g. v und ^ilailenutgy Hergang der Oberbei- ii l. Js. für jeglichen hifiibettchr i leiten 9 9eftot’- ich. >W'L am Utz, ?°s Streifes * * »^"»sbinfteiu. Lich. is®?* . nebst ErlLi, Zungen findet 910, )r, Androhung cinlak. n ausgeichlossen sind wichen und zu fe, igskommDr: famtmann. Wseichir ceis Alsfeld) ist die Gehöstspem ist verweis Al-seld) ist die — Gthöstsperre $ Gießen. >g. it den 23. Mai t $. Inlegnng des aus da er Gemarkung Watzen i XX, XXI und xxn rundbuchs und Bei: ’bttg zu beginnen - d)t MM ;fl8ben 30. W1910. irmhaus izderLanbesseuerM strafgefetzes gMM mmichanen Wen bn vahl .■» ellunü.cin^.ur$o3i LetMN-bisrur Uf Sorbrutf dab'n^ mtig von b ^innuerr ibnuM WobnuM v mmern- Z , undSab^Zuns mmcr. l ^ZimmelZ qftnitier' - dre-M *1*“* >-6s*6S--r' ■ imK 2 E^ner, 1 WS rnuen- - gervubes und Annriti mittags 10 Ubr^ ÄS'KS 8S*4 Samstag 28. Mai 1910 Jahrgang Nr. 122 Erstes Blatt D« Lietzener Anzeiger MM monatlich7öVi^ viertel- erscheint laqlich, außer ■ESl V H ▲ - Y a A jährlich Mk. 2.20: durch SS»xa il ▲ aa* AM 1| *♦ 4A* A AH-EsmäSS ^©ICnvltCi 4Wl(ltte rMM V <« • er g?Ä£S «=» General-Anzeiger für Oderheffen g=ss Annahme von Anzeigen v . . sA«i»^k»A •> saal": E. Heß; für den für oie Tages,lummer Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.'Vuch- und Zteindruckerei n. Lange. Redamon, Expedition und vruaeret: dchlliflraye r. Anzeigenteil: H. Beck, bis vormittags 9 Uhr. Die heutige Nummer umfahr 16 Seiten. in Java und auf dem MaaischenArchipeb ^m^ahrL ^^Q^igen klammern versehen ist. Wenn die, Räder durch 1904 schied er aus feiner Stellung als Leiter des Institutes ben angetrieben werden, läuft genau wre 6er einem Fahr- für Infektionskrankheiten aus und ging dann nochmals nach rab $ettc roeiter, ihre Klammern graben sich in den Schuss Ostafrika und Mar als Leiter der deutschen Expedition zur obcr ba§ Eis und schieben so das Gefährt vorwärts. Aus drest vorgenommen, die die Vraucyoarleil voiiauf oeirangi uaoen. «ebmeiler ,. uri|. i't oei uMuimiuouiei unu ^unxvot sonderbare Gefährt ruht aus vier verhältnismäßig kleinen Zahn- ^ean Baptisle Wecker11n im Aller von 89 Jahren gestorben. I nähern, die in ähnlicher Weise angebracht sind wie bei den ge- ----■- CftafriBa und zwar als Leiter der deutschen Expedition zur Erforschung der Schlafkrankheit. Im Jahre 1905 erhielt er den N ob elpr eis. Auch eine große Anzahl anderer Auszeichnungen wurden ihm verliehen, darunter der Orden pour le mörite für Wissenschaft und Kunst. Schön 1890 war er von der Stadt Berlin zum Ehrenbürger ernannt und vom Kaiser in den Staatsrat berufen worden. Außerdem war er Ehrenmitglied einer 'Anzahl gelehrter Körper- rend die Maschine pausiert. ~ „ ... — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Tie Ausstel 1 ung bemalter W o h n r a u m e m M u n ch e n wurde Dienstag, 24. Mai, feierlich eröffnet. Der Eröffnungsfeier tolqte der Rundaang durch die Ausstellungsräume, die nicht nur eine Ueberfichl über die große Vielseitigkeit des Malergewerbes geben, sonderii auch noch sehr beachtenswerte Leistungen moderner Raumausstaltung bieten. Tie Ausstellung zeigt über 30 Räume nut den verschiedenartigsten Zweckbestimmungen und bietet jebem Besucher Sehenswürdigkeiten in reicher Auswahl. — Der ungarische Kultus- und Unterrirht5mimfter Graf Johann Zichy hat beichlosseu, vorläufig jährlich fünf Relsestivendlen tm Betrage von je 1000 Kronen für verdienstvolle Journalisten in den Staatshaushalt einzustellen. Tie otipenbien sind zu Studienzwecken bestimmt. — In P h r l a d e l v h i a wird em Denkmal für Emil Pastorius, den Führer der ersten deutschen Ansiedler aut amerikanischem Boden, errichtet werden. — In G e b w e i l e r i. Els. ist der Aiustkbistoriker und Komvonisl Br. Robert Roch f. Baden-Baden, 28. Mai. Prof. Dr. Robert Koch ist gestern abend an einem Herzleiden hier — Kapitän Scotts A ut o m obilschlit ten. Kapitän Scott, dessen Südpolarexpedition in diesem Sommer ihre Fahrt nach dem ewigen Eise des Südens antritt, wird bei seiner Reise einen besonders konstruierten Auwmobilschlitten mittühren, der auf der großen Hochebene der Südpolargegend zur Beförderung der Lebensmittel dienen soll, lieber diesen eigenartigen Apparat macht die „Nature" einige interessante Mitteilungen. Man hat in Norwegen mit diesem neuen Automobilschlitten, der von einer englischen Motorgesellschaft gebaut ist, sowohl aus Lchneeseldern wie auf der Eisdecke zugefrotener Seen umfangreich: Versuch: jrgenommen, die die Brauchbarkeit vollauf bestätigt haben. Lxis Auch als Schriftsteller ist Exzellenz Kvch vielfach hervorgetreten, namentlich als Mitarbeiter der Berliner klinischen Wochenschrift und der Mitteilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamt. Von seinen in Buchausgabe erschienenen Werken sind zu nennen: Aetiologie des Milzbrandes (76), Die Wundinfektionskrankheiten (78), Mifi- brandimpfung (82), lieber neue Tuberkelpräparate (97), Lepraerkrankungen im Kreise Memel (97), Reisebericht über Rinderpest, Bubonenpest in Indien und Afrika, Tsetse- oder Surrakrankheit, Texasfieber, tropische Malaria, schwarzwasserfieber (98), Verbreitung der Bub-onenpest^(98), Ergebnisse der deutschen Malariaexpedition (01), Seuchenbekämpfung im Kriege (02), Berichte über die Wertbestimmung des Pariser Pestserums (02). Bis zuletzt war Prof. Kvch mit einer neuen^ großen Arbeit über eine neue Heilmethode bei Tuberkulose beschäftigt. ober das Eis und schieben so das Gesährt vorwärts. Auf diefi Art läuft der Schlitten eigentlich auf der Kette: die Rader dienen nur ihrer Bewegung. Ter Wagen selbst, der tm Grunde nur eine horizontale Fläche darstellt, ist aus starkem und dabei doch leichtem Holz gearbeitet. Er ist an der unteren Seite durch ein kräftiges Aluminiumschild geschützt, das w wo hl den Mechanismus vor Beschädigungen bewahren wie auch die Glerb* bewegung erleichtern, soll. Ter Mcotor ist auf den Wagen auf' gebaut: es ist ein Vierzylinder, der zwölf Pferdelraste entwickelt, Tas Gehäuse hat eine besondere Form und birgt zugleich de« Behälter für Petroleum. Die Lenkvorrichtung ist die denkbar einfachste: die günstigen Bodenverhältnisse am Südpol werdest es ermöglichen, fast ausnahmslos geradeaus zu fahren, jo daß Biegungen und Knrven nur selten nötig werden, xtr neue. Automobilschlitten entfaltet eine Geschwindigkeit von acht Kil»^ Metern in der Stunde, so daß das Tempo des Vorbringens für die Polarfahrer bedeutend beschleunigt wird. Ten atmowharifchen Einflüssen ist durch besondere Vorrichtung Rechnung getragen: die Oelung der Maschine erfolgt selbsttätig durch ein besonderes Del, das den tiefsten Temperaturen widersteht und unter dem Truck einer automatischen