Nr. SS5 man nicht weiter: man solle den! in prfrnrnprprr r „______ 1 ien Die Reichsversicherungsordnung. Nationalliberalen Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: ^-^112. Tel.-AdruAnzeigerGießen. und Vertretung finden. Entsprechende Vorschläge sollen in der zweiten Lesung gemacht werden. Der Regierungsvertreter verhält Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen UniversitätS - Buch- unb' Steindruckerei, R. Lange, Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme bei bmmiags. Die „tUftencr 5a«!ttend!SUer- werden dem r Sinniger* viermal wöchentlich beigelegt, das ^Areirblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. gegen den Alkohol zu scheuen. (Beifall.) Die Anträge mit dem Zusatz werden angenommen Sodann wird beschlossen, die Anträge, wonach die Jmpf- frage unb die Reichsfinanzreform auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages gesetzt werden sollen, dem Vorstand zur Berücksichtigung zu überweisen. Der Antrag, auf dem nächsten Parteitage auch die Agrarfrage zu behandeln, wird nicht genügend unterstützt. Es soll nunmehr die Wahl des nächsten Tagungsortes stattfinden. — Vorsitzender Dietz: Wir stehen in diesem Jahre in außerordentlichen Verhältnissen und cs ist anzunehmen, daß wir im nächsten Jahre einenaußerordentlichenParteitag eiuberufen müssen. Da bitte ich es ausnahmsweise dem Vorstand' zu überlassen, wo der nächste Parteitag am zweckmäßigsten abge- halten werden soll. Die Delegierten beschließen demgemäß. Hierauf wird das Ergebnis der Wahlen bekanntgec^be^ Im ganzen sind 350 Stimmen vertreten Der alte Vorstand wird wie der gewählt und zwar erhält Bebel 344, Singer 342, Gerich 344, Ebert 340/ Molkenbuhr 348, Müller 292, Pfannkuch 330 und Frau Zietz 331 Stimmen. Von den zersplitterten Stimmen fiel eine auL Frank als Vorfitzenden. Der Vorsitzende Dietz hielt sodann die S chlu ß a n sprvsche^ Er gibt einen Ueberblick über die geschäftliche Lage und sagt über die Erledigung der badischen Budgetbewillrgung: Die Erörterung dieser Angelegenheit war für uns keine angenehme, aber sie ist erledigt worden, wie sie erledigt werden mußte. Harte Worte sind gefallen von rechts und links. Aber als der Streiß zu Ende war, kam die von richtigem parteigenässischem Geist getragene Erklärung der süddeutschen Genossen vom Freitag. Das war keine Sentimentalität, sorrdern Freude über die Einigung zwischen Nord und Süd des Vaterlandes. Parteigenossen! Der alte Liebknecht sagte einmal: Dem Feinde die geballte Faust/ dem .Strauchelnden die helfende Hand. Sie wissen^ was ich damit meine. Unsere Partei gleicht einem großen Hause, das viele Wohnungen hat. Ohne ein Aufeinanderplatzen der Meinungen geht es. ML M Wer die HLUsoxtzLusg muß :: Berlin, 24. Sept. Der Reichsversicherungsausschuß fügte in seiner heutigen Sitzung auf Antrag der Konservativen mit Unterstützung des Zentrums.folgende Bestimmung § 614a ein: Die Hinterkstiebenen eines Ausländers, welche zur Zeit des Unfalls nicht im Inland ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, haben keinen Anspruch auf die Rente. Durch Beschluß des Bundesrats kann diese Bestimmung für bestimmte Grenzgebiete sowie für die Angehörigen solcher auswärtigen Staaten, durch deren Gesetzgebung eine entsprechende Fürsorge für die Hinterbliebenen durch Betriebsunfall getöteter Deutscher gewährleistet ist, außer Kraft gesetzt werden. § 615ff. betreffen die H ei l an st al tpflege, die von der Berufsgenossenschaft teils mit, teils ohne Zustimmung des Verletzten gewährt werden kann. Auf Antrag der Sozialdemokraten wurde folgender § 615a eingeschaltet: Mit Zustimmung des Versicherten kann auch Hilfe und Wartung durch Krankenpfleger, Krankenschwestern und andere Pfleger, insbesondere auch dann gewährt werden, wenn die Aufnahme des Verletzten in ein Krankenhaus geboten, aber nicht ausführbar ist, oder ein wichtiger Grund vorliegt, den Verletzten in seinem Haushalt oder in seiner Familie zu belassen. Rach § 622 darf ein Verletzter, der durch die Krankenkasse usw. in einer Heilanstalt untergebracht ist, während des Heilverfahrens ohne seine Zustimmung in keine andere Anstalt gebracht werden. Das Versicherungsamt des Aufenthaltsortes kann die Zustimmung ersetzen. Die Nationalliberalen beantragten die Streichung dieser ganzen Bestimmung und wollten zum Mindesten die Ent- . scheidung dem zuständigen beamteten Arzt zuweisen. Dieser iartei Antrag iwurde von dem Vertreter der fortschrittlichen „Die außerordentliche Versammlung des „Hessischen Oberlehrervereins" billigt durchaus das Vorgehen des Vorstandes bei der Neubesetzung der Stelle des Vorsitzenden der Schulabteilung und bedauert lebhaft die Erfolg- loftgkeit ferner im Interesse des hessischen Schulwesens unternommenen Schritte. Der Hessische Oberlehrerverein steht mit der gesamten Oberlehrerschaft Deutschlands aus dem Standpunkt, daß n u r e i n e f a ch m ä n n i - sche Leitung eine gedeihliche Entwickelung des Schulwesens verbürgen kann." die Bestimmung hinzugefügt: Binnenschiffahrts- und Flößereibetriebe oder -tätigkeiten fcülen nur dann in die Versicherung des Hauptbetriebs, wenn sie nicht über den örtlichen Verkehr hinaus- greifeu. § 661, wonach, wenn eine der Aufsicht eines Landesversicherungsamts unterstehende Genossenschaft als leistungsunfähig aufgelöst wird, ihre Rechte und Pflichten auf den Bundesstaat übergehen, wird gestrichen. Im übrigen bleibt der Abschnitt über die Träger der Unfallversicherung unverändert. Auch der vierte Abschnitt „Verfassung", dessen Beratung bis zu § 697 gedieh, wurde soweit nicht geändert. Die Beratung wird DLontag nachmittag Heute vormittag wurde in der Aussprache über die G e n o ss en sch a ft s fr a g e d.EUs (Dessau) meint, die Entschließung des Bor- gehe nicht wert genug. Ich lege mehr Wert auf an e ö °,Iu.f arEEat als a u f das revolutionäre und hort! hört!) Die Ansichten über die E h°ben sich allmählich sehr geändert. Das soll hrnSh^n^n^?5nUrt9k L to!rfin dem Wandel der Auffassungen ? aub4n als manche Leute Neigung haben, (Verfall ber den Revisionisten.) Die Konsumvereine ^Qc!Cn ^^Ä^lnokratie. Dem profitwütigen Pri- vatkaprtal muß mit den Waffen des genossenschaftlichen Kapitalismus entgegengetreten werden. Eines Tages werden wir auch Men dre kapitalrstrschen Warenhäuser durch sozialistische Warenhäuser vorgehen müssen. 