Dienstag 30. August 1810 160. Jahrgang Erstes Blatt Nr. 202 Bezugspreis: tonotiicf) 7593t, viertel- kindliche Weichheit dicht neben harter eiserner Energie in dem Fürsten. . .. _w r .. r Am mächtigsten packt die geniale Geisteskraft dieses Mannes bei seinen aus dem Augenblick herausgeborenen, alle Knoten lösenden Entschlüssen und Entscheidungen. Schon rüher hat Tiedemann jene klassische Art der Lösung einer größeren Anzahl von Disserenzpunkten wegen eines Han- >elsvertrages mit Oesterreich erzählt, über die das Stcurts- ministerium in Abwesenheit Bismarcks zu keinem Beschluß hatte kommen können. Nachdem er darüber den Bericht seines Geheimrats angehört hatte, klopfte Bismarck in größter Gemütsruhe ein Ei auf und sagte, ohne sich auch nur einen Moment zu besinnen: „Antworten Sie ad 1: Diese Konzession will ich zur Not genehmigen; ad 2: Fällt mir gar nicht ein; ad 3: Das muß späteren Vereinbarungen Vorbehalten bleiben usw. Die Entscheidung über sämtliche Punkte kam wie aus der Pistole." Als der Bundesrat einmal nicht gut funktioniert hatte, hat Bismarck sofort einen weitgreifenden Plan zur Aenderung der Geschäftsordnung dieser Körperschaft sll und fertig. Als Schruvaloff znm Fürsten kam, um ihm den Vorschlag zum Berliner Kongreß zu unterbreiten, konferierten die beiden 20 bis 30 Minuten. „Dann erschien der Fürst in der Tür, einen Dogen Papier in der Hand, auf dem das ganze Programm des einzuberufenden Kongresses niedergeschrieben toar." — Ein Denkmal für Gainsborough. Aus London wird berichtet: Thomas Gainsborough, dem berühmten Meister der alten englischen Schule, soll in seiner Vaterstadt Sudbury in Susfolk ein Denkmal errichtet werden. Es hat sich ein Ausschuß gebildet, das den Bildhauer Bertram Atackennal mit der Ausführung des Denkmals beauftragt hat. -r- WiL Dumas „Gras von Monte crifto" entstand, darüber weiß Eugenio Checchi hn Gioruale d'Jtalia eine neue interessarrte Einzelheit mitzuteilen. Ms der berühmte Roman zum ersten Mal im Feuilleton eines Pariser Blattes abgedruckt wurde, endete eine der Forschungen mit dem dramatische Moment, wie die Totengräber des Schlosses Jf von der Höhe der Burgmauer herab den Sack ins Meer werfen, in den. Dantes sich an Stelle des verstorbenen Abts Faria eingeschmuggelt hatte. „Ein Schrei gellte durch die Luft," so heißt es in der Erzählung, „und der Sack, an den eine Kaiwnenkugel gebunden war, stürzte in die Tiefe." Die Chronisten der Zeit wissen zu erzählen, wie man an jenem Abend in ganz, Frankreich nicht tag auch in Marienburg gesprochen und das in Königsberg Gesagte unterstrichen: „So wie mein seliger Großvater und wie ich uns unter der höchsten Obhut und dem höchsten Auftrage unseres Herrn un b Gottes arbeitend dargestellt haben, so nehme ich das von einem jeden ehrlichen Christen an, wer es auch sei." Das Hingt fast wie eine Milderung der Königsberger Worte, aber jene Stelle vom „Instrument des Herrn" hat dadurch ihre beinahe herausfordernde Schärfe nicht verloren. Ernstes und freies Gottvertrauen ist eine schöne Sache, die überall Vertrauen und Sympathie erwecken sollte. Aber es muß damit die ernsteste Gewissensprüfung und Bescheidung auch den Menschen gegenüber Hand in Hand gehen. Eine amtliche Aeußerrmg zu der Königsberger Rede. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Die Königsberger Rede des Kaisers rief in einem Teil der Presse starken Protest hervor. In der Rede soll die Verkündigung des Absolutismus, der Geringschätzung des Volkes und der Volksvertretung enthalten sein. Demgegenüber stellen wir zunächst fest, daß die Rede fein Negierungsakt, sondern ein persönliches Bekenntnis des Monarchen war. Als solches atmet es den Geist des auf religiösem Grunde ruhenden Pflichtgefühls, den der Kaiser wiederholt bekundete und bei der Ausübung des Herrscherberufes stets betätigte. Als Unterlage für jene Behauptungen dient hauptsächlich die Stelle, welche besagt, daß der Kaiser ohne Rücksicht auf Tagesmeinungen leinen Weg gehen werde. Der wäre ein schlechter König, der Ansichten des Tages zur Richtschnur seines Handelns nähme. Der kaiserliche Redner soll sich aber mit jenem Wort in Gegensatz zu der Verfassung gestellt haben. Diese Folgerung läßt sich nur aus der Fiktion einer von schwankenden Stimmungen abhängigen .Parlamentsherrschaft oder gar eines Absolutismus der Masse erllären, wovon die Verfassung nichts weiß. Ebensowenig liegt in der Erwähnung der historischen Tatsache, daß die Könige von Preußen die Krone nicht aus der Hand von Parlamenten empfingen, eine Mißachtung von Volksrechten und Volksbeschlüssen. Damit wäre auch nicht in Einllang zu bringen, daß die Königsberger Rede jeden im Lande zur Mitarbeit an der Wohlfahrt und der friedlichen Entwicklung des Vaterlandes aufsordert. Der Herrscher, der soviel Beweise davon gegeben hat, daß er, fest auf dem Boden der Verfassung stehend, die schaffenden Kräfte des Volkes zu fördern und zu achten weiß, sollte vor solcher Mißdeutung geschützt sein. Hiernach ist endlich die Frage, was der Reichskanzler tun werde, laicht zu beantworten. Der Reichskanzlerweiß, wie fern es dem Kaiser gelegen hat, sich in den aktuellen Streit der Parteien zu stellen, und kann nicht der Rede einen absolutistischen Sinn geben, der zu Agitationszwecken künstlich hineingelegt und herausgelesen wird. Er wird daher den Kaiser gegen willkürliche Auslegungen und bösartige Verdrehungen verteidigen und die Geschäfte wie bisher in voller Uebereinstimmung mit der Krone unter Wahrung aller verfassungsmäßigen Rechte führen. Danzig, 29. Aug. An Bord der „Hohenzollern" bei den Majestäten versammelten sich heute morgen außer der Prinzessin Viktoria Luise, die an Bord Wohnung genommen fyat, der Kronprinz und die Kronprinzessin, Prinz Eitel Friedrich mit Gemahlin, die Prinzen August Wilhelm und Oskar, Herzog Albrecht von Württemberg, der Fürst