Pumpe den Maschinenteilen zugestihrt wird. Ter Mowr kann umgeschaltet werden, ohne daß die Bewegung der Räder dadurch betroffen wird, so daß bei e>cntungen des Terrains der Apparat durch die eigene Schwere rollt, wah-- Bei den Kämpfen und Beratungen hinter den Kuliften, wobei jede Gruppe die versteckte Haltung ber anderen zu erraten und anszubenten suchte, gab es kein verständiges Schlutzwort. Tie Konservativen haben der unbestimmten Haltung der Nationalliberalen gegenüber wieder einige Schritte zum Zm- trnm hinüber getan, und die Nationalliberalen haben gleichfalls Zusatzanträge gestellt, von denen sie erwarten mußten, daß sie von der Mehrheit abgelehnt würden. Das Zentrum suchte sehr gelassen die frühere Fassung im ^geordneten- haus wiederherzustellen. So war man denn gestern in der Tat wohl allgemein mit b«m sicheren Bewußtsein wieder zusammengelommen, daß man eine Leichenfeier werde abzuhalten haben. In der ganzen Frage hat die Regierung unter Herrn von Bethmann-Hollweg keine glückliche Hand gezeigt. Das gestrige Zwiegespräch zwischen dem Kanzler und v. Heyde- brand hat die Schwäche der Regierung gar zu offenbar gemacht. Der „ungekrönte König" würde einem entschiedenen Willen der Regierungsspitze gegenüber wohl auch andere Wege gefiinden haben. Auf ein zagendes Abwagen der Ansprüche hüben und drüben kam es jetzt nicht wehr an. Es mußte etwas zustande kommen, und wenn Herr v. Beth- rnann-Hollweg bei den Vorberatungen sich mit festem Willen als Warner und Kämpfer auf der Bildflache gezeigt hätte, wäre vielleicht doch etwas Positives herausgetommen. So hat er dem greifen freilonseroativen Abgeordneten von Zedlitz die Vermittlerrolle überlassen, der natürlich kerne Autorität entwickeln tonnte und zum Schluß noch Spott erntete Wie der Lauf der Tinge nun weiter gehen wird, weiß niemand. Das geht auch aus den bisher vorliegenden Pressestimmen hervor. Ein Aufatmen geht durch das Reich in der Geniigtuung, daß der widerwärtige ^trert für die näch ste Zeit wenigstens begraben ist. Hatte die Regierung den Mut, in so düsterer Zeit diesen Zankapfel in die politische Arena zu schleudern, so mußte sie auch bis zum Lchlusw die volle Energie zeigen, zu einem annehmbaren Ende zu kommen. Das ist das Traurigste an der ganzen Lage, daß bei den parteitaktischen Schachzügen, die ihre ^ache aus die Zukunft stellen wollen, die friedenerhaltende und vermittelnde staatliche Autorität wieder einen ftarken Stoß erlitten hat. —— hätschelt haben, nicht gar zu sehr verwöhnen. Es schallen noch immer anmaßende und höhnische Worte zu uns herüber, und das amtliche deutsche Liebeswerben hat auch noch nicht das leiseste Entgegenkommen erfahren. Anderswo würde man für die leichtfertige Verdrehung seiner Käiserworte empfindlicher sein als bei uns; die deutsche Presse hat für den Minister Pichon kaum ein Wort des Tadels. Dazu kommt noch, daß die Franzosen gegenwärtig nicht gerade besondere Trümpfe auszuspielen haben, um als befreundete oder verbündete Macht geschätzt zu werden. Große Worte haben sie zwar immer zur Hand, aber die letzten Vorkommnisse haben uns nichts Rühmliches über die Grenze gemeldet. Die offenen Soldatenmeutereien bei Nimes sind in Paris amtlich und von einem sehr großen Teil der Presse offen entschuldigt worden. Das fran ösische Kriegsminifte- rium will in seinen amtlichen Äußerungen, die über den Fall veröffentlicht worden sind, die Dinge offenbar nicht so schlimm erscheinen lassen, als sie es in der Tat find. Man denke, bei uns in Deutschland käme es vor, daß ganze Truppenteile sich auflehnen, weil sie angeblich auf seuch- rem Gelände nicht zubringen könnten! Man male sich die Wirkung schriftlicher oder telegraphischer Massenbeschwerden beim Kriegsministerium äus! Eine Erregung würde durch das gan'e deutsche Volk gehen, gegen die selbst die preußische Wahlrechtssache eine Sü^enblase wäre! Nein, der Foll wäre überhaupt undenkbar! Aber in Frankreich stehen solche Streiche durchaus nicht vereinzelt da Soldatenmeutereien sind dort an der Tagesordnung, im großen Stile machten sie z B. auch bei der letzten Winzerbewegung in Süd- Frankreich von sich reden. Auch der letzte Pwiser Studentenradau wirft auf die Zustände in Frankreich nicht grade em günstiges Licht. In der Republik gedeiht das Günstlings- wesen, der Massenbetrug (siehe Liquidatoren), gedeihen Wirrwarr und rohe Dicten (die letzten Wahlen haben dafür sprechende Beispiele geliefert) üppiger als irgend wo anders. Soll der bescheidene und so gern sremdtümelnde Deutsche gerade diesem eitlen Volke Verbeugung über Verbeugung chachen und damit den Glauben erwecken, als vertraue er nicht mehr recht auf die eigene Kraft? Aus diesem Grunde können wir es auch nicht als zweckdienlich ansehen, daß immer wieder von der obersten Stelle der unbedingte Wunsch nach Frieden ohne besondere Veranlassung kundgegeben wird. Wir wollen keinen Krieg, gewiß nicht, und schön ist der Friede. „Süßes Tönen entlockt er der Flöte, und das Echo des Berges wird wach". Allzu beharrliches Flöten wird leicht ein falsches Echo wachrufen und Neider und Feinde gegen uns erwecken. Mit kraftvollem Selbstvertrauen und einem Auftreten, das seiner Macht und Stärke entspricht, wird Deutschland den Frieden am besten bewahren. Im Inner n sind wir noch nicht zum Frieden Gelangt. Die gestrige Entscheidungsschlacht im preußischen Abaeord- netenhause über die Gestaltung des preußischen Wahlrechts hat uns zwar eine Ruhepause gebracht, aber feinen Lichtblick in die trostlose, unbeständige Witterung, die mit ihrem schweren Druck auf dem Parteileben lastet und bei allen Arbeiten ihre nachteiligen Folgen gehabt hat. Diese eine preußische Frage macht dem deutschen Volke fürwahr viel zu schassen! Die bisherigen Verhandlungen, alles Feilschen und alle Gewissensprüfungen in Einzelfragen haben em rundes Nichts ergeben: der Reichskanzler hat in einem knappen Schlußwort das in der Drittelungssrage lückenhaft gelassene Gesetz abgelehnt, als Wrack liegen lassen. Tie Fassung des Herrenhauses hat keiner der Parteien genügt. politische Wochenschau. Gießen, 28. Mai. Die Reise ber Herrscher und Fürsten nach London zur Grablegung Eduards VII. hat allerlei Geschwätz erzeugt, das den Inhalt der politischen Tagesgesvräche abgeben mußte. Gar zu gern hätte man es gesehen, wenn ber deutsche Kaiser der Welt Stoss gegeben hätte, damit man wieder gegen die deutschen Interessen intriguteren könne, und als er dem Reuterschen Bureau die bekannte kurze Antwort zuteil werden ließ, in der eine tadelnde Zurückweisung erblickt werden konnte, versuchte man es mit Erfindungen. Kaiser Wilhelm hegt bekanntlich die Neigung, mit Frankreich in