Giessen. wird, ibtr Ersatz- inst« mackl ungen eichsgerichtS, lchsverßchn- )cl Verwal- itgibehSrdrn abe. /IO hch 4| M. 30.-. 65 Psg. Uitfl sind: Suftii Pros, Dr. Kar! en. - !ndix- . em'chait, Dr. jur. )r.ing.$Taun; 1r» ^sMlivpM! > SinbrrtnM* Stellen dura rr^onnM—' IBÄ- 111 . z» rt jchen. ( selb'^L-p ibrt b^ nflcboic iin'ti MB Montag «1. Februar 1910 160. Jahrgang Drittes Blatt Nr. 43 Erscheint täglich mit «uSmchme des Sonntags. Die ,Fiehe,rer Kenmlienbtätter" ,oersen dem „Slngeiger" viermal wöchentlich öeigelegt, das „Lreirbi«tt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger Seneral-Anzeiger für Gbecheßen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UnioersirätS - Buch- und Steindruckerei. -R. Lange, Hießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: ^chul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaeiion:e-^I12. Tel.-Adr.: AnzcigerGießen, die Uebcriüintnntg dieser großen, brüchigen Aletscher, dic den Tieren, I nndvr, der der Vfrrschaft der und St. Johann berührt: auf preußischem Gebier nur die Stadt Kreuznach. Es wird außer auf eilten regen Personenverkehr der gmamilL-n Ortschaften mir Kreuznach auch auf erneu betracht lichen Güterverkehr, insbesondere auf Transporte der Backsteinfabriken in Sprendlingen, gerechnet. Es entfallen von der Ge- iamtlänge von etica 13,8 .Mometer auf hessisches Gebiet 11,5 Km und auf vreußisches Gebiet 2,3 Km. Die Gesamtbaukoiten einschließlich der Kosten für die Betriebsmittel find auf 870 000 Mk. veranschlagt, wovon entt'prechend einer Verteilung nach der vorangeführten Kilometerlänge auf Hessen 725 000 Mk. und aus Preußen 145 000 Mk. entfallen. Das Gleis kommt haupftachlich auf Straßengelände zu liegen. den Schlitten und den Gxpeditionsteilnehmern mannigfache Ge- fahren in den Weg legt." Die crmeriLanische Expedition wird Anfang November ihr Heimatland verlassen; fie zählt 20, ja vielleicht nicht weniger als 25 Mitglieder. Am 1. -l e^ntberi werden in Punta Arenas int Süden Chiles die letzten^ Kohlen und Vorräte au Bord genommen. Dann wird nach Süd gesteuert; man hofft, bis zum 80. Grad Vordringen zu können. Vom 76. Grad ab ist das Gebiet völlig unerforscht. Die Engländer dagegen benutzen eine Strecke, die bis auf die letzten 100 Merlen zum Pole durch Soott und Shackleton schon genau bekannt ist. Sie tarnen also die Schwierigkeiten gcm.au, die ihrer Horror, wahrend die Amerikaner vom 76. Grad ab sozusagen im ^unKl tasten müssen. „Aber wer auch zuerst das Ziel .erreicht,' so äußerte sich der amerikanische Polarforscher Wellman, „der Irnhm bleibt in der Familie: denn Männer angelsächsischer Raste werden es sein, die zuerst den Südpol betreten." — Heber die Lebensdauer unserer sschikfs geschütze macht Ingenieur Castner (Essen) in Stahr und Esten einige interessante Angaben. Aus einem Krupchchen Gefchuh von 21 Zentimeter Rohrweite find im ganzen 390 sochuß mit Ladungen von 31,5 bis 38 Kilogramm verfeuert worden, .darunter orci Schnellfeuerjo lgen Von je zehn Schuß, mit durcMmittltch vier Sck'ujs in jeder Minute. Dabei zeigte es sich, hast die ^restahig'» leit bis zuletzt erhalten blieb. Mit einem anderen Gechütz vvm gleichen Kaliber sind 508 Schuß, mit Ladungen von 35—38 Kg. abgegeben worden. Auch hier roar eine Abnahme, der beit nicht festzustellen. Schließlich! wurde eine '2 8-Ze n t i m e te r - Kanone, das größte Geschütz unterer deutjchen Marine, einem Dauerversuche unterworfen, und zwar wurten 184 Schuß mit Ladungen von 95—107 Kg. abgegeben, ohne datz die Treffsicherheit nachiveisbar litt. Bergleiäst man nnt diesen Ergebnissen die Mitteilungen englischer Zeitschriften, wonate dm englischen 30-Zentimeter-Armstwnggeschütze nicht über 50 chi ältliche -je- deutnng noch dadurch erhöht wird, daß. der junge Talma darin man schleudert auch gegen ihn Anklagen und murnrelt von feinem Anteil an den Schveckenstagon. Ein lritischer Moment! Ta rafft sich Talma zusammen und ruft mit lauter, alles übertönender Stimme: „Bürger, all meine Freunde sind ans deme'Schasvtr gestorben!" Bei diesen Worten verstummt der Lärm; der schmerzliche Aufschrei ruft jedem die eigene Trauer in die Erinnerung^ fast keiner, der nicht einen Vater, Bruder oder Freund verlörest hätte. Talma soll weiter lesen. Während Fusil die Kerze hält, bietet der geniale Schauspieler seine ganze Deklamationskstnstj auf, um die Menge von der Aufrichtigkeit seiner Gefühle zu über- zeugeti. Anr Schluß springen die lstiigerissenen Zuschauer teur ihren Plätzen auf, werfen die öüte in die Luft, schütteln sich die Bände, rufen: „Es lebe die Republik!" Nun soll das zweite Stück gespielt werden. Aber man will es nur an hören ohne Fusil. Da kein anderer Schauspieler seine Tu)Ile übernehmen kann, per läßt die Menge den Theatersaal; Talma aber war einem furchst- baren Verdacht entronnen. ... — Die Bestei gnn g des Mount M-c. K'in leh, des höchsten Gipfels von Nordamerika, wird im April von Professor Herschel C. Parker von der Columbia-Universität versucht werden. Der bekannte amerikanische Bergsteiger und Maler Brtmore S). Browne wird den Gelehrten begleiten. Pros. Parker hatte Evotz seiner Zeit bei der Expedition nach ^llaska begleitet Bekanntlich überraschte Cook itad; seiner Trennung von Prof. Parker die Welt mit der Erklärung, hat er gemeinsam mit Nmi Führer Aar rill den Manutt Mc. Kinley bestiegen habe. ‘ Jakobiner ein snrchtbares