Nr. 146 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Vas Ergebnis der Wahl in Zriedberg-Büdingen ©emeinbebebarieS, imb in den Gcmeinbebebarfes, imb in den größeren Stabten Lassens bringe bte Einkommensteuer über 50 Prozerft des gesamten Bedarfes, Rotattons druck und Berlag der Brühuschen UniversuärS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Hießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Berlag: &aÄ}5L Redaktion:S-sK112. Tel.-2idr^ Anzeig erGietzen, LR°bch! Weber dem Abg. Ulrich noch bem Wg. Schönberger sei es gelungen nachzuweisen, bap bie Gemeinde irgendwie weniger Aus- Werbungen zu machen habe für den verschuldeten Bescher rote sür den unverschuldeten Bescher. Die Stetigkeit der Gemeindv- ernnahme müßte wohl erhalten bleiben, wenn auch die Steuer-, zahler an der Stetigkeit keine große Freude haben. Ader unten Stetigkeit verstehen rorr nicht nur die Deckung des Bedarfes, sondern auch den Umstand, daß der Steuerkoeffizient nicht sprungweise herauf und heruntergehr. Deri Schuldenabzug fei in keinem einzigen deutschen Staute zugelassen, obgleich in dieser Hinsicht verschiedene Anträge gestellt worden waren. Der Redner verliest sodann noch einen Leit einer Rede des Abg. Kolb im badischen Landtage, eines Sozialdemokraten, der ausführte, daß durch den Schuldenabzug eine noch größere Ungerechtigkeit geschaffen würde, als sie teilweise schon bestehe. Tie Last, die auf den Hausbesitzern liege, würde allmählich auf die Mieter abgewalzt.^ Die Tatsache, daß auch die anderen Parlamente gegen den Schuldenabzug seien, beweise, daß bte Behauptung bes Abg. Ulrich von Entlastung der Besitzenden und der Belajftmg der Nichtbesitzenden ein reines Schlagwort sei. Abg. Dr. Osann (Natl.): Durch die Rede des Regierungs- vertreters habe sich Abg. Ulrich eine sachliche Niederlage geholt- wie noch nie. Umwälzungen, wie sie Abg. Ulrich und Schönberger vorgeschlagen hätten, habe noch kein anderer Bundesstaat gewagt. Auch bte Probeveranlagungen, bie bie Steuerkommissariate festgelegt hätten, könne man sich verlassen. Die Besitzenden würden durch die Vorlage in erhöhtem Maße herangezogen: so kenne man z. B. in Preußen eine Heranziehung ces Äapftalvermögens zur Kommunalsteuer überhaupt nicht. Auch der Schuldenabzug sei nirgends eingeführt. Wenn man sich richtig mit der Sache befasse, komme man zu einer anderen Ueberzeugung wie der Abg. Ulrich, das beweise bie Stellungnahme seines Parteifreundes LoLb im badischen Landtage. Zu gurrst en der wirtschaMicv Schwächeren sei die Bestimmung des Aw 56, bewo Die Warenhaus-, Fftial- und Konsumveretnssieuer, besonders oie letztere, da es erwiesen sei, daß diese Vereine auch an Nichttnft gl jeder Karen abgeben, Dre UW ^arckst^ äiiisi Sä"« hessische Zweite Kammer. R.B. Darmstadr, 24. Juni. Am Regierungstische: Staatsminister Ewald, Finanz Minister Braun, Minister bc5 Innern v. Hombcrgk, bie Geheimrate Best unb Becker, sowie Geh. Lberfinanzrab Knell. Vizepräsident Kor ell eröffnet nach >/,10 Uhr die «rtzung. Es wird in der ungemeinen Besprechung über das Gemeindeumlagengesetz fortgefahren. Abg. Brauer (Sb.) tritt zunächst den Ausführungen der Abgg. Schönberger und Ulrich