Erstes Blatt General-Anzeiger für Oberhessen 160. Jahrgang Nr. 110 Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 25. Mai 1010 Der «etzever Anzeiger Ä a ä vezugSpretS: erschrim läqllch, a>cher jfflk ■ W monatlid)75^Diertd« Sonntags. - Beilagen: Y RH a ▲ a A ▲ A A A jährlich Mk. 2.20-. durch «Ä3Ä|O AMAW HS GKAA* AA#»äs zweimal wochcntl.Lreir- g» Hä ■ M IP A, Bä jF L» M V 9 M W 9 Kl fl IS S M Bl^ 9 die Post BL 2.— viertel» blatt für de« Lreir Siehrn »HHI BL< WM SZ 9 W f jjZ 9 Rö LH 9 'M 9 9 ES Sft< 9 jährl. ausschl. Beitellg. ^vlvnvWvl 4411 JvlUvie» ^emlpred)-Anschlüsse: N M ffif Verantwortlich für den jur dw Reaktion 112, IXäZ \LP politischen Teil: August ’kä General-Anzeiger für Oberhessen LLL Annahme van Anzeige« V ? I »» u. Land" und „Nerlchts- biä üierm^ffin9"uS Rotationsdruck und Verlag »er Vrühl'schen Univ.-Such- und Sleindruckerei B. tätige. Bedaliion. Expedition UNS Druckerei! Schulftratze ?. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Der deutsche Kaifer und die Zriedensiüee. Ein ehemaliger norwegischer Minister hat die angeblichen Kaisern-oric in London zum (Gegenstand von öfsent- lichen Betrachtungen gemacht, die das amtliche Wolff'sche Bureau »ociterocrbreitet. Daß die Kleinstaaten den Frie- densgedantcn nachhaltiger anhängen, ist begreiflich; sre haben dabei nichts aufs Spiel zu sehen. Bon dem norwegi- schcn Staatsmann wird auch die nicht ganz von der Hand zu weisende Vermutung ausgesprochen, Rooftvelt Jonne den Kaiser zu seinen Aeusterungen angeregt haben. Das könnte die von uns bereits geäußerten Bedenken gegen den „Frie- dcnsbund" nicht gerade entkräften: C h r i st i a n i a, 24. Mai. Der Vorsitzende des norwegischen 9Lotelkomitees, der ehemalige 'Staatsminister und Minister des Aeußern Lövland, beschäftigte sich in der Abendnummer des „Dagblads" mit der angeblichen Aeutzerung KaiscrWilhelms gegenüber dem französischen Minister des Aeußern, P i ch o n, über die Begründung eines Friedensverbandes der europäischen Staaten und bemerkt unter anderem: Nach den eingegongenen kurzen Mitteilungen ist es noch unklar, worauf ber Kaiser hinzielt; ob darauf, daß die europäischen Staaten sich organisieren sollten und zwar derart, daß sic sich verpflichten, Frieden zu halten und den Frieden aufrecht zu erhalten, falls ihn jemand stört, oder daß die Staatskunst in der allgemeinen Friedens- und Kulturarbeit ihre Ziele haben soll. Gehen wir nun davon aus, daß der Kaiser die Gelegenheit benutzte und der französischen Regierung direkt und vertraulich sag«, daß man jeßt an eine europäische Fricdensorganisationj denken müsse, so ist dies umso leichter zu verstehen, als er gerade von seinem Zusammensein mit Roosevelt in Berlin kam, der in seinem Robelvvrtrag in Christiania die gleichen Gedanken entwickelt hat; teils wies er, wie früher Carnegie und andere, auf die Bereinigten Staaten mit ihrem höchsten Gericht (nid) bei Streitigkeiten zwischen einzelnen Staaten hin, teils sprad) er sich für eine Friedensliga zwischen den Staaten aus, die wirklich den Frieden wünschen, mit reinen Händen austreten können und von anderen den Frieden verlangen. Endlich verwies er energisch auf die Schaffung einer internationale nPolizci- b e h ö r d e zur Aufrechterhaltung des Friedens. Die Annahme liegt nahe, daß diebeiden auSgeprägtenGegenwarts-- m e n s ch e n im Laufe des Gespräd)es gemeinsame Ideen gefunden haben, denen der Kaiser nun aud; auf seine Weise Ausdruck gegeben hat. Bisl)er ist diese Idee vor der Masse der Politiker gcwöhnlicb für eine unpraktische Utopie angesehen worden. Neu ist, daß die aktuellsten Politiker unserer Tage die praktische Erörterung aufnehmen. Nichts zeigt klarer das Wachsen des Friedensgedankens in unserer Zeit. Man darf sich nicht täuschen lassen bezüglich der praktischen Schwierigkeiten. Ist erst der Will e da, so müssen auch die Schwierigkeiten überwunden werden können. Die Aufgabe ist groß, und die Staatsmänner, die sie der praktischen Lösung zuführen, werden einen größeren Namen in der Geschichte der Menschheit gewinnen als die Führer der großen Eroberungskriege. Aus der englischen Presse wird noch einiges müßiges Gerede mitgeteilt, aus dem aber auffällig die Behauptung herausfällt, der deutsche Kaiser habe es jetzt in der Hand, ben Frieden 31t sichern. Dahinter stecken wohl ähnliche Absichten wie hinter dem gemeldeten und abgewiesenen Wunsch des Bureaus'Reuter, der Kaiser möge England ein „Äbschicdswort" sagen. London, 24. Mai Ter „Dailv Chronicle" schreibt: Der Kaiser, als der größte Kriegsherr Europas, h a t die cnt- spreäiendc Macht, den Frieden zu,fordern, und wir schließen uns der Hoffnung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" an, daß die Ueberzeugung sich kräftigen möge, daß zwischen den beiden Reichen keine Schwierigkeiten bestehen, hie nicht durch guten Willen und gegenseitige Verträglichkeit beseitigt werden rönnen. Hierzu wird beitragen, wenn bei offen!