Freitag SS. Februar 1910 Erstes Blatt 160. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. „ich bin der Blinde, der vor dem Straßburger Münster Giefzener ICoitjet hierein. gehört. Lord Rosebery fragte, ob die chinesische Regierung für das gewaltsame Vorgehen nach Lhasa einen Grund angegeben habe, Morley erwiderte, der Meinungsaustausch mit der chinesischen Regierung habe erst begonnen. Nr. 47 Der Siebener Anzeiger »rscheinl täglich, außer ZonntagS. - Beilagen: oiermol wöchentlich -ithenerZamilienblätter. iwlimal wöchentl.llkeir- blall fürden Ureis Sietzen «Tienstag und Freitag); -weimal monntl. £an6= wirlschastlicheSeitfragen ^ernivrech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag n. Expedition öl Adresse für Depeschen Anzeiger «icßcu. Annahme von Anzeige» -ür oie Tagesnu,inner bis vormittags 9 Uhr. Aus dem englischen Parlament. London, 24. Febr. Im Unterhaus wurde nach großen Erörterungen der von Chamberlain eingebrachte Zusatz an trag zu Gunsten der Tarifreform mit 285 Stimmen gegen 254 Stimmen abgelehrrt: die Rationalisten enthielten sich der Abstimmung; die Mitglieder der Arbeiterpartei stimmten für die Regierung. London, 24. Febr. Im Oberhause gab Lord Rose bery eine Erklärung ab, daß er am 14. März den Vorschlag machen werde, daß das H a u s s i ch s e l b st a l s Komitee s o n sti t ui e r e, um die besten Mittel zur Reform seiner gegenwärtigen Organisation in Erwägung zu ziehen, damit derart eine starke und wirksame zweite Kammer gegründet werde. In Erwiderung einer Anfrage Courzons gab der Staatssekretär für Indien, Morley, eine Schilderung der Ereignisse in Tibet. Ter Dalai Lama habe Peking am 21. Februar 1908 verlassen und sei, wie berichtet wird, am 25. Tczember 1909 in La za angekommen. Ueber seine Bewegungen in der Zwischenzeit sei wenig bekannt, doch scheine er zwei Monate in Ragtschuka geweilt zu haben, das acht bis neun Tagereisen von Laza entfernt ist. Bor seinem Weitermarsch nach der Hauptstadt sei das Gerücht gegangen, daß es dort beträchtliche Reibungen zwischen der tibetanischen Regierung und den chinesischen beamten gegeben habe. Rach Kalkutta kam keine Nachricht darüber, was die Krise so schnell herbeigeführt habe. Aber um den 30. Januar herum empfing der englische Handels- raent in Gjangtse den Besuch eines vom Talai Lama Abgesandten tibetanischen Beamten. Dieser meldete, die chinesische A r m e e st e h e i n G i a n n d a , 400 Meilen von Lhasa. Weiter hörte man nichts, bis am 17. Februar der Agent telegraphierte, daß 40 Mann chinesischer berittener Infautercie fünf Tage vorher in Lhasa augetommen und daß die übrigen chinesischen Truppen in der Nähe der Stadt seien und daß der Dalai Lama nachj Indien geflohen sei. In Begleitung von drei Ministern und ungefähr 100 Mann sei der Dalai Lawa am 17. Februar in Phari eingetroffen, nachdem in Ohaksam den Chinesen ein Gefecht geliefert worden war. Am 20. erreichte er Jätung und brach> stets von den Chinesen verfolgt, am nächsten Tage nach Gnatung auf. In Tatjiling wird er qm 27. Februar erwartet. Auf die Nachricht non der Flucht habe die indische Regierung unverzüglich au alle britischen Vertreter von Gsantsa, Jätung umb Sikkim die Weisung ergehen lassen, st r e n g st e R e u t r a l i t ä t zu wahren, was auch gewissenhaft befolgt worden sei. Der Staatssekretär für Indien schloß: Der Dalai Lama wird bei seiner Ankunft in Darjiling ein geladen werden, in Kalkutta Wohnung zu nehmen, bis andere Bestimmungen getroffen sind. Tie britische Regierung steht in einem Meinungsaustausch mit b er ch inesischen Regierung über die so geschaffene unerwartete Situation. steht, seine Glocken hört, aber den Eingang nicht findet . . . Wer wird den Blinden schelten, wenn er vor dem Münster steht und nichts zu sagen weiß? Zieht er nur andächtig ben Hut, wenn oben die Glocken läuten!" Mögen wir alle heute' „den Hut gezogen haben"; die Glocken haben wir Neue „Kulturbilocr“ aus dem Llsatz. Die „Voss. Ztg." weiß wieder einige Vorkommnisse aus dem Rcichslande zu berichten, aus denen hervorgeht, wie unerhört dort nod) immer gegen bkü Deutschtum gewühlt werden kann und wie unzeitgemäß der dieier Tage wieder in der Zentrumspresse anfgetauchte Gedanke ist, das Reichsland zum Bundesstaat zu machen. Vorerst, scheint uns, muß dort noch die kräftige deutsche Faust Ordnung schaffen. Die „Voss. Ztg." schreibt: Beim Jahressestmahl der c l s a ß - l o t h r i n g i s ch e n H o ch- schüler überbrachte der französische Student Matter aus Paris den dortigen Kommilitonen eine Zuschrift der Pariser Hochschüler, welche lautet: „Die ^unterzeichneten Studierenden aller Fakultäten von Paris, die allen politischen Meinungen des lateinischen Viertels angehören, aber in demselben Gefühle der Vaterlandsliebe geeinigt sind, senden den elsaß-lothringischen Studenten, die anläßlich ihres Jahreswechsels versammelt ffnb, den Ausdruck ihrer brüderlichen Zuneigung, und sie grüßen den Reichstags- abgcordncten Abbo Wetterte bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis als einen der taf fersten Vorkämpfer der elsaß- lothringischen Forderungen und drücken der elsässischen Jugend, die ihrer Ahnen so würdig sind, ihre Gefühle tiefer und unabänderlicher Zuneigung aus." Ferner ereigneten sich anläßlich eines vom Pariser T o u r r n g Club de France in den Vogesen veranstalteten Ausflugs Vorfälle, die namentlich in den gegenwärtigen Zeitläuften dem Takt des Touring Club kein gutes Zeugnis ausstellen, und über die uns geschrieben wird: „Wie dem „Journal d ' Al s a c e - L o r r " i n e" dem französischer! Zeitungsorgan in Deutsch Elsaß-Lothringen, .zu entnehmen ist, haben sich in der letzten Woche toieDer einmal Fälle abgespielt, die auf eine Verhetzung des Deutschtums in den Reichslanden seitens der hier politisch interessierten Kreisen hinzielten. Anläßlich der großen Winterwoche in den Vogesen, die der