tta-r»" «scheinen monatlich jweunal. eM leye er jeber^ett zur Verfug Tie M 780 ff. handeln BjBauarbeiten. Nach § Redaktion, Expedition und Druckerei: Schub» ftrahe 7. Expedition und Verlag: Redaktion:«^ 112. Tel.-AdruAnzeigerGießeu. jL üi Her Die Reichsversicherungsordnung. :: Berlin, 27. Sept. — Der Reichsversicherungsausschluß beschloß in dem .Abschnitt her das Umlage- und Erhebungsverfahren bei den Beruf sgenossen- haften zu § 749 auf Antrag der Nationalliberalen eine Stimmung, wonach die Mitglieder statt des Nachweises über jeden iNzelnen Versicherten und den von ihm verdienten Lohn einen summarischen Lohnnachweis für den ganzen Betrieb — in« n das ganze Jahr oder für kleinere Zeitabschnitte — einrerchen innen. Sodann wurden die gestern ausgesetzten §§ 741 bis 747 üer die Rücklagen (den Reservefonds) der Berufsgenossen- haften zur Beratung gestellt. Von den Nationalliberalen, us dem Z e u t r u m; und aus den Reihen der konservativen •11 lusschußmitglieder liegen Anträge vor, die sich gegen eine Ver- — ärkung des Reservefonds wenden. Die Regierung bekämpft mit I Entschiedenheit den Gedanken des Reservefonds, und die zisfern- ) | läßigen Ausführungen des Geheimrats Beckmamr haben den Er- I• olg, dich u. a. ein nationalliberales Mitglied erklär^ es sei , unmehr von der Notwendigkett eines starken Reservefonds, also nJ wer Vorausbelastung für die Zukunst, überzeugt. Die Anträge -erden abgelehnt und die Paragraphen nach der Regierungsvorlage ^genommen. Einstimmig wird beschlossen, daß im Jahre 1921 Ute neue Prüfung der Bestimmungen erfolgen soll. Staatssekretär Delbrück gab im Laufe dieser Beratung ie Erklärung ab, die Regierung lege den größten Wert darauf, 3l>aß die Reichsversicherungsordnung noch in dieser Ta- z^uug verabschiedet werde und zwar nicht in einzelnen Tellen, andern als Ga n z es. Wenn er den Verhandlungen infolge ander - veitiger Geschäfte demnächst nicht mehr so regelmäßig tverde bei» oohnen können wie bisher, so möge man daraus nicht auf nach- assendes Interesse schließen. Wenn der Ausschuß seiner bedürfe, | lehe er jederzeit zur Verfügung. " ----- vu4vvv:.t von den Zwergan st alten für Nach § 781 kann die Satzung der Be- üfsgenossenschaft auck) versicherte Baugewerbetreibende und andere *i den Bauarbeiten Beschäftigte der Zweiganstalt zuweisen, tiefer Paragraph wird auf Antrag des Zentrums gestrichen. . Tie §§ 782 bis 834 werden unverändert angenommen. Vm i- 835, der von den Zweigaustalten für Salten von RcttttereN Md Fahrzeugen handelt, wird der s. Z. zurückaefti'lltc § 643 traten, wonach diese Zineiganstalten den Genosseiilchaften Unternehmer gewerbsmäßiger Fuhrwerks^ und Burnenschifsahrts- Ettiebe angegliedert werden Diese Bestimmung wird angenommen nit folgenvem von den Konservative n beantragten Zusatz. ter Bundesrat kann die Zweiganstalten anderen Berufsgenosien- chaster; angltedtnn, auch an Stelle der Zweiganchrtten Ver- Aus Stadt und Land. Gießen, 28. Sept. 1910. ” Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde der« Lehrer Kaspar Seyfried zu Eppertshausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ockenheim, dem Schulverwalter Wilh. Cronenberg zu Partenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rieder-Hilbersheim, dem Schulverwalter Karl Bergmann zu Mainflingen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst uud dem Lehrer Joh. Rieß zu Heldenbergen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Frei- Weinheim. be. Göbelnrod, 27. Septbr. Bei der heute vor- qenommenen Gemeinderatswahl wurden Louis Berges mit 43, Heinrich Velten VI. mit 41 und Heinrich Weber IV. mit 32 Stimmen wiedergewählt. Von 62 Stimmgerechtigten machten 44 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. . x Nidda, 27. Sept. Gestern hielt die Bezirks-^ sparkasse ihre Generalversammlung ab. Vom Kreisamt war Kreisrat Boeckmann erschienen. Die Versammlung wurde geleitet von dem stellv. Direktor, Ober-, amtsrichter Röm Held. Er hob die Verdienste des scheidenden Direktors der Kasse, Landtagsabg. Erk, hervor, ebenso des ausscheidenden Kontrolleurs, Beigeordnete^ Braun. Beiden wurde als Anerkennung ihrer ersprießlichen Tätigkeit eine Photographie des derz-eitigen Vorstandes der Kasse (im Hintergründe das Sparkassengebäude) überreicht. Der Jahresbericht beMert die Einnahmen mit 1581320 Mk. 34 !Pfg., die Ausgaben mit 1533 679 Mk. 09 Pfg., also einen Gesamtumschlag von 3 114 999 Mk. 43 Pfg. und einen Rettr-- gQrnnn von 15 770 Mk. 03 Pfg. Für gemeinnützige und wohltätige Zwecke