Mittwoch 27. April 1910 160. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 97 Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags. träge eingegangen. :: Berlin, i26. April. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Die „«tetzener Kamilienblätter" werden dem ^Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kteisblatl für den Kreil Hießen" zweimal wöchentlich. Dre ..randwtrlschaftltchen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: 112. Tel.-Adr^AnzeigerGießen. ,humoristischerSchlg^ ^Liebesgeschichte, eitetfeit, >aters, „cü Jucht äffiÄftS- en - S't« iiÄ^Äe FW lung duch »aro» MD,5 iftänbio j, mogl- vjörnstjerne Björnfon f. Christiania, 26. April. Bei dem Nordischen Telegraphenüüro ist aus Paris die Nachricht ein- getroffen, daß Björn st erne Björnfon heute abend 83/4 Uhr gestorben ist. Am Totenbette war dre Familie des Dichters beisammen. Das Hinscheiten erfolgte ohne jeden Todeskampf. Lange Wochen und Monate hat Björnfon, der gordische Recke mit deni Tod gerungen und immer wieder flackerte die tapfere', glühende Lebenskraft in ihm aus, die ihn in ftuiE letzten -LJe . . Wenn der ,unge Wein blüht! livch einmal crn Werk von lugendklch- stürmischer Lcbcnsfülle gelingen ließ. „Björnfon hätten wir zuni König,machen müssens" so rüst der Kulturhisloriker Hjalmar Christen,en in seiner Darstellung deS norwegischen Kulturkampfes aus und gibt damit nur das Echo eines starten Rufes, der durch das ganze Land ging, als Norwegen seine Unabl angigteft erklärte. In solchem Ausruf imb solchem Wunsch offenbart ftch die einzigartige Bedeutung, die Björirsvn als geistiger vccrfüßrcr keines Volkc^, als sem ^and überraaende Persönlichkeit be,an. Ter Nuichtommling von Bauern, der Sohn eines armen Gebirgspastors, war emporgewachsen zum ersten Bürger seiner Heimat, hatte cüft te-wmaente Macht.über die Gemüter der Seinen gewonnen und lerne durch em halbes Jahr- hmtbert verfochtenen Anschauungen und ideale seinem Volke aut- aevräat Und es war ein rein geistiger Kamps, der m Norivegens Unabhängigkeitserklörung mit dem ^iege Bwrnwns,endete; kem Krieqsnmnn hatte ihn geführt, lern Mb j°,uvA Wunders am er ' ein Streiter rnr dm Frieden hatte bi£ schlacht Eilagm, der dem schwedischen Gegner die warmste ^ympaihie bewahrte und der durch keine Gewalt icm Ziel erreichen wollte sondern den Gegensatz uiid btd ^xfciteutg durch tas immer ftarftre Sickchurchsetzen der eigenartigen norwegischen Kultur, des ftlb- standigen heimischen Wesens erwirkte. Wenn wir mm Björnsons europäische^Bedmtung, besonders seinen Einfluß und seine Stellung m ^eutlchland betrachtest wollen, so bürfen wir diese einzigartige nationale Grundlage seines Wesens nie vergessen, die wie eure vewarkende Rewnan» in all seinen Aeußerungen mittont, aoer eas Werk des Politikers, des Reformators, reicht d'ch im wei.entlichen nicht über d:e Grenzen seines Vaterlandes oder bock der ikanc mavinhen Lander, hinan-. Ticser mutige Vorkämpfer für eine echt nordische Wellanich-auruig wäre eine.Lokalgröse geblieben, rociut er sich nicht allmählich von dem engen Gesichtswinkel, unter dem er auigewachien, befreit hätte und als Dichter allgemeine weltbewegende Probleme dar- 3eltCS?tnäL3iet, wie es sich in seinen Jugendwerken angedeutet ftndet, stand schon damals fest vor winen Augen, er belämpfte mit leidenschaftlicher Glut die Verorndung Mrwegens mit Schweden, die ihm unnatürlich und verhangrnsaoll ernmm, er erstrebte Norwegens Selbständigkeit und den Zuiammenyang mit dmi schwesterlich verwandten Dänemark, aus desten Herrscher- 8-Ä geschlecht Norwegen ja dann seinen König erhalten hat. Eine ungebrochene Naturkraft, deren naiver Einfachheit jedes Dchwanftn und jeder Zweifel ftemd ist, lebte sich damals in all seinem Wirken aus. Als Redakteur, als Theaterdirektor, als Tages- fchriftsteller wie als Poet wollte er dos Norwegische schlechthin. Selbst in der mächtigsten künstlerischen Leistung, die ifimjn dieser Epockft gelang, in seiner „Mariaj Stuart", erscheint das schottische ganz ins Nordische übertragen. , „r£ , . Tie rätselvolle, im Sittlichen und Religio,en au,rüttelnde Persönlichkeit Kierlegaards/ die auch Ibsen so stark beeinflußt, mag den ersten Anstoß zu Björnsons Zweifeln gegeben haben; Reffen ins Ausland, das Kennenlernen der modernen Ideen von Darwin, Tarne u. a. wie sie Georg Braiides verbreitete, erweiterten seinen Gesichtskreis und ließen eine Welt neuer Probleme vor,chm auserstehen. Aus dem „Norweger" wurde damals der „Menich"; er hätte sich am liebsten in dieser Zeit „der Mensch" unlerzeickmet, wie er in einem Briefe schreibt. „Denn es kommt nur vor, daß dieses Wort hier bei uns in diesem Augenblick gleichsam neue Vorstellungen erweckt". Aus den beschränkten Vorurteilen war er in dem Augenblick heraus, iro er sah. „Mein ärgster Feurd kann die Wahrheit in Händen haben; ich bm dumm und stark: aber sehe ich, wenn auch durch einen Zufall, die Wahrheit, ,o zieht sie mich unwiderstehlich an." Als er so sehend geworden war, da schüttelte er mit der ihm innewohnenden rücksichtslosen Energie das Alte ab und wandte sich ganz cem Neuen zu. Von nun ab ist sein ganzes Leben ein einziaer Kampf für die, Wahrheit, die sich nicht mehr auf norwegische Einzelinteressen, sondern au, die allgemein menschlichen Urgründe des Lebens erstreckt^ Für diesen neuen Lebenszweck hat er in der seinen Erzählung, „Ltaub ' ein Symbol geschaffen. Staub ist alles Vergangene, sind alter Glaube, alte Vorurteile, die sich wie ein feiner Dunst und Nebel in den Seelen der Menschen ansammeln und sich bisweilen dick und schwer in der Maschftie unseres Denkens lagern, so batz ,ie alles Wirken und Schaffen zerstören können. Eine Kritik der politischen Verhältnisse lag ihm am, nächsten; NN „König" unternahm er seinen rücksichtslosen Angrift aus das Königtum, m dem trotz