um bi« !N. ubenvattu^ Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Ter bilbung übrigen, ES iirirb sondern schulen. nenMark in ehr zudecken sind. An der Balan-ierung des Etats mit 80 Pfennig Matrikularbeiträgen muß aber unter allen Umständen festgehalten werden. Und aus diesem Grunde wird eS der größten Anstrengung und der Vorsicht tigsten Verteilung der Ausgaben auf die kommenden Johra bedürfen, um den Etat zu bilanzieren. Cb das gelingt, ist wohl sehr zweifelhaft. Das Eivjahrigen-Privileg. Taft und Roosevelt, amerikanische Kongreß vertagte sich, tote $$ erst 920, Di'fy*6nei )ten. Paris, 28. Juni. Ter „Temps" bespricht den Rücktritt des deutschen Botschafters Fürsten Radolin und dessen Ersetzung durch Freiherrn von Schön in einem Leitartikel, in welchem mit warmen Worten die Wirksamkeit des Fürsten Radolin und dessen Bemühungen um die Besserung der deutsch-französischen Beziehungen geschildert wird. Freiherr von Schön, so heißt cS dann m dem Artikel, wird in Paris das gute Angedenken wiederfinden, welches er hier zurückgelassen hat. Er hat als Staatssekretär zu der deutsch-französischen Detente beigetragen und er wird hier dank seiner versöhnlichen Tätigkeit sowie des glücklichen Einflusses des Fürsten Radolin eine klare Lage sowie die Möglichkeit zu neuen Verständigungen vorfinben. Freiherr von Schön kommt unter erfreulichen Anzeichen nach Paris, unb alles berechtigt zu der .Hoffnung, daß dieser Zu- jtanb der Tinge sich noch weite' eifern werde. trat ausgÄ>., . ÖS»** swwsä? Zu der Meldung, die Heeresverwaltung trage sich mit dem Gedanken der Ä b s ch a s f u n g d e S Ein j ä h rigen - Privil egs, wird uns von miliiärischer Seite geschrieben: Es gibt wohl in der Armee Strömungen, die auf die 2Cb- chaffung des Einjährigen-Privilegs Ijinarbeiien, so vor allem sehr viele Kompagniechefs und Majore, doch dürfte an maßgebender Stelle die Frage der Abschaffung des Privilegs ernsthaft noch nie in Erwägung gezogen feirn Fällt das Privileg, so fällt der ganze Reserveosfizierstand in seinem heutigen Ausbau, ein Stand, auf den mau für den Kriegsfall nicht verzichten kann. Ahmt man das französische Beispiel nach, so muß man die ReserveoffizierStarriere auch für Avancierte aus dem Volte öffnen nach dem Grundsätze: Jeder tüchtige Unteroffizier tann Reserveoffizier werden, denn die jetzigen Bedingungen: „Bildung und Mittel" fallen, fort. Eine Einschränkung deS Privilegs war aber schon Gegenstand unverbindlicher Erörterungen der Heeresverwaltung, man wünscht vor allem keine Erweiterung der Berechtigungen (z. B. Erteilung des Einjährigenzeugnisses an Mittelschüler und sehr begabte Voltsschüler) Tas Einjährigenprivileg ist geschaffen worden, um Studierende nicht zu lange Zeit vom Studium fernzuhalten, nicht um Besitzende zu bevorzugen. Es würde sich also empfehlen, die Berechtigung zum einjährigen Militärdienst vom Abitnrium abhängig zu machen. Für den Kaufmann, (Meroerbetrribenbeit usw. ist oft der Zeitverlust des Dienens nicht so schwer zu ertragen als beim Akademiker. Durch die gänzliche Abschaffung des Privilegs wäre niemanden gedient. Man soll es bestehest lassen für alle Abiturienten, deren Vor- längere Unterbrechungen nicht duldet, für die. die das Privileg oft ersitzen, schaffe man es ab. bann fein Privileg für die Besitzenden mehr sein, für die geistigen jungen Arbeiter unserer Hoch- )F ; JMolgc in Leben;, feilen können. Q ie berüchtigt wndkr oiebcn ernsten Wille Ötünben. Höhnst * gezahlt. UW-Gesellschast er" wurde im Januar 1900 zum Gesandten in Kopenhagen ernannt. Als solcher begleitete er den Kaiser aus einer Mittelmeerfahrtsreise. Sn Kopenhagen lernte Frhr. von Schoen auch den gegenwärtigen russischen Minister des Aeußern, Herrn v. Iswolski, kennen. Am 5 .Januar 1906 wurde Frhr. v. Schoen an Stelle des Grafen Alvensleben Botschafter in Petersburg. Anfang September 1907 trat er an die Stelle des damaligen Staatssekretärs des AuS- wärttgen Amtes, des Herrn v. Tschirschky. Im Januar 1909 erhielt er den Frechermtitel. Fürst Hugo von Radolin, der bisherige Botschafter in Paris, ist.am 1. April 1841 in Posen geboren. Er studierte 1859 bis 1862 in Bonn und Berlin Rechts- und Staatswissenschaften und trat als Referendar in den preuß. Justizdienst. 1866 ging er zur Diplomatie über, und war zunächst als Attache in Florenz, dann als Sekretär in Paris und Stuttgart tätig. Nach dem Kriege gegen Frankreich, den er als Zivilkommisfar im Hauptquartier des Generals v. Manteusiel mitmachte, tarn er nach Madrid, päter nach Dresden. Während des russisch-türkischen Krieges Botschaftsrat in Konstantinopel, wurde er von dort als Gesandter nach Weimar versetzt. 