entgegen. Wenn letzterer behauptet habe, die Vorlage entlaste bie Großen und belaste bie Kleinen, so habe er dafür auch nicht den geringsten Beweis erbracht. Entgegen den Ausführungen des Abg. Ulrich, die Landwirtschafts- kammer sei nur eine Vertretung der Großen, müsse er scharf betonen, daß diese Kammer vermöge ihrer Zusammensetzung die Meinung der kleinen Leute widerspiegele. Bei einer Reform der Gemeindesteuer könne es sich nur darum handeln, bie Steuern auf Grund eines anderen Maßstabes aufzubringen. Der Grundsatz der Leistungsfähigkeit allein könne nicht zur Richtschnur dienen, denn viele kleinen Betriebe hätten überhaupt kein Einkommen und hielten sich iahrelang auf irgend eine Weise gerade über Wasser. Der Redner bespricht sodann verschiedene Abgaben der Gemeinden, bei denen eine Gegenleistung für sie nicht besteche. In der jetzigen Vorlage hätte man bie Leistungsfähigen etwas mehr heranziehen sollen. Gegenüber dem vorigen Entwurf bilde der jefctge einen Fortschritt. Der Antrag Weber sei zu begrüßen, doch enthalte er nur das Mindestmaß an Forderungen, die die Landwirtschaft stellen könne. Das badische Gesetz sei da viel günstiger. Der Reimer beleuchtet sodann noch eine Reihe anderer für die landwirtschaftlichen Verhältnisse eingetretenen Aenderungen. Die Besteuerung bes landw. Betriebskapitals bilde eine Verschärfung, doch wolle seine Fraktion nicht, daß dieses Kapital anders behandelt werde wie das industrielle. Für eine Besteuerung der 21erste wolle er nicht sprechen, da durch eine solche die Landärzte am meisten getroffen würden, rocil sie ein größeres BetriÄs- kapital brauchten; auch würbe dies eine Landflucht der Aerzte zur Folge haben. Eine stärkere Heranziehung des Einkommens sei zu begrüßen, doch verzichte er darauf angesichts der Erfolge losigkeft dieser Fordeimng. Art. 42, der eine Deklarationspflicht innerhalb der Gemeinde zuläßt, bedeute einen Fortschritt. Der Redner verliest schließlich eine Zuschrift des Hansabundes an bie Mitglieder, die die Steuerfreiheit der landwirtschaftlichen Oeto- nmniegebäube als eine Ungerechtigkeit gegen Gewerbe, Handel und Industrie hinstellt. Geheimrat Dr. Becker spricht zunächst seine Freude darüber aus, daß sich bie große Mehrheft bes Hauses auf dem Boden der im Ausschuß mit der Regierung getroffenen Vereinbarungen zu- sammengefunden habe. Es werde nicht nötig fein, auf alle Einzelheiten der Vorlage näher einzugehen, deren Erörterung auch besser in die Spezialdebatte gehöre. Er sehe sich aber bod) veranlaßt, bie Behauptungen der Abgg. Ulrtch und Schönberger nid# unwidersprochen zu lassen. Er müsse vor allem den Ausführungen des Abg. Ulrich über die Entlastuirg der Besitzenden. Und der Belastung der Nichtbefitzenden entgegentreten, damit draußen im Lande nicht die Meinung verbreitet wird, als ob die Regierung in Hessen wefter nichts zu tun hätte, als dft Kapital^ rentner im Lande zu schützen. Man dürfe nicht übersehen, daß. bie zur Gemeindesteuer hauptsächlich herangezogenen Steuerzahler auch schon andere Lasten zu tragen haben, die hoher sind, als tn anderen Bundesstaaten. Die steuerlichen Bedürfnisse der Gemeinden seien in den letzten Jahrzehnten ungemein in die