Dienstag 28, Juni 1910 Zweites Blatt Nr. 148 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Bleistangen durchbohrt, Hinreichende Proben haben ergeben, daß der Raum absolut resonanzlos ist. Er wird zu klinischen Unter , 160. Jahrgang Aus Stadt und Land. Gießen, 28. Juni 1910. »* In den Ruhestand versetzt wurde der Eisen- bahngehUfe in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Hch. Reuter 511 Bleichenbach. Die „Oiehener KamilienblStter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblfltt für dru Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Lanüwirtschostlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der B.rühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Sieben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftrabe 7. Expedition und Verlag: Redaktion:«^ IIS. Tel.-Adru AnzeigerDieben. Kunft, Wissenschaft und Leben. — Wilhelm Wetz f. Aus Freiburg kommt die Trauerkunde, daß dort der ordentliche Professor der, englischen Sprache und Literatur, Prosessor Wtthelm Wetz, nach eurer schweren Opera- rwn im besten MonneSolter verschieden rst. Wetz ist in Eppelsheim in Rheinhessen am 7. Oktober 1858 geboren rrorbcn Er habr- litierte sich in Straßburg und. folgte dann im Jahre 1898 einem Rus san die Universität Gießen, der er bis zum Jahre 1902 an* gehörte. Später hat er den Lehrstuhl, für Anglsttik ur Freiburg angenommen. Sein Lebcnswerk ut „^hakeipearc vom Standpunkt der vergleichenden Literaturgc,chrchte ,. das 1890 erschien, aber seither nur üt einem 1. Band. Auch sonst war Wetz vielfach literarisch tätig und hat sich namentlich rn den Ärenen der Literarhistoriker einen geachteten Namen crworoen. Tre von rhm geleitete „Zeitschrift für vergleichende ^.lteraturgeschicht^ ist als wertvolles Blatt hinreichend bekannr. Auch in Gießen läßt Professor Wetz viele Freuiidc zurück, die seinen frühen Umgang schmerzlich bedauern, uni) denen er als charaktervoller, prächtiger Mensch unvergeßlich bleiben wird. .. .. — Die Historische Kommin'ion s,ur Hcsfcn und Waldeck hat jetzt ihren Jahresbericht veröffentlicht. An der Jahresversammlung nahmen 2a Herren von Marburg und auswärts teil. Professor Frhr. v. d. RoPp gedachte der gestorbenen Mitglieder, des Geh. Reg.-Rats Prof Dr. B. Niese in DcUle Oberlehrers E. Becker und Prof L. Diemar tn Marburg Als Patron ist die deutsche Kolonialschule in Witzcnhausen bei getreten, während Geh. Reg.-Rat Tr. Eisenmann, setzt m Karlsruhe, ba5 Patronat niedcrgelegt hat. Die Rechnuiigslage ist recht günstig EE Einnahm? von 12675,17 ^^tchnS0Ä ® 5617,32 Mk. gegenüber, so daß ein Kasscnbestand von 7058,8o Mk. verbleibt. Nach der Entlastung des SchLvmeiswrS^Ge> Dr. Könneckc, wurden zu Mckalredern gewählt: J und Archivassistent Dr. Schultze Marburg. Bibliothekar Jürgens in Wiesbaden und Prof. Dr. Roloff in Gießen ~te Lcrichte über die wissenschaftlichen Unternehmungen betra.en Fuldaer Urkundenbuch, Lanütagsakten, Chroniken von Hestcii und Waldeck, Landgrafcnrcgcsten, llrkmrdenbuch der ^tterauerReichs- städte, hessische Niiinzgeschrckftc, die i^uellen der Gt-schuyte des geistigen und kirchlichen Lebens, Quellen Geschichte der Landschaften der Werra, Sturios Jahrbücher der Neusta^ Hanm^ Hessische B-hördenorganisatwn 'Beitragezur Vorgeschr^eder Reformation tn Hessen und Waldeck, vesstscher^chnstaat, K^ßer- lerikon und Klosterarchrvc. Als wettere Aufgaben wurden schließ lich vom Vorstande ins Auge gefatzt die BeronenAichung^.vvn Quellen zur Vsrfassungs- und Berwaltungsgeschichl». der Hs,,isch^n = Grünberg, 27. Juni. Tie Bahnverwattung hat für Sonntag, 3. Juli anläßlich des Radsahrersestcs in^ Als- eld und des Gau -Tur n f e st e s in Grünbera einen 00 n- derzug eingelegt, der nach folgendem Plane verkehrt: Alsfeld ab 9.18 nachm., Zell-Romrod ab 9.29, Ehringshausen ab 9.43, Burg-Ncieder-Gemünden ab 9.49, Meder- Ohmen ab 9.57, Mücke ab 10.04, Grünbcrg ab 10.15, Göbelnrod ab 10.21, Saasen ab 10.27, Reiskirchen ab 10.33. Großen-Buseck ab 10.39, Rödgen ab 10.43, Gießen an 10.52. Die Ankunft des Zuges in Gießen ist so gelegt, daß nach allen Hauplrichtungeu Anschluß gegeben ist. Zu dem Zuge werden Fahrtarien zu dem tarifmäßigen Fahrgeld verausgabt. Die übrigen Züge sollen entsprechend verstärkt werden, um eine glatte Abbeförderung der Festleil- nehmer zu ermöglichen. Außer diesem Sonderzug der Staatsbahn hat auch die Nebenbahn Lich —Gründer g einen Sonderzug eingelegt und zwar am 3. Juli Lich ab 11.45 Dornt., Grünberg an etwa 12.45. Desgleichen hat sie den Morgen^ug, der sonst 8.50 von Lich abgeht, auf 9 20 verlegt, um den Anschluß an den Zug aus der Richtung Mdda—Hungen, der 9.13 in Lich eintrifft, herzuftellen. Auch verkehrt an diesem Tage der Abendzug nicht nur bis Lich, sondern wird bis Butzbach durchgeführt. — Die Meldungen zum Einzelwetturnen und Wettfechten sind nun alle cingelausen. Gemeldet ftnb für die Unterstufe 343, für die Oberstufe 40 und zum Wettfechten 22. Letzteres ist dieses Jahr zum erstenmale auf dem Gauseste vertreten. Als Kampfrichter hierbei wirten mit Kreisfechtwart Stassen- Hanau, Graf-Frankfurt, Zimmermann°-Offenbach, Oppenheimer-Butzbach und Aktuar Langsdorf vom Turnverein Grünberg. Die Zahl der Musterriegen beläuft sich auf 71. Zum Vergleiche feien die Zahlen vom vorjährigen Gau» turnsest zu Marburg angeführt. Es turnten daselbst im Einzelwetturnen in der Unterstufe 250, in der Oberstufe 38 Turner und die Zahl der Mu-sterriegen betrug 74. = Hattenrod, 26. Juni. Heute fand die Ab- s ch i e d s f e i e r für unseren scheidenden Lehrer, Friedrich Die Vorlage besagt, daß der Vorstand mit Genehmigung des Oberversicherungsamts Beamte auf Lebenszeit anstellen kann. Dazu beantragten die Nationalliberalen, daß bei einwandsfreier Führung diese Anstellung nach längstens fünfjähriger Dienstzeit von Amtswegeu zu erfolgen hat. Die Frage der Militäranwärter wurde lebhaft diskutiert. Von mehreren Seiten wurde betont, daß es nicht wünschens- wert sei, den Militäranwärtern als solchen den Zugang zu den Krankenkassen zu eröffnen. Der Entwurf sieht in dieser Beziehung vor, daß für Militäranwärter kein Vorrecht bei der Stellenbesetzung vorgeschrieben werden darf. Bei der Abstimmung wurde § 362 nut der Erweiterung angenommen, daß vor dem Erlaß und bei Aenderungen der Dienstordnung die Angestellten zu hören sind. § 363, über die Aufgaben der Dienstordiiung, wurde nach Anträgen des Zentrums und der Ncttionalliberalcn dahm abgeändert, daß die Dienstordnung die Rechts- und die allgemeinen Dienstverhältnisse der Angestellten, insbesondere ihre Zahl, den Nachweis ihrer sachlichen Besähigung usw. regelt. Sie regelt ferner, ob und inwieweit bei unverschuldeter Arbeitsbehinderung das Gehalt fortbezahlt wird, die Dienstalters- zulagen, die Beförderung, Ruhegehalt unb Hinterbliebeneitfürforge. Der Absatz über die Kündigung oder Entlassung