Mittwoch »S.Mai LSio Zweites Blatt Nr. 119 Gießener Anzeiger erscheint tS-Nch mit Ausnahme deS Sonntag-. General-Anzeiger für Gberhejfen Die „ete&mr LamMenblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblotl Mr den Etels Siehrn" zweimal wöchentlrch. Die „LandwirNchaftllchen Seit« fragen" erfchemen monatlich zweimal. 160. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnioersnälS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e=g® 5L Redakttom^^l 12. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Li ch, 24. Mcri. von 500-1000 Mk. , 1000-1500 , 1500-2000 , 2000-2.-00 . 2500—3000 , 3000 - 4000 „ 4000-6000 „ 6000—10 000 über 10 0C0 Mk. das Aache, „ 3 , v 4 , M 5 „ : ?: . 8 „ „ 9 <, , 10 w Die hochzcitrseierlichreiten in Lich. (Bon unserem Sonder-Berichterstatter.) HI. Hus dem hessischen Zinanzausschuh. R.B. Darmstadt, 24. Mai. In der heutigen Sitzung des Finanzausschusses der Zweiten Kammer, welcher von der Regierung die Herren Finanzminister Dr. Braun, Minister des Innern v. Homberg k, die Gebeünrätc Tr. Becker und Best, sowie Ober- sinanzrat Knell beiwohnten, brachte zunächst Präsident Reinhart die Tatsache zur Sprache, daß vom Finanzamt in Worms verschiedenen Arbeitern die Aufforderung zur Steuerdeklarations zugegangen sei, was lebhafte Klagen hcrvorgerufen habe. Ge- hcimerat Dr. Becker cwb Aufklärung dahin, daß eine Reihe von Arbeitern in Worms sich beschwert hätten, daß Kollegen von ihnen viel zu niedrig cingeschätzt worden seien. Darauf hat das Finanzamt Erhebungen angestellt, und cs hat sich ergeben, daß eine ganze Anzahl von Arbeitern um_ 4—5 Klassen zu niedrig zur Steuer zugezogen worden sind. Hierauf sei den beteiligten die Aufforderung geworden, nähere Aufklärung zu geben. Ge- hcimcrat Dr. Becker hält cs für absolut nötig, daß in unser Gesetz die Bestimmung ausgenommen werden soll, die Arbeitgeber sollten zur Angabe des Lohnes ihrer Arbeiter verpflichtet sein. Den: stimmt Abg. Brauer bei. Abg. Ulrich lehnt bei bem jetzt bestehenden Gesetz es ab, als Arbeitgeber die Löhne der Arbeiter anzugeben. Abg. Osann meint, daß es nicht als Denunziation an zu sch en sei, wenn auf behördliche Aufforderung der Arbeitgeber den Lohn oder Gehalt seiner Angestellten angebe, auch in Steuer- fachen müsse im Interesse der Allgemeinheit der Grmrdsatz der Wahrheit herrschen. Sodann ging man zur Gemeindesteuer über, insbesondere zur Gewerbesteuer. Bekanntlich hat die Regierung für die Heranziehung zur Gewerbesteuer eine neue Skala auf- gestellt. Abg. Molthan setzt den Unterschied zwischen dieser und den Vorschlägen der Handelskammern auseinander. Abg. Reinhart hat angesichts der Darlegungen der Handelskammern Bedenken gegen die Regierungsvorlage; die Vorschläge der Handelskammern seien wesentlich einfacher und übersichtlicher. Abg. Dr. O sann weist auf die von der Regierung aufgestelltc Tabelle über 98 Großbetriebe hin, in welcher gegenübergestellt sei die jetzige Bestcuerung gegenüber dem neuen Entwurf der Regierung; die dort gegebenen Ziffern ergeben die größten Unterschiede. Abg. M o'l t h a n beantragt, die Zuschläge erst bei 6 Prozent Reinertrag beginnen zu lassen. Im übrigen ist er für die Skala der Regierung, die dahin geht, weniger als 500 Alk. das Hache des Mehrertrags, träge wurden abgelehnt. Nach § 103 darf ohne Einwilligung des Inhabers nur der Richter Papiere d u r ch s e h e n. Die Bestimmung, wonach für den Inhaber auch ein bei der Führung des Geschäfts beteiligter Angestellter oder erwachsener Angehöriger die Durchsicht bewilligen kann, wurde dahin eingeschränkt, daß diese Vertretung nur zulässig ist bei Abwesenheit des Inhabers. Auch für die Aufforderung an den Inhaber oder Vertreter, der Entsiegelung und Durchsicht beizuwohnen, wurde die Sollvorschrist durch die Form „ist tunlichst" ersetzt. Weiter wurde ein Antrag Gröber sZentr.) angenommen, wonach der Inhalt der Schriftstücke, welche nicht mit Beschlag genommen werden dürfen, int späteren Verfahren nicht benutzt weichen dürfen. Damit soll aber nicht verhindert werden, die durch solche Papiere ermittelten Spuren in der Untersuchung weiter zu verfolgen. Bei § 104 wurde eine Bestimmung ausgenommen, nach welcher der Betroffene aus sein Recht, sich ein Verzeichnis der beschlagnahmten Sachen oder eine Bescheinigung, daß nichts beschlagnahmt ist, erteilen zu lassen, hinzuwciscn ist. Angenommen wurde ferner ein Antrag Dove (Vp^), wonach beschlagnahmte Gcschäftspapiere zur Verfügung des Inhabers zu halten sind, soweit der Zweck der Untersuchung es gestattet. Nach Erledigung des § 106 wurde über § 92 Absatz 2 der handelt betr. Beschlagnahme und Durchsuchung in denDiensträumeneinergesetzgebendenVersamnt- lung (Lex Erzberger). Der Regierungsentwurf untersagt ledrg- lich die Beschlagnahme von Schriftstücken und anderen Sachen, die sich in Verwahrung einer gesetzgebenden Versammlung befinden, lvenn die Erklärung von dem Vorsitzenden oder feinem Stellvertreter abgegeben wird, daß die Beschlagnahme dem Wohle des Reiches oder eines Bundesstaates Nachteil bereiten würde. Das Zentrum beantragt darüber hinaus als § 106 a folgende Bestimmung: „Beschlagnahmen und Durchsuchungen in den Diensträumen einer gesetzgebenden Versammlung dürfen nur mit Genehmigung des Vorsitzenden