Nr. 275 Der triefetm* täglich, auuet eonniaflS. - Beüagen: DlfTma! wöchentlich -lthtnerZamilienblStler; »wkunal wöchentl-Mri»' dlatl kurven rlreis Stehen (Dienstag unD^reitaq); Jtreiiiial monatL Land. Virltchaftliche Scitfraaeu RemlPied)-x2l)i|d)lufje: für die Redaktion 1'3, Verlag u. Expkdition'51 ybrefit iür Tepelcbeiu Anzeiger Gießen. Xnnaijmt von »nzetgeA für die Tagesnunnner bi- vormittags 9 Uhr. -MM K ■'M Erster Blatt Anzeiger für Mttvoch, 25. November |9|0 9ve,«gSpreiS: monatlich 75 Pf^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 66 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jährl. ausfchl. Bestetlg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. — Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August | Goetz; für .Feurlle- 1 ton^, .Vermischtes" und »Gerichtssaal": K. Neu- votationrdruck tmb Verlag der vrühl'lchei, Univ..vllch- und Steindruckerri 1L Lange. Redaktion, Expedition uud Druckerei: Schulstrahe r. ftJL'Ä “nb Expedition für Büdingen: vahnhosstratze 16a. - Telephon Nr. 50. Anzeigenteil: 'h. Beck. Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Die Siegener ZtadtverordnetenVahlen. (Sieben, 23. N!ov. ES wurden gestern gewählt: a) auf 9 Iahrer bitt Stimmen Ludwig Huhn, Stadtverordneter . 2923 Wtlh. Grünewald, Stadtverordneter < 2600 Herrn. Eichenauer, Stadtverordneter 2453 Karl A u g. Faber, Stadtverordneter s 2440 Dr. Robert Sommer, Professor .. N 2408 Ka rl Orbig, Stadtverordneter . B 2155 £ o u i 3 Emmelius, Stadtverordneter . 2069 Friedrich Helm, Stadtverordneter * 1950 Max Friedberger, Kaufmann . , 1791 Otto Urstadt, Professor, Oberlehrer » 1712 Friedrich Vetter-, Redakteur N 1508 Karl Iann, Stadtverordneter 6 t 1479 b) auf 6 Jahre: Friedrich Helfrich, Stadtverordneter e 1456 Außerdem erhielten Georg Beckmann, Kontrolleur » < 1451 Franz Schnell, Privatbeamter , 1351 Franz Brück, Hoflieferant . 4 „ 969 Karl Brück, Stadtverordneter . . 895 Wilhelm Homberger, Kaufmann . 6 895 Christian Jnderthal, Fabrikant s 849 E. h. Müller, Schreinermeister . , 727 Joseph Luley, Oberlehrer s * 713 Karl Krailing, Schlossermeister . < 688 Adolf Schmidt, Agent . * * 548 Max JaSkowsky, Gastwirt s * 536 vr. Spohr, Rechtsanwalt * N N „ 98 Hans Meyer, Architekt , - „ 96 Die Wahl und Qual ist vorüber. Es ist so gekommen, wie man eZ sich hat denken können: weder der Kandidaten- zettcl der Freisinnigen und Sozialdemokraten, noch derjenige des Bürgerschastsausschusses ist unverändert als Sieger aus der Wahlurne hervocgegangen, dageaen flössen die Fäden herüber und hinüber. Der Kampf drehte sich um die aufgestellten sozialdemokratischen Kandidaten. Die Bürgerschaft setzte der freisinnig-sozialdemokratischen Abmachung mit Erfolg ihren Widerspruch entgegen: statt zweier „Genossen" auf dem Zettel der Linken wurden zwei national- liberale Kandidaten auf dem Bürgerausschuß-Zettel gewühlt. Man darf daher den Ausgang der Wahl als erfreulich begrüßen. Die alten Stadtverordneten, ehrenwerte, bewahrte Manner, ziehen bis auf einen, wieder ins Stadtparlament ein, und die 4 Neugewählten sind gleichfalls Persönlichkeiten, die sich allgemeiner Achtung erfreuen. Die Herren Genossen werden mit einem lacheirden und einem weinenden Auge das Ergebnis betrachten. Viel hätte nicht gefehlt, dann würde der Vorstand der Fortschrittspartei es zuwege gebracht haben, daß auch die beiden anderen Genossen noch gesiegt hätten: Herr Beckmann erhielt nur 5 Stimmen weniger als der wiederaewählte Stadtv. Helfrich! Und Genosse Schnell hat wohl nur darum 100 Stimmen weniger bekommen als Beckmann, weil er in der Sonntag-Veriamm- lung gar zu wuchtig seine Anschauungen in Worte üoersetzt hat. Etwa 30 Proz. der abgegebenen 3100 Stimmen (also etwa 900) gehörten der sozialdemokratischen Partei an. Wenn man die Stimmzahlen der auf dem Bürgerschaftszettel ausgestellten nicht zum Siege gelangten Kandidaten betrachtet, so darf man sagen, daß sie, wenn man die Sozialdemokratie für sich allein stellt, gegenüber den rein fortschrittlichen Kandidaten sich das Gleichgewicht gehalten hätten. Der fortschrittliche Vorstand kann also nicht behaupten, daß sein Bündnis mit der Sozialdemokratie die Billigung der Mehrheit unserer bürgerlichen Wähler gefunden habe. Gewählt sind sonach die ausscheidenden Stadtverordneten bis auf Rentner Karl Brück. Trotzdem Herr Brück auf keinem der drei Parteivorschläbe stand, erhielt er 895 Stimmen, ein Beweis dafür, daß ferne Tätigkeit als Stadtverordneter Anerkennung gefunden hat. Neu treten in die Versammlung ein Universitätsprofesfor Dr. Robert Sommer, Professor Otto U r st a d t, Rentner Max Friedberger und Redakteur Friedrich Vetters. Der Parteistellung ihrer gewählten Mitglieder nach wird sich die Stadtverordnetenversammlung in den nächster: 9 Jahren zusammensetzen aus 17 Fortschrittlern, 13 Nationalliberalen (einschl. zwei ihnen nahestehenden Parteilosen), 1 Liberalen und 3 Sozialdemokraten. Die Wahlbeteiligung war von Anfang an recht lebhaft und steigerte sich gegen Abend noch erheblich, da der eingerichtete S ch l e p p e r d i'e n st viele lässige Wähler an die Wahlurne brachte. Selbst nach 7 Uhr sausten noch mit Wäylern besetzte Automobile heran, allerdings vergeblich, da die Wahlhandlung schon geschlossen war. „Ich bin wenigstens einmal Automobil gefahren", sagte zu seinem eigenen Trost ein zu spät Gekommener. Bis nachmittags 5 Uhr hatten rund 2000 Wähler ihren Stimmzettel abgegeben; bis 6 Uhr waren es 2700 und bis 7 Uhr hatten von 4347 Wahlberechtigten 3162 gewählt. Die Zahl der abstimmenden Wähler wäre ohne die Steuerrückstandsklausel sicher noch erheblich größer gewesen. Immerhin stimmten 72,74o/o der Wahlberechtigten ab, während es 1907 70,65o/o und 1904 gar nur 67o/o waren. Trotzdem die Zahl der ernstlich in Betracht kommenden Kandidaten wesentlich geringer war als bei den beiden vorhergehenden Wahlen (24 bei 13 zu besetzenden Mandaten gegen 41 bei 14 freien Stadtverordnetensitzen im Jahre 1907 und 30 bei 16 zu Wählenden im Jayre 1904) wurden bedeutend mehr gestrichene und abgeänderte Zettel abgegeben als bei den letzten Wahlen, wodurch sich die vorläufige Feststellung des Wahlergebnisses bis um 1% Uhr hinzog. An ungeänderten Zetteln tourben abgegeben 722sozialdemokratische,289fortschrittliche,' 260 des Bürgerschaftsausschusses und 132 des von einigen Wählern verschickten Wahlvorschlags, der die Namen der zehn ausscheidenden Stadtverordneten enthielt und deshalb scherzhafter Weise der konservative genannt wurde. Die Verteilung der abgeänderten Wahlzettel auf die einzelnen Parteigruppierungen ist nur schätzungsweise auf Grund von Teilergebnissen und dem Stimmenergebnis möglich, da sie nicht durchweg nach den einzelnen Gruppen sortiert worden sind. Ungefähr werden abgeändert angegeben worden sein 800 Bürgerscbasts- zettel, 600 fortschrittliche, 200 sozialdemokraiifche und 150 „konservative" Zettel. Viele Zettel enthielten weniger Namen, als die zu wählende Zahl betrug, manche sogar nur einen Namen. Vereinzelte Stimmen wurden auch für andere Namen abgegeben, die teilweise aus Eigenbrödelei, teilweise, um einen Witz zu machen, abgegeben wurden. Gerade durch diese