'M »vWvHü ert der 200 Personen MM«. Mteßch >.-n-urAukbewahE^ ,elbeniv Sommers reu» < «ttfer Garantie * i*F tinl ^ueciÄo^ Mten-u-Feu-^ genommen- G.Sch*S| liessen 3e 6 abends 8 Nh, Zeotnr Anfang 7'/, UhrCCD' Ja8?el liiinm I «Ute iessen und Umgegend toten Wtftltebem tut rf ums, dch untote Säten 5S toelleiv. K- Werwes 6 BahudomraOc 31 Blcichitraße 16a Neuen Baue 11 tuficlhcim: Braudauöitt. 1 Louutag bcn 1. Mai ad ui LmtW ml* iben. Ter Voniaud. Sei der heutigen Verloim .es Vogelkäfigs nel der > nn oui die Los-Nr. 4a. 1 Ziehen, den 2ü. Avril 1910. Kimmel, - Poli-eiwachlmeiiter. Bäckerei. Mermeiiter im Siegers l eigenem Aerm°gen !uchl ° SÄÄ KKÄSÄ *>°oO.o\«** ir 7WM Wer sich ständig ungswesens unter- r Zeitungs-Verlag“, toutscher Zeitungs- Abonnementspreis b 3 M. iderGeschäftsstelle |V Lwes< ivüig. St” Nr. 96 Zweites Blatt 160. Jahrgang Dienstag 26. April 1910 Lrlcheinl »glich mit Ausnahme des Sonntag». Dle „Gießener ZamillenblStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „landwirtschaftlichen Seit* fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Cberheffen Rotationsdruck und Verlag der Brühlfch« UnioersitätS - Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: f-O M- Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Deutscher Reichstag. " 72. Sitzung vom 25. April, Am BundeSralStisch: Kommiffare. Präs. Gras Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung um 214 Uhr. Petitionen. 1 Pet einer Petition des Deutschen DlindenkongresseS um B e - rücksichtigung der Blinden durch Ausdehnung der In- Validenrente auf alle unbemittelten Blinden u. a. tritt Abg. GteSbertS (Zentr.) dafür ein, daß das Porto für die Beförderung von Büchern und Drucksachen in Blindenschrift herabgesetzt werde. Die Petition wird dem Reichskanzler teilweise zur Berücksichtigung, teilweise als Material überwiesen. Eine Petition betr. Abschaffung der Animierkneipe wwd dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen. Eine Petition deS Vereins deutscher Kaffeegroßhändler betr. den Verkehr mit Kaffeesurrogaten wird dem Reichs- lanzler zur Erwägung überwiesen. Verminderung der ReichLlagSdrucksachea. ES folgt die Beratung über einen Bericht der Budgetkommisston betr. die Verminderung der Reichstagsdrucksachen. Danach sollen in Zukunft eine Reihe von Denkschriften, die bisher alljährlich er- schienen, nu. noch alle fünf Jahre auSgegeben werden und auch tonst einige Jahresberichte und andere Drucksachen nur noch in be- chrankterem Umfange gedruckt und zwar womöglich in der Reichs- ruckerei, die mehr als bisher mit Aufträgen vom ReichSapU des Innern bedacht werden soll. Direktor im ReichSamt deS Innern Caspar: Das ReichSamt deS Innern ist schon seit jeher bemüht, die Reichsdruckerei in erster Linie zu berücksichtigen, allein eS läßt sich nicht vermeiden, daß auch andere Druckereien Aufträae vom Reichsamt erhalten. Dbg. Erzberger (Zentr.)': Wir vermissen eine Erklärung des RcichSamtS deS Innern, warum die Reichsdruckerei soviel teurer arbeitet als private Druckereien. Wenn sie erhöhte Beschäftigung erhalten soll, muß sie auch ebenso billig arbeiten als die Privatunternehmen. Unterstaatssekretär Frank: Tie Reichsdruckerei arbeitet unter anderen Verhästnissen als die privaten Druckereien. Sie muß viele Sähe liegen lassen ui.b auch die Arbeiter, die als Staatsbeamte pensionsberechtigt sind, anders bezahlen als private Druckereien. Das QauS beschließt nach den Vorschlägen der Kommission. Errichtung eines Kolonial- und Konsulargerichtshofs. Es folgt die erste Lesung eines Gesetzentwurfs über die Errichtung eines Kolonial- und Konsulargerichtshofs. Danach soll an Stelle der Obergerichte, die bisher in den einzelnen Schutzgebieten in letzter Instanz Recht sprachen, ein Kolonial- und Konsulargerichtshof mit dem Sih in Berlin treten, dem für Kolonial- und Konsulargerichtssachen die Zuständigkeit des Reichsgerichts übertragen werden soll. Dbg. Dr. Am Zehnhoff (Zentr.)'; Wir vermissen in der Vorlage das Material zur Beantwortung der Frage, ob die Schaffung eines obersten Gerichtshofes für Zivil, und für Strafsachen zweckmäßig ist. Der Reichstag hat seinerzeit verlangt, daß die Strafsachen in letzter Instanz dem Reichsgericht und nur die Zivilsachen einem besonderen Kolonial- und Konsulargerichtshof zuzuweisen seien. Die Regelung durch die Vorlage läßt viel an Einheitlichkeit zu wünschen übrig. , Dbg. Dove (53p.): E§ ist nicht gerade vorteilhaft, daß der neue Gerichtshof zugleich Revision»- und Berufungsinstanz ist. Ten Herren aus Hamburg wäre es vielleicht lieber gewesen, wenn der Gerichtshof in Hamburg statt in Berlin errichtet worden wäre. Ich halte aber Berlin für geeigneter. Es ist kaum möglich, die Vorlage noch vor der Vertagung zu verabschieden. Ta wäre es wohl besser gewesen, die Vorlage erst sorgfältig vorzubereiten, ehe sie eingebracht wurde. Es hat sich jetzt so herausgebildet, daß in den Kommissionen die Entwürfe vollständig umgcarbeitet werden müssen, so daß die Regierung gleichsam nur das Thema angibt und der ?lbg. Erzberger dann erst aus seiner Mappe den eigen!- lichen Entwurf herausnimmt. (Sehr gut und Heiterkeit.) Jedenfalls begrüßen wir den Entwurf als einen ersten Schritt zur Schaffung eme5 einheitlichen Kolonialrechts. .(Beifall links,). Dbg. Semler (Natl.): Wir würden es sehr bedauern, wenn die Vorlage nicht mehr von der Kommission erledigt werden könnte, da wir die baldige Verabschiedung des Entwurfs für so wichtig halten. Es wird zu prüfen fein, ob das Laienelement in stärkerem Maße heran, gezogen werden muß. Nicht als Hamburger, sondern als Frak« tionsrcdner halte ich die Verlegung des Gerichtshofs nach Ham- bürg für zweckmäßig. Bedenklich erscheint e8 uns, Verwaltungsbeamte in den Gerichtshof bineinzudelegieren. .(Beifall bei den Nationalliberalen.X Abg. Schultz (Rp.):' u. Auch wir halten es für höchst bedenklich, den Reichstag noch tn letzter Stunde mit so vielen neuen Gesetzentwürfen zu bepacken. Die Anforderungen, die an den Reichstag von den verbündeten Regierungen gestellt werden, gehen zu weit, und es ist zu befürchten, daß die sachlichen Beratungen darunter leiden. Der neue Gerichtshof wird nicht unbeträchtliche Kosten verursachen. Die Verlegung des Gerichts nach Hamburg würde uns nicht zweckmäßig erschienen jein. Staatssekretär des Meichskolonialamts Dernburg: Niemand bedauert es mehr als die Kolonialverwaltung, daß dieser Gesetzentwurf erst so spat eingebracht werden konnte. Allein es bedurfte langer und schwieriger Vorarbeiten, ehe der Entwurf zustande gekommen ist. UnS liegt an baldiger Verabschiedung der Vorlage, weil neuerdings so schwierige und so hochwertige Prozesse in den Kolonien entstanden sind, daß ein oberster Gerichtshof, der aus rechtskundigen Männern zusammengesetzt ist, unS unbedingt notwendig erscheint. Wir wären Ihnen deshalb äußerst verbunden, wenn Sie den Entwurf bald erledigen würden. Abg. Giese (Kons.): Wir erlernten an, daß die sog. Obergerichte in den Kolonien für die jetzigen komplizierten Rechtsverhältnisse nicht mehr genügen. Wir stimmen daher der Vorlage gern zu, deren Einzelheiten in der Kommission besprochen werden können. Die Bestimmungen über die Zuständigkeit des neuen Gerichtshofes halten wir für zweckmäßig. Ob der Gerichtshof auch als Konsulargerichtshof und als Berufungsinstanz fungieren soll, darüber bestehen unter meinen Freunden Meinungsverschiedenheiten. Wir beantragen Verweisung an eine Kommission von 21 Mitgliedern, haben aber auch nichts gegen eine Isgliedrige Kommission oder gegen Verweisung an die Kommission, die sich mit dem Gesetzentwurf betr. die Entlastung des Reichsgerichts beschäftigt. (Beifall xechtS.). At-g. i-iaoiyugea (t&ojj.): Wir schließen unS den Beschwerden über die späte Einbrin- K neuer Vorlagen vollinhaltlich an. Der vorliegende Entwurf ell ist noch durchaus nicht genügend durchgearbeitet. Die Sroßc Eile scheint nur dadurch erklärlich, daß man offenbar die ntcresien der großen Kapitalisten möglichst schützen will. Wir glauben, die Vorlage wird bis zum Dezember Zett haben. Abg. Dr. Heckscher (Fortschr 53p.): Gegen die überhastete GesetzeSarbcit spricht auch daS Bedenken, daß die beteiligten Kreise gar nicht Gelegenheit baden, sich mit der Vorlage zu befasien, ehe sie schon fertiggestellt ist. (Sehr gut! links.) Die hanseatische Bevölkerung erfährt von dem Entwurf erst am Sonntag und heute Montag steht er schon zur Beratung. 