Die heutige Nummer umfafet 12 Seiten. ’o ö u ß. 2 In der ICkincs Feuilleton p" o i 5. r «■ * puren auf den alten weiten der Wacysoufte i em bedeutender amernanticyer uiiuiirer, oer aus -~a)iui unzweifLltzclft von Lionardo herrühvenoer l pammi, ist m Boston tm 84. Lebensfayre gestorben. ji ' % "'s S» Ä-4 2 5* 31 ;r 2 J 9"^ v? M MA Eß w Siris- 7 $2 „'S -=»is L» >2 "3 :» ■- 2 :v? ’92> c S« T& ® einen Senator „im Allerhöchsten Auftrage" revidiert wer- >en sollen. Auf welche Dinge die Revision sich erstrecken oll, wird nicht gesagt, man kann aber annehmen, daß, ie in dem baltischen Gebiete jedenfalls einen besonderen Aus Oem ungarischen Abgeordnetenhaus. Ofenpest, 25. 5tut. In dec heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte Ministerpräsident Graf K h u e n- Z k» <$ r #t I :f 85 =■??!• ■y -z r=§ 5c C* *. K g« 2»: »edcrvary.es |ct riatfig, das; er im Abgeordnetenhause leine Partei habe, doch hoffe er, daß seine Politik in dec 'Juxttmn Anhänger und sein Appell an die LÜähler Widerhall ftuoen iverde. Ter Ministerpräsident verioahrte sich entschieden gegen bie Ber» bädxtigung, daß er bei den Wal;len verfasiungslvidrige oder uii- nwralische Mittel amvendcn wolle. Er sei, falls die Maioritit oer Nation sich für einen Würdigeren erkläre, jeden Augcnblcch bereit, seinen Platz zu räumen. Er habe seine Stellung nicht gesucht und noch am Tage ferner Berufung einen Politiker vor^ gcsMagen, ber mit der ^sabinettsbclbung betraut iöcrben sollte. Gras Andrassy erklärte, seine Partei würde für das Mißtrauensvotum mir stimmen, falls sie die Verantwortung für die Folgen tragen und die Bildung der Regierung übernehmen könnte. Er werde das Budgcl-Prvvis-'rülM bewilligen. Tie Ber- lvcigcrung des Budgets sei eine ziveisclnreidige Wafse, denn entweder werde das staatlicl)L Leben dadurch arg ge>töct, oder es werde bewiesen, baß man auch ohne ein gesetzliches Budget regieren könne. „ Hierauf ergriff der Ministerpräsident aufs neue das Wort und erklärte, er erblicke, trotz dec weitgehenden Differenzen bo- züglich der Wahlrefvrm in der Rede des Grafen Andrassy eine sympathische Auffassung der Lage, so, daß eine Llusgleichung der Lisseri'n^m zwisrl^en ihnen möglich sein werde. Lharakter tragen wird. Offiziell werden natürlich die Gc> richts- und Verwaltungsbeyördcn revidiert, und es ist auch, nicht ausgeschlossen, daß man dort einzelne Mißstände auf- decken wird. Ao er das wird nach allem, was man hört, und wie sich die Regierung den baltischen Landen gegenüber gesteckt hat, jedenfalls nicht die Hauptsache jein. Diese wird fraglos darin bestehen, durch die Revision Mittel zu gewinnen, um den Einfluß des Deutschtums zu unterdrücken und die Russisizierung des Landes zu fordern. Diesen Zweck verfolgte ja auch vor 28 Jährest üie Revision des Senators uiu> spateren Justizminctters Man ass ein. Jedenfalls haben die baltischen Deutschen gegründete Ursache, der bevorstehenden Senatorenrevtslon mit, Mißtrauen entgegen zu blicken. Fingerabdrücke. Die Ergevistse sollen oann in^erbindung mit dem bisher erschienenen und sonst vorhandenen Beweismaterial in einer Denkschrift verarbeitet werden. — Sott das Ernst sein oder ein Faschingsscherz? — Fund einer antiken Toten st ad t. Dem römischen Mitarbeiter des B. T. zufolge, ist auf einem Ackerseide bei Öppe a No (Verona) eine ausgedehnte teils ovrrämi|d)c, teils römifdje Totenstadt entdeckt morden. (55 wurden bisl)er evoa fünfzehn Gräber freigelegt, in denen man außer wohlerhaltenen Skeletten allerlei Geräte von großem kulturhistorischen Wert fand. Sv unter anderem einen Boonzeeimer mit Handgriff, Glasamphoren, Waffen, Messer, Opfergeräte, Leuckster mit lateinisdum Inschriften, wie „sortis et creseens" usw. Tas sdwnste Stück ist eine mmcderbar ziselierte „Fibula" (Schnalle), nne sie bisher nur im Atuseum von Florenz vorhanden ist. Der älteste Teil dieser Tvtenstadt wird von den Archäologen in das fünfte Jahrtausend vor Christus zurückverlegt. ipc. D'Annunzios Absonderlichkeiten. Gabriele T'Annunzio madTt schon wieder durch seine Exzentritäteu von «ich reden. Er hat fick) neulich auf den Strafen von Floreirz ut rnauvejarbigen Hosen, einer hellvoja Weite und^einem perlgrauen Stock gezeigt. Dazu trug er einen violetten Soimenschirrn und ein gar wckes grünes Hütchen. Mit dem Erfolg seines letzten Luftschiffahrtsromems ist er sehr zuftieden. Bekannten gegenüber l>at er fid) dahin ausyespvoclnen, daß er glaubte, es würde sein letztes Werk sein, da ihin eine Hexe vor 10 Sol;ten pwphezeit habe, er würde den Beginn des Jahres 1910 nicht überleben. Er freue sich, daß