-1 Freitag 3. Juni 1910 Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Aus Hefien gsgesetz er Gesetzes 160. Jahrgang R-B. Darmstadt, 2. Juni. Vom Sonderau s'- schußfürdieRevr^ion der Verwaltungsgesetzgebung wurden heute die beiden Restteile der Gesetzesvorlage über die S tä d t c or dn u n g, die Magistrats- «eznqSvret»: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen Eine Reise öes ftanzösischen Präsidenten. o Paris, 2. Juni. Die Reise des Präsidenten Falliäres nach der Schweiz wird sich nach folgendem Programme vollziehen: Herr Fälliges tritt am 15. August bei Neuchatel auf Schweizer Gebiet über und langt um 3 Uhr in Bern an; der Bundes p r ä si d e n t, Herr Com- tesse, begibt sich an den Bahnhof, von wo aus sich der Zug nach dem Bundespalast in Bewegung setzt. Von dort aus sucht der Präsident der Republik Den Sitz der französischen Botschaft aus, um die Vertreter aller französischen Kolonien in der Schweiz und alle Franzosen zu empfangen, dre srch in diesem Lande aufbalren und die das Staatsoberhaupt begrüßen wollen. Ain diesen Empfang in der Botschaft schließt ilch das vom Bundesräte veranstaltete Galadiner im Berliner Hof. Am Abend findet dann ein Tee in der französischen Botschaft statt, wo der Präsident auch die Nacht zubringen imrd. Am nächsten Tage wird ein Ausflug nach Thun unternommen, nach dem S^err Fallisres über Bern nach Frankreich zurückkehrt. bei allen treuen Katholiken die höchste Liebe und Verehrung genügt, in der protestantischen Presse die verletzendsten Ausdrücke gebraucht werden, die jedem glaubenstreuen Katholiken geradezu empören Gewiß, die Korrespondenz des evangelischen Bundes hat wieder scharfe Worte gebraucht, aber sie waren doch nur eine Abwehr. Die „Germania" fährt noch fort: Wir fönnen unser Bedauern darüber nicht unterdrücken, daß das halbamtliche Organ der Regierung in diesem Falle, wenn auch in milder Form, in einem konfesuonellen Streck einseitig Partei ergriffen hat. Abgesehen von den Zeiten des Kulturkampfes, mar das früher nicht der Fall, auch nicht bei der in den heutigen Erörterungen der Presie vielfach in die Erinnerung zurückgerufenen Canisius-Enzyklilä des Papstes Leo XIII. vom 1. August 1897. . ,fjr Ein etwas anderer Geist weht uns aus dem rhemischen Zentrumsblatt, der „Köln. Volksztg." entgegen. Dem Blatt kommt der päpstliche Brief offenbar sehr ungelegen, es steht bisher von der Veröffentlichung ab, druckt die im anderen Lager beanstandeten Stellen nach und unterrichtet seine Leser in ziemlich objektiver Weise über die Streitsache. Dann folgen nur diese Sätze: Gegenüber den Bemühungen liberaler Organe, das Zentrum in diese Debatte zu ziehen, den „blau-schwarzen" Block zu verdächtigen im gleichen Augenblick, wo sie selbst einen liberalkonservativen Block zustande bringen wollen, kann man nur un Interesse des bürgerlichen Friedens raten, daß alle besonnenen Elemente durch die Versuche, die öffentliche Aufmerksamkeit einseitig auf das konfessionelle Gebiet her üb erzu- z ich en, um einen Streit herbeizuführen, den sie politisch ausschlacht m können, sich nicht verlocken lassen. m sollten wir auf diesem Wege kommen! Wem gilt dieser Rat? Der katholischen Presse, damit sie den einseitig konfessionellen Stoff des Hirtenbriefes nicht weiter veröffentliche? Ein so zahmer Ausruf kann doch nicht an die Nichtkatholiken gerichtet sein! So lugt selbst durch dieses große Zentrumsblatt das Bekenntnis, daß die Verfasser des römischen Briefes damit sich aufs Glatteis begeben und die Gefahr hevbeigeführt haben, daß ein bedauerlicher neuer Kulturkampf ausbricht. Julius Wolff f. Berlin 3. LUni. Der Dichter Julius Wolff ist heute früh gestorben. Julius Wolff wurde am 16. Sept. 183-1 in Qu edlin- bürg geboren, wo sein Vater eine Tuchfabrik besaß und kehrte nach einer frohlickten Studentenzeit nt Berlin, wo er sich hauptsächlich der Literatur widmete, in die Vaterstadt zurück. Hier arbeitete er eine Zeitlang in der väterlichen Fabrik: aber das kaufmännische Leben behagte chm nicht auf die. Dauer. Er gab die Fabrik auf und gründete im Jahre 1869 die Harzzeitung, deren Verleger, Redakteur und zugleich einziger Mitarbeiter er war. Bei Ausbruch des Krieges mii Frankreich verabschiedete er jiqj in einem begeisterten Aufsatz von feinen Lesern und machte in der Armee des Kronprinzen als Landwehrofftzier in der Front den Krieg mit und errang vor Toul das Eiserne Kreuz. Im Alter von vierzig Jahren trat er dann mit seinem ersten größeren Wert, dem Epos Till Eulenspiegel redivivus, an die beff entlieh feit. Er errang mit dem Werk einen außerordentlichen Erfolg und zählte von da an zu den beliebtesten und gelcfensten Dichtern. Seine Werke wurden in mehr als einer halben Million Bänden verbreitet und zeigten immer die zierliche, anmutige Form und den w- rischen Spielmannston, dessen hauptsächlichste Vertreter Jul. Wolfs und R. Baum bach gewesen sind. Tiefgründiger als in seinen Epen ist er in seinen Prosadichtungen, von denen namentlich der mittelalterliche Roman Der Suls- meister und die Erzählung Der Lan^knecht von Cochem viel Beachtung gefunden haben. Von seinen übrigen Werken sind am bekanntesten: Singus, eine Sammlung von Liedern im Spielmannston, die Epen Der Ra ttcn fänger, der wild e Jäger, Tannhäu ser , Lurlei, Afsalide, Renata, ^ulius Wolff, der erst kürzlich seine goldene Hochzeit gefeiert hat, war Ehrenbürger von Hameln. farbige. In ber Schule wurde uns noch gelehrt, es gäbe fünf: in Wirklichkeit ist klar, daß Kaukasier, Mongolen und Indianer eng zu einander gehören. Die Malapcn sind eine Mifchraffe aus Mongolen und Schwarzen, und nur die Schwarzen sind eine Rasse für sich. Eine intcrcifante Analogie, aus der ich aber keineswegs auf eine unmittelbare Deszendenz im Sinne mißverstandener Darwinscher Ideen schließe, zeigt sich bei den menschenähnlichen Affen Auch hier haben wir eine dunkle Rasse, Schimpanse und Gorilla, und eine helle, den Drangutang. Beider Heimat liegt am Aequalor, wo auch der Mensch zu Hause ist. Denn käme der Mensm rächt vom Aeguator, so wäre er nicht nackt. Die schwarzen Menschen wohnen dort, wo die schwarzen Assen sitzen: die hellen kommen von dort I)cr, wo die hellen Assen vorkommen. Die schwarzen Assen und Menschen haben krauses, die hellen itraffeä Kopfhaar. Wann die Gablung vorgekommen ist, weiß ich nicht." — Das Rätsel des Hallen scheu Kometen scheint nach der Ansicht eines Pariser Gelehrten nach nicht endgültig gelöst zu sein. Oberst Marchand behauptet tm „Gaulois", daß der Hallcysche Komet erst im Augu st sichtbar sein werde. Die Berechnungen der Astronomen seien falsch gewesen, well ihre Voraussetzung das Newtonsche Graoitationsgesetz