Die heutige Nummer umfakt 20 Seiten. ien. ben Ludwigsorden. Eietzener Ztadtverordnetenwahlen. Deutsche» Ueich. Das ^gcgenoonnerte, mar Krausmüllers über die Mittel der Zorn- Ministerrat hat endgültig bü 2tcu&OT hat beschlossen, das <« ,. ..' chi erwähnt sei, weil der ^Besuch u'Mittclbare politisch- Bedeutung geh^s ^be.^ M- ms ScÜ“n8 bürst- i*>4 mchrere I ar r , . „ 1 ■' 1 '--------- | vto *y iiuuu LUIlUl Ul Augenschein Nach dem Frühstück machte der Kaiser einen türzcn Besuch aus dem Panzerkreuzer „Bon der Tann" L „Der Reichsposlliampfer „Prinz Suroig" d-S Mord- deutschen Lloyds rst am Sonntag früh nach herrlich ver- l-useuer Fahrt in Colombo eingetrossen/ £ Prinz und die Kronprinzessin wurden vom Gouverneur von Ceylon und dem deutschen Konsul begrüßt Offizieller empfang fand nicht statt Nach freundlicher Verabschie. düng von dem Kapitän und den Offizieren der „Prinz Ludwig begaben sich der Kronprinz und die Kronprinzessin >n der Staatsschaluppe des Gouverneurs an Land und bezogen Wohnung in einem Hotel, Das Paar wird sich bis zum 11. Dezember tn Ceylon aushalten. Alsdann wird der Kvonprinz aus der „Gneifenau" seine Weiterreise an- 1 u Ä b>° ittonprinz-sjin den Reichsvostdampser Kutzow des Norddeutschen Lioyd zur Heimreise b,s Suez benutzen wrrd. 8 daß die Zölle, die vom Zollamt Melilla erhoben werden, nutzt höher sein sollen als an den anderen Grenz«! des Reiches. In Artikel 7 verpflichtet sich der Sultan weder Befestigungsarbeiten noch andm strategische Artillerie ober andere Truppen an irgend emem Ott herzustcllen, wo bte)e eine Gefahr oder eine Be- br^ung für Ceula bilden können, und dafür zu sorgen daN dies auch von anderer Seite nicht geschieht. Artikel 14 der feftfpht mü t>cr Entschädigungssumme Ä hUf Bergwerksabgaben Bürgschaft leiltrt entbfllt noch die Bestimmung, daß der spanische Dele- giette bei bem marokkani,ck>en Dienst für Minen ohne sich in I ^-1 m 2/10111 als Internat für Künstler eiruunrhfr^" üüf ^i^td9Ü*9 rrtele5 einzumischen, daS Recht haben mU >tQflt(lcfrCT Unterftützung zur Ausbildung nach^Rom geb loll. Die Berzeichnisse zu verlangen und die übertragenen Kon- —— Äef,U)nen, den Veilall von Erklärungen usw. zu prüfen und mit Gießen, 21. Nov. h ..y1,6 Siegener Stadtverordnetenwahlen, die moracn zu vollzichen sind, haben Streit und Erbitterung erzeugt, nicht nur zwischen den Parteien und Gruppen, die fid-) zur (SinL gung über gemeinsame Kandidaten zusammengetan hatten E^iÜ^biss^. bet2ec, ^WW der Bürger und Wähle/- über Ln^r^ kein Stimmzettel ausgestellt' worben, über den sich irgend jemanb rückhaltlos und von Herzen zusttmmend äußern könnte, und ziemlich allgemein wirb angenommen daß ein wüstes St'reichkonzett die FÄae steint auch der Vorstand der diesigen neffndn^n^e^r^115pm^r oder zu ahnen. Seine gesttige ossentliche Wahlerversammlung war eine Art Rechen schas tsab leg ung, wobei der erste Vorschende des Vereins wiederholt die Frage erhob, wie nach dem Verlauf tritt TT PTT n i ä rni t Sr»m ___< .. < , , , h ätten handeln tonnen, als mit bem einzigen, noch übrig bleibenden Bundc^- genosjen sich zu einigen. Es hat aus der Versammluna heraus tatsächlich niemand auf diese Frage präzise ae- antwortet. Uns dünkt aber, es wäre manchem Fortsä,ritt^- mcmnlieber gewesen, wenn seine Partei für sich allein cfo )ucf)t hatte, nne Liste fähiger und unterrichteter Männer- ohne Rücksicht auf ihre politische Parteistellung, auszu' stellen, eine Liste, die dann vielleicht gerade bei den vielen unfninniigfeiten wegen der sachlichen und allein entschei- d en den Gesichtspunkte m der Bürgerschaft Zusttmmung ge- Wie die Dinge jetzt liegen, mußte vom fortschrittlichen Tische aus zugegeben werden, daß man von ii1 Oorgeschlagenen Sozialdemokraten nicht viel mehr wisse bgß sie nach der Aussage ihrer Parteigenossen wackeri Manner und — eben Sozialdemokraten seien. Das breiten bürgerlichen Wahlermafse mit Recht hossentlich denn doch nicht genügen. Was Genosse und Kandidat Schnell ^gestern > den Nationalliberalen entgegendonnerte urch den einen Satz Dr. f Die Lösung der österreichisch-ungarischen vanlfrage. °^rerchrsch.ungnrrsche Bankfrage Hai in den letzten Jahren recht viel Staub aufgewirbelt und schien mehr als nnmal zn einer Mrmsterkrise, wo nicht zu einer Entftem- mar^ba« äIft.n ä“ sollen. Namentlich "or das der Fall, als unter Kossuth und Justh die Iln- abhanglgrertsparter rmungarischen Reichstage h rrschte und die Erneuerung des Prrvckegs 6er Oesterreich und Ungarn 857/lnfamen Bank das am 31. Dezember dieses Jahres -nä On ^bllangrg machte, daß die Bank m eine vsterrerchrsche und ungarische Bank geteilt würde. Das, neue Mmrsterium Khuen Hedervary hat nun zwar bei den! -ungarischen Juliwahlen die Unabhängigkeitspartei dermal!» an die Wand gedrückt, daß seit dieser Zeit von efner^L trennung tm Ernste nicht mehr di- Red- sein konnte, viel- mehr schon damals die Erneuerung des Privilegiums der aeJ meinsamen Stotenbank bis zum Jahre 1917 mit Sicherheit ju erwarten stand. Und doch machte trotzdem ein Punkt ^?