diese Boraussage nicht eingetroffeu sei, und daß so Italien sein größter Dichter erhalten worden sei. — >1 a i n 3 hat einen neuen Vertrag mit d e m B n r g» t h e a t e r abgeschlossen. Kainz wird von der nächsten Spielzeit ab sechs, hieraus fieben und später acht Monate im Jahre am Burglheater tätig jein. Kainz fall möglichst m ein ganzjähriges Berpflichtuugsverhältuis 311111 Burgtbealer treten. — Kleine Chronik aus Kunst u u d W i s jenschaf t. Der Schri'lsleller Tr. Gmiav Kutscher, ein langjähriges Vorstands- nutfllicb des Berems Verlmer Presse, ift flefieru un 42. Lebensjahre m Berlin gestorben. — Otto L a r s > e n , der bekannte däuliche und in Skandinavien viel gelesene Reise- und Boheineichrlilfleller, ist inr Alter von 42 Jalrren m Kopenhagen am Herzschläge verschieden. — M u i i k d r r e k t 0 r Charles Zerrahn, em bedeutender amerstaniicher Musiker, der aus Schiverln U Al. R. B. Darmstadt, 25. Jan. Der rheinhcssische Landtagsabgeordnete Adolf P i 11 h a n, Weingulsbesitzer zu Wöllstein in Rheinhessen, hat aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat niedergelegt. Pitthan ist 62 Jahre alt und vertrat seit 8. November 1902 den Wahlkreis Wöllstein-Alzey. Früher war er Kaufmann. Er war Mitglied des Kreis- und Provmzialausschufses. I" Zweiten Kammer war Pitthan während des 33. Landtags nur ,ehr selten, un 3-1. Landtag noch gar nidst ersänenen. — Lionardos Fingerspuren auf der Wachsbüste der Flora. Eine wirkliche Entscheidung über die Echtheit des Werkes scheint endlich in Aussicht zu stehen, nachdem auch die mikroskopischen Wachsuntersuchungen des Weimarer Physikers Prof. Raehlmann nicht als über» zeugende Belege anerkannt worden sind. Wie den Münch, x N. ein Weimarer Mitarbeiter schreibt, glaubt ein dortiger Kunsthistoriker den Streit um das Werk durch eine Unter» Buchung beenden zu können, die sich aus folgenden Erwägungen aufbaut: Der betreffende Fachmann hat vor Jahren an Lionardos Mona Lisa im Louvre zu Paris bei einer technischen Untersuchung des Gemäldes an verschiedenen Stellen der 9Jlaleret deutliche Abdrücke von Fingern, vornehmlich wohl solche von Daumen, fest- bestellt, wie sie nur in die noch frische Farbe übergehen konnten, also ohne Frage vom Mcuer des Bildes, von Liouardo selbst, herrühren müssen. Langivierige Untersuchungen darüber haben dann ergeben, daß sich's dabei wirtlich um Fingerspuren des Meisters handelt. Gelegentlich einer Besichtigung der Wachsbuste im Kaiser-Friedrich- Museum kam nun dem Gelehrten der Gedanke, seine Untersuchungen über jene Fingerspuren für die Feststellung des Wertes der Flora-Büste nutzbar zu macken, und mit Hilfe von so etwas wie Schweißrückständen, die man bei eingehender Untersuchung jener Fingerabdrücke feststellen tonnte und die in ihrer chemischen Zusammensetzung mit Bestandteilen der Wachsoberfläche an der Büste gewisse Uebereiustimmüngen zeigten, hat man denn auch Spuren von Fingerabdrücken an der Wachsbüste gesunden, wie sie, phyfitali ch und chemisch untersucht, aller Wahrscheinlichkeit nach au Lionardo zurückgehen, zumal die Oberfläche der Düfte tels unstreitig auS der Zeit des Meisters [tammr,. Diese Untersuchung soll nun eine Messung nach ber krcmirmlistischen Metyove von Berthetot frönen, nämlich unter Zuyrt,enahme stark vergrößerter Photographien bec Fingeripuren aus den alten Leiten der Wachsbuste uud anderer, s.— Der haushalt der hessischen Staatssorften. R.B. Darmstadt, 25. Jan. Tie heutige Sitzung des Finanzausschusses fand ge- weiNschaMich mit der Regierung statt, welche durch die Herren Staatsrnmister Tr. Ewald, Finanzminister Dr. G n a u t h, Gc Heime rätc Wil brand und Frhr. v. Biege le den und Ministerialrat Süsfert vertreten war. Zunäckyt gab Abg. Mol- 1han, der anstelle des verhinderten Aus, chutzprä, identen dciff Lorsch sülzte, eint Erklärung ab, in der er seststeltte, daß eine in den Blättern erschienene Ptllteilung über feine Stellung zur Landwirrschoft imrid)tig aufgesaßt wurden fei. Er habe keineswegs einen Abstrick) an dem Zuschuß des Staates für die Landw-irtsckxnt das Wort reden wollen. 9tui Vorschlag, des Abg. Tr. Weber soll i, der morgigen Sitzung über dreje Erklärung weitergesprochen ynröciL Zur Beratung stand heute der Haushalt der Kameral-und Forstdvmänen, und in Berbindmrg damit die von der Regierung herauSgcgeber« Denkschrift über die Erllwickelung dec hesflschen Staats forstwirtsä-aft feit dem Jahre 1900. Beim Ä.