wurde dahin geändert, daß festge>etzt wurde, daß die Entlassung nur aus einem wichtigen Grunde erfolgen dars, und daß der Rechtsweg zulässig ist. Angenommen wurde ai \\ die Bestimmung, daß die Ausübung des Vcr - einiguugsrechts, die religiöse und politische Betätigung in den gesetzlichen Grenzen nicht gehindert werden darf Die übrigen Paragraphen des Abschnüts bleiben im wesentlichen unverändert. Nächste Sitzung: Dienstag. — Den Gipfel des Mount Mac Kinley, des höchsten Berges von Nordamerika, will jetzt auch die Parker- Erpedition erreichen, obwohl er bereüs am 3. April von einer anderen Expedition erstiegen sein soll. Die Pa tcr-Expedstlon besteht aus Prof. H. E. Parker von der Eolumbia-Urnversttat, der 1906 mit Dr. F. A. Cook den Berg besucht und zuerst die von diesem angeblich ausgeführte Besteigung geleugnet hatte, ferner aus I. H. Cuntz von Stevens Technologstchem Institut in Hoboken, dem erfahrenen Alpinisten B. Browne und einem^orst- beamten. Die Expedition hat sich von Newyork über Seattle nach Alaska begeben, um den Berg vorn Nuthgletfcher aus an der Südseite in Angriss zu nehmen. Inzwischen ist unter Leitung von H. W. Rhodes eine neue Bestimmung von Lage und Hol)e des Gipfels aus Entfernungen von 204 und 302 Kilometer ausgeführt worden. Es ergaben sich Maße, die etwas geringer waren als die 1898 bestimmte Höhe von 6237. Meter, nämlich eure solche von 6187 Meter. — Das stille Zimmer zu Utrecht. Den Anhängern und Fanatikern der Antilärmbewegung ist Heil widerfahren: endlich ist es gelungen, ein völlig g e r ä u, ch l 0 f e s Zimmer herzustellen. Versuche dazu hat es schon gerade genug gegeben: sie alle mißlangen, darunter auch der, den Wilhelm Wundt im psychologischen Laboratorium zu Leipzig angestellt hatte: eine Füllung der Mauern mit Bauschutt sollte fedes Geräusch abhalten. Nunmehr hat in einer der letzten Sitzungen der Amsterdamer Königlichen Akademie der Wissen,chaften Prosessor H. Zwaardemaker von der Universität zu Utrecht über feine erfolgreiche Konstruktion eines völlig geräufchloien Zimmers berichtet. Zu der absoluten Geräuschlosigkeit gehört nicht nur die Tatsache, daß keinerlei Schall von außen etnbnngcn kann, sondern auch die andere, daß kein schall im Innern zurück - geworsen wird. Tas geräuschlose Zimmer ist eine Art ,,Doppel- dose" Seine Wände bestehen aus fechs Schichten, zwifchen deren zweiter und vierter ein drei Zentimeter lustleerer Raum liegt. Mit Holz, Korkstein und Sand sind die anderen schichten aus- gefüllt. Die Innenwände, die aus porosen Steinen bestehen, sind mit geflochtenem Pserdehaar, der sogenannten ^richopwie belleidet, einem Material, das schon aus der Flämischen Natur- sorscherversammlung von 1902 durch Proseffor N. H. Bllttis lGenti als akustisch undurchlässig empfohlen worden war und das in Belgien längst zur Bekleidung von Telephon; eilen verwendet wKd Im Dach des Zimmers befinden fich Schichten aus Blei, suchungen benutzt werden. — Der schlafende Tenor. Bei den Opernvorstellungen, die eine italienische Truppe in Montreal gibt, ereignete sich vor kurzem, wie ruir einem französischen Blatte entnehmen, eine lustige Geschichte. Als man eines Abends die „Lucrezia Borgia" von Tonizetti spielte, war die Rolle des Gennaro einem Tenor übertragen, der eine schöne Stimme hatte und überhaupt ein treff- sicher Künstler gewesen wäre, wenn er nicht häufig ein wenig zu tief ms Glas geguckt hätte. Gennaro liegt im ersten Akt im Schlummer ausgeftiedt unb wird von Lncrezia mit der Romanze überrafcht: .Sauft ist fein Schlaf". Weich unb wohlig hingegossen liegt der Tenor, während die Sängerin ihre Arie vollendet, reglos da. Tie Zuschauer können die regelmäßigen Atemzüge beobachten unb bewundern, wie tief der Sänger auch in seinem Schlummer in den Geist der Rolle eingebrungen sei. Nun ist die Romanze aus, Gennaro soll ausstehen unb mit Lncrezia ein leidenschaftliches Duett fingen. Aber Gennaro schlummert weiter. Vergebens pufft ihn, stößt ihn unb zwickt ihn Lncrezia: er bleibt eiilfchlummeri, unb während das Orchester erslannl inne hält, hört man ein sonares Schnarchen den Saal erfüllen, em mächtiges und tiefes Schnarchen, wie es nur em großer Künstler mit einer große r Stimme heroorbringeu kann. Zwei Theaterdiener kommen den Bemühungen Lucrezlas zu Hilfe, aber auch sie können den Tenor nicht erwecken. Tie Feuerwehr, die so oft aushelfen muß, schreitet auch bei diesem Unfall mit Glück ein: Ein kräftiger Strahl der Feuerspritze, der das Gesicht Gennaros trifft, reifet ihn jäh auL feinen tiefen Träumen; er fährt empor, aber die erschlafften Glieder versagen ihm auch jetzt den Ticust, und der nicht nur vom Cck)laf Trunkene kann sich nicht aufraffen. Tas Publikum, das bisher gelacht hatte, wirb nun ärgerlich, der Vorhang muß fallen, und da Gennaro nicht mehr erscheinen kann, füllen ein Aufzug ,Tra- viata" unb einer „Troubadour" den Abend iwtbürftig aus. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Ter DereinDeulscherIngenic ure, der in Danzig feine öl. Tagung eröffnete, verlieh die Grashof-Tenkmünze an den Geh. Kommerzienrat Ziese-Elbing. — Die Technische Hochschule ernannte iu Ehrendoktoren den Direktor bei Siemens unb Halske, Prof. Raps, ferner Hermann Majert (Singen), den Eisenbahn-Tirektionsprä'- dentcn R i nt r 011 (Danzig) unb den Werftüesitzer Mayer (Papenburg a. d. Ems-, An beu genannten Tagen war ber Regen jedesmal mit Hagel vermengt. Der Landmann hat fbarte Befürchtungen um die Kornernte. — Der Stenograph en verein Stolze-Schrei) bcaDsichtigt am 24. Juli im „Treppchen' hier sein diesjähriges Kränzchen ab^uhalten. Die Darbietungen, meist theatralischer und musikalischer Art, werden nur von Mitgliedern des Vereins ausgeführt. Die Bor • bereitungcn baben sck>on mit einigen Theaterprobcn begonnen. — Die Stenographie erfreut sich hier des aro^cn Interesses. Neben dem Verein Swlze Schrey besteht aud) noch ein Gcckelsberger Verein, dessen diesjährlger Zuwachs den des KonkurrenHvereins übersteigt. Beide Vereine entfalten hier eine rege Tätigkeit. ch Lich, 27. Juni. Der Krieger- und Militär- Verein „Hajsia" hielt gestern sein Sommersest ab. das wie gewöhnlich mit Preisscheibenschießen Dcrbunncn war. Am Nachmittag bewegte sich ein Fcstzug vom 'Jtathnnv aus nach dem Festplatz am Albacher See. Trotz einiger Regenschauer ging dort das Schießen bei guter Beteilitz'nig flott von fLatten. Als höchste Punktzahl tonnten 48 Ringe erreicht werben, von 37 Punkten an würben Preise verleitl. Die Prcisvcrteilung würbe abends im Skein'schen Saalbau vom Präsidenten Louis Heller mit einem Hoch auf Kaiser unb Großherzog eröffnet. 28 Schützen tonnten mit Auszeichnungen, die zumeist in praktischen Gebrauchs- qencnftänbcii beslanden, bedacht werden; pro 45 Ringe: Hch. 