Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Herr Dr. Becker-Sprendlingen nach Mitteilung cheSvorsitz enden Dr. o. Helmott-Friedberg sich zur tC den sei. Ta Vie geschichtliche wiritichleil Jesu. Von Dr. Oskar Holtzmann,*) a. o. Prozessor der Theologie an der Universität Gießen. I chnen gegenüber ausrusen: ,Mener des Messias? — Ich bin es noch mehr!" Aber mm das Seltsamste. Diese erste urkundlich sicher bezeugte christliche Persönlichkeit hebt auf das stärkste hervor, daß sie hinsichtlich ihres Evangeliums von früheren Lhristen nichts gelernt haben. In breitester Weise handeln davon die zwei ersten Kapitel des Briefes nach Galatien. Vor seiner Bekehrung hat Paulus die Christen verfolgt; nach seiner Bekehrung fragte er nicht nach Fleisch und Blut und ging nicht etwa zu den srüheren Aposteln nach Jerusalem; erst drei Jahre später hat er Petrus in kurzem, vierzehntägigem Besuch kennen gelernt und dabei auch den Bruder Je,u, Jatoous, gesehen, sonst leinen Apostel; später — und zwar 14 Jahre später — kam er wieder zu wichtiger Verhandlung nach Jerusalem: da traf er drei, in der dortigen Gemeinde angesehene, als ihre Gruirdpfeiler geschätzte Männer — das waren Jakobus, Petrus und Johannes —; mit denen einigte er sich, ohne von ihnen neue Aufschlüsse zu erhalten; und wieder später ist es in Antiochia in Syrien zwischen ihm und Petrus . zu einem kräftigen Zusammenstoß vor den Augen der ganzen Gerneiiwe gekommen, weil er an der Haltung des Petrus meinte Anstoß nehmen zu müssen. Bei dieser Selbständigkeit des Paulus ist siä>er die Frage berechtigt, ob nun seine scheinbar wildgewachscnc Religion mit der urchristlichen Religion,, die ja wohl auf Jesus zurückgeht, noch etwas mehr als den bloßen Namen gemein hat. Das Christentum des Paulus können wir aus seinen Briesen erkennen. Wo schöpfen wir aber zuverlässige stunde, über die Religion der urchristlichen Gemeinde und über Jesus selbst? Der Eindruck verdüstert sich noch, wenn wir uns klar machen, daß in den genannten echten paulinischen Briefen mit genau 60 Kapiteln nicht mehr als vier Worte Jesu ausdrücklich angeführt werden. Paulus beruft sich auf ein merkwürdig phantastisches Wort Jesu, in welchem Jesu die letzte Ankunft des Messias und die Bereinigung seiner Gemeinde mit ihm ganz in den Farben jüdischer Prophetie geschildert hat; er beruft sich ein ander Mal auf das Verbot der Ehescheidung durch Jesus; er beruii sich auf eine besondere Weisung, die Jesus seinen Mmionaren mitgab; er beruft sich endlich auf geheimnisvolle Worte, die^esus „in der Nacht, da er verraten (oder: ausgcliesert) ward" zu seinen Jüngern bei Tisch gesprochen hat. DaS erste dieser Worte wird angeführt im Bries nach Thessalonich, die brei andern im ersten Brief nach Korinth; in den fünf weiteren Briefen, die als echte Briefe des Paulus bezeichnet wurden, kann man wohl vereinzelte Anklänge an Jesusworte aus den Evangelien finden, als Jesusworte sind sie nicht bezeichnet, und unmöglich erscheint es nicht, daß ursprüngliche Paulusworte in den spater gcfchnebenen Evangelien zu Herrnworten umgewandelt worden und. Aber noch merkwürdiger berührt uns das Verhältnis des Paulus zu diesen Worten Jesu. Jesus ist ihm der Herr, der MessiaS: aber die Imperative der Worte dieses Herrn hat er keineswegs als absolute Imperative für sich betrachtet. Er erlaubt unter Um ständen die Ehescheidung; er befolgt als Missionar die Weisung nicht, die Jesus seinen Missionaren gegeben hat. Und das ist kein Widerspruch, dessen Paulus sich nicht bewußt wäre. Beidemal führt Paulus unmittelbar zuvor das Wort Jesu an; dann sagt a. Dieser Paulus hat nun Jesus während seines Lebens sicher nicht gekannt. Er ist unglücklich darüber, daß er vor seiner Bekehrung die christliche Gemeinde verfolgt hat. Darüber klagt er im ersten Korintherbrief, int Galaterbrief, im Philip verbrief. Uber nirgends erwähnt er, daß er sich damals mit Jefus persönlich berührt und ihn dennoch verworfen habe. Was er also von Jesus weiß, hat er nicht selbst gesehen und gehört, auch Laulus hat alle seine Kuiide von Jesus zweifellos schon aus irgendwelcher Uebedieierung. Hätte er Jesus einstmals gelaunt und verworun, dann müßte das erwähnt sein da, wo Paulus lagt, Mb er den Apostelnamen eigentlich nicht verdiene, weil er einst die Gemeinde vorfolgt hat; es müßte auch da erwähnt fein, tvo Paulus sich ftols mit den Dienern seines Messias vergleicht, die ihre Vergangenheit — ihren nahen Verkehr mit Jesus — ihm gegenüber ins Fold führen. Er könnte bann nicht so stolz und zuversichtlich noch Philippi. Schon diese Namen zeigen, daß nur es m dieser ältesten Literatur des Clsristentums nicht mehr mit den ersten Anfängen der neuen Religion zu tun haben; ein Glaube, der fast schon in allen großen Gemeinden des östlichen Mittelmeerbeckens Wurzel gefaßt hat, ist eine fertige Größe. Die genannten Briefe sind echt. Nach dem Tode des Paulus hätte ein Späterer den Paulus gewiß nicht schreiben lassen, er werde mit der Mehrheit der Gemeinde die Wiederkunft Christi erleben; das steht im ersten Thessalonick)er- und im ersten Io- rintherbrief. Der spätem Zeft stand es fest, daß die erste Christenheit ein Herz und eine Seele war; den Kampf zwischen Paulus und der christlickfen Urgemeinde hätte kein Späterer mit so grellen Farben gemalt, wie das im zweiten Korintherbrief und im Galaterbrief geschieht. Die späteren Christen schieden sich aus das schärfste vom Judentum; immer wieder hören wir, daß den Juden das Heil genommen und den Heiden gegeben sei; kein Späterer konnte die Frage nach der Rettung des alten Gottesvolkes in so heißem schmerzzerrissenem Gemüte beivegen, wie das Paulus im Römerbrief tut. Und was sollte einen Spätem veranlagen, einen Empfehlungsbrief für eine Diakonisse zu schreiben mit einer Menge von Grüßen, die alle nur im Atunde des Paulus und in der ersten Zeit der Gemeinde von Ephesus verständlich sind? Die Echtheit des Briefes nach Philippi ist dadurch verbürgt, daß Paulus hier seine baldige Befteiung und Rückkehr nach Philippi in festem Gottvertrauen erhofft, und diese Hoffnung ist niemals erfüllt worden. Ein Späterer hätte ihn so nicht schreiben lagen. Haben wir somit Urkunde von Paulus, so haben wir auch eine Urkunde über Paulus. Das sind die kostbaren Bestandteile der Apostelgeschichte, die man als „Wirbericht" bezeichnet, weil in ihnen in der ersten Person der Mehrzahl erzählt wird. .Es sind Memoiren eines Begleiters des Panlns, der jicl)er den einten Jug nach Europa mit Paulus unternm,. . der dann IPdter die verhängnisvolle Reise nach Jerusalem nur Paulus machte, bei ber Paulus gefangen würbe, und der endlich den gegu^cnen Apostel von Palästina bis nach Rom begleitet hat xurd) das Zusammenstimmen dieser genauen anschaulichen Urkunde Don Paulus mit den Briefen des Apostels Paulus ist es möglich, ein klares deutliches Bild des großen Apostels zu gewinnen. nicht zusagt. Dieses Zusammengehen fand aber die Billi- gung der Vertrauensmänner-Versammlung des B. d. £., der ihr Vorsitzender mitteilte, der Füh-rer des Zentrums habe ihm die Unterstützung für Dr. Becker oder Dr. von Helmolt zugesagt. Letzterer fort nach dem Beschluß vom 24. d. M. dann kandidieren, wenn die ^Lationalliberalen die Kandidatur Dr. Becker nicht unterstützen. Die Entscheidung der Nationalliberalen im Wahlkreise Friedberg wird in ihrer auf den 1. Mai angesagten Vertrauensmänner- Versammlung fallen. Die sachlichen Berichte in dieser Zuschrift über die Parteientschließungen werden uns von anderen Seiten bestätigt. Dr. Becker-Sprendlingen ist gewiß ein Mann von erprobter nationaler Gesinnung, und er dürfte mindestens eines großen Teiles der nationalliberalen Wähler