- Heften Erörterungen in beiden Ländern jedes an den anderen ben Maßstab anlegt, den es auf sich selbst angewendet zu sehen wünscht. Wenn die Rüstungen dann noch eine Zeit lang in beiden Ländern fortgesetzt werden müssen, dann möge man sie auch hier fort- sctzen auf der gemeinsamen Grundlage, daß ein Jeder berechtigt ist, seiner eigenen nationalen Interessen sich zu wehren, ohne dem Verdachte der Drohung gegen Andere ausgesetzt zu sein. Dadurch, daß wir demgemäß sprechen und handeln, können wir alle dazu beitragen, die Wirkung der an der Bahre Stinig Eduards versammelt gewesenen Trauerkonferenz nachhaltiger zu machm. „Daily Telegraph" schreibt: Der ganze Verlauf der Anwesenheit des deutschen Kaisers in unserer Mitte stärkt die Hoffnung, daß die Teilnahme an unserer Trauer eine bleibende und greifbare Frucht zeitigen möge. Es wird für beide Nationen unmöglich sein, zu ihrer regelmäßigen politischen Arbeit zurückzulehren, ohne die Erinnerung an die rührenden Szenen, welche den Haii'c*- und den König so nahe zusammengebracht haben. Wenn früher auf beiden Seiten der Nordsee ein gewisses Maß von Verdrießlichkeit und Reizbarkeit zutage trat, so ist es. sicherlich jetzt an der .Zeit, wo düte jede Nation die Ereignisse ftei- nuitig nach ihrer Bedeutung für sich selbst beurteilen und den Gedanken verwirklichen kann, daß Deutschland und England in gleichem Maße für den Frieden der Welt verantwortlich sind. Der deutsche Kaiser vor allem hat diese Entscheidung in der Hand. Wir sind uns darüber klar, daß ibn in erster Linie die Dinge beschäftigen, die das deutsche Volk angehen, während wir uns das Recht Vorbehalten, die Dinge unter englischen Gesichtspunkten zu betrachten. Aber jenseits dieser nationalen Verschiedenheiten bleibt so viel Gemeinsames, eine so breite Basis guten Willens und ein so unendliches Interesse an der Ausbreitung der Zivilisation durch einen friedlichen Handel, an dem beide Nationen ihren Anteil nehmen können, daß der Gedanke eines dauernden Mißverständnisses hinfällig und fast bedeutungslos erscheint. Wir sehen mit Vertrauen auf unsere große Schwesternation: die Deutschen arbeiten Hand in Hand mit uns mit gleich ausdauernter Energie dem hohen Ideal des allgemeinen Friedens guten Willens ent- gegen. Gehorsamsverweigerung im französischen Heere. Wieder einmal wirb aus Frankreich über Fälle berichtet, in denen die militärische Disziplin aufs Schwerste gefährdet worden ist: Paris, 24. Mai. 600 Reservisten des 232. und 277. Infanterie-Regiments, welche zu einer Waffenübung in das Lager von Ruchand bei Tours geschickt worden waren, richteten an den Kriegsminister eine gcmeinsameBitt- s ch r i f t, in welcher sie unter Hinweis darauf, daß bas Lager sich in einer sumpfigen Gegend befinde, baten, die Waffenübung in einer gesünderen Gegend abhalten zu dürfen. Da derartige gemeinsame Reklamationen verboten sind, dürfte der Kriegsminister gegen die Reservisten strafrechtliche Maßnahmen treffen. Nimes, 24. Mai. Im Lager von Massillan weigerten sich gestern abend 80 Reservisten, die Nacht in Zelten zuzubringen und verließen das Lager um 11 Uhr mit Waffen und Gepäck; sie marschierten unter Absingung der Jnter- nationaien nach Nimes, wo sie nach der Präfektur zogen, wurden jedoch auf dem Wege von zwei Kompagmen aufgehalten und nach der Kaserne gebracht, von wo sie heute morgen nach dem Lager von Mcrssillcm zurückmarschierten. Paris, 24. Mai. Nach MeldunLen, die im Kriegs- ministerium eingegangen sind, handelt es sid) bei der Weigerung der 80 im Lager von Massillan untergebrachten Reservisten, die Nacht in Zelten zuzubringen, nicht um eine antimilitaristische Kundgebung, sondern led'grich um einen unüberlegten Streich dreser Reservisten, die sich für eine Nacht der im Lager herrschenden Disziplin entziehen wollten. Ob die französische Heeresverwaltung gegenüber der- artigen Vorkommnissen wirklich so duldsam bleiben wird? politische Tagesschau. Die Tabakverteuerung in Frankreich. Aus Paris wird uns geschrieben: Gegen die Verteuerung des feineren Tabaks und der milden Zigaretten legt sich der Entrüstungssturm nicht. Liebenswürdigkeiten französischer Studenten. Unser Pariser Mitarbeiter schreibt und: Eine unentschuldbare studentische Kundgebung fand am Montag fm großen Hörsaale der medizinischen Fakultät bei dem Wettbewerbe um das sogenannte „Aggregat" statt. Die Einwände gegen diese Einrichtung sind gewiß berechtigt, da sie von den hervorragendsten freien Gelehrten, die nicht dem Bonzentume angehören, nachhaltig verteidigt werden und die dafür vorge brachten Begründungen allen Unbefangenen einleuchten: aber gegen die Form muß scharf Einspruch erhoben werden. Sofort als die Iurv unter dem Vorsitze des Dekans Landouzh erschien, brad) in dem überfüllten Saale ein ungeheuerer Lärm aus. Es war unmöglich, zu dem Namensaufrufe