dichterischer Sckwnheiten die Tendenz eines radikalen Republikanertums zu aufdringlich hervortrrtt. Mit den sozialen Verl>ältnissen beschäftigte er sich in seinem „Falftstemnft , das ihm zugleich seinen ersten großen Bühnenerfolg eintrug. -tu* Tragikomödie des Geldes wird in diesem ersten bürgerluten Drama s)corwegens ausgerollt und der Dichter, der so lange im iwmantstckftn Wickinger kleid erschienen war, fand sich hier meisterhaft zurecht im Lauptbuch des Bankrotteurs Tjalde. Die, Verderbtheit der Presse ward im „Redakteur" gegeißelt, wobei freilich alles Licht auf die Liberalen und aller Schatten auf die Konftwattven siel. Björnsons theatralisch/e Begabung, die sich in seinem Erstlingswerk .Zwischen den Schlachten" sogleich bekundet hatte,, tritt in diesen Stücken in einer grellen und effektvollen Weift zutaae. In dem Wunsch der Wirkung ließ sich der Dickster zu mancher Un- wahrfcheinlichleft, zu manchem szenischen Schlager Hinreitzen, der den künstlerischen Wert seiner Dramen, selbst des besten „lieber unsere Kraft", schädigt. In seinen Erzählungen, dft ftch nun eben» falls mit modernen Konflikten beschäftigen, tritt dft lerne und Die gestern abgebrochene Verhandlung wurde heute fortgefttzt. Hierzu ist von den Konservativen ein Antrag Frhrn. o. R i ch t h o f e n - D i e t r i ch eingebracht worden, den Reichskanzler zu ersuchen, in Erwägung zu nehmen, ob und in welchem Umfange, im Hinblick aus die neuere Entwicklung in den Kolonien, eine Abänderung des Schutzgebietsgesetzes, insbesondere auch der geltenden h e r g r ech t l i ch e n Bestimmungen in dt.i Wege zu leiten ist. Ter erste Redner war heute ein Nationalliberaler. Er wandte sich gegen die Schlüssigkeit der Gutachten des Reichs- justiramts. Staatssekretär D e r n b u r g erwidert, er habe nur ungern die Gutachten des Reichsjustizamts veröffentlicht. Aber es sei billig, daß die Oeffentlichkeit auch seine Gründe und nicht nur die Gründe der anderen Herren erfahre. Prinzipiell ist der Staatssekretär gegendieAuflegungvon Kriegskost en auf die Kolonien. Aber auch aus praktischen Gründen. Vor dem Krieg waren außer der Otavigesellschast keine Interessenten im Lande vorhanden, als Farmer und Frachtiahrer, und diese habe man nicht besteuert, ja sogar nock) mit 10 Millionen beschenkt. Transvaal, das von England mit 600 Millionen Kriegskosten belegt wurde, war doch im Kriege Feindesland; Südnest'war aber unsere Kolonie. Ihr können wir doch nicht Kriegskosten auferlegen. Wir haben eine Kriegsbahn für 42 Millionen gebaut und diese Summe als ein Darlehen dem Kbiegsgebie, auserlegt. Diese Summe wird, obgleich sie bereits durch Erlpar- nisse beim Transport aufgekommen ist, vom Jahre 1911 'ab durch die Kolonie verzinst und von 1912 ab amortisiert. Der Verdienst ist den Leuten zu gönnen. Man soll doch.die kleinen Leute nicht durch solche Maßregeln, wie sie im Antrag Erzberger usw. liegen, abschrecken. Sie tragen ihre Haut zu Markte, dafür musftn sie in der Lage sein, tüchtig zu verdienen. Eine Wertzuwachs-, steuer auf 'bewegliches Vermögen ist im Schutzgebiet noch un- zarte Schönheft seiner Poesie reiner hervor. In der psychologisch großartigen Novelle „Magnhild" greift nun Björnfon mit aller Energie mit die Fragen der Sittlichkeit auf und fetzt sich mit dem Ehepvoblem auseinander. Seine Heldin, das gesunde, starke Bauernmädchen, ringt sich in einer cntlbürbigatten Ehe zu dem Entschluß, durch, diese Fessel von sich AU werfen. Das Evangelium! der Toleranz predigt auch das dichteriich reiche Drama „Leonarda", dessen kühne Gedanken in der Forderung einer gleichen Moral für Mann und Weib gipfeln. Und diese Forderung wird dann aufs Schärfste formuliert in dem Drama „Ter Handschuh", das in ganz, Europa von ter Frauenemanzipation mit Begeisterung aufgegriffen wurde. Der pädagogische Grundzug seines Wesens, ter ihn stets zum Lehren und Erziehen hindrängt, findet in einem großen Roman und in einigen iciner schönsten) Erzählungen dichterisckftn Ausdruck. Tie zwei Meisternoveklen „Absalons Haar" und „Mutters Hände" singen ein solches Loblied auf die Mutter als Erzielftrin. 2cc wichtigste Punkt der Pädagogik ist dos religiöse Element. So steht denn die Religion im Mittelpunkt eines großen Teils von Björnions Scl assen: der Paswrensohn, ter kindlich Gläubige, ist zum Gott- Meister, zum Gottsucher geworden. AnS dia'em größten Konflikt im Innern des Ticbters ist die Grundidee seines größten Dramas „lieber unsere Kraft" erwachsen. Tas Gebot des Christentums erschien ihm, tem praktischen Lebensmenschen, als „Uebcr unsere? Kraft". Alles Mimdersame, Ewige, was er in der Vättur seines Landes und ter Seele der Menschen geschaut, das bot er in dieser Dichtung auf, legte sein eigen zerguältes Herz in die Gestalt des ungläubigen Bratt, aber zuletzt ward ihm doch das Wunderi seines Heltensang zu einem naturwissenschaftlich- medizinisches Vorfall. Und auch in seinem großen rcligiöfeit Roman „Auh Gottes Wegen", wohl seiner reifsten erzählerischen Leistung, vermochte er nicht, seinen Glauben an das Ueberirdische anzukmivien. Sein Zreigeist bekennt sich zu dem Gott ,des Lebens, ter sich im Wirklichen und Irdischen unablässig offenbart. „Heber unsere Kraft" ist es, das menschliche Geschehen lenken und bcemrünien zu wollen. Tas predigt auch ter zweite Teil .seines gewaltigen Belenntnisdramas, ter das soziale Problem mit dem religioftn. verknüpft und in seinem Scyuliteal ausklingt. Ein Prophet tapferer Lebensheiterkeit, frischer Arbeit und ftöhlicher Feste ist ter alte Björnson geworden. Von allen Vormrteilen, von allen! dunklen Mächten der Vergangenheit befreit, soll ter Meirich den Pflichten des Tages gehorchen, soll sich die Menichheit in Liebe vereinen und der großen Aufgabe bingeben, an nmtes, teueres Geschlecht zu erziehen. Tie Jugend siegt über das Alter und nur sie hat Recht fti ter Entwicklung des Lebens! Ein solch kindlich reiner, Heller Ton klingt aus Björnsons letzten Dramen. Tem Greise war noch einmal eine Jugend auserblüht, in der sich Geistesfreiheit und Srnnenfteude auf stolzer Höhe verernten. Wo hat wohl sonst noch ein 74 jähriger em so von Leidenschaft uni) Liebcskraft erfülltes Buch geschaffen, wie Björnsons letzter Roman „Mary", in dem die Reinheit der Sinnesart triumphiert Über die Reinheit des Körpers? „Wenn der junge Wem blüht," so lautete ter Titel des Lustspiels, das trn vorigen Jahre er- ^hnhvfstr. 