275 Auster Blast r i Erscheint tögllch mtt Ausnahme des Sonntags. Die „Gletzener KamlUenblLttttck' werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblati für bett Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschastlichett Lest- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Wahlversammlung in Steins Garten. O-te6en, 21. Nov. vom Verein der fortschrittlichen Volkspartei für gestern ohenb th Sterns harten einberufene öffentliche Wählerversammlung war aus allen Kreisen der Bevölkerung außerordentlich stark be- lacht. Ltadtv. ^»ughardt eröffnete die Versammlung mit einem Nachruf für den gegen abend plötzlich verstorbenen Beigeordneten Kommerzienrat Heyligenstaedt, zu dessen Ehren sich dre Versammlung voll den Sltzen erhob. Montag, 2H November IW Rotationsdruck imb Verlag der vrühl'sche» UnwersuLtS - Buch« und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redakstan, Expedition und Druckerei: Schußstraße 7. Expedition und Verlag: e^ol. Redaktion: Tett-AdruAnzeigerGreßen, . ^bomas Reuther führte aus, daß Justiz- rat Grünewald wohl auf den Bürgerschaftszettel gekom- men fei, wenn nrA vorher der fortschrittliche Wahlzettel bekannt ge< roarben wäre. Mer trotzdem brauche Iustizrar Grünewald feine jlngfi um lerne Wiederwahl zu Haden. Wenn Herr Grünewald Herw R^tsanwalt Kaufmann vorgeworfen habe, daß er mit ihm ntm Bürgerschaftsausschnß zur Wiederwahl Emv- na^ir' < ^lie verstehen, nachdem man auch av^ren Beamten erhöht habe. Die Darstellung Kaufmann Uber die Wettgeschichte könne er V er' bai ?ie freisinnig-sozialdemokratii^ Ufte noch viel mehr Stimmen bekommen werde. Unrichtig sei die >ehauptung des Herrn Reuther, daß Oberbürgermeister ^Mecum in den ^6ten 10 fahren 13 Millionen Mark Schulden gernadir es viel weniger, und zweitens habe nicht H:rr hierum, sondern die Stadtverordnetenversammlung die Schulden gemacht. Die Grundstuckspolitik des Oberbürgermeisters fei durch' K ™tgen' to!e überhanpr die Stadt mit der Amtstätchkeir ^Oberbürgermeisters zufrieden sein könne. Wer wie RecktS- im Jahre 1907 an, damals hätten die Sozialdemokraten vorher 'Kossen gehabt, allem vorzugehen und eine rein sozial u'tlwc Liste für die Stadtverordnet en-Wahlen aufzustellen, liegen die tatsächlichen Verhältnisse anders wie in 1907? ®ie lagen seit dem 8. August 1910 genau so wie damals, nach dem die Sozialdemokraten denselben Beschluß wie in 1907 gefaßt Mten, daß sie eine_ rein sozialistische Liste aufstellen wollten Der Herr Referent^ fei den Beweis schuldig geblieben für die Richtigkeit der veränderten Haltung des freiiirangen Vereins, .nur der inzwischen hineingekommene rosa-rou: Einschlag, andere sagen Blutauffrischung, schuld sei. Die National- inS-aIatr v^eu heute noch auf demselben Standpunkt, den 1907 audb die Freisinnigen als durchaus richtig anerkannt hätten Dieser Standpunkt habe auch in anderen Städten die Billig uno des Freisinns gefunben, so z. B. in Darmstadt, wo die Freisinnigen mn den ander en bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemo krattn gegangen leien, auch in Frankfurt, wo sich selbst die Demokratie dem bürgerlichen Kartell angeschlossen hätte. Der Sieg bei Bürgerlichen wurde sogar von der „Freis. Ztg." gefeiert In Bmgen, Mainz und anderen Städten fei es dasselbe Bild! Sind die dortigen Freisinnigen deshalb ebenso unliberal wie es nach der heutigen Darstellung die Gießener Nationalliberalen fein sollen? LKutum. soll der dort für richtig anerkannte Standpunkt gerade für Gießen unrichtig fein? Der Herr Referent habe uw veabsicht egt den wahren Grund heute abend mitgeteüt. Er habe 01^ der Schule geplaudert, als er wörtlich sagte: „So stark smd wir Freisinnigen in Gießen noch nicht, um 511® Kraftprobe gegen die Nationalliberalen zu macken. ^Malo mutzten wir uns nach einem Bundesgenossen itmfef/en 2tia§ meinen sie denn mit dieser Kraftprobe? Denken fte dabei an die nächsten Landtags- oder Reichstagswahlen? ’ sollen unsere Stadtverordnetenwahlen so eine Art Probemobil.' ?^nng.oder Kmsermanöver für die demnachstigen rein volitisck n -•Wablen lem r Dami würden sie aber bei den Stadtverordnet. n- wählen Parteipolitik treiben, die nach ihren Worten — aber nicht naa? ihren Werken — -ju schließen, nicht aufs Rathaus gehört E- JCI Mer ungerecht, wenn sie den Nationalliberalen und den übrige im Burgerschaftsausschuß zusammengeschlossenen bürgerlichen V^r- NNQi unlautere Motive unterschieben; dagegen müsse er mit aller Entschiedenheit sich verwahren. |60. Jahrgang - - Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ^nsttzrat G r ü n e w a l d hat in der bisherigen Wahlbewequng nichts davon gehört, daß einer der neuen Kandidaten sein 'Programm entwickeln wolle. Man habe sich nur darum gestritten teer angefangen habe, aber dieser Streit werde wohl nie entschieden nmhen. Als objektiver Beobachter könne er Xr n^Jr fag^T bafj der Vorstand der fortschrittlichen Partei es nicht qeweseii Die nationalliberale Partei habe sich mit der christlich-sozialen harter, bürgerlichen Vereinen und Stammttschgesellschaften verbunden, dafür müßten innere Gründe vorhanden fein Er fände eS sonst nicht verständlich, daß der nationalliberale Führer Herr N^Ewlt Kansmann, mit Herrn Thomas Reuther Arm in Xrm sich sehen laße. Mtt dem Grundsatz, daß Politik nicht aufs Rathaus gehöre, sei ja m der letzten Stadtverordnetenversammlung gründlich gebrochen worden. Der Umstand, daß man diese Ver- Wmmlung am Totensonntag abhalte, tue der ernsten Würde des Tages keinen Abtrag. Was das Bmidnis mit der Sozialdemo kraue angejjie, fo fönne er es nur bedauern, daß sich das deutsche Volk in -redliche La^r geteilt hohe. Man könne die sozialdemokratische Partei nicht ausrotten, sondern man müsse sich mit ihr verständigen. Wenn sich die sozialdemokrattsche Partei nicht zu ^betterpartei entwickele, die für die Interessen der r™ der bestehenden gesetzlichen Ordnung cin- Ä ftet bl5ej^h5?in91in9 mU li)l noch weit entfernt und bie sozialdemokrattsche Partei werde cs erleben, daß die herr- schenden Kreise ihre jetzige Politik noch lange fortsetzten, »r, rn- ^ätten andererseits die Aufgabe, die ..