1 Wurm (Berlin): Die Genossenschaften sind in den 60er Jahren gegründet worden, nm das auszugleichen, was den Ar- L^rn durch die schlechten Löhne entgangen ist. Unstreitig wollte Schultze-Delrtzsch die Arbeiter nur beruhigen. Daher die frühere Abneigung der klassenbewußten Arbeiter gegen die Genoss«i- schaften. Jetzt ist das anders. Wir müssen den Arbeitern klar machen, daß sie auch m der Genossenschaftsfrage nicht neutral oieiüen dürfen. AL n e I (Sechzig) verlang, daß die Konsumvereine mehr als bisher, mit sozialistischem Geiste zu erfüllen seien. . 2 Auch mir geht die Entschließung des Vorstandes nicht weit genug. Alle Genosseii müßten ihre Spargroschen bei sozialistischen Genossenschaften anlegen. Es ist ungeheuerlich, daß noch so viele Arbeiter ihre wenigen Groschen m Sparkasien oder Staatspapieren anlegen. Verlangen müsse .daß die Konsumvereine nicht alle Gelder an ihre Mitglieder whrllch verteilen, sondern Reserven zurücklegew ^ustußantrag wird angenommen und hierauf die Entschließung des Vorstandes. Ueber das folgende Thema die Reichsv ersicherungsord'nUng berichtete Abgeordneter Molkenbuhr (Berlin): Die bürgerlichen Parteien gehen heute von der Ansicht aus, daß die deutsch Industrie bereits so überlastet sei, daß sie für soziale Zwecke keine weilten Aufwendungen machen könne. Die Verkehrtheit dieser AnfiA lft zum hundertsten Male erwiesen. Erne Last von etwa 10 Pfennigen für leben Arbeitstag — unb um mehr handelt es sich nicht — muß von einer leistungsfähigen Industrie getragen werden können. Der Redner polemisiert dann gegen das Zentrum. Auch bei ber Frage der Reichsversicherungscni^ mmg habe das Zentrum wieder seine gewohnte zweifelhafte Rolle gespielt. Die Zentrums anträge wurden von den eigenen Antragstellern rm Ausschuß nur sehr schwach vertreten. Das Zentrum ist da m vier bis fünf verschiedene Teile gespalten. Auf ben einen Seite stehen die Agrarier wie Herold und Praschma, auf der anderen ©eite die Arbeitersekretäre. In den vielen Hunderten von Anträgen hat wohl kaum einmal bas Zentrum geschlossen gestimmt. Der Redner geht dann Einzelheiten des Entwurfes durch. Man sage auf gegnerischer Seite, die Sozial- bemokratre habe an ber Versicherungsgesetzgebung nicht mitge- arbeitet. Das ist falsch. Wenn man sich die Aenderungen in der Versicherungsgesetzgebung ansieht, so wird man finden, daß wohl aller Aenderungen und Verbesserungen auf bie Initiative ber Sozialbemvkratie zurückzuführen sind. Das Reichsverslche- rungscrmt hat Bebel schon im Jahre 1878 geforbert Die Agitation für bfe Verbesserung ber Reichsversicherungsordnung ist nut eine Waffe des Proletariats. .Eine Aussprache fand nicht statt. Der Parteitag ging dann zur Beratung ber Anträge Über. Verschiedene Anträge fanden nicht genügende Unterstützung. Zu dem Antrag, ber den Beschluß des vorjährigen Parteitages he- treffend ben Schnapsboykott in die Erinnerung bringt, liegt folgender Zusatzantrag vor: „Den Parteiorganisationen wird empfohlen, dem Trinhwange bei Ver- ammlungen unb Sitzungen burch Vereinbarungen mit den Gastwirten abzuhelfen." Hierzu wird noch mit beraten ein Antrag des ersten pfälzischen Wahlkreises, bie derzeitigen Schnaps- und Bierpreiserhöhungen nach Kräften auszunutzen, um die Arbeiterklasse mehr als bisher auf die Schädlichkeit unb Gefahr des Alkoholgenusses hinzuweisen. Wurm (Berlin): Wir wollen keine Schnapsriecherei Und Verne Schnapsschnüffelei. Leider kommen ja dergleichen Anschauungen vor, daß man durch Peitschenhiebe der öffenllichen Bloß- iellung jemanden erziehen könne. Wir haben die Massen aufzuklären, für ihre sozialistische Erziehung zu sorgen, nur dadurch erreichen wir etwas. Selbstverständlich dürfen unsere Organi- 'ationen und ihre Führer in erster Linie kein schlechtes Beispiel geben. In irgend einer Weise muß auch eine Ablösung für die Gastwirte gefunden werden, da diese bei alkoholfreien Sitzungen einen Einnahmeausfall haben. Es ist anzustreben, daß für die Säle ein bestimmter Betrag bezahlt wird, so daß die inbrrefte Miete durch bie direkte ersetzt wird. Das wird sich besonders in ben Gewerkschaftshäusern einführen lassen, wo ja ein großer Teil ber Sitzungen stattfindet. Wir sind gewillt, keinen Kampf Es folgte darauf noch ein eingehender Bericht von Prof. Allendorf- Gießen (Gymnasium) über die Entwürfe zu Dienstanweisungen für Direktoren und Oberlehrer Daran schloß sich eine längere Aussprache, die in den Haupt- punkten eine völlige Uebereinstimmung ergab. fortgesetzt. Die Zchlutzsitzung des Sozialdemokratischen Parteitages. -4 Magdeburg, 24. Sept.. 6. Tag. Die Beratungen des Sozialdemokratischen ParteüageS gehen heute ihrem Ende entgegen. Das Interesse an der Tagung hat ziemlich abgeflWt^ Nationalliberaie vettrauensmänner-versammlung. woL, ftmtSTi..-. -- R. B. Darmstadt, 25 Seht nid)t unnötig erschweren, sondern alle büraer- Fm Gartensaal des städtischen Saalbaus fand beute balt? V^^meinsamer ArbeÜ zusammensassen. (Leb- nachmittag eine von ca. 160 Vertrauensmännern der Natla- oUfhmmung.) . rall,beraten Partei des ReichstagswahltreiseZ^Darmswdtl alei^nk und Prof Neßling traten ejroß-Gerau besuchte Versammlung statt Der SoriiiLrrhJ lebhaftem Beifall der Versammlung des Landesausschusses, Reichstagsabg Dr Dfaint VHf»etJtCk 9t£«rneÄ«-ent9e9en- während Ingenieur grüßte einleitend die Delegierten aus allen Tellen des' : unterstützte. Es wurden Akfick-stagswahllreises und sprach seine Freude hrmifopr delegierte für Kassel ernannt, die im Sinne Dj6 die ländlichen Parteifreunde so zahlreich der Ein I ^treten werden. ladung gefolgt seien. Nachdem dann Stadtverordneter eine kurze Besprechung über die dm Vorsitz übernommen hatte, hielt Abg. Dr Osann Reichstagswahl stattgechnden hatte, wurde zu dem Kasseler Partertag einen längeren, sehr bellättia w&J*' ^l->nn aus