äpilel: Lokalverwallullgskvsdcn löetben im allgemeinen für Gehalte und 6tiö 795 Plack angefvrdert, darunter für 85 Oberförster an Gehalt und Wohimngsgeldzuschuß 429 599 Mark, für 10 Forstassistulten 26 956 Atark, für Oberförstereiverwalter und Gemlseu 28 000 Ärack, für Tagegelder der Oberförster, Assistenten, Benvaltcr und Gebdfcn 38 650 Ätark, für Beschaffung von Schreibhitfe der Oberförster 67 000 Mark, für Barvergütung für Burcaudedürfnisse 16803 Mark, für Pferdehaltung und Transportkosten der Oberförster usw. 73 240 Mark und für UmzugskostQl des Forstpersonals 3500 Mark. Ter Berichterstatter gab euren längeren Bericht über diese Forderungen und deren Begründung durch die ^Regierung uni) faßte Die iDlctnung der Aus, chußmehrHeck dahin yiiammeu, daß, wie bei fast allen anderen Staatsbetrieben, auch beim Forst- wesen eine gründliche Abänderung und mit Ersparnissen verknüpfte Bereinfachung eintieten müsse. Um diesem Gedanken Ausdruck zu geben, schlage der Ausschuß vor, 7 Oberförster- und 5 Forstassistentenftelleu nur auf den Inhaber zu bewilligen. Abg. Ulrich beantragt dagegen, 10 Oberförster- unb1 7 Fvrst- assrstentenstellen nur auf den Inhaber zu bewilligen und erklärt, daß er mii feinem Antrag nicht die Forstrvirtschast erschweren, sondern lediglich eine neue Prüfung der Frage veranlassen wolle, tttobei man die Oberförster zur Ätitwirkung mit heranziehen solle. Gel-euncrat Milbrand legt dar,, man habe bei ber früheren Organisation des Forstwesens geglaubt, durch selbständige Ober- fÄrstvreien eine rationellere und intensivere Waldwirtsd)aft erzielen zu können und das sei auch geschehen, was die um rund feine Million höheren Einnahmen bewieien. Abg. Mvlthan stäckt als früherer Berichterstatter über die Organisation dcs Forstwesens fest, daß die Vermehrung der Dberförftcreien damals anders beurteilt wurde. Es sei jetzt in Fachkreisen ein Umschwung in tret Anschauung eingetreten und es empfehle sich daher, d.e Frage einer Reorganisation des Forstwesens zugleich mit der geplanten Reform der ganzen Staatsverwaltung in Betracht zu ziehen. Geheimerat Milbrand stellt fest, daß in der kürzlich abgehaltenen VersamnUung der deutschen Forstrnämter in Düsseldorf festgestellt worden sei, daß sich das Prinzip der erfolgten Reorganisation in Hessen durchaus bewährt habe. Abg. Dr. Gutsleisch erklärt, er halte die jetzige Organisation nach wie vvr für zweckmäßig; er werde aber un übrigen dem Antrag Ulrich auf neue Prüfung der ganzen Frage zuftimmen. Abg. Dr. W^ber erklärt, daß eine völlige Reorganisation notwenbig sei und weist u. a. auf die Kleinheit des Wormser Oberförstereibezirkes hin. Es werde aber vielleicht genügen, nur 7 Oberförsterstellen auf den Inhaber zu beschränken unb an den Afpsbentenstellen nicht zu rütteln. Minister Dr. G n a u t h erklärt, daß die Regierung zu einer Prüfung der gemachten Vorschläge bereit sei; bie Regierung sei sich ihrer Verantwortung voll bewußt und werde die Reformvorschläge eingehend erwägen. Der Antrag Ulrich erscheine ihm aber zu weitgehend; man möge sich doch eine größere Beschränkung puferlegen. Geh. Rat Wilbrand vertritt nochmals^ die Auffassung, daß die beschlossene Vermehrung der Oberfürslerstellen und bie Verkleinerung der Forstbezirke eine gute Sache war, die dem Lande zum Vorteil gereidü jei. Ter Ertrag der Jorsvvirtsd)aft Die Eröffnung der stanzösischen Ausstellung in veilin. In Berlin fand am gestrigen Dienstag bie Eröffnungsfeier der französischen Ausstellung statt, zu der Maler aller Richtungen erschienen waren. Es gab bei diesem Fest, an dem der Kaiser unb die höchsten Reichsbeamten teilnahmen, wieder auffällige Auszeichnungen, die beweisen, daß wir uns in einem vollen sranzosenfreundlichen Kurs befinden. Berlin, 25. Jan. Heute abend fand bei dem französischen Botschafter C a m b 0 n und Gemahlin eine Abendunterhaltung mit anschließendem Souper statt, aus Anlaß der Eröffnung der französischen Ausstellung. Das Kaiserpaar Ivar der Einladung des Botsd)asters gefolgt, ebenso das Kronprinzenpaar, das Prinzenpaar Heinrich und das Prinzenpaar August Wilhelm. Der Kaiser mit dem Gefolge erschien gegen 9 Uhr. Anwe.end waren ferner der Reichskanzler v. BellMann-Holiweg, Staatssekretär Freiherr v. Schoen, die Minister v. Trott zu Solz, von Heeringeii, von Tlrpitz mit Gemahlinnen, der Präsident der Akademie der Künste, Professor Kampf mit Gemahlin, Generalkonsul Schwabach mit Gemahlin, die Herren der Delagation des Instituts und andere französische Kunstfreunde und Künstler. Nach künstlerischen Darbietungen il a. Gejangsvorträge von Fräulein de Moureot von der Großen Oper in Paris und der Aufführung des ersten Aktes von Beaumarchais „Barbier von Sevilla" unter Mitwirkung von Mitgliedern