der Versammlung oder seines Stellvertreters vorgcnommen werden. Bei ihrer Vornahme ist der mit Bc- aufsichtigung der Räume beauftragte Beamte der Versammlung zuzuziehen." Die Freisinnigen ziehen die weitergehende Forderung, daß, wenn das Parlamettt versammelt ist, seine Genehmigung cinzu- holen ist, zugunsten des Zentrumsantrags zuriick, wonach nicht die Vollversammlung, sondern der Präsident oder bei seiner Verhinderung sein Stellvertreter die Genehmigung zu erteilen hat. Der Staatssekretär des Reicbsjustizamts Dr. Lisco verlas eine Erklärung im Namen der verbündeten Regierungen, wonach sie einer Einräumung eines derartigen Vorrechts für die Diensträumc der parlamentarischen Körperschaften nicht zu stimmen können, da weder dem Bundesrat noch den Räumen der zur Benutzung des Staatsoberhauptes dienenden Gebäude, noch den Dienstgebäuden der höchsten Gerichte, noch den Kirchen ein solches Recht zustehe und nicht ausgeschlossen sei, daß Personen, welche nicht zu den Parlamenten gehören, die Ashlfreiheit der Par- lamentsräume benutzen, um Ueberführungsstücke der Beschlagnahme zu entziehen. Hiergegen ivurde von der Linken uitd dem Zentrum lebhafter Widerspruch erhoben. Die Hinweise in der Regierungserllärung seien deshalb nicht zutreffend, weil es sich um selbstverständliche Einschränkungen handele, die nur dem Parlament gegenüber nicht beobachtet seien, wie der Fall P ö p l au-E rzb erger beweise. Wo es sich nicht um politische Dinge, sondern um das Interesse der Strafverfolgung gemeiner Verbrechen handle, werde der Präsident die Genehtnigung erteilen. Von konservativer Seite wurde dagegen der Antrag des Zentrums scharf bekämpft. Schließlich wurde der Antrag nach einer längeren Auseinandersetzung über die Tragweite der Erklärung der verbündeten Regierungen mit einer Mehrheit von 16 gegen 12 Stimmen angenommen. Nach § 107 sotten Sachen, die durch die strafbare Handlung dem Verletzten entzogen und in amtliche Verwahrung genommen sind, sobald ihre Verwahrung nicht mehr erforderlich ist, diesem ausgehändigt werden, soweit nicht Ansprüche Dritter entgegen!» stehen. Hierzu beantragten die Konservativen (Dr. Wagner, und Gen.) einen § 170a, wonach, wenn der Verletzte infolge der strafbaren Handlung Ersatzansprüche hat, und deren Verwirklichung ohne sofortiges Einschreiten gefährdet erscheint, die Beschlagnahme von Vermögensstücken des als Täter, Teilnehmer, Begünstiger oder Hehler verdächtigen, zur richterlicher Sicherung dieser Ansprüche zulässig ist. Die Beschlagnahme ist aufzuheben, wenn ihr Grund weggefallen ist; nach Ablauf von drei Wochen wird sie von selbst unwirksam. Gegen diesen Anttag wurde eingewandt, daß er nicht in das Strafverfahren gehöre und dem Strafrichter Aufgaben zu- weise, für deren Erfüllung ihm die Handhaben fehlen. Ter Antrag wurde zurückgezogen. Damit ist der Abschnitt: Beschlagnahme und Durchsuchung erledigt. Mittwoch Weiterberatung. memben überlassen, solche ernzuführen, auch hier ist die Grenze auf 1—5 Prozent des Umsatzes festgestellt. Darauf kehrte man zu der Frage der Besteuerung der landwirtschaftlichen £) e f o n omiegebäube zurück, welche nach dem Regierungsentwurse nicht sreigelassen werden sollen. Abgg. Molthan und Brauer sind für Freilassung, Da diese seither seit langen Jahren freigelassen seien. Abg. Dr. Gut fleisch ist gegen die Freilassung. Abg. Dr. Web er rechtfertigt seinen Standpunkt der Freilassung dadurch, daß die landwirtsck/aftliche Rente nur 3 Prozent sei. Minister v. H o m - bergt erklärt, daß die Regierung das Gesetz nicht zum Scheitern bringen lassen werde, wenn die Freilassung der Oekonomicgebäude beschlossen würde. Gegen 2 Stimmen wurde die Steuerfreiheit beschlossen. Nächste Sitzung Mittwoch. Aus dem Ltrasprozetzausschich des Reichstags. :: Berlin, 24. Mai. Der Strafprozeßaus schuß setzte die Beratung des zweiten Absatzes des § 92, betr. Durchsuchungen und Beschlagnahmen im Parlament, zunächst noch weiter aus. Zu § 101, der bestimmt, daß. bei Durchsuchung von Wohnungen, Geschäftsräumen oder befriedeter Besitztümer ein Gemeiirdebeamter ober zwei Gemeindemitglieder zugezogen werden sotten, wenn der Richter ober der Staatsanwalt nicht zugegen ist und der Zweck der Maßregel nicht gefährdet wird, lagen mehrere Anträge vor, die aus der Sollvorschrift eine Mußvorschrift machen wollten. Freisinnige und Sozialdemokraten verlangten die Zuziehung der Gemeindebeamten bezw. Mitglieder in jedem Falle. Angenommen wurde ein Antrag Gröber (Zcntr.), der die Sollvorschrist ersetzt durch die Form „ist tunlichst". Ein gleicher Beschluß wurde gefaßt bei § 102 in bezug auf die Vertretung des Inhabers der Räume oder Sachen, der der Durchsuchung beiwohnen darf, durch einen bei der Führung des Geschäfts beteiligten Angestellten ober einen erwachsenen Angehörigen, Hausgenossen oder Nachbar. Ferner wurde ein Antrag Spahn (Zentr.i angenommen, wonach dem Verdächtigen, der nock) nicht Beschuldigter ist, vor dem Beginn der Durchsuchung deren Zweck mitzuteilen ist. Weitergehende An- Zur kirchlichen Trauung hatten sich das Schiff und die Emporen der feinsinnig ausgeschmückten Stiftskirche mit Andächtigen gefüllt. Als hir^ nach 2 Uhr unter Vortritt des Kammerrar v. Löw das Brautpaar in die Kirche eintrat, setzte ein