d. Go Kriegsschiffe durch die Türkei, die Finanzkonserenzen Dscha- in Berlin, die Berufung des Generalobersten v. _ in den türkischen Generalstab und die Zusammen- iunft des Großwesirs Hakki Pascha mit dem österreichischungarischen Minister des Auswärtigen, Grasen Aehrenthal, in Marienbad haben in London und Puris dermaßen verschnupft, daß die Türkei aus> eine wohlwollende Haltung der Wesimächte bei der Regelung der kretischen und makedonischen Frage nicht wird rechnen können. Schwiegersöhnepoliti!. .Während es zu Zeiten Bismarcks Kopenhagen war, wo im Kreise der dänischen Königssamilie Pläne gegen Deutschland und Oesterreich-Ungarn geschmiedet wurden, wird man jetzt den Verdacht nicht los, daß das kleine Cetinje zu. einer ähnlichen Schwiegersöhnepolitik berufen sein möchte. Der Fürst Rikita hat nicht nur den König von Serbien, sondern auch den König von Italien und überdies zwei russische Großfürsten zu Schwiegersöhnen. Und wenn Montenegro schon lange als Sturmbock Rußlands auf dem Balkan gilt, so rmrd es jetzt als solcher umsomehr benutzt werden, als Rußland nach seiner Annäherung an Javan eine aktivere Balkanpolitik einzuleiten bemüht ist und sich dabei seit Racconigi mit Italien eins weiß. Die heutigen Krönungs- und Familienfestlichkeiten in Cetinje drücken gewissermaßen das Siegel unter das durch verwandtschaftliche Beziehungen vorbereitete montcneari- nisch-italienisch-russische Einverständnis, zu dem auch Zar Ferdinand von Bulgarien Ja und Amen sagt. Da nun England und Frankreich Rußland verbündet sind, stehen auch sie diesem unter Rußlands Führung zu schaffenden Palkankonzern wohlwollend gegenüber, unterstützen also Strömungen, die sich direkt gegen die Türkei und Oesterreich-Ungarn und damit auch indirekt gegen Deutschland richten. Das einzige Gute hierbei ist nur, daß sich einmal das Oesterreich-Ungarn und Deutschland befreundete Rumänien den Aspirationen Montenegros und Bulgariens nie anschließen wird, und daß sich auch vorläufig König Peter von Serbien grollend zurückhält, weil er in der Erhebung des stammverwandten Montenegros zum Königreich eine Gefahr für seine Dynastie erblickt. Denn zwei Serbenzaren sind auf die Dauer unmöglich. So ist es also mit den russischen Träumen von einem Balkanbund vorläufig nichts. Aber trotzdem: wer steht dafür, daß das serbische Volk den König Peter nicht zwingt, sich Bulgarien und Montenegro anzuschließen, wenn Serbien dafür von Rußland der Zugang nach dem Meere versprochen tv-ird? Wer steht dafür, daß nicht, wenn der Brand auf dein Balkan infolge der kretischen oder mazedonischen Frage auflodert, auch Serbien auf Seiten der Gegner der Türkei zu finden ist, und daß Oesterreich-Ungarn und Deutschland, deren Interessen auf dem Balkan und der asiatischen Türkei denen Rußlands, Englands und Frankreichs geradezu entgegengesetzt sind und in der Erhaltung einer starken Türkei gipfeln, gezwungen werden, das Schwert zu ziehen? Die Ententemächte sind heute, nachdem es ihnen nicht gelungen ist, den deutschen Einfluß anr Goldnen Horn beseitigen, auf die Türkei nicht gut zu sprechen. Die Ablehnung der englischen Schiffahrtskonzession auf dem Euphrat und Tigris, der Gesetzentwurf, der die Ausschiffung von Waren am Kai verbieten will, der Ankauf deutscher Konstantinopel, 28. Aug. Der M i n i st e r r a t beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung mit der Kretafr age und beschloß, wie verlautet, vor der definitiven Stellungnahme zu der Annahme der Wahl durch Benizelos und der anderen Kreter das Ergebnis der Feststellung der wirklichen Staatsangehörigkeit Venizelos abzuwarten, schon jetzt aber den Kretamächten zu eröffnen, daß die Pforte, im Falle der Bestätigung der Wahlen energisch vorgehen werde. Einem Gerüchte zufolge beabsichtigt die Pforte den Eintritt der Kreter in die gne** chische Nationalversammlung keineswegs zu dulden und die endgültige Lösung der Kretafrage auf Grund der Autonomie, im' jetzigen Augenblick als die geeignetste zu verlangen. Dec Minister- rat hat weiter beschlossen, das Memorandum der griechischen reputierten nicht anzunehmen, da die Deputierten solche Beschwerden nur der Kammer unterbreiten dürften. Der Ministerrat hat endlich beschlossen, die morgen stattfindenden Wahlen der griechischen Gemeinden Konstantinopels für die Nationalversammlung des Patriarchats nicht zu verhindern, aber die Gewählten ver- antwortlich zu machen respektive ihnen die Teilnahme an der Versammlung zu verwehren. Petersburg, 28. Aug. Der Kaiser ernannte König Nikolaus von Montenegro zum Generalfeldmarschall der russischen Armee, den Erbprinzen Danilo zum russischen Generalmajor, Prinz Mirko zum Oberstleutnant. Peter Hof, 28. Aug. Der Kaiser und die Kaiserin» mit dem Thronfolger und den Prinzessinnen - Töchtern sind heuty abend 7i/2 Uhr von hier abgereist. Fiume, 28. Aug. .Ein aus drei russischen Schiffen bestehendes Geschwader ist hier eingetroffen, um den G r 0 ß fü r st en Nikolai Nikolajewitsch zu erwarten, der sich im Auftrag des russischen Kaisers am Mittwoch von hier nach Cetinje begibt. Cetinje, 28. Aug. Um 5Vr Uhr wurden die Festlichkeiten durch Glockengeläute und Kanonenschüsse etngdeitet Musikkapellen durchzogen die Stadt. Um 9 Uhr begann die festliche Beleuchtung. Um 10 Uhr brachte die Bürgerschaft beim .Herrscher einen Fackelzug. Fürst Nikolaus empfing heute früh eine große Anzahl Abordnungen aus dem In- und Auslande. Um 10 Uhr vormittags fand die Einweihung des neuen Regierungsvalastesi statt, daran anschließend die Grundsteinlegung für ein Kinder- Hospital und eine chirurgische Klinik. Ter serbische Kronur i n z ist heute nachmütag hier eingetroffen, der Empfang ge* stattete sich sehr herzlich. Graf Aehrenthal und Marquis di San Giuliano, Rom, 28. Aug. Der Minister des Aeuherir Marquis di San Giuliano ist in Begleitung seines» Kabinettchefs heute vormütag .nach Salzburg abgereist. Wien, 27. Aug. Das „Fremdenblatt" widmet denn Marquis di San Giuliano anläßlich seiner bevorstehenden Begegnung mit dem Grafen Aehrenthal einen? herzlichen Begrüßungsartikel, in welchem es heißt: Aus gründlichen theoretischen Studien, die der italienische! Staatsmann als Politiker trieb, zog er dieselbe Schlußfolgerung, für seine Ministertätigkeit wie alle seine Vorgänger in der consultä, die an der Verstärkung der italienischen Pfeiler des Dreibundes mit großer Hingebung gearbeitet haben. Als ihr