der Comsdie Fran^aise, folgte ein Essen von 200 Gedecken. Berlin, 25. Jan. Der Kaiser überreichte dem französischen Botschafter Cambon eine Bronzemedaille mit seinem Bildnis auf goldbronzenem Sockel. Der Sockel trägt in französischer Sprache die Inschrift: „Der Kaiser dem ftanzösischen Botschafter Herrn Jules Cambon am 25. Januar 1910". Aus Anlaß der Eröffnung der Ausstellung von Werken der französischen Kun stdes 18. Jahrhunderts wurde dem Vizepräsidenten d-er Pariser Acadtzmie des Beau^-arts, Sonnet, der Rote Adlerorden 1. Klasse, dem Sekretär des französischen Kunst des 18. Jahrhunderts wurde dem Vizetor des Musse des arts decoratiss, Mettmann, der Kronen- orden 2. Klasse verliehen. =: lß r n r‘ Q. * 4?oUttjche Lcrgesscharr. Ter Zusammenbruch eines jranzlisischen Forts. Zu unterer bereits vorgestern veröffentlichten Meldung chreibt uns unser Pariser Mitarbeiter: Der Ziisainmcnbluch eines Forts an der Ostgrenze wird der /Autorilß" zufolge doiu KriegSmintsterium mög- t t ch ft geheim gehalten. Indessen sind die Eliizelheiten troijbem bekannt. Das Fort von Le Tillot, dem für die Verteidigung eine bedeutende Rolle im Btoseltale vor«, behalten ist und das unmittelbar bei Toul liegt, ist plötzlich in einer Länge von drei Bietern eingesunken. Das Fort ist ganz neu und wurde erst vor einigen Monaten, nachdem vier Jahre an ihm gebaut worden war, seiner Bestimmung übergeben. Der Grund dieses bedenklichen Ereignisses ift nicht tn Konstruktionsfehlern, sondern in bet Beschaffenheit deS Terrains zu suchen, das hauptfächlich auS Ton besteht und unter den Regengüßen außerordentlich gelitten hat. Schon bei seinem Bau wurden von einigen (Seme*1 Offizieren Einwände gegen die Anlage erhoben, weshalb dee> damalige KriegSnunifter General Andrö die Befestigung deS Bodens verlangte, aber nicht die genügenden Kredite dafür bewilligt erhielt. Man behauptet nun auch, daß der Zusammenbruch bereits vor den Regengüssen drohte, so daß settenS des Kriegsministeriums diese nicht als die Veranlassung ausgegeben werden tonnten. e Ein Ausruf für Finnland. Zahlreiche deutsche lluioer^ttursprofessoren Detöffent* tichen einen Aufruf, in dem es heißt: Die Maßnahmen, die von der russifclren Regierung' naterbingS gegen das Gvotzsürstentum Finnlanb ins Werk gesetzt werden^ sind von so außerordentlicher Art und Bedeutung, daß sie nidyfr umhin können, in jedem Kultur- und Rechtsstaat das peinlichste Aussehen und Befremden hervvrzurufen. Es liegt unS fern, uns in bie innere Politik Rußlands einmischen zu wollen. Aber die zwisd^en der Regieruiig Rußlands uub dem sinn ländischem Volke bestchende Difterenz bä:ührt auch allgemeine Jnteressoij Europas, ja der getarnten Kulturstaaten. Kaiser Alexander L criuarb Fimcland, indem er zugleich Finrlland eine selbständige Existenz als eines mut dem großen russischen Reich verbundenem Staates einräumen zu wollen erklärte, eine Erklärmig, auf welche auch in dem Frieden von FredrikShamn, durch welchen Finnlank» cun Scl)weden abgetreten wurde, Bezug genommen ist Tie Unter* zeickmLten glauben btc Uebcrjeugung iveitefter beutscher Streife; ivicberzugeben, loeim sie anläßlich der gcgeitioärtigen Gefährdung' Der Selbständigkeit FinillandS folgendes öffentlich aus sprechen: 1. Nach fast einmütigem Urteil der angesehensten Rechts»' gelehrten aller Kulturvölker erkannte Kaiser Alexander I. int Jahre 1809 bei der Bereinigung Finnlands mit Rußland Finnland die Stellung eines vom russischen Staat sich unterschoidendeu Staates zu. ^Die Zerstörung ober auch nur Be-eintcächtigunL dieser politischen Selbständigkeit Finnlands würde einen Bruch feierlich gegebener Versicherungen intb die Aufhebung einer durch mehrere Menschenalter als unantaftbar anerkannten Rechtsordnung bedeuten. 2. Wir würden den bei bem Verlust der politischen Selb» fiänbigteit mivermeidlichen Zusammenbruck) der eigentümlich finnländischsn Kultur tief beklagen, da diese unten harten Mühen und aus eigener Kraft errungene Kultur ein sehr schätzbares Glied dcs gesamten modernen Kutturlebcns bildet.; 3. Wir können nidtf beulen, daß die russische Gesellschaft^ und baß namentlich bie gesetzlichen _ Vertreter des russischen!' Volkes den inneren Aufbau dcs politischen Lebens ihres Vaterlandes damit beginnen werden, daß sie zu einem offenkundigen! Vcc fassungsbruch unb bam.it zugleich zur politischen und geistigen) Sernidytuiig eines tüchtigen uud stets loyalen Volkes chre Hand bieten. Wir befürchten, daß dieser Aufruf in Rußland toenig beachtet werden wird. Aus Petersburg verlautet, daß die baltischen Provinzen Rußlands in den