r.228
rg hatte 3909 Streikende mit die Zahlen für das Jahr 1909.
nxiren, und endlich Oldenbu
^ftge
>!-S
Vie Gerichtsfitzung gegen den Leutnant Helm.
Mündung verlangt.
liche Minister erklärte, er habe keinen Auftrag Zulassung.einer Bürgschaft Verwahrung ein?"
wird.
Graf von Aehrenthal ist in Begleitung des £e* gationsrats Grafen Szapari nach Turin abgereist.
Die Reichrversicherungrordnung.
[:: Berlin 28. SeM.
». -tetzener
h-inl täglich, außer । mtags. - Beilagen: S rmal wöchentlich li ienerFamiliendlStter; I unalwöchentl.Xieis. । iisürdentcreirSiehen
monatlich 7ÜPf^ viert el- sährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostM.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal lbPs^ auswärts 20 Pfennig.
al
** .Berlin, 28. Sept. Ein Trupp arbeitswilliger Kell-
' n e r, die mittags nachHamburg abfahren sollten, wurde,----z; -- t ,
am Lehrter Bahnhof von Aufständischen teiltveise mit'AnKahl Unmündtger beteiligt ftnd.
rbDer Vertreter vom Reuterschen Bureau befand sich dort nut fbem Vertreter der „Daily Mail", dem Vertreter
:tu bei „Daily News" und der ,/5im", um von einem
^Automobil aus die Tumultuanten zu beobachten. Plötz- eu! id) gingen, wahrscheinlich in der Meinung, die Journalisten oOJ seien Organisatoren der Tumultuanten, Schutzleute gegen das Auto-
mobil vor und brachten namentlich einem der Herren empfindliche Verletzungen bei
Berlin, 28. Sept. Nach deut a mtl i chen B er i cht über ßlt die gestrigen Vorgänge in Moabit, gingen die Angriffe und . Widersetzlichkeiten meist nichtvondemsogenanntenJan- J Hagel, wie am Abend vorher, sondern von besseren Arbeitern aus.
RoM, 28. Sept. Der Minister des Aeußern reist heute abend in Begleitung des Generalsekretärs int Ministerium des Auswärtigen, Bollati, und des Kabinettsekretärs Baron Fasciotti nach Turin, wo er mit dem Grafen Aehrenthal eine Begegnung haben
London, 28. Sept. Die Verhandlungen gegen ben = Leutnant Helm' waren nur kurz, da er sich seine Verteidi- B für den Prozeß vor dem Schwurgericht vorbehielt, em das Gericht den Fall vor die Geschworenen ver- t hatte, beantragte der Verteidiger die Haften!-.! flh] lassung unter Bürgschafts stellung. Der öffent- e .
liche Minister erklärte, er habe kernen Auftrag, gegen dre 855 enthalt die Bestimmungen über dre Art, wre dre zur Be- Zulassung einer Bürgschaft Verwahrung einzulegen. Das chlußfassung über die Unfallverhütungsvorschriften vom Genolsen^ Gericht beschloß in Gemäßheit des Antrages. chaftsvorstand zuMziehenden V ertre 1 exber ***
Das Polizeigericht sprach die Ueberweisung des Leut- zu wählen srud.Ernem Antrag chenV er
n ant sH elm a nda sG e s chwo renenaericht aus. Bis zur Zah- -inr q1 ung entsprechend wurde dreser Paragraph folgendermaßen lung einer Bürgschaft von tausend Pfund seitens des Leut- Vertreter der Versicherten werden von den 35er*
nants Helm, oder je fünfhundert Pfund sertens Awerer sichtnrnngsvertretem der Versicherungsämter gewählt, in deren britischer Untertanen, soll Helm int Gefängnis zu Wincl)-ester Bezirk die Genossensäiast ober die Sektion Mitglieder hat, verbleiben. Wahlberechtigt sind jedoch nur solche Versicherungsvertreter der
__■ Oberversiä-erungSämter, welche als Vertreter der Versicherten
Eine »«g-,n-n, 6er Madftnn»» IHnHIKi ÄSÄä
Minister oes Auswärtigen. genossenschaft kann durch die Ätzung bestimmen, daß die Vertreter der Versicherten Knappschaftsältefte sein müssen. Wird' diese Bestimmung getroffen, so werden die Vertreter der 33er* sicherten von den Knappschastsältesten der beteiligten Knapp* fchastsvereine und Knappschaftskassen gewählt. Dw Vertreter; der Versicherten werden nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Die Wahlordnung kann die Stimmabgabe auf Vorschlagslisten beschränken."
Die weiteren §§ 856 bis 872 wurden unverändert ange-t nommen. Der § 873, der bestimmt, daß zur U eb e rw achung von den Genossenschaften technische Aufsichtsbeamte migestelll wer-, - « den dürfen, wurde angenommen, naä)dem auf Antrag der Ford-
polltifcpe aagcslcnau» schrittlichen Volkspartei eingefügt worden war, daß
Sine Statistik der deutschen Ausstände. unter den „technischen Beamten" auch frühere Arbeiter als lluf-
l J T < “ r, . . sichtsorgane fungieren dürfen. Jrn übrigen wurden die 874
Von volkswirtschaftltcher Seite wird uns geschrieben: 889 unverändert angenommen
Die Streikunruhen in Moabit haben einen ungewöhnlich Gestrichen wurde nur der § 877, der den Unternehmern heftigen Charakter angenommen. Auf allen Gebieten des hie Pflicht auferlegen wollte, den Mitgliedern der Genofsenschasts^ industriellen Lebens machen sich Lohnbewegungen der Ar- prganc und den Beamten des Re^v^stch^^a^ 6 eiter gettenb, die teils friedlich, teils unter geringeren wackung dm Zutritt tu kra •“ ft™ bö
öd» größeren Unruhen vor sich gehen, Es wird nun. von Ätm angmonmen l^
3nt^effe fein, erfaßen, hne ssroß die Anzahl sämtlicher -m § 905 festgesetzte Verjährungsfrist der Aitsprüchc wurda Ausständigen m Deutschland in einem Jahre tst. Als lehr- brttsmechend einem nationalliberalen Antrag aus 18 reiches Beispiel sei das l e tz t v e r g a n g e n e Jahr 19 09^^/ von dem Tage bcmejfen, an dem das strasgeEstli-chü angeführt. Eine besondere Note erhalten diese Zahlen bo rechtskräftig geworden ist. Ist fein strafgeriästlühes Urteil durch, daß, wie auch im Moabiter Ausstand, ch,ne große erforderlich, so verjähren sie in einem Jahre nach der ersten IAnzahl Unmündiger beteiligt [intx 1 reÄskräftracm Festsetzung der EntschLdigtrngspfticht, spätestes alxs
Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten.__!
