ALM 811 Uhr genie spankttüt Handlung. lmoristisch, nenn, ollen Leben bei das. »ruppe. ind. 'KonzÄu, ^aeeo. ' Reuttrr. -w M Walftor. ' ftft öir. iser, , 1 Herr, ^ppen^ ph kraße 12 öse, ;es Lebensbild, )tto Reutter, Nr. 45 Zweites Blatt 160. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deZ Sonntags. General-Anzeiger für SberhrW Die „Siebener Familienblätter" werden den: .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisbiart f6r den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschastlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zwemral. Mittwoch 23. Februar 1910 . Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universüäts - Buch- und Steindruckerei. B R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedüion und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e=^51. Redaktiom^^l 12. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Das einzige deutsche Dorf im Tefsin. ^Jm schweizerischen Kanton Tessin liegt als einzige deutsche Enklave im italienisch sprachlichen Gebiete das deutsche Dörfchen Bosco (Gurin), lieber den Grießpaß wanderten die Alemannischen Vorfahren vom Wallis her im Mittelalter in die Täler am Fuß des Monte Rosa (Gorner- horn) ein und gründeten die deutschen Gemeinden des Tosatals (Kar. Italien), von denen Pommat (Formazza) mit etiva 550 Einwohnern die bedeutendste ist. Von Pommat aus erfolgte dann die Gründung des schweizerischen Tochter-- dorfes Bosco, dessen 270 Köpfe zählende Gemeinde zäh an der deutschen Muttersprache festhält. Große Freude erregt unter den 52 Kindern der deutschen Dorfschule eine Weihnachtsspende der Ortsgruppe Konstanz des Vereins für das Deutschtum im Ausland, die durch den Lehrer in Einzelpaketchen an die 26 Knaben und 26 Mädchen verlost wurde, welche ihren Gewinn mit fröhlichem „Vergelts Gott" in Empfang nahmen. Den Spendern gingen neben einem Dankschreiben des Lehrers eine Anzähl rührend treuherziger Dankesbriefchen von den Kindern zu. Die Gaben waren der Konstanzer Ortsgruppe fast alle van schweizerischen Fabrikanten zugegangen. politische Ccugesscharr. Die freie Eisenbahnfahrt dec hejsischeu Landtagsabgeordneien. Man schreibt uns aus Darmstadt: Jüngst wurde berichtet, daß sich der preußische Eisenbahnminister damit einverstanden erklärt hat, gegen eine Ablösungssumme von jährlich 14 000 Mark den Mitgliedern der zweiten Kammer zwischen ihrem Wohnsitz und Darmstadt freie Ei s e n b a h n f a h r t zu gewähren, und der Finanzausschuß der zweiten Kammer wird sich beeilen, die entsprechende Mehrforderung beim Kapitel Landstände im Staatsvoranschlag einzustellen. Die Mitglieder der zweiten Kammer erhalten bekanntlich neben ihren Diäten und Neber- nachtungsgebühren ihre Fahrkosten vollkommen ganz nad) ihren eigenen Angaben znruckvcrgütet und zwar lassen sich die Herren teils die Fahrkosten erster, teils die zweiter Klasse bezahlen. Diese gesamten Fahrkosten haben nun nad; unfern sicheren Ermittlungen bisher zwischen 5600 und 8600 ®arf betragen; im Jahre 1908 waren es 7420 Mark, und diese Zahl darf auch als Turchschnittssumme während der letzten zehn Jahre angenommen werden. Wie kommt man nun dazu, für genau dieselbe Leistung der Eisenbahn ein Pauschale von fast doppelter Höhe zu gewähren? Es ist übrigens