Orgelvorspiel ein. Zuerst erschien die Braut, geleitet von den Fürsten zu Stolberg und zu Solms, während ihre Mchten, die Prinzessinnen Anna Agnes, Elisabeth und Johanna zu Solms-Hohensolms-Lich die Schleppe trugen. Die Prinzessin war außer dem Myrthenkranze mit einem kostbaren Brillantdiadem, ein Hochzeitsgeschenk des Großherzogs von Hessen, geschmückt. Die Brautführerinnen schlossen sich an: die Prinzessin Helene zu Solms-Hohew- solms-Lich, die Gräfinnen Anna Elisabeth, Jutha und Auguste Eleonore zu Stolberg-Werniaerode, die Prinzessinnen Hertha unb Anna zu Psenburg und Büdingen-Büdingen, die Prinzessin Regina I. L. Reuß und die Gräfin Magna Maria zu Solms-Wildenfels. Hieraus folgte der Bräutigam in der Gala-Uniform des 1. Garde-Dragoner-Regi- ments, geführt von den Fürstinnen zu Solms und Stolberg, die Großherzogin von Hessen mit den Prinzen Reinhard zu Solms-Hohensolms-Lich und Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode, der Großherzog von Hessen zwischen der Gräfin Eonstantin zu Stolberg-Wernigerode nnb der Landgräfin von Hessen, die Burggräfin zu Dohna und der Landgraf von Hessen, die Prinzessin Marie zu Solms-Hohensolms- Lich, geführt von dem Burggraf zu Dohna und dem Vertreter des Großherzogs von Mecklenburg, Freiherrn von Heintze, Prinz Carl zu Bentheim und Gräfin Max zu ©tot* bera-Wernigerde, Graf Kuno zu Stolberg-Roßla und Prinzessin Ludwig zu Solms-Hohensolms-Lich, der Fürst zu Stol- berg-Roßla und Fürstin zu Reuß-Köstritz, Prinz Wilhelm zu Wied und Prinzessin Carl zu Bentheim, Prinz Ferdinand zu Stolberg-Wernigerode und Prinzessin Wilhelm zu Wied, Prinz Günther zu Schöirburg-Waldenburg und Gräfin Eberhard zu Stolberg-Wernigerode, Graf Lhnar und Prinzessin Sibylle I. L. Reuß usw. Nach dem Gesang der Gemeinde: „Jesu geh voran", dem Eingangsspruch unb der Schriftverlesung hielt Stiftsdcchant Klingclhösser die Trau- rede. Nach bem1 Gebet wurde das junge Paar unter dezentem Orgelklang eingesegnet, worauf Frau Kammersänger Fahr- Darmstadt das bekannte Wort der Ruth: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen" in tiefergreifender Weise vortrug. Nach Beendigung der kirchlicher! Feier verließ der Zug das Gotteshaus durch das Hauptportal in folgender Reihen- Deutscher und französischer Einfluß in ttteinasien. O Paris, 24. Mai. Es ist eine ziemlich ausfällige Tatsache, daß gerade im Augenblicke, da durch die Besprechung Kaiser Wilhelms mit dem französischen Minister des Aeußern Pichon in London die Friedensbestrebungen der Regierungen ins hellste Licht gerückt werden, gewisse französische Zeitungen, nicht nur nationalistische, einen wahrhaft fieberhaften Eifer zeigen, Polemiken über Fragen heraufzubeschwören, die immerhin eine Verschiedenheit der Standpunkte der beiden Völker hervortreten läßt. Neben schutzzüllnerischen Drohungen erscheinen auffallende Artikel gegen die Balkan> Politik der germanischen Zentralmächte, unangenehme Be- trachttlngen über die Zustände in Elsaß-Lothringen und recht gehässige Unterstellungen gegen die deutsche Politik wegen des Widerstandes des Sultans von Marokko, seinen Verpflichtungen Frankreich gegenüber nachzukommen, obgleich für diese nicht die geringste Motivierung geboten wird. Nun sucht man auch das schon stets mißliebige Auftreten Deutschlands in Kleinasien neuerdings zu verdächtigen, wobei das „Pariser Journal" den Ton angibt. Es verösfentlicht nämlich folgende Privatdepesche aus Jerusalem unter der Ueberschrift: „Seltsam e Haltung des Prinzen Eitel Friedrich in Palästina": „Man hat wenig von der Reise des zweiten Sohnes Wilhelms II. gesprochen. Festgestellt muß werden, daß diese sich auf die Einweihung des protestantischen Sanatoriums auf bem Oelbcrgc unb auf die der katholischen Kirche auf dem Zionberge beschränkt zu haben scheint. Die ganze übrige Zeit wurde zu Spaziergängen und zu schnellen Ausflügen in der Umgebung von Jerusalem verwendet. Das Charakteristische bei dem Aufenthalte des Prinzen Eitel Friedrich war die zur Schau getragene völlige Vernachlässigung der ottomanischen Zivllbchörben. Dagegen beeilte er sich, sofort nach seinem Eintreffen ohne äußerlichen Prunk den verschüocnen religiösen Oberhäuptern unb namentlich dem armenische^ Patriarchat einen Besuch abzustatten, bevor er sich nach dem Serail begab, der 'doch auf seinem Wege lag. /Dieses Vorgehen hat die muselmännischen Kreise in lebhafte Aufregung versetzt. Uebrigens hat der Prinz unaufhörlich jede Herzlichkeit für die kirchlichen Persönlichkeiten ausgespart. Kurz, sein ganzes Vorgehen rief den Eindruck einer Person hervor, die eine unter dem wachsamen Auge Wilhelms II. eingetrichtcrte Lektion wiederholt und betätigt. Es bat ganz den Anschein, als habe Deutschland bezeugen wollen, daß es sich zum Beschützer aller Ehristcit gegen d i c Muhammedaner auf toi r f t. Ein an sich unbedeutender, aber bezeichnender Zwischenfall ist da hervorzuheben. Bei der Einweihung des Augusta-Viktoria-Sanatoriums maren alle Konsuln und die Oberen sämtlicher kirchlicher Gemeinden persönlich cingeladcn worden. Alle Konsuln, mit Ausnahme des französische,!, der sich bei dieser Gelegenheit an die Weisungen unseres Botsck-afters in Konstantinopel, Herrn Bomvard, gehalten hatte, waren bei dieser Feierlichkeit erschienen. Die