der Kandidaten zu schreiten, so daß der Sekretär mit Kreide an die Wandtafel schreiben mußte: „Nach der Verfassung des Reglements wird zu dem Aufrufe der Kandidaten geschritten: Sie müssen Ihre Namen auf der ausgelegten Liste einzeichnen." — Als einige junge Mediziner, die als Söhne oder Angehörige der medizinischen „Mandarine" bei ihren Kollegen schlecht angeschrieben sind, dieser Aufforderung Folge leisten wollten, nahm der Skandal nngc- heuerliche Ausdehnung an. Ein wahrhaftes Bombardement mit allen möglichen unappetitlichen oder schmierigen Gegenständen, faulen Eiern, Tomaten, unreifen Früchten usw. begann. Auch mehrere^Aerzte beteiligten sid) an diesem Treiben, durch das der guten Sache gewiß nidjt gedient wurde. Zwischen den Saal- Wachtern und den auf den Vorstand eindringenden Aufrührerischen entstanden wahre Handgemenge, bei denen mehrfache Verletzungen vorkamcm. Eine Gegenkundgebung steigerte die Verwirrung noch mehr. Trotzdem wurde der Namensaufruf in der angegebenen Art fortgesetzt und auch die Unzufriedenen entschlossen sich vielfach zum Unterzeichnen der Liste, uni auch weiterhin in den Prüfungsfach gelangen^und in den nächsten Tagen den Lärm fortsetzen zu fönnen. Schließlich wurde sogar ein Feuer aus Zeitungen in einer Ecke des Saales angezündet, das nur mit Mühe erstickt merben konnte. Die Rufe „Entlassung, Entlassung", „Rücktritt, Rücktritt", „Raus mit bat Mandarinen", „Nieder mit den Favo- riten!" hallten immer drohender wieder, so daß man es als eme^wahre Erleichterung empfand, als endlich gegen 31, - Uhr geräumt wurde. Nachher unterzeichneten 52 von den kür die-Prüfungen äugelai jenen Kandidaten einen Protest gegen tee Ruheftörer, die ihrerseits in einer im Cafä Soufflet am Abend abgehaltenen Versammlung beschlossen, ihren „Widerspruch" aufrecht zu erhalten. Denn es folgen noch fünf andere Aggregats- Wettbewerbe für die verschiedenen Sonderfächer. Das verspricht sehr heiße Tage, ohne daß abzusehen wäre, wie den Tumchten tiergebeugt werden könnte. Die „liebenswürdigen Studenten" erklären, die ganzen Zulassungs-Prüfungen seien ungültig wegen der durch sie erzwungenen reglementswidrigen Form, und somst sei Hoffnung vorhanden, daß endlich dem Aggregatsunwesen der Garaus gemacht werde. Uebrigens halten auch die Professoren des Prüfungs-Ausschusses mit ihrer Geringschätzung der veralteten, zu zahllosen Mißbräuchen Anlaß gebenden Einrichtung nicht zurück und Professor Landouzh beispielsweise erklärte selbst daß das Aggregat mindestens sehr reformbedürftig sei, * — Das Kasseler Jugendbildnis Schillers. Das angeblich nach England verkaufte und als verschollen geltende sogenannte Kasseler Schiller-Bild, von dem, um eine Art Ersatz zu bieten, die Kasseler Galerie 1904 eine Kopie von ziemlich geringem Kunstwert angetauft hatte, ist durch die Bemühungen von Dr. M. Rubenfohn wieder aufgefunden worden. Es ist, seitdem es 1785, nach Kassel gekommen, stets hier geblieben und nach dem Tode seines vorletzten Besitzers, des Geh. Sanitäts- rats Dr. Schmidt, (1891) als teures Vermächtnis von dessen Erben, dem Rechnungsrat R. Bode, in treuer Obhut bewahrt worden. Dr. Rubenfohn, der dem Bilde ein eingehendes Studium widmen durfte, ermittelte durch Entdeckung der Signatur auch den Maler: eshwar rin Zögling der Karlsschule, IakobFriedrichWecker- len <1761—1815), der mit Schiller seit 1773 bekannt war und das Bild 1782, also im 23. Lebensjahre des Dichters malte. Das rötliche Haar Schillers wie die roten Augenbrauen, die Sommersprossen, die trotzig hervorragende Unterlippe, die charakteristische Nase mit, ihrem in der Mitte gewölbten Rücken, der zarte Bartflaum auf der Oberlippe sind von dem jungen Künstler mit auffälliger und doch 'nicht aufdringlicher Kunst der Realistik zur Anschauung gebracht worden, wie anderseits auch des Dichters stolzer Genius, das „Pathos der Seele", das deren Gefäß durchglüht, aus den Zügen hervorleuchtet. Es macht dem Kunstsinn des hessen-kasselschen Erbprinzen Wilhelm, der damals als Verwalter der Grafschaft in Hanau residierte, hohe (Ehre, daß er, wie Dr. Ruten sahn nachweist, gerade dieses Bild 1782 bei einem Besuche in Stuttgart erwarb, wobei er auch die Karlsschule und sondern wird immer heftiger. Nachdem sich schon eine Liga gegen den „zynischen Gewalrstreich gegen die Raucher" ge bildet hat, werden jetzt Stimmen von Aerzten laut, die diese Verteuerung als ein Verbrechen gegen die öffentliche Hygiene bezeichnen. Denn der Finanzmimster Cochery er zwinge durch seine Reform eine Erweiterung des Verbrauches des gewöhnlichen französischen Tabaks (Eaporal orbinaire), der wegen seines starken Mlotingehaltes ungeheuer schädlich sei. Die Arbeiter, die nur in gewissen Stunden rauchen könnten, würden weniger von dieser Ge fahr getroffen, aber die Schriftsteller, .Künstler, Gelehrten: für alle geistigen Arbeiter, die das Rauchen für die 