Nr. S52 Der •itfotntr Anzeiger rrld)ftni täglich, außer banntagS. - Betlagen: plermal roöcbenthcf) ßietzenerKamliienblätter; nvrnnal wöchentl.Xretri dlaltsürdenttreirSiehen (Dienstag und Freilaq); .weunal monatl. Laud- jplrtlchastlicheSettfragev ^enilpted) - Anschlüsse: jür die gtebafhon 112, tierlag u. Expedition 51 Sldresse für Depeschen Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige« für die Tagesnununer hiS vormittags 9 Uhr. til. Erstes Blatt ISO. Jahrgang Donnerstag 27.Oktober 1910 tf-nv vezugsyret-. monatlich 7L Pf., vierteljährlich Mk. 2.20 durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Alk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Beslellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den < politischen Teil: August 1* AO Goetz; für »Feuille- llPIlrll ton- und .Vermischtes" IF VII Vll st.Neurath; für,Stadt l II u.Land" lind „Gerichts- NotationrdruS und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch» und Steindruckerei B. Lange. Bedaktion. Lxpedltlon und Druckerei: Schulstratze 7. A^'genteü-^H.^B^ Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Der handel Persiens. Im Laufe des vorigen Jahrhunderts hat Rußland ereits große Teile des nördlichen und nordwestlick>en Zersiens erobert. Dadurch sowie später durch den Bau von Eisenbahnen bis nahe an die jetzige persische Grenze hin mb durch Schaffung einer starken Handelsflotte auf dem kaspischen Meere hat es seine Handelsbeziehungen zu Zersien bedeutend vermehrt. Auch der Aufschwung der Zetroleumindustrie von Baku hat zu dieser Ber> Zehrung beige tragen. Im AußerhanDel Persiens nimmt aber Rußland eine dominierende Stelle ein; es liefert 8 Proz. der Wareneinfuhr nach Persien und nimmt 70 Proz. er persischen Warenausfuhr auf. Sehr bedeutend ist der Außenhandel Persiens noch ächt; im Jahre 1908/09 hat die Einfuhr nach Persien 49 Mill. Mark, die Ausfuhr aus Persien 130i/2 Mill. Mark etragen. Unter diesen Umständen kann man im Zweifel 'drüber sein, ob der militärische Sclstitz, den Rußland in kordpersien ausübt, und den England, im Einvernehmen nit Rußland, im Süden Persiens ausüben möchte, l'diglich en Handelsinteressen dienen soll Ene rasche Ent- ncklung des persischen Handels, namcmtlich des Imports, st auch schon deshalb nicht zu erwarten, weil der Perser as für den .Handel erforderliche Maß von Bertrauens- mrdigkeit nicht besitzt. Die zweite Stelle im Handel' lit Persien nimmt England ein, das im Jahre 1908/09, ür 40,2 Mill. Mark Waren nach Persien eingeführt und für i Mill. Mark Waren von dort bezogen hat. Dazu kommt i och eine Einfuhr Persiens aus Brrtisch-Jndien im Werte on 19,3 Mill. Mark und eine persische Ausfuhr nach ttitisch-Jndien von 6,6 Mill. Mark Wert, so daß England nd Indien zusammen mit 40 Proz. an der Einfuhr nach jersien und mit 10 Proz. an der persischen Ausfuhr be- eiligt sind. An dritter Stelle steht die Türkei, ie allerdings nur für 4,7 Mill. Mark nach Persien ge- efert, aber für 14,9 Mill. Mark von dort bezogen hat. Die Warenausfuhr Deutschlands nach Per- ie n hatte im Jahre 1907 nach der deutschen Handels- atistik einen Wert von 3,5 Millionen Mark, dem eine ipfuhr von 5,5 Mill. Mark Wert gegenübersteht. Seit- em scheint der deutsche Handel mit Perlen zurückgegangen u fein; über seinen Umfang geben aber weder die persische och die deutsche Handelsstatistik genaue Auskunft. Ter eutfch-perfische Handelsvertrag von 1873 chert den deutschen Kaufleuten in Persien die Vorteile der reistbegünstigten. Nation; trotzdem unterliegen aber deutsche Zaren in Persien einem höheren Eingangszoll als die aus er Türkei nach Persien eingeführten Handelswaren. Dies eruht darauf, daß die Türkei von altersher eine durch die erschiedenen Mächte anerkannte Sonderstellung gegenüber lersien einnimmt. Trotz der Meistbegünstigungsklausel kann igentlich von einer „offenen Tür", soweit die russisch- ersische Grenze in Frage kommt, nicht die Rede fein. Der efanite Handel, der über das Kaspische Meer seinen Weg ach Persien findet, muß vielmehr schlankweg als russisches Monopol bezeichnet werden, mag er nun auf der südkaukasi- chen Bahri von 'Saturn über Tiflis nach Baku, öder aus er nordkaukasischen Bahn von Noworossisk über Wladi- awslas nach Petrowsk, oder auf der Wolga über Astrachan der endlich auf der transkaspischen Bahn über Krasnawodsk ach den persischen Häfen Astera, Rescht, Meschhed-i-Ser und Bender-Gez gehen. Ein europäischer Durchfuhrhandel über diese russischen Linien ist fast so gut wie ausgeschlossen Teheran, 25. Okt. Tie Zollstatisttk der letzten fünf Monate seit März dieses Jahres weist in Import und Export eine Z u- nahme von 25 Prozent im Verhältnis mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres auf. Tie Nettozunahme im Handel der südlichen Provinzen beziffert sich aus 86 Prozent._______________ Das Kaiferpaar in örüftel. Brüssel, 26. Okt. Heute nacl)mittag 1/24 Uhr erschien der Kaiser, die Kaiserin, die Prinzessin Viktoria Luise, der König und die Königin im R a t h a u s e, wo sie von den Vertretern der Stadt empfangen wurden. Im Hofe des Rathauses war die Bürgergarde aufgestellt; die Musik spielte die deutsche Hymne. Im großen Saale hatten sich versammelt: alle Minister, das diplomatische Korps, die Kammer und Senatsvräsidenten, die deutsche Gesandtschaft und das Konsulat, alle mit Damen. Bürgermeister Max führte die Majestäten unter Vorantritt der Stadtoffizianten über die mit Blumen geschmückte Treppe in den Festsaal. Der Bürgermeister begrüßte hierauf das Kaiserpaar namens der Bürgerschaft, das diesem allen Bürgern gemeinsamen Hotel de Ville die Ehre seines Besuches erwiesen habe. Der Hang an der Vergangenheit sei eine deutsche Tugend, die Belgien schätze, doch dieser Kultus der Tradition habe in Deutschland die Fortschritte nicht aufgehalten. Mit aufrichtiger Bewunderung sehen wir Deutschland, trotzdem es nichts von seinem Idealismus aufgibt, Beweise seiner Schaffenskraft geben und fortwährend seine wissenschaftlichen und erzieherischen Werke aus- dehnen, dabei vergißt es nie, seine sozialen Institutionen auszubauen. Der Bürgermeister begrüßte sodann die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria. Hieraus antwortete Kaiser-Wilhelm mit einer französischen Ansprache. Die deutsche Uebersetzung lautet folgendermaßen: Herr Bürgermeister! Wir, die Kaiserin und ich, danken Ihnen für die liebenswürdigen Worte, mit denen Sie