Nr. 51 CiföetRj ÄflfitB mff VttSnibm» M TonntagL, General-Anzeiger für Cderhefjen Müller-Meiningen, e» braucht ja nicht (Heiterkeit.) Das Versprechen des Vc /- Bauernbundes nicht kategorisch crklä Hahn nicht mad den Ton des 91: im to u Dtt ^Otetzener Samihenbläfter* werde» dem ,flngrtger* etermei wöchentlich betgelegt, da» ^Krebblatl kL» k> Krtii Liehen" zweimal wöchentlich Du ^Lmdwirtschaftlichev Lett- fragen* erlchemeo monaUutz zweimal. vom Hansabund sein Geld ! gern gehört, weil wir sonst es für müßten. Bei uns Bauern ..... flefcafttoa Exvedttion an» Druckerei: Gchul» (trage ?. <5xpeötno» and Vertag: e=&a# 61, Stebattion:«--M-112. Tel.-Ud^ AnzeigerGleßew bal? Da? hätten wir Korruption erklären aii> leine Geschäfte Vereins-, des BörseirgesetzeS. der preußischen Wahlreform, was waren das anders als Wechsel? Wir sollen auf dem Wege sein, und mit der Sozialdemokratie zu verbrüdern? (Sehe richtig! rechts und Zentr.) Sehr unrichtig, wir denken gar nicht daran. S o ° ,l Parteileitung als Reichstagsfraktion mißbilligen es, wenn hie und da im Lande eine einer großen Organisation, der maßgebenden politischen Einfluß zu bekommen sich bemüht, sollte wirklich die Pflicht empfinden, cfc er cm solches Wort wiedergibt, sich zu orientieren. (Sehr richtig! bei den Natl.) Bassermann hat lediglich das Branntweinsteuergesetz eine Art Beutezug der lantüvirtschaftlichen Großbrenner gegen bte mittleren und kleineren Brenner und gegen die Konsumenten genannt. (Hört! hört! bei den Natl.) Das ist eine Verdrehung des Wortes, oie ein so gebildeter Mann wie Dr. dürfte. Dr. Hahn hat sich auch aufgeregt über Wachhorst. Will Dr. Hahn die moralische Ver- wollen die Gegensätze abs daß die andern Berufsstände wie,, wirtschaft, das ihnen durch die Tätigkeit des Bundes der Land, Wirte verloren gegangen ist. antwortung für alles tragen, wa« auf Bundesversammlungen ge» schiebt? Nur eine kleine Probe: Der Hansabund wurde eine Schutztruppe für das Großkapital, für Warenhäuser, Konsumvereine und Hausierer genannt. (Hört! hort! links.) Den Ministern gegenüber gebrauchte man das Wort: Sie können uns sonst was! (Hört! hört! links.) Vom Kaiser wurde einmal als vom „politischen Gegner" gesprochen. Denken denn die Herren nicht mehr daran? (Zuruf rechts: Fortgesetzt! Große Heiterkeit.) Bei der Erbschaftssteuer fand der Bund das schöne Wort von dem Staat, der hinter dem Leichenwagen herläuft. (Hört! hört! links.) Eine sehr geschmackvolle Aeußerung tat jüngst ein Bundesagitator, als er sagte, der Abg. Wachhorst erhalte täglich 100 Mk. vom Hansabund. Wiederholt hat Dr. Hahn Herrn v. Bennigsen gegen uns auSzufpielen versucht. Dabei hat er einmal von Herrn v. Bennigsen gesagt: eS ist ein Glück, daß solche Leut' nicht ewig leben! (Hört! Hört! links, gr. Unruhe b. d. Natl., Dr. Hahn erregt: Das ist ein starkes Stück! Habe ich nie gesagt!) Die „Post" hat die Rede Dr. HahnS im Abgeordnetenhause eine Volksversammlungsrede genannt. Und die „Kölnische Volksztg." schrieb: Dr. Hahn gehört zu den unbedeutendsten Persönlichkeiten! (Sehr richtig! links. Zuruf rechts: Es ist 20 Jahre her!) Dr. Hahn beruft sich immer auf den Fürsten Bismarck. Aber entspricht seine Unterstützung der Welfen etwa Bismarck scheu Traditionen? (Sehr