a Berlin Juni. Der Bankräuber, der sich Für die R e i ch s t a g s e r s a tz w a I) l in F r anksurk a. d. £. l)Qbcn die Narionalliberalen und Freisinnigen den Archivdireklor Dr. Winter- EiscnM inatL) gls gemeinsamen Kandidaten au gestellt. § 351 wurde da hm abgcändcrt, daß der Arbeitgeber ober sein Vertreter b i c Hälfte der Stimmen hat, die die jeweilig an l wesenden Bereicherten zusammen haben. Die 88 352 und 353 bleiben unverändert. § 354 setzt die Bestimmungen für die Innüir^g s ka sse n fest. Die Jnimng bestellt den Vorsitzenden und seine Stellvertreter aus den Vorstandsmitgliedern. Auf A n t r a g des Z e n t r u in s wurde Hit,zugefügt: ,,Nach der Errichtung kann durch eine Aendc- riinglder Satzung fcstgestellt werden, daß die Arbeitgeber und Versicherten je die hül'tc der Beiträge entrichten. In biejem Falle sind die Hälfte der Mitglieder des Vorstandes und des Ausschusses von der Innung zu bestellen." Ein sozialdemokratischer Antrag, der die Arbeiter- Vertreter gegen Kündigung sillu'rn will, wurde gegen bte Antragsteller und die fortschrittliche Vdikspartei abgelehnt. § 35a von den Pflichten des Vorstandes tvurde angenommen, 8 356, der von der Anstellung der Beamten und A'ngestelltcn handel!, wurde gestrichen. Der Nest des Abschnittes — 88 357 bis 361 — blieb unverändert. Die Beratung des Kapitels: Ang estell tc wurde bis zur Drucklegung der Abändcrungsanträge ausgesetzt. TaS Kapitel: Verwaltung der Mittel — §8 372 bis 376 — wurde mit geringfügigen Äendernngcu angenommen. Die Beratung über das nächste Kapitel: Verhältnis z u A e r z t e n, Z a h u- ä r z t e n, K r a n k e ii h ä u s e r n und A p o t h c k e n — 88 3 < < bis 407 — soll erst später erfolgen. In der nächsten Sitzung — Montag nachmittag — wird die Verhandlung beim übernächsten Abschnitt ausgenommen werden. Oenthcbes Heseb. Ter Reichskanzler ist am Samstag in Kiel eingetroffen und hat an Bord der „Hohenzollern" Wohnung genommen. , . Ter Gerichtshof zur Entscheidung der Kompeteiizkon- flitte verhandelte in der Sache tz e l l f e l d.gegen den Fis- kus des russischen Reichs. Vertreten waren Hauptmann v. hellseld, das Bankhaus Mendelssohn u. Co. und der Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Dre russ. Regierung ist nicht vertreten. Ter iSerichtshof erkannte für recht,' daß der Rechtsweg in dem bei dem Amtsgericht Berlin Mitte anhängigen Zwangsoollstreckungsverfahren in dieser Sache unzulässig sei: deshalb sei der vom D!i- nister des Auswärtigen erhobene Kornp^tenzkonftttt a.s be> I qrünbet zu erachten und daher der PfändungL-Uederwer- s fungsbeschluß des Amtsgerichts Berlin I aufzuheben. politivcbe Lagesscharr. Huugeriymptome in Sibirien. Für den Tiefstand der russischen Volkswirtschaft, soweit sie von den Verwaliungsfartoren geregelt wird, ist es recht tennzeichnend, daß das mit Rgturgütern so reichlich versehene Sibirien jetzt von der Möglichkeit einer teilweisen Hungersnot bedroht wird.' Symptome einer solchen sind bereits in manchen (Gebieten, namentlich unter den Einwanderern int Gouvernement Tobolsk und in den Pro vinzen Semijalalinsk und Jenisseesk, festgestellt worden. Ja. schon mußten an die Notleidenden Geld Unterstützung en verteilt inert) enj Glücklicherweise darf man noch vorläufig von einer Hungersnot in Sibirien im allgemeinen nicht sprechen, aber es haben sich dort Verhältnisse herausgebildel, unter denen eine Brvttri.se nicht mehr zu den ungewöhnlichen Erscheinungen zählt. Die eingeborene sibirische Bevölterung per fügt bei 'weitem nicht mehr ü'^r so viel Land, wie es einst der Fall war, und kann infolgedessen nicht mehr im früheren Maße dem Ackerbau obliegen. Zugleich mit dieser Metamorphose ist seitens der sibirischen Städte, der Gold- und Steinkohlengruben die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten ungemein gestiegen, so daß sie einen sehr großen Teil des lokalen Getretdes absorbieren. "Nun sind zwar allein in den letzten Jahren zwei bis drei Millionen ackerbautreibender Bauern aus dem europäischen Rußland nach Sibirien übergesiedelt, aber diese Tatsache hat die Brottrise in Sibirien nicht nur nicht gemildert, sondern im Gegenteil eher noch verschärft. Denn nach Sibirien kommen zumeist verarmte Bauern, denen es immer schwieriger wird, sich an den neuen Orten wirtschaftlich