zu Fürstenberg und die Damen und Herren der Umgebungen. Prinz Adalbert tat Dienst als Torpedobootskommaudant. Auf dem Flaggschiff „Deutschland" des (U)ess der Hochseeflotte Admirals von Holtzendorff hatten sich glerch- einschllef, da man in höchster Spannung die Fortsetzung pes nächsten Tages erwartete. Dieser Moment bildete den Keim des Romans, und die Idee dazu war Dumas von entern Italiener erweckt worden, von Angelo Florenlino, der aus Neapel nach Paris ausgewandert war und sich dort als Journalist leinen Namen gemacht hat. Ms dieser eines Tages in Marseille das Schloß Jf besuchte, las er in den Akten des Gefängnisses, daß ein politischer Gefangener namens Edmond Dantes sich dadurch zu retten versucht hatte, daß er in einen Sack gekrochen war, in den man die Leiche eines Gefangenen getan hatte, und daß er elend in der Tiefe des Meeres umgekommen war. Florentino erzählte die Geschichte Dumas und fügte hinzu: „Scheint Ihnen das nicht Stoff zu einem schönen Roman? Nehmen Sie an, daß Dantes nicht ertrunken ist, sondern sich gerettet hat und unter anberm dienten in der Welt erscheint und nun kein anderes^Ziel mehr hat, als sich an seinen Feinden zu rachen. . ." „Schon gut," unterbrach ihn mit Donnerstimme Dumas, „ich habe den Roman schon fertig im Kopf: ich werde Dantes zu einem hundertfachen Millionär machen.... Sie sollen sehen. Sie sollen sehen . . ." Acht Tage später begann bereits der „Graf von Monte cristo" zu erscheinen — Eine ständige Oper in Chicago. Bereits vom nächsten Herbst ab wird .Chicago, das bisher keine eigene Oper halle, eine ständige Oper besitzen, deren Leitung Dippel über* nommen hat. Die erste Saison soll vom 11. November bis 3. Januar dauern und 50 Vorstellungen umfassen. Dippel beabsichtigt auch Strauß' „Salome" und „Das Mädchen aus Wildwest" von Puccini aufzusühren. Zu den mitwirkenden Künsllern gehören .Caruso, Slezak und Scotti, ferner die Melba und die Gadski; es soll ein Austausch mit der Newyorker Metropolitan- Oper wie mit der Bostoner Oper nid)t nur in den Künstlern, sondern noch in den Dekorationen und Kostümen stattftndeu. — D i e Insekt en-Menagerie. Aus Paris wird be-, richtet: Auf Vorschlag des Naturforschers Mfonse Labitte. wird das Pariser Naturgeschichtliche Museum durch eine ,Zn- sekten-Menagerie" bereichert werden, die gewiß zu den unter- unterhaltendsten Tellen des Instituts gehören wird. In kleinen Käfigen aus Gaze oder in Glaskästen wird man hier die ganze Welt der Insekten in ihrem emsigen Treiben beobachten. Man wird Bienenkörbe uub Ameisenkolonien studieren können, daneben werden Spinnen ihre Netze ziehen, man wird Skarabäen an der Arbeit sehen, unb die so verschiedenartigen Raupen werden sich einspinneii. Eüi dunkler Saal wird für die nächtlichen Insekten eingerichtet, unter denen besonders einige Schmetterlinge und die Glühwürmchen dir Aufmerksamkell erregen werden. Noch eine Uaiserrede. Die große Mehrheit der deutschen Zeitungen hat die absolutistischen Wendungen in der Königsberger Kaiserrede lebhaft bedauert. In der liberalen und nationalen Presse erklang der Ruf nach dem verantwortlichen Reichskanzler, und der „Vorwärts", der gierig nach diesem neuen Agitationsstoff griff, forderte gar mit grotesken Ueber- treibungen die Mnberujung des Reichstages. Nur die konservative Presse versucht es, die angefochtenen kaiserlichen Worte zu rechtfertigen, und die „Kreuzztg", die sich dabei seltsam lebhaft gebärdet, will offenbar jetzt nachholen, was sie bei dem bekannten Nooembcrsturm nicht gesagt hat. Daß sie dabei auch die ehrlich überzeugte, charaktervolle Kritik mit Schlägen bedenkt, wird ihr voraussichtlich manche Zurechtweisung eintragen. Das Blatt hat es sogar fertig gebracht, bei der Hervorholung von Argumenten für die Rechte des Monarchen die konservativen Reichstagsreden, die ziemlich nachdrücklich gleichfalls für eine größere Zurückhaltung des Kaisers eingetreten waren, halb und halb zu entschuldigen oder zu verwischen. Dieses Verhalten ist viel schärfer zu mißbilligen als der heute vorliegende Versuch des Reichskanzlers, in der „Nordd. Allg. Ztg." die Königsberger Kaiserrcde zu rechtfertigen. Herrn v. Beth- mann-Hollweg steht die Rolle als Schirmer des Kaisers im vorliegenden Falle besser an als den konservativen Organen, und man darf hinzu fügen, daß die Ausführungen der „Nordd. Allgem. Ztg." auch verständiger und sympathischer berühren als der neueste Vorstoß der „Kreuzztg.". Der Kanzler bemüht sich, die Rede so zu deuten, daß sie im Volke keine Bedenken mehr erweckte, und er stellt fest, .daß es sich um eine Privatäußerung des Monarchen und keine Regierungshandlung drehe. Der Kaiser habe nur aus seiner religiösen .Grundstimmung heraus gesprochen und denke nicht daran, das persönliche Regiment zu verkünden. Er habe ja auch die Beweise geliefert, daß er die Meinung des Volkes achte und in Königsberg alle Kreise zur Mitarbeit aufgefordert. Wir verstehen es, daß der Kanzler den Monarchen nicht ins Unrecht setzen darf, und wenn man die Gewähr hätte, daß Herr v. Bethmann-Hollweg stark und charaktervoll genug ist, um dem Kaiser, wenn es nötig ist, auch Widerstand und festen Willen gegenüberzusetzen, so wurde man nicht mehr viele Worte zu machen brauchen. Leider aber hat der Kanzler in der „diordd. Allgem. Ztg." so schroffe Ausdrücke gegen die Kritiker des Kaisers gebraucht, daß man an seiner Gesinnung und Absicht wieder irre wird. Er spricht ganz allgemein von „böswilliger Verdrehung", und dieser Uebereifer wird ihm in der Volksmeinung schaden. Es bleibt nun einmal wahr, daß der Kaiser, der in jeder Stunde seines öffentlichen Auftretens dem deutschen Volke mehr ist als nur ein Privatmann, Anschauungen geäußert hat, die zum mindesten den Schein an sich Haben, als ob die verfassungsmäßigen Einrichtungen nicht genug beachtet und berücksichtigt würden. Die