'Stengler und Rub. Konrab; 44 9tingc: Fritz Schmidt, Fr. Zimmer unb L. Jhriug: 43 Rg.: K. Zimmer, K. Jung und Fr. Textor; 42 Rg.: 5^ch. Schmidt, W. Eams, K. Schmidt und Äch. Müller; 41 Rg.: Joh. Menges und K. Reeger; 40 Rg.: Herrn. Pauli, E. Pommert, Hck). Kemps, Karl Bogt, Herrn. Schmidt unb Ehr. Schmidt; 39 Rg.: K. Kampeitz, Hch. Meyer und Hck). Textor; 38 Rg.: Ehr. Fey, Gustav Textor und Hch. Roth; 37 Rg.: Max Hisgen und L. Arnold. An die A:eisverteilung schloß sich Tcmz an. *♦ Heber die Tätigkeit des Chemischen Untersuch ungsamtes für Oberstes je n ist für 1908/9 ein Bericht erschienen, aus dem wir folgendes hervvr- heben: Teils von Behörden, teils von Privaten veranlagt, mürben 1104 Untersuchungen ausgeführt. Darunter befanden sich folgende untersuchte DLahrungsmtttel: ArKnei- mittel 2, Bienenhonig 3, Bier 12, Butter 42, Dörrobst 41, Essig 87, Fruchtsyrup 3, Gemüseton,ervcn 2, Gersten las fee 1, Mehl 4, Gewürze 41, Hackfleisch 3, Hefe 4, Käse l, Kon- bitoreüvaren 37, Pkargariue 3, Marmeladen 20, Milch 99, Palmin 1, Rüböl 7, Schokoladen unb Schweineschmalz je 10, Teigwarcn 6, Wasser 101, Wein 28, Weinessig 4, Wurst 141. Leaustanber wurden: Butter in einem, Dörrobst in 13 (wegen großer Mengen Milben), Essig in 11 (enthielten weniger als 3 Proz. Essigsäure, auch große Mengen von Essigälchen', Marmeladen in 10 (Inhalt Stärlesyrup unb Teerfarbe ohne Deklaration), Wa,ser tn 9 (waren ungeeignet zum Genuß ober für technische Zwecke), Eierteigwaren in 2 (künstlich gefärbt ohne Deklaration), Milch in 4 (waren gewässert oder hatten unter 3 Proz. Fettgehalt), Wein in 1 (war überstreckt), Weinessig in 2 (enthielt weniger als 20 Proz. Wein) unb Wurst in 9 Fällen (wegen Stärkemehl- ober Borsäurezusatz). Die meisten Beanstandungen (amen auf die Kreiie Friedberg unb Gießen, nämlich je 23, auf Büdingen entfielen 2, auf Scholten je <, au, Msfelb 6 unb auf Lauterbach 5 Beanstandungen. Die Einnahmen für diese Umersuchungen betrugen 4916.9j Mk. ^te chemische, physikalische unb baiteriologische Untersuchung bes Quellwassers in Queckborn, ber Quellen bei Großen-Bufeck unb im Licherwalde, die für die Wasserversorgung Gießens dienen, hakten ein sehr günstiges Ergebnis. -r- Heuchelheim, 25. Juni. Am 23., 24. und 25. Juni gingen hier schwere Regcnfälle nieder. Einen woltenbruchartigen Regen hatten wir am 24. Ium. Es regnete zuerst nicht außergewöhnlich stark. Plötzlich um 3.40 naestmittags setzte das Unwetter ein unb bauerte bis 3.o0. Giehemr Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Gberhchen ^täbte sowie bic Urbare unb Weistümer. Die Historische Kom-I Holz, Aspstaltpapier, Seegras unb Kork. Der Boden, J>er au^> Million St jetzt brä Stifter, 43 Patrone (barunter auch bic Marmor besteht, ist isoliert unb von einem dicht geweb en Smyrna- Stabt unb der ßU. «i-L-w unb 103 Mitglied« teWub bAedt ®« Sntentnanbe firö bon uoherten Die ReichLverficherungsordimng. Berlin^ 27. Jiun. Der Ausschuß sür dic ReichSverficherungsordnung 5ehandeltc crm Montag nachmittag die §§ 362 bis 371, die von den Angestellten der Krankenkassen handeln. Ein Mitglied der konservativen Fraktion betonte an der Hanb eines Anstellungsvertrages vom Jahre 1906, daß diejenigen, bic heute bie Verwaltung ber Krankenkassen in Händen haben, dazu absolut nicht geeignet sind. >Qdd) bicsem Mustcroertvage wäre bic Kündigung eines Angestellten der Kasse nur möglich, wenn sich der dln- gestellte an dem Vermögen ber Kasse vergreist. Selbst renn ein solckfer Beamter zu hoher Gefängnis- unb Zuchthaus st rafe vcrurtcUt würbe, wäre eine Künbigung n t d) t möglich. Solche Verträge, die die Stellung der sozialdemokratischen Kassenbeamten sichern sollen, seien geradezu frivol. Sie müssen annulliert werden. Das sollte int Ein- iuhrungögcsctz ausdrücklich festgclcgt werben. Ein Zentrumsmitglieb erklärte, baß auf Grunb ber Dorlicgcnben sozialbemokratischen Abänberungsanträgc biese Partei 'ich als bic schärfste Gegnerin ber Selbstverwaltung bohimcnticrt habe. Die Sozialbemokraten wollen bie Krankenkassen ben wenigen Angestellten einfach ausliefern. Ein Rcgicrungsvertretcr beftätigte, baß berartige Verträge, wie sie von konservativer Sette angeführt wurden, mehrfach vorliegen, aber für nichtig erklärt werden müssen. Beamte au f Lebenszeit anzustellen, liegt nur in der Macht der großen .Staffen, unb biese werben bei tüchtigen Angestellten bavon (Gebrauch machen. Ein sozialdemokratischer Vertreter besttitt, datz die Aemtcr SinekurenfürsvzialbemokratischePartei- g ä n g e r seien und legte ein seit 1908 gültiges Vertragsformular vor, das dem von 1906 widerspricht. Auf Anfrage eines Redners ber forts chrittlichen Bolkspartei führte der sächsische Bundesbcvoll- mäthtigte aus, bah in Dresbcn zwischen ©tabtrat unb Ortskrankenkassen ein Vertrag zustanbcgekommen sei, auf Grunb beiten zwei obere Beamte der Ortskrankenkasse vom ©tabtrat angeftellt und besoldet werden. Aus Antrag eines Zentrumsvertreters wurde die Drucklegung ber Vertragsformulare bezw. Verträge unb ber gerichtlichen Entscheidung beschlossen. Ein Zcntrnmsredner bezeichnete die Vertrage, auf bic der konservative Redner hingewiesen .-atte, als e in e n une r h ö r- teu Skandal. Es handelt sich dabei um grobe Pflichtverletzungen und offenbare Mißbrauche. Was hat ine Rcichsrcgierung dagegen getan ? Es sind bis zur zweiten Lesung genaue Erhebungen notwendig. Der Staatssekretär teilte mit, daß in Emzelfällen gegen solche Vertragsabschlüsse »orgegangen worden sei. Die heutigen Bestimmungen reichen aber dagegen nicht aus. Turd) bic Festsetzungen der Regierungsvorlage werde aber Besserung geschaffen werden. „ Ein sozialdemokratisches Mttglicd sprach ferne Verwunderung darüber aus, wie man sich über solche alten Geschichten so ausregen könne. Tie Verhandlungen darüber seien ja in voller Oessentsichlest geführt worden. Von den Sozialdemokraten werben eme Reihe von Abänderungsantragen eingebracht, die bie Stellung der Angestellten möglichst sichern wollen. Eine sofortige Entlassung soll ■nur zulässig sein wegen so grober Dienstvergehen und Handlungen, daß die weitere Besckfäftigung des Beamten mit ben Interest cn ber Kasse unvereinbar ist. Eine Künbigung soll wegen sonstiger Verletzungen bei Dienstpflichten nup dann erfolgen tonnen, wenn sich ber Beamte bie. Verletzungen trotz Warnung toieberholt tm Laufe ber letzten zwölf Monate hat zu Schulden kommen laffelL Außerdem werben ber achtstünbige Arbeitstag, unverkürzte Gehaltszahlung bei unverschuldeter Arbeitsbehinderung auf sechs Monate, mindestens zwciwöchentticher Ferienurlanb, Dicnstaltcrs- zulagen usw. gefordert. Tic AuSübungdesVereinigungs- rechtS -unb die religio sevdcrpolitischcBetatigung ber Angestellten sollen nicht gehindert werden und gelteit nicht a13 Gründe ber Künbigung oder sofortigen Entlastung. Das Zentrum beantragt, solche Betätigung zuzulasten, aber nur soweit sie nicht gegen die Gesetzene rstoßt. Die Sozialdemokraten