einzurichten, wozu noch hinzukommt, daß an die Uebersiedler von Jahr zu Jahr immer weniger Grund und Boden verteilt wird. Und nur durch die äußerste Not getrieben, wandern die neuen Akossen ein, obschon die früheren noch keineswegs festen Fuß gefaßt haben. So geschieht es, daß von Jahr zu Jahr die Zahl derer, die vom Staat und von der Gemeinde erhalten werden müssen, immer anwächst. Wie im Jahre 1900, als Sibirien von einer argen Mißernte heimgesucht wurde, haben auch diesmal am meisten die Eingewanderten zu leiden. Ist dies ja eine unbermew- liche Folge des Systems, mit dem die Verwaltung zu Werke geht, indem sie die Neuansiedler in die entlegensten und sumpfigen Woldgebiete bringt Infolge ungünstiger Klima- und Bodenbeschaffenheit ist für die Eingewanderten nistst bloß die Wirtschaft äußerst erschwert, sondern selbst die Zuwendung von Unterstützungen in natura kann gerade in Notfällen nur mit großem Zeitverlust erfolgen. Eigenes Brot haben bieie Ansiedler oft no£ .gar nicht, und von auswärts ist die Zufuhr außerordentlich schwer, so daß daraus Hungerzustände entstehen. In Krisenmomenten macht sich aber noch das Fehlen jener segensreichen Institution in Sibirien geltend, die das Reich sonst fast allenthalben kennt: das Fehlen der Landschaft. Leidet auch sonst deswegen Sibirien auf dem Gebiete des Schulwesens, der medizinischen Hilfe, der Wegelommuni- kationen und in allen sonstigen Betätigungsgebieten des Semstwo, so tritt dies um so schroffer hervor, sobald eine .Hungersnot droht Ter schwerfällige russische bnreaukra- tische Apparat, der noch dazu von den egoistischsten Absichten geleitet ist, versagt natürlich ganz und gar, sobald es sich um schnelle und planmäßige x?i(fe handelt Oder möchte jemand im Ernste glauben, daß die ru, che Beamtenschaft jemals die gesellschaftliche Organisation ersetzen könnte? auf der Flucht erschossen hat, ist durch den Berliner Erkennungsdienst als der am 24. September 1889 in Leipzig geborene Kommis Otto "Bing es sestgestellt worden. Winges ist bereits int Mai 1906 in München als Bankräuber festgenommeii und für den Erkennungsdienst gemessen worden. Dadurch ist erwiesen, daß sich die Räuber gefälschter Papiere bedient haben. Inzwischen wurde auch der Ehauffeur Burken st ein, über dessen Person schon die müßigsten Betrachtungen angestellt wurden, von der Polizei ermittelt. Er hält stch in Rottleberede im Harz auf und gab an, daß ihm seine Papiere gestohlen worden seien. Tie unwahrscheinlichen und sensationellen Abenteuerlichkeiten, die sich ein Frankfurter Blatt am Samstag geleistet hat, trugen schon von vornherein den Stempel plumper Erfindung und sind nun in ihrer Unhaltbarkeit bewiesen. Nach den Angaben des Ehauffeurs wurde ihm die Karte von einem Menschen gestohlen, auf den die Beschreibung des Friedberger Attentäters paßt. Nach einer telegraphischen Mitteilung unseres -w-Berichterstatters ist nun auch der zweite Verbrecher ermittelt worden. Es ist der am 9. September 1890 geborene Tach- deckerlehrling K a r l Fr i e drich W e r n e r aus Kaisers- lautern in der Pfalz. Werner, der von geachteten Eltern stammt, besuchte früher das Gymnasium, aus dem er aber wegen seines Verhaltens entfernt werden mußte. Er trat bann bei einem Tachdeckermeister in die Lehre, aus der er aber wieder entlief. Vor der Ausführung des Verbrechens trieb er sich in Bad-Nauheim herum, wo er vielleicht auch gewohnt hat. Die seither angestellten Ermittelungen verliefen allerdings ergebnislos. Dabei tarn er zufällig mit einem früheren Mitschüler zusammen, der sich vorübergehend in Bad-'Nauheim, aufhält. Nach Veröffentlichung des Plakates entsann sich der ehemalige Schulkamerad, den Selbstmörder öfter in Gesellschaft des Wernes gesehen zu Die Eröffnung Des ungarischen Reichstages. Budapest, 25. Juni. Der Reichstag wurde heute vom König in der Königsburg mit einer Thronrede eröffnet, in der es zu Anfang heißt: Unser väterliches, um sas Schicksal unserer Völker besorgtes Herz erfüllt uns mit Beruhigung, wenn wir das Ergebnis der jüngsten -Pableu betracksten. Wir erblicken darin eine Gewähr der friedlichen Fortentwickelung der allgemeinen Erstarkung unseres geliebten Ungarns. Tie erste Aufgabe ber, Negierung wird sein, behufs Wiederherstellung des gesetz- mäßigen Z u stand es auf dem Gebiete