ausdrucklrchen Vorschlag der Jungaufgenommenen Vortrag, worin er etwa folgendes aus- u"b unter Zusicherung eifrigster Unterstützung führte: imgenoes aus- ernstlmmrg wreder zum Reichstagskandida- . S/t dem Wschluß der Reichsfinanzreform ist in ^rt. eine starke Mißstimmung eingetreten unb seit dem Scheitern hpa . --------— l .. flTnfcte llneiirifrFfnt ' 4« &rp;fo y.» ■ zog auch dü^enk- Die hessischm Oberlehrer für die fachmännische bar größte Uuermgrert in die Kreise der bürgerlichen Parteien Sfbulkihinn nn, die auch bei den zaUrcichen Nachwahlen zum Reichstag da- SchUlieilUNg. ae Parteien ausgezeichnete Geschäfte , R. B. D arMstadt, 25. Sept. DerhessischeOber- a % LS V e=l!m 9 ?er bürgerlichen Parteien lehrerverern hielt heute mittag im Restaurant Börse SFurS? oefe Unzufriedenheit durch die anhaltend schwierige BW”0- Q ~ -D; fmrtschaftliche Lage, besonders durch die Fleischteuerung die durchaus unbegründete unb unverlangte Ausschlachtung der Königsberger Kaiserrebe zu demagogischen Zwecken seitens der radikalen und namentlich der linksliberalen Presse. Die dem Kanzln von der Franks. Ztg. zugeschriebene „Wahlparole" mit dem Rufe nach Erhaltung der bisherigen Schutzzollpolitik und der nattonalen Arbeit wurde von der fteihändlerischen bis zur sozialbemokrattschen Presse mit Begierbe erfaßt, und die Richtia- ftellung m ber Nordd. Aklg. Ztg. tarn reichlich spät. Die dann gegebene Versicherung des Kanzlers, daß ber Nation baS zum Gedeihen ihres Erwerbslebens, wie zu ihrem militärischen Schutze Nötige gesichert und ihre stetige kulturelle Entwickelung werben solle, ist nn edles Programm, bas auch ausgeführt zu werben verdient, doch vielleicht zu ideal gedacht, als daß es eine Unterlage für die realen Kämpfe zur Reichstagswahl bilden könnte. Dazu seien bestimmte Schlagworte im guten Sinne unb Jbeen bringenb noyvendig, bie-geeignet sind, die guten Kräfte der Nation zusammenzufafien und Den Hader in den bürgerlichen Parteien zurückzudrängen. Der Kaiser hat in seiner Marienburger Rebe vo^resfliche Worte gesprochen, indem er sagte: Es sollen die 'Stämme und Berufsgenossenschaften bie Hände aneinander sck>lagen zu gemeinsamer Arbeit, zur Erfüllung der staatlichen Notwenbig- taten usw. Diese Worte müßten aber auch in realen Dingen chren Ausbruck finden, wie in einer gerechten Besteuerung des Besitzes, bie unausbleiblich sei. Der Radikalismus hat die schärfste Tonart in Magdeburg gesunden, und mit brutaler Gewalt die Äiidersdenkenden auf bie Knie gezwungen. Pardon wird nicht gegchen. Selbst über die Person Bebels ging der. Schritt dieser Mextern et tretet hinweg, trotzdem er sich absoluter zeigte als bie anderen. Der bart angeschlagene Ton müßte doch jedem bürgerlichen Politiker die Augen öffnen über das, was man von jener Seite zu erwarten hat! (Zustimmung^ Ein freifinniger Berichterstatter nannte bie Debatte über die Budgetbewilligungs-, frage „ein ekelhaftes Schauspiel des Aufflammeiis wilder Macht- inftmfte und persönlicher kleinlicher Rachsucht" innerhalb derPartei, die damit ihren Gegnern chre moralische unb kulturelle Schwäche so kraß gezeigt hat, wie kaum auf dem Dresdener Parteitag. Und haben denn unsere Badener Freunde bie Taktik der Sozialdemokratie noch immer nicht durchschaut, bereu Standpunkt ebenfalls vollständig revolutionär ist? (Lebh: Beifall.) Abg. Dr. David wies darauf hin, wohin die Absicht ber Revisionisten geht, indem er fügte, baß bie Nationalliberalen sich im wesentlichen auf bie stäbtische Bevölkerung stützten unb es nicht ratsam fei, bie stäbtische und bie ländliche Bevölkerung wieder zufammenzutreiben, fonbern baß man vielmehr einen Keil dazwischen treiben müsse. (Hört, hört!) Und bei dieser Taktik haben die Sozialdemokraten auch schon in Friedberg und anderen Wahlkreisen bie Früchte geerntet. Das zu verhindern, sollte eine Äauptanfgabedes Parteitags inKassel sein! (Lebh. Zustimmung.^ Die Friedberger Wahl habe ber Partei und ber landwirtschaftlichlen Bevölkerung ben richtigen Weg ge- Volkspartei lebhaft bekämpft unb vom Ausschuß bann ab» iriefen, unb wie bort, so lägen bie Dinge fast im ganzen Groß- gelehnt. Herzogtum: ohne bie tätige, kräftige Hilfe ber länblichen Wähler- Angenommen würbe ein nationallib'eraler Antrag jchaft werbe sich fast kein einziger hefsischer Wahlkreis halten gegen Volkspartei und Sozialdemokraten, wonach bie Rente eines lassen. Der Grundgedanke müsse sein, baß wir e in e,Tren n u n g A u s l.änder s ruht, solange er nicht im Jnlande feinen ge- zwischen Stadt unb Land nicht kennen, baß wir alle wöhnlichen Aufenthalt hat, mit ber gleichen fakultativen Ausweise ber Bevölkerung gleichmäßig vertreten unb deren gerechten nahmebestimmung wie zu § 614a. Wünsche auch zu erfüllen suchen. (Beifall.) Die noch schwanken- Nach § 634 kann bie Berufsgenossenschaft einen Aus- oen Linksliberalen sollten angesichts der Magdeburger Vorgänge ländernder im Deutschen Reiche keinen Wohnsitz hat, mit ebenso wie die süddeutsche freisinnige Volkspartei sich daran er- Kapital abfinben. Der Bundesrat kann diese Vorschrift für bo untern, baß sie im Gedenken an Eugen Richters Wirken gegen stimmte Grenzgebiete außer Kraft setzen. Das gleiche gilt nach rie Sozialdemokratie keine Veranlassung haben, Beziehungen zu einem vom Ausschuß beschlossenen Zusatz für solche Staaten mit dieser Partei zu pflegen. Es müsse aber ben Freisinnigen gesagt Gegenseitigkeit. Im übrigen bleibt ber Abschnitt über ben Gegenwerden, baß bie Nationalliberalen auf dem Boben ber S chu tz - stand der Versicherung (bis einschließlich § 637) unverändert. Zollpolitik stehen, unter bereu Herrschaft sich Handel, In- Ter dritte Abschnitt des Buches über bie Unfallversicherung buftrie unb Landwirtschaft in Deutschland mächtig entwickelte handelt von dem Träger der Versicherung. Md daß die gesamte Reichstagsfraktion nicht bie Hand dazu bieten Nach § 643 sollen ben Genossenschaften ber Unternehmer toirb, fteihünblerischen Gelüsten Gehör zu schencken. (Lebh, Zu-1 gewerbsmäßiger Fuhrwerk- unb Binnenschiffahrtsbetriebe Zweig- tamung.) Eine Oppositionspartei