^fem kleinen Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn olche Schwi-ngkttten, daß Ansang dieses Monats darüb-r sogar -nne neu- Krisis zwischen beiden Reichshälften aus- zubrechen drohte. Es war dieses die Ausnahme der Bar. zahlungen, die Graf Khuen Hedervary nameiis der Unaarn verlangte, die man aber in Wien ablehnte. J , sich schwer klar machen, um was e5 sich dabei hwidelt. Nur soviel sei zur Orientierung bemerkt, daß als im Jahre 1892 Oesterreich-Ungarn die Valutarregulie- als gesetzliches Zahlunasmittel allein das Gold zuließ, die Noten der österreichisch-ungarischen Bank zwar den Vermerk erhielten, daß die Bank dem Heber» Z^^lichem Metallgelde,! d' h- Goll) auszahle, dieser Vermerk aber, trotzdem ein U^eS- damals in Aussicht genommen war, biötier keme gesetzliche Unterlage erhalten hat, so daß, wenn die oste^erchisch-ungarijche Bank ihre 9totcn mit Gold ein- IÜ|X dieses nur freiwillig geschieht. Nun fallt es natur- lidj feinem Oe streich er und auch keinem Ungarn ein, die Jcoten ängstlich zu präsentieren und dafür Gold zu verlangen. Denn man weiß, daß die österreichisch^ingarische! Notenbank hochpnrna und in jedem Augenblick in der Lage ift, ihren Verpflichtungen nachzukommen, da das Bank- gesetz ihr die 9rotendeckung durch ausreichende Goldvorrate vorschT-eibt. Wenn man also in Un>rn auf Annahme der! Barzahlungen drängt, so bedeutet das keineswegs einen! .Argwohn gegen die Vtotenbank, sondern ist nur darauf zu- ruckzuiuhren, daß Graf Khuen Hedervary Oesterreich wie- der ein Zugeständnis ab ringen und die Verheißungen des Korber-Szellschen Ausgleichs, sowie das Versprechen der Thronrede hmsichttich der Bankfrage endlich erfüllt sehen den des Lanoesverba^wes Nasiau des Hans.ibunbeS, Reniner «t u r m - Wiesbaden, als Reichstags.andidateu nominiert. Vielleicht wäre die Frage der Aufnahme der Barzahlungen nicht so akut geworden, wenn sie nicht im Zusammenhang stände mit der ungarischen, ja glücklich in Deutschland und Oejterreich untergebrachten 500-Millionen- Anleihe, Hier fürchtete man in Ofenpest, daß das Aus-f land die Anleihe nicht so günstig aufnehmen würde, wenn dich°rheit bol, daß die österreühisck)-lla- garlsche Bank die Anleihekoupons auch immer in Gold und mcht Ui Noten -inloste, für die die Goldzahlung nur eine freiwillige war. Das mag, wenn die österreichisch- ungarische Notenbank nicht goldsicher wäre, bis zu einem geminen Grade richtig sein, hindert aber nicht, daß der öfter- reichlich- Standpunkt der es bei der bisherigen freiwilligen Goldernlöfung bewenden lassen toifi, volkswirtschaftlich der ,$en" cä ^nn keinem Zweifel unterliegen, daß der plotzluh erngefuhrte Zwang zur Goldzahlung eine Stei. gerung des Bankzinsfußes zur Folge haben würde, unter der Nlcht das geldarme Ungarn, sondern das einen stär- 7^"^bldumlauf aufweisende Oesterreich zu leiden hätte und das umsomehr in einem Augenblick, wo Oesterreich! neben der allgemeinen Teuerung auch eine passive f ndels- bitonj ju verzeichnen hat. Wie segensreich a " öfter, reichisch^ngarrfche Bank bei dem System de ^wrllmen^ Goldzahlungen gewirkt Hal, geht überdies zu ^--nüae da- raus hervor, daß fre im kritischen Jahre 1907 und wahrend Bet ganzen Annexwnsperiodc eine Zinssußpolilik befolgen konnte, die Handel und Wandel vor sonst wahrscheinlich ein- getrclenen schilleren Schädigungen bewahrte. 7'"°^ toa^ ma" «»4 in Wien im Prinzip mit der Ausnahme der Barzahlungen einverstanden, zuinal sie ja n den schon setzt tatsächlich gegebenen Verhältnissen nichts änderten. Man wollte s.ch nur nicht auch hier wieder von Ungarn drängeln und gängeln lassen, zumal die Plötz. flpbtHUliaan^e Forderung aus sehr durchjichtige INN, "^^>.^^^u!uhren war. Schon schien, da ®“. a,mUba^C-r blC Sach- unmcr dringlicher machte, eine ^11 ^Mere Krise zwischen beiben Reichshälften ausbrechen °u a>°Uen, als man — -s war das -tioa am 4. November ~ einen glücklichen Ausweg -ntdeckle. Man ciniale sich wnlitß au, die einfachste Weise dahin, daß das in dieser d-r^'»"Nlicherheirhe Votum nicht den Parlamenten, sondern bdÜ Alin Si A nnutli I H-krt Cy > L L. Hl L TI müsse, oh hn. . blC s° °bkiche ö-eitlegung der Barzahlungen nickst 9oc, toie es Ungarn verlangte, sondern au einem Seit punu emlr-t-n solti-, den die Bank selbst für geeignet hielt wieset Vorschlag wurde bem Generatiat oer Bant, in und Ungarn den gleichen Einfluß bciinen, J der Vorlage über die Erneuerung des Bank- pcwuegiums bis zum Jahre 1917 unterbreitet und bai ^ustunmung ge,unden, so daß bie betreuenden rtagi-n nunmehr den vewen Pardauleuteu zugehen unu on njuen im Dezember verabschiedet werden löiinen. Wann er.nin?^ m Stabtparlament gewibmet. Gegen bas Ende der Versammlung aber schw-i. t-n die Verhandlungen leider alljuroeU ins Bodeiirefoi m-risch- ab. Und es war nicht gerade ein wirksamer Schluß alä i,.err Vorstand den schon halb geleerten Saal iwch über eine Entschließung abstimmen ließ und, ms niemand jim öaiu äußerte, deren Annahme jeftftellte. An Den Bür > gent Gießens liegt -s nun, bei ujiet Wahl rein jachlickie ur—'— ......o....... i< — • ». >» u'suilbuuuch auizunelten i uHrm ^o^t-ipolitrfchen Gefichtspunlte obwalten zu Die riorischritillch- Volkspartei hat bereits den Vor,Uten- 1 **1 ' “?be‘ ^eilich die soztaldeiiwkratifchen Kandidat-,: hpÄ ^iiAPAhjrfirt„.uv< "" k.. _ « < — ’ * ' zu kurz kommen musien. Aber es wird kein Sckiabe t 'I öie Stadt scp, wenn parteipotitische Heißsporne von i,„' ' Verwaltung s-ri,gehalten werden. 