Nr. 45 Erscheint IS-llch mit Ausnahme bc5 Sonntag?. Verlanget beim Einkäufe ausdrücklich Quaker Oats in Paketen! Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schu, Universität? - Buch- und Steindrrrckerei. R. Lange, Gießen. Nur dann bekommt man das beste Haferprodukt. Die erstaunliche Ausgiebigkeit und der köstliche Geschmack wjptf jedem Freude machen. Die „Siebener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da? „Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 3eit- ftagen" erscheinen monatlich zweimal. Kirche und Schule ** Philosophisch-theologische Borträge Man schreibt uns: Am Montag, 21. Febr., hielt Prof. Schwarz in der katholischen Kirche einen Vortrag über „D er Glau- bensakt der Katholiken". Die rocht zahlreich Erschienen Vermijchtes. * Ein ganz Vorsichtiger. Eine lxwzigc GeschicÄL von einem kleinen tWrsichtigcn Jungen wird in der Deutschen Fleischerzeitung erzählt: In einer Schule in Löbau i. So klopft wäh- rciib des Unterrichts ein kleiner Junge außen an drc Air einer; Schulklasse. Dem Lehrer sagt der Knirps mit wichtiger Miene, daß er Ostern in die Schule käme: vorher möchte er aber dem Unterrichte gern einmal beiwohnen. Lächelnd weist der Lehren dem Kleinen einen Platz an, wo dieser mäuschenstill bis znnt Schlüsse des Unterrichts verharrt. Als der Unterricht zu Ende ist, äußert der Kleine beim Verlassen des Zimmers ans die Frage, wie es ihm gefallen habe: „Ra, mit dahn Schulegiehn, dos war'ch mer irscht noch amol überlähn." Kleine Toaeschronik. In München hat ein LOsähriger Glastechniker im Wirtshaus ein 18jähriges Mädchen hpnotisiert, das seitdem trotz aller ärztlichen Bemühungen nicht zu erwecken war. Die Unglückliche wurde in die psychiatrische Klinik gebracht; der Ähpm>- tiseur ist verhaftet. Die englisch-deutsch-holländischc Eisenbahn-Konferenz beschloß, eine Zug Verbindung mit durchgehenden Wagen yt schaffen, die es ermöglichen soll, ohne längeren Aufenthalt von den Nord- seehäfen Vlissingen, Ostende und Hoek van Holland bis Triest zu fahren. Das Londoner Postamt teilt mit, daß infolge des Sturmes alle Telegramme Verzögerungen erleiden. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e*s«>&l. Redaktion:^^I12.Tel.-2ldr.:AnzeigerGießen. ALS dem preußischen Mahlrechtsanrschuh. :: Berlin, 22. Febr. Der Ausschuß tritt in die Besprechung der 88 4 und 21 ein. Ter Redner der Konservativen erklärt, daß seine Partei an dep> Grundlagen des bestehenden Wahlrechts sesthalte. Diese Grundlagen seien Klassenwahl, öffentliche Wahl und indirekte Wahi. Ter Minister tritt dem entgegen. Für die Staatsregierung bi> deute die direkte Wahl ein wesentliches Ädoment der Vorlage. Nacktem auch ein Redner des Zentrums sich gegen die Konservativen, gewandt hatte, erklärl der Vertreter der dtationallibrralerr, es komme doch wahrscheinlich auch den Konservativen darauf au, etwas zu schaffen. Wenn sie aber daraus beständen, neben der ösfeiülichen Wahl auch noch die indirekte Wahl zu behalten, bann wäre es nicht nötig gewesen, die Vorlage einzubringen. Ein Vertreter der Freikionürvativen begründet den Antrag dieser Partei, der auf jede Vv^lzahl U'Jit 250 Wählern eine .Houptstmmie gc- lvähren will Gegen den Antrag erklärt sich ein freisinniger Redner, weil er