freundschaftlichere Beziehungen zu kommen, und mag mit dem Minister Pichon in London etwas länger und interessierter geplaudert haben als mit anderen in gleichem Range stehenden Staatsdienern. Darauf wurden unverbindliche Erklärungen und Wünsche, den Weltfrieden erhalten zu wollen, in sensationellen Gerüchten alsbald behaglich der horchenden West serviert, und wenn nicht das alberne Vorhaben, das man dem Kaiser andichtete, einem europäischen Staatenbund zur Erhaltung des Friedens zuzustreben, von Berlin amtlich sehr kurz und bündig zurückgewiesen worden wäre, so würde man ja in der Tat für die Zukunft wieder Gelegenheit gehabt haben, die deutschen Absichten nach fiemden Wünschen zu steuern. Wir freuen uns über den passenden kurzen Ton unserer amtlichen Berichtigungen und möchten nur wünschen, daß man in Berlin stets marfjp fam auf dem Posten sein möchte, um ähnlichen Treibereien mühelos die Spitze abzubrechen. Was ist nicht alles in der letzten Zeit wieder gegen uns eingefädelt worden! In Persien wollte man uns ins Boxhorn jagen und vor ber Welt ins Unrecht setzen, in Aegypten haben die britischen Geschäftsleute vor einiger Zeit ein ähnliches Geschrei erhoben. In China, wo man auch weidlich über die deutschen Eindringlinge gescholten hatte, ist vor einigen Tagen jenes Abkommen über die Hankau-Anleihe abgeschlossen worden, wodurch den Ameriianern, Engländern, Deutschen und Franzosen gleiche Anteile an den Bahnbauten und Materiallieferungen gewährleistet werden. Früher hatten bekanntlich die Deutschen sich darüber gefreut, den Chinesen in immer verstärktem Maße die Bahnen bauen zu dürfen, und die letzte amtliche Kiautschau-Denlschrift tagte rn dieser Hinsicht einen kühnen Optimismus an den Tag. Heute drückt die „Köln. Ztg." in einem amtlichen Berliner Telegramm die Erwartung aus, daß auch weiterhin so schöne Teilungen stattfinden würden. So ändern sich die Zeiten. Man spricht auch von einem andern Vertrage noch, den Deutschland gegenwärtig abgeschlossen haben soll, ohne daß die Berliner Regierung bisher sich dazu geäußert hat: von einem neuen Abkommen mit Frankreich. Mag sein, daß man über die schwebenden Zollfragen auf beiden Seiten zu Vereinbarungen gekommen ist, schwerer glaublich ist es, daß es sich um eine Abmachung über Marokko handele. Hier den Franzosen neue Rechte in die Hände zu spielen, dazu haben wir wahrlich feine Veranlassung. Marokko bedeutet für Deutschland eine empfindliche Munde, an bie niemand rühren sollte. Das deutsche Volk würde es nicht verstehen, wenn rur wirtschaftliche Zugeständnisse uns politische Rechte aus der Hand gespielt würden. Wir sollten unsere westlichen Nachbarn, Die wir in der letzten Zeit übergenug und ohne Grund ver- geftorben. Profes or Dr. Robert Koch, der Entdecker der Tuberkel- und der Cholerabazillen, der sich erst vor wenigen Tagen aus der Berliner Charite zur gänzlichen Wiederherstellung seiner Gesundheit nach Baden-Baden begeben hatte, ist dort, wie uns heute früh der Draht berichtete, plötzlich und unerwartet gestorben. Nach gut überstandenem Krankenlager hatte er mit seiner Gattin die Reise an- getreten, und es ist anzunehmen, daß dadurch em Rückschlag der Krankheit hervorgerufen wurde, dem der verdiente Forscher und Gelehrte im Alter von kaum 66 Jahren er- Robert Koch war am 11. Dezember 1843 zu Klaus- thal als der Sohn eines Bergbeamten geboren worden und widmete sich von 1862—1866 in Göttingen dem medizinischen Studium. ' Nach seiner Assistententätiakeit in Hamburg wirkte er zunächst als prakt. Arzt in Langenhagen, dann -in Rackwitz und wurde 1872 Physikus in Wollstein, wo er bis 1880 tätig war. Durch seine bakteriologischen Forschungen erregte er großes Aufsehen und wurde 1880 als ordentliches Mitglied in das Reichsgesundheitsamt berufen. Zweä Jahre später trat er mit seiner Entdeckung des Tuberkelbazillus an die Leffentlichkeit, wodurch er der Heilkunde von außerordentlichem Nutzen wurde. Im Jahre 1883 ging er als Leiter der deutschen Forschungsreise zur Untersuchung der Cholera im Auftrag des Reiches nach Aegypten und Indien. Er entdeckte als den eigentlichen Erreger der fürchterlichen Seuche den sog. Kommabazillus und wurde deshalb bei seiner Rückkehr durch eine Ehrengabe von 100 000 Mark ausgezeichnet. Nach einer kurzen Reise als Eholerakommissar nach Frankreich, wurde er 188o zum Geh. Medizinalrat und Direktor des neuerrichteten Hygieniscyeii Institutes in Berlin ernannt, wo er auch als ort). Professor wirkte. Seit 1891 widmete er ferne .Kraft fast ausschließlich dem Institut für Infektionskrankheiten, nachdem er im Jahre vorher durch seine Veröffentlichung über die Verwendung des Tuberkulins als Heilmittel abermals großes Aufseheii erregt hatte. Im Jahre 1896 ging er im "Auftrag der englischen Regierung zum. ^"**2:* /.v'' m' - "V Studium der Rinderpest nach Südafrika, im folgenden Jahre > rädern, die m ähnlicher Wege angebracht sind nne Die Vermittlung im Vaugewerbe. Berlin, 27. Mai. Im Reichstagsgebäude begänne« beute nachmittag die vom Reichsamt des Innern neuer* dings eingeleiteten Einigunasv er.h andlung en iM Baugewerbe.' Tie Verhandlungen wurden von drei. Unparteiischen: Geheimer Regierungsrat Dr. Wiedfeldt im Reichsamt des Innern, Oberbürgermeister jlx. Rentier-Dresden und Gerichtsdirektor Dr. Brenner- München geleitet. Von den Arbeitgebern waren zehn.Ver^ tretet, von den Arbeitnehmern 24 Vertreter anwesend. Geheimrat Wiedfeldt eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung der Vertreter und Darlegung der Gründe, welche das Reichsamt des Innern zu dem neuen Eingreifen veranlaßten. Zugleich stellten die Unparteiischen auf Wunsch der Parteien fest, daß ihre bisher unternommenen schritte von keiner der in Betracht kommenden Organisationen" veranlaßt worden seien. Die nunmehr beginnenden Ver- ha ndlungen über die sachlichen Streitpunkte des Vertragsschemas gestalten sich äußerst schwierig. Beide Parteien halten unbedingt an ihren Auffafiungen fest. Unter diesen Umstünden jinb die Aussichten craj eine friedliche Beilegung zur Zeit ziemlich gering. Die Ver- handlungen werden morgen fortgesetzt. Die Reichrversicherungrortznung. :: Berlin, 27. Mai. Der Reichsvcrsicherungsausschuß begann heute vor- mittag die Beratung. Er beschloß, bis auf weiteres täglich eine fünfstündige Sitzung.abzuhalren, die in der Regel vormittags um 9 Uhr, pm Montag nm 3 Uhr nachmittags beginnen soll. ES wurde angeregt, einen von einem Regi-e- rungsassessor verfaßten Bericht über die Ausfchußverhand-- lungen herauszugeben. Bon mehreren Seiten wurden dagegen lebhafte Bedenken erhoben: schließlich einigte man sich dahin, daß versuchsweise die Beschlüsse auf