Rede des Kaisers Jrar keine Privatmeinung, denn das amtliche Wolffsche Bureau hat sie dem gesamten Volke vor- gescht, damit es sich mit ihr abfinden sollte. Auch der Mnzler hätte nach diesem neuen öffentlichen Auftreten des Kaisers geschickter seines Amtes wallen können. Die Sorgen und Besprechungen werden nicht aufhören, denn der Kaiser scheint entschlossen zu sein, wieder öfter freimütig das Wort zu ergreifen. Er hat am gestrigen Mon- Neues von Bismarck. Einer der vertrautesten Mitarbeiter des Allreich skanz- lsrs, der 1907 gestorbene Christoph von Tiedemann, der 1875—81 an der Spitze der Reichskanzlei stand, hat zwei Bände Erinnerungen hinterlassen, aus denen Herman von Petersdorfs im „Türmer" u. a. folgendes mitteilt: Der fo vielfach eingewurzelten, aber grundfalschen Vorstellung von dem Kraftmenschen Bismarck, der jederzeit alles mit dröhnendem, rücksichtslosem Kürassierschritt durchgesetzt habe, nnrd Tiedemanns Buch vielleicht etwas Abbruch tun. Denn in ihm! tritt der elegante, durch feine entzückende Feinhell imponierende Staatsmann deutlich in die Erscheinung. So ist zu beachten, wenn Tiedemann über einen, Kronrat schreibt: „Namentlich die Ausführungen Bismarcks waren in dem Tone ehrfurchtsvoller Deferenz gehalten, den er immer dem Kaiser gegenüber anzuschlagen pflegte"; ebenso wenn es von einer hochwichtigen Sitzung der Bundesrats-Ausschüsse heißt: ,^om Fürsten präsidiert. Hochelegante Rede desselben." Während der Ministerberatungen bewahrte Brs- marck nach Tiedemanns Angabe immer eine verbindliche Haltung, „wenn er auch bisweilen feine Augenbrauen zu ,streichen begann". Tiedemann ist nach feinem eigenen Bekenntnis in seinem langjährigen engen Zusammenleben mit Bismarck nur ein einziges Mal in verletzender Tonart vom Fürsten behandelt worden. Dergleichen Mitteilungen veranschaulichen die vornehme Art des Kanzlers und die Gewalt, die er über seine Löwennatur doch im allgemeinen zu bewahren wußte. Eine ganz eigenartig rührende Episode ist die Erzählung von Sultans, des ersten Reichshunoes Tode: „Unten bot sich uns ein wirklich erschütternder Anblick. Auf dem Fußboden saß der Fürst, beit Kopf des sterbenden Hundes in seinem Schoß hallend. Er flüsterte ihm liebkosende Worte zu und suchte seine Tränen vor uns zu verbergen. Bald darauf starb der Hund; der Fürst erhob sich und ging auf sein Zimmer, kam an diesem Abend auch nur auf kurze Zeit wieder, um Gute Nacht zu sagen." Und weiter: „Nach dem Frühstücke stiegen wir zu Pferde; der Fürst war einsilbig, er suchte die Wege auf, wo fein lieber, alter Hund ihn zuletzt begleitet." Doch man lese selbst nach So wohnte zeitig eingeschifft: Staatssekretär v. Tirpitz, der Chef des Admiralstabes Admiral v. Fische! und Marschall Hermes da' Fonseca mit Gefolge. Ferner ist der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, der auf dem Schiff „Mecklenburg" Wohnung genommen halle, auf die „Deutschland" übergegangen. Aus der „Preußen" hatten sich eingeschifft General Izzet Pascha mit Gefolge. Ueber 300 Offiziere des 17. Korps hatten sich auf Linienschiffen und Torpedobooten eingeschifft. Um 73 4 Uhr machte die „.Hohen-- zottern" los und ging in See, an Neufahrwasser und dem reundlich in grün liegenden Zoppot vorüber. Der „Sleip- ner" folgte. Zahlreiche Vergnügungsdampfer gingen gleich- zeillg hinaus. In der Danziger Bucht lag die Hochsee- lotte, drei.Geschwader und eine Gruppe Auftlärungsschiffe, zusammen über 30 Kriegss chifse in einer dreigliedrigen Formation, dazu 55 Torpedoboote und drei Unterseeboote, zusammen mit einer Besatzung von etwa 26 300 Mann und über 1100 Offiziere. Um 9 Uhr traf die Kaiserjacht bei der Flotte, welche Salut schoß, ein. Tie Torpedoboote und Unterseeboote defilierten bei der „Hohenzollern", dann dampfte diese durch die beiden von drei Reihen Panzerschiffe gebildeten Gassen hindurch. Die Schiffe hatten die Toppflaggen gesetzt, die Mannschaften paradierten und brachten drei Hurras aus. Um 93/4 Uhr ging der Kaiser an Bord der „Deutschland"; die anderen Fürstlichkeiten verblieben an Bord der „Hohenzollern". Es folgte die Vorführung von Exerzitien' der Flotte nach einem besonderen Programm. Die „Höhenzollern" folgte der Flotte. Die Hebungen führten weit hinaus in die See, bei herrlichem Wetter entwickellen sich ebenso interessante als malerische Gefechtsbilder. Um 121/2 Uhr nahm der Kaiser das Frühstück bei dem Chef der Hochseeflotte ein unb kehrte um 2i/z Uhr an Bord der „Hohenzollern" zurück, die unter abermaligem Salut gegen 31/4 Uhr in Neufahrwasser einlief und am Kai in der Nähe des Bahnhofs festmachte. Der Kaiser hat den Herzog Albrecht von Württemberg a la fülle des 2. Seebataillons gestellt und eine Reihe Ordensauszeichnungen verliehen.. Der Chef des Marinekabinells Vizeadmiral v. Müller wurde zum Admiral befördert und zum Dortragenben Generaladjutanten ernannt Die Kaiserin reifte im Sonderzug um 4 Uhr 30 Minuten nach Margen bürg, der Kaiser um 5 Uhr 34 Minuten. Eine neue Kaiserrede iu Marienburg. Marienburg, 29. Aug. Abends um 7 Uhr fani^ hier bei den Majestäten ein Essen für die Provinz, West Preußen stall. Der Kaiser saß rechts von der Kaiserin, die Kronpiüuzessin rechts vom Kaiser, links von der Kaiserin der Kronprinz. Tie übrigen hier anwesenden Fürstlichkeiten schlossen sich zu beiden Seiten an. Bei der Tafel hielt der Kaiser einen Trinkspruch auf die Provinz Westpreußen. Um 9 Uhr 30 Min. sind die Majestäten nach Berlin abgereist, wo die Ankunft morgen früh um 7 Uhr 10 Min. auf dem Bahnhof Friedrichstraße erfolgen wird. f Die Rede des Kaisers hatte folgenden Worllaut: Es gereicht Ihrer Majestät der Kaiserin und mir zu besonderer Freude, den heut um uns in der alten Marienburg versammelten Vertretern der Provinz Westpreußens nochmals unseren herzlichen Dank auszusprechen für den begeiferten Empfang während der Tage unseres