verlangten ferner, batz Mtli- tärantoärtcr in feiner Weise bevorzugt werben bürten. Die Dienstordnung solle vom Vorstand ausgestellt werden Weitere Zentrum santräge toollat die Einzelheiten der Gehaltsgewährung unb Besörberung burch bic Dienstordnung selbst regeln taffen. ____ Römer, statt, -der in dieser Woche seine neue Stelle in Großcn-Linden antritt. Nach der Predigt int Vormittags- gottcsdienst, (’u dem sich eine überaus zahlreiche l^emcinbc zusammengesiinden hatte, gedachte der Ortsgeistlichc, Pfarrer Nies von Ettingshansen, in herzlichen Worten des scheiden« den Lehrers. Er hob die außerordentlichen Leistungen des Lehrers, die Zuverlässigkeit des charakterfesten Menschen, der den Geistlichen stets ein treuer Freund und Heiser gewesen war, hervor, dem allerseits mit Vertrauen begegnet wurde, und der dies Vertrauen nie täuschte. Im Namen der Gemeinde wünschte er Herrn Römer auch in der neuen Heimat Gottes Segen für Haus und Amt. Tic tiefe Ergriffenheit der Gemeinde konnte Herrn Römer der beste Beweis jein für die Liebe und Treue, mit der man seiner hier gedenkt. Als Zeichen seiner dankbaren Mterkennung überreichte der Kirchenvorstand eine Kiinstlcrmappe. Auch die bürgerliche Gemeinde hatte es sich nicht nehmen lassen, des Scheidenden zu gedenken. Vom Ortsvorstand wurde ihm ein prachtvolles Bild gewidmet. Welch großer Beliebtheit sich Herr Römer erfreute, taut aud) gelegentlich der Abschiedsfeier zum Ausdruck, die der Gesangverein seinem langjährigen Dirigenten veranstaltete. X Unter-Schmitten, 27. Juni. Bei den schweren Wettern, die gestern wieder über unsere Gegend zogen, schlug der Blitz in das am Südausgang unseres Dorfes gelegene Anwesen des Gastwirts Köchlin (früher Jean Uhl). Der Strahl traf die Scheuer, die alsbald brannte. Zum Gluck war nach fein Heu eingesahren und nur noch ein Rest Stroh saß darin. Der Dachstuhl wurde van der Feuerwehr zusammengerissen; dach mußte die ganze Nacht durch Wache gehalten werden, weil immer wieder Flammen austahten. Die Scheuer liegt auf dem höchsten Punkt van Unter-Schmitten. Kirche und LebuSe. — Apologctilchc Vorträge. G l a u b en 2 g n ad e und Glaube nsgesah reu war das Thema des gestrigen Vorträges des Prof. Schwarz in der katholischen Kirche. — Es wurde dargelegt, daß und wie der zum .Heile führende Glaubensakt ein übernatürliaier Akt ist. Es ist zu unterscheiden ber, Gnadenzustand nnd der Gnadenbeistand. Der Gnadenzustand ist sozusagen das übernatürliche Lebensprinziv, womit auch die ein- gegossene Tugend des Glaubens gegeben wird. Der Gnaden- beiftaitb regt dieses Lebensprinziv zu der ihm eigentümlichen Tätigkeit an oder — wenn der Gnadenzustand iwch nicht da ist — ermöglicht überhaupt erst den übernatürlichen Akt. So wird durch den Gnadenbeistand jeder befähigt, den übernatürlichen Glaubensakt zu erwecken. Die Einwirkung der Gnade ist außerordentlich mannigfaltig. Sie beginnt sicherlich schon bei dem Urteil über die Glaubwürdigkeit der vorgelegten Offenbarung, weist hin auf die Glaubenspflicht und erbebt den Menschen zum übernatürlichen Glaubensakte selbst. So ist es also zu verstehen, wenn man sagt, der Glaube ist eine Gnade, d. h. Gott bietet jedem, der tut was er soll, diesen übernatürlichen Beistand irgendwie und damit die Möglichkeit, zum .Heile zu gelangen, an. Nun zeigen sich auch die Wege zu den Glaubensgesahren. Die Glaubensgefahren sind die Glaubensschwierigkeiten, insoweit sie die freie, feste Zustimmung zur Offenbarung Gottes erschüttern können. Sie dringen ein durch den Verstand und durch den Willen. Glaubensgefahren sind besonders: Selbstverschuldete Unwissenheit, Leichtfertigkeit des Urteils — und namentlich Halbwisserei. Vom Willen kommen die Glaubensgesahren aus sittlicher Schwäche upd Selbstüberhebung. Glauben heißt aber nicht sich selbst, sondern einem anderen zustimmen, einer Autorität sich beugen. Die 'Glaubenswahrheiten sind selbst dunkel. Obendrein berichten sie uns Tatsachen der tiefsten Demut, z. B. das Kreuz Christi, und schließlich verlangen sie sogar vom Menschen direkt große Demut, ja, die Nachfolge des Gekreuzigten Das alles ist dem stolzen Geiste ein Greuel, und so werden die Glaubensschwierig- Tciten schnell zu großen Glaubensgefahren, denen der Hochmütige unterliegt. —^Zmn Abfall vom Glauben genügt eine Portion Stolz Den Stolzen widersteht Gott, den Tcnuitigeit gibt er seine .Gnade. — Der Vortrag war wieder gut besucht. Der nächste Vortrag über ,,d i e Rechtsstellung der Kirche" wird Montag, 11. Juli, gehalten werden. Landwirtschaft. X Queckborn, 27. Juni. Welchen Vorteil es hat, wenn hie Heuernte frühzeitig begonnen wird, sieht man dieses Jahr wieder. Unsere Gemeinde hat schon seit acht Tagen die Heuernte beendet, es tarn gut heim und schon jetzt stehen die Wiesen mit frischem Grün bedeckt. In den Nachbarorten des Wettertals und anderen Orten liegt entweder das Heu jetzt seit Dienstag rm Regenwetter, oder cs ist noch gar nicht gemäht. Der gestrige Gewitterregen bat die Wiesen vollständig aufgeweicht. X Lich, 26. Juni. Die guten Hoffnungen, zu denen die Heuernte berechtigte, sind durch das seit Mittwoch anhaltende Regenwetter zu Master geworden. Schon beinahe 8 Tage liegen große Mengen Heu auf den Wiesen und haben durch die feuchte Witterung sehr an Qualität gelitten. Der sich in einer Länge von fast zwei Stunden im Wetter tat von Kolnhausen bis Ober- Bessingen hinziehende, weit und breit bekannte Licher „Wies- grund", der Hauptreichtum unserer Gemarkung, muß immer erst amtlich in drei Abteilungen nacheinander „amgetan" werden, da es — so lange die Feldbereinigung noch nicht durchgeführt ist — den meisten Wiesen an zuführenden Wegen fehlt. Der untere nnd mittlere Grund sind soweit eingeerntet worden. Am vergangenen Montag und Dienstag tonnte man sich wieder an dem intcreifanrtü und eigenartigen Bild erfreuen, das Lich alljährlich zur Zeit der Heuernte zeigt: Wagen hinter Wagen fuhren, mit schwerem Heu beladen, vom frühen Morgen bis zum 'bäten Abend in ununterbrochener Kette durch die Stadt, dabei die alten iulnd sonst so stillen Straßen b eleb en b. Ein Bild, das von neuem wieder beredtes Zeugnis ablegte von der Fruchtbarkeit und dem Reichtum des oberen Wettertals, das die meifkn umliegenden Orte, wie Langsdorf, Birklar, Muschenheim, Dors- Güll, Eberstadt unb selbst Holzheim, Grüningen, Garbenteich und Albach, netf, teilweise mit Wintersutter versorgen muß. Leider ist aber wie. im Vorjahre die Ernte au, dem größten, sich bis Ober-Bessingen und Mühlsachsen erstreckenden oberen Grund durch die schlechte Witterung der letzten Tage fast völlig verdorben. Es ist das umsomehr zu bedauern, weit gerade die zahlreichen auswärtigen Käufer' auf dem oberen Grund immer besonders stark vertreten sind. Aucv viele kleinere hiesige Landwirte, die ihren Wiesenbesitz fast ausschließlich in der zuletzt