Ende bereitete, wägten einige Schauspieler, die an den blutigen Taten1 der Schreckens männer beteiligt gewesen waren, sich in dem neu- ausblühendcir Theaterlebcit wieder zu zeigen. Unter ihnen befand sich auch, ein handlanger des berüchtigten Eollot d'Herbois, Fnsit, der Sä.aufpieler am Thkätre de la Röpublique gewesen war und nun da bin wieder zurücklehrte. Eines f tdends, als das Theatre de la Republiaue von einer zahlreick-en Zuschpuermenge gesüKt ist, wirst Plötzlich einer aus dem Publikum ant Schluß des als ,.Lever de rideau" gespielten Einakters eilt b.stck)iriebenes Blatt Papier auf die BühNe. Es stellen Verse darauf, die unter dem Titel „Das Erwachen des Bolles" die gestürzten Schreckensmänner und ihren Anhang verwünschen. Das Publikum ver- Inngt nach dem Schauspieler Fusil, der in diesen Versen fern, eigenes Urteil vor lesen soll. Als er bleich und verwirrt erscheint, ruft man ihm zu, er müsse eine Kerze in die Hand nehmen, wie ein reuiger- Sünder. Mit der Kerze in der zitternden Hand spricht er öte ersten Verse. Dann ruft das befriedigte Publikum nach zwei anderen Schauspielern, die ebenfalls als frühere Jakobiner bekannt sind. Sie sind verschwunden; an ihrer Stelle tritt her junge Talma auf die Buhne und man begrüßt ihn ntit Beifall als Patrioten. Drxh bald erleben fich in der Alenge Zweifel, Loslösung Griechenlands von der Türkei und leine Q r beb und Mm Königreich- gelangen mrr durch das Eingreifen Europas. dem ruffifch-türkisckj-en Kriege von 1877/78 mußte fick die -i urte. zu dem bekannten schmählichen Frieden bequemen erbten und Rumänien wurden völlig selbständige Reiche, Bulgarien ebenfalls, wenn aüch unter Souveränität her Pforte. 188c» fand ine per- einigung Ostrumcliens mit Bulgarien statt, 1908 die definitive Annexion Bosniens und der Herzegowina mit Oesterrerck>. ES tarn jur Selbstendigteitserklärung Bulgariens und seiner Erhebung zum Königtume. Und die Lossagung Kretas und |emc Vereinigun^ mit Griechenland ist wahrscheinlich nur eine rn chatast, den ungeheueren Beamtknapparat u. s. p, olles Verhältnisse, die bis heute noch nicht besonders gelost smd, und nickst zuletzt die durchmis minderwertige r_>rganpation deck Staatsverwälttmg. Troy dieser düsteren Bilder von oen inneren Zuständen im Osmanischen Reiche wäre es aber istlnr. iircht eine Reihe von Reformen anzuertennen, die als Glieder einer großen Kette int Lause der letzten 100 Jahre entworfen und teilweise in Angriff genommen wurden. sstachSem der Vcrr Vor tragende die Ursachen des inneren Zerfalles der Türkei gekeim - zeichnet hatte, ans welcher Not ja letzten Endes hie teugturkische Bewegung geboren ist, warf er einen ergänzenden Rückblick aus die jungtürkische Partei bis zu unserer neuesten Zett. - Avdm .Hamid — damit kam er zu den Vorgängen, die nxp ganz Mtw m unser aller Gedächtnis haften - schritt bekanntlich zur Beseitigung der Konstittitivn und aller Einrichtungen, die nur entfernt an Liberalismus erinnerten. .Hatten di>' Untertanen des tnrklscheni Reichs noch nicht die Reife zum Parlamentarismus, so wäre doch vielleicht ein Mittelweg gedeihlicher Reform möglich gewesen. Aber Abdul Hamid schlug diesen Wbg nicht ein und schul eine noch nie dagewesene Despotie. Da breitete sich die illligturklsche Be^ ivegung geloaltig aus, sogar einige Kaiserliche Prinzen^ s6slossenl sich ihr an. Viel gewann sie seit Mitte der neunziger Jahre, so daß die Behörden bereits 1897 strenge Untersuchungen 'chistellten, bestrafen, ermorden und hinrichten^ ließen. Erst seit 1-304 begannen sich die Anhänger der Bewegung sttammer zu organisieren: die Leitung wurde in die Hände eines Ausschusses gelegt, den 1 einen Sitz in Saloniki austchlug. Das alles aber geschah nnt solcher Heimlichteit, daß bis heute hi- eigentlichen Leiter der Bewegung uiibe-kannt geblieben sind. Man gewann immer incyr Offiziere und bestimmte diese, hie Propaganda tu hie Rechen der Mannschaften zu tragen. An Zündstoff fehlte es ja Nicht Diese. Propaganda hatte riesigen Erfolg. -Trotz alledem kam 1908 der Ausbruch der ReMulion dem Komitee ganz unerwartet. Nun kam am' 23.Juli die bekannteTepesche an den Sultan, sofort dieBerfassung V-Mt 1876 wieder herMstellen, sonst würden tue Truppen selbst nach der Hauptstadt kommen, um fick die Verfassung zu holen. Und Abdul Hamid beschloß, den Wunsch des Komitees zu erfüllen mch die verlangte Verfassung zu gewähren. Mmr verlangte grelsbare! Garantien für die Zukunft, und her Sultan, klug und verMagen, gebärdete sich als den treuesten Hüter der Bersassung. Er mußte die Eröffnung de§ Parlaments d owe buten, aber von da an ließ er gesen dasselbe agitieren. Bekanntlich gelang es hent Kmnitee, die raich aufgefomruenc reaktionäre Gegenrevolntio>r mit jnazs-- doilischen Truppen blutig niederzuzwingen. Das Komitee ustd die jungtürkisch gesinnte D eputiertenkanimer entthronten den wvrt- brüchigen Sultmi Abdul Hamid, und sein jüngerer Bruder wurde zum Sultan ausgerusen. Dieser aber ist ein weder kluger nach energischer, geistig verkümmerter Greis, uiü)_ schon aus diesem! Grunde wird das ftöntrtec, das ihn aus den Scksstd gehoben Hut, teiiiten Stand mit ibnr haben. Iteberlyaubt, hie Schwierigkeiteils her inneren Lage in der Türkei sind groß und werfen einen schatten auf die Zukunft. Es gibt da manche Bedenken, nicht zu untere schätzen: Die Rolle, die das jungtiir(ifd)c Komitee