ Vereins, Otto Enders, die Turner. Gauvertreter H e Im -1 "'erlchtsherrn. I W.ien, 30. Mai. ^iekaiserliclst Akabetnie dmWissenichastenj Gießen bankte für die freundliche Begrüßung unb für die be- I wählte den Professor an der Berliner Universttat, e kul e in • geisterte Aufnahme, die die Turnerschaft in Münzenberg gefunden Vermischtes. I$1 r £ r 0n ^cna' ^rn 1f'’. hat. Nach einem Vortrag des Gesangvereins „Eintracht" unter »Das Erdbeben in Süd Westdeutschland. S t a h u, zu k^espondierentwn Mitgli^ern. heutif6-nfter# Leitung von Lehrer Wagner hielt Pfarrer Leimbach di^Fest- jüngsten Beben in Südwestdeutschland, der Schweiz und Ost- . n, 29.- waren^abends^im R^ rede, die von echt vaterländischem Geist getragen war. Taraus Frankreich erhalten wir folgende Drahtnachricht: S t r aß du r g, reic^sc^^EuEk Re^nsbürg Wwn waren abends imRat^ überreichte F-räulein Hitzel dem Verein, der zugleich das ^ 28. Mai. Die heute bei der kaiserlichen Hauptstation für Erdbeben- ^se^ste der Stadt Wiar ferner der dmt cha der Fahiienweihe beging, das von den Frauen und Jmigftauen der sorfchung in Straßburg eingelausenen Nachrichten lassen zunächst Bofickwfter mit oen Herren der Botschaft und. der vahenscye Stadt gestiftete neue Banner mit einem schön vorgetragenen die Tatsache erkennen, daß sich das Schweizer Beben noch .Gesimbte. (uTPM2A Prolog Ter Vorsitzende Enders dankte den Spenderinnen, weiter nördlich als gestern angegeben fühlbar gemacht hat. AlsI £ariö, 30- Mai. An ^^^^^^schen Grenz^ und schloß mit einem „Gut Heil!" Nachdem noch unter Leitung äußerste Punkte ergaben sich bisher Fischweiler und Ingweiler, urt Departmient Nrnre kam e» gestern zu cmem heftig e n Z u von Gauturnwart Will die allgemeinen Freiübungen, Ebenso liegen Meldimgen vor, daß sich die Erschütterung sowohl sammenstoß zwischen f ran zosi) chcn Zollwachte rn und sichrer Se Stil der Wetturner beteiligte, unb die „ach dem Schwarzwald' wie in die V o g e se n hinein S ch m u g gl e r n feie ^emem^mobildiaGrenze udychreitmi Bezirksturmmirt Schüler-Wetzlar trorturnte, erledigt waren, sartgepflanzt hat. Aus Bern wird gemeldet, daß die^Er- ^llten-, ^if beiden Seitm würbe^^sstn und mehrereder wurde das Wetturnen fortgesetzt, allerdings bei wemger^ günstiger schütterung ziemlich, heftig gewe,en ist, st« er dagegei,. in De s- ZoKacht« u^ Das . lUUu MUU Mur. 4 Zimmer Ziita Mts Telephon 644 zu vermieten. (2961 w 3 Zimmer Biograph Plockstraße 12 Plockstraße 12 Oswaldsgarten Giessen üur 4 Tag®. Vom 30. Mai bis 2. Juni gelb von 30 Pfg. erhoben. Mitglieder frei. eitemges«A. 04501] 5 Zimmer Anfang präzis 8 Uhr. Eintritt!.—Mk. Der Vorstand. v*/8) Aufsehen erregende bM/s Der Vorstand. v?%] auf ll.Hyvv- 04503» Bei dem Konzert in der *-* Ihef üon Turnhalle in der Garderobe ein Ito; i 'w di ■Mfol Ztellcn-Helnch Zu verkaufen 04362) Schrcibmafchineuarbeiten besorgt. Marburg. Str. 27II r. @®®@®eee@®®©®©eeee®e Colosseum liessen. . J. 8. Bach. . J. 8. Bach. ». lä3 6*«“* Gebrüder Berdux Bahnhofstraße 27. Alleiniger Vorverkauf für die Abendvorstellungen im Zigarrengeschäft von G. 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