1884 schied er aus dem diplomatischen Dienst aus, um das Amt eines Hofmarschalls beim Kronprinzen Friedrich Wilhelm zu übernehmen, der ihn, nachdem er den Thron bestiegen, zu feinem Oberhof- unb Haus mar schall machte und ihm die Fürsten- wüpde verlieh. Kaiser Wilhelm II. ernannte ihn zum Oberst- truchseß und entsandte ihn nach Konstantinopel, um dem Sultan seinen Regierungsantritt zu notifizieren. Danach blieb er dauernd in der Diplomatie, 1892—98 als Botschafter in Konstantinopel, dann bis 1901 in Petersburg, seitdem in Paris. Dr. August Lentze, der neue preußische Finanzminister, ist am 21. Oktober 18 0 zu Hamm in Wests, geboren. 1895 wurde er Bürgermeister in Mühlhausen in Thür. Auf Präsentation dieser Stadt wurde er ins Herrenhaus berufen. Vier Jahre später wurde er Oberbürgermeister in Barmen und wurde auch als Vertreter dieser Stadt ins Herrenhaus berufen. Seit dem Jahre 1906 wirkt er als Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg und als Vertreter dieser Stadt gehörte er abermals dem Herrenhaus an. Um die Stadt Magdeburg soll er sich ganz besondere Verdienste erworben haben, vor allem auf dem Gebiete des Bau-, Schul- und Verkehrslvefens sowie in der Finanz-, Polizei- und Armenverwaltung. Alfred v. Kiderlen-Waechter ist am 10. Juli 1852 in Stuttgart geboren. Er machte als Einjährig-Freiwilliger den Krieg gegen Frankreich mit, studierte in Tübingen, Leipzig und Straßburg die Rechte, war bann im württembergischen Staatsdienst tätig und trat 1879 in den Dienst der Auswärtigen Amts. Sein Name wurde in der Oeffentlichkeit zum erstenmal anläßlich der „Spätzele- Affäre" des „Kladderadatsch" genannt. Der „Kladderadatsch" warf ihm vor, daß er gegen den Fürsten Bismarck intrigiere. Herr v. Kiderlen-Waechter forderte darauf den Redakteur des „Kladderadatsch" Polstorff auf Pistolen. 1881 bie> 1884 war v. Kiderlen-Waechter Botschaftssekretär in Petersburg, 1884 bis 1886 in Paris, dann bis 1888 Botschaftsrat in Konstantinopel. In diesem Jahr begleitete er den Kaiser auf seinen Reisen nach Petersburg, Stockholm und Kopenhagen und wurde dann zum Vortragenden Rat im Auswärtigen Amt ernannt. 1894 ging er als Gesandter nach Hamburg, 1895 in gleicher Eigenschaft nach Kopenhagen und 1900 nach Bukarest. Seine Amtstättgkett in Bukarest wurde wiederholt unterbrochen burd) Vertretungen des deutschen Botschafters in Konstantinopel, nament- lich als Frhr. v. Marschall 1907 auf der Haager Konferenz mehrere Monate von feinem Wirkungskreis ferngehalten wurde. Im dkovember 1909 wurde v. Kiderlen-Waechter nach Berlin berufen und vorübergehend mit der Vertretung des erkrankten Frhrn. v. Schoen betraut. Die Veränderungen in der Reichs- und der preußischen Regierung. Die gestern angekündigten weiteren Veränderungen in den höheren Regierungsstellen sind, soweit sie Preußen betreffen, inzwischen schon eingetreten, während der Wechsel in der Leitung des Auswärtigen Amtes zwar ebenfalls halbamtlich angefünbigt wird, aber jedenfalls nicht vor dem Herbst zu erwarten ist. Die offiziöse Mitteilung des „Preuß. Staatsanzeigers" besagt: Dem Finanzminister Freiherrn von Rheinbaben ist die nachgcsuchte Entlassung erteilt worden. Oberbürgermeister Lentze - Magdeburg ist zum Finanzminister ernannt worden. Dem deutschen Botschafter in Paris, Fürsten Radolin, ist der erbetene Abschied erteilt worden unter der Verleihung der Brillanten zum Kreuz der Großkomture des Hohenzollernfchen Haus- ordens. Als Nachfolger ist Staatssekretär v. Schön in Aussicht genommen, der durch den Bukarester Gesandten von Kiderlen-Wächter ersetzt wird. Herr von Rheinbaben geht auf seinen eigenen Wunsch, um sick) die günstige Gelegenheit nicht entgehe* ►u lassen, Oberpräsident der Rheinprovinz zu werden. Die Angriffe des Herrenhansmitgliedes von Gwinner auf seine Anleihepolitik haben nach der Versicherung deS scheibenden Ministers mit feinem Rücktrittsgesuch nichts zu tun und auch ^sonstige politische Gesichtspunkte, wie sie bei den Veränderungen im preußischen Ministerium des Innern unb im Landwirtschaftsministerium zutage traten, sind in diesem Fall ausgeschlossen. Sonach ist die Ersetzung des konscr- Mtiben Freiherrn von Rheinbaben durch den nationalliberalen Oberbürgermeister Lentze von Magdeburg nicht varteipolitisch aufzufassen. Er wurde wohl deshalb berufen, weil er'als Herrenhausmitglied sich als geschickter Kenner der