2ln- regung ihrer Gedanken nicht entbehren können, bedeute die kolossale Preiserhöhung der £rient»3igarettcn eine un absehbare Gefahr. Denn ivenn ihre Mittel üjnen nicht diese Ausgabe gestatteten, würden sie durch den „Caporal orbinaire", zu dem sie greifen müßten, der Mlotinvergif- tung unwiderruflich ausgeliefert. An den Greisen, denen das Rauchen noch der einzige Lebensgenuß sei, und an ben zahlreichen Politikern habe Cochery mit seiner Tabat- preiserhöhung ein wahrhaftes Verbrechen begangen, das nicht ungesühnt bleiben dürfe. — Es sind schon wegen kleinerer Ursachen als einer Erhöhung der Tabakpreise sehr gefährliche Bewegungen in Frankreich drohend emporgewachsen, so daß man diese nicht über die Achseln hinweg behandeln darf. Die deutsch-ägyptischen Handelsbeziehungen. Zur Verlängerungdesdeutsch-ägyptischen Handelsabkommens schreibt die Zentralstelle für Vorbereitung von Handelsverträgen: Eine interessante Ergänzung der amtlichen Denkschrift, die zur Begründung der Vorlage kürzlich dem Reichstage unterbreitet wurde, liefert der Bericht des englischen General-Konsuls in Kairo über das Jahr 1909. Diesem ist zu entnehmen, daß Deutschland das einzige unter den großen Konkurrenzländern war, dessen Ausfuhr nad) Aegnp ten durch die ungünstigen Verhältnisse des Jahres 1909 keinen Rückgang erfuhr. Die Einfuhr aus Großbritannien, Fraukreick), oer Türkei, Oesterreich-Ungarn, Italien, Belgien verzeichnet durchweg eine Verminderung, die Einfuhr aus' Deutschland sogar eine kleine Steigerung. Umsomehr muß es aufsallen, daß unser Anteil an oer ägyptischen Gesamteinfuhr leider noch immer recht bescheiden ist und nicht nur hinter dem Anteil Englands weit znrücksteht, sondern auch von demjenigen Franlreichs, der Türkei und Oesterreich-Ungarns übertroffen wird. Im Jahre 1909 entfielen von der Gesamteinfuhr 30,3 v. H. auf Großbritannien- 13 v. H. auf Frankreich, 11,8 auf die Türkei, 6,4 auf Oesterreich-Ungarn und nur 5,7 auf Deutschland. Es bleibt also itodj viel zu tun, wenn wir uns auch irr Aegypten einen unserer sonstigen Stellung auf dem Weltmärkte entsprechenden Platz fid)ern wollen. Erfreulicherweise läßt sich das laufende Fahr gut für uns an: Dio ägyptische Einfuhr aus Deutschland erfuhr im ersten Viertel-- fahr 1910 eine weitere beträchtliche Steigerung. Mit gutem Fortgang des Ausfuhrgeschäfts nad) Aegypten darf umsomehr gerechnet werden, als nach Ausweis der Zahlen über die Gesamteinfuhr die geschäftlichen Verhältnisse sich wieder zu bessern beginnen. Deutsches Asich. Müs Potsdam wird amtlich gemeldet: Prinz Louis Ferdinand von Preußen, der zweite Sohn des Kron Prinzen Paares, ist feit Montag an einem fieberhaften Bronchialkatarrh, verbunden mit rechtsseitiger Mittelohrentzündung erkrankt. Der bisherige Verlauf der Krankheit ist befriedigend. deren Künstlerzimmer besichtigte. Er nahm es, als er 1^85 als Landgraf Wilhelm IX. feinem Vater Friedrich TI. folgte, mit nach Kassel, wo es in der Porträtgalerte ter alten Kattenbürg seinen Platz fand. 'Diese brannte unter .Jerome 1811 ab, und hierbei wurde das Bild, ftrilich nur muvescntlich, beschädigt. Daher wurde es, wie noch viele andere, versteigert und tarn so in die Hände eines Lakaien, dessen Nachkommen cs der oben erwähnte Dr. .Schmidt um 1880 abkauftc. Seine Veröffentlichung steht, wie die K. Z. schreibt, schon in den nächsten Wochen bevor. — 60 Millionen für eine Universitäts-i Stiftung. Durch das Vermächtnis des kürzlich verstorbenen amerikanischen dNillionärs Isaac W y man aus Salem in Massachusetts ist die Universität Princeton nun zu einer der reichsten Universitäten Amerikcrs aufgerückt. Wyman, der an der Princeton-Universität studiert hatte, vermachte „als ein Erinnerungszeichen alter Anhänglich, feit an meine liebe Alma mater" der Universität 60 Millionen Mark. — Preisaus schreiben. Professor T. Sanel onguef in Paris hat, wie die „Klin.-therapeM. Wochenschrift^ meldet, eine goldene Medaille und einen Preis von 5000 Francs für die teste chirurgische Leistung gestiftet. Der Wettbewerb ist international, doch soll die Medaille nickst zweimal nacheinander Angehörigen ter gleicher! Nation verliehen roerten. lieber die Zuerkennung des Preises, der dem Chirurgen zufällt, ter in den letzten zehn Jahren die beste chirurgische Entdeckurrg gemacht oder die beste Arbeit über rin chirurgisches Thema verfaßt hat,, entscheidet ein internationaler Ausschuß. -7 Das Buch der Gouverneurin. In Rußland hat sich ein Zensurstücklein abgespielt, das immerhin einzig in seiner Art sein dürste. Die Moskauer Zensur hat eine Verordnung erlassen, durch die das in Kaluga erschienene Buch „In ter Welt der Pferde" beschlagnahmt wird, weil es im höchsten Grade unsittliche Sck)ild.rungen aus ter russischen Gesellschaft enthielte. Nachdem das Verbot erlassen war, stellt sich heraus, daß die Verfasserin des Buches die Gattm des Gouverneurs von