des S ta a ts- UauShaltsetats entsprechende Vorlagen zu unter breiten." Die Thronrede zählt sodann die Reformen in den verschiedenen Zweigen der Verwaltung auf und betont als dringende Notwendigkeit die Regelung der Bauk- angelegenhei t. Tie Regierung roerbc Sorge tragen, daß die Frage der Barzahlungen der Bank geregelt werde. Sodann heißt es: Tie dringendste, itnaufschiebbarste Aufgabe ist die Neuregelung des Wahlrechts. Tie Regic- rung wird auf Grund des allgemeinen Wahlrechts einen l^fetzeniwurf unterbreiten, der bei voller Wahrung des ?inheitlick>en nationalen Charakters des ungarischen Staates den Ansprüchen der demokratischen Entwicklung eittsprechen itiirb. Weiter sagt die Thronrede, daß die Entwickelung her Wehrmacht erforderlich ist und zwar in dem Maße und in der Richtung, daß die zur Wahrung der Sicherheit und Stellung der Monarchie berufene bewaffnete Macht in ber läge ist, der Aufgabe unter allen Umständen gerecht zu werden. Dabei solle auf die finanzielle Leistungsfähigkeit des Landes entsprechende Rücksicht genommen werden. Schließlich heißt es in der Thronrede: Mit aufrichtiger Ge- imgtiiung weifen roh* auf das unveränderte Fortbestehen unserer bewährten Bündnisse und auf unsere durchaus kreundschaftliaien Beziehungen zu allen Mächten hin. Tie sich stets steigernde Friedensliebe der europäischen Staaten erfüllt uns mit Vertrauen auf Beständigkeit der Segnungen des Friedens. ____________________________ Die Reichsversicherungzordnung. Berlin, 25. Juni. Der Ausschuß für die Reichsvcrsicherungsorbnung behandelte Leute zunächst die gestern zurückgestellten Paragraphen ii43 und 346, die die L a n b k r a n k en k a s s e n betreffen. Bei der L a n d k r a n k e n k a ss e bestellt nach 8 343 der Gemeinde- trrbonb den Vorsitzenden nnd die anberen Mitglieder des Boi standcs, darunter einen ober mehrere Stellvertreter des Vorsitzenden. Wird kein Ausschuß gebildet, so müssen dem Vorstande Vertreter der beteiligten ArbeUgebcr nnd der Versicherten in gleicher Zahl angehören und darin die Mehrheit haben. Nach tz 3IG wählt bei der Landkrankenkasse die Vertretung des Ge- nieindeverbandcs die Vertreter der beteiligten Arbeügeber und Versicherten je aus deren Mitte. Ein sozialdemokratisches Mitglied erhärte, die Mitglieder der Landtrankenkassen dürsten nicht anders behandelt Serben als die der Ortskrankenkassen. Die beiden Paragraphen bebeuteten eine Entrechtung der Arbeiter und müßten gestrichen werden. Der polnische Vertreter sorach im gleichen Sinne. Ein Regierungsvertreter betonte hieraus, daß die Regierung gerade ans diese beide Paragraphen großes Gewicht lege. Ein ‘ Mitglied der fortschrittlichen Volkspa rt ei bedauerte, daß man hier eine Kasse mit Versiäierten zweiter Klasse schaffen wolle. Die alten Gemernde- Iranlenlassen haben den Vorzug, daß ihre Leistungen genau um- orenzt find. Bei den Landkrankenkaffen sei das nicht ber Fall. Die Mitglieder sind völlig rechtlos. Das alte patriarchalische Verhältnis lann ober nicht aufrecht erhalten werden. Die beiden Paragraphen müssen qcftrichcn werden. Die Wahl könne auf dem Lande ohne weiteres durchgeführt werden. Bei den Reichstagswahlen geht es ja auch. Ein Vertreter ber Konservativen trat für die Vorlage ein Man könne nicht zugeben, daß die Landarbeiter den Sozial- bemofraleii ausgeliefert werden. Das alte gute Verhältnis zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf dem Lande müsse erhalten bleiben. Tie beiden Paragraphen seien von besonderer Wichtigkeit für die Stellungnahme der Konservativen zu der ganzen Gesetzesvorlage. . n. , . . Ein Zentrum smitglred forderte, wie die Linke, das Wahlrecht auch für die Landarbeiter und bemängelte den Namen r,3anbfrantentaüe". Ein Regierungsvertreter erklärte, batz man auf den 92amen kein Gewicht lege. Er erinnerte aber, daß z. B. der Nanie Landgericht niemals beanstandet worden fei. Auf die Bestimmungen selbst lege die Regierung entschiedenen Wert. Die N a t i o n a 11 i b e r a l e n betonten,, daß sie darauf bestehen müßten, daß, Vorstand und Ausschuß der Landkranken- kaffe auf paritätischer Grundlage gewählt werden. Ein Mitglied der Reichs Partei schilderte bte ländlichen Verhältnisse, besonders bte Bebeutung ber Naturalentlohnung. Duf bem Laube komme kein Arbeiter in Bermögensverfall. Tte