Stimmen wird das Zählgeschäft außer-1 ordentlich erschwert. Der Verfassungskampf in England. London, 22. Nov. Schatzsekretär Lloyd George hielt gestern abend in Mile End (Grafschaft Essex) eine Rede, in der er aussührte, die letzte Wahl habe es b-eiD Liberalen ermöglicht, das Budget durchzubringen. Die kommende Wahl werde es dem erblichen Hause unmöglich machen, jemals wieder eines tzu verwerfen. Geld für soziale Reformen habe sich in England gefunden, während die schutzzöllnerischen Budgets ausländischer Staaten die erforderlichen Einkünfte, nicht hätten aufbringen können. In Deutschland habe man es sogar für nötig befunden, wegen der Vermehrung der Kosten der Lebenshaltung die Zivilliste des Kaisers zu erhöhen. Die Regierung gehe jetzt daran, für weitere 200 000 arme alte Leute zu sorgen und sie zu Staatspensionären gleich den Herzögen zu machen. Noch mehr: Man habe sogac Geldmittel erlangt, um zwei Millionen Arbeiter gegen Arbeitslosigkeit zu versichern und ferner, um im nächsten Jahr eine Versicherung von 15 Millionen Angehörigen der arbeitenden Bevölkerung gegen die Erkrankung ihres Ernährers in die Wege zu leiten. Das letzte irische Schreckgespenst habe man in amerv« konischen Dollars geahnt: Ich möchte aber wissen, seit wann die britische Aristokratie den amerikanischen Dollars verschmäht. Man müsse darauf bestehen, daß wenn ein Volk beschlossen habe, daß gewisse Maßnahmen Gesetz werden sollen, niemand, weder ein Großer noch ein Äerner, das Recht haben sol e, das zu verhindern. Wenige französische tyreibeuter aus der 9tormanbie hätten seinerzeit die Besitzer des Grund und Bodens in England getötet und eine Totensteuer von 100 Prozent erhoben. Auf diese Weise sei die britische Aristokratie entstanden. Der Schatzkanzler schloß mit der Mahnung, den Weg dafür zu ebnen, daß die ®e* rechtigkeit einen ebenso leichten Zugang habe zu den grauen Häusern des Volkes wie zu den Palästen der Mächtigen. Die unionistischen Blätter sind der Ansicht, daß Lansdownes Antrag aus Vertagung der Aussprache über die Vetobill der Regierung, um dem Oberhause die Aussprache eines eigenen Reformplanes zu ermöglichen, einen wirksamen Gegenhieb bedeute, indem er das Land vor die klare Alternatioe einer Reform oder völligen Umwälzung stelle. — Die liberalen Blätter meinen dagegen, daß der Antrag die Absicht der Regiermrg auf sofortige Auflösung rechtfertige, da daraus hervoraehe, daß das Oberhaus niemals ein Kompromiß beabsichtige. Die „Morning Post" brandmarkt die Rede von Lloyd George als leichtfertig und gemein und erklärt, er versuche durch rohen Spott und schändliche Andeutungen die Leidenschaft des Mobs aufzureizen, um nicht nur das Oberhaus, fonoern die ganze Aristokratie zu vernichten Das Blatt richtet zum Schluß den Appell an alle gemäßigten Männer, sich mit den Konservativen zu vereinigen, um ein nationales Unglück abzuwenden. • U n ter hauL London, 22. Nov. (Unterhaus.) Asquith sagte in der Beantwortung der Anfragen: Ich habe d^e Absichten der Regierung bezüglich Diäten für die Mitglieder des Hauses bereits angeoeutet. Wir werden die Vorlage einbringen, wodurch den Trade Unions erlaubt werden soll, in ihren Satzungen die Bildung eines Fonds vorzuseyen, der für die Aktion im Parlament und ut den Gemeindeverwaltungen, für Repräsentation und ähnliche Zwecke bestimmt ist. Der erste Punkt der Tagesordrmng war die zweite Lesung der Finanzbill. Austen Chamberlain erklärte, daß er angesichts des Vorgehens der Regierung Die Beerdigung Tolstois. Saßjeka, 22. Nov. Um 8 Uhr früh traf der Trauer- iug feier ein und wurde von einer großen Menschenmenge erwartet. Die Kinder T o l st o i s und Bauern trugen den Sarg drei Werst tont bis 3 a 6 n a j a Poljana. Voran schritten Bauern, die weiße Leinwandstteifen mit der Aufschrift trugen: ^Lew Nckola- jewüsch, das Andenken an Deine Güte wird unter uns verwaisten Bauern nie erlöschen." Es folgten Studentenchöre, abwechselnd den Choral ^Ewiges Gedenken" smgend. Dann kamen vier Wagen mit Kränzen. In Jaßnaja Poljana wurde der Sarg in einem Gemach aufgebahrt, aus dem außer dem Bücherschrank, der Büste Buddahs und dem Porträt des Bruders Tolstois alle Möbel entfernt waren. Eine lange Reihe Menschen, die von Tolstoi Abschied nehmen wollen, zieht zur Bahre hin. Zuerst traten oie Bauern von Jaßnaja Poljana an den offenen Sarg heran. Nachdem der lange Zug der Abschiednehmenden an der offenen Bahre Tolstois vorbeigezogen war, wurde der Sarg von den Söhnen Tolswis, Studenten und Bauern hinausgetragen, toäljrcitu die Menge auf die Stuiee fiel und den Choral „Ewiges Gedenken" sang. Der Leichenzug bewegte sich durch den Garten zum Grabe, das von den Bauern gegraben und von neun Eichen umgeben ist. An der Spitze des Zuges schritten Abordnungen, der -ängerdjor und Kranztrager, hinter dem Sarg die Grasin und oie übrigen Verwandten. Wahrend der ganzen Zeit der Grab- ll'gnn, verharrte die Menge unter dem Gesänge des Chorals kmeeud. Viele'weinten, Reden wurden nicht gehalten. Lin Uiibetannter ries in die Menge hinein: Der große Leo ist ge- Iwrben' Es lebe sein Geist! Mögen seine Gebote des Christentums und der Liebe sich verwirklichen! — Um 41/« Ufer war die Beisegungsseierlichkeit beendet. Am LienStag natfeinULag versammelten sich vor der Kasan- 'atbeöraie in Petersburg zahlreiche Studenten und Stu- oent innen. Die Polizei war rechtzeitig auf dem Platze und drangtr' die Menge zurück, die friedlich auseinander ging und feiet» bei bnv >>'D „Ewiges Gedenken" Jang. — Wie aus Astapowv gc- melbcf_n)irb, ließ die Bahnverwaltung am Sterbel-ause Tolstois blue Lasel, anbringen mit der Inschrift: Am 20. November Harb hier Leo Nikolajewitsch Tolswi. Das Sterbefeous Tolstoi's >oll naa- Anordnung der Direktion der Rjaesan-Uralbafen geräumt werden, um zu einem Tolstoi-Museum eingerichtet zu werden. * Düsseldorfer Thcaterbrief. Knut Hamsun aus 5ut ter üciuicncn Bühne. Man schreibt und aus Düsseldorf: -enut o o m) u n hat als Fünszigjahrrger ein neues Schauspiel geschrieben, das im Nonveguchen den Titel „11 d e t i v o l d" führt. Dieser Tftel ist schlecht zu übersetzen: lioet ivold hciA etwa „von dem unbarmherzigen Leben gedolt". Und so hat das Düsseldorfer Schauspielhaus, das dem Schauspiel die deutsche Uraufführung bereitete, im Einverständnis mit dem Dichter und dem Uebersetzer Karl Morburger dem Stück den Namen „Vom Teufel geholt" gegeben. Hamsuns Schauspiel hat viele große Vorzüge, aber es ist kein Drama. Es ist der Abschluß eines Lebensabschnittes, ein Spiel um die Jahreswende einer Frau, die starke erotische Neigungen hat und nun doch um die Vierzig herum einen nach dem andern ihrer Liebhaber fortgleiten sieht. Die Handlung wird nicht von innen heraus, nicht aus einem mächtigen Kraftzentrum l-eraus bewegt, sie gleitet lediglich nach dem Gesetze der Zeit weiter. Hamsun will uns diese Frau, die nicht alt werden will, von allen Setten zeigen, aber er hat nebenbei noch das Bedürfnis, andere Personen vorzusühren, und recht ausgiebig vorzuführen, obgleich sie der Tragödie dieser Frau nicht sehr nahe stehen. Er braucht eine lange Vorgeschichte, auf die immer wieder feingewiesen wird, er läßt