uns willkommen geheißen haben. Wir danken ebenso dieser prächtigen Hauptstadt für den gastlichen Empfang, den sie uns in diesem berühmten Gebäude, diesem Kleinod der Architektur und Schatzkammer historischer Erinnerungen, so freundlich geboten hat. Ich freue mich, die Stadt Brüssel, den Mittelpunkt eines durch den ernsten und arbeitsamen Sinn seiner Bevölkerung ausgezeichneten Landes begrüßen zu können, und als Bewunderer der glänzenden Erfolge, welche die belgische Nation zu jeder Zeit auf dem Gebiete des Handels und der Industrie erzielt hat, beglückwünsche ich sie von ganzem Herzen zu dem Triumph, den sie soeben in dem Erfolg der Weltausstellung davongetragen hat. Haben Sie die Güte, Herr Bürgermeister, Ihren Mitbürgern mit den Gefühlen unserer tiefen Dankbarkeit unsere wärmsten Wünsche für die Wohlfahrt und eine glückliche Zukunft Ihrer schönen Stadt zu übermitteln. Hieran schloß sich ein Konzert in einem Nebensaal, ausgeführt von Brüsseler Künstlern. Auf dem Programm waren Stücke von Gluck und Händel unb Lieder von Schumann und Richard Strauß. Nach Besichtigung der Prunkräume des Stadthauses betraten die Majestäten den Balkon nach der Grand Place hinaus. Hier hatten etwa 300 Brüsseler Vereine mit ihren Bannern Aufstellung genommen. Die alten, wundervollen Gildhäuser ringsum waren bis zum Dachfirst dicht mit Metz. strr Erinnerung an die Kapitulation am 27 Oktober 1870. Seit dem 27. Oktober 1870 ist Metz wieder deutsch. Gerade 000 Jahre früher, im Jahre 870, war es deutsch gewor- ' en , als sich nämlich die beiden Enkel Karls des Großen: Ludwig ■er Deutsche (seit 843 Beherrscher von Ostfranken) und Karl -er Kahle (Beherrscher von Westfranken) nach dem Tode Lothars II., >es Herrschers von Miltelfranken und Italien, durch den Vertrag u Viersen (oder Meerssen) in das Erbe des Verstorbenen teilten mb der germanische Teil Mittelfrankens: Elsaß und Lotharingien «der Lothringen, an Ostfranken fiel. Ungefähr 700 Jahre blieb s dann deutsch, bis es dasselbe Schicksal erlitt, wie etwa 130 Zahre später Straßburg: am 10. April 1552 wurde es durch den ranzösifchen Connetable von Montmorency besetzt, im Auftrage des königs Heinrich II. von Frankreich, der die Religionskämpse seines Katers, Königs Franz I., mit dem deutschen Kaiser Karl V. ortsetzen wollte. Ta aber der Krieg noch nicht erklärt war, so vor die Besitznahme von Metz (ebenso wie von Toul und Verdun ur selben Zeil) widerrechtlich Karl V. protestierte daher auch; ebod) war der Protest ebenso erfolglos wie der Versuch, die Festung nit Gewalt zurückzugewinnen: Tie Belagerung vom 19. Oktober 1552 bis 1. Januar 1553 unter dem Herzog Alba fdjeiterte an dem Widerstande der von dem Herzog Franz von Guise geleiteten. Verteidigung. Im westfälischen Frieden, 1648, wurden die Bis- llwer Metz, Toul und Verdun endgültig Frankreich zugesprochen. Laufe der nächsten Jalnhunderte ist die Festtmg nod> öfters nlagert, aber niemals erobert worden, da sie allmählich zu einer )er stärksten Plätze Europas hergerichtet war. Ter Schwerpunkt >er Befestigung lag 1870 und liegt heute noch mehr in dem Ringe wn Außenforts, die sich stellenweise bis zu 5 Kilometern vor die ngentliche Festung vorschieben und daher eine Einschließung des Llatzes, wenn nicht unmöglich machen, so doch jedenfalls nur unter Aufwendung bedeutender Truppenmassen durchfuhren lassen; ander- eits gewährt der Raum zwischen dem Ring der Forts und dev Stabt selbst den eigenen Truppen Unterkunft und Sck>utz unb gestattet ihnen ein wirksames, gemeinsck-aftliches Operieren gegen den nnen oder anher en Punkt der etwaigen Einschließungslmie. Eine förmliche Belagerung der Festung war daher in dem F'ldzugsplan des deutschen Generalstabs nicht vorgesehen, eine fache hat auch in WirNichkeit iticht stattgefundeu. Nicht einmal Q-i eine Einschließung hatte man gedacht, da eine solche immerhin en ganzes Heer für andere Zwecke uuavkömmlich gemacht hätte; tiehnebi wollte man nur ein Beobachtungskorps vor dem Platze ;em es u. a. heißt. „In Anbetracht, daß die auf Metz zurückgeworfene französische Armee den Versuch wagen könnte, sich in westlicher Richtung durchzu schlag en, wird es angemessen sein, seck)s Armeekorps cm linken Moselufer stehen zu lassen, rodelte sich diesem Vorgehen auf dem gestern eroberten Höhenrücken widersetzen können. Am rechten Ufer verbleiben ein Armeekorps und die Reservedivision, welch« einem überlegenen feindlichen Angriffe, wenn nötig, auszuweichen haben. Se. Majestät der König bestimmen für diese Einschließung außer der 1. Armee und der 3. Reserlpodikoision das 2., 3., 9. und 10. Korps. Se Majestät der König wollen Se. Königlick-et Hoheit den Prinzen Friedrich Karl mit dem Kommando übet sämtliche zur Einschließung der ftanzösischen Hauptarmee bestimmte Truppen betrauern." Im Anschlüsse daran entwarf der neue Oberkommandierende schon am Abend desselben Tages in seinem Hauptquartier zu Toncourt die nälieren Distrositimten für die Zernierung und mackLe sie am 20. August, morgens 8 Uhr, bei Vemeville den versammelten höheren Kommandeuren der Truppenteile bekannt, die nun ihrerseits alsbald für die Ausführung durch die einzelnen Korps Sorge trugen. Nach diesem Plane wurde für das rechte Mosclufer also nur eine scharfe Absperrung her Verbindungen der Festung mit auswärts und die Verteidigung einzelner besonders wichtiger Punkte ins Auge gefaßt, während auf dem linken Ufer ein Vorbrechen des Feindes unter allen Umständen verhirrdert unb zu bem Zwecke von voml-erein eine sortlaufenbe befestigte Linie hergestellt werden sollte. An der Einschließung beteiligten sich allmählich: 1., 7. und 8. Armeekorps (die 1. Armee, bisher unter General von Steinmetz), 2., 3., 9. und 10. Armeekorps lvon der 2. Armee, bisher unter Prinz Friedrich Karl), sowie! das 13. Armeekorps (17. Jnf.