2Bir geraten ja in einen GesetzeSfanatiSmuS hinein. Eine wahre Sintflut von Gesetzen gebt über unS hinweg. (Sehr richtig! links.) In der Fixigkeit der Gesetzgebung sind wir nicht mehr zu übertreffen, wohl aber in der Richtigkeit. (Sehr gut! links.) Die Frage, ob Berlin oder Hamburg als Sih gc. eignet ist, hat mein Freund Dove in einfacher Weise gelost, indem er für Berlin eintrat. So leicht ist doch aber die Sache nicht. Wir sind dafür, daß nicht mehr als nötig zentralisiert wird. Und ich meine, daß sich Hamburg oder Bremen oder Lübeck besser eignen als Berlin für einen obersten Kolonialgerichtshof. Wir haben ja in Hamburg die ausgezeichneten Secgerichtshöfe; das käme dem obersten Kolonial- und Konsulargerichtshof bei der Auswahl der Sachverständigen sehr zu statten. Die Gründe der Regierung für Berlin kenne ich nicht — freilich ohne meine Schuld, denn sie sind in der Vorlage nicht angegeben, aber ich mißbillige sie. (Große Heiterkeit.) Jedenfalls muß in der Kommission ganz sachlich geprüft werden, ob nicht Hamburg der geeigneter Platz ist. (Beifall links.) Die Vorlage geht an eine Kommission von 14 Mitgliedern. Ter KonsulatSgebührengesehentwnrf. Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Schoen leitet die erste Lesung ein: Die verbündeten Regierungen bedauern, daß dieser Gesetzentwurf in einer so ungünstigen Zeit dem hohen Hause zugeht. Ter Entwurf bezweckt, die Beschwerden der Schiffahrt über den nunmehr fast vier Jahrzehnte alten Tarif abzustellen, der schon lange nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entspricht und unsere Schiffahrt gegenüber der ausländischen Konkurrenz benachteiligt. Ter Entwurf schlägt vor, die gänzliche Aufhebung der nationalpolitisch schädlichen und finanziell bedeutungslosen Matrikelgebühr für Deutsche im Ausland führt die Ge- bührenfreiheit für Bedürftige ein und bezweckt eine Herabsetzung der Gebühren für häufige AmtShauShaltungen, sowie für die Tabak- fabrikation. Diese Maßregeln führen zu einem nicht unbedeutenden Ausfall der Reichseinnahmen. Deshalb sollen einzelne Gebühren erhöht, bezw. neu eingesührt werden Der Minderertrag betragt fast 400 000 Mk., die Mehrerträge werden auf 235 000 Mk. geschäht, so daß ein Ausfall von 164 000 Mk. bleibt. ES ist jedoch dringend erforderlich, unsere Schiffahrt zu entlasten. Dbg. Graf Kanitz (Kons.): Die Notwendigkeit der Aenderung der Gebühren bedarf noch sehr der Begründung in der Budgetlommission. Abg. Tove (53p.) 1 Wir halten die Gebühren-Ermäßigung nicht für so bringend, daß sie notwendig schon jetzt beschlossen werden muß. Der Tarif muß im einzelnen genau geprüft werden. Dbg. Tr. Semler (Natl.)':' Quo usque tandem? Es ist wirklich unerhört, daß wir mit solchen Entwürfen noch in letzter Stunde belastet werden. Die Gebühren sind nahezu eine Gewerbe st euer auf d i e Schiffahrt. Andere Nationen subventionieren ihre Schifffahrt, wir aber besteuern sie, Tie Herabsetzung der Gebühren ist notwendig. Die Vorlage geht an die Budgetkommission- Dio Ausgabe kleiner Aktien in Kiautschou. Nach der Regierungsvorlage, die schon dem Reichstag Vorgelegen hatte, aber in der Budgetkommission nicht erledigt worden war, sollen in den Konsulargerichtsbezirken und in Kiautschou Aktien bis zu 200 Mk. auSgegeben werden dürfen, damit die Deutschen bei Gründung der Aktiengesellschaften nicht in schwierigerer Lage sich befinden als die Angehörigen anderer Staaten. V Staatssekretär be5 Auswärtigen v. Schoen leitet die erste Lesung deS Entwurfs ein. Unsere bewährte Aktiengesetzgebung soll nicht durchbrochen werden. Es handelt sich uoz eintz Ausnahmebestimmung« berechnet für die beson. deren Aerhältnisfe in O st a s i e n. Ter Entwurf entspringt einem lebhaften Wunsche unserer dortigen Kaufmannswelt. Einen Ansporn zur Spekulation für kleine Leute ist nicht zu befürchten; eS handelt sich durchweg um erfahrene Kaufleute. Wir erwarten von dem Gesetz den Vorteil, daß deutsche Unternehmungen künftig nicht mehr wie bisher unter fremder Flagge segeln müssen, um der scharfen Konkurrenz begegnen zu können. Kapitän z. S. BrlininghauS führt Material zur Begründung bet Vorlage an. So kursiert z- B. eine deutsche Brauerei, deren Bier an der ostasiatischeu Küste wie im Innern sich allgemeiner Beliebtheit erfreut, unter englischer Flagge. Das kann natürlich dem Wunsch nach Ausbreitung unserer Handelsinteressen und innerer deutschen Sprache nicht förderlich sein. Ter Entwurf ist bei • praktischen Bedürfnis entsprungen, und seine Ablehnung würde in unserem Schutzgebiet große Enttäuschung Hervorrufen. Dbg. Schwache (Zentr.)' äußert namens seiner politischen Freunde schwere Bedenken gegen die Vorlage. Tie Erfahrungen mit den englischen Shares müßten vor diesem Wege warnen. Dbg. Ortek (Natl.): Es rft doch ein Unterschied, ob Aktien im Jnlande auSgegeben werden, oder draußen in der Kolonie, wo es sich um die Teilnahme an kolonialen Unternehmungen handelt. Bei 200 Mk. Anteil kommen kleine Leute kaum noch in Betracht. Daß sich deS kleinen Mannes die Spekulationssucht bemächtigen werde, sei also nicht zu befürchten. Erleichtert daS Reich nicht die Beteiligung an unseren kolonialen Gesellschaften, so wird daS Kapital ins Ausland gehen. Mit einer gewissen Kautele, die wir beantragen werden, stimmen wir der Vorlage zu. Dbg. v. Mchthofen (Kons.)' A spricht in gleichem Sinne. DaS Bedürfnis liegt für K i a u t s ch o u vor, aber Mich für Südwestafrrka; das geht aus der Lüderitzer Denkschrift hervor, man mag sonst zu ihr stehen, wie man will, Mg. Kaemps (Vp.)' tritt gleichfalls für die Vorlage ein. ES ist sehr fraglich, ob durch die Beschränkung der Aktien auf einen Mindestsatz von 1000 Mk. die Spekulation der kleinen Leute verhindert oder nicht gerade gefördert wird. Jetzt kauft man sich mit 200 ober 250 Mk. eine Aktie von 1000 Mk., beleiht sie und spekuliert mit 4—5mal so großem Risiko. Es wäre viel bester gewesen, man hätte die e ngl i sehen P f,a n d a f t i e n bei uns zugelasten, als daß das beuhdje '^uvittum, das nun einmal international genug ist, um in fremden Werten Geld anzulegen, sich an englische Agenten wendet, um an der Londoner Börse zu spekulieren. Man sollte nicht nur in Kiautschou, sondern in allen Schutzgebieten die 200 Mk -Allien zulasten. Abg. Eichhorn (Soz.)r Wir treten für die Vorlaae nicht ein. ES wird natürlich nicht bei diesem ersten Schritt bleiben. Man wird das Gesetz in alle« .Kolonien einsührcn, und dann ist nur noch ein Schritt, bis auch in Deutschland kleinere Aktien als zu 1000 Mark auSgegeben werden. Man will auch die kleinen Kapitalisten mit hineinziehen, um die faulen Gründungen deS Großkapitals zu unterstützen. Staatssekretär deS Reichsjustizamts Dr. LiSco: Die Befürchtung, daß man weiter gehen wird und daß schließlich auch eine Einwirkung auf unsere inländische Gesetzgebung erfolgen wird, ist durchaus unbegründet. Ich kann namens der Reichöregierung erklären, daß derartige Erwägungen niemals ftatigefunben haben. DI e Regierung denkt gar nicht b a r 1 n , an unserer Aktiengeseh» gebung in irgend einer Weise etwas zu ändern. Dbg. Schulz (91p.): Im Namen der Mehrhett meiner Fraktion habe ich zu erklären, daß wir den Entwurf in der Kommission unbefangen und wohlwollend prüfen werden. Wir legen aber Wert darauf, daß er über den in der Vorlage gekennzeichneten Rahmen nicht hinauv- greift. Daß kleines deutsches Kapital auch Vorteil in den Kolonien zieht, ist wünschenswert. Abg. Lattmann (Wirtsch. Vg.)' lehnt das Gesetz ab. Der ganze Mittelstand werde dadurch zu ungesunder Spekulation verleitet. Dbg. Dr. Heckscher (Vp.)' ,äußert Bedenken. Es ist nicht richtig, wenn sich die heimische Ge« jefcgebung von der der Kolonien entfernt. Mit feierlichen Erklärungen tun wir nichts. Wenn die Entwicklung einmal begonnen hat, ist sie kaum noch zu hemmen. Darum halte ich eS für meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit, mit allem Ernst gegen diesen Gesetzentwurf z u protestieren. (Beifall bei der Wirtsch. Vg.) Wir wollen jedes Spekulationsfieber vermeiden. Wir dürfen nichts tun, wodurch die Spielleidenfchaft unsere» Volkes gefördert wird. Ich stehe trotz der Darlegungen meines Freundes Kaempf dem Entwurf mit aller Skepsis gegenüber. (Bei- jfall bei der Wirtsch. Vg.) Dbg. Dr. Arendt '(Rp.)': ’___ ......... Ich stimme dem Vorredner burd^aus zu. Auch ich halte sdie Aurführungen des Herrn Kaempf nicht für überzeugend. Mit dieser Vorlage will man den ersten Stein lockern. Kommt der in? Rollen, dann ist kein Aushalten mehr. Ich lege cntfdjiebcn Gewicht darauf, daß diese Vorlage nicht zustande kommt, ©fc liegt nicht im Interests unserer Kolonien, die dadurch ihre Volls- itürnlichleit verlieren könnten. Eine KömmiffionSberatung ist gar nicht nötig, denn die Vorlage darf nicht angenommen werden. Die Vorlage geht an die Budgetkommission., Dienstag 2 Uhr; Wahlprüfungen. ' _ Schluß 6y9 Uhr. wahiprüsimgen im Reichstage. Man schreibt uns aus Berlin: Bekanntlich werden die Reichstagswahlergebnisse, gegen die von irgend einer Seite Widerspruch erhoben ist, dem Wahlprüfungsausschus; unterbreitet, der das ganze vor liegende Material prüft, um daun eoentl. die Gültigkeit der Wahl zu beanstanden, und ihre Ungültigkeitserklärung im Plenum des Reichstags zu beantragen. Tiefe Arbeu ist natürlich keine angenehme. Ganz abgesehen davon, daß z. B. die Merkmale der Wahlbeeinflussung, wenn man für sie auch einige bindende Gesichtspunkte aufgestellt