die Personerr durcheinander laufen und holt sie einzeln heran, um sie bann in einem Zuge sich produzieren zu lassen, kurz er zeigt an allen Ecken und Enden sein dramatisches Ungeschick, allerdings neben der glänzenden Gesäncklichkeit eines, Liefen Seelenkenners und feinen Epikers. T-er letzte Liebhaber der Heldin, eine Hauptperson also, tut drei Akte hindurch nichts, als daß er auf einen Boten wartet, um dann eiwlich im vierten, letzten Akte, als der Bote da ist, uns zu sagen, wes Geistes Kind er ist. Gewiß, es sind Szenen von dramatischer Spannung in diesem Drama der ^ehemaligen Sängerin und jetzigen Bürgersfrau Gihle, Szenen, wie wir sie in jedem guten Roman finden, aber ein Drama feat Hamsun nicht geschrieben. Tie feine Schilderung der Frau, des allen kindischen Greises Gihle, dem es bei dem Spötter Hamsun sehr sck)lecht ergeht, eines südamerikanischcn Nabobs, eines verkommenen Musikers, geiftreid>e Bizarrerien und ein paar gewaltsame Knalleffekte können nickst darüber hinwegtäuschen, daß der Dramatiker Hamsun versagt. Das Düsseldorfer Schauspielhaus hatte versucht, durch energische Kürzungen des allzu langen Werkes bewegtes Leben zu schaffen, aber die Kürzungen nahmen dem Stück nur viele epische Feinheiten, ohne ihm dramatisch Helsen zu können. — Napoleon III. und Elba. Als sich im Jahre 1871 der Tag näherte, an dem der Kriegsgefangene von Wilhelmshöhe das Schloß bei Kassel micber verlassen sollte, ging das Gerücht, daß Napoleon sich zur Erholung nach Elba begeben wolle, der kleinen Insel, die durch den Aufenthalt seines großen Vorfahren einen weltgeschichtlichen Namen er hatten hat. Als der Bürger^ meister des Städtchens, Portoferrato, der Hauptstadt der Insel, davon Hörle, beeilte er sich, an den entthronten Kaiser der Franzosen ein Schreiben zu richten, das von allen maßgebenden Perlon! ichkeiten dar Stadt unterschrieben war und in dem man Napoleon die Gastfreundschaft Portoferratos feierlich antrug und schilderte, wie sehr man sich freuen würde, den Kaiser zu begrüßm. Der preußische Gesandte beim italienisck-en Hose übernahm die Uebermittümg des Schreibens. In der Rassegna nazionale ver- ö ff ent licht nun Licurgo Cappelletti die Antwort Napoleons auf diese zuvorkommende Einladung der Portoferraten. Sie ist au5 Wil Helms höhe, 10. März 1871, datiert und lautet: , Herr Bürgermeister! Ich empfing die Lldresse, in der mir die Bewohner von Portoferrato die Gastfreundschaft ihrer Stadt anbieten in dem Glauben, daß ich die Insel Elba zu meinem Wohnsitz erwählt hätte. Wenn auch diese Nachricht jeder Begründung entbehrt, so freue ich mich doch über dies Seiden der Shmpathie, das durch das Gerücht hervorgerufen wurde uird mich wirvich geführt hat. Ich bitte Sie, Herr Bürgermeister, sich zum Dolmetsch meines Tankes an Ihre Mitbürger zu mack-en. Ich grüße Sie aufrichtig. Napoleon." — Der Tribut der Syphilis. In der „Neuen Preuß. Korrespondenz" bespricht ein Arzt ausführlich die drohende Schädigung der wirtschaftlichen Lage der Aerzte und namcntlidj der Hautärzte durch Chrlicki-Hatas Syphilis-Heilmittel „606", „wenn es wirklich fein Versprechen weiter erfüllt"; er meint, daß die Einspritzungen, die sich in kürzester Zeit schon um 7 bis 10 Mark ausführen lassen werden, da die Kosten des Präparats nur 4 Mark betragen, von keinem Arzte unter 50 Mark vorgenommen werden sollten, damft die Aerzte wenigstens teillveise für ihren großen Schaden Ersatz erhalten. Bisher habe ein Syphilis kranker dem Arzt bis zur Heilung 300 bis 500 Mark, also durchschnittlich 100 Mark im Jahre, eingetragen, und noch ergiebiger war der chronische Verlaiis der K>ankhett. Hautärzte insbesondere batten zu 75 Prozent Syphiliskranke als Patienten. „In jedein Falle aber muß rechtzeitig etwas geschehen, wenn der Seifen der Eyr- lichschen Erfindung für viele Tausende von Aerzten nicht zu einem Fluch werden soll." — Soweit find wir also schon. — Kurze Nachrichten a u s K u u st u. W i s s e u s ch a f t. Der Königsberger Straf-- und Prozeßrechtslehrer, Gelx, Justizrat Professor Dr. jur. Karl Güterbock, Mitglied i>'s Herrenhauses, begeht am 26. d. Mts. das 50jährige Doktor- iubüäum. Karl Eduard Güterbock ist am 18. April 1830 zu Königsberg i. Pr. geboren. c ch- Mainz, 22. Novbr. Bei der heute hier borgenommenei baten einer heute aufgetretenen Bürgerpartei, die von beider beiden Zetteln der anderen Parteien genommen waren, 229 un (Fortschrittliche, Nationalliberale und Zentrum) 4778 ungestrichcn und 1292 gestrichene Zettel, die 18 Kandidaten der Sozialdemo kratie 4904 ungestrichene, 266 gestrichene Zettel, die Kandi- Stadtverordnetenwahl erhielten in der Stadt Mainz die U Kandidaten der vereinigten bürgerlichen Parteiei "Tageskalender für Mittwoch, 23. Nov. Stadt- Heater: ,T a i f un*. Anfang 7 Uhr. Ostma rkenverein. Bortragvon Generalleutnant z. D. E. von Müller aus Wiesbaden. Abends 8'/. Uhr ins Steins Saatbau. reits reichlich ausgestatteten Main-Neckar-Bahn w.^ U1 :ii. Dezember das zwischen Weinheim und Großsachsen gc Die Störungen seien j Stadtverordnelenwahl statt. Es liegen uns hierüber folgend Meldungen aus den beiden Städten vor: gestrichene und 67 gestrichene Zettel. Welche Kandidaten gewähl sind, kann erst in einigen Tagen mit Bestimmtheit festgestell werden. Es wird aber angenommen, daß die Kandidaten de DeutscherPrivatbeamtenverein. Vortrag von Ernst Remeinund-Magdeburg: Tie Privatbeamtenversicheruna. Abends ti1/, Uhr im Kaiferhoi. Vortrag von Tr. G. W y n e k e n: Tie freie Schulgemeinde Wickersdorf — em neuer SchuUypus. Abends 87. Uhr im tooiel Schütz. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 23. Nov. An der mit Statio Aus itnO Land. Gießen, 23. November 1910. Kreis Lauterbach. = Lauterbach, 22. Nov. Im KreiseLauterbach war das T über kul oje. Muse um in Schlitz von 1750 und m Herbstem von 860 Personen besucht. In beiden Orten wurden 8 Vorträge gehalten. Kreis Friedberg. L. Bad-Nauheim, 22. Nov. Um eine recht wohltätig wirkende Steuerung wird unsere Badeanstalt die,eS Jahr reicher werden. Damit viele Thermal- und Sprudelbäder bereitet iverden können, ivurde em T h er mal b ä de rba ssm und cm Sprude lbäderbassiu errichtet. Beide werden 2hidlaii0„ Der mährische Landtag ivurde vertagt, nachdevi der Oberst-Landmarschall und die meisten maßgebenden Per- sönlichkeiten dec Landtagüparteien sich gegen die Fortsetzung dec Verhandlungen ausgesprochen hatten? " Aus Tonypandy irurd gcmcibet: Die streikenden Bergleute hielten die aukommenüen Zuge an und buru)- suchren sie, um die Zitsüyrung auswärrigec Miuenarbeiter zu verhindern. Tie Unruhen wiederhvtren sia) am Montag abend, da sich die streitenden des Bahnhofs zu bemächtigen suchten. Ta die Schutzleute niu-c ausreich.en, ließ manMilitärkvm men, dessen b.oge Anwesenheit einen buulagenden Einflug au-ubte. Einige Journalisten, die den Streikenden folgen wollten, wuroe.i von mit Knütteln 6er wrieten Schutzleuten gewaltsam daran gehindert. Tie Straßen waren um 1'7 llyr früh gesäubert. Sechs Schutz' sich weigere, an der Aussprache über die zweite Lesung teilzunehmen. Nachdem sich fein Mitg.ied zum Wort gemeldet, wurde die zweite Lesung einstimmig