i hohen Ziffern der städtischen Arinenpflege sprechen nicht für bte bessere Lage der städtischen Arbeiter. _ Ein fortschrittlicher Redner führte aus, datz bte Lanb- • ftaiifcnfanc nicht allgemein als Rückschritt zu bezeichnen sei. Aber Sie Verfassung dieser Kasse müsse eine andere sein als bte I bCr Gemeindekrankenkassen. Daher lehne er bte beiden Paragraphen ab. . Ein konservativ er Redner hob hervor, daß es ,tch hier für die Landarbeiter um ein Scheinrecht handeln würde, das sie doch ntcht ausüben tonnten. Wo es auf die sachlichen Leistungen finfomme, sei seine Partei bereit, die Arbeiter zu entlasten. Die Söälfteluiifl ist aber nicht beliebt worden. Tie sachgemätzere Ver- rrxiltimg der Landkrankenkassen ist gewährleistet, wenn bte Regierungsvorlage angenommen wirb. Darauf wurbeit bte betben Paragravhen 343 unb 346 mit 115 gegen 11 Stimmen der Konservativen, der Reichspartet und der Nationalliberalen abgelehnt. Ein Antrag des Z e Ii t r u m s , den .halftelungs- strnragraphen, § 412, dahin zu ändern, daß die Arbeüer 2/3, ähre Arbeitgeber ber Beitrage zu zahlen haben, wurde eben- VtalU abgelehnt. Die Nationalliberalen stimmten gegen bte N>rittelung, wahrenb die Konservativen und die Reichspartei in Äonseguenz ber früheren Beschlüssen dafür stimmten. 8 3o0 fflnnbc angenommen. Der nächste Abschnitt behandelt die Z u s a m m e n i e tz u n g Blei Betriebs- und Jnnungskrankenkasfen. Nr. 147 Erstes Blatt 1«0. Jahrgang Montag 27. Sani 1910 Der Siebener Anzeiger ä ä BezngSpretS: erscheint täglich, äuget W R» V monatlich75Pf., mertel- !ffl‘ reäS A Zk xA Abhold Z^gSlen tsasBB In! AexAIT Ar II IT TAT 1T Ar blatt für den «reir Sieben ■ ■ ■ ■ »X WX ■ B Wx ■ X W ■ ■ Bf WWW «uSschl. Bepellg. lDtenstag und Freitag)-, WUM W fcq M M AH. M s'1 p: -J WS V. A r* Sfl Zeilenpreis: lokal zweimal monatl. Land- m Ml M auswärts 20 Pfennig, wirtschaftliche Seilfrage« W W W H V M xJF ■ J X V 'X W Thes-edatteurr A.Goetz. Fernsprech - Anschlüsse: u KJ MM Verantwortlich für den für die Redaktion 112, polüischen Teil: August •sS» General-Anzetger für Oberheffen Ännahme von Äuzeigen rQ_r». tüt den für ble Sagesnummer k,ot°i!°ns»nick unb Dorla« ötr BrüM’fftett Univ.Guch- und Siciitöruderet H. Lange. Bcöaftion, Srpedltton UNS Druckerei: Schulitratze 7. ^jqenieil! ’$>. Beck, vts vormttlags y ttyr. 1 Arislcrnv. Tie italienische Kammer verhandelte über den Gesetzentwurf, der eine Erhöhung der im ans; e r o r de n t - lieben Kriegsbudgel für den Ban unb die Unterhalt mng von lenkbaren Luftschiffen und Aeropla- neu angesetzten Beträge vorfieht. Gegenüber den AusM) ruitgeit der Sozialisten ISiccolti unb Turati, die gegen die. Bewilligung sprachen, betonten der Berichterstatter und ber Schatzminister Tebcsco die Notwendigkeit des Kredits. Kriegsminister Spingarbi erklärte, er sei der Ansicht gewesen, bas Parlament würde bei der sich jetzt bar bieten ben Gelegenheit beit tapferen gelehrten italienischen Offizieren, deren Erfindungen das Auslaub zu würdigen wisse, einstimmig seine Hochachruug bezeigen (Beifall», und wies ebenfalls auf die Notwendigkeit des Entivnrfs hin. Der Gesetzentwurf wurde angenommen. Ter König der Bulgaren begab sich nach Cha lons, um deu Flugversuchen unb Hebungen mit Aero planen beizuwvhneu. Ter Verband des ivrialistifch rabiialcu Wahlkomitees des 11. Pariser Bezirks hat beschlvsseu, den Industriellen Jacquelin wegen seines stanbalöseu Wahlvertrages mit seinem Gegenkandidaten Ehcvau aus der Partei aus- z u s ch l i e ß c n. / Aus Paris wird gemeldet: Zahlreiche Syndiials-Ber- einigungeu wohnten M Sonntag dem L c i ch c u begä n g - nid des Kunsttischlers bei, der bei einem Zusammenstoß mit der Polizei kürzlich getötet worden war. Als der Zug aus dem Weg nach dem Friedhof Faubourg Saint Antoine passierte, wurden auf die Polizeibeamtcn f ü u f R e v v l v e r - schchsse abgegeben, durch die ein Beamter leicht verletzt wurde. Die' Teilnehmer durchbrachen sodann die Posten- »eike der Polizei, luobci wiederum Revolverschiisse abgegeben wurden, durch die mehrere Personen verletzt wurden. Tie Polizei nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Nach der Beisetzung fummelte sich eine große Menge M a n i s c ist a n l e n um rote und schwarze'Fahnen und schlug, die Internationale fingenb, die Straße nach Paris