den Vorzug der direkten Wahl, die Minoritäten! zur Geltmrg zu bringen, wieder ausschalte. Ter Vertreter des Zentrums gibt die Erklärung ab, daß. seine Porter allerdings den größten Wert auf die Einführung der geheimen Abstimmung folgten mit Aufmerksamkeit den streirg logffcheir, mit Wärme und Liebe für die Sackn vorgetragcnen Aussülwnngen, denen folgender Gedankcngang zu Grunde lag: In der Zeit der französischen Aufklärerei schrieb Diderot das Wort: „Der erltc omrttt $nr Philosophie ist der Unglaube". Der übcnmatiirlrche Unglaube rst damit gemeint. Aus der Aufklärung hat der religio) c ^rberalr^ mus seine Verachtung des Glaubens. „Glauben vertragt sich nicht mit Wissen", „Glauben ist Nichtwissen"— so lauten ja einige der bekanntesten Sprüche dieses religiösen Liberalismus. Ganz folgerichtig ist nach dem übernatürlichen Glauben auch der natürliche Glaube als Erkenntnisauelle abgelehnt worden. 3n dem Kampfe um eine wissenschafüiche Begründung dieser Ablehnung ist man so weit gekommen, den Besitz von absoluter Wahrheit überhaupt für immöglich zu halten und uns höchstens iwch eine entsprechende, veränderliche rdatitx Wahrheit zuzugestehen. Diesen Anschauungen gegenüber ist es iwtwendig, eine genaue Kenntnis von dem Akt des übernatürlichen Glaubens zu haben. Der übernatürliche Glaubensakt ist ein Akt der übernatürlichen, freien und festen Zustimmung des Verstandes zu der glaubwürdig vorgelegten göttlichen Offenbarung, gegeben auf Grund der erkannten Autorität des sich offenbarenden Gottes. Der Glaubensakt ist also ein Akt dos Verstandes. Er ist keine bloße Gefühlsj- hingabe. Er ist kein bloß innerliches Gefühlsvertrauen. Es ist der Glaubensakt ein Akt der VerstandeSzustimmung. Diese Zustimmung kaim bei dem menschlichen Verstände eine notwendig« sein, wenn die Wahrheit sich so klar aufdrängt, daß der Verstand die Zustimmung geben muß (z. B. bei der Wahrheit: 2x2— 4). Aber es ist selten, daß der Mensch eine Walwheit so klar ein.-, sieht. Dann kommt bei- Verstand aus eigener Kraft nicht zu einer festen Zustimmung. Es beeinflußt ihn dann der Wille. Der Verstand sagt sich, daß er zwar nicht die Sache durchschont, daß aber immerhin genilgenbc Gründe für die Wahrheit vor- handen sind, daß sie immerhin als gut erscheine, dessen Ännabnee sich empfehle. Diese begründete, von dem Willen frei befohlene und vom Verstand geleistete Zustimmung ist ein Akt des Glaubens. Dieser Akt ist frei. Er ist ein Akt der festen und sicheren Erkennt- nis, weil er sich auf eine sichere Autorität als letzten Beweggrund stützt. Der Glaubensakt des Katholiken ist übernatürlich, d. h. der ganze Akt übersteigt seinem Wesen nach die rein natürlichen; Kräfte und ist durch die übernatürlichen Gnadenakte Gottes erst möglich. .Vor dem Glaubensakt muß die Tatsache der Offenbarung feststehen. Daran schließt sich die Glaubensbereitwillig-- köit, die geoffenbarten Wahrheiten anzunehmen, wenn sie uns geboten werden. Wir erhalten die Ofseicharung Gottes durch die katholische Kirche. Die katholische Kirche erweist sich bei vorurteilsloser Betrachtung als gewaltiger Beweis für die Tatsache der ttt ihr gelehrten Offenbarung. Ihre Existenz, die Fortdauer der Kirckw durch die Jahrhunderte, ist für uns ein Beweggrund zum