hat, doch im allgemeinen noch sehr umstritten sind, und daher jede Partei sich ins Unrecht gesetzt glaub!, wenn eins ihrer Mandate von der Kommission für ungültig erklärt wird, schlepven sich diese Äahlprüfungen fast durch die ganze Legislaturperiode hin, ja es kann sogar Vorkommen, das; ein Abgeordneter, obwohl sein Mandat angefochten ist,-während der ganzen Periode Diäten bezieht, an den Sitzungen teilnimmt, und vielleicht auch bet diesen und jenen Abstimmungen über Gesetzentwürfe den Ausschlag gibt. So hat z. B. jetzt, wo die Wahlprüfnngen im Reichstag ernt Dienstag und Mittwoch dieser Woche bevorstehen, der Ausschuß die Wahl von nicht weniger als 7 Abgeordneten als ungültig zu erklären beantragt, nämlich 1. die des konservativen Abgeordneten Arnstadt (Mül- Hausen-Langensalza), 2. die des konservativen Abgeordneten Henning (Kalau-Luckau), 3. die des nationalliberalen Ab geordneten Kleye (Wolsenbüttel-Helmstedt), 4. die des Zen trumsabaeordneten Mayer (Pfarrkirchen), 5. die des konservativer: Abgeordneten von >i.aphengst (Ost- und West-Stern berg), 6. d:e des ngtionalliberalen Abgeordneten Sievers (Lüneburg-Winsen) und 7. die des nationalliberalen Abgeordneten Wehl (Celle-Peine-Gifhorn). Solche Verhältnisse, bei denen, wie hier, 7 nicht gc- nügend legitimierte Abgeordnete seit mehr als 3 Jahren über Wohl und Wehe des deutschen Volkes mit entscheiden, sind natürlich unhaltbar und verlangen dringend nach Ab stellung. Das einfachste wäre natürlich, loenn diejenigen Herren, deren Mandat angefochten ist, sich solange oen Reichstagssitzungen fernbiclten, bis der Wahlprüfungsausschuß über die Berechtigung des Wahlprotestes entschieden hätte. 2lber freilich, dann würde jede Partei es fich angelegen sein lassen, soviel wie möglich Mandate ihrer Gegner a^ufechten, und der Reichstag ii>äre wahrscheinlich während der ersten Zeit seiner Tagung beschlußunsähia. So ist dieser Weg, wie ü)n allerdings hie und da JdüqI ein besonders feinfühliger Abgeordneter schon freiwillig ei::> geschlagen hat, in seiner Allgemeinheit ungangbar. ‘■JJlcm muß also danach trachten, bte Arbeit des Wahlprüfungs- ausschufses besser organisieren, um ihn so in die Lage zu setzen, mit ihr früher fertig zu iverden, als das heute Der Fall ist. Diese unabweisbare Notwendigkeit ist denn auch von allen Parteien des Reichstags anerkannt worden, ja sogar der Wahlprüfungsausschuß selbst dringt jetzt auf Abhilfe. Zn seinem Namen, bezw. im Namen der in ihm vertretenen Mitglieder aller Parteien, hat der Vorsitzende Dr. Goerck einen Antrag im Reichstag eingebracht, nach dem die Geschäftsordnung, soweit sie Bestimmungen über die Wahlprusungs-Kommission enthält, bahin abgeändert werden soll, daß der § 5 Abs. 2, der bisher nur dahin lautete, das; der Wahlprüfungsausschuß für die Dauer jeder SAion gewählt wird, künftighin den Zusatz erhält: „Die Wayl- prüfungskommission ist befugt, ihre Geschäfte auch wahrend der Zeit, in welcher der Reichstag nicht versammelt ist, gai bearbeiten. Ihr steht das Recht zu, die Anstellung von Ermittelungen selbständig zu beschließen." Es tann keinen: Zweifel unterliegen, daß die Uebcrtragung der Beschlußfassung über Ermittelungen cm den Wahl- prüfungsm-lsschuß, die bisher Sache des Reichstags war, dazu geeignet ist, den Gang der Untersuchung der Wahlproteste einigermaßen zu beschleunigen. Auch die Tagung des Ausschusses während der Ferien durste in derselben Richtung wirten. Aber eine Mhilsc, wie man ste auf Grund der oben geschilderten Verhältnisse verlangen muß, werden diese kleinen Auskunftsmittel doch nicht bringen. Will man sich dazu entschließen, hier lvirklich ganze Arbeit zu machen, also dafür sorge::, daß die Gült:gkeit aller Reichstags- mandate während einer Frist von etwa 3 Monaten nach Eröffnung des neuer: Re:chstags ernwandssre: festgeitcllt ist, so wird man wohl den Wahlprüfungsausschuß als solchen bestehen lassen können, ihm aber eine Art Prüfungsgerichts- hos an die Seite stellen müssen. Wir denken uns das so, daß die Wahlprotcste nach wie vor dem Prüfungsausschuß unterbreitet werden, der die ungerechtfertigten ausscheidet, allen übrigen Wahlproteste aber, bei denen auch nur der geringste Grund zu einer Beanstandung vorliegt, einem au5 Mitgliedern des Oberverwaltungsgerichts (oder auch des Reichsgerichts, das ja allerdings überlastet genug ist) speziell zu diesem Zwecke zu bildenden Untersuchungs- und Spruchtotlegium übergeben werden. Damit wäre nicht nur, da dieses Kollegium, wenn wir von den wenigen Ersatz- und Nachwahlen während der Tauer der Legislaturperiode, gegen die protestiert wird, absehen, in den ersten 3 Monaten nach Zusammeittritt eines neuen Reichstags keine andere Arbeit zu leisten hätte, die jetzige Verschleppung der Wahlprüfungcn behoben, nein, es würden sich auch durch diese Spruchpraxis ganz bestimmte Rechtsnormen her- ausbilden, für die Merkmale der ungültig zu erklärenden Wahlen. Ter jetzige .Hader zwischen den einzelnen Parteien um Gültigkeit oder Ungültigkeit eines Mandats wäre bannt dem parteipolitischen Milieu entrückt und seine Schlichtung Männern anvertraut, die über den Parteien stehen. vernburg zwischen zwei Heuern. :: Berlin, 25. April. 'Ter Budgetausschuß setzte heute die Beratung des Gesetzentwurfs über die Deckung der Mehrkosten des südwestafri konisch en Aus st an des, sowie den Antrag Erzberger auf Einführung einer außerordentlichen Vermögenssteuer aus die Gesellschaften, sowie über die Land- und Bergrechtskonzessionen fort. Staatssekretär 'Dernburg hatte in der letzten Sitzung seine Ausführungen nicht beenden können, weil die Glocke den Beginn der Plenarsitzung meldete. Er fuhr jetzt in seinen Erklärungen fort. Er Hobe zwischen zwei Feuern gestanden, zwischen der Denkschrift der Lüdcritzbuchtcr und der der Kolonialgesellschaft. Er habe die 14 Tage seit ihrem Erscheinen geschwiegen, um nicht seine Munition gegen die Kolonialgesellschast zu verschießen, do er ja in Vcrtragsvcrhandlungen gestanden habe. Geheimrat Lenz schreibe, daß ferne Gesellschaft (Berliner Handelsgesellschaft! außer am Minenstindikat mit 33 000 Mark an keiner der südwestafrikanifchon Gesellschaften beteiligt sei. Sie habe einen kleinen Teil der Tiamanten-Regie-Gescllschaft übernommen. Da- mit entfalle viel von den Vorwürfen. Daß die Berliner Handelsgesellschaft nickst mit Kapital in Südwestafrika I)abc einsprmgen wollen, stehe damit in Zusammenhang: die Angabe, daß Stauch und Gei rossen., zwei Fünftel iljrcr Anteile an jene Gesellschaft abgetreten liätten, stimme also nicht. lDic Behauptung, da,; er bei den Abmachungen das Reichsürtoresse vernachlässigt habe. Je: stark Bei 15 Millionen Mark Bruttoertrag 8 Millionen int elften Iain für das Reich zu erzielen, sollte ihm einmal einer »ochmachen. Wer solckst Vorwürfe erhebe, sei nicht mehr gutgläubig. ^lnMigenehin sei, daß die Kolonialgesellschaft nicht im Budgetausschuß vertreten sei: so werde cs scheinen, als ob er für ihr Interesse eintretc. Das sei nicht der Fall. Der Abg. Erzberger Hobe erklärt, die Landkommission habe nichts erreicht. Sie habe aber dock) den Rezeß erreicht, den Erzberger selcht als Grundrecht des ReiclieS gegen die Kolonialgesellschast hingcstellt habe Daö sei am 31. Januar 1910 im Plenum des Reichstages gewesen: am Freitag aber habe Erzberger gesagt: die Erfolge der Landkommission seien für die Katze gewesen. 'Xie .Zusage, die Kolonisten an der Pachtgesellschast zu beteiligen, falle er nickst gehalten haben: die Lüderitzbuchter Denkschrift mache da eine große Rechnung aus. Er habe den Kolonisten 25 Prozent Beteiligung an den Pachtfeldern des Fiskus zugcsagt: das sei gehalten. 75 Prozent bekomme der FiskuS, 25 Prozent d:e Gesellschaften. 