sicher sein. Seine politische Vergangenheit ist aber bekannt genug, als daß man mit allzu viel bestimmten Forderungen und Festlegungen in ihn dringen sollte. Wollen die National- liberalen eine weitere Probe kluger Mäßigung und nationaler Gesinnung geben, so werden sie sich damit einverstanden erklären, daß Dr. Becker sich keinem Parteizwang anzubeguemen braucht. Tann dürfen sie aber auch verlangen, daß der Bund der Landwirte von rücksichtlosen Forderungen Abstand nimmt. Der Bund verlangt nämlich nach uns vorliegenden Berichten dreierlei: „einen Kandidaten auszustellen, der 1. sich auf das Programm des Bundes verpflichte, 2. dem Bund der Landwirte als Mitglied angehöre, 3. sich im Falle einer Wahl im Reichstag keiner Fraktion anschlösse." Der Bund der Landwirte sollte im Interesse eines friedlichen Zusammengehens nichts verlangen, was er auch der nationalliberalen Partei nicht zubilligen will; er hat hier vielmehr Gelegenheit, zu zeigen, daß seine Oragnisation nicht als Parteigruppe mit rücksichtslos einseitigen Interessen anzusehen sei. ‘ Roosevelt über die Bürgerpflichten. Herr Roosevelt i|i uju uno Ungarn nach Paris gekommen, wo die ihn begleitende Jouriialistengesell- schaft die bcianntc Ausschreierei fortsetzt. Heute wird von einer Rede Roosevelts berichtet, die ihn als Sraaisphilo- sophen zeigt, allerdings nur Selbstverständlichkeiten enthält. Es ist aber belustigend, vast der frühere Präsident den Franzosen in dem Augenblick eine Letton über Bürger- tuaendett in der Repuvftk erteilt, wo bei den Wahlen in ganz Frankreich die unerhörtesten Ausschreitungen und Verbrechen gezeigt haben, oa der po^it.sche Bürger in Frant- rei-cki ganz wenig auf her >?öfje der Zeit steht: Paris, 23. April. Roosevelt hielt heute in der Sorbonne die angekündigte Vorlesung über Bürgerpflichteninder Republik. Er bezeichnete es als eine der wichtigsten Lehren aus der Geschichte Frankreichs, daß eine hohe künstlerische und literarische Kultur srch mit einer führenden Stellung auf militärischem und politischem Gebiete vertrage, lieber der Pflege der geistigen und körperlichen Kräfte stehe jedoch die Charakterbildung, die Erziehung zur Selbstbeherrschung, zu vernünftiger Denk- Dic Redaktion des Gießener Anzeigers hat mich ohne irgendwelches Zutun meinerseits gebeten, ihr einen kurzen Aufsatz zu liefern über die Frage: „Hat Jesus gelebt?" Ich glaube mich dieser "Anregung nicht entziehen zu dürfen, nacktem durch die Stiibrigteit des Vtonistenduiides und die Vorträge , von Arthur Drews die Frage einmal in die Massen geworfen ist. Die Frage hat ein gewisses Recht. Sie hat ein größeres Recht als die Frage nad) der geschichtlichen Wirklichkeit Muhammeds; von Mulmmmed haben wir höchstwahrscheinlich echte Urkunden; Muhammeds sichtbarstes Werk war eine große Politik Umwälzung in Arabien. Dagegen haben wir keine Urkunden ms i?cr Hand Jesu; wir haben auch keine wirklich urkundlichen Berichte über die Wirksamkeit Jesu. Abgesehen von dem Worte Abba, mit welchem Jesus zu Gott zu, beten pflegte, ist uns teilt Wort Jesu in der Muttersprache Jesu, d. h. in den Lauten, öic Jesus selbst gebraucht hat, noch überliefert; die Worte deS 22 Psalms „eli, eli, lama sebachtani", die der Gekreuzigte aus- rief, sind ja nicht Worte, die er selbst so geprägt hat. Die (Srangclierf, aus denen wir heute unsere Kenntnis der Wirksamkeit Jesu sckwvfen, sind vor dem Jahr 150 nicht sicher nachweisbar; die Zahl der Worte Jesu, die außerhalb der Evangelien in den Sckniften der Christen vor 150 angeführt werden, ist merkwürdig klein Die älteste Urkunde des Christentums vst für uns der griechisch geschriebene Brief des Apostels Paulus aus Korinth nach Salonichi, der sog. erste Thessalonicher Brief. Er setzt alio voraus daß das Christentum von seiner Hemiat Palästina bis in das Herz der griechischen Welt bereits siegreich vorgedrungen! ist- in Makedonien und Griechenland sind bereits blühende chnst- liche Gemeinden vorhanden; da erst tritt baS Christentum für unS literarisch hervor. Jetzt allerdings in einer sehr greifbaren, klarumralenen geschichtlichen Persönlichkeit, dem Apostel Paulus. Vieles von dem, was unter feinem Namen überliefert ist, ist nicht echt; aber iidier echt sind sieben, zum Teil recht umiangreube Briese ans seiner Hand. Es sind dies außer dem genannten Brief nach Salonichi zwei Briefe nach Korinth, einer nach der kleinaMünchen Landschaft Galatien, einer nach Rom, an den fetzt ein kurzer Empfehlungsbrief nach Ephesus angehängt ist, und em Bries *) Da gegenwärtig ein ungewöhnliches Interesse an religiösen Fragen bekundet wird, haben wir uns an Herrn Prof. Dr. Holtzmann gewendet und ihn im Anschluß an die Darmstädter Reltgionsgespräche um eine kurze, Darlegung über den geschichttimen Jesus ersucht. Prof. JOr. Holtzmann gilt auf diesem Gebiet als ein namhafter Forscher, dessen Darlegungen sicherlich eine interessante Ergänzung zu den in Darmstadt erfolgten Auseinandersetzungen sind». des Bunoesvorfitzendeii Dr. o. Helmolt-Friedberg sich zur Annahme einer Kandidatur bereit erklärt hat, wenn chn alle bürgerlichen Parteien außer der freisinnigen unterstützen, so bedeutet daS Verhalten des B. b. L. nichts mehr und nichts weniger als eine Uebertragung des im Reiche und in Preußen zurzeit dominierenden „schwarzblauen Blocks" auf unsere hessischen Verhältnisse, wobei den Wationalliberalen unter Ausschluß des Freisinns gnä- biqft gestattet wird, mitzuwählen, ohne daß ihnen auch nur der geringste Einfluß bei der Auswahl des Kandidaten zu- gestanden wird. Ob die Nationalliberalen im Wahlkreise Friedberg-Büdingen sich unter dieses kaudinische Joch beugen wollen, will mir,'ehr fraglich erscheinen; dies umsomehr, als das Zusammengehen des B. d. L. mit dem Zentrum unserer evangelischen Bevölkerung im Wahlkreise absolut Die Nachwahl in zriedberg-vüdingen. Wir erhalten von einem Herrn, der mit den Verhältnissen des Wahlkreises Friedberg-Büdingen seit langem vertraut ist, folgende Zuschrift: Am vergangenen Sonntag hatten sowohl der Bund der Landwirte als auch die freisinnige Parteileitung ihre Vertrauensmänner nad) Friedberg zusammenberufen, um über die Aufstellung eigener Kandidaten Beschluß zu fassen. Die Vertrauensmänner der fortschrittlichen Volkspartei (Freisinn) beschlossen, vorerst von der Aufstellung eines eigenen Kandidaten abzusehen und Verhandlungen mit den National- liberalen anzuknüpfen zwecks Ausstellung eines liberal gesinnten gemeinsamen Kandidaten, von dem gesagt wurde, daß er am besten Landwirt sei. Dieser Beschluß zeugt von einer weisen Selbstbefchränlung zugunsten des nationalen Gedankens gegenüber der drohenden sozialdemotratisck>en Gefahr und zeigt die freisinnigen Vertrauensmänner auf der Höhe der Situation, die sie richtig dahin auffaßte, daß es nur dann möglich sein könnte, einen bürgerlichen Kandidaten gegen die Sozialdemokratie durchzubringen, wenn dieser auf der mittleren Linie stehe und von allen bürgerlichen Parteien unter Verzicht auf jede Eigenbrödelei unterstützt werde. Anders war das Ergebnis der Vertrauensmännerversammlung des B. d. L. Der von ihr gefaßte Beschluß ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Er geht dahin, als eigenen Kandidaten Herrn Dr. Becker-Sprendlingen au.zustellen, der aber dernationalliberalen Fraktion des Reichstages nicht beitreten dürfe. Eine Anregung aus der Mitte der Versammlung, die namentlich von den aus dem Kreise Büdingen erschienenen Vertrauensmännern unterstützt wurde, mit der nationalliberalen Partei zusammen zu gehen, wurde von vornherein abgelehnt. Man begründete dieses eigentümliche Verhalten der nationalliberalen Partei gegenüber damit, daß man jagte, man fei es dem