wurden 6974 Mk. 50 Pfg. bewilligt, z. B. für Ausbildung von Krankenpflegerinnen 600 Mk., für Prämiierung von Dienstboten 802 Mk. An die Stelle des zurück» getretenen Landtagsabgeordneten Erk wurde sein Sohn in den Vorstand gewählt. Ein gemeinsames Essen in der „Traubs" schloß sich an. — Heute wurde im Rathaus die Synode des Dekanats Nidda abgehalten. Nach einer kurzen Andacht, gehalten von Pfarrer Wittmann von Bisses wurde zweier verstorbener Synodalen gedacht und ihr Andenken in üblicher Weise geehrt. Währmd des abgelaufenen Jahres fand ein Wechsel der Geistlichen in Dauern heim, Rodheim und Schwickartshausen statt. Der Jahresbericht ergab bezüglich des Kirchenbesuches, des Abendmahlsgerrusses und der christlichen Liebestätigkeit einen kleinen Rückgang. Der Durchschnitt betrug 28,85 Prozent, resp. 136,38 Proz., resp. 42,95 Awz. Für ttvchhiche Wohltättgkeitszwecke wurden aufgebracht 3223 Mk.; an Kirchenkollekten, Opfern für die Orts armen und sonstige Leistungen für kirchliche Zwecke 3674 Mk. Auf den Kopf der evang. Bevölkerung ausgeschtagen ergibt sich eine Jahresleistung von 38,22 Pfg. zu Wohltätigkeitszwecken. Es folgten ausführliche Bevicbte über äußere und innere Mission, Erziehungsverein und Evang. Bund, sowie Gustav-Adolfverein.. Letzterer wies wieder eine Steigerung seiner Einnahmen auf. Es wurden noch zwei Entschließungen gefaßt, in denen eine größere Selbständigkeit der Kirche bezüglich ihrer Vermögensverwaltung und die Aufhebung des § 50 des Gesetzes, betreffend die Organisten, jedoch mtt einem Uebergangs- stadium, ersttebt werden. Ein Essen in der „Traube" vereinigte die Synodalen am Nachmittag. -m. Friedberg, 27. Sept. Am 1. Dezember wird der neue Bahnhof in Angriff genommen. Er kommt etwa 500 Meter südlicher zu liegen als der seitherige. Dser Voranschlag beträgt 7 000000 Mk. Aus diesem Anlaß wurde sämtlichen Geschäftsinhabern sowie den Landwirten, die mtt ihrem Gelände in den Bebauungsplan fallen, zu dem oben genannten Termin gekündigt. Die Ankäufe der Bahn von den betteffenden Eigentümern sind zu allseitiger Zufriedenhett erledigt worden. m. Ober-Mörlen, 27. Sept. Die diesjährige Ernte übertrifft trotz des nassen Somwers alle Erwartungen. Die Frucht ist an Körnern und Stroh so ausgiebig wie noch in keinem Jahre. Durch die schnell arbeitendes Dreschmaschinen ist alles schon unter Dach und Fach. Auch die Kartoffelernte ist ausgezeichnet ausgefallen- von Fäulnis ist fast gar nicht die Rede, dagegen hat der Mäusefraß großen Schaden angerichtet. Die schon fast beendete Apfelernte hat ebenfalls einen sehr guten Ertrag geliefert. Das Fallobst wird hier mtt 6 Mk. an die Händler verkauft, dagegen steht das Brechobst trotz der großen Menge gut int Preis. Die Gemüseernte ergibt einen reichen Segen, zumal sie infolge Fehlens der Schmetterlinge dieses Jahr nicht von Raupen heimgesucht ist. Die Gesamternte ist diesmal 14 Tage früher als in vorhergehenden Jahren. ! Mainz, 27. Sept. In der letzten Sitzung beS Verbandes rheinhessischer Weinhändler wurde Kommerzienrat Harth zum Vorsitzenden gewählt, da Kommerzienrat Haffner dieses Amt wegen Zunahme seiner ehrenamtlichen Beschäftigung — er ist Beigeordneter der Stadt Mainz — niederlegte. — Generalmajor z. D. v. Zschüschen feierte sein 50jährigeS Militärjubiläum. Die Offiziere des Regiments 87, dem er fast 25 Jahre angehörte, überreichten dem Jubilar die bronzene Wiedergabe des Löwen von Waterloo auf einem Marmorsockel. Herr v. Zschüschen wurde vor Paris mit dem eisernen Kreuz erster Klaffe ausgezeichnet. = Worms, 26. Sept. Gemeinsam mit dem Verein badischer 8iegeleibesitzer unternahm der V e r e i n hessischer Ziegeleibesitzer einen A u s f l u g nach Mannheim, um einer Einladung der Firma Hch. Lanz- Mannheim Folge zu leisten. Die Besichtigung der Fabrckanlagen rief das regste Interesse der Teilnehmer wach. Am Denkmal des verstorbenen Gründers der Werke wurde ein Kranz niedergelegt. Ein gemeinsames Wittagessen mit darausfolgender Rundfahrt durch die Hafenanlagen Mannheims hielt die beiden Vereine bis zum Abend zusammen. )( M a r b ur g, 27. Sept. Die verschiedenen Zusammenbrüche hiesiger und auswärttger Bankinstttttte hatten auch ein solches Mißtrauen gegen die M a r b u r g e r B a n k ge- S, daß manche Anleger ihre Kapitalien kündigten^ ) kursierten auch allerhand Gerüchte, daß die Bank schwere Verluste erlitten habe. Um Klarheit zu schaffen und die Gemüter zu beruhigen, fand gestern abend int Hotel Freidhof sine von über 140 Personen besuchte Mitglied Aus -em Strasprozetzausschuh. :: Berlin, 27. Sept. N Der Strafprozeßausschuß lehnte in einer Abendsitzuna \a m Mvntag einen zu § 484 gestellten Antrag aus Beseiti- a ung des Abotttionsrechts, d. h. der Befugnis des Landes- errn, ein schwebendes Verfahren niederzuschlagen, ab Die . estbestimmungen des Abschnittes über dteStrasvollstreckung oirben unverändert genehmigt. ft Die Kostens rage wird in den §§ 485 bis 500 behan- ’ ■ klt Nach § 485 können Auslagen zum Teil der Staats- isst auserlcgt werden, wenn es mit Rücksicht auf die Be- anblung der Sache zur Vermeidung besonderer Härten i . »gemessen erscheint. Diese fakultative Besttmmung änderte er Ausschuß in eine Soll-Bestimmung um und fügte hinzu: uslagen sind der Staatskasse Mtszuerlegen, wenn sie durch W ntersuchungshandLungen entstanden sind, die für die Ver- ' rteilung nicht in Betracht kommen. Bei § 487 werden Anträge abgelehnt, wonach bi$ dem ^gesprochenen Anaeschuldigten entstandenen notwendigen 'osten der Staatskasse auferlegt werden müssen; da- egeu wird die Vorlage, wonach dies, soweit es angemessen ffcheint, geschehen kann, dahin abgeändert, daß dies dann • eschehen soll und daß dies auch für die dem gesetzlichen Vertreter des.freigesprochenen Angeschuldigten entstandenen ufteu gilt. Bei § 488 wird der Bestimmung über die Auferlegung -^er Kosten hinzugesügt: Ist anzunehmen, daß die Anzeige egen besseres Wissen erstattet worden ist, so darf dem Äe- buldigten bie Bezeichnung des Anzeigers nicht versagt arbeit- -- Der Ausschuß beschloß in der weiteren Beratung zu — 490 eine Bestimmung, wonach die Kosten eines Privat- R ageverfahrens, das in ba£ öffentliche Klageverfahren bergeleitet wird, auf die Staatskasse übernommen werden rllen. Die Kosten einer Privatklage gegen einen wegen achttäglich festgestellter UnAurechnungsfähigkeit freige- nwchenen Angeklagten sollen ebenfalls in der Regel dem rivatkläger abgenommen werden. Zu § 492 wurde ein v o lksparteilich er Antrag irgenommen, wonach die Kosten einem vom Staatsanwall ngelegten Rechtsmittels, ob es Erfolg oder keinen Erfolg chabt hat, auf die Staatskasse fallen sollen. Die wetteren aragraphen blieben unverändert. Als dann auch der m:tzte Paragraph des Entwurfs der Straf- Prozeßordnung, § 500, angenommen war, er* Honte ein allseitiges Bravo! Der Ausschuß ging dann zur Beratung des Gerich t s- Verfassungsgesetzes über. Von sozialdemokra- bettf d? er Seite wird eine Bestimmung gewünscht, wonach ^'olttische, konsessionelle ober finanzielle Momente bei der J usnahme in den juristischen Vorberettungsdienst nicht be- äg- t)tet werden dürfen. Die Regierung lehnt diese Anregung _), da sie im Gerichtsversassurrgsgesetz mcht geboten sei ieraegen wird von volksparterlicher Sette Einspruch ■ hoben und der Antrag der SvAialdemokraten unttrstützt. ! er Antrag wird gegen die Stimmen der Linken aügelehnt, lgegen ein Zentrumsantrag angenommen, der nur e finanziellen Momente erwähnt. t£rn s o zia ld emo-- ratis ch er Antrag Dill die Absetzungsbedingungen für ichter der Landesgesetzgebung entziehen und die für die .eichsgerichtsräte geltenden Normen einführen, ferner m Richtern die Annahme von Titeln und Orden verbieten. Insoweit findet der Antrag die Unterstützung auch der Volks- ir-tei. Von anderen Seiten werden Bedenken gegen die rundsätzliche llnabsetzbarkeit der Richter geäußert. Die >ziald emo kra tisch en Anträge, die u. tt auch Staatsanwälte om Richteramt ausschließen wollen, werden abgelehnt. Ein Anttag der Volks Partei wendet sich gegen das ilfsrich ter wesen; er wird gegen die Stimmen der Linken """ nb eines Teiles des Zentrums aügelehnt. Wetterbera- B mg Mttttpoch vormittag. sichernngsgenossnrschaften als selbständige Versicherungsträger errichten. Pach § 842 können die Berufsgenossenschaften u. a. eine Versrcherung gegen Haftpflicht für die Unternehmer und die ihnen ™ ,bcr Haftpflicht Gleichst-ehenden einrichten Ter Zusatz, wonach Haftpflichtansprüche aus der reick^sgesetzlichen Unfallversicherung höchstens mit zwei Dritteln gedeckt werden, wird auf Antrag der National liberalen gestrichen. Ter Ausschuß ftlhtte die Beratung in seiner heuttgen Sitzung ms nnschließlich § 848, der bereits von den Unfallversicherungs- Vorschriften handelt. Tie Paragraphen wurden unverändett angenommen. 