in zwei Revo - lutioncit gespielt hat, lässt befürchten, daß cs seine Macht miß- ■ brauchen Möchte; schon bat es Spuren von Terrorismus gezeigt. Die Bevölteruiig des türkisä>eii Reiches ist iricksts m-euigrr als' homogen, die verschiedentlichsten Elemente, unter sich wieder zer- tlüftet, sinden sich da vor, inte mail bedenke das Gros der Line neue Nebenbahn in tzefien. .Trotz der schlechten Fimw^lage hat die hessische Regie- । uunfl der Zweiten Kammer einen Gesetzentwurf über die : Herstellung einer "Nebenbahn von Kreuzn ach (Landes- aronz-e) nach 2p r en d lin g en-St. Johann btn> qeieqt. Der Entwurf lautet im wesentlichen wie folgt: Unfere Regierung ist erntechtigk, dem Unternehmer einer schmalspurigen elektrischril Nebenbahn von Kreuznach (Landes- qrenzes über Bosenlstim, Pfaifenschwabenheim, Badenheim und Sprendlütgrnl nach St. Johann den Betrag von 13000 M k. für den Kilometer der im Großherzogtum Hessen gelegenen Strecke zu gewähren. Die Geldmittel sind im Hege des Staatskredits flüssig zu machen. Zu diesem Zweck ist in dem Nennbetrag, der zur Beichaffung der Geldmlttcl ersor- derlich sein wird, eure Anleihe zu dem Zinsfüße aufzunehmen, ime er der jeweiligen Lage des Geldmarktes entspricht. Die Tilgung dieses Schuldkapitals soll in bet Art erfolgen, daß die jeweilig durch den Hauyworanscdlag der Staats-Ein^ imhmen und -Ausgaben dazu bestimmten Mittel zum 9ürfauf einer entsprechenden Anzahl voitz Schuldverschaeibungen verwendet werden. Dem Staate teil das Recht Vorbehalten bleiben, btc Anleihe oder einen beliebigen Teil derselben auch zur Einlösung mittels Barzahlung des Kapitalbetrags zu kündigen. Den Inhabern der Schuldverfchreiblingen soll ein Kündigungsrecht nicht zusteben. In ber Begründung hertzt es: Durch das Gesetz, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen b: treffend, vom 9. August 1899 (Regierungsblatt Seite 419 ff.) wurde die Großh. Regierung ermächttgt, u. a. für eine im An- jchlutz an die dtebeubahn von Sprendlingen nach Mrseld zu erbauende normalspurige Nebenbahn von Badenheim nach Kreuznach einen Staatszusckmtz bis zu dem in Art < des Gesetzes, die Nebenbahnen betreffend, vom 29. Mai 1884 vor- gefebenen Höchstbettag zu gewähren. Nach dem damaligen Entwurf sollte die Nebenbahn auf hessischem Gebiet eure Länge von 73 Kilometer erhalten; die Baukosten waren für den hesmchen Teil der Bahn zu 885 000 Mk. veranschlagt. Der Staatszuschuß hätte daher nach Art. 7 des Gesetzes vom 29. Mac 1884 tm Höchstbetrage 146 000 Mk. betragen. Nack der Begründung zu dem Gesetzentwurf wurde von der Bahn Badenheim Kreuznach erwartet, daß fie heu Bewohnern des dortigen nahe der Landes- gren»e gelegenen Bezirks ein lohneirdes Llbiatzgebi-et fiir ihre Er- leugmfte besser zugänglich machen und zahlreichen Arbcttern die Verwertung ihrer Arbeitskraft ohne Aufgabe des hecmatlrchen Wohnortes erleichtern werde. Die Süddeutsche Eisenbahngesellschalt zu Darmstadt war be^ reit, die Nebenbahn von Badenheim nach Kreuznach im Awchluß an die ihr gehörige bereits bestehende Bachc von Sprendling^ nach Fürftld zu bauen und zu bett eiben, doch kam die Bahn nacht zu standc, weil die'e Gesellschaft ntii Rücksickst auf btc ©rbamnig her strategischen Bahn von Gau-Algesheim nach Münster am Stein ans die Bcwerbmig um dic Konzession für die erwahittc Bahn, verzichtete. , Die Großh. Regierung versuchte honte tnt Fahre. 1904, durch btc Bewilligung eines Staatszuschusses von 30 Proz. der Baw kosten der Nebenbach, Badenl-eim—Kreuznach (al.o etwa von •265 500 Ml.) einen Ihitemcbnier zu getoinnen. Aber weder btc Süddentsthc Eisenbahngesellschaft noch der Krets Alzeh oder bte beteiligten Gemeinden waren gesonnen, den Bau und Betrieb ber Bahn zu übernehmen. Da auch ein anderer- Unternehmer jur bie Bahn ftch nicht fand, nr-ßte von der Ausführung des Unternehmens bis heute abgesehen werden. .. Neuerdings hoben Verhandlungen ber Gemeinden Pf asten- schwabenheim, Bvsenheim und Sprendlingen mit ber^tabt Kreuz- nackt die letztere veranlaßt, unter Vorlage eines Entwurfs den Änttag auf Verleihung her Konzession zum Bau und Bettieb einer elektrischen Bahn von Kreuznach nach ^t._ Zohann zu steilen Diese Bahn wird im wefenttickten btc Aufgabe erfüllen, die der Bahn Badenchstm—Kreuznack) zugedacht war Die Stadt Kreuznach besitzt ein Elektrizttätswerk, towce die bärtigen städttschen elektri'chen Bahnen. Die Ltadt ist besttebt, dic Örtscchiften in ihrer Umgebung mit elektri'cher Energie zu versorgen, sowie ihr Bahnnetz gleichzeittg nackt diesen Ortschaften jll CÜVCltCHl, t , (ri , r .. Auf hessischem Gebiet werden von ber geplanten Bahn Die Orte Bosenheim, Pfaffenschwabenheim, Badenheim, ^prendlmgen Aus Hesse». Der Abg. Köhler hat $u seinem belarmten Antrag über Schifsahrtsabgaben eine Begründung eingereicht, in der es heißt: Im Nachstehenden gebe ich zur näheren Begründung meines Antrags, Schifsahrtsabgaben betreffend, einen Abdruck des Berichtes des Vorstandes der Landtvirtschaftskammer für das Grotzherzogtum Hessen. In meiner Eigenschaft als Mitglied dieses Vorstandes decken sich die Ausführungen dieses Berichtes mit meinen eigenen Anschauungen. Es ist demnach nicht erforderlich, daß ich diese meine eigenen Anschauungen, nur in der Form verändert gefaßt, meinem Anträge beigebe; dem Inhalte nach sind sie ja doch dic gleichen, toie diejenigen ber Landwirtschaftstammer. Das Wettrennen zum Südpol. Der Kampf um den Südpol, der jetzt zu glcuher Zeit von einer amerikanischen und einer englischen Expedition aumcnommcn wird, nimmt immer mehr den.