angenommen. Dillon fragte den Staatssekretär des Auswärtigen, Sir Edward Grey, ob er wisse, wann die russischen Truppen von Nordperfien zurückgezogen werden würden und welches die Gründe dafür feien, die russischen Truppen dort zu belassen. )onft fortwayreuü zu k)eid)lunen ijeraus mW ^eieni munten. Zä) s * > bitte aoec zu bedenken, daß, lvenn es so weiter acht wir einem Landkags-Ad-^ Zeitpunkt für den :-tvschiu,j des ^rvzenes noernoupc NU.' oow- sthen vermögen. leute wurden verwundet. Zwei Verhaftungen wurden vor-»in den nächsten Wochen fertiggestellt und dann wird flcnommcn. ihre Ueberbauung gehen, die bis rum Beginn des Fr Ucbcr bie Vorgänge in Monaco schreibt das fein soll d Pariser „Journal": Wenn ein Teil der Bevölkerung von 9 'e,n ,0UV - . Monaco dem Fürsten Albert für die Verleihung einer Ver- sassung dankbar ist, so setzt doch der größte Teil der aus verschiedenen Stämmen bestehenden Bewohnerschaft seine frauzosenfeindlichen Treibereien fort und verlangt die Ent-i, - _ c o .. . ~ f ' . P / - - —- — sernung aller von dem Fürsten Albert zur Verwaltung be5 u [a c.n eJn? Haltestelle bekom Landes berufenen Franzosen. Die Menge veranstaltetel^b^- Gmannter Ort, der durch den besten Rotwein de kürzlich eine Kundgebung gegen den Generalgouverneur Bergstraße ketannt i)t, defttzt bereits an der Strecke Wein Hautefeuille unter den Rufen: Nieder mit Frankreich! Tod Horm--Heidelberg,!die der süddeutschen Estenbahngesellschas den Franzosen! — Die französische Regierung ist bei aller 9chort, eine Station. Achtung vor der Unabhängigkeit des Fürsten und bei aller ? V I st 9 e lheim, 22. Nov. Die Fleisch Dankbarkeit für die Freundschaft und die Treue des Fürsten $Jer erheblich heruntergegangen, denn zwei HUs.g Albert fest entschlossen, zu verhindern, daß in einem den irischer haben den Preis für das Pfund Rindfleisch erste Begierden der Gegner Frankreichs ganz besonders aus- ^^te auf /o Pfg , für das Pfund Rindfleisch zweiter Sort gesetzten Punkte der Riviera ein Herd von franzosenfeind- |auf'Jr ^>9-, Kalbfleisch (alle Stücke) auf 70 Psg. herab üdfcn Treibereien geschaffen werde. Es sind alle Maß- gesetzt. nahmen getroffen, um im erforderlichen Fall ein entschei-----« •— --------,,----- ----- dendes und rasches Eingreifen zu ermöglichen. Yesstsche StaotoerordnetenVahlen. Die Ruhestörung in Süd-Wale« am Montag Gießen, den 23. November abend führte zu einem regelrechten Gefecht. Tie Dm gestrigen Tage fanden außer den hiesigen Stadtoerord Polizeibeamten sagen aus, man habe aus den Fenstern netcnwahlcn, über deren Ergebnis an anderer Stelle berichte alle möglichen Gegenstände geschleudert und heißes Wasser wird, auch in Mainz und Worms die Erganzungswahlen auf ihre Köpfe hlnabgegofsen. f7"- schlimmer gewesen als alle vorhergehenden. Aus Urmia meldet man: Der Gouverneur teilte dem Korrespondenten der Petersburger Telegraphen-Agentur mit, daß an den fortdauernden Kämpfen bei Ain sei am Urmiasee außer Kurden unter der Führung von Jus- baschi Stjabot auch 150 türkische Infanteristen teilnähmen. An der ganzen Grenzlinie würden Verschiebungen der türkischen Truppen vorgenommen. Der Gouverneur ist der Aiijicht, daß die türkischen Truppen offenbar die bestimmte Ordre hätten, sich des Südufers des Urmiasees zu bemächtigen, nachdem sie vorher die durch ihre natürliche Lage befestigten Punkte besetzt hätten. Zeuge Buschmeier ist Geschäftsführer bei der Firma Kupfer u. Eie. "Nach seiner Ueberzcugung ist der Streit vom Zaune gebrochen worden, denn die Streikenden find garnicht nut Forderungen an die Firma herangetreten. Dazu kam, daß ver schiedene öirnicn niedrigere Löhne zahlten als seine Firma Der Lagerverwalter habe ihm bei Ausbruch des Streiks mitgeteilt, daß einige der Leute bedroht würden. Ferner sei ihm mitgeteilt luor oen, bah schon zu Anfang der Streitigkeiten die Geschirre der Pferde zerschnitten und ein Pferd verletzt worden sei Das geschah^ sofort nach dem Ausbruch des Streiks am Morgen des 19 Scptember. Um diese Zeit sei daher von Janhagel nicht die Rede gewesen. Die ausfahrenden Wagen der Firma 'wurden von Radsahrern der Streikenden stets unter Kontrolle genommen später ist der Seupe nicht mehr auf den Lagerplatz' gegangen, und zwar aus Vorsicht, weil er eine Menge Drohbriefe erhallen, hatte Er Ijabe zuletzt noch gesehen, daß die Arbe.tsnnlligen aus Hamburg in einem verdeckten Wagen angefahren kaineu ' Vorsitzender: Haben Sie von der Polizei Schutz er- Z e uge: Ja, es kamen auch auf telephonische Benachrichtigung vier JJtaiin und spater Eharlottnrburger Schutzleute. Sir Edward Grey crlutbertc: Die erste Frage müsse er verneinen. Was die zweite anlange, so wisse man, daß die russische Regierung zwar beabsichtige, die Truppen zurück- znziehen, aber nicht der .Ansicht sei, daß die gegenwärtigen Zustande des Landes schon jetzt diesen Schritt rechtfertigen. Weiter fragte Dillon: Welche Haltung die englische Regierung für den Fall einzunehmen beabsichtige, daß die persische Regierung es ablehnen sollte, ihre Einwilligung dazu zu geben, daß die Straßen int Süden von Truppen unter dem Befehl von englischen Truppen bewacht würden. Sir Edward Grey erwiderte: Es wird verfrüht sein, schon jetzt zu sagen, welche Haltung die englische Regierting ein nehm en wird, wenn die persische Regierung dies doch tun sollte. Wir haben der persischen Regierung im Sinne vorstehender Erklärungen dringende Vorstellungen gemacht, aber darüber hinaus keinen Druck auf s i ausgeübt. Oberhaus. London^ 22. Novbr. Lord Lamington fragte, wie die Angelegenheit der persischen Anleihe von privaten Firmen ^?khe und ob Persien Anfang 1910 daran verhindert worden sei, irgendwelche finanzielle Unterstützung dieser Art zu erhalten. Lord Herschell erwiderte namens des Auswärtigen Amts, die britische Negierung habe nicht den Wunsch und wenn sie den Wunsch hegte, würde sie garnicht dazu in der Lage fein, Persien an der Erlanguna eines Darlehens von privaten Quellen zu verhindern, wenn Persien dies anstrebe, immer vorausgesetzt, daß . irgend eine Anleihe in keiner Weise die Sicherheiten nachteilig tzerühre, die für den Dienst der britisch-russischen Darleben be- bereits Vorbehalten seien. Was die Frage anlange, ob Persien daran gehindert worden fei, eine Anleihe von privaten Quellen am Anfang des Jahres zu erlangen, so machte ein gewisses Shndikat in London im März Vorschläge 6c» sLglich einer Anleihe an Persien, aber zu der Zell seren Verhandlungen int Gange gerne,en, in Betreff eines gcmcin- ichastlichen Darlehens von der britischen und russischen Regierung an Persien. Die Zahlung von Zinsen auf englische Darlehen fet bedeutend im Vorzüge. Was die augeublicklick^ Lage angehe, habe die Regierung keine Schritte getan, irgend einer speziellen Anleihe entgegenzutreten. In einem Falle lehnte die Regierung es ab, eine Unterstützung zu gewähren. Es sei völlig klar, daß sie sich die Befugnis Vorbehalten müsse, mit Rücksicht auf die Sicherung der britischen Interessen, Unterstützung zu gewähren oder zu versag en. Vie Unruhen in Mexiko. Die „Associated Preß" meldet aus Mexiko, die Regierung Diaz stehe einer ernsten Revolution gegenüber. Wie verlautet, befindet sich Francisco Ma- dero, der Führer der Revolutionären, in Eoahuila. Die Revolutionäre griffen die Kasernen von Orizaba an und wurden nach einem schweren Zusammenstoß mit den Truppen zuruckgetrteben. Die Stadt Torrcon wurde von den Revolutionären stundenlang mit schwerem Geschütz beschossen. Mexiko, 22. Nov. Gomez-Palacio, Durango, Parral und Torreron waren am Montag der Schauplatz heftiger Kämpfe. Die Aufständischen eroberten Gomez-Palacio. Da die Telegraphendrähte nordwärts von Montery von den Aufständischen durchschnitten worden sind, so sind Einzelheiten über die Kämpfe nicht zu erhalten. Wie aus Washington gemeldet wird, behaupten chiffrierte Depeschen aus privater revolutionärer Quelle die mexikanischen Rebellen seien im Besitze von Gomez-Palacio und Torreron. 