25. Hauptversammlung des Evangelischen Sundes. -^l Chemnitz, 27. Sept. In der? w e i t e n M i t g l i e d e r v e r s a m m l u ng der dies- sahrigen Tagung des evangelischen Bundes behandelte Geheimer Konsistorialrat Professor D. Mirbt (Marburg) die Deutsch-evangelische Diaspora im Auslande. Er führte aus: Wuchtig und eindrucksvoll hat der evangelische Weltkongreß in Edinburgh im Juni ds. Js. die Tatsache bezeugt, daß der Protestantismus eine Weltreligion ist. Die deutsch-evangelische Auslandsdiaspora ist auf diesem Felde ein selbständiges Arbeitsgebiet, das von Jahr zu Jahr größere Bedeutung gewinnt und in hohem Maße unser Interesse beansprucht. Aber das Deutschtum im Auslande ist keine einheitliche Größe, sondern eine vielgestalttge, oft zusammenhanglose Menge. In dieser Sachlage wurzelt die Gefahr, daß die im Auslande lebenden Dnitschen unserem Volke verloren gehen. Das Eingewöhnen in fremde Verhältnisse begunsttgt auch die Entnaturalisierung. Mehr als 2/s der Ausländsdeutschen sind evangelische Christen. Für diese steht nicht mehr die deutsche Nationalität auf dem Spiel, sondern auch die Erhaltung des evangelischen Glaubens. Die Kirche ist für uns keine internationale oder übernationale Größe, sondern mit unserem Volksleben untrennbar verknüpft. Auf die innere Struktur der meisten Gemeinden wirkt einschneidend die Tatsache, daß das Deutschtum im Auslande die verschiedensten Elemente umsaßt: Schweizer, Oesterreicher, Balten. Den Auslandsgemeinden fehlt weiter die staatliche Unterstützung. Sie sind ganz auf sich gestellt. Auch aus anderen Gründen, räumlicher Entfernung, Existenzkampf usw. ist die Grünüung von Gemeinden schwierig. Und doch sind sie des Deutschtums beste Stütze. Gleich wichtig sind die Schulen. Sie müssen im Auslande ausgesprochen evangelischen Charakter tragen wegen ihres notwendigen Zusammenhanges mit der Gemeinde. Wir brauchen auch tüchtige Pfarrer. Der Pfarrermangel hat in manchen Ländern entsetzliche Zustände herbeigeführt. In Brasllien, dem größten deutschen Ansiedlungsgebiete, hat das Fehlen einer geordneten kirchlichen Versorgung dazu geführt, daß vielfach sogenannte Pseudopfarrer amtieren. Allein in Rio Grande del Sul, dem südlichsten Staate Brasiliens, wo 200 000 Ansiedler deutscher Herkunft leben, von denen die Mehrzahl evangelisch sind, wurden im Jahre 1903 insgesamt 39 Gemeinden nachgewiesen, in denen die geistlichen »ftmktionen ausgeübt wurden von früheren Harrdwerkern, Mechanikern, Fabrikarbettern, Land- wttten, Journalisten, Krankenpflegern, Schauspielern, sogar von dem Leiter eines Kasperletheaters, der von Konfession katholisch ist. Neben den Geistlichen sind den Auslandsgemeinden auch deutsche Lehrer notwendig. Das Mutterland hat die Pfticht, den Äuslandsgemeinden, die Last tragen zu helfen. An zweiter Stelle sprach Professor Dr. H a u ß l e i t e r (Halle a. S.) über „DieevangelischeMissionindendeutschenSchutz- gebieten." Der Rü>ner führte ans: Von den zirka dreizehn Millionen Eingebornenen auf deutschem Kolonialgebiet sind 83 000 Mitglieder der evangelischen und 86 000 Mitglieder der katholischen Mission In den evangelischen Missionsschulen werden 60 000, in den katholischen 43 000 Kinder unterrichtet. Alle Missionen bekämpfen Zauberei, Kindesmord, Trunkenheit, Polygamie, ermahnen zur geregelten Arbeit. Konfessionelle Lehrunterschiede müssen für die Anfangszeit den Heiden gegenüber in den Hintergrund treten. Im Islam findet das Christentum einen hartnäckigen und gefährlichen Gegner. Wo der Mohamedaner auf den von uns gebauten Straßen und Eisenbahnen in das Innere kommt, trägt er durch die öffentliche Hebung seiner Waschungen und Gebete unter die heidnische Bevölkerung den Islam. Das junge Volk hat Gefallen an seiner vornehmen Haltung, die Alten sehen, daß er von den Weißen mehr geachtet wird, als sie selst. Sie sind seinen Reden von dem künftigen Siege des Halbmondes von vornherein zugänglich. Der Missionar von Tanga hat 25 Mo- meter von der Küste entfernt eine kleine Missionsgemeinde. Um ihre wirtschaftliche Selbständigkeit zu heben, kaufte er ihre 25 Hektar dichtbewachsenen Landes zur Urbarmachung. Die Heiden hindetten aber schließlich den Ankauf, well die Araber erllätt hatten, daß der Sultan von Konstantinopel seinem Freunde, dem deutschen Kaiser, die Macht über Ostafrika wieder ab nehmen und einem anderen geben könne. Deshalb wollten die Heiden den Busch auf alle künftigen Fälle erhalten, um in einem etwa wieder kehrenden Kriege ein sicheres Versteck zu haben Man sieht wie wichtig der Kamps gegen den Islam ist. Hier werden die Missionen dem Staate gute Dienste leisten Die Kolonialregierung fürchte, daß die Ausbreitung des Christentums zu langsam geschehe, um die Aufnahmebedingungen