Höhe gegangen, so in Darmstadt seit 1ö90 um über 200 Prozent, in Offenbach von 440 000 Makk int Jahre 1890 um das fünffache: in Mainz faben sich die Gemeindeumlagen seit 1890 mehr als verdoppelt, in Worms feit jener Zeit vervierfacht. Der Redner bemerft, er wolle mit diesen Tatsachen keinerlei Kritik ausüben, sondern nur barlegen, daß auch die Steuerzahler in den Städten imb namentlich Handel und Industrie stark belastet worden seien. Die angeführten Tatsachen des Anwachsens der Kommunalsteuer sprächen für jeden, der in Kommunalfragen mitzureden habe, eine sehr ernste Frage. So wie jetzt tonnten sich die Verhältnisse entschieden nicht wefter entwickeln, sonst brauchten imr in den nächsten 20 Jahren nicht erst nach den südlichen Staaten zu gehen, um bankerotte Gemeinden und bankerotte Steuerzahler zu finden. •'S)ort, hört, Zustimmung.) Die Vorwürie des Abg. Schönberger, die Regierung hätte in der Sache nichts getan, sei unverständlich mit Rücksicht darauf, daß nun schon über 10 Jahre 2 Ministerien durch dieses Gesetz in Atem gehalten würden. Es fei ein Mißverständnis, wenn Abg. Schönberger gemeint habe, Minister Miguel habe diese Bestimmungen für die etaatöfteuer aus dem Grunde festgelegt, um die Realsteuer den Gemeinden zu überlassen. Der Redner wendet sich sodann gegen die Ausführungen bes Slbg. Ulrrch, denen man nie recht entnehmen tonne, was er im einzelnen wolle. Dies einmal zu wissen, sei sehr zu begrüßen. Der Vorwurf, wir wollten nur die Realsteuem für die Gemeinden oerfüg- bar machen, fei unbegründet. Wir wünschen im Gegenteft, daß die Einkommensteuer in großem Maße befträgt zur Deckung des Drittes Blatt 160. Jahrgang Samstag 25. Juni 1910 Die „Sietentr ZcmGienblStler- werden dem E .Anzeiger' viermal wöchentlich bekriegt, das $ 81 3 E B EL | EL U & '-L s' Av „MteisbUtt fir bat Kreis Netzen" zweimal V V B ▼ ■ V 3 V r wöchentlich. Die .Landwirtschaftlichen Seit. f " General-Anzeiger für Gberheffen 6to Sich Qtij tfn Vk mtuc M che '-<1 „ ■ i).2ij, W 1850, W I 8. W Hauptwahl am 25. Januar 1907. Stichwahl am 5. Februar 1907 Ersatzwahl am 14. Juni 1910 Stichwahl am 24. Ium 1910. e &50 ” B »rtinatr.Ia.17' 1 Matratzen B, 1 Waben 6, 1 flfiimmrr t.. WaMorf e *• Q r - s A 2- t ® ° X2 — ® = G« u £ § ? c 3 e Q 3 e 2 ». D ä> 1 § F G D o- 3 u 9 » - .o A 2 § 3 (0 D il « -C. ’S 5 o 2 Z 3 Heegheim Heldenbergen Himbach Hitzkirchcn Hoch-Weisel Holrhausen Höchst a. d. R. Ilbenstadt Jlnhaufeu Kaichen Kefenrod Kirch-(Söns Klein-Karben Kloppenheim ^angenbergheim ßanaenbam m. Ziegenberg Sindgeim ßorbcch Maibach Matzenheim Atelbach Merkensritz Michelau Mittel-Gründau Münster (Kr. Friedberg) Blünzenberg Rieder-E.lcnbach Rieder-Eschbach Rieder-Florstadt R i eder-Mockstad t Ni oder-Mörlen Nieder-RoSdoch Nieder-Weisel Nieder-Wöllstadt Dberau Ober-Erlenbach Ober-Eschbach Ober-Florstadt Ober-Mockstadt Ober-Mörlen Ober-Rosbach Ober-Wöllstadt Ockstadt Okarben Oppershofen Orleshausen 1 Ossenheim ! Ostheim Petteriveil i Pohl-Göns ! Reichelsheim Rendel Rinderbügen Rockenberg Rodenbach Rodheim Rödgen (Kreis Friedberg) Rohrbach Rommelhausen Lchwacheim Sobel Staben Ztammheim Steinbach, P. Weißkirchen Steinfurth Stockheim Lrais-M ü »izenberg Vilbel vonhausen Weckes Henn Wenings Wisselsheim Wohnbach Wolf Wöliersberm 104 41 145 5 305 33 81 38 24 87 18 85 31 63 380 31 188 239 29 8 11 87 85 20 104 76 69 178 125 284 126 130 52 100 95 51 28 6 19 . 