^ba^tter cme^ sportlichen Wette lampfes mi, in dem neben den wissen, chaftlicheu Sau ber nationa c Ehrgeiz der beteiligten beiden Voller art erfter Stelle, steht. Dte britische NalwnateExvedilmn die Kapitän Scotr Kk, Zolqt der trüberen Route Scotts und ^hackletons, wahrenddie ckmerikanr von der amerikanischen Seite aus zunr Pvl^rwrstvs?en.wollen. Tie beiden Expeditionen wollen am gleichen -rage ihr Werk ve- ginnen, dic Pläne mifsemchaftltcher ^«^«rbeit sind b^re te cntirarfcn, und das Publteum erwogt mitlLidens chaftli^m, Eifer die Clmneen der beiden Partkien. P c a r h, her die Organisation her amerikanischen ExpLvnwi^ übenvommar Ut ber Forscherschar übernimmt KaPttan Lartlett — hat win ^chist, die „Roosevelt", zur Verfügung gestellt und ist Feuer und ttKaminr für den bevorstehenden Wettkampf. Wettrennen zum Südpol zwischen ülmcriLauern und Engländern, das in etwa lieben ton beginnt, wird das auftegendste und 'Eenspmnwndste Ereignis fein, das die Welt erlebt hat, meinte bei ^ntbeder des Nordpols, und voller Begeisterung fuhr er tert: ..stellen Sie sich, vor: von der einen Seite der Erdkugel dringen die Engländer ter, von her anderen die Amerikaner, beide w-isftn voneinander und beide werden ihre letzte Kraft v.nd ihre höchste Anstrengung^ auftieten, um als erste das gemeinsame Ziel zu erreichem ö«, vielleicht erreichen die einen den Pol nur mn wemgch stunden früher als die anderen. Ltellen Sie sich das Zusamnientrestett der iipel Parteien vor: die Amorittrner tonrmen von Westen, hie Engländer von Osten, beide haben vor miderthalb Zähren ant gleichen Tage die zivilisierte Welt verta^on.- Und fte be- grüßen sich, am SüLpol, den keines Menschen Fuß bisher betreten Pearh hat sich vvn Anfang an mit Sott in ^brM>iMg^ ge,etzt der die Nachricht von her ntpUntm amerikanischen Expeditwn mit ber Freude' eines echten ^portsmannes nnlllommen htest Er schlug fobrt ein gemeinfamed Arbeckspro^ramm vor, das ein Zilsaliiwenwirten der beiden Expedittonen m ten magnetischen und metearologifdcn Beobachtun4«n mM. „„Die AEkaner müssen einen viel längeren Weg zurücklck^n, 'o außerte sim KavitLi Sevtt, „aber es ist möglich,, datz sie Einstigere Ver- Wttiisse antreffen, denn unsere jetzigen ^nnMisse^einen darau hmMdenten, daß ein gteichmaßig lallender Abhang vorn Pol zur Aeddellsee führt. Ihre .Hanpftck-merigkeit wird die lluf- Jinbuitg eines geeigneten Winter Pia tze-o in ^?at>olanh jem und die Landung der "Tiere und Expeditionsgerate, Bisher ftnM man leine dafür geeignete Stelle, aber em gliuflu^r -3^-Tall wag Ä- M ** tion Deutsches Reich. Bei der Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Mülheim-Wipperfürth - Gummersbach wurden uack) der jetzt vorliegenden amtlichen Meldung insgesamt 40913 Stimmen abgegeben. Davon erhielten Oberlandes- aerichtsrat Marx-Düsseldorf (Zentr.) 20 376 Stimmen, Schriftsteller Dr. Erdmann- Köln (Soz i 10 924 Stimmen, Rechtsanwalt Dr. Fall-Köln (Nat.) 8465 Stimmen und Pßarrer H o e m a n n - Gummersbach (ChristlichsoK.) 1140 Stimmen; zersplittert waren 8 Stimmen. Die Stichwahl zwischen Marx und Erdmann ist auf den 26. Februar an- ' 3um 7 0. Geburtstag.des Abg. Bebel planen die Sozialdemokraten für den 22. Februar Kundgebungen für den greisen Führer. Vortrag über die jungtürkWe vewegung. Vordergrund des Veransttütung des Alldeutschen Verbandes am Freitag stand der angetimbigte Vortrag des Pwf. Schwally über „D i e jungtürfif che Bewegung", -ein Thema, das an Mtualftät nicht vertiert, sv lange Europas Änteressen am Gelingen dieses gewaltigen Resorrnwertes stark beteiligt sind. Der Ausdehnung unserer deutschen Sutern* en wird freilich England nicht zu viel freie Hand lassen, das bet Eintritt der jmigtürkischen Bewegung als ein neuer, tatkräftiger F-re-md ttm her Türti-ft mit offenen Armen aufgenommen wurde. Dies« und andere Schattenseiten unserer auswärtigen Pvlittk betonte in seiner Einleitung des Abends F-reiherr vonLiebig, indem er den für uns geradezu beschämenden Vergleich zwilchen unserer Machtausbreitung und der Amerikas, Belgiens, dränte reichs und Englands zog, Staaten, die Weltftolitik im großen Maßslabe getrieben hätten, wälstend in Deutschland allzuviel von Welte Politik — geredet worden sei! Eine scharfe Mritif vcrdume die Politik des Auswärtigeai Amtes, die in 20 Jahren dahin geführt habe, daß wir draußen zwar vtele Feinde, abct kaum einen Freund nuchr besitzen. W , .. ,, Dann begann Prof. Dr. chwallv seinen gcIjaÜDolle.i. fesselnden Vortrag. Die Zeiten, da Europa vor der Türkei zitterlc, sind vorbei. Fn der Mitte des 17. Jahrhunderts trat bad manische Reich in ein Stabium akuten Machtverfalls ein. 1687 schüttelte Ungarn das Fremdenjoch ab, 1769 unter der,Regierung Katharinens von Rußland folgten darin Moldau und Wallachei, von da ab blieb Rußland der hartnäckigste Feind des Abendlandes. Serbien erlangte 1816 wenigstens administrative Selbständigkeit. Sj ö I) cii [f u b mittag im Hotel Viktoria hirr riue Banken reich dürfte die Gc- Tiescr Umstand Meteorologische Beobachtungen der Station Siesten. Fcbr. K co Welter 1910 R 60 b# 95eiu. Himmel Klarer Himmel Bed. Hunmcl S = 60 ** B. H. (£. Vogelsberger her Bvck^ZigsLLen auf ben vevsckftedeneil