6i/< Prozent seien 25 fßrojent davon, er habe also sein Versprecknm gehalten. Er hätte die Herren auch am Kapital 1 beteiligen können, aber das lstitte dasselbe Ergebnis gehabt. Taß er bei der Verpachtung bat Fn.ns um 150000 Mark geschädigt habe, weil die Pacht zu niedrig sei, sei nicht richtig. Die, amtliche Denkschrift enthalte auf Seite 68 den Vertrag betreffend das Schürfen Gerade wenn er nach dem Wunsch der Petenten ver- fahrai hätte, würde der Fiskus um 170 000 Mark geschädigt werden, was Stauch als Vorstand der kolonialen Bergbaugesell- schast genau wisse. In der Lüderitzbuchter Denkschrift werde gesagt: 75 Prozent für bat Fiskus sei zu billig. Erstens seten es nicht 75, sondern 87 Prozent. Die Herren Stauch und Genoßen bieten 80 Prozent des Nutzens für das gesamte Sperrgebiet: tote er da mit 87 Prozent ein schlechtes Geschäft gemacht hoben solle, wisse >er nicht. ‘ Der Staatssekretär erklärt auf Anfrage eines nationallibe- ralen KommissionSmitgl jedes, daß alles stenographiert und der Oesfentlichkeit zugänglich gemacht werde. Die Behauptung der Lüderitzbuchter Denkschrift, man stehe in der Hochkonjunktur, widerspreche dem Anträge Erzberger, der 100 Prozent zufchlagen wolle. Auf die Regie wolle er den Herren einen größeren Einfluß einräumen. Weiter werde in der 'Denkschrift behauptet, er habe nicht aus nationalen Gründen gehandelt. Wen bäte er in Lüderitzbucht vorgcfunden? Zwei Abgeordnete der de Beers Company. Auf deni Schiff mit ihm nach Berlin sei der Erektor der Gesellschaft gefahren, der für 367 000 Mark nominell aufgekauft habe. Inzwischen seien zwei Gefellschasten en g l ts ch geworden Fast alles, was draußen geblieben sei, se: heute Kaptfch. Am 3. März 1910 berichtete der Gouverneur, daß de Beers 20 Anteile Pomona und andere erworben habe, daß eut Zusammenschluß des südafrikanischen Kapitals erfolge, daß fchon Optionen auf 500 Felder abgeschlossen seren. Tie Ge>ellschaft soll eine englische werden. Es war also richtig, zu sperren, was ja selbst die Lüderitzbuchter nicht angreifen. Man se: neidifch out die Kolonialgesellschast. Wenn die Behauptungen der Lüdcritz- budrter Denkschrift richtig wären, so liege ja em gewisser Grund dafür vor, aber das sei nicht der Fall. Es werde behauptet, die deutsche Kolonialgesellschast habe die Verwaltung übernommen. Das sei nicht richtig. Es sei davon die Rede gewesen, aber fite habe die Hoheitsrechte nicht bekommen, benn das Rach erhebe Zölle ufw. Die .Kolonialgesellschaft habe außerdem nur einen Wüstenstreifen gehabt, alles andere sei erst vom Reich in Besitz genommen: sollte da auch die Gesellschaft verwalten? Die Gesellschaft sei in ihren Mitteln einmal bis auf 81000 Mark zurückgegangew, sie habe sich völlig aufgezehrt gehabt. Er mache aus dos Erz- bergcrsche Urteil in dem Landkommissionsbericht aufmerßam. Ans Seite 27 der Lüderitzbuchter Denkschrift sei die Lage ganz richtig dargestcllt. In der Landkommission sei gesagt, man wolle sich anständig mit den Gesellschaften einigen, bann werde Frieden sein Das sei aber nicht gekommen. Nach verschiedenen Abtretungen der Kolonialgesellschaft seien die Lüderitzbuchter tm Mai 1909 völlig zufrieden gewesen: man habe bann aber wieder mehr verlangt. Er habe einen Vertrag gemackst, der dem Reichstag nicht gefallen habe. Da habe er um Richtlinien für einen neuen Vertrag gebeten. Diese habe die Kommission ihm gegeben. Damals sei protokolliert worden, daß für das bereits gesperrte Gebiet nur die .Kolonialgesellschaft in Frage kommen könne. Er habe alles erreicht, was ihm die Richtlinien der Budgetkommission an btc Hand gegeben hätten. Mehr als 76 Prozent könne er nickst heraus- schlagen. Nach diesen Wünschen der Kommission habe er sich gewundert, daß der Antrag Erzberger jetzt diese Absichten durchkreuze. Er erwarte von der Kommisswn, daß sie Wort halte, wie er der Kommission durch die Vorlage des neuen Vertrages Wort gehalten habe. Im Vertrage mit der Diamantcngescllschaft sei bestimmt, daß die Sperre über den 31. März 1911 hinaus verlängert werden solle. Ohne Sperre gehe eS nicht: einen allein dürfe man nicht hereinlassen. Abgaben dürfe für sich der Fiskus nicht erheben: da habe er eine Gesellschaft mit Beteiligung des Fiskus für das Beste gehalten. Der einzige Vorteil sei für die DiamantengcieU- schaft gewesen, daß sie besser habe suchen können, dafür gebe fie 731/4 Prozent. Wenn die Gesellschaft eine Million verdiene, bekomme der Fiskus drei Millionen. Das sei genug ausgeknallt, mehr sei iiicht zu haben. Andere klügere Leute feien ja leider nicht Staatssekretär. Die Wünsche der Budgetkomnnsfton seien erfüllt. Er hoffe, man werde das anerkennen. Der Staatssekretär wendet sich gegen die Anträge Erzberger. Die Diamantengeschichtc sehe er nicht als Kamps zwischen Klein und Großkapital an, als welcher sie frisiert werde. Gegen das Großkapital zu kämpfen sei billiger Ruhm. Die Lüderitzbuchter Denkschrift sei versaßt vom Millionär Kreplin, Schmidt, der ebenfalls in einem Jahr Millionär geworden sei. Stauch, der zwei Millionen habe. Es sei eine M : llio närspetition. Es fei also nicht richtig, daß das kleine Kapital durch die Petition gegen das große geschützt werde. In Südwest beginne sich ein eigenes Uebersee- b c u t f d) t u m z u bilden, dem es unangenehm sei, von Berlin Gesetze diktiert zu bekommen. Er verfolge seit 1906 planmäßig den Ausbau der Selbstverwaltung. Die durch die Anträge Erzberger hervorgerufene Beunruhigung müsse gemildert werden. Der Bundesrat werde die Forderungen dieser Anträge nicht durchführen. Die Rechtssicherheit sei durch sie in Frage gestellt. Er fordere die Budgetkommission auf, die Sicherheit des Eigentums auch in den Kolonien wie in Preußen zu stabilisieren. Nach dem Staatssekretär nahm ein n a ti o n al l ib e r al e s Ausschußmitglied das Wort. Tas Hauptpnnziv des Antrages Erzberger sei, die großen Gesellschaften zu den Kriegskosten heranzuziehen. Tas werde anerkannt, aber man müsse von Reichs wegen bona fide handeln und dürfe nicht sprungweise vorgehen. Erst mit schwerer Mühe sei es gelungen, deutsches Kapital für die Kolonie zu interessieren: die Annahme der Anträge würde diese unterbinden. Unsere Regierung habe die schaden reklamiert, die unseren Landsleuten in dem Burenkriege entstanden seien. Wir sollen nun fremde Gesellschaften dafür heranziehen, ohne daß sie zum Aufstand Anlaß gegeben haben! Man müsse den Vertragsweg beschreiten. Tieser Weg habe dazu geführt, daß das Reich mit 47 Prozent am Tiamanten-Rctnertrag beteiligt fei: das fei fein schlechter Erfolg. Ein Bureaukrat hätte nie diese glänzende Beteiligung des Reiches erzielt, das müsse auch Erzberger anerkennen. __ . i Der nächste Redner ist der Antragsteller von der Wirtschaftlichen Vereinigung. Der Staatssekretär habe die Heranziehung der ftotenic abgelehnt. Gewiß sei der Antrag der Freisinnigen, der, wenn auch nur allmählich, sämtliche Kosten bet Kolonie auferlegen wolle, ungerecht: ober bei einem Teil wäre es etwas anders. Die Steuer lasse sich machen, gerade wie man die Hüttensteuer gemacht habe, ohne kaiserliche eVrordnung. Er habe deshalb in seinem Anträge nur „erforderliche Maßnahmen" gesetzt. Tas Diamantcnmonopol scheine das richtige zu fein. Nach bet Natur des Ausfindens könnten die Diamanten nicht unter die gültigen Berggesetze fallen. Enteignungen im Interesse de: Gesamtheit führe man alle Augenblicke durch. 36 Millionen statt wie im Erzbergerschen Antrag 81 Millionen habe er in seinem Antrag genommen, weil die Kriegskosten ohne die Kosten der Eisenbahn 360 Millionen betragen und er auf Rechnung bet Kolonie 10 Proz. davon nehmen wolle. Ans Einzelheiten lege auch er kein Gewicht. Der Staatssekretär solle helfen, den Weg zu finden. Ter Wortführer der Reichs Parte, gibt die Erklärung ab, daß seine politischen Freunde keinem der drei Anträge — Antrag Erzberger, Antrag Lattmann und Antrag Gothein zustimmen könnten. Der Vertreter der Konservativen erklärte, der Antrag Erzberger sei den Konservativen ■ ebenso überraschend gc kommen wie anderen. Et gehe davon aus, daß diese Sache ohne jede persönlichen und parteipolitischen Rücksichten behandelt werden müsse. Er lehne es jedenfalls für seine Freunde ab. Tast derartige Äußerungen gefallen seien, bedauere er. Man wolle rein fachlich handeln und niemand kompromittieren. Ohne spezielle Rücksichten wolle man nur das Beste von Reich und Kolonien. Man müsse die Denkschrift usw. auseinander halten von der Vorlage der Regierung: nur zu der letzteren spreche er. Die frühere Stellung der Kommission habe auf der Tiamalitcndenk' schrift beruht. Ware sie unrichtig, so könne man zu einer anderen Ansicht kommen. Ob die Gegendenkschrift wenigen oder vielen bekannt sei, sei unmaßgeblich; es komme auf die Richtig feit des Inhalts an. Daß die Gutachten des Reichsjustizamtes nicht sekret gehalten seien, sei unerfreulich. Solche (Gutachten präjudizieren, wenn sie veröffentlicht werden, leicht die späteren Entscheidungen. Das Schutzgebietsgesetz gebe dem Reichstag fein Recht, in Steuerfragen mitzusprechen. Es müßte eine alle Leute gleichmäßig trefsende Steuer sein, die wegen der Ausländer un politisch erscheine. Aber auch die neuen Gesellschaften müßten kalkulieren, ohne diese Steuer zu kennen. Ihnen würde der Boden unter den Füßen entzogen. Tie Anträge lehnten seine politischen Freunde mit dem Vorbehalte ab, wie weit den Interessenten Abgaben aufzuerlegen seien. Der sozialdemokratische Redner bemerkt: Tie Sozialdemokraten würden ganz anders expropriieren als der Antrag Erzberger. Sie würden gleich das Ganze nehmen. Immerhin finde der Antrag Erzberger bei seinen Freunden natürlich llntcrftüfcuiig, da er wenigstens etwas vom Gewinn beanspruche. Hierauf nahm der Abg. Erzberger das Wort. Er hab: bereits erklärt, daß ihm jeder politische Gesichtspunkt fern liege Von Ministcrftlirzerci könne keine Rede sein. Mit den Konservativen oder Herrn Lattmann habe er vorher kein Wort über den Antrag gesprochen. Er habe Herrn Dernburg jahrelang unterstützt, als die Herren von Licbert, Dr. Paasche usw. itjn angegriffen hätten. Er stimme dem zu, daß die Kolonien für das Reich erworben