diesem Wege wer Oefsentlichkeit übermittelt werden sollen. Eine lebhaftere -Aussprache veranlaßte der Vorschlag, einen § 14a einzu- fchalren des Inhalts: „Die Vertreter der Arbeitgeber und der Versicherten werden nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt." Die Annahme des Antrages erfolgte #mtt großer Mehrheit. Gegen den Strafenparagraphen, § 17, wurde von verschiedenen Seiten lebhaft opponiert. Der Absatz 2 des Paragraphen erhielt folgende Fassung: „Der Vorsitzende kann .gegen ein Mitglied des Vorstandes, das sich der Erfüllung seiner Pflichten entzieht, eine Geldstrafe bis zu 50 Mark und im Wiederholungsfälle bis zu 300 Mark, wenn es sich jedoch um eine Krankenkasse handelt, nur bis zu 100 Mark verhängen. Er hat die Strafe zurückzunehmen, wenn nachträglich eine genügende Entschuldigung nachgewiesen wird." In § 18 wurde bestimmt: „Der Versicherungsträger hat den Gewählten ihre baren Auslagen tzu erstatten und den Vertretern der Versicherten Ersatz für Entgangenen Arbeitsverdienst zu gewähren. Außerdem kann Die Satzung einen Pauschbetrag für Zeitverlust den Ge- tzvählten zubilligen." Bei § 22 wurde nach lebhafter Aussprache beschlossen: „Die Einnahmen und das Vermögen der Versicherungsträger, insbesondere die ihnen gehörigen, zur Erfüllung der ihnen obliegenden Pflichten 'dienenden Gebäude und Grundstücke, die Invalidenhäuser, Krankenhäuser, Erholungsheime und dergleichen sind von staatlicher und kommunaler Einkommensteuer sowie von der Treuer vom .Grundbesitz befreit." Ms § 26a wurde eingefügt: Der Anspruch auf festgestellte Leistungen der Versteh erungsträg er verjährt in vier Jahren nach der Fälligkeit. § 29 wurde wie folgt gefaßt: Die Aufsichtsbehörde kann verlangen, daß die Organe zu Sitzungen einberufen werden: wird dem nicht entsprochen, so kann sie die Sitzungen selbst anberaumen. In letzterem Falle kann sie die Verhandlungen leiten. Aus Hessen. R. B. Darm stadt, 27. Mai. Der Wahlprüfungsausschuß der Zweiten Kammer hielt heute vormittaa unter dem Vorsitz des Abg. Breidenbach eine Sitzung ab und beschäftigte sich mit. Wahlprüsungen. lieber die Wahl des Abg. Bach (Stadt Mainz) berichtete Mg. Orb, über die Wahl des Abg. Dr. Wolf (9. Wahlbezirk Rheinhessen, Nieder-Olm, Ober-Ingelheim) Abg. Breidenbach. 9£uf Antrag der Berichterstatter beschloß der Ausschuß, für beide Wahlen die Gültigkeitserklärung zu beantragen, lieber die Vorstellung der Steinbrucharbeiter zu Aschbach f. O., das dortige Granitlager betreffend, worüber Abg. Pennrich berichtete, wurde beschlossen, vorerst nock) einige Sachverständige vernehmen zu lassen. R. B. Darmstadt, 27. Mai. Der S on heraus^ schuß für die V e r w a l t u n g s g e s e tz r e v i s i o n setzte heute unter Vorsitz des Abg. Oberbürgermeister Dr. Glas sing seine Beratung über die Stäoteo r d nun g fort und erledigte die Art. 50—120 des Gesetzentwurfs, die sich mit den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung, der Besoldung, der Wahl und dem Ausscheiden des Bürgermeisters aus dem Amt, sowie mit der Tätigkeit der Stadtverordnetenversammlung beschäftigen. Bei der Einleitung und Durchführung der Stadtverordnetenwahl ist ein enger Anschluß an die Wahlrechtsbetzimmungen des Reichstags vorge'sehen. Dies gilt besonders von den Bestimmungen über die Stimmzettel und den Vorschriften des Wahl- afteS. Die Vorschriften über die Besoldung, die Wahl und das Ausscheiden des Bürgermeisters und der Beigeordneten aus dem Amt haben eine genauere Fassung erhalten. Die Entscheidung über die Staatsaufsicht, die Genehmigung gewisser Entscheidungen der -Stadtverordnetenversammlung seilens des Kceisamts wurde mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dieser Materie vorläufig ausgesetzt. Es herrscht im Ausschuß die Tendenz, die Selbstverwaltung zu stärken und auch in dieser Beziehung zur Vereinfachung des Verfahrens beizutragen. Bei der Frage über die Protokollierung der Sitzungsergebnisse der Stadtverordnetenversammlung wurde darauf hingewiesen, daß die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung die Verpflichtung haben, die Niederschriften im Sitzungsbuch zu unterzeichnen und daß aus die Erfüllung dieser Verpflichtung der größte Wert gelegt werden müsse. — Die Weiterberatung des Ausschusses erfolgt anr nächsten Montag. Deutsches Reich. Der Kaiser leidet an einem Furunkel in der Gegend des rechten Handgelenks und ist deslwlb genötigt, die Hand zu schonen. Er beauftragte den Militärattache bei der Botschaft in Paris, dem französischen Marineminister anläßlich des Unfalles des Tauchbootes „Pluvivse" sein Beileid auszusprechen. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hielt am 27. Mai in München ihre 44. Hauptversammlung ab. Prinz Ludwig von Bayern sagte u. o_, in Bezug auf den Ausbau der W a s s c r st r a ß e n sei zu hoffen, daß bald der erste Schrüt gemacht werde, wenn die leidige Frage der Schiffahrtsabgaben erledigt ist. „Möge sie auf eine Art erledigt werden, daß niemand berechtigte Klagen darüber haben kann. Ich wünsche, daß auch wir im Süden an die See angeschlossen werden. Ich glaube, wir sind auf dem Wege dazu." Aus Berlin wird gemeldet: Der italienische Minister des Acußern, Marchese di San Giuliano, ist in Begleitung seines Kabinettschefs, des Grafen Sforza, Freitag abend nm 11 Uhr hier eingetroffen und auf dem Bahnhöfe von dem italienischen Botschafter Pansa und dem Botschaftspersonal empfangen worden. Der großbritannische Minister des Aeußcren ersuchte aus Befehl des Königs Georg den deutschen Botschafter in London, dem Reichstage mitzutcilen, wie tief der König die sympathische Kundgebung des Reiclrstages bei dem Hinschciden des Königs Edward empfunden habe. Der in London verstorbene Baron v. Schroedcr hinterließ jl a. folgende Vermächtnisse: Der deutschen industriellen und landwirtschaftlichen Arbeitcrkolonie 10000 Pfund Sterling, dem deutschen Krankenhaus in Dalston 10 000, dem beuticben Waisenhaus in Dalston 5000_uitb der deutschen Stadt- und See Mannsmission 2000 Pfund Sterling. 2iitsiai80. Der König von Dänemark empfing den Ministerpräsidenten Zahlender das Abschiedsgesuch des, Ministeriums überreichte. Der König nahm die Demission an: er ersuchte den Ministerpräsidenten, die Geschäfte vorläufig weiter zu führen. Aus Cetinje wird der „Franks. Ztg." gemeldet: Wie ich zuverlässig erfahre, wird anläßlich der bevorstehenden Jubiläums- sestlichkeiten Montenegro zum Königreich,er hoben werden. Die europäischen Großstaaten, denen Fürst Nikolaus von seiner Absicht Kenntnis gab, haben alle zustimmend geantwortet. 