sei, das nach Marchands Ansicht aus irrigen Vorstellungen beruht, lieber seine eigene Anpassung macht Marchand einige Andeutungen, mit denen sich die Gelehrten zu beschäftigen haben roeroen. Seine ganze Theorie wird er verkünden, wenn das Erscheinen des Hallet)scheu Kometen im August oder September ferne Berechnungen bestätigt. Er hatte am 9. Mai oorausgefagt, dan der Komet am 19. Mai nicht fichtbar sein würde und versichert, daß alle angeblichen Beobachtungen auf Täuschungen zurückzuführen seien. — Was ber Komet nicht alles verbrochen hat. — Ausstellung für Freistunden - Kunst und F r e i st u n d c n - A r b e i l. Im Februar ds. Js. hat in Fran k° furt a. M. eine Arbeiter - Dilettanten - Kunst - Ausstellung statt- gefunben. Das Ausstettungsmaterial, Gemälde, Zeichnungen und plastische Darstellungen, die Arbeiter in ihren Musestunden an- qefertigt haben, ist von Tr. Levenstein ans Berlin im ganzen Deutschen Reiche gesannnelt worben. Sie wurde zuerst in Berlin gezeigt und hat sowohl dort, als aud) in Frankfurt allgemeines Aufsehen erregt. Ter gute Besuch und bas rege Interesse, das sich in allen sozial interessierten Kreisen, msbesonbere and) in der Presie sand, erweckte in den Settern der Franksnrter Volksbildungsarbeit, die die Levenstein'fche Ausstellung veranstaltet hatten, den Gedanken, eine ähnliche Ausstellung lediglich aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet zusalnmenzubringen. Diese neue Ausstellung, die nun voraussichtlich im Herbst dss. Js. zu,lande kommen wird, soll neben künstlerischen Arbeiten auch andere Erzeugnisie bringen, aus dte Personen aus den werktätigen Bolkskreisen nach Feierabend Deutsches Reich. JU der Sitzung des Bundesrats am 2. d. M wurde den Ausschußanrrägen betr. Aenderungcn der Aussührungs- bestimmungen zu den Paragraphen 1 bis 11 des Tabak-« steu cr g e's etzes vom 15. Juli 1907 zugestimmt, ebenso den Ausschußanträgcn zum Entwurf eines c^setzes für — Professor Koch über die Menschwerdung. Nach feiner Meinung über die Herkunft ber Menschen gefragt^ erklärte Koch, der „Tal. Rdsch." zufolge: ,Zch glaube, daß es nur zwei Menschenrassen gibt, ehre hellfarbige und eine bunreh 3um Hirtenbrief öes Papstes. Jin allen Zeitungen außer der Zentrumsprefse macht sich Empörung geltend gegen die Verletzung der (Yefühle Andersdenkender durch den päpstlichen Hirtenbrief. Die Zentral- auskunfts stelle der katholischen Presse verbreitet folgende Ausführungen: Das päpstliche Rundschreiben, das in italienischer Sprache ab- gesaßt ist, tocubet sich an das katholische Volk Italiens und hat in erster Linie die italienischen Reformatoren im Auge, betten Pius X. den heiligen Erzbischof von Mailand Karl Borromäus gegcitübcrftclit. Selbstverständlich sind aber n i ch t a u s s ch l i e ß - I i ch die italienischen Reformatoren gemeint. Wenn man dies vor ?Iugcn behält und bedenkt, daß der Papst keine geschichtliche ober gar kirchenpolitische Abhandlung schreiben wollte, sondern als oberster Hirte und Lehrer vom dogmatischen Standpunkte aus spricht, so erscheinen die Aeußerungen Pins X. über die Reformation und die Reformatoren in einem anderen Licht als die Beleuchtung, die ihnen in einem großen Teil ber akatlwltschen Presse zu Teil wird. Es liegt bekanntltch im Wesen ber katholisckfen Kirche, daß sie dogmatisch intolerant ist. Wenn sie also die Reformation dogmatisch betrachtet, wie das hier der Papst tut, so kann sie dieselbe nur eine Revolution gegen die katholische Glaubens . und Sittenlehre nennen. Das haben übrigens aud) protestantische Schriftsteller wiederholt getan. Eine Beschimpfung her evangelischen Christenheit liegt darin ebensowenig wie z. B. in ber sachlich-historischen Darstellung von ehemaligen oder etwa noch bestehenden Mißständen ober Aergernissen auf latholischer Seite eine Beschimpfung der katholischen Kirche erblickt werden kann. Diese Rechtfertigung der römischen Angriffe wirkt keines- wcgs überzeugend. Auch von ihrem dogmatisch intoleranten Srandpunil aus kann doch die katholrsche Kirche nicht dre Gefühle der Andersgläubigen so schroff verletzen, wenn anders sie nicht eenen Kulturkampf entfesseln will. Solche Gelüste l)at die Zentrumspresse sehr gekränkt bisher öfter ihren Gegnern vorgeworfen. Wir fürchten, der päpstliche Brief wird sehr viel bedauerliche Reibereien Hervorrufen und ferne religiöse Absicht nur sehr unvollkommen verwirilichen. Auch die „Kreuzztg" meint, die Ausführungen der 'katholischen Auskunstsstelle seien „fehi: schwache und üble Ausreden": Hier aber handelt es sich um m o r a l rsche Verunglimpfungen. Will ber Papst, daß ihm die evangelische Kirche durch ihre amtliche Vertretung mit einem Sündenregister der Päpste, des katholischen Klerus und der katholischen Fürsten und Völker antwortet? Oder welchen anderen Zweck haben seine Angriffe? Darauf möge die katholische Presse, die sich die Verbreitung der Enzyllika angelegen sein läßt, eine klare und unzweideutige Antwort geben. Aber davon abgesehen: die ganze gesittete Welt, ob katholisch oder „akatholischwird die Aeußerungen des Papstes als höchst be- bäuerliche Verirrungen des sittlichen Empfindens auffassen. Die „Germania" wendet und dreht sich rn spaltenlangen spitzfindigen Erörterungen, um die stärksten päpstlichen Aus- drücke 'n rechtfertigen. Sie ständen ja in „Gänsefüßchen" und seien Zitate aus Briefen des Apostels Paulus und des Propheten Jesaias. Als ob die Anwendung solcher Zitate auf Männer, die den Andersgläubigen verehrungswurdtg sind, feine Beleidigung bedeutete! Ein halbes Etngejtand- nis liegt in folgenden Worten der „Germania": Man beklage sich doch nicht über „Störung des konfessionellen; Friedens", wenn die Wahrheit gesagt wird. Und wird von der anderen Seite nicht auch der konseNtonelle Friede gdtort, wenn der Evangelische Bund fortroäljrenb ferne Hetze gegen Rom betreibt, und wenn jetzt über den hl. Vater Papst Pius X., ver Verfassung und die Bestimmungen betr. die staatluhc Oberaufsicht über die städtische Verwaltung, erledigt. Nach diesen Artikeln (204 a u. ff.l kann für Gemeinden für mindejbenS 10 000 Einwohnern, einschließlich der aktiven Milttarper- fönen, auf Antrag der Stadtvertretung mit Genehmigung des Ministeriums des Innern die M a g i str ats v e r fa s- sung eingeführt werden Der Magistrat besteht aus dem Bürgermeister, den Beigeordneten und einer Anzahl von besoldeten und unbesoldeten Stadträten und zwar gehören zum Magistrat in Stadtgemeinden bis $u 50 000 Einwohnern ,cchs Stadtxätc, in Städten von 50 000 bis 100000 Einwohnern acht Stadträte und von mehr als 100 000 Einwohnern zehn Stadträte. Durch Ortssatzung können jedoch auch abweichende Festsetzungen Über die Zahl der ^tadt- täte getroffen werden. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung bilden in solchen Städten die Stadtvertrctung. AM drei Jahre scheidet die Hälfte der Stadträte aus dem Magistrat aus und wird durch ordentliche Ergänzungs-y wählen ersetzt. Die Wahlen der Stadträte und, der bc- soldeten Magistratsmitglieder bedürfen der Bestätigung durch das Ministerium. Die Vorschriften über die Tätigkeit der Stadtverordnetenversammlung und ihr Verhältnis zum Magistrat, sowie über die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung und ihre Ausführung sind vom Ausschuß neu gefaßt worden. Es herrschte im Ausschuß das Bestrebest toor, die Magistratsverfassung in eine Form zu bringen, die ihre Einführung in Hessen erleichtern wird. Tie Regierung hat den früheren Ausschuß- anträgen in der neuen Vorlage fast überall stattgegebew und der Ausschuß hat neue Vorschriften hinzugefügt, welche die Möglichkeit der Wiedereinführung des Bürgermeisteramts auch nach der Einrichtung des Magistrats gewährleisten sollen. Die Vorschriften über die staatliche Oberaufsicht' üjbcr die städtische Verwaltung find vom Ausschuß ebenfalls sehr eingehend bearbeitet worden. Namentlich haben die Bestimmungen über die Genehmigungspflicht der Akte und Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung eine wesentliche Abänderung erfahren. Der Ausschuß befolgte dabei die Absicht, die Se l b st v e r w a l t n n g zu starken und nur zu den wirklich bedeutungsvollen Akten das Erfordernis einer staatlichen Genehmigung zuzulassen. Am nächsten Mittwoch wird der Ausschuß eine weitere Sitzung abhalten, in der noch zu mehreren Punkten, wie die Provorrionalwahl und die Bestätigungsfrage, Stellung, genommen werden soll. Dann wird eine gemeinsame Sitzung mit der Regierung statt finden, in welcher die noch streitigen, vorerst Kurückgestellten Punkte erledigt werden dürften und dann wird der Ausschußberichterstatter, Abg. Dr. G l ä s s i n g, seinen umfangreichen schriftlichen Bericht fertig stellen. — An die Erledigung der Städteordnung soll sich die Schlußberatung und Abstimmung über die Landgemeindeordnung im Ausschuß unmittelbar anschließen. Beide Gesetzentwürfe können alsdann gleich noch in einer frühzeitigen H e r b st t a g u n g vom Plenum der Zweiten Kammer in Beratung genommen und verabschiedet werden. und am Sonntag zu ihrem Vergnügen Geduld und Ausdarler verwendet haben. 'Gedacht ist insbefondere auch an literarifche und misienschaflliche Arbeiten, an Sammlungen künstlerischer, historischer und naturwlsfenschaftllcher Gegenstände usw. Was sich nicht unmittelbar ausstellen läßt, soll auf photographischem Wege gezeigt werden. Auch Frauen als Aussteller sind erwünscht. Ausgeschlosien- sind Arbeiten, die zu gewerblichen ober hauswirlschastlichen Zwecken augelerngt sind. Die Ausstellung soll zeigen, was in unserer Gegend von 9(rbettem geleistet wird, um in ihre Freistunden Freude und ein höheres Interesse zu dringen. Sie soll denen, die vielleicht nach harter Tagesarbeit nur mühsam die Zeit finden, sich eine eigne Welt auszubauen, Gelegenheit geben, die Ergebnisse ihrer Arbeit einmal Fernerstehenden zu zeigen. Die Ausstellung soll keine Kunst- Ausstellung sein; es handelt sich nicht um das Ausfinden unerkannter Talente, sondern um ein Bild des in u n s e^r e m Volke allgemein verbreiteten Wirkens und Strebens. — Die Zahl der Analphabeten. Ein schwedischer Gelehrter hat über die Zahl der Analphabeten, die jedes tränt* zählt, genaue Forschungen gemacht. ,Die gesammelten statisticheu, Taten", so lieft man im „Movimento Magistrale", „können Italien, zum Tröste gereichen". Während sich nämlich in Italien die Zahl der Analphabeten aus 31,3 v. H. beläuft, zälstt Bulgarien 53 v. H. Analphabeten, Serbien und Rußland je 62 v. Y., Portugal 60 v. H., Rumänien 75 o. H. Und nun zu den Nationen, die an der Spitze der Kultur marschieren: das Deutsche Reich mit nur 0,05 v. H. Analphabeten, Schweden mit 0,01 v. H., die Schweiz^ mit 0,1 v. H., Dänemark mit 0,2 v. H., England mit 1 v. ö., die Niederlande mit 2,1 v. H., Frankreich mit 2 v. H., Italien fommt/ nach Oesterreich-Ungarn und auch nach Griechenland, das 30 v. H. Analphabeten zählt. Andere statistische Untersuchungen des Gelehrten betreffen den Schulbesuch in denselben europäischen Staaten, und es ergibt sich aus seinen Berechmmgen, daß insgesamt 50 v. H.' der schulpflichtigen Kinder (vorn 6. bis zum 15. Lebensjahre) regelmäßig die Schule besuchen. Für den Volksunterricht gibt Europa im ganzen zwei Milliarden Kronen aus: aus Rußland entfällt davon nur ein Zwanzigstel, auf Deutschland ein Drittel, auf England ein Viertel, auf Frankreich ein Achtel, auf Oesterreich ein Zehntel. Europa hat endlich 465 451 Schulen, 1 050 634 Schullehrer und 41 281691 Schüler — ein wahres Heer, das ständig noch wächst. — Eine neue Wibukinbhanbfchrift. Mim schreibt ber F. Z.: Aus Londoner Privatbefitz stammend, ist int Dezember vorigen Jahves in London eine bisher unbekannte Ueberlieferuitg der „Drei Bücher sächsischer Geschichte" des Chronisten Widukind von E o r v e v , des Hauvtgeschichtsschreibers Heinrichs I. und Ottos des Großen, verjtetgert unö von der Kgl. Bibliothek zu B e r l i n erworben worden. Die tm 13. Jahr, Nr. 127 Erstes Blatt Der Gießener Anzeiger dB erscheint täglich, außer W ▼ MGMener Anzeiger wirtschaftlicheSeitftagen ^8NT U U? V V V NI V W V Chefredakteur:A.Goetz. SäS _ V 5S8ÄS3 General-Anzeiger für Oberhe en MM Annahme van Anzeigen v . faal": E. Heß: für den für die Tagesnummer RotationL-rnS «n- Verlag -er Vrübl'schen Untv.-Vuch- und Zteindruckeret R. Lange. Redattion, Expedition und ornaerel: Zchulstrane 7. Anzeigenteil: H. Beck, bis vormittags 9 Uhr. * iii^MTinnwirT—~* leritig erschöpft smd, in verleiht Ihnen bl» 174770 mt-Nervemvftem, heb! Appetit, oerschwib: chlen. ’50, sowie in ’/«Stier t, wo nicht oorrätz otljefcr C<. Sicman?' hvU:, je 10 W er Brauhaus Spuck ‘ 38 2M2 t separat. Gastzmmer 5 vorzüglich gebraute ebener Art) innter Güte. tfr Achtmrg' tien» zarten ak Wusburg ’■ -Apfeli'"^ 70 « 80 . d'M- >SSi icn (3026 er Reimer Str. 42 ■ Wr Garten - ^'oupsun^. ’ert: 19360 M.. Un9: 2000b M $lc8aer 'sc äimfodegflt, A Uhr i„ El saß-Loth ringen betr. die Abänderung des Spar- 1 as s e n g e s etz e s vom 14. Juli 1896. Der „Reichsanzeiger" meldet: Auf Einladung und unter der Leitung des Reich s-Eisenbcll>namtS begannen die kommissarischen Beratungen der an dem Eisenbahnwesen beteiligten Bundesregierungen über hjcitcre Sicherungs- Maßnahmen für den Zugverkehr. Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis erhielten bei der Reichstagsersatzmahl im Wahlkreise Landshut-Bolkenhain-Jauer Proll (Soz.) 6483, Büchtcmann (fortschr. Vp.) 6429, Stroßer (kons.) 3878, Herschel (Zentr.) 3823 Stimmen. Zersplittert sind zwei Stimmen. Die Blätter melden aus Berlin: Zur Aussperrung im Baugewerbe verlautet, das; die Einigung über einzelne Bedingungen großen Schwierigkeiten begegnet. Bor völligem Abschluß aller Verträge fei an eine Aufhebung der Aussperrung nicht zu denken. Aus Berlin wird gemeldet: Daß eine Erhöhung der Zivilliste geplant ist, wird allgemein zugegeben. Nach der „Voss. Zig.'" soll die Erhöhung nicht schon in diesem Jahre oder noch vor Schluß der Landtagssession in den nächsten Tagen durchgeführt werden, sondern vermutlich erst im kommenden Jahre. Nach dem „Vorwärts"" hätten die Vertreter der bürgerlichen Parteien beschlossen, der Einsetzung von 2i/2 Millionen Mark als Zuschuß für die Königlichen Theater Auzuftimmen. Aus P e k i n g wird gemeldet: Sä m t l ich c Gesandtschaften erhielten anonyme Zuschriften, wie man vermutet, von der revolutionären Partei in Schanghai. In den Zuschriften l/eißt es, daß ein großer a n t i - d y n a st i- s ch er Aufstand bevorstehe. Wenn sie nicht die Mandschus unterstützten, sollte den Ausländern lein Leid zugefügt werden, im anderen Falle sollten sie in dem allgemeinen Gemetzel um kommen. Die Zuschriften wurden in geheimnisvoller Weise zugcstellt und trugen veraltete Briefmarren. Angesichts ähnlicher Briefe, die die Konsuln in ilianking kürzlich erhielten, macht sich, eine allgemeine Be- unruhigung bemerkbar.______________ ArrsLano. Aus A m st e r d a m wird gemeldet: Die Königin begab sich am 1. d. M. in Begleitung des Prinzgemahls zur Werft der Mederlärrdischen Schiffsbaugesellschaft, und taufte dort ein neues Schrff, das größte, welches bisher "in Holland erbaut wurde, auf den Namen „Prinzessin Juliana". Abends wohnte die Königliche Familie einer Galavorstellung im Theater bei. Der französische Marineminister erklärte einem Berichterstatter, daß die französischen Unterseeboote seit ihrem Bestehen 30050Tauch Übungen vor- genommcn haben, bei denen im ganzen drei Unfälle vorge- tommen seien. Nach dem Bericht eines Marineoffiziers sollen die mit der Hebung des „Plnviose" beschäftigten Taucher festgestellt l-aben, daß die Deckklappe ungefähr ein Drittel abgeschraubt war. Man zieht daraus den Schluß, daß die Atannschaft des Unterseebootes versucht hat, sich durch diese Oeffnung zu retten. Aus Washington wird gemeldet: Tie Baltimore and Ohio-Bahngesellschaft .hat eine Erhöhung der Tarifsatze für Waren jür den Transport von Ch t c a g 0 nach Newyork angemeldet. " Aus Washington berichtet man: Das Komitee des Repräsentantenhauses für auswärtige Angelegenheiten erstattete einen günstigen Bericht über die Gesetzesvorlage, welche die Bildung eines Fr iedcnskomite.es vorsieht. Das Komitee soll d-ie fremden Hauptstädte besuchen im Interesse der Beschränkung der Rüstungen und der Erhaltung des internationalen Friedens. Dem Vernehmen nach gab Taft seine Bereitwilltgtcit zu erkennen, Roosevelt zum Vorsitzenden des Komitees zu ernennen, wenn beide Häuser der Gesetzesvorlage zustimmen sollten, wie jetzt als wahrscheinlich angenommen wird. Aus Stadt und Lund. Gießen, 3. Juni 1910. • • In der nächsten Schwurgerichtsperiode kommen nachstehende Fülle zur Verhandlung: 1. Montag, 6. Juni, vormittags 9% Uhr: G?meinderechner Peter Götz von Schlechtenwegen wegen Verbrechens im Amte; die Anklage vertritt GerichtSasscssor Neuroth und die Verteidigung führt Justizrat Katz. 2. Dienstag, 7. Juni, vormittags 81/, Uhr: Taglöhner Peter Müller von Hühnlein, Strafgefangener im Landeszuchthaus Marienschloß, wegen Mord- vcrsuchZ; Anklagevertreter: Staatsanwalt Trümpcrt, Verteidiger: Rechtsanwalt Dr. Jung. 3. Mittwoch, 8. Juni, vormittags 8*/, Uhr: Franz MatuszewSki Ehefrau, Tag- löhnerin in Gießen, wegen Meineides. Anklagevertreter: Oberstaatsanwalt Lang, Verteidiger: Rechtsanwalt Arnold. * * Von der Stadtkasse. Mit ber Anstellung des seitherigen Oktroiinspettors Mäser als Stadtrechner hat hundert geschriebene Handschrift war, wie ein teilweise in allerdings nicht zu dculcudcr Geheimschrift auf dem Schlußblatte eingetragener Vermerk besagt, im Beginn des 15. Jahrhunderts im Besitze des bctannlen Abtes Johann von Trittenyeini. Das Auftreten neuer Uebcrlleferungen zu den wichtigsten historiographischen Quellen des ältesten deutschen Mittelalters ist nachgerade so selten geworden, daß der neue Fund und seine Sicherung für Deutschland freudig zu begrüßen ist. Im letzten Hefte des neuen Archivs für ältere dentsck>c Geschichtskundc macht O. Holder- Egger über die Hairdschrift und tl>re Bedeutung eingehende Mitteilungen. Gibt )tc uns auch sachlich keine neuen Aufklärungen, da sie zu der durch die Montecassineser Handschrift vertretenen Klasse zu rechnen ist, so fatut sic doch stellenweise zur Verbesserung und Sicherstellung des Textes dienen. Gerade aus englischenr Privatbcsitz sind vielleicht noch .am ehesten weitere Zünde dieser Art zu erhoffen. — Die drahtlosen Zeitsignale vom Eiffelturm sind 8 um ersten Male am 23. Mai um Mitternacht auf den Ozean hinausgesandt worden. Das Unternehmen beruht auf einem Plane, dessen Seele der Pariser Gelehrte Bouquet de la Grye gewesen ist. Der Zweck ist ein doppelter, nämlich einmal die llebcrmittlmig genauer Zeiten an Ozeandampfer während ihrer Fahrt auf der hohen See mrd zweitens die Ausführung von Sängcnbeftimmungen; beides steht freilich in inniger Beziehung zueinander. Außerdem soll noch eine entsprechende Warte auf dem Gipfel des Pik von Teneriffa errichtet werden, um bie Tätigkeit dcS Eiffelturms zu unterstützen und zu ergänzen. ' Zu der bezeichneten Stutcde ist also zum erstenmal genaue Pariser .Zeit durch drahtlose Telegraphie an alle mit Empfangsapparaten für dies Verkehrsmittel audgerüfteten Warten und Schiffe innerhalb eines Umkreises bau 4000 bis 5000 Kilometern verkündet .worden. Das benutzte System wirkt selbsttätig, indcnl ein Zeichen des Atprfe Mphabets zuerst um Mitternacht, dann zwei Minuten und cnwtd) vier Minuten danach in den Raum hinaus gefanbt wirch Wie groß diese unmittelbar praktische Bedeutung dieser Eiffelturmsignalc ist, muß erst der Versuch zeige». — Kurze Nachrichten aus Kunst ».Wissenschaft. DerDrrcktorposlcii des Leipziger Sladttheaters ist öffentlich ausgeschrieben worden. die neneOrganisationunsererStadtkasse ihren Abschluß gesundem Dne Ortssatzung über die Einrichtung des Kassewesens der Bürgermeisterei hat die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung gesunden. Sie bedarf noch der Genehmigung des Ministeriums des Innern, au dessen Zustimmung nicht zu zweifeln ist. Die