Vie Strahenkämpfe in Berlin.
*4 Aus Berlin wird uns geschrieben:
Berlin hat des öfteren Streikkrawolle gesehen, aber Üa üe wie sie am Mvntag abend und Dienstag nacht in abit stattsanben, stellen alles bisher auf diesem Gebiet gewesene in Schatten. Ist es doch dort wo in der tinaenstraße der Lagerplatz der Kohlensirma Ernst Kupfer Co belegen ist, deren Arbeiter bekanntlich seit einigen if icn streiken, z-wischen den Ausständigen und dem Jan- L der dortigen Gegend auf der einen und der Schutzes nnschaft auf der anderen Seite Mi Kratvallen aekommen, revolutionären Straßenkämpfen verzweifelt ähnlich ext Und dabei kann man diesmal nicht sagen, daß die 1 sschreitungen der Meiige, wie das gelegentlich der Wahl-
Zsdemonstration zum Teil der Fall war, durch die Schützte provoziert wurden. Vielmehr war es der Pöbel, sm ausfallendes Verhalten eine immer größere Verstär- l
2 cent einen gehörigen Schrecken eiuzujagen. Die Prozesse gen Landsriedensbruchs werden bei künftigen Streik- iuj ruhen den hauptstädtischen, zu Exzessen geneigten Pobel « werlich abhalten, einen rein wirtschaftlichen Kamps durch ur, sschreitungen schlimmster Art zu beschmutzen. Auch die ,iqe Einführung des Waffenscheins wirb es schwerlich ver- idetn, baß sich noch immer Revolver und Browning- tole im Besitz unreifer und katilinarischer Existenzen be- tbet. Nach unserer Ansicht helfen gegen dergleichen ül ,a>dies, wie sie die PLoabiter Straßenkampse wieder ans lldi cht gebracht haben, nur Soldaten. Das mag reaktionär 'M ngen, ist aber in solchen Fällen wohl noch immer besser, 733 nach einer Verschärfung der Gesetzgebung ge^en che isstänbischen zu schreien, oder gar ein neues Soztaltsten- 1 setz zu verlangen. Die Militärverwaltung hat, wenn die A Öffnungen des Genossen Limbertz auf dem Magdeduraer £3 nteitage wirklich zutreffend sind, eine Instruktion cm die Gruppen für dergleichen Eventualitäten erlassen. Man 12 ache also davon Gebrauch, ehe den unruhigen und anrüchi- n Elementen in der Großstadt der Kamm noch mehr )willt, und es wird in Zukunft ebenfomenig mehr Streikes lruhen geben, |mie der Ausbruch einer Revolution im
-italter der Repetiergewehre und Maschinengeschütze zu be-
durch die Banque Ottomane. Oesterreich uud die deutschen Schiffahrtsabgaben.
Paris, 28. Sept Die Abendblätter beschäftige sich leb- un§ au§ Berlin geschrieben wird, werden in Nächster
haft mit den vom „Daily Telegraph" veröffentlichten ^taunoen Verhandlungen zwischen der österreichischen
des türkischen Finanzmmcheri^Dschavrd Bq. Der „Tc.^ | . U1tb ^r deutsche Regierung über die deutschen memt unter anberem und Schiffahrtsabgaben stattfinden, die vorläufig nur einen un-
^o^ird^sich^ überzeugen können, daß die französische Regierung verbindlichen Charakter hegen, ba
an keine irgendwelche Sonderinteressen vertretende Gruppe ge- über Schiffahrtsabgaben mit den Nachbarstaaten erst gebunden ist — Das „Journal des Debats" schreibt: Wir soffen werden können, wenn der Reichstag das Gefetz ver- wollen die von Dschavid Bey gegen die Ottomanbank erhobenen ^^iedet haben wird. In deutschen Kreisen hofft man Mit Beschwerden heute nicht erörtern. Wir haben diefes Finanzmstitut Oesterreich Über die SchiffahrtsabgaLenftage schnell zu einer weder zu verteidigen, noch anzugreifen; nur das eine ^^.n Einigung zu gelangen, nachdem die Bundesstaaten sich für wir sagen, .daß die OttELnbank bisweilen den natilmalen Jnl - Erbebuna dieser Abgaben ausgesprochen haben. LLas
Snen sollte, genaue Vorkehrungen treffen müffe, um sich gegen letztere für den D^^llanM>erkchr m
eine etwaige Verletzung der Verpflichtungen zu schützeu — Der von der österreichischen EL^ svid nur kleinere Teile schift- Siöcle" meint: Dschavid Bey hat mit feinen Erklärungen f0 daß die österreichische Schiffahrt Mit ihren Gütern, zweifellos eine Aussöhnung mit der Tripel ententeh^^Echlich auf die deutsche Elbe verwiesen wird. Beider.' angestrebt, aber es scheint, daß der türkische Fmanzminister noch au kommt von Passau stromauf ein starker Österreichs immer nicht den Ernst der von chrn erörterten Frage degreile ., Schiffsverkehr kaum in Frage.
und falls n fortfahrm sollte, den Vorlebendaß Es^wird deshalb kaum Schwierigkeiten machen, mit
Äfe» SÄ-« sindft7ch-r°°bLh-ich ^ Oesterreich über die Waaben °us der ^lbe hrn^r Tetsch«r aegenmärtigen politischen und finanziellen Fragen besser Be- bis Dresven zu einer befriedigenden Lösung ftheid weiß zumal die Stromverbesserungen der Elbe auf sächsischem
Die Kölnische Zeitung" meldet aus Ko nstantino- Gebiete zu einem großen Teile der österreichischen Schiffahrt p°l: Die Deutsch «Bank bot der Türk er einen Vor- Mgnte^ wmnren.
schuß von 120 Millionen auf die später wo immer auf-1 ^eni deutschen Rhein ^ehr zugenommen hat und die zunehmende Anleihe an. holländische Schiffahrt sich gegen die Bezahlung neuer beut-
--- 'icher Stromabgaben wehrt und Repressalien für die Rhein,
Gewalt an der Alfahrt verhindert. Einer ihrer'I Die Anzahl sämtlicher Streikenden im Deutschen Reiche' firh in den Bahnhof flüchten und sich unter im Jahre 1909 betrua 3.53 831 Personen, unter denen 38 818
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4lne eeto* lürtltoen SlnanimlnlNs. **a“a*äS
London, 28. Sept. Wie „Daily Telegraph aus ^ude (2799 Unmündige); Württemberg 1543 (292); Baden Konstantinopel meldet, hat der türkische Finanzminister 7o84 (1091); Hessen 2199 (239); Mecklenburg-Schwerin Dschavid Bey einem Besucher gegenüber folgende Aeuße- 466 (76); Mecklenbury-Strelitz hat gar nur 53 Streikende, . von denen 3 unmündig waren. ~ .