Nachfolger ist San Giuliano durchaus der Mann, die italienische äußere Politik aus dem Schatze eigener Erfahrungen zu bereichern. Nicht nuH in seinem Vaterlande weiß man, daß dieser von klaren Anschauungen geleitete Staatsmann die volle Befähigung besitzt, als gründlicher, selbständiger Denker die von ihm vorgefundene Politik mit neuem Leben zu erfüllen und ihr den Stempel seiner scharf ausgeprägten Persönlichkeit aufzudrücken. Das Blatt erinnert sodann an die Begegnung di San Giulianos mit dem deutschen Reichskanzler und schließt: Der Dreibund und in seinem Rahmen das Der« — Blücher als preußischer Gefangener. Tas preußische Heer kann am 29. August einen seltsamen Gedenktag ieieru. An diesem Tage vor anderthalb Jahrhuitderten wurde in einem Scharmützel zwischen preußischen und schwedischen Husaren der schwedische Kornett Gebhardt Leberecht v. B l ü ch e r von den Preußen gefangen genommen. Das sonst ganz imbcbentcnbe Gefecht hat daburch historische Wichtigkeit erlangt. Die Sache verhielt sich so: Der bekaimtlich 1742 in Rostock geborene Kriegsheld war ber jüngste von sieben Söhnen, deren Vater, ehemals Hess en - k a s j e l s ch e r Rittmeister, mit einem mecklenburgischen AdelS- sräuleiii v. Bülow vermählt, auf Großen-Rensow in Mecklenburg als Gutsbesitzer lebte. Im Jahre 1757 nun hatte Herr v. Blücher den 15jährigen Gebhardt Leberecht und dessen ein Jahr älteren Bruder zu feinem Schwiegersohn, Herrn v. Strachwitz, Gutsbesitzer aus Rügen, zu Bestich geschickt. Die beiden Knaben rückten dem Schivager aus und heuen sich, von kriegerischem Tatendrang erfüllt, bei dem schwedischen Husaren-Regirnent Spcrrre (Mörner- Ausstellung über Mdhosskunft in der Gewerbeschule zu Nidda. Wer heute hier und dort auf dem Laude die Friedhöfe betrachtet, muß sich sagen, sie gleichen vielerorts einem großen Grabstein lager. Richt Friede und Stille, sondern Unruhe und Unbehagen, zumal schreiender sozialer Unterschied, tritt einem da entgegen. Da ist eö mit Freuden begrüßen, toenn Männer mit tiefsinnigem Verständnis für bic heiligen Gefühle der Meirschenseele und ihres Volkstums, diesen trostlosen Verhältnissen durch echte, ansprechende Volkskunst auf den Friedhöfen entgegentoufen. Das bezw-eckt and) die Ausstellung überFriedhofstünft in der Gewerbeschule zu Nädda. Schon die ganze Anlage dieses Friedhvssrnodells wirkt. Wie finniq sind Familien- und Reihengräber angeordnet. Keine großen schreienden Kreuze treten uns hier entgegen, sondern die unseren lieben Alten noch wohlbekannten Grabsteine, igr welchen das Kreuz ein- * Professor Maniegazza f- Spezia, 28. Aug. Der Physiologe und Anthropologe Professor Paolo Mantegazza ist heute morgen in seiner Billa in San Derenzo gest 0 rben. Der berühmte Gelehrte, dessen medizinischen Werke, namentlich so weit sie das Liebesleben vehandeln, stark gelesen und besprochen werden, hat ein Alter von 79 Jahren erreicht. Er uwr am 31. Oktober 1831 zu Monza als Sohn eines Friedensrichters geboren worden. Seine Mutter war die durch ihre philanthropischen Anstalten und durch, chre Vaterlandsliebe bekannte Daura Solera. Rach dem Besuch der Universität Pavta machte Mantegazza Reisen durch ganz Europa und begab sich dann als Arzt nach Südamerika, wo er sich vermählte und vier Jahre lebte uitb späterhin noch zweimal weilte. Bon 61—69 war er Professor der pathol. Anatomie in Pavia, und wurde bann Professor der Anthropologie zu Florenz. Bon 1865—1876 war er Abgeordneter, später Senator. Seine Studien führten ihn dann nach Lappland unb nach Indien, die er in einem interessanten Buche geschildert hat. Bon seinen zahlreichen Werken sind namentlich zu erwähnen: Physiologie der Liebe, Studie über die Geschl.-Verh., Hygiene der Liebe, Die Kuirst, glücklich zu sein, Das nervöse Jahrhundert. Sehr bekcumt sind auch seine „Memoiren eines Tierbändigers" geworden. Mantegazza war Mitglied vieler gelehrter Körperschaften. 'So bildet sich also der an sich schon bestehende Gegensatz zwischen England, Frankreich, Rußland auf der einen und Deutschland und Oesterreich-Ungarn aus der anderen Seite im Feuer der Balkanfragen immer mehr heraus. Der Dreibundsmacht Italien ist aber seit Abschluß des Mittelmeerbundes und seit Raeconigi nicht mehr zu trauen. Erklärte doch erst vor ungefähr 14 Tagen ein halbamtliches italienisches Organ unter dem Beifall fast der gesamten Presse, daß die italienischen Staatsmänner niemals daran gedacht hätten, in einem Zwiste Deutschlands und Oesterreich-Unqarns mit den Weltmächten auch nur einen Kanonenschuß auf ein englisches oder französisches Schiff abzugeben. Mit dieser, den Dreibundsvertraa praktisch illusorisch machenden Haltung Italiens wird man immer rechnen müssen, mögen and) morgen in Salzburg ber italienische Minister des Auswärtigen, Marquese di San Giuliano, und sein österreichisck)-ungarischer Kollege sid) noch so sehr die Hand schütteln und der offiziöse Draht orbi et urbi verkündigen, daß zwischen Oesterreich- Ungarn und Italien alles in Ordnung sei. Denn Italien» ist ein durchaus demokratisches Laub, in bem es nur auf bic Bolkssttmmung, nicht auf bie Meinung ber Minister anfommt. Die Volksstimmung ist aber durchaus antiöster- reichisch, nicht nur aus Argwohn gegen die Wiener Politik auf dem Balkan, sondern aud) wegen der Behandlung der in Oesterreich-Ungarn lebenden Italiener, ganz ab-i gesehen von dem sich immer mehr herausbildenden Gegensatz zwischen romanischer und germanischer Wesensart. Kann man so der Ministerzusammenkunst von Salzburg nur mit recht geringen Erwartungen entgegensehen, so sind die Aussichten, daß der Besuch des Zaren in Friedberg auf die internationalen Gegensätze irgendwie ausaleichend wirken könnte, noch viel geringer. Es ist ja freilid) immerhin ein gutes Zeichen, daß wir die Gewißhett haben, Kaiser Wilhelm wird im Laufe der nächsten Wochen mit dem Zaren zusammenrrefsen. Aber das gilt doch nur bis zu bem Grabe, daß es zwischen Deutschland und Rußland augenblicklich keine direkte Versttmmung gibt. Auf einem aanz anderen Blatt steht das seit der Balkaupolitik des Grafen Aehrenthal gespannte Verhältnis zwischen Petersburg und Wien, das solange nicht aus der Welt zu schaffeu sein wird, als nicht auf dem Balkan die Entscheidung so oder so gefallen ist. Auck) töimtc der Zar, selbst wenn er wollte, Oesterreich-Ungarn gar nicht die Hand zur Ver^ söbnung bieten, wenn die in Rußland allmächttgen Pan- ssavisten