gut! b. d. Natl.) Dr. Hahn hat gesagt, die Welfen hätten bei der Finanzreform das Reichsschiff mit flott gemacht. Machen 8 Nein und 2 Ja der beiden Welfen bad Reichsfchiff flott? (Sehr gut! b. d. Natl.) Parole für die Sozialdemokratie ausgegeben wird. (Zurufe rechts und im Zentr.: Baden!) Die Parteileitung hat die Badener Vorfälle mißbilligt. (Sehr richtig! bei den Natl.) Dr. Hahn hat am wenigsten das Recht, uns Vor- würfe zu machen. In Neustadt-Landau sind in 3-1 Orten 764 bündlerische Stimmen in'der Stichwahl für den Sozialdemokraten abgegeben worden. (Hört! Hort! b. d. Natl.) In Verden ist mit bündlerischer Hilfe der Welse gewählt worden. (Hört! Hört! b. d. Natl.) Diese Debatte gehört ja eigentlich nicht hierher. (Lebh. Zustimmung rechts und im Zentr.) Nachdem aber Dr. Hahn im Abgeordnetenhause den Streit vom Zaune gebrochen hatte (Große Unruhe rechts.), war diese.Auseinandersetzung einmal notwenoig. Wenn überhaupt eine einzelne Person für d i e unheilvollen -politischen Folgen der Finanz- re form verantwortlich ist, so Dr. Diederich Hahn. (Lachen rechts und im Zentr., Zustimmung b. d. Natl.; Dr. Hahn ruft: Sie überschätzen mir! Heiterkeit.) Die Folge der Politik des Bundes der Landwirte könnte die sein, daß auch einmal eine landwirtschaftsfeindliche Mehrheit in dieses Haus kommt. Dr. Hahn hat die jetzige Blüte der Landwirtschaft der Tätigkeit des Bundes der Landwirte zugeschrieben. Dabei hat noch Herr v. Kardorff kurz vor seinem Tode gesagt, daß es der Landwirtschaft nicht wegen, sondern trotz des Bundes der Landwirte jetzt so gut gehe. (Sehr richtig! b. d Natl.) Bei der Beratung des letzten Zolltarifs hat Frhr. von Wangenheim hier gesagt: „Der Zolltarif wird eine schwere Schädigung für das Volk mit sich bringen und damit indirekt eine Förderung der Sozialdemokratie. Zu derartigen gesetzgeberischen Maßnahmen werden wir die Hand nicht bieten." (Lebhaftes Hört! Hört! b. d. Natl.) Wie können Sie da behaupten, daß Ihnen die Blüte der Landwirtschaft zu danken ist? (Sehr gut! b. d. Natl.) Abg. Horu-Sachsen (Soz.) begründet die Resolution seiner Partei, in der die Regelung der Arbeitszeit m der Glasindustrie verlangt wird. Die Tauer der Arbeitsschicht muß auf 8 Stunden des Tages beschränkt und die Nachtarbeit an den Glasöfen zur Verarbeitung der Glasmasie verboten werden; auch die SonntagSarbeit muß eingeschränkt toerben. Abg. Dr. Heim (Zentr.): Deutscher Reichstag. 15. Sitzung, Dienstag, den 1. März 1910. Am Tische des Bundesrats: Delbrück. Das Haus ist stark besetzt. Vizepräsident Dr. Spahn eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. Die Wahl des Präsidenten. Abg. Frhr. v. Hertling (Zentr.): Ich möchte mir den Vorschlag erlauben, den Grafen Schwerin-Löwitz zum Präsidenten des Reichstags zu wählen und diese Wahl durch Zuruf zu vollziehen. (Beifall.) Vizepräsident Dr. Spahn: Die Wahl durch Zuruf ist nur zulässig, wenn niemand widerspricht. Es widerspricht niemand. Der Kandidat ist der Graf v. Schwerin-Löwitz. Einspruch wird nicht erhoben. Ich stelle also fest, daß er gewählt ist. Ich frage ihn, ob er die Wahl annimmt und verbinde damit die Bitte, auch sofort das Amt zu übernehmen. Abg. Graf Schwerin-Löwitz (Kons.) nimmt den Platz des Präsidenten ein: Ich