Kaluga, die Fürsttn Gortschakow ist. Die Bestürzung in Moskau soll nicht gering gewesen fein, und man hätte gar zu gern das beschlagnahmte Buch sofort als eine geeignete Lektüre für Backfische bezeichnet, wenn es sich nur trgenb hatte machen, lagen. Wir lesen tn der „Nariomrllib. Korresp": „5)er „SkrHner LlTkallrnzeiger" bringt an der Spitze ferner Nmmrrer 255 folgende Nachricht' „Nach Mitteillrngett des Abg. Arning werde?' die Nakifrnallrberalen die Wahlrechtsvor- T-a g c in der "Raffung des Herrenhauses ablehnen." — Daß diese Mitteilung lui^ufrcffcnb ist, ergibt sich aus der ausführlichen Darstellung des .,Aerl. “otaüim." auf einer der folgenden Seiten non selbst Der Wg. Arning hat selbstverständlich mir für seine Perfon gesprochen und auch nur sprechen können, da eine Befchlußsassnug der Fraktion überhaupt noch nicht vor lieg t." Der Staatssekretär des Reichsschatzamtes hat an die Leiter sämtlicher Fraktionen des Reichstages ein Schreiben gerichtet, in welchem er sich bereit erklärt, die Frage der Beter an en für sorge und der Deckung des dadurch entstehenden Mehrbedarfs einer Besprechung mit ?Ritg1iedcrn des Reichstages zu unterziehen. Am 10. Juni soll eine Konferenz im Reichsschatzamt stattsinden. 2htslmtfc. Dem auswärtigen Amte in London ist die Nachricht zugegangen, daß der englische Forschungsreis ende Leutnant Beyd-Alex im Wadai-Gebiete in Fran- zösisch-Kon gv ermordet worden ist. Durch die in der russischen Reichsduma einge- drachten neuen Universitätsstatuten wird die Tätigkeit der Hochschulen in allen ihren Teilen der Kontrolle des Kurators des Lehrbezirkes unterstellt. Der Universitätsrektor, der vom Professorenrat gewählt wird, ist der verantwortliche Vertreter der Universität. Seine Wahl muß vom Minister bestätigt werden. Ein vom Minister nicht bestätigter Kandidat darf nicht wieder gewählt irrerden. Falls Wahlen zlveimal unbestätigt bleiben, wind der Rektor vom Minister ernannt. Die Studenten und Professoren haben nur wissenschaftliche Beziehungen zu einander. Tie Stüde n t e n v e r s a m m l u n g e n werden den allgemeinen Bc- stimmungeil über Versammlungen untergeordnet und haben außerhalb der Universiiät stattzufinden. Innerhalb der Universität sind die Studenten nur zu w sseufchastlicher Arbeit vereinigt. Die Lehrsprache ist überall russisch; nur an der Universität Dorpat ist der theologischen Fakultät die deutsche Sprache gestattet. Außerdem wird an der Universität Warschau polnische Sprache und Literatur polnisch vorgetragcn. Die Bestimmungen über die Aufnahme von Juden bleiben bestehen. Aus Petersburg wird gemeldet: Angesichts der großen Kornernte, die in Kaukasien uno dem Ton» gebiet er wartbar ist, bestellte die Wladitawstä-Bahn, um Stauungen vorzubeugen, zweitausend gedeckte Aü.erwagen. In Tschuanshia, 30 Meilen nordwestlich von Tschangschah, kam es am Samstag zu Ruhestörungen. Die lutherische Kapelle und ein großer Teil der Stadt wurde n i e d c r g e b r a n n t. Die Unruhen werden immer ernster. Die Truppen zeigen sich unzuverlässig, aber die Ruhestörer sind nicht organisiert. Die Bewegung gegen die Fremden dehnt sich weiter aus und die Beamten greifen nicht ein. Nach einer Mt- teilung des Reuterschen Bureaus glaubt man, daß die Missionare von Tschuanshia die Stadt kurze Zeit nach den Ruhestörungen in Tschangschah verlassen haben und sich in Hankau in Sicherheit befinden.___________________ Aus Shlöt ttuS Castd Gießen, 25. Mai 1910. “ Tageskale oder für Mittwoch, 25. Mai: Erste Sitzung der Vereinigung Gießener Abstinenten. Abends 81/, Uhr im East Ebel. ** Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat bem Geh. Baucat Roth, Vorstand der Eisenbahn-Betriebs- Inspektion 2, die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps de§ Großmütigen verliehen. ’• Aus denr Militär-Wochenblatt. Leutnant v. Moritz, Adjutant der 1. Abteilung Großh. Artilleriekorps Nr. 25, ist bis zum 4. Juni zum 1. Kursus zur Ausbildung am Entfernungsniesser, sowie im JnstandsetzungSgeschäft der Waffen und Fahrräder zur Gewehrfabrik in Erfurt kommandiert. **5 7. Versammlung mittelrheinischer Aerzte. Wegen der sehr großen' Beteiligung wurde die wissenschaftliche Sitzung der 57. Versammlung mittelrheinischer Aerzte, die am Sonntag ht Frankfurt stattfand, mr großen Festsaale des Senckenbecg-liRnseums abgehalten. Es hielten Borträge: Vol- hard (Mannheim), Müller (Marburg), Leser (Frankfurt), Endeten (Würzburgs, .Hofmeier (Würzburg), Kupferberg lMainz), b. Frangu 6 (Gießens Stein (Wiesbaden), Hügel (Münster a. St.), Quincke (Frankfurts Hammer (Heidelberg), und Bossius (Gießens Nach der wissenschaftlichen Sitzung sand eilt Esten im „Frankfurter Hof" statt, bei dem der Vorsitzende des Frankfurter Vereins, Sanitätsrat Vohsen, die Gäste begrüßte. Für die nächstsährige Tagung lagen Einladungen vor von Kreuznach, Mainz und Wiesbaden; durch Abstimmung wurde