w oll en w ir anstalten für Halten von Retttteren und Fahrzeugen angegliedert nicht sein! Wenn in Mssel bie Meinungen scharf aufeinanber- werben. Da die näheren Bestimmungen über diese erst in einem Katzen, so ist bas kein Nachteil; offene Aussprache ist notwendig, späteren Abschnttte stehen, wird bie Beschlußfassung über diese Be- scheint mir persönlich zweifelhaft, ob in Kassel für alle Teile ftinrmung des § 643 bis dahin ausgesetzt. Beim Kapitel ,,Zu- des Reiches eine einheitliche Regelung getroffen werden kann, sammensetzung der Berufsgenossenschaften" regt ein Mitglied ber oür uns in Hessen ist der Weg klar vorgezeichnet, fortschrittlichen Volkspartei bie Bildung beruflicher wollen wir nicht der Sozialdemokratie unterliegen. Aber wir kleinterritorial gegliederter Genossenschaften an, einem Wunsche wollen in Kassel gerade im Gegensatz zu Magbebirrg zeigen, wie aus Handwerkerkreisen entsprechend, die bei ber bestehenden Glie- snan im Interesse des Vaterlandes unb. damit auch ber Partei l derumg ber Berufsgenossenschaften keine genügende Bertlcksichtigung üch mit feinen Freunden aussprechen kam., die auch nichts anderes y wollen, als bas Wohl ber Gesamtheit. (Langanhaltender Beifall.)Iz.—.-. ö--------------- ------ In ber anschließenden Aussprache sprach Bürgermeister I sich ber Anregung gegenüber ablehnend. Geibel-Hahn feine Freude darüber aus, daß die Partei Sei § 645 wirb cmf Antrag der ' o^tch in Zukunft der bewährten Schutzzollpolitik treu bleiben k ra*r’L" * 6 ^>erde. Der^ungliberale LehrerG erm a n wünschte näheren Aufschluß darüber, wie sich die Partei zum Bund der Landwirte stelle. Nicht nur gegen links, sondern ^uch gegen rechts und gegen das Zentrum müsse der Kampf geführt werden. Der Redner polemisiert dann gegen die "Wvrmser Ecke" und die Politik des Frhrn. v. Heyl. D-a- ßegen erwiderte Abg. Dr. Osann, man könne doch nicht den Kampf gegen vier Fronten führen. Der Bund der Landwirte habe ebenso wie das Zentrum im Darmstädter Wahlkreis die nat.-lid. Kandioatur unterstützt, weshalb wolle uran da gegen diese einen Kamps heraufbeschwören- Er habe niemals seinen nat.-lib. Standpunkt verleugnet, trotzdem auch von diesen Parteien und den Freisinnigen gewählt ^rben sei Die Angelegenheit v. .tzeyl-Oriola sei im Trigen Jahre von der Partei erledigt worden und sollte! nicht nochmals angeregt werden. So, to-ie der Vor-! q ^00» Jahrgang Montag 26, September 1910 Meßener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheßen nanntet Tvggennase die öängsfurche zwischen beiden Nasenhälfk« tmrch ein neues Verfahren, ,chie plastische Kcilhebung", ausge» führt. Tie Einsenkung des Nasenprosils, die sogenannte Sattelnase, Tarrn durch Einsenkung eines Knochenstuckes aus dem Schienbein beseitigt werden. Tas Knochenstück lvird von innen her unter die Haut des Nasenrückens geschoben, wodurch jede äußere Narbe vermieden wird. Zur Beseitigung geringerer Einsenkungen des Nasenprosils wird durch einen inneren Eingriff der größte Teil der breitgedrückten knöchernen Seitenwände völlig aus ihrem Zusammenhänge mit den übrigen Bestandteilen der Nase gelöst und als Ersatzmaterial für das vorn fehlende Nasengerüst unter die Haut des gesunkenen Nasenrückens eingepflanzt. Eine besonders interessante Heilung gelang bei folgendem Fall: Turch die Erkrankung an Lupus war bei einem hübschen jungen Mädchen die ganze untere Nasenhälfte zerstört worden, so daß die Nase die größte Aehnlichkeit mit der eines knöchernen Schädels hatte (Totenkopfnase). Bon den beiden möglichen Wegen des Ersatzes der Haut aus der Stirn oder aus dem Arme wurde der letztere gewählt, um eine entstellende Stirnnarbe zu vermeiden. Tie Armhaut heilte ohne jede Störung an die Gesichts haut an und bedeckte das an Stelle der Nase in der Mitte des Gesichts befindliche Loch zunächst in unförmlicher Gestalt. In einer zweiten Operation wurde eine 6 Zentimeter lange starke Knochen leiste aus dem Schienbein unter die überpflanzte Arm haut eingefügt und dadurch ein gerader Nasenrücken erzielt. Tann wurde die Nasen scheide wand aus der Oberlippe und brr noch fehlende rechte Nasenflügel aus dem benachbarten Teil ber rechten Wange gebildet. Nun war die Nase vollständig und das junge Mädchen, das vorher ihre Verunstaltung durch eine an einer sonst unnötigen Brille befestigte künstliche Nase aus Papiermache zugedeckt hielt, geht jetzt mit ihrer neuen, aus ihrem eigenen Körper material gebildeten nätürlichen Nase ohne jede Scheu umher. Schlußsitzung. Tie zweite allgemeine und zugleich Schlußsitzung der 82 Teutschen Naturforscher- und Aerzteversammlung fand int Konzettsaale des Tiergartens statt. Auf das Huldigungstelegramm an den Kaiser war inzwischen eine Antwort eingelaufen, die durch den zweiten Geschäftsführer Professor M e p e r (Königsberg) zur Verlesung kam. Darauf wurde in die Tagesordnung eingetreten und die Referate entgegengenommen, die vorwiegend fachwiss-enschafl- liches Interesse boten. Es sprach Professor Dr. Monakow (Zürich) über „Lokalisation der Hirnfunktionen" und Professor Dr. Planck (Berlin) über „die Stellung der n e u e r e n P h y s i k zur mechanischen N a t u r a n s ch a u - u n g". An dritter Stelle hiett Professor Dr. T o r n a u i st (König-, berg) einen Vortrag lokalen Charakters über die „Geologiedes Sa ml an des". Damit war die wissenschaftliche Arbeit bet Sitzung erledigt, und der zweite Geschäftsführer Professor Dr. Meyer (Königsberg) schloß die Tagung mit einer kurzen Ansprache, in der er betonte, daß sich vor allem die Ehrlich- Sitzung in das Gedächtnis der Menschheit eingraben werde Wir erlebten, so führte er weiter aus, vor einigen Wochen den Berliner Weltkongreß für freies Christentum. Wie man sich auch dazu stellen mag: Wäre da ein gedeihliches Zusammenwirken, etwa eine religions-naturwissenschafttiche Versammlung so ganz unmöglich? Könnten da nicht bei unbefangene: Aussprache und Prüfung Gegensätze überbrückt werden, die von jeher unversöhnlich erschienen. Oder auch eine sozial-naturwissenschaftliche Tagung? Der Redner schloß mit einem Dank an