Kustodie selbst hatte sich nur durch einige deutsche Franziskaner vertreten lassen, aber ihr Oberhaupt hatte unser Beispiel befolgt und sich des Erscheinens enthalten. Anderersnts hat Oesterreich als katholische Macht die Notwendigkeit cmp- sunden, auf die Bevölkerung zu reagieren, indem es nach der Abreise des Prinzen Eitel Friedrich einen Pilgerzug in Begleitung einer Abteilung österreichischer Matrosen nach Jerusalem entfaubte-. Die von Deutschland in Palästina gemachte Kundgebung steht offenbar mit dem Eindringungsplane in das türkische Asien in Verbindung, der in Berlin ausgearbeitet worden ist." Es fehlt also nichts in diesem Artikel, nicht einmal der Hetzungsversuch gegen den Verbündeten Deutschlands. Der Ausschuß stimmte schließlich einstimmig diesen Vorschlägen zu. Bei der Warenhaus st euer wurde den Gemeinden hie Befugnis der Einführung gegeben. Als Grenze, innerhalb welcher die Gemeinden die Steuer erheben können, wurden 1—5 Prozent des Umsatzes angenomm e n und zwar gegen eine Stimme. Auch bezüglich der Steuern auf Filialgeschäfte wurde den Gefolge: Zwei Lakaien, ein Leibjäger und ein HauSvffiz-iant, Kammerrat Freiherr von Löw, das Neuvermählte Paar, die Brautführerinnen, die Großherzogin von Hessen mit ben Fürsten zu Solms und zu Stolberg, der Großherzog von Hessen und die Fürstin zu Solms, Prinz Reinhard zu Solms- Hohensolms-Lich mit der Gräfin Eonstantin zu Stolbergs Wernigerode und der Fürstin zu Stolberg. Um 3 Uhr fand im Schlosse die Gratulations- cour statt, anschließend im „Großen Saal" die feierliche Galafest täfel. Wunderbar stimmungsvoll erschien der kostbare Silberschmuck des fürstlichen Hauses und der reiche Blumenflor zu der ganzen Innenausstattung des Saales Auf dem weißen Tafeltuch der hufeisenförmig gedeckten Tafel glänzten und blitzten die silbernen Teller und Bestecke, sowie das herrliche Krystall verführerisch. 73 Gedecke waren aufgelegt. Zur Rechten der Prinzessin Hermann hatte Platz genommen der Fürst zu Stolberg-Wernigerode, zur Linken des Prinzen Hermann die Fürstin zu Solms- Hohensolms-Lich, es folgten der Großherzog, die Gräfin Constantin zu Stolberg-Wernigerode; den Neuvermählten gegenüber saßen die Großherzogin von Hessen und ihr Bruder, der Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich, neben dar Großherzogin reihten sich Prinz Wilhelm zu Stolberg-Werni- aerodc, weiter die Fürstin zu Stolberg Wernigerode, der Landgraf von Hessen usw. an. Die erste Ansprache an die Neuvermählten hielt der Fürst zu Solms-Hohensolms-Li ch; der Fürst zu Stolberg-Wernigerode folgte mit einem Trinkspruch auf das Haus Solms. Die Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wllhelm spielte während der Tafel, die gegen 6 Uhr aufgehoben wurde, fröhliche Weisen. Gegen 7 Uhr brach das junge Ehepaar nach Frankfurt a. M. auf. Es wird eine zweiwöchige Hochzeitsreise nach dem Süden unternehmen und dann in Radenz in den Ostmarken des Reichs dauernd wohnen. Aus Stadt und Land. Gießen, 25. Mai 1910. "Von der LandeS-Universität. Dr. med. Kurt Laubenheimer, Prioatdozent für Hygiene und Bakteriologie an der Landeslmiversität, hat auf die venia legendi verzichtet. Er siedelte mit Professor Dr. Kostet, dessen erster Assistent er am hiesigen hygienischen Institut war, nach Heidelberg über. " Studentische Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeamte. Donnerstag, 26. ds. Mts., abends j/29 Uhr, findet in der höheren Mädchenschule ein Vortrag mit Lichtbildern über den Kometen statt. Auch Damen und Herren, die nicht an den Kursen teilnehmen, sind willkommen. " Einrichtung einer Postagentur in Klein- Linden. Vom 1. Juni ab wird in Klein-Linden eine Postagentur eingerichtet, deren Dienststunden wie folgt festgesetzt wurden: a) an Wochentagen: von 8—11 Uhr vorm. und von 3—6 Uhr nachm.; b) an Sonn- und allgemeinen Feiertagen: von 8 bis 9 Uhr vorm. und von 12—1 Uhr nachm. Dem Landbestellbezirk der neuen Postagentur werde? die Orte Allendorf a. d. Lahn und Lützellinden zugeteilt. Klein-Linden ist zum Nachbarortsoerkehr mit Gießen zu- gclasien, für den Postoerkehr zwischen diesen beiden Orten und ihren Landbeslellbezirken findet also nach wie vor die Ortstaxe Anwendung. Ms den ganzen Tag ^^«^ochuMags und L,t"b Nortliumberland- an™u letzte* Konzert nMcwmaen. Abends ganzen ÄMellnngs slabnbungen der Tnr im. "JU4* ontetnaL Sahel). Nachm. 4 Uhr Mai, norm, von 8 Uhr Florett). Arena: Nachm. :et FMalMub 1884 qer. iucu der Arena, anher eitflfl it. LamStag. nachm. er Hrstiib Nottbumber- : on lunc und des Munk Cmrlmven. An allen ibübnc, Rodel und Noch nlviele. Akitaro Lao, Marokkanische Tvrinaer Schaubühne: IM.