mit den 14 000 Mark allein noch nicht gemacht, denn außer dieser Summe müssen auch in Zukunft noch alte Fahrten her Ausschüsse oder Berichterstatter bei auswärtigen Besichtigungen, Erhebungen über Hundesteuer- und sonstige Beschwerden bezahlt werden. * Der ReichSgedanke in Gefahr? auf den Leichenwagen gehoben, worauf der Leichenzug süh nad) dem Lehrter Bahnhofe bewegte. Unsere Wahrnehmung, daß die „Franks. Ztg." neuerdings partikularistischen Auslassungen gegen Preußen Raum gegeben hat, ist auch' anderwärts gemacht worden. Tie „Deutsche Voltsw. Korr." erinnert zuerst daran, daß der Abg. v. Oldenburg am 29. Januar an die Verdienste Preußens um die Schlagfertiglett der deutschen Armee und die Rulstnestaten Friedrichs des Großen erinnert und nebenbei den allbekannten Vers zitiere hat, worin die Niederlage der mit den Franzosen verbündeten Reichsarmee bei Roßbach in einer für die Geschlagenen allerdings wenig rühmlichen Weise bedungen wird. (Vorher hatte er auch der Ruhmestaten der Dayerrschen und sächsischen Armeekorps im Jahre 1870 in anerkennenswerten Worten gedacht.) Im Anschluß daran gibt die erwähnte Korrespondenz die von der „Franks. Ztg." „aus bayerischen Offizicrs- kreisen" veröffentlichte Geschichte vom Grafen Götzen, des Verteidigers der Grafschaft Glatz nad) den Tagen von Jena wieder: „Dem Grafen Götzen mir fr durch shmbfdmfter mitgctcilf, daß nt entern kleinen schlesischen Städtchen — Nams!au — ein französischer Offizier mit ein paar Reitern eingetrvffcn sei und grtofee Kuttribustonen erhoben habe: er nächtige auch int Städtchen. Aitzen ist sofort entschlossen, sich diese Beute nicht entgehen zu Ionen, und entsendet ein üturlegenes Husarenwnttnando unter einem Offizier. Der lieber fall, von treuen Schlesiern geführt, gelingt vollkommen. Mitten in der Rocht wird das Gasthaus, in dem die Franzosen im Besitze der ttontributiontm sorglos schlafen, umstellt. Ente Flucht ist unmöglich, ein Durchschlagen durch die Uebmttad)t ausgeschlossen. Man braucht also nur zu- ^ugreistu. Aber damit l-apert es, der Franzose ist nämlich gar nicht gewillt, sich zu ergeben. Ter preußisehe foularenosfi_;fer| kann sich zu erneut Kampfe Mann gegen Mann nicht entschliefen. Tenn der Franzose scheint entschlossen, lein Leben und seine Beute mir teuer verkaufen zu wollen. So luirb verhandelt, und den Franzose erhält, freien Abzug mit der Beute. Erbitten liehen Me Bürger Nams laus abseits. Sie roin'eit jetzt, warum die Husaren Ziethens das .Vaterland vor der schändlichen Niederlage nicht ;u bewahren vermocht haben. Knirschend nimmt Götzen beit Bericht des ergebnislos hstmkehrenden Offiziers entgegen." An diese .Historie wird sodann die Bemerkung geknüpft, daß die angeblidjen Franzosen bayerische Dragoner vom Sbctmmregimcnt der Augsburger Eheveauxlegcrs gewesen wären. Wenn man, so schreibt die ,,Deutsche volksw. Korr." ganiz richtig, die Darstellung liest, greift man fief) unwillkürlich an den Kopf und fragt sich, was sie in dieser hämischen Fassung eigentlich bezwecke. Es wäre schlimm um die bayerische Armee bestellt, wenn sie andere Heldentaten als diese nicht aufzuweisen hätte. Ihre größten Erfolge ren:re Manuskript einen wichtigen Beitrag zur Stilentwicklung des Meisters besitzen. Wir hätten es hier mit