alb, die das Gelingen des Tages ermöglichten. — Darauf ergriff der Vorsitzende Professor Dr. Wien (Würzburg) das Wort, um iwdi einmal auf die Bedeutung der Tagung hinZuweisen, die er dann tnii einem Dank an die treue Mitarbeit des Königsberger Ausschusses für geschlossen erklärte. Ta- 1909 die An- von An» Stadt und Land. Gießen, 26. Sept. 1910. Manöverbrocken. Am Sämslag haben die letzten Truppen, Dragoner und Artillerie, das Manöverfeld, den Vogelsberg, verlcrssen und den Rückmarsch zur Garnison angetreten. " Wie gern man die Truppen im Vogelsberg aufnahm, zeigt folgendes Vorkommnis. In einem Dorfe hatte man seit 1866 keine Einquartierung gehabt. Das Torf rüstete zum Empfang der Manövertruppen wie zu einem Feste. Eine Ehrenpforte grüßte die einrückenden Soldaten am Eingang des Ortes. Tie Häuser waren mit Fahnen und Girlanden geschmückt. Die Mannschaften, Teile der hessischen Division, wurden wie Festgäste aufs beste bewirtet. Es mag wohl auch einzelne Quartiere gegeben haben, die den Soldaten nicht gefielen, wie es auch einzelne allzu anspruchsvolle Mannschäften gab. Aber sie bilden die Ausnahme. In einem Quartier zu Groß-Felda hatte beim Abmarsch ein Soldat sein Portemonnaie mit 40 Mk. Inhalt liegen lassen. Da zwei Mann int Hause einquartiert gewesen, so wußte der redliche Hauswirt nicht, welchem von beiden er den Fund nachsenden sollte. Er machte sich auf den Weg nach Stangenrod, wohl vier Stunden weit, wohin die Mannschaft marschiert, suchte hier den Soldaten auf und überreichte dem aus das freudigste Ueberraschten die Börse. Im Gelände zwischen Ermenrod und Zeilbach verlor ein Offizier seine goldene Taschenuhr. Hoffentlich gerät sie einem gleich ehrlichen Finder wie dem Hauswirt in die Hände. ♦ ** Die Jahresversammlung der hessischen Anwaltskammer findet am Samstag, 1. Oktober d. I., vorm. IO1/2 Uhr, im Sitzungssaal der 1. Zivilkammer des Landgerichts im hiesigen Justizgebäude statt. Auf der Tagesordnung stehen außer Jahresbericht, Rechnungsstellüng, Voranschlag usw. u. a. ein Referat des Rechtsanwalts JUstiz- rat Lichten-Mainz über die neue Gebührenordnung, eine Besprechung über das Rechtskonsulentenwesen und auf Antrag von 13 Anwälten eine Beratung über die Frage: Wann und in welcher Weise gedenkt der Vorstand die durch eine Kommission im Jahre bewirkten Arbeiten bezüglich der Fürsorge für Gehilfen f 0 r t z u s e tz e n. Nach den bisherigen Meldungen sind zu der Tagung 50—60 Rechtsanwälte außerhalb zu erwarten. = Alsfeld, 25. Sept. Der Landwirt Dippel aus Reibertenrod, ein noch junger, rüstiger Mann, wurde am Eamstcrg früh, als er in einem hiesigen Friseurgeschäft weilte, von einem tödlichen Herz sch la g betroffen. Die Teilnahme .nut der schwergeprüften Familie, der im vorigen Jahre durch Cl~en ^iMrahl Haus und Hof eingeäschert wurde, ist in allen kreijen der Bevölkerung sehr groß. — Nächsten Sonn- lag, g. Oktober, findet hier im Saale des »Deutschen Kaiser- eine Zusammenkunst sämtlicherZweigvereme beS Sßogels- 82. Deutscher Naturforscher- und Aerztetag. Königsberg, 24. Sept. In den fortgesetzten Beratungen der Fachabteilungen behandelte der Aeghptologe Werszinski (Königsberg) das therapeutische Heilverfahren in der altägyptischen Medizin. Die alten ägppttschen Aerzte verwandten äußerlich Einreibungen aller Art und Massage sowie Verbände, die aus Pflanzenfasern bestanden und mit den Heilmitteln getränkt wurden. Sie machten schon einen Unterschied zwischen dem ständig gewechselten Umschlag und dem Verbünde, der längere Zeit auf der kranken Stelle liegen muß. Ferner wurden Räucherungen und heiße Packungen viel verwandt und schließlich sind auch noch Verordnungen von Jnhala- tionen erhalten. Innerlich wurden Latwergen und trockene Medikamente angewandt. Alle Rezepte finb von einer ungeheuren Mannigfaltigkeit der Drogen, von denen wir bisher allerdings nur einen Bruchteil zu bestimmen vermögen. Die Anwendung von Korrigentien war in weitem Maße bekannt. Selten fanden dagegen Operationen statt. Vor Mutigen Eingriffen schien man sich doch noch zu furchten. Von großer Vorsicht zeugt die Vorschrift bei gewissen unheilbaren Krankheiten nichts zu tun. .Kleinen fttnbern wurde das Mittel selbst ein gegeben, wenn sie laufen tonnten. Was das noch nicht der Fall, so mußte an vier aufeinander folgenden Tagen die Amme das Mittel nehmen, die dessen Wirkung mit der Milch übertragen sollte. Manche medizinische Kenntnisse der alten Aegypter haben auch unlauteren Zwecken gedient So diente em Mittel das die Haare ausfallen ließ, dazu, Nebensrauen ihres Haarschmuckes zu berauben. 3» der Abteilung für Chemie spricht Professor Dr. Pauli (Koblenz) über unsichtbare Phosphoreszenz IN der Abteilung für Hals- und Nasenkrankheiten machte Professor Dr. Joseph (Berlin) interessante Mitteilungen über die Fortschritte auf dem Gebiete der Nasen korrektur en. Tie Methoden zur Nasenverkleinerung finb verschieden, je nachdem ^^tigung. der übermäßigen Konvexität, des Nasenprosils, uw Verkürzung einer zu langen Nase, um Ver- chmalerung der Nase oder nur der Nasenspitze usw. handelt Zur Geraderichtung schiefer Nasen namentlich bei Schiefheit der obnen knöchernen Nasenhaltte empfiehlt der Redner den keilsörmiqen Aus- chnitt aus der breiteren knöchernen Seitenwand. Turch diesen ^schnM wird erst der erforderliche Platz für die Verlagermig der schi-efstehenden Nase nach der Mittellinie des Gesichts cbaffen unb gleichzeitig die Rücktelw in die frühere schiefe Stellung am besten verhütet. Tie Operationen der Verkleinerungs- und Äcknefnasenplastik werden unter der äußeren Haut von den ^afen^ lochem her ausgefuhrt und hinterlaßen daher Feine äußeren Narben. 