1 L Kaiser begab sich am Samstag nach Holtenau wo er von dem Präsidenten des Kanalamts Dr. Kautz emo. “TlbtUn^ -beffcn Fübrnng er den N-ubau der Schleuset, erngehend besichtigte. An Bord der „Deutsch, land znruckgekehrt, empfing der Kaiser dort den ersten und zweiten Bürgermeister der Stadt Augsburg, bie Vet> tretet der Bürgerschaft dieser Stadt und bie Vertreter der dortigen Ortsgruppe des Flottenvereins, welche in Kiel weilen, um für den kleinen Kreuzer „Augsburg" Geschenke zu üb-rbrrngen. Die Herren legten bem Kaiser diese Ge- ^or, welcher sich längere Z-it mit den Herren I sprühend unterhielt Samstag mittag wurden die Marinerekrutei, I durch i ffr^Si-rhaus- der Ersten Matrosen., die Mittelstandspolitik' d'och nur schi^ch""aer-ck,tf-, nw" Gegenwart des Kaisers feierlich vereidigt. Der Herr Schnell hielt eine ganz und g« ^rteivoliti ck- An «’s-® »"I* ASSIS8!a# £> ,60‘ 3a5iX3rr - Montag, 2|. November sääXZwvIlVIlVI 411LivlllLL ääm KW General-Anzeiger für Gbecheffen MM -- Anzetgenteü: H. Beck. I ber »reebnung ^- StE^^"^gl-?ch^^ ArE ”151 m «N- Flotte. I^lls die rimrokkanlsche Neuerung es für gut r»^ n Bayern feierte am Samkiaq befinden sollte, vor Fälligkeit die ganze Schuld an die sparüscbe ° fV rl 1 r 1 u b 1 9 u m- Kaiser Wilhelm und Kaise» 9tegiming oder einen Teil derselben zu zahlen, hierüber m' Prinzen in herzlichen .Handschreiben ib-c ^9^ ^mischen beiden Regierungen stattsinden sollen. war^sämcküb^^'nr^^°9^^^chte der Pttnzregent in Gegen- Drc Konverckwn rst von dem spanischen Minister des Aeusvnw tot? k 'amtIlPer Prinzen, der Generalität nnd einer Offiur - * unterzeichnet. Vor der IlnlKT-sch^ft^! Abordnung, dem Prinzen Ludwig den Ludwigsorden Mokrts stehen bie Worte: Ich unterzeichne das vorliegende Ach- rUnh!>f6 Q 11 Genehmigung durch den Magh. »en, für diese Genehmigung ist den beiden vertragschließ^iden Pattei en eine Frist von zwei Dionaten eingeräumt - - « Ztl 1 11.. .... « . . * Y — X .. CI al X Ma . £ CO • A W4 /> *- 4-*“ A 4" X AM t» I ' - *’ 1 M Jl B^-d Wetter tn Schneefall 91 i SSE 4 d'b 2 Höchste Temperatur am 7,0 nun. Uttiveriitäts-Nachrichten Der naturwisseufchafllicheii-niatyematischeli Fakullät an. <5crid?t$jaaL Dif. 1.60, per Flasche bei Abnahme von >0374 lung u. a. in. n. 96 96 WSW W 1 Gtaofchiant, 10 Kannen Vtid, 1 Uhr nut Mette, 2 gotd. iKinne. 10 10 9 verschie- aus der des Un* 3 ifl Siiebxiflfte Litederschlaa- £ stürme., Starker in dem Z« Die Ben eigerung unter 1L findet bestimmt statt. $ e i l e r, Gerichtsvollzieher S5 eo Den auf 2163, darunter 210 Frauen. Unter den 2008 Immatrikulierten befinden fiel) 159 Frauen, unter den 164 Hörern öl Frauen. Bon den ^mmatrifidierten geboren 97 der theologischen, 386 der juristischen, Ö83 der medizmifcheii, 625 der philosophischen und 317 Bf ). Aiasernerkrankungen. In dec Vorschulklasse ; de§ h'i 7igen (Äymnasiums waren bis zum letzten Samsta Tode vorausgegangen. Kreis Wetzlar. Versteigerung. Ticnötag den 22. dS. Mts., nachm. 2 Uhr, . ] versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1 Pianino, 3u Lorbeerbäume, 1 Geld schrank, 1 Halbverdeck, 1 Regtstrierkasse, zirka 85 Liter Rot- und, Portwein, 1 Laden« einrichtung, 1 goldene Damen« uhr, 1 Bmett, 1 Plüschsosa, einen Kleiderschrank, 1 Kommode, ein Bild u. a. S>. (6372 Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. H e t d e l b e r g , 19. Nov. (Privalletegramm). Eiiiscküießlich der Neuimmatrikulatlonen stellt sich die Gesamtzahl der ctuöieren* Mk. 1.45, Mk. 1.85» Nil. UJ Mk. 1L> An» StaSt und Land. Gies; en, 21. Nov. 1910. Tageska lender für Montag, 2l. Nov.: Fritz Reuter- Feier, veranstaltet vom Alldeutschen Verband. Hauptversammlung der O b e r h e s s i s ch e n G e s e l l- schäft für Natur- und Heilkunde, abends 8'/, Uhr, im Hörsaale des physikalischen Instituts, Stephanslratze 24; u. a. Vortrag des Herrn Dr. Jan Vers 1 uys: „Ueber die Verbreitung der Aleerestlere/ * * Ordensverleihungen. Der König von Preußen Hat dem Polizeirat Dr. jur. Nich. O b st s e l d e r zu Mainz und dem Großh. Hessischen Hofsekretär Hch. Meinhardt zu Darmstadt den Roten Adler-Orden 4. Klasse, dem Hessischen GendarmerieoberwactstmeiUer Wilh. Weitzel zu Mainz das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens, sowie den Großh. Hessischen Gendarmeriewachtmeistern Hch. L a n g l i tz zu Mainz, Bernhard Heinrich und Wilh. Kaiser zu Finthen, das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. * * Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Solrns-Lich auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hausen (Str. Friedberg) präsentierte Schulamtsaspirant Karl Göbel aus Ilsdorf. * * Erledigt ist die Stelle des Forstwarts der Forstwartei Weickartshain. * Hessische ^Bereinigung für Krüppelsürsorge. Ein soeben veröffentlichter, nut zahlreichen Unterschriften aus ganz Hessen bedeckter Aufruf lädt zu der Gründungsversammlung ein, die am Donnerstag, 29. Nov.,' im Saale des Darmstädter Musik Vereins stattfindet. ■** Zur li/iab^ULruronete iiiv u lj i machen wir daraus aufmerksam, daß Zettel mit weniger als 13 Namen gültig, und solche, die 14 und mehr Namen ausweisen, ungültig sind. Die Kontrolversammlungen im Kreis Gießen neh». n morgen ihren Anfang. Versteigerung. Mittwoch den 23. Nov. d. Js., nachm. 2 Uhr, werden im Bieter'fchen Saale, Neunadt 55, ucrucigert: I. Sofas, Komnwden, Kleider- fchrante, 1 volln. Bett, ein Humnelbett, Ehan'elongue, 1 Wafchtommode, 1 hochwmes Sota, 1 hochf. Berttko (schwarz», 1 Fayrrad, 1 Regulator, drei Stuhle, 1 Sessel, 1 Schreibtisch, OSaulennuhle, 1 Wanduhr, 3 iöilöer, 1 Ausziehtisch, 1 Drumeau mit Spiegel, 10 Hasen, 8 Fast Weistwem, 120 Flaschen Champagner, 40 Portieren, 4o desgl. (Lyras), 120 Alpenveilchen, 700 Blattpflanzen, 1 Kassen schrank, 1 Butett, 1 Polyphomnnrument, ein Pferd, 3 Kanenwagen, 1 Part. Schuh- u. Sattler waren, eine Partie Hute, 1 Ladeneuuich- -g. Laubach, 20. Nov. Bor dem hiesigen Schönengericht 4,3 4,7 4,1 = £3 Slk'inc Tagcsckrroinlk. In Gegenwart der Kaiserin sand die Eröffnungsfeier des neuerbauten Zeittralhoiises des Vereins „Jugend- 6 c i m" in Charlottenbnrg statt. Das Jugendheim, das zug.eich eine Ausbildungsanftalt für. Sa men fein soll, die sich der I u g c nb f ü v i o i:g c widmen, bereinigt Säuglingsfürsorge, Kinderhort, Schult mderipeisuug, Jugendheim und AbenDheim für schulentlaifcne Mädchen. Die Weihrede hielt Oberhofprtdige.r Dry and er. Uruauer ?fc Hermann Dcrnburg, der Bruder des früheren Staalsiekretars des Reichskolonialamts, 6 Flaschen . 