geöffneten dritten Abteilung haben, werden schwer getroffen. Sie mußten an den vorausgegangenen guten, zum Heumachen geeigneten Tagen müßig ju|eben und abmarten, dis die unteren Gründe abgeerntet und der obere geöffnet wurde. Es ist das ein leider nicht zu umgehender liebel,tand, der nur durch Feldbereinigung, an der jetzt fleißig gearbeitet wird, entgültig beseitigt werden "kann Sport. = Radsport. Am Sonntag sand die vom Gau 9 a Steg—Lahn des Deutschen Radfahrerbundes veranstaltete 100 Kilometer-Preisfahrt statt. Die Strecke führte von Eölbe nach Biedenkopf zweimal hin und zurück Tie Fahrer, die durck) die aufgeweichten Straßen und teilweisen Gegenwind sehr beeinträchtigt wurden, erzielten trotzdem gute Zeiten In der Abteilung 1, Senioren, gelang es dem Mitglied des Rad- Elud Germania EarH M u h l als erster die goldeiie Bezirksmedaille zu erringen, und zwar in 3 Stunden 50 Min.; zweiter wurde Rüdiger in 4 Stunden 33 Min. In der Abteilung Junioren .errang Fritz Linker in 3 Stunden 57 Min. und Adam Reich in 4 Stunden 11 Min, die silberne Medaille. Lustschiffahrt. Tic Rundfahrten des L. Z. VII. Köln, 27. Juni. Tie auf Sonntag angesagten drei Ziel- iahrten öes VassagierluftschifseS „Deutschland" (L. Z. VII.) nach Köln und Düsseldorf konnten lischt ausgeführt werden. Der Regen ging zeitweise lvolkenbruchartig nieber, so daß die Aufstiege bis auf" weiteres abgesagt werden mußten. Mit dem Luftschiff sind, ivie schon mitgetcnlt, vorerst Fahrten von Düsseldorf und von Baden-Baden aus geplant. In Düsseldorf wird das Luftschiff voraussichtlich bis 1. August seinen Standort haben, worauf es für zwei Monate nach Baden-Baden in die dortige Halle überführt wird, um hier während des August und September Fahrten auszuführen. Vom 1. Oktober ab wird cs wieder von Düsseldorf nnd Köln ans fahren. Die sllu5gabc der Fahrkarten erfolgt durch die Hamburg-Arnerika-Linie und ihre Zweigstellen. * Urfeld (Oberbayern, 27. Juni. Der Ballon „Esca- p ade", .Führer und einziger Insasse Georg Blaneet, der geltem nachmittag um 3 Uhr in Paris um den großen Preis des französischen Aeroklubs gestartet war, ist mittags 11 Uhr mit beschädigter -Hülle mitten im Walchensee niedergegangen. Ter Insasse wurde wohlbehalten mit dem Korb geborgen. Berlin, 27. Juni. Die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." schreibt: Zum Fall Eulenburg brachten in den letzten Tagen einige Blätter Die Mitteilung, daß Fürst Eulenburg wieder Der« handlungsfähig sei und daß btc Staatsanwaltschaft, um einer parlamentarischen Interpellation über den Stand des Meineidsverfahrens aus dem Wege zu,gehen, den Prozeß im September wieder aufnehmen wolle. Tiefe Nachrichten sind völlig unzutreffend. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft ist der Fürst nach eingeholten Gcrichtsbeichlüsscn durch Medizinalrat Tr. Stocrmcr im April und Mai untcri'udjt worden, unb zwar beim zweiten Male auch mit Röntgenapparat unb Orthodiagraph. Die Untersuchungen haben erneut ergeben, baß der Fürst nicht verhandlungsfähig ist und daß die Arteriosklerose unb Herzvergrößerung weiter fortbestehen. Die Staatsanwaltschaft ist baher außer Staube, die Anberaumung eines neuen Hauptverhaub« lnngstermins zu beantragen. Saarbrücken, 25. Juni. Das Schwurgericht Hal gestern den Eiseichahnarbeiter Franz Buchner, der in ber Nacht zum 20. April in Eiweiler ben Bergmann Johann Dürr von dort mit einem Beil erschlagen hatte, wegen Totschlags zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Der Allensteiner MorSprozeh. Allciistcin, 27. Jfmi. Im Allensteiner Mordprozeß beginnt heute die vierte Verhandlüngswochc. Tie Sachoerstänbigen-Gut- achten merben fortgesetzt. Sanitätsrat Dr. Stoltenhosf wendet sich zunächst gegen die Entrüstung, die zum Ausdruck kam, als es hieß, die Angeklagte solle psychiatrisch untersucht werden. Man behauptet, die Angeklagte sollte damit ihren Richtern entzogen werben. Das sei unrichtig. Wie die Ber- f/anblung ergeben habe, wäre es eine nicht wieder gut zu machende Unterlassung gewesen, wenn man die Angeklagte nicht psychiatrisch untersucht hätte. Der Sachverständige bespricht zunächst den Geisteszustand des Herrn v. Göben. Er war ein durchaus intelligenter Mensch, der eine Frau wohl zu beherrschen und bet ihr seinen Willen durchzusetzen verstand. Was eine etwaige Geisteskrankheit des Herrn v. Göben anlangt, so spricht bei solchen sexuell perversen Menschen ja sehr viel für eilte verminderte Zurechnungsfähigkeit, die es ja aber nach dem Strafgesetzbuch nicht gibt; eine eigentliche Geisteskrankheit bestand nicht, sondern diese perversen Züge können nur als fSrflärungsgrünbc für fein abnormes Wesen bewertet werben. Krankhafte Zustänbe, welche die freie Willensbestimmung ausschlossen, itttb nicht zu finden gewesen. Was die Angeklagte anlangt, so tst sie eine hysterisch- psychopathische Person, die an der Grenze der Geistcserkrankung im Sinne des § 51 stehl, nach meiner Meinung kann aber der § 51 nicht herangezogen werden. Tie ganze Sachlage ergibt aber ein Bild, das btc Tat in einem milderen Lichte erscheinen, läßt. Sachverstänbiger Oberarzt T . Falk äußert sich über Herrn D. Gäben. Er war zweiftllos psyckwpathisch, unb Prof. V. Schrenck- Notzing hat reckst, wenn er von pseubolvgia vhantastiea gesprochen hat. Er wollte wohl die Wahrheit sagen, cs ist thm aber nicht zum Bewußtsein gekommen, wenn er das nicht tat. Nach der Beobachtung des Herrn v. Göben sind wir Aerzte damals zu der Ucberzcugung gekommen, baß er nicht aus § 51 für unzurechnungsfähig zu erklären sei, wenngleich sich manche rein menschliche unb psychologische Züge ergeben hatten, bie für eine mildere Auffassung seiner Tat sprachen. Tas Bild, das ich damals von ihm bekommen habe, ist durch die Beweisaufnahme nicht verändert worben. Es ist ja bei Personen, btc auf dem sogenannten Grenzgebiet stehen, schwer zu sagen, inwieweit sie geisteskrank sind. Bei Göben würde vielleicht dafür sprechen, daß er nach der Tat gut geschlafen hat und keine Reue emnfaitb. Gäben ist zwar ein pervers veranlagter Mensch, aber die Wohltaten des § 51 kann man ihm nickst zubilligen. Sachverständiger Sanitätsrat Tr. L ul lies hält die Angeklagte für eine degenerierte Persönlichkeit, ist aber der Meinung, baß bie Grenze, bie btc Grenze ber Schulblosigkcit der Angeklagten garantieren würbe, noch nickst erreicht sei. Gerichtsarzt Tr. Strauch (Berlin- erklärt: Ich lege das Ergebnis der Hauvtvcrhanblung unb meine persönlichen Untersuchungen in Eharlottenburg hier meinem Gutachten zu Grunbe. Eine Untersuchung bes Geiftcszustanbcs der Angeklagten genügt nicht. Nach meinen wissenschaftlichen Erfahrungen unb Ucbec- scugungcn bin ich zu ber Ansicht gekommen, baß sowohl bei der Angeklagten wie bei Göben Geisteskrankheit oorlag, unb zwar bei ber Angeklagten solvohl vor ber ihr zur Last gelegten Hanbtung