15 80 71 40 87 103 27 8 35 55 20 87 84 12 95 89 91 4 28 34 95 39 27 68 25 124 72 81 95 104 6 104 280 137 23 20 95 21 79 8 118 3 22 73 19 50 77 42 50 148 99 30 43 25 257 6 13 19 59 89 51 102 61 81 93 41 154 14 67 162 41 41 14 138 96 3 98 16 278 12 16 25 4 55 33 5 29 109 79 272 23 2 53 137 47 12 103 49 3 159 189 121 95 90 21 55 28 1 46 23 1 3 22 11 28 5 5 27 13 1 12 4 60 92 1 1 19 15 66 35 29 37 11 23 54 1 376 3 1 1 131 2 1 156 3 7 8 19 1 2 58 64 124 25 65 7 159 73 159 51 548 35 90 57 30 99 20 114 41 78 472 47 190 341 37 54 43 107 100 18 147 110 131 137 199 394 140 207 106 96 1 85 16 395 12 14 27 3 56 38 1 26 155 3 73 379 30 1 83 136 41 12 100 46 5 175 207 178 107 101 19 59 10 62 3 575 7 14 8 9 10 6 57 1 15 395 14 63 278 7 5 25 49 13 58 7 24 117 169 403 87 53 31 120 8 129 30 572 21 31 56 10 62 5 52 12 35 204 5 101 321 28 10 51 141 67 12 134 44 9 243 203 178 122 121 48 75 46 56 25 62 29 46 20 9 72 8 52 12 44 34 27 97 24 19 46 99 69 34 2 64 82 90 38 42 64 95 106 37 162 9 153 34 830 20 28 70 9 75 2 76 12 43 378 6 122 436 25 10 57 166 77 17 184 54 28 264 284 305 153 152 43 96 58 93 41 210 35 72 39 % 18 77 20 52 235 30 135 110 31 59 118 94 66 11 101 100 121 122 88 215 124 174 62 MWOi „ WM WM lw8M - ui HappeJ, iap spart itcndKrait $S=%F, SeS-iS SW HM tafl.bc Vallton^ WM WG SS * * 29 164 65 33 147 2 3 181 9 10 15 113 59 88 1 59 34 36 114 14 29 1 45 31 9 48 14 34 7 47 8 34 85 97 274 55 37 26 13 107 J36 135 57 43 41 189 166 102 26 65 1 34 19 16 50 24 37 62 29 24 33 141 48 36 34 81 93 41 53 130 71 50 3 727 11 27 17 7 23 25 80 14 2 26 75 107 1 22 90 19 13 27 21 11 87 1 22 40 16 12 36 14 10 3 41 3 3 25 7 15 17 3 29 5 5 6 138 4 6 6 81 5 2 6 313 10 60 253 24 163 7 14 37 60 12 34 119 4 22 3 8 10 20 5 8 86 63 2 1 62 36 . 37 29 5 2 1 1 1 4 2 2 5 4 2 8 5 6 8 13 3 8 14 1 15 2 12 11 4 1 1 3 1 4 5 3 4 1 13 8 1 1 40 21 112 5 2 130 107 73 94 53 22 29 123 87 57 121 134 38 21 41 75 48 109 104 27 119 108 100 26 31 40 127 51 24 80 36 159 87 105 107 137 24 113 288 180 24 50 106 25 102 42 133 24 43 100 2 26 52 93 63 104 168 129 56 57 34 289 12 27 24 67 108 58 119 70 133 113 44 298 72 71 158 50 82 27 174 43 166 62 38 183 2 2 211 12 13 15 107 67 136 1 57 27 35 109 24 33 2 48 42 11 44 10 28 3 57 6 31 106 91 276 52 77 26 22 95 37 140 64 45 47 392 173 132 162 76 108 38 18 14 66 19 24 51 36 80 31 132 46 44 33 95 84 37 59 130 80 57 5 767 10 22 23 4 30 48 83 37 44 10 7 9 5 3 41 17 6 22 36 11 5 9 5 24 34 2 12 21 44 5 2 13 12 20 18 13 15 31 23 14 40 25 8 2 86 44 10 6 29 5 21 4 25 3 10 39 1 6 12 20 22 18 28 56 25 31 5 23 11 22 8 17 11 9 10 12 57 48 5 211 4 13 65 19 17 11 39 66 163 104 59 176 7 8 193 16 24 37 103 86 123 9 67 54 48 146 18 80 6 70 46 14 65 34 40 14 81 15 60 120 122 302 64 48 34 25 135 38 157 63 52 28 224 189 114 60 70 8 31 37 28 50 46 44 78 56 43 23 143 48 50 41 101 106 44 65 147 138 77 10 780 10 25 50 10 '53 39 112 72 57 10 66 90 8 38 90 47 21 52 94 13 65 24 47 45 83 40 37 41 73 17 22 26 3 93 6 17 11 98 46 69 52 80 122 92 195 91 12 61 69 