54 hltill»: üsjsr*n scheitert, Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Der Zeuerbrand des Herrn Erzbetger. Die letzten Verhandlungen im Budgetausschuß des Reichstags über den von uns inhaltlich aussührlich mit* geteilten Antrag des Abgeordneten Er^berger sind vom allergrößten Interesse, sowohl vom grundsätzlichen rechtlichen wie vom Parteistandpunlt. Erzbcrger verlangt bekanntlich die Erhebung einer außerordentlichen Vermögenssteuer in Südwestasrila als Beitrag zu den Kosten des Hereroseldzuges, und er rechnet dabei mit einer Reichseinnahme von 80 Millionen Mark. Ter Abg. Sattmann hat einen neuen Antrag eingcbracht, nach dem im ganzen nur etwa 36 Mill. Mk. erhoben würden von Personen und Gesellschaften, deren Vermögen nach Abzug der Scksulden den Wert von 300 000 Ml. übersteigt. Wir halten diese Vorschläge für verkehrt und ungerecht. Herr Ternburg hat im Ausschuß sich eingehend dagegen gewandt, wie uns scheint, mit vollstem Rechte. Der klare Rechtsstandpunkt muß über gewaltsame Konfiskation, die unter dem Deckmantel der Kriegssteuer steckt, siegen. Tas Reich braucht Geld, aber jeder Deutsche sollte so viel Recht- lichkeitsgefi'chl haben, sich zu sagen, daß man nicht einfach dazu übergehen kann, bestimmte Kreise, denen man sogar große Verdienste uni unser koloniales Fortkommen nicht bestreiten kann, zu schröpfen. Ta Dernburgs Rede im Wortlaut veröffentlicht wird, wir aber mir Bruchstücke daraus mitteilen konnten, die nicht immer ein ganz klares Bild ergeben haben, so lassen wir hier nochmals eine zutreffende Aufzählung der Ternburg'schen Gründe, wie wir sie in der „Köln. Ztg." finden, folgen. Das Blatt schreibt u. a.: Der springende Punkt bei dieser ganzen Frage ist wohl der, ob die Gesetzgebung des Reiches berechtigt ist, wohlerworbene Rechte unter bem Vorwande der Besteuerung anzutasten und zu vernichten. Zu dieser Frage hat Dern- burg zweimal in folgender Weise Stellung genommen. Er sagte: „Wenn der Herr Reick)skanzler Graf Caprivi der South West Asrica Company eine Konzession gegeben bat, in welcher steht, du hast die und die Rechte, — so sind diese Rechte für die Re- gprung gültig, ob es uns nun paßt oder'nickst. Ebenso steht es mit der Kolonialgesellfchast und anderen. Wenn Sie auch die 3ad)c ändern wollen, Sie können es nicht." Und an anderer Stelle fragte er: „Soll man hier auf dem Wege des lanften ober scharfen Drucks Erfolge zu erzielen suchen, welche der Rechts- 1 agc entgegenstehcn? Soll eine Möglichkeit geschaffen werden, innerhalb des DeutschenReiches auf dem Wege und unter der Form einer Besteuerung ie- wandern Dinge wegzunehmen, welche auf dem ordentlichen Gerichtswege ihm n i ch t w u r d e n entzogen werden können? Soll überhaupt bei folchen Gingen die'Mitwirkung der Gerichte ausgeschlossen fein, und sollen die gesetzgebendeii Faktoren einseitig festsetzen können, welches denn nun die Entschädigung ist, die richtig ist, wenn man dieftn Weg ' o^Wenn für Herrn Erztergcr und seine näheren Freunde allem Anschein nach die Tatsache überraschend großer, m den Kolonien erzielter Gewinne ein hinreichender Grund ist, um den glücklichen Gewinnern ihre Gewinne wegzunehmen, so stellt sich dem gegenüber der Staatssekretär auf den Standpunkt des Reckt es, der allein des Teutsck^cn Reiches würdig und allein anständig ist. Bei der Vergebung großer Landkonzessionen,ftnd m ftuterer Zett offenbar Fehler begangen worden, die bar aut zuruckzufuhien sind, hab man ben Wert des Landes vollkommen unter)chatzte. tfur diesen Fehler ist aber nicht nur die damalige Kolonialverwaltung verantwortlich, sondern auch die politischen Parteien und cm wenig alle Deutschen. Reichsmittel zur Encklicßung der Kolonie konnten unter dem ungünstigen bestehenden Vorurteil Nicht aufgebracht werden, und sa war man froh, daß private Geftlftchasten Kapitalien zur Verfügung stellten, deren Einbringung und Verzinsung Jahre hindurch außerordentlich.zweifelhaft ichien. Wenn letzt diese Gesellschaften unverhälrnismätzig hohe Gewinne erzftlew und unerwartete Glücksfälle zu verzeichnen haben, w ist da^ desto 5 "isiaV"'**'« 'gram«, ,aubchn ■ n- Si*? der Mtz» lNtit &nii utiier für sie, ater tein L>riuu> iur üao neuliche 'Jicid), icine einmal gegebene Unterschrift zurückzuziehen. Was im privaten. Verkehr als unanständig gelten würde, das ist es erst recht für eine Großmacht. Herr Ternburg hat sich auch die Mühe gegeoen, nackzuwenen, daß die geplante Erdrosselung, wenn sie dem Fiskus auch bare 80 Millineon einbräck/te, schließlich und in letzter, Linie die Entwicklung unserer Kolonie in einer solchen Weise schädigen würbe, baß dagegen eine einmalige Bareinnahme gar nicht im Verhältnis tänbe. „Es ist ber schwerste Schlag, ter gegen bie kaum entwickelte K o l o n i a l s r e u b i g k e i t bes teuttchen Volles und ber Kapitalkreiss jemals gesührt Worten ist, ber größte Feucrbranb, ber in bie ruhige Entwicklung hineingeworsen wirb." In seinen programmatischen Grtlämngen hat das Zentrum, so fügt das Blatt hinzu, immer den Satz aufaestellt, daß es 'das Interesse der Kleinen gegen die Großen verteidige. Formell tut das auch Herr Erzberger, indem er nur die großen Vermögen über 300 000 Mk. tzu einer Kriegssteuer 'heranzichen will, tatsächlich traf er jedoch