Touring Club de France mit Unterstützung der sranzösischen Heeresverwaltung, von Stadtverwaltungen und des französischen Automobilklubs veranstaltet hat, soll es wieder zu unliebsamen Deutschenhetzen gekommen sein, deren sich das obige Organ gern bedient, um die Propaganda für den französischen Chauvinismus, wie stets bisher, fortzusetzen. Nach dem Feste fand im deutschen Hotel „V e l l e d a" ein Festessen statt, an dem zirka 120 Teilnehmer zugegen waren. Auch viele Elsässerinnen in bunten Trachteutostümen sollen zugegen gewesen sein--Als findig Gäste, daun zur Äbsalrrr rüsteten, hatte man einen Phonographen aus den Hof gestellt, der die ."ränge der „Marseillaise" laut an das Ohr der Festgenossen tönen ließ. Ein italienischer Oberst, der zugegen war, soll an den Apparat herangetreten sein, um seine Mütze vor den .Klängen tzu lütten. Alle anwesenden Deutschen (!) und Franzosen sollen das Gleiche getan haben. Deutsche, wie Franzosen sollen „V i v e l a France!" gerufen haben. Eine Dame soll geäußert haben, als sie die Elsässerinnen französisch sprechen hörte: „Ich glaube, man liebt hier Deutschland nicht!" Diese Angelegenheit mit dem Festtrubel bekam aber noch ein polizeiliches Nachspiel. Am Tage nach dem Fest erhielt der Wirt des Hotels den unliebsamen Besuch des deutschen Polizei- tominisiars v. Schiermeck, der den Vorfall auf dem Feste tadelte und sich Notizen darüber machte. Das „Journal d'Alsace- Was ein gut geschulter Chor bei Anspannung alter Kräfte und unbedingter Hingabe an seinen Dirigenten leisten kann, hat heute der Chor des Akademischen Gesangvereins bewiesen; es war allein schon eine Freudie, zu sehen, wie das Bestreben in allen lebte, das Beste zu leisten, zu leisten unter den denkbar unbünstigsten Verhältnissen, in einer Aufstellung, deren Unmöglichkeit die gestrige Generalprobe schlagend bewiesen hat, die aber andererseits durch die räumlichen Verhältnisse wohl zwingend geboten ist. Vielleicht daß eine noch engere Zusammenfassung des Chors — während des Singens — den 'Zusammenklang etwas verbessern könnte, daß eine neue Variierung der Ausstellung — m. E. war es heute die dritte - günstiger wirkt; das müßten Chorproben im Theater, nur zn diesem Zweck veranstaltet, feststellen, doch scheint die. Versicherung des Konzertvereins nach dem Augenschein überzeugend,chaß die Schmalheit der Bühne ein Umrahmen des Orchesters durch b.en Chor verbietet, ebenso wie die Ausstellung des Chors etwa vor dem Orchester dadurch ausgeschlossen erscheint, daß dann die Orchesterwirkung verloren geht, die doch meist den größeren Teil eines Konzertes für sich in Anspruch nimmt. Wie dem auch sei, so kann's nicht wohl bleiben und der Konzertverein wird sich entschließen müssen, seine großen Chorkonzerte wieder in der akustisch vorzüglichen Turnhalle zu veranstalten, bis die Saa.bausrage einmal gelöst sein wird. Es ist eben halt doch was andres, ob ein Opernchor von 20 oder 30 Stimmen hinter oder auf der Bühne singt oder ein Chor von vielleicht 150 Mitgliedern, die die ganze Tiefe der Bühne ausfüllen und jede Klangentwicklung unmöglich machen. Was zu erreichen war, hat der Chor heute — gestern war's anders — erreicht; aber aller Eifer konnte nicht hindern, daß auf manchen Plätzen — und zwar anscheinend diesmal vor allem auf den sonst akustisch günstigsten Plätzen des zweiten Rangs, im ersten Rang war's bedeutend besser — die Männerchöre gar nicht, die Frauenchöre nicht entfernt so zur Geltung kamen, wie es bas Können und die Leistungen der Chöre hätten erwarten lassen und wie es das Wert verlangt. Der Zusammenklang, die Einheitlichkeit des Chors ütt — wohl für alle Plätze — darunter, nicht weniger die Stärke und Wärme der Tonentfaltung: wenn trotzdem die bedeu- Sorraine" aber in seiner französischen Liebedienerei fügt hinzu, indem es kritisch den Besuch des Kommmars beleuchtet: „Die Dummheiten dauern also fort und diese Leute (deutsche Beamtenschaft) hören nicht auf, die Fremden zu entmutcgen, zu uns zn kommen." Udbrigens ist gegen den Chefredakteur des „I. A. L." von deutscher Seite der heftige Vorwurf, erhoben worden, daß er von französischer Regierungsseite große mate^ riefle Unterstützungen zur Förderung der Deutschenhetze erbeute. Doch wehrt sich das betreffende Blatt in einer seiner letzten! Nummern auf das entschiedenste dagegen. Es habe niemals, von einer Regierung oder von einem Fürsten Geld erhalten^ Was man auf feindlicher Seite „Unterstützung" nennt, iei Nichts anderes, als was auch andere Blätter bisweilen akzeptieren: Ein Jnseratenaustrag von französischer Seite. Der letzte sei von der „Sociste des Bains de Mer de Monte Carlo" gegeben morden. Bei dieser Gelegenheit leugnet das Blatt keineswegs und betont .aufs neue,, daß es der eigentliche Vertreter der französischen Idee in Elsaß-Lothringen sei und bleibe Straßburg i. E., 24. Febr. Im Landesausschuß für Elfaß-Äthringen brackste heute der Alterspräsident Di t sch folgenden, von sämtlichen Abgeordneten; jobaie Parteiunterfchied unterzeichneten Antrag ein: „Der Landesausschuß wolle beschließen, die Regierungen erfüllen, mit aller Kraft darauf hinzuwirken, daß die verbün-, beten Regierungen dem RciclfStag alsbald einen Gesetzentwurf vorlegeu, durch welchen bestimmt wird, daß die Reichsoerfassung, sowie das Reichsgesetz betrefsend die Verfassung und Verwaltung von Elsaß-Lothriugen. dahiu obgeändert werden, daß Elsaß- Lothriugen zum selbständigen Bundesstaate erhoben! und als solcher den deutschen Bundesstaaten völlig gleichgestellt wird." Darauf gab Staatssekretär Freiherr Zorn v. Bulach tum mens der Regierung folgende Erklärung ab: Die Regierung ist ernstlich bestrebt, den Ausbau unserer Verfassung im Sinne einer größeren Selbständigkeit des Landes zu fördern. Ven- Handlungen aus diesem Gebiet schweben seit langem an den zuständigen Stellen in Berlin. Erneute Anregungen unsererseits lassen