Aufgabe des Stadtrechners besteht darin, die Dienstführung der Beamten und Bediensteten der Städtkassc zu überwachet und Unregelmäßigkeiten sofort zur Kenntnts der Bürgermeisterei zu bringen. Er itt für die Stellung der Rechnung und ihre Richtigkeit, für die Führung der Handbücher und die Aufbewahrung der Belege sowie für die Beitreibung verantwortlich und hastet nach Art. 84 der Städteordnung für Zahlungen, die entgegen den bestehenden Vorschriften ge- leistet werden. Die Führung der Hauptkasse und eines in mehreren Teilen zu sichrenden Tagebuchs und der erforderlichen Hilfstagebücher ist einem besonderen Beamten übertragen, der diese Arbeiten nach den Bestimmungen der Dienstanweisung für die Gemeindceinnehmer usw. unter eigener Verantwortung auszusühren hat. Es ist dem Kassierer verboten, neben den städtischen Kassen noch eine andere Kasse zu führen. Die Führung der Handbücher, die Rechnungsstellung und die Beitreibung sind der Buchhaltung der Kasse übertragen. Zur Entlastung der Haupttasse ist für die Vereinnahmung von Gemeindesteuern, Kanal gebüh- reit, Beiträgen zur land- und forstwirtschaftlichen Berufs- genossenschaft und zur Landwirtschaststammer eine besondere Erhebestelle eingerichtet und diese einem selbständigen Erheber unter eigener Verantwortung übertragen. Dem Erheber wird ein Gegenbuchführer bcigegebcn. Die Haupt- lasse, die während des Tages nur dem Kassierer £ur Verfügung steht, ist jeden Abend, nachdem ihr Bestand fest- gestellt ist, unter gemeinschaftlichem Verschluß des Stadtrechners und des Kassierers zu nehmen. 'Der unter Verschluß genommene Kässenbestaird ist täglich in einer Aufstellung nachzuweisen, die die einzelnen Münzsorten enthalten und von beiden Beamten unterschrieben jein muß. Der Stadtrechner, der Kassierer, der Erheber und der Gegen- buchführcr müssen in jedem Jahre zu einem von der Bürgermeisterei bestimmten Zeitpunkt und für eine von ihr bestimmte Zeit von ihren Obliegenheiten zurücktreten und werden inzwischen durch ernannte .Vertreter ersetzt. Aus einen Beamten, der im Jähre einen 14tägigen Urlaub genommen hatte, kommen diese Bcsttmmungen in dem betreffenden Jähre nicht in Anwendung. Durch diese Organisation des Kässenwesens ist nach Möglichkett dafür gesorgt, daß Irrtümer und Unregelmäßigkeiten vermieden werden. * * Das 1. Abonnements-Konzert unserer Militärka,peNc hatte gestern abend sehr zahlreiche Zuhörer in den Garten des Neuen Saalbaues gelockt. Man sah das gewohnte Bild: die studentischen Verbindungen an langen Tischen, cm der Peripherie gruppierte sich das übrige Publikum. Das Wetter^, das vorher etwas gewitterdrohend ausgesehen hatte, blieb prächtig, und dieser erste musikalische Sommerabend verlief schön. Obermuftkmeister Löbcr hat seine Kapelle wohl einstudiert, und auch die schwierigeren Teile seines unterhattend ausgesuchten Spielplanes, z. B. die Phantasie aus der Oper „Faust" und die Ouvertüre zu „Wilhelm Teil'", wurden flott und sicher gespielt. Hauptsächlich fesselten noch Tonbilder aus ^,Siegftäcd" und die Einleitung zur Oper „Loreley". Daneben zeigte die Jn- fanterietäpell.e in leichten, graziösen Klängen, flotten Märschen, ihr rechtes Können. Eine besondere Anziehungskraft hatte der Gast des Abends, der bekannte Darmstädter Virtuose Herr L. Kümmel, ausgeübt; fein „Cornet a Pistons" meisterte Töne von ungewöhnlick)er Reinheit und Schönheit. Er gab u. a. sein eigenes Polkasolo „Pistonetta" zum Besten und erttzückte darauf wieder durch den weichen Schmelz sentimentaler Lieder. v* Schulausflüge. Die Frühjahrsausflüge der Schüler des Realgymnasiunts und der Oberrealschule fanden gestern statt. Während die obersten Klassen mehrtägige Ausflüge in weitere Gegenden unternahmen, machten die übrigen Klassen TageStouren ins Lahntal, den Vogelsberg, Taunus, Homburg, Braunfels, Weilbiug, Biedenkopf, Westerwald usw. * * Wohlfahrtspostkarten. Das Patronat der Großh. Zentrale für Säuglings- und Mutterschutz in Hessen bittet uns darauf aufmerksam zu machen, daß die Wohlfcchrtsposttarten des Patronats mit dem Bildnis des Großherzogs, der Großherzogin und der Großherzvglichen Prinzen nunmehr in sämtlichen Post- tartcnbanblungen zu haben sind. Der Ertrag dieser Postkarten wird zum Besten der Säuglings- und Mutterfürsorge in ganz Hessen verwendet. * * Zum Schreibgehilfen wurde Wilh. Hönig aus Lehnheim bei dem Finanzamt Gießen ernannt. * * Gießener V 0 lksbad. Jin 'M a i d. Js. wurden 11 384 Bäder verabreicht gegen 9072 im April 1910 und 12 212 im Mai 1909 oder im Durchschnitt täglich 367 Bäder gegen 302 im April 1910 und 394 im Mai 1909. Der Besuch hat sich im einzelnen wie folgt verteilt: Schwimmbad: 4523 Männer, darunter 1076 zu 10 Pfg., „ 1174 Frauen, , 231 „ 10 „ Wannenbäder 1. Klasse 273 Männer, 95 Frauen, „ 2. „ 968 „ 622 Brausebäder 1. Klasse 1248 Männer, 380 Frauen, „ 2. „ 1460 „ 504 „ Dampf- u. Heißlustbäder, sowie Massage zus. 112 Männer, 25 Frauen Die Perfonenwage wurde von 240 Personen benutzt und das Bad von 3 Personen "besichtigt. • * Oessentliche Lesehalle. Im M a i wurden 2032 Bände ausgeliehen. Davon fommen auf erzählende Literatur 988, Zeitschristen 332, Jugeudschriflen 230, Pers- dichtungen und Tranten 33, Literaturgeschichte 33, Länder- und Pöikerkunde 46, Kulturgeschichte 19, Geschichte und Biographien 95, Kunstgeschichte 21, Naturwissenschaft und Technologie 101, Heer- und Seewesen 31, HauS-- und Landwirtschaft 19, Gesundheitslehre 24, Religion und Philosophie 15, Staatswissenschaft 13, Sprachwissenschaft 10, Fremdsvrachltches 22 Bände. Nach auswärts kamen 74 Bände. • • Erfolge der Wetterauer Ziegenzucht. Auf der Ausstellung in Hamburg hat, wie uns von dort geschrieben wird, der Kreisziegenzuchtverein Friedberg von allen Ziegenzüchteroereinen am besten abgeschnttten. Auf 10 ausgestellte Tiere fallen 7 Preise, worunter für jüngere Böcke die Gemeinde Rod he im v. d. H. einen la Preis, für jüngere Ziegen Konrad Adami in Nieder- Weisel einen la Preis und für ältere Ziegen Heinrich Winter in Nieder-Weisel ebenfalls einen la Preis erhielten. Auch der große Sammlungspreis wird hauptsächlich Friedberg zufallen. • • D ie Ma ul- und Klauenseuche ist erloschen im Schlachtviehhofe zu Chemnitz am 1. Juni. L. Friedberg, 2. Juni. Am 9. Juni wird es ein Jahr, daß unser hiesiges Städtisches Schwimmbad eröffnet wurde. Nach dem (Yeschäftsberichtc, der sich vom 1. Juni 1909 bis 1. April 1910, also auf 10 Monate erstreckt, kann man den (Hescbäftsvctrieb als gut bezeichnen. Die Hinnahmen beliefen sich in den 10 Monaten ans 18812.52 Mark, denen 14 763.08 Ml. Ausgaben gcgenüberstanden, mithin ein Gewinn von 4048.74 Mt. Die Zahl der abgegebenen Bader belief