Glauben an die Gottesoffenbarung. — Ter Vortrag schloß mit einem Aufruf, für diesen Glauben zu kämpfen, nach dem Wort des Apostels: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Laus vollendet, den Glauben bewahrt; im übrigen ist mir die Krone der Gerechtigkeit hinterlegt ..." — Der nächste Vortrag, den derselbe Redner halten wird, wird im Mai stattfinden. Sur Vereinfachung der hessischen Verwaltung. In der zweiten hessifchLn Kämmer hnirbe sowohl im Plenum wie in den Ausschüssen eine Vereinfachung der Verwaltung, um sie weniger teuer zu gestalten, gefordert. Im Gießener Anzeiger sind auch schon mehrere Vorschläge in dieser Richtung gemacht worden. Es ist kein Zweifel, daß die hessischen Einrichtungen viel mehr Beamten, besonders akademisch gebildete, erfordern als die preußischen, und darum auch mehr kosten. Da es bei der geforderten und wohl auch bevorstehenden Neuordnung der Verwaltungsbehörden von Interesse und vielleicht auch von Nutzen sein dürfte, auch die bezüglichen preußischen zu «kennen, so wckl ich im Nachstehenden aus meiner Erinnerung einiges darüber mitteilen. In Klammer werden die ähnlichen hessischen Einrichtungen angegeben. Unter der Bezirlsregierung (Ministerium) stehen die Landratsämter (Kreisämter). Dem Landrat ist wie in $5 e ff en dem Kreisrat neben den Geschäften für den Staat auch der Vorsitz in der Kreis- kommunal-Verwaltung übertragen. Aber außerdem hat er auch den Vorsitz in den 'Ausschüssen für die Einschätzung der Einkommensteuer, der Ergänzungssteuer (Vermögenssteuer) und der'Gewerbesteuer: ferner ist er Kurator der Kreiskasse. Für diese Geschäfte ist ihm folgendes Personal untergeordnet: 1. ein Kreissekretär für die Geschäfte des Staates. 2. ein KNeisausschußsekretär für die Kommunalangelegenheiten. 3. ein Steuersekretär — in größeren Kreisen auch zwei >— für die Steuerveranlagung. 4. ein Kassenrevisor — gewöhnlich der Kreissekretär int Nebenamt - zur Abhaltung der monatlichen Prüfung der Kreiskasse usw. Neuerdings ist in den größeren Kreisen dem Laudrate jauch ein Regierungsassessor zur Aushilfe bei gegeben worden. Für die Veranlagung der erwähnten direkten Steuern bestehen Einschätzungsausschüsse, bestehend aus dem Landrat als Vorsitzenden und (> Kreistagsmitgliedern, bzw. Gewerbetreibenden für die Veranlagung der Gewerbesteuer. Als Unterlage für die Einschätzung dienen den Ausschüssen die Selbsteinschätzungen der mehr als 3000 Mk. (2600 Mk.) Einkommen habenden Steuerpflichtigen und die -Steuerlisten, welche in jeder Gemeinde durch einen Ausschuß unter dem Vorsitz des Bürgermeisters für diejenigen Pflichtigen, welche weniger als 3000 Mk. Einkommen haben, aufgestellt werden. Die vom Kreiseinschätzungsausschuß für jede Gemeinde besonders aufgestellten Steuerlisten gehen an die Bezirksregierung zur Feststellung und kommen dann durch den Landrat an die Kreiskasse. Es besteht für jeden größeren Kreis oder für zwei kleinere Kreise eine Kreiskasse. Diese haben nicht nur die Personalsteuern und son- ftigen Staatseinnahmen, wie Renten, Gefälle, Gebühren usw., einzuziehen, sondern haben auch die vorkommenden Auszählungen im Kreise — wie die hessischen Bezirkskassen — zu bewrrken, und dienen auch zur Entlastung der Regierungshauptkasse. Zu