uns hoffen, daß die Angelegenheit baldigst das Stadiums der Erwägimgen verlassen und.einer Entscheidung zugeführt wird. Der Alterspräsident D i t s ch begründete hen folgenden! zweiten Antrag: „Der Landesausfchußi wolle beschließen, die Regierung zu! ersuchen, mit aller Kraft darauf hinzuwirken, daß die verbündeten Regierungen dem ReickBtage alsbald einen G.'s< tzenyvurf rotlegeit, t urd# weichen bestimmt wird, daß der Landesausschutz für Elsaß Lothringen oder die bei der Erhebung zum Bundesstaat zu schaffende Vollsoertretung aus dem allgemeinen, g'l'e i ch e ü, d i re k t r u und geheimen Wählte ch'L unter Anwendung des Prvportionalwahlverfahrens hervvrgehen solle. Staatssekretär Frhr. Zvnr w. Bulach gab darauf namens der teichÄä irdischen Regierung folgende Erklärung ab: Was das Wahlrecht zum Landesausschuß anbelangt, so steht die Regierung einer Aenderung dieses Wahlrechtes nicht grundsätzlich ablelstrend gegenüber. Die Regierung ist indessen dar Frage dieser Aenderung bisher nicht näher.getreten, weil sie es für zweckmäßig hielt, daß zunächst der Ausbau der Verfassung ab gewartet werde. Wenn dieser, wie sie hofft, die Zuständigkeit der .Landesgesevgebung für alle Fragen der Landesverfassung, also auch sür die des Wahlrechts, wie itz den Bundesstaaten, mit sich bringt, so wird die Entscheidung über das Wahlrecht nicht mehr (nach der gegenwärtigen Rechtslage) der Generalprobe doppelten Eifer auf das Gelingen des Werks verwandten. Ter reinen klaren Tongebung des Soprans sei anerkennend gedacht. Die Solisten, alle uns wohlbekannt und vertraut, die Damen Frln. Hedwig Kaufmann aus Berlin und Frln. Mce Aschaffenburg ans Frankfurt und die Herren Kohmann aus Frankfurt und Stephani aus Darmstadt, boten eine schöne Leistung voll warmer Empfindung; wenn das berühmte Adagio-Quartett an völliger Verschmelzung, an unbedingter Einheitlichkeit vielleicht doch etwas vermissen ließ, wie fast bei allen Aus- führungen der Neunten — so liegt dies daran, daß man an die Wiedergabe dieser überirdisch schönen Stelle, mit dem dritten Abagiosatz des Höhepunkts der Symphonie^ eben die allerhöchsten Anforderungen stellt, benen ein für das eine Konzert zusammengestelltes Solistencfiiartett bei nur wenigen Proben nur sehr selten gerecht werden tarnt. Dem Orchester und seinem Leiter gebührt uneins geschränktes Lob; es war eine prächtige Leistung, vorn! erfreu bis zum letzten Ton, die der Größe bet gestellter- Aufgabe würdig war. Voraus ging der Neunten die zweite Btahmssymphoni^ und es war ein interessanter Vergleich, bei alter Verwandtschaft und Abhängigkeit Brahms'schen Schaffens von Beethoven, die doch so ganz andere Art des Aufbaus und der Verarbeitung seiner Themen zu verfolgen. Als Auftakt zur Neunten erscheint die zweite Brahmssymphonie vor- zuglitt geeignet, auch ist sie eine Vertonung freudiger ßy beusbejahung, heiterer Stimmung, wenn auch ohm^me vorhergehenden aufwühlenden dämonischen Stürme.^wie in der Nennten; aber doch nach meinem Empfinden auch nicht ein Ausdruck „behaglicher", d. h. immer ein klein wenig philisterhafter Stimmung, wie uns Reimann ben Charakter der Symphonie erläutern will (in der „Einführung in den dritten Orchesterabend" in der Dienstagnummer des Blattes wiedergegeben, warum übrigens ohne'Quellenangabe.es ist eine durchgeistigte, von tiefen Gedanken wiederholt durchbrochene Freude, sich selbst bisweilen verspottend bis zur Ausgelassenheit. Ein gMz eigenartiger reizvoller Satz ist das Allegretto grazioso, eine Art Sommer- nachtslraum mit Elfenspuk und -Reigen und tappenden Waldschraten. Auch in der Wiedergabe dieser Symphonie zeigte sich das Orchester auf hoher Stufe der Vollendung bas gutbesetzte Streichquartett entwickelte einen prächtigen warmen und vollen Ton und wie immer bei dem Frankfurter Palmengartenorchester berührte die Reinheit und Exaktheit der Bläser überaus angenehm. Herrn Professor Trautmann, dem die Vorbereitung des ganzen Kvnzetts obgelegen, sei der herzliche Dank aller Musikfreunde dargebracht dafür, daß er uns diese Stunden bereitet hat. Bezugspreis: monatlich75Pß, vierteljährlich Alk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den General-Anzeiger für Gberheffen MH Hotationsön«! und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. A^eigemed?' H.^Beck. (Suoi‘= und G ießen, 24. Febr. 1910. Das musikalische Leben Gießens hatte heute seinen großen Tag; schon dem Straßenverkehr merkte es der aufmerksame Beobachter an, daß es heute etwas ganz Beson- drem galt; stieß man doch tu ben Mittagstunden überall auf Acusikfreunde aus Der näheren und weiteren Umgebung, gespannte, freudige Erwartung in den Mienen; und wall- jahrtsgleich strömte es um 6 Uhr von allen Seiten zum Theatergebäude. Es galt etwas ganz Besondrem; nach langer Pause wurde Beethovens Neunte wieder einmal gegeben und als Auftakt, gleichfalls nach langer Pause, wieder einmal eine Brahms'sche Symphonie, die Zweite. Mit banger Sorge hatte wohl mancher nach der gestrigen Generalprobe, in der trotz der blänz end en Wiedergabe der 'Lrahmssymphonie und der drei ersten Sätze der Neunten durch das Versagen des entscheidenden und ben Höhepunkt bildenden letzten Satzes — nicht nur durch die Ungunst der Verhältnisse, wie die heutige Aufführung be- wies — bie hochgespannte Stimmung so jäh und schmerzlich heruntergedrückt worden ioar, dem Verlauf des Konzerts mtgegengesehen. Ist doch dieser' letzte Satz, in dem Beethoven mit der ganzen Unbekümmertheit des Genies souverän übet das Stimmenmaterial verfügt und ihm das Äeußerste ;umutet, schon den bedciitendsten Dirigenten und den geschultesten Chören verhängnisvoll geworden, wie ich es ttnmal bei Weingarruer mit dem Kttimorchester und der Mainzer Liedertafel nach einem glänzend verlaufenen Sym- phonieencykliis erfahren habe. Eine Schwankung im -Sozialen würden stets an der deutschen Gemeinbürgschaft