300 Mann Regierungstruppen hätten sich mit den Aufständischen vereint und die regierungstreuen Truppen in Torreron angegriffen In Zagtecas, wo es 25 Tote gegeben haben soll, sei die Regierung Herr der Lage gcblieuen. Die mexitanische Regierung habe fick), um die Weitergabe von Nachrichten zu verhindern, aller Telegraphendcähie, auch der in Privat- desitz belindlrchen, bemächrtgt. Aus San Antonio (Texas) sind zwei Abteilungen Kavallerie an die Grenze abgegangen, um die Jntere^en der anterikanischen Bürger zu fchützen. _ weitere Depeschen aus El Paso (Texas) berichten, daß £>an Andres, Torreron Rancho, Mina^a, Encinillas, Guerrero und das anfügende Gebiet Eyihuahua von den Aufrührern genommen worden find. Die Revolutionäre haben "alle Vorräte, militärische Ausrüstungsstiicke, sowie alle Pferde und alles Vieh beschlagnahmt. In Acambaro (Guanajuaro) zog eine aufrührerische Menge zunächst zum Gefängnis und befreite die Gefangenen- dann zog die bewaffnete Menge zum Rathaus und raubte bie städtischen Kasten aus. Die Truppen besagten die Menge tu bie Berge; etwa 20 Aufruhrer wurden getötet und 80 verwundet. Den Revolutionären sei es aciiuiaen Gomez-Palacio zu besetzen. ' vir Frauenrechtlerinnen und der Ministerpräsident. London, 22. Nov. Als Premierminister Asquith beute daö Parlament verließ, drängten sich die Anhängerumcn des Frauenstimmrechts an den Wagcii und zertrümmerten mit einem Stock eine Fensterscheibe des Gefährts. Es wurden etwa hutidert Verhaftungen vorgenommen. Darauf zogen die Frauen vor die Wohnung des Preutierininisters in 1 öie Downing Street, wo nur locmge Schutzleute postiert waren. Premierminister Asquith blieb völlig ruhig. Schließlich gelang es chm, in ein Privatautomobil zu springen, mit dem er wegfuhr. Auch Minister B i r r e 11 hatte einen Zusammenstoß mit den Frauen. Sie trieben ihm die Kopfbedeckung über bie Ohren, stießen ihn hin und her gaben ihm Fußtritte gegen das Schienbein, bis die Polizei einschritt. Der Minister lehnte es ab, ein Automobil zu benutzen und begab sich hinkend in den A t \) e n a e u m 11 u b , wo auch Asquith ein- ■ traf. bürgerlichen Parteien mit 900 Stimmen Mehrheit gewählt sind die auch zwei Sozialdemokraten auf ihre Liste genommen hatten 3n Mainz-Mombach wurden für den bürgerlichen Zette 524 Stimmen, für den sozialdemokratischen Zettet 549 Stimmet abgegeben. Die Sozialdemokraten sind dort gewählt. Ji Mainz-Kastel wurden für die bürgerlichen Kandidaten unt für die sozialdemokratisck)en Kandidaten je etwa 550 Stimmer abgegeben. Wahrscheinlich ist ein Zentrumskandidat gewählt während übler das zweite Mandat das Los entscheiden wird In Anbetracht des geringen Stimmenunterschiedes muß man ledoch die genauere Zählung abwarten. kreuz 1. Klafse des Verdienstordens Philipps des Groß- P'fV * «Icn- fUnb bC$ Zentrums 2095 Stimmen mittigen verliehen. I and für die der Freisinnigen und Sozialdemokraten * * Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde 1749 ungestrichene Zettel abgegeben. Das Ergebnis des 3. Wahl- dem Schiilamtsaspiranten Jos. Herbert aus Kiein-Hausen Bezirks steht noch aus. Tie Liste des N a t i 0 n a 11 i & e r alen eine Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Zellhansen. und des Zentrums hat gesiegt. * * Zur Berufswahl der Knaben, die nächste Ost5.11 ----— _j bie Schule verlassen, schreibt uns der Verband Deutscher Hand- Dit MMler StraßCntraWaUC ÜOF Gericht, lungsgehilfen: Das gesteigerte Wirtsck-astSleben stellt heute an hiuwww vv vnuu|i, den Kaufmanns stand hohe Anforderungen. Das Wott Goethes q„ _ Vec1111' 22. /Jtob. daß nichts ausgebreiteter sein müsse als der Geist eines ft'aui’ L P « m heutigen Sitzung iverden zuiiawst verschiedene —, güt Deute mehr als je. Nur der junge Mann darfÄ ^mom nen* ° ld °m ° r ra 11 sche n P a r t e i° r g a ni- ini Kaufmannsstande vorwärts zu kommen, der eine genügende karteii^fSr P r t Knf. r • 1T < Vorbildung mübringt und in praktischer Lehre und Fwrtbildungs- kein S ^berzeugmig chule seine Pflicht erfüllt. Von den kaufmännischen Fortbildungs- M»" SJr Hb 2 ? den Ausschreitungen beteiligt schulen und Handelskammern, sowie von Handlungsgehilfen-Ver- VeraiUassung gehabt, suh S'fÄlS, S,'„“,“X’X"" “ll “ oem Kaufmannsstande zuzusühren, die über die erforderliche Vor- Rechtsanwalt fr Hup- r:„k t m t to.sss. “ KS'äraESssäSssSä Mangel^"' bCnn Qn ^rlinöC11 im Kaufmatmsstande kein Dagegen haben wir uns immer verwahrt. R.-A. Cohn: Ist * * I detaniit, baß geiuijie Screiie iuiu> einem 'virbCLyiuiUigui-- bem JruhhTn iIpJuLsm dfe r^en der auf Gesetz schreien und. daß sie die VorglUige in Moabit in diesem l * U e b u n 0 5 p I a 6 Darmstadt unter» touuie ausiuißcn r ^euge: ^aiuoyi, henünieruüiiue unb lüiu gebrachten 5. Eskadron des Dragoner-Regiments Nr. 24 ist I servatwe Kreise. am 18. ds. Mts. Brustseuche festgestellt worden. Die . . ^ors.: Sie verurteilen die Ausschreitungen. Glauben Sie, erkrankten Tiere sind in die aus dem neuen Munitions- alle ^hre Parteigenossen dasselbe tun? Zeuge: Für die Magazingelünbe befindlichen Zelte übergeführt. • Haltung der Sozialdemokraten ist maßgebend das Programm: * * 9JZ a u I - unb Klauenseuche. Neue Aus- Beschlüsse des Parteitages. Danach ist die Anwendmig b r ü ch c der Seuche sind gemeldet aus: L a n d st u h l, Be- h.VfiPai,nk• Suö0e,“}lül>en- n dieser Beziehung stelM zirksamt Homburg Regierungsbezirk Pfalz; P f l -Vh e'i m ' | Zrf, Fragen an Den Zeugen s\ Vj e Vmlun? c^uAl ^9 en, Bezirksamt Pforzheim, M beweisen, daß gerade die Sozialdemokraten sich die größte Ptulse ^aben, B o r r st a b t, Bezircsamt Roctenhausen, Pfalz, unb geben, durch verschiedene Veranstaltungen die Jugend auf cm Weißenohe, Bezirksamt Forchheim, Oberfranken. höheres Niveau zu heben, durch Vortragkurse usw Landkreis ßUrürn ™ Te?