Mainz gewählt. **DieQpcrette „MadameSherry",die gestern abend das Stadttheater beschäftigte, ist zwar ein Erzeugnis guter Laune und bester 4lbsichten, aber der musikalische Strom geriet öfter in eine bedenkliche Ebbe, die den Faden der Handlung nur dürftig umspülen konnte. Der Pariser Schauplatz brachte diesmal ein zwar lebendiges, aber eher umreißcndes als mitreißendes Gewimmel hervor. Die Handlung ist so elastisch, daß man sie nirgends recht antrifft, auch die „Witze" Ijaben. auf dem Spielbrett keinen festen Sitz. Es wurde trotzdem viel gelacht. Die Äkitwirken- den bemühten fwty wackerj gute Mienen zum lustigen Spiel zu machen. Und für die szenische Unterlage des Öperetten- schwankes war das denkbar Beste geschehen. Möchte der Drang nach Neuheiten tm Publikum sich nicht zu stark hervorwagen, wo nichts ist, hat selbst der Kaiser das Recht verloren, und mit Gewalt läßt sich da nichts machen. Wir hoffen, daß das Theater zu unseren alten, wirksamen Operetten zurückkehrcu wird. „Madame Sherry" ist nur eine dürftige „Stellvertreterin", der Text stammt von Moritz Ordonneau, die Musik von Hugo Felix. y. • • Stadttheater. Am Freitag findet eine einmalige Aufführung von Richard Heubergers reizender Operette „Der Opern ball" statt, die zum Repertoirestück dec meisten größeren Bühnen gehört und z. B. auch am Darmstädter Hof- theatec schon öfter gegeben wurde. — Am kommenden Sonntag wird auf vielseitigen Wunsch die „geschiedene Frau" statt „Madame Sherry" wiederholt. Die neue Fall'sche Operette hat solchen Anklang gefunden, daß Direktor Stein- gockter sich entschlossen hat, für die Saisoneröffnung im Ems neue Dispositionen zu treffen, nm hier das beliebte Werk als Abschiedsvorstellung des Emser KurtheaterS noch einmal geben zu können. Besonderen Reiz wird diese Vorstellung durch ein eingefügtes Gastspiel des Ballets Cortini erhalten. •• Kirchenkonzert, lieber die Kantate „M ein Freund ist inet n" von G. Boehm, die der Kirchengesangverein am nächsten Dienstag in der Stadtktrcke zur Auffüt^rng bringen wird, schreibt der Herausgeber Richard Buchmayer: „Bon allen aus der Zeil vor Bach herrührenden Ehorkantaten, die ich kennen gelernt habe, icheint mir diese die bedeutendste zu sein. Aus feinstem Formgesühl hervorgegangen, großartig im Ausbau der Ehöre, originell in der Erfindung, voll von tieiemviundenein Ausdruck in allen Teilen, hinterläßt sie den Eindruck eines echten Meisterwerkes. Eingerahmt ist sie durch zwei Chöre, die dem Ganzen insofern eine besondere Symmetrie verleihen, als der Schlußchor die Motive des Anfangs- chores in anderer Rechenfolge wieder ausnimmt. Zwischen den Chören stehen, durch ein und dasselbe, mehrfach wiederholte Orchesterritornell getrennt, vier kleine Arien, von denen die erste und die letzte ebenialls durch ganz gleiche Anlage korrespondieren." So dürfen wir G. Boehm als einen der bedeutendsten unter den unmittelbaren Vorgängern des großen I. S. Bach ansehen. R. Biichmayer hat durch langjährige Nachforschungen auch tue Beziehungen Boelnns zu der Bachhchen Familie sestgestellt. ** Ueberrcicbung der Gesellenbriefe. Am Sonntag, 22. Mai, sand im Gewerbehause die feierliche lieber - ceickung der Gesellenbriefe durch den Prüfungsausschuß des Orts- gcwerbevereins an die Prüflinge statt. Auf Einladung hatten >ich Kommerzienrat Heichelheim für die Handelskammer, Syndikus Engelbach für die Handwerkskammer, Kommerzienrat Heyligen- staedt für die Großh. Zentralstelle und den Ortsgewerbeverein, sowie eine Anzahl Prüfungsmeister zu dieser Feier eingefimden. Previnzialdireltor Dr. Usinger, Gewerberat Falk und Oberbürgermeister Mecum ivaren durch auderweitige Inanspruchnahme ver- mndert und wünschten der Feier einen guten Verlaus. Nachdem der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Baumeister Traber, Oie Gäste begrüßt und iür ihre ireundliche Teilnahme gedankt batte, schilderte er die Ergebnisse der Prüfung und kam zum Schluß auf den Hinweis, daß von den jungen Handwerkern neben ihrer praktischen Ausbildung auch den handwerklich-theoretischen Kenntnissen mehr Pflege zuteil werden müßte, wenn die deutsche Arbeit auch fürderhin ihren Stand an der Sonne behaupten und Lohn und Brot für die Beteiligten schaffen wolle. Er sprach nunmehr unter Worten eindringlicher Ermahnungen an die jungen Handwerker, diese zu gesetzlich geprüften Gesellen. Hierauf sprachen Syndikus Engelbach, Kommerzienrat Heichelheim, Kommerzienrat H e y l i g e n st a e d t und der Altmeister Weißbinder- meister L. Petri II. beherzigende und ermahnende Worte an die Junggesellen; sie sollten nickt aufhören weiter zu lernen, damit sie dem Handwerk u.nd sich selbst Ehre machten. Der Junggeselle Friedrich Bellos sprach hierauf namens seiner Kollegen allen Herren den Dank für ihre Mühewaltungen mit der Versickerung aus, daß alle tüchtige Handwerker werden wollten. Hierauf wurde die in