^e ^lc Bürgerschaft von der Sozialdemokratie trenne, zu Sl2 ®l‘arbct,t h-r-nzuziehm. Namentlich in Giktzen habe es die Sozialdemokratie nicht verdient, daß man ff«1??“?!18 ber iiädtischen Angelegenheiten -usschließ-r 2le lrberale Weltanschauung wolle alle Mäste, die im Volke schlnm- on ben ^w°ben der Allgemeinheit mttarbellen, deshalb könne, er nur sagen, daß das Vorgehen beI wrtichrrttlrchen Volksparter gerecht sei und ilewe. Etwas anderes |et es, ob die vorgeschlagene Zahl der lozialdemokratischen Kandidaten gerade die richtige sei, oder ob es nicht mtt zwei oder dreien genug gewesen wäre. Es seien in den letzten Tagen Vorwürfe gegen die städtische Verwaltung erhoben die durchaus, unberAtigt seien. Abgesehen von einigen ^ettensprungen, wie sie z. B. m der letzten Sitzung der Sladt- nnh)rhnmn^n°rra-Tme? ^en, fei die Versammlung einheitlich homogen Gießen habe sich in den letzten Jahren gut ent- St Flnanzwirtschaft und im großen Uiid 33M.^ dre Verwaltung zu allgemeiner Zufriedenheit ge- Verwaltung erhobenen Beschwerden Hä MDrc4en-, Z- B. bei dem Aktienbrauereigelände habe man bis letzt mit einer Wertsteigerung von 200 000 Mark gegen ’U re6nenü Dle als so dringend bezeichnete Rege- mng^der Vergebung von Unterhaltungsarbeiten sei schon 1898 ^L-?tnn-e jetzigen Handwerkerforderungen erfolgt,' aber in- tI?t Einvernehmen mit den beteiligten Handwerkerkreisen worden.. Bezüglich der elektrischen Bahn sti bis ^toIe.cine Linie durch die West-Anlage blv zum Biebertalbahnhof anzustteben. Angesichts der Höhe der des Staates wegen des Kliniksvertrages ((^Höhung der Vaus^von 10 000 auf 30000 Mk. und Befreiung dn b^r ?Qltai?ebübr) stehe er auf dem Stand- bunft, datz man die staatlichen Ansprüche nicht habe beivilligen mifrtr^ifon1 toCr£>e Ech- lN Zukunft für das Wohl der Stadt Mitarbeiten, wenn er ans der auf ihn fallenden Stimmenzahl ersehen könne, daß er tn der Wählerschaft ein genügend großes ?^erc,n .Mle werde er im Augenblick ^3 bes Wahlergebni,ses sein Mandat in die Hande der Wähler zuruckgeben. (Lauter Beifall.) hM. D'^^br Schnell wandte sich gegen die Verguickung r»abtüerorbncteruvaI mit den Lohnbewegungen im ZabaU \ 60€JL Politik. Aic Stadtverordneten seien sämtlich bemüht, bet Arbeit-- Sä- BC Sä H®1 lös Nun zur Dache selbst bemerkt der Redner, daß er Überrascht ge- Se(en let über das, was er hier zu hören betäm. Anstatt daß der xeit Ausgaben Unserer Kommunalpolitik erörtere, enthielt seine Rede nur zwei Dinge. Erstens einr schuldigung dafür, daß die Freisinnigen sich g a n z z u s?l l i g mit den Sozialdemokraten gefunden hätten und'zweitens eine ackolut yesen. uns ÄHaÄ treter hätten 16 Vereine gegen die Zuziehung der Sozialdemo-1 kraten und nur fünf dafür gestimmt, während sich zwei der Ab-I jnmmung enthalten hätten. Bei der Frage, ob sozialdemokrattsche Kandidaten aufzustellen seien, hätten 14 Vereine dagegen gestimmt, vier dafür und fünf hätten sich der (stimme enthalten Die nattonalliberale Partei habe nicht im entferntesten der freisinnigen Partei entgegengewirtt, sie trete aber ein für die Einigung aller bürgerlichen Elemente und für eine gerechte Mittelstandspolitik (Lebhafte Zustimmung.) in den Tagen der Reichsfinanzreform. DaS^gebe §uenTc'n'' 5rüher famntiima niäu h \ Zweck der bauigcn Ver- wurden bei <--tadtverordnetenwal!ien in S.'fS hi#1 tiVtnSiSiAt^irv. 1bex- daß die neuen Kandidaten ihr Programm < . A. •,,—vv er eS mit Vergnügen tun Nur auf das Gebier dev Schulwesens, für das er besonders genannt sei a? ^Oehen. Er fei für die Simultaufchule, für dte ?!icfuvm r'reu und der Volkssckwlen, und für Vor aus schuß vorgefchlagenen Kandidaten habe man noch ii’io'i Diel gehört, es sei eine durchaus zufammengestoppelle Liste Ei wisse, daß die frei,innig-sozialdemokratifche Liste nicht die 11 besten . von Gieß en enthalte, aber neben der des Bürgerschaft^ !?