ein. In ihren Reihen befanden sich zahlreiche Frauen und Kinder. Tas Flandrische Tor war von der Polizei und Kavallerie bewacht. Tie Manifestanten wurden zunächst aufgefordert, auseiu - auderzugehen; daun zog die Polizei blank. In biefem Augen- blick ertönten mehrere Schüsse. Es eukstaud ein Handgemenge, bei bem mit Fäusten, Stöcken und Säbeln aufeinander lockgehaueu wurde. Tie Mauifestanten flohen nach allen Seiten. Viele stürzten zur Erde, Frauen und Kttrber wurden mit Füßen getreten. Als die Kavallerie ebenfalls blaut zog, wurde das .tzaudgemeuge allgemein unb es floß Blut. Eine Anzahl Verwundeter blieb auf dem Platze. Um 9 Uhr abends war die Ruhe fast völlig, wieder hergestellt. Tic Zahl ber Verletzte u ist beträchtlich. Ter schweizerische Nationalrat genehmigte einstimmig den Staatsratsbeschluß über die Verfassungs änderung des Kantons Bern-Stadt, wonach die Kirchen vom Staate getrennt werden. Aus Casablanca wirb gemelbet, daß die Besetzung der F e st e Tacla nur vorübergehend loai- Tie französischen Truppen Härten die Feste bereits wieder verlassen und bett Rückmarsch an die Schanjagrcnzc an- getreten. Der amerikanische Senat nahm einen Antrag Gore an, der die Einleitung einer Untersuchung betr. den Verkauf der den Indianern gehörigen Ländereien in Oklahama fordert. Bombenattentat und Bantraub in Zriedberg. Die beiden Verbrecher entdeckt. haben, unb utachte her Polizei, sofort Mitteilung. Durch umgehende Benachrichtigung gelang cs den Behörden in Kaiserslautern bei den Eltern ein Bild zu beschlagnahmen, das noch gestern abend in Friedberg antam. ES meldetmr jich acht Leute, die in beut Bild den unter dem Namen Schmibt im Burghotel abgestiegenen Verbrecher sofort erkannten. Durch einen an die Eltern Werners gerichteten Bries konnte festgestellt werden, das; der Verbrecher ins Ausland geflohen ist und sich in Lüttich aufhält. Die Behörden hüben sich telegraphisch dorthin gewandt und es ist anzunehmen, das; er noch heute festgenommen wird. In Frankfurt haben sich schon eine ganze Reihe von Leuten gemeldet, die ihre Wahrnehmungen bekannt gegeben haben. Am wichtigsten ist dabei die Aussage eines Wassenhandlers, der über die Vorbereitungen zur Tat interessante und belangvolle Bekundungen macht. Etwa acht Tage vor dem Attentat ans die Billa des Bankiers Majcr in Frankfurt, das infccr Nacht nenn 14. zu in 15. Juni ausgeübt wurde, erschien in einer hiesigen W a f s e n h a n d l u n g ein Mann und verlangte S p r e n g h ü t d) e n. Der Geschäftsinhaber war nicht zu Hause und dar Gebilie liefe sich von denn Kunden 2 Mark Anzahlung geben, weil die ^prcnghütchen erst bestellt werden mußten. Eine polizeiliche Bescheinigung, die imd; dem Gesetz von 1884 zur Verabfolgung derartiger Dinge notwendig ist, hatte der Kunde nicht. Nach zwei Tagen kam er wieder und der Geschäftsinhaber machte ihn auf die polizeiliche Bescheinigung aufmerksam, woraus der Kunde meinte, dann könne er die Spreng- hütchen^ja uud) in Darmstadt kaufen, wo er schon öfters der- artige 3nd'en vhne Schein erhalten habe. Bei dieser Gelegenheit kaufte er sich dann für 36 Mark eine B r o w n i n g p i st o l e. Nach kurzer Zeit kam er wieder in den Laden und verlangte itod) einen Rahmen Patronen für seine Elemcntpistole. Da der Waffenhändler diese nicht vorrätig hatte, meinte der Kunde, er könne ja auch einen Browningrahmeil verwenden, den er etwas zurechticilen werde. Die Bronningpistole, mit her der Attentäter sich erschossen hat, ist timt dem Frankfurter Wasfen- händler sofort wiedererkannt worden und auch der Tote als der damalige Käufer. Außerdem werden in den Frankfurter Blättern jetzt Mitteilungen über eine Explosion im Postamt gemacht. Vier Tage nach dem Attentat auf die Billa des Bankiers Majer in Frankfurt wurde im Hose deS P v sta mit S 1 nachmittags gegen 4 lll)r eine kleine Explosion gehört. Es wurden dann rtud) Stüde Von einem Sprengkörper gefunden, die dem benadibartCH Polizeirevier nachher übergeben wurden. Es ist wohl chnzunehmen, daß man mit dieser Explosion versuchte, die Beamten in den Hof ober an die nach dem Hofe zu gelegenen! Fenster zn locken, um dann am Schalter ungestört einen „kühnen Griff" noch dem 'dort liegenden Gelde tun zn können. Vielleicht dürfte man der Polizei auch empfehlen, in den Hotels und