recht übersichtlicher Weise angcorbnete Ausstellung der Gesellenstucke besichtigt und dabei manches Lob zum Ausbrrik gebracht. Von den 108 Prüflingen haben 101 die Prüfung bestanden. Die Gewinnliste der preußischen Klassen- lotterie ist ausgeblieben und wird morgen veröffentlicht. • • Wer ist b te Landsmännin? Ein Dienstmädchen aus Schlesien reiste am 19. l. Mts. hier zu, um sich eine Stelle zu suchen. Es traf eine Landsmännin, die ihc Obdach gab. Am anderen Morgen entfernte sich das Mädchen, fand auch bald Stellung, jedoch kann es weder den Namen noch die Wohnung der Landsmännin angeben und kann somit nicht in den Besitz seines Koffers gelangen, den es bei der Frau in dec Wohnung stehen ließ. Hoffentlich meldet sich auf diese Zeilen hin die Frau, damit das Mädchen zu seinem Eigentum kommt. ” Sie Maul- und Klauenseuche ist ausge- brochen in Goldenau (Regierungsbezirk Allenstein) am 20. Mai. • • In Amerika verstorbene Hessen. Witwe Elisabetha Decken bach, 71 Jahre alt, aus Mittelseemen, in Pittsburg; Louis Bcethaner, 83 Jahre alt, aus Ober- hcffen, in Washington; Christian Hch. Bau, 51 Jahre alt, in Baltimore; Peter Hellermann, 61 Jahre alt, aus dem Odemvald, in Columbus. -in. Langgöns, 25. Mai. Bei den Quellfassungsarbeiten ist nran hier nahe am Pfahlgraben auf einen gemauerten 7 Meter im Durchmesser messenden Brunnen gestoßen. Es ist aw- zunehmen, daß er von den Römern angelegt worden ist, ba auch nahe habet bnrd) Hofcat Kohler ein größeres Wachthaus festgestellt worben war, und noch etwas weiter, am Holzheimer 113fab sich die lleberrefte einer größeren Besestigungsanlage beflnben. O Weickartshain, 24. Mai. Auch in diesem Sommer werben in unseren Wäldern inic im Vorjahre mehrere Waggons Tollkirschen (Belladonna Atropa), die hier massenhaft Vorkommen, gesammelt und an die (Frankfurter Apotheker verkauft werden. 0 Rebgeshain, 24. Mai. Die Heimindustrie im westlichen Vogelsberg, von deren günstiger Entwicklung kürzlich berichtet wurde, hat sich in den letzten Jahren, wie in anderen Gegenden des deutschen Mittelgebirges mit Holzindustrie, immer mehr spezialisiert. So werden neuerdings in unserem Orte nur noch Rechen hergestellt. In Helpershain verfertigt man ausschließlich Schindeln, die in der Umgebung als Hausbekleidnugs- mittel Verwendung finden. Köddingen dagegen versieht weit und breit mit den bekannten hölzernen Tisch- besteckeu, vornehmlich mit Löffeln. In vielen Vogelsberger Haushaltungen hat der metallene Löffel noch keinen Einzug gehalten. Selbst als Suppenlöffel ist vielerorts noch die aus Holz geschnitzte Köddinger Ware im Gebrauch. -ch. Ranstadt, 24. Mai. "Der hiesige Kriegerverein feierte am vergangenen Sonntag im Saale zur Eisenbahn sein 25jährigcs Bestehen. Von einer größeren Feier hatte man wegen der durch den Kassettkrach in Ober-Mockstadt hier herrschenden gedrückten Stimmung Abstand genommen. x Bad-Nauheim, 24. Mai. Wie in den beiden Vorjahren ließ die hiesige Blumenschmuck-Kommission, die seit drei Jahren besteht, wieder mehrere hundert Topfpflanzen an die Schüler der oberen Klassen der Stadtschule und der Ernst-Ludwig-Schule verteilen. Die Pflanzen sollen während der Sommermonate von den Kindern gepflegt werden; die schönsten und bestentwickelsten Blumen werden dann im Herbst mit Prämien bedacht, was durch die Unterstützung, die der Kur- und Verschönerungs- ü er ein, der Saat und die Firma Siesmayer der Blumenschmuckkommission gewahren, ermöglicht ist. Die heute zur Verteilung gelangten jungen Blumenstöcke (Betunicn) sind von der staatlichen Gärtnerei kostenlos zur Verfügung gestellt worden. In jeder in Betracht kommenden Klaffe beider Schulen befindet sich ein Plakat, daS allgemeine Angaben über erfolgreiche Pflege von Zimmerpflanzen enthält und den Kindern neben den Belehrungen des Lehrers praktische Ratschläge gibt. — Der Friedberger Musik- v er ein, dem auch hier zahlreiche Mitglieder angehören, wird am kommenden Samstag Haydns „Jahreszeiten" im neuen Konzerthaus airfführen. -ch. Dauernheim, 24. Mai. An die im vergangenen Jahre kurz vor Weihnachten fertiggestellten Wasserleitung, bereit Erbauung etwa 26 000 Mart kostete, wirb jetzt nock ein Pumpwerk angebaut. Zurzeit wirb bie Leitung bind) natürlichen Druck betrieben. rm. Darmstadt, 24. Mai. Auf dem landw. Besitz des I. Lautz Ve und dessen Schwiegersohnes L. Eidmann üt Gr.