sich auf 67 222. Schwimmbäder wurden gegeben an Herren 31900 und an Damen 17 957. Die Zahl der Volksläider an Herren betrug 3904, an Frauen 499. Hier ist ein wunder Punkt. Durchschnittlich.wurden täglich 227 Bader verabreicht. Arbeitertreise sollten unsere Volks- bäder mehr benutzen, da es doch in unserer Stadt an sonstiger Gelegenheit zum Baden fehlt. DaS Grundstücks- Konto des Schwimmbades beläuft sich auf 28000 Mk., das Gebäude-Konto auf 132000 Mk. und das Maschinen-Konto auf 35000 Mk. A Friedberg, 2. Juni. DaS 4. Jahresfest der Wetterauer Kirchengesangvereine findet am 5. Juni hier statt. Im Festgottesdienst in der Stadtkirche wirken aus den Bundesveremen etwa 400 Sänger mit. Dekan Orth- Nieder-Wöllstadt hält die Festpredigt. Die Nachfeier wird in Steinhäusecs Felsenkeller abgehalten. X Bad-Nauheim, 2. Juni. Der in den neuen Kolonnaden befindliche Kunstpavillon, der sich aus vier Räumen mit Seitenlicht und Oberlichtsaal zusammensetzt, wurde an den Kunsthändler Banger- Wiesbaden verpachtet Herr Banger, ein geborener Darmstädter, eröffnet hier eine Kunstgewerbe-Ausstellung, in der hauptsächllch die neue hessische Kunst zur Geltung komnten soll. — Das Militär- kurhaus ist gegenwärtig mit der höchstmöglichen Ziffer belegt: mit 10 Offizieren und 50 Mannschaften (zumeist invalide, nur wenige aktive Soldaten). Seit diesem Frühjahr untersteht die Anstalt der Leitung eines aktiven Oberstabsarztes. — Heute abend gabs auf der Terrasie die erste Lampionbeleuchtung in dieser Saison. Die sorgfältig vorbereitete Veranstaltung hatte leider etwas unter dem plötzlichen Witterungswechsel zu leiden. — Bad Salzhausen, 2. Juni. Bis Ende Mai sind 92 Kurgäste angekommen. Im Monat Mai wurden 587 Bäder abgegeben, darunter 64 Freibäder. w. Frankfurt, 2. Juni. Unter Mitwirkung der Deutschen Bank, Filiale Frankfurt, ist unter der Firma „Terrain-Aktiengesellschaft Holzhausenparr"" in Hannover eine Aktiengesellschaft mit dem Sitz in Frankfurt a. M. und einem Kapital von ztvei Millionen Mark gegründet worden, die den Erwerb, die Verwaltung und die Verwertung des den Erben des Freiherrn Georg von Holzl>ausen gehörigen, im Nordend-Wohu- viertel von Frankfurt gelegenen Holzhausenparts zum Gegenstände hat. Die Erben des Freiherrn Georg v. Holzhausen erhalten als Entgelt für die Einbringung des Geländes den größten Teil der Aktien des Unternehmens, sowie einen Barbetrag in Höhe von rund zwei Milliotren Mark. Es ist beabsichtigt, einen erheblichen Teil des Holzhausenparks einschließlich des alten' Holzhausenschen Herrensitzes unentgeltlich zwecks Erl)altuiig als öfsenttiche Anlage an die Stadt abzutreten. Der erste Vorstand der Gesellschaft wird gebildet aus Architekt Gustav Günther und Gerichtsassessor Dr. Bowl. ** Kleine Mitteilung en aus Hessen und den Nachbarstaaten. ZwisckMr den beiden nördlichsten Orten des Kreises Alsfeld, Ruhlkirchen und B e r n s b u r g , wird eine neue Kreis st raße erbaut. — Tas Buudesfest des Wetterauer Sängerbundes findet am 12. Juni in Setten au statt. — In Klein-Karben wurde der seitherige verdiente Bürgermeister Neuhardt mit 183 Stimmen einstimmig wiedcrgewählt. <9crid?tdfaaL w. Leipzig, 2. Juni. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Schlossers Ernst Loose und sieben Ivefterev Angeklagten, die am 16. Februar vom Schwurgericht in Hallo wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Beleidigung, begangen bei Gelegenheit des M ansfelder Bergarbeiter-, S t r e i k s, zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt ivorden waren. Lustschiffahrt. London, 2. Juni. -per englische Flieger Rolls flog, heute von Dover über den K. anal und kreiste über S a n g a 11 c westlich von Calais. London, 2. Juni. Rolls kehrte, ohne zu landen, pm, 8 Uhr 5 Min. nach Dover zurück. vermöjchtes. * Nicht gut Kirschen esse n. „Hier ist nicht gut Kirschen essen", oder „mit dem ist nicht gut Kirschen essen", das sind bekannte Redensatten, über deren Ursprung ettvas zu erfahren von Interesse ist. Sie ist uralt unb stammt bereits aus dem 13. Jahrhundert. Zu Ende dieses Jadrhunderts besaß das Schloß Hirschstein der Bischof Witigo 1. von Maßen, ein geborener Graf von Camenz. Dieser hatte den Markgrafen von Meißen- Friedrich Tutha oder Tente, d. h. der Stammelnde genannt, aus tödlichem Hasse, weil er ihn in einer Fehde besiegt, auf Schloß Hirschstein zur Jagd geladen und hier mit Kirschen, die vergiftet» iuaren und die jener zur Löschung seines Durstes 0erlangt hatte, aus der Welt geschafft. Im Volke bildete sich damals jene Redens« art heran, die sich bis heute lebendig erhalten hat. Alleine SaitCvaifouiL Im Atter von 70 Jähren starb der Erbauer der Pi- latusbahn, der auch am Bau des Simpion-Tunnels hervor-» ragenb beteiligt gewesene Ingenieur Lo che r - Fr e u d e r in Zürich. In mehreren Gemeindeschulen und in einer höheren Schule des 9tordens von Berlin sind 50 Kinder, fast ausnahmslos Knaben, an einer Haarkrankheit erkrankt, die sich äljn- lich äußert wie die im April 1908 in Schöneberg ausgeb rochen^ Seuche. Der vor fünf Jahren an dem Dienstmädchen K 0 nradd in Lichtenberg verübte Mord ist nun aufgeklärt worden. Dir Frau des Gättnereibesitzers Weber bei der das umgebrachte SDtäbdjcn in Dienst war, soll gestern auf dem Sterbebette das Geständnis abgelegt haben, daß sie das Aiädchen in der dtacht zum 29. Januar 1905 erschlug. In B och u m - E h r e n f e 10 hat sich die Eheftau des Bäckermeisters Nüsse aus Verzweiflung darüber, daß für einen auf 600 Mark lautenden Wechsel keine Deckung vorhanden war, mit ihren beiden Kindern ertränkt. Als der Ehemann davon hotte, erhängte er sich. Während eines Zeitigen Gewitters, das heute nachmittag mederging und großen Schaden anrichtete, traf der Blitz ein auf der Hamburger Binnenalster fahrendes Boot und tötete beide Insassen. Das ganze Dorf Altschlawe soll seit gestern in Flammen! stehen. In einem Steinbruck) der Union Boston Zementwerke in Devlls Slide, nick)t weit von Ogden, sand gestern eine Ex^ p l 0 s i 0 n durch vorzeitige Entzündung von Dynamitpatronen statt. Zwanzig Arbeiter wurden getötet, eine Anzahl anderer schwer verletzt. 3n dem Stein* brud) sind größtenteils grieckzische und fapanische Arbeiter tätig. Im Keller eines Hauses in Przemysl in Galizien, in dem sich eine Pulverniederlage befand, ereignete sich eine Explosion. Das Haus ist eingcftür81. Mehrere Nackwar- Häuser mürben sehr stark beschädigt. Eine Person ist t 0 t. Zwei Knaben werden vermißt. Mehr als zehn Personen wurden durch Glassplitter verletzt, andere Personen vermißt. Auf der New Yorker Untergrundbahn ereignete sich an der Station Mott Avenue ein leichter Z n s amm ensto ß zweier Züge, der an und für sich ohne große Bedeutung war. Als jedoch der augcranute Wagen Feuer fing und der Tunnel sich mit Rauch füllte, entstand eine furchtbare Aufregung, (ftwa h u n d e r t P e r s o n e n mürben b c w nßtl 0 s fortgetragen doch sind anscheinend Menschenleben nicht verloren gegangen. crcins wird Bilanz am 31. Dezember 1909 Brill. B’/al 1. 