-Div. und 2. Landwehr-Div.) und die Division Kummet (3. Nesetve^Division); ferner die 1. und 3. Kavallerie-Tivision, 5 Kompagnien Hess. Festungs-Artillerie- Abteilung Nr. 11, 2 Feldpionierkompagnien des Gardekorps, 3 Kompagnien Kgl. Sächs. Pionierbataillons Nt. 12 unb big 3. Festungspionierkompagnie des 2. Armeekorps, zusammen etwa 230 000 Ma im. 70 Tage lang (vom 19. August bis 27. Oktober) lagen diese Truppen vor Metz, im Kampfe gegen die Geschütze der Festung, und gegen die Angriffe her Eingeschlossenen, daneben aber in gleich gefahrvollem Kampie mit Entbehrungen aller Art und mit Menschen besetzt. Die Majestäten wurden bei ihrem Erscheinen stürmisch begrüßt. Eine Kapelle spielte den „Gesang an Aegip'. Erneute Hoch- und Hurrarufe, Händeklatschen und Tücherfchwenken, das sich bei der Abfahrt der Majestäten wiederholte. Abends ist ein Diner bei der Gräfin von Flandern. Bürgermeister Max erhielt den Kronenorden zweiter Klasse mit dem Stern. Die Schöffen der Stadt Brüssel erhielten den Kronenorden zweiter Klasse. Der Kaiser, die Kaiserin, die Prinzessin Viktoria Luise, der König und die Königin von Belgien besuchten heute vormittag die Ausstellung für alte belgische Kunst im Einquantenaire. Um 12y2 Uhr fand im Schlosse intimes Früystück mit Marschalltafel statt. Vie Krifl$ im französischen Ministerium. Paris, 26. Okt. B r i a n b empfing heute naäymittag bat Arbeitsminister Viviani und ben Staatssekretär im Finanzministerium Renault, bie beide erklären, nicht zurücktreten zu wollen. Biviani erklärte außerdem, daß er bis zum gegenwärtigen. Augenblicke keine Einwendung gegen die Politik^ der Regierung zu machen habe. MöglicheNveise werden die Sozialisten Vertagung der Erörterungen verlangen, bis die Regierung sich über die der Kammer zu unterbreitenden Vorlagen schlüssig geworden ist. Einen solchen Antrag würde Briand wie verlautet kategorisch zurückweisen. Bisher hat also nur der Ackerbauminister fein Amt niedergelegt. rin- Hessen. 4- Bingen, 26. Okt. Am 29. d. M. wird hier eine große Zentrumsversammlung abgehalten, in der Reichs-ünd Landtagsabgeordneter U ehe l und der Gmeral- sekretär der Hess. Zentrumspartei reden wird. Insbesondere soll über die wirtschaftlichen Fragen, per Fleischteuerung und der Winzernot gesprochen werden. Dcuticbcs Ueicb. Das Kronprinzenpaar sagte sich am Mittwoch abend beim Reichskanzler und Frau v. Bethmann-Hollweg zum Tiner an. Hierzu waren Einladungen ergangen u. a. an den großbritannischen Botschafter Sir William Goschen, Staatsminister v. Dallwitz und Staatsfekretär v. Kider- len-Wächter. Die Blätter melden aus'Berlin: Der Gesetzentwurf über die S ch i f f a h r t s a b g a b e n ist dem Reichstage zuge- gangen. Aus Anlaß der 25jährigen Zugehörigkeit des präsidierenden Bürgermeisters Dr. Eschenburg AU dem l übe lisch e n Senat übersandte der Kaiser aus Brüssel ein Telegramm, in welchem er der Verdienste des Jubilars gedenkt und ihm und der Freien und Hansestadt Lübeck kaiserlichen Gruß und Glückwunsch entbietet. Der Senat von Lübeck zeichnete den Präsidenten durch Verleihung der goldenen Verdienstmedaille aus, die Handelskammer durch eine goldene Ehrendenkmünze, die Gemeinnützige ßjiesell- schaft durch eine goldene Medaille. Die Blätter melden aus Köln: Da die Berhandümgen einer Firma in Cleve mit den ausständigen Taba5- arbeitern zu einer Einigung nicht geführt haben, beschloß der Arbeitgeberverband, in 14 Tagen sämtliche Tabak- arbeiter am Niederrdein auszusperren, wenn in dieser Zeit die Arbeit nicht wieder aufgenommen worden ist. Die Weinerte im linksrheinischen Bayern ist so schlecht ausgefallen, daß eine in der Pfalz abgehal- Krankl-eiten, bie namentlich in Gestalt von Typhus unb Ruhr 00m ersten bis zum letzten Tage m ben Reihen der deutschen Krieger wüteten. Sck>uld an dem mißlichen Gesundheitszustandi waren die Nähe der Schlackst selber mit ihrer verpesteten Atmosphäre, das sckstechte Trinkwasser, die mangelhaften Unterkunfts- cäume und nicht zum mindesten die beständig äußerst ungünstigen Witterungsverhältnisfe. Tie Feinde hatten aber auch unter denselben Uiürilden zu leiden, zu denen bald noch der Mangel an Lebensmitteln trat, der denn auch die U eher gäbe der Festung schließlich herbeiführte. Mit Angriffen belästigten die Franzosen oie Deutschen anfangs fast gar nicht, so daß diesen Zett gegeben war, ihre immerhin sehr sckstvach besetzte Einschließungslmie Mnstlich zu verstärken. Man hatte in der Festung nämlich zunächst fein Augenmerk auf aobere Tinge zu richten: erst mußte die voll- ftänbige Befestigung des Platzes durck-geftihrt werden, der, wie so manches anbere im ftanzösischen Militärwesen, beim Ausbruch des Krieges durckiaus nicht in kriegsfertigem Zustande war: sodann aber mußten die durch die vorh-ergeaangenen Kämpfe seelisch unb körperlich arg heruntergekommenen Truppen wieder in Ordnung und zu Zuckst gebracht werden. Erst am 31. August kamt es zwecks Vereinigung mit Mac Mahon zu einem ersten (und einzigen tatkräftigen!) Durchbruchsversuch der Franzosen, der zit der Schlackst von Noisseville führte, zwei Tage dauerte und mit bem Siege der Belagerer endete. Zwar wurden auch später 5um! Entsatz von Diedenlwfen oder zum Uebertritt auf neutrales (Gebier iroch einige Turchbruchsverfuche unternommen, aber sie blieben eben nur Versuche unb stellten gegen Ende der Belagerung fast nur noch Truppenbewegungen dar, die der Oberbefehlshaber für nötig erachtete, um Ordimng unb Disziplin bei ben Mannfckwften aufrecht zu erhalten. Dem deutschen Hauptquartier blieben die Verhältnisse bet den Belagerten nicht verborgen. Es lehnte daher alle Beinühuirgeu Bazaines, einen el)renvollen Abzug für die Armee, ober, roemi dies nicht erreichbar, eine Ucbergabe der Armee ohne gleichzeitige Auslieferung der Festung zu erlangen, sowie ferner seinen anderen Vorschlag: zur Erhaltung des letzten kaiferlick-eii Heeres unh zum Zwecke polttisck>er Unternehmungen einen Waffenstillstand avzuschließen und eine Verproviantierung der Festung znzulafsen energisch ab und verwies den Marschall lebiglidj aus militärische Unterhandlungen mit dem Prinzen Friedrich .Marl. So sah sich daher der ftanzösische Oberbefehlshaber schließlich gezwungen die Republik anzuerkenncu und bald barauf, als leine Rettung mehr von außen zar erwarten war, während in der Feswng Hunger und Insubordination zur Entscheidung drängten, bie ganze Rheinarm ec gleichzeitig mit der Festung den Deutschen bedingungsl^ auszu liefern. Der Kaprtnlationsvertrag, der auf denselben Grundlagen fußte wie der von Sedan, wurde am Abend des 27. Oktober v nsck< vt ben beiden Chefs der Generalstäbe (deutscherseits Csencral v tztichle. j Ausland. i t * Dem Oberzahlmeister Praetorius n n n r. )e stelle zu Nieder-Modau und Lehrer zu besetzende Schulstelle in Organistendienst. WtuFerv^rsamnckuny beschloß, an das Vayrische Staats- trnrrifteriiim mtb an den Landtag die Bitte infolge der letzten schlechten Herbsttage in ... o Mintzern unverzinsliche Darlehen zu gewähren. aufmerksam gemacht, daß der Fahrgast an auszu st eigen wünscht. ... . . - /—•• —.uutvd. Der Kreuzer ,öan ©eor^o“ ift vor Ischia, das Linienschiff „Sard— mrt Pronreren und Hilfsmitteln in Casamicciola trossen. Der Marrneminister leitet die Hilfe. Man vor allem sofort die Wasserleitungen und die Wege n herstellen. cuftschiffalrrt. Engliicher Lenkballon. Au- Stabt und Land. Gießen, 27. Oktober 1910. ** Tageskalender für Donnerstag, 27. Okt. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Vortrag mit Lichtbildern von Tr. Hugo Grothe-Leipzig über Persien. Abends ^,8 Uhr in der großen Universitätsaula. * •* La ndesun iversität. Professor Dr. Friedrich Gmein er, der Direktor der medizinischen Veterinärklinik der Universität, wurde zum ordentlichen Professor ernannt. Choleragefahr). — In Köl gelehrte Prof. Hermann K gestorben. — I Palazzo Vendramin, eine Vildnistasel e....,----- * v . w .uuluc gc.Krn iucl Kunstgewerbemuseum das Schnütgen-M u seu m fnerhd) eröffnet ^Vorher war dem Begründer dieses Mn ^1C^nb^r@d,nüt9™- im Sidnngs- I^»tobteerorbiteten durch mnstimmjgen Beschluß das Ehrenbnrgerrccht der Stadt Köln vergehen wo/dcn l dikrserr einer naturgemäßen Entwickelung, wenn sie nicht der-1 für Zechen geopfert haben, weil er damals das erste Mal richten, den kümmern sollen. Geist und Körper müssen von mtHefter 3ugeni> Quf bec neiicn Treschmaschine habe dreschen lassen. Ein ehe. Not aerrrtenen an gepflegt werden. Dadurch allem tfl es möglich, etwaige kleine , Jf. K x„.. io S k e - 1 körperlrch« Mitdungssehler von vornherein zu beseitigen. Daß maliger Knecht deS Schäfer, der 12 Mk. spendiert hat, be. nach dieser Seite hin nod) manches besser werden muß, bezeugt die hauptete, ihm habe nur daran gelegen, fern Geld loS zu ^atsc^e, daß 37 Prozent der Frauen mehr oder weniger schief werden, deshalb habe er anderen Leuten einige vergnügte her ab gedruckt Anden. Mir Stunden verschafft. Ein dritter will anderen freie Zeche ae. oer des)neu Gesundheit wird dann em besseres Ebenmaß dn > - - - • - - . ^.^urze Nachrichten aus Kunstu. Wissenschaft Ve\£fefer Prof. Dr. Ernst Daenell, der bereits ^n Snnestn 1908/09 als Austauschprofessor an der Uni- imÄii $ xa9£ tätig gewesen ist, liest in dem Semester 1910/11 an der Columbrcv-Universitat in Newvork — Dn 20. Kongreß der Italienischen Gesellschaft für ynj^re edrzin, dn vom 25. bis 28. £)flöhet in Rom stattfinden füllte, ist der „Münch. Medi^. Wochenschr." zufolge, aus Wunsch nnn größeren Zahl von Aerzten, besondns aus dn Provinz Neapel, au unbestimmte Zeit vertagt worden lwegen dn 0 In lft am 25 b ^s. der Musik- Zipper im Altn von 84 Jahren ^bn^tg wurde an her Fassade des Wagner lebte und starb, enthüllt. In Köln wurde gestern, Mitt- Sckwnheit des Körpers ist nach vnschiedenen Seilen hin wünschens- Geburtstagen war aber der Mann nicht so freigebig. Der wert. Ihre Pflege ist zunächst ein Akt der Höflichkeit allen denen KreiSauSschuß erklärte die Wahl des Schäfer III. füt ungültig und die Wähler in Burkhards werden demnächst auch wichtig im Lebenskampf, in der Ehe und bei der Ausübung , «I ,r.a . o v •<, , r-\ - । , J1 dn bnuflichen Tätigkeit Sie zu nhalten, muß darum das I hoffentlich ohne ^reibier zum dritten 2)!ale ein Dorfoberhaupt Bestreben jedes einzelnen'sein. Tie Ursache des so frühen Vn- z» wählen haben. blühens der Frau findet dn Vortragende nicht in dn Ehe als X Gedern, 26. Okt. DaS Tuberkulose. ÄÄiÄÄÄis&ä’-sj ~rt'' ~“a getan durch Kummer, Gram, Leid, ständigen Anger, also durch ^"Over nach Zaubach. ftelisth^2eiden,^J>ie man durch^vernünfligen Einspruch auf ein| _O Laubach, 26. Okt. Geh. RegierungSrat Dr. Dietz Die griechischen Zeitungen billigen die fAuf-I^r veunen ^ennwheit wird dann em oeperes irvenmatz dnl , .. ' " ir "" kösung der griechischen Nationalversammlung! dies ^u.^1nen Gliedmaßen, also schönere Formen^ erzielt werden. Die | f £ _?C^C fatte, bci^ früheren Parteiführer erklären sie für einen Staatsstreich. Die Trup- " ' ”i ° ‘ ~ " Pen sind in den Kasernen tzusammengezogen. Der Zustand des serbischen Kronprinzen ist befriedigend. Am Kinn entwickelt sich ein Geschwür. -ondon 26. Okt. Das englische lenkbare Luftsch «Mormng Post , daS heute morgen um 10 Uhr 13 Min. di qm s ° \ l 0 11 Paris verlassen hatte, ist fun vor 4 ln |b”,J’ot 5 latt gelandet. - Der Führer des batlons, Ingenieur G a p a z z a, verunglückte gestern mi Dwektor des Londoner Blattes und seiner Gattin, als er in Volck, Elly Gühne, Luise von Gloeden, Hilde Engel und die übrigen mit gutem Erfolg tätig. "Dom Biograph wird uns geschrieben: Der Biograph bietet in seinem diesmaligem Spielplan eine für Gießen besonders reizvolle Aktualität. Das rümlichst bekannte Paths-Journal bringt unter anderem Auszüge aus der Kaiserparade in Mai n z. So sehen wir in ganz vorzüglichen Aufnahmen Kaiser Wilhelm und unfern Großherzog, in weiterer Folge, ebenfalls tadellos zu erkennen, Regimentskommandeur Oberst von Müller, mehrere Herren vom hiesigen Offizierskorps, die Fahnenkomgagnie und die Regimentskapelle der 116. — Daß die weitere Zusammenstellung des neuen Sptelplans der Leitung des Biograph auch diesmal wieder in glücklicher Weise gelungen ist, wird auf die wachsende Beliebtheit des Unternehmens von umso größerem Einftiiß sein wenn man vorurteilsfrei das heutige künstlerische Bildermaterial und die technisch eimvandsfreie Vorführungeii betrachtet. *L£i#tf2iel5JP0Trtra9- Auftrage der Gesellschaft für rationelle Körperpflege sprach Herr Reinh. Gerling- Ber- "l Sterns Garten vor einer zahlreichen Zuhörerschaft Über das Thema „Was Fragen wissen müssen". Redner gab dawuf m anschaulicher, leicht faßlicher und darum fesselnder Weise die Antwort. Er führte dabei aus: Alle Anlagen be- ftanzöfischerseits General Jarras) auf dem Schloß Freskatv bei MA aMg^setzt und unterzeichnet. „Tie ftanzösische Rheinarmee", heißt es im deutschen Getier al stab swepk, „zählte bei Eintritt der Kriegsgefangenschaft noch 1/3 000 Köpfe, einschliestlich der vor- läuftg in Metz verbleibenden 6000 Offiziere und 20 000 .Kranken oder m der Genesung Begriffenen. Mit dem bis dahin noch un- bezwungenen nordöstlichen Grenzbollwerke Fratikreichs fielen 56 Kaiserliche Adler, 622 Feldgeschütze, 876 Festungsgeschütze 72 Mm:ailleusen, 137 000 Ehassepotgewehre, 123 000 andere Schieß- Waffen, sowie ansehnliche Munitionsmassen und eine große Menae sonstiger Vorräte in die Hände des Siegers." Nach hemfefh^ Werke belaufen