Ausenthattes in Danzig, durch welchen die Bevölkerung von Danzig und von Westpreußen uns den 1 unzweideutigen Beweis ihrer Treue und Anhänglichkell gegeben, Der Siebener Anzeiger —a 'wflT* A erscheint täglich, außer V sssVjIVIiv [LI' l iVImVI' wirtschaftliche Seitfragen W W W V W V ■ V f " Chefredakteur: A Goetz. Fernsprech - Anschlüsse: UM 0 V Verantwortlich für den für die Redaktion 112, IXJr politischen Teil: August wS“ General-Anzeiger snr Oberhe en Annahme von Anzeigen v 1 w @ ort ist, was ich neulich in Königsberg gesprochen habe: er Großvater und wie ich uns unter der höchsten Cbljutund dem hochsten Auftrage unseres Herrn und Gott e s a r b e 11 e n d dargestellt haben, so nehme ich das von einem leben ehrlichen Christen an, wer es auch sei. Wer in biefer Gesinnung arbeitet, dem wird es aber klar, daß das Kreuz auch verpflichtet! Wir sollen in brüderlicher! -v i e b e zus am men halten^ die Konfessionen und die ü ianime.__ Wir sollen einem jeben Stamme seine Eigenheit und Cigenart lassen, es sollen die Stämme und Berufsgenossenschaften die Hande ineinander schlagen, zu gemeinsamer Arbeit, zur Er- sullung der staatlichen Notwendigkeiten. Der Landwirt schlage die Hand des Kausmanns ein, dieser in die Hand des Jn- dustriellen. ^.er Zugehörige einer Partei ergreife die Hand des anders Gesinnten, wenn es darauf ankommt, großes für unser Vaterland zu leisten; und eine Konzession trage die andere mit -^ebe, dann werden wir dem Vorbild der großen deutschen Männer, die hier einst geltanben und gearbeitet haben, nachkommen. Tann werden mir die Schwierigkeiten, die sich uns entgegentürmen — -unb wo werden sich die nicht finden — überwinden. Leben heißt arbeiten arbeiten heisst kämpfen, kämpfen heißt Schwierigkeiten überwinden und die werden mit gegenseitiger Achtung und gegenseitiger Hilse überwunden, wenn man sie als "ben uns in den Weg gelegte Prüfsteine an- h Z" n^n verstanden werde, das fverbürgt mir die Gesinnung der Provinz, unb von ihr hoffe ich daß .mir ihre Mitarbeit zuteil wird. Das Gelöbnis nehme ich mit/- in demselben Wortlaut, wie einst das alte Leib-Gren<ü>ier-Regiment, als es in die Freiheitskriege aus- ruckte: ,Das soll ein Wort sein!" Die Provinz Westpreußen! hurra, hurra, hurra!" ö Am Montag wurde die Bevölkerung von Saloniki durch Mauer ans chlage davon verständigt, daß auch hier die allgemeine Entwaffnung beginne. Es werden sechs Rayons gebildet werden. JLic Polizei und die Gendarmerie werden zusammen- arbeiten. Xie Bevötterung soll in 14 Tagen die Waffen abgeliefert __ ! haben. Deutsche Maßnahmen gegen die Lholera. n L toirb • Me an die Türkei Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt' Am 27 Ana 1 ^9u^erschiffe sind in den Darfand im Kultusministerium unter Teilnahme von Vertretern dö Behörden übergeben wor- beteiligten Reichs- und preußischen Ressorts eine K o n f e r e n r ^^^^^^^ung der „Sabah begrüßte der Kommandant statt, die über die gegen die C holera zu erg^ife^en weiteren ,,Homidie" den deutschen Kontreadmiral Maßnahmen beriet. In Rücksicht auf die z u ne hme n d e V e r ffnnHu'nh^f ?n Lorl^des L-tationsschiffes „Loreley" nach Kvn- !breitung der Cholera in 9t ul Unb if? au Stetten ftant^ot,c( bcgIls !wicbmn' -a 10 ^icht rur Flnßverseuchung Anlaß geben tönnten Forderung der Handelsinteressen. Die Personen wurden sofort von den Fahrzeugen entfernt und n s ch Meneltts ist es, daß in seinem 9teiche unter Beobachiung gestellt Zur Verschärfung der Beaufsichtigung deutschen Unternehmungen sich mehr cnt- VS auf der Weichsel wurden gemäß der Anregung der wickeln möchten als bisher. Ich werde im Reiche des erwähnten Konferenz inzwischen noch die Einrichtung einer lieber- Kaisers die deutschen Interessen fördern- soraen Sie nurh wachungsstelle in Thorn neben den schon vorhandenen in Schillno, dafür." ' ' ' ,Ol0Cn Clc aud> Die dem japanischen Seidenbau durch die nach Alexandrowo aus russisches Gebiet abgeschoben Auch gegen b e r s ch w e m mung en zugefügtcn Verluste die Gefahr der Einschleppung der Cholera aus Italien (Pro^ w^^en nach einer Meldung der „Times" aus Tokio anit- vmz Bari, Neapel) unb Oesterreich (Wien, Galizien) wurden au| ’cc^ Millionen Pfund Sterling geschätzt. die nötigen Maßnahmen getroffen. kaft dadurch ein neuer Beweis gegeben sei für die Unzertrennlichlkeit beider Staaten und ihrer Herrscherhäuser. Sein Herz schlage zw- sammen mit dem Herzen des serbischen Königs und es .gebe keine Macht, welche sie entzweien könnte. Monte- negro bleibe für alle Zeiten die Sch^wester Serbiens. Montenegro werde vielleicht noch leichter irr1 ? mit Serbien zusammen seine, säende Aufgaben erfüllen. Der Kronprinz dankte in feiner]£) ü eI i er^ung ^auf den Toast bc? König-. I ,,Ms hessischer Regierungsbeamter und Kenner der hessischen VAfAAt? I Verhältnisse halte ich es unter der Würde, etwas auf die Angriffe Tnfin oq Koreas. npL'hT71! ^tbIeT entgegnen. ... In Hessen ist man ja . ? rT ö , jy. Aug. A/ie Einverleibung Koreas! gewohnt, daß ber antijemitische banerlstindlerische Abgeordnete sich I rro öffentlich bekannt gegeben; die neue Kolonie wird, !^^r oft louriiali'stisch betätigt, dabei aber das breite Forum des ben Namen Cho Sen führen. ! deutschen Blattenvaldes mit ber Rednertribüne seines Der Vertrag betreffend die Einverleibung Koreas hessischen Bauernnestes verwechselt." wurde heute, wie beabsichtigt, veröffentlicht. Gteichzeitia ^wiß annehme, datz es, wie hier gejchehen. durchwurde ein kaiserlr ch e s D e k r e t in Anael^bÄ J r rA9 “ "AS zulässig st, wenn cm hessischer kpa KtrnfprlHfoa A ungeiegenp.it Beamter in solch verächtlicher unb beleidigender Art unb Weise , S a ' Fr 1 a H e 5 unb der Steuer ermafeigung cm gutes, ehrbares und erweislich in feglicher Bezicbuna bock- KoIT gebracht. Nach diesem Dekret angesehcues Dorf seines heimischen Staates unb ohne, bau dieses soll solchen Verbrechern in Korea, bei denen besondere Mil-]'hm dazu Anlaß gegeben hätte, in der Oeffentlichkeit sttiert derungsgrunde vorliegen, die Strafe nachgesehen bezw. er-I^og.