einer stilistischen Zwischenstube zwischen Wertster .und dem endgültigen Wilhelm Meister m tun. Als ein hochbedentsames Ereignis sieht auch Professor Gustav R-oethe di? Entdeckmrg an unb führt dann aus: „Während der fertige Wilhelm Meister, wie er m '-l'J.t- mar entstand und uns bei'an.nt ist. ein Matm äußerst emtuanv licken, mehr passiven Charakters ist, werden wir in dem Helden des lieiientbixEten Manuskriptes einen heroischen, impulsiven Men- scheu kennen fernen. In Weimar sah Goethe als Beamter, wie 'sehr der Mensch von der Umgebung ab hänge, und schuf den jel’igcu Meister, wobei sich Sch-illees Einfluß in den lehrhaften! Schlußkapitelst stark bemerfbar mackste. Ter Urtext dagegen ist künstlerisch dramatisch, die 5)andlung zwar derjenigen der bisher befnnnten Fassung ähnlich, bie Gestatt der Marianne und manches andere aber völlig abweickstr.d. Das treibcitbe Nuoment bei der! Abfassung der Urform war sicherlich ein natiidNalliterarisches Ziel, ähnlich wie es Lessing mit der Hamburgischen Dramaturgie verfolgte. Und auch.so nimmt „Die theatralische Sendung Wilhelm Meisters" unser volles Interesse m "-Anspruch" Uber den Inhalt fr es Manuskriptes wird noch gemeldet: Das in Zürich entdeckte Manuskript von „WilsteM Meister" enthält u. o. auch Proben an» Goetttes vernichtttern Schäserdrama, ferner einen langen Morwlog aus dem biblischen Drama „Belsazar", von dem wir bisher nur den Titel kannten. Einen eingehenden Bericht mit größeren Prol-eastschnitten wird Pros. Bitte uw (Zürich, in den nächsten Tagen in einer Bwschüre, veröffentlichen. _ Der Rhein im Bild. Der Verband der Kunstfreunbe in den Ländern am Rhein eröffnet im Mai b. I. in Mainz unter dem Ehrenschutz bes Großherzogs von Hessen eine Frankreich und Mulay hafid. Zwischen Frankreich und Mulay Hafid war in den letzten Tagen eine sehr große Spannung ein getreten. ~cr ©ultaH hatte sich bekanntlich geweigert, das in Parts getroffen« Abkommen über die Anleihe und deren Bedingungen zu mit erleid) nett, wonach, wie wenigstens Pariser Meldungen versicherten, Frankrcick) ein Ultimatum an Mulay HaNÄ richtete. Dieser sd)eint mittlerweile unter dem aus tyN ausgeübten Druck nachgegeben und das Abkommen unter-' zeichnet zu haben: Paris, 21. Febr. Minister Pichon empfing El Mokrr, der ihm den gestern von Si beit Gnabrick angekündtgten Bries Mulay foafids überreichte, der die Ratifikatron der von dem marokkanischen Gesandten unterzeichneten Abkommen enthält. „ „ In amtlichen Kreisen wird die von Mulay Hafid vollzogene Ratifikation der von El Mokri in Paris tz.nte^ zeichneten Abmad)ungen freudig begrüßt. Man ist jedoch geneigt, auch weiterhin feste Haltung zu beobachten, dre hinsichtlich dieser Ratifikation eingenommen wurde und bie nunmehr ihre Wirkungen and) auf die wirksame Anwendung der Abmachungen erstrecken soll. Die Ratifikation umfaßt übrigens alle Punkte des Abkommens. Paris, 22. Febr. Im M i n i st e r r a t teilt der Minister des Aeußeren, Pichon, mit, er werde jedenfalls' noch heute eine offizielle Bestätigung der Nachricht erhalten, daß Mulay Hafid die in Paris getroffenen Abkommen ratifiziert. Die Nachricht von der Ratifizierung gelaugt in dem Augenblick nad) Frankreich, wo die von dem Gesandten Reguault abgesdfickten Boten, die