Nr. 3 Zweites Blatt Lvtchew« tv-NH mit Ausnahme des 6enntag<. Die „Sletzemr LamiNenblüttef werden dem ,9tnietfler* »lern,al wöchentlich beigelegt, das ^NretrdiaN Mr -ev Kreis ®ie(jtn“ sroeunal wöchentlich. Die „Landwirt,chaftlicheu seit, fraget“ erscheinen monatlich zweimal. 1 Ci). Jahrgang Mittwoch S. Januar 181V Rotottonßbrutf an» Verla- b« VrSHNch« Unwctfltätd - Buch- un» Steinbruotettl R. Lang». Ließe«. Redaktion, Expedition und Druckerei: Vchu!» vw , f •» stratze 7. Exoeditton and Verlag: GmsrÄ-Mzeiger für OberheMy «!6attlon:e^2^~2^ % rc*tur? _ , ., ,. Um nicht zu weitschweifig zu tocrbeir, gehe ich nur v^ -um 17. Jahrhundert zurück und begnüge muh für diese Zeit mit wenigen Strichen. Es ist wohl vielen Lesern bekannt, daß Karl I. aus dem hause Stuart durch vielfache willkürliche Regierungshand- hingen unter Beiseitesetzung oder auch Vergewaltigung seines Parlamentes mit diesem in Konflikt geriet, in diesem Kampfe dem Parlament mit seinem selbstgeschaffencn Heere unter Cromwells Führung unterlag und mit dem Tode büßte. Dieser Sieg des Parlamentes führte aber zur größten Erniedrigung der englischen Volksvertretung durch den aus dem Volke hervorgegangenen Republikaner Q. Cromwell, der die Volksvertretung ärger als je ein englischer König mißhandelte, seine Widersack)er aus dem Parlament aus- schloß, das Rumpfparlament durch seine Soldaten hinaus- werfen ließ, die Verfassung eigenmächtig änderte, serne Gegner von der Wahl ausschloß, das Oberhcms beseitigte und später wieder ein neues schuf u. dgl. Die englische Volksvertretung diente dem Willensstärken Staatsmann nur als Spielzeug, als Werkzeug. _ Eine maßgebendere Rolle spielte das Parlament unter dem aus den Thron gerufenen Karl II., den es als Hüter des Protestantismus zwang, die Testakte zu unterzeichnen, durch die es die Katholiken und alle nicht der Staatskirche angehörigen Protestanten von allen Staatsämtern aus- — Ein Wikina er schiff sar ab. Es ist bekannt,.daß ine kühnen skandinavischen Seeräuberscharen auf ihren kleinen, verdeckte,'en Schiffen schon im friibcfteit Mittelalter die Küsten und Flußmündungen oeö westlichen Europas als Eroberer unfvayer nwchun uiTb daß der Landesteil Frankreichs, in dem sie sich siegreich iestsetzten, nach ihnen den Namen Normandie trägt. Dasur, daß sie um die Wende des 10. Jahrhunderts auch in der bcnach- harten Bretagne eine Zeitlang lyerrichten, hat sich vor kurzem l-a6 erste archLliogische Beweisstück gefunden. An der e-ubtiifte der verhalf. Unter Georgs Regierung trat dann eine bedeutsame Aenderung im Parlaments- und Regierungswesen ein Brüher hatten die Monarchen in den Sitzungen Ministerien oft präsidiert und so häufig einen entscheidenden Einfluß cmsgeübt. Unter Georg war dies unmöglich, da er lein Wort Englisch konnte. Sein erster Minister bestand aber auch kein Deutsch. Die Whigs, die das meist-aus Anhängern ihrer Partei bestehende Oberhaus für sich hatten und durch die einflußreichen Lords zahlreiche Wahlsche kauften, nützten ihre Lage gründlich aus, obwohl sie sich unter sich durch allerlei Streitigkeiten und Intrigen bekanwften. Die TorieS, die der König als seine Feinde betrachtete, hatten nur wenige Mitglieder im Parlament. Wir sehen hier ein Beispiel für die Wirkungen schrankenloser Parlamentsherr- schäft Die Folgen der Korruption führten schließlich zum Sturze der fast allmächtigen Parteigrößen. Und doch folgte kein Ministerium der anderen Partei, sondern eine Koalition der verschiedenen Gruppen der Whigs unter einer staatsmännischen Null. Mit raschem Schritte eilen wir nun in die Zeit Fried- Wirkung herausgehört." — Eine eigenartige Rache hat der Miiter Nicola Ciletti in San Giorgi» bei Benevent sich geleistet. Der Maler Nioola Ciletti (von dein Italien und die Welt bisher nur cina fein’ unvollkommene Kunde hatten) war so eitel oder auch so naw gewesen, sich von seinen Herren Mitbürgern zum Vorsitzen^n her WohckätigkeitStongregatioil wählen zu lassen, mit dem Erfolg, daß er eö seiner strengen Gefchä.lsfÜhrnng it>egen sehr baw mit dem halben Gemeinderat verdarb. Sintemalen tue „Wohl- tätigteitslongregati'oneii" in Süditakieii hauptsächlich als fman- lictlc Waffe in der Haitd der gerade am Ruder befmdltck)en Partei zu bienen pflegen . . . Kur?, und gut, bei der Neuwahl summten, wie dem Verl. Tgbl. ans Rom geicbriebcn wird, neun Gemeinde- täte, die Halste, gegen Giletti, und der Künstler fiel durch Das hatte er nun von seiner Rolle als neuer Cato! . . . Ader, Ciletti wusste sich zu helfen. Er ging nach Haus uitd malte em großes Bild, das die neun feindlichen Geineindemte m einer für jeden einzelnen besonders charakteristischen Weise karikierte, nämlich in Posen, die sich auf die Vorstrafen der öcnen Ok^ nteinberäte toegen Diebstahls, Bestechlichkeit usw. bezogen, iumi nalim er fein Meisterwerk uiittcr ben Arm und begab sich nach benr Riarktplatz, allwo er es am Rathaus aufhmg. -Lei 3ubcl oct inisera plebs oovti ibusns", du: ihre ntadtväter n fo tcucitbcn Konterfeis erblickte, war grciiiattev, cbcnio aber auch die Entrüstung der Neun, die ,ich sckLeuntgst an ben ItaiX wandten, um Aleister Ciletti für ferne Vermenenheck zu beraten. Aleirres jerrillcton. — Zur Hamburger Theater krisis wird geiweldet: Hamburg, 3. Januar. Baron Verger farrdte aus Wien am 2. Ja- rniar nachmittags an den Vorstand der Deutichen SchausM^- lmus-A.-G. Herrn Gustav Siemien folgendes Telegramm, „se- bairre tief, daß ich unter dem Eindruck der hierher zur VerösfeM- ücharng gedrahteten offiziellen Grttäumg über das Ergebnis der Aufsichtsratchitzung von der Mir zuruckgegebenen Entschließung^ freibeit keinen anderen Gebrauch machen tonnte, als den Burg- theaterposten anzunehmen. Brief folgt, schreiben erhalten. Baron Berger." (Die Deutsche ^chaufpielhausgesellschast hatte beschlossen, auf beit Antrag Bergers, die Hamburger Buhne bis zur Wahl eines Nachfolgers gleichzeitig mit dem Bnrgtheater zu leiten, nicht einzugehen, dagegen Berger, der sich für Hamburg verpachtet hatte, die Freiheit der Entschließung zurück- .wgeben. Red.) Wie uns weiter mitgeteilt wird, findet heute nachmittag 3 Uhr wiederum eine Sitzung des Aussichtsrates und der Svzictärc des Deutschen Schauspielhauses statt, m der über weitere -Schritte beraten werden soll, lieber den ^acholger be5 xxrcon-> Berger Äs Direktors des Deutschen Schauspielhauses herricht die Meinung vor, daß. der bisherige kaufmännische Tirektor Kähne zum alleinigen