^ ich: Ist die Großh. Regierung geneigt, den Regierungs- maßigt werden. Die Steuern, bäe seit längeren Jahren IOpel zu Berlin m seiner Eigenschaft als uucutmchtet geblieben sind, sollen ebenfalls ermäßigt ^^'??ngsbeamtcr wegen dieser die Gemeinde Langs- I den. Auch bei den Steuern des laufenden Jahres sollen ber"n°Schuld b e?a"t>s e^??d?' ittk ^^f-ntlichkeit ohne nrogltchst Ermäßigungen stattfinden ? er a bJ e 6 enben unb si e beleidigenden H®TuI, 3m bee 2^6bantungM,ieel7n"S iUI " " »' v -. näre n Verantwortung zu erließ der Kaiser ein Edikt, worm er sagt, es sei Langsdorf, den 29. August 1910 Köhler unmöglich gewesen, Reformen durck)zuführen, daher f r ? Mütjicr. halte er e s für richtig, diese Aufgabe in btc rvrr-^Cr- a^e2no a Wahlverein Gießen Hände andererKulegen. Der Kaiser bittet das Volk L xn- ^urer Sitzung am Montag die Beschlüsse der ruhig zu bleiben, gen ^wohnte/Wftigunge°? V d°7°kr°ttschen L°n eskonfereuz bis aus die Ent- zugehen und der neuen Regierung zu gehorchen. Dieseder Budgetbcwilli- wird 8y2 Millionen Dollars aufwciiüen für die Förderung 1 °f fen- Man erklärte ein* der Industrie, des Unterrichts und für Krankenhäuser Der die Stellungnahnie der Parteigenossen zur Budget- Gotwenieur veröffentlichte^ eine X Ten && Talltk sonderu sur eine Frage der Armen die rückständigen Steuern erlassen wer- • badischen Genossen hatten durch ihre Zudem Tas Volk ist ruhig r taffen wer- ft^mung mne schwere Disziplinlosigkeit begangen. Der Tokio, 29. Aug. Der Kaiser hat eine Abordnung E^ßener, sozraldenwkratische Wahlverein dürste in Hessen von Notabeln mit einem Briefe an den früheren . binzrge fern, der diesen Standpunkt der Radikalen Kaiser von Korea entsandt. In Korea sind 900 , fangene fr eig ela f f en worden. deren Beendigung in einem Sonderäuge nach Teesdale abgedampft. Ob die schottischen Feldbühner aber sehr viel von den Herren werden zu leiden haben, ist zweifelhaft, da nur ein einziger Tag, der Mittwoch, zur Jagd benutzt wird. Am Donnerstag verläßt die ganze Jagdgesellschaft bereits wieder England, um das Gimsrack-Rennen in Amerika mitzumachen, an dem eines der Pferde Whitneys beteiligt ist. Man kann sich nach alledem ausrechnen, wie hoch das einzelne der an diesem einen Jagdtage erlegten Hühner den fpleenigen Nimrod zu stehen kommt. * Die letzte Photographie Napoleons III als Kais e r. Es war am 24. Juli 1870, wenige Tage nach der Kriegserklärung an Deutschland, und Napoleon III. hat dem französischen Volke kundgetan, daß er sich nut seinem Sohne an die Spitze der Armee stellen werde. Die Kaiserin Eugenie lies; im Parke von Saint-Cloud den Prinzen Lulu vor seiner Abreise zum Kriegsschauplätze noch einmal photographieren und wünschte auch, daß Napoleon selbst eine Sitzung gewähre. Dieser weigerte sich aber. Die Kaiserin gab ihr Spiel nicht verloren und stiftete den „jungen Mann" des Hofphotographen zu einem richtigen Ucbersall an. „Sie werden," so sagte sie zu ihm, „hier in diesem Zimmer vor diesem Sessel den Apparat aufpilanzen und wenn der Kaiser kommt, so werden Sie ihn einfach anhaltcn." I — „Majestät, Seine Majestät anhalten?"^stotterte jener beängstigt, «aber die Kaiserin besänftigte ihn: -- GrrginaL-DrahtineLöungen. Berlin, 30. Aug. Das Kaiserpaar ist heule morgen 7.10 Uhr aus dem Bahnhof Friedrichsstraße angekommen. Lille,- .29. .Aug. Der Flieger Brequet hat auf einem Zweidecker einen Flug mit fünf Passagieren ausgeführt und damit einen neuen Weltrekord geschaffen. New-York, 30. Aug. Nach einer telegr. Meldung aus Managua ist Präsident E st re da in die Hauptstadt eingezogen und hat ein konservativesKabinett gebildet. Zahlreiche Anhänger deS alten Regimes wurden verhaftet. Amtlicher Wetterbericht. Verlauf der Witterung seit gestern tritt): Der große West- wirbel hat gestern noch vielfach int Gebiet Regensalle gebracht. Nach dem Abzug eines heute morgen über Nordwestdeutschland lagernden Randwirbels tritt vorübergehend Aufheiterung ein; da aber noch ein zweiter Randivirbel von Frankreich her vorrückl, werden strichweise zunächst wieder Regen fallen, dann aber infolge eines großen östlichen Hochdruckgebietes trockenes Wetter eintreteir. Wetteraussichten in Helsen nm Mittwoch dem 31. August 1910: Zunächst wieder strichweise Regen, dawi trocken und aitsheiternd, etwas kühler. rich Schmandt L, 8. Ernst Happel. Die Pyramiden, die am Abend aufgestellt wurden, nahmen sich sehr schön aus. --- Lich, 28. Aug. Heute nachmittag veranstaltete die Kapelle des hier einquartierten Infanterie-Regiments Nr. 8 7 unter Leitung des Sergeanten Schubert ein Konzert auf der Jung'schen Terrasie. Die Aufführungen waren sehr gut und die Terrasse war bis auf den letzten Platz gefüllt. x Staufenberg, 29. Aug. In der vergangenen Woche weilten Vertreter des Kreisamtes, der Schulbehörde und des Kreisbauamtes hier, um mit dem Gemeinderat vermischtes. * Teure Rebhühne r. Der amerikanische Millionär Whitney, Schwiegersohn von Cornelius Vanderbilt und Sohn des früheren Staatssekretärs der amerikanischen Marine unter Clevelands Präsidentschaft, hat das berühmte! schottische Hochmoor Holwidc Moors zur Feldhuhnjagd für! die Kleinigkeit von 200 000 Mk. gepachtet und ist soeben zur Eröffnung der Jagdzeit mit dem Dampfer „Celtix" in Begleitung seiner Frau, seiner beiden Kinder und mehrerer Freunde in England eingetrofsen. Ueber den bei der Ucbersahrt entfalteten Luxus werden die unglaublichsten Dinge erzählt: besonders sollen für täglich frische Blumen in den von der Jagdgesellschaft benutzten Räumen Ihv summen ausgegebcn jein. Der Sportsmanu, der auch einen berühmten Rennstall in Newyork unterhält, ist am Sonntag in London angebommen; am T'cnstag ist die ganze Gesellschaft zu den Rc'.nnen nach, York gefahren und nach Märkte. fc. Frankfurt a. M., 30. Aug. Heu- und St r oh m ar kt. Angesahren waren 11 Wagen Heu und 2 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,00—3,50 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 2,60 bis 0,00 Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschäft gut. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und dem Obertaunuskreis^ Luftschiffahrt. Le Havre, 29. Aug. Der Flieger Moräne hat heute mit seinem Eindecker eine Höhe von 2100 Metern erreicht und damit die bedeutendste seitherige Höhe erreicht. Bahnhofstraße keinen geringen Schrecken über den unerwarteten Besuch einer roten Kuh. Das Tier war seinem Treiber durchgegangen, in den Laden gelaufen und machte Miene, über den Ladentisch zu springen. Die Verkäuserin lief eiligst in den hinter dem Laden befindlichen Gang und rief: »Hilfe, Hilfe, die Kuhl* Tie jungen Leute des daneben befindlichen Geschäfts wollten ihr helfen, und auch der Eigentümer des Tieres eilte herbei, von dem cs sich ruhig wieder auf die Straße führen ließ. Allerdings ließ die seltsame Zigarrenkäuferin ein kleines Andenken an ihren Besuch zurück, das aber mit Besen und Schippe und einem Eimer Wasser leicht entfernt werden konnte. = Watzenborn, 29. Aug. Gestern feierte unser Turnverein sein Abturnen, das allseitig aus unserer Gemeinde Waycnborn-Steinberg besucht war unb einen sehr guten Verlauf nahm. Besonders rühmend hervorzuheben ist der Reigen, der von 16 Damen ausgeführt und von Turn- wart Buß geleitet wurde. Gegen Abend erfolgte die Preisverteilung an die Zöglinge. Preise erhielten: 1. Karl Pfaff, 2. Karl Wehrum, 3. Ludwig Jung, 4. Karl Häuser, 5. Heinrich Möckel und Ludwig Harnisch, 6. Karl Harnisch, 7. Hein- Großen-Buseck. Bereits seit 14 Tagen war für Großen- Feit- I Duseck eine ziemlich bedeutende Einquartierung angemeldet, nmer ^nmunemnDr mir.ie luunia nut' dm Sonntag vormittag sollten die Quartiermacher kommen, der 9Q 911 T ÄZ S einer Bürgermeister hatte die Vorbereitungen tadellos getrosten, , 29. Aug. Der 40 whrige Schreiner W() Hutner Hafer, Heu und Stroh öffemlich vergeben, sollte Montag früh geliefert werden, -Quartierzettel fertig und auch jedem Ortsbürger mitgeteilt, wie viel Mann er bekam, auf 4 Tage, die Metzger haben ganz enorme Vorräte aufgespeichert, ebenso die Private. Sonntag früh kommen die Quartiermacher, bejubelt von der Jugend, aber o Schreck, der Wagen hält beim Bürgermeister an, kaum drei Minuten, und er verläßt mit seinen Insassen so rasch wie möglich unsern Ort, die Einquartierung ist abgesagt wegen Scharlach. Es sind wohl vor zirka vier Wochen einige leichte Scharlachfälle vorgekommen, die aber nach Aussage der hiesigen Aerzte geheilt, demi sämtliche krank Gewesenen sind auf der Straße! Ich möchte nun an dieser Stelle einmal! fragen, ob es der Militärbehörde nicht bekannt war, daß hiev Scharlachfälle vorgekommen waren und wesl)alb am letzten Tage Absage erfolgt ist. Man hört nur eine Stimme der Entrüstung, es haben gan^ besonders die Metzger, deren Vorräte zum^großen Teil zu gründe gehen, die Wirte und Private, alle haben Schaden und darf es nicht wmidern, daß bei der nächsten Einquartierung! die Vorbereitungen unterbleiben und Schmalhans Kock) zu Hause ist. 2his Stadt itnd Land. / Sielten, 30. August 1910. ‘ ** Lehrerper sonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Herm. Reibeling aus Eifa eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lauterbach. Erledigt sind: Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Wiesen: mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende ^hrerstelle an der Gemeindeschule zu Köddingen; mit der Stelle xft Organistendienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Orts- sulage bewilligt werben. Eine mit einem evang. Lehrer zu be- ssetzende Lehrerstelle an der Gemeindesckmle zu Helpershain; mit der Stelle ist Organisten- und Vorleserdienst verbunden; ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lebrerstelle an der Gemeindeschule zu Ast he im; mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Weiher. ** Aus der evang. Kirche. Die in Hessen erhobenen K i r ch e n ko l l e k t e n ertrugen 1909: 135 390 Mk. 1. Für- kirchliche Armenpflege 96 815 Mk. (ausschl. der nicht für diesen Zweck bestimmten Kirchenopfer), 2. für die Heidenmission 6942 Mk., 3. für die Innere Mission 4035 Mk., 4. für hilfsbedürftige wegen unserer Schule zu verhandeln. Es wurde beschlossen, von der Errichtung einer 3. Schulklasse Abstand zu nehmen, dagegen die Schulverwalterstelle in eine definitive Stelle umzüwandeln und einen Erweiterungsumbau an unserer Schule vorzunehmcn, um für eine -weite Lehrerwohnung Raum zu schaffen. Der Vorschlag, ein besonderes Lehrerwohnhaus zu bauen, wurde der höheren Kosten wegen nicht für annehmbar erklär X Allendorf a. d. Lahn, 29. Aug. Die Hauptversammlung des Verbandes O b e rh e s s is ch e r Ka- Diaspora-Gemeinden des Inlandes 4793 Mk., 5. für die ausländ. I ^VomiUende^R a n e^Klein-Änden I — „Maiestat, Derne tucajeftat anpanen" nonerrc ji-nti ucunyiuyi, Diaspora 4334 Mk., 6. für Unterstützung der Evangelischen in -Linde statt. Der ^fitzende PanneF^-Kleiw^nveni Eiferin besänftigte ihn: „Sie brauchen nichts zu Oesterreich 4400 Mk., 7. für die Gustav-Adolf-Stiftung 4986 Mk., machte auf die hohen (Z-Ierschprefte aufmerksam und betonte, Kaiser ist sehr gut!" Es geschah, wie die kluge ,8. für die Luther-Stiftung 4128 Mk., 9. für Rockenberg 4368 Mk., daß Kaninchenfleftch erneu guten Ersatz für den kleinen (Agonie voraussah. Napoleon kam, mühsam auf einen Stock 10. für verschiedene Zwecke 589 Mk. — An frewilligen Bei-1 Mann bieten könne. Mehrere Züchter aus Gießen b>urs I gcftü&t, durch das Zimmer, sah den Apparat und den stot- trägen zur Prälat Dr. Köhler-Schmitt-Habicht-Walz-Stiftung den in den Verband aufgenommen. Die 1. Verbands- ternden jungen Mann und setzte sich leise lächelnd in den Sessel, gingen ein 837,10 Mk. — Der Evangelische Verein der Gustav- ausstellung wurde für den 30. Oktober festgesetzt, sie Es war die letzte Photographie, die von ihm gemacht wurde, Adolf-Stiftung verwandte auf das Inland 65 762,70 Mk. findet in Wies eck statt. Mit der Ausstellung soll eine während er noch Kaiser der Franzosen war. ^Veränderungen itn 18. Armeekorps. 