Logierhäusern Recherchen und) den Attentätern anzustellen, um endlich das und) über der Saä>e schwebende Dunkel autzuh.'llen und des flüchtigen Komplizen habhaft zu werden. Ter von uns erwähnte Frankfurter Ehaufieur ist vernommen worden und es hat sich herausgeslellt, dafe er mit der Sache nichts zu tun hat. Das Befinden der Vermuudkten ist heule zufriedenstellend. Der verwundete taubstumme K n a b c Ernst BominerShcim ist auf dem Wege der Besserung. Heber die Verwundung erhalten wir folgende Mitteilung: Das Geschoß Ivar vorher aufgefchlagen, so das; eS schräg abgeplattet wurde, und hatte dann erst den 3uiigcH getroffen. ES besteht aus Bleikern mit Nidelmantel und sah einige Zentimeter unter, bei" Bauchdeckg im Darmnetz Edle Teile sind glücklicherweise nicht verletzt: die Operation verlies günstig. UebrigenS wollte der Junge, ein braver und tüchtiger Schüler, keineswegs den Ber- brerfKr verfolgen und Wichte gar nicht, worum cs fid) bei dem Menschenauslauf handelte. Er war auf dem Weg zu seinen Verwandten njnb befand sich gerade vor dem Reichsbankgebäude, als der Täter aus die Hilferufe bin aufgehalten worden sollte. Zunächst merkte der Knabe nicht, dass er geschossen war, sondern glarchte, geworfen zu sein. Zu.Haus angekommen — er war allein zu seinem Onkel gegangen — klagte er über Uebelkeit und mnfetc sich crtnTtbeii: daraufhin eS war ungefähr l'/s Stunde nach dem Vorfall - wurde er zu Bett gebracht, und erst jetzt bemerße man die Verwundung: die Wunde hatte nur wenig geblutet. Der Arzt ordnete die sofortige Ueberftibrung ins Hospital an, wo dann die Operation and) alsbald ausgeführt werden konnte. 2hts S-tcrdt rind Land. Gicfeen, 27. Juni 1910. Iahre 8 fcst der Ludoviciana. Bei dem bevorstehenden JahrcSscsi der Landesuniversiläk ist der Zugang zur neuen Aula für die Festteilnehmer ausschließlich von dem H a u p t e i nga n g dos STollcgicngebäubcS in der Ludwiq- strafee auS vorgesehen. Der Eingang von der Gvetheftrafee nn§ bleibt für die studentischen Fahnenträger und die Mitglieder deS akademischen Gesangvereins reserviert; da die neue Aula für einen größeren Kreis Plag gewährt, sind bei der Feier, die um 11 U()C beginnt, eucher den geladenen Gästen auch andere Freunde der Universität witlkümmen; einer besonderen Eintrittskarte bedarf es dabei nicht. ** Hauptman n Giese ist gestern mittag an Blinddarmentzündung, 49 Jahre alt, verstorben. Mit ihm ist ein Mann aus dem Leben gegangen, der seine ganze militärische Lausbabu in Gießen machte und der mit der Bürgerschaft vielfach Beziehungen unterhielt. Haiiptmaim Giese war ein wahrer Soldatenvater, er hatte wohl eine raube Außenseite, war aber für das Wohl und Webe seiner Untergebenen überaus besorgt unb duldete besonders dem gemeinen Manu gegenüber (ein Unrecht. D i e 2 8. S u p e r i n t e n d e n t u r k o n s e r e n z der evaug. Geistlidien O berHessen s mufeic aus Miltwvd), 6. Juli, verlegt werden. Sie wird in Steins GaNen in Gießen ab- gehalten. Pfarrer Freundlich von Bildet referiert über „Evolutionstheorie und Christentum". "Der Termin wegen der Bahn Lollar — o ü n b o rf ist auf den 6. Juli verlegt worden. * * G c q g r aphi sch c Exkursio it. Unter Führung des Professors Dr. Sievers unternahmen dessen Hörer gestern ihre zweite geographische Exkursion unb Mar nach Frankfurt. Es wurde das Sentenbergsche Museum, die Wetterdienststelle, das Museum für Völkerkunde und die zurzeit im borkigen Zoologischen Garten weilende Samoaner- Truppe besucht. * • Schuinannfcie r der Klavierschule Minna Körner. Den Manen des letzten großen Romantikers der Musik, Robert Schumann, konnte nicht musikalischer gedacht werben als durch das am Freitag veranstaltete Konzert von Frl. Minna Körner. Zum Beginn würben einige ber sehr beherzigenswerten mufikalifchen Haus- und Lebensregeln von Miübcri Schumann vorgelesen. Die Soloskücke zeigten, baß Frl. M. Krüner in ihren Sckiülern die besten Inter- preten ihrer Lehrwcise heranbilbck. Mit reifer Technik unb sinnigem Vortrag wurden das Schnitterlicd, die Studie „G-dur", „Bittendes Kind" unb „Glückes genug" wieber- gegeben. Dann folgten technisch unb mlMtlich, trotz ihrer großen Schwierigkeiten vollendet „Die Arabeska", die No- velette „F-dur", „Des Abends" und „Der Aufschwung". Schließlidi klang das Ganze im „Ecrrnaval" aus. Geheim