allen diesen Geschäften werben die Gemeindekassen mit verwendet, was für den Staat kostenlos geschieht, weil den Gemeinden die Realsteuern — Grund- und Gebäude- skeuer — überlassen sind. Die Kreiskassen merben von Rentmeistern verwaltet, benen zur Besoldung ihrer Kassengehilfen und zur Bestreitung der Bureau tosten knapp bemessene Amtsunkosten gewährt werden. In Preußen gibt es daher weder Finanzämter noch Aezirkskassen Den Landratsämtern sind ferner Kreisärzte und Kreis- bauinspeitoren beigegeben. Diesen sind die Straßenaufseher und die Bauanfseher untergeorbnet. Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß die preußischen .Einrichtungen weniger lostfpielig sind als die hessischen. Noch möge folgendes erwähnt werden: Die vorstehend ffixierten Einrichtungen bestehen seit 1895 und wurden von Finanzminister Miguel eingesührt; damit war die Aufhebung mehr als der Hälfte der bis dahin eingerichteten, Steuerkassen verbunden. Die dadurch stellenlos gewordenen Rentmeister wurden, soweit sie nicht in anderen, ähnlichen Stellen Verwendung finden konnten, auf 5 Jahre mit ihrem ganzen seitherigen Diensteintommen zur Verfügung des Finanzministers gestellt, und diejenigen, welche inzwischen nicht zur Wiederanstellung gelangten, nach lauf jener Frist in den Ruhestand versetzt. Der volle finanzielle Erfolg konnte daher erst nach und nach — nach 5 Jähren — erzielt werden. lege. Körnte man für bleie unc gi-ut.c Majorität erhalten, da ml würden vielleicht seine Freunde um diesen Preis auf die direkte Wahl verzickstcn. Ter Minister des Innern erklärt hierauf, wenn man die direkte Wahl der Vorlage ablehne unb andererseits die geheime Wahl einführe, erscheine ihm bad Zustandekommen des Gesetzes sehr gefährdet. Das Zentrum beantragt nunmehr, dem 8 4 dos konservativen Antrages, der die Wahl durch Vertrauensmänner vvrsieht, hinzuzufügen, daß die Wahl durch verdeckte Stimmzettel zu erfolgen hat. Dazu erklärt der konservative Vertreter, seine Partei rrerroerfc zwar die geheime Wahl, da diese aber bereits vom Ausschuß prinzipiell angenommen sei, löimten seine Freunde in diesem Stadium der Verhandlungen für den Antrag stemmen, der indirekte Wahl mit der geheimen Wahl verbände. Ein Regierungskiormnissar wannt vor der Einführung der geheimen Wahl und sucht an der Hand der Statistik den Nachweis zu führen, daß Sozialdemokraten und Palen ihr den größten Teil ihrer Erfolge verdanken. Bei der Abstimmung über § 4 pcjs konservativen Antrages Nr. 17 beantragen die Notionalliberalcn, getrennt abzustimmen über die indirekte Wahl und über die geheime Wahl. Dieser Antrag wird abgelehnt. Infolgedessen stimmen die R-ationalliberalen für den § 4 des konservativen Antrages mit dem Unterantrage des Zentrums. Ter Paragraph wird an genommen gegen die Stimmen der Freikonservativen, Freisinnigen, Sozialdemokraten und Polen. Damit ist angenommen die indirekte und die geheime Wahl. Ebenso wird der § 5 des konservativen Antrages, der das bestehende Recht bezüglich der Stimmbezirke aufrecht erhält, angenommen. In dem §12 der Regierungsvorlage wird die Einspruchsfrist gegen die Wahlliste von einer Woche auf 10 Tage verlängert und der Paragraph darauf angenommen. Der § 13 der Regierungsvorlage wird abgelehnt und