nächsten Monaten durch ' sei seitdem erheblich größer geworben unb habe die Richtigkeit dieses Vorgehens bestätigt. Jetzt hier an bet Organisation zu sparen, sei nicht der richtige Ort. Abg. Brauer regt bie 23er* kürzlung *rcfp. die Streidyunfl der Tagegelder für bie Oberförster an, sofern sie sich in ihrem Dienstbezirk bewegen; auck' der Forst- roart n:halte keine Diäten unb ber Oberförster beziehe zubem 1100 Abark für Haltung eines Dienstpferbes. Gegen o^icn Vorschlag spricht sid) Der Negierungsvertreter aus; mit ben Tage- S“ nt iverbe ein gewisser Ansporn zur Leaussichtigung bes es gegeben; zubem betrügen biese nur burchfchnittlid) 378 Mark pro Person. Abg. Ulrich beantragt baraus bie Streichung von 3 675 Mark für Tagegelder, wogegen sid) Fmanzminister G n a u t h aussptidck, der auch vor dem Vorsdstag ivarnt, nur den wirklichen Aufwand statt der Tagegelder zu bewilligen. Eine längere Aussprack)e entfpinnt fid) Dann nod) über die Holzhauer- löhne und namentlid) über die Höhe der auf 404 000 Mark veranschlagten Kulturkvsten. Der vom Ausschuß gemad)ten Anregung, an dieser Summe 50 000 Mark zu ftreid)en, widersprechen der Finanzininifter und Geh. Rat W i l d r a n d , die den Vorschlag für bedenklich halten, der keinen Skulturfortschritt bedeute. Abg. Dr. Weber meint, daß namentlich an Kosten für Pslanzgartenanlagen Ersparnisse erzielt werden könnten. Die Beratung wird darauf abgebrochen. Fortsetzung morgen. - 9 :* Nr. 81 Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 26. Januar 1010 ■töi efaner jiinetfler ■ 1 ILlilLiIVV 44BL i'VrIwlWxV w« wirlschastttche Aeilsragen ™ W W M XT Ar Ar Ar M V W ▼ ” Ar AT Ghefredakteur: A Goetz, sternjprech*Anfchlüsie: I WM Verantwortlich für den für die Redaktion 113, IWF V politifchen Teck: August MM General-Anzeiger für Gberheffen WM für die Tagesnmnmer Rotafioitttrttif and Verlag der vrühl'lchtn Auiv.-Vuch. and Sleladnickerel R. lange. Redaktion, «kxpedition und Vruckerei: Schulstratze 7. llinemented: H. Beck. biS vormittags 9 Uhr. ___ _______ _______ LZ 5--' - r,t bei Beratungen in Strafsachen stets in das Beratungs-immer zuruckzuziehen habe oder ob aud) eine leise an dem Richtertisch zwischen den Richtern, Tritten nicht verständliche, gepflogene Verständigung zulässig sei. Bei einjachen Entscheioungen, wie Vertagungen, findet daS Ministerium hiergegen nichts ein zuwendeu. Bei Schöffengerichtssitzungen jcovch seien derlei Verständigungen nur in Austra.,mesällen zu wählen, weit Gefahr bestehe, daß der Laieicrichter in Gegenwart der Zeugen, Zuhörer uno Angette ten i.i der Kundgebung seiner An^cht sich behindert fühlt, ’0\> mat wenn dte Verständigung von dem Vorsitzenden nur mittels Gebärden ver,ucyt toi tu. Auch könnte der Schöffe zu der Annahme gelangen, daß feine Mitwirkung Lei dem Entscheid gesetzlich nicht geboten sei. ** Landwirtschaftskammer. Auf der Tagesordnung der 50. Vorstandssitzung der Landwirtschaftskammer, die am Montag, 31. Jan., stattfinden soll, steht u. a. ein Antrag des Oekonomierats Walther-Lengfeld, die Neuwahlen zur Landwirtschaftskammer betr. zur Beratung Ferner ein Gesuch des Mitteldeutschen Arbeiternachweisverbandes zu Frankfurt a. M. um Bewilligung eines erhöhten jährlichen Zuschusses. Ein Schreiben des Bürgermeisters Werzel-Hainstadt a. M., die Verwendung des Kapitals des aufgelösten landw. Bezirksvereins Offenbach betr., ferner ein Gesuch der Gesellschaft für Züchtungskunde, Berlin, um Beitritt zu ihrer Bereinigung, ein Gesuch des Landesverbandes Hessischer Geflügelzüchter um Gewährung einer Unterstützung zur 4. Hessischen Landesausstellung in Mainz, ein Antrag des Bezirksausschusses Griesheim-Gernsheim um Gewährung von Zuschüssen zur Beschaffung landw. Werke für die Volksbiblcotheken der Landorte. Ferner wird die vorgesehene Erhöhung der Schlachtgebühren an den ftäbt Schlachthöfen besprochen. Ferner wird über ein Schreiben des Deutsch-Franzöftschen Wirtschaftsvereins, den Schutz geographischer Herkunftsbezeichnungen im Warenverkehr bett., verhandelt. Wetter wird die Handhabung der Sperrmaßregeln wegen der Maul- und Klauenseuche lesprochen. Von dem Landwirtschaftskammer-Ansschuß Oberhessen liegt ein Schreiben über die Führung eines Elitestammbuchs für Simmentaler und Vogelsberger Vieh vor. Der Binger Weinbergsbesitzerverein hat ein Gesucy um Gewährung einer Beihilfe zur Bekämpfung des Heu- und Sauerwurms eingebracht. ** Vom Kreisveterinäramt wird uns geschrieben: Unter Bezugnahme auf Ihre gestrige Mttteilung über die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche gestatte ich mir, Ihnen ergebens! mitzuteilen, daß es nicht zutrifft, daß ganz Deutschland zurzett frei von dieser Seuche ist. Der bayerische Reg.