ÜsdSI,,r f°rll-ne lehen lassen. Offenbach, Frantin'rt u^ Berlin sei nicht Gießen,, das hier abgeschlossene Abkovimen müsse gehaltm werden. Es sei nicht gut, Gegensätze in die -lad' hrneinzutragen, die seither nicht bestanden hätten. Wenn die Liste unterliege, so werde seine Partei in den nächsten Jahren Mit Vergnügen sich dem Geschäft des Kritisierens unterneo a und wie er glaube, nicht ohne Erfolg. hierauf erstattete der Vereinsvorsitzende Justizvat Metz einen Benckst über die bisher von der Partei betriebenen Wahlvorberei- timgen. Er führte aus, den Beweis führen zu können, daß der Verein der fortschrittlichen Bottspartei nicht anders hätte handeln tonnen, als mit der Sozialdemotratie gemeinsam vorzugehen. Er nnes ^nächst die Meinung zurück, daß die fteisinnige Partei nur -am Schein an den Verhandlungen des Bürgerschastsausschusses sich beteiligt habe. Sie seien erst dann von den Verhandlungen zurückgetreten, als man ihnen das weitere Zusammengehen unmöglich gemacht habe Der Redner gab dann zunächst einen Rückblick auf tue früheren Stadtverordnetenwahlen und suchte die Meinung zu widerlegen, datz Stadtverordneten wählen keine politische Aiigelegen- heu seien. Städtische Angelegenheften seien als das Nächstliegendste, was leben Bürger angehe, im hervorragenden Maße politische Angelegenheiten und die Partei, die sich nicht an den Stadtver- ordnetenwahlen beteilige, fei nicht existenzberechtigt. Parteipvlitik ^irfe dabei allerdings nicht getrieben werden und sei von seiner Partei auch nie getrieben worden. Es gehe nicht an, einseitig -plirtemuinner aufzustellen und es sei von der freisinnigen Patter aud? niemals geschehen, wie dies auch von der national- liberalOi Panei nicht geschehen fei. Früher hätten beide Parteien die Wahlvorbereitungen allein betrieben und, wie die Entwickelung der Stadt m ben letzten 25 Jahren zeige, fei man nicht schlecht dabei gefahren. Jedmi Stadtverordnete habe die Allgemeinheit zu ver- treten, aber ni$t die einzelner Bezirke und Stände. Allerdings habe man Vertreter der Juristen, des Handwerkerstandes und aller anderen Stande nötig, wie auch Vertreter der einzelnen Stadt- begirre, ba diese die einzelnen Verhältnisse besser kennen. Das ’’1 den polttischen Parteien sefther stets so gehandhabt gesagt werde, daß die Handwerker nicht genügend berücksichtigt snen, so müsse er das als unrichtig bezeichnen. Sieben der 32 Stadtverordneten seien Handwerker oder aus dem Handwerkerstand hervorgegangen, und auch diesmal wieder habe die Lartm in Stadtv. Faber einen Handwerker vorge- !E^' ^r 3 Zähren endlich sei eine Bereinigung mit dem Bürgernerem unb den beiden alteren Bezirksvereinen zusammen- ßegangen, imb man habe auch den Erfolg gehabt, daß die vorge- schlagenQi Kandidaten bis auf eine Ausnahme gewählt worden -E,Burgerfchaftsausschuß habe beschlossen, daß erbis zu den diesjährigen Wahlen fortbeftehen und die Wahl- rorbereitmigen wieder in die Wege leiten solle. Er habe als Bor- damaligen Ausschusses den fünf Mitgliedern des 1907er BurgerschaftsauSschufses eine Einladung zugehen lassest, aber gleichzeitig mit seiner Einladung fei eine solche des Bürger- ergang^i, der auch die freisinnige Partei Folge ’ . Eine Anfrage von ihm, ob man nicht auch die loziald^motratiiche Partei zuziehen solle, fei dahin entschieden wor- ulcht geschehen solle, da ia die Sozialdemokratie sich ' h^1 e* z-3-n Eurer späteren Versammlung sei dann ’ Ä misgesprochen worden, daß man das ° ^athgus frei bon Sozialdemokraten halten wolle. Er habe schon ' fortschrittliche Partei hierbei ihren libe- ' sprechendnicht mftmachen könne. Trotzdem 0' wrtschrtttlichen Volkspartei beschlossen, an - ^3*. rrnchften Ansammlung des Bürgerschaftsausschusses teftzu- ' Ulli> ZMehung der Sozialdemokraten bezw. ' c?r grundsätzlichen Beschluß, daß auch Sozialdemokraten zu ■ chrfgestellt werden könnten, einzutreten. Ohne weitere ckussprache sei aber beschlossen worden, die Sozialdemokraten nicht - ^-UA^?un^ aud) nicht als Kandidaten aufzustellen. Damit sei Ausscheiden der fortschrittlichen Vertreter gegeben gewe-'en •) GU5 h€m Grunde bedauert habe, well sie dadurch nicht > \aQe sewesen seien, für ein gerechtes Stimmenverhältnis ] i>.em Ausschuß zu sorgen. Man habe sich . baman nicht aus eigener Kraft seine Ansichten und Kand? alen 5um Siege führen konnte, nach Bundesgenossen umgesehen - S? ln ben Soziawemokraten ^g chn- ■ . Die Verhandlungen mit diesen seien nicht leicht besonders aus dem Grunde, daß die fortschrittlichr Parte 1 LhrPrn^ S?l^ern>a^ verschiedener verdienter national- ^tadwevordneter eingetreten sei. Wemr auch die S ^ml- demokraten unter keinen Umständen für die Wahl ausaeivrochener 6 ^«liberaler zu. haben gewest seien, p s n^icht, daß die Sozialdemokraten nur elf Namen ’i ^Prräreik wollten, womft einer Wiederwahl der Emmelius und Helm Schwierigkeiten Nicht in d'n i!j Eeg^gAegt wiwden. Wenn jetzt so vielen die ü ^niokratischlm Kandidaten auf dem Zettel der inrhrfus h- h I cbulb bie * ber m . f^ren bie Heute daran ■? SJJ“* . bre der freisinnigen Partei das Mitwirken im Ip^^richaftsaus,chuß unmöglich gemacht hätten Wenn man >' Möglichkeit ber Wabl sorialdem-kratisch^ Weftanbat h-be, wäre die Folge jed?üs-L <■ mb Snnf m^n ble. aItm Stadtverordneten wiedcrgewahll L ®i?“ ^urlemen oder zwei Natu-natlcher-len bezw° Frei- - ,Sra' ■ Etch emcn Sozialdemokraten zu Stadlvcr- - & >■“>%“ äTÄS !:■««« eine Bw&e trcifmmge Partei habe Er habe bie Uek-r» kmit Si'ege des fortsckimL I schließen werde. (ÄbHafter Beifall.) “L toerlefnec Dr. Krausmüller bedauerte zunächst daü S?16 .8“6e .^eMl'che Wahlerversammlung am toeti> b?® •^onntags eurberufen habe. Er gab dann ebeniallsi-inen öerblicl über die Wahlvorbereitungen Bor drei ^ni.r •» k,।. o'utai %?lOTMCemUn3OT ltoon 1'1 Juli begonnen und ^uch !■ jBfX” a.