2lus Stadt und Land. Gießen, 28. Mai 1910. "Tageskalender. Stadttheater: Sonntag, 29. Mai: „Opernball/ Ansang 8 Uhr. Konzert zum Besten des SaalbansondS (Kron- baner'scher Qnartettverein und Schuler'scher Alännerchor-Franksurt). Sonntag nachmittag 5 Uhr in der Turnhalle des Turnvereins. Kolosseum: Täglich Vorstellung. K i n e m a t o g r a p h : Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstelltmg. Hundeausstellung am Sonntag aus der Liebigshöhe, veranstaltet vom Hundcsportverein. Montags Polizeihundeprüfung. * '* Vom Großherzoglichen Hofe. Prinz und Prinzessin Hermann zu Stolberg-Wernigerode nahmen, n. d. „Darmft. Ztg.", am Donnerstag an der Früh- Iiückstafel im Neuen Palais zu Darmstadt teil. ** Erledigte Lehrerstelle. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zti Sprendlingen (Kr. Offenbach). " Vertreter der hessischen Städte sollten beute Samstag in Mainz znsammenkommen, um zu dem Entwurf des Einkommensteuergesetzes, nainentlich bezügl. des Grundsteuerkapitals und der Billetsleuer, Stellung zu nehinen. Wegen Verhinderung einer Anzahl attswärtiger Städtevertreter wurde die Zusammenkunft vertagt. ** Männer-Turnverein. (Feier des 25jährigen Bestehens vom 11.—13. Juni.) Man schreibt uns: Am 26. Mai tagten im Saale des Hotel Einhorn sämtliche Ausschüsse gemeinsam, um die Festordnung zu beraten. Es waren ca. 70 Personen anwesend, lieber die Vorbereitungen zum Fest wurde berichtet. Ein großes, stattliches Festzelt, 28 x 48 Meter, von dec Rheinischen Zeltfabrik und Zelt- Leihanstalt A Ries in Mainz ist bereits im Rohbau vollendet. Tie Festwirtschaft ist dem Restaurateur Spuck hier übertragen, außerdem befinden sich auf dem Festplatz eine bayrische Bierhalle, vier weitere Bierhallen und ein Cafszelt, so daß den Besuchern in genügender Anzahl Gelegenheit zur Erholung geboten ist. Freiquartiere werden den auswärtigen Turnern, die in stattlicher Anzahl angemeldet sind, bereitwilligft geschaffen und darum dürften aus den Nachbarorten fröhliche Turngenossen nach Gießen zusammenströmen, das ihnen auch durch seine landschaftlich schöne Lage und die Gastfreundschaft seiner Einwohner frohe Stunden bereiten wird. Es sei noch erwähnt, daß am Samstag den 11. Juni eine Ehrung der verstorbenen Mitglieder auf dem alten Friedhöfe stattfinden wird. Die übrige Festfolge wird in den am kommenden Montag zum Aushang gelangenden Plakaten ersichtlich sein. Nachträglich sei noch erwähnt, daß die Verkaufsstände alter Art, Karussells und sonstige Schaustellungen, die außerhalb des Festplatzes Aufstellung finden, ein lebhaftes Bild und ein Anziehungspunkt für Jung und Alt bieten werden. Auch für die tanzliebende Jugend ist Sorge getragen worden, indem zwei Tanzböden auf dem großen, schönen Festplatze geschaffen iverden. Zu dem Schülerturnen, das am Montag den 13. Juni nachmittags stattfindet, haben sich bereits 350 Schüler sämtlicher hiesigen Lehranstalten gemeldet. Um dem Feste ein schönes Gepräge zu geben, wird die Bürgerschaft ihr gemessenes Teil dazu beitragen, unsere Stadt durch Fahnen und Laubgewinde in ein festliches Gewand zu kleiden. ** Zu dem Konzert des Kronbauerschen Quartettvereins, das «morgen tzattftndet, schreibt man uns: Es wird für die Hörer von besonderem Interesse sein, zu erfahren, daß die beiben Chöre „Frv hsinn" und „Heimkehr" von dem Bruder des hier wohnenden Geheimrat Spengel in so ausgezeichneter Weise im alten Madrigalstil eines Orlando di Lasso verfaßt fütb, daß man sie von den alten Originalen kaum zu unterscheiden vermag: sie passen sich also dem Valestrina'schen „0 bone Jesu" (das vyn deut Berliner Tontchor in so unprrgleich- licher Weise gesungen >vird) in hervorragender Weise an. Bemerkenswert ist, daß außer den genannten Komponisten im Programm nur die besten Meister der Männerchorliteratur — Bruch, Hegar, Grieg — vertreten sind, und daß auch das Volkslied in seinen verschiedenen Phasen vom altdeutschen an bis zum Men- delssohn'schen „Jägers Abschied" nicht vergessen wurde. Tie jugendliche Eellovirtuosin H e g y e s i wird neben bekannten Werken von Boccherini, Nardini, Popper auch ein „Ständchen" aus der glücklichen Feder ihres verstorbenen Vaters zu Gehör bringen, während Herr A. Müller sich bemüht, hier noch nicht gesungene Lieder von Hugo Kann, Hans Hermann und B. Schn- ntacher einzusühren. ** Ausschuß der Studentenschaft. In der ersten Gesamt-Ausschußsitzung der Studentenschaft wurde der engere Ausschuß wie folgt gebildet: Den Vorsitz führt die Burschenschaft Franconia, den stellvertretenden Vorsitzenden stellt die Verbindung Wingolf, den Schriftwart der Perband wissenschaftlicher Vereine, den stellvertretenden Schriftwart die Nicht-Korporationsstudenten und zwar die philosophische Fakultät, den Kassenwart die Verbindung Adelphia, seinen Stellvertreter die Landsmannschaft 'Darmstadtia, den Beisitzer Korps Teutonia. Die Nicht-Jnkorporierten find durch folgende Herren im Gesamtausschuß vertreten: die theo- log'rsche Fakultät durch stud. theol. Dell, die juristische durch stud. jur. Nonweiler, die medizinische durch stud. med. L. Dahmer, die philosophische durch die stud. Phil. H. Keil, M. Schmidt, F. Zschech, Ferd. Pfeifer. Die neu- gegründete Verbindung Vandalia wurde in den Ausschuß ausgenommen. Es" wurde der Beschluß gefaßt, baß der engere Ausschuß wegen der Gründung cüter al Qbe = mrs.ch en Lesehalle mit dem Vorstand des Lesehallenvereins in Unterhandlungen treten solle. **Der AlldeutscheVerband wird, wie man uns schreibt, nächsten Freitag eine öffentliche Versammlung in Steins Garten abhalten, in der Herr Universitätsprofcssor Dr. W. Sievers über seine vorjährige Forschungsreise in Südamerika sprechen wird. Südamerika ist als Siedelungsgebiet für uns von besonderer Wichtigkeit, als dort die in Nordamerika begangenen Unterlassungssünden vermieden werden können, und die Bestrebungen, die deutschen Auswanderer, ihrer Sprache und Gesinnung nach deutsch zu erhalten, dort große Aussicht auf Erfolg haben; der Alld. Verband besitzt z. B. in Brasilien drei blühende Ortsgruppen. ** Stadt thea ter. Es wird gebeten, für die Billetts zur ausgefallenett Freitags-Vorstellung den Betrag an der Tl)eater- | kaffe in bar zu erheben oder die Billetts in Karten zur Sonntag- I Aufführung umzutauschen. Dies bezieht sich, natürlich nicht auf jene ^Donnementsvtnetts, Die oyne weneres rur oen oonntag zur Aufführung von „Opernball" als dritter Abonnementsvorstellung Gültigkeit haben. * * Lange Reise. Eine tun 15. April 1878 zwischen 5 und 6 Uhr nachmittags in Lauterbach aufgegebene Karte an eine hiesige Firma ist gestern morgen angenommen. Sie hat also von Lauterbach bis hierher volle 32 Jahre gebraucht. * * Der Bismarckturm a u f dem Tauf st ein beftanb gestern abend seine Feuerprobe, die