preußischen Finanzen erwiesen hat. Bei der durch .Herrn von Gwinner am 16. Juni hervorgerufenen. Besprechung der preußischen Finanz- und Anlehenspolftik hat er int großen und ganzen sich der Auffassung feinest Vorgängers angeschlossen, nur bei der Frage der Rentew- konversion pflichtete er der Gwinnerfchen Anschauung bei, daß durch die Konversionen der Kursstand der Staatspapiere wegen des dadurch hervorgerufenen Mißtrauens des Publikums ungünstig beeinflußt werde. Sonach ist zu erwarten, daß die preußische Finanzpolitik im allgemeinen frine Veränderung erleiden wird. Auch aus dem königlichen Handschreiben an Freiherrn von Rheinbaben ist zu entnehmen, daß polittsche Gesichtspunkte bei seinem Rücktritt nicht maßgebend touren. Es lautet: Mein lieber ^taatämüiiftcr Freiherr von Rheinbaben! Nachdem ich Ihnen die nachgcsuchte Entlassung aus dem Amte als Staats unb Finanzminister bureb Erlaß vom heutigen Tage in Gnaden erteilt habe, kann ich mir nicht versagen. Ihnen für die hervorragenden treuen Dienste, welche Sie in Ihren bisherigen Aerntern mir unb dem Vaterlande mit aufopferungsvoller Hingebung geleistet haben, meinen besonderen königlichen Dank aus- iusprcchcn. Als Zeichen meiner Anerkennung und meines Wohlwollens habe ich Ihnen mein Porträt bild nis in Del verliehen, welches Ihnen demnächst zngcben wird. Indem ich hone, Ihre bewährte Kraft in einer Ihren Wünschen entsprechenden ander- weiten Stellung im Staatsdienst noch lange erhalten zu können, verbleibe ich Ihr wohlgeneigter Wilhelm. senbahn. rbendz, q;x ' an uv politifcbc Tagesschau. Zur finanziellen Lage des Reichs. Durch die verstärkte Tilgung und Verzinsung der Reichsschuld, burd? das Versiegen des Reichsinvalibensonbs, burd? das weitere Anwachsen' des Pcnsionsfonbs unb burd? die 2£bbürbung eines Drittels beS Fehlbetrages aus dem Jahre 1909 ergibr sich für das Jahr 1911 eine Mehrausgabe gegen 1910 von runb 115 Millionen. Hiervon gehen ab etwa 10 Millionen Mark infolge Wegfalls ber einmaligen Beamtenbeibilfcn unb ber Erbfdmftssceuer-Rückzahlungen. Danach find also zu decken 75 Millionen Mark mehr. Nach den ungünstigen Erträgen der Einnahmen des Reichs an crpllen und Steuern kann man für das nächste Jahr im günstigen Fall 60 Millionen Mari Mehreinnahmen gegen 1910 an Zöllen und Steuern annehmcn. Darnach verbleibt also ein Defizit von .15 Millionen Mart. Das jlottern I gefetz sieht aber für das Jahr 1911 eine Mehrausgabe löon rund 23 Millionen Mark vor, >o oaß also 38 Mtllto- Nr. 14» Erstes Btt>« 160. J-hrg-x, Mittwoch 49. 's uni 1910 ==fi*iAftAitAy 11 blatt Oe« Kreis Gieren H B B B B B B H I Br B B B lahrL au'3|dlL -3e,tcll9- (Tiensrag und Freitag); wHF B B WU rfl W. iäs ../■;! B B -V*'- r. «] ,j£._ ?',A Zeilenoreis: lokal 15Pf^ monatl. Land- ■ K. B BL, ^BLXfl^Lr B B auswarrs wirtschaftliche Zeitfrage« W B B V B “ B Cbesredakteur: A. Toetz. Fernsprech - Anschlüsse: Bi r", ■ -y Verantwortlich für lür die Redaktion 112, politischen Teil: August ZW General-Anzelger für Gberheffen WM kür Die Tagesnummer Rofafionsöntd ttitb Verlag der vrühl'fchen Untv.'Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Anleiqcn'teü? H.' Beck, bis vormittags u Uhr. __________________ • Nachstehend seien noch die Personalien der gehenden unb kommenben Männer roiebergegeben: Georg Kreuzwenbebich Freiherr von Rheinbaben ist am 21. August 1855 in Frankfurt a. L. als Sohn eines Offiziers geboren. Sein Vater fiel im Kriege 1866. Georg von Rheinbaben trat nach Absolvierung ber 'Klosterschule Ilfeld und bem Stubiuni in Heidelberg und Berlin 1876 als Referendar in den Justizdienst ein und wurde 1882 Gerichtsassessor. Zunächst als Hilfsarbeiter nn Staatsministerium und beim Königl. Tisziplinarhofe beschäftigt, wurde er dann dem Ob er Präsidium in Schleswig überwiesen. 1885 wurde er als Hilfsarbeiter in das Finanzministerium berufen, 1888 zum Regierungsrat, 1889 zum Geheimen Finanzrat unb öortragcnbeit Äat^ im Finanzministerium ernannt. 1892 zum Geheimen Oberfinanzrat befördert, wurde er 1896 Regierungspräsident in Düsseldorf und am 3. September 18W Minister des Innern, beide Male als Nachfolger des Freiherrn von der Recke. Anfang Mai 1901 übernahm er nach dem Rücktritt des Ministers v Miquel das Finanzministerium. 