nicht über den Verrat an den Balkanflawen zetern sollen. Dem Zaren sind also ebenso die Hande gebunden, wie dem Marauese di San Giuliano. Das äußerste, was man von Friedberg und Salzburg erwarten kann, ist eine Vertagung des zwischen Slawen und Romanen auf der einen und den Germanen auf der arideren Seite vorbereitenden und an den Baskanfragen sich erhitzenden Kon- ssikts. Es wird und muß einmal zum Austtag kommen, und die Krönungstage von Cetinse, die Schwiegersohn- polittt König Rikitas' sind es vielleicht, die zu seiner (5p plosion die Minen legen, gegen die die Gegenminen von Salzburg und Friedberg nicht stark genug sind und auch nach Lage der ganzen Verhältnisse nicht stark genug sein können. * gearbeitet, bezw. ausgehauen ist. 9(ud) können auf solchen Steinen leicht die Symbole des Berufes des Entschlafenen angebracht werden, z. B. zwei oder drei Aehren bei einem Landmann, das betreffende Meisterzeichen bei einem Handwerksmeister u. s. f. Neuen diesen ansprechenden jGrab- steinen finden wir auch schlichte, ziervoll gearbeitete Holz- kreuze und dann solche aus Schmiedeeisen; letztere mit den in alter Zeit so gebräuchlichen Kästchen, in welchen Name, Text usw. des Verstorbenen eingelegt und so vor dem Wetter geschützt waren. Das edle, echte Handwerk fomnü so aud) hier wieder zu seiner^vollen Geltung; neben dem Steinmetz und Bildhauer der Schreiner, der Schlosser oder ich will lagen: auch der Dorsschmied. —i Das ganze erhält noch seine besondere Wethe durch die Iiuheplätzchen, die hier und dort zu sinden sind, mit der weißgcstrichenen, bequemen Holzbank, überschattet von den Zweigen des Lindenbaumes. Daß auch der „Manu der Schmerzen am Kreuze" auf dem evangelischen Friedhöfe nicht fehlen sollte und richtig und sinnig angebracht die heiligsten Gefühle in der Seele durch ein solches großes Kruzifix ausgelöst werden, das beweist ein Blick auf den I)ier int Modell dargestellten Friedhof. Fürwahr, mau muß Herrn .Hauptlehrer Höhlt, der Seele des Ganzen, dankbar fein, daß er aud) in dieser Beziehung in so feinempfundener Weise seine bekannten Meute dem Volks ganzen zur Bersügung stellt. Neben dieser 2lusstellung finden wir nod) viel Belehrendes und 9lnsprcchcndes in jenen Räumen, was durchweg der Heimatkunst, dem ehrlichen Handwerk und der Volksbildung in sozialer und veredelnder Hinsicht dient. Darüber wohl ein andermal! 0. V.-R. Husaren) als Freiwillige auinehmen. Bei einem Streüzug nun, den am 29. August 1760 bie preußischen Husaren bes KoÜingschen Regiments unternahmen, fiel ber jüngere Kornett Blücher den Preußen in die Hänbe. Aber er hatte sich in biesem Geiecht so tapfer gezeigt, baß Oberst Betling bavoi: vernahm; er ließ sich betr Gefangenen vorführen, unb Blücher zeigte hierbei ein so frisches, keckes, echt solbatisches Benehmen, baß Cberft Betling ben Jüngling überrebete, ins preußische Heer überzutreten. Des großen Jriebrichs Ruhm leuchtete bamals hell genug, um einen tapferen Jüngling zu locken, sich solchem Kriegshelben anzuschließen, unb so, beburüe es keiner großen Uederrebungskunst von feiten Bellings. Blücher marb preußischer Kornett unb Betling nahm ihn sofort als feinen Abjutanten auf. Auf biese Weife gewann vor hunbertjünfzig, Jahren Preußen feinen volkstümlichsten Helben. — Großher mögliches Landesmuseum. Im Oft* Hügel bcs Kupserstichkabinetts ist eine 2lusskellung von Rcpro- buktioncn veranstaltet worden, die den Entwickelungsgang der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts veranschaulichen soll. Die ausgestellten Blätter sind zum größten Teil vorzügliche Kohle-- drucke, bie die Firma Ad. Braun, Dcnmach u. Paris, ourch Vermittlung ber Hofbuchhandlung Johs. Waitz dem Museum ge-- liehen hat. Die Ausstellung ist vom! 27. 2tugust ab auf bie Tauer von 4 Wochen dem Publikum zugänglich. Später wird eine Llusstellung folgen, bie in ähnlicher Weise bie Entwicklung ber deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts barftellen soll. Die 2tusstellung von FarbenhruckLN ÜU .Westflügel des Labiuclts bleibt vorläufig noch bestehen. h. Mainzer Stadttheater. Durch den Umbau dcS Theaters und bie Tieferlegimg des Orchesterraumes war eine Orchester probe notwendig, um zu sehen, ob die Veränderungen bic Akustik ungünstig beeinflußen. Im allgemeinen bat man keine Veränderungen wahrgenommen; bie Töne der Instrumente klingen sogar feiner und edler als seither. Man ging bei der Tieserlegmtg des Raumes allerdings za weit und die Sitze einiger Orcheftermitglieder müssen daher erhöht werden. Auch beim Gesang fand man keinerlei Veränderung ber Schallwirkung. — Fernsprecher Paris-London. Die Versuche mit dem neuen Fernsprechkabel zwischen Dower unb Kap Grisnez- haben nach einer Erklärung des englischen Hauptpostamts so be- friebiflenbe Ergebnisse gezeitigt, daß von ber frmtzösischen Regierung in kurzem eine zweite Linie gelegt werden soll. Sie wirb parallel mit der unlängst vollendeten laufen, die in ivenigen Wochen dem Publikum eröffnet werben soll. Die neue beHcrung bcs Fernsprechverkehrs zwiscbcn Frankreich unb Eng» lanb wirb besonders ben Handelsverbindungen zugute kommen, da burd) bas neue Kabel bie Gebühren erheblich ermäßigt werben? fallen. Tic neuen Versuche ermutigen auch zu der Hoffnung.- daß bic Fernsprechverbilidung zwischen Englanb unb Deut|ck>lanbj bald nicht mehr LNtzcr bem Bereich ber Möglichkeit liegen ivir^ Rr. Äül Erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 20. August 1810 ■öfcftmr AmeiaeM Land- W ■ ■ ■ W W WM auswärts 20 Pfennig, wirtschaftliche Zeitfragen ® M M W V " Chefredakteur: A. Goetz. Fernsprech-Anfchlüsfe: ß f fign/ japT Verantwortlich für den für die Redaktion 112, _ 9 Ä < M politischen Teil: August ZW Seneral-Anzeiger für Sberhchen -MM !ur b.e T-gkrnttmmer Hototionsörad und verlas der vrühl'schen Univ.-Such- und Steinöruderci H. Lange. Redattion, Expedition und Druckerei: Lchulftrahe 7. bis vormittags 9 Uhr. 3 1 ____________________________ ______________ Die Kussifizierung Finnlands. Ausland. Sport Geschäftsleute dadurch schwer geschädigt würden. Der Gemeinde- rat hat sich dieser Tage mit der Frage beschäftigt und ersucht in seinem Beschluß die Bahndirektion, ein anderes' Projekt auszu- arbeitcn, falls die Verhandlungen mit den Besitzern des Geländes am jetzigen Bahnhof scheitern sollten. Leider wird durch die Verzögerung des Bahnhofsumbaues auch der schon beschlossene Bahnbail Alsfeld—Niederaula hinausgeschoben. Nieder-Ge münden, 29. Ang. (Geflügelschau.) Der Kreisgeflügelzuchtverein Alsfeld veranstaltet unter Mitwirkung der Landwirtschastskammer am 17. und 18. September eine Geflügelschau in Nieder-Gemünden. Da sic nach dem Arbeitsplan der L. K. für die Bezirke 6 und 7 vorgesehen ist, so sind ausstellungsberechkigt nur Züchter aus den Orten N.