Direktor ernannt und ihm eine hervorragend bewährte Kraft als Dberregiffeur zur Seite gestellt werden dürfte. — Frcilicht-Theater H er tenstein. Mck dem Beginn des neuen Jahres nimmt das Bureau des Freilicht-TheaterS seine Tätigkeit wieder auf, um die Vorbereitungen für die Spielzeit 1910 zu treffen, die am In. Mai (Pfingsten) beginnm Mro und am 15. September schließen soll. Es ist Herrn Direktor Lorenz gelungen, wertvolle künstlerifckte Kräfte für die Tar- stellung zu gewinnen. Bereits int vorigen Sommer, gelegentlich seines Kuraufentlialtes in Schloß Hertenstein hat sich Joses Kainz lebhaft für das F-reilich.t-Theater interessiert unb letzt, bei einem Zusammentreffen, zwischen bem Künstler und Direktor Lorenz in Wien hat Kainz die feste Absicht ausgesprochen, tnt kommenden Sommer auf dem Freilicht-Theater Hertenstein als Gast aufjutreten ((Orest usw). Die Spielzeit soll eröffnet luerben mit einer Aufführung der „Orestie" des Lteschylvs m einer eigens für das Freilicht-Theater Hertenstein bewirkten Neuübersetzung von Carl Alexander Freiherr von Gleichen-Nußwürmi, dem Ur- SoMdemolratiWr Parteitag sür Preußen. u Berlin, 4. Januar. Am heutigen zweiten BeratungStage wurde die Erörterung über das Komm unalp rogramm fortaesekt. Dabei wurde u. a. verlangt, daß die Armenlasten auf den Staat übertragen werden fallen, weil den.Kommunen große Ausgaben dadurch erwüchsen,^ das; Die (SroBgiunbbchtjer die fUrmen vom Lande nach der eotadt abschieben. Ein Antrag aui Llcbeviueifung beS Entwurfs an einen Ausschuß wird abgelehnt unb der Entwurf im wesentlichen in der Ausfchußfasstmg an» ÖCnÜ&Sf referierte der Vorwärts-Redakteur Stroebel über die Wahlrechtsfrage in Preußen. Er legt dem Jßartev. tage eine Entschließung vor, in der cd heißt: „Angesichts der dem ganzen preußischen Volke mit Aus- nähme einer tteinen Schar privilegierter Nutznießer des Drn- llassenwahlrechtö durch die bereits angekündigte neue Beifügung feiner gerechten Forderungen angetane Schmach er Hart der Parteitag: Nur die Gewährung des allgemeine, glcw-,e, gv- beimcn und direkten Wahlrechts für alle ubcr.Ö^a^te alten Staatsangehörigen ohne Untcrfchieb des Gefchlechts kanu di- Empörung des Volkes beschwichtigen. Preußen hat ben übrigen Bundesstaaten durch ein modernes Wahlrecht DoranAUflehvn, statt durch sein jetzt schon int 7. Jahrzehnt toftficb &inufia> geschlepptes Wahlunrecht ein von allen KulUrrvolkern verachtetes unb verspottetes System zu konservieren. Die Sozialdemokrat-^ Preußens erttöit. baß die Schmach und f^n9^.cc^^teit bcö. Treiklassentvahlsystems nicht langer erträglich üt, ste fordmt deshalb die Regierung und bic Parteien aus, das Wahlrecht von 1350 durch ein wirkliches Wahlrecht zu ersetzen. Du preußische Sozialdemokratie wirb mit allen ihr zu Gebote steheuben Mitteln einem solchen Wahlrecht dte Bahn brechen, ,M^r;-CTr^wMrm.-i||j|||| | IIIWIIWI ■■ ■>!HII1 ■ 1» I Illi !-■ III — (Etwas vom englischen Parlamentarismus. Bon Prof. Luley, Oberlehrer. ; In meinem Artikel „Das Wahlrecht itt England" Meß. : Sin?. Nr. 297) hatte ich es nur mit den englischen Wählern - tum Die dort niebergelegten Ausfubrungen decken such völlig mit den Darlegungen des Herrn Prof. Dr. Brermer Genau das'eDe besagt ein englischer Korrespondent der sozialistischen Zeitschrift „Plutus". Es heißt dai u. a.. ,,Jch weiß wohl, daß die Fabel vorn demokrattsch-englifchen Wahlrecht in Deutschland weit verbreitet ist. In Wirklichkeit aber ist unse: Wahlrecht hier in England viel, viel schlechter .als das deutsche Reichstagswahlrecht". . . . . Der Sch wer- punkt der englischen Wahlkraft ruht also auf ber Sette des Mittelstandes und der begüterten Kreise. In dem Walslaufruf der englischen Unabhängigen Arbeiterpartei heißt es: „Sie wird eintreten stir dre Abschaffung her Ueberreste der P.uraMmmen, für die Ver- Innfachung der Wahllisteii, für die Uebernahme der Abgeordnetendiäten und Wahlkosten durch den Staat." . . . Drei dieser Forderungen sind in Deutschland erfüllt. Gegenstand der iiachsolgenden Ausführungen soll der Parlamentarismus in England sein. Es ist m. E. landesübliche Ansicht bei uns, daß infolge des Jahrhunderte alten »Parlamentarismus und der dadurch er-ogenen politischen Reife des englischen Volkes in England nur z-wei große Parteien bestehen — die Liberalen und die Konservativen, so daß ein englischer Minister infolge der parlamentarischen Regierungsform einfach nach den Grundsätzen seiner Partei, also in jedem Falle die betr. Majorität des Unterhauses, regieren kann und sich nicht erst eine Mehrheit aus mehreren dauernd oder gelegenheitsweise verbundenen Parteien KU suchen braucht. Die nachstehenden Tatsachen der englischen Parlamentsgeschichte sollen Anschauungsmaterial sein, das mit fcilfe gelegentlicher Bemerkungen es dem Leser mog tc macht, sich die Fragen zu beantworten: Wie haben sich die Parteien bis zu dem heutigen Stand entwickelt in ihrer sozialen Gliederung und in ihrer Stellung zueinander? Wie hat sich die parlamentarische Regierungssorm herausgebildet? Welches ist die mutmaßliche Entwicklung der englischen Parteiverhältnisse unter den veränderten sozialen unb Wahlrechtsverhältnissen? Jnlviesern bedarf unsere Vorstellung vom englischen Parlamentarismus einer Kvr- schloß. Aus jener Zeit stammen auch dte Partetnamen ,Tortes" und „Whigs". Mit dem erstgenannten -Spottnamen — der fönst eine in den irischen Sümpfen hausende Räuberbande bezeichnete —, belegte man die Berteidiaer des katholischen Bruders Karls, den dte Whigs -7 der Name war ursprünglich der einer streng protestallttschen Sekte in Schottland — durch ein Gesetz von der Thronfolge ausfchließen wollten. — Springen wir nun liber in den Anfang di>s 18. Jahrhunderts. Wieder rief ein Thron- »olgestreit mit konsessionellem Hintergrund einen lebhaften Streit zwischen den Tories und den Whigs hervor. Erstere waren gespatten. Ein Teil folgte dem Legckimitat^pr nzip und wollte den katholischen Bruder der Königin Anna nicht vom Thron ausschließen. Die Whigs waren energische Gegner dieser Ansicht und setzten es durch ihr energisches Auftreten durch, daß „ihr Kandidat , der Kurfürst Georg von Haimover, auf den englischen Thron bemsen wurde. Es war natürlich, daß Georg sich auf die Whigs stutzte und so dieser zwei Menschenalter hindurch zur Herrschaft richs des Großen. 