Andenken des verstorbenen Führers des D. d. L. schuldig, nicht einen Kandidaten auf» zuslellen oder zu unterstützen, der derjenigen Fraktion bei» trete, aus der Graf Lriola hinausgeworfen wor- weise, zur Fähiglett, perfönlick)e Verantwortlichkeit zu über nehmen und doch im Zusammenl)ang mit der Gesamtheit zu bleiben. Die erste Pflicht des Durchschnittsmannes fei, feinen eigenen Unterhalt zu verdienen und sein Vaterland zu verteidigen. Ein ungerechter .Krieg sei ein Verbrechen, aber nur, weil er eben ungerecht fei. In seinen weiteren Darlegungen, in welchen er die Unfruchtbarkeit der Ehen als den schwersten Fluch eines Volkes bezeichnete und auf die Wichtigkeit sowie auf die Gefahr eines Mistbrauchs der Presse hinwies, lixmbtc sich Roosevelt gegen die Dokttinäre, speziell auch die des extremen Sozialismus. Ein konsequenter und extremer Sozialismus bedeute für jede Rasse den Tod durch SelBftvernichtung. Er schliestc eine schlimmere Immoralität in sich als jedes andere System. Aber dabei könne man wohl gewisse Prinzipien von Leuten adoptieren, die sich Sozialisten nennten. Jeder habe Anspruch auf die gleiche Gelegenheit, zu zeigen, aus welchem Stoff er gemacht sei, aber ungleichen Leistungen müsse stets eine ungleiche Belohnung entsprechen. Die beste Probe für die Freihettsliebe in einem Lande sei wohl die Art, wie die Minoritäten behandelt werden. Die Verfolgung fei unmoralisch, ebenso wie der Klaisenhaß. Die Arroganz, die auf einen Armen als solchen herabsehe, sei ebenso zu verurteilen, wie der Neid und Hast gegen den Neichen als solchen. Derjenige schädige sein Land am meisten, der Klasse von Klasse, Berussstand von Berufsstand, die ärmeren Schichten von den reicheren scheiden wolle. Zum Erfolg in einer Republik gehöre Intensität der Heb er > zeugung mit weitgehender Toleranz bei Verschiedenheiten der Ueberzeugungen. Raum für eine gesunde Entwickelung sei nur da vorhanden, wo Meinungsverschiedenheiten ui religiösen, politischen und sozialen Fragen vorhanden seien. Viele Völker seien am Fanatismus und an der Undulosam- leit zu Grunde gegangen. . Roosevelt sagte zum Schluß, er fei em Feind jedes blinden Kosmopolitismus. Man müsse ein guter Patriot fein, bevor man ein guter Weltbürger fein könne. Patriotismus sei aber nicht unverträglich mit gebührender Rücksichtnahme auf die Rechte anderer Nationen. Das internationale Reck)t werde stärker und stärker werden, bis es sich zu einer Macht entwickelt habe, die respekttert werde. Bisher befinde es sich in seinen ersten Anfängen und es sei die Pflicht weiser Staatsmänner, jede Bewegung zu ermutigen, die für die Beilegung internationaler Zwistigkeiten eine andere Instanz schaffen wolle als Gewalt. Jeder recht- fdiaffene Staatsmann habe die Pflicht, feine Nation so zu führen, daß sie keiner anderen Nation Unrecht tue. Zurzeit jedoch müßten die großen zivilisierten Völker in liHter Linie den Willen und die Macht haben, Unrecht abzuwehren. „Wir glauben aufrichtig und ernsthaft an den Frieden, aber wenn Frieden und Gerechttgkeit in Konflikt kommen, so verachten wir den Mann, der nicht für die Gerechtigkeit eintritt, wenn auch eine Welt in Waffen gegen ihn stehen sollte." ____ Der Kaiser in Llsatz-Lothringen. Homburg v. d. H., 23. April. Der Kaiser, die Kaiserin und Prinzessin Bittoria Luise sind heute vormittag 9 Uhr 50 Minuten im Sonderzug nach Karlsruhe abgereist. Nr. 95 Erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 25. April 1910 AmeiaerM . NM 1 ■ v IIVIIV V 41II'iV !>IV w wirtschaftliche Seitsragen W 'NF fi M £•* XF ^F ~ H Chefredakteur: A. Goetz. Fernsprech-Anschlüsse: N M ff verantwortlich für den MU General-Anzelger für Oberhessen MW iär Oie ragesnuininer Hotafioitsömcf und Verlag der vrühl'schen Unw.'vuch- »nd Zteindruckerei K. Lange. Redaktion, Expedition uno Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenteck: 'H.^Beck. bis vormittags 9 Uhr. __________________________ K arls r 11I) c, 23. April. Au Tirr*cmt M-such bei brn CVrohDi'i^oflfidicn .'öcrrfd)afl,CTb bet einen rein jonnilmren C-f)nrnIh-i* trug, trafen Yente mittag 1 ^hr im foofaiiflc der Käifirr, die timferin und Prinzessin Viktoria Luise mit C4c- fotge hier ein. Da» .Käiscrpaar reiste mit bei Prinzessin '-Sifioria Luise kurz nach 1 Lllyr nach Straßburg ab. 2 t r a ß b n r n i. Els., 23. April. Di« kaiserliche Fa- Drillt ist um » iiii i» Win IU ' eingetroy« n Aus bem Bahnsteig hatten sich zum Empfang einffefunben: Statt- Halter Graf Wedel nril Gemahlin, Wouucrneui* Okmcral Frei-- Herr non unb zu Egloffstein, und itoinmanbant o^eneral- leutnant Schiller ln>n Scnbeit. Der Kaiser und die Kaiserin begrüßten die Versammelten sehr freu üblich; bie .Kaiserin nahm an» den blinden ber Grafin Webel einen Blumen- slranß entgegen. Die Majestäten und bie Prinzessin begaben sich int Automobil nach bem .K'aiscrpalast, Ivo sie Wohnung nahmen; ans dem Wege dorthin würben sie von ber Bevolleruiig htn^lichst begrüßt. Die Truppen der ß>tox** nisou bildeten Späher. Stra ß b ura, 24. April, Heute vormittag stattete die Kaiserin der Gräfin Wedel einen Besuch ab. Der Kaiser verlieh OrdenKallSzeichimugen und machte in der Orangerie einen Spaziergang in Begleitung deö Statthalter» Grafen Wedel. Ihn 1.15 Uhr begaben sich die Majestäten und die Prinzessin nad) der Hohkonigs - bur g. Unter Führung de» Professors Bodo Ebl)ardt ivucbc ein längerer Ruiwgcmg durch die Burg nnternomntcn und alsdann der Tee im Rittersaal eingenommen. Die fllüd* (oljrt erfolgte über Tambach. Zburz nach 7 Uhr trafen bie Majestäten am .Hkiiferpnlaft in Straßbltrg wieder ein. Sd)mer in, 23. April. Der Kaiser saiibte an ben W r oßlterzog F r i c b r i d) Franz folgendes Telegramm : ,,v,d) teile Deine unb Deines Laubes Freude von ganzem Herzen und wünsche dem jungen Erdig roß Herzog alles Gute auf seiner Lebenöbal)u. Die Patenschaft nehme id) mit aufrichtigem Danke sehr gerne an. Herzlichen Gruß unb innigste Wünsche der glücklichen Mutter." Die Kämpfe im türkischen AusstanSsgebiet. K o ii st a n t i n o p el, 24. April. Verläßlichen richten zufolge kämpfen bei Stinllia auf der Straße von Verisowitsch nach Prizreud int Sandjchak Prischri.ua feit gestern früh etwa zehntausend Albanesen mit a ch t Bataillonen i ii r! i f d) c r Truppen. Näheres ist bisher nid)t betannt. Saloniki, 34. Abril. Arnauten griffen die zwisd)en sPrizrend und Älerisfotoch verkehrende Post an, lvobei es zu einem Kampf zw i 7d)eu den Arnauteu und ben die Straße detvlachenden Truppen kain. Die Ar- nnu ten wichen zurück. .-Jluf beiden Seiten nxrren Verluste zu verzeichnen. In Pr-izreud herrscht große Erregung. Von Warissowih sind Bataillone nach dort pl> gegangen. K0 u sta utrn 0pel!, 23. April. Dem heutigen ft'rmif- heitSbericht zufolge ist der Z u ft a n d d e S Sultans zu- friedeustelleud. Die Kraukhcit verläuft normal. Der Sultan erledigte heute Staatsgosch äste. Konstantinopel, 23. -April. In der Kammer erklärte der Finanzen in ist er, Finanzjahr fd) ließe zum ersten Mal für die Türkei ohne Sd>uld mit einem Saldo von zwei Millionen ab; er sei in bezug auf die finanzielle Lage der Türkei sehr optimistisch, da alle Einnahmen, insbesondere die Zölle, eine Steigerung aufwieseu. Die Negierung beabsid)lige, die G e w erbesteuer auf die A u S- 1 an ber auszu dehnen, in der Hoffnung, daß die -.Oiächte dieS zulassen, da bie Befreiung der Ausländer vou dieser Steuer eine Ungc'rechtigkeit sei. Die Negierung werde keuie Sdiuhpolitik fid) zu eigen machen, weil diese mit dem Per- hältuisse bev industriearmen Landes nicht vereinbar sei. Schließlid) kündigte der Minister eine Reform des Münz- wesens an. Deutsche» Aeich. Der -llusfamß zur Entlastung des Reichsgerichts