3ur Korrektur von Nasendefekten gibt es einige neue Methoden. VerJlebner hat bei einem Nasenflügeldefekt eine ziemlich große durch Lupus entstMidene Lücke mit bestem Erfolge durch ein d«n n^bn Nasenflügel entnommenes, völlig abgetrenntes Haut stück MMchtllt, Mq äfit öl MD Falle PM gefpafleNn sygo- von allen ohne Unterschied respektiert werden. (Stürmische Zustimmung.) Unser alter Führer Bebel war ja hier in geistiger Frische und Kraft' ich glaube, daß es der Wunsch aller Parteigenossen nicht nur hier im Saale, sondern im weiten deutschen Reiche und über die Grenzen hinaus ist, daß ihm eine gute Gesundheit vergönnt bleibe, damit er fein Wirken weiter fort* setzen könne. Der Redner schließt mit einem Hoch auf die sozialdemokratische Partei Deutschlands und die Sozialdemokratie aller Länder. Die Teilnehmer stimmen beim Verlassen des .Saales die Arbeitermarseillaise an. Der F 0 rstverein für Hessen hielt seine 17. Tagung in Jugenheim a. d. B. ab. Es nahmen etwa 60 Herren und 20 Damen teil. Am 1. Tage wurde ein Wald ausflug in die Oberförstereien Jugenheim und Eberstadt unternommen. Die Fahrt ging durchs das Flugsandgebiet der Ebene und zeigte, wie mit unenblidKin Fleiße und sorgsamem Eingehen auf die verschiedenen Bedürfnisse des Standortes, auch diesem mageren Boden Mach Ertrage — und zwar wertvolle — abgerungen werden. Waldfeldbau und Naturveriüngung, zwischen und neben der Herrschenden Holzart (Kiefer) Buchen, Fichten, ja Ahorn und Walnuß usw. konnte man eingehend studieren. Es fand ferner eine Vorführung der v. Schmittburgschen Waldpflüge, Säe- und ^at-Maschinen statt. Bei den Verhandlungen hielt nach Erledigung des geschäftlichen Teiles Geh. Forstrat Joseph seinen Vortrag über „Die forstliche Bewirtschaftung des Flugsandgebietes in den Oberförstereien Eberstadt und Jugenheim". Anschließend erläuterte Forstmeister v. Schmittburg seine Maschinen. Einer Anregung von Forstmeister Klump und Hoffmann-Butzbach, ange- sichts der drohenden Mäuseplage die Kreisämter auf die bereits bei der 16 Tagung des Vereins empfohlenen Gegenmittel hin- zmvepen, fhmmte die Versammlung zu. Die Einladung des Ersten von Mnburg-Büdmgen, überbracht durch Kammerdirektor Muller, die nächste Versammlung (1912) in Büdingen abzu- chalten, wurde angenommen. Vom S chlacht Hofs-Neubau. In den letzten 14 Tagen ist der 40 Meter hohe Kamin der Schkrchtäifs- anlage, der vom Bauunternehmer Becker hier hergestellt imrd, erheblich gefördert worden. Mit seiner Fertigstellung sind die eigentlichen Erweiterungsbauten vorerst beendet Der innere Ausbau ist soweit vorgeschritten, daß man sich ^bereits em Bild des späteren Betriebes machen kann. Die Wartebuchten vor der Schweineschlachthalle sind durchEisen- stabe untereinander geschieden. Von diesen aus kommen die Tiere auf eine Bühne in die Halle, auf der das Schlachten vor sich geht. Unmittelbar unter dieser Bühne haben zwei mächtige Brühkessel ihren Platz gefunden. Interessant ist dre bereits fertige Hochtransportbahn, mit der die ausqe- schlachteten Schweine durch die Schweineschlachthalle und dre Verbindungshalle in den Vorkühlraum gebracht werden Die Dampfkessel sind betriebsfertig, an ben Maschinen und den Einrichtungen zur Eisfabrik wird noch gearbeitet doch werden die Monteure bis Ende Oktober damit fertig Dre einzelnen Abteile in dem Kühlraum, die zur Aufbewahrung des Fleisches an die Metzaer abgegeben werden sitü) aus kräftigen Eisenftäben ähnlich wie Raubtierkäfiae gebaut und so eingerichtet, daß niemand ohne Schlüssel etwas von den darin unter gebrachten Fleischvorräten ent- i^nen kann. Bereits hat man mit der Bekleidung der Wandflachen mit Porzellanplatten begonnen. Auch der Wattenbelag für die Fußböden ist teilweise schon an die .Verwendungsstelle gebracht und demnächst wird mit deren Verlegung begonnen werden. Auch an der Entnebelunas- anlaqe in der Schweineschlachthalle wird bereits ae- ,arbeitet. Voraussichtlich kann der neue Teil des Schlacht- böses spätestens Ende März dem Betrieb übergeben werden. "Die Maul- und Klauenseuche ist auöge- brochen in: 1. Bosemb, Kreis Sensburg, Regierungsbezirk Allenstein; 2. M-Jlischken, Kreis Wehlau, Regierungsbezirk Königsberg; 3. Markersdorf, Kreis Ratibor; 4. Sternalitz, Kreis Rosenberg, Regierungsbezirk Oppeln; 5. Schmottseiffen' Kreis Loewenberg, Regierungsbezirk Liegnitz; 6. Krottorß Kreis Oschersleben, Regierungsbezirk Magdeburg; 7. Klingenburg, Kreis Schroda, Regierungsbezirk Posen, am 22. September 1910. berg er Höh'enklubS statt. Der Alsfelder Zweigverein trifft bereits alle Vorbereitungen, um seinen Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. ! Mainz, 25. Sept. Da die Rennbahn Wiesbaden— Erbenheim sich eines so außerordentlichen Zuspruches aus Mainz, Frankfurt usw. erfreut, tragen sich verschiedene Gesellschaften mit dem Plan, eine elektrische Bahnlinie von Mainz, bezw. Kastel, nach der Rennbahn zu legen. v. Dorlar, 25. Sept. Dank der überaus günstigen Witterung war das heute hier abgehaltene Jünglingsfest auch von außerhalb sehr gut besucht. Pfarrer Vömel- Rodheim und Koch-Lützellinden sanden willige Zuhörer. DaS diesjährige KreiS-IünglingSfest wird in 14 Tagen in Groß-Rechtenbach gefeiert. X AuS dem Kreise Wittgenstein, 25. Sept. Nachdem nunmehr am Mittwoch die landespolizeiliche Abnahme der Teilstrecke der Edertalbahn Raumland — Berleburg einen befriedigenden Abschluß gesunden hat, steht der Inbetriebnahme der Bahn nichts mehr im Wege. Sie soll am 1. Oktober erfolgen. — In den Wittgensteiner Bergen wurde bereits leichter Schneefall bemerkt. Provinzial-AuSschuß der Provinz Oberhessen. L. Gießen, 24. Sept. Anwesend: Provinzialdirektor Dr. U s i n g e r sowie vier ordentliche und zwei Ersatzmitglieder. 1. Enteignung von Gelände in Gemarkung Bad-Nauheim zur Erweiterung des Bahnhofs Bad-Nauheim; hier Ausspruch der Enteignung. Durch Urteil des Provinzral-Ausfchusses vom 16. April 1910 war die Zulässigkeit der Enteignung ausgesprochen worden. Inzwischen hat die König!. Eisenbahndirektron Frankfurt a. M. die Auszahlung der zuerkannten Entschädigungen nachgewiesen und den Ausspruch der Enteignung beantragt. Diesem Antrag wurde entsprochen. 