feien. Aber leider habe eine Gesellschaft den Hauptanteil davon. In der Kolonie werde kein Pfennig Ein kommen- oder Vermögenssteuer bezahlt. Die Leute ziehen vielleicht nachher an die Riviera, gar nicht einmal nach Deutschland. Hier bei uns wolle man bis zu 36 Proz. Wertzuwachs nehmen, in der Kolonie schreie man im selben Falle über Konfiskation. England habe nach jedem Aufstand Hoheitsrechte cingezogen. Eng land habe 600 Millionen Mark Kosten aus dem Burenausstaim der Kolonie aufcrlegt. Der Fiskus könne in eigener Regie graben. Gewinnbeteiligung des Fiskus sei untersagt, aber nicht eigene Arbeit. Staatssekretär Dernburg bemerkt, er habe den Kaiser nur als Institution, als Rechtsträger genannt. Da Erzberger erkläre, keine Konfiskation zu beabsichtigen, nehme er das Wort zurück, aber mache darauf aufmerksam, daß die Vorschläge des Erzbergerschen Antrags den gesamten .Kurswert der Aktien in vier Jahren einziehen wollen. Weiterberatung: Dienstag. Die geschichtliche wirtlichteit Zesu. Von Dr. Oskar Holtzmann, a. o. Professor der Theologie an der Universität Gießen. (Schluß.) n. Bezeugt ist bei Paulus nur die Abendmahlseinsetzung, der Kreuzestod, das Begräbnis und die Erscheinung des Auf- erflanbencit; die Angabe über Jesu Abstammung von David wird nickst ohne Grund so aufgefaßt, daß Paulus dieses Erfordernis des Meffias auf Jesus übertragen hat, sobald er von dem Messiastum Jesu überzeugt war. Wir hören ferner, daß es bald nach dem Tode Jesu einen Kreis vo.: über fünfhundert Christen gab, daß in diesem Kreis die „Zwölf" eine besondere Stellung einnahmen und daß die „Apostel" eine andere, wohl größere Gruppe in diesem Streife bildeten. Apostel der Urgemeinde leben in EphesuS noch zu der Zeit, da Paulus für die Diakonisse der korinthischen Hafenstadt Knechria den Empfehlungsbrief nach EphesuS schreibt. Vorher find in K'orinth selbst solche Apostel nickst zur Freude des Paulus aufgetreten. Paulus redet auch von dem Gehorsam, der Demut und der Sünderliebe des Messias. Aber auch diese, wichtigen sfttlichen Eigenschaften Jesu scheint Paulus nur aus der Tatsache des Kreuzestodes Jesu, nicht aus besonderer Ueberlieferung zu kennen. Wichtig aber ist, daß er nach seiner Aussage im Galaterbrief aus Eifer für die angestammten jüdischen Satzungen, für das heilige Herkommen IeineS Volkes zum Verfolger der Christengemeinde geworden ist. Daraus darf man schließen, daß schon die urcknistliche Gemeinde diese jüdischen Satzungen nicht genau eingehalten hat. Das Wort, wclckus Paulus hier braucht, ist frciluf) an sich vüeldeut-g: „Ueberlicferungcn". Wer aber einigermaßen das Judentum jener Zeit kennt, muß wissen, daß ein Eiferer für jüdische Ueber- licfcrungen nicht etlva überlieferte Glaubenssätze verficht — die würden so nicht genannt werden —, sondern nur die. das Leben deSgüdifckfen Volkes bestimmenden heiligen Satzungen der Schrift- gelehrten. Paulus verfolgt die Christengemeinde, weil sie mit !öcr jüdischen Ueberlieferung in der Art ihrer Lebensführung ge- ! krochen hat. Dieser Bruch mit der jüdischen Ueberlieferung, der log. Halackw, muß auf Jesus zurückgehen. Nur löcnn die Urgemeinde sckpm mit der jüdischen Satzung gebrochen hatte, ist es verständlich, daß sie an Paulus keine •weiteren Forderungen stellte, als er ihr die Frage vorlegte, ob er Recht hatte, das jüdische Gesetz seinen Gemeinden nicht aufzuerlegen; nur unter biefer Bedingung begreifen wir, daß l Petrus anfangs in Antiocksta die jüdischen Spcisegebote außer acht läßt und ebenso BarnabaS, der doch auch aus der Ur- gcmeinde hervorgegangen war. Auch die Gegensttömung, die bann einfetzt, hat nickst die Rückkehr zum vollen Judentum mit Gesetz und Ueberlieferung gefordert: die Gebote, die auch nach dem Wirbericht der Apostelgefchichte damals von Jerusalem aus- gingen, verlangten nur Enthaltung von heidnischem Opferfleisch, Blut, Ersticktem und von Unzucht. Ein Jude, der sich mit diesen Forderungen an die Heiden begnügte, wenn er mit ihnen zufammenleben sollte, war nimmermehr en: verstockter Phariiaer. ES handelt sich hier nur um scheinbar notwendige Schranken gegenüber der Gefahr einer ungehemmten Zuchtlosigkeit. Die Apostelgeschichte stellt im allgemeinen die urchristliche Gemeinde nach her späteren Anschauung vor, die zwisckzen jüdischer und christlicher Frömmigkeit keinerlei Unterschied kennt. Wie in der Vorgeschichte des Täufers und Jesu bei Lukas, so ist auch hier der Tempel in Jerusalem der Mittelpunkt alles frommen Handelns: hier verkehrt , die christliche Gemeinde Tag für Tag : zur 'Gebetsstunde schreiten PetruS und Johannes miteinander zum Tempel. Zu dieser Idealschilderung, die auch von einem ernst- lickfen Streitfall zwischen der Christengemeinde und der frommen Iudengemeinde nichts weiß, paßt nun aber gar nicht die Anklage gegen Stephanus, wie sie aus offenbar guter Quelle in der ^Apostelgeschichte mitgeteilt ist: „Dieser Mann redet unaufhörlich gegen den heiligen Ort und das Gesetz: denn wir haben ihn sagen hören: Jesus von Nazaret wird diesen Ort zerstören unb die Sitten ändern, die uns Äboses gegeben hat." Auch hier ist ganz dcuttich vorausgesetzt, daß die erste Christengememde mit der pharisäischen Enge der jüdischen Sitte gebrochen hat. Sie criuartet von dem kommenden.Messias, daß er den Jerusalemer Tempel zerstört und eine neue Sitte zur Geltung bringt. Die Gemeinde, die in dieser Weise gegen das angestammte jüdische Herkommen war, hat Paulus verfolgt. Und dazu paßt nun noch ein eigentlich jüdisches Zeugnis. Der jüdische Geschichtsschreiber Flavins JosephuS hat in seiner „Archäologie" das Auftreten Jesu von feinem jüdischen Standpunkte auS chesprockfen : noch Origenes hat im 3. Jahrhundert diese Stelle des Iosephus gekannt: uns ist sie verloren. An ihre Stelle hat cm christlicher llcberarbeiter eine seinem Geschmack entsprechendere Erwähnung Jcfu gesetzt, die für uns wertlos ist. Dagegen blieb eine zweite Stelle von solcher Ueberarbeitung frei; in ihr erzählt Iosephus den Tod des Bruders Jesu Iakolnis. Da sagt er von dem Hohenpriester AnanoS: „weil (der Prokurator) Feftus ge* storben war und Albinus noch unterwegs, hielt er den geeigneten Augenblick für gekommen, setzte ein Gericht ein und führte ihm den Bruder Jesu, des angeblichen Christus, vor — er hieß Jakobus — und einige andere, verklagte sie als widergesetzliche Leute uni) ließ sie steinigen." Die Stelle zeigt uns nicht bloß, daß Iosephus keinen Augenblick au der geschichtlichen Existenz Jesu zweifelt; sie zeigt und weiter, daß auch er sogar von Jakobus, dem Bruder Jesu, den eine spätere Zeit zum jüdischen Heiligen gestempelt hat, als von einem widergesetzlichen Manne wußte. Es nst nötig, diese Zeugnisse für die von pharisäischer Satzung freie Eigenart der ersten Christenheit stark zu unterstreichen: jic werden auch in der streng historischen Schule der heutigen Theologie zu wenig beachtet, da um die Mitte des vorigen Jahrhunderts ein unglückliches philosophisches Sckfema dazu führte, den Gegensatz zwischen der urchristlichen Gemeinde und Paulus möglichst groß erscheinen zu lassen. Dadurch ist die geschichtliche Bedeutung Jesu selbst verdunkelt worden. III. Ob wir von Jesus ein geschichtlich richtiges Bild noch haben können ober nicht, das hängt also schließlich doch ganz und gar von der Glaubwürdigkeit unserer Evangelien ab. Denn wenn uns auch die anderen Quellen eine Ahnung von der allgemeinen Richtung seiner Wirksamkeit geben, ein Bild von dieser Wirksamkeit geben sie durchaus nicht. An den Evangelien ist nun in den letzten hundert Jahren eine große und ersprießliche Arbeit geleistet worden. Wir wissen jetzt sicher, daß das MarkuLevangelimn das älteste unserer Evangelien ist und daß eS die Grundlage für die Gefchichtserzäblung bei Matthäus unb Lukas bildet. Aber diese drei Evangelien benützen auch eine Sammlung von Worten Jesu, die also älter als unser Markusevangelium war, vielleicht in aramäischer Urschrift auf den Apostel Matthäus zurückging, von unfern drei ersten Evangelisten aber schon in sestgeprägter griechischer Uebersetzung gebraucht wurde. Diese Sammlung von Worten Jesu ist bei Matthäus und Lukas in viel umfassenderer Weise als bei Markus benützt; darin besteht im Wesentlichen der größere Reichtum dieser Evangelien vor Markus. Das späteste unserer Evangelien ist das Iohannesevangelium; auch dieses Evangelium folgt in manchen Stücken bis auf den Wortlaut der Darstellung der drei anderen. Aber die Stoffe, die es behandelt, sind ihm nur Material zur Verarbeitung eigener Gedanken. Es ist nicht ausgeschlossen und an einem Punkte, der Chronologie des Todestages Jesu, sogar sicher, daß das Johanncs- evangelium einer besseren Tradition folgt, als unser heutiger Markustext. Für die Frage nach der Geschichte Jesu scheidet aber das Iohannesevangelium trotz neuester Rettungsversuche im ganzen aus. Die Erzählungsform des Markiisevangeliums ist nun die der Anekdote, keine großzügige .Geschichtsschreibung. In lauter nach 3 2 5» 45 81 über bic Annahme eines Rechtsanwaltes, der ihre Rechte 39 73 35 69 68—71 79 76-82 44 67 86 65-69 im Gange war. 100 60 zrrre 83 41 82-84 69 54 L' ivobl emptcl)lensroerier, wenn man sich stets an Die Wetterdienst- 'jlUce 14 'U senden, denn cs wäre bedauerlich, wenn eine spätere - c - /ii - r__x uf.. - Iiika - vAntner, tnPHPtl yiUce 14> «u ienden, ociin es route utuuntLiiw, iw».