öflK Rodelbahn. Schienhalle. ^aivcrilbcater,Tanzboden untn “.. ' tien " ^lephon kl ^-Konkurrenz. miof —__ Mb Karsorkc «Berlin, Spi* * »ommerfeit HÄJ1 ♦♦♦♦♦♦44 in^rkram den 29. Mai lieMchmich btt 12^Ubr2onntagMtt chnrg nach Niedcwemar Sieben ab F Marburg Sud an E M Marburg Süd ab 2 - Bottsbausen an - Regenwelter abends 8-l, Utz fast Ebel »♦♦♦HW iTwänfaef Äs»«* i ilonbes; «ot(tlinbe^_ ttst'etzung8 ^ Mittwoch k1 ^c3,S^uj,Ir- #&»**** Giess‘^,<^ ** £> 11 n h't o u51Tc Hirng. Man schreibt int§: Die all- tttinchtc Ausstellurrg des Ver-crns Hundesport am kommenden Sonntag auf der Liebigs höhe scheint alles in dieser Richtung in den letzten Jahren C^ebntent weit zu übertreffen. Es sich) rund 370 Hunde gemeldet, etwa 80 mehr als bei früheren Ausstellungen. Auch das Ausland beschickt die Ausstellung, es liegen Meldungen aus Lüttich und aus ZaDidovic in Bosnien vor. Als Preisrichter sind hervorragende Stmioloqen gewonnen TaS Preisricbten unb die Prämiierung, wohl der weitaus interessanteste Teil der Ausstellung, beginnt punkt Uhr vormittags und dürste sich bis in den Mittag hinein hinziehen. Jedenfalls kann der Besuch der Ausstellung allgemein empfohlen werben. Besonders aufmerksam gemacht sei auf bic am Montag stattsinbcnbc Polizeihunbeprüfung auf bem hinteren Teile bcs Trieb. Es werben 17 Hunde vor- geführt, barunter solche, bie sich burch Entdeckungen von Verbrechen einen Namen gemacht haben. Es empfiehlt sich, Eintrittskarten zur Polizeihuudeprüiung schon am "Sonntng auf der Ausstellung zu lösen. Tie Polizechundcprüfuuq dürfte sich bis nachmittags 6 Uhr hinziehen, sie beginnt pünktlich morgens 8 Uhr, die Vorführung eines jeden Hundes nimmt etwas mehr als eine halbe Stunde in Anspruch. Tie öunic unserer Gießener Polizeibeamtcn kommen erst, am Nachmittag zur Vorführung. — Lollar, 24. Mai. Der bekannte Piston-Virtuose, Hof- und Kammermusiker Louis Kümmel-Darmstadt wird am 5. Juni gemeinsam mit unserem Gesangverein „ßteber- täfel", dessen Mitgründer unb Ehrenmitglied ec ist, ein Konzert veranstalten. Da der Künstler in absehbarer Zeit nicht mehr in unserer Nähe zu hören sein ivird (Kümmel geht mährend der Sommerferien der Großh. Hofkapelle nach der französischen Schivciz), so wird gewiß auch mancher Gießener Musikfreund, vor allem aber mancher persönlicher Freund des Künstlers, an dem Tag einen Ausflug nach Lollar unternehmen. Da§ Konzert findet in dem Vereinslokal der .Liedertafel" statt. ? Alsfeld, 24. Mai. Der Rhein-Main-Ver- band des „Bundes deutscher Gastwirte" hielt heute hier seinen 2 7. D e l c g i e r t e n t a g ab-. Die Zentral- »>orstandssitzung fand tun Abend vorher im „Deutschen Haus" statt. Dienstag früh um 10 Uhr begannen die Verhandlungen auf dem gut besuchten eigentlichen Vcrtretertag im „Deutschen Kaiser". Der Vorsitzende des Lokalvereins Alsfeld, Gastwirt A. Schweizer, begrüßte die Versammlung. Tie Leitung der Tagung erfolgte durch den Ver- bandsvorsitzcnden C. H au st-Darmstadt. Wi tige Anträge und Fragen standen zur Beratung, wie z. B. die" Frage der Zuziehung Sackwerständiger aus dem Gastwirtsgewerbe bei Konzessionserteilungen; sowie beim Erlaß von Reglements, die das Wirtegewerbe betreffen. Die Konzessionspflicht beim Flaschenbierhandct und die Prüfung der Bcdürfnis- fragc dabei wurde gefordert. Privathotels, Privatpensio- iien und Privarkostgcbercien sollen einer geeigneten Aufsicht bezw. Kontrolle unterstehen und als 'Gasthausbetrieb im Sinne des § 33 der Reichsgewerbeordnung angesehen werden. Eine einheitliche Spielzeit für Automaten und Musikwerke ist sür das ganze Großherzogruin wünschenswert. Ein Antrag des Gastwirtevereins Darmstadt fordert dazu auf, dahin zu wirken, daß der Zwang für die Einjährig-Freiwilligen, in den Kasinos speisen zu müssen, aus- gehoben werde. Ein gemeinsames Essen sand im „Deutschen Haus" und abends ein Ball im „Deutschen Kaiser" statt. Die Firma L, Spiegel und Sohn in Ludwigshafen har ein Riesen-Orchesteral aufgestellt, das Interesse erweckt. Ter Mittwoch ist vorzugsweise geselligen Veranstaltungen gewidmet. r. Ulrichstein 24. Mai. Man hat jetzt fcstgestcllt, daß der Mann, der in RebgeShein und Lauterbach sich Fahrräder erschwindelte, identisch ist mit dem im Jahre 1868 geborenen Heinrich Holl au§ Daisbach (Untertannns), der von verschiedenen Staatsanwaltschaften wegen Betrügereien und Diebstählen gesucht wird. — Büdingen, 24. Mai. Tie 2 9. Jnftruktions-i stunde des Verbandes der Krankenkassen und der Ge- meinben als Träger bcr^Krankenversicheruug im Großhcrzogtum Hessen finbct hier am Sonntag, 29. Mai, nachmittags 3 Uhr, in bem Saale bes Gasthauses „Zum Stern" statt. Es Werben besprochen: bie Rcichsvcrsicherungsorbuung unb praktische Vermal tungsfragcn. § Hirzenhain, 24. Mai. Der diesjährige Jmker- kursus des „Oberhessischen Bienenzüchtervereins" findet vom 19. bis 25. Juni hier statt. Die Vorträge halten bic Lehrer Hensel hier und Buß-Leihgestern. An dem Musterbienenstande des Herrn Hensel finden praktische Vorführungen für die Knrsusteilnehmcr statt. -o. Oppenheim, 24. Akai. Großes Aufsehen erregt hier die bei der Ordnung des Nachlasses gemachte Entdeckung, daß der kürzlich verstorbene Rechtsanwalt Justiz- rat Hubert an ihm anvertrauten Geldern Unterschlagungen verübt haben soll. Es wird bereits von 1 00 000 Mark gesprochen, deren Fehlen festgestellt sei. Hubert soll für Liebhabereien seit vielen Jahren bedeutende Summen gebraucht haben. Er war etwas exentrisch veranlagt. So bestimmte er z. B. im Testament, daß die Asche seiner Leiche, die im hiesigen Krematorium verbrannt wurde, in den Rhein gestreut werden sollte, welcher Wunsch auch von der Rheinbrücke herab erfüllt wurde. [J Marburg, 24. Mai. Mit dem hier zu errichtcuden Diakonissenhaus soll auch ein großes Krüppelheim verbunden werden. Botschafter Frhr. v. Stumm zu Holzhausen bewilligte hierfür allein 10 000 Mk. Die Nachricht, daß auch in Kassel und Fulda solche Heime errichtet werden sollen, bestätigt sich nicht. — Der im vorigen Jahre nach 48jährigcr Dienstzeit in den Ruhestand versetzte kurhessische Bürgermeister Mengel in Roßberg begeht morgen mit seiner Gattin das Fest der dianiantenen Hochzeit. Der Jubilar ist 86, seine Frau 80 Jahre all. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e u. In Birklar nnirbc bic älteste Frau bes Dorfes, Katharine Weisel, geb. Sckmeidcr, zu Grabe getragen. Sie hatte bas hohe Alter von 9ö Jahren erreicht unb war bis in bie letzte Zeit noch gcsunb unb geistig frisch. — Hcinr. M ö ck e l zu Ai aibacb würbe zum Bürgermeister biescr Gemeinde gewählt und bestätigt. Gießener Strafkammer. )( Giesien, 24. Mai. Aus Furcht vor dem Arbeitshaus hat bei- Bettler H. M. aus Haspe ein Schöffengerichtsurteil angefochten, nach ivclchcm er wegen Bettelns rmb Lanbstreichens zu Butzbach neben einer fünfwöchigen Haststrafe, zur Ucberivcisuug an bic Lanbespolizcibchorbe verurteilt Worben ist. Seine Berufung begrünbet er bamit, er sei burch bie vielen Unterbringungen in Arbeitshäusern bcrart körperlich heruntergekommen, baß er nicht mehr in bet Lage sei, arbeiten zu können; er habe keinen UnterstützungsWohnsitz und finde nirgends Unterkunft, weshalb ihm nichts anbered übrig bleibe, als zu. betteln. Abgesehen davon, baß ber Angeklagte noch recht rüstig zu sein scheint, beftanb für vas Gericht kein Anlaß, bas Urteil zu änbent, da alle Voraussetzungen zur Ucbcnvcining vorliegen, Im übrigen ist es isachc ber Verwaltungsbehörde, dem Angeklagten für Unterkunft zu sorgen. Das Urteil wurde bestätigt. GerichtrsaaU F.C. Erbach i. O., 24. Mai. In beut Erbschaftsstreitprozeß int gräflichen Hause zu Erbach-Erbach hat bas am 2. Dezember 1907 int „Englischen Hof" zu Frankfurt a. M. tagende Schiebsgericht, bas auf Antrag ber Agnaten bes Hauses ciu- berusen war unb aus bem Fürsten Ehristian Ernst zu Stolberg- SBentigerobe, bem Grafen Wilhelm zu Solms-Laubach unb bem Prinzen Hermann zu Sehönburg-Walbeiiburg als Richter bestaub, beit Erb-Grafen Erasmus wegen seiner Mißheirat mit Dora Fischer ber Sukzession in die Stanbesherrschast Erbachs- Erbach unb zu Wartenberg-Roth verlustig erklärt. Dieser Sckicbs- spruch würbe von Erasmus als zu Unrecht ergangen burch Klage beim hiesigen Landgericht angefochten, worauf er als ungültig unb für ben Erbgrafen nicht binbenb erklärt würbe. Auch bie von den Agnaten eingelegte Berufung beim Oberlandesg.richt bestätigte bas lanbgerichtlichc Urteil. Tie hiergegen eingelegte Revision beim Reichsgericht würbe nunmehr verworfen. Tie jetzt am Landgericht schwebenbe Festftellungstlagc wirb bas Weitere bes Prozesses ergeben. Es kommt jetzt darauf an, ob ber Erbgraf bei Eingehung ber Ehe wirklich — wie bas Landgericht Frank- surt bereits festgestellt — geistesgestört war, Kirche rind Schule. Stuttgart, 23. Mai. Ter Reichsschulausschuß ist hier unter bem Vorsitz bes Wirllichen Geheimen Ober-Regierungsrats Präsibenten Tr. Kelch zusammengetreten. Es nehmen fol genbe Herren als Mitglieber teil: Ter Königlich preußisch: Wirk:. Geh. Oberregierungsrat unb Abteilungs-Dirigent im Ministerium ber geistlichen, Unterrichts- unb Mebizinalangclegenheiten Dr. Köpke, ber Königlich bayerische Geh. Rat, Prorektor ber Technischen Hochschule in München Prof. Dr. Ritter von Dyck, ber Königlich sächsische Geh. Schulrat unb vortragenbe Rat im Unterrichtsministerium Tr. Seeliger, ber Ministerial-Direktor im Königlich württembergischen Kultusministerium Dr. von Ableiter, ber Großherzvglich hessische Geheime Ober-Schulrat Nobnagel unb bet Schulrat für bas höhere Schulwesen ber freien Hanscstabl Hamburg Professor Tr. Bruett. Der Ausschuß wirb nach Be- enbigung seiner Beratungen einige Schulanstalten besuchen. * Brä n d e. In Petersburg ist ein großer Teil des Stadtarchivs abgebrannt. Wichtige Besitztitel bet Stabt sind vernichtet. Anscheinend handelt es sich um Btandstistuug. — In Wannsee ist bic von Professor Lheviunc bewohnte Villa heute nacht niebergebrannt. Eine Sammlung kostbarer Äbusikinstrumcnte ist vernichtet worben. — Im Torfe Wiolo - mit bei Scharsenort wütet ein Feuer; mehrere Wirtschaften sind bereits abgebrannt. — Auf ber bem Riebeckschen Montanwerke gehörigen Grube „Paul" würben burch Großseucr bic Brikettschuppen mit einer Million Naßpreßsteine unb 500 Labungen Briketts eingeä scher t. Auch auf einer anberen! Grube in ber Provinz Sachsen, bie ber Wetschen-Weißenfelser Braunkohlen-Gesellschast gehört, vernichtete ein Feuer große Mengen von Briketts unb Preßsteinen. * Ein Hclb. Aus M u n st c r in Westfalen wirb gemeldet: Beim Heizen ber Lokomotive eines fahrenben Petsonenzuges gewahrte ber Heizer Mehl unter beit in bie Feuerung geworfenen Kohlen eine D y a m i t p a t r o n e. Schnell entschlossen, griff er in bas volle Feuer unb holte sie heraus. Er verhütete baburrf) eine schwere Katastrophe. Die Eisenbahnbircktiou überwies ihm für sein helbenhaftes Verhalten eine namhafte Gelb- spende. * Ein sehr begehrter P o st e n ist bet bes Gemcinbe- vorstehers von Rahnsborf. Die 1100 Einwohner zöhlcnbe Lanb- genicinbc will zum 1. Juli einen Gcmeinbevorstehet mit einem Gehalt von 2400 bis 3600 Mark, 600 Mark Mietscntschäbiguug unb 500 Mark