Markten Lange Zeit hindurch stieß er in ben Vereinigteir Staaten auf i>tti größten Schwierigkeiten. Schließlich schickte er eine größere Menge seiner Zigarren an einen Newporter Börsen maller. Den Zollbehörden wurde inilgeteilt, daß eine Sendung von Zigarren unter falscher Zolldeklaration in New !;ori gelandet werden solle, und nachdem der Adakler auf Befragen erklärt hatte, daß er nichts von der Sendung wisse, wurden die Zigarren beschlagnahmt und von den Zoll- bcyörden zum Verkauf gebracht. Zu Weniger als einer Woche lvar die Fab-rik in .Havana mit amerikanischen Aus trägen für „Bock"-Zigarreu überschlv-emmt. Ans Stadt und Land. Gießen, 21. Februar 1910. Luftschiffahrt. Im Leukballon über den Atlantischen Ozean. Aus London wird uns geschrieben: Großes Interesse erregt in Luftschifferkreisen die Nachricht, daß Joseph Britckcr Vorbereitungen trifft, nm eine Reise über den Atlantischen Ozean in einem lenkbaren Luftballon zu untcr- nchmen. Brücker ist ein geborener Oesterreicher und seit 1876 amerikanischer Bürger. Er gilt als erstklassiger Sachverständiger über atmosphärische Verhältnisse. Einem Vertreter des NewyorkHerold sagte Brücker über seine beabsichtigte Fahrt: „Ich versichere, daß das Uebcrflicgen des Atlantischen Ozeans in einem lenkbaren Ballon nicht nur durchführbar, sondern sogar eine verhältnismäßig leichte Sache ist, wenn man ein oder zwei günstige Umstände voraussetzt. Wir beabsichtigen, im lammenden Mai unsere Reise anzutreten, weil wir anderenfalls bis zum Dezember warten müssen, um die Sturmzeit zu vermeiden. Ursprünglich hatten wir die Llbsicht, von Cadiz abzufahren, lediglich weil Columbus von dort -abfuhr, um die neue WeltZu em- > ecken. Mer seither haben wir uns entschlossen, Tenerifa zu unserem .Hauptguartier zu machen, weil wir dadurch 698 Seemeilen ersparen werden. Wir hoffen zuerst Por- toriev oder .Haiti anzulaufcn, dann über Kuba nach New- Orleans zu fliegen, und von dort über Land nach Newyork. Bei günstigen Verhältnissen würde die Reise bis Portvrico etwa vier Tage in Anspruch nehmen." se*t^ CO.o bis 20. Februar , 20. öermiiebtes. * Ein feuer speiend er Fluß. Seit einigen Tagen zeigen sich seltsame Erscheinungen in dem sonst so riedlichen Bett der Neiße. Mitten aus dem Flußbei-t prangen Ile e Flammen 'hervor, die mit schwachem Knall verpufften. 2uuei entwickelte sich ein ziemlich starker Rauch.- Die Explosionen erfolgten in kurzen Zeiträumen. Ueber die Ursachen der merkwürdigen Cnftcheinung ist man sich noch nicht klar, es ist aber anzunehmen, daß es sich um Sumpfgas handelt. Dieses Gas entsteht aus faulenden organischen Substanzen, das sich infolge seines PhoSphor- gehaltes an der Luft entzündet. D er Tab a kfür st v o n Kub a. Aus Newpork wird berichtet, daß Gustav Bock, der Havana-Zigarren-König, im 74. Jahre verstorben ist. Vor einundfünfzig Jahren landete Bock als armer deutscher Arbeiter in Kuba. Vier Jahre später begann er mit einem kleinen Kapital, das er »ich durch rastlose Tätigkeit und die .größte' Sparsamkeit zusammengebracht hatte, ein kleines Geschäft als Zigarren- abritant, und bis zu seiner letzten Erkrankung waren dreiundzwanzig der berühmtesten Zigarrenfabriten der Welt unter seiner Leitung. Im Jahre 1881 begann er zum ersten Male mit der Ausfuhr. Deutschland war sein erster Markt, dann folgte England, und schließlich eroberte er sich die Welt. Die Armen von Kuba lverden von dem Todesfall am schlimmsten getroffen, da er sehr viel für sie getan hat. Viele Anekdoten werden in Verbindung mit der Einführung Börsen-Wochcnbcricht. ---Fr an f f ur t u..M., 18. Febr. Obwohl die N e lo ho r l : 1 Bö r s c nxb keineswegs die innere Festigkeit wieder erlangte, die ihr vor einigen Wochen inne wohine, zeigten die deutschen Märkte in den IciUrn acht Tagen eine rechr feste Tendenz. Bon lebhafter Gesckaftslnst war allerdings nichts zu verspüren, vielmehr hielten sich die Umsätze selbst in l^vorzugten Papieren in beftsteidenen Grenzen. Tav die Börse in Wallstrect seit mehreren Tagen von neuen Rückschlägen verschont geblieben ist, machte günstigen Eindruck: angesichts der iwch immer wvhr zunehmenden Schwankungen glaubt man dow noch Zurückhaltung beobadtfeit zu müssen, zumal das Vorgehen gegen die Trusts weiter beunruhigend wirkt. Man iindet um so weniger Mut zu neuen Unternehmungen, als die Unsicherheit sich auch nur das Wirtschaftsleben zu übertragen scheinen. Sollen doch die Käufer infolge der Unsicherheit in der Erteilung von Aufträgen sehr zurückhaltend sein. Ta dir Berichte unserer ncheinnschen Industrie in letzter Zeit ebenfalls eine schwächere Färbung zeigen — dies gilt namentlich von der Lag: des K^hlcnmarktcs — so wirkten diese Einflüsse zusammen, nm die Unternehmungslust zn dämpfen. Ter Börse komm^ immer mehr zum Bewußtsein, daß in dem derzeitigen Stande vieler Jndustriepaviere die Besse nmg schon reichlich zum Ausdruck gelangt. Dennoch kann man sicli nicht entschließen, seinen Besitz ait Industrie wer len aufzu geben, da uran auf eine weitere Begebung der Industrie im Frühjahr rechnet. Die Zuversicht wird bestärlt durch die Gclbvcrhält- nissc, die andauernd recht flüssig find. Wohl haben sich vü Vorbereitungen zn den Einzahlungen auf die vorn Reiche intii Prcnßar ausgegebenen neuen Anteil;it auf dein Geldmärkte fühlbar auch Sch i f f a h r t s a k t ie u in regerem Geschäftsverkehr, wobei die Regelung der deutsch-kanudischeu HandclSverhöUnisse stark stimulierend wirkte. Auf den übrigen Gebieten blieben die Umsätze begrenzt, nur einzelm: I n d u st rirpapiere waren weiter begünstigt. Vrivatdistanto 81s Prozent. Ter Vorstand des (Hesomtvereins de hielt am Samstag nach- itznng ab, zn der der Ehren- Beim Rauchen. Es ist merkwürdig und gewiß den meisten Frauen unverständlich, daß so viele Männer um Rauchen gefallen finden können. Und doch muß ein eigner Genuß darin liegen, den sogar manche Frau nicht gerne mehr missen möchte. Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach dem größeren oder kleineren Genüsse derselben im Mrmd< und Rachen des Raucher.^ jedesmal ein unangenehmes kralzcudo Gefühl, da.' nur zu leicht sich festsetzen und in hartnäckigen Rachcnkatarrh ausarten kann. Diesen zu verhüten, gibt es kein besseres und zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach beendeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-TAbletten im Munde langsam zergehen zu lassen. Sofort verschwindet die unangenehme Beigabe de> Rauchens, der Mund und Atem Yverdon wieder frisch und angenehm. .Jeder Raucher sollte daher Wybcrl-Tablettcn beständig bei sich führen. Wybert-Tabletten können in allen Apotheken in Originalschachteln ä Mk. 1.— bezogen werden. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke, KreuzplaLz 2. ss'-^iu gemacht, Litern der Privatdiskonto sich etwas versteifte, aber täg> lickrs Geld ist, da zn denr gedachten Zwecke große Summen bereit» gestellt find, stark angebotru. Mit einer Erhöhung der Geldsätze wird man lvohl rechnen müssen. Toch dürste iie mäßig blcibeu. Betreffs der Beurteilung der Gcldmarttlage bleibt auch zu achten, daf unsere Banken |dyon Gelder für die Zahlung ihrer Dividende ansammeln, die,zunächst mxfi dem ofseueu Markt zur Verfügung sleHein, Tie veröffentlichten und noch zu erwartenden. Bankabschlüsse trugen neben ter Geldflüsfigleit dazu bet, die Stimmung der Börje zn hatten. Bei der großen Auswärts- bcwegung, die sich im vergangenen Jahr vollzogen hat, sind ben Sm Hafer-Kakao wird bei Magen- und Darmleids» als Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen. Nur echt in blauen Kartons für 1 niemals ioee. Wandern uni Leisen, Beter «d Sommerfrischen. ** chwaldhau sen. Zir der dcotiz in Nr. 37 i^efes tzlvtckes, betoeffarb G-rüudnng einer Terr-an g-esellsch«rf t Hochwaldbanfeu., seien noch einige Bemerkungen ongefügt: Tic in Bildung begriffene Gesellschaft hat sich zunächst als Ziel gesetzt, inc jetzt schon rühmlich bekannte Sommerfrische ,V>ochwaW- Hamen aK -H öhen lüft kurv rt auszn bauen. Alle Vor- eedftrgungen hierzu sind vorhanden: Landschaftl. Schönheit der Hingebung, geschützte sonnige Lage des Geländes munittclbar am Hoelnvatd tbein Obmoalbi, beste reinste .Höhenluft 500 Nieter), heidjtirnt au vorzüglichem Quellwajser, leichte Erreichbarkeit und überall köstliche Rühe und Sticke. Nur wenige Kurorte hoben olch vnächtige Lage ansznweijeik intb solch herrliche Wälder wie ben Oberwald, ber ein gewaltiges Gebiet bedeckt inrb sich noch ictitc Urwüchsigkeit grmahrt hat. Wie rrauirfcnb und nervensvärkmd dieses schöne -Stück "Natur aus die Erholutchsuck;enden wirft, dos oesagen die vielen Äurchgebungen, ixe von diesen ergangen sind, aas bezeugt die ständige Nachfrage von Gästen, die während oer Saison ^tus Mangel an Platz abgewicsen werden mußten. Um dieseru Mißstand, über den auch in Touristcirkreisen vielfach geklagt wurde, abzuhelfen, fvllen zunächst drei Häuser mit je 25 Betten erbaut werden, so daß. mit bat vorhandenen 30 Betten des Gasthauses „zum Felsenmerr" rund 100 Betten zur Ber fügrmg stehen. Es ist bann ludtcr beabsichtigt, .später noch einige kleinere ^Häuser zu errichten, etwa Sommer- ober Ferienhäuser, die an Familien vermietet oder verkauft werden können und nach inrd nach den Ort als Höhenluftkurort auszubancn. Uns schweben andere Platz,', vor, etwa die großen Thüringer und Harzer Kurorte, Die ebenfalls aus kleinen Anfängen hervorgegangen sind und neben denen Hock w ältst aiiftn in vielen Beziehungen sich jetzt schon schar lassen kann. Selbstverständlich kann ein solches Anwachsen nur allmählich? erfolgen und dürfte zunächst itoch da: Zukunft zu über- lassen sein. Jnunerhin sind wir aus Grund sorgfältiger Er- gelungen, denn eiitgehe.ndL Erörterung jetzt zu weit führen würde, zu der Ueberzeugung gefontmzu, daß H. einen großen Äufickstvung nehmen kann, der den benachbarten Plätzen Gießen, Alsfeld, Lauterbach und bunt ganzen Vogelsberg usw. durch bat Zuzug von Fronden rächen Vorteil bringen wird. Tie Altfänge zu dem Unternehmen find gegeben, inbaii sich jetzt schon auf und in der Nähe des fraglichen Geländes eine Reihe von Bauten (o), er- liebelt. Zwtzi Wasserleitungen sind vorhanden und eine Aanali- fienrnn läßt sich bei der sanften Steigung des Geländes leicht dirrck ftihren. Auch, kann in Anbetracht des großen Holz- und Steinveichtinns der Umgebung zweiftllos äußerst billig gebaut werden. Es sei sckchießlich iwch bemerkt, — und dies ist sick-erlich ein Beweis sür die dielen Vorzüge von HockMaldhausen —, daß sich bereits zwei Aerzte, ein Gießener Arzt uub ein bekannter 8o:ank- furter Frauenarzt, dort angesiedelt haben.r. (ScriditefaaL rm. T a r m stadt, 18. Febr. Vor der Kammer für Handel s- fachen mürbe heute die Klage deS Kommerzienrates Viktor L