dafür der § 13 des konservativen Antrages Nr. 7 angenommen. Desgleichen sinden Annahme 8 14 desselben Antrages und § 15 der Regierungsvorlage. Im § 16 des Antrages 7 wird die „Stimmabgabe zu Protokoll" gestrichen und dann der Paragraph an- gettommen. Zum § 17 der Vorlage liegt öin freisinniger Antrag vor, der die Fristwahl obligatorisch machen will. Er wird gegen die Stimmen der beiden konservativen Parteien angenommen. Zum § 22 des Antrages Nr. 7 beantragen die Freisinnigen,, auch die Abgeordneten in geheimer Abstimmung zu wählen. Nach- bem sich freisinnige und nationalliberale Redner dafür, konservative unb Zentrumscedner bagegen ausgesprochen hatten, vertagt sich der Ausschuß bis zum Donnerstag, 10 Uhr, ba verschiedene Mitglieder an der Trauerfeier für den Grafen Stolberg teilnehmen wollen. Drittes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 2». Fevruar 1»1O Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert —■ "i die Brühl'sche Univ.-Druckereb Ardeitzmartt inhessen u. Hessen-Nassau im Zan. 1910. Frankfurt a. M., im Februar 1910. Endlich scheint eine langsame Besserung des Arbeitsmarktes Platz zu greifen, wie sie in anderen Gegenden des Reiches schon früher beobachtet wurde. Der gute Beschäftigungsgrad in der Le der war en- und Reiseartikel-Jndustrie (Portefeuille) hielt weiter an, die Beschäftigung war besser als im Vorjahre in derselben Zeit. In der Schuhfabrikation hält der flotte Gesckfäftsgang an. Arbeitskräfte sind aber für beide Industrieen genügend vorhanden. In der Metallindustrie tritt endlich dein Anschein nach die Besserung ein, besonders in Frankfurt a. M. Tie M a s ch i ne n - I n d u st r i e ist gegen das Vorjahr besser beschäftigt, wie z. B. aus Offenbach a. M. gemeldet wird. Das Baugewerbe erwartet einen baldigen Aufschwung, sobald bessere Witterung eintritt, ba in allen größeren unb mittleren Städten zahlreiche Neu- unb Umbauten angemetbet sind. Besonders günstig sind die Aussichten in Mainz (tzospital- bau, Kirchenbauten, Theaterumbau, zahlreiche Neubauten, Schnl- hausueubauten in Kastel und Amöneburg'». Diese Aussichten haben die Lage des Arbcitsmarktes im .Hochbauwesen etwas gebessert, während der Arbeitsmarkt im Tiefbauwesen wohl noch einige Zeit schlecht bleiben wird. Es sind im Verbandsgebiet im Tief- bamvesen, außer in Waldeck den Bau der Ebertalsperre, nach beit Berichten nur vereinzelt in Mainz größere Unternehmungen lKane.lisationsarbeiten in Mombach) zu erwarten. In ber Holz- i n b it ft r i c hält der schlechte Geschäftsgang an. Man erwartet aber bald gute Aufträge für die angemeldeten Bauten. Im Bekleidungsgewerbe war die Lage unverändert, hauptsächlich wurden jüngere Schuhmacher- und Schneibergesellen gesucht. Bei der Bürsten- unb K a m m f a b ri k a t i o n war ber Arbeitsmarkt sehr gut, es waren zahlreiche offene Stellen gemetbet, bic besetzt werden konnten. Im N ahrungsmittel- ge werbe ließ der Arbeitstuarkt gegen Dezember etwas nach; bei Eintritt kälterer Witterung wird in ber Wurstfabrikation größerer Bedarf an Gesellen sein. Im Buchdrucker- gern erbe bessert sich der Geschäftsgang nur langsam; die Zahl der Arbeitsuchenden hat z. B. in Frankfurt a. M. gegen den Vormonat nur um 8 (69 gegen 77) abgenommen. T-er