in die christlichen Gemeinden zu erleichtern und gegen die Hochflut des Islam abzuwehren Es wurden Vorschläge gemacht, um Polygamie und andere Störungen der christlichen Eheordnung nachsichttger zu sein In prinzipieller Weise wird die Mission diese Wunsche nicht erfüllen können, wohl aber wird sie alles aiufbieten, um über den Kreis bet Gemeindemitglieder hinaus ihren Einfluß au befestigen. Es wird gefragt, ob nicht gerade die völlig religionslosen Reg ierungs schul en mit ihren 3300 Schülern indirekt die Verbreittmg des Islam unterstützen. Sie bilden in erster Linie Unterbeamte aus. An die beiden Vorttäge schloß sich eine Besprechung. Der Vorstand hatte hierzu folgende Entschließung vorgelegt: „Die Mitgliederversammlung erklärt es für eine bedeutungsvolle Aufgabe des evangelischen Bundes, das tatkräftige Interesse für die deutschen Evangelischen im Auslande und die evangelischen Kolonien zu wecken und zu fördern, und bittet sowohl den Zentralvorstand wie die Vorstände der Zweigvereine, durch geeignete Veranstaltungen und Vorträge die Ausllärung über die Bedeutung unserer deutsch-protestantischen Mfgaben in die Hand zu nehmen." rr _ Der Vorsitzende pes deutsch-evangelrschen Kirchenausschusses Oberkonsistorialrat D. Kaftan (Kiel) bellagte es, daß infolge des Mangels an Theologie Studierenden besonders die Missionsarbeit leiden müßte und wies darauf hin, daß der Kirchenausschuß die Missionstätigkeit als oberste Instanz leite. Dadurch werde- die Arbeit in den einzelnen Landesteilen eine ersprießliche. Hvs- mebiaer Rogge wünscht die Errichtung eines Spezialfonds für Südbrasilien, wo das wichtigste Arbeitsfeld der evangelischeii Mission liege Die Entschließung wurde einsttmmig angenommen. Heute nachmittag fand e i n e n i ch t ö s f e n t l i ch e S i tz u n g statt Abends wird die zweite große Volksversammlung ebenfalls wieder im kaufmännische Vereinshause st-ttfinden. Als Redner fhrecben Pfarrer Pröbsting (Lüdenscheid) über ,Mehr Verständnis für Organisation" und Hniversitätsprofessor D. Sch ian Meßen) über. 7,Mehr .Tellnahme am Leben der Gemeinde a .Anzeiger* * viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für btn Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die Landwirtschaftlichen Seit- b fir. »27 Zweites Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 28, September 1910 M Erscheint «glich mtt Ausnahme bei bonntaai. Y . e> -- K W W X A AA Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Die „Oletzeoer LmniliendlStte^ werden dem U BH B äZ O bT ÄTlä F 9 UniversitätS - Buch- und Stemdruckerei. vivjviiw General-Anzeiger fiir Gberhesjen Weizen Roggen erfolgte in Marburg (4- züglich dessen ein (+ 2) 220 (+ 4) 161 (+ 1) 160 *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Meteorologische Veodachtungen"tzer8latson Gietz-i geschlitzt worden und an beiden Armen hatte er schwere Ver L «..«q 1 Ä' LGLÄX'Ä 6epL >1 p M ZI if Z J;| re forbprtpn vernüht werden mußten, er- 1910 £ §-§ 11 Sd H-S ge Ss4^ ®cttex ÄlT5*8tW* Das Schöffengericht per- § “ 1« -L = g unfähig. B£ K ÖD 9,2 8,4 26. bis 27. Septbr. = Scotts Emulsion anstatt Lebertran. Darmstädter Möbel 82 98 98 (+ ( + (4- 17,5 ’ß. 5,4 eC. 16,7 11,7 13,9 11,5 2 2 2 162 155 8 N W 1427, 145 145 141 148 148 150 153 155 155 141 153 151 159 1577, 1677, 2” 9» 1 10 10 3) 3) 1) 8) ) 4) 1) 3) ) 2) ) 3) 2) 2) (- ( + ( + (+ 1) 7.) 1) 2) 2) 1) 3) ) ) 1) 1) 5) ) 3) 752,7 753,2 753,7 201 202 190 200 27. 27. 28. -eichen btg Scott» fdjen Verfahrens! Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Dresden Rostock Hamburg ■ Hannover Düsseldorf Mannheim Strcchbttrg München Sonnenschein Nebel 205 (-}- 205 ( + 193 (4- 196 (4- 194 (— 202 ( + 197 (-}- 203 (H- Haie^ 152 (+ d 156 (- * 150 152 (- 154 (- 172 l- 160 (- 160 166 (- 170 (- 146 (- j 163 (- Markte. O Laubach, 27. Sept. Der heutige Schweinemar war mit 1U4 Stuck befahren. ©8 fehlte an Raufern, f" M > ah oi, nur gering war. Die gewöhnlichen Ferkel fofielen > ®‘u7?ViS 30 während bessere Qualität zu öo bis L Z °?8 ®f“? «u haben war. Don auswärtigen Händlern wer "i ein Verkäufer erschienen. 