1908 erhielt er die durch den Tob des Ministerialdirektors Dr. Althofi freigcwordene Domherrnstelle am D?mstift zu Brandenburg. Er ist Ritter des Sckiwarzen Adlerordens. Es ist bekannr, daß Freiherr von Rheinbaben auch ein Freund der schönen Künste ist. Eine ^lnerkennung seines Wirkens in dieser Richtung be- beutete ber Beschluß bes rheinischen Goethevereins, dem für die Erhaltung der Festspiele in Düsseldorf geftifteten Fonds den Namen Georg von Rheinbaben-Sttftung bei- ^ulegeii. Freiherr Wilhelm v. Schoen ist im Jahre 1851 als Sohn eines Fabrikanien geboren. Er schlug zuerst die mili- tirifdjc Karriere ein, nachdem er als Kriegsfreiwilliger am Feldzug 1870/71 ieilgenoinmen hatte. Er wurde dann Offizier im hessischen DragvnerrZiment Nr. 24, trat aber 1877 in den diplomatischen Dienst. (Sr fand Verwendung huf verschiedenen auswärtigen Posten, so in Bern, Athen, Madrid und im Haag. Als LegativnSsekretär bei der Parst er Aotschafc erhielt er vom Großherzog von Hessen am 18. April 1885 den Mel. In Paris wurde er schließlich Botschafts- uar und galt unter dem Grafen Münster als der eigentliche Leiter in der „Rue de Lille". 1896 wurde er auf eine Empfehlung ber Kaiserin Friedrich Oberhofmarjchall bei fteren Bruder, dem Herzog Alfred von Koburg Diesen räösten hatte er bis 1899 inne. Nach dem Tode des Herzogs itrat er wieder in beit Dienst bes Auswärtigen Amtes und mkilraßc). end von 5-i|27 Uhr Lungenkranken undAn- r . Du,; ahme in Heilstätten. Angehörigen zur Vtt- Volt. armten Sajfcc 60, 1.80 u. 2.00 ade u. Tee Qualitäten iustadt 23. ■Tereinignng. :t man > mit abin ^OPtiibeäernälllich. Waschküche bcfrhnfiigt wurden. 45 Jahre alt, in Brooklyn aus Dom-Ass enheim für den Kreis ftattgegebcn, und die Strafe auf 7 Monate cr - mäßigt. die Es war Von diesem G e f ä n g n i s w a r t c r st c l 1 c vom 1 Kirchen besuch der Schulkin der. Halbamtlich wird i. d. „Darinst. Ztg. in der „Frankfurter ßeitung* hcrvoryerufenc Dieinung, eine Verfügung Großherzoglichen Ministeruims des Innern, Ab teilung für Schulangelcgenheiten, bett. den Kirchenbesuch der Schul linder unter Ausschluß von Zwang und Be» Ju die Ru sse n st ein- an der Bad Nauheimer dem Tobias (5 m b a ch Friedberg erteilt. —m. Friedberg, 28. Juni, abrit von Tljeodor Mörschel am be, bt? M. 9)t ertens, geborene _ » „iräflmgc in dem Arrestyans zu Main,; inl)affiert, während ftrafung, sei neuerdings erlassen oder in Eriunerung gebracht, * ur tiy^ireri .JMres ju, MarieiuschlsL schon LNttvül eine Betrug unb Betrug-versuch ist dem Zimmermann S?. K. aus Niedercifcnbaufen zur Last gelegt. Kurz nach seiner Entlassung aus der Zcllenstraianstatt Butzbach, wo er 9 Monate Gefängnis wegen Diebstahls verbüßt hatte, kam er zu einem Messerschmied in .Als s e l d und gab sich als Gntsverwaltcr aus. Er verlangte einige Pferde- und Schm scheren zur Auswahl, die ihn auch verabfolgt wurden. Am gleichcir Tage versuchte er in einem Schuhwarengeschäft auf Rechnung seines angeblichen iDienstherrn ein Paar lange Stiefel zu bc fommen. Ta man aber in dem Geschäft Unbekannten leinen Kredit gewährt, mußte er unverrichteter Dinge abziehen. Er ging dann in ein anderes Geschäft, von dem er wußte, bau ein Htm früher bekannter Knecht aus Angenrod ein Paar lange Stiefel auf Abzahlung erhalten hatte. Der Geschäftsinhaber tonnte fiä> des Falles noch erinnern, doch die Persönlichkeit tanntc er nicht mehr. Er verabfolgte dem Angeklagten ein Paar Stiesel für 18 Mark, da dieser sich den Namen des Knechtes beilegte. Der Kaufmann fragte sein ans .Angenrod gebürtiges Dienstmädchen, ok der fragliche Knecht iwch in Angenrod bedienstet sei. ,Als er erfuhr, daß der Mann schon längst verzogen ist, rief er den Angeklagter zurück, nm ihn dem Mädchen gegenüberzustellen. Ter Ängetlagle warf bei dem Anblick des Mädchens die Stiesel fort und entfiel). Ans Stadt und Land. Gießen, 29. Juni 1910. *♦ Pfarrdie i^st nachrichten. Ernannt wurden Pfarramtskandidat S ch o r l c m m e r z-u Darmstadt zum Pfarrverwalter in Bensheim (zweite Pfarrstelle); Pfarr- amtStandidat Zentgrafzu Eberstadt zum Pfarrverwalter in Steinbach (Dek. Offenbach); Pfarramtskandidat Herp el zu Auerbach zum Pfarrassistenten in Langen; Pfarramtskandidat Deggau zu Darmstadt zum Pfarrverwalter in Wackernheim. Die Schlußprüfung haben im Juni 1910 bestanden: Otto A d a m von Rimbach zu Langwaden, Hans Deggau von Niendorf (Oldenburg) zu Darmstadt, Georg Gockel von Dietzenbach zu Langen, Otto .Herpel von Kelsterbach zu Auerbach, Mich. Rieder von Laaber (Oberpfalz) zu Friedberg, P.S ch o r l c in in c r zu Darmstadt, Ludw. Strack von Obbornhofen zu Leihgestern, Rud. Zentgraf von Reichenbach zu Eberstadt. Gestorben sind Pfarrer Emil Bernhard zu Sandbach am 27. Mai; Pfarrer D. Johs. GuhoI zu Heppenheim a. d. B. am 2. Juni; Pfarrer i. P. Dr. Emil Hansult von Lehrbach zu Marburg a. d. L. am 12. Juni; Pfarrer Will). .Ho tz zu Dietzenbach am 14. Juni. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die Pfarrstcllen zu R o d e n b a ch, M o r f e l d e n, S t e i n b a ch (Dek. Offenbach) und Dexheim. ** Forstpersonalien. Der Forstwartaspirant Ph. .Herbold ans Groß-Rohrheim wurde zum Forstwart der Forstwartci Windhausen, der Forstwartaspiraut Wilhelm I u n g aus Ulfa zum Forstwart der Forstwartei Feldkrücken und der Forstwartaspiraut Ludw. Jüngel aus Lumda znm Forstwart der Forstwartei Hirschhorn I ernannt. ** Das Patent als Geometer 2. Klasse wurde Einen Zusammenstoß mit Wilderern Gendarmen von Nieder Florstadt Der Friede im Baugewerbe. Der Dresdener Schiedsspruch hat die Streitigkeiten für sämtliche Städte und Orte des Deutschen Reiches mit Ausnahme von wenigen Städten wie Leipzig, Solingen, .Hagen i. W., Königsberg beendigt. Gegenüber den vielen tausend Orten, in denen der Friede vollkommen hergestellt ist, sind diese Ausnahmen ohne wesentliche Bedeutung, zumal in einigen dieser Orte, nur eine der beteiligten Organisationen z. B. der Zimmerer, die Arbeit nod) nicht auf genommen hat. Die christlichen Bauarbeiter nahmen getreu dem Schiedsspruch, überall sofort die Arbeit auf. Bei dieser Sachlage kann von einer Gefährdung des gesamten Friedenswerkes keine Rede sein. Derartige Störungen pflegen in der Praxis natürliche Begleiterscheinung aller großen Aussperrungen und Streiks zu sein und sind bei der Bauarbeiteraussperrung, die alle derartige Bewegungen an Umfang und Bedeutung übertroffen Ijat, für jeden Kundigen erst recht verständlich. Wie aus .Hamburg und Leipzig berichtet wird, wird auf, Veranlassung des Reichsamts des Innern Geheimrat Dr. Wiedfeld eine Besprechung mit sämtlichen Zentralvorständen über die Beilegung der noch schwebenden Differenzen stattfinden. Weiber Zuckckhausabttilung bestand, wo die Jndafiierlcn unter weiblicher Aussicht im Nähsaal oder in der so di» uno Tage an ist der Gefängniswärter Dchns an das Amtsgericht Vilbel versetzt. — Die Eingaben verschiedener breiiger Interessenten, sowie solcher aus den Orten Billingcn, Wertcrfeld, Ettingshausen, Röthges und Münster an die Königl. Eisenbahn-Direktion Frankfurt a. M. um Einschie bung von Zügen wurde von letzterer dahin beantwortet, daß vom 1. Oktober die Einlegung eines Trieb- wag e n s Hungen ab 7.29, Laubach an 8 Uhr, Mücke an 8.27 und zurück und die Spätcrlegnng des Personenzuges 1067 auf 10.44 Mücke an beabsichtigt ist. Damit dürfte für das Gymnasium die Erreichung des Frühbesuchs sowie ein besserer Anschluß in der Richtung Alsfeld—Fulda möglich werden. n. Rockenberg, 28. Juni. In dem L a u d e s z u ch t - Hanse Marienschloß werden zurzeit bedeutende bauliche Veränderungen vorgenommen, da voraussichtlich noch 1 int Laufe dieses Jahres auch die weiblichen Straf- g e f a n g e n e n, die Zuchthausstrafe zu verbüßen haben, hier untergebracht werden sollen. Zurzeit sind die weiblichen Straße wurde cingebrochen und zehn Speckseiten im Gewicht von etwa 150 Pfund und ziemlich viel Brot getobten. Die Arbeiter, die nebenan schliefen, hörten von dem Vorgang nichts. Von den Tätern fehlt jede Spur. L. Friedberg, 28. Juni. Mit den Auf ranm nngS- arbeiten des zerstörten Rathauses hat man heute begonnen. Es wird geraume Zeit dauern, bis die Hcrstcllungs- arbeikn vollendet sind. Bis dahin hat man die Bürgermeisterei, das Standesamt, die Stadtkasse, das Polizeiamt und das Ortsgericht in die weitläufigen Räume über den tädtischen Pserdeställen unlergebracht. Auch die Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung werden hier abgehalten. Im Rcichsbankgebäude hat man einige neuere Sicherheitsvorrichtungen anbringen lassen. Auch glaubt man bc- timmt, daß ein dritter Beamter angestellt wird. fs Marburg, 28. Juni. Die W'underdoktoren Dikomeit und Zimmermann aus Hartenrod befinben sich noch immer im Untersuchungsgefängnis. Es kann noch lange dauern, bis die Sache spruchreif wird. — Durch den Kon- Urs der Getrcibefirma Strauß hier sollen zahlreiche Landwirte und auch größere Gutsbesitzer schwer geschädigt sein. X. Hanau, 28. Juni. Das von Mainz nach Hanau verlegte 2. Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 88 trifft nächsten Freitag hier ein. Die städtischen Behörden werden den Truppenteil auf dem Paradeplatze begrüßen und die Stadt Hanau gibt den Offizieren ein Gabelfrühstück, für die Mannschaft ist festliche Bewirtung in der Kaserne vorgesehen. — Die E t u i s a r b e i t e r sind in eine Lohnbewegung eingetreten und haben, da ihre Forderung auf Abschluß eines Tarifvertrages abgelehnt wurde, die Kündigung eingereicht. Die Arbeitgeber hatten in der Lohnfrage' und in der Frage der .Arbeitszeitverkürzung bereits Zugeständnisse gemacht. w. Frankfurt, 28. Juni. Bei den heutigen Stadt- verordncten-Wahlen in den neu eingemeinbeten Vororten würben vier Sozialbernokraten gewählt, jr einer in Hausen-Praunheim unb Hebbernheim, zwei in Röbelheim. In ben übrigen Orten sinben drei Stichwahlen zwischen Sozialdemokraten und fortschrittlichen Volksparteilern statt. Nachdem die Jdendität des Angeklagten festgestellt war, ertannte das Schöffengericht auf 10 Monate Gefängnis. Bis zum Berufungstermin leugnete der Angeklagte die Täterschaft: hier gab er alles zn und bat um Herabsetzung der Strafe. Seinem An trage wurde f-------- R. festhielt, zur Hilfe und sie brachten ihn in das '2Hteiifläpi.'r X>ar- total. .Am andern Morgen erfolgte die Vcrhaituua des jungen ->. vcw seinem Kett MS. JnWMW Hatte der Me L ID SHtiW Ester, 35 Jahre all, aus Hungen, in Erin, W. Scheffer, 75 Jahre alt, in St. Louis, Konrad Scherer, 80 Jahre alt, aus Darmstadt, in Winona; er tarn schon 1854 nach Amerika. "Die Mauk- und Klauenseuche ist ausgebrochen in Trebtsfelbe, Regierungsbezirk Marienwerbcr, am 25. Juni. A Klein-Linden, 28. Juni. Unser Kri eger- veretn hat beschlossen, gegen Enbe Juli einen Ausflug an ben Rhein zu unternehmen. Die Reise soll durch das Lahntal nach Koblenz, von hier mit bem Schiff bis Bingen unb dann wieber über Mainz unb Frankfurt nach Gießen führen. A Alsfeld, 28. Juni. Das Tuberkulösc°W anber- Museum trifft anfangs Juli im Kreise Alsfelb ein unb wirb in Romrob, Kirtorf, Homberg a. b. Ohm unb Nieber-Ohmen ausgestellt. O Laubach, 28. Juni. Die Sparsamkeit der hcffi scheu Regierung zeigt sich an der Aufhebung der hiesigen hatten Abend des 25. April d. I. bei Stamm beim. __ kannt, daß in der Gegend viel gemildert wird, weshalb sich Gendarmen an dem Abend, als sie mehrere verdächtige Schüfst gehört hatten, an einem Fußpfad aufstellten, den die Wilderer passieren mußten. .Als sie einige Zeit gewartet hatten, kam bc; 27jährige Landwirt K. R. ans Oder Florstadt, einen aus- geweideten Rohbock in einem Rucksack auf dem Rücken und das geladene Gelvehr in der Hand tragend^ dahinter fein Vater nut einer Rehgeiß an zwei Stöcken aus den Schultern. Tic Gendarmen riefen ihnen zu: „Halt! Waffe ab!" worauf sie zu en fliehen luchten. Ter ältere Gendarm machte sich an die Festnahme dcs Vaters R. während der jüngere dem jungen R. b is Gewehr entwand. Letz kern ilüd)tctc, tarn aber wieder zurück, als fein Vater um Hilfe Ichrtc. Sogleich wollte er das von dem öenbarnten beifeiic gelegte Gewehr ergreifen, als biefer aber das merkte, stürzte er sich auf da- Gcwchr und es entstand ein längeres Ringen, bis cs dem R. gelang, mit dem Gewehr zu cntlommcn. Auf der flucht drchie. er sich um und gab einen Schuß auf den Gendarmen ab, bei den der Gendarm von einem Schrotkorn in den Arm getroffen wurde, dagegen wies sein Umhang eine größere Anzahl ^chrotlöcher au. Der Gendarm schoß sofort seinen Dienstrevolver auf R. ab, den cr streifte. Eine Verfolgung des R. in der Tnnkelheit mar ajisiicht. los und der Gendarm 'ilte feinem Kameraden, der den alle l Ausland. Das ö st e r r e i chi s che Herrenhaus nahm den Voranschlag unverändert an. Im britischen Unke r Haus brachte Asgunb den Gefetv- -ntwurf ein, durch den die Erklärung des Königs bei seiner Thronbesteigung geändert wird. Nach den Vorschricken dieses Gesetzes bekennt sich der König als treues Mitglied der protestantischeu reformierten 'lieche und verspricht, nach besten Kräften und bem Gesetze entsprechend für protestantische Thronfolge Sorge zu tragen. Ter P r emierm i n r st e r erklärte, die Regierung glaube, in dem Gesetz alle Bürgsämsten vorgesehen zu haben, die gefordert werden könnten. Asquith wies ferner auf das starke Anwachsen der Zahl der kalholifchcn Untertanen hin, deren Loyalität nicht besonderer Vorsichtsmaßregeln bedürfe. Ter Wortlaut her alten Erklärung enthalte eine unnötige Beleidigung der Katholiken: sic müsse auch für den König unangenehm sein. Balfour schloß sich den Ausführungen des Premierministers rfn. Redmond erklärte die Vorlage für einen Akt später Gerechtigkeit gegenüber den Millionen katholischer Untertanen des Königs. Darauf wurde der Gesetzentwurf in erster Lesung mit .383 gegen 42 Stimmen angenommen. Der König und die Königin von