gut verlief. Der Flammenschein war weithin zu sehen, noch in der Gegend von Lanbach war das Feuer gut zu sehen, lange nachdem es angezündet war. Zufällig war gerade die 1. Klasse der hiesigen höheren Mädchenschule auf einer Wanderung durch den Vogelsberg auf dem Hohe- rodskopf und begrüßte das Feuer mit dem Gesang von „Deutsch land, Deutschland über alles". So verlief die erste Feuerprobe durchaus würdig. * • Fahrraddiebe. Gestern nachmittag versuchten der angebliche Walter Schuhmacher aus Frankfurt a. M. und der Schlaffer Adolf Bertram aus Köln je ein Fahrrad hier zu billigem Preise zu verkaufen. Die Kriminalpolizei nahm sich der Sache an, da es sich offenbar um gestohlene Näder bandelte, beschlagnahmte beide Räder und nahm den Schuhmacher fest, während es Bertram gelang, zu entkommen. Heute morgen entdeckte man, daß auch Schuhmacher au§ dem Polizeigefängnis ausgebrochen und verschwunden war. Die beschlagnahmten Räder sind: ein Viktoria-Rad mit Fab- r>k-Nr. 17246 und ein Opel-Rad, Fabrik-Nr. 235340. Die Eigentümer wollen sich mit der Kriminal-Abteilung des Polizeiamts in Vecbindling setzen. •* Sie Maul- und Klauenseuche ist au?» gebrochen in Puchowken, Kreis Olesko, Regierungsbezirk Gumbinnen, am 26. Mai. x Bad-Nauheim, 28. Mai. Gestern unternahmen die 18 Klassen unserer Stadtschule ihren Frühjahrs» tagesausflug, zumeist nach dem Taunus (Winterstein, Cransberg, Hausberg, Lochmühle, Saalburg's, aber auch teilweise bis nach Gießen, Kloster Arnsburg, Lich, Schiffenberg und Gleiberg. In Gießen besichtigten die Ober-, klassen den Botanischen Garten und das neue Völkermuseum. — Gestern abend wurde im Park an der Terrasse das erste Feuerwerk in dieser Saison veranstaltet. Es war von Pyrotechniker Lippold-Ronsdorf zusammengestellt und war von prächtiger, eindrucksvoller Wirkung. Besonders ein Riesenwasserfall, der unser Bad weithin erleuchtete, erzielte großen Beifall. Der Andrang zum Park und zur Terrasse war riesig. Im Park war kaum durch das Gewühl und das Gedränge zu kommen. Um im Interesse der Kurgäste den Besuch der Terrasse zu entlasten, wurde zum erstenmal auf Kur- und Dauerkarten ein besonderes Eintrittsgeld von 50 Pfg. erhoben. — Der Platz für das Beneke-Denkmal ist nun endgültig bestimmt worden. Das Denkmal des einstigen Marburger Professors, der den Ruf unseres Bades begründen half, kommt an das' untere Ende der Parkallee, in die Nähe der neuen Kolonnaden zu stehen. — Heute abend konzertierte auf der Terrasse die Kapelle des Gießener Regiments. Im Theatersaal des Kürhauses wurde zum erstenmal eine Neuheit im Unterhaltungsprogramm, ein sogen, literarischer Abend, veranstaltet. Ludwig Thomas „Moral" fand gute Darstellung und vorzügliche Äusnahine. — In der heuttgen Sitzung der Stadtverordneten wurde der Plan für den Umbau des Empfangsgebäudes am Bahnhof genehmigt. In der Nähe des Teiches hat sich ein Uebergang über die Itsa als notwendig erwiesen. Es wurde deshalb die Errichtung eines Steges, dessen Oberbau aus Holz hergestellt werden soll, für die Summe von 5300 Mk. beschlossen, wozu der Staat 3000 Mk. gibt. Die Beneke- Straße soll hergestellt und dabei zugleich für die Summe von 5700 Mk. ein Kanal für Schmutzwässer, der dem Kanalnetz angeschlossen wird, und für die Summe von 12 200 Mk. ein solcher für Regenwässer, die in die Ufa zu leiten sind, gelegt werden. Ta sich seit diesem Frühjahr mit der Eiw führung der neuen Marktordnung der Marktv erkehr sehr belebt hat, haben die Stadtverordneten die Aufstelkung von Tischen auf dem Markt beschlossen. — Bad-Nauheim, 27. Mai. Bis zum 26. Mai sind 7544 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 4998 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 26. Mai 66 032 abgegeben. X Ockstadt, 27. Mai. Gestern wurden von hier die ersten F r ü h k i r s ch e n , die bei der günstigen Witterung der letzten Tage rasch zur Reife gekommen sind, nach Bad-Nauheim auf den Markt gebracht. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das ein seh^ früher Termin. R.B. Darmstadt, 27. Mai. Aus Anlaß der Feie: des 100jährigen Jubiläums unseres HoftheaterS hat die Stadtverordneten-Versammlung beschlossen, dem Hilfsfonds für die Hofmusik und dem Hilfsfonds für den Hoftheaterchor und den Ballettchor je eine einmalige Spende von 2000 Mark, sowie dem Hoftheater-llnterstützungsfonds eine Spende von 1000 Mark zu überweisen; die letzere soll nur zu Gunsten der Arbeiter und der unteren Bediensteteu des Hoftheaters verwendet werden. Offenbach, 27. Mai. (Priv.-Telegr.) Der 9jahrige Schüler Heinrich Quandt, der gestern von seinen Pflegeeltern zu einem Besorgungsgang nach Bürgel geschickt worden war lind von da nicht mehr zlirückkehrte, ist, wie die „Offen- bacher Zeitung" meldet, an der Schleuse in Oberrad als Leiche gekündet worden. N. Mainz, 27. Mai. Heute morgen verkündete Land- gerichtsdirektor Bockenheimer, Vorsitzender der ersten Zivilkammer des Landgerichts, das Urteil im Prozeß Haus- waldt gegen die Stadt Mainz wegen unrechturäßiaer Benutzung von Materialien der Firma. Der Antrag auf GrlaB einer einstweiligen Verfügung zur Einstellung der Arbeiten am Theaterumbau mürbe kostenfällig abgewiesen. Worms, 27. Mai. Oberbürgermelster Köhler, deffen Dienstzeit am 1. September d. I. abgelaufen ist, wurde auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung einstimmig auf Lebenszeit wieder gewühlt. rm. Mörlenbach i. O., 27. Mai. Diebe bemitzten die gestrige F r o n l e i ch n a rn s s e i e r , um in die leerstehende Wohnung des Pfarrers einzn brechen und die Wohnung nach Geld und Wertsachen zu durchwühlen. Dabei ist ihnen der Betrag von ca. 600 Mk. in die Hände gefallen. Man glaubt, daß es ortsfremde Personen waren, die sich vorher orientiert und dann den Raubzug ausgeführt haben. _ -4 [J Marburg, 27. Mai. Hier starb nach kurzem Kranksein im Alter von nur 45 Jahren der Privatdozent der mittleren und neueren Geschichte Professor Dr. phil. Hermann Di em ar. Der Verblichene, ein geborener Kasseler, habilitierte sich im Jahre 1896 an der hiesigen philosophischen Fakliltüt und int Jahre 1903 wurde er zum Titular- Professor ernannt. Besondere Verdienste erwarb er sich als Mitglied der historischen Kommission für Hessen und Waldeck 9enb donL -,5,NgczünLet ^erett S°us bem m rMttpiob; h« ' !»