Dienstaufwaubsgelber anstellen. Um biescn Posten bewerben sich nicht weniger als 227 Personen. Die Bewerber sind Verwaltungsbeamte aller Art, Referenbare unb Assessoren, crnci) Militärs vom Gesrciten ber Reserve bis zum Major n. D. * D i e Hebung ber „M a i n e". Die „Maine", bas amerikanische Schlachtschiff, bas kurz vor bem Ausbruch bcs spanisch-amerikanischen Krieges im Hafen von Havanna durch eine Explosion zu Grunde ging unb versank, soll auf Kosten ber amerikanischen Regierung geh o b c n werben. Ein neuer Gesetzentwurf, ber bereits eingebracht ist, sieht zu biesem Zwecke 400 000 Mark vor; boch zweifeln bic Fachleute baran, baß bleset Betrag für bic Arbeit ausreichen werbe, Kleine Tageschronik. In Paris vergiftete sich eine Cousine des in den Candiberummel verwickelten Dr. Petit, Frau Molars, mit Leuchtgas. Der Dampfer „Frank Goobyear" sank gestern abend nach einem Zusammenstoß in bet Thun beb ah. 19 Personen finb ertrunken. Der Eilzug 94 Breslau—Glogau entgleiste um! 9 Uhr 35 Miu. vormittags bei dem Ausgange aus beut Bahnhofe Kleinbre sa mit sämtlichen Wagen. Verletzt würben vier Personen. Tic Sperrung bauert voraussichtlich 12 Stunbeu. Der Verkehr wirb durch Umsteigen aufrechterhalten. Die Ursache ber Entgleisung ist noch nicht festgestelll. In Halle a. b. S. mißhandelten gestern abend zwei aus> ständige Tapezierer, Gebrüder Renner, einen arbeitswilligen Kollegen und griffen einen zu Hilfe eilenden Schutzmann an. Dieser zog in der Notwehr blank nnd verletzte beu älteren durch Säbel® hiebe so schwer, daß et in der Nacht im Krankenhause starb. — Kur ze Nachrichten aus Kunst u. Wisscnschaft. Zum 19. Juli, bem 100. Tobestaq ber K ö n i g i n L n i s e, werben vorn preußischen Bunbesministerium in Vcrbinbiing mit ben Kultusministerien ber anbercn Bunbesstaaten Tenkschriften für bie Schüler vorbereitet. — Tas „fünfte Deutsche Bachfcst " finbet vom 4. bis 7. Juni hi Duisburg statt. — Ter Physiker, Geheimer Rat Ptofesfor Tr. vhiL August Toevler in Treiben feiert am 25. Mai das fünfzigjährige Doftorjnbilänni. Er ist am 7. September 1836 zu Brühl bei Bonn geboren. — Sir John M u r r a y hat seine neue Expedition z u T i c f s e e f o r s ch n n g e n im Nord- atlantischen Ozean auf bem besonbers für berartige Unternehmungen erbauten und von der norwegischen Negierung zur Verfügung gestellten Tamiüer „Michael SarS" un April von Plymouth ans angetreten. — Ter französische Schriftsteller Jules Re narb ist in der Nacht zum Sonntag in Paris gestorben. — Peter N o s e g g e r ist an Bronchitis erkrankt, der Znstanb ist aber, obwohl er ficb täglich verschlimmerte, nicht unmittelbar lebensgefährlich. — Das militärische Schauspiel „Tic letzten sechs Wochen" von Leo Jungmann, bas in Bremen, Lübeck, Biclesclb und Kreuznach nnbeanstanbet aufgeführt worben war, würbe von ber Berliner Zensur verboten. — In Berlin würbe am Dienstag ohne jeben Prunk ber neue Königliche Botanische Garten für eröffnet erklärt. — Dem E h c f r c b a f t c u r des „Dresdener Anzeiger s" Professor Dr. phil. Leonharb Lier würbe vvm König von Sachsen bas Ritterkreuz 1. Klasse bes Albrcchtsorbeus verliehen. — Auf eine 25 jährige Tätigkeit als Universitätsprofessor kann am 27. Mai ber bekannte Historiker Geh. Hofrat Dr. Karl Lamprecht in L c i p z i g zurückblicken, ber u. a. auch in Marburg wirkte unb zwar von Ostern bis Dezember 1890. — Der Maler Subwig Willroibcr ist am Sonntag in Benr ied am Starnberger See nach langem, schwerem Leiben gestorben. — Auf ber nächsten Generalversammlung ber Goethegesellsckmst werben etwa 25 Vertreter ber English Goethe Society in Weimar ciutressen, und in ihrem Namen wirb biesesmal ber Taylorian Professor Dr H. G. Ficblcr von ber Universität Oxford in einer Ansprache bie Grüße ber englischen Schwe|tcrgesellsck>aft überbringen unb eine Urfunbc übergeben. — Die Erhebung von Eintrittsgeldern für bic bayerischen Staatsgalcrien Würbe von der Abgeordnetenkammer allein durch die Stimmen des Zentrums zum Beschluß erhoben, trotz lebhaften Widerspruchs der Liberalen und Sozialdemokraten Danach soll künftig an vier. Wochentagen eine Mark Eintrittsgeld für die Person gefordert werden, Handel. — 4 % t a e Deutsche Schutzgebiets-Anleihe von 1910. Laut Bekanntmachung in unserer heutigen Zeitung nimmt die hiesige Niederlassung ber Tarmftdbter Bank Anmeldungen zum Kurse von 101°/, cntaegen. Tic A nl ci h c i |t durch bic Bürgschaft bcs Deutschen Reiches s i ch e r g e st c l l t. Der Kurs kann als sehr billig bezeichnet werben. Tic Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 23. Mai 1910. Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. Ai. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 80—82 Mf. '/, Kg. Schlachtgew. 95-100 Vf. 7, „ 667,-69 ,, 7, Kg. 80—88 Psg. 7, , 80—84 „ 7, „ 80-96 „ Getreibepreise in M a n n h e i m Brotprcise in Gießen Weizen 100 Kg. 21.25 00.0 • Mk. Roggen 100 Kg. 16.25-00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 62 Big. Schivarzbrot 2 Kg. 54 Pfg. Müuer sche baöennttalt. Wasserwärme der Lahn 1 6 ”R. Meteorologische Beobachtungen der Station Eichen. tc Wetter CO5 Mai Ulu 2" = ? -s « ff -§f F- öS S r_, «d eo LI. 29\! 746,7 22 3 6 9 35 NE 4 0 24. 