12 2l) n 50 745,4 j 4- 2,0 744,0 j 4- 1,0 745,2 — 1,1 inkl. Glas empfiehlt (6367 Carl Schwaab, SelterSmeg 23. Telephon 27 Beigeordneter »ommerzienrat heyligenstaedt f. Gießen, 2L Nov. Eine tieferschütternde Trauerkunde durcheilte .gestern abend unsere Stadt. Beigeordneter Kommerzienrat ^ey- li a e n st a e d t, der gestern nachmittag im Streife befreundeter Familien auf der Liebigshöhe weilte, starb aus der Rückfahrt an den Folgen eines Schlaganfalles. Er spurte auf der Rückfahrt, die er gegen 6 Uhr im Auto über Wteseck •antrat, Atemnot und stieg aus. Nach einigen Schritten in der frischen Lust fühlte er sich wieder Wohler und stieg wieder in das Auto. Als es an seiner Wohnung ankam, sand man ihn tot vor. Mit Kommerzienrat Heyligenstaedt ist ein Mann von qrotzev Tatkraft hingcgangcn, der sich -nrs kleinen An- sängen zu seiner achtunggebietenden Stellung durch seine Begabung, Arbeitsamkeit und rastlosen Eifer empor- qerungen hat. Seine sympathische Persönlichkeit bildet ein -glänzendes Beispiel dafür, daß auch in Deutschland Self- made-Männer im besten Sinne des Wortes noch möglich sind. Ludwig Heyligenstaedt wurde am 3 Februar 1842 zu Vacha (Sachsen-Weimar) geboren. Er besuchte von 1848 bis 1856 die dortige Bürgerschule und von 1862 bis 1868 in Offenbach die Gewerbeschule. Schon vorher, von 1856 bis 1860 hatte er in Gießen, das nachmals feine zweite Vaterstadt werden sollte als Maschinenbauer gelernt und 1871 machte er sich hier selbständig. 1875 gründete Herr Heyligenstaedt dann eine kleine Werkzeugmaschinensabrik, die sich rasch entwickelte und heute 500 Arbeiter und Beamte beschäftigt. Die Erzeugnisse des Etablissements werden in alle Kulturstaaten der Welt versandt und erringen sich immer weitere Verbreitung. Dabei war der Schöpfer und Besitzer der Fabrik nicht bloß ein tüchtiger weitblickender Geschäftsmann, sondern auch ein warmherziger Arbeitgeber, der für die Arbeiter ferner Fabrik mehrere Wohlfahrtseinrichtungen schuf, so u. a. eine Pensions-, Witwen- und Waisenkasse. Es konnte nicht cmsbleiben, daß ein so tüchtiger, erfolgreicher Industrieller bald auch im öffentlichen Leben eine Rolle spielte. -Die Ehrenämter, in die er im Laufe der Zeit berufen wurde, und die er mit großer Pflichttreue versah, sind so zahlreich, daß sic alle aufzuzählen kaum möglich ist. 1890 wurde er in die Stadtverordnetenversammlung gewählt und 1903 erfolgte ferne Wahl als unbesoldeter Beigeordneter, welches Ehrenamt ihm im vergangenen Jahre einstimmig auf weitere sechs Jahre (eine längere Amtszeit läßt die Städteordnung nicht zu) erneuert wurde. Er war Mitglied der Baudeputation, der Deputation für das Gas- unb Elektrizitätswerk, sowie des juristischen und des sozialpolitischen Ausschusses und des Schulvorstandes. Auch dem Kreistag, dem Provinzioltag und dem Provinzialausschuß (letzterem als stellv. Mitglied) gehörte er an. Seine besondere Fürsorge wandte er der Förderung des Gewerbewesens zu. Er war u. a. Vorsitzender des Ortsgewerbevereins, Mitglied des Ausschusses des Landesgewerbevereins und Vorsitzender des Aufsichtsrats der hiesigen Gewerbeschule. Als solcher hat er sich namentlich beim Bau des Gewerbehauses ein großes, bleibendes Verdienst erworben. Auch dem Aufsichtsrat der Baugenossenschaft des evang. Arbeitervereins stand ex als Vorsitzender vor. Ferner war er 2. Vorsitzender der Sektion 6 der süddeutschen Eisen- und Stahlwerks- 'berussgenossenschaft. Für alle gemeinnützigen und wohltätigen ^Bestrebungen hatte Herr Heyligenstaedt ein offenes Herz unbjMite offene Hand. Wir erinnern hier nur an seine 50 000-Mark-Lttis- tung für den Theaterbau. Politisch gehörte Herr Heyligenstaedt der nationalliberalen Partei an, die ihm 1903 die Kandidatur für die Reichstagswahl anbot und dafür auch sofort die Unterstützung der fortschrittlichen Volkspartei sand. Herr Heyligenstaedt wurde auch zum Reichstagsabgeordneten gewählt und vertrat unseren Wahlkreis bis 1906. Bei der Neuwahl kandidierte er wieder als gemeinsamer liberaler Kandidat und kam auch mit einer hohen Stimmenzahl in die Stichwahl, unterlag aber in ihr mit geringem Stimmenunterschied. Vom Großherzog wurde Herrn Heyligenstaedts erfolgreiche Tätigkeit durch mehrfache Auszeichnungen anerkannt. Er erhielt am 12. September 1891 den Titel als Kommerzienrat und am 25. November 1907 das Ritterkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Das Andenken des mitten aus voller Schaffenskraft abgerufenen Mannes, der zwar politische Gegner, aber keine Feinde chatte, wirb In der Geschichte der Stabt Gießen als bas eines ihrer besten Bürger allezeit fortleben unb auch weit über unsere Stabt hinaus als glänzendes Beispiel selbstlosen Bürgerjinnes unb edler Menschenfreundlichkeit bestehen bleiben. in einem Stall geboren am Halse des Kindes zeigten sich Würg spuren. Da ba3 Kind-starb, hat sich die Be- Hörde mit der Aufklärung be5 Falles befaßt. ** Im Kinematograph erfreut sich der neue Spielplan einer großen Anziehungskraft. Von der großen Anzahl gelungener Bilder erwähnen wir vor allem: Em Ausflug nach der „blauen Grotte" auf Capri, eine prächtige Naturaufnahme. DaS spannende Drama Der Wilddieb, den humoristischen Tontolini als Schuhdieb, das farbige Bild Die eifer« ' icrtige Zigeunerin, der humoristische Schlager Lehmann angelt, is äußerst lebendige „Kompagnie D" zn Hilfe, em Stuck aus glänzend bewährt. -----— .'' .