rungen getan: . Sehr hoch ist die Ziffer der Streikenden in Elsaß--Lokh-
„Als die anfänglichen Verhandlungen der Regiermig wit UTtb 3783 Unmündigen. Auch Hamburg
der Bangue Ottomane im Juli eine Wendung nahmen, w t ^e ungeheure Anzahl von Streikenden aufzuweisei^, Regierung vor die Notwendigkeit stellten, eine andere franzoMchel^^ 11623 und 1599 sind davon unmündig. Bremert Bankgruppe anzugehen, veröffentlichten die ftanzösischen ZeitungenKat Streikende mit 85 Unmündigen. Die thüringischlm die falsche Nachricht, daß die Türkei über den Eintritt i n Staaten haben 6973 Streikende, von denen 1258 unmündiA
den Dreibund verhandle. Diese Nachricht wurde dementiert, waren, und endlich Oldenburg hatte 3909 Streikende nA
ruf aber einen unangenehmen Eindruck in Frankreich hervor. Seht, 202 Unmündigen. Dies sind die Zahlen ***•
' K . „mM.hn„hri!Ti(7(>TT hrinat der Malin" die Nach- In den vergangenen Monaten des wahres 1910 waren
während der n^^ Verhandlun en im «Ren Quartal 307 Ausstände mit 50000 Arbeitern M
richt von einem Abkommen mtt Jt u m a n i e n. verzeichnen. Das erste Vierteliahr 1910 hat gegen bart
Der Minister wies diese künstliche und kindische Finanz- Zeitabschnitt des Jahres 1909 eine beträchtliche
Polemik der ftanzösischen Presse zurück und bemerkte weiter: Vermehrung der Ausstände gebracht, da int vorjährigen
„Der Ankauf deutscher Schiffe war gegen unseren Wunsch; ersten Quartal .nur 137 Ausstände mit 35 000 Arbeitern er war jedoch angesichts ähnlicher Ankäufe benachbarter Mächte zu verzeichnen waren. Jrn April 1910 wurden 151 neue notwendig Wir hatten uns zunächst an England und Ausstände begonnen die vielfach von Gewaltta^gketten be- Frankreich gewandt. Ais beide ablehnten, wandten mir
Jubetrefs der Anleihe erklärte Dschavid: „®tr beftn.
den uns in ausgezeichneter Lage. Das Beispael Str Ernest tätigtriten von den streikenden Gerüstarbeitern in Char- Cassels wird von anderen Finanzgruppen nachgeahmt. Heute iottenburg verübt, ferner ereigneten sich im selben Monab erbielt ich ein Angebot von angesehenen Häusern Oesterreichs ähnliche Vorgänge in Köln, in Kassel und rn Dortmund, und Deutschlands." Der Finanzminister erklärte sich schließ- Im Ium l9ic^rde^ber einem Streik m Goppmgen etu lich entschieden gegen eine Kontrolle der Finanzverwaltung Zimmermann erstochen.
Erstes Blatt 160. Jahrgang Dotmerstag SS. September 1910
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen tzW
die Tagesnummer Rotaffonsöretf und Verlag der vrühl'schen Unio..vuch- und Steindruckerei B. Lange. Bedattion, Expedition und Druckerei - Schulstrahe 7.
vormülags 9 Uhr. ....... ............ - --------■■■■■ । m ■ —"
D.rchten ist.
na Neue Kampfe.
,Qfl Berlin, 28. Sept. Das Moabiter Unruyegebiet wurde \a. -ute abend streng abgesperrt. Die Zulassung erfolgt nur gegen nm Nachweis als Anwohner. Die Bewohner haben sich inner- 'U' ihrer Häuser zu halten und die Fenster haben geschlossen zu Q eiben. Trotzdem ist es bisher an fünf Stellen, wo au frei- aasende Ansprachen gehalten wurden, zm Zusammen- itze ö ßen gekommen, wobei einige Verwundungen txtrnamat u nb auch Verhaftungen vorgenommen wurden. 'Da die ätigfeit der Polizei gestern besonders durch die Dunkelheit der
)kraßen gehemmt war, so hat sie sich heute m i t M agnesium- Radeln ausgerüstet. Um die neunte Stunde schten sich ■ ie Menge aus dem Unruhegebiet weiter in das Innere Moabits 2 urüclzuziehen.
W Die in der Emdener- und nt der Turmstratze ant dem mua- Tj uge in das innere Moabit befindliche Menge sperrte den rVer- gt in diesen Straßen vollständig. Als wieder gejohlt, geschimpft und mit Steinen geworfen wurde, hieben die Verb^ mten scharf drein. Auf beiden Seiten der Straßen sab Jiian Verw undete liegen. Viele Personen wur- W>en überritten. Eine Anzahl Schwerverletzter 9urbe in das Moabiter Krankenhaus gebracht.
y Um Mitternacht
üu ag das Zentralgebiet der Unruhen totenstill. Die Manifestanten O oaten teils nach dem Wedding, teils durch den flehten Tiergarten, _J >er wiederholt gesäubert wurde, bis zum Kriminalgericht znrück- 'Oj tebrängt. Es fehlte nicht an kleineren lZusammenstößen, bet
)enen die Ruhestörer mit scharfen Hieben traktiert oder säwnunaslos A liebet geritten wurden. In das Krankenhaus Moabit sind im Igufe rb )es Abends zwanzigVerwundete eingeliefert worden. Kutz rrt )or Mitternacht erschien Polizeipräsident v. Jagow auf leg )em Schauplatz der Unruhen.
V Ein bedauerliches Vorkommnis
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26. Sept.
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gegeben totben. Das Werk bietet Gelegt? füV hüb che Mssivn m Mesbaden blinden ' " r
- u»d dre Arektton hat es in dieser Hinsicht an Naunheim, 28. Sept. Der am Montag aus d° V
dÄL «h £etI tteuen Dekorationen ist Karolinenhütte-Wetzlar durch Absturz von einer Leiter ver
aeiteM JÄ, ?rofeffor Lütkemeyer in Koburg her- unglückte Kesielwärter Andreas Bürzel von hier ist in * - Et worden, anders an Dekorationen, Kostümen, Gießener Klinik gestorben. 9 "
ddes StabtcheaLi^Zertt?^ ^ft^a9XueSKL-^ofi 30 Ee Landnnr S
d/r ^Eröffnungsvorstellung beschäftigt ist, und untei der ! eine hatte sich durch eine Wj n
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Zuchsstutem 4 Preis; aU8. Fensdorf, GÄL, R^tschinLel-
Stoten und Ed. Kaufmann, Meder-Weisel, braune Stutm An- enennungen. '
Schwurgericht
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** Der Ausbruch der Maul- und Klaue- seuch e ist gemeldet: aus P o b ero w, Säg emüh t, fc
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Ans Staöt und Land.