gerade die Kleinen, denn eine Aktiengesellschaft ist doch schließlich nur der GesamtbcArisf sür eine außerordentlich große Menge kleiner Exi- tenzen, die ihre schwachen Kapitalien, die allein eine nützliche Ausbeutung nicht gestatten, in den großen Unternehmungen angelegt l-aben. Uebrigens erklärt die „Kölnische VokkSzeitung", ohne den Parteigenossen Erzberger deutlich abzuschütteln, daß sein Antrag eine Privatarbeit sei, welche die Partei nicht binde. Tem stehl das Ergebnis der gestern im Ausschuß erfolgten Abstimmung entgegen, wobei der Antrag Erzbergers auch gegen die Stimmen des Zentrums ab- gelehnt wurde. Die leistungsfähigen Gesellschaften, die aus den Reichszuschüssen für die Kolonien wirklich erheblichen Nutzen gezogen haben, zu einer gerechten Steuer-Abgabe zu Der* antaffen, ist natürlich etwas anderes als Erzbergers Vorschlag. Darüber sind im Budgetausschuß gestern neue An- niöglidjer als in der Heimat. Sie lann nur aus ruhigem, gc* schaftsmäßigem und gesetzliches Wege cingeführt werden. Inzwischen ist folgender weiterer Antrag der Äon* servativen Frhr. v. Rickfthosen, Dietrich, Edler zu Putlitz eingegangen: . , „den Reichskanzler um Vorlage emes Gesetzes zu ersuchen, durch welches in dem Schutzgebiete Südwestasrika vor Ausbruch des dortigen Aufstandes domizilierte lefftungsiahige PMonen und Gesellschaften zur Entlastung des deutschen Reichsftskus herangezogen werten." t , Die Volkspartei, Dr. Dohm und Genossen, beantraat: „die verbündeteii Regierungen zu ersuchen: 1. tem Reichstag eine Denkschrift über die Frage vorzulegen^ unter roclajen Voraussetzungen und in welchem Umfange ein Schutzgebiet zur Deckung von Kosten durch direkte Besteuerung heranzuzrehlNi ist, die aus den Reichszuschüffeu in diesem Schutzgebiet erwachsen; 2. in ten Etat für das südwestasrikanische Schutzgebiet auf das Rechnungsjahr 1911 einen der wirtschaftlichen und ftnaiiziellen Leistungsfähigkeit des Schutzgebietes enlspreckienden Beitrag zur Verzinsung und Amortisation der aus Anleihemittcln geteerten Kosten einzustcllen; 3. im Wege der Vereinbarung mit den in Frage kommenden Gesellsckrasten dahin zu wirken, daß d^ii Landessiskus in Südwestasrika die Berghoheit und das Recht der Festsetzung und Erhebung von Bergwerksabgaben — ge- gebcnensalls unter Gewährung angemessener Enttckudigung bet Verzicht auf wohlerworbene Rechte — gefickftrt wird " Der Staatssekretär erklärt den letzterwähnten Antrag Ricksthosen für zu unbestimmt. Dagegen den ersterwähnten AMrag Richthofen für erwägenswert. Man müsse dem Landesrat ein bindendes Bestimmungsrecht geben und von den.Rechten des Rcickstages manches nach dort delegieren. Das ist das gleiche Moment, das in dem ersten Antrag Richthofen angeregt ist. Solche Aeuberungeii sind möglich. Der erwähnte freisinnige Antrag sei in Nv. 1 uni« 3 (annehmbar, jedoch in bezug auf letztere Nummer zieht der Staatssekretär einen soeben eingegangenen Antrag der Neichspartei und Nationalliberalen vor. Dieter "Antrag Liebert (Rp ), Dr. Sentier lNatl.) ersucht die verbündeten Negierungen, für das südwestafrikauische Schutzgebiet im. Wege des Vertrages bezw. ber Gesetzgebung herbeizufuhren, test 1. bie früher verliehenen, etwa noch bei Tritten bestehenden; Hoheitsrechte notsalls gegen Entschäbigungen aufgehoben nrcr- ben: 2. eine allgemeine Besteuerung bes Einkommens oter ReS Gewerbes im Schutzgebiet unter Schonung bes kleineren Besitzes und Erwerbes eingewhrt wird; 3 die Verordnung über die Ausübung des Bergrechts nack> der Richtung einer Revision unler- zogeil wirb, baß bie Rechte und Pflichten der Schürfer und der Grundeigentümer abgegrenzt und sichergestellt werden. Der S t a a t s s e k r e t ä r verwahrt sich dann gegen den Cwz-, bergerschen Ausdruck, daß bid Beamten ber Kolonien im Gegensatz zum Staatssekretär gestanben hätten; bas sei nie ber Fall gewesen, sonbern seine Anweisungen hätten bie Wege, die man dort ein geschlagen, nicht ausgeschlossen. Zü dein Vertrag mft der, Kolonialgcsellschaft bemerkte Ternburg: T,e Sperre habe mit Absicht den Zustand wiederhergestcllt, der von dem 1. DI toter, also vor der Wirksamkeit des Rezesses bestanden habe. Hatte man die Sperre nur bis zu!m 1. Oktober gelten lasten, sie dann aber aufgehoben, so waren alle bis baten erworbenem Rechte, auch bie Felber ter Privaten Schürfer, wieder hrnsälliL, geworden. Es war kein Zweifel, daß gesperrt, und zwar für die Kolonialgefellfckmft gesperrt werden mußte, und die Gründe, die für die Sperre sprachen, sind noch wirksam. Ter Vertrag; erfüllt die Wünsche: erstens die 8 Millionen-Grcnze ist gefallen, zweitens der Anteil des Reiches erhöht, drittens bte Anteilnahme anderer Gruppen an der Ausbeutung ter übrigen; Mineralien, die nach 1911 unter die Sperre fallen werten, ist gefickftrt. Tas besagt ter neue Vertrag mft dar Diamantgesell schäft, S 3 Absatz 4. Die Hälfte der Anteile soll den Süte wcstafrikanern überlassen werden, etwa der Mincnkammer. Diese sei nicht voll zustande gekommen, weil die Interessenten nicht bie Diamantenkftsellschaft aufnetenen wollen, mit der Begründung, daß sie Konzessionsgesellschasten nicht aufnetenen wollen. Er betone, alle Hohcitsrechte, ausnahmslos, feien der Kolonial- gesellschaft überall genommen, in jeder Beziehung. Tie Kolonial- , gefellfchaft erhalte nur durch Vermittelung der Regierung die. ihr zustehenden 2 Proz. Warum find die Reckte ter Koloiiialgeiell- «te, Tonbild noch bt bekannten Volkslied ^Büglerin me Damenleibwäsche m rmadchrn unter flüniticr SS”w 'o,ort'9eni -- PiwMMalt Edelwci- Krotdorser Ltr. 12. Wichtige Putzarbeiterii. tt garnieren kann, per I: Ml. Marie Wagenbat Debsreinittaxi; Tauberes, gewandtes mhö KnmA« t. Frankfurter Str. 31 Ri ti. Hü. W) WTÄ L>och.».Äi/öh.oeMt. ?ici Weifscnbad), remnhio' imtlW WA / ägeln ioioxt <\t\W ickeWManüaltbttn Ein ans der Schule L den ges. Bismarckft. 