dem Sultan eine Bedenkzeit von 48 Stunden setzen sollten, auf dem Wege nach Fez seien, wo sie heute oder morgen em-« treffen würden. Die Mitteilung, die sie dem Sultan zu übergeben hatten, solle außerdem nicht bloß die RatiM zierung der Abkommen, sondern and) ihre praktische Durchführung sicher stellen. Sie habe die Begleichung der Schulden des Madfien, die Vollmachten zur Zeichnung einer Anleihe, sowie die Einrichtung einer Kontrolle und Regulierung der Lage der französischen Mtlitar- mission zum Gegenstände. Der Ministerrat fprad) die Ueber-- zeuguitg aus, es sei unter diesen Umständen teiii Grund vorhanden, den Vertretern Frankreichs in Marokko neue Instruktionen zu geben über die Mitteilungen, die dem Sultan zu machen wären. Demnach könnten über die „Sicherstellung" der praktischen Durchführung neue Verwicklungen entstehen. Gießener Strafkammer. X Gießen, 22. Febr Billigen Ersatz wvllte sich der in Kirtorf wohnhaste Schäfer O. W. aus LangÄ verschaffen Nach, scinen Angaben jinb ihm Schafe abhatideu ge- tommett, die er ersetzen musste. Aiijang Januar ist er mit fernem Bruder, dem in Weiboldshaufeii wohnhaften Tag kühner foch. W., nt die Westerau gegangen, um Schafe zu taufen, allerdings ohne (Md Am 7. Januar abends sind sie an dem Pfer ch eines Händlers zwischen Gettenau und Echzell vorbeigekommen. Der Schäfer war mit dem Hunde gerade itach Hause gegangen. Sic suchten 18 der schönsten foämmct heraus unb nahmen sie mit. Zehn verlausten sie an einen hiesigen Metzger für 280 Mark und die andevew brachten sic nach Mirtorf. Erst nach einiger .Zeit merste der Schäfer, der eine Herde von annähernd 400 Stück hatte, den Diebstahl, wodurch die Ermittelung der Täter erschwert wurde. Nach ihrer Verhaftung in der Nähe von .Homberg gestanden sie die Täterschaft ein. O. W. will in Not gewesen fein; es habe ihm, an Geld gefehlt und er habe Ersatz leisten sollen. H. W. hat' sich von seinem Bruder überreden lassen. Tas Gericht war bei,' Ansicht, eine solche Tat müsse empfindlich geahndet werden, denn'/ es muffte angenommen werden, daß die Angeklagten in der Ab- ftck-t zu stehlen ausgewogen sind und nicht nur zufällig nachts ast donner, x, im GWs trag Korfd}* M r die SU. verkauft trci_Mnbeai. zwurrel W HerSMM lerhallenes DilW «ft? er A>EA: ÄufS«^ heilt Pferch yotbrifttmen. 0; Ä., der Regelt eures ähillichen Falles beftmfl ist, wurde zu 2 I a h r c it Gefängnis D-erurtcilt ^unb ihm die lmrgerlicl m Ehrcnrecktc auf 5 Jahre abgesprocl^n. Sein Bruder, der als der V?rsührte anqciehen wurde uud unbestraft ist, lani mit 6 M onatc n Gefangni 5, durch. Irdene wurde ern Monat Untersuchungshaft ausgerechnet. Beleidigung und Bestechung list dein Taglöhucr W. SV. nu3 Kilianstädten, der in Bü deshc im iwvhnr, und «einer Ehefrau zur Last gelegt. Trr Angeklagte wurde im Weit £?Wt adgejas-t, als er einen .starb gestohlener Acpscl nach Hause trug. Als der Fcldschütze nm andern Tag in der Wohnung des Angeklagten das entwendete £bft besichtigen wollte, bvt ihm die Fran 20 Mart' an, wenn er die Anzeige unterlasst. Als die 2ad;? artsbekannt wmd?, dielt der Angeklagte den ft-clb- fchützen für den Verbreiter und er beschwerte sich bei dein Kreisamt über ihn. Unter anderem bemerkte er, der FeLdschupe stehe in «unlauteren