Arbeitsmarkt im Buchb ind e r g cwerbe war im allgemeinen befriedigend. Tas nahende Osterfest bringt dieser Industrie manche Arbeit. Auf dem 'land w. Ar b c i ts m a r k t e war es im Beiicküsmvnat noch sehr ruhig. Auf dem Tienstboten- marlte hält die Steigerung der Arbeitsuchenden au; alle größeren unb mittleren ArbeitsnackMeise im Verbandsgebiet tonnten die Zahl ihrer Vermittlungen seit Monaten ständig erhöhen, wenn auch über das Material manch Klage geführt wird. Von den Organen des Mitteldeuffchen Arbeitsnacküveisverban- des wurden, soweit Meldungen v-orlageii, 6348 Stellen vermittelt, (gegen 5924 im Vormonat), darunter: Rüdesheim 1, Wildungen 2, Eltville 3, Marburg 4, Fulda 5, Weilburg 5, Worms (Herberge ’.ur xveimat 5, Westerburg 5, K'reuzuach (5). z. 8 1 6, Biebrich 6, Wetzlar 8, T-armstadt (£>. 5- »■ 9, .Verhorn 11, Bingen 13, Kreuznach 13, Diez 14, Marienberg 14, Oberlahnstein 16, Wildlingen (H. z. $>.) 18, Fechenheim a. M. 19, Hanau a. M. 20, Gießen (5). £>.) 25, Mainz l.H. z. Sb.) 25, Frankfurt a. M. (H. $)., 41, Limburg a. L. 68, Gießen 72, Worms 171, Offenbach a M. 182, Witzenhausen 186, Friedberg i. H. 187, Tarmstndt 195, Mainz 346, Wiesbaden 844, Kassel 858, Frankfurt a. M. 2953. Tie Zahl der v-ersick^erungspftichtigeii männlichen Mitglieder ber Ortskrankenkasse ist bei 7 von 12 Kassen noch weiter zurück- gegang-en, bei beit weiblichen Mitgliedern fognr^bei 9 Kassen. An männlichen freiwilligen Mitgliedern Haban 7 Kassen einen Rückgang und 2 einen Stillstand zu verzeichnen, dagegen haben 9 Kassen einen Zugang von weiblichen Mitgliedern aufzuweisen. Tic Besserung ArbeitÄn'arktes ist in den Krankenkassenzahlen im allgemeinen noch nickst reckst zum Llnsdmck gekommen. Der Bouillon-WilrFel | . r. derCompis- MlWVl Geferf schnell und bequem eineTasse bester Fleischbrühe Preis nur 5 Ptg, Frische Landeier, „ Kocheier empfiehlt billigst 893 Georg Wallenfels, •7 r-" ’ ' — 'Die nrcefjif, Olilfllicbec itnfcicr Bant mccbcii zu ber am Dienstag, t. März er., H1/. Uhr abends, im Saale des M in 10. ttpppe te M* für den te Giessen Montag den «1H. Februar, abends S1^ Uhr in Steins Garten öetftatl. Versammlung Eintritt frei. d*% Freie Aussprache. Referent: Herr Handclskammersyndikus Dr. Mollat-Siegen: „Der Hansabwid in seiner Bedeutung fOr Deutschands Bewerbe, Handel u. Industrie“. Jedermann ist freundlichst eingeladeu. (kvrrbrbiub jii tfitfru, etttüctragene ^cnostenfchail mit unbeschräntlcr Haftpflicht. Brate ohne Fett! August Kröll, Selters weg 12 Nachmittags 3 Uhr. Zutritt frei! empfiehlt (10WN 9eriiü»tfdicr #M. hin* - taii| diebiaitrafte 13 Permanente Aurstellona landwirtschaftlich Maschinen unb Geräte. Eigene Wertställe. blau und schwarz moderne Fassons billigste Preise (923 Kuder & Sonneborn Neuenweg 17 Neuenweg 17 > Iclt-Vh. 03 t A. siegel. I eh-phiHi 'jB'rAeicbii. Kultivatoren Krofdorfer Str Telephon IST MarkeOSJ. Hygienisch rein. H Heyne, Giessen Wallt erst rns»e 5 ^WMMk Auch Dameu sind willkommen. Der Vorstand. )lifditolüii)iiLeipi)fL^trtpprl Fernsprecher 1)36 Miidltikdrivn uu( Wunsch bolurt n Diensten. für btr Voiibniinidioit empilcblt Gg. Lchicfcrstcin, MoiWkofobril, (-», Lich (Ofierhefien). Sehr wohl bekömmlich. 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