1C 1756 wird ein Toryministerium geftiirgt und ohne Auflösung des ParlmnentS ein Whigministerium unter Pitt berufen. Schon nach einem Jahre wird Pitt wieder gestürzt, der König beruft seinen Amtsvorganger Newcastle von neuem. Das Volk ist erbost und der langt nach Pitt. Die Lösung ist eine sonderbare. Der Liberale Pitt tritt m das konservative Kabinett ein und regiert als bedeutendster Kopf mit einer konservativen Mehrheit. Und das Ko a- kitionsministerium ist lebensfähiger als seine Vorgänger. Es regiert bülte 6 , Etwa -0 Jahre spater erlebt Englaub ein ähnliches Schauspiel: ein liberales Ministerium wird durch eine Mehrheit aus Konservativen und einen Teil der eigenen Partei gestürzt. Und die Lofung? Wieder ein Koalitionsministerium (Fox und Lord Nork). Diesmal war die Lebenszeit nur emo kurze: ein Jahr. Die Koalition war den Enaländern unsympachisch. Sie fiel, aber nicht nur deswegen, sondern weil der König daaeaen intrigiert (1783). . Sic Wahlreform von 1832 gab dem Unterhaus infolge der neuen Wählerklassen einen veränderten Charakter. Die, iahlreiche Mhlerllasfe der Kaufleute und wohlhabenden Handwerker war jetzt nicht mehr so leicht zu kaufen wie die früheren geringen Wählerkreise, und viele herunter- gekommene, fast verschwundene Städtchen hatten jetzt keine eigenen Vertreter mehr. Die Parteiführer und Minister bcckten nicht mehr so freie Hand für Korruptionen wie ehedem. Ein englischer Historiker sagt: „Kern Ministerium konnte fortan hoffen, sich im Amte zu erhalten, wenn es — Ucbcr Heinrich Laubes Regieführung an bet Wiener Hofburg plaudert ein alter Wiener Theatermann aus persönlichen Erinnerungen im Januarheft von Velhagen u. Klasinas Monatsheften. Das. Theater .war, lür Heinrich Laube eine Glaubenssache, bie er mit dem leidensäMlich zähen Eifer eines Bekehrers betrieb. Mit der Pietät, mit der überzeugungs- voNen Anhänglichkeit einer „Gemeinde" hingen auch die -Lernen, baS heißt feine Schauspieler, bie unter ihm emporgewaahen, au ihm. Aber auch den Aelteren flößte das Achtung cm, für etne längere Weile loenigstens. Man sprach von dem „Alten , Nicht wie in der Familie von Vater und Großvater, nicht wie mi Regiment vom Obersten, solideni eben nut der ehrfürchtigen In- trautichkeit von „Gläubigen". Wenn er bei den Leseproben für einen zufällig vechinberteiil Haiiptdarsteller eine erste Rolle las mit einer nternu'ürbtg plasti- schen Älusdrucksgewalt des Vortrags, bie numdyc Novität bei einer solchen Leseprobe wirkungsvoller erscheinen ließ, aw sic sich bann bei ber Ausführung erwies; wenn er auf bet ßrobj Betonung unb l^cftc unb Zusammenspiel den Leuten fo Vormacht', daß bie Szene aus dein wirren Dunkel in das Helle Licht ruckte, dann ljvrclste und schaute alles, als wären s Licht unb ~aut einer Offenbarung. Dabei war's aber durchaus fern finftcrcr, lu|t> feindlicher, das Lachen schenchenber Kultus — in Heller Fröhlichkeit, mit unbehiitdertem Ulk, beabsichtigtem vber jufalligeni, wurde da des Dicitstes gewaltet, und ber „Alte selbst gab manchmal bas Signal dazu, ckach (halb bewußt, balb unbewußt. Immer aber, ohne den Respekt zu verletzeii denn alle, die Tollsten selbst, hatten es inne, wie toeit man gehen durfte. )baumemer ,um Beispiel. Bei ber Neufzenicrung des „Prinzen von vom- bürg" hatte er einen ber Offiziere des Kurfünten zu spielen, otc auf bent Schlachtfeld Bericht zu geben haben. Er Üommt aber so gründlich iniuor bereitet zur Probe, daß er, um Nicht em rach stecken zu bleiben, was bei Laube das Acrgste war, m tetner, gegen •bie Kuüisst gewendeten Stellung allen erdenklichen Kauderwelsch Bretagne, auf der kleinen Halbinsel Port Maria, würbe bei ber Oesfnung eines Erdhugels ein ganzes sogenanntes Wikingerschifss- begräbniS freigclegt, beiten Untersuchung ergab, baß der tote Wiking mit Kleidung, Waffen und /Lchmuck in seinem Sch N ie verbrannt würben ist. Nach bem Bericht des „Bulletui bc In Societc archsologique du Mifttzre", cmS dem ber "Globus einen kurzen Auszug gibt, sind nicht nur bie Reste des alten Fahrzeugs ans gegraben worden, lEdeim zahlreiche durch das Feuer übel zugerichtetc Boonzeva^en, Lchildbuckel, Schwerter, Beite, Pfeile, OJolbidyrauE. Die Reste des Schiffes zeigen, daß eS etwa 11 Meter lang und 2Vs Meter breit war. Als Zeck wirb der Schluß des 9. Jahrhunderts aiigegebeit. Daß man den'See- Helden mitsamt bem Schiffe verbrannte, zeigt deutlich, m toclcncui Grade fick) das abenteuerlustige Seesahrervvlk mit feinen „^eliav roifen" verwachsen fühlte. nicht die Unterstützung der Mehrheit feinet Mchler befaß. Die damaligen Whigs waren noch keine Radikalen, und fo kam es, daß ein Blockministerium unter dem liberalen Lord Grey gebildet wurde, dessen bedeutendste P«- sönlrchketten, wie Lord Palmerston, der Konservativen Partei angehörten. Dieses Blockministerium lebte 4^a re Die zweite 5?älfte des 19. Jahrhunderts bietet noch eine Reihe interessanter Fälle dar. , 1852 gab es zwar nur zwei Parteien, aber beide waren in sich gespalten, und zwar so sehr, daß der eine ^aet ber Konservativen lieber mit dein rechten Flügel der Libe- raten ging als mit feinen eigenen Partei „f r e u n d en. Die S ch u tz z 0 l l f r a g e t r e n n t e sie. Also auch da Lergte sich schon, daß wirtschasktiche Fragen bei gleichen politischen Anschauungen sehr verschieden beurteilt werden können. Da reine Majorität vorhanden war, versuchte man es zunächst mit einem konservativen Ministerium. stürzte schon nach 34 fahren Die Neuwahlen brachten auch keine klare Meyr- heit. Und was geschah?' Man bildete wiederum e.n Bl ock- minifteriiim aus gemäßigten Liberalen und 2 Konscwva tioen, unter denen sich ber junge Gladstone befand Nach einiger Zeit traten die beiden Konservativen in bie liberale Partei ein. Obwohl das Koalitionsministerium tpfolße der herrschenden Doktrin nicht mit Begeisterung von der Natron empfangen wurde, bewährte es sich doch m einer außerordentlich schwierigen 3eit 1858 trat wieder derselbe Zustand im Parlament etn. Es 9«b kerne klare Mehrheit, da bie Liberalen infolge von Palmerstons Sturz gespalten waren. ES blteb nichts anderes übrrg, als die Kabinettsbildung der Minderheit zu tränen. Das konservative Ministerrum Lord Dccbi-Disraeli regierte ein Jahr laug ruck eurer liberalen Mehrheit! Infolge des DurchfaNeS von Drs- raeliS Reformvorfchlag trat daä konservative ^nisterium Zurück und der vor einem Jahre gestürzte Lord Palmeriton ■ erfreute sich jetzt wieder des Vertrauens derer, bie ihn vor einem Jahre hatten in der Versenkung verschwinden lassen. ' Logik der