bin Ihnen für das durch die soeben vollzogene Wahl, die mit so v el Einheitlichkeit erfolgt ist, mir entgegengebrachte Vertrauen aufrichtig dankbar. Ich weih die hohe Würde und Ehre des mir von Ihnen übertragenen Amtes, deS höchsten, welches das deutsche Volk durch seine Vertreter zu vergeben hat, und daS vor mir von einer Reihe so ausgezeichneter Manner bekleidet worden ist, in vollstem Maße zu würdigen. Ich bin mir aber auch der großen und schweren Aufgaben, die mit diesem Amte verbunden sind, in vollstem Maße bewußt. Ich verspreche, für die Erfüllung dieser Aufgaben meine ganze und volle Straft einzusetzen. (Beifall.) Ich ver- spreche namentlich, was ich eigentlich für selbstverständlich ansehe, gegenüber allen Parteien dieses Hauses, allen Mitgliedern des Reichstags die unbedingteste, strengste Unparteilichkeit zu wahren. (Beifall.) Ich bitte Sie aber andererseits ohne Ausnahme, mir in der Erfüllung meiner Aufgaben, in der Förderung unserer Geschäfte, in der Wahrung der Ordnung des Hauses und in einer würdigen Führung unserer Verhandlungen nach Kräften zu unterstützen (Beifall); denn ich meine, wir haben alle ohne jeden Unterschied der Parteistellung das gemeinsame Interesse daran, unsere Verhandlungen würdig geführt und damit das Ansehen deS Reichstages im Jnlande und im Auslande gewahrt und gestärkt zu sehen. (Beifall.) In dieser Voraus- setzung nehme ich die auf mich gefallene Wahl nochmals mit herz- lichem Dank an. (Lebh. Beifall auf allen Bänken.) Auch möchte ich unseren Vizepräsidenten, die mehr als zwei Monate lang die Geschäfte dsS Hauses mit Hingebung, Umsicht und Sachkenntnis geführt haben, den Dank des Hauses aussprechen. (Beifall rechts und im Zentrum.) Der Etat für das Reichsamt des Innern« (Siebenter Tag.) Die allgemeine Aussprache wird fortgese^t. Abg. Dr. B5hmc (b. t Fr.): tiefe gestimmt haben. Dem Zentrum matfit Dr. Hahn feinen Vorwurf. Leute, die sich lieb haben, übersehen die gegenseitigen Schwächen (Heiterkeit links.) Ich erinnere weiter an das Verhalten des Herrn Dr. Diederich Hahn bei dec Beratung der E r b s ch a f t s ft c a e r. Damals ging er zu einzelnen Abgeord- neten und suchte sie zur Ablehnung der Erbschaftssteuer zu veranlassen, anderenfalls sie die Folgen zu tragen hätten. (Hört, hört! links.) Dabei hat noch 1904 Tr. Oertel sich für die Erb- schaftssteuer ausgesprochen. Dr. Diederich Hahn rühmt sich, daß er in jener großen Zeit einer nationalen Bewegung die Parole für den Nationalliberalen gegeben hat. War das nicht seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit? (Sehr gut! b. d. Natl.) Sind nicht auch wir, wenn auch schweren Herzens, im Wahlkreise Tr. Hahns dieser Pflicht nachgekommen? (Sehr richtig! bei den Natl.) Auch Dr. Roesicke gegenüber haben wir diese Pflicht erfüllt. (Dr. Hahn ruft: Bassermann.) Wir empfinden es als unwürdig, wenn Sie mit unserem verehrten Führer eine derartig unwürdige Hetze treiben. (Lebh. Zuft. bei den Natl.) Dr. Diederich Hahn Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Es ist nicht üblich, die Abgeordneten mit ihrem Vornamen zu nennen. (Heiterkeit.) Abg. Fuhrmann: Dr. Hahn Hai in seiner großen Gewissenhaftigkeit, sowohl hier als im Zirkus Busch, das Wort wiederholt, das