sich die Verluste der Deutschs Ä 1^16^00 von Metz und her gleichzeitig damit verbundenen (schwack-en) Einschließung von Tiedenhofen sThionvillei bis 27 Oktober auf 242 Offiziere und Offizierdiensttuende und 5571 Mann- stHalten, nämlich: tot oder infolge von Verwundung gestorben- 7° Tr^QßV03; ^wundet: 165 resp. 3463 und verwißt:' bC uoD. ♦ beschränken muß. Was ist mm schön? Es ist der auS Darmstadt eröffnete heute vor etwa 40 Personen, worunter i Mensch kann nie dauernd schön sein. Tie 30 Schönheiten des auSgeltattete Tuberkulose- Wander mufeum im Gau, L SBeibeö, von denen die alten Griechen sprachen, haben nur für hau§ »zur Traube^. Heber daS Wesen dieser vlelverbreiteten 11 ble. Kunst noch Bedeutung. Im allgemeinen ist das Zweck- Krankheit und ihre erfolgreiche Bekämpfung hielt Dr. Dlek ' My fiin.n nahezu »w.Wndig°n V°rtr-.g. der sich an Dor? Pflege des Aeußeren eine Notwendigkeit ist, aber nicht durch die l'egenden Präparate und Abblldungen anschloß. Nach acht. ' Lehre der alten Kosmetik, die erklärte, was nicht da ist, wird lägiger Ausstellung wird sie nach Grünberg verlegt werden.I c ** Kirch en Visitation. y T Ident D. Petersen-Darmstadt am vorigen Sonntag!erregen? .Kirchenvisitation in der Stadtkirche und den beiden zu ** Ueber den U msteig everkehr bei der Straßen- chr gehörigen Gemeinden Matthäus und Markus gehalten bahn scheint noch au berrfcben Um diese zu s^^i^urcy ^errerar veun yresrgen Land-1 ä hat, wird er am nächsten Sonntag damit in der Johannes- beseitigen und Unzuträglichkeiten vorzubeugen, die aus Mißver- wurde er M gleicher Eigen-! kirche (Lukas- und Johannesgemeinde) fortfahren. Am ständnis der Vorschriften entstehen tonnen, empfehlen wir bie ’^a'Laik;a^ 0 a f en5c . I ic Sonntag abend wird ein Gemeindefamilienabend in Steins nachstehend mitgeteilten Bestimmungen für den Umsteiaeverkebr L < rmstaot, 26. Okt. Der K ** Ordensverleihung. Der Großherzoa hat dem . m <<-•<< e- ’ n • v» m «• 0 l 3 ’ Uuj.mwiiuuijnn.ii, vuyiu luiru man niimcL mcijr timq, oan oie I I v cn * ’ , c cm. . w ... Berlagsbuchhandler Herm. S)tllke zu Berlin das Ehren- Pflege des Aeußeren eine Notwendigkeit ist, aber nicht durch die liegenden Präparate und Abbildungen anschloß. kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver*e --------IT; ..ich. ich ,v;vv u ' liehen. | f^ern m ^vernünftiger, auf physiologischen Gesetzen! § Rainrod, 26. Okt. Am 31. d§."Mts. beginnt die •• Pfarrp-rsonalien. Der Großherzog hat bem non tef anm^nhmVamm M* ®S*X«S im Endete Wand er.Haushaltungz. Pfarrverwalter Karl Ho sfm a nn zu Dietzenbach die evang. Ausführungen des Redners fanden in dem zweiten Teil der Dar- unb Lochschule deS Kreises Schotten hter einen neuen Psarrstelle zu Hopfgarten übertragen. bietungen, in den vorgeführten Lickstbildern und kinematographi- Kursus. ” AuS dem Militär-Wochenblatt. Fischer K^^emonstrationen eine wesentl^e (^gänzung Eine Vor- Starkenburg und Rheinhessen. (Joseph), Oberkriegsgerichtsrat beim Generalkommando des ) .. Salr O^M^ -0 Fahre bildete den Schluß. Darmstadt, 26. Okt. Justizrat Dr. Kark 14. Armeekorps, nach Frankfurt a. M. versetzt und dem fom* L-pt,r Vj^nfin UHq: Mayer hat heute seinem Leben durch Selbstmord ein mandierenden General des 18. Armeekorps zugeordnct. — das Salz^'eine gan» yctoauTqe'^rctiftd^erS ®*?be Sema<$t, sich in seiner m der Alicestraße Dem Oberzahlmeister Praetorius vom Inf.-Lech-Regt. werde und zwar annähernd 'bis^^zun!dreifachen^^ftine« etz?- bie Pulsadern auf, nachdem erhübet Großberzogin (3. Großh. Heff.) Nr. 117, wurde der Charakter qen Wertes. Was die Ursache dieser Verteueruna sei kann Schlafmrttel eingenommen hatte. Der Unglückliche als Rechnungsrat verliehen. Niemand angeben, denn LUchL ist L7s"ü? 'müßig"es das st^sche Krankenhaus »erbracht, i » Erledigte Lehrerstellen. Eine evang. Schul- M. « Webex: ineJustizra?2r. Mayer war Junggeselle und Lsck eine mit einem evang. zu erböbem^Demnack^lck'eint^ S bätte bangerer Zelt schwer erkrankt und dieser Umstand dürfte^ S e l, g e n st ° d t m,l j / ^mand inen unangSrachten Scherz erlaubt odtt ' n Ber°»lassung zu dem Selbstmord gewesen sein. ' y sollte vielleicht schon dieWahlaaitatton ibrehatten Derstorbene war ern allgemein geachteter, gewissenhafter .Sprinten-1 °°r°uswerfen, um Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu | sebot^ ba früher tn Hessen Israeliten nicht als Richter angestellt wurden, lange Jahre hindurch Sekretär beim hiesigen Land- ■ . ' uvvy ivnny 1 -----—uuv ivxiiii uuu LIICL UHU DC befannt zu sein, nämlich über ben ≤b r a u cb ber Signal- ernmal kleine Mißgriffe vortämen, so sei dies auf die New e" fraftigef 3ieben an der m der Fahrt- heit der Einrichtuna M setzen Stadtv Dr korest neriet n^.-ch.s.befmdl.^ KUnae-.chnur wud der Waa^uhrer mit dem Mig.^er/dt'we'gkn' einer AusfLLech n der nächsten Haltestelle erregten Wortkampf; er behMiptete, daß ihm Material freuen - Das verschwundene Fabrrad Ein h,nn,r Uebergriffe der Polizeiassistentin zur Verfügung stände, ' l (i r j. c i . e uaptrao. luin junger er fr olle dies aber nur an den Oberbüraermtister rilr Nrü- k C m einem Laden in der Bahn- fung und Untersuchung ausliefern, frei?bei der einfeitiqen 5°a leingn»U^ UCf- unb ^ eClte lcm ^ab an bie Wand Stellungnahme des Beig. Berndt von diesem keine unpap i b^s Hauses. Als er wieder aus dem Laden herauskam, war teiische Prüfung des Materials z-u erwarten sei Nach län- , das Rad verschwunden,- jedenfalls ist es gestohlen worden, gerer unerquicklicher Aussprache erklärte sich Stadtv. Dr. * Es ist ein Brennaborrad mit gelben Felgen und trägt die H°rch bereit, das Material dem Oberbürgermeister auszu- ! Nummer 4166. liefern, auch wenn Beig. Berndt in der Sache die Unter* 1 " Der Ausdruck d „ s „„kör suchung führe. Zum ersten Male dürfte es wohl der Fall ääss? Pretschendors, Amtshoiiptmannschaft Dip- verband) eingefunden, die bis zn Ende der Sitzung aus- poldiswalde, Königreich Sachsen, bei Händlervieh; Birn - hielten. 