als auch nach ber Tat, bei Göben vor, währenb und nach der Tat, ungefähr bis zum 5. oder 8. Januar 1908. ES handelt sich bei der Angeklagten um ein hysterisches Irresein. Tie Angeklagte war bereits krank, als sie bas Geschick mit Herrn von Göben zusammenbrachte. Ich habe keinen Zweifel, baß die Tat des Herrn v. Göben als die Tat eines Mannes zu charakterisieren ist, der unter dem Einfluß einer Wahnidee stand unb zwangsweise gehanbelt hat. Eine solche Tat, bei der bie freie Willensbestimmung burch Zwangsvorstellungen ausgeschlossen ist, ist eine Tat, die nach § 51 straflos erscheint. Ich freue mich, daß ich zu dieser Feststellung gekommen bin, denn cs ergibt sich daraus, daß dieser preußische Offizier nicht als ein gemeiner Mörder, sondern als ein bedauernswerter Geisteskranker zu betrachten ist. Tic Gutachten der sachverständigen wurden häufig durch Zwischen- rragen der Verteidigung, ber Staatsanwaltschaft und des Vor- sitzeilben unterbrochen. Morgen wird die Verhandlung fortgesetzt. Das Urteil wird nicht vor Freitag zu erwarten sein. Die Düsseldorfer Zeppellnsshtt. Zu der Düsseldorfer Fahrt das Grasen Zeppelin mit dem „L. Z. 7" erhält die B. V. Z. von einem hervorragenden Fachmann der lenkbaren Luftschiffahrt, der übrigens mit feiner Lebensarbeit im Lager der unstarren Systeme steht, folgende interessanten Aeußerungen und Rückerinnerungen: „Die glänzend verlaufene Fahrt Friedrichshafen—Düsseldorf bedeutet eine sehr wichtige (Stoppe in ber Geschichte des Lcnk- ballons. Denn sie ist die erste große Uebcrlanbrci|'c, bie ohne jebc Störung, ohne bie geringste „Panne" vor sich ging. Wir haben hier sozusagen das erste Meisterstück einer Juoerläiiigkeits- sahrt vor uns, und das einzige, was ber kritische Kollege hier noch ciuzuweudeit hat, bad ist, daß Gras Zeppelin selbst und allein die Führung hatte. Er ist em Meister. Er ist der Meister. Er ist die „Mascottc", der Talisman, oas Glückskind seines Werkes. Wenn er in der Gonbcl sitzt, geht alles gut aus. Da aber mir nüchtern denkenden Luftschiffer alles andere als aber« gläubijch fein wollen, haben wir nur eine Erklärung dafür, daß nämlich .Graf Zeppelin vis dato der einzige ist, der einen Lenkballon des ganzstarren Systems in virtuoser unb stets erfolg* rciser Weise zu behandeln versteht. Die anderen, sic mögen von ihm noch so üicl gelernt haben, kennen immer nur Einzelheiten, gewisse Regeln und Teilerfahnmgen. Er tiber Übersicht und beherrscht das Ganze in geradezu intuitiver Weise. Er besitzt, man möchte sagen, mehr als Geislcsgcgcuwari. Er besitzt den Hellblick des Genies. Wer gefährliche Momente mit dem (Grafen zusammen erlebt hat, wird dies bestätigen. Und noch etwas: Es ist der unerhörte Wille dieses kleinen, unscheinbaren Mannes, seine übermenschliche Energie, die das Luftschiff, auch wenn die anderen die Köpfe bedenllich schütteln, durch Sturm, Regen unb Nebel reißt, mit drei und schließlich nur noch mit zwei Propellern weiterfahren heißt. Es muß gehen! ist immer sein Wort. So hat er ja auch, von höherer, geschichtlicher Warte aus betrachtet, seine ganze Idee so locit sortgerissen in die Zukunft hinein, daß die Zeitgenossen alle Mühe haben — seien wir ganz chrlickn die Fachgcnofsen alle Mühe haben, ihm nachzukoinmcii. Es ist auch der unerhört starke Wille Zeppelins, ber die Millionen gleichgültiger Mitbürger zur Achtung und schließlich zu rückhallloser Bewunderung zwang. Und bei dieser Gelegenheit gestatten Sie mir," so fuhr der Gewährsmann fort, „eine kurze Reminiszenz als .Beitrag zu dem festlichen Anlaß der Düsseldorfer Fahrt: Vor sechzehn Jahren war dieses Modell, das jetzt als erstes Passagicrluftschifs Deutschlands aus den Plan tritt, so gut wie fertig, dieses Modell mit seinen zwei Gondeln, je einem Motor, vier Propellern unb allerlei Stcucrcrgaitcn. Gras Zeppelin veröffentlichte seine Pläne, unb alles lächelte ungläubig. Noch im Jahre 1894 legte er einer vom Kaiser berufenen Kommission von Sachverständigen ben Entwurf vor. Diese Kommission lehnte cs ans lauter sachverständigen Gründen ab, die Ausführung des Ricfentufn'chiffcS zu empfehlen. Damit begann die eigentliche Kampf- unb Leidenszeit des kühnen Erfinders.- Er mußte alles aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln wagen unb schaffen. Im Juli 1900 staub das erste Fahrzeug in bet Halle am Bodensee unb segelte bereits keck über bas fckiwäbifche Meer. In her,frollen Erwartung, nun im Norden anerkannt zu werden, reifte Gras Zeppelin im Juni 1901 nach Kiel zum Jngenieurtag. Seine Gctbmittcl waren erschöpft. .Ex. hatte die moralische Unterstützung bei „Autoritären" nötig, um einen neuen Fonds für lein Unternehmen znsammenzubriugen. Aber was mußte er, bas Genie, hier bei den Leuten vom Fach erleben! Niemals wurde ein Erfinder gründlicher verkannt, grausamer enttäuscht. Wie ein Schuljunge wurde er belehrt und abgekanzell. Er kam nicht einmal zu Wort. Ack-sclzu(kcnd, fast unwillig "gab man ihm ben Bescheid, sein „Monstrum" fei erledigt und abgetan. Wie Kolumbus, einsam und allein an seinen Plan glaubend, allein von seiner Ausführbarkeit überzeugt, saß er da unter der spöttelnden Zunft. Tief gebemütigt kehrte der 63 jährige Man an feinen Bodensee zurück. Der weitere Verlaus der Tinge, eine Kette von Mißerfolgen und übermenschlichen Anstrengungen, ist allgemein bekannt. Ein Sturm zertrümmerte die Ballonhülle mit dem ersten Schiff. Das zweite endete unglücklich im Allgäu auf vereistem Boden. „Nie hau ich wieder ein Luftschiff!" rief damals Graf Zeppelin aus, als sein Werk mit Axt und Säge zerkleinert wurde. Jctzi hat er den siebenten „Z" siegreich in neun Stunden vterhuitder.'l Kilometer durch die. Lust geführt. Dem Freund unb Konkurrenten, bleibt nichts anderes übrig, als von ganzem Herzen zu gratulieren!" Vermischtes. * Hochwasser. Infolge anhaltenden Regens ist der Bode ns ec stark gestiegen; der Pegelstand war nachmittags 5,58 Meter. Der Stadtparl', die Seestraße unb der Stadtteil Paradies sind zum großen Teil überschwemmt. Der Regen hörte nachmittags auf. — Die M oscl ist von Samstag bis Montag von etwa 1,70 auf 3,80 Meter gestiegen. Nach der „Lothringer Zeitung" wird aus Frankreich anhaltendes Steigen der Mosel gemeldet. Die Moselgcmeinden wurden benachrichtigt, daß eine Hebers ch w c m m u n g der niedrig gelegenen User zu erwarten sei. - Der Teich des Lcysse-Finfses ist nach einer Meldung aus E jj-n m b e r v geborsten und hat die ganze Ebene überschwemmt. Das Hochwasser, bas bereits großen Schaden an« gerichtet hat, bedroht zahlreiche Ortschaften. Der Eisenbahnverkehr zwisckfen Chambery und AixlcS Bains ist unterbrochen. * Opfer der Berge. Bei einer Glelscherfahrt am Kalk« k ö g c 1 ist der Student der Phllosophie L n u y s e g g e r aus Innsbruck erfroren. Der Verunglückte erkletterte am Sonntag mit einem Begleiter die Marck-eiseuspitzc. Auf