-Bez. Mittelfranken ist noch als verseucht zu melden. Es dürfte vielleicht auch interessieren, daß ein erneuter Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Schweiz (Kanton Aargau) die bayerische Regierung zu energischen Gegenmaßregeln veranlaßt hat: Die Ein- und Durchfuhr von Rindern ift durch Verfügung vom 31. Dezember 1909 verboten. Wenn nun z. Zt. auch noch ein Gebietsteil Deutschlands verseucht ist, so will das doch gegenüber der Verseuchung, wie wir sie von früher her gewohnt sind, wenig besagen. Sett Mai 1909 ift Deutschland zeitweise ganz, zeitweise saft frei von dieser Seuche, und oas zu einer Zeit, in der in Nachbarstaaten die Seuche unentwegt und teilweise recht stark herrscht. Gewiß ein Resultat, das sehr für die Brauchbarkett unserer Seuchen- bekämpfungsmethoden spricht und das man, ferner Schwierigkeit halber, noch vor nicht zu langer Zeit für kaum erreichbar gehalten hatte. (Unsere Mitteilung, daß ganz Teutsch- aud z. Zt. frei von der Seuche sei, beruht auf einer tabellarischen Zusammenstellung im amtlichen „Reichsanzeiger" u. d. „Darmft. Ztg.". Red.). ** Obe rhefsischer Geschichtsverein. Am Montag abend sprach Privatdozent Tr. Vogt im (Lass Ebel über „Staa t und Kir che in He s fen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts". Die geistliche Gewalt in Hessen, so führte der Vortragende aus, war an das nichthessische Erzbistum Mainz gelangt, nachdem die Bildung eines besonderen hessischen Bistums mißglückt war. Ter Kampf, der sich zwischen ihr pnd der Staatsgewalt entspann, gab während fast des ganzen Mittelalters dem Verhältnis beider das Gepräge. Der Streit drehte sich in der Hauptsache um die Ausübung der Gerichtsbarkeit in der Landgraf!chast und endete mit dem Niedergange des Erzbistums und dem Emporkommen Hessens, das die ehemalige Mainzer Lehenshoheit allmählich ab- strcifte. Weiter zeigte der Vortragende in großen Zügen, wie nach der Reformation die evangelische Kirche zur Landeskirche wurde, und endlich, wie das Verhältnis zur katholischen Kirche durch! die Folgen der französisck)en Revolution sich^ von Grund ans umgestaltete, nachdem die Stadt und ein gcdßer Teil des Erzbistums 'Mainz hessische Landesteüe geworden waren. An diesen Vortrag schlossen sich Mitteilungen von Geh. Hosrat Prof. Dr. Haupt: „Historische Jahrhunderterinnerungen an Napoleons Feldzug gegen Oesterreich 1809". Anknüpfend an die Festlichkeiten, üt beucn die Rückkehr der Gießener Garnison (jetzt Regiment 117) ans dem Feldzug in unserer Stadt überschwänglich gefeiert wurden, schilderte der Redner an der Hand von gedruckten und ungedruckten Zeugnissen aus jener Zeit die politische Gesinnung der verschiedenen Vvlkskreise. Er kam zu dem Schluß, daß nur die offiziellen Streife die französische Politik der Regierung mitmachten, daß aber amh in unserem Volke gut deutsche Gesinnung lebte und — wenn auch oft vorsichtig unö schüchtern — zutage trat. Reicher Beifalt dankte beit beiden Herren für ihre mtcressaitten Ausführungen. — Tie nächste Sitzung des Geschichtsvereins, in der Professor Tr. Roloff sprechen wird, findet 'Mittwoch den 16. Februar statt. ** Der Bezirks-Verband Gießen des Landes- gewerbevercins nahm in einer hier abgehaltenen Sitzung am 23. Januar nach längerer Aussprache über „Organlsatum deS hessisä-enGeiverbeförderungsdienstcs"einstimmig folgenden Antrag an: Ter Bezirksausschuß Gießen mmmt Kenntnis von einem Artikel „Was tonn das hessische Volk von seiner Regierung fordern?", der bleuen Hess. Voltsbl., in welchem die Zentralstelle für die Gewerbe neben der Handwerkskammer für überflüssig erklärt und ihre Beseitigung gefordert wttd. Der Bezirksausschuß muß im Interesse des hessischen Handwerks gegen jene Ausführungen, die von einer ung(aublid>en Anmaßung und Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisie in Hessen zeugen, energisch Protest erheben. Er l)ält es für crusgeschlvssen, daß von einer Vereinigung beider Organijationen ubeich'aupt ernstlich die Rede sein kann, da die Ausgaben derselben nül»t die gleichen sind, wie der Artikeb- schrciber behauptet, ondeverseits auch ihre Httbellsgebiete so groß sind, daß sie nicht einer Organisation, z. B. der Handwerkskammer übertragen meibeu können, ,^>hne daß die Sache leidet". Ter Vezinsausjchuß erhebt ferirer energisch Protest gegen die geradezu frivole Behauptung, die Zentralstelle für die Gewerbe sei „gegenüber der Handwerkskammer wohl auch veraltet". Er erkennt dankbar die Fortschritte