und zue '?l ende r u n g der Red) t Sa n w a 11s 0 r d nun g nahm einen Kompromißantrag an, zur Aufarbeitung der Reste HilfSrichlei zu bestellen, zur weiteren Entlastung des ReickiSgcridstü generell einen neuen Senat eiu-uführen, die 3tcvisionSsnmmc allgemein daß dieses Herrnwort keineswegs unter allen Umstünden bindet. - Allerdings verhält sich Paulus ebenso noch einer andern Autorität gegenüber. Auch das jüdische Gesetz ist ihm einmal heilig, gerecht und gut, und daneben wehrt er sich auf das heftigste dagegen, daß dieses Gesetz für daS Leben seiner Gemeinden eine unabänderliche Richtschnur darstellen solle. Ganz ebenso erzählt er aber auch von Petrus, daß er ohne Rücksicht auf dieses Ges eh in Antiochia mit Nichtjuden an einem Tisch gegessen bat, um hernach doch wieder nach diesem Gesetze zu leben. Paulus hat freilich dieses Verhalten des PetruS bart gescholten; aber er selbst hat in Galatien gegen die Einführung des jüdischen Gesetzes gekämpft und in Jerusalem ein feierliches Gelübde int Tempel eingelüst Das Recht des eigenen Urteils auch der Jjci- ligen Norm gegenüber scheint somit zu den Grundanschauungen des jungen EhristeMutus zu gehören. Daß dieser Gedanke leicht zu verschiedener Auffassung und damit zu Zwistigkeiten führt, erlebte die christliche Gemeinde zuerst an dem 'streite deS Paulus unb Petrus in Antiochia, der sich dann zu dem großen Kampf mit den Fudaisten im fpiitern Leben des Paulus erweitert hat. Ader diese Grundanschuuung von der Freiheit in der Gebundenheit weist über PauluS und Petrus zurück ans die innerste Art der lebendigen Persönlichkeit Jesu, wie wir sie tatsüchlich nodi auS den Evangelien kennen lernen. PanlnS mag noch so sehr die Selbständigkeit feines Evangeliums betonen, so hören wir doch von ihm selbst, daß er vor seiner Bekehrung die Ehristengemeindc verjolgt hat; bei seiner tiefgründigen Art wird niemand annehmcn, daß er sie verfolgt trat, ohne sich über ihren Ursprung und ihre Besonderheit Klarheit verschosst zu haben. Wir hören weiter von ihm, daß er cigenö, um PetruS kennen zu lernen, nach Jerusalem kam, daß er den Bruder Jesu Jakobus kennen lernte, daß er später mit PetruS, JakobuS und Johannes wichtige Verhandlungen führte und in Antiochia eine Zeit lang mit Petrus zusammengewirkt hat und daß auch bis dorthin die Autorität des JakobuS sich fühlbar machte. Bei seinem letzten Ausenllwtt in Jerusalem sind im Hause deS IakobnS die wichtigsten Entscheidungen getroffen Worden. Außer diesem Iakobnü weiß aber Paulus auch noch von andern Brüdern Jesu, die — wie auch Petrus missionierend mit ihren Frauen in der Wett umher,^ehen. Wenn also PauluS ßefuä selbst nicht gekannt hat, so hat er doch mit dein nächsten Freunde Jesu, PetruS, und mit den Brüdern Iesn gleichzeitig für die christliche Sache gewirkt; und er hebt gerade im Galaterbrief auch die völlige Ucbcrctniliinntnng hervor, in der feine Verkündigung mit der Verkündigung der Urgemeinde gestanden habe. Damit ist eigentlich die Frage, ob Jesus gelebt bat, erledigt. Paulus wäre das Opfer einer nngehcucrlidjcn Täuschung gewesen, wenn Jesus nicht wirklich der Bruder deS Jakobus unb zugleich der Messias auch der urchristlichen Gemeinde gewesen wäre. Aber nun ist die andere Frage, ob wir über diesen Jesus, der sicher gelebt hat und aus den die Christengemeinde lieber zurückzusühren ist, auch noch Sicheres wissen. Vsdjlui) |üigi-) auf 4000 Mark zn erhöhen unb ebenso die Vorschriften der Abänderung der RechtSanwaltSordnung. Die „Nordd. Allg. Ztg." erwähnt, daß bei ber ersten Lesung des Entwurfs der R c i chS v c r s i che r u n gs 0 r d n u ng der Staatssekretär des Jniiern durch Erkrankung außer Stand gesetzt war, diese wichtige Vorlage mit einer cintcitrnbcn Betrachtung einzubringen und beten Beratung beiziiwolmen, und schreibt: Wenn diese bedauerliche Tatsache im RciclMag und in der Presse Anlaß gegeben bat zu kritischen Bemerkungen über daS Fernbleiben bcS Reichskanzlers, so erscheint diese 'Bemängelung nicht berechtigt, da dis zu Beginn der Verhandlung nicht nur der Staatssekretär deS Innern, Staatsminister Delbrück, selbst mit Bestimmtheit darauf rechnete, die Vorlage persönlich her treten zu können, sondern auQjl für andere Stellen diese Disposition feststand. Aus dem Fernbleiben des ReidrSkanzler aus ein geringes Interesse an dieser Vorlage, sowie an sozialpolitisclien Probleinen Überhaupt schließen zu wollen, wäre eine Auffassung, die seiner ganzen Vergangenheit widerspräche und jeder Begründung entbehre. Gegen die Wahl des A b g. K 0 chan (nati.) in Olctzk 0 - Lhck wurde vom Wahlausschuß der M'onfcrbatibcn in Lyck Widerspruch eingelegt. Als Angriffspunkte Werben ber „Oftprcnßischcn Zeitung" zufolge angegeben: Verletzung formeller Wahlvorfchristcn, unzuläffige Beeinflussung von Wählern durch den Mißbrauch amtlichen Einflusses, Unterzeichnung bim Flugblättern, Wahlaufrufen durch Beamte unter Angabe ihrer amtlichen Stellung. kürzlich fanden in Be r l i n gemäß Artikel 2adeSdeutsch- i t a l ic n i s chen !o a n delS ve 11 r a g eS zwischen den deutschen und den italienischen 'Delegierten über die Behandlung ber beiderseitigen Arbeiter aus dem Gebiete ber Arbeiterversicherung Verhanblungen statt. Die Berhanblungen konnten mit Rücksicht aus die in Fluß bcfinblidjc bcntschc Versicherung^' gcsetzgcbnng nur vorläufigen Charakter tragen; sie nalpnen im allgemeinen einen befriebigenben Verlaus unb führten, 0 wird und amtlich auö Berlin gemeldet, zn einer Verständigung oct Delegierten über verschiedene Fragen der Arbeitervcrsichcrung, bie vielleicht vls Grundlage für eine vertragsmäßige Regelung ber Angelegenheit bienen wirb. Die Blätter ntclbcn aus Breslau: Nach einer am Sonntag abenb abgel-altenen Versammlung ber 'Demokratischen Vcreungung, in ber 'Dr. Bteitscheid sprach, kam eS zu Znsamnien- tößen zwischen dem Publikum unb ber Polizei, bie blank zog. ES mürben mehrere Verhaftungen 2hislatifr. Der Papst empfing üi Rom 800 aud bem heiligen Laube zurückgekehrte brutsche Pilger. Kardinal Fischer, der noch Rom gekommen war, um dir Pilger zu begrüßen, verlas eine Hulbigungsadressc. Der Papst erwiderte dankend und sprach irm Deutschen Kaiser seinen Dank aus für die Schenkung des Grundstücks für die Zionslirche; der Papst dankte ferner dem Prinzen und ber Prinzessin Eitel Friedrich von Preußen, sowie den Prinzen Georg und Konrab von. Bauern für ihr Erscheinen bei ber Einweihung der 3iondfird>c. Schließlich spendete der Papst ben Pilgern ben Segen. Wie der „Daily Telegraph" aud Petersburg erfährt, ist die Nachricht ber „Petersburger Börsenzeitnng" unrichtig, daß eine bentsche Gesellschaft die Konzession für die S ch i f f - a b r t auf dem Urmiasee erhalten habe. Die persische Regierung vermöge, wegen der inneren .Krisis jetzt solche Fragen nidit zu behandeln. Die erwähnte Konzession könne von feinem persischen Minister verliehen worben sein, sonbern von bau Emir Kuli-Mirza, bet die Besitztitel für bie Schiffahrt ans dem Urmiasee hont Schah Nasr cb Din erhalten zu I)«bm behaupte, aber kein Dokument besitze und kein Recht habe, selbst Konzessionen zu erteilen. — Diese ntffifd>c Meinung und Auslegung ist natürlich für Persien nickst maßgebend. Man wird weitere znver-- läffigerc Meldungen abzuwarten haben. Aus Eharbin wird gemeldet: Ans Anregung russisch.'r und japanisckx'r Kaufleute hat sich hier eine russisch japanische Gesellschaft gebildet, die sich die gegenseitige Annäherung der beiden Völker zur Aufgabe macht. Als Mittel hierfür find ins Auge gefaßt: das Anlernen der Sprache», das Stubüun ber Kultur und bcs Wirtfchastslebcnd beider Völker und die Förderung der Entwickelung der üandeld- beziehnngen. Wie der „Standard" erfährt, befinden sich die in Paris geführten Verhandlungen für eine b e d entende iapa it i f cf) e Konvertierungsanleihe in einem vorgeschrittenen Stadium. Der in Frankrcicki anznbictende Betrag soll 18 Millionen Pfund betragen; wahrsdieinltch werden ipäter in London weitere neun ober zehn Millionen Pfund angeboten. Die gesamte Anleihe ist zur Konvertierung ber hauptsächlichen fünf* Prozentigeu japanischen Anleihen in eine vierprozentige äußere bestimmt. Aus M a b r i d wirb gemeldet: Die auswärts hcrbrcitctc Wlelbung, der Thronfolger fei t n it b ft u 111 m, ist burchans unbegründet. Der Ministerpräsident hatte schon vor einiger Zeit Gelegenheit, diese Nachricht, als sie von einem Madrider Blatt verbreitet wurde, kategorisch zu dementieren.