Gießen, 29. Sept. 1910.
Mohrschimmelstate, 6. Preis und für Kvhlfuchs-- Nute zlnerferumng.
k^JSJdHäge, einzeln prämiiert. Diese Pferde müssen,,mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, me dem Landespferdezuchtverein oder einem landwirtschaftlichen des Grobherzogtums angehören. PH. Stadt II, AÄ^Weilel,„4lähttg., hellbraun, 1.. Preis; Karl Hofmann, Wett«feld, 6 iähr. Rptschimmel, 2. Preis*; Aug. Heinz, Nieder- W-stl, 9 fahr. Schimmelstute, 3. Preis; G. Bill I., Nieder-
4;ahr. Fuchsstute, 4. Preis; £). Goerlach XI., Eberstadt, 7iahr. Fuchsstute, 5. Preis; G. Bill II., Nieder-Weisel, 7 jähr hellbraune Stute, 6. Preis; Jak. Klippel, Nieder-Weisel, 8 jähr' dunkelbraune Stute und Ludw. Hahn, Nieder-Weisel, 9 jähr. Fuchsstute, Anerkennungen. j
Ster mit * versehene 2. Preis ist von dem Landes-Pferdezucht- i verein gestiftet.
Deutsches Reich.
„ Staatssekretär v. Ki d e rlen-Wächt er hat einen rurzen Urlaub angetreten.
Aus Berlin wird gemeldet: Die Verhandlungen zur Seucgung bcr Differenzen in der Werft- rndustrre, dre in den Räumen des Gesamtverbandes deutscher MetaNrndustrieNer in der Potsdamer Straße statt- sanden, endeten mit Vertagung; die Verhandlungen werden am 3. Oktober in Hamburg fortgesetzt. Das Ergebnis ward geheim gehalten.
Ausland.
Der ungarische Ministerpräsident Graf Khuen-He- dervary erklärte einem Berichterstatter des „Budapests Hrrwp, der im Oktober tagenden Delegation werde bloß "^..^ormale Armeebudget vorgelegt werden. Die Erhöhten Militärkredite würden der erst int Januar taqen- oen Delegation und zwar nur zum Teil, unterbreitet werden. Der andere Teil der Militärkredite würde erst später ae- fordert werden. Die Hauptvorlage für die nächste Session Des Abgeordnetenhauses werde die Reform des Webr- sgesetzes sein. 1
Nach einer ,Meldung der „Neuen Freien Presse" wird oer Thronfolger Franz, Ferdinand im Herbst Paris besuchen. I
Den Pariser Blättern zufolge haben sich in der letzten in den fünf französischen Kriegshäfen die Fälle von Fahnenflucht bedenklich gehäuft, so daß tne «eebehorden sich veranlaßt gesehen haben, die Auf- anerlfamkert des Kriegsmimsters hierauf hrnz-ulenken, Das ^^bkriegsgertcht von Toulon hat seit kurzer Zeit fast äaglich Deserteure abzuurteilen. Nach der Aussage eines .Angeklagten scheint die Verleitung Mir Desertion von einer fremden Agentur auszugehen. Auf dem neuen Panzerschiffe ,Leon Gambetta" wurde eine große Anzahl von Schrauben Mm Verschluß der Gejchützlucken entwendet. Infolge, Eines dem ^chiffskommandanten zugegangenen Drohbriefes ^glaubt man, daß es sich um „Sabotage" handelt.
** Reblausverseuchung. Bei der kolonnenweii^ Untersuchung der Weinberge in der Gemarku^' Gumbsheim wurde am 22. d. M. „am Horn" in bt?! Nähe des alten Herdes eine Reblausverseuchung,jaufgefunden! die noch nicht begrenzt ist. Die Verseuchung steht vermutliü! im Zusammenhang mit den 1907, 1908 und 1909 in ba Gemarkungen Gumbsheim, Wöllstein und Wallertheim L ü gefundenen Herden.
Heer und Flotte.
r .Kavallerieregimenter kommen am
ff *f ^l^ung: das Jägerregiment zu Pferde Nr. 6 m Sriurt ,das öu)arenregiment Nr. 20 in Bautzen. — Das mit slm ^bahnregrment, das nach Hanau übersiedelt, scheidet Mit dem morgigen Tage aus dem Gardekorps aus.
sellschastsvereins und von diesen eingeführten Gästen aus den Werken von Tolstoi, Fontane, Liliencron und Datidet rezrueren. Die literarisch interessierten Kreise unserer Stadt werden bei dem großen Ruf, welchen Herr Dr. Milan als Vortragskunstler gerneßi, diese Nachricht freudig begrüßen. ,. v, Turner-Bund „L a h n - D ü n s b e r a"
hielt, wre uns recht verspätet geschrieben wird, am letzten
Deutsche Kolonien.
"... b e u t f cf; e Kolonialkongreß ttntb vom 6
bts 8. Oktober im Reichstage tagen. Die Zahl brc TeilnebmeMvirb unb 1905 wesentlich übersteigen. Ter J?“b ueben Sektwnslchungen brei Vollsitzungen ab- Wahrend der Kongresses findet im Reichstage eine karto- bie cirt Bild von der Entwicklung r topographischen .Kenntnis unserer Kolonien in den letzten fünf wahren geben soll. 73 Vorträge sind vorgesehen. Das Präsi- k1?1™Albrecht von Mecklenburg übernommen
Vertretung des Reichskanzlers wird Staatssekretär Delbrück Unterstaatssekretär Dr. Böhmer närd namens bes Kolomalamtes den Kongreß willkommen heißen.
Herbst -pserdemarkt zu Gießen.
th. Gießen, 29. Sept.
A„ Zer gestrige Herbst-Pferdemarkt war vom besten Wetter be- gunsttgt Er zeigte das gewohnte Bild und hatte seine An- zrchungskraft auf Käufer uird Schaulustige nicht verfehlt, wenn auch die Landbevölkerung — wohl wegen der Arbeit im Feld — weniger stark gekommen war. als dies sonst der Fall ist
Der Auftrieb bestand in 220 Pferden und 20 Fohlen Bei S? besonders in schweren Arbeitspferden, das
Sh' te ^schäft langsam, weil zum fattm a?^serdebedarf immer nicht so stark ist; die Verkäufer befriedigende Umsätze, wenn auch die Preise etzvas knapp gewesen sem sollen.