Bassermann über die Reichsfinanzrcform gebraucht haben soll: ein Raubzug auf die Taschen des arbeitenden Volks. Der leitende Direktor Abg. Gothein (Fr. 93g.): Ich will mich nicht in den Streit alter Freunde mischen. Wenn zwei auseinandergehen, dann waschen sie sich die Pelze, und wer zuschaut, hat Amüsement dabei. Der Redner erörtert wirtschaftspolitische Fragen und wendet sich dann gegen Dr. Hahn, der sich mit dem vornehmen Ton der ihm nahe stehenden Presse gebrüstet habe. Dr. Hahn solle nur einmal die „Deutsche Tageszeitung" sich daraufhin ansehen. Merkwürdig ist, daß Dr. Hahn immer die Juden in diese Debatten hineinzieht, die mit der Sache nicht das Geringste zu tun haben. Interessant sind seine vielen Verbeugungen vor dem Zentrum. Wir hilteu cs für keine besondere Ehre, mit den verbündeten Regierungen zusammen zu arbeiten. Der Reichstag steht dem Bundesrat gleich. Abg. Prinz zu Schocnaich-Carolath (Natl.): Ich bedauere, daß die von mir schon in früheren Jahren gegebene Anregung in höherem Maße weibliche Gewerbe« inspektor-Assistenten emzusühren, noch keine Berück«, tiflung gefunden bat. Wobl ist in Breslau ein weiblicher ö-yl* angcsiellt, in Berlin aber ist dem Bedürfnis nicht ent''pro^».^Tcr Redner legt dem Staatssekretär diese Frage dringen-^: Staatssekretär Delbrück: Die Angelegenheit ist eigentlich Sache des preußischen Handelsministers. Ich 6m aber so glücklich, endlich auch einmal eine Rede gehört zu haben, die doch immerhin eine sachliche Beziehung zu meinem Etat hat (Heiterkeit, sehr gut!), daß ich ihm doch antworten möchte. Aus meiner Kenntnis der preußischen Verhältnisse kann ich erklären, daß die Schwierigkeiten einer generellen Rego lung der Verhältnisse der Gewerbeassistentinnen darin liegen, daß man sich über die von den Assistentinnen zu fordernde Ausbildung im Unklaren ist. Ehe darüber ein abschließendes Urteil nicht möglich ist, wird sich kein Bundesstaat entschließen, gesetzliche Bestimm mungen über die Anstellung von Assistentinnen zu erlassen. Damit schließt die Aussprache. Das Gehalt des Staatssekretärs wird gegen die Sozialdemokraten bewilligt Heber die Resolutionen wird morgen abgesiimmt. Mittwoch, 1 Uhr: Weiterberatung. Schluß gegen 7 Uhr. Die Anerkennung der Berechtigung der Gründiing des Bauernbundes durch Mitglieder der Linken kamr uns nicht abhalten, unverrückbar au unserem Programm der Schutzzollpolitik festzuhalten, und zwar an dem Zolltarif von 1902. Der Redner führt in längeren Ausführungen, zum Teil in einer Polemik gegen Gothein aus, daß der Vergleich mit Dänemark und England zum Teil nicht zulässig sei bei den ganz anders gearteten Verhältnissen, zum Teil — >ras England anlangt — abschrecken müsse. Seinen Bedarf an Fleisch und Getreide luirb Deutschland in absehbarer Zeit decken för.nen. Dr. Hahn hat dem Bauernbund tiorgclöorfen- daß er eine Steuerhetze betreibe. Wir handeln nur in der Notwehr, indem wir die Bevölkerung aufklären, die durch die Danderredner des Bundes irregeführt worden ist. Das konservative Parteiregiment geht auch gegen uns. Wie können Lmidräte es wagen, Erhebungen anzustellen über die Zahl dcc Mitglieder unseres Bauernbundes, ^pie wollen die Leute ab- sckrecken und auö unserer Organisation treiben. Die Posener