^?5h wan noch vor den Ferien beginnen müssen «neßor Luley, der nichts davon gewußt habe haft ^nstir^i ’ tt Einberufung des 'Ausschusses für i; ^^lwig-m Stadtvewrdnetmwahlen beauftragt worde-n sei ehH», • ^^ft^nden des Bürgervereins, Lehrer Mülle/ fc cn'e nUspr-ch^e.Versammlung einzuberufen. IiL E ^verbindliche Aussprache stattgesundeii Ain Einsadu«^ A Juftizrats Metz habe dann am 23. ÄZ eine Bstvreck « hmt Vereinsvertreter ftattgefunden^in der H^rr Metz ck? ^^bhung der Sozialdemokratie angeregt habe. Die E)^s^bn, von denen drei Freisinnige gewesen fpiV,i ' entschieden dagegen ausgesprochen, und'Professor ^ulev Metz Kenntnis gegeben von der MWimmunq Krpsm des Mittelstandes gegen ein M™“ii 11 ew?nf^bemofia^IC fcp* sowie von dem Beschluß der Sozial- ! äuÄr^\T rem-P-rt-ilist- auszustellen. Die national ni^td dagegen, daß Sozialdem > 1 -igeuer Kraft- wurden bei Stadtverordneteuwacken in Rieften dft lammiurig nickt der sei, daß di. nur vom freisinnigen und nationalliberalen Verein aufgestellt^und auf?- “ tolirbe sbjä ässÄsfe? v” --1 seine Partei nunmehr gebrochen, indem ue i'ch der Lehrplane der höhe noch andere Bereinigungen gäbe, di- berechtigt *uBfotben? Etnflusscs der Gemeinde auf das «chuüre'en Dm bei -1 ola) wichtigen Angelegenheiten mit geZrt ,ü ^-Len^ Sherer uich Bvlksfchule, zwischen atadeunuchrm hatte auch der rrctjinnige Verein als ricktia «Jrfnnü Doltsutzullichrern mune überbrückt werden. Im übrigen üef, 1907 schloss« hab-, im aa^erfiaSÄ lÄ“ ““ Boden des Sta-whunkt-s der sortfchritllichen Po . Damals habe -rauch den StanhÄt S^iafc der Stadt Eichen billige frata nicht auf den bürgerlichen Stimmzettel geletzt weiden M T. ‘Su?on Gelände beziehe. Dagegen sei er daii.. vermischte«. SS3/10 ca. 1000 Angestellte. D6/s Telephon 487 Krofdorf er Str. 12 Adolf Klingspor 09731 Joh. Vogel D,8/n Ter Bürgermeister. (B21[u Mark 09736 2. Feinschmecker finden in Gieren. 6362 Amtlicher Teil. gung bittet iD-v Berichtigung mit bleichem Teint .p . «v fl ,* r» * |lLU“Hu »u uiilcuh UHD im kycgcniay zu oi.')cr yeianntmüüjuiw Rosaderma MWeiilMMttt! 6nSÄ.b?&ÄSÄTÄ“ Verschleimung gebrauche man Gießen, den 18. Novencher 1910. W Grösst. Gewinn evtl eine Prämie Hauptgewinn Hauptgewinn SO 000 15000 15000 8 ooo §000 in (ließen Hannen Vacf; im Aunr.au Der MünturSver* wailung Duill dahter: mehrere östammigeGaslüstcr veriwicoeuer tNro»en (zwei ichmieocsterne mit Hup.er- ruftci iiuu 1 mcmi:nhci), 2 Lstra- uhö 1 (ülfitfolvuc ,ür (vas, 1 langer tvaoarm zum Zieven, dtp. dtilinoci", E>ao- tulpcn und ^uucoiirtctlc, 1 lauocrLncv (rui ^irtn^au»1 Zch eitiare niuöcdjolt, dar; id) ein Stadtverordnetenmandat anzunehmen nicht in der Lrige bin, und bitte dringend zur Vermeidung weiterer unnützer Zersplitterung meinen Namen auf den Ltimmzettelu zu streichen. zweac). Tie Versteigerungen finden benimmt statt. Born, Hcrichtsvollzieher Deutscher Privat-Beamten-Verein, Magdeburg, Zweigverein Giessen. • Ern neue? französisches Lufttorpedo. Am Eiffelturm konnte man in biejen Tagen Zeuge eines nngewöbu. lieben Schauspiels werden: die Offiziere des französischen Lust, schiffcrparks unternahmen am Eiffelturm Versuche nut einer neuen Waffe, die der Hauptmann Sazerac de Jorge zur Vekämpiung der Lenkballons gebaut bat. Es ist eine Art Pieillorpedo, durch das der Flieger, dem es geliingen ist, den Gegner 511 „übersteigen', den Feind vernichtet. Tas Torpedo läßt man einfach fallen. Es ift so gebaut, daff beim Sturze die Spitze nach unten zeigt. Turch die Fallgeschivmdigkcit und das eigene Geivicht durchdlin zt cS sofort die Hülle jedes Ballons. Zn diesem Augenblick enlsleht durch eine automatische Borrlchtung em Funke: das Gas entzündet sich unb bei Lenkballon ist verloren. Blau hatte zu den Versuchen am Fuße des Eiffelturms kleine Fesselballons befestigt, nach denen nut den neuen PfesttorpedoS geschossen wurde. Tie Versuche, über die der AcrwhUe Bericht gibt, halten über Erwarten aüninge Ergebnisse. D"/u o.FärH Bngo teter |li Mr. Hörer), Leipzig chem. Waschanstalten. Groffherzogliches Kreisamt OJicfeen, Drw H f i n g e t. Martin Dörr Wilhelm Homberger August Schwan Eberh. Metzger Mehrere Wähler, Alleinverkauf: tmil li och, Seltersweg 75. (uM) Tel. 767. MESSMER’5 ausgewählte feine' THEE= SORTEN 100g Pakete Q55Mk-1.40Mk nur Ur. BuftestS beim, vustcn tvwfcn, Flasche 50 Pig. jö*J18 Eentiai-Lrogcric, Schutstrage. Als sehr tüchtige Stadtverodnete empfehlen wirEuchl Klavier* Stimmen Reparieren Polieren In tadcUuaer Ausführung durch Md. Rudolph Gruüh lies» llodieferuul Plnnohtindlg u Reparulur werkstfltte. Seilers91 '« Los 1 M., Porto und Liste 20 Pf. extra, 5. Lese cinschl. Porto und Liste nur 5 M., auch gegen Nachnahme, empfiehlt Carl Heintzg, Strassburg Els.. Goldschmiedgasse und alle Lnihandlungen. (6297) Oeffentlicher Vortrag am Mittwoch den 30. November, abends 8y2 Uhr, im Hotel „Kaiserhof6, Schulstr. Herr Ernst Reinemund-Magdeburg spricht über das Thema: „Die Privat-Beamten Versicherung eine wirtschaftliche Notwendigkeit”. Unsere Mitglieder. Privat - Beamte und Ang ehörige freier Berufe sind hierzu eingeladen. L in rege Betciii- HM u. t\akao besonders gut 7?1|T hi der (6O92 Central • Drogerie Emil Karn, Schulstr. Dampfwaschanstalt Edelweiss Friedrich Wörner, Giessen 'N jeoer belkbigtn .'chrislart uno Kanon. 