4 197 (+ 207 ( + 2127, (— 2177, (— (>_ ' ,r r ; 7 ~ ----- ma öLuu-- &mulfu)n sieht, streckt er seine beiden Händche darnach aus." gez. Adolf Wüst und Fra- In der Form von Scotts Emulsm nehmen die Kleinen den Lebertran nicht nu: gern, sondern vielfach sogar mit großer Vorlick Dies ist einer der vielen Vorzüge von Scotti Emulsion gegenüber gewöhnlichem Lebertran- Außerdem ist aber Scotts Emulsion dank Scottschen Verfahren so leicht verdaulÄ gemacht, daß alle, Kinder sowohl als awt Erwachsene, sie in Zeiten von Entkräfte mit Nutzen gebrauchen. ^rterlte den Angeklagten zu 6 Monaten Gefängnis und wxi hpn 5qtufeten Dolch ein. Der Angeklagte, der sich auf Not- E bmef, da er angegriffen worden sei und sich nicht Vb^s können, focht das Urteil an. Nach den Feststellunaen dfs Berufungsgerichts war dieses keineswegs der Fall wenn auch dre einzelnen Handlungen des Angeklaaten nicht mit । stunmtheit festgestellt werden konnten. Es L ate feft ^6 er Angreifer war und beide Verletzten aestocken bM nhL I imrrhpiT irnpi atc.’i». der Annahme des Schöffengerichts wurden zwei Straftaten für vorliegend erachtet, was zur ^olae batte, daß die Strafe auf acht Monate erUht mürbe’ & 1 Schwurgericht. th. Gießen, 27. September. Ter Totschlag in Rodheim v. d. H. (Schluß) . , Die Vernehmung des angeklagten Sohnes des Erschlagenen, » r J5 7rlnl seigte, daß man es mit einem etwas be- schrankten Menschen zu hin hatte. Er gab an, daß der Vater, als er unten an der -rreppe von dem taubstummen Wilhelm geschlagen rvurde, dem Sohn zurief: Karl, kannst du denn sehen, wie der mich schlagt? ^ann habe er ivahrgenommen, wie Wilhelm auf oen Vater einhieb; da seien ihm all die Schläge und all das liebel, rvas thm der Vater im Leben angetan, zum Bewußtsein ge- kommen. Er sei in den Hof gelaufen und habe, ohne lange zu überlegen, den schweren Prügel gefaßt, um damit in die Stube zu i eiten. -Jn seiner Aufregung will der Angeklagte auf den am Boden liegenden Vater losgeschlagen Haben. Als er ein Röcheln des Geschlagenen vernommen habe, hat er von weiteren Schlägen abgestanden. Er hat dann den Knüppel wieder an das Scheunen - lox gestellt und ist wieder in das Haus zurück und die Treppe foutauf gegangen. Er habe der Mutter gesagt, er glaube, der Vater werde die Nacht nicht überleben, worauf jene nichts cnh .Segnet habe. Niemand hat nach der Tat daran gedackst, juxfii 5^ ?sni Vater zu sehen. Der Angeklagte versichert, seine Absicht sei gewesen, dem alten Unruhestifter in der Familie! mnmal so viel zu geben, daß er mchrere Wochen Ruhe halte. Auf Befragen^ bekundet Karl Schmidt, er habe nicht gesehen, ob sein I 5^°^ Kreppe liegender Vater erneut den Vetter Wilhelm mit bem Messer bedroht hat. Unsere neuenModelle übertreffen alles bisherdaaeweiene an Qualttät,Formenschünheit u. erstaunlich billigem Preist August Schwab jr. Darmstadt, Rbeinstr.A«, nächst d. Bahnhöfen Tel 397 ai-omar.fd.e Smuin.n mit K,nZ. M°»d-l. . „ .„ Getreide-Wochenbericht ber Drnzber.chtst-llc des Deutschen LaudwirtschastSrats vom 20. bis 26. September 1910 MWUKs ZLNW! i ■Ä mit «eiteren Verkäufen sichtlich zuttick A,,^^ ^' balt aber SÄWhitruW Ssj-sBäSS es ÄfflSsSsl wegen Todschlags Unb wegen Körperverletzung mit 17nn m-9* dagegen die Frage nach Körperverletz- tödlichem Werkzeuge für beide Angeklagte und SW bnde Angeklagte das Vorliegen mildernder Umstände S Neuroth beantragt gegen Karl Schmidt ^lässige Gefängnisstrafe von 3 Jahren und gegen b^sen Vetter eine solche von 1 Jahr Gefängnis. Er begrübet ^6 Karl Schmidt zweifellos den todbringenden Schlag geftihrt hat und den eigenen Vater damit erschlagen hat erkannte gegen Karl Schmidt auf 2y2 Joh^ gegen Wilhelm Schmidt auf 1 Jahr Gefängnis. "Onoen Angeklagten wurden 3 Wochen der Untersuchungshaft an- S^echnet Das Urteil wurde von beiden anerkannt. - f J0!6 Geschworenen erklärten sich den Verteidigern gegenüber, sofort bereit, em Gnadengesuch wegen Herabminderung der Strafe zu unterzeichnen. Gießener Strafkammer. derv ersa mttrluna statt, der auch Genossenschaftsanwalt -Dr. Krüger aus 23 et tut, Unterverbands drrektor Reins ans 'Kassel, sowie die Revisoren Seibert aus Wiesbaden und Dörr -aus Friedberg beiwohnten. Es wurde festgestellt, daß aller- Mngs ine Bank einige Einbußen erlitten hätte, daß diese csedoch aus Reserven gedeckt würden und kein Grund zu nirgend welchen Bedenken vorliegen könne. Es wurde vor- Äeschlagen, die Urheber der falschen Gerüchte zur Rechenschaft izu ziehen. Als 3. Vorstandsmitglied wurde Kaufmann And Stadtv. Hans Stumpf gewählt. — Unter großer Be- tetttgung fand heute dre B e e r d i g u n g des bei Eichenberg vus der Heimreise von der Eisenbahn überfahrenen Masch - Maats der Reserve Albert Hildebrandt statt. Spielplan der vereinigten Sraitffurter Stadtcheatv Opernhaus. Mittwoch den 28. September,*): abends 77, Uhr' Graf , von ^Luxemburg.