-5eugc ift her „Vorwärts"-Redakteur Ströbel: iano[rei3 vylCßCn. Wenn die Parteileitung mit den Vorgängen in Moabit in Ver- X Klein-Linden, 22. Nov. Dormerskag veranstaltet dindung geftanbeu hätte, bann hätte auch der „Vorwärts" davon dec hiesige Volksbildungsverein „Heimatvereinigung" im Saale etwas gewußt. Der Vorwärts hat aber von den Vorgängen: „Zur deutschen Eiche" einen V 0 l ks u n t e r h a l t u n g s a b e n d. dickst einmal journalistisch etwas erfahren, sondern erst durch Pfarrer Vogel aus Reickfelsheim hat einen Lichtbildervortrag die polizei-offiziösen Berichte. Bei den Unruhen am Wedoing über den deutsch-französischen Strieg übernommen. Deklamationen hat der „Vorwärts" allerdings ein Extrablatt ausgegeben, weil und Musikvortrüge des hiesigen Zitl-erkränzchens füllen den ivei- bamalS bie bürgerliche Presse eine strupellose Hetze gegen die ter en Teil des Programms aus. Sozialdemokratie ausübte. In 9Jioabit handelte es fick) aber Geilshausen, 22. Nov. Der Kreis aus schuß des Ueberzeugung um Polizei-Attacken gegen biv Kreises Gießen hob die G e m e i n de r a t s wa hl vom 7. Scp- f , teniber- 1910, in der Gastwirt Konrad Beiker als gewählt L Ji.U &eine. $ci Staatsanwalt sprach von jahrelanger zeichnet wurde, auf unb bestätigte Heinrich Riarg 0 lf U. als 'aziawemottaiisu-er Verätzung. 0 e u g c: chm ernster '^oiLuer Gemeinderatsmitglied I 0011 Verhetziuig der Lrozialdemotratie nicht sprechen.. Die Sozialdemokratie hat nie Zweifel darüber gelassen, bau sie einen Kreis Budmgen. Putsch nicht billigen würde. z b 1 l. J8 ü b i 11 gen, 22. Nov. .^cutc nachmittag erlitt Tie Verteidiger riajieji noch eine ganze Anzahl Fragen an cm beim Kanarbau an der Bahuhofstraße hier beschäftigter I den Zeugen. Der Vorsitzende bemerkt, wenn der Gerichtshof Arbeiter einen Schlaganfall. Der Kranke wurde üb.ct den Umfang der Beweisaufnahme zu bestimmen hätte, würden in seine Wohnung gebracht. M1, Cl^r Wockje mit dem Prozeß fertig sein. Ich muß aber X Nidda, 22. Nov. Der kürzlich an Stelle des zu-1 'awUiche Fragen öulassen aus Zwockniäßigkeitsgründen, weil wir rückgetretenen Bcigcorbneten W. Braun II. neu gewählte mtte aber Beigeoiblicke Ludwig Erk I., Sohl» bcs Luikbi.ugs-Av- gcorbneten Will). Err, wurde mit 283 Stimmen einstimmig zum Bürgermeister gewählt. — Der Gendarmerie- Waciftmeister Wenzel, hier, wurde nach Vilbel versetzt. Er war gegen 12 Jay re hier stationiert unb ein schneidiger Beamter. Er war auch unter den zum Sichcryeitsbienft anläßlich des Zarenbcsuchs zugezogenen Beamten. Diese waren aber unzureichend'. — Erster Staat-anwalk: Vie war es mit den Revolvern? — Zeuge: Der frühere Lagerverwalter war bei den Unruhen vor 4 Jal-ren so bedrängt worden, daß er ohne Revolver ein toter Marrn. gewesen wäre. Da wurden die Revolver von und angeschafst. R.-A. Deine: Glauben Sie, daß die Arbeiter mit 43 Pfg. pro Stunde auskommen können? Zeuge: Das glaube ich nicht, aber das ist mein persönlicher Standpunkt und als Angestellter einer Firma darf ich nicht höhere Löhne zahlen, als die Firma vertragen kann. R.-A. Deine: Sie sprachen aber von einer Machtprobe. Vielleicht handelt es sich lediglich um ein einfaches wirtschaftliches Bedürfnis? Zeuge: Das glaube ich nicht. Die Leute muhten wissen, daß es genügend Arbeitswillige gab. Die Leute hatten auch bei uns bessere Arbeitsbedingungen als anderswo. .Die Vermittlung des Oberbürgermeisters hatten wir abgelehnt, weil verlangt wurde, daß wir uns vorher dem Schiedsspruch unterwerfen. Die Verteidiger beantragen hieraus, den Oberbürgermeister Kürschner, den Magistratsrat v. Schultz und den Professor Franke von der Sozialen Praxis als Zeugen, bezw. Sachverständige zu laden. Der Gerichtshof febt den Beschlug hierüber aus. Lagerverwalter M u s ch e von der Firma Kupfer & Co. hat, nachdem der Streik auSgebrochen war, zusammen mit dem Platz- anweiser und dem Inspektor einen Wagen verladen und wollte ihn nach der Dunkerstrahe bringen. Sie wurden unterwegs angegriffen und erbaten polizeilichen Schutz. Es wurden ihnen zwei Schutzleute mitgegeben, die aber nicht genügten, so daß sie das nächste Polizeirevier antelephonierten, das ihnen zwei berittene Schutzleute zur Verfügung stellte. Der Wagen wurde abgeladen und sie gelangten dann wieder auf dem Kohlenplatze an. Dag die Arbeitswilligen Angriffe auf die Streikenden gemacht hätten, glaubt der Zeuge nicht; die Leute waren fleißig und arbeitswillig. Bors.: Sind Sie auf dem Wege von und nach Ihrer Wohnung belästigt worden? Zeuge: 9tein. das konnte ich auch nicht, denn ich bin während der ganzen Zeit der Unruhen nicht nach Dause gekommen. Vors.: Dat Ihre Frau Unannehmlichkeiten gehabt? Zeuge: Ja, u. a. beim Bäcker. Der Zeuge Arbeiter Kühne gehörte zu den Streikenden. Er hat in der Vorunteriuchung erklärt, daß er sich dem Streik an» sch liegen mußte, weil er sonst Prügel erwartet hatte. Deute nimmt er diese Auslage zurück und erklärt, er hatte die Prügel nicht von den Streikenden, sondern vom Publikum befürchtet. Es wird hierauf nochmals der Zeuge B u s ch m e i e r aus- gerufen. Bert. R.-A. E o h n : Kommerzienrat Stinnes war berechtigt, englische Kohlen außerhalb des Syndikats nach Berlin zu bringen. Vors.: Was sollen diese Auseinandersetzungen. Pert.: Ich komme gleich darauf. Die Firma, hinter der Derr Stinnes steht, nimmt das Recht in Anspruch, mit ihren Kunden zu verhandeln. Sie spricht aber ihren Arbeitern dasselbe Recht ab, wenn diese sich bemühen, ihre Werte, das ist ihre Arbeitskraft, zu einem höheren Preise zu verkaufen. Der Zeuge Busch- m eier erklärt, dag die Firma wohl gcw.lit gewesen sei, mit ihren Arbeitern zu verhandeln, allerdings nicht mit dem Verbände. Den eigenen Arbeitern hätte man leicht tlar machen können, daß die Verhältnisse des Betriebes es unmöglich machten, gegenwärtig eine Lohnerhöhung zu bewilligen; gegenüber Fernstehenden sei das nicht möglich. Rach weiteren unwesentlichen .Vernehmungen wird die Verhandlung auf morgen vertagt. Kleine TageSchronlk. In Düsseldorf wurde der seit vier Wochen flüchtige Kassierer der Spar- und Kreditbank in Kupferdrei), Becker, der über 60000 Mk. unterschlagen hatte, verhaftet. In Florenz wurden die Marmorsäulen au der Fassade des Doms mit grüner Anilinfarbe bestrichen, ebenso wurde in das Weihbecken Farbe geschüttet. Einige Säulen der Fassadenballustrade wurden durch Hammerschläge zerstört. Auf dem gestern in Marseille angenommenen Dampfer „Gertrud Wörman n" brach heute morgen Feuer aus, dessen Löschung mehrere Stunden in Anspruch nahm. Niemand wurde verletzt. In dem Eismeere längs der ganzen Murman-Küste der Halbinsel Kola wüteten in den letzten Tagen furchtbare Schnee- stürme; ein großer Dampfer, sowie acht kleinere Fahrzeuge sind gescheitert; die Zahl der Toten beträgt ungefähr hundert. Viele Leichen wurden bereits an Land getrieben. Handel. — Tie Betriebseinnahmen der preußisch- hessischen Staatsei sen bahnen beirngen im Monat Oktober gegenüber Dem gleichen Monat des Voriahies im 'Vertonen* veikehr 3,2 Millionen Mark gleich 6/>l Prozent, im Güterverkehr IV,7 Millionen Mark gleich 8,89 Prozent mehr, insgesamt nach Abzug einer gekmgen Mindereinnahme nud sonstigen Onellen 13,8 Millionen "Mark gleich 7,62 Prozent mehr. Die Zahl Der Sonn- und Werktage war ui beiden Jahren gleich. Bei dem Vergleiche mit dem Vorjahre darf müjt außer Betracht bleiben, daß die Ver- tehrsstergerung m den einzelnen Atonalen des Vorjahres eine in sich wenig gleichmäßige war. Während der ersten sieben IHoimie des Vorjahres war eine Mehreiimahme von 47,3 Millionen Mark, also von 6,8 Millionen Mark monaUlcv, ober durchschnittlich 14,4 Millionen 'Mark zu verzelchuen. Selbst bei gleich günstiger Fortentwickelung des Erwerbslebens werden daher die letzten iiinf 'Monate des lau'enden Etatsjahres schiverlich ähnliche Meyreinnahluen billigen können wie der Oktober dieses Jahres. Aulincher wawtuenu/L Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlaut der Witterung feit gestern trüb: lieber Rordosteuropa hat sich ein ausgedehntes, starkes Hochdruckgebiet entwickelt. Jn- lolgedessen wehen m Ostdeutschland bereits allgemein östliche Winde, Die langsam Abkühlung und Frost bringen. Auch in unserem Gebiet ist das Wetter trocken geivorden, doch wehen vorläufig luegen eines flachen, an der Elbe liegenden Teilwirbels noch Südwest- ivinde. WetterauSüchten in Hessen am Donnerstag, 24. Noobr. 