92‘ 746 6 16 4 8,7 62 NNE 2 j 0 25 736 748.2 13,3, 8,9 78 N I 2 0 | I I • I I Höchste Temperatur am 23. bis 24. Mai — J~ 22,3 0 0. 9liebviq|te p „ 23. , 24. „ = + 9,8 tiC. ,,Ein überraschender Erfolg!" Wieviel zweckmäßiger ist eS doch, den in der Entwickelung zurückgebliebenen Kindern ein seit vielen Jahren als vortrefflich erprobtes Nährmittel zu geben und dadurch die beabsichtigte Stäckling rascher und sicherer herbeizuführen, al? verschiedene Mittel auSzuprobieren, wodurch oft kostbare Zeck verloren geht. Als zuverlässiges, die Ernährung nachhaltig unterstützendes Nährmittel steht Scotts Emulsion in erster Linie da, was anch aus folgenden Zeilen hervorgeht: Brannschweig, Stodenstr. 22, 22. Jnli 1908. „Ich kann nicht umhin, Ihnen den überraschenden Erfolg mitzuteilen, beit ich burch ben Gebrauch von Scotts Emulsion bet meinem Töchterchen Irmgard erzielt habe. Tic Kleine war vom ersten Tage ihrer Geburt an schwächlich unb hatte besonberS äußerst zarte Knochen. Nachbem ich ein halbes Jahr lang verschiebene Kräitigungsinittel ohin Erfolg angewenbet hatte, griff ich nach Scotts Emulsion, bic in verhältnismäßig kurzer Zeit bat gewünschten Erfolg eintreten ließ. Tas Kinb hat sich zusehenbs erholt unb ist heute so kräftig imb bli'ihenb, baß es seinen Altersgenossen in nichts nachstcht." (gej.) Wilhelm MarahrenS. Die beinerkcnsiverte Nährkraft von Scotts Emulsion ist einzig den bei der Herstellung zur Verwendung gelangenden erstklassigen Noh- malcriaticn zuzuschreiben, die im Scottschen ^id^T b®ar(ÄVerfahren zu einer rahmartigen, wohlschmecken- 1ch^D«t°hrc°bl ben Emulsion verarbeitet sind. ecotte «Lmulston rotrö oen unv auSichlichUch NN großen verkauft, und «war nit [ole nach Gewicht ober Mag. lonbern nur In versiegelren Ortginalflajchen tu Sa«on mit unterer Schutzmarke (Fischer mit Dem Dorsch). Scott u. Bowne, G. m h. H, Franksuri a. M. Bestanbkette: Feinster Mevizinat-Ueberiren 150,0. ortme Glyzerin bB,0, unterpfjoepbongtourer Kalk 4,3, unterphoSpbodg'aurte 'JZatron 2,u, pule. Tragant 8,0. feinster arad. Gummi pulv. 2/), beftüL Wasser 129A>, Ultohol 11,0 Hierzu aromntitebe GmnlNon mit -ftmi-, Mandel- und oianUberiaSl >e r Tropsen. Beim Rauchen. Es ist merkwürdig und gewiß den meisten Frauen unverständlich, daß so viele Männer am Rauchen gefallen finden können. Und doch muß ein eigener Genuß darin liegen, den sogar manche Frau nicht gerne mehr missen möchte. Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach dem größeren oder kleineren Genüsse derselben im Munde und Rachen des Rauchers jedesmal ein unangenehmes kratzendes Gefühl, das nur zu leicht sich festsetzen und in hartnäckigen Rachenkatarrh ausarten kann. Diesen zu verhüten, gibt es kein besseres und zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach beendete» Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-Tablctten im Munde langsam zergehen zu lassen. Sofort verschwindet die unangenehme Beigabe des Rauchens, der Mund und Atem werden wieder frisch und angenehm. Jeder Raucher sollte daher Wybert-Tabletten beständig bei sich führen. Wybert-Tablctten können in allen Apotheken in Originalschachteln a Mk. 1.— bezogen werden. 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Wagst du es meine Tochter aus den Flammen zu holen ? Die goldene Freiheit sei dein Lohn. 7. Szene. 2. Szene. Ueberfall auf den Herzog von Piompino. Kamps umZ Leben. Rettung durch den Knappen. 3. Szene. Die Belohnung. Abgewiesene Dankbarkeit. Dafür in den Kerker. 6. Szene. Waghalsige Rettung der Prinzessin. Spannende Situation! 8. Szene. Eilige Rückkehr. Es fehlt nur noch ein Tag zur festgesetzten Stunde. Die Belohnung. Verleihung der Ehrenkette und Ernennung zum Herzog. Ende gut, Mes gut, spannendes Drama. Zolgeuslhuiere Umrschtigleit, ergreifendes Drama. Das Glück kommt über Nacht, 1,™^^ Tonbild: Das letzte Lied der Märtyrer, gesungen von M. Vigneau und der Komischen Oper, Paris. 04275 NB. Bei der eben herrschenden Hitze ist für vorzügliche Ventilation gesorgt. 4. Szene. Der Brand im Schloß des Herzogs von Piompino. Menschenleben in Gefahr! Wer wagt die Rettung? Niemand? Holt mir den Knappen Jbleto! Effektvolle südländische Dekorationen und Trachten, sowie die Naturschönheiten Italiens haben hier ein Wunder der kinematographffchen Kunst geschaffen. $111 Laude der Asseu u. Wangen, Ei« toten im Taschentuch, prachtvolle, kolorierte Naturaufnahme. humoristisch. Kyrelor oder Bandit aiis Liehe, gespielt von Herrn Max Linder, stürmische Heiterkeit. Bon heute bis Freitag großartiges Schlager-Programm. Iler Held oder: Der Knappe Jbleto und der Herzog Balauchrosa. Ein Ritterschauspiel aus der alten Römerzett m 9 Szenen. 1. Szene. Der abgewiesene Freier. Wenn du die Hand meiner Tochter erhalten willst, so schaffe dir einen großen Namen und Vermögen. Ein Jahr und einen Tag werde ich warten! Aber keine Stunde länger! Luftkurort Rauschenberg bock gelegen, direkt an prachtvollen Waldungen mit schönsten Svaziergänaen. Erholungsbedürftige, die Ruhe suchen, finden liebevolle Aufnahme. Pension sehr billig und Bad im Haus. Näheres Villa Moll, Rauschenberg bei Marburg lLahnl 88*»/-, Bekanntmachung. 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Zwei kleine Patrioten 6. Nndelmeyers Verlobungstag 7. Verloren und wiedergefunden 8. Tonb.: Die Post im Walde. 04327