festhalten. Nachdeni die Rekrutenvorlage dem Wehraus- schusse überwiesen worden war, trat das HauS in die Verhandlung der eingebrachten Dringlichkeitsanttägc ein, unter denen sich ein Antrag Mastalka über die von Deutschland geplante Einführung von Elbe-Schifsahrtsabgaben befindet. Wien, 24. Febr. In der heutigen Vollversammlung der deutsch-freiheitlichen Parteien beantragte Wolf mit Rücksicht auf die durch die Entlassung des deutschen Land s- mannministers dem deutschen Volke zugefügte Brüskierung dem Rbinisterpräsidenten mitzuteilen, daß er auf die Stimmen der deutsch-freiheitlichen. Parteien nicht mehr rechnen dürfe. Der Aittrag wurde mit 38 gegen 19 Stimmen abgelehnt. Groß und P r a o e stellten einen Antrag, in dem dem früheren Minister Schreiner für sein zielbewußtes Wirken gedankt, die Art unÄ Weise dec Entlassung schärfsteirs getadelt und betont wird, daß die Deutsch-Freiheitlichen unter keinen Um-- ständen auf die Mfrechterhalttcng des deutschen Landsmannministeriums verzichten und sich Vorbehalten, aus der Entlassung Schreiners die weiteren Folgerungen zu ziehen. Der Eintrag wurde nahezu einstimmig angenommen. Wien, 24. Febr. Der dem Parlamente vorliegende Gesetz- entwurs, bettefsend die Dienstpr agmatif der Staatsbeamten enthält die Regelung des Avancements der Beamten ncüch dem Dienstalter. Er schafft vier, ihrer Vorbildung nach verschiedene Kategorien, nämlich Beamte mit abgeschlossener Loch- )chulbildung, nut der Staatsprüfung, mit Mittelschulbildung, und Beamte geringerer Oualifikatton. Die erste Gruppe erreicht die siebente Rangklasse nach 23,. die zweite und die dritte erreichen die machte Rangklasse nach 28 bczw. 24, und die vierte Gruppe erreicht die neunte Rangklasse nach 21 Dienstjahren. Deutsches Reich. In der Sitzung des Bundesrats am Donnerstag wurde der Vorlage betreffend die Regelung der Handelsbeziehungen zwischen dem Deutschen Reiche und .'i' anada Z u st immung erteil t. Das PräsiH ium des H a n s a - Bund es für Ge- /werbe, Handel und Industrie hat beschlossen, für die drei 'besten Arbeiten über die Frage: „Durch welche praktisch durchführbaren Ataßregeln kann das für Errichtung und 'Betrieb kleingewerblicher Unternehmungen erforderliche /Anlage- und Betriebskapital beschafft werden'?", 3 Preise won 2000, 1000 und 800 Mk. auszusetzetl. Die Preisar- beiten wären bis zum 1. Oktober 1910'bei der .Geschäftsstelle des Lansa-Bundes (Berlin NW. 7, Dorotheenstr.3 III) einMreichen, wo Mch die näheren Bedingungen jedem, zur Verfügung stehen. In Berlin fand am Donnerstag unter zahlreicher Beteiligung von Interessenten der Flußschiffahrt eine konstituierende Versammlung des ständigen Schiedsgerichts ifür SchifsSkollissionen statt. Die Leiche des Reichstagspräsidenten Grafen zu Stolberg-Wernigerode wurde am Donnerstag, wie aus Königsberg berichtet wird, auf dem Familiengute in Dönhofstüdl belgesctzt. Als Vertreter des Kaisers erschien der kommandierende General des 17. Armeekorps ö. Mackensen. Mit dem Vizepräsidenten des Reichstages Erbprinzen zu Hohenlohe-Langenburg waren etwa lö Mitglieder aller Fraktionen gekommen, um dem Verblichenen die letzte Ehre zu erweisen. Im Verlaufe der Sitzung der badischen Zweiten . K a m m e r am Donnerstag gab der Vertreter der Stadt Baden- .Baden, Abgeordneter Koelblin (Natl.), ein Schreiben des vreußi scheu Kriegsmini st eriums be tonnt, in welchem Der Wandschmuck im Reichrtagssaal. In einer bei letzten Sitzungen des Rc-^tages wurde Klage darüber geführt, bafc der Sitzungssaal noch immer nicht seinen 'vollständigen künstlerischen Schmuck erhalten habe. Tie Westseite weist statt der von Wnllot geplanten Bronzetüren solche von Holz aus, und an der Ostseite, wo der Präsident thront, die Herren vom Bureau sitzen und sich die 48 Plätze für Bundesrat und Kom- mrssare befinden, ist die Waudsläche oberhalb des Paneels statt mit Gemälden, wie beabsichtigt war, mit grauer Äinwand bekleidet. Angelo Jauls Bilder, die hier den tünstterischen Schmuck -bilden sollten, haben bekanntlich bei der Mehrzahl der Reichs- lagsboten leinen Beifall gefunden und sind daher anderswo im Gebäude untergebracht worden. So wirkt die graue Leinwand in den gmv.cn Wandfeldern der Ostseite für btc .Harmonie des prächtigen Raumes tm höchsten Grade störend. Ter lebhafte Wunsch, £at die graue Leinwand bald beseitigt werde, „und wenn es mit Gobelins oder Traverien geschche", i>t sehr begreiflich. Allerdings Ed sofortiger Ersatz durch Gobelins nicht möglich, denn cs dürften-weder olle^itodi neue in solcher Gröhe und mit einigere Masten passenden Darstellungen auszutrcibcn fern; — sie müßten erst gewebt werden, und hierzu wären Kartons erforderlich, die irgendein großer Vtoler zu liefern hätte. Gleidprvtzl ist die Idee -statt der Otemälbe Gobelins zu lvählen, nicht schlecht, zumal in der Kun st Handweberei Ausgezeichnetes geleistet wird und sich Gobelins mit ihren milden, warmen Farben vortrefflich einer Dekoration cmglictxmi lassen. Tie Franzosen sind in dieser Beziehung mit gutem Beispiel vorangegangen, demi sie hängten ipt Sitzungssaal der Tepnticrten- kammer oberhalb des Präsidentensitzes und des Bureaus einen riesigen Gobelin auf, der in meisterlicher Kopie Raffaels „Schul' von Athen" barstellt. Ebenso besaß, der alte Sitzungssaal des Oberfaules in London einen Wandschmuck von zehn großen Teppichen, «auf denen die 1588 erfolgte Vernichtung der spanisckxn Armada durch die englische Flotte dargestellt war. Sie waren int Auftrage des Admirals Lord Howarb von Francois Spierinck nach den Kartons _bee. holländischen Aialers Vroom gewebt worden, wobei nicht nur Schußfäden von Wolle und Seide, sondern auch solche von Gold und Silber Verwendung gefunden hatten. Leider sind die teilbaren Gew-ebe, die damals als „Tapisttv aceounted the finest in Euro"-" gerühmt wurden, bei bent Brande des Ptorlameittsgeoäubes int Bahre 1831 elend zugrunde