968 559.84 Amtliche BttSMtimchiiWkl! Her Stadt Sieben 669 688.06 9 835.— 185 927.59 ä Lit. Lit. H 18 389.75 84.75 4. 5. Reingewinn offen. ohne jii landen, um (3311 [B’/f inachen zu lassen. nine im Sclnvachstromwesen erwünscht. (B8/* len Stellen fern au halten. (BV. m .immer, immer. Art werden in kürzester Zeit ausgeführt 3 500.— 5 381.38 Rouleauxstoffe Küchengardinen Galerieborden Galerieteisten HOizrosetten Holzqnasten Vorhanghalier 100 917.92 27 022.74 1 228.18 20 796.73 Während 1909 gingen ab . . Daher Stand der Mitglicderzahl Die Rechnung liegt acht Tage Der Vorstand (5. Schwalm Rechner Letzte Neuheiten in Arbeiten Kelim 5pann-5tich Mille fleurs nach altem Porzellan Kreuz-Stich L. Frank III. Direktor H. Rohrbach IV. Kontrolleur in bunten Schattierungen Moderne Leinen-Arbeiten talicn a) gegen Obligationen b) gegen Bürgschaft . . c) Güterkaufgelder . . 2. Kaffenvorrat 3. Vorlagen . 4. Ausstände . 5. Mobilien 94.16 10% Ab- schreib. 9.41 1. Aufgcn. Kapitalien . . 2. Geschäftsguthaben der Mitglieder . . 3. Reservefonds 17 637.65 Hand-Arbeiten aller Zeichnungen Stickereien Man besichtige unsere Auswahl ohne Kaufzwang. A. Salomon &C± In dem „Eingesandt" des Hausherrn in Nr. 126 Ihres ge- en Rabatt- hicfigen RathauSsaalc. Tagesordnung: 1. Rechnungsablagc pro 1909. 2. Ergänzung des Aufsichtsrats. 3. Verteilung des Reingewinns. 4. Verschiedenes. Für den Aufsichtsrat: H. Schmidt VI. bringen devr Rabattsvarvercinswescn sölLerlichrs Verständnis ml gegen, so crblkft bic berufenftc Vertretung des Handel sstandss „der deutsche Handelstag" in den gemeinnützigen Rabattsparvereinen ein Mittel, das Prinzip der Barzahlung zu unterstützen und soivohl hierdurch als auch durch den Zusammenschluß der Tetail- listen den Kleinhandel zu fördern und seine Lebensfähigkeit zu stärken. Die Belwuptung der Gegner, bar die Höbe des Rabatt satzes einfach nritfalfuticrt werde, ist nicht zutreffend, da doch dem gebrauten Opfer stnch Vorteile gegenüberstehen, und zwar durch den erhöhten Barumsatz, Beseitigung des Zugabewejens und Abschaffung der früheren Rabattverwilderung, gaiiz besonders aber durch die Beseitigung des Sonderrabattunwesens an Mitglieder einzelner Vereine, eine das Licht des Tages sclwuende und den größten Teil der barzahlenden Kundschaft schwer säMigende Unsitte. Wir zweifeln nicht daran, daß die Einrichtung sich immer mehr Freunde erwerben und zur Gesundung des reellen Handels beitragen wird. Der Ausschuß der Rabatt-Sparvereinigung. sgericht verwais s c uni) sieben weitere ttirourgerW in fyßi unb Sckibiginig, k- r Bergarbeiter* .urteilt worden wann. Hierauf können wir mit gutem Gewissen antworten, daß das System der Unterstützung durch öffentliche Lobpreisungen nicht bedarf, im Gegenteil sich ausgezeichnet bewährt und weiter ent- wiclelt. Gatt,; ungerechtfertigt ist es aber, von einem Ravatt- schwindel zu sprechen, die Gewährung von Rabatt an den Käufer einer Ware entspricht uralten Geschäftsgewvhnheiten mit) namentlich dann, wenn es sich um die Gewährung von Votteilen für geleistete Barzahlung handelt. Grose volkswirtsch/aftliche Verbände Flieger NolU Ilog teilte übnSangattc Genosien auf dem Bureau des Rechners Lollar, den 2. Juni 1910. Lingesanor. (^ür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) a 'S Passiva. JL MriginaL-DrahtmelSungen. Paris, 3. Juni. Der Londoner Korrespondent deS ,Matin" will von einem höheren Diplomaten erfahren haben, daß die vier Schutzmächte eine Proklamation an die kretische Regierung und die Bevölkerung gerichtet haben, in der sie auffordern, die muselmanischen Abgeordneten zur Teilnahme an der Nationalversammlung zuzulassen und die muselmanischen Beamten nicht in ihrer Tätigkeit zu hindern. Falls diese Proklamation keinen Erfolg hat, wollen die Schutzmächte wirksame Maßnahmen ergreifen, um ihre Forderungen dnrchjliführen. 2000 PÄ. 1000 „ •>00 „ 300 „ 200 „ Submission auf Grassameu. Die gesamte diesjährige Grassamenernte soll ans dem Sub‘ minionöiDcge vergeben werden. Reflektanten belieben ihre Gebote biß Aum 13. ds. MS. mit entsprechender Aufschi i t versehen hierher einzureichen, woselbst bereit Eröffnung um 10 Uhr norm. ftatifinbcL Nähere Auskunft erteilt der Unterzeichnete. Von hort, den 2. Juni 1910. Freih. Oberförsteret Rabenau. Elektrotechniker. Im slädlischen Elektrizitätswerk ist alSbald die Stelle eines Elektrotechnikers zu besetzen. Bewerber mit Ersahrungen in* JnstallationSwesen, Zählerwesen und Kabelnetzunterhaltung für Hoch und Niederspannung wollen ihre Meldung unter Angabe der Gedaltsansvräche und Beifügung von Lebenslaus und Zeugnisabschriften alsbald bei der Bürgermeisterei Gießen einreichen. Kennt- Nattenvertilgung. oit der Zeit vom 6. bis 11. ds. Mts. sollen die Rallen in bett slädlischen Kanälen und Wasserläusen durch Gift vertilgt werden. Die Befitzer von Hausgrundstücken int Stadtgebiet werden aufge fordert, für gleichzeitige Vertilgung der Ratten auf ihren Grund stücken zu sorgen. Haustiere, Gestügel pp. sind von den gefährde Sämtliche Zubehörteile Rflarktstrasse 8 Telephon 496 Stadt. Wohnuttgsnachweis Gießen, Asterweg 9. Es und zu vermieten: 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 3 Wohnungen von 7 Zimmers, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 6—7 Zimmers, 5 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4 Zimmern und 2 Kammern, 1 Wohnung von 4 Zimmern u. Badezimmer, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, Generalversammlung Freitag den 10. Jnni 1910, abends 81/, Uhr, im Zuwendung aus dem Rein- gew. pro 1908 752.10 Spezial- reserve- fonds 2 000.— Zuwendung aus dem Rein- gew. pro 1908 1 500.— Aktiva. JC AuSgeliehene Kapi- Bis Ende Mai !°nat Mai wurden )cibtr. rouimig der Lemjchen ^errain-.Ak- ,n bamwder eine imb einen t worden, die den Er- 1 des den Erben des m Nordend-Lohn. «rko zum Gegenstände Ahausen erhallen ak es den größten Teil 1 varbetrag in höhe 'cab’iditigt, einen er- Einschließlich des alten ich zwclis Erhaltung abzutrctcn. Ter : aus Architekt Gustav Hessen und den ! m nördlichsten Orten Äernsburg, Wirts Bundessesl de- Jmi in Seltener >er seitherige verdienlc i Stimmen einstimmig J. Sduncker n. Msbiliar-ZeHeißerNg Fortsetzung aus dem Nachlasse der Frau Greiner Wwe. Saifer-Allee 15 3100 Samstag. 4. Juni, nachm. 