dem Gipfel an- gelangt, brach er durch die Anstrengungen völlig erschlafft zusammen. Da inzwischen ein Schneefall eingesetzt hatte, überließ ihm sein Begleiter alle cutbchrlicken Kleidungsstücke und eilte, Hilsc zu holen. Zwei Rettungsexpeditionen brachen soiott aus, saiiden aber am Montag mittag Lauysegger mit einer halbes Meter Schnee bedeckt, als Leiche vor. Kleine Tagcschronir. Der Geheime Oberregicrungsrat Dr. Hermann Du nas, Vortragender Rat im Rcichsjustizaml, ist auf einem Ausflug nacki der Zinnalspitze an der sog. J'ägerstcig tödlich ab« gestürzt. Eine Rettungsabtcilung fand die Leiche, die unter großen Schtuierigkeiten geborgen wurde. Tie Beerdigung findet in Äissoye statt. Aus ber Zeche „Alstaden" bei Ef | e n wurden der Tircktor, Assessor Sternberg, unb der Fahrstcigcr Mchrhosf von einem belabenen Kohlenwagen überrannt. Mchrhosf wurde getötet, Sternberg verwundet. Arn Montag früh um -’ 47 Uhr kamen das Post-Automobil hort Waldenbuch unb ein Zug ber Filbcrbahn gleichzeitig zur Kreuzung. Das Post-Automobil mürbe zur Seite geschleudert und sämtliche Jnsajsen verletzt, unter ihnen drei schwer. Tic Schuld liegt an ber Filbcrbahn, unb nur ber Geistesgegenwart des Aittlcnkers ist es zuzuschreibcu, daß das Unglück nicht noch größer war. In Zyrardow an der russischen Grenze wurden nach zweitätigen Haussuchungen gegen 100 Personen verhaftet nnd nach Warschau übergeführt. Die Familie HofrichterS will die nochmalige Untersuchung Hofrichters auf seinen Geisteszustand durchsetzen. Der Orcgon-Shortlinc -Expreß wurde in bet letzten Nacht an der äußersten Grenze ber Stadt Ogden (Utah) von drei Räubern zum S t i l l st a n d gebracht, die Reisenden mit Revolvern bedroht und ausgeraubt. Eine Frau wurde schwer verletzt. Eine große Menge Einwohner nahm die VcrsolgunS der Räuber auf. In Colon wurde in dem Theater während ber Vorstellung eine Bombe geschlendert. Sieben.Personen wmden. verwundet, zwei von ihnen schwer. Am Samstag abend brach, wie aus La Crosse (Wisconsin) gemeldet wird, auf einem Mi'sissippidampscr, brr 1500 Passagiere an Bord hatte, ein heftiges Feuer aus. Ter Kapitän ließ den Dampfer sofort aus Land lausen; fast alle Passagiere konnten gerettet werben. Einige Frauen sollen ihre Kinder in den Fluß geworfen haben, ihnen nachgcsptuugcu und so ertrunken sein. Sowcft bis. jetzt rcftgcftcllt, find vier Personen umgekommen unb etwa 12 teilweise schwer verletzt worden. Getreide-Wochenbericht ber Preisberichtucllc des Deutschen LaudwirtschaftZrats vom 21. bis 27. Juni 1910. Ter Getrcidemarkt steht allgemein unter dem Einfluß lunt wieder unsicher gewordenen Ernteaussichtcn,^wic dies zwar in der Regel unmittelbar vor ber Ernte ber Fall zu fein pflegt, in biefem Jahre aber angesichts der abnormen Witterung im In- unb Auslanbe besonbers stark zum Ausbruck kommt. In ber letzten Woche ging die Beunruhigung von Amerika unb in geringem Grabe auch von Rußlanb aus. In ben Bereinigten Staaten hatten Nachrichten über Dürre unb Hitze aus bent Sommerweizen Gebiet im Nordwesten eine zeitweilige Hausse an den bortigen Börsen hervorgerufeu, btc ben Weizcuprcis bis um 10 Mart für die Tonne emporschnellen ließ, doch ging diesig. ruhig, ausverkauft. - Gebend- Schlacht- Mk. 81-87 39—41 76—82 43-46 39-42 . 21—23 Klan,mern () Roggen (+ (~ ^ta-lTschDten Yanillt y hv*h (- 196 ( Meteorologische Beobachtungen der Station Eiehen (+ Junr Wetter ) 1910 (■ ) 156 (- 156 eizcn: Berlin Juli 202.00 (->- 3.25) 9,3 °C. Sliedrigsle 26. juv je L'iarl in Apotheken, Tro- 20 Mk. Md den äcojnmalwert der Sluckc auf. ^7 ^5- r- = «-tl» 2. £ to - r) ti CO (?) (?)(f)« S5« ES I 2.^ » oS< Ö . LL Höchste Temperatur am 26. 3) 4) 4) £.imlftät, wobei der Borwoche in 53.50—55.50 68.00—70.00 54.00—55.50 69.00—70.00 53.00—54.00 68.00—69.00 Si? (4- (— (— (- (- (- 93-101 84-83 146 148 167 160 163 167 163 159 173 16 J 158 160 157'/, 17U 150 2) ) 1) 11 1) 4) 36-41 24-3' vB ( + (4~ l-r 2) ) 1) ) 1) 45—48 39-43 1) 5) ) ) ) 1) 3, 3) 3) 1, ) ) 194 196 201'/, 202' . 2UÜ 205 Haler 146 (- 153 ( + 147 (— 65—80 65-71 67—75 47—59 48-52 1) 4, ) 5) */4) 3) (+ (-T (-h ( — ( + ( + (- (- (+ ( + (- 142'.; 145 139 139 136 146 141 150 151 153 141 145 144 154 150 157'/, 160 80-00 74—75 5 sr 2.= 3-7 Ä iS S2 es billigte Kräftigungsmittel 'l>oici 3 gelten. Man frage feinen Arzt. Bollfleiichige Schweine über 2'/, Zentiter Lebendgewicht......... Fettjchmeine über 3 Zir.Lebendgew. . Fletschrge Schweine....... ör 11 wickelte jüngere Kühe und Färsen Masttg genährte Rübe und Färsen . Gering genährte Kühe und Färsen . 2-* 2.V) fe. Frankfurt a.M. Liehhok-^Marktbericht vom 27. Juni. Auftrieb: Rinder 1433, darunter 532 Qchscn, 65 Buten, 136 Kühe, =•§§§ sZ* - Kelte v!M Mistnsolga cllgcmein betanni. (jc dem eilten Lchiil. Dcrctitem Boden. „U l°ls Wrai Zeppelin ältere nucgemästete............. Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Bullen. Bollsteischige, auSgcwachlene, höchsten Schlachtw. vollsleischigc, jüngere.......... F ärseti, K ü h c. Bollslci'chigc ausgein. Färse:« hoch''!. Schlachtw. Bolstleirchlge ausgemästcleKühe höchstenSchlacht- »verles bis zu 7 Jahren........ Aelkere ausgcmästcte Kühe und luenig gut ent- 7—80 2-75 o — er er -er _ — ü’5 stellten sich die Preise ’ür inländisches Getreide am letzten '.Wnrfttagc in Mark pro 1000 kg je nach ~ bas Mehr ( + ) bezw. Weniger (—) gegenüber jetzigen Sur5hert auf ca 140 Mk. reduziert. Ter Kurs wird sich also für 100 Mk. auf zirka 700 Mk. (700 Bro;.'» stellen. Angenommen nun, es ergäbe sich für das verstossene Jahr eine Dividende von 9V« Mk. gleich st' ? Prvz., so würden auf 20 Mk. 9* Mk. entfallen, mithin aus 100 Mk. 4 7,5 Mk. Auf obige 700 Mk. Kurswerte käme also eine Dividende von 47,5 Mk. zur Auszahlung, was einer Verzinsung von 6,8 Proz. entspräche. — Telephon in Konstantinopel. Die Einführung des Telephonbetriebs wird nun endlich auch in Konstantin?pcl stattfindeu. 5 Väter als irgänd ein Land der Erde, später selbst als Marokko und die entferntesten Kolonien, wird die Türkei die Segnungen des Telephons kennen lernen. Der Ministerrat hat definitiv die Erteilung der Konzession des Telephons für Konstantinopel und Umgebung au die amerikanische Wcbb-Gefellschaft, an der die amerikanische Bell^Eomvanie, ferner Thomson-Honstern, die Rational Telephone und die Western Elektrik-Compagnn be teiltet sind, genehmigt, und zwar auf die Dauer von 40 Jahren. Es itt austerordentlich yt bedauern, datz diese Konzession den Amerikanern zugefallen ist und die deutschen Firmen leer angegangen sind. ( + 1*/,) (-4-2//,) (- ) (- ) (4- 8) =i «5« cs L 8 ~ ~-‘ Kälber 183, Schafe 220, Schweine 1695. Tendenz: Rinder rege, auSverlaust, Kälber, Schafe und Schweine Preis pro 100Pfd. dcn Regens ist der He clstand >var naätniltoi; kraße und der Tiadllkii chwcmml. Ter Regte l ist von Samstag bt- lcr gestiegen. 