Bulgarien fiitb am Dienstag mittag von Paris nach Brüssel abgereift. Präsident Fallieres und Madame Fallieres, Ministerpräsident Briand, sowie die übrigen Minister hatten sich am Bahnhofe eingefunden. Die französische Kammer hat die von der Regierung gebilligte Tagesordnung Hesse mit 403 gegen 110 Stimmen angenommen, die der Regierung Vertrauen ausspricht, und sich bis Donnerstag vertagt, nachdem noch Finanzmtntster Cochery ben Entwurf des Budgetgesetzes für 1911 eingebracht hatte. Die Anstifter des Angriffs auf den rumänischen Dampfer „Jmperatul Trajan" find, wie aus Athen berichtet wird, hem Zuchtpolizeigericht überwiesen worden. Der Pariser „Siecle" erklärt in einer anscheinend ossi - z löse ii Note, man dürfe den angeblichen K ä m p s c n in der Nähe des S ch a u j a g e b i e 1 e s k e i n e B e d e u t u n g bcimessen: es handle sich lediglich um Ordnungsmaßnahmen, welche keinerlei kriegerischen Charakter haben und noch viel weniger eine Ausdehnung der französischen Besetzung darstellen. Der amerikanische Kongreß hat einen Antrag angenommen, dem Deutschen Kaiser als Gegengabe für die non ihm geschenkte Statue Friedrichs des Großen eine Nachbildung des Steuben-Denkmales zu überreichen. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 28. Juni- Wegen Uebertretung der Wehrordnung bekam eine Anzahl M u st e r u n g s P s l i ck t i g e aus Assen- heim Strasbeschlc über je 3 Mark, weil sie zur Musterung nicht rechtzeitig erschienen seien, wodurch das Mufterungsgeschäst erheblich gestört worden wäre. Auf ihren Einspruch stellte das Schöffengericht fest, daß die Ladung durch das Amtsvcrfünbigunas blatt, wie die durch die Polizei erfolgte Ladung auf 8'/« Uhr gc lautet hat. Sie waren, als der Gendarm die Vorlesung um 8 Uhr vornahm, nickt zur Stelle, weshalb^ Anzeige wegen zu. späten Erscheinens erhoben wurde. Das Schössengericht nahm an die Angeklagten hätten gewußt, daß dem eigentlichen^ Mustc rungsgeschäft eine Vorlesung vorausgeht, zumal eilt Teil der Burschen zum zweiten bezw. dritten Mal gemustert wurden. Sic hätten es sich einrichten müssen, daß sic eine geraume ;>eit vor 8j/4 Uhr zur Stelle gewesen wären. Im Zweifelsfalle hätten sic sich erkundigen müssen, da cs sich um eine unbedingte, Pünktlichkeit erheischende militärische Angelegenheit handelte, zu mclchem Zeitpunkt sie zur Stelle hätten feilt müssen. Durch diese Unterlassung hätten sie sich einer groben Fahrlässigkeit schuldig gemacht, die zur Strafbarkeit genügt. Ihre Einsprüche wurden zurückgewiesen, aber der Gärtner Rnd. StlUs sockt das Urteil an und behauptet, schon um 8 Uhr zur Stelle gewesen zu sein. Die Strafkammer entschied, daß die Gestellungspflichtigen nicht genötigt werben könnten, zu einer früheren Zeit zur Stelle zu sein, als ihnen in der Ladung angegeben worden ist. Wenn die Ersatzkommission die Leute früher zur Stelle haben will, so muß sie einen früheren Termin anfetzeu. Das Urteil wurde aufgehoben^und der Iln geklagte sreigesprochen unter Belastung der Staatskasse mit allen Kosten und der bem Angeklagten erwachsenen notwendigen Auslagen. beruht auf Irrtum. Eine Verfügung genannter Behörde vom 29. Dezember 1875 an die Großh. KreiSfchulkommission Offenbach, die den KreiSschulkommissionen zur Rachachtnng mitgeteilt wurde, legt auf den GotteSbicnstbefuch ber vier älteren Jahrgänge Wert unb erwartet, baß burch Belehrung unb Ermahnung barauf hingewirkt werbe. Zwang unb Bestrafung bezüglich bes Gottesbienstbesnches sollen burch bic Lehrer ober Schulbehörben nicht stattsinben. Wie eine Anmerkung in Greim-Müllcr: ^DaS Volksschulwesen im Großherzogtum Hesien", 1. Auflage 1891, S. 110, erläutert, sinb baburch Ermahnung am SamStag unb Kontrolle am Montag nicht ausgeschlossen. •• Zehn neue Schulhäuser werben in diesem Herbst ihrer Bestimmung übergeben. Es sind dies die Neubauten zu Eberstadt, Londorf, Nonnenroth, Nieber-Bessingen, Allen- borf a. b. Lmnba, Saasen unb bic Um- unb Anbauten zu Harbach unb Rcmharbshain. Mit Ausnahme von Steinbach Inb bie Gebcmbe einklassig. Dieses Jahr noch begonnen unb m Rohbau fertiggestellt werben das SchulhauS zu Garbenteich unb der Neubau für die höhere Bürgerschule zu Grünberg. Auch der Neubau einer Bürger- unb Volksschule zu Hungen wirb voraussichtlich noch biesen Sommer begonnen. * * Taubstummen - Gottes bienst. Am nächsten Sonntag, 3. Juli, wirb nachmittags um 3 Uhr zu Lauterbach im Konfirmanbensaale an ber Kirche Gottesbienst für Taubstumme abgehalten. Unbemittelte Taubstumme mögen sich zwecks Erlangung