Landwirtschaftskammer hat sogar eine parteitendenziöse Broschüre verbreitet, die sich gegen den jetzigen Reichskanzler richtet und ihn bedroht, falls er eine wirkliche Wahlrefcrm in Preußen versuchen würde. Und der Generalsekretär der westpreußischen Landwirtschaftskammer hat sogar den Graudenzer Geselligen boykottiert, nur weil er sich des Bauernbundes angenommen hat. Der Redner erörtert in längeren Ausführungen die Frage der von den Führern des Bundes der Landwirte geforderten R e st g ü t c r , tne wirtschaftlich und national ein Schaden seien. Alle Politiker der inneren Kolonisation, an der Spitze der Präsident der An- siedlunaskommission und der allseitig hochverehrte Oberpräsident von Schlesien, Graf Zedlitz-Trützschler, seien darin einig. Wir halten den Großgrundbesitz in vernünftigen Grenzen nicht für schädlich oder überflüssig, wir bekämpfen ober feine künstliche Erhaltung da, wo er nicht angebracht ist. Wir halten fest an der Schutzzollpolitik, aber wir ' ~ ' schwachen und dafür sorgen, wer Vertrauen haben zur Land- Abg. Fuhrmann (Natl.): Dr. Hahn ist ein Musterbeispiel von Bescheidenheit, er weiß alles, er kann alles. Er ist ein Herrenmensch, der in unsere nüchterne Zeit der Arbeit nicht hineinpaßt. (Heiterkeit links.) Bald nachdem er in den Reichstag eingetreren war, hat der wandelbare Herr einen Beweis gegeben, wie schnell man die Meinung ändern kann. Er sprach in einer Versammlung über die Börsengesetznovelle, und einige Tage später sprach er im Reichstag darüber, aber im gerade entgegengesetzten Sinne. Er bat erklärt, er wolle nicht eher ruhen, als bis der letzte National- liberale aus Hannover verschwunden sei. (Hört, hört! links.) Aus welchen Motiven führt er diesen Kamps? Mangelndes Verständnis für die Landwirtschaft kann er uns nicht vorwerfen. Unsere Kandidaten m Hannover sind Hofbesitzer und Guts- bescher Der Bund der Landwirte aber, der den Grafen Capnvr als Mann ohne Aar und Halm heftig bekämpft hat, bat z. B. folgende Kandidaten aufgeftefit: den früheren Bankbeamten Dr. vhil. Hahn (Heiterkeit), den Zeitungsverleger Bruhn (Hort, hört!), ferner einen Maurermeister, Amtsrichter, Ainlsgerichts- rat, einen antisemitischen Kaufmann, Rechtsanwalt, Oberlehrer, Professor usw (Hört, hört! links.) Jetzt wird gegen uns cm Flugblatt verbreitet, wie eS gemeiner, verlogener und unehr- ''cher kaum gedacht werden kann. (Hort, hort! links.) Man wirft 'ns die Zustimmung zum russischen Handelsvertrag vor, für den rber auch Konservative, Freikonservative und Zentrumsabgeord- fretertage in Berlin gefallen. Der offizielle Bericht enthielt es dann nicht. Ich weiß nicht, ob eS herauskorrigiert ist. Seinen Sturz verdankt Fürst Bülow seiner eigenen Politik oder, wenn Sie so wollen, seinen Freunden auf der Linken. (Lebh. Beifall rechts und im Zentr. Gelächter links.) Nachdem er erklärt hatte, daß er die Finanzreform nicht ohne die Linke machen werde, war er in den Händen der Linken, hatte er ihnen Wechsel gegeben — lachen Sie nicht so, Herr Müller-Meiningen, e» braucht ja nicht gerade ein Jude zu sein. Und wer weiß, was cs sonst noch für Wechsel waren, von denen man nichts erfahren hat. (Gelächter links.) Sie, meine Herr« Nationalliberalen, haben nicht gewußt, welche