Die P r ämi ierung ging flott vor sich. Rittmeister a. D FMuer-Taamistadt wohnte ihr als Vertreter des Landes-Pferde-1 AA^brerns bei. Der Vorsitzende der Preisrichter, Oekonomierat Muller-Neuhoft krttifterte die Mängel der vorgeführten Pferde und mancher ^at, wie die Zucht zu verbessern sei, wurde erteilt I a?c^irec^tt. Dln Anerkemiung wurde gespendet. Die Preisrichter faßten ihr Urteil dahin zusamnren, daß die Händler ein- vorzügliche Tiere zum Markt gebracht haben aber das Handler-Materral gegen sonst zu schwach vertreten 'war Das I Zuchtmaterial in Wagen- und • durchschmttlich recht beachtenswert, teilweise recht gut und vereinzelt sogar ideal. 2- und 3 jährige Foblen seien durck^ietl^^ gebracht, die vorgeführten Tiere jedoch urchschnittlich gut bis vorzüglich.
Die Prämiierung ergab:
\bent Leiter gezeigt Ludw IÜ^e bT(?uSe Stute, 1. Preis ; Konr. Weitz IV ' Torf^)ill, Schwarzschimmel-Stute, 2. Preis. D
/, p a arw e i s e zu präm i i e r e n. Aug. »vvensaorr. vMetÄNI 4 s 1 mS nm «. r-.. crr\ V I
w . th. Gießen, 28. Sept.
^btzteu Lerhandlungstage des Schwurgerichts wurde gegen
Sonntag unter gwßW^etÄljiMn^sän" L rgtuTiT-tI vn^?lt^°Ä^Antt
b 1 rurn-^i verhandelt. Dte Anklage vertrat Staatsanwalt Trünrpert ünt
^,^2Ni Jahren nach dem Unfall. Me in den 906—912 enthaltenen Strafbestimmungen wurden nut der van konservativer Seite vorgeschlagenen Abänderung, daß Geldstrafen, die ein Genossenschastsvorstand erbarmt hat, in die Kasse der Berufsgenossenschaft fließen, im übrigen »uweründert an- genommen.
Damit ist die erste B er atung der Gewerhe-Unfall- Versicherung abgeschlossen. Der Ausschuß trat bann die Beratung der l andwirt schaftl ichen Unfallver-i sicherung ein. Die §§ 913 bis 917, die den Umfang dieser Versicherung festsetzen, nmrden im wesentlichen angenommen. Nur -§ 915 ^urde auf Antrag des Zentrums dahin geändert, daß als landwirtschaftlicher Betrieb nicht nur „auch die Gärtnerei" gelte, ,ordern „auch der Friedhofsbetrieb, die Gärtnerei, die Park- und Garlenpftege . Weiterberatung: Donnerstag vor-!
•* Reinsall. Nachdem unlängst die Polizei mit bt- ». Geldspiel-Automaten in den Wirtschaften durch A„, drohung der Beschlagnahme und Anzeige wegen Duldung - E»* Glücksspiels aufgeräumt hatte, brachte ein hiesiger Witt einen. V solchen Automaten in seiner Küche an und gab so feine F Gästen Gelegenheit zum Spiel. Mancher Nickel wurde d-> Rj Apparat zum Nutzen des Wirtes einverleibt; jedoch befc fif die Polizei von der Sache Wind. Gestern nachmittag » schien in der Küche des nicht wenig erstaunten Wirtes k Kriminalbeamter und beschlagnahmte den Automaten fQRV ,u dem Geloinhalt. Eine Anzeige wegen Duldung deS Glücl-, p spiels wird dre weitere Folge sein.
X Daubringen, 29. Sept. Morgen, Freite
30. September, findet hier Gemeinderatswahl statt, k
Rummelsburg, Regierungsbezirk Koeslin; W r e ch o w>, Ka> 1 Königsberg, Rebierungsvezirk Frankfurt a. O.; Domar ? Kuchary, Krers P le sch en, Regierungsbezirk Posen; Tv s mäne Babeb, Kreis Adelnau, Regierungsbezirk Pose^ Mro ts ch en, Kreis Kempen, Regierungsbezirk Posen, c;
iI Lehrerpersonalien. Entlassen wurde diel 1 rs» no , i
-.u Ä-ÄWÄÄTjteÄ* " * ““ -** “““ Efc. ?™ •" «-ch-«--»» i-- P,°- ---ich, 28 SCH D-»Mch,I finba (i„ M, JJ
lemanonsreajt ju. zungswahl zum Gemern berat statt, da drei GemeiM
„ _ „ Ernannt wurde der Gefangenaufseher an der rate Ausscheiden; es sind dies Brauereibesitzer Fbrirä tZellenstrafanstalt Butzbach Otto Bell mann zum Gefangen- Bäckermeister PH. Zimmermann und Landwirt Hernm-i aufseher ant ProvinzialarresthauS in Darmstadt. Heller.
r^^*^"'Errkanischer Konsul. Der zum amerifani-L , X Bettenhausen, 28. Sept. Unser Ort ist bati
Generalkonsul in Frankfurt a. M. ernannte Frank dekannt, daß er stets ant frühesten mit der Je! bar bei I ’ ar1 V-V bem L^eichsexequatur verliehen wurde, 11 fertig ist. So ist auch jetzt die Kartoffelernte vollstän^ zur LusubUng konsutarischer Verrichtungen in Hellen zu- eingetan. Bon jeher wollen unsere Bauern bis u gelassen worden. Sern Amtsb^irk umfaßt ganz Hessen es, dre nächsten Sonntag stattsindet, mit der Harm ' mrt Ausnahme der Kreise Atzey, Bensheim, Worms, Heppen- seldarbert fertig sein.