1! Lehrmädchen 6e für mein Spegialfilebi? ischärt ein Lebmädchen e Schulbildung gegen mar Vergütung. Lina Bemard. Mmqrckstrahe ft. r ein seines Delikaicßw; wird ein Lehmädcheu ichtbarer Familie geM Ibstacschrieb. Meldung, m.. schoft nicht zeitlich begrenzt? Man sonne Bergwerksbetricbe nicht zeitlich begrenzen, für die Kolonialgesellschaft ebenso -wenig tote für die anderen Interessenten. Er glaube, daß er altes, was gewünscht sei, in dem neuen Vertrage erfüllt habe. Ein freisinniger Redner führt aus, in dem ueuen Vertrage sei das erreicht, was der Ausschuß in leinen Richtlinien vorgeschlagen habe. Das sei das zweifellose Verdienst auch des Reichstags und des Ausschusses. ..Ter Staatssekretär habe die Prüfung zugesagt; man dürfe hoffen, daß noch eunges dadurch verbessert werden könne. Man müsse schon 1911 beginnen, im Etat von Südwestasrika Einnahmen aus direkter Besteuerung für "Deckung der Kosten zu gewinnen. Er sei für die Annahme der ersten konservativen Entschließung, zugleich mit Nr. 3 des freisinnigen Antrages, ebenso mit Nr. 3 des nationalliberalen und freisinnig-konservativen Antrages. Man solle alle diese brauchbaren Punkte zusammen revidieren. Ein N a t i o n a l l i b c r a l c r betont, daß er gestern sich nur gegen die direkte Besteuerung im Rahmen des Erzberger,chen Antrages ausgesprochen habe, nicht gegen eine solche im allgemeinen. Auch dieser Redner empfiehlt die gemeinsame Redaktion der verschiedenen Anträge. Der Abg. Erzbcrger lZeiftr.) betont, er beruhte den anderen Parteien nicht, daß sie seinem Anträge in den §§11 und 12 nicht sogleich zustimmen wollten. Aber cs sei letzt der Weg klargelegt, toie wir zu einer Ablösung kommen können; das solle doch im Herbst durch ein Gesetz geschehen. Schürffreiheit müsse vorläufig für die Kolonien bestehen bleiben, weil das Land nur dadurch zu einer geologischen Forschung komme. Der Redner wünscht, daß der Vertrag jetzt nicht abgeschlossen werde. Man solle warten, bis die angekündigte Deputation aus Südwestasrika ankomme. Er empfiehlt aus gewissen Gründen ein neues besonderes Diamanten- bezto. Edelstein-Berggesetz. Das stimme mit dem Gedanken von Nr. 3 des nationalliberal-kon,er- vativen Antrages überein. _ , Staatssekretär D er nbur g will der vollen Regelung der Berghoheiten sich nicht entziehen. Ein besonderes Tiamanten- gesetz sei ihm sympathisch. Die vom Zentrumsredner geforderten Klarstellungen werde er veranlassen. Ein sozialdemokratischer Redner spricht über die Dcckungssrage rücksichtlich der Kriegskosten. Er bezweifle, daß irgendeine Entschließung in dieser Beziehung etwas nütze. Er halte es im Prinzip für möglich, die Deckung wie in der Erzberger,chen Ausarbeitung in den Gesetzentwurf hineinzuarbeiten. Für besser halte er die sozialdemokratische Fassung des § 14. Abstimmung. Es kommt zur Abstimmung. Die Anträge Erzberger und Lattmann werden abgelehnt gegen die Stimmen des Zentrums und der Wirtschaftlichen Bereinigung, desgleichen der sozialdemokratische Antrag. Eine Erklärung Teroburgs. Der Staatssekretär gibt folgende Erklärung ab. Er sagt die vom Zentrum geforderten Gutachten zu; ebenso die Vorlegung einer Denkschrift über die.direkte Besteuerung im Sinne der freisinnigen Forderung; desgleichen die Revision des Berggesetzes. Tie Schaffung eines besonderen Edelstein-Berggesetzes sei ihm sympathisch. rr , Die Entschließung von Brockhausen betreffend die Erhebung besonderer Kriegssteuern wird angenommen gegen die Stimmen der Frcikonservativen und Nationalliberalen. Die Entschließung der Wirtschaftlichen Bereinigung über die zwingende Mitwirkung des Reichstags und Bundesrats bei der Erteilung von Land- und Bergwerkskorizessionen wird mit 12 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Der Bndgetausschuß übernimmt keine Verantwortung für den Abschluß der Verträge mit der Deutschen Kolonialgesellschast; dies wird ausdrücklich festgestellt. Die Bittschriften sollen morgen erledigt werden. te Wetter § CD 6# genommen. April 1910 schien. Wie greifender ^’cirt war sein Alter; sein Leben und Schaffen ein köstliches belebendes Getränk, nicht nur der norwegischen Heimat, sondern der ganzen Welt dargeboten. „rSekamen rote Backen." Der Grund eines allzu garten Knochenbaues der Kinder und der damit verbundenen Schwierigkeit im Erlernen des Gehens ist auf die Kalkarmut der Knochen zurückzuführen. Die fehlenden mineralischen Stoffe müssen dem Körper also in Form eines Kräftigungsmittels zugeführt werden, was am besten durch Scotts Emulsion geschieht. Dank ihrem Gehalt dn solchen Substanzen festigen sich die Knochen rasch, werben stark und widerstandsfähig, während der dem Lebertran eigene hohe Nährwert den Ansatz — Eine neue T a n t e - H a n d s ch r i s t. Die Turiner „Stampa” bringt die Meldung, daß der italienische Privatgelehrte Dr. Luigi Eappelitti in Padua im Palazzo de la Ragioue Handschriften gesunden habe, die er dem Dichter der „Göttlichen Komödie" zuschreibt. Dr. Eappelitti, der in dem zu Anfang des 13. Jahrhunderts erbauten Mtmiztpalgebäude seinen Studien oblag, sand in einem Pergamentbunde eine Anzahl Briefe, die nach seiner Ueberzeugung von Tante herrühreu. Sie sind an einen Paduaner Edelmann Francesco di Easamoldo gerichtet, der ein Jugendfreund und Studiengesährte des Tichiers gewesen zu sein scheint. Die Briefe stammen aus verschiedenen Jahren und ihr Inhalt ist geeignet, verschiedene Zeiten in Tantes Leben, die bisher der Forschung nicht zugänglich gewesen sind, aufzuhellen. So findet sich unter anderem em Bericht aus dem Jahre 1289 über die Schlacht bei Eampaldino, an der Tante feilgenommen hat. Der Brici ist augenscheinlich einige Tage nach dem Kampfe geschrieben und berichtet über eine leichte Verwundung, die der Schreiber durch einen Schwerthieb an der linken Schulter