2JS '■iJiirrPri körte, sowie Mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen, liefert zu mäßigen Preisen vrüyl'sche Uliioersitatr-Druckerei, Zchulstrabe Z. Drucksachen aüer Art wiw liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7 ÄkihiiliObeichtliiiig Her zitciniiiiött-Äciviihriiiisllilt. Um unseren 210 Kindern von 2Va bis 6 Jahren, die zum größten Teile aus Familien stammen, in denen Baler und Mutter in schwerer ragtlcher Arbeit aufferhalb des Hauses den Unterhalt für ihre Familie erwerben müssen, eine Weihnaastöbescherung bereiten zu können, ivenden nur uns wieder an die beivahrten freunde und Wohltäter unserer Anstalt mit der herzlichen Bitte, uns dazu durch uulöe Haben zu Helsen. Haben an Held, LUeidungsstücken, Stoßen, Spielen werden von den unterzeichneten Vorttandonntglledern und ebenso von den Schwestern der Annalt dantbar angenonnnen. Auster dtcseu ist niemnno berechtigt, Haben sür unsere Llnitalt zu erheben; auch wlro von uns keine Sammler.n beauftragt. Unsere LdelhiiachlSseler wird schon aui 18. L>ezvr. stanilnden. Gieren, den 17. November 1910. kvnlu Ter Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt: brau Juinzrat Hruncwald, Llevlgitr. 21. diau Johmina Haas, L)st-Anlage öl. Fran Rechnungsral Nalvfteiich, Ludwigstrage 7. Frau Hey. Rat Lent, Utoltteitr. 32. Ar au xuaric Schwan, Seltersweg 64. Krau Apotherer Schwieder, Schulur. 1. Frau Heh. Mat Strahl, ^tevhansir. 1. Iran Marom Evalther, Neuen ^>ane 29. Schwester Leuchen LLclfch, Tiezstr. 15. Pfarrer Astöfcld. Direkt. Töring. ^iealleprer Fanu. v. Schlosser. Mandelmilch-Manzen-Butter-Margarine „Sanella* D. R. P. 100922, ä Pfund 90 Pfg. stets frisch bei mir zu haben. Bctr.: Ergänzungswahl des Kreistages des KretseS GiM durch die Bevollmächtigten dec Gemeindevorstände. j Infolge eines Druckfehlers ist in der unsrer BekanntmackuiV vom 16. November 1910 (Kreisblatt Nr. LÜ) nachgesttzten ÄWI ftclluug zu Unrecht und im Gegenfatz zu dieser BeranntmachM ' Visitenkarten | aetert rasch and billigst Rrnhlfichr 1 *— Stadt die -Verpflichtung, für den Aufschluß billigen Baulandes zu sorgen. Stadtv. Dr. Ebel erkennt die Bodenpolitik der Stadt im allgemeinen als richtig an. Ortskranlenkassen-Kontrolleur Beckmann wandte sich gegen einige Ausführungen des Bros. Dr. Kcauffmüller und forderte seine Parteifreunde zum .Abgeben des Kompromißzettels ohne jede Abänderung auf. Rechtsanwalt Dr. Spohr gibt als Unparteiischer seiner Meinung dahin Ausdruck, daß die fortschrittliche Volkspartei mit ihrem Vorgehen im Rechte sei. Wenn man die prinzipielle Ausschließung der sozialdemokratischen Partei mit solchen Argumenten bekämpfe wie die Nationalliberalen, so begehe man eine Heuchelei. Jedenfalls sei ihm unter den gegenwärtigen Verhältnissen ein Sozialdemokrat viel lieber als ein Nationallibcraler. Rechtsanwalt Kaufmann bezeichnet es als unwahr, daß die nationalliberale Partei irgend einen alten Stadtverordneten von der Kandidatenliste habe wegfallen lassen wollen. Jm Vürger- schaftsausschuß sei über alle bisherigen zur Wiederwahl vorgeschlagenen Stadtverordneten abgestimmt worden. Dagegen sei die fortschrittliche Volkspartei über die bisherigen Stadtverordneten Helfrich, Jann und Brück einfach zur Tagesordnung übergegangen. Das sei feststehend, da beiße keine Maus den Faden ab. Sie hätten nur nicht dazu Helsen wollen. Justizrat Metz stellt in seinem kurzen Schlußwort fest, daß er auf seine Fragen, was sie anders hätten machen sollen und warum sie die Sozialdemokraten hätten ousschließen sollen, heute abend keine Antwort bekommen habe. Zum Schluß legte er eine Entschließung vor, daß die Versammlung die vom freisinnigen Verein eingenommene Haltung billige und zur unveränderten Abgabe des Zettels der fortschrittlichen Volkspartei auf.ordere. Nachdem auf die Frage des Vorsitzenden, ob jemand gegen die Entschließung sei, sich niemand zum Wort gemeldet hatte, erklärte er die vorgeschlagene Entschließung für angenommen. (Ein großer Teil der Anwesenden hatte vorher den Saal verlassen.) Der Leiter der Versammlung schloß mit dem Wunsche, daß die Wahl zum Wohl der Stadt Gießen aussallen möge. Ziehung am 28. n. 29. Norbr. S Gothaer eld-Lotterlo des Bennverelns für Mitteldeutschland. 3337 Geldgewinne u. 1 Prämie zusammen Hausverkaui z. Grossrechtenbach Lim Dienstag den 3. Januar 1911, vormittags 11 Uhr,1 wird auf öcm Bürgermeisteramt hier das Schulhaus zu Hroßrechten- bach, eulhatiend 2 Swawerle mu 2 -Laten und 1 Wohnung mit Hmraum, scheuer, Stauungen, 5,69 ar grog, sonne 2 darauf- fwtzende Hanen 5,73 ar grotz, onentlich an den Melitöieteuden vertäu,l. Grostrechlenbach, 18. November 1910. I „Mm" bester Schuir gegen stiauchbelänigung empfiehlt 6161 k I. B. Häuser, Neustadt 56. Telephon 660. hro sie die Nichtaufsteklung von Sozialdemokraten gefordert habe. Weiter verlas der Redner das Schreiben des Lehrers Val. Müller, in der er den Vorsitz des Bürgerschaftsausschusses niederlegte. Die Begründung geht im wesentlichen darauf hinaus, daß die Auswahl der Kandidaten von parteipolitischen Gesichtspunkten aus erfolgt sei und deshalb um das Wohl der Stadt hochverdiente Männer nicht aufgestellt worden seien. Der Redner fuhr dann fort, daß die Haltung der Nationalliberalen aus politischen Beweggründen zu erklären sei, weil sie die Organisationsarbeit der fortschrittlichen Volkspartei nicht gern sähe. Die freigesinnte Gießener Bürgerschaft möge dafür sorgen, daß der Ruf Gießens als fortschrittliche Stadt erhalten bleibe. Stadtv. Grünewald bemerkt zunächst, daß er das Arm- in-Armgehen des Rechtsanwalts Kaufmann und des Herrn Thomas Reuther nur bildlich gemeint