-Umftadt wurde am vergangenen Samstag durch Lautz der Knecht und Schweizer Mar B r eh er aus Lenden- berg in Unterfrankcn eittlassen. Darüber in Wuth gebracht, drang er mit einem anderen daselbst im Dienst befindlichen Knecht am Montag abend gegen 10 Uhr in die Wohnung der Leute ein, um für die Entlassung Rache zu üben. Sie fyittcn auch schon den alten Laich, sowie den zur Hülfe herbcigeeiltcii Sohn des Eidmann, der ebenfalls Ludwig Eidmann heißt und 22 Jahre alt ist, zu Boden gerissen und durch Hiebe verletzt, als der junge Eidmann sich aufraffte und feinen Revolver holte, mit dem er nach den beiden schoß. Ec traf nun den Brehcr so unglücklich, daß er zusaminenstürzte und nach seiner Aufnahme in das Hospital heute früh 5 Uhr starb. Der Schütze hak jedenfalls in berechtigter Notwehr gehandelt, da die beiden Knechte sich erst Mut angetrunken litten und man nicht wissen konnte, welchen Ausgang ihre rohe Tat nehmen foMitte. w. Wiesbaden, 24. Mai. (Privattelegramm.) Der Kütscher Anton Bis ch o f, der am Sonntag auf einer Tanzmusik in Bierstadt zwei Messerstiche in den Unterleib erhielt, ist heute Mittag gestorben. Der Täter will aus Notwehr gehandelt haben. Spovt. = Radfahren. Am Sonntag fand die vom Gau Nr. 9a Sieg-Lahn des Deutschen Radfahrer-Bundes veranstaltete Preisfahrt über 50 Km. statt. Tie Strecke führte von Cölbe bis Biedenkopf und zurück. Auch der Rad Klub „Germania", Gießen, hatte hier wieder durch verschiedene seiner Mitglieder glänzende Erfolge zu verzeichnen. In Abteilung Junioren erhielt Fritz Linker den 2. Preis mit 1 Std. 38 Mim In der Abteilung für Senioren I wurde Karl Muhl erster mit 1 Std. 51 Min. und errang somit die goldene Gaumedaille. Zweiter wurde Rudolf R ö d i g e r in 2 Std. 4 Min. GericbtsscraL. Leipzig, 24. Mai. Das Reichsgericht verwarf die Berufung des Redakteurs P l e i ß n e r , her wegen versuchter Nötigung des Theaterdirektors Anton Hartmann nnd wegen Beleidigung des Kapellmeisters Wolff am 18. Februar front Landgericht Leipzig zu drei Monaten und zwei Wochen Gefängnis! verurteilt worden war. Berlin, 24. Mai. In dem Prozeß wegen der Wechsel deS Prinzen B r a g a n z a ist heute das Urteil gesprochen worden. Ter Angeklagte Clarke wurde zu zwei Jahrett Gefängnis frer- nrteilt, die übrigen Angeklagten wurden freigesprocken. rfiärtte?- fc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 35. Mai. Ausgetriebeu waren 1384 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgew. 00.00-00 IW., Schlachtgewicht 00-00 TIE. Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00 - 00 Mk., Schlachtgewicht 00 — 00 Mk. Vollfleischige Schweine über 21/» Zentner Lebendgewicht 53.00—55 Mk., Schlachtgewicht 66.50 — 69 'DIE. Fett- schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 53.50—55.<>0 Pik., Schlachtgew. 68- 7ü Pik. Fleischige Schweine Lebendgewicht 53.00—55.00 Mk., Schlachtgewicht 67—69 TIE. Sauen Lebendgewicht 00—00 Mk., Schlachtgewicht 0:>—00 Mk. Geschäft langsam, Llcberftanb erheblich. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Die Wetterlage weist sortgesetst iventg Aenderung auf. Unter dem Einfluß eines großen, über den britischen Inseln lagernden Hochdruckgebietes haben wir trockenes, am Tage warmes, nachtS kühles Wetter. Die Nordwinde sind etivas schwächer geworben. Ta das Nordwesthoch langsam ostwärts oorrückt, wird bei nur vorübergehend wolkigem Himmel morgen etivas wärmere Witterung eintreten. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag dem 26 Mai 1910: Nur vorübergehend etwas wolkig, am Tage wärmer als heute, trocken. Homburg o.d.H., 25. Mai. Die städtischen Körperschaften beschlossen, zum Gedächtnis an König Eduard in der englischen Kirche eine Relief täfel mit dem Relief des Königs anzubringen. Wildpark, 25. Mai. Der Kaiser ist heute vormittag 7 Uhr hier eingetroffen und hak sich in das Neue Palais begeben. Berlin, 25. Mai. Zum Präsidenten der Berliner Akademie der Künste als Nachfolger von Professor Artur Kampf ist der Geheime Baurat Professor Karl v. Groß- heim gewählt worden. Die Wahl bedarf noch der Bestätigung des Kaisers. Graßheim steht im 69. Lebensjahre. Denket an die Zukunft Eurer Kinder! Schulkinder benötigen viel Energie und daher eine kräftige Nahrung. Ein Butterbrot zum Frühstück genügt nicht. Quaker Oats dagegen gibt ihnen die erforderliche Kraft. Versuchet das auf jedem Paket aufgedruckte Rezept: „Für den Frühstückstisch“. Wer untrem Flieder träumen null, §£65 uiag sich vorseben! So ein Jrüblingsabend ist mitunter recht gefährlich, und manche Krankheit ist auf eine Erkältung zurückzusiltwen, die man sich da geholt hat. Dagegen ist aber geschützt, wer Fays echte Sodener Mineral-Pastillen anmendei, wenn auch nur die Tlöglidifcit einer Erkaltung gegeben ist. Sie sind ja so bemicni au gebrauchen, wirken so sicher und tadellos, daß man sie nicht nur in akuten Fällen, sondern vor allem vorbeugend au jeder Jahreszeit gebrauchen muh. Fans echte Sodener kosten nur 85 Psg. die Schachtel. 8Mlleiles ftünstlBrisshes Bausgerät! u 'jiumuv luwMg.kpieiB. kaufen ■ will, verl. kosten fr. Offerte. Besichtig, uns. grosssUldt. elngericht Fabrik- H lagen» nut über 80 compl. Zimmer-Finricht. sehenswert u. lohnend. Bei m gröss. Kauf: FahrtvargUt. Lief.frei Wohnung uut. Garanno. Fast Überall g viele Referenzen Conr. Sauer SöUue, I'ulda. Möbelfabrik nut Dampfbetrieb. 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