L , L = ®M6acE)z 28. ©ept. Unter großer Beteiligt-,
Metallarberteraussperrung in Hessen. Bevölkerung des Mrlitärvereins und der freiwillW Wenn auch gegenwärttg alle Aussicht besteht, daß die Wisse- Feuerwehr fand heute nachmittag die Beerdiquna d- renzen, dre den Verband der deutschen Mctallindustriellien “m 26- September von der Main-Weser-Bahn in der W d- ^u der für den 8 Ottober festgesetzten Aussperrung von des Bahnhofes überfahrenen ledigen 32 Jahre alten Sta P „ Leiter veranlaßten, bei den gegenwärtig Euler von hier statt. Der Verstorbene war ein tüchtia^"
rn Berlin schwebenden Verhandlungen beseitigt werden, so Handwerker und leitete seit eitrigen Jahren das GesM muffen nattrrlrch dre vorläufigen Kündigungen der Arbeiter s^tues schwer leidenden Vaters. — Das Schüttelob! zum 8. Oktober jetzt doch bereits vorgenommen werden wurde hier das Malter zu 5-6 Mk. verkauft.
bte?efm Verbände deutscher Metallindu- --Mainz, 28. Sept. Die Hessisch e Missi fteflt. hiP 'lRtPrtYttnnVxö Sz>z3 slfi«f u_r -r . nrJ " I rv - r ch gedenkt am 2. und 3. Oktober hier ihr]
am Aussperrungsbeschlusses bereits Jahresversammlung zu halten. Am Sonntaa dei
[a$ e^otgt. ^n Offenbach ist etwa 2. Oktober veranstaltet sie einen Missionsabend in de: TinnPMr^e^s ^0«!, tn Darmstadt haben die Johanniskirche mit Ansprachen von Mrssionsinspektor Li
^ber,G. Luther, L. Schenck sowie Göhrig v. Warneck-Barmen und Missiona? Gsell-Frcmkftwt a
Arbeiter gekündiat, und ln Die Hauptverhandlung ist am Monta^3 Ott^er im Kvr hiAugsburger Maschinenfabrik, sirmandensaal (Pfarrhaus 2) her C?ristuskirche ' wo naö ®® angefünbtgt wor^ einer Ansprache des Oberkotisistorialrak'^^Mr--LstL
e n 'in\ eAue Kündigung en erfolgt, Herr Lrc. D. Warn eck über das Thenra reden wird- Di- kerne Aussperrungen m Aussicht genommen sind. Gottesbewußtsein im Heidentum und seine Bedeutung ft
Stadttheater. Shakespeares „Kaufmann Mission. Darauf folgt eine Aussprache. M
Lchch. r^chch mit dem am kommenden Dienstag die ^r Mainzer Tagung läßt sich bequem ein Besuch der höchß Wrnterfprelzert eröffnet wird, ist im neuen Hause noch nicht ^teressanten völkerkundlichen Ausstellung der Baste:
’ bietet Gelegenheit für hübsche Mission in Mesbaden verbinden.
Ktw',1. Preis, S. Michel, Gießen, 3- und 4 lä^iger braune gaHa^b unb Stute, 2. Preis; Aug. Frensdorf, Gießen dun e?
br-mne Stuten 3 Prms^ Ed. Kaufmann, NiLr-Weiscl 4 whr' dunkelbraune Wallache, 4. Preis 1 ' ,a9T
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..eJ6111 ® c?r den Mttglredern des Ge-,kein unrechtes Gut mehr blitzen. Bitte, 0^0^«^ dÄ
Sunde. Der Dieb als Begnadigter durch Jesu Mut."
Zucht st uten mit F ohl en oder gedeckt. L. Brück- mann, Neuhof, M jähr. Fuchs, 1. Preis; Gg. Bill I., Nieder- Weisel, 8iahr Braune, 2. Preis; Corl Hofmann, Wetterfeld, 6;ohr. Rotschimmel, 3. Preis; Jak. Klippel, Nieder-Weisel, owM. Dunkelbraune, 4. Preis; Aug. Heinz, Nieder-Weisel, 9 lahr. Schimmel, 5. Preis; G. Bill II., Nieder-Weisel, 7 jähr. Hellbraune, 6. Preis; Conr. Bill XIX., Nieder-Weisel, 6 jähr. Dunkelbraune, 7. Preis; Ehr. Hauser IV. Wwe., Nieder-Weisel, 8. Preis; Ludw. Hahn, Nieder-Weisel, 9 jähr. Fuchs und Wilh. on|' Langd, 6 jähr. Dunkelbraune, Anerkennungen.
Vor Beginn der Preisverteüung dankte Oekonomierat Müller allen, die zum Gelingen des Gießener Pferdemarktes beigetragen haben. Rittmeister a. ,D Fenner tadelte die Art, wie hier zu Lande die Pferde beschlagen werden. Es sei zu mißbMgen,, ---------- .------ -........|luu,
Mb man Stollen an die Eisen machen lasse und die Pferde damit Wahlzeit ist auf nachmittags 4 bis 7 Uhr festgesetzt, roobui sä'ääx•*** ***** robben, der Schmied mü,se Eisen machen, auf denen das Pferd ' n* M-
ftcher geht, auch wenn die Stollen nicht daran seien. x Rerskrrchen, 28. Sept. Der Metzger Beck-
Den Schluß der Veranstaltung bildete wie immer, ein Festessen, von hier stürmte heute mittag dadurch mit seinem Rad bc .2 bas im „Prmz Carl" stattfand. es auseinanderb rach. Er hat schwere Verletznnaen am ?
es ausernanderbrach. Er hat schwere Verletzungen am Ko-j j — Bei der gestern vorgenommenen Obstversteigeruu an den Kreisstraßen war gutes Tafelobst sehr tere- -b, Kelterobst war billiger zu haben, aber auch dieses fen i S' willige Abnehmer. 1 f
ffest auf dem Schiffenberg ab. Morgens 7 Uhr versa^i t ! melten sich die Wetturner am Schützenhaus Gießen *' marschierten nach dem Schiffenberg, wo um i/210 Uhr eS? 90 Turner zum Wetturnen antraten, das aus ©tabSL; Freihoch, Freiweit, Steinstoßen und einer Freiübung b S stand und g^en 1 Uhr beendet war. Bundesvorsitzens <; Daupert-Wieseck dankte den Festteilnehmern für chr reiches Erscheinen unb forderte sie auf, in Zukunft spA und treu zum Bunde zu stehen wie setther und schloß einem „Gut Heil" auf den Bund. Turnwart Schmid^ Launsbach nahm hierauf die Preisverteilung vor; die erft2| Preise erhielten: 1. Heinr. Rohrbach, Lollar, 2. Christ. AO ber, Odenhausen, 3. Wilh. Lehr, Taubringen, Wilh. Müll^I Großen-Buseck, Karl Weller, Wieseck, Heinr. Hahn, Gr C Buseck, 4. Karl Hildesheim, Lollar, 5. Wilh. Schwalb, *3 ringen, Wilh. Frank, Lollar, 6. Wilh. Schmidt, Waldgj Georg .Kratz, Großen-Buseck, 7. Heinr. Wißmann, 8. Herrn. Reuker, Lollar, 9. Karl Klinkel, Lollar, 10. H^j Rinn, Bieber, Heinr. Walter, Großen-Buseck. Der $ verein Watzenborn führte einen Reigen auf, der qröi Beifall fand. Eine Musikkavelle hielt die Festteilne! bis zum Einbruch, der Dunkelheit in siöhlichster Stimm zusammen.
vermischtes
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LMchiffahrt.