empfangen hat. Auch ein Brief aus dem folgenden Jahre enthält eine Schilderung der Erstürmung der Festung Eaprona, an der Dante gleichfalls teilnahm. Die Schilderung ist in einem lebhaften, bilderreichen und prachtvollen Stil gehalten, der typische Wendungen von Tantes Stil zeigt. Ein anderer Brief spricht über literarische Pläne und enthält auch ein lyrisches Gedicht, das sich in veränderter Gestalt in der Sammlung von Gedichten Dantes, „Jl Eaiizoniere" findet. Auch ein zweites bisher vollkommen un- bekannteS Gedicht enthält der Brief, das von hoher Schönheit ist und — wenn es tatsächlich von Taute herrührt — zu seinen besten Werken zählen fann. Unterzeichnet sind die Briefe mit einem ein- achen „D". Genaue Untersuchungen sind im Gange. — Kurze Nackrichtcn aus Kunft u. Wissenschaft. Das Konzert des Weimarer E. E., Verbandes deutscher Sängerschaften, anläßlich seines dritten Bundesiestes vom 19. bis 21 P?ai in Weimar, wird am 20. Mai im Hostheater stattsinden. Der Reinertrag fließt dem Grundstock für das Wildenbruch- Denkmal zu. Das Konzert wird von ungefähr 600 Studenten aufgeführl. — Für bic Festspiele des Deutschen Theaters zu Berlin, die unter Leitung von Professor Max R e l u h a r d t im August und September im 9)1 ü n ch e n e r Künstlertheater stattfinden ist anker den bereits angekündigten Vorstellungen eine Reihe non Lustspielen geplant, die die hauptsächlichsten Werke der Weltliteratur bringen wird. bis 26. April = + 12,5 6 C. , 26. „ = 4- 6,1 °C. 3hit echt mit bujtr SRatü—bcmßif<^er — bem Barcntxe- jetdK« b«6 Ccott- Idjeu $er1et)rtn$I Höchste Temperatur aut 25. Niedrigste , , 25. Niederschlag: — 1,5 nun. Seuche war früher selten, aber gefährlich, beute ist |ie langer, aber gelinder. Das fortgesetzte Durcheinandersluten infolge des Verkehrs, der Märkte usw. erfordert fortgesetzt andere Vorsicht maßregeln. Dies alles führte zu der Viesenchmnovell^ Dtc Verhandlungen im Reichstag haben gezeigt, daß alle bann einig waren, den deutschen Viehbestand zu schützen, xer schaden ist tatsäeUich ganz außerordentlich, wie dies ,folgende Zahlen 5eigen, die eher zu niedrig als zu hoch gegriffen sind. Es verendeten von 1886—1907 an Milzbrand 2928 Pferde, 75 986 Rinder, 11 736 Schafe, 1241 Schweine, an Rotz 19 200 Pferde, an Lungen,euche 21 727 Rinder, 427 000 Schafe, an Schweineseuche gingen 4b 1 000 Tiere ein. Es erforderte dies eine Entschädigungssumme von 17 426 842 Mk., Rotz 6 791000 Mk., Lungcnseuche 4 710 000 Mk., insgesamt rund 30 Millionen. Der wirkliche Verlust ist hoher und das Nationalvermögen dürfte einen Verlust von 40—50 Millionen Mark erlitten haben. Besonders großen Schaden hat die Maul- und Klauenseuche angerichtet, davon befallen wurden ut obigen 20 Jahren 7,4 Millionen Rinder, 6,2 Mill. Schafe, 2,7 Mill Schweine. Die Maul- und Klauenseuche hat einen schaden von rund einer Milliarde verursacht. Entschieden hat man die Bekämpfung der Seuchen ausgenommen. Preußen ging 1875 voran, 1880 hat das Reich das Gesetz übernommen. Tie Maßnahmen sind verwaltungstechnischer Art, (z. B. Sperren, Verkehrsein- schränkungen), tierzüchterischer Art und veterinar-technncher Art. Durch die Impfungen hat besonders der Schweinerotlaus lerne Gefahr verloren. Tie Stallzucht hat die Tuberkulose viel verbreitet, allgemein sollte der Weidegang eingefuhrt werden. Brr allen Seuchen ist die Anzeigepflicht eingeführt. Die Maul- und .Äauenseuche ist jetzt ganz eingedämmt und hat nur noch euren Herd in Deutschland Die Tuberkulose richtet großen schaden an Mindestens 20 Prozent Rinder sind mit Tuberkulose behaftet, die mit bloßen Augen sichtbar ist, bei genauer Untersuchung steigt der Prozentsatz bis 50 Prozent. Sier hilft Werdegang, Trennung Zugtiere von krankem Vieh und -Lötung stark tuberkulöser Tiere. Deutschland ist das erste Kulturland, das hier vorgeht. Die Milch ist, für die Nachzucht gefährlich, man nehme nur Milch von geimpften Tieren für Nachzucht und Fütterung der Schweine, die Stände tuberkulöser.Tiere münen desinfiziert werden. Versütterung roher Milch führt zur Ansteckung, die Futtermilch von Molkereien sollte man erst kochen. Nur so kann man der Tuberkulose steuern. Der Blick in die Zukunft ist nicht trübe, mantf>c Seuchen sind ausgerottet, andere fast beseitigt oder nicht mehr so gefährlich. Provinzialdirektor Dr. Usinger spricht den Dank der Versammlung aus. Bürgermeister Krämer- Steinbach empfiehlt die Impfung gegen Tuberkulose und Weil- Lang-Göns wünscht bessere Durchführung der Impfung gegen Rotlauf. kräftigen Fleisches begünstigt. Ecoil« ckmulfton narb t>en an» aull»ltebttdi IM großen verlaust, ""»««ar nie lofe nach ®eroi Ulkobal ** 4 aromKNjch« Emulsion mit Rtmu, tRanbei» und OtuWiertafel R Die Wahlen in Frankreich. Ö Paris, 26. April. Die Wahlergebnisse und Wahlzwischenfälle haben den Voraussetzungen gemäß wenig Ueberraschungen gebracht. Bis zum Schlüsse sind die Leidenschaften, soweit sie überhaupt zum Ausdruck kamen, auf ganz geringe Kreise beschränkt geblieben und schon die Tatsache, datz die Massen in Paris viel weniger dicht als bei den früheren Volksabstimmungen die Redaktionslokale umlagerten, von denen uns die Wahlresultate durch Transparente verkündet wurden, legt Beweis dafür ab, daß die Gleichgültigkeit durch keine Aufreizungen erschüttert werden tonnte. Von den Republikanern wird diese Entscheidung selbstverständlich und auch logisch als Vertrauen auf die Festigkeit der demokratischen Einrichtungen ausgelegt, von der Opposition dagegen als Anzeichen einer dumpfen Apathie, die Stürme für die Zukunft verheißen. Bei der Lage der Tinge muß in erster Linie hervorgehoben werden, daß die revolutionären Aufrufe zur Wahlenthaltung recht wenig Erfolg hatten, da die Beteiligung durchaus normal, geblieben ist. J'm Zusammenhänge damit steht die Erfolglosigkeit der Versuche