'M bn ettf) anhaltendes Suigtr. -it mürben benachrichm tbtiff gelegenen Ufer p ieJlnsses ist nach eine t,ai W W fite wfö groM Schaden er.1 )flfien. Ter lrijcnbadi. Ains ist irntcrb* Glcifchcrsahtt am »all- anyseggerausJM cikletterle am eonnir ;e Aus dem Giviel ® en völlig erschloß cffall cmscic&l: ljchfn Alcidlingsstulle ck Speditionen brachen IM uniegget mit einer W. Viel lebendiger als sonst. Hamburg, 15. Nov. 1909. Ja> gebrauche Ihr „Biofou" für ein OinUtigcv Mädchen, welches törucrtirt) und geistig etwas zurückgeblieben ist. Ich bm icift beim 2. Paket und das Kind trinkt jeden Morgen gern zum Frühstück eine Taffe davon Der 'Appetit ist daraufhin viel besser gemordet! und die Befferung im Allgemein befinden mach! sich scho.i früh morgens beim Slnfncben bemerkbar, denn das Kind ifr in letzter Zeil viel lebendiger als sonst. Ich werde „Lioson" noch weiter venveuden und auch empfehlen. Hochachiend! F. Honsel, Humboldtstraste 17. Hntcrfdirift bc- glaub,gl: Dr. (M. 9t c nt <•, Am ar. ..Lioson" ist das beite und ? = so r Sept. 190.75 i -\~ 2.00). Budapest CH. 164.75 (— 2.45). Paris Ium 204.40 (+ 0.80). Liverpool Juli 148.75 (-t- 4.35), Chicago, Juli 152.10 (-{- b.3u). Roggen: Berlin Juli 149.0U (+ u.50), eept. 151.50 t-f- 1.25). Haier: Berlin Juli 146.50 (— 1.50), September 150.50 (— 1.25) Mk. —’ — GO — Handel. — Kaliwerke. A s ch c r s l e b e n. Me Verwaltung beruft eine neue Generalversammlung auf den 15. Juli ein, auf deren Tagesordnung die in der letzten Generalversammlung vom 15. Juni auf Antrag der Minorität zurückgestelltc Beschlußfassung über Bilanz nebst Gewinn- und Vcrlusttonto, sowie über die der Verwaltung zu erteilende Entlastung stehen. Ferner soll den Ak- tioiüircn Aufklärung über die von der Minderheit in der General Versammlung vom 15. Juni bemängelten Ansätze der Bilanz erteilt werden. Gewinn zum Teil wieder verloren, als in den letzten Tagen Nieder schlüge gemeldet wurden. Immerhin bleibt die Situation mangels einer objektiven, von der Spekulation unbeeinflußten Bericht erftattung noch sehr zweifelhaft. Dem gegenüber lauteten die Nachrichten aus dem Süden und besonders Südwesten Rußlands günstiger. Die Niederschlage waren so atldanernd, datz jetzt beim Beginn der Weizenernte bestäitdiges und trockenes Wetter dringend erforderlich ist, iuenn der Ernteertrag nicht itoch im letzten Angen blick beeinträchtigt werden soll. Aus der Mitte unb dem Norden Rntzlands wird dagegen noch allgemein über große üitze und Dürre geklagt und baldiger Regen für notwendig gehalten, falls noch eine Mittelernte zustande lammen soll. Wenn der deutsche Markt diesen auslandischeit Einstüsseil verhältilismätzig nur wenig folgte, so war dies durch den günstigen amtlichen Saateustandsbericht für das Deutsche Reich und durch die Andarter des Witterungsumschlages begründet, der die Äofsnungen aus eine gute. Ernte vielfach wieder neu belebt hat. Da von dem Wetter der. ilüchsten Wochen vieles abhängt, sei noch auf das Gutachten unseres meteorologischen Berichterstatters, Äerrn Professor llletz in Berlin, hingcwiesetl, der auf Grund einer eingehenden Untersuchung zu dem Zchlutz gelangt, das, mit der nicht geringen Wahrscheinlichkeit zu rechnen sein dürste, das; die Lst- und Südostwinde und mit ihnen die Hitze und Trockenheit verhältnismätzig oft im £auic dieses Sommers wiederkehren und sich jedes Mal während mci,r oder weniger langer Jeit behaupten werden Nach alledem iit gegenüber unseres letzten Berichtes die Marktlage unverändert. Von Interesse dürfte noch sein, das; an der Berliner Produktenbörse am letzten Freitag zum ersten Male neuer schlesischer Roggen mit 146 Mark gehandelt worden ist. bomim 2.00—2.10, meiste runde blaue, 0.00—0.00, rote 0.00—0.00, m und: Rote *2aber 0.00 — 0.00, = = ° "««n. »'«le nü V'11 Unb n Lb,m «tZ !»»« *t ui feie j.. . eus j.. ■er oif 'c;l( - ’ 611 r^l)dliioi5 ycutfl9 JU bi5 27. Juni — , 27. „ = — O tav ianleihe. Bezüglich der Rentabüttätsverhältnifse der Otavianleihe nach Rückzahlung von 80 Mk. gleich 80 Proz. auf dte jetzigen Stücke von LOO Pik. ist zu beachten, da st die tziückzahlung den gewicht Mk. 5-2-3 <2= § n ißie dlf. pfleg«- LZO- * IC«1* mit SSSÄS -ZV lc gc|d)i£“. «er * W L S-SH _. S X • - - «*e ,3 " ti) 1.70—1.85, 6je(bfictfd',igc, meiste 2.00—2.10. Dorl - anbere rote Sorten 0.00 t» S. — • ' — -- <-. — o s 0-^-2. y er ?ö=tS= V S 7 - L? (~3 NfxNrr -- = = - r-52-i9= en- ? rK,^. -O -- e. k- _ — S X: — ™ 100 Kg. ? = 2 -■ —- — ^2- bis 0.00, Magiunn bonunt 3.00—0.00, meiste runde 2.6U—0.00, Otzelbslet'chige blaue 0.00—0.00, rote 0.00—0.00, tveiste 0.00—0.00. Hagen t. 'S.: Rote Daber i’-f. 0.00—0.00, andere rote Sorten Ö.OO—0.00, Tiagnunr bomim 2.50—2.60, meiste runde 2.00—0 00, Gelbfletfchige blaue 0.00—0.00, rote 0.00— 0.00, meiste 0.'.0—0.00. Kempen: Note Daber 0.00 — 0.00, andere rote Sorten 2.80—0.00, Magnum bomim 2.50 bii 0.00, meiste runde 0.00—0.00, Gelbsleischige blaue 0.00.—0.00, rote0.00—0.00, meiste 9.00—0.00. Krefeld: Note Sorten 0.60—0.00, Magnum bomim l’if. 2.30—2.50, meiste runde Ml. 0.00—0.00, Gelbsteifchige rote Alk. 2.30—2.50, meiste 2.30—2.50, Köln: Rote Sorten 0.00—0.00, 'lUagmim bomim 2.25—2.40, meiste runde J.85—1.90, Gelbsleischige blaue 0.00—0.00, rote 2.25 bis O.GV, meiste 2.25—0.00. Plaldt: Mote Daber 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.50—0.00, Magnum bouum 0.09—0.00, meiste runde 2.40— 0.00, Gelosleischige, blaue 0.00—0.00, rote o.uu bis 00, iveiste 0.00— 0.00. Saarlouis: ^iote Daber 0.00 —0.00, andere rote Sorten 0.00—0 <>0, Magnum bomim 2.30—2.50, meiste runde 0.00 bi5 0.00. Gelbfleifchige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00 dis 0.00, meiste 0.00— 0.00. Vi a u uhei m: Magilurn bomim 'Ml. 3.10—0.60, meiste runde ü.00—0.00, Gelbjletfchtüe blaue 0.00 bis 0.00, rote 0.00 - 0.00, meiste 0.00-0.60. Frankenthal: Note Sorten 2.00— 0.00, Magnum bonum 2.25—0.00, meiste runde 2.00 bis 0.00, Gelbsleischige blaue 3.00—0.00, rote 3.00 — 0.00, meiste 3.00-0.60. München: Btagnuul bonunt 3.00, meiste runde 3.00, 03 elb fier 7v.ee meiste Bit. 3.?. .1=^2 _ ° beigefügt ift, mte folgt: Weizen rett Wis; ?Sl«Ä ' W unb . mit cigerr, . M.i«.dcr öalk o ' ’*iöQbnd\' Ueer ' » ■ Men enerhnnt ß Siet jim ? hatte ta »o.ig, um einen ncir- ijubtingcn. Sibct to; ren oom Fach erleben' Jertonut, grausamer em. deleytl und abgefanitii ■ !?enö. iah unwillig gm erledigt unb abgetan en'l-lon glaubend, aller - unter bet spouelnbe lahnge Man an feine- 27. 2’6 741,0 17,7 8,8 59 sw 6 7 Sonnenschein 27. 743.9 14.6 9,1 74 w 2 9 Bew. Himmel 28. 743,9 14,9 9,9 78 s 4 8 Sonnenschein It Z-- Kreisblatt sür den Kreis Gietzen Butzbach-Licher Eisenbahn sind alle bisherigen Angebote durch unsere enorm billigen Preise. mittags. III IV Fair Damen Damen - Lasting - fölorgenschuhe zu billigen Preisen. 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