-Gemünden, Rülfenrod, Ehringshausen, Otterbach, Hainbach, Elpenrod, Burg-Gemünden, Bleidenrod, Büßfeld, Schadenbach, Deckenbach, Höingen, Gontershausen, Haarhausen, Ofleiden, Homberg. Weitershain, Flen- sungen, Merlau, Kirschgarten, Wettsaasen, N.-Ohmen, Berns- feld, Atzenhain, Lehnheim, Ruppertenrod. O.-Ohmen, Ilsdorf, Groß-Eichen, O.-Seibertenrod und Stangenrod. Jeder Züchter muß zugleich Mitglied eines von der L. K. anerkann- Predlgerseminar findet am 31. August die Dekanatssynode unter dem Vorsitze des Dekans Wahl-Beienheim statt. B. Dorheim, 27. Aug. Bei der heutigenGemein.de- ratswahl wurden Landivirt Georg Marl off und Heinrich Faber neu-, sowie Landtagsabgeordnetcr Karl Breidenbach wiedergewählt. der Veröffentlichung in Kraft tritt. Die übrigen Artikel beziehen sich auf Einzelheiten der Verwaltung und die Behandlung der koreanischen Bevölkerung. Aus Soeul meldet dos Reuter-Bureau: Der neue Mrnlsterresident Vicomte Terauchi erklärt, es sei der Wunsch des Kaisers von Japan, daß alle Anstrengungen gemacht würden, die Koreaner fühlen zu lassen, daß in der Einverleibung durch Japan leine Erniedrigung, sondern vielmehr eine Erlösung liege. Die japanische Politik würde auf die Förderung und Entwicklung der koreanischen Hilfsquellen gerichtet sein. Außerdem könne festgestellt werden, daß obwohl mit der Einverleibung die Handelsverträge mit den fremden Mächten hinfällig würden, eine Aenderung der Zollgesetze für-absehbare Zeit nicht beabsichtigt sei. Auch werden Ausländer in Korea dieselben Rechte genießen wie im übrigen Japan. Der Fall des Generals v. Eagern. des Generals Sreibcrm b. öaqttn ntacfit Rechtsanwalt Riemann Breslau in der „Schlei " NN Namen des Oberstleutnants Meersmann solqende Mitteilungen.' ,,Frau Oberstleutnant Meersmann ist seit Jahren gelstes- rSieinlAßburcl’ Wrßluft des Alntsgerichts Breslau vom 1 “ f p^obcr 1308 wiegen Geotesschwäche entmündigt worden nachdem bie Sachverstandrgen eine pathologische Lügen- haftlgkect festgestellt haben. Seit September 1909 ist Frau Meersmann nut -Wer minderjährigen Kindern flüchtig und loird ?ou ber Vormundschaft gesucht. Tic gegen OberstleuNrant erhobenen ehrenrührigen Beschuldigungen entbehren jeder Grundlage. Das zustawdrge Generalkommando des. 8. Armeekorps ist ,----—.--- I ß-; Friedberg, 28. Aug. Der Besuch der Z a r e n- JUvWifcbcs Familie au f Schloß Friedberg ist abermals verschoben Der im Sommer 1906 gegründete Nationale Ar- morden. Wie verlautet, wird der Sonderzug mit der russi- berter-W ah laus schuß, Der keine politische Partei H$cn Kaiserfamilie erst am Dienstag in Friedberg em- ,vckden sondern lediglich die evangelische Arbeiterschaft zur treffen. politischen Betätigung in den bürgerlick>en Parteien an- K. Friedberg, 28. Aug. Die Zentralbei- eb a"n a eTi .“rih p T"Yfen ww, daß sie zu n g s an läge für die Stadtkirche ist vorige Woche in evangeli che Arbeiter ui die Parlamente wählen, er- Angnsf genommen worden; es kommt das Shstein der WabllonkS^Ä^^^ ^ldmittel zur Auffüllung seines Warmluftheizung zur Ausführung. Ter Heizraum wird Wahlfonds. Er verweist darin besonders aus tue Reichs- unter dem nördlichen Querschiff eingerichtet tagsersatzwahl in Frankfurt a. O-Lebus, wo ein ■ - * - ' M uuu* begründer des Nationalen Arbeiter-Wahlausschusses der, Arbeitersekretär Hern:. Dunkel, als Kandidat der konservativen Parteien aufgestellt ist. Der Aufruf glaubt annehmen zu dürfen, daß Dunkel mit dem sozialdemokratischen Kandidaten in die Stichwahl kommen werde, und er hofft ba| alsdann die liberalen Wähler für den konservativen Arbeiterkandidaten eintreten und ihm zum Siege über den Sozialdemokraten verhelfen werden. „ K-l. Aus der Wetterau, 28. Aug. In Groß-s Karben starb Bürgermeister a. T. Peter Lanz. ®r, mar 26 Jahre in der Gemeinde als Beigeordneter und Bürgermeister ;tätig. — Dem Krieger verein Dorn- As s e n h e i m wurde durch Kreisamtmann Tr. G a ß u e r - Friedberg die Kaiserschleife überreicht. Als Vertreter der Hassta war Will-Rendel, als Vertreter des Bezirks Friedberg Dönges-Friedberg erschienen. — In Rendel /—den dieser Tage die ersten Hühnerjagden statt, dabei wurden 101 Rebhühner erlegt. — In M i t t e l g r ün - (Petersburg, 27. Aug. Im Ministerrat wurde, v , .y___________________... beute die Gesetzesvorlage betreffend die Gleichberech- len Geflügelzuchtvereins sein. Außer den von der L. K. ge- ttgung von Russen mit den finnischen Bürgern in währten 8 Ehrenpreisen in bar sind bis jetzt 3 Ehrenpreise Finnland autgeheißen. Die Grundlagen dieser Vorlage rom Kreisgeflügelzuchtverein Alsfeld und einer vom Ge- sind folgende: Ten russischen Untertanen, welche nicht zur slügelzuchtverein Grünberg gestiftet. gehören, werden in Finnland gleiche B. Friedberg, 28. Aug. Gestern um ll Uhr 10 Mm. Rechte wie den Einheimischen zuerkannt. Personen, welche kam die Grostber'oalick^e M m _r . die «Übung einer Reichsschule genossen haben, werden in >ffio(f§aarten m brei%Iutn nnhirrn ,nlt_ ®efo(ge von ihren Rechten denjenigen Personen aleichaestellt, die eine 9,7 rA f L " ()ier an‘ 3« dem ersten entsprechende finnische Schule absolviert haben. Das Recht, Automobil, welchesder Großherzog selbst lenkte, saß noch die den Posten eines Geschichtslehrers an allen finnischen Großherzogin, m dem zweiten die beiden Prinzen nebst Be- Schulen einzunehmen, wird allen russischen Untertanen ß^itung, m dem dritten ein Teil des Gefolges. Im lang, christlicher Konfession nach den gleicheii Grundsätzen lüie iamcn Tempo fuhren die Autoinobile in das Schloß. Hier den finnländischen Bürgern gewährt. Beamte und im wurden die hohen Herrfchaften von Herrn HofmarschaU Frei. Privatdienst stehende Personen, welche dieser Gleichberech- Herrn v. Ungecn-Sternberg, Generaladjutant Hahn sowie 9U^nr2Tlllf^-er Untertanen absichtlich Hindernisse in den Gendarmeriekommandant Oberstleutnant Schmidt empfanaen r1»tl$n $er”oÄ ?fmXn^ei" hlm hatten sich eingefunben: Polizeirat firämer, Major betreffenbe Bezirksgericht Zuständig sein 'soll. In das Dwkwaiw. Die