11 Äutfienabteilunq verbunden werden, Kaninchenfleisch wird * Ein seltsame r Kampf. Zn der Umgegend von Wahrnehmung offener A f f i st. - Arzt st e l len sind h^r zu Kostproben ausgelegt. Der Verein Gießen wird London Hal stch -m ^.llci^wer emeiis dulmerlM beauftragt worden: Seiler, Unterarzt beim W\b^e Abteilung einrichten. Gn Antrag betreffs Whal. -mgeru , >md Leib-Regt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117; v.Holly tung eines Kanmchen- und Geflugelmarktes wurde für spater )ld) ^^r beschwerte. Alle Reklamationen aber nützten und Ponientzietz, Unterarzt beim 5. Großh. Hess. Inf.- zurückgestellt. Mitte September wird em Famutenausslug weshalb sich der zweite Villenbesitzer auf eine eigens Reat. Nr. 168. Den Oberzahlmeistern: Kuhn vom nach Gießen unternommen. Art rächte. Er schaffte sich nämlich ein mechanisches Klavier an ßu-nfch Sl.-t -Korvs 1 förnfch fteff ^eldart -Neat Nr ">5 Greifenstein, 29. Aug. Die Au fr äumungs- und ließ vom frühen Morgen bis zum späten Abend ununter- Qnfnnt \ a x b c i t e n in unserer Burg sind auch in diesem Jahre er- krochen die Ouvertüre zu Wilhelm Dell spielen. Als das Nichts Ltamm vom ^eibgarde-Infant.-Regt. (1. Großh. §cfb) gefördert worden. Als man 1895 das erste Mal nützte, kaufte er sich einen Phonographen und liest zu gleicher ™ ä ST ää.oä r-ws *;• l*ir*6e« Älyramin. tonn« mm »ich, w«,-n wM, leutnant z. D. Georg Hof, ist gestern mittag nach langem Aufgabe man stch damit gestellt hatte. Der Besucher, der unb3 nad) London zurückkehrten, wo man die Geschichte tüchtig schweren Leiden gestorben. Der Verewigte stand im die Ruine von früher her kennt, wird mit Interesse beob» weil es sich um zwei in der Londoner Aristokratie sehr (>5. Lebensjahre und gehörte viele Jahre hindurch dem achten, was von den Resten der alten Burg unter dem bekannte Persönlichkeiten handelt. Ofsizierkorps des 116. Infanterie-Regiments (Kaiser Wilhelm) Schutt begraben lag. Besonders sehenswert ist ein wieder Kleine Tageschrouik. an. Er war zuletzt Brigade-Kommandeur im Osten des aufgefundenerunterrrdtscher Gang, der ka,stattenartrge ^lm Montag abend wurde der zweite Direktor dec Reickes und erhielt bei seinem Scheiden aus dem aktiven Ernvauten hat, bie lebhaft an den unterrrdrschen Bau des N^ede r deüt sch e n B a nkm D o r t m un d, Josef S ch m id t, jceu^cs uno etQieii oei icinem öeqeioen aus oent ailwen ^bmoligen Oramerfchloffes auf der Hohe bet Drllenburg wegen Untreue und Vergehen gegen das Depotgewtz verhaftet. Dienlt den Eharakter als Generalleutnant mit dem -^'tel erinnern. Dus Verdienst, mit Sachkenntnis hier' auf der In Aufhausen (Oberpfalz) wurde ein Landmann, dessen Exzellenz. Seitdem lebte er m Darmstadt, wo er sich beion* Mmmcrftättc aufgeräumt zu haben, gebührt dem fürst- Erntevorräte durch einen Brand vernichtet worden waren, ders die Pflege alter Kameradschaft angelegen sein ließ, wes- (ichen Baumeister Seiler in Braunfels. (Wenn man mit dem wa h n finnig und wollte seine Kinder u mb ring en. halb ihm auch vor zirka 6 Jahren beim Rücktritt des Oberst- Zuge 3.25 Uhr nachmittags ab Gießen bis Katz en f irrt fährt, Die größeren Kinder ^^amen; einem drei- und einem lentnantS z. D. Cramolini das Präsidium der unter dem tanu man bequem noch die Burg erreichen und besichtigen, achtiahrigen . in e urch^) ab- . Protektorat des Großherzogs stehenden »Hassta^ übertragen Die Ruine ist U/i Stunde von der Station entfernt. Der wurde. Zug 7 Uhr 8 Minuten abends ab Edingen, das von Greifen- Bei Schießübungen des 2. bayrischen Feldartillerie-Regiments ** Der Verband der Krankenkassen und der stein in 35 Minuten Fußwanderung zu erreichen ist, fann auf dem Manöverfelde bei Schoßlitz explodierte ein ^knneinden als Träaer der Kran ken v erfickieruna dann zur RürLlehr benutzt werden. Red.). sehl g eg a ng enes H aubitz eng e sch o ß bei den Grosther^oatu^^^^ Sonntaa 18 Semem- Friedberg, 29. Tlug. Eine Neuerung hat der evang. tungsmannschasten. Ein Artillerist wurde getötet und 2” hnuS Tu r ^rnn rin G^n-O d e?n b e im fei^e Kirchenvorstand nach Anhören der Gemeindevertretung getroffen, ein Sergeant sehr schwer, ein Kanonier leicht verletzt r V Krone m Gau - Od e r n he i m feine Abendmahl wird von jetzt an z w e im al im I a h r e Bei einer Razzia in und vor dem Ostender Kurf aab 5. Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordiiung steht ^inzelkelch gespendet werden und zwar an je einem wurden gestern 24 Taschendiebe verhaftet, bei denen elf neben dem Geschäftsbericht, der Rechnungsablage, der Vor- Sonntage in der Adventszeit und in der Passionszeit. volle Portefeuilles, 13 Portemonnaies und eine ganze Anzahl standsWahl uiid der Wahl eines Schiedsgerichts zwischen ch. Kempten b. Bingen, 29. Aug. Ein neuer Reb -1 anderer Wertsachen gefunden wurde. Krankenkassen, Aerzten und Apothekern auch das Thema: laus Herd wurde von der „Tresfelsteinhohl" östlich von dem Heute sind wiederholt heftige Regeng^üsse über W e st- „Die wirtschaftlichen Maßnahmen des Verbandes" und „Ter früheren Reblausherd in den Weinbergen unserer Gemarkung ge- Schottland niedergegangen, die großen Schaden anrichteten, ^pfprhefnnh^ her Krankenkassen " iunden. Dieser Herd umfaßt 13 verseuchte Stöcke. IAus vielen Gegenden kommen Berichte, daß bie Er nte ver- ** Vom Scklacktbofsbau Seit einiaen Taaen raat = Rodheim a. d. B., 29. Aug. Von Krofdorf, Bieber nichtet fei. Teile von Glasaow sind über schwemmt. , -»'s c- und Vetzberg, nicht aber aus Gießen hatten sich diesmal besonders Das Wasser steht an einigen Stellen der Straßen vier Fuß hoch, das mit ro.en Ziegeln gedeckte spitze ^.ach des Turmes bet D^e ^irmc5gäfte eingefunden. Offenbar wurde der schlechte Aehnliche Berichte gehen aus einzelnen Teilen des nördlichen neuen Schlachthofsanlage über den Eisenbahndamm hinüber. Besuch aus der Stadt durch die gleichzeitigen Feste in Kl.