1 bäum, Bezirksamt Teuschnitz, Regierungsbezirk Oberfranten ' -_____ - bei Handlervieh, am 24. Okt. Das Erlöschen der Seuche VÖS UntVCttCr fit SÜÖitüHcn. i|t gemeldet vom Schlachtviehhofe zu M ü n ch e n. Die heutigen Nachrichten aus dem heimgesuchten italie-> Landkreis Gießen. Erdenfleckchen lauten gegen die gestrigen Meldungen »™^a9tlet l1,'. .CItlmÖOn . Landwirtschafts- obere Tml von Cetara ist von den Muten überscbwemmt 9i*ntMriDfhtan ®Drtra9jtatt Oekonomierat Weitzel-sind vom Felssturz getroffen. Man spricht von 300 Toten '*’«• L.?und^ft "ber „Sa atgutwechsel" und dannsi» Cetara. Die Zahl der Verletzten beträgt etwa 20. über „Vichsutterung". Das Meer schwemmt Leichen ans Ufer. Dip Katastrophe A Nonnenroth bei Hungen, 26. Okt. Unser n eues ^rBorgerufeti, bafj'ber benCrt tnircfjftie&enbc wi,t ®“,o# «•••»«iit säs/r SÄinszV8Ä’.?hÄ , Kreis Budtngen. vrer Tote und viele Verletzte. In Majori wo die Ver» hier § U i/n h 3^ nächsten Jahre findet wnstung fast so groß wie in Cetara ist, hat man 20 Leichen ger das Bund es fest des Nr d d er--Se em e n tal- den Trümmern geborgen: man glaubt daß nocki weitere «PT™ 6 o i i'b b V |tatL„ Gleichzeitig feiert unser Gesang- Pf Personen umaekommen sind. — Der König traf von "k"nz fein -lOiähriges B esteh en Neapel aus dem Torpedoboot „Orseo" in C a s a m i c c i o l a und weiht eine neue Fahne. - In Mittel-Griindaufirn und besichtigte die verwüsteten Orte- von Jsrhia wird schwerer Stamm auf einen « heute abend nach Neapelzurückkehren. Arbeiter und v e r l e tz t e ihn schwer. R o m, 26. Ott. Der Äarineminister telegraphierte aus Kreis Schotten. E°s«w'cciola, daß dort der Schaden am größten sei. -tt Schotten, 26. Okt. Vor dem KreiSausscku ß ganz, so groß. In beiden wurde gestern wegen der Bürgermeisterwahl in Burk. x blC unterbrochen und die Wege L WS -* i" h.£ Ä » ä? ““ ordnete dos Krecsanck zum 24. Dezember eine Neuwahl an L,^- ---!r‘ ' ~ - ^.L°"dwirt Ludw. Schäser III. mit einigen Stimmen ^rhrheit als Sceger hervorging. Die Gegner erhoben gegen die Gültigkeit der Wahl Einspruch, weil durch Freibier Stimmen sur Schaser gekauft sein sollten. In der Verhandlung vor dem Kre,so,iSIchuß wurde feslgeslellt, daß die Parteigänger des Schaser sur desicn Wahl mehr als 2000 Mk. für Bier schnaps und Eßen ausgegeben haben. Es wurde nadi- lÄw bh§t el"7 Ortschaft die Wahlzeche nahezu 1000 Mk. betragen hat. Originell waren die Gründe, mit denen man> die an den Tag gelegte Freigebigkeit zu recht, fertigen juchte. Em wenig bemittelter Mann wollte 260 Mk. firctfe (Lukas- und Johannesgemeinde) fortfahren. Am standms der Vorschriften entstehen tonnen, empfehlen wir die, m n, e. . . ftx = Sonntag abend wird ein Gemeindefamilienabend in Steins I nachstehend mitgeteilten Bestimmungen für den Umsteigeverkehr r5’ Darnt)taDt, 26. Okt. Der Kaiser von Ruß. Garten stattsinden. ' ! zur Beachtung: Das Umsteigen ist nur von einer in die 1 wohnte heute abend mit dem Großherzog, dem' Prin- ♦* Das Opferlamm, eine höchst verwickelte unb a »Si 2 'QS° üon grünen Linie in die rote oder -en von Preußen und dessen ältesten Sohn, Waldemar, ^e ecf& bi. «st«n WkTSÄÄ SL? 4hLU,",rh,Kprnb lufti9 ‘J,c6 QU^,Die °usw°r.ig-n «ch.ld als^Be^tzt gekennMchnet Es b'st °«° Nische Unternahm auf "d km Truppenübungsplatz Theaterbesucher ganz aus ihre Rechnung kommen, da die I den nach 7y2 Minuten folgenden Wagen zu benutzen Für Fahr- Sr? ^twa zwei Stunden dort und orientierte sich über Vorstellung bereits um 9 Uhr zu Ende war. Im Interesse gäste, die bis zum Schützenhaus fahren wollen und in der grünen bie Fabrikation, die flugtechnischen Details und über die eine« stärkeren Fremdenbesuches dürste es sich auch für die 4nle einsteigen, empfiehlt es sich, den Wagenführer zu fragen, Handhabung und Steuerung der Euler-Fluamaschine. Folge empfehlen, solche Stücke zu wählen, die zeitig genug Schützmhaus fährt. Der Fahr- d. Mainz, 26. Okt. In der heutigen Sitzung der b-cndtt w-rd-n können, damit nicht/wie das'sn.^ mi.° S a vv'°A dklu'n unter vorgekommen ist, ein Teil der Zuschauer vor Schluß ^-rch einen Blick aus die Uhr überzeugeii kann, ob er die wichtige Berndt die anaeblirbe^ ^^e?.rdnet°ii aufbrechen muß. Bon den Darstellern sind besonders Herm. ^znng bekommt Tor Umsteigende hat das Fahrgeld im ZroÜ S-ban,?o^ PoliManlstent» Norden als armes Opferlamm" Rudoli (Sn ff nU fiP Wagen zu entrichten unb dem Führer feine Absicht, um- ^rau M«piro tn längeren Ausführungen bespräche, jeoroen al» armes ajpreriamm , Ruvoy GoU als be= feigen, bekannt zu geben, ebenso dem Wagenführer des zweiten ^b behauptet, dnß dtePoliHeiassistentiu sich keinerlei Ueber- drangter Freier, Karl Marx als verliebter Forsteleve, Wagens sofort mitzuteilen, daß er umgestiegen sei. Auch eine hätte zu schulden kommen lassen. Die neugeschafsem Herm. Bakof als biederer Holzhandler, Lore Scholz als andere Bestimmung für das fahrende Publikum scheint noch wenig Etnrtchtung wirke vorzüglich und wenn auch hier und da bedauernswerte Lucie und Fränzi Koch als schneidige Schul-1,1 f”tt ------- x~---' Crrxifc-?rc ■ 1 - - reiterin zu erwähnen. In kleineren Rollen waren Karl mobil Moijson verlieb. Das Automobil überschlug sich. Der Ingenieur sprang ans dem Wagen und erlitt schroere Ver - letzungen an Händen und Füßen; die beiden anderen wurden (et d) t verletzt. Todessturz. Paris 26. Cft Auf der Rückkehr von einem Ueberland- flufl nach Bourges stürzte B l a n ch a r d, als er in Jfsy les Moulineaux eintraf, aus 30 Meter Höhe ab und war sofort t o t. Das Schicksal des Ballon sAmerika ist noch immer nicht endgiltig entschieden. Die gestrige Notiz über die Landung des Luftschiffes scheuu jedoch zuzutreffen. Wtr er- erhallen heute noch folgende Drahtnachrichten: New-Pork, 26. Okt. Witliain Hawley, der Bruder des vermißten Führers des Ballons „Amerika" erhielt von Personen; die nach Ottawa gesandt wurden, um die Nachforschungen nach dem Ballon „Amerika" ^rtzusetzen, ein Telegramm, m dem es heißt: Anzeichen deuten daraus hm, daß Post und Hawley Donnerstag früh im Norden von Ontario gelandet sind und den Ballon stiegeit ließen. N e w - Y o r k, 26. Okt. Der Mitfahrer des Ballons „Düsseldorf" PelkinS erhielt heute abend von den Insassen des Ballons „Amerika" Hawley und P o st folgende m Ambroise (CUicbed) aufgegeöeneS Telegramm: Wir sind im Pergbonkafluffe (nördlich vom C-hilongasee am 19. gelandet. Alles wohl. Wrr kehren zurück. „Morningpost" schwer beschädigt. London, 26. Okt. Als das Lutschiff der „Morning- poft* m einen Schuppen bei Aldershot gebracht wurde, stieß es gegen einen Tragbalken, der die Hülle erfaßte und aufschlitzte. Die Hülle fiel mit einem Knall in sich zusammen. Niemand wurde verletzt. Das Gerippe des Luftschiffes selbst ist nur gering beschädigt. Dcrmifcbte»* ♦ Unter der Firma „Tempelhofer Feld- Aktiengesellschaft für Grundstücksverwertung" wurde am