^ Donnerstag den 29. Septem'«" .1. Dftoberj , Gs stellten sich die Preise <ür inländisches Getreide Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität das Mehr (+) bezw. Weniger (—) gegenüber der 23orroo*.L Klammern () beigefügt ist, rote folgt: Sshmidt, dessen Aussagen durch Direktor rL ?? ch5"^^u^^^anstalt ^nedberg perdolmetscht wur- 5? Abends wie wir sie un Tatbestand slfr den Onkel nicht an den Kops geschlagen haben, ^urde m dessen Zimmer erst wieder tätlich, als ihm ein benkbie2!r ?aä> it)m geschlendert hatte, hatt E Kopf vorbeiftog und ihn berart streifte, daß er Schmerzen qm Getötete fyat die Schläge mit beiden Händen ab- gewehtt. Auch er will nicht daran gedacht haben, feinen Onkel Laus^verlchsen^^^ ^ann ntK^ rine Bigarre angezündet und das I Den Geschworenen wird darauf der 2 Meter lange armstarke ch/vre der Rest des zur Tat benutzten Spazierstocks £££ J Photographien, die veranschaulick^n, wie ^etc^c.r^e^ Konrad Schmidt II. - gefunden hat. I Der prakttsche Arzt Dr. Schneider-Rodheim v. d. H. I te1 • J?a6, al= 30" August die Ehefrau Schmidt ihn gebeten! £>0113 zu gehen um nach ihrem Manne zu sehen. Wie Frau hat mit keinem Worte erwähnt, was vorgefallen ist I ^^abe das Zimmer ihres Mannes nach der Dr. Schneider sah sofott, daß schon Sttmden Tot iede ältliche Hilfe unnötig gemacht hatte, und lofo^t Anzeige. Der Zeuge erklätt, der GEete s^ tenmü9llc^ent gegenüber auf die roheste Weise! ?nnh^r9= angettuuken war. Die Ehefrau und be- wnderv der älteste Sohn, von dem der Vater sich eingebildet hatte i£rt Sohn, hätten unendlich unter der Roh- Verstorbenen zu leiden gehabt. Der alte Schmidt l)abe Hrr die Seinigen nicht gesorgt. Die Frau und auch der Sobn! rMenschen. Der letztes sA ewas Unb Mißhandlungen seines Vaters bisher! ruhig hin genommen. Der Verstorbene sei wegen seiner Trunksucbt! 5 ^a^ren bnlmündigt worden, die Frau habe vergeblich versuck/ ähn m einer Anstalt unterzubringen. Auch von Wilh? Schmidt la9-en" -Sein Ergriff gegen den Onkel erd baSltv gereizt habe. — Der Büraer- weister von Robheim unb andere Zeugen schildern ebenfalls I] tolten Staibf als ben ber den Frieden sein« ^Ui- gVrt W ' K"" der Beugen erklärt, der Vater habe Katt so ^ftig und so ' ^>^£a9ekz Dieser dumm davon geworden sei Mutter des Karl Schmidt und dessen Bruder, die un- a J ^bugen vernommeii werden, schildern die Verhältnisse Mitter denen sie durch den Ehemann und Vater zu leiden hnttmi' L» und ohne Leidenschaft. Fran S-LL ch^eid« hatten, Möglich, daß ne dem Sohn Mid ihrem Neffen Wilhelm in her Uregung zugerufen habe: „Haut ihn, daß er genug bat" Si^ sMr WKMWW ftmtbige (ut einen etwas beschränkten Menschen ^-chver-, Ä?^Zbweisaufnahn,e geschlossen. ^en°"I Neben^, Srage gestellt ob Edernde ** MMMWZWL MDL-MMZWKl sa&ss sä plädiert auf Verneinung aller Schuld fragen dre Familie vor dem Lrnnke.choldchgUn^ Mnldett, ime Ire von dem Verstorbenen behandelt wurde und firß rtot^ E sicher fühlte. Sein Klient W m ^b-u, dem Richter die MoMchkett als Strche m Zuchthaus unb 1 Lrg Gefängnis «*• - 'ÄÄ'Säte’S 1637, (tl) 1727, \ Höchste Temperatur am Stiedrigste , , 26. „ 27. Niederschlag: — 0,0 mm. Die Cholera. _______ Cnja9c271 ^kbt. Bei einem auf einem bollän-I Frankfurt a. M., Werrastr. 3 vart 30 ’ Nnn ^/tersbnrg eingetroffenen Matrosen ^ , "Ull,erm Söhnchen Peter war vom Ar^t zu feinet^Kräfligii! >^agen als choleraverdachtig ins .Krankenhaus ^bettran verordnet roorden. Der Widerwille des Kleinen n»«r Ebo?erafe?r fM tC b-kterchlogische Untettuch^ng «°w°l>n'ichen Tran ließ sich jedoch »ich, iiberwinben, und« 07 r-u. < ^!?^en diesen daher durch Scotts Lebertran-Emulsion di- um Stad? P“ ben Il$tcn 24 Stunden sind in der Söhnchen sofort gern nahm. Die gewünschte Wirkung war «i TodeSfnrre L ^v^i u-ue C ho lcr af ä l le und drei ba d ju bemer-n, weil Gewicht und Ausfehen sich sofott 7u°eh-°d rtra Ä feftgeftellt worden. Aus der $ro= bcff=rten- d°r Appetit gegen früher ein viel regerer wurde und aeineldet^^A^. ?• E ^^olerafalle unb ein .Todesfall t*l6er, ^lchwerden verbundene Zahnen jetzt ooUflänt: ^»t?b°eÄ 16 Zabmhen, SoU „ „ die Fla.Le mit Lg «,-er geheilt, zwei beftnden sich ans dLi Wege ,, )( Gießen, 27. Sept. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit ItTa ^r^Jä^i9en Handlanger H. B. von Clirn- I ? r J069^11 ^tlichkertsverbrechens unb Anstiftung bazu btt» banheU. Der Angeklaate veranlaßte im letzten Sommer Schul- nnber, mit ihm in ben Walb zu gehen, um Brombeeren zu pflücken. S an eine?1 Schulmädchen unsittliche Handlungen vor 6111611 sechsjährigen Jungen, das gleiche an einem anderen Mädchen zu tun. Den Kindern verbot er, etwas davon bak 61 sonst in das Zuchthaus käme. Als die Sache prfniKJ1»?'