Parlamentsherrschaft! ! (Schluß folgt.) ______ lMariswitbktt mit einer Ueberstürzuiig, wie sie, din l>astenbcii Aufregung der Szene ivvhl cicksprecbeii tonnte. Ringsum eicklteht ein scnwer »erhaltenes Gekicher. „Was gibt ö? jchnarrt ^aube der Gruppe zu. „Bitte, Herr Direktor, Baumeister . . bo aint eine uerlegene iSrFlänmg, die aber öon Laube ickarf imteu* (noch en wirb: „WaS soll'S? Herr Baumeister Yak feine Sache sehr gut . gemacht, sehr gut!" Der „Alte" hatte wirklich nur etne lünfilmisch planvolle Ucbcrpurzelung des Wortes bis zur Un- verständlichteit wahrzunehmen geglaubt. Ein anbennal Wieder hatte ddr nämlidjic Inhaber bcS UlkpriÄlegs, das m spateren. Jahren ans .Hugo Thimig Überging, bei ber Probe der Birchs pfeisfcrschcn Komödie „Rose und Röschen" an einem Ab,tztuß Den Satz zu bringen: „Reden ist Silber, Schtbelgen ist Golb — er aber, des Textes unsicher, nach pünMick)er Gepflogeicheck „ver- bebbert" sich, unb der Satz Lautet nun: „Reden ist Schweigen, Silber ist Gold!" Laube l-orcht auf und Poltert heraus: Was ist bas für ein Unsinn?" Baumeister, erschrocken, ,mll sich entschuldigen, Laube aber tointt ihm mit der Hand zu schveigen, simck eilten Aöomeick intb gibt dann die Order: „Sie können taS mich bei der Vorstellung so sagen, llielleickst Wirft’d/ Sein Ohr mit der sicheren Theaterwittcrung hatte aus dem Unfmn btc Landwirtschaft. — Mainz, 4. San. Der I a n b to. Vortra^skursus der hessischen Landwirtschaftskammer wurde heute Dormittag 10 Uhr vom stellv. Vorsitzenden Böhr eröffnet. Als Gäste waren an^ wesend: Als Vertreter der Regierung Landesökonomierat Müller, von der Provinztaldirektion als Vertreter des verhinderten und entschuldigten Prvvrnzialdirektors von Hornbergk, Regierungs- rat Gennes, ferner der Oberbürgermeister der Stadt Mainz Göttel- mann, Kreisrat Wolf-Oppenheim und der Vertreter des Landes- Pferdezuchtvereins Rittmeister Fenner. Der Besuch ist außerordentlich zahlreich, und ;n>ar wurden ausgegeben 400 Dauer- und Tageskarten. Den c;-iieit Vortrag hielt Geh. Hofrat Prof. Dr. Wagner über: „Welche Handelsdünger sind zurz. am'oorteil- haftesten zu verwenden?" In leicht verständlicher und interessanter Weise behandelte der Referent die wichtigsten Fragen über die Verwendung der verschiedenen Düngemittel. In einem zweiten Vortrage behandelte Generalsekretär Bussen, Hannover, die Frage über: „Die Anwendung der Elektrizität im Landwirtschaftsbetrieb und ihre Beschaffung durch genossenschaftliche Organisation". eingedenk dec historischen Lehre, daß überlichte Staatseinrichtungen zusammenbrechen müssen, sobald eine entschlossene und opferbereite Volksmehrheit den Kampf gegen das Unrecht aufzunehmen bereit ist. Um einen solchen Wahlrechtssturm nicht nur in Preußen, sondern in ganz Deutschland zu entfesseln, beauftragt der Parteitag die preußische Parteileitung, ungesäumt alle Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, den reaktionären Widerstand zu brechen." Der Berichterstatter führt hierzu aus, daß wir offenbar am Vorabend einer Wahlreform stehen, obwohl die Konservativen den König unaufhörlich zum Wortbruch reizten, so daß nicht einmal die persönliche Ehre des Monarchen vor den Zumutungen seiner Leibgardisten sicher sei. Der Redner bespricht, dann die Haltung der einzelnen Parteien zur Frage der Wahlreform. Von dem heuchlerischen Zentrum, den Freisinnigen und National-. liberalen sei nichts zu erwarten, ihre Verbesserungsvvrschläge seien 41 ur Flickwerk. Die Reform dürfe nicht abhängig gemacht werden von dem Geldsackparlament, der Wahlrechtssturm müsse draußen 4m Lande entfesselt werden. Es gelte, die freisinnigen und christlichen Arbeitermassen aufzurüttclu. Jeder ehrliche Liberale müsse dasselbe Interesse an der Wahl- refvrm haben wie ein Sozialdemokrat. Die Reform würde für Preußen bedeuten: die Befreiung des Volkes aus Knechtschaft und Sklaverei. (Anhaltender Beifall.) Auf Antrag von Adler-.Kiel wird von einer Erörterung abgesehen und die Entschließung unter stürmischem Beifall und Händeklatschen angenommen. Der Parteitag erledigte dann noch einige Anträge zu dem Thema: Agitation und Allgemeines. Angenommen wurde ein Antrag, wonach Dovpelmandatc ZU den gesetzgebenden Körperschaften möglichst vermieden werden solten, ferner ein Antrag, der eine Agitation für Einführung des Recchs- tagswahlrechts auch in den Kommunen verlangt. Darauf wurden die Verhandlungen auf morgen vertagt. Verseuchtes. * Das Berliner Sechstage-Rennen ist glücklich zu Ende. Tas sechstägige blödsinnige und zwecklose Ringen in den Ausstellungshallen am Zoologischen Garten zu Berlm hat mit dem Siege von Rütt-Clark, den Helden des' letzten Newporter Secbstage-Rennens, geendet. Rütt fällt der Hauptanteil an dem Erfolg zu, wenn er auch von seinem Partner Clark nach besten Kräften unterstützt wurde. Bei der ganzen Sache ist es am bedauerlichsten, daß manche Zeitungen über diesen Unfug gewissenhaft jede Einzelheit berichteten. Welchen Sinn hat cs denn eigentlich, daß sich Menschen 6 Tage lang bis zur Erschöpfung abhetzen, um sich dann durch Packungen, Massage, Sauerstvff- behandlung u. a. schöne Hilfsmittel zu neuem Unfug fähig machen zu lassen? Das hat mit Sport nichts mehr zu tun. Es ist lediglich ein widerliches Geldgeschäft, das mit der sensationslüsternen Masse rechnet und — leider auch auf seine Kosten kommt. * W l e H o f t l a t s ch e n t st e h l. Die „Daily News" hatte von einem Zusammenstöße des Königs der Bulgaren mit dem deutschen Kaiser bei dem Hochzeitsfrühstück im Braunschweiger Residenzschlosse eine abenteuerliche Mär verbreitet. Danach sollte der Kaiser dem Könige der Bulgaren, als dieser sich zum Fenster hinauslehnte, einen Schlag auf einen gewissen Körperteil versetzt haben, worauf der König die Bemerkung gemacht habe, er verbäte sich derartige handgreiflichen Scherze, nnb aus Braunschweig ab* gereist sei, ohne sich vom Kaiser verabschiedet zu haben. Diese Erzählung ist, wie die „Braunschw. Landesztg." schreibt, offenbar durch folgenden Vorgang entstanden, den ein Augenzeuge verbürgt hat. Als der bulgarische Fürst in Betrachtung versunken zum Fenster hinauslehnte, trat die Kaiserin an seine Sette und berührte mit der Hand leise seine Schulter. Sofort wandte sich der König etwas hastig um und zeigte sich, als er die Kaiserin neben sich gewahrte, aufs angenehmste überrascht und geehrt. Ehrerbietig machte er ihr seine Verbeugung, ergriff ihre Hand und küßte sie