der unifizierten und revolutionären Sozialisten, in die republitanische Mehrheit eine Bresche zu legen. May auch die „Humanite" mit Vergewaltigung der Ziffern ein ge- Lan-w. Vezickrverein für den Kreis Gießen. x Gießen, 27. April. Im Easö Ebel tagte gestern der lanbtp. BezirkLverein unter Leitung des zweiten Vorsitzenden Oekonomierat Hoffmann von Hof-Gill. Dieser begrüßte besonders den KreiSamtmann Langer- mann und den Vertreter des landw. Instituts an der Landesuniversität, Professor Gisevius. Er bedauert sodann das Scheiden des seitherigen 1. Vorsitzenden Geheimerat Dr. Breidert, an dem der Verein und die Landwirtschaft des Kreises viel verloren habe. Hat ihm doch der Kreis mehrere Einrichtungen zu verdanken, z. B. die Ackerbauschule zu Lich, die beiden Wander-Haushaltungsschulen, die Kurse in naturkundlichem Unterricht für Fortbildungsschullehrer und die Kreissammelwasenmeisterei. Deshalb hat ihn der Ausschuß des Vereins laut Beschluß vom 11. März zum Ehrenvorsitzenden ernannt und ihm gelegentlich der Abschiedsfeier eine Adresse überreicht. Auf die Einladung zur heutigen Versammlung hatte Geheimerat Dr. Breidert ein Entschuldigungsschreiben gesandt, das der 2. Vorsitzende verlas und das mit einem Begrüßungstelegramm erwidert wurde. Die Gesamteinnahme betrug 1317,73 Mk., darunter Mitgliederbeiträge 346 Mk., von bat Sparkassen Gießen usw. 59,16 Mk., von der Aachen-Mnchener Feuerversicherung 978 Mk., davon für Bezirksverein Gießen 58,25 Mk. Die Abhaltung von Kursen in naturkundlichem Untcrrickft für Fortbildungsschullehrer erforderte 540 Mk., es nahmen Lehrer aus Kleinlinden, Kesselbach, Lindenstruth, Hausen und Burkhardsfelden daran teil. Für Haushaltungsunterricht in den zwei Wander schulen wurden rund 300 Mk. ausgcgeben, an den landwirtschaftlichen Provinzialverein flössen '298,50 Mk. Das Kapitalvermögen beträgt 795,95 Mark. Der Voranschlag für 1910 zeigt eine Einnahme und Ausgabe von 1103,38 Mk., er wird einstimmig genehmigt. /Die Mitgliederheitväge betragen 790 Mk., an den landwirtschaftlichen Provinzialvcrein gehen 497,50 Mk. Der Reservefonds beträgt 127,88 Mk. Nach Punkt 3 erfolgte die Vorftandswahl. Als 1. Vorsitzender wurde aut Vorschlag von Weil-Lang-Göns der jetzige Provinzial- bireftor Dr. Usinger einstimmig durch Zuruf gewählt, zum Rechner ebenso Kreisamtsgehilfe Schupp an Stelle des versetzten Herrn Weidmann. '5>er neue Vorsitzende dankte für das Vertrauen und hofft, daß es ihm vergönnt fein möge, für die Landwirtschaft gleich Ersprießliches zu leisten wie sein Vorgänger. Hierauf hielt Kreisveterinärarzt Dr. Knell einen Vortrag über das „Auftreten der Viehseuchen und ihre Bekämpfung nach dem Reichsviehseuchengesetz". Der Redner führte u. a. aus: Es treten fortgesetzt neue Seuchen auf, ober es zeigen sich doch andere Eharattere der alten Seuchen. Dies erfordert auch neue Maßnahmen. Die Schweinepest oder -Cholera, die aus England und Amerika kam, hat uns schwer geschädigt. !Tie Vcrmifcbtcs» * In der Klagesache Karl Mays gegen Lebius ist ein neuer Abschnitt zu verzeichnen. Lebius war, wie neuerdings festgestellt wurde, jahrelang Mitarbeiter an der berüchtigten Bruhn-» scheu „Wahrheit" und hat schon mehrfach eine seltsame Rolle gespielt. Gegen das Urteil des Charlottenburger Schöffengerichtes, das Lebius wegen Wahrung berechtigter Interessen freigei'pr od>en hat — ein Urteil, das wir s. Z. «beanstandeten — hat May nun Berufung eingelegt und in seiner Eingabe für 31 Behauptungen Beweis verlangt. Nun erhalten wir heute eine Erklärung vmi. Mays geschiedener Fran, die gegen Lebius scharf Stellung nimmt. Sie lautet: >. r , „Ich höre, daß Rudolf Lebius, der meinen trüberen Männ Karl May einen „geborenen Verbrecher" genannt hat, am 12. ds. Mts. vom Schöffengericht Charlottenburg freigesprochen worden ist, und zwar meinetwegen, auf Grund „berechtigter Interessen". Ich erkläre hiermit, daß Lebius n i c meine Interessen vertreten hat, sondern nur seine niedrige Rache gegen Karl ÜNay. Und ich höre, daß der betrefsende Richter diesem Lebius das Lob erteilt hat, er habe „edel" an mir gehandelt. Tas ist mir rein unerklärlich! Der Richter hat doch den inkriminierten Brief in der Hand gehabt und laut vorgelesen! Da bekennt Lebius doch selbst, daß er mich vollständig ausgebeutet und mich sogar gezwungen hat, meine Juwelen zu versetzen, damit es „n a ch a u ß en h i n" denA ns ch e in g ewinn e, daß Karl May, mein gewesenerMann, an diesem Elend schuld sei, welches ich doch keinem Anderen als nur Lebius verdanke! Ich halte es für meine Pflicht, diese Zeilen an die Oeffent- lichkeit zu richten, vor der sich Lebius nun als Sieger geberdet, der er doch gar nicht ist. Weimar, den 14. April 1910. gez. Frau Emma Pollmcr." In einer weiteren Zuschrift sagt dann Fran Pollmer, daß sie von Lebius hiiftergangen worden sei, der sich ihr mit der Miene eines Freundes genaht habe, um sie „zu seinem gefügigen' Werkzeug" gegen May zu machen. — Diestl Erklärung ist um so bedeutungsvoller, als Lebius dadurch« auch nicht mehr einen »Schein von „berechtigten Interessen" wahren kann und sich nun tat* sächlich als das entpuppt, was wir s. Z. ausgesprochen haben. Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen. 26. 2” 739,8 12,5 4,9 45 WSW 6 8 Bem. Himmel 26. 9« 744,0 o,6 6,1 89 WSW 2 0 Klarer Himmel Bew. Himmel 27. 7” 748,2 5,3 5,7 86 WSW 4 7 Heute mittag 12% Uhr verschied nach kurzem schweren Leiden unser lieber Sohn und Bruder ' % fe. • • ••. - MM?? — ’ . ■ $r. - , rx-" •• ■ ir a”*-< gibt blendend weisse Wäsche, ersetzt die Rasenbleiche und spart Zelt, Arbeit und Geld I Alleinige Fabrikanten*. Henkel L Co., Düsseldorf, euch der seit 34 Jahren weltbekannte» August Nlünker, cand. rer. nat. Pie Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. 