gegangen. An ihre Existenz e anstaltungen die Ausstellung von Ateisterwerken m o h a m e d a n i» j ch e r St u n ft, vornehme Musikieste (Schumann • Gedenkfeier — Richard-Stranß-Woche — Beethoven-Brahms-Bruckner-Zyklus — Mahler 8. Symphonie mit 10u0 Mitwirkenden), die Festspiele im Alünchener Üünulerthealer, die Richard^Wagner-Feslspiele im Prinzregenten-Thealer, die Mozart-Festspiele im Residenz-Theater, btc Münchener Jahresausstellung tut Glaspalast und dann die Luftschiiiahrten ms Gebirge, so daß diesmal ein starker Andrang im bayerischen Hochland und in München zu erwarten ist. — Diamanten in Meteorsteinen. In her jetzigen! Zeit, da durch das Erscheinen des öaUcbid’ai Kometen die allgemeine Aufmertsamkeit auf die fernen Himmelskörper hin gelenkt worden i|t, ist auch viel die Rede von Meteorsteinen, die zuweilen ans anderen Wellen auf unsere Erde herabsauseu. Biele Menschen envarten von der Nähe des Kometen mindestens eüi Riesenfeiier- ivcrk von Aleteoriten, das einige Mainächte am Himmel zu sehen fern soll, weil wir dem üopf des ftiometen doch gar zu nahe kommen. Diese Erwartung wird zlvar nicht in Erfüllung gehen, aber trotzdem beschäftigen sich die Gedanken vieler Blenschen jetzt mit diesen hei neu Körpern, die ja durch । .de Sternschnuppe uns wieder in Erirmeiung gebracht wert.:::. Wie wollen nun auf eine Tatsache auimcriiam mad.en, die ma/t allgemein bekannt sein dürste, nänv- lich das gcleßeiitiidje Vorkommen von Diamanten in den Meteoriten. Im Jahre 1887. wurde ppn xussychen MsneratogUi ein Bisher wurde nur Brennholz ausgeboten. Die 9Bitzhol> Versteigerungen finden erst in der tommenden Woche'stat. " In Amerika verstorbene Hessen. Rosa Qdenhcimer, geb. Strauß, 37 Jahre alt, in Ncwyorl: Heinrich Maywald, Mechaniker aus Eberstadt, m Brooklyn' Richard Strube in Brooklyn; F. I. Horn, 60 Jahre alh in Rochester; H. L. Kir au§ Altenhato, 60 Jahre alt, in Cincinnati. R. Babenhausen b. Mücke, 24. Febr. Dem Vernehmen nach soll unsere seitherige Fahrpost Verbindung eine ganz eigenartige Umgestaltung erhalten. Sie ging seif, her nach Mücke und soll jetzt über Groß-Eichen, Sellnrod und Larüeubach nach Station Weikartshain gehen. Diesem Plane steht man hier recht fremd gegenüber. Da bet meiste Verkehr von hier nach Gießen geht, so könnte man keinen Anschluß nut der Post erreichen und man müßte, wenn mar mit ihr fahren will, erst eine Reise um die Welt machen. Auch alle Postsachen würden eine bedeutende Verspätung er» halten; der Gießener Anzeiger, den wir jetzt abends um 9 Uhr erhalten, würde z. B. erst am anderen Mittag um 12 Uhr hier eintreffen. Seit dem 1. Januar hat man uns schon dadurch recht stiefmütterlich behandelt, daß die Fahrpost un Sonntagen eingestellt ist. Es wäre rechi wünschenswert, wenn die seitherige Fahrt, insbesondere auch -die Fahrt an Sonntagen beibehalten würde. fc. Mainz, 24. Febr. Die von verschiedenen Zeitungen gebrachte Ateldimg, dec Gouverneur der Festung Ltoinz, General der Infanterie v. Goßler, habe den erbetenen Abschied bewilligt erhalten, ist unrichtig. Der Gouverneur hat ein Abschiedsgisuch überhaupt nicht eingereicht. Frankfurt a. M., 24. Febr. Eine sehr unangenehrnc Geschichte passierte einem hiesigen Schneidermeister. Ei hatte eines Abends eine Wein- und Bierreise gemacht und war in einer Bar gelandet, wo er eine reizende junge Dame kennen lernte. Als der Schneider mit Alkohol vollständig gefüllt war, äußerte die junge Dame den Wunsch, auf feine Kosten eine Reise nach Pans zu machen. Der Schneidermeister war an dem Abend sehr freigiebig und füllte eine Visitenkarte des Inhalts aus, daß ec dem Fräulein 1000 Mk. zahle, wenn es innerhalb acht Tagen die Reise nach Paris an« trete. Dann fuhr er vergnügt nach Hause. Rach einigen Tagen erschien ein Kriminalbeamter und verhaftete ihn unter dem Verdacht dc§ Mädchenhandels. Das Fräulein hatte die Visitentärte nicht sorgfältig genug verivahrt, und so war deren Inhalt schließlich der Polizei bekannt geworden. Aber der Schneider konnte nachweisen, daß er nur mit Anzügen, nicht aber mit Mädchen handelt, und so wurde er, nachdem er sein Abenteuer erzählt, nach lurzer Haft wieder freigelassene — Der Schriftsteller Müller- Her f u r t h wurde dieser Tage des Abends beim Jiachhausegehen von zwei Leuten angefallen, deren er sich nur mit mehreren Revolverschüssen et« wehren konnte. Er erstattete auf der Polizei Anzeige und diese stellte, n. d. ^F. G.-A.", fest, daß es sich um zwei Leute, namens Bohnert und Tullius, handelte, die iu bei Kuppeleiaffäre von der Böhmerstraße eine Rolle aespiell hatten. Offenbar wollten sie sich wegen der Behandlung dieser Sache in der von dem Slngegriffenen herausgegebenen ^Fackel" rachen. ** Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Der jeit einigen Jahren m S ch l i tz lebende Oberlehrer i. P. W e i s e n b a ch feierte am Donnerstag feinen 80. Geburtstag. Universitäts-Nachrichten. — Frankfurt a. Al., 24. Febr. Die Akademie hat int Wintersemester mit 1693 Personen die Gesamtfrequenz aller bis- beugen Semester bedeutend überschritten. Die Zahl der eigentlichen Besucher beträgt 348, die der .Hospitanten 560 und die bet Hörer 785. Von den ordentlichen Studierenden brachten 119 — 34 Proz. und von den Hospitanten 170 = 34 Proz. eine abgeschlossene akademische Vorbildung nut, sodaß von beiden gu- sammen fast % eine akademische Vorbildung besaßen. Dem Bernik nach gliedern sich die Zuhörer: 371 Kaufleute, 44 Ingenieure, Chemiker, Bauineister usw., 89 Juristen und höhere Verwaltung^ beamte, 16 mittlere Verwaliungsbeanile. 278 Mehrer und Lehrerinnen, hiervon 56 akad. Gebildete, 35 Studierende der neueren epraaicn, 26 Studierende der Mathematik und Naturivissen- schaften, 33 sonstige gelehrte Berufe (Aerzte ec.), 309 sonstige Berufen und 492 ohne Beruf. Die Gesamtzahl der Frauen beträgt 4,60 die Zahl der Ausländer 47. 