■ «• «ni ",6ahnod f)ier '^p°l're. nahin Slowene Räder 1Q^m Schuh. H“ kommen facher aus bett, '^wunden war ^'R°d mit Fab. ^r. 235340. Die ’teuung des Poli. il I870 . onimen ^cbrauf1*01 uche ist aue. - Regierungsbezirk ern unternahmen «Frühjahrs, ^unus (Sinter, alburg), aber auch % Lich, Schiffen' lugten die £ber-- und das neue llrde im Park an in dieser Laisan Llppold-Ronsdorf r, eindrucksvoller V der unser Bad H. Der Andrang m Park mar kaum kommen. Um im Terrasse zu ent- d Dauerkarten ein )bcn. - Der Platz ndgültig bestimmt bürget Professors, rls, kommt an das der neuen Kolon- ierte auf der 2er« nts. Im Theater- l eine Neuheit im literarischer ..Moral" fand gute - In der heutigen murde der Plan m Bahnhof gench 'n Ucberganß über urbe öe-.'hatb die iu aus üch Herrn 5300 Mk. bc« ibt. Die Beneke- h für die Lumme :r, der dem Kanal- mc von 12200 Mk. Ufa zu leiten sind, hjchr mit der Ein- Marltverkehr ten die Ausstellung is zum 26. Mai sind an genanntem Tage • mürben bis zum l von hier die ersten ernng der letzten Tag^ mhcim aus den Markt st das cur >eh^ früher - Maß der Feie» ,«5 ifonbS P[ d" ft einmalige Zp-"»' ”n bh «w Sj-Hrig- TiU**; Mürft morde» war If; in Obtrr«» «Is g® 3* Wä »"/ Md- -«I ,„rb4 « :£r- ft/ Pd'l" gen er zu"' sich olr fc. Wiesbaden, 27. Mai. In dem vmrnehmen Eafs Koben,ollern (Inhaber: Firma Eduard und Ehr. Beckel) haben die Kellner 3 Prozent des Umsatzes, ausgenommen vom Champagner, an die Besitzer des Cafss z u z a h l e n. Die Arbeitszeit beträgt cirka 16 Stunden: Lohn erhalten die 4 Kellner nicht. Der Kellner Wollwcber verließ nach mehrjähriger Tätigkeit unlängst den Posten und klagte am hiesigen Eewerbcgericht auf Rückzahlung der in den letzten zwei Jahren abgezogenen Prozente, die sich aus 1500 Mark belaufen, mit der Begründung, daß ein solcher Vertrag gegen die guten Sitten verstoße und daher nicht zulässig sei. In dem heutigen Termin wurden die Besitzer des Lafös zur Zahlung der 1500 Mark verurteilt. (SericbßfaaL Stuttgart, 27. Mai. In dem Belcidigungs-> Mauer, der den Reichstarif mit 51 Pfg. für die Stunde nicht anerkannte, wurde von einem Gehilfen auf 91 Pfg. rückständigen Lohn verklagt, indem er den Reichstarif zur Berechnung für maßgebend erachtete. Das Gericht verurteilte den Tünchermeistcr zur Zahlung der 91 Pfg. und in die Kosten des Verfahrens mit der Begründung, daß er, trotzdem er den Reichstarif nicht anerkannte, zur Zahlung des ortsüblichen Tagelohus laut Tarif verpflichtet sei. Leipzig, 27. Mai. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Tischlergesellen Valentin Kosziol, der vom Schwurgericht in Lissa am 14. April wegen Mordes und Sittlichkeitsverbrechens in zwei Fällen zum Tode verurteilt worden ist. Nach einem früheren Urteil war et wegen den gleichen Straftaten in vier Fällen zum Tode verurteilt worden, aber das Reichsgericht hob in zwei Fällen das Urteil auf. Stuttgart, 27. Mar. In dem Beleidig ung s - Prozeß des Prof. Dr. M i n t st ü d von der Technischen Hochschule gegen Prof. Oberbaurat M ö r t f e wurde der Angeklagte freigesprochcn. Das Gericht billigte ihm den Schutz des § 193 zu. Sport. w. Frankfurt a. M., 27. Mai. (Internationale Ausstellung jür Sport und Spiel.) Das Internationale Fechtturnier nahm heute mit einem Herrenfechten für Junioren seinen Anfang. Zu dem Florettfechten waren 25 Meldungen eingegangen. Die Sieger sind folgende: 1. Willi) Seeger, Fechtklub „Her- mania" Frankfurt a. M. 85 » | [Technikum -J Mittweida » » s von Bahuhosstr. 54. [04411] Bahnhofstr. 54 b18/T auf Das wandernde Jackett, humoristisch. Uff Glessen 8 zum um und Ehebunde reichen. Im Bestreben den Rivalen sein Glück zu bringen, wird Ligurio erfaßt in den Kerker geworfen. Eines Tages . . . . L. Hegyesi P. Nardini D. Popper Direktor? Professoi Holet Höhere technische LehranstaC für Elektro- a. Maschinentechnik. 2 B «stellen 1 Kleiderschrank 1 Waschtisch 2 Nachtschränke Anzahlung Vertiko ni, Spiegel Divans KüGbenschränke Beteile Möbel-Warenversandhaus mit Kreditbewilligung Giessen, Flott. IW. — Tanz im Freien — Preisschießen Militär 10 Pfg. Das Komitee. 1. Orgelpräludium. 2. Chöre a capella v. Palestrina. 3. Arie f. Sopran: „Liebster Jesu“ . . 4. Knabenchöre. 5. Arie f. Alt: .Wer Gott bekennt“ . . a) Ständchen . . b) Adagio cantabile c) Gavotte . . . . gegen. Kopfechuppea gegen HaarausfoH Jsrolisiere dein Haar V Javol das Beste Evang. Kirchengesangverein. (Seistilche Musikaufführung in der Stadtkirche am Dienstag, dem 31. Mai, abends 8 Uhr unter Leitung des Herrn Professor G. Trautmann und unter Mitwirkung der Konzertsängerinnen Frl. J. Müller aus Wetzlar (Sopran) und Fr). E. Reichard aus Frankfurt a. M. (Altl, des Herrn Organisten O. Görl ach, sowie anderer geschätzter hiesiger Kräfte. Programm: Konzert und Volks-Belustigung Karussell — Schiffsschautel Eintritt ä Pereon 20 Pfg. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 04414) ein Drama unvergleichbar schön in Bild und Inhalt. Ligurio besaß die Liebe einer schönen Venezianerin. Doch diese sollte einem ungeliebten Mann die Hand . . J. S. Bach. . . J. S. Bach. Eintritt«: kartpn sind bei Ernst Ch all i er (Rudolphs Nachf.), Neuenweg 9 (Tel. 671) u. abends an umuiusaducu der Kasse zu haben. Sperrsitz M. 2.50. Eintrittsk. M. 2.-, Stndendenk. M. bevor sie anderweitig kaufen, die Besichtigung der Hsl-Itaißlloiigstte ohne jeden Kaufzwang Auf Abzahlung Schlafzimmer in Sann oder Nustbaum Mdmischer Gesaagverm Gieße«. Nächste Probe: Freitag den 3. Juni 1910, abends Uhr, in der neuen Aula. Um allseitiges Erscheinen wird dringend gebeten. ■/.] Der Vorstand. großes Sensationsdrama vom Tage des großen Derby einem englischen Rennplatz. 04429 Die Bereitung des Papicrtciches in Canada sehr lehrreiche und interessante Aufnahme. 1 Divan rn i pol. Zimmertisch M' 1 Vertikom.Spiegel jqa 1 Bücherbrett [<|l 1 Muscuelspiegel jgy 4 Rohrstühle Anzahlung Mk. 15 pro Woche Mk. 1.50 Wohn- n. SGchinlM 12schl. Bettstelle in 1 Kleiderschrank 1 Nachtschrank 1 Tisch 3 Stühle 1 Spiegel Kompl. Küchen von R. 68,75,95 bist. 230 toateg von ML 5,8,12 Wernle Mk. 1 an Kleiderschränke Änzahl. Mk. 3 » » Hosplz.taT evang Schwesternhaus, tiieeee*. lottanoosetr I Sonntag den 29. Mai 1910, nachmittags 5 Uhr in der Turnhalle (Oswaldsgarten) zu Giessen Ausführende: Schuler’scher Männerchor, Frankfurt a. M. Kronbauer’scher Quartettverein, Giessen Dirigent: Herr Univ.-Musikdirektor Prof. G. Trautmann Unter gütiger Mitwirkung von Fräulein L. Hegyesi aus Köln a. Rh. (Violoncello) Herrn Adolf Müller aus Frankfurt a. M. (Gesang). ' Programm: gehörigen gestattet werden. Texte zu 20 Pfg. an den Kirchtürep zu haben. Freiwillige Gaben zur Deckung der Kosten werden in den 6. Kantate: „Mein Freund ist mein“ f. Chor, Soli, Streichquintett, Orgel und Klavier.....G. Boehm. Eintritt frei. Für die inaktiven Mitglieder sind Pätze am Altar, im vorderen Schiff und auf den Emporen reserviert. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirkende und für mit Karten versehene Mitglieder geöffnet. Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung von An- Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrer, 31 Wetzsteinnasse 31. (342 1. Vom Rhein, chor a capella . . . M. Bruch 2. Adagio und Allegro für Cello . L. Bocherini 3. Chöre a capella in altem Stil: a) 0 bone Jesu .... G. P. Palestrina b) Frohsinn, c) Heimkehr . . . J. Spengel 4 Der Triumph des Lebens f. Bariton H. Kann 5. Die beiden Särge, chor a capella Fr. Hegar 8. Solostücke für Cello: großer humoristischer Schlager. Othello, humoristisch. Tonbild: Lebt wohl ihr schonen Tage. Statt Karten. 7. Volkslieder a capella: a) Es flogeln kleines Waldvögelein, Altdeutsch b) Wiegenlied........Fr. Silcher c) Jägers Abschied.....Mendelssohn 8. Lieder für Bariton: a) Salomo.........H. Hermann b) Ganz leise........H. Sommer c) Das Stelldichein . . . . R. Schumacher 9. Landerkennung, op. 31, für Männerchor mit Bariton-Solo, Klavier u. Harmonium, E. Grieg Kolosseum Giessen. Walltorstr. 36—38 Jnhu Albert Rappmann = u Telephon 644 Täglich abends 8 Ubr. Heute 13. Tag der intern. Damen-Ringkampf Konkurrenz. Vorher das hochinteress. 8SF* Spezialitäten-Programm. "MK Morgen Sonntag 2 große Vorstellungen Nachmittags 4 Uhr ermährgte Preise, ungekürztes Programm. Abends 8 Uhr. In beiden Vorstellungen Damen-Ringkampf, Vorverkaufsbillets sind gültig. Kolosseum-Konzert-Garten schönster Garren Gießens. ®s&afci: Erstes großes Sommerfest im festlich geschmückten Garten, »er Sommeruachts-Ball. “SOI Doppel-Konzert mit Brillant-Feuerwerk. Morgen Sonntag 11—1 Uhr Frübichovven-Konzert. Nachmittags ab 4 Uhr, US* grosses Kinderfest, “tS Onkel Palle kommt. Jedes Kind erhält eine Ueberraschung. Konzert des beliebten Wiener Damen-Orchcsters „Wedel". Ciutritt frei (04458 Es ladet ergebensi ein Die Direktion: Albert Ravpmann. leleroalionale Ausstellung für Sport und Spiel, Frankfurt a. Mala. Sonntag, 29. Mai. Eintritt während des ganz. Tages 50 Pf. Internationales Fechtturnier. Don 8 Uhr vorm. ab: Senioren, schwere Säbel <15 Meldungen», alsdann: Degen (44 Meldungen), Entscheidungskamvi voraussichtlich von4U.hr nachm. ab. Arena: Borm. 10 Uhr Fustballwetti'picle des Fußballklubs Frankfurt gegen Fuhball-^awn-Tennis-Klub. Borm. 12—1 Uhr Promenade- Konzert in der Festhalle. Nachm. von 4 Uhr ab ^reisschrcsten. Abends graste bengalische Beleuchtung der Fettballe und des AusstellungsgeländcS. , 3 ~ M Montag, 30. Mai. Internationales Fcchtturnier. Don 8 Uhr vorm. ab: Senioren, Säbel <53Meldungen». Entscheidungs- kamvf voraussichtlich von nachm. 4 Uhr ab. Nachm. von 4 Uhr ab: Prcisschiesten. Nachm. und abends: Mllitar-Topvelkonzeite. Abends: Schaubühne: Entscheidungskampf von The Males gegen Akitaro Ono. , .r. T-enstag, 31. Mai. Iutcrnat»onales Fechtturu,er. Metster- Florett <67 Meldungen». Nachm. 4 Uhr Prerslchrenen. Nachm. und abends: Militär Dovvelkouzcrte. «»/» Mittwoch, 1. Juni. Internationales Fechtturnier: Meuter- Säbel (61 Meldungen). Nachm. 4 Uhr PrciSichlenen. Nachm. und abends: Militär-Dovvelkonzerte. Nachm. 4 Uhr: Kinder- Wettspiele in der Arena. Bon V29 Uhr abends ab: Frauk- iurter Turn- und Fecht-Klub: al Freiübungen mit gegenseitiger Unterstützung (36 Turner', bi Riegenturnen an sechs Bieren nach Schweizer Art. c) Reckturnen. An allen Tagen: Schaubühne. Von 9 Uhr abends ab: Ausgezeichnete Vorstellungen auf allen Gebieten des Sports und Spiels, ab 1.> Ium nut vollständig neuem Programm. Vergnügungspark: Rodelbahn, Schienha(le,TeufeIsmüh(e,Hlvvodrom,Kasp?r(tbea.t^^M^iK Uhh JNMr Giessen. (Mrektlon; Hermann Steingoetter. Sonntag den 20. Mai 1910, abends 8 Uhr: Letzte Vorslelung der EmserOperelte Unter Mitwirkung der Kn cflc des hiesigen Jnf.-Regts. „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 la38^ „Der Opernball.“ Operette in 3 Akten von Richard Heuberger. Dazu Ballett-Gastspiel der Schwestern Cortini. Es wird gebeten, für die Billets zur ausgefallenen Freitagsvor- ttellung den Betrag an d.Theaterkasse iu bar zu erheben oder die Billets in Karten zur Sonntagsaufführung umzulauschen. Stein’s Garten. Garten oder Saal (nach Witterung) mit Solo- u. Chorgesängen, gegeben vom Oesterreich.-Ungarisch. Damen- u. Herren-Orchester „RAKOCZI1* in verseh. Landestracht- Grossartige Geigen- und Cymbal-Virtuosen, l”* Ä’EU! Im III. Teil sensationell! VEL. .Serpentin-, Feuer- und Flammentanz ! ---- ausgeführt von den Damen Geschwister Cuszon. “SS Ein Mikroben aus 1000 und eine Wacht, mit wundervoUen Lichteffekten und Verwandlungen. U. a. Phantasie, Ballkömgm, Meeressturm, Windsbraut usw. 3 Scheinwerfer. Vorverkauf: 50 Pf., ein Familienbillett f. 3 Pers. 1.30 M. in d. Nlusikallenhdl. des Hm. Challier, Neuenweg. Kassenpreis: 60 Pf.. Schuler 40 Pt. Ausgesperrte Bauarbeiter! 3.Auszahlung derUnter- stiitzung Dienstags - ]t. Bekanntmachung. großes Drama nach dem gleichnamigen Roman Wolfgang von Goethe. Albert . . Philippe Garnier v. d. Comedie franyaise Werther . Andre Brule v. l'Athsnee-TheAtre Charlotte. Mdme Dubuc 0 „ t b Leben eines BocMers Grösste Auswahl staunend billige Preise Verkauf unter Garantie, s J. Abb Programm vom 28. bis 30. Mai 1810. Msthfang in 'Ozeanien, interesi. Naturaufnahme. Der Bildhauer hat leichte Arbeit, Humorist. Ale Samariterin Kunstfilm von Pathe srereS, 290 m lang, kinematographischeS Schauspiel, prachtvoll koloriert. Herr Dickkopf, größte Heiterkeit. Liebe und Eifersucht, ergreifendes Drama. Der vergnügte Landstreicher, humoristisch. Die Mitten il ta Mweitt amerikanischer Film, 310 m lang, spannendes Drama auS dem wilden Westen der Vereinigten Staaten. lonbili): Das letzte Lied des Märtyrers. Heute zum letzten Mal: Die Beisetzung König Eduards. Hotel-Restaurant Uobel.^ Morgen = Zamilien-Uonzert Eintritt frei. so« Anfang 6 Uhr. Giessen, Flockst?. 14-16 empsiehlt fsriailH Minna Dapper gz Theo Wohl^emuth Verlobte Harburg (Elbe) Kl im Mai 1910 ae- Sonntag dm L8. Md auf der WebißsWe zu Giesten Vierte allgemeine tesfelta jod Birata aller Rassei veranstaltet vom Verein Hundesport für Giessen und Umgegend e. V. (geöffnet von vormittags 8 Ubr bis abends 7 Ubr. Eintritt pro Person 50 Pfg. Kinder die Hälfte. Ausführlicher Katalog und Führer durch dre Ausstellung et* Am^'folgelch^n Tage am dem Trieb, am sogenannten Eulenkopf: z=z Allgemeine öffentliche Polizeihund-Prüfung. z= Eintritt öO Pfg. vro Perion. ______________________12045 Burschenschaft Niegelpsad Sonntag den 29. Mai, von nachmittags 4 Ubr ab, findet im Garten der Restauration -Zur Stadt Wetzlar" (früher Kühnhold), Ludwigsrratze 55, unsere diesjährige Riegelpsad-Mmer statt. — Zu recht zahlreichem Besuche ladet freundl. ein 04412 F. A.: Der Festwirt Theodor B&ulke. Sonntag den 29. Mai -w Erstes Sommerfest auf der „Schönen Aussicht“