nut ritterlicher Galanterie, und soivohl in seinen Mienen wie in der Art, mit der er sprach, malte sich der Ausdrlick der Freude. Das ist die harmlose Tatsache, aus welcher der Hintertürentratsch die Anekdote geformt hat. * E r n seltsamer Ausstand. Die kleine Gemeinde B e r ch e m unweit Aiitwerpen ist seit einigen Tagen in hellem Aufruhr. In der Krrche des heiligen Willibald ist das getarnte Personal in den Ausstand getreten. Vom Glöckner bis zum Küster herauf will keiner mehr arbeiten. Selbst die Meßbuben und die ehrsamen Schließerinnen haben sich der Bewegung angeschlossen. Grund: der Pfarrer hat auf Veranlassung seiner Köchln einen Chorsänger, der ihr den „Respekt" veriveigerte, kurzerhand davon gejagt. Alle erklärten sich mit dem Entlassenem solidarisch und deshalb stockt in Berchern seit acht Tagen jeglicher kirchliche Betrieb. Auch der Bürgermeister konnte den Streit nicht schlichten. Denn weder des Pfarrers Köchin noch der Chorsänger wollen nachgeben. Und so hat man schließlich dem Kardinal-Erzbischof Mercier in Mecheln die Akten eingeschickt, damit er Frieden schaffe. Hoffentlich gelingt ihm das. * Aufregende Eisenbahnfahrt. Wie schon gemeldet, wurde dieser Tage der München-Dresdner D-Zug dicht vor Freiberg dadurch zum Halten genötigt, daß der Sturm mehrere gvoße Baume entwurzelte, die mit den Wipfeln auf den Zug stürzten, wodurch eine gvoße Anzahl Fensterscheiben zertrümmert, aber glücklicherweise weiter kein Unglück angerichtet wurde. In der amtlichen Mitteilung über den Unfall wird noch gesagt: „Hätten sich die Bäume, die erst hinter der Lokomotive den Zug trafen, nur wenige Sekunden früher über das Gleis gelegt, so wäre eine Entgleisung kaum zu vermeiden gewesen, die bei der Schnelligkeit des Zuges ein großes Unheil hätte anrichten können." Sehr anschaulich schildert eine Reisende, die in dem Zug saß, in den „Dres-dn. Nachr." den Unfall. Sie berichtet u. a.: „In den Cvupös waren schon die Lampen angezündet, doch konnte man noch deutlich unterscheiden, wie der lorEanartige Sturm draußen die Wipfel der Bäume beugte. Trotz des Rollens der Rader vernahmen wir die Stöße des Sturmes, die, wie es schien, mit immer größerer Gewalt einherbrausten. Plötzlich dröhnt ein entsetzliches Krackten durck den Zug, ein Rucken und Stoßen durchschütter t die Wagen, über unseren Köpfen erschallt ein Donner, als bräche mit Macht die Decke hernieder, ein Splittern und Brechen ist um1 uns, mit hellem Gellirr biedren draußen im Gang die großen Fensterscheiben an unseren Cvupätüren und zerschellen auf bem Boden in tausend Stücke. Ein Schreien durchgellt den Wagen: wer sollte bei diesem typischen Zeichen einer Katastrophe nicht das Schlimmste befürchten! Die Menschen llammern sich in ihrem Schrecken an die Gepäcknetze, um denr Erdrücktwerden auf den Bänken zu entgehen, Stoßgebete durchhallen den Raum. Mir gegenüber verfällt ein junges Mädchen in tonvulsivische Krämpfe, in der anderen Ecke ist eine Frau ohnmächtig umgesunkem Wir erwarten jede Sekunde, daß sich unser Wagen hebt, oder daß er aus dem Gleise geschleudert wird. Entsetzliche Augenblicke, die man nie vergessen wird. Jetzt hören wir, wie die Bremsen sich mit ungewöhnlicher Wucht an die Räder legen. Rack) schrecklichen Stößen imb Rucken hält endlich der Zug: Die Fenster reißen wir auf, da sehen wir, daß wir mitten im Walde halten. Tas Zugpersonal durcheilt die Wagen und ersucht die aufs höchste erregten Passagiere, sich zu beruhigen. Man spricht von einem Blitzschlag, einer Windhose, umgestürzten Bäumen u. a. Nach viertelstündiger genauester Prüfung aller Röder setzte der Zug seine Fahrt langsam durch den Schneesturm fort In Dresden, wo wir natürlich mit Verdatung eintrafen, mußte der ganze Zug, in dem man die Glas- iplitter körbeweise sammelte, ausrangiert werden, so daß der um 5 Uhr nach Breslau abgehende Zug aus neuen Wagen zusammen- gestellt werden mußte. * Eine histvris chc Ueberwurst. In einem alter. geschichtlid)en Werk über Preußen wird erzählt, daß die Fleischer meister in Königsberg in Ostpreußen zum 1. Januar 1601 — Airche itttfc Schule. — Die Evangelische Konferenz für das Großh. Hessen (Friedberger Konferenz) hält ihre Provinzial- bertv. Bezirks Versammlungen dieses Winters in folgender Ordnung ab: Am 12. Jan. in Fried berg (Drei Schwerter): Vortrag von Prof. D. Gunkel-Gießen über „Israel im Rahmen der Weltgeschichte". Am 20. Jan. in Darmstadt (Restaurant Oper): Vortrag von Prof. D. Schian-Gießen über „Wird tirchenlose Religion das Schlagwort der Zukunft sein?". Am 26. Jan. in Gießen (Hotel Schütz): Vortrag van Prof. D. Gunkel-Gießen über „Israelitische und babylonische Schöpfungsgeschichte". Am 31. Jan. in Mainz (Evang. Bereinshaus): Vortrag von Direktor D. Eger-Friedberg über „Die biblischen Wunderberichte und der Religionsunterricht". Am 2. März in Alsfeld wird der Letzgenannte voraussichtlich über dasselbe Thema sprechen. — An die Borträge soll sich jedesmal Diskussion an sch ließ en. Gießener Strafkammer. )( Gieße», 4. Jan. Eine verwechselte Schippe krachte den wegen Diebstahls mehrfach bestraften Taglöhner W. W. wvn Bensberg unter Anklage. Nach einer kurzen Tätigkeit in der Chanwttesteinfabrik bei Bad Nauheim trat er aus und verkaufte seine Schippe an einen Arbeitskollegen. Als er am Bahnbau wieder Arbeit gefunden hatte, bedurfte er der Schippe wieder, weshalb er an die alte Arbeitsstelle ginn und die Schippe mitnahm. Der Bestohlene ging an die Arbeitsstelle des Angeklagten, um nach der Schippe zu forschen. Als ihn dieser kommen sah, versucht: er die Scknpve zu verbergen, und als ihm dies nicht gelang, vernichte er sich mit einer Verwechslung zu entschuldigen. Bei der Verhandlung gab er natfj anfänglichem Leugnen zu, unrecht gebandelt zu 'haben. Es wurde auf die MiniMalftrafe von drei Monateii Gesängnis, abzüglich 2 Wochen Untersuchungshaft, erkannt. Diebstahl und Hehlerei ist dem Gärtnergehilfen I. K. aus Karlsbad zur Last gelegt. Er hat lick in Friedberg uml^ergetrieben und hat einem Wirt drei Paar Hosen gestohlen, die er auf der Herberge verkaufte, da sie ihm nickt paßten. Bei seiner Verhaftung sand der Gendarm' einen Feldhafen bei ihm Dor, den er von einem Handwerksburschcn für eine Niark getauft l-oken wollte. Wenn diese Angaben auch sehr unwahrsckxinlich sind, so konnte doch mangels eines Nachweises, Idas- er den Hasen etwa gewildert oder gestohlen hat, mir wegen Hehlerei Verurteilung erfolgen nnb zwar um deswillen, weil er fick sagen mußte, daß der Hafe nicht auf rechtmäßigem Wege erworben sei. Für den Diebstahl wurden 4 Monate Gefängnis anqesetzt: die Hehlerei sollte mit einer Woche Gefängnis geahndet iverben, wurde aber nur mit 4 Tagen in Anrechnung gebracht. Auf die Straft sind ein Monat und vier Tage Unterfnchungshaft anzurechnen. Unter falscher Flagge gesegelt ist der Bäckergeselle A. G. von Neustadt a. d'. Hardt, Er hat iid) unter dem Namen Adolf Hemmer zu einem Bäckermeister in *Zad Nauheim' verdungen, weil er Unter seinem richtigen Namm von mehreren Behörden steckbrieflich verfolgt wurde. Als für.