—„-------1 Starkenburg und Rheinhessen. Standesamtsber.cht der Gcm. Watzenbarn-Stemberg. Darmstadt, 19. Nov. Der M.ünhaber der Firma G6e[41iep(^*el?Ääl*"M E., Henschel L Sohn in Kassel, Geheimer Kommerzienrat Zimmermann, mit Maria Jung, beide in Steinberg. Dr. ing. Karl Henschel-Kassel, hat der hiesigen Tech- G e b o r en e: November 12. Dem Weißbinder Johann Georg nischen Hochschule ei; c Stiftung von 50 000 Mark Schneider eine Tochter, Katharina 1 ' - r .. I Sterbefalle: November 11. Georg Balthasar Kloos, überwiesen, deren Zinsen zur Förderung techmsch-wissenschait-! 41 Jahre alt. — Elisabetha Schmitt, geb. Burk, licher Untersuchungen auf dem Gebiete des Mafchinenbaues 55 J^hre alt. » I wurde der Zimmeimeister D. aus R. wegen Betrugsversuchs zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Ämtsauwatt hatte 3 Monate Gefängnis beantragt. Das Urteil wurde sogleich anerkannt. Es lag folgender Vorgang dem Strafverfahren zu Grund: An einem Sonntag abenb waren D. und der Ätakler S. in einer Wirtschaft besck>äftigt, ihre Kräfte gegenseitig burd) Ringen zu messen. D. unterlag unb brach dabei ein Bein. Beide kamen darin überein, die Sache so z>u schildern, daß D. auf dem Wege nach seiner Kreissäge bei Glatteis gefallen fei. S. trat als Zeuge in der Unfall- unterfuchungsvcrhandlung vor der Ortspotizeibehörde auf und erklärte, daß D. kaum aus der Wirtschaft fortgegangen wäre, da hätte man Hilferufe gehört. D. wäre auf dem Weg zur Kreissäge ausgerulscht. Dort hätte er bas Feuer in der Lokomotive nochmal versorgen wollen, damit das Wasser nicht einfriere. Die Berufsgenonenschast lehnte die Gewährung einer Rente ab, weil der Weg zur Arbeitsstelle nicht verfichert sei. D. legte Berufung beim Schiedsgericht ein, wurde aber abgewiefen. Darauf legte D. Rettirs beim Reichs BeriicherimgSamt ein, jedoch auch erfolglos. Mittlerweile stellte fiel- durch Ortsgespräch der wahre Sachverhalt heraus, so daß die Staaisanwaltschast ein Bersahren wegen Betrugsversuchs cinteitete, was mii obiger sehr gelinden Beitrafung endete. Gegen den Zeugen soll wegen Betrug vorgegangen werden. -5 Im ganzen Rief-engebir g e herrschen S 4nee1 Der Schnee liegt stellenweise über einen Meter hoch. Schneefall ist insbesondere auch im Wuppertale und Bergischen Lande eingetreten. Regengüsse und Schneestürme werben aus denen Gegenden Frankreichs gemeldet, besonders Champagne, Roufillon unb Pays be Caux. Infolge Wetters finb bie Verbindungen unterbrochen. Tie Flüsse sind im Steigen begriffen. ~’ In Halen in Westfalen wurde ein Postbote, der 200 üchtige Zigeunerin, der humoristische Schlager , Lehmann angett, I abzuliefern hatte, von einem Strolch ü b e r s allen unb das äußerst lebenbige „Kompagnie D" zn Hilfe, em Stuck aus mit einem schweren Gegenstand niedergeschlagen. Der Attentäter dem wilden Westen, die humoristische^ Mäbchengeschichte Lea in entfam in dem nahen Wald. Das Befinden des Briefträgers ift Pension und Das Lied vom süßen Mädel, Tonbild. _ glücklicherweise nicht allzu bedenklich. ** Niaul - unb Klauenseuche. Neue Ausbruche Pforzheim wurden am gestrigen Sonntag 1200 Arber Seuche sind gemeldet aus: 1. Hochspeyer, Regierungs- beiter der Metallindustrie ausgesperrt, so daß jetzt über 2000 bezirk Pfalz; 2. Neuß (Viehmarkt), Regierungsbezirk Düisel- Arbeiter außer Arbeit find. Am nächsten Sonntag werben wettere , borf; 3. Stadtbezirk Freising, Regierungsbezirk Oberbayern. Iqqqq Arbeiter ausgesperrt. ' Landkreis Gießen. Bei einem Kampfe mit einem Einbrecher in Pfaffendors — n it 1 p tt iq q>nh Unter sebr reaer Veiteiliauna erhielt der Hausdiener Marten einen Schutz m den Oberarm, . -- Haufen, 19. Nov. unter 1 egt reger ^reuigumgi^ Einbrecher noch einmal abdrücken wollte, entspann sich fand heute ur^ere Bei ge or d netenwah t f at . $ - toi)-^en und Marten ein Kampf auf Leben unb Tod. Schlleß- wahlt wurde Weißbinder Wilhelm Haus mit 15 Stim- s yiütfjtetc der Einbrecher, als der Besitzer des Hauses dem men, der Gegenkandidat Landwirt Theodor schlag erhielt Hausdiener zur Hilfe kam. . । 70 Stimmen, die aber ungültig waren. Schlag, der noch Konstantinopel wurden während des gestrigen Se- keiue vier Jahre hier ansässig ist, war nämlich nicht stimm- lamlik, dem der Sultan beiwohnte, vier Einbrecher, unter berechtigt und infolgedessen auch nicht wählbar. ihnen ein Franzose, bei dem Versuche verhaft^, im Palais die X Lich, 20. Nov. Der hiesige Zwcigverein des Vogels- Ge ldschränke der Zivilliste zu erbrechen. , »f t** <."u 0 j < cty) n „ i, r Dem Reuterschen Bureau wird aus Teheran gemeldet:; berger Höhenklubs halt am 24. d. JL jmen U ter- ßro^e Don Buschehr kommende Karawane wurde in der Haltungsabend ab. Der gewischte Chor und der JJtanncc- von Schiras von Angehörigen des Bciramesstammes aus- Gesangverein Cacilias die beide unter Leitung von Lehrer geplündert. Etwa 100 Ballen, die einer englischen Firma ge? Zimmer stehen, veranstalten in nächster Zeit eine Silcher- hören, sollen weggenommen worden fern. Es ist ^^ochen -j .;.r $)][ä (Krtfiff mirh Ppniinnrfehrcc Kubn-Friedbera I worden, eine energifche Versolgung der Räuber aufzunehmen. Feier. Als Uou]t wird ^emmar.eyrcr scuyn <5 \e verg ^ur. üor Pximkenau ereignete sich em Autornobil- mitwirken. unfall, wobei die Insassen, Generaldirektor der Marienhätte --Climbach, 20. Nov. Gestern übend gegen 8 Uhr A 0 tz e n a u , und Hi11enberg , ein Danziger Professor, herbrach in dem Nebengebäude des Schreiners und Gastwirts ausgeschleudert wurden; beide erlitten schwere Per- Joh. Römer Feuer aus, das erst bemerkt wurde, als letzungen. , t . uf . rr, 1 die Flammen schon aus dem Dach hervorloderten. Das In Konstantinopel soll statt der geplanten enalisch- Feuer griff mit großer Schnelligkeit um sich, konnte aber türkischen-liMettung eine internationale.Ausstellung durch das sofortige tatkräftige Eingreifen der hiesigen Feuer- veranüaltet werden. wehr und Einwohner auf seinen Herd beschränkt werden. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissensch ast.' Die anderen ganz dicht angrenzenden Gebäude konnten furdec Krankheit ist in Straßburg der bekannte Ctiemiker gerettet werden. Unsere vor zwei Jahren neuerbaute P^^essor Rubolf Fiitig gestorben. Er war 1835 in Wasserleitung hat sich das erstemal zu diesem Zwecke Hamburg geboren und wirkte feit 1875 in Straßburg. = Odenhausen 0. d.Lahn, 21.Nov. In der Nacht von Samstag duf Sonntag wurde auf dem hiesigen Fried-1 Letzte Nachrichten. hos von dem Grabe einer Mutter e,n Kranz weggeholt P^is, 21. No?. Der wegen seines Anschlages aus unb an das Hoftor des Sohnes gehängt. Wer die sonder- P r ia nd verhaftete Lacour erklärte, daß er nichts gegen die bare pietätlose Handlung begangen unb welche Beweggründe Person Briands habe, sondern das Regime der Republik in seiner ihn dazu veranlaßten, ist noch nicht festgeslellt. Person habe treffen wollen. . a ■■ • • j 1 0 u 1 J 1 :|: «ö rüffel, 21. Nov. (Privattelegramm.) Die Königin verbrachte wiederum eine unruhige Nacht. Der Z u ft a n tk ist fortgefetzt bedenklich. Naa) Dem Beiamttmerden der Erkrankung war das Palais gestern von einer großen Menschenmenge umringt, die gespannt auf Nachrichten wartete. :|: Brüssel, 21. Nov. (Privattelegramm.) Im Senat erklärte der Abgeordnete L a f o n t e i n e, falls die Regierung das allgemeine, gleiche Wahlrecht verweigere, werde eine regel- recht«' Volkserhebung stattfinden. Pie gesamte Linke (penter *auten Beifall. York, 21. Novbr. (Privattelegramm.) Die mexikanische u - gierung hat umfassende Maßregeln getroffen. Das Militär wird in den Kafernen marschbereit gehalten. verwendet werben sollen. ' ■■ 111 11 ==? 1 = Darmstadt, 20. Nov. Hier findet am Sonntag, Amtlicher Wetteroencht. 4. Dezember, ein mittelrheinischer Diplom-Jn- Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen, nenieurtaa statt, den die Bezirksvereine Darinstadt, Werlaus der W.'icrung seit gestern irutz: Ein kramges T,ei, c-r-nec1tri. n on Karlsruhe Mannbeim-^udwiasliafen am I ba§ sich geflern früh übet der Ofisee entroidclt hatte, brachte wert- Rhein! Mainz-Wiesbaden und Straßburg des Verbandes ^breuete, Deutscher Diplom-Ingenieure veranstalten. Dre Verhand- l ^slwinde bei zeitweise auitiärcnbem Himmel etwas Fron gelungen werden durch Vortrage über die Berechtigung und brad)L Da im Norden des Gebietes flache Luitwirbel vorhanden Ziele des Verbandes, sowie über das Thema: „Der Drplorn- smd, werden wiederholt leichte Schneefälle eintreten. Ingenieur in der Gesetzgebung" in der Aula der Technischen WetterauSsichien in Heyen am Dienstag dem 22. Novbr. 1910: Hochschule eröffnet. Noch geringe Schneefälle, leichter Frost. fc. Aus dem Rheingau, 20. Nov. Auf Schloß Schneebericht: Feldberg- v Gr., Schnee 40 em,^Schi- Neinhardlshausen starb der Obergerichtsprokurator a. D. bahn vorzüglich, Rodelbahn schlecht. Hoherod^kopf 4Gr., Schnee Aug. Will). Wilhelms, der Nestor der deutschen Ju- ^0 em, Schibahn gut. 19. bis 20. November = 4- 2,9 * v. 19. „ 20. , « — 2,0 "0. b/ ■ ■ ■ liefert billigst die BrühPscha Kuverts mit Firma äää zwei D 'ittel der Schüler an Masern erkrankt. Im Ein- verständliis mit dem Großh. Kreis-Gesimdheitsamt hat die Direktion des Gymnasiums angeordnet, Den Unterricht in der genannten Klasse bis einschließlich 3. Dezember auszusetzcn. ** Verhaftet. Ein wegen SittlichkeitSvergehcn von Der Großh. Staatsanwaltschaft hier steckbrieflich verfolgter Arbeiter aus Ntarburg wurde voll Der hiesigen Polizei gestclii verhaftet. Auch ein Handwerksbursche, d. r aus einct? Hause in der Bahnl-ofstraße cin^ Paar Stiefel im Werte von 25 Mark stahl und sie für 2 Plark verkaufte, wurde in Haft genommen. ” Kindesmord? Ein Dienstmadchen von hier n itrbc am 18. d. Mts. m der Frauenklinik mit einem nein geborenen Kind eingdiefciL Es hatte ohne jeglichen Bnsland in Göttingen zu gleicher Zeit mit Bismarck, trat dann I “ in den nassauijchen Justizdienst und wurde schließlich Pro- kurator (Rechtsanwalt) in Wiesbaden. Hier war sein Haus J * eine Sammelstelle von Künstlern und Kunstfreunden. Das 1Q10 von ihm im Jahre 1863 in Hattenheim neben seiner Ad-l vokatur begründete Weinhaus A. W. Wilhelmj genoß Welt- — ruf. In Hattenheim verlebte er, nachdem er sich von ben | Dienstgeschäften zurückgezogen, den Rest seiner Tage. Seine Gattin, die einst berühmte Gesangskünstlerin Charlotte 2l| 7 Petry, sowie seine Söhne, der berühmte Geigeniünstler Au- ' gust Wilhelmj, und Dr. jur. Albert Wilhelmj sind ihm im | Zur Stadtverordnetem!!)