11 ™ ■ 11 ■ ■ vermischtes. * Internationale Bernfsfta'tiftik. In Deutiö- land entfallen nach der letzten Zahlung von 100 Erwerbstärig, i Atetcorsrein, der ans nickelhaltigem Eisen bestand, in Säure au - gelöst, und unter der zurückbleibenden amorphen Kohle fand nw.i and) einen farblosen Diamanten von fast 2 Millimeter Lurchrnessei. Drei Jahre spater wurde ans einem Berge in dem amnikanisch-i Staate Arizona eine große Menge von meteorischen Lriunmci' massen gefunden, unter denen die schwersten Meteoriten ungefähr 100 Kilogramm wogen. Als jtim eines der aufgcfnndenen Eifeii- meteoritcn mit Sck mirgckl migefchliffen werden sollte, gelang do; nicht, die sLchmirgelscheiben wurden vielmehr in ganz kurzer Zeit abgenutzt. Eine .genaue Untersuchung ergab chls Grund dich: auffallenden Erscheinung, daß sich in der Eisenmasse ein Anzahl jdMarzer, sehr harter ^lörperchen fand, die bei d r d-cnti schen und ^physikalischen Analyse sicher als Diamanten feftgestel» i tourben. Damit wurde der Fund der russischen Mineralogen to Itätigt, daß Meteorsteine zuweilen Timnaitten führen können, >-: haben also einen ähnlichen Enttvickelungsprozetz durchgemacht nn: manche Gesteine unserer Erde. — Ein verschwindendes Stück Alt-London Wieder fällt ein historisch interessantes Stück des alten Loiidoc augenblicklich der Spitzhacke zuni Opfer. Zwischen Flcet Stteel uni iDoUrorn stand bisher noch der Häuserkomplex von „Nevilles Court' , einem einstigen Besitze des uralten Adelsgeschlechttes der Neville-:, aus dem zahlreiche für Englands Geschichte wichtige Persönlick : feilen hcrvorgegmigen sind. 2er Zufall hatte diesen Winkel vor fchont, als 1666 die große Feuersbrunst mehr als 13 000 Häufet J her inneren Stadt in Asche legte, und so sind die Häuser iwn Nevilles Court mit bat einander überragenden Stockwerken, fc.'-i vvrsprmgeiiden altertümlichen 2ad}t raufen, bleigefaßten Fen sic i fd-ellren utid schmalen eichenen Eingangstüren einer der letzten | Ueberrcste jenes Stadtviertels aus der Zeit Shakespeares un1 Cromwells. Hier war im 18. Jahrhundert das <)ai4>tqinirh? ter Mährischen Brüdergemeinde, als diese ihre erste Niederlasstmt üi England begründete. Graf Ziuzendorf selbst weilte 1731 hie 511 Beindr Einer der Prediger dieser Gemeinde, die seil 174.s ■ hier eine eigene Kapelle besaß, umr Heinrid) LV. Prinz von Reni' dessen Pwrträt noch bis ht die jüngste Zeit in dem einstigen Brüder hau,e zu sehai war. (Sein hatte lebender Rcachtommc Prin Hernrid) von Rcuß wäre Hollands Thronfolger, wenn mdu in roriga1 Jahre die Prinzessin Juliane geboren worden wäre.- 2i Besitzer dos Hauses, die es schon feit mehreren Genevationcn sind gehören aud- jetzt uock der Brüderganeint^' an. Als Kurioi'um !•' angcTüIjrt, das eines der jetzt virsd^viiidendeu Häuser von NcviU.--' Court bis vor kurzem von K.'ir Hardie, dem betomitt-n eng.li|d-i- ^ozialisteiijührcr, bcwphut wurde. . ^,.1 —.n -.t 1=—===== ^ _ Si I AMD WM I !'■' J - ■ :. (51K- um er tani tai-er, als wäre er imftanbe, scheinen ihn verjüngt zu. hoben noch vor dem Früh Hück ein Tu: Kinderwagen unübertroffen. 1176 üey eröffnet New eröffnet Überall Erhältlich! Lkttkll-VechllhhM Max Baer Telephon 729 «549 der Bett M J,X”“ 01530 Pfg. 2 .Hergestellt aus prima echtiarbigr Füllung 13Psd. Lnndrupf 12 15 15 von 20 25 jfetafifadenfsmpe, für alle Strom artete 20-240 7/Öff: In allen seiträ'üchlichenlichfsld'üe/f. CaH Herter. 40 Prozent aut Industrie und Bergbau, in Schottrand 50,3 Proz., nt gnqiant und Wales 48 Prozent, in Großbritannien und Irland 45 s Prozent. Bon anderen Säubern übertreffen nur Belgien ml't 41,6 Pir>zerrt und die Schweiz mit 45,3 Prozent den deutschen Prozeutsah von 40 in Industrie und Bergbau beschäftigten Erwerbstätigen. Land-, Forstwirtschaft und Fischerei beschäftigen in Deutschland von 100 Erwerbstätigen 35,2, also ungefähr eben soviel wie in öcn Vereinigten Staaten von Amerika, halb so viel wie in Ungarn und doppelt so viel wie in Großbritannien und Irland Wit Handel und Verkehr beschäftigen sich in Deutschland ron 100 Erwerbstätigen. 12,4, also mehr als doppelt so viel nie in De starr eich und Ungarn: annähernd ebensoviel wie in der Schweiz, in Belgien, Dänemark und Norwegen, und ungefähr halb so viel wie in England und Wales. Von 100 Erwerbstätigen treffen wüt Armee imi>: Marine in Frankreich 3, in Deutsch- lanö 2,3, in Scpweoen 2, in Oeiterreich 1,7. *Der vergessene Rauchfangkehrer. IM „Theater an der Wien" hat sich, dem Berl. T. zufolge, eine urkomische Ge- scticbte ereignet: Allabendlich stand in der rechten Seitenkulisse ein Mann mit einer F-cnerwehrrvsette; man konnte ihn jahraus jahrein dort sehen, imb nenn man fragte, was seine Funktion fei, w hieß es: „Das ist der Rauchfangkehrer!" Jeder dachte sich, daß die Behörde den Mann dort hingestellt habe, und keiner kümmerte sich weiter über die Obliegenheiten, die er zu erfüllen I/itte. An einem der letzten Llbende geriet nun der Schauspieler Albin mit diesem „Rauchfmigkehrer" in eine Kontroverse. Es BST Verkauf zu von beiöen P ejaßen. Sem Sw« cutc, 44 Jnge-nV: »Here i Ahrer und Leh» erende der neuen*’ und Naluilvip.M a, 309 sonstige dir Frauen beitqij Wöchnerinnen /»-■x »ei Inujen ihren __Bedarf m Verbands- m lo tfen. ' Gnmmi- Luterlasen etc. sehr vorteilhaft in ärgerte ihn nämlich, datz der ''Jtann bett Hut auf dem Kopfe behielt, und da jener etwas keck erwiderte, lief Herr Albin zum dienstlmbenden städtischen Ingenieur und beschwerte sich. Der städtische Ingenieur erklärte, er tonne nichts macl>en, der Mann unterstehe nicht seiner Disziplin. Herr Albin lief zum Sekretär. Dieser begab sich aus die Bühne und wandte sich gleichfalls an den Ingenieur. Dieser aber meinte: „Ich weis überl>aupt nicht, warum der Mann jeden Abend dort steht. Ihr habt doch seit vierzehn Jahren Luftheizung im Theater, da braucht man doch feinen Rauck sanglehrcr mehr!" Der Sekretär stutzte, ging auf den Mann zu und fragte