Bezielnntgen au Frauen und er habe and seiner Frau einen solchen Antrag gestellt. Tas Kreisamt stellte gegen den Angeklagten Antrag auf Bestrafung wegen Beleidigung und gegen die Frau wegen Bestechung. Trotzdem der Angeklagte bei seiner erften Vernehmung angab, er könne nichts na. l.teiliges über den Feldsdstitzen angeb ii und cs reue ihn, die umvahren Angaben genna dt zu haben, blieb er bei der Verhandlung dabei der Feld- Mütze habe seiner Fran einen unsittlichen Antrag gestellt, auch habe er zu anderen Frauen unerlaubte Beziehungen. Er bot Beweis an, so das; eine früheve Vorhand- knng zur Klärung des S öftrer Halts vertagt werden wußte. Es ist ein wlchss Geschwätz unter der Jugend gewesen, die Verhandlung brachte aber die Unwahrheit an den Tag, so daß nicht der leiseste Schein eines unlauteren Verhaltens art dem Teldschützen haften blieb. Die Frau bestritt, dem Feldschützen Geld angebotcn zu haben: sie hätte ihm nur Vorhalt gemacht, weil er die Sache im Ort breitgetreten habe. Sie totU nur gesagt haben, ;ic hätte lieber 20 Mark verloren, wenn die Sache »richt in die. Omentlichkcit gekommen wäre.. Nach den Eingaben Kes Feldschützen ist ein Mißverständnis ausgeschlossen. Die Staats Anwaltschaft beantragte wegen verleumden cher Beleidigung gegen den Angeklagten einen Monat Gefängnis und gegen die Frau lvegen Bestechung HO Mark Geldstrase. Das Gericht hielt im f»uletztgenanntcn Fall eine Freiheitsstrafe für angczeigt und er kannte auf eine Woche Gefängnis, während es bezüglich des Mannes dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprach. Wegen Urkundenfälschung und Vctrngsverinch stand der 16 fahrige Hausbursche A. K. aus Oberthulba «Bayern^ unter Anklage. Ein hiesiger Professor hatte ihn in seinem Im ftitut als Ausläufer beschäftigt: er hatte aber in dem Laboratorium Unfug getrieben und ftch in die Hand geschossen, weshalb er ent- lassen wurde. Seinen Lohnrest gab ihm der Professor in Gestalt eines Schecks über 7 Mark, den er auf dem Unioersitäts- rentamt einloieu ollte. Er begab sich aus die Post, hängte drei Nullen hinter die Zahl 7, fügte das Wort Tausend bei und versuchte das Geld auf der Bant für Handel- und Industrie zu erheben. Die Fälschung wurde auf den ersten Blick wahrgenommen. Der Scheck wurde, der Polizei übergeben und der Angeklagte ohne Geld weggrichickl. Der Angeklagte, der eine mangelhafte Erziehung genauen hat, da seine Eltern früh gestorben sind, ist wegen eines Diebstahls vorbestraft; die Strafe ist ihm aber unter der Bedingung eines vierjährigen Wohlverhaltens arte ten worden. Er wurde zu drei Wochen Gefängnis, abzüglich 14 Tage Untersuchungshaft, verurteilt. Da- Bellen und Heulen der Hunde brachte dem Fabrikanten H. Ä. hier einen Strafbefehl wegen Nulwstvrung über 8 Mark ein. Das Schöffengericht setzte die Strafe infolge Einspruchs auf 4 Mark fest. Der Angeklagte erhob Widerspruch und brachte zwei Bewohner seines Hauses als Zeugen, Die nie in ihrer Buhe gestört luorbeit sind; dagegen wollen eine Anzahl Nachbarsleule gestört worden fein. Nach den Angaben des Angeklagten handelt es sich um einen Hund, der an einer anderen Stelle nachts laut gewesen ist; die Zeugen gaben jedoch an, cs habe iid) um die Hunde des Angeklagten gehandelt. Das Urteil wurde bestätigt. Au8 