habe. Was seine Beziehungen zu Herrn Wohlmuth anlange, so wisse er nicht, ob dieser sich dessen in der Stadt rühme. Er habe Herrn Reuther, mit dem er auch bekannt sei, übrigens , schon freundlicher behandelt wie Herrn Wohlmuth. Zurückweisen müsse er, daß Herr Th. Reuther gesagt habe, wenn die Stadt mehr Schulden gemacht habe, schicke sie 'Stadtv. Dr. Wimmenauer hinaus, um den Wald eine Million höher taxieren zu lassen. Agent Adolf Schmidt meint, daß sein Ausscheiden aus der sozialdemokratischen Partei keine Unehre für ihn bedeute. Auch die Bezirksvereine stellten das allgemeine Interesse in den Vordergrund. Er habe selbst vor drei Jahren das Programm seines Bezirksvereins in öffentlicher Versammlung klargelegt. Als Verfolger der Bodenreform sage er sich, daß die Stadt Gießen bei ihrer Bodenpolitik von solchen Voraussetzungen ausgehe. Eine Stadt dürfe nur Grundbesitz ankaufen, wenn sie ihn in absehbarer 'Zeit verwerten könne. Auf lange Zeit hinaus dürfe die Stadt nur billiges Gelände kaufen. Nachdem die Stadt das Aktien- brauereigüände in einer Zeit wirtschaftlichen Niedergangs gekauft habe, hätte sie möglichst bald das Land dem Bebauen zugänglich machen müssen. Die Stadt halte mit dem Osfenlegen neuer Bebauungspläne zurück, womit der Bauplatzpreis in die Höhe gehe. Angesichts des Mangels an kleinen Wohnungen habe die Amerikan. Neuplätterei für Herren- ===== Wäsche. ======== Spezialwäscherei tür Haushaltungen, Ausstattungsgeschäfte und Hotels. Garantie für absolute Schonung 6313 : Konkurrenzlose Ausführung : Für sparsame Hausfrauen sind meine Abteilungen: Roll Wäsche und Nasswäsche die billigsten Einrichtungen. Abholen und Rücklieferung durch meine Wagen. = Schnellste Lieferung. ------ Mitbürger! Stadtverordnete, alle bürgert.cheu und auch bii politischen Parteien Haden einstimmig anerkannt, daß in unserem Stadtparlament die Stimme eines richtigen Bau sachverständigen fehle. Und doch haben sie dies aus un« verständigen Gründen bei ihren Wahlvorschlägen unberücksichtigt gelassen. Wir empfehlen deshalb den allseits bekannten und hoch« verdienten Architekten Kans Meyer Seine erfolgreiche Tätigkeit und seine großen Fachkennfi nisse verbürgen " uns in jeder Beziehung ein gerechtes Udei1 und geben besten Anlaß zur richtigen Vertretung der gc- samten Bürgerschaft. Wir buten darum ernstlich erwägen zu wollen, ob d nicht weitaus besser wäre die Stimme diesem Herrn zu geben, als den meist unberechtigt ernannten Kandidaten des Bürger- ausschusses oder der politischen Machenschaften. Konkursversahren. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Hermann Lubliusti in Gießen, Inhabers der Firma Hermann Lublinski und seiner Ehefrau Julie geb. (Samuel wird heute am 19. November 1910, vormittags 10 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Louis Althoff, .Gießen, wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 9. Dezember 1910 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußsaflung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausjchusses und eintretenden Falls über die m § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldetcn Forderungen auf Freitag den 16. Dezember 1910, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 9h:. 6, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird ausgegeben, Nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auf» Zerlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung m Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 9. Dezember 1910 Anzeige zu machen. [ß«/u Großherzogliches Amtsgericht in Gießen. Berstetgcrung. DieuStag den 22. dis. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich auf meinem Büro, Ä^üd- Anlagc 23 I: Erne goldene Dameunhr, eine Broiche und sechs wertvolle goldene Ringe. Die Sachen können Dienslag vormittag auf meinem Büro besichtigt lueröen. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. 09701 Gießen, den 19. November 1910. Seipel, Gerichtsvollzieher. Versteigern«!). TicuStag den ^2. ds. MtS., nacym. 2 Ubr, versteigere ich Neustadt 5u du stier gegen Barzahlung: 1. un Auftrag des H. Burkhardt Mehrere Wähler. vlcue Konserven cmactroffco. Hier 10 St.......vö Psg. fr. Sied-Eier 10 St. 95 Pfg. st. Blütenmehl 5Pid. L20PH. 10 Pfd. ä 19 Pfg. Kokos-Schmalz Pfd. 65 Pfg. tägl. fr. Land- u. Süvrahmstuue^ Hch. Reuter LUowigsplatz 4. (09® (Färberei Gehr. Rover, Frankfurt a. M.-Giessen a Giessen: Marktplatz 18 iie °! h Stadtverordnetenwahl. Soll dic Stadtverordncten-Versammlung zum Tummelplatz sozialdemokratischer Agitatoren gemacht werden? ? Nein ! ! Wählt darum auch nicht eine Liste, die diesen sozialdemokratischen Bestrebungen Vorschub leistet. Wählt die Liste des Bürgerschafts-Attsfchttsses! D21/» Mehrere Wähler. Giessener Mrrterm. Die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung steht unmittelbar vor der Tür. Die Mehrheit der Gießener Wähler, der ans Miete wohnenden Bürger hat Stellung zu nehmen gegenüber den Wahlvorschlägen, die überhaupt ernstlich er. wogen werden Eöimen. Welchen Zettel soll man bei der Wahl abgcben? Den der Fortschrittlichen Volkspartci oder den des Bürgerausschusses? Auf den ersten Blick kann da die Wahl nicht schwer fallen, wem die Mieter in der Stadt Gießen durch ihre Abstimmung unter allen Umständen zu einer Mehrheit verhelfen müssen. Will doch der Bürger-Ausschuß