ihn, was eigentlich seine Instruktion sei. „Das weist ick nicht," gab jener zur ^(ntnrort, „ich habe hier zu stehen!" Der Selretär gab sich damit nicht.zufrieden, ging zur Baubehörde und fragte, ob diese etwas Näheres wisse. „Nein," lautete die Erklärung. „Bis vor vierzehn Jahren, als noch keine Luftheizung un Hause existierte, mußte ein Rauchfangkehrer jeden Abend da kin!" Kurzum, cs stellte sich heraus, daß der Rauchfangkehrer seinerzeit bei Einführung der Luftheizung — vergessen wurde. Er stand nun vierzehn Jahre dort und bezog täglich drei Kronen, ohne daß er selber wußte, was er ' cißLiitiid, int Theater ,u tun habe Natürlich schlug sein letztes Stündlein. Nun wurde er gerufen und auf seine weiteren Dienste dankend Verzicht geleistet. Jetzt ist der Platz in der rechten Seitenkulisse leer. Wäre der biedere Rauchfangkehrer weniger unhöflich gewesen, so hätE er und u. U. seine Nachkommen diese angenehme Stelle noch ewige Zeiten behalten können. 4 Lancafhircs Rückgang. Neben der übermäßigen Konkurrenz Liverpocls kann sich bic früher sehr bedeutende Baum- woll-Jndustrie der benachbarten Eratzchaft Laueashire immer schwerer behaupten. Tas abgelausenc Jahr mar für die dortigen Spinnereien geradezu eine wirtschaftlich? Katastrophe. Von 82 Gesellschaften, die 7 Millionen Spindeln bchchästigen, haben nicht weniger als 68 mit Verlusten abgeschlossen, und zwar macht dieser Verlust rund 210 000 Pfund aus ein Aktienkapital von insgesamt 2100000 Pfund aus. Die Betriebe mußten infolgedessen schon im vorigen Sommer so weil eingesckiränrr werden, daß die Fabriken außer am Sonntag aud Samstags und Montags geschlossen bleiben, * Roosevelts Rückkehr aus dem Urwald, Roose- volls vstafrikanische Iagdtage sind zu Ende. Er hat dem Ur:wald nun ten 9tüden gekehrt: „bartlos und dünn", so, ist er aus dem Busch: zurückgelehrt und feierlich in E-ondokoro eingetragen. Sein Einzug Halle von feinem Regilseur eindrucksvoller gestaltet werden lömien. „Der frische gellende Kräng von Hörnern rcitiiubete die Rücklehr. Und dann kamen die Träger, eine unabsehbar lange Reihe. An der Spitze der Karawane schritten die Trompeter und die Trommler, die Musitkapelle des Negerhäuptlings Hiribe, der es .sick) nicht batte nehmen lassen, seine seltsamen Musikanten zu Ehren des „großen amerikanisch en Königs" selbst anzusühren. ä^Sann flatterte das Sternenbanner stolz in den Lüften, die Flagge nar zwar hart mitgenommen, zerfetzt und zerschlissen, aber doch ein Sternenbanner im mittleren Afrika. Der Flagge folgte Roos^ beit in seinem Khalianzug: die Anstrengungen des Jagdlebens Origrual-DrahtmelSungen. Demission des Finanzminifters Gnauth. RB. Darmstadt, 25. Febr. Staatsminrstcr Ewald gab in den heutigen gemeinsamen Sitzungen der Finanzausschüsse beider Ständckammcrn bekannt, daß Finanzminister Gnauth nach den gest- rigcuVcr handln« gen der Finanzausschüsse den Großherzog um seine Entlassung gebeten habe. Fn der heutigen Ausschußsitzuug ist Frnauzminister Gnauth bereits nicht mehr erschienen. Gnauth ist am 14. Juni 1854 zu Stuttgart geboren und widmete sich zuerst den Jngenieurwissenschaften; 1877 bis 1878 war er Regierungsbauführcr bei der Württ. Eiscn^ bahnverwaltung, 1878 bis 1881 Assistent des Hoheuzollcr- Landesbauamtes, 1882 bis 1889 Kreise Ingenieur des Kreises Gießen, zugleich Prov. Ingenieur von Oberhessen. 1889 wurde er zum Bürgermeister der Stadt Gießen gewählt, im folgenden Jahr zum Oberbürgermeister ernannt und im August 1900 aks Finanzminister berufen. R. B. Darmstadt, 25. Febr. Die zweite Kammer tritt voraussichtlich am Mittwoch, 2. März, vormittags 10 Uhr zusammen. Sie wird sich an den beiden ersten Sitzungstagen mit dem R ota r ia ts g ese tz , der Abänderung bcS Urkundeüstempelgesetzes, Wahlprüf ungeu usw. beschäftigen, und dann mit der Voranschlagsberatung beginnen. Diese soll möglichst' beschleunigt werden, eventl. unter Zuhilfenahme von Abendsitzungcn, damit die endgültige Erledigung bis 1. April erfolgen kann. Märttr. (c. Frantfurt a. M., 25. Febr. Heu- und SJ r o h m a r k t. Angelahren waren 9 Wagen Heu und 0 Wagen etvot). Bezahlt ivurde für Heu Alk. 4.50—5.00, Stroh (Korn-Langstroh) Alk. o.uo bis 0.00; Alles je 50 Kg. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und dem Kreise Dieburg. sti'k. än TM': lO^ftwabstM' 5^5^; dem awnikE eorifd&at mfqciunöimen M in ganz [1015 M ° b, die Wae11 Ent" ^Mincr-loM püie« \i «£*ä SJfeS SM c cruch i?3l < »L* k i< £in eiÄV hüilck' ff I I Amtlicher Mltersericht. Allgemeine Wetterlage seit Tonnerttag früh: Em geftent im ^Neslen gelegener, wegen mangelnder Nachrichten aus ^rant- reich nicht zu erkennender Teilwirbel hat gestern abend nach vorüb^ gehender Älufheiterung tviedcr Regenschauer gebracht, dabei ftridv weife stürmischen Südwcst. Auch heule früh herrscht unter dem Einflust des Tiefs über England noch vielfach regnerisches Wetter. Ta letzt wieder über Südosteuropa hoher Druck^vorslotzt, i,t 9lad)- lassen des Regens und wieder Erwärmung in Licht. Welteraussichten in Hessen am Samstag dem 26. jebt. 1910 Zunächst noch geringer Regen, dann aufheiternd und wieder milder Südwind. t . c , S chncebericht: Hoherodsk o p s ge,iern 10 cm Schnee, heute früh Siegen, Tauweller. Tesgl. Feidberg (.raunus). iid Trusts abzuscklackUm. Aber Frisch eingetroffen, empfehle: Prima Pariser Kopfsalat „ Kraus-Endivien N französischer Spinat „ „ Blumenkohl w holl. Schwarzwurzeln Süd-Anlage 15 Giessen (Hessen) offeriert: Bettflr.PeXnnit2 Süllung 10Psd. Landrups wate ^^fonbete m Inhoffens Bärenkaffee gehaltvollste Bohnenkaffee. Zeitung Ostung SDlüi ■ = ben «belent ' Der TouvecnL sercicht. unangenehm | ermeisler. E 'ie gemacht 'ude junge Tain )l vollständig gh Wunsch, aus (eit Der Schneidet I und füllte eiE 1 caulem 1000 U 1 e nach Packs Q1 [ e- , Nach einige ! rhastete ihn unk | as Jräulein hatt I chrt, und so mc I geworben. Ak« mr mit Aiijüget I >urbe er, nachdrr I hiebet frcigelasstL I würbe bie,er lag I Leuten angesalltr I verschüssen et I rlizei Anzeige „n! I cs sich um jiw I nbclte, bie in je J ne Rolle gefpiel! der Behändig 1 herausgegebM! islev uxib >•- I n LchlitzM-i l| 2onnei§tag w und Sportwagen-AussteHung. Alle Neuheiten der Saison eingetrofien. Ai 5c in verkauf der bekannten Vreunabor - Kinderwagen non Gebr. Neuhilcin in Brandenburg n. Havel, denkbar beste Kitiderwagen der Welt. Qualität, Ausführung und Musterrcichhaltigkett die änderen Expcditwnsteiltrchmer itKiccn kaum wiederzuer I nnen, alle Gesichter toar?n von struppigen Börten umrahmt und selbst der junge .