an, die durch die Zentralstelle auf allen ihren Arbeitsgebieten, insbesondere in den letzten Jahren, veranlaßt und gefördert worden sind, um dem Handwerkerstand eine m o =» dernere, d. h. den Forderungen unferer Zeit mehr entsprechende Ausbildung und Förderung zu geben. Ter Bezirksausschuß spricht der Zentralstelle für die Gewerbe sein vollstes Verttauen aus und verbutdtt damit gleichzeitig den Tank für ihre Tätigkeit, die lie im Interesse des hesstchjen Handwerisstandcs bisher entfaltet hat. Der Bezirksausschuß hält cs für ausgeschwssen, daß weder die GwßH. Regierung noch die Landstände die Ausführungen des Versaäcrs jenti Artikels überhaupt ernst nehmen, er erwartet vielmehr, daß |ic die Interessen des Handwerks in der seitherigen Weise auch ferner ival/ren und fördern werden. ** '13oin otnöttt)cater wird unS geschrieben: Nach- dräcklich sei ans die Wiederholung von »Tan triS bec 91arr* am nächsten Freitag hingewiesen. Das poetische Werk hat bekanntlich nut Fran Baumeister in der Rolle der Jsot bei oer Erstaufführung ganz außerordentlich interessiert; die Titelrolle ivicd auch dieses Mal von Herrn Hofschauspieler Haus Baulneisler von Darmstadt gegeben werden. — Auch fei daraus luugewiesin, daß am kommenden Dienstag ein ein- mutiges Ge.amtgasiipiel von Mitgliedern des Frankfurter SchauiplethaujeS m SucnoS Komödie „Frau WarrenS Gewerbe" ftattsindet. Vorbestellungen für diese bebeutiame erntete einen 6 ’ Hl‘»s A Abetl Stet", Wcke früh'st en Morgenstunde. ** Der Evangelische Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag irn Vereinslokal einen Vortragsabend, br welcher Gelegenheit Hausvater Loh einen Vortrag über das Rauhe Haus bei Hamburg halten wird. Der Referent hat längere Jahre in dieser Anstalt gewirkt und seine Ausbildung dort erhalten. Die Ausführungen werden durch Lichtbllder erläutert. Die Vorbereitungen zu dem am 20. Februar in der Turnhalle geplanten Volksunterhaltungsabend sind im Gange. Außer der Aufsührung des Volksstucks in 5 Akten, Der Leiermann und sein Pflegekind sind zur Ausfüllung der Pausen Musikvorträge eines Streichquartetts in Aussicht genommen. ** '13 o m Gießener K o n z e r t v e r e tn wird uns geschrieben : Zu dein am 30. ds. Mts. bevorüehenden Konzerle von Lusan S. Atetcalie (Gesang) und Etisavelh Bokemeyer (Klavier! versehe man sich zur rechten Zeit mit Eüttrittskarien. Erireulicherweije zeigt siel) für dieses Slor.jcrt ein fehr reges Interesse. Tie beiden Küiistleriunen und das ausgezeichnele fünft- lerische Programm verdienen das aber auch in vollstem Maße. Aus die reizvolle Ausivahl köstlichster Klaviermusik unserer 2Jlei|tec sei besonders hiugewlesen. •• Verhaftet. Der Händler Ziegler hatte sich am 23. l. Nits, als Dame verkleidet auf 'den Kolosseums- Maskenball begeben, um dort im Trüben zu fischen. Er machte sich an einen Herrn heran, der ihn für eine Frau hielt und stahl dabei dem Herrn daS Geld aus der Tasche. 60 bis 70 Mk. hatte Ziegler dabei eingcheunst, die Sache mürbe gestern angezeigt und Ziegler verhaftet ’ )( Klein-Linden, 25. Jan. Unser K'rie^erver- ein hat die Feier des Geburtstages unseres Kaisers mir den 5. Februar festgelegt. — Wieseck, 25, Jan. Der Taglöhner und Schäfer Ludwig Grün machte am Sonntag nachmittag seinem Leben ein Ende, indem er sich in seinem Zimmer erhängte. Lebensüberdruß, hervorgegangen aus unglücklichen Lebens- Verhältnissen, mag die Ursache der unseligen Tat gewesen sein. Grün war Witwer und sprach mehr als gut war dem Alkohol zu. -t. Lollar, 25. Jan Der Landwirt Ludwig Wernriä) stürzte heute von dem Gerüst seiner Sckstiuw so unglücklich, daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Sein Zustand soll bedenklich sein. — Homberg a. d. Ohm, 25. Jan. Hier wurden zwei Leute verhaftet, die den seinerzeit gemeldeten Diebstahl am Hammelherde bei Echzell begangen haben. Es sind zwei Brüder, der Schäfer Otto Werner aus Kirtorf und der Zigarrenarbeiter Heinrich Werner von Weibolds- hausen. = Hoch w crl d hausen, 25. Jan. Am Sonntag abend herrschten bei klarem sternbedecktem Himmel hier 10 Grad C. Kälte und Nordwind. Am Montag morgen zeigte das Thermometer nur — 1 Grad, während der Wind nach West und Südwest umgesprungcn war und ein mächtiges Schnee- tteiben sich einAestellt hatte. Ter Barometer sank mit außer- ; gewöhnlicher Schnelligkeit und behauptet feinen Stand unverändert auf 738, ein seltener Stand. Bis gestern abend bestand eine Schneehöhe von 25 Zentimeter, sie ist bis heute abend auf 35 Zentimeter gestiegen und es schneit noch immer fort Tie Bahn für Schirm ichuhc ist durch den