u. a. den Vorsitzenden des Hausbesitzer- Vereins, Fabrikant Chr. Jnderthal, in das Stadtparlament hinein gewählt haben, wohl um deswillen, damit dieser sich einseitiger Interessen gewisser Hausbesitzer gegebenen Falles in der Stadtverordnetenversammlung ganz besonders anuehmen kann. Der Mieterverein hat den Bürgerausschuß von vornherein nicht im Zweifel darüber gelassen, daß er sich als Verein an der diesmaligen Stadtverordnetenwahl nicht beteiligen würde. Gegenüber einem Vorschläge aber, der den Hausbesitzer- Verein durch die Wahl seines Vorsitzcndeu zu einer Vertretung im Rathause verhelfen will, halten wir uns verpflichtet, nachträglich zur Wahl Stellung zu nehmen. Wir ersuchen sämtliche Mieter der Stadt, ganz besonders aber unsere Mitglieder, den Kandidaten auf dem Zettel der Fortschrittlichen Volkspartei nicht nur ihre Stimme zu geben, sondern für dic Wahl dieser Männer kräftig zu agitieren. Es sind dies sämtlich Männer, die dafür bürgen, daß sie als Stadtverordnete im allgemeinen Interesse handeln und abstimmen, sich auch nicht Dazu hergeben werden, für einseitige Sondervorteile einzelner Klassen- oder Be- russgruppen einzutreten. Der Wahlvorschlag des Bürger-Ausschusses weist nur Hausbesitzer auf, für deren Interessen schon in der Städte-Ordnung genügend gesorgt ist. Der Zettel der Fortschrittlichen Volkspartei trägt die Namen von 6 Kandidaten, welche in Miete wohnen, und die daher wohl besser in der Lage sind, auch die Ansichten der Mieterpartei gegebenen Falles zum Ausdruck zu bringen. Mieter in Gießen, die ihr Wähler zur Stadtoerordneten-Versammlung seid, gebt den 13 Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei Mann für Mann die Stimmen. Vorstand des Gießener Mietervereins. I. A. Julius Bräutigam. Dar Vahlbureau d. zortschrittlichen Dolfsportei befindet sich am Dienstag von vormittags 10’/2 Uhr ab im Cafe Ernst Ludwig Parteifreunde tut Eure Pflicht! v»/u Der Vorstand. Worte md Taten. „Wer ohne Rücksicht auf Parteistellung, Vertreter aller Berufs- und BevötkcrungSklassen zulasten will, handelt liberal", schreibt der Vorstand der Fortschrittlichen Volkspartei, nachdem er 7 frcistnnige, 4 sozialdemokratische und 2 nationallibcrale Kandidaten für die Wahl festgesetzt hatte. Dikl bisherige nntionalliberale Stadtverordnete ließ er fallen und der vierte kam nur durch Zufall auf die Liste. DM/ Einer, der nicht auf den freisinnigsozialdemokratischen Leim kriecht, die Vornamen Die Wähler werden darum gebeten, genau darauf zu achten, daß bei Aufführung der einzelnen Kanditaten auch ausgeschrieben werden. Nur dann sind Irrtümer und ungültige Namensbczeichnungen ausgeschlossen. Stadtverordnetenwahl. Im Samstagsblatt des G. A. war ein vierspaltiger teurer Aufruf für die Wiederwahl des Herrn Justizrat Grünewald enthalten, der dieselbe mit allem Eifer empfahl. Wir sind überzeugt, dass Herr Justizrat Grünewald keinen Einfluss auf den Artikel hat und jedenfalls nicht angenehm überrascht war, als er das für seine Person unnötige lobhudelnde Machwerk zu Gesicht bekam. Deshalb schaltet auch die Person des genannten Herrn für uns vollständig aus und wir wollen seiner Wahl hindernd nicht entgegenstehen. Aber um so stärker muss man die in dem Artikel genannten Herren Krailing. Jaskowsky, Brück gegen die beleidigenden Anwürfe des speichelleckenden Artikelschreibers verwahren, — „Wer für die Zukunft städtische Fragen lösen solle“ —, wenn Herr Grünewald nicht gewählt würde! Antwort hierauf ist: Die städtische fortschreitende Entwicklung hatte keinen Stillstand erlitten, als Herr Grünewald nach seiner ersten Wahl vor mehreren Jahren ans dem Stadtvorstand plötzlich austrat, und wird erst recht keine Hemmung aufzuweisen haben, wenn die drei genannten Herren in das Stadtparlament einziehen. Jedenfalls wissen die Herren Karl Krailing, Schlossermeister, Max Jaskowsky, Gastwirt, Franz Brück, Hoflieferant in all den städtischen Fragen als praktische freisinnige Männer mit gereiften Lebenserfahrungen ebensogut Bescheid wie gewisse akademisch gebildete Leute. Deshalb wählt nachstehende Herren: Franz Brück, Hoflieferant Max Jaskowsky, Gastwirt Karl Krailing, Schlossermeister Eine ausgleichende Vertretung im Stadtvorstand muss vorhanden sein. D»/u Mehrere rechtlich denkende Wähler. Bürger? Nur Einigkeit führt zum Sieg! Laßt Euch nicht durch Zersplitte rungsvorschläge zu Aenderungen an der Liste des Bürgerschaftscknsfchusses verleiten. Noch nie ist in unserer Stadt eine aus so weiten Kreisen der Bürgerschaft hcrvorgcgangcne Kandidatenliste vorgeschlagen worden. Da müssen Einzelwünsche zurücktreten. Bürger, tragt darum den Wahlzettel des Bürgerschastsausschusses o--/„ unverändert zur Urne! Ein Bürger. Jlern justizral Mr Bci der letzten Stadtverordnetenwahl (1907) waren Sie Mitrcdakteur des Plakats: „ßme Stimme tinrin Soiinlbrmoktntcn! DM na (Offcnbaiti!“ Und heute sind Sie und Ihre Mitstrategen Verbündete der Sozialdemokratie. Grund? Nächste Neichstagswahl? 