rat Prof. Dr. Krüger spielte mit feelenvoilem Ton den 3. Satz aus der D-moil-sSonite für Violine und Klavier. Stud. Phil. HanS Mack (Cello) hat sich durch geschmackvollen Vortrag deS „Märchenbrldes", des „Abendliedes", der „Träumerei" und des 2. Satzes aus dem Cellokonzert den Dank ber Zuhörer erworben. • * Vom Stadttheater. In der Dienstag-Vorstellung deS „Zigeuner baro nS* haben Herr Wernert unb Frl. Nosarita Gelegenbeit, sich in Hauptpartien zu zeigen. Auch die anderen ersten Kräfte, Herr Norden, Frl. Brill, Herr Seybold u. a., sind in größeren Aufgaben beschäftigt. Es ist zu hoffen, daß die beliebte Strauß'sche Operette ein volles Haus erzielen wird. * * D an n 1) Gür tl c r, „Apostel der Wahrheit" und „König ber Boheme", wie er sich nennt, begann am Samstag im Kolosseum imeber einmal für „seine lieben Lunds- (eutc Hesscn-Darinstadter" ein auf 3 Tage berechnetes Gastspiel. Seine Darbietungen, die sich mit Vorliebe dem religiösen und polinschen Gebiete zuwenden, besonders sein neuester Schlager „Die Enzyklika", die packende Gewalt und Routine des Vortrages fesselten wie immer und ernteten stürmischen Beifall. Sein „Kein Applaus, meine Sachen sind gut! Stimmung! Sttmmung!" verfehlte auch am Samstag die Wirkung auf das r^ht zah(reich erschienene Publikum nicht. Im 2. Terl ber wohl Inständigen Ausführungen .zeigte sich Danny Gürtler mehr von der gemütlichen Seite und fand auch damit eine lehr .beifallfreudige Zu- lörerschaft. Auch das übrige Programm, das die erste .Hälfte deS Abends füllt, war recht interessant. Besonders Herr Kaiser konnte als Humorist für seine zündenden Potpourris und Couplets die stürmische Huldigung des Publikums entgegennehmen. Ferner gefielen mit ihren neuen Darbietungen Richards Biedermeier-Duett, der .Humorist Herr Richter und Fräulein Bellwood, VerwanolungS- Tänzerin, die hier noch in guter Erinnerung sind, uitb Fräulein Bend in y als Soubrette. " Die zweite Abteilung bcs Eisenbahner- v er eins unternahm gestern unter äußerst starker Beteiligung einen Ausflug nach Marburg unb Umgebung. * * Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zn besetzende Lehrerstclle an der Gemeindeschule zu Götzen. Mit ber Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. f. Schotten, 26. Juni. In der 'Nacht auf Sonntag wurde hier in einer Wirtschaft und Metzgerei ein Ein - bru ch s diebstahl verübt. Man nimmt an, daß er von zwei Personen verübt worben ist. Sie brachen in ber Hinterfront des Hauses eine Tür aus, von wo sie ihren Weg zum Tatort nahmen. Eine ziemlich hohe Summe Gelb unb eine Taschenuhr wurden entwendet. Außerdem tranken die Diebe eine Flasche Branncwein aus und haben auch Eß- vorräte berührt. CS fehlt jede Spur von ihnen. X 91 i b b a , 26. Juni. Nachdem die Stichwahl für den Wahlbezirk Friedberg-Büdingen dem sozialdemokratischen Kandidaten den Sieg verschafft bat, ist auch ein Kind unserer Stadt Mitglied des Reichstags geworden. He i nrich Bu s o l d ist nämlich geborener Niddaer; er ist geboren am 8. Dezember 1870. — Am letzten Mittwoch wurde das Heu gras der städtischen Wiesen versteigert unb cs wurden gute Preise erzielt. Leider setzte gleichzeitig mit der Versteigerung das Negemvetker ein. r. Ulrichstein, 26. Juni. Ein Mann bereist ebendie hiesige Gegend und verkauft zum Preise von 4 Mark an Schmiedeme:ster nachstehende drei Rezepte: „1. Zum Härten von Stahl: 5 Pfund Zwiebel, 60Prozent. Schivefel- fäure für 25 Pfg., 100 gr blaues Kali, 100 gr weibliches Drachenblut— genannt roter Bcids — mit 25 Liter Wasser. 2. Zum Schweißen: 80 gr Feilspäne, 80 gr R u fe (!), 60 gr Borax (!), 40 gr Glas, 20 gr Salz und 15 gr Horu- fpänc. 3. Zum Löten: 100 gr Feilspäne von Messing, 75 gr Zink, 50 gr Glas, 20 gr Kalieomnium (?) warm machen, kalten unb stoßen. Messing dmikelrot, dcmeiitsprcchend auch bic Lötlampe." (?) Scheinbar findet der Herr „Chemiker" auch wirklich Leute, die auf den Leim gehen, beim gestern sind mehrere von diesen Rezepten in der Apotheke abgegeben worben. — Gcrichtsassessor v. Bechtold, der sechs Jahre lang am hiesigen 'Amtsgericht tätig war unb hier sehr beliebt ist, ist ab 1. Juli an das Amtsgericht Alsfeld versetzt worden. — Die gestern niebeigegangencn großen Regenmengen haben der Heuernte sel;r geschadet. Der gestrige Abend brachte noch ein Gewitter mit starkem Hagel. Cs ist scl)r fühl geworden. A Gambach, 26. Juni. Das BezirkS-Kriegerfcst des Hassia bezi rls B u tz ba ch-Bad - N a u hei m fand heute hier unter starker Beteiligung statt. Leider wurde der Festziig von dem Gewitterregen sehr gestört, der Zug löste sich im Dorfe auf und alles flüchtete in die Häuser. Auf dem Feslplatze hatte das Negemvetter den Boden vollständig aufgeweicht. Trotzdem halte sich eine nach Tausenden zählende 'JJlcnge eingefundeu und die Sonderzügc der Butzbach-Licher Eisenbahn waren überfüllt. 