1910: Oestliche Winde, trocken, kälter, leichter Frost. Schlieeberlcht: Hochwaldhaujen Schnee 30 cm, Frost, Schibahn gut; Westerwald Schnee 2u cm, Frost, Schwalm gut; Feldberg Schnee 4ö cm, — 8 Gr^ Schibahn gut; Hoherodskops Schnee 4ö em, Frost. Schibahn sehr gut. Gießen, den 23. November 1910. [6418 Gießen, den 23. November 1910. 6416 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben ManneS, unseres guten Baiers jagen rote aus diesem Wege tiefgefühltesten Tank. Im Namen der tieftcauernden Hinterbliebenen: Frau Pauline Strauß nebst Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem mich so schwer betroffenen Verluste meiner heben Gaum Frau Sophie Pfeil, geb. Mohr für die zahlreichen Blumenspenden, sowie die liebevolle Pflege der ev. Schwestern, sagen wir unseren herzlichsten Danr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louis Pfeil. Schreinermeisrer. Frankfurter Auktion 64U3] Schöne 4-Zimmer-Wohllung mit Zubehör schort oder spater zu veruiie.-ii. Näheres Nord-Anlage 7 p. 6410, Wohnung, 4 Rimmer, Neustadt Lz. v. 'Nah. Ost-Anlage 14 l. 4414J 3wei schöne 4-Zimmer- und eine Manlardeu - Wohnung zu oernüeieiL Näheres Uiebigstrabe QL______ 1663] Wohn. Alicestc. 111LL, vier Zim. 2 .Hain. u. Bub. per sojon zu vermieten. Nah. Bureau Horst, Riegelpfad. Wtldclmstratze b Schöne Panerre-Wohnung mit 4 Zimmern, 2 Entresolzimmern, Badezimmer u. Balton soion zu vermieten. 159/4 ^tah. Frankfurter Straße & I -3 Zimmer | schöne 3-Zimuler-Lpotztmug zu vermieten. Dlaheres bei _ Earl Stückrath, SelierSweg 38. 09629] 3-Ziiiun.-Wohnung zu vermieten._________Nlegelpiad 38. 5599] Einige frdU 3-B-Wohnungen per sofort ober später. Näh. Marburger Straße 68. U224j Hammftr. 12 schone 3-Zim.- Wohn, vom L Dez. ab zu verm. Näheres Lahn st raße 1L Ein- gang von der Hammstraße. | 2 Zimmer | UU/öZi 2-ttU"-'Wohi». um aogeschl. Storrib. z. verm. Wallioriir. 1811. 5538, Groge 2-Zimmer-Wohnung, L Etage, mit jamlU Zubehör zu vermieien. Ebelstraße 14 p. voll Bülhcrll uni) alten LtaiiteallsHtell, L bis 7, Dezember 1910. Versteigerung der II. Abteilung des äußerst reichhaltigen Lagers von St. Th. Bölcker, das wegen Todesfall aufgelöst wird. Staats- und Ortsgeschichte der Schweiz, von Eisaß- Lothcmgen, Baden, Württemberg, Pfalz, Rheinprovinz und Westfalen, beiden Hessen, Nassau und Frankfurt; Vorzugs- weise aber alte Ansichten der Städte, ttostümblälter, Karikaturen, Porlraus und Flugblätter nut Bezug auf diese Länder und Provinzen. 3000 Nummern, darunter viele Konvolute. 6413 Kataloge dieser II. Auktion gratis und franko von K. Th. Völckers Verlag u. Antiquariat m Frankfurt a. M., RüIsterberg 3. Zu vermieten H a u s zum '4lUcinuc)oobucii bro 1. Ulpril 1911, 10 Wohn raume, 3 Berandew Badezimm., Küche >iu Zubehör und Garten zu vermiet. 'Maiburger Straße 14. ^.Zu erfrag. Berlagsbuchhandler Roth, Marburger Strafe 20. l57V- I Ö Zimmer | aUeni Zubehör iEcke Vubrour- und Blelchiiraße) p. 1. April zu uerm. .Wabereo Zlelchstratze 23 v. 5348] Schöne 6-Zlmm.« Wohnung, 2 Stamuiein und Zubehör zu vermiet. Aliceuraße 25 p. Aus- kumt wird gegeben I. Stock. 5 Zimmer yteu beider. O-Ziliu-Wovn. Mit 93 alt., Aiadchenkamm., Garteuant., Bleichplaiz m ruh. Xiage, fein vis- ä-vis, Viabe der ^ugwigstraße, per lofort oder später zu uer- mieten, ^eihgeiterner Weg 5. OIIOJ 5-Zim.-Wohnung, 2. Stock, mit Zubehör sofort zu vermieten. I Näheres Ebelstraße IG p. 4 Zimmer Wtldclmstratze 41. । Wegzugshatber schöne 4°Zim.» . Heii'chaftl. 6°Zimmerwohnung i Wohnung nit Loggia u. Garten- wgleich oder spater au vermieten, anteil per l.Fan. od. 1. Febr. zu 1345] Näh. Liebigstraßc 83 p. I verm. 1097G8] Ebelstraße 111L Verschiedene | Bismarckuratze 43 hocheleg. herrschastl. Wohiiung, bestehend aus 7 evtl. 8—9 Rimmern, Bad u. reicht. Zubeh., Zentral beizuna u. schönem Garten, zu vermieten p. 1. April vd. trüber. 5836] Ehr.Schaudt ll-, ^öberstr. 10. 0288] Wilheunstraue 8 u. io eine 5» und eine 7-Zimmer-Wohnung mit allein Zubehör per April zu vermieten. Näheres _______Frankfurter Straße 29. 5941] Neubau Ecke Hauunftrage, in nächster Nähe der West-Anlage und Stadimadcheiischule, sind 4- u. 5-Zlnmier-Wohnungen zu verm. Näheres bei H. Schaumberger, Wen-Anlage 50.______________ 5364j Neu hergerichtete Wohnung von 3 groß. u- 3 lletn. Zimmern nebst Küche u.Zub. zu vermieten. Hofbaaer ^Nvll, Mäusburg 12. Sclterswcg 31 2 Wohnungen zu vermieten. 0031] Nah, bei Earlä, Neuenweg. 1)345] Groge Muhlgaste 62 Heine Wohnungen zu vermieten. Näheres Große Mühlgasse 30. 6217] Zwei groue jjimnier, nibbl. od. uninobl., euenL Pension, an ruhigen Herrn oder Dame in tu Haushalt per Januar zu ver- mieteiu Kudwigftraße 52. Zu erfragen im Hliuerhaus. Herr mochte in dem von ihm teilweise bewohnten 1. Stock 2-3 Zuuilicr, Aiuoje, iPoöciifiinimcr rc. Vermieten an ruhige, ältere Dame, die für Fu»»anddaltung sein.Zimmer mitzusorge« hätte. Schriftliche Angebote unter G4O4 an bett Gießener Anzeiger ».beten. 09770] Ludwigsplatz 15. Gießener Anzeigers. 16073 & Co., Eoin. hv«/u in der (hvti/u (Offcnr Slrilcn Schön inübL Zimmer zu verm. 6356] üandgras-PhilippöpU 10 IV. 6414, Setbitäno.Existenz, auch im Webeneriu., find, strebt. Herren od. Dam. d. Uebcrn. ein. kl. Bersandge- schäst.,w.h.Nutz.abwirsu Branche- tenntn., Lad. u. Reis. n. nüt. Tbeo Weber & Eo., Eöln-Nippes. Schone 4-Zimmer-Wohaung lür Aniang Februar 1911 zu mieten geiuchu Schriftliche Angebote unt 6417 an de»i Gießener Anzeiger erb. IM. AM ücliteer, Dreher, Dieter o. fileclioer finden Ichlcnöc BesMitigimg LAden etc. | lOiuri Over louier um. viwvu zu oeruueteiL Wo?, sagt die Geschäjisstelle be5 8000 Mk. jährl Gewinn Alieinveririeb Leistungsfähige Fabrik beabsichtigt den Generaloer- trieb eines spielend leicht venausU HauöhaNuiigS- Ulrtitcld aUercriL 'utanned für den dortigen größeren Bezirk zu vergeben. Der Artikel tgesetzl. geschützt) ist verblüffend und wird in kurzer Zeit den Weltmarkt beherrschen. Branchekennt- nst'se und Laden nicht er- sorderlich. AuSsührliche Angebote nur von chrtstU Herreii, welche über bOO M. oerUoen, andieRvparate- bau und Mctaüwaren- Faorik Heinrich Berglar 5169] Schön uidbL Wohii- und Schlafzimmer für 1 ob. 2 Herren zu vermieten. Wallto"striße 15. Mäbi. Zimmer euemL mit Penfion sofort gejuchu SchristU Angebote mit Preis u. 09773 au den Gteg. Anzeiger erb. Mbbl. Wobn- u. Schlaj-immer evtU mit Pension foiort gewchu SchristU Angebote mit Preis u. 09772 an den Gieg. Anzeiger erb. Möbl. Zimmer | mo üi. Zimmer zu vermieten. VagtpM Äkliengesellscban, Rastatt (Baden). Leyee rracyrreyten. Die Ruhestörungen in England. London, 23. Nov. In dem Tijrrikt von Aberd ar; ereigneten sich gestern abend weitere Ausschreitungen. Tie Streikenden griffen in Aberarnan die Häuser der Bergwerksbeamten an und schlugen d i e Schaufenster ein, so daß sie die Polizei audemanbertreiben mutzte. Die w derspenstigen Frauenrechtlerinnen. London, 23. Nov. Im Lause des gestrigen abends warfen; Anhängerinnen des Frauenstimmrechts bei den Ministern Grey, Ehurck;ill, Darsourt und Burns die Fenster ein, Im ganzenj wurden gestern 156 Demonstrantinnen verhastet. Tie Unruhen in Mexiko. London, 23. Nov. Zu den Unruhen in Mexiko wird ans Newyork aemeldet: Tie ZahlderOpfer inTor- r e o v , wo etwa 1000 mit modernen G-wehren ausgerüstete Nevoi lutionäre mehrere Stunden lang einen Hagel von Schusseir ab«* ieuerten, ist sehr g^iß. Viele Arbeiter sollen mit den Revolutionären gemeinsame Sache machen. Die Offiziere sind tyrep Soldaten nicht sicher, da ein großer Teil aus Verbrechern besteht,' die statt ins Gesängnis ins Heer gesteckt worden sind. Ein Zug mit Soldaten traf mittags in Parral ein und vertrieb die Revolutionäre, von denen acht getötet wurden und befestigte strategisch wichtige Punkte. S. Offenbach, 23. Nov. (XcQ Eine stark besuchte Versammlung des hiesigen Tetailli st en Vereins besck-äftigtck sich gestern abend mit der Stellung der hiesigen Handelskammer zur Frage der Besteuerung der Warenhäuser und F i l i a l g e s cl) ä f t e. Die hiesige Handelskammer hat int Gegensatz zu den übrigen hessischen Handelskammern eine solche Besteuerung nicht besürwortet. Diese Stellungnahme soll in erster üinie dem Syndikus Schloßmacher zuzuschreiben sein, der zugleich Syndikus des süddeutschen Großdetailliften-Verbandes und Werber für den deutschen Tetalllistenbund sei. Nach dem Bericht des Vonitzenden des hessischen Detaillistenverbandes, Kalb fuß, Darmstadt, hat der Landtagsabgeordnete v. Brentano erhärt, daß die Erste Kammer keine Veranlassung habe, von dem Beschlüsse der Zweiten Kammer abzugehen, die bekanntlich eine Besteuerung Iber Warenhäuser und Füialgeschäste entsprechend einem. Anträge des Abg. M o l t h a n beschlossen habe. Einstimmig wurde eine scharse Entschließung angenommen, in der die Versammlung ihr lebhaftes Bedauern über die Stellung der Handelskammer und chr schärfstes Mißtrauen gegen Schloßmacher aus- sprach, der nicht mehr das allgemeine Verrrauen genieße und bei feiner Stellung zu den genannten Großverbänden sein Amt als Syndikus der Handelskammer weiter zu bekleiden. Paris, 23. Der ehemalige Finanz- und Han- delsminister I. Magnin ist im Alter von 86 Jahren ge- storben. • In »Ilan Tellen geschatxt Verlamr<*n Sie Beschreibung« für jeden Fuss ist die Stiefel-Einlage SUPINATOR Mit Supinator vermag man elastisch zu gehen, sicher zu stehen, schwer zu tragen. Supinator und passende Stiefel sind zu haben im: \A/inf DrUnr für Kranke. Warme geschützte Lage am W III lulK Jl !Ul Südabh. d. Taunus. BehagL eingerient. kL äMI RJT'S*? AnsL Spezlalheilanslalt. Centn Heiz. xl Beleuchtung, neue Gesellschaftsräume, T5 BXRa- warme und kalte Liegehalle. Sorgsame laa D Behnndl. u. VerpfleKnnjr. Diätkur. iS S V T3r“3 (Dependance für Minderbeml telte.) ________ Prospekte franko ______ Or. Schnlze-Kahieys*. Nervenarzt. wiaÄHa Sanatorium Hcfheim im Taunus. MRhIMIb ■t* z Hausbursch«-, iüT&bia per 1. Dezember gesuchu Persön liebe Borstellg. vorm. 11—12 Uhr. ] R. Loeb, Selteröweg 2. Pferdeknecht, mögU gedienter Kavallerist, zum sofortigen Eintritt gesucht. Jod. Fischer, Kohlenhandlung, 6419]______Alwestraße 2S._______ Einige tüiht. Hllnöjchmililcil sof. gesucht. I. Häuferfaic Buchbinderei mit Ntoiorbetneb. C*7“ 0OTMj Stundenfr. o. Mädch. tagö- über gesucht. Ludwigöpl. 4 p. 6420] 3—4 Fraueu zum Kartoffel- auölesen gefucht. Gebe. Rosendaum, Frantfuner Straße 29. MMWWW Ein selbstanb. Huf- u. BZagen- schmied sacht Stellung. 101/765 Zu erfragen in der GeschästSst. des Gießener Anzeigers._______ F.t.Mannm.all.schr.Arb.b.venr^ d. a. körpert. Arb. n. fr. ist, f. gest. a. g. Zeugn. sof. b. besch. An spr. Beschäst. gl. welch. Art. SchristU Angebote unt. 09734 an den Gieß. Anz. erb. Ctv721| Eine Kranlenpflegeriu sucht Privat pflege twarOZagre in Nervenheilatmalt) od. zu einer alt. Dame. Arau Hutten Verger, ne- werbsm.Stellenv^Seltersiveg67. 09778] Dläbd). U Küche u. Hausarb. erf., s. Stelle a. 1. od. 15.Dez. Frau Gertr. Weitzenbach, ociucrbbut. StellenvermiuU, Kreuzvlatz 6. 097661 Wutc Geige zu r erkaufen. Näheres Roonstratze L4p. 1 MHult °'LL^,"Sast neu) billig zu berkaufen. 09781)Marktplatz 11. llinif-05cTiidjr rSuche sofort ca. 2UO Ztr. Kornstroh IMaschlnendrusch. SchristU Angebote unter 6407 a. d. Gieß. Anz. erbcu Gröger Pogen Feldbahngleis u. Zubehör für Zodenab- trag zu kauf. ges. Schr. Angeb. u. M18 a. d. 0>ieß. Anzeiger erb. (hv31,11 Pürckuinoieil zu laufen gks. SchristU Angebote unter 09/<6 an den Gießener Anzeiger erb. Ein gebrauchtes Sitzpult zu kaufen gesucht. Schnftl. Llnged. unter 6392 an die Geschäftsstelle. Interlbst umdl Wmter VW Y 5 E i I l MIIMIHIIIffllill s i B s Unsere Auswahl ist sehr gross. Viele unserer Kleider sind Nachahmungen kostspieliger Pariser Toiletten nach deutschem Geschmack und unseren Angaben gearbeitet Daher sind die meisten Kleider exklusiv und in jeder Hinsicht abweichend von den gewöhnlichen Stylarten. r Die neuesten Materialien verleihen den Kostümen ein kunstvolles Aussehen und sind mit Eleganz verarbeitet ~ Wagemeir L SeNöjt®! Frankfurt a. M. Goethestrasse 9, n Goethestrasse 9, n 6U/u (5942 ' "' b. an UMSONST EPHMTEN SIE Seltersweg 23 Tel. 27. 09774 Der Borttaud. HWWWiK ®"e“cnlttCliöDschreibiiülemclil? Schr. Slngeb. mit Preisangabe unt. 09779 an den Gietz. Anz. erb. J » nc lief ässe r Weinfässer Kraatlässer Fleischbfitten Wasch bütlen empfiehlt billigst Hermes Lehr-Institut für Damen und Herren, Glessen. Bahnhofstr. 39 p. Gute u. gewissenhafte Ausbildung in Schön- und SchneUichreibeu, Buchmbrung n. eins., dopv. und amertt. Syuem, kaufm. Rechnen, ttorreipondenz, Wcchiellehre, Stenographie, Maschinen- icbrcibcn, Rund- u.^arfidjrift re. — Tages- und Abeud-.^urse. — Anmeldungen täglich, l05*767 Bantam. 15 sch. Goldbnntam zu verkaufen Asterweg 31.Gruft Petri. Reue Kouierpeu e,»getroffen. Eier 10 St.......75 Pfg. fr. Sied-Eier 10 St. B Psg. ff. Blütenmehl 5 Psd. ä 20 Psg. 10Pfd.L19Psg. Kokos-Schmalz Psd. 65 Psg. tägl. fr. Land- u. Süßrahmbutter. Hch. Reuter LudwigSvlav 1. (09653 Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Mittwoch den 23. November« abends 7 Uhr 6. Mittwoch-Abonn.-VorsteÜrmg Taifun von Melchior Lengyel. Ende W* Uhr. (th Engl. Unterricht gesucht. Offerten mit Preis unt 09769 an den Metz. Anz. erb. pachten ges. mögt ^Ujilllliin per 1. Januar 1911, maschinell eingerichtete bevorzugt. Schrift!. Angebote unter 09777 an den Gietzener Anzeiger erb. Kanarienvögel."" Kanarienvögel, feine Sänger, St. präm. m.Ehrenpreisen zu verk. Wild. Leichtweis, Sonnenstr. 18 Enten tleuiereu Bauplatz im südöstlichen Stadtteil unter gün* fügen Bedingungen zu verkaufen. Schrillt Anfragen unter 6309 an den Gietzener Anzeiger erb. Prachtkotalog und Kaufen Kin