! Wir ersuchen die Mitglieder und Freunde unserer Partei bei der Dienstag den 22. ds. Mts. stattfindenden Stadtverordnetenwahl für die vom Bürgerschafts- ausscliuss aufgestellten Kandidaten zu stimmen. Die Liste ist durch treues Zusammenarbeiten von 21 bürgerlichen Vereinen entstanden. Auf verschiedenen Seiten sind Opfer gebracht worden, um eine Einigung zu erzielen. Auch wir haben den Verlust eines alten Mitgliedes des Stadtverorduetenkollegiums zu beklagen Andere Namen mussten lallen infolge der einseitigen Auswahl, der Kandidaten seitens der freisinnig-sozialdemokratischen Koalition, die altbewährte Stadtverordnete sozialdemokratischen Kandidaten geopfert hatte. Jetzt beisst es: den Verbündeten auch bei der Wahl die Treue halten. Wir bitten darum, keine Namen auf der Bürgerschaftsliste zu streichen und so der Fahne des Bürgerschattsausschusses gegenüber der freisinnig-sozialdemokratischen Koalition zum Siege zu verhelfen. Nationahiberaler Verein. Arbeitskräfte sind nötig für den Stadtvorstand; sie werden ihm zu geführt, wenn Ihr folgenden Kandidaten Eure Stimme gebt: Professor Dr. Robert Sommer, Justizrat Wilhelm Grünewald, Kaufmann Max Friedberger, Landgerichtsrat Ed. Holzapfel, Oberbibliothekar Dr. Heuser, Professor Dr. Urstadt, Architekt Hans Meyer, Professor Dr. Eeutert, Rechtsanwalt Dr. Spohr, Professor Dr. Enley, Kaufmann Hermann Eichenauer, Rechtsanwalt Konrad Kaufmann, Redakteur Friedrich Vetters. Du/U) Bürger M WtW» iiiiii UmerWIrcisen. Anfrage. EZ ist in den Blättern behauptet worden, Herr Rechtsanwalt Grünewald habe wesentlichen Anteil an der (5r-1 richtung der elektrischen Bahn. Für die Bevölkerung der Stadt Gießen ist es von Interesse zu erfahren, wie er sich den Ausbau der elektrischen Bahn für dte nächue Zukunft denkt, insbesondere ob die Fortführung in der Richtung nach Klein-Linden beabsichtigt ist? D9735 Mehrere Wähler. | Wähler! Keine Grundstücksjopper und Geländespekulanten wollen wtr wählen, sondern Männer, die bei Erwerbung' und bei Bewertung von angetanstem Gelände durch die Stadt auch ein sachverständiges Urteil abgeben können. Deshalb wählt geschlossen Herrn 09740 Adolf Schmidt Viele Wähler, die an den 200,000-Mnrk-Profit der Stadt durch die Erwerbung des Akticnbrauerei- gcläudes nicht recht glauben wollen. Mitbürger! Unter den vorgefchlagenen Kandidaten möchten wir die Wäblerschast auf die Kandidatur des Herrn MaxJaskowsky,Gas1wlrt aufmerksam machen und dessen Wahl aufs wärmste empfehlen. Er hat zwar nicht die Ehre, Jurist zu fein, ist aber doch ein rechtlich deutender Mann, der den lllut hat, frei und offen, ohne Ansehen der Person und ohne Rücksicht nach oben und unten seine Meinung zum Ausdruck zu bringen. Durch feine reichen Erfahrungen und durch seine oielieittn erworbenen Kenntnisse ist er tute kaum ein Anderer geeignet, zum Wohle der Allgemeinheit zu sorgen. Seine Tätigten auf kommunalem Gebiet hat er schon oft beroicien, dadurch, bau er stets bestrebt war und ist, unserer Stadt zu mitten. Seiner Anregung zufolge ist z. B. der im vergangenen Jähr ■fo Überaus gelungene Bcrkehrstaa ins Veben gerufen worden. Tie Protestversammlung, die f. Zt. gegen die geplante Erhöhung deö Oktrois abgebalten wurde, tst seiner Initiative emfprungeu. In sozialpolitischer Beziehung hat sich Max Jaskowsky schon vielfach betätigt, indem er für die berechtigten Wünsche und Än- spräche der Beamten, der Arbeitnehmer ebenso energisch eintritt wie iur die Interessen der Arbeitgeber. tyür die Erhaltung und Vergröberung der Vicbmärktc gvird er stets mit aller Entchieoenheit eintreten. Er ist ein Mann aus dem praktischen Leben, der für die Entwicklung unserer Stadt noch vieles leiiteu kann. Jeder Beamte, Angestellte, Arbeiter oder Arbeitgeber, der sich und der Stadt Gießen einen Dank erweisen will, gebe nur einen Zettel ab auf dem der Name Max Jaskowsky, Gastwirt enthalten ist, er wird, wenn er gewählt wird, seinen Mann im Stadrparlament voll und ganz fteilen. 109744 Viele Wähler aus dem Handwerkerund Gewerbestand. Am morgigen Wahltage: Da,/U Wahlbureau im Hotel-Nest. Rappen, Walltorstr. Deutscher Ost mark en verein Seine Exzellenz Herr Generalleutnant z.O.E.v.Mülleraus Wiesbaden einen öffentlichen Vor trag über D Wu Eintritt frei! Professor Dr. M. Biermer. 09739 Gummi-Schuhe ,Das Original und Vorbild aller Parfüms ohne Alkohol1 : Preis: 1.85 und 3. 70 Mittwoch den 23. November, abends 83/4 Uhr, wird in Stein’s Saalbau das Mitglied des Gesamtvorstandes des Deutschen Ostmarkenvereins Weltausstellung BRÜSSEL 1910: GRAND PRIX. wählt Hornberger! Viele sre'gesinnte Wähler Wirkung , »übertroffen! Georg Dralle, b HAMBURG. „Die Ziele der preussischen Ostmarkenpolitik“ halten. Im Auftrage des Zentralausschusses beehrt sich der Unterzeichnete, die Giessener Bürgerschaft zu dieser Veranstaltung ergebenst einzuladen. Auch Damen sind sehr willkommen. Mitbürger! AIS einen weitsichtigen, tüchtigen Kaufmann, der als freigesinnter Mann zu jeder Beit daS regste Interesse für eine gesunde und gedeihliche Fortentwickelung unserer Stadt an den Tag gelegt hat, schlagen wir Herrn Kaufmann Wilhelm Komöerger vor. DaS Stadtparlament toirb in ihm eine schättenkwerte Arbeitskraft bekommen. Deshalb = Echte Petersburger = bestes, haltbarstes Fabrikat Wilh. Herbert Grove Versicherungsgesellschaft/ die fast alle Branchen betreibt, sucht einen Mifl Hm Inh.: Gar! Herbert a»/„ Marktplatz 2 Telephon 741 — Mitglied der Rabattsparvereiru^ung. — Die zur Erweiterung des Empfangsqebandes Bahnhof Bad- Nauheim noch erforderlichen Elaserarbeiten rür den Südslügei sollen in zwei Lofen vergeben werden. Berdlngungsunlei lagen liegen im Tienstgebande der 