eines Ausweises für Fahrpreisermäßigung alsbalb mit einer Postkarte an Oberpfarrer Müller in Lauterbach wenben unb babei die Station angeben, von ber sie abfahren werben. * • Vom Kolosseum wirb mitgeteilt, baß Danny Gürtler noch einmal morgen hier auftrilt unb zwar in einer Volksvorstellung. * ♦ Hoherobskopffest des V. H. E. Gelegentlich bes am Sonntag, 3. Juli, stattfinbcnben Hoherobskopffestes wirb als Festspiel ein Volks stück zur Aufführung kommen. Der Schwank, bem sein Verfasser Karl Steiniger in Frankfurt eine alte Vogelsberger Sage zu Grunbe gelegt hat, ist betitelt ,2lm Wilbfrauborn". Dic Naturbühne befindet sich in unmittelbarer Nahe bes Klubhauses am sogenannten Schweizerhäuschcn. Der flott geschriebene Einakter wirb von Mitgliebern bes Frankfurter V. H. C., unterstützt von den Spinnstuben in Rudingshain, ausgeführt. Die Aufführung wird wahrscheinlich um 3 Uhr nachmittags ihren Ansang nehmen. Vor dem Festspiel soll ein Prolog gesprochen werben unb zwar von einer Dame, bie als „Heimat- liebe" auftritt. Am Schlüsse singt bic Festversammlung bas Lied „Dir, meinem Vogelsberg, gelte mein Lied". 1 Der Zigeunerbaron hatte gestern abend eilte größere Zuschanerinengc angezogen als dic seitherigen Vorstellungen älterer Operetten, und die im allgemeinen gute Darstellung sand starken und freudigen Beifall. Als Zigcunerbaron gab fick Hans Wernert etwas bequem und nur in dein .Hochzeitsduett ging er aus fick heraus. Zusammeu mit Else Rosarita, bereit Saffi durch mehrfachen Beifall ausgezeichnet wurde, errang er hier einen starken Erfolg. Sehr hübsch trug Fräulein Rosarita das Lied: „So elend und treu ist feiner" vor : auch „Ein Greis ist mir erschienen" und der Schatzwalzer, den sie mit Hans W e r 1t c r t und Lore Scholz (Czipra) sang, gesiel sehr gut. Recht nett war Grete Brill als Arsena, deren lebhaftes Temperament angcnchm berührt Fritz Sehbold schien, etwas indisponiert, aber sein Werberlicd schlug trotzdem ein und anch int übrigen fand er sich gut mit seiner Rolle ab. Kurt Gühne spielte den Kommissar mit guter Miene und Hermann Norden, der anch die Leitung führte, bemühte sich mit gutem Humor unb viel Erfolg um die Rolle des Schweinezüchters. Der Chor und das Orchester sanden sich unter Alfons Mourots flotter und schneidiger Leitung sehr gut in die gestellten Ausgaben. Bedauerlich war es, daß einige der hübschesten Lieder gestrichen waren. —l., ** Verzollung portugiesischer Weine. Dic BcsngniS zur Abfertigung von Portwein oder Madeirawein zu dem vertragsmäßigen Zollsätze für Marsalawein ist int Großhcrzogtum dem Hauptsteiccraint 2 arm ft ab t (Zollabfertigungsstelle am Bahnhof j, sowie den Hauptsteuer- äintcrn Gießen, Mainz unb Bingen beigclegt worden. Zugleich wird bas Hauptstcucramt Bingen auch für befugt erklärt, Marsalawein in Fässern ober Kesselwagen mit einem Weiitgeistgehalte von nickst mehr als 20 Gewichtsteilen in 100 zum vertragsmäßigen Zollsätze von 20 Mark für ben Doppelzentner abzufcrtigen. ** In Amerika verstorbene Hessen. Johann Roll ar, 67 Jahre alt, in Newyorf, August Arnold, Erledigt ist eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Neu-Bam berg. Mit der Stelle ist Organistenbienst uerbunben. ** Eine Klage gegen den Groß Herzog. Gelegentlich einer A u t o in o b il s a h r t, welche der Lcib- fahrer des Großherzogs bei dessen Aufenthalt auf bem Landgut des Prinzen Heinrich in H o l st e i n unternahm, wurde ein H und von bem Kraftwagen au gefahren unb so verletzt, baß jener kurze Zeit darauf einging. Der Eigentümer hat nunmehr Klage auf Schadenersatz rm Betrage oon mehreren hundert Mark erhoben, und mit diesem Prozeß tft ber für Zivilstreitigkeiten bes Großherzogs vorgesehen besondere Gerichtshof befaßt. Er besteht als erste Instanz aus ben vier jüngsten Mitgliebern bes Oberlanbes- gerichts unter Vorsitz bes Scnatspräsibenteit, während bic Berufungsinstanz durch die sechs ältesten Oberlandesgerichtsräte unter dem Vorsitz des OberlcmdesgerichtsprLsi- benten gebilbet wirb. Ter Klageanspruch ist bestritten, und es erging deshalb Beweisbeschluß. '-Auszeichnung. Der Verlagsbuchhandlung Emi Roth wurde für ihre Karten, Bücher und Pläne, die sic au: der internationalen Ausstellung für Sport unb Spiel in Frankfurt a. Mk. ausgestellt hat (u. a.: Jll. Weg- weiser burch bie UniocrsitätZstabt Gießen unb Jll. Wegweiser durch Vogelsberg, Wcttcrau und 2thön, herausgegeben von Herrn. Oestcrivitz), von der AusstellungSleitung die bronzene Medaille zuerkannt. mitgeteilt: Die durch eine Notiz