Rundfahrten des P. 6.
München, 28. Sept. Der Parsevalballon, der inrt 12 Uhr 45 aufgestiegen war, erreichte gegen 2i/z Uhr Garmisch-Partenkirchen und fuhr dann nach dem Eibsee weiter. Bon dort kehrte „P. 6" nach München zurück, wo er gegen 51/2 Uhr landete. Es ist beabsichtigt, nach einer halben Stunde eine kürzere Fahrt über München anzutreten, anderPrinzLudwigvonBayernundGrafZep- pelin teilnehmen werden.
Zeppelins Fahrt int P. 6.
Privat-Unterricht in Weißnähen und Zuschneiden wird erteilt [07941
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K 100/10. , (B1/®
Donnerstag, 6. Cftbr. 1910, nachm. 3 Uhr wird in unserem Amtszimmer die demEmilKimpel in Gießen zugeschriebene, nach- tehend verzeichnete Parzelle ver-
Tafeläpfel
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Flugapparat über sie hinweggehen konnte, ohne ihnen Schade« M tun.
Mu,woche Trier—Metz.
Meb 28 Sept. Als Einziger stieg heute nachmittag 4 21 Übr D Hel en ans; er passierte in glatter Fahrt um 4 30 Mr Wellen a. d. M., mußte dann um 5.26 Uhr bei Nied^r-Yeuz infolge Verlustes eines Ventildeckels landen. Thelen blieb- unverletzt; sem Apparat rst leicht beschädigt.
K 74/10. Bertrich verstorbenen Hermann Schulz Ehefrau, Anna geb, Keller zu Bingen, wurde am 15. Sept, das Konkursverfahren eröffnet. Notariatsgehilfe Anton Reutter tn Bingen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen smd Ms zum 8. Okt. bei dem Amtsgericht Bingen anzumelden. — Ueber das Vermögen des Kaufmanns Robert Loos m W o l l st e t n wurde am 20 Sept, das Konkursverfahren eröffnet, da eme Glaubigerrn die Konkurseröffnung wegen Ueberschuldung des Gemernschuldners beantragt und der Gemeinschuldner seine Ueberschuldung und Zahlungseinstellung auch zugegeben hat. Rcchtsprakttkant Schmttt in Wöllstein rourbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- fwbttS !<Ä rum 15. Okt. bei dem Amtsgertcht 23o(lftem anzumelden.
(ßericbtsiaaL
b. M ainz, 28. Sept. Der 60jährige Spengler Karl Rob. Diem aus Meiningen wurde im Anfang d. I. nach Verbüßung von 15 Jahren Zuchthaus mit 115 Mk. aus der Strafanstalt entlassen. Er versuchte Arbeit zu bekommen, wurde aber mit Rücksicht auf seine vielfachen Vorstrafen nirgends angenommen. Seine Bemühungen bei dem Verein zur Unterbringung entlassener Sträflinge hatten auch keinen Erfolg. Er will dann in Frankfurt in einer Wirtschaft von einem Unbekannten falsches Geld, Zwei-, Drei-, Fünfmarkstücke, für eine geringe Vergütung erstanden haben. Er habe das falsche Geld nur gekauft und ausgegeben, weil er in großer Not gewesen sei. Es wurde festgestellt, daß er in Frankfurt, Mainz und Worms das falsche Geld in Läden und Wirtschaften ausgegeben hatte. Die Geschworenen bejahten die Frage des Münzverbrechens, worauf der Angeklagte zu 3l/< Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Er kommt unter Polizeiaufsicht, die Falsifikate wurden eingezogen.
K 114/10. "Z M»/.
Donnerstag, 3. Nov. 1910, nachm. 3 Uhr werden m unterem Amtszimmer die dem Schlemm, Heinrich und Ehefrau geb. Albus zugeschriebenen, nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 1Z1111} = 40 Stall an der
Färbach. . .
1/1116 -- 57 am Hofreite tn der Knhgasse.
1/1113 = 38 qm Hofraum daselbst; von dieser letzteren Parzelle der den Schuldnern zustehende ideelle Anteil (Vs)-
Gießen, den 28. Septbr. 1910. Grotzherzogliches OrtSgericht. ________Gros.
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München, 28, Sept. Ihn halb 6 Uhr erfolgte die Landung. Hochrufe der Versammelten begrüßten das Luftschiff und sie erneuerten sich, als Prinz Ludwig von SBahern und Graf Zeppelin die Gondel bestiegen, um unter Führung des Oberleutnants Stelling eine Fahrt über München anzutreten. Um 5 Uhr 50 Minuten erfolgte .der neue Aufstieg Nach einer Fahrt von etwa zwanzig Minuten, die sich über München bis Schwabing ausdehnte, erfolgte die L an bung um 6 Uhr 9 Minuten. Prinz Ludwig sowie Graf Zeppelin sprachen dem Führers des Luftschiffes ihre Freude aus. Graf Zeppelin richtete sodann an den Major von Parseval in Berlin folgendes Telegramm: Gelegentlich der Jahresversammlung des Deutschen Museums war es mir vergönnt, mit Sr. K. H. dem Prinzen Ludwig eine Fahrt in Ahrem Luftschiff auszuführen, und ich möchte Ihnen für diese Freude meinen herzlichsten Dank zum Ausdruck bringen. Graf Zeppelin.
München, 28. Sept. Das Luftschiff „P. 6" ist heute nachmittag 123/4 Uhr zu einer Fahrt nach Garmrsch- Eibsee-Zugspitze aufgestiegen.
Zeppelins Fahrt nach Wien verschoben.
Wien, 28. Sept. Graf Zeppelin sandte an Bürgermeister Neumayer ein Schreiben, worin er mitteilt, daß ein Schaden an einer Maschine der das Aluminium liefernden Fabrik den Ersatzbau für die beiden zerstörten Luftschiffe derart verzögerte, daß der geplante Flug nach Wien rn diesem Jahre kaum mehr ausgeführt werden könne.
Em gefahrvoller Zwischenfall auf der Mailänder Flugwoche.
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Märkte.
L Friedberg, 28. Sept. Der heuttge Diehmarkt war nicht so gut mit Schweinen befahren wie die vorhergehenden stärkte. Die in vollem Gange sich befmbenbe Obst-, Kartoffel- unb Zuckerrübenernte mag die Ursache ber geringeren .Zumhr gewesen sein. Dennoch waren über 1000 Ferkel aufgetrieben. Der Handel war nicht flott unb die Preise gingen stark herunter Das Paar Ferkel komite man schon nut 22 Mk. erstehen. Etwas größere Tiere kamen aus 25, 30 und 35 Mk. Der Kramer- markt war nicht nennenswert.