16 38 219 79 67 195 48 169 8 33 50 53 76 140 50 4 140 16 243 3 7 7 38 57 44 86 36 18 39 26 87 60 50 42 22 54 20 111 106 193 103 62 178 9 19 288 16 36 47 130 93 118 11 77 72 50 178 18 86 15 98 49 12 32 50 36 79 18 83 123 121 316 75 58 35 43 163 123 164 87 56 56 229 209 122 91 72 14 39 30 29 70 64 48 103 61 53 31 180 55 71 42 170 112 43 69 148 154 53 14 908 18 26 94 10 56 50 119 88 181 31 82 104 17 44 119 80 24 102 120 21 93 24 62 62 114 69 41 81 136 38 32 27 118 27 30 13 31 35 136 65 90 77 103 127 113 256 118 65 82 85 19 70 276 100 73 76 267 174 23 41 77 58 92 68 78 19 166 26 288 7 17 10 52 73 57 105 60 48 99 33 173 84 67 80 34 81 28 144 1-------------- Öefatntrefuftat: 8492 7234 3299 | 1472 11525 8515 4397 | 9551 6395 |11723 | 9 509 3-5 Mark tägl., ständiger Verdienst! 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Der Redner tritt sodann Tut eine.beschränkte Geltungsdauer des Gesetzes ein, da es erst erprobt nicht mitmachen, damit nicht gesagt werden rann, «e 1890 igw gewahrr worpen rou^n, hättar verstaiiden, einzüheimsen. Die Eing^e desHnnsabunde-' ; $, r t Trauung ohne Urkunden bereits vor 10 Jahren ° " - *-*•-— — *-------sei ein ge§ Bürgerlichen Gesetzbuches entzogen X worden war. Zunächst verliert,Hekgolaiid die „Will Soldat werden." Bei ^ppetitlosegkeit Dr. Hommel’s Haematogen Rasche sichere Wirkung! 20jähriger Erfolg! Warnung 1 Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel. Warenhaus steuer, cingeführt in den meinen Bundesstaaten, bilde ledislich eine Finanzgnellc. Bor den ^oziaLemokraten brauche Man sich da nicht zu schämen, denn in der <5tadtnerordnDenver - sammlnng in Stuttgart hätten sozialdemokratische Stadtverordnete für die Erhöhung der Wareuhaussteuer gestimmt, allerdings sei dieser Schwabenstteich im Interesse der Partei wieder redig iert worden. Bei der Filialsteuer treffe die Besteuerung des Ui bc» das richtige, denn die Besteuerung des Reingewinnes sei unmöglich, da er sich nie feststellen lasse, ^urch die Einführung dieser Steuer trete man nie an ühvermogendc, sondern recht Leistungsfähige heran. Sie lle den Ausfall decken, der dadurch entsteht, daß die kleineren Geschäfte infolge der ungünstigen Geschäftslage weniger Steuern zahlen können. Der Redner tritt warm für die Vorlage ein und empfiehlt die Annahme. Abg. Wolf-Stadecken (Bb.) ist nach eingehendem Studium zu der Ueberzeugeng gekommen, daß die fetzige Vorlage gerechter und verbesserter wie die vorige ist. Mit den Bottchlagen d^r Abgg. Schönberger und Ulrich sei den Gemeinden Nicht gedient, da für sie die staatlichen Grundsätze nicht angewendet werden kountew Das Prinzip der Leistungsfähigkeit könne bei den Gemeinden nicht durchgesührt loerden, da dort sehr viele Betriebe 'eien, die Nicht leistungsfähig sind. Für die Landgemeinden liege fern Bedürfnis vor nach einer Reform des Gemeindesteuergesetzes. Das Prmxip der Leistung und Gegenleistung erkennt der Redner an, doch sei in der Vorlage an diesem Prinzip nock) viel zu viel festgehalteni worden. Die Freilassung der Oekonomiegebaude wurde Redner nicht mitmachen, damit nicht gesagt werden kann, die Agrarier * Das vrivilegienlose Helgoland. Man schreibt uns: Am 1. Juki