o n c l & Co. au‘3 Mannheim gegen die S ü d d e n t s ch e Eisenbahn zn Ende geführt. L. batte gegen die Beschlüsse der Gareralveriammlnng der „Süddeutschen", die int September v. I. hier stattfand, im Namen der Niinderheit der Aktionäre Beschwerde erhoben. Scachdem verschiedene Termüie verlegt ivorden waren, erklärte heute ber Vertreter des Klägers, Rechtsamvalt Dr. Spvenheimer, daß burd) eine in der Zwischenzeit stattgehabte Aussprache zivischen beiden Parteien eine Verständigung erzielt und ciikc Klage damit hili^ällig geworden sei. Beide Parteien übernehmen die ihnen eniftanbencii Kosten. — Der GerichtSreiercndar Becker von hier ivar vor einigen Wochen wegen falscher Änschuldig- ung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden uub ließ dinch feinen Verteidiger Neviston bei dem Reichsgericht einlegen, weil ’ürmefle Verstöße gegen das Reichsgericht vorliegen und auch ber Begriff ber falschen Anschuldigung verkannt sei. Tns Reichs- g e r i ch t hob b a 5 Urteil ans und verwies die Sache an bas Laiidgertcht Mainz. kc. Wiesbaden, 19. Febr. Der 17jährige ZmanLs- zögling Ludwig Dorsch aus Biebrich war bei einem Handwerker üt N ibb a in bie Lehre unter gebracht. Von dort riß er am 10. Dezember aus uitb suchte bei seinem Bruder, dem Tagelöhner Wilh. Törck'- i n Biebrich Unterkunft. Don diesem Vorfall iiattc die Polizei Nachricht erhol tat und am 11. Dezember begaben sich zwei Beamte in die Dörchsche Wohnung. Tiefer verweigerte btc .Hercrusgabe des Bruders und bednohte. die Polizisten mit einem Kücken mess er. Nur mit Gewalt gelang es, ben Ausreißer nach ter Wache zu bringen. Tie Strafkammer verurteilte den Tage- M,ner Törch wegen Widerstands gegen die Staatsgavalt unb ürsorgecrztehung zu 1 M onat Gesang n is. n»^anutttisumadien Bevölkerung üt vrchoLwt uab '&etaa6jtei jede dem Westai kow>nmd<' Neuerung mir MiHtrarren. Nichts- -deswnvnigcr, so idsl >r Pros. Sck.wallv, ist die Bewegjunq freudig M begrüßen, all fick fmrohl als Mickz. vvn dem höttrr.n Gesichtspunktt der KtuBKuntni. T es Abends zweiter Teil „Bunte Lichtbilder orrs Armenien und Palästitui" ging durch UnvorhergefelMtes bei der Latama magica und vor einem mir noch kleinen Kreise minder geüutgen in Szene. Gewinne zugeslosscu. Außerdem ______ ...__ schäftsbelebung allgemein auch den Ertrag aus Pwvtsionat gesteigert haben, so daß bet beit meisten Banken die Erträgüisst über die des Vorjahres hiitausgchen werden. Dieser Umstand sowie die in Aussicht stehenden neuen Geschäfte der Großbaicken führte auck dem Ban kakt i citm ar k t e neue Käufer zu, zumal die durch Kapilalser Höhung en in Aussicht sieben den Bczngsrachle. besonderen Anreiz boten. Außer Bankaktien standen zeitwüst Borslyeudr Oberiorsi rai T i r. fj e n dach- Darmsbrdt,, bie Mil Vorsitz führte Lba amtsrichter Nispel - Schotten, der zunächst über bie Vergebung der letzten Arbeiten am Bisrnarcktnrm aus deut Taufstein berichtete. An der Baummmc des Turmes fehlen noch 6000 Mk., die von drei Mitgliedern des Vorstandes vorgestreckt lunbat. Tic Einweihung des Turmes wurde aus Samstag den -1. Juni, nachmittags halb 2 Uhr, festgesetzt und daran anschließend ftndet am Sonntag, 5. Juni, die Hauptversammlung in Grebenhain statt. Tem hessischen gemeinnützigen Verein zur Vermittelung von Land- und Kuraufenthalten 'oll das Material itir bas Sommcrwolmungsverzeichnis zur Verfügung gestellt und außerdem dazu ein Beittag geleistet werden. Der Verein gibt außerdem eine neue Auflage -'eines eigenen Woh- nungsverzeichni'sts heraus, wobei namentlich auch auf die Untere stützung der Wirte durch Zn'erataufgabe gerechnet ivird. Vom Tenkmalpfleger für Oberhe stn Pros. Walbe war mitgeteilt worden, daß der allen Kirche in Helpershain, der ältesten Fachwcrkkirche Obcrhejssns, der Abbruch droht. Er regt glcichzettig an, aus dem Haust ein Vogelsberger Heiinatsmufeum zu machat. Der Klub steht diesem (^ebankeu, besonders der Erhaltung des alten Bauwerks, wmvathisch gegenüber unb wirb sich gegebenenfalls au di finanziell hieran beteiligen. Der von Ka'st'l aus angeregte Anschluß bc-5 Höhenflnbs an ben Bunb niederhefsischer Touriftcn- ucrcirtc wirb abgcsthut, ba man sich hiervon keinerlei Vorteile für bas Verbands gebiet verspricht. Pros. Bender regt an, etwa in Gemein-'chast mit der Provinz, den oberhef'ischen Kreisen und Bädern aus der diesjährigen wternattonalen Spvrtausste.llung in Frankfurt eine umsajstnde Reklame durch einen obcrhessifchcn Davilftni zu machen. Man ist damit cinperftanben und stellt einen Beitrag hierfür in Aussicht, Die^bret vorn Klub unterhaltenen Schülcrherbergen in (Rebern, Schotten und Ultichstein morcii von zusammen etwa 110 Schülern besucht, die dazu zu leistcubat Beiträge bcs Vereins waten nicht atlzuhoch. Bon ber Sparkasse in Stauch mürben *100 Mk. für Schülcrherbergen im Vogelsberg zur Verfügung gestellt. Die Bemühungen, burd) bessere Bahnawchlüf e bcn Vogelsberg zugänglicher zu machen, waren vetickicdeutlich von Erfolg, wenn auch vorläufig noch manche Wün'che unerfüllt bleiben. Ter Frankfurter Zweigocrein wird demnächst ein Wohltätigkeitsfest für die in Ober-Mockstadt bei bciit Ma 15eii-3u>'a111nieitbrudi Geschädigten veranstalten und er- fiidit die anderen Zweigvereinc, in ähnttchem Sinne zu wirken. Für das .HoheryMkopffcst lverden vcrsduedcnc Aufführungen angeregt, um dem alten Volksfest neue Anziehungskraft zu geben. Scklicßtid) wurde nod- mitgeteilt, daß sich diese Woche in Schlitz ein neuer Zwcigvcrcin gegründet hat unb in Groß-Felda die Gründung eines iolcheu bcvorsteht. ? H u n gen, 20. Febr. Heute mittag kurz nach 12 Uhr überflog ein Luftballon unsere Stadt. Er kam aus der Richtung von Friedberg und ging so nichtig, daß er fast die Häuser streifte und man an eine Landung dachte. Er erhob sich aber bald wieder zu bedeutender Höhe und setzte seine Fahrt in nordöstlicher Richtung fort. 2luch in Reiskirchen unb in Rödgen wurde der Ballon beobachtet. 