Limburg a. d. Lahn, 28. Sept. ^"^markt. Durch- sckmittsvreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 16,80 Mk., ’SÄ(anqebaute Srembforte) 16,30 Mk K-rn 40,70 Mk., Gerste: Futtergerste 0,00 Mk., Braugerste 00,00 9) iL. Haier, alter, 7,50 Mk., neuer 7,05 Mk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln ^'OO^Lrautturta.M. Di e h h os-M ar kt b er i cht vom 29.Sept. Austrieb: 180 Rinder, darunter 36 Ochsen, 3 Bullen, 141 Kühe, 732 Kälber, 236 Schale, 9ö5 Schweine.
' Tendenz: Kälber lebhait, ausverkauft, Schafe ruhig, ausverkauit, Schweine lebhaft, nahezu geräumt. ^spro IMPfd.
Lebend- Tchlacyl-
gewicht Mk.
üe Verteidigung führte Rechtsanwalt Aaab. 5 Zeugen waren U ^er Angeklagte war geständig, vor bent Schöffengericht Lich int 15. Juni mit seinem Eide eine unwahre Behauptung be- räftigt zu haben. Er wurde in einer Anklagesache gegen Heuinch sfloßhaus aus Lich wegen Körperverletzung vernommen, und er- lärtc, daß er an den Verletzungen, die er von G. erhalten hat, > Tage daniedergelegen hat. Diese Behauptung ist unwahr, wie ;urch Zeugey nachgewieseu wurde. Sie ist vermutlich von dem Mngcflagtm aufgestellt worden, um Großhaus eine härtere Strafe iU verschaffen. Die an die Geschworene gestellten Fragen leiten iuf Meineid, im Verneinungsfalle auf fahrlässigen Falscheid.
Staatsanwalt Trümtzert ist für bie Beiahung der ersten
Rechtsanwalt Raab war der Ansicht, es liege nur ein fahrlässiger Falscheid vor. „ _ , t w ,
Tie Geschworenen folgten nut ihrem Spruch dem Antrag des Staatsanwalts, worauf der Gerichtshof gegen den Angeklagten auf 1 Jahr Zucksthaus utid Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre erkannte. Weiter wurde die dauernde Unfähigkeit ausgesprochen, vor Gericht als Zeuge oder Sachverständiger vernommen zu werden.
* Qunr Gedächtnis für die bei der Belagerung von Straßburg im Jahre 1870 Gefallenen wurde am Mittwoch, tot 40. Jahrestage der Uebergabe, tm ^tafeburget Münster lediglich eine liturgische Feier begangen. Erne Pre- bigt of bk man vielfach gerechnet hatte, nmrbe ni»t gehalten Im schwarz oerhangenm Chor war ern Katafalk aufgestellt, bCT aber nicht mit einem B-chtuche m fran-ösnchen Farben bedeckt war. Der Besuch ber kirchlichen Feier war nicht so stark wie zu erwarten gewesen wäre. Für bie Gläubigen des evanaelischen Bekenntnisses sand ein Gedächtnisgottesdienst in der Mkolackirche statt. In der Svnagoge wird kein Gedächtnisgottesdienst stattNnden. . . ..
* Eine unselige Wette scheint es gewesen zu sein, bie einen jungen Offizier zu e^m tollkühnen WaMis Verl eit tte, bei dem er töblich verunglückte. Aus Berlin rotrb darüber be- riebtet- Leutnant v. Schröder vom Bückeburger Jagerbataillon, kommandiert zur Schloßgarde-Kompagnie ist in der Nahevon Großbeeren bei dem Versuch, zwischen den Flügeln einer Windmühle h'ndurchzugehen tödlich ver unglückt. Er wurde von einem Flügel erfaßt und 50^-Keter weit fortgeschleudert. Den Anstoß zu dem verhängnisvolle. E^ Ueriment gab die Erzählung, daß ein anderer Offizier glücklich zwischen den WindmüHlenflügeln hindurchgerttten sei.
* Eine Familientragödie hat sich wieder einmal in Berlin abgespielt. Der Kaufmaim Kladow, der in Not geraten war, hatte schon einmal versucht, M mit Leuchtgas zu vergiften. Am Mittwoch früh trafen Nachbarn den etwa sieben Jahre alten Knaben des Kaufmanns laut schluchzend auf der Straße, l^r rief. her
Vater wlll uns mit Gas vergiften!" Einer der Nachbarn nahm sich des Knaben an und lief mit ihmdie elterMfi WArning. Dort bot sich ein schauerlicher Anblick. Das Ehepaar lag leblos im Bett und zwischen ihnen das lungtte Änti>, ein kleines Mädchen. $orgenommene Wiederbelebungs- versuche waren sowohl bei der Frau als auch bei dem K^ude vergeblich, nur der Mann schien noch eine Spur von -eben zu haben, als aber ein herbeigerufener Arzt sich um chn bemühte, verstarb er unter dessen Händen.
* Die Rache der Geliebten brachte ein junges Ehepaar am Mittwoch in Berlin in große Lebensgefahr. Es wird uns darüber geschrieben: Ein junges Ehepaar mollte sich gestern gerade von dem Hochzeitsmahl nach seiner Wohnung begeben, als sich auf der Straße ein langes Mädchen, angeblich die frühere Geliebte des Ehegatten, dem Paar zu nahem versuchte. Plötzlich begoß das Mädchen aus einer Flasche, die es aus seiner Handtasche hervor holte, das junge Ehepaar mit einer Flus- fdie die Kleider sofort zerfraß und auch du Gattin nicht unerheblich verletzte. Nach der Tat entfloh das junge Mädchen. Es gelang der Polizei vis letzt nichts feiner habhaft zu werden.
* ,£)ff. an die Exp. dieser Zeitung." Einem Berliner Blatte schreibt man aus Reichenstern t. Schl.: ^ch ließ vor einiger Zett ein Inserat in eine Breslauer Zeitung einrücken. Unter den Offerten befand sich ein Brief aus Hundsfell), der als Adresse folgende Auffchrift trug: L)ff il A. 3963 an die Expedition dieser Zeitung". Die Post hatte sich die Mühe nicht verdrießen lassen, bei allen Zeitungen in Hundsfeld und Breslau am zufragen, und so schließlich festgestellt, welche Zeitung in Betracht kam. — Nvch erstaunlicher als die Findigkett der Post erscheint uns die hohe Intelligenz des Hundsfelder
K104/10. t