______________ Die Luftfahrt von Homburg nach Köln. Nachdem die Luftschiffe die Nacht zum Samstag sehr aut überstanden hatten, sollte um 7 Uhr bie Weiterfahrt über Usingen 11 ad) Coblcnz angetreten werden, um dort zur Hebung ebenfalls eine Zwischen! a n düng vorzu- nehmen. Da indessen durd) die Wetterwarten Wind- messungen von 15 Sckundenmeiern bereits in Höhen von 200 Metern und starke Regenböen gemeldet wurden, gab die Leitung, um die Zcitperiode für die Ausbildung des Fahr- und RdaschinenPersonals ergiebig auszunutzcn, um 10 Uhr den Befehl- für fcldmäßige Abrüstung eines Luft- sdftffes. ES wurde hierbei von dem Grundgedanken aus- gegangen, daß int Ernstfälle kleine Schäden oft plötzlid) zur Landung zwingen können, unb die Heranziehung von Personal zur Hilfeleistung notwendig machen. Als fid) dann gegen abend günstige Luftströmungen bemerkbar machten, entschloß man fid), zum Aufstieg des P 2, während der Z 2 bie Nacht nochmals in Homburg verbringen sollte, um erst am Samstag die Rückfahrt anzutreten. Wie aus den Drahtberichten hervorgeht, befürd)tetc man, daß der Z 2 bei der Landung in Bickendorf Schwierig, leiten haben könnte, doch ist der Grund hierfür nicht rcd)t einzufehen. Der Parseval, der von Oberleutnant Stelling geführt wurde, hat mit dem Flug nad) Homburg seine 80. Fahrt gemacht und wird jedenfalls noch in diesem Jahre seinen 100. Flug ausführen, was ein neues bedeutsames Ereignis in der Luftschiffahrt bedeutet. Da die Rückfahrt des Parseval in der Dunkelheit erfolgte, war der Radirichtendienfr natürlid; sehr ersdiwert, weil das Luftschiff nicht zu sehen war. Folgende Nachrichten sind und ^gegangen: $0 in bürg v. d. April, um b.;>> Ub tucg „P. 2' ans ui oc-; -Jiiaauag nach Fnuiljin: a. M. „J. 2" hat in letzter Stunde seine Abse.hrt aus morgen verschoben. Die Abfahrt wird bei Tagesanbruch erfolgen. Wiesbaden, ' i. April. .,xs p.usi.rte 7.55 Uhr in flotter Fahrt Wiesoaocn unb ne.hm die Niu, ung den Rhein e n 11 a n g. Müi,., *23. April. Da> 2uiisä:isi ,P. 2" ist um 12.55 Uhr vor । ■ i glatt gel aubet. Wie wir bcvciiS gestcr 1 \ >') lui 'Ii Aushang an unserer Geschäftssielle 111;*»eilten, „Z. II' um 8 Uhr anfgesliegen oud wegen heftigen 'sturme0 gegen zwei Uyr bei Limburg gelandet. Ueber den Verlauf der Fahrt liegen un5 olgenbe Drahtnachrichten vor: Hornburg, 24. April. Dci Ballon „Z. II" stieg heute rüh 8 Uhr auf. Er fuhr eine Sästeise über Homburg unb nahm bann bie Richtung nach dem Rhein. Die Gesamtübung, bie noch längere Zeit dauert, stcht unter der Leitung deS Majors Ncuinann, der bad Schiff „Z 11" nach Homburg begleitet halte. Die uifprünglid) für gestern abenb geplante Abfahrt hon „Z. II" war deswegen verschoben worde», weil man Sckyvierigkciten beim Landen befürchtete. (!) Daß bicic Bebenkcn rickstig waren (!), zeigte bie Laubung bcs „P. II", bic allerdings glatt, jedoch mit großer Schwierigkeit vor sich ging. (Die Wetterlage begünstigte die Fahrt des „P. II" aber auficrorbcntlid), denn er sichr mit gutem Südwind, was bei „Z. II", wie von den Wctterdicnststcllcii voransgcsagt, nicht mehr Mitra). Siehe darüber die Mitteilungen unseres meteorologischen Mitarbeiters. Die Red.) Wiesbaden, 24. April. Ilm 10 Uhr 20 Min. flog , Z. II" über Wiesbaden dem Rhein zu in ber Richtung auf Schierstem. Das Luftschiff bat anfcpcinenb mit starkemGegen- minb zu kämpfen, so daß es nur langsam vorwärts kommt. Mainz, *24. April. „Z. II" war von ber Maifcrbrüdc aus von 10 Uhr ab bis nach 11 Uhr sichtbar. Es fliegt lang * a m gegen den starken Gcgenwiitd ankämpfenb, über dem Rhein- bett hin nach Rübesheim zu. Rübedheim, 24. April. „Z. II" kämpfte im Nhcingau nördlich von W a l l u s und Hattenheim weit über eine Stunde, etwa von 111/2 bis gegen 1 Uhr, gegen heftigen SÜbwestwinb an. Das Lilftsdnss, bad zuerst bic Richtung nach dem Nicberwaldc eingehalten hatte, wandte sich bann mehr norblvestlich unb scheint feinen Weg, bic scharfe Biegung bes Rheines unterhalb stiübesheim obfdmcibciib, nach dem unteren Rheingau ober dem Lahn gebiet genommen zu haben. Im Tale ist ber Winb jetzt etwas abgeflaut. Limburg (Lahn), 24. April. „Z. II" ist infolge heftigen Sturmes um 2 Uhr f üblich von Limburg nie der-, gegangen unb verankert worben. W.iesbaben, 24. April. Die „Wiesbadener Zeitung"' meldet aus Allcnbvrf bei Zollhaus: „Z. II" kämpfte üer^ gcblidj gegen ben Sturm an unb würbe zurückgelrieben. In einer audgcivorfcnen Märte würbe gewünscht, Militär aus Diez zu berufen, ba eine Landung beabfidstigt sei. — Drei Korn pagnicn des in Diez liegenden Bataillons des 160. Jnf.-Negtd. sind auf dem Laubungsplatze cingetvoffcn. Wie ber Führer bed Lustscknffcs inittcilt, ist an eine Weiter fahrt des BallonS^ hör Montag abend nicht zu denken, ba eine Nachfüllung not- iccnbig ist, und ein Abflauen bed Sturmes abzuwarten bleibt. Koblenz, 24. April. Eine Abteilung des Telegraphen? Bataillons ist zur Hilfeleistung nad) Limburg bcorbert nrorben. „Z. II" wird DoraußlidMlid) bis morgen dort bleiben. St’öln, 24. April. Zur Nachfüllung des „Z. II" find zwei Mt-aftlaftivagcn mit G«s, bic in Homburg untcrgcbrad)t waren, hon dort nach der Landungsstcllc des „Z. II" bei Limburg abgegangen. 1 Limburg, 25. April. Die Ballonnachfüllniig des „Z. 2"l wurde heute morgen in Angriff genommen. Es herrscht jetzt, Südwind, was für die Weitersahrt nach Köln nicht ungünstig lüärc.1 Wenn bas günstige Wetter aichält, wird heute uadjmittag die Fahrt nach M'öln ausgesührt. Die Wetterlage. Samstag nachmittag und in ber Nacht auf Sonntag ist derl flache Hock>briickrücken, ber das nad) Rußlanb abziehende Tics-, brudgebivt von der neuen von Sckwttlanb rasch vorrückenben Zyklone ^ treimte, über Mittclbcntschlaiid gezogen und hat, wie im vorigen Beriä)t vermutet würbe, ein Äbslauen des böigen Norbwest unb. Winbbrchung nach Sübcn gebracht. Die Lage war für die Rück-, fahrt ber Schifft günstig, zumal in höheren Luftschichten bereits am Samstag nachmittag lebhafter Süd eintrat, so baß mit bem Winde gefahren werden konnte. Tatsächlich hat auch P. II biesch Lage auSgeiuitzt unb war bereits nad) 6 Stnnbcn in Köln. AnS' Gründen, bie fid) meiner Beurteilung eniziel-en, hat Z. II nochmals übernachtet unb baburch^ die günstige Gelegenheit zur Mcksahrt versäumt. Sonntag morgen war bereits bu angctüubigtc Zyklone ostwärts weit »ach Riitlelenropa borge* bnmgen unb hatte in Westdeulsclstaiid starke Sübivinbc unb -liegen hervorgeruscn. In höheren Luftschichten war wieder Stunn cin- getreten. Bei einer so offentnnbigen Verschlechterung ber Wetter-^ läge bürste nun unter feinen Umftauben eine Fahrt versucht werben. Die weiteren AuSsiclsten sinb schlecht. Snbwinb ist |obalb nun nicht in Aussicht; bngegen dreht der Wind nach West bis stiord- west und nimmt böigen El-araktcr an. 2hl» Stadt und Land. Gießen, 26. April 1910. *• Von der Jagd. Infolge der günstigen Witterung! im ersten Vierteljahr 1910 ist der erste