-, nach seinem Eintritt eines Mittags seine Arbeitskollegen schliefen, nahm er aus dem gemeinschaftlich benutzten Schrank zwei Gesellen je eine Uhr mit Kette, die diese an ihren Westen in' den Schrank gehängt hatten. Weiter entwendete er aus einer Hose, Tire im Zimmer hing, denr einen Gesellen ein Portemonnaie mit *12 Mark, sowie dessen Papiere und ein Paar Stiefel. Auch des Lehrlings Barschaft in Höhe von 60 Pfennigen hieß er mitcrefjeit, äts er verschwand. Er wurde in Landau wegen Urkundenfälschung verurteilt, weil er sich falsche Legitimationspapiere ausstellen ließ, auch erhielt er mehrere Strafen wegen Diebstahls, die er zur Zeit in Zweibrücken verbüßt. Man fand bei ihm einen Pfandschein über eine Uhr, die von dem Bestohlenen als sein Eigentum crn-- crFarmt wurde. Trotzdem er auch auf Grund einer Photographie für ten Täter gelten mußte, leugnete er, bis er sich bei der Verhandlung, als er sich den Zeugen gegenüber sah, zu einem' Geständnis bequemte. Von einer noch fehlenden Krawattennadel und dem Diebstahl der Papiere wollte er jedoch nichts wissen. Er wurde aber für schuldig befunden, sämtliche fehlende Gegenstände ge- stohlen zu hoben. Unter Einbeziehung einer Gefängnisstrafe von 9 Monaten, die ihm' in Landau zueriannt worden war und einer solchen von einem Jahr in Frantenthal, wurde auf eine Gesamt- mchthausstrafe von 2 Jahren und 1 Aöonat, sowie fünfjährigen Ehrverlust erkannt. Bei der früher in Anrechnung gebrachten Untersuchungshaft behielt es fein Bewenden. Freisprechung erzielte irrr Schuhmacher L. B. von Burkhardsfelden,derein seinen Einspruch znrückweisendes Erkenntnis des hiesigen. Schöffengerichts angefochten hatte. In dem auf 2 Mark Geldstrafe lautenden Strafbefehl war ihm zur Last gelegt, Holz auf entern Gemeinde- vlatz direkt an der Straße gelagert zu haben, so daß der freie Verkehr gehindert war: auch hatte er es unterlassen, nachts ein Licht dabei _ anzubringen. Beim' Schöffengericht hatte er vor- gebracht, daß die Gemeinde und andere Bewohner Steine und Holz aus dem Platze lagerten, ohne nachts Licht anzubringen, es wäre aber niemand angezeigt worden als er. Tas Schöffengericht entschied, da ßdie Behauptung, er habe das Recht, .Holz dort zu lagern, ihn nicht vor Strafe schützen könne; wenn andere wegen der nämlichen Uebertretung nicht zur Anzeige gebracht worden sind, so fei dies kein Grund, ihn freizusprechen. Es rvies deshälb seinen Einspruch zurück und der Angellagte focht das Urteil an. In der BcrufungsverHandlung wurde festgestellt, daß ein großer Teil des Platzes nicht für den öffentlichen Verkehr beftintmt ist: die Gemeinde lagert dort Steine und verschiedene Bewohner haben dort Bauholz liegen. Tie Gemeinde hat aud) einen Platz rum Holz schneiden freigegeben und das Holz, das der Angellagte dort hingebracht hat, war dem Holzschneider zum Zerkleinern übergebe,: worden. Dem' Angeklagten konnte somit der gute Glauben nickt äbgesprochen werden, zumal er annehmen konnte, der Holzschneider sei für da§ weitere verantwortlich. Das Urteil wurde deshalb aufgehoben und der Angeklagte freigespvochen. Den Kanalanschluh verweigert hat der Zimmermeister Chr. M. von Büdingen, weshalb ihm ein Strafbefehl über 3 Niark Geldstrafe zuging, auf dessen Einspruch das Schössengericht die Strafe auf 1 Mark herabsetzte. Nack dem von dem Angeklagten angefochtenen Urteil ist er Besitzer chics Eckhauses, dessen Abwässer seither in den alten Kanal gelüftet wurden. Infolge Anlegung einer neuen Straße auf der anderen Seite des Hauses mit dem neuen Kanalsystem wurde er mehrfach ausgefordert, fehl Anwesen an den neuen Kanal an- s.mcl lleßen. Er behauptete, erst zum Anschluß an den neuen Kanal vtt Pi licktet zu sein, wenn der alte beseitigt sei unb zwar gründet sich seine Behauptung aus die Auslegung des Ortsstatuts. Er glaubt, man ,volle thn zum Anschluß 'zwingen, weil dies die Entrichtung der Kanalsteuer nad) sich zieht. Wie das Schöfftn- gericht, nahm aud) das Berufungsgericht an, daß der Angeklagte die iragliche Polizeivenordnung fahd" auslegt, und er verpflichte: ist, den -Anschluß an den neuen Kanal zu bewerkstelligen. Tas Schöfftngerichtsurteil mußte deshalb seine Bestätigung finden. vermutlich um den Jahrhundertwechsel durch eine große Tat Ak feiern — eine Wurst hergestellt hatten, die wohl die Bezeichnung. „Uebertourft" verdient. Sie hatte die stattliche Länge von 1005 Ellen und das nicht minder stattliche Gewicht von 885 Pfund. Gemeint ist wahrsdieinlich die sogenannte kurze Elle; trotzdem kann die Wurst nidjt sehr dick gewesen sein, und mxm scheint ' den größeren Wert auf ihre Länge gelegt zu haben. Die Riesenschlange wurde in feierlichem Auszüge von 103 Fleischergesellen durch die Stadt getragen. Verwendet wurden zu ihrer Herstellung 81 Schweineschinten = 118 Mark 10 Groschen; anderthalb Tonnen Salz = 3 Mk. 5 Gr.; anderthalb Tonnen Bier = 3 Mk.: 18y» Pfund Pfeffer = 24 Mk. 13 Gr. Für Kränze zur Schmückung der Wurst wurden 112 Mk. 16 Gr. und 3 Pfennige verwendet. Es fällt uns auf, daß der Chronist behauptet, es fei auch Bier zur Wurst genommen; das soll aber in der Tat früher häufig geschehen fern. Im ganzen kostete die Wurst nach damaligem Gelds 412 Taler 16 Groschen 3 Pseimige, wobei der Täler zu 36 Groschen gerechnet ist. Ta die Königsberger Bäcker von den Fleischern eingeladen waren, an der Vertilgung der Wurst teil* zunehmen, so lieferten sie als Gegenleistung 8 Bretzeln und 6 Handbretzeln. Von den ersteren waren zwei 4% Ellen lang, llebrigens verbrauchten nach demselben Berichte die 3 Meister und 87 Gesellen, die die Riesenwnrst herstellten, bei ihrer andert- hcllbtägigen Arbeit für 480 Mark Bier. Die UebenrxuTft scheint also schon vor ihrer Vertilgung auch einen U.eberdrcu>. erzeugt zu haben. Arznut in England. Es ist hirrläuglich bekannt, daß nirgendwo fo wie in England neben unermeßlich ~n Reichtum bitterste Armut, neben unendlichem Luxus die benfbv. niedrigste Lebenshaltung zu finden ist. Ziffernmäßige Nachweise hierüber werden aber selten kund, deshalb dürsten einige Zählen interessieren. In Glasgow leben über 100 000 Personen in Wohnungen von nur einem Zimmer, und ihre Sterblichkeit beträgt über 32 vom Tausend. Ter Altololismus der Arbeiterbevölkerung ist entsetzlich Frauen haben richtige Trinkvereine. In den östlichen Stadtteilen Londons sind 90 v. H. aller Schulkinder infolge körperlicher Schwäche nicht imstande, das Schulpensuni zu bewältigen. 