2>anableilung zu Uiiifidjt aus und können so lange der Borrat reicht, beide t'ofe zusammen zu 80 Pfg. iportoireie Eiiifendung des Betrages) bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen nut entsprechender Aufschrift an die Eisenbami-Bau Abteilung Friedberg poitosrei emznreicheu, »voselbst die Eröffnung am 1. Dezember vormittags 11 Uor erfolgt. Zuschlags,rist 14 Tage. Grosih. Hefs. lLisenbahn-Bau-Abteilung Friedberg. D11/*1 D:e Arbeiten und Lieferung der Materialien zur Herstellung eines Dienskwoongebundes nebst Nebengebäude für 2 Unterbeauue au der Kreiizungslianon in kin 9,00 der Strecke (liegen-Gelnhausen sollen zusammen der getrennt in 2 V.ofen (Voö l Erd- ^llaurer- pp. Bl.n ner , D.r.hdecker-, u Klemoneraroeiten, und rros 11. Tischler-, Schlosser-, Glaser- u. Anitreicherarbeitens vergeben iverden. Ber- diugungsunterlageu sind bei der unterzeichneten Inspektion einzu- sehei., und können, soiveit der Borrat reicht, auch gegen Einsendung von 2,50 Mk. rür V03 1 und 1,00 Mk. für Voü 11 in bar von der Betriebs'Infpetlion 1 hierselbst bezogen werden. Angebote mit entsprechender Auischrist sind bis zum ll. Dezember 1910 vormittags 11 Uhr vaselbll einzuretchen. Zuschlagssrlst 4 Arochcn. Giesten, den 19. Jtouember 1910. Erohyerzl. Eisenbahn BetriebS-Jnfpektion L D3VU zum Abschluß von Versicherungen gegen festen Gewalt und Neben- vezüge. Auch strebsame Arbeiter, die ihre Stellung verbesiern wollen, können sich melden, da tüchtige Kran zum Einarbeiten zur Ber lügung sieht. Schriftl. Angebote unter 6369 an den Oicß. Anzeiger erb. Piiiiili zioßüllk-Lttsüiiiiil. Diese Ware zeichnet sich besonders durch niilden Geschmack aus, ist frei von Aetherbeimlschungen, seines in französischer Art ver- fchuilteiieö WeiNdesiillat, pro Vir.« J-lasche Mk. 2.25. (1297 ö-erner empfehle ich erstklasiigen IruiiKÖsischen Kognak. 15. Hort, BZalllorslr. 45. Wringer LaiimiUe Äsiinngcr etimgtiifiiic aller feinste, goldgelbe De Ma leb- wäre, reinues Naiurvrodilkt. Postlolli Mk. 3.— franko, N'ach- nähme. Beste Bezugsauelle für Wiederverkauf er. lssn/n kalter Fislher, Käsern Buttstädt, Thüringen. „SeitJahrenwarich inübcu.niatL hatte häufig wahnf. Kopfschmerzen u. jede 2usi zur Arbeit u.zu'u^eben verloren. Ocb batte ein v ilietc-:- Blasenle'Jsn u. Nieren schwache, da leben Darm tragheil infolge fioeuder Xfebciu- weise. Ans ärztlichen Nat trank im 'llltburbboritcr 'A'inrf Svrudel Star taue 11c 1 Jod Ei sen-M mignn Kochsalzauellei. Schon nach 3 t>i fühlte ich mich als ganz anderer chieufch. Die llrinab'onder. wurde lebo. u. schuierzlos n. blieb es feilt» Ich:r 1 nte den Mark Sprudel tgl habe mich nie fo wohl u. gesund ge fühlt wie iettt. H. B.^ 2lerztl.warm emps. Ltrfl.ÄPs. i.d. llutversitais Apotheke u. d. Drogerien v. (Sari Seibel, rv.KUbmgcz u. A.N0U. Eine ter Gießener Bürgerschaft! Das ist aber fort- Anders kann manchen Wahlvorschlag der hiesigen fortschrittlichen Dolkspartei nicht nennen Jur Erklärung diesesVerlegenheitsproduktes, das die Mache der jetzt üblichen radikale« Führung ist, beschuldigt man die Nationalliberalen der Vergewaltigung am Freisinn Drei Vertreter hoben die Notionollibcrolcn im Bürgerschaftsausschuß von 60 Leuten gehabt und diese 3 Stimmrn lmlmn den Kroifinn 9 m gehabt und diese 3 Stimmen haben den Freisinn vergewaltigt? Emer größeren Schwäche konnte sich der Gießener Freisinn, dem ja der bürgerliche Zusammenhalt „Nichts", die rote Liebe „Alles" ist nicht zeihen. Warum hat sich der Freisinn erst aus dem Bürgerschaftsausschuß zurückgezogen, als die Bürgerschaft die unter Mithilfe des Freisinns aufgestellteu Fragen dcrZulassung der Sozialdemokraten mit großer Mehrheit in verneinendem Sinn beantwortet hatte? Warum hat er nicht bei Stellung der Fragen dasFeld geräumt ? Er glaubte eben durch Forderung einer öffentlichen Abstimmung über dleZulaffung von Sozialdemokraten die Bürgerschaft vergewaltigen zu können wie das nachher in der eigenen Partei seitens des Vorstandes geschehen ist' Eine Abstimmung hat man dort nur bclicbt über 5 neue Kandidaten, während man die 4 alten Abgeoidnelen, tonne die 4 roten Freunde nicht zur Ab.liinmung gestellt sondern fielen Parte,freunden kurzerhand anfoktroiert hat? Ferner hat man die 3 seitherigen nattonaW ral 'verordneten Brück, Helfrich, Jann überhaupt zur Abstimmung nicht zugelassem Also eine MriS h bCr c‘3cncn ^nttci im wahrhaften Sinn des Wortes! Das ist aber fort- T 8 t Liberale Männer. ill h B«/u - .. tj it bh 3W*wW , , einem Sozialdemokraten« lautete damals seine Parole und nicht laut aemm “ÄE Ä X".? Ä TL 7 *. einen f .^^^"^vchtigkeiti-n der Sozialdemokraten in Berlin, Bremen in Frankreich bei dem verdoä, Gast unseres Großherzogpaares war, und neuerdings wieder in SKÄu1! T nor?-8 swr das Haus eines liberalen Bürgers zog und dort in der ae- memsten Weise demonstrierte, sollten der Bürgerschaft trotz der freisinnigen Verdunklunasver wche zu denken geben! Oder müssen wir hier auch all £)ffeXd,er 3n£e 6aben mu mm feeroujtfem zu kommen? Bürger! gebt der freisinnig-lozialdemokratilchen Ierbrüderung der Fübrer die Wichtige Antwort. Streicht die Sozialdemokraten Mann für Mann den» an dw Ä- siaaigen Manner, die euer» Stand, euern Beruf, eure Interessen in so frivoler Weise mißachten' .. A'cht gegen Zentrum, Nicht gegen Agrarier geht's diesmal beim Freisinn sondern aeaen “*1,1 •*■*« m«! ? - 5 £= ftSÄäÄ sä S ***" - ->«»'»$•>»— **b. to ää ws äwsäsös „iuiOtr, locht M| mihttt int titjlije Sliilwit, Sch ihr nicht Skt LMch chrgkiitzer Wrcr ftt"