Schulen bildeten Strafgesetzbuch wird ein neuer Paragraph ausgenommen Dom RnthauS bis an bas Burgtor, wahrend die m werden, welcher für dieses Vergehen Geldstrafen von 500 öec.'bl,r9 anwesenden Schulen, Schillerschule, sowie Lehrer« ! Rubel, Haft von einem bis zu drei Monaten und Gefäng- ^mmar, das Spalier vom Burgtor bis an das Schloßtor ms pon zwei Monaten bis zu zwei Jahren unter Verlust bildeten. Auch wurde ein Teil des hier vorübergehend an- beitimmtcr Rechte vorsieht. Die finnländischen Sondern wesenden Militärs zum Spalierbilden eingereiht. Jui Nanien KSk L" ?'bni und Zigeuner bleiben bis zu ihrer Re- der Stadt begrüßte der Beigeordnete Falk, der voin Groß- in Kraft^ treten ®Cfe& foIt am 14' ^'anuar ^11 Herzog im Schloß empfangen mürbe, den Lanbesfürsten, ber Wie die omziöfe „Rossija" mitteilt, billigte ber russischeste 'bincr Ankunft ohne Aufenthalt ms Schloß begeben Mrulsterrat den Gesetzentwurf über die Summe, welche ,^eu^e, fu^c ber Großherzog im Aiitomobll nach das finnische Schatzamt an das Reichsschatzamt bis zur Aus- Bad-Nauheim, die Großherzogin folgte nebst Begleitung im hj[l'Ul'liir'nn nc fi'u’'fd’e'’ Süvger jaoien SBagen. Der Zweck war bie Besichtigung ber neuerbauten BÄ D-- beiben Prinzen, bie vielfach in ben Straßen dort auf, wenn die finnischen Bürger zur persönlichen Wehrpflicht ^^overgs spazteren gehen, erfreuen sich der größten herangezogen werden sollten. Bellebtheck. Der „Ltberö zufolge wird der Minister des Aeußeren, P i ch o n demnächst aus einem Landgute in Ber sun Atonlagne, im "lura- ^epartement den Besuch des türkischen Großwesirs pakki Beniu^ empfangen, pakkl Bey will mit dem Munster Pichon persönlich O übet bie aeflenwartig schwebenden Anleiheverhandlungen konferieren. ! ^wch Blattermeldungen aus K o u st a u t i n o p e l hat der ^~vvv ivi uicuyu^uui, ciu-yt. — i'xiltetgrun- ^."Etenveretn em neues Panzerschiff bestellt. Tie beiden bau werden die Meliorationsarbeiten zur Feldbereiniauna letzten in Deutschland beschafften Torpedobootszerstörer sind dort ausgesührt, sie sind zu 25500 Mk. veranschlaat ___________________________ s. Offenbad), 29. Stug. (Tel.). Auf bem hiesigen 2Ius ..x Güterbahnhof würben erhebliche Unterschlagungen «US -taot UNS Lund. entbeett, als bereu Urheber ber bereits vom Dienst suspenbierte Gießen, 29. August 1910. Assistent Kern in Betracht kommt. Bis jetzt sind Unjer- Ernennung. Der Groß Herzog hat den Haupt- schlagungen in Höhe von 600 Mk. festgestellt. K. ging in lehrer an der Gewerbeschule zu Büdingen Hans Becker bec ^gel morgens als erster auf das Bureau, nahm mit zum Hauptlehrer an der Landesbaugewerkschule mit Wirkung Nachnahme belastete Frachtbriefe und erhob das Geld für sich, vrnn 1. Oktober 1910 an ernannt. I ch- Bingerbrück, 28. Aug. Der Ehrenbürger unserer ’* Kriegerverein Gießen. Am aestriaen Sonnwa begeht morgen — 29. August — hielt der Krieaerverem sein mLrhtWt r ,n.9en Sonntag fernen 91 Geburtstag. Dem Jubilar, der täglich noch mit ge- S ba.Xl J L",. mit der suubem Appetit unb bei vorzüglichem Wohlbesiubeu'se i n HAttris zmische« Oesterreich-Ungarn und Italien ist schon lange dem Alltagsgetriebe und den mehr oder minder zu- ,fälligen Verschiebungen der internationalen Posittonen entrückt und bildet für die drei Monarchien die unerschütter- lichc Achse ihrer Politik.___________________________ Der Kaiser in Danzig und in Marienburg. ^^uzig, 27. Aug. General von Mackensen kommandierte die heuttge Parade. Auf dem linken Flügel des ersten Treffens stand die Marine, ettva 3000 Mann. Das gesamte Landungskorps der Hochseeflotte stand unter dem Kommando des Kvntreadmirals Grabow. Es bestand aus drei Landungsdivisionen vom ersten Geschwader, vom zweiten Geschlvadcr und von den .Kreuzern, deren kede zwei Infanterie- und eine Artillerieabteilung hatten. Der Kaiser bestieg schon vor 10 Uhr seinen Schimmel und begann das 'Abreiten der Fronten. Neben ihm ritt General v- Mackensen. 'Es folgte die Kaiserin zu Pferde, sowie der Kronprinz, dahinter die Kronprinzessin, die Prinzessin Eitel Friedrich sowie Prinzessin Viktoria Luise in der Unifomn der Leibhusaren mit der Feldmütze, Prinz Eitel Friedrich, Prinz Adalbert und die Prinzen August Wilhelm und Oskar, sowie Herzog Albrecht von Württemberg. In der Smte ritten auch die türkischen und brasilianischen Gäste des Kaisers. Nach dem Abrciten des zweiten Treffens passierte der Kaiser mit sämtlichen Prinzen und den fürstlichen Damen die K ri e g e r v e r e in c, die in der Zahl von 10000 Mann angetreten waren, eine Gruppe Reserve- und Landwehroffiziere und die Kriegsschule Danzig. Der Kaiser nahm auf dem Puradeselde noch militärische Meldungen entgegen. Die Kaiserin und ihre Tochter begaben sich zu Wagen mit einer Eskorte auf die Werst. Der Kaiser ritt an der Spitze der Husaren zur Werft. Der Kaiser -verlieh auch hier wie in Königsberg den Regimentern die Wüste des betreffenden Chefs und zwar dem Infanterieregiment Nr. 18, dem Infanterieregiment I Nr. 59, dem Kürassierregiment Nr. 5 und dem Ulanen- regiment Nr. 4. v ir£$ S,!1 .9' 27 Aug. Der gesamte Hof begab sich um o Uhr 30 Min. nach Marienburg, wo im Schloß Parad e- dtner für das 17. Armeekorps stattfinden soll. 5 . -^^rienburg, 27. Aug. Das Kais er paar wurde ber feiner Ankunft festlich empfangen. Die Schulen bildeten von dem Nogatbahnsteig bis nach Marienburg Spalier. x$n der alten Burg hielten auf den Höfen und Gängen Ordensritter mit Schild und Lanze Wacht. Bei der Tafel brachte der Kaiser folgenden Trinkspruch aus: Mein Toast gilt heute dem 17. Armeekorps, dem ich schon draußen — unb ich wiederhole dies hier — von ganzem Herzen Nieinen Glückwunsch ausgesprochen habe zu der vorzüglichen SarücSfv . i)at heute im Verein mit der Marine Deutschen Reichs gewissermaßen versinn- 0110110)1 rle Haltung der Truppe auf der Parade gewährleistet I mir daß ihre kriegsmäßige Ausbildung meinen Wünschen ent- Ipricht. -öd) werde sie im Manöverfelde wieder treffen und spreche I ttmen int voraus meinen herzlichsten Dank aus für die Fricdens- Krbeit, die |ie mit hingebender Arbeit und Aufopferung geleistet Vabcn. Sie können nur stolz auf das Resultat sein, die Zu- fnedenheit ihres Kriegsherrn haben sie sich erworben. Das! 17. Armeekorps Hurra! Hurra! Hurra' Marienburg, 27. Aug. Bei der Abfahrt der Maiestaten aus Marienburg um 9i/2 Uhr bildeten die mit Fackeln Spalier von der Burg bis zur Haltestelle. -iie Majestäten fuhren im Sonderzug zur Werft I und gingen an Bord der „Hohenzollern". 