16 v. H. davon in London, 15—30 v. H. in Blicken von Edinburg und Manchester sind ständig unterernährt. Das ist die Kehrseite des gewaltigen englischen Industrialismus? * Roo sevelts Jagdtrophäeir. In der letzten Sitzung der Smithsonian Jnstttution machte Mr. Walcott interessante Mitteilungen über die von Roosevelt auf seinem afrifanifdjen Jagdzuge erbeuteten Trophäen, die alle der Smithsonian Institution, überwiesen werden. Bis zum 10. Dezember hatte Roosevelts Jagdzug nicht weniger als 6663 Felle erbeutet, von denen die Hälfte bereits in Amerika cingetroffen ist Die cingegangene. Sammlung umfaßt bis jetzt 243 Häute großer Säugetiere, 1500 Felle kleinerer Säugetiere und 1356 Vogelbälge. Auch eine Anzahl menschlicher Schädel sind cingetroffen, die längs der Straßen gesammelt wurden, bereit sich früher der Sklavenhandel bediente. — Wie es Roosevelt als Präsident der Vereinigten Staaten immer verstanden hat, für sich Reklame zu madjen, scheint er es auch, als ,Läger" zu halten. Ob aber eine derartige Schlächterei die Menschheit angenehm berührt, das ist eine andere Frage. Höchste Temperatur am 3. bis 4. Januar — + 6,3 *C. --- 4- 0,8 eC. 4. des Börse, 4. Jauuar, L15 Uhr. Berliner Börse, 4. Januar. Aafau^karaa. 182.20 137.70 249.90 95.20 163.10 104.60 63.30 65.30 23.70 160.30 136.00 U440 35.30 94.25 85.30 93-50 93.00 99-65 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank «. Deutsche t>ank . . Deutsch - Asiat. Bank Diskonto-Kommandit Dresdner Bank . . 107.00 141.10 211.30 220 90 135.70 210.60 201.00 103.40 112.30 182.90 137.60 249.70 164.00 11’6.40 163 20 211.30 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz matt. 47.50 91.75 67.45 99.70 Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . Prince - Henri - Eisenb ahn 5. kirchliche Nachrichten. ^oaugeiljche (Dciiiemoe. Donnerstag den 6. Januar, abends 8 Uhr, im Markussaal: B i b e l st u n d e. (Bilder aus dem Leben Jesu.) Pfarrer Schwabe. Kreditaktien . . .* . -■ Baltimore- nnd Ohio- t- .V1 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel nnd Indnstnl^GiAsseD. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 4°/0 Griech. Ilonopol-Anl. •. 4° , äussere Argentinier 3°/e Mexikaner . .. 4'/,% Chinesen Aktien: Niedrigste , „ 3. Nieoerschlag: — 0,1 mm. Frankfurter 3’/»°/o Reichsanleihe .... 3°la do. -,*<■ • 3'/,°/. Konsols A'.£. 3% do. 3'/,°/. Hessen S'/j’lo Oberhessen 4°/0 Oesterr. Goldrente .-?■ 4'/i6/n Oesterr. Silberrente98435 4°'o Ungar. Goldrente 95.60 4° „ Italien. Rente . . 3% Portugiesen Serie I Elektriz. Labmeyer . . .. Elektriz. Se.huckert . .H. Eschweiier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergw erk . -., . Laurahütte . . . . . Nordd. Lloyd .?. . . . Oberschles. Eisen-Industrie 3°,0 Portugiesen „ III . 4*/,% russ. Staatsanl. 1905 99-50 41 japan. Staatsanleihe 96.75 4°/o Conv.Türken von 1903 94.50 Türkenlose 181.00 Eisenbahn ....... .<- 118.40 Gotthardbahn . . - —.— Harpener Bergwerk . 210.00 Laurahütte . . . . 4.4. 200.20 Lombarden E. B. . 23.50 Nordd. Lloyd .. 103.50 Türkenluse , ,.. . . . 181.10 Die englische Krankheit der Säuglinge bewirkt, besonders bei nicht rationeller Ernäbruna. sehr oft ein bedeutendes Zurückbleiben der Entwickelung der Arme und Beine im Verhällnisse zu dem großen Kopse. Durch die Ernährung mit „Kuseke" und Kuh milch beugt man der Krankheit vor, da „Kufeke" die Entwickelung der Knochenbildung und des Muskelfletsches in günstigster Weise beeinflußt.___________________________________________________________hvH/ft Sänger und Redner. Das Gute bricht sich Bahn. .Dieses alte Wort bewährte sich in den letzten Wochen ganz besonders bei den Anstrengungen, welche die Fabrikanten von Wybert-Tabletten gemacht baden, um für ihre seit 60 Jahren hochgeschätzten Produkte neue Freunde zu erwerben. Die Nachfrage nach Wybert-Tabletten ist so groß, dass die Fabrikanten Mühe haben, in diesen Wochen, in welchen Tausende von Gratisproben die glänzendsten Beweise ihres Wertes erbracht haben, genug Tabletten zu produzieren. Die Stimme wird durch regelmäßigen Gebrauch von Wybert - Tabletten so wohlklingend und ausdauernd, daß Sänger und Redner nur noch Wybert-Tabletten verwenden, die in allen Apotheken in Schachteln ä Mk. 1— erhältlich sind. Depot in Gießen: Pelikan - Apotheke. Kreuz 2. (ss*/,» Bochum Guss......,.*.nS7 251.00 Buderus E. W.—.- . . — 115.50 Tendenz schwach. Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen. .5 Nebel Wetter Jan. 1910 C 2 L« a l, E 2 Ä H 6,5 1.3 -0,7 L H c-~ COoä 10 10 10 4. 2« 4. 9" 5,j 7'" NNW ! 2 E I 2 still still p lf 'eb 91 96 100 6,6 4,8 4,4 äö.ä 2sl c c 5? u 757,6 758,6 759,3 M ■W'ji M KM MW HK 'LÄ'^ÄI'''^äMLÄj fe^w« MlM 8! 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W M M < i- K ;■ W k Danksagung» Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der langen Krankheit und bei der Beerdigung unseres lieben, unvergesslichen Sohnes, Bruders, Schwagers, ketten und Onkels Karl Jegust sprechen wir nur auf diesem Wege allen, insbesondere dem Gies=ener Kavallerie- und Turnverein, unseren herzlichsten Dank aus. Di© trauernden Hinterbliebenen. 157 I- d- N-: Familie Karl Jegust KinemaWaph Bahnhofstr. 54 Bahnhofstr. 54 00059 Hessischer Hof Mittwoch 1—3 pfundig, Pfd. 35 Pfg. Frische Schweinsrippchen mit Sauerkraut. Schweinshaxen. Jeden Montag: „ Dienstag 7/isitenkarten liefert raecl> and billigst Brubl sehe Uan .»Druckerei d. h. es let entschreden, daß die OXO BOUILLON-WÜRFEL dor Comp. LIEBIG es Ihnen ermöglichen, für 5 Pfennig eine große Tasse Rindfleischbrühe durch einfachen Aufguß heißen Wassere herzustellen. gütet wurden: 1906 = 1907 = 1908 = 1909 = Die erste Liebe dramatischer Kunstfilm, ergreifende Handlung. ie geplatzte Hose, humoristisch, erkerszenc aus Faust, lebend, sprechend. 