- ?1"9 bei; Angeklagte flüchtig; seine Verhaftung ^/nlgte in Marburg, als er sich einen Rucksack aneignete, be- 6111 A^a^en wegen Diebstahls schwebt. Der Angeklagte war geständig; das Gericht nahm eine einheitliche Unb nuf einen Monat Gefängnis, unter Auf- m.r ^oche Untersuchungshaft. Da der Haftbefehl nur der Flucht wegen erlassen wurde, erfolgte dessen Aufhebung. Verschiedene unsittliche Handlungen wn;Jj6m -"ns der Mittelftmühle bei Alten-Buseck beschäftigten n^rPA(*lrtCq?n^eT6Ur ith v' M- aus Klaußnitz in Sachsen zur Last s™;9^"n^acb be1^ UrtreiS. hat sich der Angeklagte mindestens in RaV on einem sechsjährigen Mädchen vergangen. Ferner Niehrfach einer Frau gegenüber in unsittlicher Weise ?<£nffp«R%b^ nQr.rb^l. bricht zweifelhaft, ob nach der Be- !^0nenheit der Oertlichkeit angenommen werden kann, daß sich l "R?nSe?a9^6 dewußt war, daß er die Handlungeu öffentliche dIbolb^P^^ rur Verutteilung erforderlich ist. Es erfolgte K9 X b6ar genannten Fälle Freisprechung; da- 9C9Tn Trbe b6a Angeklagte, der aus § 183 bereits bestraft ist, §ALrtuf^Uer-9Cna^ntai Verbrechen aus § 176 Ziffer 3 zu Ehrverlust verurteilt, worauf zwei Wochen Untersuchungshaft in Anrechnung kommen. Teuere Schuhe iM??nbCQ bestrafte Schuhmachergeselle 11. I. D. aus h£U Ober-Lais in das Anwesen eines p?hlft, emgedmngen und hat aus dessen mt^pr fl em Paar Schuhe gestohlen. Anfänglich nahm man •Äte asi?'WÄ rs ä-ft«.» •>’« ää ■.. | birrob die offene Saaltüre in die ffierfftätte .gelangt. Da dieses! „,^b"damks . Enrico Earu jo a. ®. Sonntag, 2. C fJn *lbrerm8al1.toa^ tam der erschwerende Umstand in W /..Uhr : „Unbtne.” Abends 7 Uhr: .Der Graf to fall, doch sollte die Strafe des Anoeklaoten dessen Luxemburg. Montag, 3. Ott, abends 6V, Uhr: .Schenk Unterbrechungen erlitten hat, nicht niedrig aüsfallm dennt Okt.: .Carmen." Don Jos«: Enrico Caruso Wn*,UnTnnJ^3toei.^TC Zu-bthaus jubifttttt, woraus v?e? ^7,°?' N ®' Mittwoch, 5. Ott, ^^??bttnchungzhatt in Anrech^ng kommen. Ferner wnrdm V1' l'6r: °D'° g°fch'°dene Frau.- ihm die bürgerlichen .Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannt Schauspielhaus. , i Ein roheS Verhalten Donnerstag, 29. Sept., abends 7'/, Uhr: „DerRichter von !^ der hier wohnhafte Fubrknecht M. H. ans Weidenbaus«r Lre>t°g, 30. Septbr., abends 7*/, Uhr: .Das Roiurl in Oberbatzern an den Tag. Als zwei Soldaten mit pinem' I Samstag, 1. Ott.: .Das vierte Gebot." Sonntag, 2. Oti nack-l mann xn einer Somttagsnacht eine hiesige Mtt?chift m/' -Der große Name." Abends 7 Uhr: „Tas vierte Gett kam der Angeklagte auf sie zu und stach mit einem Dolch auf ME°6, 3. Ott.: .Der Graf von Gleichen." Dieiistaq, 4. £( einen der isolbaten ein, bcr eine schwere Verlckuna nm ”®nä ü,evlc Gebot." Mittwoch, 5. Oft.: ,Medea." Douiiertc Arm davontrug. Es entstaub ein!: Rausertt L sich die A^ °^ Ori- abeubs 7V. Uhr: .Der große Name'." gemühten, dem Angreifer das Messer abzuucbmm -------- m°2.Ck ®oIbat eine weitere Verletzung an der Hand erhielt' . d->r um em Mnes Vf Mark herahtzedrückte Deport von September aus zuletzt wieder auf 3 Mark angewachsen ist. Roggen tn«?* Anschluß an Weizen gleichfalls fester, Wte aber im allq^L^ ruhigen Verkehr. Der Absatz nach der Küste läßt zu SJJ übrig, während die Mühlen nur für spätere Lieferung flu? wollen. Allerdings ist das Angebot nur mäßig und aucb N land zeigt sich mit Roggenofferten zurückhaltender. Für Sil trat bei nachlassendem Provinzangebot etwas mehr hervor, was im Zusammenhänge mit höheren russischen £t„?1 rungen chte Befestigung der Preise für Ware und Lieferung,1 Folge hatte. Braugerste hatte stillen Verkehr. Höhere V berungen für russische Gerste vermochten sich nicht voll haupten. Für Mais hat Amerika die Forberuugen herabgesetzt, während La Plata-Mais sich nur wenia hiir^ stellte. ä uull9! „ -^°ltmarttpre i'j'e: Wei,«7 Berlin Sept. 207.00 (t L Budapest Ott. 173.00 (+ 3.45). Paris Sept. 230 70 ZS Liverpool Ottbr. 165.70 (+ 1.40), Chicago Sept. 149.40 (Iffl isi^'f+^-ö)1 mtPt 15225 (+ 2150)- H°'«t Berlin Septaj. a’7, im 73, Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: J. Pfeffer, ""T" LMM«» BRENNSPIRITÖS (08038 Großen-Linden, den 27. September 1910. dpX 32 Pfg 0 Landwirtschaftliche Geräte D Max Weissbäcker Süd-Anlage 23 Telephon 409 mieten. L. Huhn, Blerchstr. 16. Asttstretze 8, JßMs’fifc Wohnung mit Badezimmer und Veranda nebst Zubehör sofort ob. spater zu vermieten. 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