Mittwoch in den Räumen der Deutschen Bank in Berlin eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 20 Millionen errichtet, die ihren Sitz in Tempelhof mit einer Zweigniederlassung in Berlin hat. Das Kapital ist eingeteilt in 10 Millionen Mark Aktien Lit. A, die bei der Gründung vollbeKahlt wurden, und 10 Millionen Mark Aktien Lit. B mit zunächst 25 Proz. Einzahlung. Bei der Gründung sind beteiligt die Gemeinde Tempethof, die Deutsche Bank, die Dresdener Bank, die Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank). Den Gegenstand des Unternehmens bildet, wie man sich juristisch umständlich ausdrückt, „die Uebernahme der Rechte und Pflichten aus dem von der Deutschen Bank in Erwartung der Errichtung der Gesellschaft für diese mit der Gemeinde Tempelhof abgeschlossenen Vertrag betreffend die Verwertung der von der Gemeinde Tempelhof käuflich erworbenen westlichen Teile des Tempelhofer Feldes". Zum Vorstand des Unternehmens wurde Kommerzienrat Georg Haberland bestellt. * .Der Caruso-Rummel hat gestern abend in Berlin auch die Polizei in Bewegung gesetzt. Der Kriminalpolizei war bekannt geworden, daß sich eine Menge Eintrittskarten in den Händen von Leuten befanden, die damit handelten. Am Neuen Könial. Opernhause waren deshalb vor der Aufführung viele Schutzmänner aufgeboten und auch die Kriminalpolizei war vertreten. Die Beamten sahen sofort, daß nicht nur gewerbsmäßige Händler, sondern auch sehr viele Privatleute aus allen Gesellschaftskreisen zur Stelle waren, um mit Caruso-Karten tin Ge- legenheitsaeschäft zu machen. Die Anreißer umringten Autos und Droschken, um ihre Karten anLubieten. Eine ganze Menge Leute mußten beim Eintritt erfahren, daß sie für 30 bis 50 Mk. gefälschte Eintrittskarten gekauft hatten. Es handelt sich wahrscheinlich um alte Sätze, die irgendwo in einer Druckerei oder unter den alten Beständen der Intendantur liegen geblieben sind und die sich nun ein Schwindler aus irgendeine Weise zu verschaffen gewußt hatte. * Für Mieter von Wohnungen mit Zentralheizung ist ein Urteil des Berliner Kammergerichts, 2. Zivil- fjencu, von bemerkenswertem Interesse. Tie „Bl. f. Rpfl." teilen über den Tatbestand folgendes mit: Ein Mieter hatte eine Wohnung mit Zentralheizung gennetet. In dem Mietverträge hieß es: „Die Zentralheizung ist vom Oktober bis April einschließlich ständig, vom Alai bts September nur an besonders kalten Tagen auf Wunsch des Mieters in Betrieb zu halten." Eine nähere Bestimmung der zu leistenden Wärmegrade ioar in dem Vertrag nicht enthalten. Der Mieter hatte sich nun andauernd über zu geringe Erwärmung beklagt. Er beschiverte sich bei dem Wirt unter Androhung einer vorzeitigen Losung des Mietvertrages, und als die Beschwerde keinen Erfolg hatte, verlteß er die Wohnung und kündigte das Mietverhältnis vorzeitig. Tas Kammergericht hat ihn dazu auf Gruud des 5 542 des B. G.-B. für berechtigt erachtet. Es sagt- in seiner Entscheidung u. a.: Als Normaltemperatur ist eine Warm« von durchschnittlich 15 Grad R. anzusehen, rote sie auch nach der Verkehrssitte als angemeffene Durchschmttstemveratur von Wohnräumen, deren Heizung durch eine Zentralhetzungsanlage erfolgt, bezeichnet zu roerben pflegt. Demgemäß hatte der Vermieter eme solche Temperatur für die vermieteten Wohnräume zu gewähren (§ 242 d. B. G.-B.) und zu diesem Zwecke die Zeutral- heizrmg „voii Oktober bis April", ivie es in dem Vertrage heißt, „ständig tu Betrieb zu halten". Mit Rücksicht darauf bedur'te es feiner Prüfung, ob etwa nach den Grundsätzen medizinischer Wiffen- schäft und Erfahrung, auf welche der beklagte Vermieter besonderes Gewicht gelegt hat, schon eine Temperatur von 13 Gr. R. für normale Menschen als ausreichender Wärmegrad erachtet tvird. Nach der Beiveisaufuahme ist in der Zeit bts Mitte November in der Wohnung des Mieters wiederholt eine Wärme von nur 11 bis etwa 13 Grad N. erzielt worden Dadurch wurde dem Mieter der vertragsmäßige Gebrauch seiner Wohnung nicht gewährt, und er war berechtigt, sich an den Vertrag nicht mehr gebunden zu erachten. * D i e s e l t s a m st e Steuer hat sich unstreitig der Magistrat der Stadt M y s l o w i tj ausgedacht. Durch Myslowitz werden in der Gänse-Hochsaison täglich viele tausend Martinsvögel aus ilngarn und Rrißland nach der außerhalb der Stadt gelegenen Onarantäiiestation befördert. Daß nach einem solchen Durchmarsch die Haupt- und Berkehrsstraße nicht besonders reinlich auS- sieht, dürfte klar sein. Zur Säuberung dieser langen Straße von dem Kot müffen stets Hilfskräfte eingestellt werden, was bem Stadtsäckel eine Sonderausgabe verursacht. Jetzt wird der Magistrat der Ltadtverordneten-Berfaminlung eine Vorlage zur Genehmigung unterbreiten, wonach fortan für jede durch Myslowitz getriebene Gans durch den Transportführer als Bechisie zu den Reinigungskosten ein Pfennig erhoben werben soll. Da während der Hochsaison oft an einem einzigen Tage 10- bis 15 000 Gänse die Stadt passieren, so kann diese durch die ©änfcfteuer vorzügliche Geschäfte machen. Kleine TageSchronik. Eine wichtige musikalische Entdeckung ist, wie dem „B. T." cfemelbet wird, dem München e r Musik- forscher Dr. Ludwig S ch i t t l e r geglückt. Er hat festgestellt, oaß das in verschiedenen Klavierbearbeitungen verbreitete Orgelkonzert in D-moll vonFriedemann Bach keine Originalkomposition, sondern nur die Uebertragung für Orgel eines Violinkonzertes von V i v a l d i ist. Zum ersten Bürgermeister in Thorn wurde von dem dortigen Stadtverordnetenkollegium mit 35 von 38 abgegebenen Stimmen der erste Bürgermeister Dr. Johannsen aus Minden in Westfalen gewählt. Das Befinden der beiden, bei dem Straßenbahnunglück zu Herzogenrath Verletzten verschlimmerte sich bedenklich; ein a l t e r M a n n ist durch den Schrecken besinnungslos geworden. Die Schuld an dem Unglück wird darin gesucht, daß die schlüpfrigen Gleise nicht von dem Herb st taub gereinigt wurden. < Handel. Die Ziegelei- und K a l k i n d u st r ie an der Lahn hat trotz der langanhaltenden guten Witterung, bei der die Bautätig feit nicht ganz ruht, bei dem wenig befriedigenden Geschäftsgang des Jahres erhebliche Vorräte angesammelt. Allgemein wird geklagt, daß die erzielten Preise in Rücksicht auf die gestiegenen Löhne zc. nur einen recht geringen Nutzen abwerfen. Tie Industrie hofft, daß mit dem kommenden Jahre die Bautätigkeit sich heben und mit gesteigertem Absatz auch eine kleine