Pflichten eine Partei hat, wenn sie der Ehre teilhaftig sein will, mit der 9tc' gicrung zusammen große Wecke der nationalen Politik zu treiben, (Schallendes Gelächter links.) Danlals haben Sie sich jedenfalls nicht als reif erwiesen, (^stürmische Heiterkeit links, i Und weil Ihnen nun die Felle weggeschwommen sind, weil die Finanzreform gemacht ist ohne Sie, mit Zentrum, Polen und Welsen, Sie die Konkurrenz mit Ihnen jederzeit aushalten können, darum Ihre ungeheure Entrüstung. In Hannover liegt eS Gott sei Dank in allen Kreisen so.- im ersten Wahlgang ehrliche Konkurrenz, und wer denn bas Glück hat, in die Stichwahl mit einem Sozialdemokraten zu kommen, der ist gewählt. Darüber können Sie unbesorgt sein. AVer bei den Rationalliberalen ist es so: Hcyl, Oriola und Lehmann mußten ihren Abschied nehmen, und fq und so viele Männer, die mit den Sozialdemokraten sich verbinden, die bleiben ruhig drin, jjgört, hört! rechts und im Zentrum.) Im-übrigen, wenn Herr Fuhrmann solche Flüsse des Hasses gegen mich losläßt, so verbessert es nicht seine Sache und die der Nationalliberalcn, sondern unsere Sache und meine. Wer schimpft, h a t Unrecht. (Stürmischer Beifall rechts, laute und heitere Zustimmung links.) machen. Was ist denn der politische Hintergrund der Gründung des Bauernbundes? Sie brauchen eine Vereinigung, die Ihnen (zu den Natl.) die Mandate in Hannover häU. Das Problem der Landarbeiters rage ist nur dadurch zu losen, daß n an die Bai etn zu freien, selbständigen Bauern macht Freie Bauern braucht man nickt zu fürchten. Tarin timmc ich mit dem Kollegen Dr. Böhme überein und bebaute nur, daß er keine Leute hinter sich hat. Der Bauernbund verweist immer auf die lommcnben Handelsverträge. Die Leute, bte den Bauerbunb zum frühen Aufstehen veranlaßt haben, die haben es nicht getan, um die Interessen der Bauernschaft wirklich zu fördern, sondern die haben es getan von dem Grundsatz aus. gehend: „Säe Zwietracht, und Du wirst ernten/ (Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.) Abg. Dr. Hahn (Kons.): Herr Fuhrmann hat in seiner Rede, die er gegen mich bet» brachen hat, .... Vizepräsident Erbprinz zu Hohenlohe: Sie dürsen von einem Abgeordneten nicht lagen, daß er Reden verbricht. (Sehr richtig! links.) Abg. Dr. Hahn (Kons.): Es liegt mir fern, das Wort ernsthaft gebraucht zu haben. Herr Fuhrmann hat allen möglichen Klatsch aus Hannover zusammengetragcn. (Unruhe links.) Ich bestreite z. B. baü zitierte Wort über Herrn v. Bennigsen gebraucht zu haben. Die Bundespresse polemisiert gegen die politischen Gegner immer nur in der vornehmsten Weise. (Lachen links.) Wenn Herr von Bennigsen mir damals geschrieben hat, ick möchte mein Hospitantenverhältnis zur nationalliberalen Fraktion lösen, so kann ich das nur bedauern, nicht in meinem Interesse, sondern im Interesse der nationalli6erakn Partei. (Gr. Heiterkeit.) Wir Hannoveraner sind ein altes freies Volk. Wir sind liberal, aber im Sinne der Verfassungstreue. Den Zug nach links machen wir nicht mit. Es ist mir gar nicht eingefallen, die Nationalltberalev etwa auf der ganzen Linie zu bekämpfen. Ich bin für viele eingetreten. In der Blütezeit b e 3 Blocks spielten die Nationalliberalen natürlich eine große Rolle. Die