281 ^"9- Die Kaiserin besuchte heute vor- »nittag das Diakonissenhwus. Um liy2 Uhr wurde auf dem kleinen Exerzierplatz an der Langfuhrer Allee Feld- ^ottesdienst abgehalten. Es nahmen daran teil der Kaiser! ~!e Kaiserin und die gesamte hier anwesende kaiserliche Familie Um 12V2 Uhr waren im großen Sitzunqs-- saatt des Landeshauses die Mitglieder des Provinzialaus- schuises und des Provinziallandtages versammelt. Hier- nach wurden die Majestäten in den Saal geleitet,' wo Graf v. Kehserlmgk in einer Ansprache im Namen der treuen Provinz Westpreußen tuen Majestäten einen | tief empfundenen begeisterten Willkommengruß darbrachte Die Lestpreußen seien sich bewußt, rote viel sie ihren Koggen von den Zeiten Friedrich des Großen her ver- dankten. Heute spreche er seinen besonderen Tank aus str die Forderung von Äulturrocrten ersten Ranges, die f,e8u li -ru n g d er N° g a t un d für di e Srcherung des Weichselstroms. Ter Redner schloß mit einem erneuten Gelöbnis der unwandel- baren Treue und bot dem Kaiser den Ehrentrunk Der!' Karger erwiderte: Namen Ihrer Majestät der Kaiserin, in meinem! Namen und im Namen meiner Kinder spreche ich dem west- ^n^?9C -Oh [Sine - Huldigung meinen herzlichsten n\xd) sehr„gefreut, Ihr Haus hier auszusuchcn ^lttc -trete“ V können. Das Wohlsein und die Entwickelung der Prlwinz Westpreußen liegt mir ebenso am Herzen : wie meinen Vorjahren, ,und es ist mir eine Freude in chre Fuß- faWeit SU treten und die großen Werke der Provinz in ihrer 8U ^kfen. Mögen die von Ihnen erwähnten Arbeiten der Provinz zum Segen gereichen. Ihnen aber, meine |l Herren, versichere ich, daß die Gefühle der Liebe und Trei.^ Sedanseier im ------ö""' ucl|Hu'kwlu uecl vorzuglicyem Lpoyivesinoen leinen, denen Sie so beredten Ausdruck verliehen bäben fipi i bd9 b* ®cr cr^tc Vorsitzende Stoppen zu trinken pflegt, werden von allen Seiten iAen warmen Empsindungen für die Provinz' auslösen b£e ^acuP[,na^t n- Gabriel begrüßte mit einem Rückblick herzlichsten Glückwünsche dargebracht. • M--e G-ttes Segen auf "der Pr°^W;bEschE »»Ml m.t einem Hoch «uf ftat|er und Grobherzog. Konzert, Preis- Frankfurt a. M.. 27. Aug. (Prioat-Telch Das ( s ™ und Kinderspiele sorgten für Unterhaltung, siroße Laos ber Sport und Spiel-Ausstellung im Preise von i and) über Ostdeutschland und der Ostsee em Hochdruckgebiet lagert, so werben doch wegen der Nähe des westlichen Wirbels wiederholt, besoiiders nachts, Reget! eintreten. Wetteraitssichten in Hessen am Dienstag dem 30. August 1910: Wiederholt Regenfälle, dazwischen zeitweise ausheiternd, etwas ■ kühler, lebhafter Südwest. * Auf Sine kurioss Weise verriet sich in Ostende ein Einbrecher, so daß er, ohne den geringsten Widerstand zu leisten, verhaftet werden konnte. In der Nähe des berühmten Seebades liegt die Villa Merkur abseits auf einem kleinen Hügel. Eines Abends hatten deren Bewohner eine Mondscheinfahrt unternommen, und es befand sich in dem ganzen Hause außer der Wirtschafterin nur ein junger Mann, ein Chemiker, der ich — weil er krank Ivar — frühzeitig schlafen gelegt hatte. Die Abwesenheit der Bewohner hatten zwei Einbrecher benutzt, um der Villa einen Besuch abzustatten. Während nun der eine Schmiere stand, kletterte der andere auf den Balkon und gelangte von dort aus zufällig in das Zimmer, in dem der junge Mann, chlief. Dort durchwühlte er alle Schränke und Schubladen und üllte sich die Taschen mit wertvollen Gegenständen. Er war ’tfjon wieder im Begriff, mit seiner Beute zu verduften, als er auf ein kleines Kästchen ausmerksam wurde, in dem sich ver- chicdene Chemikalien befanden; u. a. lag auch ein Schächtelchen mit Niespulver dabei. Wahrscheinlich hatte der Spitzbube bei dem Durchsuchen des Kästchens sich nicht genügend vorgesehen. Denn plötzlich drang ihm eine Wolke dieses Pulvers ins Gesicht, so daß ihm die Augen übergingen. Und nun fühlte er einen, unwiderstehlichen Reiz, zu niesen. Nur kurze Zeit vermochte er dieses Gefühl- zu unterdrücken. Dann aber „pl. ipte" er los. Der junge Chemiker vernahm die unartikulierten Laute. Er übersah ofort die Situation, sprang aus dem Bett und hielt dem Ein- irecher den Revolver „unter die Nase". Tas war aber absolut nicht nötig; der Spitzbube hatte so viel Niespulver verschluckt, daß er ununterbrochen krästig niesen mußte und dadurch direkt kampfunfähig gemacht wurde. Zufällig gelangten auch die Ausflügler an. Als sie der Spießgeselle des Einbrechers bemerkte, verschwand er schleunigst. Der andere aber wurde dingsest gemacht. Er machte sich über die Art, wie er sich verraten hatte, noch obendrein lustig. * Eine mysteriöse Spiritistenaffäre steht^ zurzeit int Mittelpunkte des Interesses der Einwohner von Florenz. Seit einiger Zeit bewohnt ein Fräulein Emma Krause die Villa Bonci bei Florenz. In idrer Nachbarschaft nahmen in der Villa Mazzuoli ein angebliches deutsches Apothekerpaar Behnke und eine Frau aus Hannover mit ihren zwei, Kindern Wohnung. Bei diesen weilten seit dem Mai die Spiritisten Albert und Hermine Grote zu Besuch. Es wurden spiritistische Sitzungen abgehalten, bereit Kosten Fräulein Krause trug. Die Geister scheinen alles vorhanbene Geld in die Hände des Apothekenbesitzers gespielt zu haben, der auf großem Fuße lebte. Als sich die Polizei mit Dem Geisterhaus befaßte und den Apotheker und seine Frau verhaftete, stellte sie fest, dwst diese schon von der deutschen Polizei gesucht seien, und daß die angebliche Frau Behnke eine Frau Sander, die Gattin eines deutschen, Eisenbahnbeamten ist. Die Polizei verhaftete ferner einen gewissen Viktor Blank aus Berlin. Bei diesem fand man einen aus Berlin datierten und von Albert und Hermine Grote unterzeichneten Brief, in dem cs heißt: „Das Geld der alten Jungfer Krause ist Wucher gelb und muß vollständig für unser Geschäft aufgebraucht werden." Ein anderer, aus Leipzig datierter Brief roüii)cl)t Vixtor Blank Glück zu seinen spiritistischen Unternehmungen. Fräulein Krause bemühte sich um die Freilassung der Verhafteten, die Polizei weigert sich, die Festgenommenen auf freien Fuß zu setzen. Kleine Trrgcschronik. Der Leiter des St.Lazaire-Spitals in Paris, Dr. Emery, der Geheimrat E h r l i d) in Frankfurt besucht uud vou ihm eine Anzahl Dosen des Präparats 606 erhalten hat, erklärte einem Berichterstatter, daß die Entdeckung Ehrlichs