2476 Todes-Anzeige« Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass meine liebe Gattin, unsre gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Schwägerin Frau Elisabeth Keller, geh, Ruhl nach schwerem Leiden plötzlich und unerwartet verschieden ist, Im Namen der Hinterbliebenen; Joh. Keller. Giessen (An den Bahnhöfen 66), Grünberg, London, Merchingen, den»26. April 1910. Die Beerdigung findet Donnerstag den 28. April, nachm. 21/« Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 2484 im 23. Lebensjahre. Giessen (Frankfurter Str. 45), den 25. April 1910. Die trauernden Hinterbliebenen: August Münk er, Bergwerksdirektor, und Frau Emil Münker, Diploming. Adolf Miinker, stud. mont. Frida Münker | Berta Münker- reines, schönes Material. Anfuhr prompt und billig. C. Rübsamen, 02341) Telephon 259. Besorge auch das Auseinander fahren und Ausbreiten des Kieses im Garten. im 67. Lebensjahre. Giessen (Wolfstr. 6II), 26. April 1910. Kondolenzbesuche dankend verbeten. 2508 Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 1.4. N.: Ludwig Greiner, Gartenkies Gartensand Die Beerdigung findet Freitag den 29. April, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des alten Friedhofes aus statt. Ausschreiben. Betr.: Kleinpflasteranlage der Kreisstraße Gießen—Steinbach. Die zur Herstellung der Kleinpslaiteranlage der Kreisstraße (Hießen—Steinbach erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen auf dem Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und Zeichnungen liegen wehrend der Diensthunden aus dem Amtszimmer des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 23, zur Einsicht offen, woselblt die Angebote, deren Unterlagen gegen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben werden, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis Dienstag den 3. Mai l. I., vormittags 10 Uhr einzureichen sind. Zuschlagssrist 3 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern Vorbehalten. Gießen, den 20. April 1910. b»/4 Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen I. 93.: Knöll. Frau Lina Greiner geb. Becker Danksagung. 2483 Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Anna Landau. Für die herzliche Teilnahme bei dem uns betroffenen Verluste sowie für die zahlreichen Blumen- spenden sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Mitteilung allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht von dem Hinschciden meiner innigstgeliebten Mutter, unserer lieben Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Tante Meine Spezialmischung Todes-Anzeige Sanella Gi ess en (Teufelslustgärtchen 28), 27. April 1910. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Christian Georg. Gestern abend 117» Uhr verschied nach langem Leiden, aber doch unerwartet, unsere innigstgeliebte Mutter Frau Caroline Georg- Ww. geh. Noll was wir hierdurch tiefbetrübt mitteilen. Palme und TDandel liefern die hauptsächlichsten Lestandteile der einzig dastehenden pflanzen-fDargarine Sanella. die aus feinstem Pflanzenfett unter dem Schutze des D.R-p. Hr. 100 022 mit süßer Mandelmilch hergeftellt wird, daher besitzt Sanella das feine Aroma fbrvte den milden, nußartigen eVohlgeschrnach, rvie überhaupt alle Ligenschaften und Vorzüge feinster Naturbutter. Die Verwendung von süßer Mandelmilch ist unser ausschließliches liecht, weshalb andere pflanzen-fDargarine-produhte mit Sanella nicht verglichen werden können. □n den einschlägigen Geschäften erhältlich. Allein hergeftellt von; Lana-Gesellschaft m.b.fi., Clevfc. Die Beerdigung findet Freitag den 29. ds. Mts., nachm. 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 2499 trinkt ■ bestes alkoholfreies Getränk. Inist kein Bier, trotzdem das- I viyivA selbe in Aussehen, Farbe B ■ Geschmack dem Bier ähnelt. ■Mr 111 ■ Uv Jk trinke man auch nicht als Bier, ■ i Jr 1 V/l sond. als alkoholfreies Getränk. feinst gebt. Kaffee erfreut sich immer grünerer Beliebtheit, was der stets zunehmende Umsatz beiveist. Derselbe ist stets frisch gebrannt und kostet per Pfund Mk. 1.5V. Wrh. MMkr Nchf. Heinrich Driesch. 234 ä Das Ltricken und Anstrichen von Ltrürnvsen wird gut u. billig besorgt, ö-rau Johanna Fritsch, 17931 Bleichstrahe 13. nenneis Dieicn-^uua per Pfund M. 1.24 Mk. a. geg.Obligationen 238445.08 97390.49 (2058 Qualitäten. 86914.75 90.49 448858.81 ‘>493 Willst- und Seefische Tüchtige Vertreter überall — wo nicht vertreten — gesucht. 1.44 1.64 Kaiser, Kontrolleur. Holländische Mischung Wiener Mischung Karlsbader Mischung Mitgliederguthaben Reservefonds . . Spezialreseroefonds Reingewinn. ♦ . b. gegen Bürgschaft c. gegen Gütertaufgelder . . . . d. geg. Wertpapiere nach dem Kurs vom 31. Dezember 1909. . . Kassenvorrat ♦ . Vorlagen . . . Ausstände ♦ . . Mobilien n. 10% Abnutzung . . Mitgliederstand Ende 1908 Zugang in 1909 . . . »uuiii niiy&iuuiiui Ludwigsplatz 15. Guter Mittagstisch Reichhaltige Abendkarte Pfungstädter Bier u. Tucher-Brau Reine Weine 11905.12 12734.05 440.— 2677.89 440.— 18253.80 353.43 6970.77 Aktiva. AuSgcliehene Kapitalien und zwar: Formen, Ausführung, Eleganz, Haltbarkeit und Preis der Salamanderstiefel entsprechen den verwöhntesten Ansprüchen. Fordern Sie Musterbuch S. Einheitspreis . . . . M. 12.50 Luxus-Ausführung M. 16.50 Hugo Strohbach Schanzenstrasse 1. [2397] bei dem Rechner offen. Staufenberg, den 25. April 1910. Der Vorsitzende deS Aufsichtsrat (t u h I. Generalversammlung Sonntag den 8. Mai 1910, nachmittags 3 Uhr, auf dein Rathaus dah«er. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung 1909. 2. Beschluß über die Verwendung des Reingewinns. 3. Der Revisionsbericht von 1909. Die Rechnung liegt acht Tage zur Einsicht der Interessenten Spar- u. Vorschuß-Verein (eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht) zu Staufenberg. Bilanz am 31. Dezember 1909. Passiva. Mk. 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