'k. Schadenbach, 19. Febr. Hiev find unter den Kindern die Was s c r blü He in ausgebrochcn. Einige Kinder sind nicht unbedeutend daran erkrankt. — In Decken buch hat sich gestern ein älterer verwitweter Mann, nauiens Lind, welcher schon längere Zeit an Schlundverengung litt, aus Lebensüberdruß erhängt. s. Marburg, 20. Zcbr. Ein hiesiger Student hol fidv mit filtern Schreiben an den Vorstand der Landwirisch-aftSkamiucr in Kassel gewandt und mitgctcilt, daß fidi> die Studenten, kcsonders die Juristen und.Nationalökönvrnen, wahrend dcrFe- rien mit Landarbeit beschäftiget inödsten, wie dies bereits in Schweden und Amerika viclfack geschehe. Ter Antragstell'r glaubt in Aussicht stellen zu können, daß ein Teil der Studenten gewillt sei, ernßlicke Arbeit in der Landwirtschaft zu leisten, und en'uckt die Landivii lick aftsläinnier, bie Vermittelung in ber An gcttgcnhcil zu übcrnehmai. ' Ter Vorstand ber Lairdwirtschaflsv Tahtmcr scheint je dock' den neuen „Saisonarbeitern^ teilt rechtes Zutrauen zu schenken, denn er ba'dfloß, in ber Angelegenheit uidit einztigreifen, sondern cs den Landwirten und Studenten zu likcrlasseu, iid) in dieser Zrage zu einigen. O (Sönnern, 191. Febr. Unser Bürgermeister Haffer gebeult demnächst das Amt, das er seit langen Jahren erfolgreich bekleidet hat, nie der zu le gen. Einer Neuwahl sieht man in hiesigen Bürgerkreisen nicht ohne Besorgnis entgegen, da wegen der scharfen Gegensätze, die sich im Laufe bet letzten Zeit innerhalb ber Einwohnerschaft herausgebildet haben, ein Wahllampf von seltener Heftigkeit zu erwarten ist. X Frankfurt a. M., 19. Febr. Die hier abgehaltene Delegiertenversamml.ung des mittelrheinischeu Verbandes evangelischer Arbeitervereine beschloß auf Antrag des Vereins Gießen, bie dem Verbanbe angehörenben Vereine be§ Großlierzogtums Hessen zu ersuchen, eine Eingabe an ben Groß Herzog zu richten, baß bei den künftigen Ernennungen zur hessischen Landessynobc auch religiös warmherzige Arbeiter, Heine Beamte, Handels- unb Gewerbetreibende berücksichtigt werden, wie das auf eine Eingabe der kirchlich- Zozialcn Konferenz hin für bie preußische Generalsynode auch ift^Aussicht gesteckt morden sei. Weiter beschloß die Dele- gtencitoeyammlung, folgenden Antrag an den Gxsaintverbanb zu richten: /Sic coaiig. Arbeitervereine empfinden es als mißständig, daß den größeren kirchlichen Körperschaften 1 (Bezirks- bezw. LandeSsynoden) keine Arbeiter und kleine ' Beamte angehören. Die lirchlich-soziale Konferenz hat füi das Gebiet ber älteren preußischen Provinzen erreicht, daß in 1 Zukunft bei den durch landesherrliche Ernennung erfolgten Besetzungen auch religiös interessierte und kirchlich bewähttö ! Arbeiter berücksichtigt werden sollen Der inittetrheinlschc - Verband empfiehlt auf'Antrag eines VerbanbSocreins (Gießen), i daß die Verbände .der neuen preußischen Provinzen, sowie die in ben übrigen deutschen Bundesstaaten boiuizillerenden Verbände durch Eingaben an die in Betracht kommenden Lanbes- fürften bezw. Kirchcnregierungen es zil erreichen suchen, daß : dem Vorgehen für die preußische Generalsynobe gefolgt werbe, daß sic es aber außerdem ihren Mitgliedern zur Pflicht machen, sich durch rege Beteiligung bei den kirchlichen Wahlen bezw. Benennung geeigneter Persönlichkeiten auS dem Stande der Arbeiter, kleinen Beamten, sowie Handels- und Gewerbetreibcudeu auch nach dieser Richtung hin Emfluß zu , verschaffen". Spklplmt der vereinigten frankfurter Stadtlheater. Spernhaus. Montag bcn 21. Febr., abends 1(„8 Uhr: „Undine." Dicnstag ben 32. Febr Z: „HanS Herling". Atttlwoch den 23. Febr., abends */?8 Uhr: „Tie geschiedene Frau." Toimerstag den 24. Februar: „Hoffuianns Erzählungen." Freilag den 2ö. Febr., abends '/,8 Uhr: .Die iveiße Dame." Samstag den 26. Febr.: „Tannhäuser." Sonntag beit 27. Febr., uachm. 31/, Uhr : „Orpheus ut der Unterwelt/' Abends 7 Uhr: „Don Juan." Dlontag den 28. Februar, abends 6 Uhr: „Die Meistersinger von 9lürnberg." Dienstag den 1. März: „Tosra." Mittivoch den 2. März, abends '/,8Uhr: „Tic geschiedene Frau." Schauspielhaus. Atontag den 21. Februar'): „Die Stützen der Gescllschast." Trenstag den 22. Febr.: „Buridans Esel." Auttwoch den 23. Febr.: „Buridans Esel." Donnerstag den 24. Febr., abends V.8 Uhr: „Tas Konzert." Freitag bcn 25. Febr., abends Uhr: „Der dnnklc Punkt." Sanistag den 26. Fcbr.: „Was ihr wollt." Sonntag den 27. Febr., nachmittags 3 Uhr: „Tantris der Narr." 2lbenb5 7 Uhr: „Iohannisieuer." Dlontag den 28. Febr.: „Buridans Esel." Dienstag den 1. März: „Der dunkle Punkt." Mittwoch den 2. März: „Das Konzert." *) Ansang, wenn nicht anders bemerkt, abeiiby um 7 Uhr. Höchste Tenrperatur am 19. Niedrigste , „ 19. 9Ueaerschlag: — 0,0 mm. 20. 2J5 739,0 9,3 6,1 70 S o_ 7 20. 9" 739.9 6.6 6,2 85 8 2 1 21. 7^ 740,7 6,4 5,8 81 SSE 4 10