Nitz Hasen gut durch- gcfommeii, wie auö allen Teilen Hesscn-))iafsauL und Hessens gleichmäßig berichtet wird. Auch die Feldhühner uub Fasanen find bis jetzt gut dnrchgekominen. •* Kol offen m. DaS ,etzige Programm weift wieder^ einige recht ansprechende Nummern auf. So erwähnen wir den sächsischen Komiker, Herrn N sichert, der feine verschiedenen Vortragsstücke in ftinhumoristischer, wie auch grotesker Art flott zur Darstellung zu bringen weiß; besonders in der Nnmmer ^Beiin Standesamt" entwickelte er viel Humor. Eine fesche Soubrette, lebhaft in ihrer Vortragöweisc, ist Fräulein Trnd. Mstr. Giford veranlaßt als musikalischer Clown daS Pnblikmn zu Heiterkeits-AuSbrüchen, wobei er auch seine musikalische Leistungsfähigkeit inö rechte Licht zu rücken weiß. Die Rolf Roland sind zwei Damen, die ihre verschiedenen gesanglichen Vorträge flott und mit Aumut zur Darstellung zu bringen verstehen. Die Sängerin La Fauvette erwies sich gesanglich recht nett, doch dürfte ihre Stimme, die manchmal etwas gequält erscheint, voller zu Gehör gebracht werden. Gefallen hat auch Fräulein Else v. Elb an in ihrer Rolle als Offiziers-Kopistin. Sie betätigte hierbei viel Anmut, wie auch ihre ganze Darstellung einen netten Eindruck hervorrief. Ter Besuch ließ leider viel zn wünschen übrig. △ Allendorf a. d. Lahn, 24. April. Seine 5. große Bundes-Ausstellung hielt der Mitteldeutsche Geflügel- unb Kaninchenzucht-Verband hier bei Gastwirt Luh ab. Die Ausstellung war mit Geflügel und besonders mit Kaninchen recht gut beschickt. Wahre Prachtexemplare von Belgischeik Riesenkaninchen und Hühnern konnte man bewundern In der Abteilung Belgische Riesen erhielten u. a. Preise: Siegerpreis Gilbert- Dulcnhoscn, Ehrenpreis Heinrick) Müller-Gießen, 2. Prciie Rau-Wiescd und L. Schäfer-Wicseck, 3. Preise GilberhDutcnbosen, Klnbzüchter Klein Linden, Heinrich Müller-Gießen nnd Roll) Trohe, lobende Anerkennung erhielt ViertelShauftn-Klcin-Linden. Reich beschickt war auch die Klasse ber Silber.Kaninchen. Hier wurden folgende Züchter audgezeichncl: Siegerpreis Allendörfei Lützellinden. Ehrenpreise Kcihl-Minzcnback und A. Rinker-Großen' Linden, 1. Preis Philipp-Steinberg, 2. Preise Bogelhoser Wiesed, Sommerlad'Großen Linden, Lllb-Großen Liilden und Dccheil- Alten -Biiseck, 3. Preise Vieymaiin .Kinzenbach, Pseiff-Wicseck, Pwi fcr*Wicscck, Hosmann-Dutenbosen, Hcrbig-2ützcllindcn, lobende An ertciuiung Hortmetz-Alteii Buseck, Zranz Lützellinden und Vieh- inann Allendorf. In Klasse Holländer erhielten Preise: 1. Preis Luh Leihgestern, 2. Preis Franz Lützellinden, lobende Anerkennung 2. Weber Dutenhofen. Ein Ehrenpreis für Black and Un Manindien erhielt .Kreilin g Gießen, für Japaner W. Volk- Allendorf. Die sehr prächtigen Nieienschcckcn des H Müll er- c-'ießen errangen einen 1. Preis, die Angora des Nohr-Rie,'.'. Girmes einen 2. Preis, bie Japaner des Krz-Großen-Linden einen kühler. Siegelmarken Brühl’sche Univ.-Buch- und Steindruckerei Prospekte franko. Dr. M. Schulz.e-Kahleyss. Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. in jeder Ausführung zu billigsten Preisen festgestellt werden. ' d. Mainz, 24. April. Wegen der Aussperrung -er Bau ar beiter am Theaterumbau hatte am Sams- jag Bürgernteisterbaurat Kuhn in Frankfurt mit den Bor-1 'landSmilgliedern de§ Westdeutschen Bauarbeltgeberbundes wegen der Aufhebung der Sperre für den Theaterumbau Rücksprache genonuuen. Heute Nachmittag wird der Theater-1 umbau von den Vorstandsmitgliedern besichtigt und in einer am Abend in Frankfurt stattgefundenen Vorstandssitzung soll! bann entschieden werden, ob die Sperre für den Theaterumbau I aufgehoben wird. - n Wiesbaden, 23. April. Erne schwere Sa5- t rplosioy entstand heute Morgen kurz nach 8 Uhr im t |ten Stocke des Hauses Schwalbacherstraße 36 dadurch, daß beim Montieren eines (SaSlüstcrs unvorsichtigerweise mit Licht hantiert worden war. Die Gewalt der Detonation war io| ,bark, daß in der betroffenen Wohnung die Fenster samt den Mahmen meterweise auf die Straße gejchleuderl und bie 4.ürcn ^her«lisgedrückt wurden. Der 25jährige Monteur Ludwig K.ah rcütt schwere Brand,ounden int Gesicht und an den Händen nnb wurde von der Samtätswache nach dem städtischen tlrankenhause verbracht. w. v int bürg a. d. L., 23. April. Der 14 ^ahre alte Arbeiter Marxheimer aus Freiendi.cz geriet auf den Liejigcn Kalkwertcu zwischen die Puffer eines Kalkzuges nnb wurde tot gcbrüdi i»|bie gefvaltenen Walnüsse am Boden liegen sah, kant cs wie Ruhe I —" Diese drollige Schilderung aus -Idem LLen'Msmarcks" ist "sicherlich nirgends bekannt geworden Bismarck erzählte ferner Frau v. P?mmcr-Eichwege, er hatte seiner lieben Frau geantwortet, als iie sich über |o viele am Fußboden liegende Nußschalen wunderte — ja, er habe an ienem Abend eben einen abnormen Avvetit am Nüste gehabt — Eine kostbare Fensterscheibe. Komg Haakon hat dem Königlichen Museum in Kopenhagen eine Fenster,chetbe geschenkt, die die Unterschriften der meisten europäischen .VernMer trägt. Sie stammt aus einem der Fenster des Salonwagens im königlichen Zuge, der dem König Christian von Dänemark gehörte. Ter Zar Alexander III. hatte eines upages wahrend der Reise mit dem Tiamanten seines Ringes leinen Namen in die । Fensterscheibe geritzt, und sein Beispiel war dann .'pater von Nikolaus II. befolgt worden, der einfach „Nicky btnjcbneb; weiterhin hatten die Kaiserin von Rußland, der Komg Christian, König Eduard, Königin Alexandra, König öaalon, Komg Georg von Griechenland, Königin Viktoria, von Spanien und eine Reihe anderer gekrönter europäischer Häupter ihren Namen hinzugcsugt. Als nun kürzlich bei einer Ausbesserung des Wagens mehrere Fensterscheiben zerbrochen wurden, beschloß König Haakon, damit die wertvolle Scheibe mit den königlichen^ Unterschritten nicht das gleiche Schicksal erleide, das einzigartige Dokument dem Schutze « Für Hasenkaninchen erhielten den 3. Breis Kreiling- .— . . .. —.. ,'i uen lob-nde Anerkennung Koch- Gießen. In der Jungtier- und Befriedigung über Mich N Gbrenbre.fe Weber 2.. »- .0 „d ^u enhoien und Viehmann-Bodenhern, 1. Preise Schmidl-Klnzen- Wi und v Strebel-Trohe, 2. Preis Wemandt-Kleinlinden, ^Pre?st tz Müller-Allendorf, Nohr-Nieder-Girmes, Stöcker- ^ltcn-Buscck,' Schmidt-Kinzenbachs Gilbert-Dutenhofen, Jung- Großen-Linden und H. Psettf-Wwseck. In Abteilung Produkte teurben vrämiicrt mit Ehrenpreis Sommerlad-Groyen-Zlnden, mit f Preisen Kaninchenzucht- un b l egev er ein ! f)icrcn L Müller-Allenbori und Lchmidt-Kmzenback (zweit, lobenix Anerkennung erhielt L. Weinandt-Kleinlintxn. Die Prämiierung in der ©eflügclflahc hatte folgendes Ergebnis: Siegerpreis und Ehrenpreis Schmidt-Kinzenbach, 1. Preis 5). kanncr 2 Preis H. Techert Allen Buseck, 3. Preise H. Weller- ißieicd ' S> Wagner-Alten Buseck, lobende Anerkennung 29eigch llllenborf 'zwei-. Für Bruteier erhielten Preise Arnold-Lutzel- 1 nben und Tormehl-Allendorf. Eine Auszeichnung für die b c st e (; c i a m 11 c i ft u n g wurde dem Verein Kinzenbach mit 56 Punk icn zugeteilt. Heute nachmittag hielt Redakteur Nagel-Neudieten- borf einen Vortrag über die Bedeutung der Kaninchenzucht, dann sand Prcisschießen und Tanz statt. . △ Mch, 24. April. Sem 2 51 a E) r i g e S Bestehen feierte der Bezirkslehrerverein Lich. Präparanden- leerer Kilian hielt einen Vortrag über die Bedeutung des Seismographen. Den Schluß bildete ein gemütliches Bei- lammensein im Holländischen Hof. ; ( Trais-Horloff, 24 April. In der Nacht auf Garn''tag gegen 2 Uhr ereignete sich auf der Grube „Friedrich" ein tödlicher Unglucksfall. Der 19jährige ‘,'crgmann Sim ezik wurde von einer Förderschale ein Gtü.d in die Höhe genommen und so heftig mit dem Kopf r n die Seitenwand gedrückt, daß er das Genick brach. Nie das Unglück entstand tarnte mit Bestimmtheit nicht Hund b^och di- Falle, dann die Spuren. 