31 Vereine nahmen am Feste teil. 91 ach einem Lied des Gesangvereins „Harmonie" hielt der Vorsitzende Grieb eine Rede, die in ein Hoch auf Kaiser und Großherzog ausklang. Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach hielt als BezirkSvorsteher die Festrede, sprach über die Tätigkeit des HassiaverbandeS und toaslete auf das deiitsche Vaterland. Den Vorstandsmitgliedern Görloch - Eberstadt und HelmeS-Ober-Hörgecn überreichte er im Aiiftrage der Hassia Ehrentafeln für 35jährige Tätigkeit als VereinSvorstände. Die Turnerinnenriege brachte einen schönen Reigen zur Vorführung. a. Bieber bei Rod hei m, 26. Juni. Unser Gesang verein „Lied er Hain" hielt heute sein 25jähriges Stiftungsfest ab, bas unter den heftigen Regengüssen zu leiben hatte. Trotzbcm trafen sämtliche nitßcincibetcn 21 Vereine ein. Der Festplatz glich halb einem"Schlamm- babe. Gar mancher Gast hat auf.dem schlüpftigen Boden unfreiwillig ein Bad genommen. Die herrschende Kühle und ber wiederholte Regen hat der Festfreude keinen Abbruch getan. 8:28, 4. Mannheimer Rg. lH. Doll) 8: 4Ö-‘5. Heilbronner Rg. Sd;ivaben (F. Drautz, 8: 47-/5. — Zweiter Ack;ter. Erste Abteilung : !. Hanauer Ruder- gesellschait 6: 414 „ 2. Frankfurter Rkl. 6:42, 3. Rspv. Teutonia Frankfurt 6:48--.-,. Zweite Abteilung: 1. Heilbronner Ruder- gesellschait Schwaben 7:081 5, 2. Rv. Nürnberg 7:23, 3. Rg. Worms 7: 33, 4. Offenbacher Rg. Undine auf gegeben. Hauptrennen. 1. Tag. Junior-Einer, Begrüfenngspreis: T. Mainzer Rudergesellschast (E. Maschmänn) 7:37:1 2. Seeklub Luzern (M. Stöckly) 7: 443 3. Frankfurter Rkl. (W. Reubold- abgestoppt. — Zweiter Vierer ohne Steuermann, Preis vom Saalhof. 1. Frankfurter Ruderverein 7:00, 2. Mannheimer Rg. 7: 25- Frankfurt führte über die ganze Strecke und gewann überlegen. - Erster Vierer, Verbandspreis: 1. 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Hutt, er Zeit von 9 bis 12 lll)r vormittags vom Südausgang Taubringen bis zum Tanbringer.Paß'gesperrt. Tie übrigen Straßen, welche die oben angeMrten Orte miteinander direkt verbinden, sind ungefährdet. Tas gefährdete Gelände nnrd mit Bosten abgesperrt. . . 'jv.ir machen besonders darauf aufmerksam, dap wahrend des Gefechtsschießens der Aufenthalt in dem gefährdeten bielaude untersagt und den Weisungen der aufgestellten Posten unter allen Umständen nachznfouimcn .ist. Die Großh. Bürgermeistereien der in Betrarht koinmcn- den Gemeinden werden angewiesen, vorstehendes wieder- iiolt zur Kenntnis ihrer Gemeiudedngehörigen bringeu zu lassen. . ___ Gießen, den 22. Juni 1910. Großher-ogliches MeiSamt Gießen. Pr. llsingc r. Mittwoch den *?0. Funi t>. i versteigere idi gegen Barzahlung: I. uni 1 . 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Zeichnungen und BerditigungSunterlagen können aus dem Neubau-1 burcmi in der Licherstraffe eingesehen und letztere «soweit derBor rat reichtt ohne Zeichnungen dorther gegen Erstattung der ^ebn kosten bezogen werden. Die "Angebote und nach Titeln und Losen getrennt, in besonderen Umschlagen verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, vortv und bestellgeldfrei bis zum Eroffnungs termin ... aut 18. Fuli 1910, vormittags 10 Ubr auf dem Baubureau, Lickerftraffe einzureichen. Z.uschlagsfrist 4 Wochen. Beginn der Arbeiten alsbald nach ZuschlagSertetlung. za/6 Wiegen, den 24. Zu ui 1910. Groffb. vochbanamt Mienen, Ncnbauburcau x»rrcnatutalt F B-: Schön. Los 2ir. und Gebäude Buchstaben 7 8 ’.t 10 11 12 13 11 D I E I F I Ct 0 P R T Bezeichnung der Arbeiten Bietern und Kerlegen von guneis. D. 9i. A. Nohren m empfiehlt das vorzügliche Flaschenbier, heil sowie dunkel :: nach Münchener Brauart :: aus dem Giessener Braiahaass A. und W. Tcnttitlghoff. 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