2. Antrag der Gemeinde Steinfurth auf Ablösung der der G e s a m t f a m ili e Löwvonund zu Steinfurth obliegenden Verpflichtung zur Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehes dieser Gemeinde. Dem genannten Antrag war insofern entsprochen worden, als das Gr. Kreisamt Friedberg Verhandlungen mit den Vertretern der von Löwschen Seitenlinien in Staden und Steinfurth gepflogen und mit ihnen, mit Ausnahme eines einzigen, eine Vereinbarung über die Höhe der von der Gemeinde zu zahlenden Entschädigung getroffen hatte. Infolge Widerspruchs des nicht zugezogenen Mitgliedes der Famitte erging dann Urteil des Kreisausschusses des Kreises Friedberg, gegen das sämtliche Beteiliaten Rekurs verfolgten. Der Vertreter der Freiherren Luowig und Hugo Löw von und zu Steinfurth stützte seinen Rekurs in erster Linie darauf, daß es nicht genüge, wenn die Vertreter der beiden Seitenlinien zugezogen würden, sondern es müsse die Ge- samtfamilie vertreten sein, wie dies aus dem Familienvertrag hervorgehe. Der Provinzial-Ausschuß gab diesem Rekurs statt und verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung und Entscheidung an den KreiZausschuß des Kreises Friedberg zurück. 3. Bürgermei st erwähl znWohnbach, Kress Friedb er g. Bei der am 15. März 1910 zu Wohnbach stattgehapten Bürgermeisterwahl erhielt Hermann Kratz 74 und Ernst Eichelmann 65 Stimmen. Eichelmann reklamierte und das Gr. Kreisamt Friedberg stellte fest, daß ein gewisser Emmel am Abend vor der Wahl ein Fäßchen Bier von cttva 20 Liter zum besten gegeben hatte, von dem angenommen wurde, daß es tatsächlich nicht dieser, sondern Kratz bezahlt habe. Am gleichen Abend und schon mehrere Tage vorher vertrank die Gegenpartei für 277,99 Mk. Der Großh. Kreisrat beanstandete deshalb die Wahl und der Kreisausschuß erklärte sie in nichtöffentlicher Sitzung für ungültig. In der heutigen Verhandlung wurde durch Vernehmung einer Reche von Zeugen sestgestellt, daß der Gewählte Kratz mit der Freibierspende nichts zu tun hatte und jeden Schein einer Beeinflussung vermieden hatte. Der Provinzial-Ausschuß entschied deshalb, daß der erhobenen Beanstandung nicht stattzugeben sei. Märkte. ic. Frankfurt a. M., 26. Sept. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Mk. 20.60—20.69, Kurhess. Mk. 20.50-20.75, nordd. 00 'M, La Plata Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 15.30 bis Mk.15.15,Gerste (Wetterauer) Mk. 16.00—16.75, Gerste Franken Pfälzer RiedMk.16.50—17.60, Kleie Mk.00.00-00.00,Hafer(alter)16.25-1K.7Ü, (neuer) 15.09-15.25, Mais Mk. 14.50—14.65, Weizenmehl 0 Mk. 30.06 bis 30.25, 2. Qualität Mk. 23.75-00.00, 3. Qualität Mk. 22.25 bi§ Mk. 00.00, 4. Qualität Mk. 00.00—00.00, Roggenmehl 0 Mk. 23.00—23.25, 1. Qualität Mk. 19.00—19.50, 2. Qual. Mk. 00.00 bis 00.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis All. 9.50, Weizenschoie Mk. 00.00—00.00, Roggenkleie Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Malzkeime Mk. 00.00—00.^0, Raps Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.25-12.60. Alles oer 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a.M. Viehhof-Marktbericht vom 26. Sept. Auftrieb: 1500 Rinder, darunter 490 Ochsen, 72 aus Oesterreich, 37 Bullen, 976 Kühe, 330 Halber, 365 Schake, 1903 Schweine. Tendenz: Rinder langsam, fast ausverkaust, Kälber und Schase ruhig, ausverkaust, Schweine belebt, nahezu geräumt. Preis pro 100Psd. Lebend- Schlacht« gewicht Ochsen. Mk. Mk. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wertes, höchstens 6 Jahre alt 50—55 91—95 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete . I......... 47—50 86—90 Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 44—46 80—82 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 46—51 76—86 vollfleischige, jüngere ........ 40—45 66—75 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 43—47 77—84 Vollfleischige ausgemästeteKühe höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren 43—46 78—83 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen .... 36—42 67—76 Mäßig genährte Kühe und Färsen .... 26—31 54—62 Gering genährte Kühe und Färsen 23—24 53—55 Kälber. Feinste Mast-(Vollmilchmast) u. beste Saugkälber 58—62 96—103 Mittlere Masi- und gute Saugkälber .... 53—57 90—97 (Geringere Saugkälber 50—52 85—88 Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 38—00 80—00 Aeltere Masthammel und gut genährte Schake 30—33 72—75 Mäßig genährte Hammel und Schafe (Dterz- schase)............ . . 29—00 68—00 Schweine. Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 66.00—57.00 70.00—71.00 Vollfleischige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht ...... 56.00—57.50 69.00-72.00 Fettschweme über 3 Zir.Lebendgew. . 56.00-57.50 72.00-74.00 Fleischige Schweine 55.00—55.50 72.00—73.00 Sauen 51.00—00.00 64.00—60.00 Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe«. m Sept. Wetter 1910 N t,n'S dedenken Sie. scharfe.. avendc Seifen den Teint unbedingt schädigen Die F1“06'. von Professoren und AerLten erprobte AchrrholM' leise sei. Ihr Talisman zur sachgemäßen Hautpflege! b*/* Höchste Temperatur am Niedrigste » 8 5 0 Sonnenschein Bew. Himmel Sonnenschein e 5 8? 41 2 2 24. bis 25. 24. „ 25. X-8' Septbr. = 4- 16,5’9. M - 4. 9,1 «g. 25. 2” 754,0 16,0 9.1 66 N 25. 9“ 754,7 9,5 7,9 89 N 26. 7” 754,5 4,6 5,7 90 NE M-feil® Imell-Korsetts herausne! mell-Ksrsktts herausnehm-^4 OK I Molttr in verschiedenen ? 25 baren Spiralmech. u.2 Spiral-1 Za Jaquard-Mustern Mk. federn Mk. BM!tn in schwer. 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Köhler. 5301 Herrn Philipp Wehrum sagen wir allen unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wehrum, , Wehner. Gießen, 26. September 1910. Heute morgen 7 Uhr entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Wwe. Emilie Fischer geb. Wer im Alter von 79 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gustav Schürmann, Obergütervorsteher. Todes-Anzeige Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau Elizabeth Schilling am 17. d. M. nach schwerem Leiden verschieden ist. Stourbridge (England), 14 Brook Street. Heute nachmittag 3 Uhr verschied sanft nach langem schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Margaretha Laval geb. R»h» Die trauernde Tochter: Henriette. Gießen, Löwengaffe 9, den 25. September 1910. Die Beerdigung sinket Mittwoch nachm. 