2lbe ter biß nur in. die Fangeisen und suchte mein Bem aus der trolle -.u jemm Doch ich gab meine letzte Honmmg nicht aus. In, ixir Tasche trug ich eine kleine Falle, ich gab sie, ihm und wies an Die Spur. Er packte das Gerät und ohne lich umzuhalten, .^te er ixiDon und verschwand bald im Unterholz. Hatte 6^1711^1x1^ ftanben9 Würde er vielleicht nur die §alle m ine &utte tragen und leer wiederkommen? Oder würde er gar mcht w^der^mmen. 9>nd' einmal versuchte ich mit meinem Mester bte T'ulle zu öffnen Umsonst! Bleiern schlich die 3eit dahm, lÄon war eine Stunde verstrichen, ich fühlte mich schwach werden, dann kam ein Schwindelansall, alles drehte stch vor meinen Augm und schließlich fiel ich ohnmächtig zu Boden. Wie lange rch l^, weiß ich nicht. Als ich wieder zu mir kam, lag ,ber £>unb auf meiner Brust und leckte mein Gesicht. Mühl am richtete ich mich etroaS auf und starrte umher. Da,.ditz neben mir lag mein Werkzeug sack! Ich war so erstaunt, lo überglücklich, da tz ich bet nahe wieder die Besinnung verlor Aber rch rastte Mich Zusammen und nahm fortan das Werkzeug zur Hand. -^rRest beÄ Abenteuers ist schnell erzählt: zehn Minuten 1 pater war -smrth er schleppte sich in seine Hütte, verband jein Bem und xbn Tage darauf war er wieder wohl und munter. Roch heute ^eigt er die großen Narben am rechten 'Seme und erzählt bann vermischtes. * Di e Ucber schwemm ungen in Serbien haben I, viel größere Verwüstungen angerichtet, als anfänglich gemeltxt wurde. Man ichätzt letzt den schaden out mehrere Millionen. Der untere Teil der Stadt Kragmewac ist oertouitct. Die Winter- uub Frühjahrssaaten sind völlig vernichtet. Zufolge der unaushörlichen Regengüsse ist d« Morava ub« die Ufer getreten und steigt fortwährend. Die ausgÄxhnte Niederung bildet einen einzigen &ee. Fast überall sind Häui« emgesturzt Ein großer Test des Kleinviehs ist ertrunfen. Die genaue Zahl der umgekommenen Personen ist noch unbetannt. Am Samstag vormittag ist der Zugverkehr aui der DaiwUm^ BAgrad-Ni Ä wieder ausgenommen worden. — Große Seiden nxtben mid? aus Newyork gemeldet: Starker Frost l)at den ganzen Westen mit ausgiebigen Schneefällen hewigesucht. In vielen Ge- genben ist bic Ernte schwer geschädigt. Die Mittelstaaten berichten über Vernichtung der ganzen feinte. 2er Schaden wird auf Hunderte von Millionen berechnet. — Wie Bismarck feinen 21 erger bändigte, ^n dem Buche „Unter fünf Königen Erinnerungen an lora von Pommer-Esche", das soeben bei 'S?. Mittler u. Lohn in Serini erschienen ist, wird cm lustiges Geschichtchen aus Bismarcks Leben mltaeteilt Es war auf einem .Hostest in Berlin im Jahre I860, wo cs Bismarck der Frau v. Pommer-Eschwege, der Gatttn des damaligen Generaldirektors des Zoll- und vöteuerroejens, leibst erzählte: „Wissen Sie, was ich gestern abend tat, um meinen Aerger zu bändigen? Ich war em recht forscher Student habe auch noch die Ader in mir; )o hangt mein Rapier auch stets in meinem Schlafgemach. Ich nß es von der Wand, nahm in btt Linke ein paar große Walnüsse, wart eine nach der anderen hoch in die Lust gegen die Wand und zielte mit der Spitze des Rapiers so lange nqch den fliegenden Rüsten, bis es mir gelungen war, einige von ihnen aufzuspießen und in zwei Halsten zu zer- ipalten. Ich konnte hiebei wie ein Jongleur mich bewegen und meine innere Wut austoben. Als ich endlich nach langen Versuchen Sport. ** Hunde-Ausstellung in Dresden, Bei der über- rru- start beschickten allgemeinen Ausstellung von yunben aller Jiaiicn in Dresden am 23. und 24. d. Mts. faben jroci Atitglieder um eres heimischen Vereins „Hundesport für Gießen und Um- ,ie (Scridytsfaale W. Moskau, 23. April. Im Prozeß, gegen die ' >stglieder des Moskauer Komitees der Sozialr evo- 1 utionäre wurden vier Angeklagte zur Berschickumg^ 1 4 1U Festungsstrafen von verschiedener Tauer, da- ^untcw der Engländer Watson zu 16 knoten, verurtestt; LU Angeklagte wurden sreigesprochen. von fernem tteucn, vierbeinigen Jagdgcfährwn, der ihm.M Men rettete und selbst wenige Wochen spater durch einen Ungluckswll bei der Jagd umkam ... * Die Schule der Sahen bi ob innen. Daß er- rd Land. eßen, 26. April 1910. ie der günstigen Mmnz che Ritz Hasen gut durch- Hessen-Nassaus und Hessen die Feldhühner und 'm- besonders m du 1., er viel Humor. Euu oickelte er vitiy M‘96”*rLögwi '"Tm” i'u ,üi,n rc* Äh-- inicn, die g $Q(|tcaun; v. Elba ^inut, ß:; a n d ölLLser* mit Kau , ^MN^l^Areis tzSW sKsKß öli^lten drE gnelk'.^ Ktz.h'Srs Die ,^°.-tz!l0ven 8e. Nacht auf Tonntag ist der, j Rußland abziehende Ties- ib rasch vorrüaenden Zhstoiu n und hat, tote im vorigen t des böigen Rordwest uni tie Lage war für die W> eren Luftschichten bereits ar eintrat, io Daß mit her milch bat and} V. II bie/e ü etii nben in Köln. Ito entziehen, hat 3. H ^6- Krlegerche: \ mvi-M \ooi bcreits b. .1 nad-, Mitiekuropa vorgc- ftade Lüdwindeund Rcgcr len icar wieder Sturm ein- Perschlechterwg.dcr Sctta« n eine Fahrt verludst weiden t Sübiuinb ist |obalb mm Wind nach West bis Rock et lic i( 31 Ull ■ On 3 TP !hhy» KW .^hr 20 W- tu m der flog wll si g .Achtung qu das zuerst h? to6« e. wandle iith k ^ung S=9., die od" ■»«s iu u SimbinW9' Wti«" imbueg Ai(beti rurmesabzuwarten Stellung des Telegraphw- Simburg beordert vordem cn dort bleiben. illung bts „Z. H" finb n ,\)ombutg unlcigebiamt elle bes ,Z. U" bg Lim- lonnachsullung des ,Z 2" -ommen. Es herrscht jetzt Köln nicht ungünstig wäre. Dirb heute nachmittag Üc Sänger und Kedner. im iit-Luc Kvcw »uulu «ui —-------- , Das Gute bricht sich Bahn. Dieses alte }Vort bewährte ober tO)J«iu5-ycv 3-^ 1 - Inbrunst, ich beutete sich den letzten Wochen ganz besonders bei den Anstrengungen, zu erwerben. Die Nachfrage nach Wybeii-Tabletten u-t so gioß, dass die Fabrikanten Mühe haben, in diesen Wochen, in welchen Tausende von Gratisproben die glänzendsten Beweise toresix ertes erbracht haben, genug Tabletten zu produzieren. Die Stimme wird durch regelmäßigen Gebrauch von Wybert-labletten so wohlklingend und ausdauernd, daß Sänger und Redner nur noch Wybert-Tabletten verwenden, die in allen Apotheken inbchachteln ä Mk. 1— erhältlich sind. Depot in tiießen: Pelikan - Apotheke, Kreuz 2. l5S lln Luftschisschrl. Flugfahrten. mj.-a 94 Upril Latharn unternahm heute zwei Flüge Üd7r da^Meer von Nizza nod; Antibes uub zurück. Set einem dritten Fluge stürz teer infolge «eines Motorschadens 1 nsMeer, wurde jedoch unversehrt geborgen I q? i. I a , 23. April. Sechs Flieger unternahmen von Nizza aus einen 24 Kilometcrflug über das Meer. Der Flug gehng allen. Erster war L' n t h a m mit 16 Minuten 46-/5 Sek., dann folgten Vanderborn, Duray, Efftmon, E^ho- vc z, :)l 0 l (c; Ryemadpk versuchte spater einen glncheii 6-lug ft ü rite icdoch i n s M c e r. Er wurde von einem Torpedoboot JCb2onhon, 23. April. Gral-am White, der am Samstag frül) um 5 Ahr 10 Minuten den Flug von London nach Manchester ( ngctrrtcn hatte, gab den Flug nach -einer zweiten Zwischenlandung bei Lichfield wegcu schlechten Wetters aus. . Es war an einem v ftarfem Südwest gebracht. Sie ruckt südwärts vor und tauen - .... Forsten, jte | foaejet h9pr nnrmeoiicfien Stufte. In ihrem Rücken sich nördlich von dem Big Fork in Miuneiota hlnstrecken. , Man", der in der amerikanischen Jägerwclt beiannte alte Fallensteller, der seinen bürgerlichen Namen Smith langst mtt seinem berühmt gewordenen rrappernamen vertauscht hatte, verließ seine Hütte, um nach den Fallen zu sehen, die.er einige tage eorber ausgestellt hatte. Frischer Schnee war gesallcn und bedeckte fast