\krmit Roosevelt konnte eher an einen Passionsspieliw von Lberanimergau erinnnn, als an einen jungen Amerikaner. Roosevelt unternahm sofort einen entschlossenen Angriff auf den riesigen Berg von Briefschaften, der seiner harrte." In ungefähr einem Monat wird der Expräsidsnt in EHartum eintreffen. Zwar wlll er noch ein Exemplar einer "besonderen Antllo'xnart erlegen, ober mit seinem feierlichen Einzug in Gondotoro ist Roosevelts afrikanischer Jagdzug endgültig abgeschlossen. Er beabiiritt-gt, etwa drei Monate in Europa zu verweilen: sein Reiseplan lautet: Kairo, Italien, Budapest, Wien, Paris, Brüssel, Holland, Chri- stiania, Berlin und London. * Hausboot-Leben in China. Hausboote sind in China ein uraltes Mittel, dessen man sich zum bequemen Reisen bedient. Menn ein Mandarin auf einen neuen Posten versetzt wird, bann ist fein erster Gedanke, sich ein möglichst komfortables Hausboot zu sichern, um feinen Haushalt und seine Hausgötter auf dem direktesten Wasserwege fortzubringen. Gibt ein reicher Mann seinen Ireunden ein Festmahl, so wird er zu diesem Zwecke ein großes, prächtiges Hausboot mieten, auf dem sich dann die Fröhlick)keit ungeniert entwickeln kann. Dieser Brauch hat sich durch viele Jahrhunderte hindurch fvrtgepflanzt und spielt^ eine wichtige Rolle in dem Bergnügungs- und Reiseleben der Söhne der Witte. Auch die Europäer haben diese bequeme Einrichtung für Ausflüge und Sport ausgenommen und geniesten gern die Freuden chinesischen Reisekomforts. Farbige Bilder aus dem Leben und Treiben auf solchen Hausbooten entwirft der Engländer I. O. P. Bland in einem kürzlich erschienenen Buche. Die alten Bodte sind nach modernen Ansorderungen umgewandelt worden; vielfach gibt es heute schon in China bequeme Hausdampfer. Das Innere bietet alle Vorzüge eines eigenen Heims. Wenn cm Mandarin mit seinen Frauen und seinem ganzen S?ab und Gut reist, dann be- anfpruckst er ebenso viel Luxus wie ein Europäer, der Sport treiben will. Höchste Eleganz findet sich hier neben gemütlidjcr Behaglichkeit. Die Schlafzimmer enthalten Betten von stattlicher Breite; ein Baderaum mit heißem und kaltem Wasser fehlt nicht; geräumig ist das Speisezimmer und hat einen Patent-Kartentisch. Getrieben wird solch ein bequemes Fahrzeug allerdings häufig durch eine Petroleummotormaschine, die viel Lärm^und unangenehmen Geruch verbreitet. Tas Leben und der Sport auf diesen Hausbooten hat für den Europäer einen eigenartigen, unvergeßlichen Reiz, und es wäre schade, roeiui diese alte genußvolle Form des Reisens allmählich durch die Eisenbahn verdrängt würbe. Kleine Tageschronik. Auf der Körnergrube der Vereinigten Gieschegrube bei Ka 5t 0 witz ging durch vorzeitiges Losgehen eines Sprengschusses ein großes Kohlenselb zuBruch und verschüttete mel>- rere Bergleute. Ein Toter und ein Schwerverletzter, beide Italiener, wurden bis mittags geborgen. Der untere Teil der Stadt Saarburg bei Trier ist seit vorgestern völlig unter Wasser. Der Verkehr wird durch Kähne aufrechterhallen. — Der Wasserstand der Mosel und der Saar .hat gestern den höchsten Stand erreicht. Die Hochwassergefahr erscheint beseitigt. Eine Firma Ebendale u. Co. in London macht in Zeitungsanzeigen Propaganda für die Auswanderung nach der Delta- Kolonie in Argentinien, einem Unternehmen zur Kolonisation des Parana-Deltas. Die Frkf. Ztg. hat darauf aufmerksam gemacht, daß nach zuverlässigen Auskünften dieses Unternehmen den deutschen Auswanderern keineswegs empfohlen werden kann, so daß den Auswanderern gegenüber diesen Äner- bietungen Vorsicht zu empfehlen ist.______________________________ vüchertifch. — Dr. I. W. Juxicus, Ter luftige Lateiner. Verlag von Hans Lüstenöder, Frankfurt a. M. In diesem Büchlein hat Tr. Juxicus kostbare Uebersetzungsblüten eingefangen und fein säuberlich geordnet, so daß man seine Freude daran haben muß. Eine Fülle von Sentenzen, komischer Uebersetzungeit, Wortspielen, luftiger Naturgeschichten, Rätseln, Ausgaben, Misck>- gediehten lassen den göttlichen Humor zu Recht kommen. ▼ X Central - Drogerie jd®. Emil&aru, Schulstraße. Mparalur-Wtilstütle für (1090 Musikinstrumente WiMö Sauer, ^‘iT 130 cm breit Einschläfrig 160 cm breit Zweischläfrig 20.50 25.00 Füllung 10Pfd. 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August Förster in Giessen wi Lieb. ttto-lni E. 1.1 faa Von der Ortsgruppe des Hansabundes für den Kreis Gießen ist uns eine Einladung für unsere Mitglieder zu dem am 28. Februar stattfindenden Vorträge des Herrn Dr. Mlat zugegaugen. Wir bitten, der Einladung recht zahlreich Folge zu leisten, da es für jeden Geschäftsmann von großem Interesse sein wird, sich über die Ziele und Zwecke des Hansabundes zu unterrichten. v»l Der- Vorstand. GtstllKbaft Sachsenkamer. Samstag den 26. Februar, abends 9 Uhr Seiet des 20. Stiftungsfestes auf der Hardt. Freunde der Gesellschaft sind herzlichst eingeladen. 01511 Der Vorstand. NB. Sonntag findet Ausflug nach der Karlsruhe statt. Dortmunder Löwenbräu der ältcstcn GiH-Bmmi 3ortmmih6. Heltes Bier edelster Art, bestvoll- kommenster Ersatz für echtes Pilsner. Flaschenbiere. Original-Füllung unserer Niederlage. Hygienisch rein. Sehr wohlbekömmlich. Niederlage: H. Heyne • Giessen Walltorstrake 5. Telephon 322. 653