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. (5292 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hmscheiden meines treuen Gatten, unseres treu- sorgenoen Vaters, Schwiegervaters, Schwagers und Onkels stmmziicht i). groß, miße» MWem Fritz Rosenbaum Löwengaffe 20. Telephonj Jaratar uuiyiuyui Schreirrerveretniguug Gießen lP' empfiehlt mehrere erstklassige = Eber und Zucht-Sauen = sowie zu jeder Zett Zucht- und Schnitt-Ferkel. Soeben mehrere 6 Monate alte Eber und Sauen stammen aus der Amerländischen und Hofmännischen Zucht (im Mutterleib importiert). D”. Schweinezuchtverei« Ober-Hörgern b. Butzbach. Neuheiten für Herbst und Winter in Kleiderstoffen, Blusenstoffen, Seidenstoffen, Gesellschaftsstoffen, Sammeten Vielseitige .gediegene Auswahl in Herbst-Kostümen » « Übergangs-Paletots s Schwarzen Paletots h Frauen-Mänteln « h h Kimono-Mänteln « » Backfisch-Kostümen» Backfisch-Paletots « Kinder-Mänteln h « » Kostüm-Röcken hä« ßlusen, Unterröcken 2100 qm Acker in den Simmenten, 638 qm Acker hinter dem Rieden- 775 qm Acker im Sohl am Wald, 831 qm Wiese rechts im Erlen, 744 qm Acker am Kolben bei der 5) Flur II, Nr. 293, 300 Mk. 6) Flur II, Nr. 979, berg, 180 Mk. 7) Flur III, Nr. 535, 100 Mk. 8) Flur IV, Nr. 401, 135 Mk. 9) Flur II, Nr. 771, Bottenmauer, 10) Flur II, Nr. 772, 681 qm Acker daselbst, zus. 230 Mk. 11) Flur II, Nr. 978, 731 qm Acker hinter dem Rieden- berg, 220 Mk. Zusammen 3300 Mk. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen deS Ludwig Dörr bezw. auf den Namen des Ludwig Dörr und seiner Ehefrau Margarethe geb. Hahn als Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft im Grundbuch eingetragen waren, sollen SamStag den 17. Dezember 1910, nachrn. Sl/3 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht auf dem Rathause zu Annerod versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 7. April 1910 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Ver- steigerungSvermerkS aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung deS Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegen» »stehendes Recht haben, werden ausgefordert, vor der Erteilung deS Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung deS Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle deS versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 21. September 1910. Großherzogliches Amtsgericht. (ß«/ Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Annerod A, Band II, Blatt 157: 1) Flur IV, Nr. 762, 525 qm Acker auf dem Steinerwald, 60 Mk. B, Band IV, Blatt 296: 2) Flur I, Nr. 332, 88 qm Grasgarten am Plattenbera, 15 Mk. 3) Flur I, Nr. 469, 119 qm Hofreite im Ort, 2000 Mk. 4) Flur VI, Nr. 544, 1337 qm Wiese in der Hohlbach, 60 Mk. Expedition. Berlin SW. 19. rgebung des Stipendiums entscheidet zu richten. bemittelten bevorzugt lieber die $e: Kuratorium. ™ Bewerbungen sind bis zum 25. Oktober ds. Js. an bett ®orftanb der rsraelitiicheu Religionsgejelljchaft zu Gieße« Süßer Apfelmost täglich frisch aus der Kelterei von [5311 H- Heyne, „Zm Aqumiim" Walltorstratze ö. Telephon 322. Existenz Berliner Firma vergibt chre Agentur in dortiger Stadt für Porträts (Photogr. Vergröberungen) und Bilder, hohe Provision, keine Fachkenntnisse erforderlich. Verkauf durch Reisende nach Muster. Offerten rmter R. 6431 an Daube L Co., Annoncen- Jacob nnd Helene Aünmald'sche Stiftung zu Gießen. AuS dieser Stiftung sind die Zinsen mit Mk. 400.— am 26. Oktober d. Js. zu vergeben und zwar nach folgenden Be- stiuunungen: 1- tür Söhne der Mitglieder der israelitischen ReligionSge- sellschaft zu Gietzen, welche ein Studium ergreifen ober ein Gewerbe erlernen wollen und aus eigenen Mitteln dazu nicht in der Lage sind. 2. für Töchter der Mitglieder der israelitischen Reugions- gesellschaft zu Gtetzen, welche vor ihrer Verheiratung stehen, zur Bestreitung der AuSstattungskosten. In erster Linie sollen Verwandte des Stifters und seinen Ehefrau, auch solche, die nicht in Giehen ihren Wohnsitz haben, be* rücksichtlgt^werden, wenn sie ihre verwandtschaftlichen Beziehungen ....... * ......| ' " " : mehreren Bewerbern sollen gleich Fähigen die Minder- Nasswäsche?1 gVlptfcp SFftrtirfiP (mindestens 30 Pfund trocken ge- wogen), gewaschen, gebleicht, geblaut und zentrifugiert lausgerungen), also fertig bis zum Trocknen, kosten Mk. 2.10, jedes weitere Pfund 7 Pfg. 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Die Angebote find verschlossen, mit entsprechender Ausschritt an Bauabteilung Friedberg postfrei einzureichen, woselbst die Eröffnung am 3. Okwber, vormittags 11 Uhr, erfolgt. Zuschlagsfrist 14 Tage. D»/f Grotzh. Hess. Eisenbahn Bauabteilung Friedberg. Meyerhoff & Goslar Kreuzplatz 13 vorm. S. Weimersheim Nachf. Telephon 758 Tt/inter-Tänj-Kurse Die diesjährigen Tanzkurse beginnen am 6., 7. u. 8. Oktober. Zur Beteiligung hbfl. einladend, erbitte Anmeldungen in meine Wohnung Löberstrasse Nr. 12 F>rivat- Turn- und Tanz- :: Unterricht jederzeit :: Hochachtungsvoll Wilh.Will 4819 Universität*-Turn- und Tanzlehrer <--- . - y Minna Körner’s Schule für h Oberes Klavierspiel West-Anlage 48 Lehrfächer: Gehörbildung, Musikdiktat, Analyse, Primavista-Singen, Theorie der Musik, Harmonielehre, Elementar-Klavierspiel, Höheres Klavierspiel (Solo, Ensemblespiel, Hebungen im Begleiten). Anfang des Winter-Semesters 1910/11 Montag den 3. Oktober. Festsetzung des Stundenplans Samstag den 1. Oktober, nachmittags 2 Uhr. 5104 Meine Kurse in Musikai. rhythm. Gymnastik für Kinder, junge Mädchen und Damen jeden Alters beginnen Montag den 3. Oktober. — Gell Anmeldungen, münd!, oder schriftlich, erbitte nach meiner Wohnung Nord-Anlage 81. 5194 Elisabeth Decker. Von heute ab täglich frisch:! ' ” ff- Fleischsalat (in bekannter Käte) ff- Braten im Ausschnitt ff- Frankfurter Würstchen Ferner empfehle meine sämtlichen anderen Fleisch- und Wurstwaren in nur seinster und bester Qualität. Friedrich Schreiner Langjähriger Lieferant der Kaiferl. Königl. Hosküche, _________sowie der Kronprinz!. Mundküche. (5249 Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert — —die Brahl*echeUnlv.*Druckerei,