5500 not. begl. Zeugnisse von Aerzten u. Privaten beweisen, dah Kniskts Prnsl-Änraiiiklleii mit den drei Tannen Seemannsheiin. Walltorstrahe 46. Jnb.: «Suttav Koevvcn ..Walltorstrabe 46. ^eden HUF Sonntag v. 11—1 Uhr I rubschovveu Al^nd Konzert. Nachm. von 4 Mr ab 5 Damen. Konzert dcS Damenorck. Schlesinger, 1 Her^ verbunden mit närrischer Kavvcnsitznng 09286 Es ladet freundlichst ein_______________Gustav Kocvvcn. Dck. 5247.- „ 81 >96.- „ 11678.- „ 14166- MeiogMnd: Nü!>tsglzhgttiger Apseltcc Nlihrsalk-Ms Wrsch-MIzkassee Nähtsglz-ZmikbLlk NShrsalze Mrofatt Sanancn re. re. 28 Reform-Abteilung der Germania-Drogerie Carl Seibel Tel. 593. - Frankfurter Str. 39. Bitte Prospekte über natürliche Blutsalznabrung zu verlangen. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Inheiden für 1910 Rj. liegt vom 7. d. M. an 8 Tage lang auf int ferm Bureau, zur Einsicht offen. Inheiden, den 3. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz. Sauerkraut 3 Pfd. 25 Pfg. Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh äramps- u. Keuchhusten am besten beseitigen. Paket 25 Pfg., Dose 50 Psg. Dafür Angebotenes weise zurück. Zu haben in Gietzen bet Georg Wallenfels, Marktplatz 2t; Aug. Wallenfels, Marktplatz 17; E. Dort, Walltorstr. 45; L. Steinhäuser, Bahnhvsstr. Ar, Reuen Baue 17, Selteröw.27; J.Beppler, in Langgöns; Aug. Seibert und Hch. Kümmel in Wtescct; Apotheke in Krofdorf.[LP/i Die Eisenbetonarbeiten zur Herstellung der Umsastungswandc für die neue Erz- und Biehverladerarnoe aut dem Ortsgulerbahn- hof Wetzlar sollen verdungen werden. Angebotsmuster liegen tm Bureau der Bauabteilung zur Einficht aus und können, solange der Vorrat reicht, zu 1^0 Mk. (vostsrer) von hter bezogen werden. Die Angebote werden am Donnerstag dem 20. Januar, norm. 11 Mr, im Bureau der Bauabteilung geb miet. Bollendungsfrtst 8 Wochen. Zuschlagsfrist 6 Wochen. D^/t Königliche Eiienbabn-Bauabtetluug Wetzlar. Bekanntmachung. Die Lieferung des im Frühjahr 1910 erforderlich werdenden Straßendeckmaterials (mit Einschluß von Marnsand und Nauheimer Grubenkies) soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen liegen bei uns zur Einsichtnahme offen und werden gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Angebote, denen Proben der zu liefernden Matertalren unter Angabe der Bezugsquellen beizufügen smd, müssen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Samstag den 15. Januar 1910, vormittags 11 Uhr, bei uns eingereicht fein D4/i Städtisches Tiefbauamt Bad-Nauheim. Röder. Programm vom 5» bis 7. Jan. 1910. Eine Fahrt mit einem Hsctaei schdampier ins weiße Meer Naturaufnahme, unter den schwierigsten Verhältnissen ausgenommen Dem ersten das Herz, dem etzten die Hand, Komische Szene von Max Linder. Der Jokey Jim Blackwood spannender Roman von Valentin Mandelstam. Der Lumpensammler als Karikaturenzeichner, stürmischer Lacherfolg. Mohrchen als Mädchen für Alles, Humor. Schlager. I Frische Fische. H Mittwoch, Dormerstag u. Freitag W erhalten wir direkt ab Fischereihafen Geestemünde dio. große Zufuhren | blutirischer See-Fische und offerieren wir: IPa. Nordsee - Kabliau ohne Kopf in 5—lOpfünb. Fischen. Pfd. 18 Psg. g* tm Ausschnitt Pfd. 20 Pfg. i Blutfrische Bratfische Ps». 14 Psg. | Pa. Nordsee - Schellfische ff. Salzgurken Holl. Vollheriuge Stück 5 und 8 Pfg. Stück 4, 6, 8 Psg. Berdnx geröstete Kaffees täglich frisch vermittelst eigener, moderner Anlage geröstet. Per Pfd. 130, 150, 170, 200 Pfg. Wir garantieren für absolut reinen Geschmack, ein Versuch führt zu dauernder Abnahme. Gebrüder Berdux Bekanntmachung. Am Donnerstag den 6. lfd. Mts. ist von vormitt. 8 Ubr bis nachmittags 3 Ubr das Kabel in: ttaplansgasfe, Mäusburg, Neuenweg, _, , ,.. _ , Sonncnttraste von Sckulstraste btS Kreuzplatz, Seltcrswcg von Kreuzplatz brs Goetheftraste, Erleugaffe und auf dem Kreuzplatz . Ä , .. ansgeichaltet bebusö Vornahme dringlicher Kabelarbciteu. Wir ersuchen die anliegenden Komumenteu »m ergeneu Interesse während dieser Zeit den Hauptschalter auf der Zähler tasel auszuichalteu. R5/ * Gicsten, den 4. Januar 1910. A , B /i Elektrizitätswerk und Straneubabn der Stadt (Sieben. Stolte. Gemeinsamer wareneinkaus ist für jede Familie, gleichviel welchen Standes, empfehlenswert. Fortwährende Preissteigerungen machen es jeder Hausfrau zur Pflicht, durch gemeinsamen Warenbezug die Lebenshaltung ihrer Familie zu bessern. Dieses Ziel erreicht man, wenn man dem Konsumverein Giehen und Umgegend als Mitglied beitritt. Das Eintrittsgeld beträgt 50 Psg , em Geschäftsanteil von 30 Mk. ist innerhalb dreier Jahre zahlbar, und wird nach Vollzablung verzinst. Nach Schluß des Geschaftstahres wird das beim gemeinsamen Einkauf Erübrigte an die Mitglieder zurückvergütet. Neumlritte in unseren Aer-1 teilungsstellen: Asterweg 6 Babubofstraste 31 Bleichstraste 16 a Neuen Baue 11 «Seroefonbs . . Ml. 11191.65 Svezialreseroefonds „ 6916.47 An die Mitglieder zuruckver- Holzverfteigerung im Hattenröder Gemeindewald. In btm Distrikten Ettingshäuser grenze, Aiegenkoppel und Stückweide rc. sollen versteigert werden Dienstag den 11. Januar 1910, lmorgens 10 Uhr anfnngend, 130 EiÄmme Erchen-Bau- und Nutzholz? von 14^2 em Durchmesser = 42,13 Im., 1 Stamm Ahorn-Nutzhotz von 42 cm Durchmesser i= 0,53 Fm., ä 3 Duchett-Wschnitte, Nutzholz von 45-^50 cm Tmrchtw--- 2,79 Fm., 6 Eichen-Derbsdan gen = 0^9 FnL, Scheitholz: 60 Rm. Buche, 3 Rm. Eiche, 3 Rm. Kiefern, 3 Rm. Fichten, Knüppel: 27 Rm. Buche, 30 Rm. Eiche, 10o Rm. Kiefern, 10 Rm. Fichten, Reisia-Wellen: 770 Buchen, 600 Eichen, 670 Ktefern und 1350 Fichten, 50 Ahorn, 50 Erlen-Wellen, Stocke: 20 Rm. Buche, 26 Rm. Eiche, 29 Rm. Kiefern, 30 Rm. Fichten. Zusummenkunft im Distrikt Ettingshäusergrenze am Hörbücher Weg, wo derselbe von dem Weg von Hattenrod nach Ettrngshausen gekreuzt wird. Hattenrod, den 3. Januar 1910. Grohherzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. Rock. mabwuvu. Gef. Weißkraut. ” Donnerstag: Sauerbraten mit Kartoffel-Klößen. „ Freitag: Div. Backfische „ Samstag: Kalbshaxen. Sonntag: Rauchfleisch mit Bohnen oder Wild. Mittagstisch 13-3 Uhr. Reichhaltige Abendkarte, la. Dillenburger, Münchener Bürgerbräu, Dortmunder Union, sp. Pfalzwein Ä , 141 I. V-: Ceorg Quick. Heute nacht entschlief sanft nach schwerem Leiden unser einziges, innigstgeliebtes, gutes Kind Erna im jugendlichen Alter von 18 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Jakob Wallenstein und Frau. 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