2 Ubr. Odftbanm-Karbolineum und andere Sebarf5arti£cMür Landwirtschaft und Gartenbau. 31161 Adler-Drogerie, Seltersweg 39. Bei der am 26. Mai 1910 vorgenommenen vlanmähigen Berlofuug wurden aus 1. Oktober 1910 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Giesten zur Ruckzabluttg bestimmt: a. vom 1890er Auleben: i Wohnungvou 2 Znnmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer und Kabinett, 1 Wohnung von 1 Zinuner unb Küche, 5 möbl. Zimmer, 1 möbl. Zimmer mit Pension, 2 Schlafftelleit, 1 unmöbl. Zimmer. 2 Zimmer für Bureauzwecke, 1 Werkstatt, 1 Werkstatt und ein Zimnrer. 1 Scheuer mit Stallung, 1 dreislöck. Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden, 1 Laden mit Bureau und Zubehör Erste graste Lebensvers.-Anstalt die auch die kleine B. B. mit konkurrenzlosen Beding, betreibt, möchte für den Bez. Cbcrbcffctt in (dienen einen General -Aepräsentanten an stellen. Die Ges. ist im Bezirk febr gut eingefuhrt und organisiert. Rest, wird aus energ. Fachmann, der Kaution stellen kann. Die Stellung bietet fiebere gute Position. Osten, «nur von Fachl.l nimmt d vaaienftein L Vogler A.G. in Frankfurt a. M. unter I. 5276 entgegen. hv2/s Loden-Anzüge Heinrich Krevert Plockstrasse 11 2715 Telephon 323 «« ■ ' ^ahress-st hnbet Qtn?Vn * ÄS Jwl ,7 ouS «i« 'S* Bifi« k. in. “Jtatn Obet[tab5. .3ccrQlie die erslk Di-sorgsöltio )Q§ ""ier dem plötz. schätzten Blattes bezüglich der gemeinnützig, Sparvereinigung des Tetaillisten-V bic irrage auigcwonen: „Beoars es denn dieses Hymnus, um das System zu halten?" ' „hier ist "ich: grt I ul Kirschen essen", m Irsprnng etwas zu er- I BMintbereOM iMhundcrts besah dv n 'Kosten, ein gKoreno arigrascn von Aicisteu , anmclnde gmannhav. hdc besiegt, aus wt t Kirschen, M >*rJ Durstes oerlM M ich damals jene JiM hallen hat. BdNorUgei, DWersteflt empfiehlt a’/e in grosser Auswahl zu billigsten Preisen ■» , "■ r°* liefert billigst die Brührsche S< O IYI31 Universitäts-Buch-undStein- hUVül lO ISlH III 11Id druckerei.Gießen.Schulstr.7 A. 9, 68, 131, 149 B. 4, 25, 69, 140, 266, 275 C. 44, 50, 75, 93, 216, 245, 299, 398, 421 D. 9, 22, 48 E. 18, 30, 135 b. vom 1892er Anlehcn: F. 8, 51, 113 G. 19, 51 H. 28, 43, 52 J. 6 • Spar- ud tahoMea io kfe (E. G. ni. u. H.) Hcugras-Vcrsteigcrrmg der Stadt Gicsten. Samstag den 11. Juni, Montag den 13. Juni und Dienstag den 14. Juni d. I. soll das Heugras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Samstag den 11. Juni, Nachmittage! 4 ubr, an Ort und Stelle von der sruher Pascoe scheu Wiese am Wetzlare Weg, der Aklienbrauerei und in der SlephanSmark etwa 30 Morgen. Zusammenkunft aus dem Wetzlarer Weg an der Eisenbahnbrücke. Montag den 13. Juni a. vormittags 9 Ubr: . . am Elektrizitätswerk von den Wieien im 9icuitabtcrfclb. b. vormittags 10' Ubr in der Restauration von Melchio» Schäfer Wwe., Kaiser Allee 4, von den Wiesen im Heeg' slrauch und int Rusftand. c. nachmittags 2 Ubr: im Philosoobenwald von den Wieien am ,vurstenbrunnen im Wiesecktal, voll den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck. d. nachmittags 5 Ubr: , an Ort und Stelle von den Mieten in der Schlvarzlach. Dienstag den 14. Juni a. vormittags 9 Ubr: r an Ort unb Stelle von den Ockuenimefen, von den Wtefer im Stolzenmvrgen, einer Hospitalwiese, am Mersbrunnen und Altentisch. b. nachmittags 3 Ubr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, c. nachmittags 3V» Uhr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Grosten-Buseck. Die Zusammenkunft ist am 13. Juni beim Schlachthaus, am 14. Juni an den Ochfenwiesen. Die ftäbt. Wiesen imb burch bic ?yclb6creinigung zum Teil verlegt und neu eingeteilt toorben. Steigliebhaber, welche bic Wiesen zu besichtigen beabnchtigen, wollen sich vom 7. Juni ab ar ben städtifcheu Wiefenwärter Bellost, Wolsstrastc 15, wenben. Die Grostherzoglichcn Blirgermcistereien der umlicgenbcir ©emcinbcti werden ersucht. Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt 2000 „ 1O(X) „ 500 „ 300 „ „ K. 28 » 200 „ Es wird dies mit dem Bemerken zur östentlichen Kenntnis gebracht, dast die Einlösung dieser Schuldverschreibungen und zwar vom 1890er Auleben: bei der Stadtkasse Giesten und bei der Dresdener Bank-Frankfurt a. M. vom 1892er Auleben: . bei der Stadtkafse Giesten, bei der Mitteldeutschen Ärcdftbank, Filiale Giesten, und bei den Bankhäusern Ephraim Meyer u. Sohn Hannover, Mauer und Plaui Dassel erfolgen kann, und dast die Verziniugn nut Ende Sevtembcr 1910 aushört. Bon den in vorhergehenden Jahren ausgelosten ^dmle Verschreibungen sind noch nicht zur Riickzablung vorgclegt worden _ vom 1890er Anlehen: Lit. B. 6 über 1000 Mk. B7«________________________________,, E. 127 „ 200 „______________ 1 005 665.97 Ende 1908 69 . . . . 2 71 . . . 3 Ende 1909 68 lang zur Einsicht der '^'rballer der P'' ‘setsst )Ct der W» B »er. ,1. * s?® schM"" W 1-rn cr>rt b .sKT KM 'N 15v „•.«» .«f. 1 005 665.97 Die Zahl der Alitglieder beträgt Während 1909 gingen zu . . 1 Laden mit 2 Zimmern, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, zwei Zimmern und Lagerraum. Zu mieten gesucht: 33 Wohnungen von 2—6 Zimmern.RV, Stadt. Arbeitsnachweis Gießen, Aftcrweg 9. Es können eingestellt werden: B•/* a. bei hiesigen Arbeitgebern: 2 Schuhmacher, 1 Wagenlackterei, 1 Schreiner, 2 Laufmädchen, 1 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Svengler und Installateur, 1 Glaser. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Friseür, 1 Svengler, 3 Schuhmacher, 1 Schlosser. 1 Huf- un! Wagenschmied, 1 Anstreicher, 1 hing. Wagner, 2 Schreiner, 15 Sattler, 1 landw. Arbeiter, 1 lanbro. Dienstmädchen, ein Schornsteiniegergehilfe. Lehrlinge: 1 Wagner. Es suchen Arbeit: l^landwirtsch. Knecht, 1 Buchbinder, 1 Maschinist, 2 Maurer, ein Schweizer, 2 Spengler, 1 Tapezierer, 2 Schreiner, 2 Deistbinder unb Anstreicher, 2 Baufchloffer, 1 Backer, 1 Ausläufer, \ .vmiK., burschen, 14 Arbeiter, 1 Jnbrknecht, 8 Putz unb Lannrauen, 2 iüng. Dicnstmäbcheii, 1 Lausmäbchen, 1 Stutze. 3 Waschfrauen, 2 Krankenpflegerinnen, 1 Buchhalter, 1 vanblungsgehtlse, ein Kassierer unb Auslauser. Lehrlinge: 1 Kaufmann, 1 Mechaniker. in tessen-Gesi -,fa b.ri Allseitig anerkannt. ErfiSltlichinden meisten; u ._ n.«Saä-ir?1 1v*" MA « A। ‘ VA, Weisse Konfektion M. 7.50, von M. 2.50 an und Verarbeitung Karl Heinz. Rodheim a. d. Bieber, 2. Juni 1910. 3103 Schrift!. Angel den Gietzener A( Mainz, im Juni 1910. ich Ludwig Balser I. 5 Zimmer Sonntag den 5. Juni [Vl/fi 2 Zimmer 04539? Schöne 2-Zim.=Wohng. per 1. Juli z. verm. Ebelstraffe 2. Verschiedene | 17. Gautmnfahrt 3106 »» den WGWUW Du verkaufen WKMW an r. Billig, hkowski. ßote unt. 3111 an nzeiger erb. 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