Furcht ber dem Arbeitshaus hat der Backer K. D. aus Eichelsdarf,'der in Lrmg-Göns gebettelt hat und deswegen vom Schöffengericht zu drei Wochen Haft und llebcrtociiung an die Lanbespolizeibchörde verurteilt ist, das Urteil angefochten. Er bat, mit Rücksicht auf sein Leiden nach seinen Angaben ist er Epileptiker um Wegfall der zuletztgenannten Maßnahme, doch die Strafkammer bestätigte das Urteils da alle Voraussetzungen gegeben sind. Die Landespolizn- behörde kann sich immer noch schlüssig machen, ob sic von dem Recht der Einweisung in das Arbeitshaus Gebrauch macheir will. ITiärttc. fc. Frankfurt a. M. Schwein einarktb e richt vom 23. Febr. 2litfgctticben waren 1132 Schweine. Voll fleischige Schweine bis zn 2 Zentner Lebendgeivicht 00 — 00 Alk., Schlachtgewicht 00-00Mk. Vollfwischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 '■Ulf., Schlachtgewicht 00- 00 Mk. Vollfleischige Schweine über 29,, Zentner Lebendgewicht 54.50—56.00 Alk., Schlachtgewicht 68—72 Mk. Fctt- schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 54—56.00 Mk., Schlachtgewicht 68-72 Ml. Flcnchige Schweine Lebendgeivicht 54.00—54.50 Mk., Schlachtgewicht 68-70 Alk. Sauen Lebendgeivlcht 00—00 Mk, Schlachtgewicht 00—00 Mk. Tendenz gut, ansverkanft. ic. Frankfurt a. M., 22. Febr. ö e u- u n b Strohncark t. Angelahren luaren 4 Wagen veu und 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde kür Heu Aik. 4.50—5.20, Stroh (Korn°Langstroh) Mk. O.uO bi>5 o.i io. Alles je 50 Kg. Die Zufuhren waren aus Oberhessen. Geschäft flau. f Limburg a. d. Lahn, 16. Febr. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Maller. Roter Weizen (nassamschers 18,50 Mk., I meiner Weizen (augebaute Fremdsorten) 18,u0 Mk., Korn 12,00 Mk., ! Gerste: Fultergerste 0,00 Alk., Braugerste 00,oO Mk., pater 7,70 Alk., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 0,00-0,00 -Ult. 5atml8cn»21admd?tcn. Verlobte: Fräulein Martha Setm mit Herrn Karl Hiero- nimus, beide in Friedberg. V e v tu ä l) 11 e: Herr Karl Neustädter mit Fräulein Ida Höchster m Straßburg i. Els. G e ft o r b e n e : Herr Konrad Emmel in Bellersheim. — Herr Adoli Dtehl, Frau Margaretha Graulich Witwe, geb. Seul- burger, beide in Butzbach. — Frau 'Martha (Stettiner, geb. Klatz^ mann, in Bad Natchetm. — Herr Theodor Oberhofer, Fratt Katharine Nickels Witwe, geb. Friebl, beide in Friedberg. — Herr Joh. Georg Völker in Bruchenbrücken. — Herr Heinrich Kratz II. in Wcttfaasen. — Herr Fntanzrat Schäker in Worms-Hochheim. — Herr Heinrich Michael Schundt, Frau Elisabetha Scheer Witwe, geb. Dickel, beide in Romrod. — Johannes Boppert I. in Romrod. — Herr Johannes Riegelmaim in Vadenrod. — Herr Wilhelm Heinrich Ganz in Bmdfachsen. — Frau Emilie v. ßteotetan, geb. Kunze, in Darmstadt — Herr Gtistav v. Sangen tu Frankfurt ä. M. - Frau Lmse Kessel, geb. Schmidt, in Wetzlar. — Herr C. Funke in Braunfels. Meteorologische veodachtungcn der SioHon Siegen. Jill ! | Höchste Temperatur am 21. bis 22. Februar — Z- 10,1 0 C. yiiebrigfte „ „ 21. „ 22. „ =4- 5,4 °C. Otieoerschlag: — 7,0 mm. Febr. 1910 Barometer I aus 0° j reduziert Temperatur. der Lust TlbsoltNe | Feüchligkeil ■ iiajOiKpjiaß damii-iiG Windrichtung Windstärke Arid Dei Deiiölkung | in Z«hn ei der i stchib. Himmelssl 1 Wetter 22,' 2 ’4' 748,7 9,8 7,6 84 8 2 10 Bed. Himmel 99 y111 745,8 10 0 8,1 88 S 4 10 lj y 23. 