«. - ivobl empiCQieiisroener, roeim mim iiuj • Melduna nach Festlegung des Gesamt-Llusstellungsraumes wegen wendete, in deren Gebiet der Ausstieg erfolgen soll. ~ie otco.) t rnArXoM tnnHfr ___ — ————-^^■■■i™™*^****™**1** Platzmangels nicht mehr berücksichtigt werden könnte. zu 50 Kilo.) 25. April, l,15 ühr. Frankfurter Börse, 139.60 .D.tz. 92-10 Tendenz: schwächer, später besser. Börse, 25. April. Arkri xscr 157.70 Tendenz: schwach. 90 76 157 90 208.40 110.60 69 67 1910. Harpener Bergwerk . Laurahütte .... Lombarden E. B. . , Nordd. Lloyd .. . % i lürkenluse . , t,:. . 194.20 172,4) 20.70 102.9) 178.60 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank y. Deutsche bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto - Kommandit Dresdner Bank . . Kreditaktien . • 20.69 160.25 137.50 194.60 172.00 102.50 93.80 174.30 133.10 249.00 54 46 100,10 95.55 62 57 68—70 68—70 66—69 54 52 April 31 28 MS-' 3'/,°/0 Hessen .-STA. 37,e|e Oberhessen w- 4°/n Gesten. Goldrente.- 4’/,•/, Oesterr. Silberrente 4" 0 Ungar. Goldrente .* 4° 0 Italien. Rente ' "* ÜT5 Berliner Canada E. B. . . - Darmstädter Bank *. Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C, Dresdner Bank Laurahütte . - • • V • Nordd. Lloyd .t. . Oberschles. Eisen-Industrie RcichLvostgebict soll Anfang Mai nach dem Stande vom 30. April herausgegeben werden Tic bis zu dreiem Zeitpunkte bet ^en Postscheckämtern eingehenden Anträge am Eröffnung etnes Postscheckkontos werden in diesen Nachtrag noch ausgenommen. Arn Wunsch wird hierbei der Gcschästszwetg der Kontoinhaber nut angegeben, ohne daß besondere Kirsten dafür in Ansatz gebracht werden. Baltimore- und Ohio-«if?- Eisenbahn .^r. ’•*' Gottbardbahn’ — . ? . Lombard. Eisenbahn. *•. v Oesterr. Staatsbahn . . Prince -. Henri - Eisenbahn;- . 181.60 . 132.60 . . 249.30 handel und Verkehr, volkrwirtjchaft. ** Postscheckkonto. Ter 1. No chtrag zu dem Verzeichnis der Kontoinhaber bet den Postscheckämtern tm Schale. Akastlämmer rurd jüngere Masthamutel 41-42 Schweine. Pollfleijchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 53—5o PoUsleijchige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht ^3—bo Fleischige Schweine 51—54 F.C. Wiesbaden. Viehhol-Marktbericht vom 25. April. Austrieb: Rinder 74, Kälber 33, Schass 71, Schweiite 313. Tendenz: Aurder gut, Kälber ntitielmQBig, Schale mittelmäßig, Schweine mittelmäßig. Preis Turch- pro 100 Pfd. schnittspreis tcäenb» Ltvlacht« pro lOOPiUNd gewicht _ webend« Lchla^i. kcwtch: Toppellender, seinste Aiast 57—63 90—lud Feinste Alast. (Pollmtlchmast) und beste Saugkälber 52—56 87—J3 Mittlere Ai ast- und gute Saugkälber . 44—49 73-80 Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der . Bank für. Handel und IndustrieyGiessen. vertritt, -u. beratschlagen. R.-B. Darmstadt, 25. April. Ter Gemcindercchner Koch von Hering i. Cbcmu. hat heute durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Man bringt diesen Selbstmord mit dec Tatsache in Verbindung, daß bei einer Revision der Dienstkasie Kochs sich cm Fehlbetrag von 300 Mk. ergab und deshalb ein kreisamtlichcs ErmiltelungSoersahren 52. -d? 5 ** Vom Konzert-Verein wird uns geschrieben - Tas lebte Konzert eures an musikalischrn ökitiilicn io reichen Jahres wie des verstossenen 1909/10, das an einem der ersten Maitagc statlfindet, mutz sich unbedingt dl» qehren, und hat für den vielgepriesenen Tempel lein anderes Wort, als daß kein Stein von ihm auf dem anderen bleiben soll. Dieses Bild entspricht durchaus dem Gedankenkreis der christlichen Urgemeinde, wie nnr ihn freilich mehr ahnend als sckauend aus Paulus, der Apostelgesckstchte und Josephus erichlletzcn tonnten, und das ist nicht Sagenbildung und Erdichtung ipätcrcr Zett, andern unmittelbar sich als wahr erweisendes Zeugnis des Innenlebens einer großen Persönlichkeit. Es ist frälup nur eine Seite ihres Wesens in diesen Worten ausgedruat. Aber gerade tn der lebendigen Auseinandersetzung mtt der Frömmigkeit 'eines Volles und semer Zett bewährt dieser Jesus seine ge'chlchtlick^ Wirklichlett. Um diese Wirklichkeit zu erproben, mutz nun freilich in die Evangelien hincinschaucn und sich nicht in den Dunstkreis nebelhafter orientalischer und griechischer Mystertenreligwnen ver- lictcn lind nun noch eins. Nach dem Markusevangellum stammt Jesus aus Nazaret; von diesem sonst gänzlich unbekannten Lrt erwartete niemand den Messias; den. Ort Nazaret aber überhaupt aus der Geographie zu streichen, obgleich er noch beute als blühende Stadt existiert, halte ich für ein kindliches Beginnen. Jesus wirkte dann am Genezaretfee in beit klemen, lonst ebenfalls [aum erwähnten, heule üi Trümmer liegenden Ortar Kapernaum, Ehorazin, Bethfaida, Gergefa, Magdala: welche Phantasie hatte in diesen Gegenden den Messias auftreten lasten -^ann Horen mir, daß er im Gebiet von Tyrus und Sidon weilt, aber von einer Tätigkeit an diesen hochberühmten Stätten des Altertums trirb gar nichts erzählt. In einem Uuchtling, der mit wenigen Getreuen das eigentlich jüdische Land meidet, erkennt Petrus Den Messias in einem der heidnischen Toner tm höchsten Norden Palästinas. Jetzt wird der Entschluß gefaßt, nach yentialem iu ^ehen. Dort wird der Vorplatz des Tempels von dem galiläischen Propheten und feiner Schar etwa zwei Tage besetzt gehalten; bann erfolgt der Rückschlag; Jesus wird bei Nacht überwältigt und am nächsten Morgen gekreuzigt. Man wird immer wieder sagen können: viele einzelne Worte Jesu, auch in den drei ersten Evangelien- sind nach ihrem Wortlaut, nach der Situation, in der sie gesprochen wurden, vielleicht auch nach ihrer Herkunft aus dem Pfunde ^eiu dem Z^uel ausgesetzt. Ebenso werden viele einzelne Geschichten tn den Evangelien immer wieder mehr oder weniger begründetem ZwelM begegnen. Aber die Person Jesu im ganzen, der roeientlicbe ’ Verlauf ihrer Geschichte, ihre eindrucksvolle Eigenart und über- . mächtige geistige Gewalt muß für jeden ruhig pruienbai Fächer, der sich nicht von wilden Phantasien gelangen nehmen laßt, , außer aller Diskussion 3°” Portugiesen Serie 1'7 66.00 —' — - ■ . ITT . 66.90 Ochsen. von-dlSvon-bir Dollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlachliverte-, höchstens 6 Jahre alt 43—48 78 —84 Junge, fleischige, nicht ausgenutstete und ältere ausgemästete 37—4- <1—ib Mäßig genährte junge und gut gc- nährte ältere.........34—37 Färsen, Kühe. Dollslcischige aiiSgeinäftetc dürfen höchst. Schlachtwertes...... . 42—47 Pollfleischige ansgentästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 34—38 Aelterc ausgemäftete Kühe und wenig gut entwickelte jüngereKühe u. Färfen 30—33 60—64 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 26—30 54 — 60 Kälber. Märkte. ®lc6en, 26. April. Marktbericht. Aus heutigem Wochen- martte kostete: Butter pr. Pfd. 1.20-1.25 TiL, HiUinereier 1 St. 7 Psg., Enteneier 1 Stück 8 Psg., «afe pr. St 6—8 Ps., Erbsen p. Pld. 00—00 Psg., Linsen v. Pfd. 00—00 Psg., -tauben pr. Pr. 0,80-1,00 TIL, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Akk^ vahne pr Stück 0,80—1,80Mk., Gänse pr. Pid. 60—70 Pf., Enten pr. Stuck 1,80 bis 2,20 Mk., Ochseusieisch pr. Pld. 76-84 Psg., Kuhfleisch pr. Pid. 60 Psg., Rindfleisch pr. Psturd 70—74 Psg., Lchwelnefleuch pr. Pfund 80—96 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pid. 96 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80-84 Psg., Hammelfleisch pr. Piv. 60—84 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50-6.00 Alk., Zwiebeln per 3tr. 9 00—10,00 Alk., Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut ver etücf 10-15 Pfg^ per Zentner Akk. 0.00—0.00., Aepfel per Ztr. 10—18 Mk^ Birnen per Ztr. 10—15 Akk. Rüste 100 Stück 40-1-50 Psg., per Ztr. 0—00 Akk Marktzeit von 7—1 Uhr. Ausnahmslos vorzügl. Wirkung 5 Pakete genommen, lich habe ^Bioson gut vertragen und stets eine Aufbesstrung der Kruste uno Zunahme des sehr reduzier,en Sürveraewichts wahr genommen. Tic ^utc ^sohrung, dw ^ch mit bem Präparat machte, veranlatzte mich, Zyr „x>io,on öci iBerroanbten und Bekannten zu empfehlen, die au^nahm. los die vorzügUeWiAA dieses Növr- und .Kratt.gungSmittels bedangen. merbe Siofon" in nächster Zeit roenertnnten. Hochachtend ^ea™SteingaB, Aachenernraße II. Unterschritt beglaubigt: 'JtDtar Kwson IN das beste. und billigste KEm^asmittel. Paket 3 ML m Apotheken, Drogerien. 