d. I. wird die Felsenrnsel Helgv- land »ihre Privilegien verlieren, die ihr für die Zeit von 1890 bis 1910 gewährt worden waren, nachdem ihr das vucneüncrut Dr. Becker vertritt nach wie vor.den Standpunkt, daß, was von Ausschußmitgliedern bestätigtau?bat Reden des Abg. Ulrich nie recht zu entnehmen sei, was er eigen^ lick wolle Den Vorwurf, die Vorlage entlaste die Blitzenden und belaste die Nichtbesitzenden, weist Redner energisch zurr^ und bittet dringend, sich hinter die Vorschläge des Ausschusses zu stellen, damit der Gesetzentwurf in der jetzigen r^assung dem- nä*ftSiiÄ^bieDängemrin= Besprechung und die S.pung M. Juni, vormittags 1° Ufr. ^Abg Dr. Gutfleisch lsortschr. VolkW) teilt nicht die Freude verschiedener Abgeordneten, daß der Entwurf von 1904 nicht angenommen wurde: er sei sehr akzeptabel gewesen. Hatte man ihn damals angenommen, dann würde, besonders bei der Gewerbesteuer, ein Erfolg cingetreten sein, bei dem wohl einige Verbesserungen lsätten fcorgenommen werden mnssen, bei denen dann aber jeder mitgcarbcitct hätte. Durch diesen Versuch hatte man das Stadium der Unzufriedenheit rascher überwunden. Bei dem jetzigen Entwürfe wird von verschiedenen Seiten manches beanstandet. Sv werden z. B. von der Ersten. Kammer her bei dem Ertragswert Schwierigkeiten kommen. Mit der Freilassung der landwirtschaftlichen Oekonomiegebäude ist Redner nicht einverstanden. Der Redner tritt für eine möglichst gleicksattige Be-' Imndlung der landwirtschaftlichen und gewerblichen Verhältnisse in Land und Stadt ein. Die Warenhaussteuer sei nicht zu bc- fürwotten, sobald sie ruinös würde. Die Warenhäuser hatten den Nutzen gezeitigt, daß. sic das Publikum zur Barzahlung erziehen und die Kreditgewährungszeit beschrankten Bei der Besteuerung der Konsumvereine müsse man überall mit gleichem Matze ""^Abg. Ulrich (Soz.) macht zunächst einige persönliche Be merkungen gegenüber den Ausführungen verschiedener Vorredner und legt den Unterschied seiner Auffassung von der seines Parteifreundes Kolb dar. Die Rede des Geheimerats Dr. Becker bedeute für ihn keine sachliche Niederlage. Die Polemik dieses Redners gegen seine Vorschläge beweise, daß er (Ulrich) genau wisse, was er wolle. Wenn es sich darum handele, die Schwachen zu entlasten, sei er in jedem Falle für eine Vermehrung der Beamten. Er habe keine Utopien ausgestellt. Die Konsumvereine dafür zu bestrafen, wenn Nichtmitglieder bei ihnen kaufen, sei ungerecht, denn dieser Mißbrauch beruhe nur auf der laxen Auffassung gewisser Kreise. Das Gesetz, wie es vorlrege, werde in seiner Wirkung tatsächlich die Besitzenden leichter stellen, als sie nach meinen Vorschlägen in dec Steuerzahlung stehen wurden. Das sei für ihn die Veranlassung, weshalb er nach wie vor auf dem Standpunkt beharren müsse, Gestattung des Schuldenabzugs unter Wahrung der Koeffizienten, wie sie augenblicklich den einzelnen Steuerzahlern zur Last gelegt sind.