Preiserhöhung eintreten wird. Essen, 26. Okt. In dem Bericht des Kohlensyndikats heißt es: Nach dem Ausweis der — bereits gemeldeten — Zahlen hat der Monat September d. I. eine Besserung der Kohlenabsatz-Verhältnisse nicht gebracht. Die beim rechnungsmäßigen Absatz gegen das vormonatliche Ergebnis zu verzeichnende Steigerung von arbeitetägHeb 3,389 Tonnen gleich 1,53 Prozent ist auf die günstige Entwicklung des Kohlenabsatzes rurückzuführen. In Kohlen hat gegen den Vormonat der Gesamtverband arbettstäglich um 116 Tonnen gleich 0,06 Prozent zugenommen, während der Kohlenabsatz für Rechnung des Syndikates einen Rückgang von arbeitstäglich 665 Tonyen gleich 0,42 Prozent erfahren hat. Die Ursachen der Abschwächung des Kohlenabsatzes sind in früheren Berichten bereits mehrfach dargelegt worden, so daß man davon absehen kann, sie hier nochmals zu erörtern, zumal auch eine nennenswerte Veränderung der Markllage im Berichtsmonat nicht eingetreten ist. Die im Kohlenabsatz erzielte Steigerung, die sich gegen das vormonatliche Ergebnis beim Gesamtversand auf arbeitstäglich 2234 Tonnen = 4.82 Prozent, und beim Absatz für Syndikatsrechnung auf 2176 Tonnen --- 7,35 Prozent beläuft, ist in der Hauptsache eine Folge der starken Bezüge, zu denen sich viele Verbraucher im Hinblick auf die am 1. Oktober d. I. in Kraft getretene Erhöhung der Kokspreise im Monat September veranlaßt gesehen haben. Der auf die Beteiligungsanteile der Mitglieder in Anrechnung kommende Kofsabsatz stellt sich auf 81,21 Prozent, von denen 1,29 Prozent auf Koksgries entfallen gegen 75,67 Prozent bezw. 1,27 Prozent im August. Der Brikettabsatz konnte durch größere Ausfuhr auf der vormonatlichen Höhe gehalten werden und bezifferte sich auf 76,75 Prozent der BeteiligungsawE gegen 75,98 Prozent im Vormonat. Ll«,gesandt. Am vergangenen Sonntag, nachmittags gegen 5 Uhr, konnte man bemerken, wie ein städtischer Arbeiter in bet Ludwigstraße die Straße reinigte und die zusammengekehrte^ Häufchen in feinen Wagen lud. Ist denn der Sonntag in Gießen dafür da, daß derartige Arbeiten ausgeführt werden müssen. Es fehlt nur noch die Kehrmaschine und das alltägliche Werk hat begonnen. Daß diese Arbeften als unbedingt nötig anzusehen sind, ist jedoch pollständig ausgeschlossen, und wäre es bald Zeit, daß den städtischen Arbeitern ihre nach 6 Tagen wohlverdiente Sonntagsruhe gegönnt wird. wSchentl. Ueberiid)t der Todesfälle i -.Stadl Sieben. 42. Woche. Vorn 9. bis 15. Oktober 1910. Einwohnerzahl: angenommen zu 31,800 linkt. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitszisser: 22,88 °/OT, nach Abzug von 6 Ortsfremden: 13,08 u/qc. Kinder Es starben an : Zusammen: Erwachsen 1. e: nn Lebensjahr: 2 vom .—15. Jahr. Altersschwache 2(1) 2 (1) — — Lebensschwäche 3(D — 3(1) —— Diphtherie 1 (1) — 1 (1) Lungenentzündung 1 — — 1 Blmddarmeutzündung 1 (1) — — 1(1) Herpehler 1 1 — Schlagftuß 1 1 — _ Krebs 1 1 — — Darmtuberkulose Gehirnhaut-Ent- 1 1 — — zündung KD 1(1) — — unbekannter Ursache Kl) 1 (1) — — Summa 14 (6) 8(3) 3(1) 3(2) Anm.: Die m jtiuminern gejetjun Ziffern gcucn an, roie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen aebrachte Krank'' kämmen. WetteranSsichten in Heffen am Freitag bem 28 Oktober 1910: Strichweise heiler, östliche Winde, neblig, Temperatur nicht verändert. Driginal-Vrahtineldungen. rb. Darmstadt, 27. Okt. Der Landesausschuß der nationalliberalen Partei wird demnächst zu einer Sitzung zusammentreten, um über die Anfrage des Vorstandes der fortschrittlichen Volkspartei zu beraten, ob sie! bei der R e ich s t a g s w a h l mit ihr in nähere Verhandlungen treten wolle. Paris, 27. Okt. In den Wandelgängen der Abgeordnetenkammer berieten sich die Abgeordneten, eine Vertagung der Anfragen über den Ausstand zu beantragen. Salonik, 26. Okt. Eine bulgarische Bande griff bei Sultanjeteppe in der Umgebung von Ketschaues aus dem Hinterhalt eine Militärabteiluny an. Ein Soldat wurde erschossen und einer schwer verwundet. Bei der Verfolgung wurden drei Bulgaren getötet und zwei verwundet. In der Umgebung von Strumitzes fand ein Kampf mit einer Bande Tschernpajcffen statt. Zwei Bulgaren und ein Soldat sind tot. Eine griecksisch« Bande ist bei .der Ueberschreitung der Grenze bei Panteleimon in der Gegend von Katerina von einer Wache angegriffen worden, wobei vier Griechen getötet wurden. Bei der Verfolgung der griechischen Bande und bei Jsverses auf Chalkidike wurden bret Griechen und ein Soldat getötet; ein Gendarm wurde schwer verletzt. 45 Bulgaren wurden, weil sie bulgarischen Banden Vorschub geleistet hatten, in Ketten in das Kriegsgericht von Monaftir eingeliefert. €L Henneber^ Zürich Direkte Bezugsquelle von Seidenstoffen jeder Art Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! (D13/j0 OrühmMm schallt laut und frei und sie war am Tage vorher so überanstrengt wor- den, dass am Abend kein Ton mehr k heraus kam. Ein paar Wybert- * Tabletten haben die Stimme . wieder rein, den Hals frei gemacht. A Sie sind für niemanden zu entbehren, * der viel und laut zu sprechen hat. ocuaclitel mit ca. 400 Tabletten kostet in allen Apotheken nur 1 Mark. Depot in Giessen: Pelikan-Apotheke. Kreuz2 SS’/e Statt jeder besonderen Anzeige! Justizrat Dr. Max Mayer gestern nachmittag sanft entschlafen ist. Darmstadt, den 27. Oktober 1910. Die Beerdigung findet Freitag den 28. Oktober, nachmittags 4 Uhr, vom Portale des israelitischen Friedhofs in Darmstadt aus statt. D”/10 -v Freunden und Bekannten teilen wir tiefbetrübt mit, dass unser lieber, unvergesslicher Bruder, Schwager und Onkel Im Namen der Hinterbliebenen: Moritz Mayer Frankfurt a. M., Elkenbachstr. 13. Bringe hiermit meine Verleih - Anstalt liir Frack-, Gebrock- und Smoking - Anzüge n empfehlende Erinnerung. Anfertigung nach Matz. Joh. Mand, Schneidermeister Weidengasse 1. 6394 Cas6 Krämer. K 73/10. (Bm/6 Donnerstag, 10. Nov. 1910, nachm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem Heinr. Abel und Ehefrau Margarethe geb. Ornau, jetzt in Amerika, zugeschriebenen, nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 13/50,3 = 150 qm Grabgarten am Sandkauterroeg, links hint. den Gärten. 13/50,4 = 213 qm Hofreite daselbst. 13/50,® — 1080 qm Acker daselbst. 13/55 = 1174 qm Wiese am Heegstrauch, vor Staude Garten. Gießen, den 28. Sevtbr. 1910. Grotzherzogliches Ortsgericht. Gros. K 72/10. 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