154.10 186.70 einem gewissen geschichllichen Sck>ema zusarnmengefügten Muuatur- l bildern zieht das Leben Jesu an unserem Auge vorüber, toe- - schichtlichkeit oder Ungeschichtlichkeit jeder einzelnen zu erweisen, ist cmfach unmöglich. Auch das Seltsamste kann irgendwie glaublich gemacht, auch das Wahrscheinlichste in Hage gezogen Werdern Tcr zeitliche Abstand der Niederschrift des Evangeliums von den erzählten Ereignissen, manche Einzelzüge, die tn icder atDeren Geschichtserzählung sofort als sagenhaft empi^en unb betieite gestellt würden, bte religiöse Verehrung, die der Evangelist dem Velden seiner Erzählung entgegenbringt, bie Gcmntzheit, datz Z u des vorchristlichen Missionsbttdes und Zuge, die aus der heidnischen Vorstellung von einem Gottessohne erwachsen NNd, sich frühzeitig auf Jeus übertragen mußten: — das alles mahnt zweisellos gegenüber der evangelischen Darstellung auch schon des ?)karkus zur Vorsicht. Aber dem steht anderes gegenüber Es ist schon betont worden, daß der 'vateren Christenheit das Gemhl des Gegensatzes von indischer und christlicher Frömmigkeit mehr und mehr abhanden kam, n>ie besonders den Luka^chr tten gezeigt werden kann; man kann den Latz noch dahin erweitern, datz dieser späteren Christenhmt überhaupt alle ernste Aöurmigkmt gleichwertig ist. Wo ein ,charter G^ensatz.S^en das indische ^jalk Autaae tritt, wie z. B. in manchen Leiten des Johannes-- eLLnms/ da L den Inden eben Abkehr von Gott und Unfrömmigfeit vorgeworten. ^un tnttaber un Martusevondelium noch aufs allerdeutlichste die besondere Frömmigkeit Jesu tm Gegensan gegen die Frömmigkett der Pharnaer hernor. 3efuS vergibt Sunde: bte Pharisäer meinen, man d^se tetne Sunde vergeben; er ißt mit Zöllnern und Sundern, dte Pharisäer meinen, man dürfe mtt untrommen Leuten nicht verkehren er läßt feine Jünger gegen alles tromme Lerkommen nicht fasten, aer'läßt sie am heiligen Feiertag Aehrmr ausreitzen und rettet an diesem Tag einen Menschen: er erklärt iwr den Schriftgelehrten aus Jerusalem, datz Reinheit oder Unreinheit einte Menschen nach der Sauberkeit seines Lerzens zu beurteilen sei und nickt nach der Sauberkeit seiner Hande;, er verbietet trotz Mose bic Ehescheidung, weil sie gegen den SchoPferwillen Gottes verstoße; den Markt vor dem rempel, der scheinbar der Frömmigkeit dient, nennt er eine Räuberhöhle, die er mit gewaltigem Kehrbesen ausfegt, auch bic politische Ausnutzung der Frömmigkeit, die dem Kaiser nicht geben will,Pvas des Kaisers ist, weist er zurück und wie ihm die aufgeklärten ^adduzaer aus dem heiligen Gesetzbuch bic Torheit eines Gottvertrauens über den Tod hinaus nackweisen wollen, da weist er sie höhnisch ao als die Narren, die weder bie Allmacht Gottes noch ihre heilige Schrift verstehen, llnb zuletzt warnt er sein Volk vor den hoffärtigen Frommen, jge in der Synagoge und heim Gastmahl den erft® Platz be* ** Cb. rpeffcn auf der internationalen ^6*1 CiifHAiffnhrt stcllung für Sport und Spiel in Frankfurt ist, wie rMlsHlMyri. nian uns schreibt, infolge der beim Vogelsberger .Höhen-Klub ■ c q e f. v c aus bem y a 11 an u n g 1 u d b e i Jx c i m e n- nngdauicncn Anmeldungeii gesichert. Nun ist cs Ehren,ach: für c j n zieht auch der Berliner Bereut iur Luftschchahrt. Er ist alle in Jrage lammenden Jnteresseitten, dabei nicht zu TcbUn, öein yeiipiel des Kölner Vereins gefolgt und holt vor jehern duf- bamit bas Bild cm vollstänbiges wird. Noch ausstehende Mel- Erkundigungen über bj e vora nssicht11che dun am sind sofort an Pros. G. Bender-Franksurt a. M. Mama- Wetterlage bei ber Wetterwarte m etraBburg em. (Es wäre , J V -- X HW>Ttrt PITtP ItVtfprP.I . .. . , ......... fi ItOlä All btP t tei b l e n 11« stete -ü- :lnqibeu ’/fl ta •- ggsr.ÄS worden. en. tcr beaeit:: Tir -• :üeteu tis der Lmr:: 6ragen i. W.: Rote Taber T' k. 0.00-0.00, anbere rote Gortcii 0.00 - 0.00, Magnum bonum 2.25-2.30, 'veiße runbe 1.90-0 00, Gelbfleischige blaue 0.00-0.00, rote 2.I0-O.OO, weiße 3.70-0.00. Kempen: Rote Taber 0.00 - 0.00, anbere rote Sorten 3 00-0.00, Magnum bonum 2.70 bis 0.00, weiße runbe 3.00-0.00, Gelbfleischige blaue 0.00.-0.00, rote 0.00-0.00, weiße 0.00—0.00. K1 c f c l b: Jtotc Sorten 0.00—0.00, Magnum bonum 2)11. 2.30—2.50, iveiße runde Mk. 0 00—0.00, Gelbfleischige rote Akk. 2.30—2.50, meine 2.30—-.oO. Köln: Rote Sorten 1.85-0.00, Magnum bonum 2.20-2V', weiße runbe 1.90-0.00, Gelbfleischige blaue 0.00—0.00, rote -.00 bis 210, weiße 2.25-2.45. Plaibt: Rote Taber 0.00—0.00, anbere rote Sorten 1.80-0.00, Magnum bonum 2.20-0.00, wcitzc runde 2.10-0.00, Gelbfleischige, blaue 0.00-0.00, xote 0 00 bi5 00 weiße 0.00—0.00. Saarlouis: Rote Dabei 0.00-0.00, anbere rote Sorten 2.20—0.00, Magnnm bomim 1.80—0.00, ipeiBC runbe 2.20 bis 0.00. Gelbfleischige, blaue 1.90—0.00, rote 0.00 bis 0 00 weiße 0.00—0.00. Maunheim: Magnum bonum Wichen: Magnum bonum 2.70, meiste runde 0 00 Gelbfleischige weiße Ml. 2.70. Regensburg: Rote Sorten OtttO bis 0.00, 'Jllagnum bonum 2.00—O.uO, iveiße runbe 0.00 0.00, Gelbfleischige blaue 0.00-0.00, Gelbfleischige rote 1.6o-1.7o. (Alles 3 ',V/n Reichsanleihe 3°|A - do. 3'/,*/<» Konsols 3°' do. ?Tii« Sfdöt und £anö. Iwürdiger Schlußstein einfugen. Zu einem tatsächlich * knf 10m würdigen Abschluß genügt aber nickst allein ern.glanzendes IPtCBcn, 26. April 1910. IProgramm und vollendete künstlerische Darbietungen, sondern vor Ä , , , • - ar r t. -i xa c I allen Tin gen gehört dazu eine stattliche Anzahl unserer Kunst- - Der Kar,er hat bei seiner Anwesenheit nachstehende qI» 63ar* iid) diese zu den Jemden des Sonzert- Drahtnachricht an den Großherzog gesandt, die ein Zeugnis saales schlagen und an einem ickstinen Maisonntage dem Sonnou. üc bic Freude ist, die er bei der Besichtigung seines Regi- schein und Frühling nachlaufen, dann kann sich kein Gebild ge« .SnfnhS- stalten. Dem beugt der Vorstand vor durch die Wahl eines licntS empfand. 9, Wochentages in den AbeMmnden. Ein herrliches, modernes ",. . WIE VE"' to. April. Imxya^amm haben sich unsere erprobten Freunde (Traut mann, (54 ist M.r eme graue .jceube ^ir mitleden zu können, daß ^rog R achm aninosf, geb Meine 116er heule vorzüglich °bgeschmlte.i '.haben; d°S Regiment V«S 0 m t musikalische Erbe des Meisters war in iebcr Dez.ehung ausgezeichnet! Ich bedauere sehr, baB1 bie auch Rachmaninoff das an erster Stelle stehende Umstände verhindert haben, Tick^heute hier begn.gen zu ton. en *W»aiwiwm zweite Nummer kommt ein Tu hattest ttcherl.ch auch Deine ^reude gehabt! Herzlichen Gruy! ^^>Sonate v^n Lanz Pfitzner, in Moskau 1869 geboren, Cer Empfang tn Gieste.. wie uumer sehr herzl os unb begei UrU ^°^°^/°Stammes Tie dritte, ein Trio in A-moll ist gez. Litlhelin. roicbcr einem jungen Russen Paul Iu0n igeb 18/2 _Tcn Teil hat der ausgezeichnet f^ befördert Oberstleutnant v. Behr, beauftragt mit der Führung Dottheaters t 5 pha "'.e ubemEen, ^r bereits mtt fÄm- des Infanterieregiments Prinz start (4. Desf.- Nr. 118, unter schem Errolae hier in Qhe6en.bei- ber. N". Ernennung 5um Kommandeur des Regiments; zum Oberstleutnant phome und dem OpermzyNus Thea^rvernns mtt^^ befördert Major und Bataillonskommandeur Frhr. v. G r e g 0 r y nächst wird bad hin^m U im 5 vess Inf -Regt. Nr. 168; versetzt: bic Hauptleute: önentlicht werden, auf das wir beult schon Hinweisen. 0 Henning auf Schönhoff im Generalstabe der Hess. = Nidda, 25. April. Der über den Mockstad ter (25j Tivifion als Batteriechef in das 2 Hess. Fcldart.-Rcgt. Vorschuß-und Kreditverein verhängte Konkurs Nr. 61, Earaeciola im Großen Äeneralstabc in den öeneraL roäfrrt schon über tivei Jahre. Am 29. Dezember v. I. stab der Hess -25j Division, v. Oppermann, Hauptmann ^^,-ch ttinfenverlust schwer geschädigten ©lau- und Batteriechef ,m 2. Hess. Feldart -Regt. Nr. 61, »um j^tabc 9 Forderungen. Seitdem hörte man sä Cbcrlt. im Leibgarde-Inf.-Regt. <1. Hess.) Nr. 115, in das hätten werden tonnen. Tie empiindlich geschädigten Glau- b Rhein. Ins Regt. Nr. 65 versetzt; ein Patent des Dienst- higer wollen am 8. Mai l. I hier zusam m en ko mm e n, um grobes verliehen: bem Rtttmeister und ESkabronschef v. Ahle- selb im Leib-Trag.-Regt. 2. Hess.) Nr. 24; zum Oberleutnant beforbett: Leutnant Prinz z u Löwenstein-WertheimZ Rosenberg 2 la suite der Armee; ernannt: bie Maiore. v O heimb, Kommandeur des Hess. Drain-Bats. Nr. 18, unter Stellung zur Disposition mit der gesetzlichen Pension und ber Erlaubnis zum Tragen seiner bisherigen Uniform zum Pferde- vormusterungs - Kommittar in Darmstadt, Frhr. v. Stetten beim Stabe des Hess. Train-Bats. Nr. 18 zum Kommandeur dieses Bataillons, Frhr. v. Truchseß, von und zu Wetz- häufen, Rittmeister im Trainbat. Nr. 18, von der Stellung als ttomvagniechef enthoben und zum Stabe des Bals, ubcr- getreten, Heimann, Lt. der Res. des Jnf.