09727 lEin Neugieriger. ahnworl in letzter Stunde ®ie Wahlbewegung hat eine Entwicklung genommen, welche die Besorgnis derer wachruft, denen das Wohl der Stadt am Herzen liegt. Die Parteien, seren es politische oder städtische, gehen blind drauf los, die fragen nicht mehr, welche Kräfte der Stadtverwaltung nottun, nicht mehr wer von en Kandidaten geeignet ist, ihr zu dienen, sie sind von dem fanatischen Eifer beseelt, ausgerechnet gerade ihre Kandidaten durchzubringen. Prüft man ehrlich und unbefangen, so wird man sich sagen müssen, daß eine ganze Menge Leute als Kandidaten auftrcten, die ganz tüchtige Handwerker oder Geschäftsleute ,ei” !W ehrenhafte Charaktere, die aber nichts, rein gar nichts besitzen was sie geeignet erscheinen läßt, tätig und fruchtbar mitzuarbeiten an den Aufgaben einer Stadtverwaltung. , „ *!* $u Beginn der Wahlbewegung schon darauf hingewiesen worden, daß diese Aufgaben hauptsächlich auf dem Gebiete des Bauwesens, bei Rechtsangelegenhelten, des Finanzwesens, des Schulwesens und der sozialen Fürsorge liegen, .n Befinden sich in der Stadtverordnetenversammlung eine Anzahl intelligente, auf wenigstens einem dieser Gebiete orientierter Personen, so hat der Bürgermeister an chnen eine gewaltige Stutze,, sie helfen an der Lösung der Aufgaben und wirken fördernd. Aber der Bürgermeister hat an kontrollierende und gegebenenfalls korrigierende Instanz, die umso kräftiger ist, umso geeigneter, eine bureaukratische Entfremdung zwischen Verwaltung und Bevölkerung zu verhüten je stärker in ihr die Intelligenz und die Sachkunde vertreten ist, ^ JlK°.r-nClenbeX'amm U"9 t f on'f° 8chw“cher? ihre Beschlüsse und Kundgebungen sind umso bedeutungsloser, der Bürgermeister ist . ®,.. J (^Vren„’^®r pe.utc, nt 'hr sich befinden, die Kenntnis von den vielgestaltigen Erscheinungen unseres öffentlichen, wissenschaftlichen, tech- iifchen und gewerblichen Lebens, Kenntnis der Gesetzgebung auf dem Gebiete der Stadtverwaltung, des Bauweftns re. besitzen. .fatln' °^,e jemanden wehe zu tun, bekennen, daß ein Schlossermeister, ein Gastwirt, ein Schreinermeister, nicht geeignet ist — er zeichne Drtsftihif ,hSaäfUnb Ausbildung aus — ein Referat nt irgend einer wichtigen Sache, beispielsweise wenn es sich um die neue Bauordnuna :.-ps nMf rt2nn 9?. um eine Stellungnahme gegenüber der Regierung handelt, zu übernehmen. Abstimmen kann jeder, aber daunl frs nicht getan, denn Leute die nur dies vermögen, werden stets genug da sein, die braucht man nicht erst hinzuzuwählcn. 21, ben unbefangenen Beurteiler offensichtlich, daß der fortschrittliche Vorschlag dem Bedürfnis, geeignete Mitarbeiter in die Stadtvcr. Vel^^aeftllt aufaeltÄ ÄS S Bezirksvereinen, zu denen sich auch der christlich-soziale, der deutschsoziale und bei nationalliberale Itirfit anaenebme E2^ + ?■ ^rabe Bczirksvereinen aggregierten politischen Vereine erheblich dazu beigetraqen hätten, daß politisch ihnen ch angenehme Bewerber zuruckgedtangt wurden und daß sie hierbei bte Gevattermanns — und Stammtischwirtschaft der kleinen Vereine gut ausgenützt hätten, demokratischen Mn,ente aussÄieß7n müsie.' Wn^e Zettel auch sozialdemokratische Kandidaten enthalte und daß man deshalb auch seine nichtsozial hrt6 be_ ^5Ifti^e" Partei er auch angehöre und wie sehr er auch die sozialdemokratische Lehre mißbillige, muß sich sagen- r h tE,ns ^etttetun9 w der Stadtverwattuug gehört. Die Jntereffen der Arbefter werden gar häufig von den Maßnahmen ÄtadtverwaÜung direkt berührt und es. müßen Personen da sein, zu denen die Arbeiter vertrauen haben und die ihre Anliegen Vorbringen. sie sich äußern KunUnfU9, bcr Unzufriedenheit den Mund zu schließen, es ist viel klüger, ihr ein Ventil zu öffnen, eine Stelle zu gewähren, an der btallim Twan 4 saaialdcmokrÄische Vertreter, so mag er 3 oder 2 Wahlen, aber er soll gerecht sein und billig denken, nicht von der »»d - «*'« - -m Sanä töricht ist nun gar die Ansicht, daß der ganze fortschrittliche Zettel verwerflich sei. nisse AAnfSabe11 eines Stadtverordneten denken und sich dann die Kandidaten ansehen auf Intelligenz, Kennt- msse, Arbeitskraft, Ueberzeugungstreue; dann wird man den richtigen Weg finden. Ein alter Giessener Bürger. O'-/o Gegenfrage? Warum find Kommerzienrat Georgi Ein Neugieriger Gin Neugieriger. und sein Sohn aus dem freifinnigen Verein ausgetreten? In Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Bingen gingen die Freisinnigen mit den anderen bürgerlichen Vereinen, sogar mit dem sonst von ihnen so sehr bekämpften Zentrum zusanimen gegen die Sozialdemokratie vor. Warum soll in Gießen die Abwehr des sozialdemokratischen Ansturmes gegen den Liberalismus verstoße»? Oder sollte da „höhere Politik" dahinlerstecken? MnMI Sn letzter Stunde erlauben wir uns nochmals die Kandidatur D»i/n Max Friedberger angelegentlichst zu empfehlen. 4 §en Max Friedberger hat zu allen Zeiten sich gern in den Dienst städtischer Unteres,en gestellt. Wtr erinnern nur daran, daß er Jahre lang den Vorsitz der ^mmbus-Gesellschaft geführt hat. Er ist Mitglied der Handelskammer und f0: mit mit den Handels- und besonders den Verkehrsinteressen unserer Vaterstadt eng verbunden. Seine kaufmännischen und finanztechnischen Kenntnisse machen chn weiterhin geeignet in unserem Stadtparlament zu sitzen. Er ist ferner ein recht und gerecht denkender Mann, der für alle Bevölke- nmgsllassen etwas übrig hat. Darum wählen wir ihn als Stadtverordneten. Mehrere Wähler. Wollt ihr die fteisinnig-sozialdemokratische Konsumvereins- u. Waren- Hauspolitik unterstützen, so wählt den Zettel der Freisinnigen und Sozialdemokraten. Wollt ihr aber euere eigenen Jntereffen gewahrt wiffen, so wählt die Liste des DB/ Bürgerschafts-Ausschusses.