-Linden, Englands ein. Der Turm ivird eine Uhr mit Zifferblättern nach vier Seiten Lollar und Allendorf beeinträchtigt, dazu trat auch am zweiten In Paterson (New-Jersey) wurde gestern afcenb ein erhalten fo daß dann die Sacksenbäufer stets von Amts- Tag kräftiges Regenwetter ein, was manchen Gast veranlaßt A u t o m o b i l mit s e ch s I n s a s s e n aus einem Bahnübergaiig Ls Z Rnt haben mag, zu Hause zu bleiben. Unsere Burschenschaften richteten von einem Personenzug überfahren und vollständig zer- wegen roiffen, was die Ulocte O01- am Freitag abend vor dem Feste an den bekannten Kirmesplätzen I trümmert. Zwei Personen wurden sofort getötet; drei •• D i e Obsternte an den Kreis st raßen unseres s mächtige „Kirmesbäume" auf, zu deren Kränzen jede Dorfschöne ein s Personen sind tödlich verletzt worden. Kreises wird nach einer zuverlässigen Mitteilung, was Aepfel prächtiges Band stiftete. Letztere werden etwa 14 Tage vor dem _ 1--■ 1 1 - - anlanat, als recht gut bezeichnet. Die Birnen sind dagegen Fest an einem bestimmten Abend von den einzelnen Burschen- Eingesandt. roeniaer aut qeraten und Zwetschen gibt es überhaupt' nicht, Schäften eingesammelt. Auch die Versteigerung der Lanzerinnen Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel ■l a« a t, • • • i c q ** D i en stju b i l ä u m. Der Bureauvorsteher Friedrich schießen, der Schuß ging jedoch fehl. Darauf tötete er sich selbst 'Boeck bei den Rechtsanwälten Katz u. Kaufmann feiert einen Schuß ^us Herz. r- ot - Frankfurt a. M., 30. Aug. Ter bekannte Naturapostel! heute^sem 2o. D en, I b l um. W aß mann, der barfuß mid nur mit einer schwarzen Kutte be-! Abgefaßt. Heute nacht fand der Wach- und Schließ- leidet cinherzugehen pflegt, wollte das Opernhaus in Frank- ntann Schäfer in der Dammstraße den wegen Diebstahls furt a. M. besuchen und war bereits im Besitz einer Karte, mehrfach vorbestraften Arbeiter Z. von hier, der vor einem Die Tireltiou teilte ihm jedoch mit, daß er das Theater seiner Kellerloch auf dem Bauche log. Im Keller selbst befand sich anstöstigeii G a r d e r o b e wegen nicht ^Iretimdürke Mcich- < 1 . er c i cu J cu er zeitig forderte man die geloste Eintrittskarte zuruck. Waßmann ein anderer, der Arbeiter B., der un Begriff war, die ge. cntjpMd) bic(nn Wunsche nicht, verliest aber das Theater und stohlenen Gegenstände dem Z. zuzureichen. Der Wach- und erklärte, man möge zum Zeichen der ihm zuteil gewordenen Be- Schließmann wollte beide mit zur Polizei nehmen, unterwegs I Handlung feinen Platz leer, glänzen lassen. Der Verwaltung des aber entsprang ihm Z., so daß er nur den B. auf der Polizei Ov-rnl>auses zuliebe werdet er sich weder schminken noch Pudern, obltefctn konnte D,e b,den sind mi Verdacht, auch die m W- §aunu> 30. Aug. (Tel.). Heute früh starb der etzter Z-,t nachts vorgekommcnen Diebstähle m den Wirt- 7g alte frühere Präsident des hiesigen Landgerichts schäften und Metzgereien «"sg-suhrt zu haben. Geh. Justizrat Koppel. * Gießen im Seebad Norderney. Aus Norderney I ___ ist hier eine Ansichtskarte eingegangen, die von 18 dort Universitäts-Nachrichten, weilenden Gießenern unterzeichnet ist, ein Beweis, wie reise- ri , on X , rr f o r l Marburg, 29. Aug. Der Direktor der Univerfitats- lustig unsere Landsleute find. I Ohrenklinik, a. o. Professor Dr. Ost mann, wurde zum o. Ho- • • Die Kuh im Zigarrenladen. Arn Samstag norarprofessor und der a. o. Professor Dr. Gürber zum ordent- tefam die Verkäuferin in einem Zigarrengefchäft in der, lichen Professor, beide in der medizinischen Fakultät, ernannt. Biograph fn meinem Neubau, Wall- Blockstrasse 12 Konzert 4677 Anfang 8 Uhr. Eintritt frei. Zuschneide-Lehranstalt Kaiser-Allee 14 a. 4662 Bina Petri, geprüfte Lehrerin. Tüchtiger Ofeuarbeitcr Ij&den etc. » ^u.m Schlachten und verkauft 125) Jak. Schmidt, Marktvl. 1/. Nähmaschinen 6 Zimmer 5 Zimmer hi verkaufen WWWWW OTrnr Strlln KHMMWU OMMWAW Neuenweg 46 4£8S Eigene Reparaturwerkstätte Zubehörteile stets auf Lager 7/isitenAarten liefert rasch and billigst BruhTscha für staatliches Bureau zuin 1. Oktober gesucht. Schreib- gehil^envergütung nach Amtsblatt? 6 Gr. Min. d. I. 1907. Schriftl. Angebote m.Zeugn. und Lebenslauf unt. 4675 an den Gießener Anzeiger erb. erhaltener Schreibsekretär wegen Platzmangel billig zu öer= kaufen. <07121 > Marktstr. 23. I Trockenlösch-Apparat bat. es am 29. August auf dem iXricb in ©icBcn bcmtcfen, baf? Blockstrasse 12 er dem teuren Minimaxspritzer I nicht zurücksteht und kostet nur = Cafe Amend. = Mittwoch den 31. August 1910 , humoristisch. Totlachen verboten. Der Zigeunerbaron, Tonbild. Mser Stellung sucht verlange die „Deutsche Vakamzenpost" Ehlingen 142. (ssM/J kechkschutzstelle erteilt unentgeltlich [d4/i Rat und Auskunft an Frauen und Mädchen. Sprechstunden Mittwochs 'von 5—7 Uhr, Alice straf; e 31 HL Wein-Essig1, galant, reiner, Liter 0.30 Mk. Viktoria-Drogerie A. Schäfer ——— ---------------l Marktstrassc 5 07108 li'iii Viidjtigci- PscrScknccht gesucht- Wilhelm Seipp XUL, 46bl)J Ludwigstratze 28. wegen Wegzug bllllg abzugeben. Offerten unter L.. 173 an den Gießener Anzeiger erb. b) RevtswnSbertcht, c) Genehmigung der Fahreörechnung 3. Ber- amd deren !■ ____Der Vorttaud. ? 0^21. Eüie 4-Zimmer-Wohnung, der Neuzeit entspr. eingerichtet, per 1. Okt. d. 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