-Lcib-Regts. Grotz-1 Herzogin l8. Hcfs.) Nr. 117 (Freiburg,, früher in diesem Regiment, eattOWirt)CnafC. vom 1. Ma- 1910 ab auf ein Jahr zur Dienstleistung beim ** H a ck rn a f ch i n e n - B 0 r s u y r u n g. Um den Land- Trier. Fcldacl -Regt. Nr. 44 kommandiert. Zum Kompagnieches L Gelegenheit zu geben, bie Arbeit der Hackmaschinen und ernannt, unter Beförderung zum Rittmeister, vorläufig ohne verschiedener Systeme bei Getreide und Zuckerrüben. Patent : Oberlt. Hetzker im Hess. Train-Batl. Nr 18; . Sum ^^^r kennen ^u lernen und sic zur Einführung dmer arbett^- ^eutnant befördert. Fähnrich Sehr mann tm 2. Nassauischen onden Maßnahme anzuregen, veranstaltet die hessische Lanb- Jns.-Rcgt. Nr. 88 mit Patent vom 22. Aprtt 1908 unb unterLirt)-(^al-t5[Qmmci. am Donnerstag, 28.^A pril, na ch - Versetzung in das Inf.-Regt. Prinz Karl (4. Hess.) Nr. 118; .^3Llttflg5 1 .3 Uhr ,hn der Staatsstraße pachbruck e n- schied bereinigt: dem Fcuerwerksleutnaitt Hamm er meist erAoßdorf auf Feldern des Oekonomierats Stoll eine praktische beim Art. Depot in Mainz mit der Erlaubnis zum Tragen feiner $orfü$runfl 5roctcr Hackmaschinen verschiedenen «Lystcms. Zu ihr bisherigen Uniform; der Abschied mit feiner Pension bewilligt: alle Interessenten eingeladen. Zu der von der Landwirt- bem Lbcrstll z. D. Graevenitz, Pferdevorrnustcrungs-Kom- ,ch^ktskammer für Hessen in Aussicht gciwmmencn lanbwirtschaft- missar in Darmstadt; in Genehmigung seines Abschiedsgesuches Stubienrcife nach Dänemark und Schweben liegen >ck)on mtt der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt unter Erteilung zahlreiche ^nmclbungcn vor. Tic Landwirte, bie an dieser m ocr Erlaubnis zum Tragen feiner bisherigen Uniform: Dr. ^ndwirtschaftticher Beziehung hochinteressanten Rene noch tett- Schrade, Oberstabsarzt des 2. Kurh. ^eldart.-Regls. Wr. 47, nel)mcn beabsichtigen, sind gebeten, chre Anmeldung umgehend unter Ernennung zum Ehefarzt des Militarlurhauscs m Bad- bie ^andwirtschattstamnicr Darmstadt cinjuicnben. Nauheim. Friedberg, 25. April. An der Großh. Obstbaufchule findet " Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde ber oon Dom 9< ^is 14. Akai ber Obstbailkursns für Geistliche, dem Stadtvorslanb zu AlSsclb auf die vierte Lehrerstellc an Lehrer und sonst i g^e F r c n n d e Lbslbaues Natt 5ic S,m.m6.ttute Mclbft präsentierte SchutamtsaSpirant Adam Götzinger aus LmdensclS. — Erledigt find: Gme °ben (Sartenliebhaber soweit ausbilben, bau er ui bic mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an bet o c versetzt wird, feine Cbiibäumc, sowohl Hoch- als Nieder. Geinemdeschule zu Dudenhofen. Ihrem Inhaber können flämme und Formbäume, selbst richtig ^sieiden, bic Buntt.onen emeb H°uptt-Hrers an dieser Schule «egen besondere Vergütung übertragen werden. Eme nut einem I Teilnehmer mit den wichligsten Obstbaunttrankheiten, Boden- fath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Gemcindeschule Verbesserung, Tnngung usiv. vertraut macht. Nachmittags von ... 'jlicber-DIm 12 Uhr ab finden nur praktische Unterweisungen statt. Es wird ou Jiicöcr uim. allo nickt nur Theorie getrieben, sondern es ist vor allen Dingen ' FeldbereintgUNgSwesen. Der Groß Herzog snlürl5 der größere Teil Der zur Veriügung stehenden Zelt zu- hat den Geometer 1. Klasse Repp aus Homberg a. d. D- qcmeficn. Tw Direktion derObstbauschiile ist zu ivclterer Auskunft zum Feldbereinigungsgeometer ernannt. bereit. - 93-25 84.75 t-3.15 rc.6. "65 eine groß- I [ Vas. - * Tt-r- Elcktriz. Lahmeyer . . - Elektriz. Srhuckert . t . {■ jo-.9" Eschwciler Bergwerk .r. i»».uu Gelsenkirchen Bergwerk . ^2 9 J Hanbnrg - Amerik. PaketL Harpener Bergwerk ..... Unterfertigter erfüllt hiermit die traurige Pflicht, s, 1. A. H. A. H. und Bbr. Ehr. von dem Tode seines lieben exm. i. a. August Rflünker, cand. rar. nat. geziemend in Kenntnis zu setzen. Giessen, am £'5. April 1910. D «/. Der Verein Deutscher Studenten X L A.: Ortlepp 03546 Gießen (Wolkengasse 21), den 26. April 1910. Für bei dem wir allen Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Kuhl Therese Kuhl und Bräutigam. Danksagung die vielen Beweise herzlicher Teilnahme uns betroffenen schweren Verluste sagen unseren innigsten Dank. Bekanntmachung. Dienstag den 3. Mai 1910, nachmittags 2% Uhr, findet im Lass Ebel zu Gießen die diesjährige ordentliche Generalversammlung unseres Vereins statt, wozu die Ausschußmitglieder, die sonstigen Mitglieder des Vereins und der angeschlossenen OrtSzuchtvereine, sowie alle Interessenten ergebenst eingeladen werden. Tages-Ordnung: 1. Rechnung 1909. 2. Voranschlag 1910. 3. Jahresbericht. 4. Neuwahl des Rechners. 5. Vorarbeiten für die Beschickung der Wanderausstellung zu Cassel in 1911. 6. Grundsätze für die Gewährung von Aufzuchtsprämien. 7. Verleihung von Zusatzpreisen für Kühe mit kontrollierter Milchleistung. 8. Beschränkung der Herdbuchkörungen auf Bullen und Kühe unter Ausschluß von Rindern. 9. Beschickung der Jungvieh, und Fohlenweiden. 10. Verschiedenes. Die Großh. Bürgermeistereien derjenigen Gemeinden, in welchen sich Mitglieder unseres Vereins und Züchter von Vogelsberger Vieh befinden, werden ergebenst ersucht, vorstehende Bekanntmachung ortsüblich veröffentlichen zu lassen. Gießen, den 25. April 1910. Der Direktor des Kreisrinderzuchtoereins Gießen, Vogelsberger. Dr. Merck. Bv”/4 Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegravhen- linie an der Landstrane von Gießen nach Strofborr und Gleiberg liegt bei dem Kaiserlichen Telegraphenamt in (Sieben von heute ab 4 Wochen aus Darmstadt, 25. April 1910. D”/4 Kaiserliche Ober-Postdirektion. Bilanz am 31. Dezember 1909. Aktiva, jft L Kassenbestand 6546.80 Ausgel. Kapitalien: a) gegen gerichtl. Hypotheken 78842.50 b) gegen Bürgschaften und andere Sicherheiten 85149.69 o) in laufender Rechnung 24 276.86 d) gegen Kauf- schillinge 9700.— •e) m zediert. Forderungen 254.96 f) gegen Hinterlegung ^Wertpapieren 900.— g) auf Wechsel 200.— Mobilien 364.50 10% Abschreibung 36.45 328.05 Ausstehende Zinsen 2890.27 Passiva. £ Spar-Einlagen 190802.90 Reservefonds 2574.36 Guthabend.Genossen 3050.— Einlagen n. laufender Rechnung 12115.19 Saldo Reingewinn 546.68 209089.13 209089.13 Stand der Mitglieder Ende 1908 61 In 1909 gingen zu..... — In 1909 gingen ab........... — Stand der Mitglieder Ende 1909 ....... 61 Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage lang für die Mitglieder zur Einsicht offen. Mainzlar, 26. April 1910. »M- Md ÄrMH Siiijl« eingetragene Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Vogel, Direktor. Spa ar, Kontrolleur. Schlapp, Rechner. 2460 Frargeslelle für tapMe (Medizinische Klinik, Klinikstraße). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5—7 Uhr. V 'Zeitliche Untersuchung von Lungenkranken und An- gehe von Lungenkranken. D“/. Telephon 680 ÖV Grosse Reparatur-Werkstatt mit elektrischem Betrieb. illanisPatentteBadeöfenimd > älJ aufomatlleißwasserapparafe KJoh.VaillantG.® o’^® o'Fi CM C?5« N C C ®££ ■E«5 ■w Q «uK . C? »1£ äs ”=5 .Ngi 8§ZLLs sv CM OJ »O U CI ff « "2 -M? -*f OJ GM 2 o o -d Bunjtpo •QU|gß s8?2 N 5 « E _ s ö e 'en OJ ©HA TZL Z-S SM <» = LZ tsF>§ t552o^5hSoc c - -5 <Ä- ^Z§ = se-i-e . &äa®§ g.s=-: SM -Z2L CM CM CO OJ lO V— CM CM ö^,5sas sS*Sf» C .«off s -Z-RBMMIß sZWZLZAZszSA .wff - oj,uj Si^TS'-- > u F v*-® ~ S>w“ 81 o. ^^sv4 *2 - 2.5 'öS s i ao^co«'©r<—<'*oo 1 (M CM CM O1 CM Ol cq CM —< OJCMOJCMCMCMcxjCMCM 2 ° । Jo V- • ix i SSL " S 2^-Z o es i eh HZA x 3 5^ S SO 2 »Ä ff ff'PA ff Sdt » 5 ff .5 ° c> ■•■'£« <“ Le =|5|f®SI ■tf«puiw|ä SRI »q l«uq»6 u) SunqiqcuA uq qyja) UNI rsy miüidduia^ uszknysr .0 mv 13PU1OJD^_ najüijt'pnaß aauDpfcß najßiKpnaß rrnpjqiL e L 'S C©,S‘e •- -sB^HZZ-ZZZ •5^ td -S E p2 .v-S*00^ .'S — «0.5 «,'ge K- £2 o-L^Z Z s^'CSa^Sc'S hS „e„ § = §£ g«: ZsN-MZZ - »Z —-- -*-• t— 5 0 ff io io in ce io § -1 0 2^S2^o6§8 । s r’sr ■-"ZK^-3 9^-0 «2 -5®£H I I \ I "5 ' ff ! ”2,2 8 • • 2 2 0 — a3”5*S'5 2 -r. — e-, o-ff 2 UN Z-ALZLZ PZZ -Ei ° Z44LZ^M-®K Kcy ° co <=■-■—«o- — ü «TB'z* p “e o ,2 h OttLZodff" »C "ä CQ 33 «*:iÄFäiß 5es!SS^ fft2 -£.2 S'E13 - § 3 2 '-ff L» fi5§l LFsL E - 8 -EHLZ'r: pea li 5 c q <3 ff jO^3 ^L-EZ-L 2 H 3ff«T. «2HL »< 4 »** 5 E« -s CM*e u E-; N^LD Cu E© e D LS M GevL Bs Ti LS: u ir> sr cm" CM © •* s .2 r- I»|5 §*'F SB -'SE Oft ZD ix sr® --LL -N E « -S: Ecm E §e£ -©ff *D C? ’m °® '' -.ol« MCM 2? -Z 2C?L L L© ©L^LA« S£z§ ff i- o ^Z.N- S gc. LffZ ff e 2 L§Z P® *-• o -y S'-O ff ff u. Z-Z „ff 2 o -Ze Z8 Sq k 5 N^L »im: ats AZL kV «i:= _ .ff "° Z» 's ff«^s2ff -ZS " ff e» a C X^ouff-5s8t2 '6'SffS E § cl^ IffS na -= S gSf^ »E w-c 1 -->?LT Pff- L'SL S J-5o|iig-=tl-5^ w SJff G ff ä* e20 •o C —S © S* e® - hi2! <3 2 ä> Önn"®N ® . w s - r- >319-2 '.0^)5-Off 2 ^G^DtzKL.'S £2) „ E CV O z> D-- E =Esl Off. SM» B=<^ c ; s| p E-° Eädi. K ES = Gnj»O — O ' e ®«eö^©g B» « „£ffA£e 2 ff £ S5 o •dUH: :£s£=-oS P5= kB« I ff ‘ g" £ tl e-9 m 2 g«e g.X dff ^2-*2 i.'B £. r- L 2 s ^3 *77 o a» s -2 ^>N.1 *>Z% S s 3— S C ffH ^22 s3QS ff ff • E ä§Ea/M 5©^ - •- swsE'ef 3 z 2 ■ L^'Z .3 •ff-e-ff S off „ £K) J-g" § L-il-gl V ;Ss"il3l^Pl 's , w 3© e t»c-$- 5 21 iff>S-h "» »*<£ X 3 ff c ä • S£'©«i2 wff—rff 0 v g — E*|°^' ?c: -2 3 a-OjC£ '3vZ E -y —3 ff g X-s?f 3H3 M