einen großen Schritt vorwärts bedeute im Kampf gegen die Lues. Briefkasten der Bedaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) „Ein Abonnent." Ter Zusaimnentritt wird von Fall zu Fall beflinimt. Unsere Erkundigungen blieben erfolglos. Griginat-Draytmelöunsesr« Ein Cholerasall in Spandau? Berlin, 29. Aug. Gestern Dormittag erkrankte der Ehemann einer am Samstag an Fleischvergiftung unter. choleraähnlichen Erscheinungen gestorbenen Frau in Spandau. Da die Kcaitlljeitserscheinung als verdächtig angesehen wurde, erfolgte seine Uebersührung nach Der Isolierbaracke des Krankenhauses. Der Regierungspräsident in. Potsdam, um authentische Auskunft gebeten, erklärte, daß die Cholera in Spandau noch nicht fest gestellt sei. Tas Ergebnis der Untersuchung müsse abgekartet werden. Gleichwohl! seien sofort alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, im Falle es sich um .Cholera handeln sollte, eine Weiteroerbreitung zu verhindern, Wahlen in Portugal. vom Fürsten Eulenburg. Berlin, 27. Aug. Die von einigen Blättern gebrachte Mitteilung, daß das Verfahren gegen den Fürsten Eulenburg von der Staatsanwaltschaft auf zwei Jahre sistiert worden sei und daß der Fürst innerhalb dieser Zttt von allen, gerichtsärztlichen Untersuchungen verschont bleiben solle, daß ferner die Staatsanwaltschaft dem Fürsten auch kein Hindernis in den Weg legen würde, wenn er eine Erholungsreise antretm wolle, ist, wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, nach einer Mitteilung des ersten Staatsanwalts beim Landgericht Berlin I, des Oberstaatsanwalts Preuß, unzutreffend. Tie angebliche zuverlässige Quelle, so bemerkt bie_ „Nordd. Allg. Ztg.", woraus die Nachricht des „Tageblattes" stammt, mag zwar Einsicht in Die Gcrichtsakten gehabt hab:n, sie ist jedoch weder über Die Absichten der Staatsanwaltschaft noch über deren anderweitig verfügte Kontrollmaßnahmcn unterrichtet. 45 Abgeordnete geschätzt. Ein Zwischenfall in Belgrad. Belgrad, 28. Aug. Während der Aufführung der von dem Fürsten Nikolaus von Montenegro verfaßten dramatischen Dichtung „Die Ballanzarin" im serbischen Nationaltheater ereigneten sich st ü r m i s ch e K u n d - gedungen gegen den Fürsten. Als der Vorhang! aufging, wurden aus der Galerie Pfuirufe laut, gleichzeitigbegann ein Pfeifen und Schreien. Trotz des Einschreitens der Polizei dauerte der Lärm während Der ganzen Vorstellung an und setzte sich nach Schluß auf der Straße fort. Todes-Anzeige. Gestern abend 8V2 Uhr verschieb sanft nach kurzem schweren Leiben mein geliebter Mann, unser guter Bater und Bruber Herr Anton Zirbns im 43. Lebensjahre. . , Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fran Katharina Zirbus, geb. Walter u. Kinder. Gießen (Kaiser-Allee 40>, ben 27. Aiigun 1910. Die Beerdigung findet Dienstag den 30. August, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4öo3 ke. Frankfurt a.M. V i e h h of-M a r k t bericht vom 29. Ang. Auftrieb: Rinder 1456, darunter Ochsen 519, Bullen 91, Kühe 876, Kälber 278, Schake 229, Schweine 1769. Tendenz: Rinder gedrückt, Uebcrstanb, Kälber lebhaft, geräumt. Schafe ruhig, Schweine mäßig rege. Preis pro lOOPsdL * Idyllisches aus Cetinje. In Cetinje ist das neue montenegrinische Parlament zusammengetreten, um Montenegros Erhebung zum Königreich ju proklamieren. Wird dieses Ereignis die patriarchalischen Sitten und Gewohnheiten des Fürsten Nikolaus und seiner Familie irgendwie wandelit und 'ändern? Ein Berichterstatter des „Piccolo", der gelegentlich Der Vermählung der Prinzessin Helene von Montenegro mildem damaligen Kronprinzen und letzt regierenden Äöntß von Italien in Eetinje weilte, erzählt allerlei von dem idyllischen Leben des montenegrinischen Hofes. Es war an einem Sonntag, und es regnete in Strömen. Der Berichterstatter, der vom Fürsten empfangen werden sollte, wartete int Erdgeschoß des unscheinbaren. Palastes in einem Zimmer, dessen nach Der Vorhalle führende Tür weit geöffnet war. Plötzlich stürzte, ganz durchnäßt, aber trotzdem fröhlich lachend und scherzend, eine ganze Schar junger Damen ins Haus. Die eine von ihnen schloß rasch ihren Regen- chirm, Tief den anderen ein paar fidele Worte zu, stieß eine Tür auf und verschwand. Das war die künftige Königin von Italien, Die soeben aus Der Kirche heimgekommen war. Fürst Nikolaus mußte in diesen Tagen mehreren echt nationalen Banketten beiwohnen; wenn bet diesen Festmahlzeiten der traditionelle .Hammel auf den Tisch kam, nahm der Fürst sein Dolchmesser aus Dem Gürtel, um das Tier zu zerlegen und jedem Gast sein Stück zuzuweisen. Der Fürst wirkte auch als oberster Gerichtshof, indem er sich einmal 'wöchentlich unter eine große Ulme setzte und die Klagen seiner Untertanen anhorte. Zu Weihnachten ging der Fürst wie der letzte seiner Untertanen in den Wald, holte sich einen Weihnachtsbaum und trug ihn selbst nach Hause. Die Fürstin Milena empfing ihren Gatten auf der Schwelle des Hauses mit den Worten: „Willkommen, 0 Weihnachtsbaum!" warf dann, wie es die Sitte will, .Getreidetörner über Ochsen. Vollfleischige, ausgcmästcte, höchsten Schlacht- wertes, höchsteiis 6 Jahre alt...... Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemastete............ Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Bullen. Vollsleischige, ausgewachfene, höchsten Schlachtiv. vollfleischige, jüngere .......... Färsen, K ü h e. Vollfleischige ausgem. Fällen höchst. Schlachtw. Vollsleijchige ansgemästcleKühe yöchstcnSchlachi- wertcs bis zu 7 Jahren........ Acltere ausgeinästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen .... Mäßig genährte Kühe und Färsen..... Gering genährte Kühe imb Färsen..... Kälber. Feinste Mast- (Vottniilchmast) u. beste Saugkälber Mittlere Mast- imb gute Saugkälber .... Geringere Saugkälber Schafe. Mastlänuner imb jüngere Masthcumnel . . . Acltere Masthcmnnel unb gut genährte Schafe 35-40 26—33 22—25 Lissabon, 28. Aug. (12 Uhu nachts.) Die Republikaner haben bei den heurigen Wahlen in verschiedenen Bezirken von Lissabon unb Oporto Mehrheiten erzielt. C " ‘r '* 1 — jich die Wahlen in voller Ruhe vollzogen. Außer in Lissabon und Oporto Haven auch in Beja Die? Republikaner bet den Wahlen Mehrheiten erzielt. Dia Wahlen werden nicht vor dem 30. ds. Mts. beendet sein. Die voraussichtliche Regierungsmehrheit wird auf 35 bi£. gewicht Mk. Die Cholera. Wien, 27. Aug. Wie das „Fremdenblatt" meldet, stellte der Arzt bei der am 25. August erkrankten 55 jährigen Arbeiterfrau Hänsel Cholera nostra fest. Die Frau ist gestern nachmittag gestorben. Die Obduktion, die im Laufe des heutigen Tages vorgenommcn wird, wird ein endgültiges Urteil ermöglichen. Wie das „Neue Wiener Tageblatt" meldet, sind noch zwei andere Frauen» als .choleraverdächtig im Franz- Josef-Spital eingeliefert worden, doch stellten sich beide Fälle als harmlos heraus. Prag, 27. Aug. Die Abendblätter bringen Gerüchte über angebliche Eholerasällc in den böhmischen Bahnstationen. Nach zuverlässigen Informationen sind drei Personen aus Rußland über Podwoloczyska nach Böhmen gefahren und in Pardubitz ausgestiegen. Eine vierte Person, ebenfalls aus Rußland, ist in Leikmcritz aus gestiegen. Ta diese Reisenden aus verseuchten Gegenden stammen, wurden sie nach den bisherigen Vorschriften einer fünftägigen Beobachtung unterzogen. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß sie vollkommen gesund sind. Rom, 27. Aug. In den letzten 24 Stunden sind in Barletta elf Erkrank ung en und neun Todesfälle an Cholera vorgekommen, in Andria ein choleraverdächtiger Fall, in Spinazola zwei choleraverdächtige Fälle, in Nuvo di Puglia em choleraverdächtiger Fall, bei dem der Erkrankte gestorben ist, in den übrigen Gemeinden der Provinz Bari hat sich kein neuer Fall ereignet. In Cer ignola wurden außer zwei choleraverdächtigeit Fällen ein Todesfall fest- gestellt, in Trinitapoli Drei Erkrankungen und zwei Todesfälle, in Margherita di Savoia fünf Erkrankungen und Drei Todesfälle, in San Ferdinands di Puglta eine Erkrankung und zwei Todesfälle. Rom 28. Aug. In ben letzten 24 Stunden (von Samstag aus 'Sonntag) wurde in Andria eine .Erkrankung unb ein Todesfall an Cholera festgestellt, in Trant eine Erkrankung und drei Todesfälle, in Barletta sechs Erkrankungen unb vier Tobesfälle, in Moletta zwei Erkrankungen, in Can 0 sa bi Puglia unb in Bitontoje ein choleraverdächtiger Fall. In Cerignola sind zwei choleraverdächtige Fälle vorgekommen, in Trinitapoli fünj Erkrankungen, in Margherita bi Savoia eine Erkrankung unb brei Tobesfälle unb em choleraverdächtiger Fall. Aus ben übrigen Gemeinben der Provinzen Bari und Foggia wurden keine weiteren Fälle gemeldet. ~ Konstantinopel, 28. Aug. Im Wilajet Erz er um wurden acht neue Cholerafälle festgestellt, von denen fünf tödlich Verliesen. * Durchschaut. Herr (zum Soldaten): „So, so, meiner Köchin wollen Sie anbänbebt; nein, lieber Freund, schlagen Sie sich nur aus dem Magen!" * Zerstreut. „Guten Tag, Herr Professor, — einen hübschen neuen Hut haben Sie ba auf, und gar nicht teuer!" — „Ja — woher wissen Sie denn ben Preis?" — „Nun —„es steht doch, vorn groß und breit daran: Sechs Mark sünszig!" * Etikettefrage. „Donnerwetter, da kommt der erste Mann meiner Frau! Muß ich den zuerst grüßen oder er mich?" Hasswäsche ?1 .3-13 (mindestens 30 Pfund trocken ae- Wertze ^den), gewaschen, gebleicht, geblaut und zentrifugiert lausgerungen), also fertig bis sum Trocknen, kosten Mk. 2.10, jedes weitere Pfund 7 Pfa. Trocken-Gclegcnbeit auf unserer mit verzinkten Drähten bespannten Bleiche (der Korb, ca. 30 Pfund, tur 18 Psg.f. Ab unserer Bleiche kostenlose Rückbeförderung in Ihre Wohnung durch umeren Wagen. Dampf-Waschanstalt „Edelweiss“ amerikanische Neupiätterei für Herren-Wäsche Hrofdorfer Str. 12 Telephon 487 * Bei dem am 24. Juli in Stuttgart abgehaltenen Wettschreiben des Deutschen Stenograph enbundes Gabelsberger foniUen von den 2300 Wettschreibern 1719 mit Auszeichnungen bedacht werden: 551 mit ersten, 567 mit zwecken, 423 mit dritten Preisen und 178 mit lobenden Erwähnungen. 174 Personen erhielten für ganz vorzügliche Arbeiten Ehrengaben. Tie Hessen und Hessen-Nassauer, die größtenteils in dem Hessisch-Nassauischen (Mam-Rheiugau-) Verband Gabelsbergerscher Stenographen (Vorsitzender Lehrer W. Müller- Offenbach) organisiert sind, haben insgesamt 338 Auszeichnungen errungen, und zwar 129 erste, 123 zweite, 65 dritte Preise und 21 lobende Erwähnungen. Davon kommen auf 320 Silben 1, 280 2, 260 1, 240 3, 220 5, 200 35, 180 8, 160 52, 140 115, 120 116 Auszeichnungen. 38 Wettschreiber wurden mit Ehrenpreisen ausgezeichnet, u. a. bei 200 .Silben Hans Rolosf- G.ießen. । * Das Grab Napoleons III. Aus London wird berichtet: Das Kaiserliche Mausoleum in der Benediktiner-Abtei- Kirche zu Farnborough, das von der Kaiserin Eugenie als letzte Ruhestätte ihrer Familie mit einem Koftenauswaub von über 2 Millionen Mark errichtet worden ist, hat in letzter Zeck einen bemerkenswerten Ausbau erfahren. Zu beiden Seiten beö_ Hochaltars stehen die Grancksarkophage, die die sterblichen Reste des Kaisers Napoleon III. und des kaiserlichen Prinzen enthalten. Hinter dem Altar führt eine kleine Tür zu dem Kloster, und über dieser ist jetzt ein „Arcosolium", ein von feinem Bogen überwölbtes Nischengraü, wie es die alten Christen in den Katakomben zu bauen pflegten, in die Wand eingclaiien. Der von einem französisch en Architekten entworfene Bogen ist ganz aus Stein gearbeitet. Das Grab selbst ist noch leer unb ist augenscheinlich für Die Gattin unb Mutter bestimmt, die hier bei ihren Lieben Die ewige Ruhe finden will. Märkte. fe. Frankfurt a. M., 29. Aug. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Ain.") Amtliche Notierungen Der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Alk. 20.70—20.75, Kur-hessischer Mk. 20.70—21.00, La Plata Kansas Nik. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 15.15 bis Mk.15.35,Gerste (Wetterauer) Mk.16.00—17.00, Gerste Franken Pfälzer RiedMk.l6.50-17.50,Klcie Mk.00.00-00.00,Hnser(alter)16.00—16.75, (neuer) 15.09-15.25, Mais Alk. 15.00-00.00, Weizenmehl 0 Mk. 30.00 dis 30.25, 2. Qualität Mk. 23.75-00.00, 3. Qualität Alk. 22.25 bis Mk. 00.60, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 Mk. 23.00—23.25, 1. Qualität Mk. 19.00—19.50, 2. Qual. Mk. 00.00 bis 00.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Atk. 9.50, Weizenschale Mk. 00.00—00.00, 9ioggcnkleie Alk. 9.50 bis Mk. 10.00, Malzkeune Mk. 00.00—00.30, Raps Pik. 23.00 - 00.00, Biertreber 12.25—12.60. Alles per 100 Kg. ab hier. , , . , fc. Frankfurt a. M., 29. Aug. (Orig.-Telegr des ,,Giev. Anzeigers".) K a r t o f f e l in a r k t. Man notierte: Frühkartoffeln m Waggons Mk. 5.50—0.00, im Kleinhandel Mk. 6.50—0.00 für je 100 Kg. 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