futzhoch den Waldbaden. Ter Trapper tonnte unter der weitzen Decke die Stelle nicht mehr genau erkennen, an der er die Falte ausgestellt hatte. Auf der Suche schritt er vorwar S und trat mit bem rechten Fuß mitten in die Fangeisen. Em cisc^ meta - lisches Klirren: die beiden Eisen springen empor und ihre Zahnigen Ränder bohren sich lies in den Unterschenkel des dcallenstellero. Im „Wide World Magazine" gibt Robert Page ^ncoln einen Bericht von diesem Abenteuer, der sich nut bic Schilberungen des aUcn Trappers stützt: „Einen Augenblick schwankte ich, 10 | erzählte ihm der greise Veteran, der Pelziager, „bannjant ich ftöhnenb zur Erbe nieder. Der Lckpnerz.war so durchdringend, haft ich auf einige Sekunden daS Bewusstsein verlor. Als ich wieder zu mir kam, war mein erstes, die Falle zu u^^uchem Tie starken Stlammern Pretzien sich oberhalb der g-cjeln um meinen rechten Unterschenkel: alle Bemühungen waren umsonst, uh wußte auch, daß ich mit den Händen niemals die beiden Fangeisen würde öffnen tonnen. Tas Unglück wollte, daß ich t^n I Sack mit den Klammern und dem Werkzeug, den ich sonst stets I mit mir führe, vergessen hatte. Ich wußte, nur eine jd)leunigc Selbstbefreiung konnte mich vor einem schauerlichen Tode retten, I aber zugleich war mir klar, daß ich ohne meine Gerätschaften niemals die Falle wurde offnen können. In meiner Lhanta H taucht die Erinnerung an alle die Trapper aus, die.Plötzlich VVVÖ verschwunden und verschollen waren, ein Opfer der Wolse. Zdar I ^^ale. das das Schicksal, das meiner harrte -' Meine..Finger wäre» ^rderlich. schon steif, mit jeder Bewegung gruben sich die Zahne der Fang-1 - * eisen tiefer in mein Fleisch, der Schmerz war kaum noch zu rchirnno 95 April. Im mittleren ünbÜv-vsL- Iertragen.' Unb.tein tetveg! MeW°ls° d°a-- M'K lickten richteten schwere Unwetikr Schien an, der auf 30 Ewn«. Dollar» wieder auf meinen Hund, der neben mir stand und mich ww geschätzt Wird. __________________________________ I ünnenb anstarrte. Ich rief und er kam Treuhtg herbei, " stteichclte ihn, ich erzählte ihm, daß ich m der SNangen säße ^Mir war es, als verstünde das Tier meine Worte, es I etzte sich nieder und starrte wie erstaunt aut die Ei'en. Dann belchnüsselte er meinen Fuß, sah das. Blut unb begann schmerzlich I % iu heulen. Plötzlich stieg eine seltsame Hosmung ^n mir cms. Gab es kein Mittel, den Hund zu verständigen? ./^eud Gedanken schossen mir durch den Kops, -bann ,oh ich ihm lest m diel Augen und so eindringlich, als es mir möglich roax, _ meinem treuen Iagdgesahrten meine Lage zu erklären. „L>ieh ter“ sagte ick, „ick brauche meine Klammern, hole meinen Sack, ober fterbe. ®eb $urüct auf.ber Stmr unb 60 <^meinen 6a(f | ag Sommerkur für Ä.R - Heilanstuli. >euc Gesellsch,.Räume. Pä S S ■■ ofTen« u. g.srhloss. Liegehalle. Kühler "cbatliger Park SorR*axne Behänd- gö|Tg| laue und Verj.rtegninfc. Diütknren. ■ ’EWl 1 SöEKi (Dependance für Minderbemittelte)- eines Museums anzuvertraucn. ., — Ter gerettete Ps erde schweif, z-tr Berliner Tiermaler und Tierfreund Prof. Paul Meyerl)eim teilt in der Bostischen Zeitung eine interessante Sporttiachrickst nnL „-^3^ allen venermi Pferdeställen," so plaudert er, „wo edle Rosse über bie.Jto^it her Är^"n I°"d nun die Dicb-sschul- üerriet. mit der Steile freudig wackeln, an roeldjcr frützr die schone Zier SUcme Tageschronik. des SckWanzes zu sitzen pflegte. Bürstenartige Auswuckstc, Kstwy e In L a ke C h a r le s (Louisiana), wurden durch eine g tu.et: uiü> Rüben mit einigen Haaren uni) txrftiunmelte Borstplnsel Brunst mehrere hundert Häuser. darunter i)a^Jtatf)au--', setzen sich wedelnd in Bewegung, denn von England kommt die karlioliscl>e Kirche und das Kloster z e r st o r 1. Ter schaden ! Kunde, daß kupierte Pferde dort nicht mehr prämiiert werden, etwa zwei Millionen Dollar. . Die geschunbenen Rosse finden es gar. meßt aimablc, wenn ihnen Kohlenminc bei '21 m ftc r b a m (O h io- Ver von brutalen Schindern, unter großen schmerzen, mehrere ^^M^ren wurden zehn Maim lebend und 13 t o t zu Tage wirbel mit dem Rückenmark abgehackt werdm. -^an so cni)a6 { $^aItn werden noch vermißt. , auf der Straße geschehe, so wurden bic UeMtater wegen j,ia> I böt)nujd)en Cito As cd beging em Steinmetz dadurch audlerei und ossenttichen Aergernnscs bestrast werdcm. ^Enn 1^^^ st mord indem er in eine Felsenhöhle kroch, diese zumauerte es aber hinter den Stallmauern geschieht, W steht e» dw Polizei baciu aufgefd)ültete§ Dynamit zur Explosion brachle. nickst, welche, wie der Schweizerkase, tae Augen jjt baU too ^^rzeit zum Tode ocrurteute Modi,tni Auguste nichts ist. Wir Teutsck-en machen sa alles mst, was dw Mo«in wurde vom Großherzig von Mecklenburg-Schwerin gÄ«i ^.eben.Wra-WWfcbcgnab^t. _ niemanb etwas nach T-ie Rosse an ter Krippe rufen setzt. Derfcbr, ist bic neueste Entdeckung der römischen Presse^ Daß bronzene )a ng A^chselbank in Brestau iuü> mit der Württenibcr- Ps'erb mit den Vergoldungsresten am Kops, baäi auf bem. Bamtol w Stuttgart, sowie bic beantragte Erhöhung zu Rom bas Brlb bes Kaisers Marz Aurel ttagt, ein ic»t feiftti g um j^gesomt 20 Milizen aut 200 Mil,. Tier mit einem ungewöhnlich buten Bauch ist und eßer tur oen o Transaktion bestimmten Statuten- hltontDagenbienft als für einen “Ä XnZt &Sg Re». Von den 20 Mill. 9Jiart scheint, das haben kunstsinnige Beschauer >chon lange hcrausge ander ?en t ] y Verfügung der Akrionäre der Breslauer taben. Nun mclben aber audj brc » e “6e» ÄÄnI „nb 5533OT0 Stot yit «eriügung ber attionäre raschcnbe Tatsache, daß besagter Bronzebauch des taiierlidjcn äieit. ^AA^mbergischen Landesbank zu halten. Ter Mindestlurs pserdes nicht etwa leer, sondern mit Wasser ungefüllt ist, und d ß I rcftlidien 6 666 000 Nttirk, für welche freihändige Be- bief« Wasser burch irgcnbmclcbr: intolgc °nl>wnben^ Ott - iur b.° / [50 $r03. AusschluL büSSn Operation,“um der »tümhe jeftg^ . I Bauch angcfammeltc Regenwasser, bevor es Schaden Eichtet, Amtlicher Wetterbericht. Mde^Kölm 3tg. ^solge" i'^dicseiATaL vorgenommen Werdern gemeine Weltlage Segen- I K* nnrhiirf« hnn dem B,a Fort in Minneiota hinstrecken. „Old | lag 9 britischen Inseln sind lebhafte Nordwinde ««getreten, bic Abkühlung mit sich führen. Da der Wirbel feinen Weg vstwärts über Skanbrncwien nimmt, ist eine Wrnbbrehiing nach Norbwesten und böige Witterung in Aussicht. WelierauSstchlen in Hessen am Dienstag dem 26. 2Iprü 1910: Böige nordwestliche Winde, Regenschauer, ,m Gebirge Schnee, Statt jeder besonderen Mitteilung. Die Gebart einer gesunden Tochter zeigen hocherfreut an Professor Dr. Fischer und Frau Linda geb. Grusse. Giessen, den 24. April 1910. [2449 ikssleniischer Gesangverein Giessen. Die Proben zu 1. dem Universitätsstiftungsfest am 1. Juli 1910 2. dem 91. Vereinsstiftungsfest im Juli 1910 mit Chorauffiihrungen haben begonnen. Nächste Probe in der neuen Aula der Universität: Montag, 25. April 1910 dm/< (für Damen 8 Uhr abends, für Herren 3/49 Uhr abends). Neuanmeldungen daselbst und in der Wohnung des Herrn Prof. G. Trautmann (Moltkestr. 6) werktags (äusser Mittwoch) zwischen 1 und 2 Uhr nachmittags. Bürgerverein Gießen Dienstag den 26. April abends 9 Uhr im Saale des Hotel Einhorn AußMentlikhe Hlluchersminlllng: Tagesordnung: 1. Stadtvcrordnctcnwablen 1910. 2. Verschiedenes. Wir laden unsere Mitglieder zu recht zahlreichem Besuch der Versammlung ein. Vll/< Der Vorstand. Bad-Salzhausen (Oberhessen) Bahnlinie Friedberg-Nidda: von Frankfurt a. M. in 2 Std-, von Giessen in 1 Std.. von Gelnhausen in 1 Std. zu erreichen. = Solbad in staatlicher Verwaltung. = Besonders geeignet für bescheidenere Ansprüche. 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