7* > ' 747,5 7,6 7,7 99 E 2 10 Regen Amtlicher Seit Kokanntmachung. 55.e t u.: Vorträge über Obstbau. . _ . Es itirt? zue Kenntnis der Interessenten gebradyt, datz Herr . Obstbautccl nitcr W e uck im Lause der kommenden Zeit in nid" iicr.teid neten Orten des Kreises Gießen Vorträge über Obstbau ; verbünd en mit mal tischen Unterweisungen und Obstbaiim-Vcr- . tefungcu abhalteu wird, wozu die Mitglieder des Vereins und sonstige Freunde des Obstbaues ringelnden werden: . F reit a g d e tt 2 f>. F e binar i n H a u s c n bei Gießen: , Feldrundgang nadim. -1 Ul.v, Vortrag abends 8 Uhr. S a m Stag den 2 6. F c binar i n Annerod: Feld- mubgoiiii uari.m. 4 Uhr, Vortrag abends 8 Uhr. Sonntag den 2 7. Februar in Lauter: Vortrag und Verlosung noschm. 3 Uhr. In den Versammlungen finden jeweils Gratisverlosungcn von Obstbäumeu für die anwesenden Mitglieder statt und zwar: in H au i e n für die Mitglieder der Ortsgruppen Hansen , und Garbe nie ick ; i n A n n c r o ö für die Mitglieder der Ortsgruppen Annerod, , Steinbach und Alb ach; , in Lauter für die Mitglieder der Ortsgruppen Lauter, . Grünbcrg, Göbelnrod und Stangenrod. < Gießen, den 21. Februar 1910. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen. I. V.: Lang ermann.- Bekanntmachung. Die -Hvlzuerncigerungeu vom 21. und 22. d. Mts. sind genehmigt. Emvfaug der Abfnhricheinc bei den betr. Großb. Uutererhcb- fteuen, Ucbcuvcifmig des -Holzes und erster Abfuhrtag: Bkontag den 7. Biärz. Eichen-Rutzfcheiler und ?intzkmipvel kommen bei der Stammholz ucrstciaerung am 25. d. Mts. nicht mehr zum Bertanf. Treis a. b. Lumda, den 22. Februar 1910. B33/.. Großherzvglictie Oberförsterei Treis. te _________________Schneider. Bnllettverkauf. k Die Gentctnde Steinbach beabsichtigt einen Bogels- berget Bullen zum Schlachten zu verkaufen. Schriftliche Angelte pro Zentner Lebendgewicht werden bis Samstag den 26. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, hier entgegengenommen. Steinbach, aut 21. Februar 1910. Groß!). Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. 1093 Nutz- und Grennholzversteiqermu; im (Herneiridewald Langsdorf Freitag beit 25. Februar, 91/. Uhr vormittags. Anfang im Rnddcls beim Bergwerk. 1 Birtcnsiamm — 0,23 Fm., 223 Fichten-Derbstangen =^= 12,62 Fm., 103 Fichten-Neisstangen. 300 Rm. Buchen- Scheiter, 10 Nm. Hainbuchen, 33 Rm. Eichen, 9,7 Rm. Kicfern-Nundschcil, 230 Rm. Buchen, 24 Rm. Hainbuchen, 110 Rin. Eichen, 31 Nm. Kiefern-Knüppel, 38 Rm. Buchen- Knüppelreisig, li» Rm. Eiche, 21,6 Nm. Kiefern-Stöcke. Zusammenkunft an der Bahnstation Langsdorf. Langsdorf, den 20. Februar 1910. GraßherzogUche Bürgermeisterei. Schiel. 1094 M ad-M anheim. An der Parkstraße (Micenplatz) sind zwei Bertaufs- häuscheu für Obst uud Blumeu zusammen ober einzeln auf drei Sommer zu vermieten. Angebote sind bis 7. Aiärz 1910, vormittags 11 Uhr, bei der Bürgermeisterei'einzureichen, ivoselbst Bedingungen vorher erhältlich. D-1/, 1851 Pianola, PhonolaUDdPhonola-Piano 2150-2650 Mk. 1250 und 950 Mk. ' Große Reparaiurwerkstät!e für Flügel, Flamm. Hamonii® Klavierstimmen Aufpolieren von Pianos WILM. 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