________________________ Zunächst verliert Helgoland die Zollprttn- Uchm,"denken Helgoland galt bis jetzt für Zollcursland b. £ alle von Helgoland eingeführten Waren mußten verzollt werden, während Mgotanb keinen Einfuhrzoll erhob ^.le Besucher Helgolands werden tnt Juli also ver der Rückkehr von Helaoland ihr Gepäck nicht mehr den Zollbeamten auf den Schiffen Voranzeigen haben, und die Helgolands Schmuckqegenstände und Hummern gehen zol frei m Deutschland ein Dafür tritt aber ein anderer Uebelftand ein, Helgoland erhält ein Zollamt, das' Zoll auf alle vom Auslande eingeführten Waren legt. Die Zeit des billigen englischen Tabaks, der auf Heiland bis fetzt nicht mehr als in England kostete, ist endgültig vorüber. Das andere Privileg, 'das erlischt, ist die Befreiung von der Wehrpflicht. Im Herbst werden auf Helgoland die ersten Helgoländer Rekruten für die Marine ausgehoben werden, alle die jungen Männer, die nach dem 1. Suh 1890 gebore^ sind, die älteren sind nicht mehr heerespflichtig. Allzu viele werden es noch nicht sein, denu Helgoland soll mehr ÄLädels als Jungens auf der Insel haben, viele find au der Fahrt in den Meeren der Welt. Schönau bet Chemnitz, Zwickauer Str. 3, 8. Jan. 09. c>hre vorzügliche Scotts Emulfion kann ich gar nicht genug empfehlen. Ich habe sie meinem 9jährigen Sohne Kurt diesen Winter eine Zeitlang regelmäßig gegeben und bin mit den erzielten Erfolgen äußerst zufrieden. Der Junge war überaus zatt und so dünn, daß er überall .Storchbein' genannt wurde. Ste^ nm er verdrießlich und mußte immer zumEssen gezwungen werden. Dies ist jetzt ganz anders geworden. Der Appetit hat sich eingestellt, Kurt nimmt feine Mahlzeiten gern und regelmäßig, hat eine gute Gesichtsfarbe bekommen und bedeutend an Gewicht zugenommen. Eä- selbst hofft, durch ScottS Emulsion bald so ftark zu werden, daß er beftimmt einmal Soldat wird.' ^, vnma 60,0, wntrrtiFinSnhnrtafaurer Soll 44, unterphoSphoriglaure« Natron 2,0, pulv. Tragant Ä Lasier ,2S,0. A.kodol H O. H'-t»u arömatilche Emulsion mit Zimt-. Mandel- und ^-iilidernaSI >e S Troosen.-------- * Unverfroren. Erster Reisender: „Würden Sic mir wohl auf einen Augenblick Ihre Brille leihen?" — Zweiter Reisender: „Bitte, mein Herr, mit Vergnügen! — Erster Reisender : „Herzlichen Dank! Und da Sie fa "UN ^hre Zeitung doch nichl ohne Bttlle lesen können, sind Sie lvohl so freundlich, sie mir zu geben!" ' Handel. — Ostafrikanische Eis en b ah'n g esetlsch a ft Berlin Nach dem Geschäftsbericht für 1909 betrug die Gcsamteinnahme 1 627 295 Mark. Dagegen erforderte der Betrieb 1261 895 Mark Unkosten und ferner wurden dem Erneuerungsfonds 267 678 Mark und dem außerordentlichen Reservefonds II 80 548 Mark überwiesen, so daß nach Berücksichttgimg von 17172 .Kursverluste auf Effekten die Einnahme irufgebrmicht ist. Das Reich hat also die GT11. Sämtliche Vorräte in Fahrrädern und Nähmaschinen, neu und gebraucht. Eiserne und hölz. Waschmaschinen, Wringmaschinen, Pedale, Lenkstangen. Sättel, Laternen, Glocken. Hüntel u. 8,nftschlüuchc etc. etc. Besonders unter Preis Kassenschrank und Radfahrlernapparat. Geschäftslokal zu vermieten. Job. Fr. Schaaf, Giessen Obftbaum-Karbolirieum und andere Bedarfsartikel für Landwirtschaft und Gartenbau. 3116] Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Versende tro. geg. fro. Karte 5« v.10 45Pfg. Karte 52 v.48-160Pfg. Ringfreie Tapetenlnaustrle < C. 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