ganzen Oberwald vorzüglick, in diesem liegt der Schnee noch um 15 i bis 20 Zentimeter höher. Von hier aus lassen sich Touren ‘ von größerer und kleinerer Ausdehnung ins Gebirge machen,. der ä^berwald umsoßt ein unangesiedeltcs Gebiet von ca. 64 Qimdratkilometern. Nach dem Hoherodskops sind es von hier ca. 8 Kilometer, nach Herchenhaiir ebenfalls. Man vergesse nicht, für die Fahrten ins Eebirge einen Kompaß mitzubringen, damit man sich auch int Schncesturm über die Richtung informieren kann. — Rüddtngshausen, 25. Jan. Am Sonntag abend feierte der Kriegerverein m dem geschmückten Saale des Hamerabcn Gastwirts Müssig und unter Mitwirkung der Schülertapelle de§ Lehrers Schmitt den Geburtstag des Kaisers. Ätachdeni die Kapelle einige Märsche gespielt, hielt der Vereinspräsident Müssig eine der Feier entsprechende Rede. Hierauf richtete der Präsident an die Veteranen Landwirt Peter Schmitt, Gastwirt Linker, Gutsbesitzer Engel, Förster Kalberloh und Schuhmachermeifter Saib zu Herzen gehende Worte und überreichte jedem ein silbernes Kreuz an weiß-rotem Band mit der Zahl 30 darauf und der Inschrift ^Jür treue Kameradschaft". Auch dein Lehrer Schmitt widmete der Vorsitzende ehrende Worte und übergab ihm ein Ehrendiplom und em Abzeichen als Ehrenmitglied. Ferner wurde den langjährigen passiven gliedern Bürgermeister Brann und Tünchermeiiter Pfeiff, die Den Verein in jeder Hinsicht unterstützen, ebenfalls ein silbernes Kreuz mit weiß-rotem Baud übergeben mit der Inschrift: „Treu dem Vaterlande". Hierauf ging man 511111 Tanz über. Die Zwischenpaufen füllten humoristische Vor- lrage aus, die von dein Sohne des Präsidenten geschickt vorgetragen wurden. Später dankte Lehrer Schmitt dein Präsidenten für dessen tatkräftige Leitung deS Vereins und brachte em Hoch auf ihn aus. — Schlitz, 24. Jan. Die in Nr. 16 enthaltene Notiz über die Ausführung unseres Elektrizitätswerkes ift dahm zu Sie ßebe KGchtt. T IN Jahren r Nernot. C Ölungen, bi ‘tim überall itm eine $ töt Der D X mit Tf ■-inbig unter unb HOC Ärnennnkan ^agen. Ju mn außer Arbeit iu gegangen. bedroht chdet ist; ' ^gersteig e die Sein -m der 5 "per vollst Pari-, Zerbrochen Pont de Äinisk Aufführung, m der die Damen Klinkhammer und Urban, so« rote die Herren Bauer, Reimann, Hellmer und Lengloch mit» rotrfen, werden entgegengenommen. — Gleichzeitig sei bemerkt, daß wir die gestrige Notiz über das Gasispiel von Gusti Ney am Kgl. Schaiispielhause in Berlin der ost^ entnommen hatten, was durch ein Versehen nicht erwähnt worden war. — Die Reichsbank ist morgen (Kaisers Geburtstag! von mittags 12 Uhr ab geschloffen. — DaS Ortsgericht ist an Kaisers Geburtstag ebenfalls geschloffen. *• Schwurgericht. Die Sitzungen beS Schwurgerichts für die nächste Periode beginnen Montag, 7. Marz, vormittags 91/« Uhr, unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Schnitzsvahn. ** Der Gießener Radfahrer Verein 1885 hielt am Sonntag sein diesjähriges W i n t e r f e st in Steins Saalbau ab. Man konnte hierbei beobachten, daß der Radsport immer noch in voller Blüte steht. Die 'AufführunZen waren aber auch als großartig gelungen zu bezeichnen, baß keiner der in überaus großer Anzahl erschienenen Gäste und Mttglicder mit feinem Beifall kargte. Eine wohlarrangierte Bannerauffahrt, durch Damen unb Herrn des Vereins gefahren, leitete den festlichen Abend ein, wobei der Vorsitzende die Erschienenen in kerniger Rede begrüßte, und ein „All Hell" au fden Verein ausbrachte, worin alle freudig einstimmten. Hierauf wurde das „Radfahrer Bundesüeb" unter Musikbegleitung gesungen. Ein von acht Vereinsmitgliedern exakt gefahrener schön kostümierter Reigen fand allgemeinen Beifall. „All Hell — Hurra" ein Einakter, der von Damen und Herren in hervorragender Weise gespielt wurde, erntete einen nicht endenwollenden Beifall. Das ganze Programm wickelte sich durchwürzt von verschiedenen Vorträgen, in schönster Weise ab. Ein Ball hielt die Teilnehmer fest, bis üt die •••I m Beller Be L seinem ■ knS Wn -Auer kiniung de kheim sta keinbeTrdi Mder der L(5 eingreisi Wläge sol lisier zur $ I giegrcrun |: LerücM Iigen, die 1 I in dm n finde, der g L) beshalb -.Warb L Irivatdozei Aitt Altm :orben. * Äleh nhbatsta rrbc MN '3 ^iMiesm. - -‘'7tibt, siebe ent Wcke vc ü» Äclerla -jOO Mall M ben Ae lußust Neu biner Ckmfi Lranzbüh geordneter de zwölf 9.Liej inedhojes Geiern 00 Äsern do . Men. 1 "kn durch '^UNgtzunt, fr Angc An unb M °"?n unb otaertnei 7°- nr WniDQi -11' M m b»6 ** - ’S 5"91 > *( u ülbeüer ünb »ur X S-d A YfS UlbsndSse 4 Der ht Agiere»., ,1( voraus t .Mjngßroarlt ‘ fc. Fr'