Herren batten sich aber eine falsche Auffassung über die Sachlage gebildet. Ihr Weizen blühte, sie hielten sich für den Angelpunkt der Welt. Besonders Herr Bassermann spielte eine ausschlaggebende Rolle. Der Block galt ja aber nur für den Reichstag und für bestimmte praktische Fragen; nicht aber für unsere Wirtschaftspolitik. Das Wort Bassermanns von dem Raubzuge ist nach der „National-Zeitung" auf dem nationalliberalen Ver- Man konnte auf den Gedanken kommen, daß Diederich Hahn Staatssekretär des Innern se n muß, so viel haben sich die Redner bei dieser Debatte mit ihm beschäftigt. Die Zahl der Mit- glieder des Bauernbundes hat man noch nicht gehört. _ (Sehr gut! rechts.) Auch sonst hat man vieles nicht gehört, besonders z. B. woher das Geld stammt. Nun behauptet man, daß hinter dem Bauernbund ein anderer großer Bund steht, für den die Großbanken sammeln. Warum bat Cc Generalsekretär des " ,rl, daß der Bauernbund 160. Jahrgang Mittwoch, 2, März 1910 ▲ Jk A aa jaa a jt aa RutofteMhirf «wl Bertel (DiCnCiicr zin iCiuvi Grosse Aufgaben eumatik-Werke Giessen Hassia-Voligummi-Reifen Reparaturen werden an Pneumatiks und Schläuchen, auch solchen anderer Fabrikate, schnellstens ausgeführt. Maa vsxlange Preisliste, begrün etc liö& Teleph. 326 Schanzenstr. 6 1110 Letzte Stuttgarter Einfache Möbel s Carl StOckrath Die einzige hygienisch vollkommen*, in Anlage und Betrieb billigste KE Seltersweg 38 Selterswe^ 38 OrahHtetÄ Kultivatoren öarke G.SJ. Tüchtige Seme tot überall — wo rächt vertreten — gesucht. Versuchen Sie bitte. Hygienisch reim H. Heyne, Geiessen I Walltorstrasse 5 Lich (Oberhessen). lUiijeic^aDLiiaieftciienunLhoniroUei'uH ^,-v.'4>opp-i. Si'x'cm. | WW iey- ;es$ Muster - Kollektionen sofort zu Diensten Reste aus vorjähr. Saison zu billigst. 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Mau muß. cs deshalb der bayerischen Poft-, Verwaltung als ein nicht zu unterschätzendes Veroienst anrechnen, das; sie trotzdem sich entschlossen hcu, wenigftens Versuche mit der Barfrankierung zu machen, die mit der Zeit vielleicht durch automatische Zählvorrichtungen oder andere Vorkehrungen sich lohnender gestalten mögen. Der neue Heichstagspräfiöent. Graf Hans Axel von Sch worin-Löwitz, ber neue Reichslagsvräsldent, ist am 19. Mai 1847 zu Schwerinsburg in Pommern geboren. Er besuchte baS Franzöüscho Gymnasium in Berlin unb trat 1865 in daS Halberstadter Kürassicrreginient ein. Sowohl an dem Feldzüge von 1866 wie an dem von 1870/71 nahm er mit Auszeichnung teil und erwarb sich das Eiserne Ärenz. Im Jahre 1881 nahm er als Rittmeister den Abschied unb roibmetc sich fortan ber Verwaltung seines großen Besitzes, besonberS bos Gutes Löwitz im pommerschen Kreise Anktam. Seine großen praktischen Erfolge als Landwirt, zumal in der Moorkultur unb Viehzucht, verschafften ihm bald ein hervorragonbeS Ansehen unter seinen Berussgenoffen; er ist seit einer Reihe von Jahren Präsident des doutschen Landwirtschastsrats und führt den Vorsitz im preußischen Landesökonomielollegium uns in der Lanbwirtfchastskammer für Pommern. Seit 1893 gehört Gras Schwerin bein Reichstage, fei’ 1897 dem preußischen Abgeorbnetenhause als 'DHtglieb ber konservativen Partei an. Jin Reichstag vertritt er den Wahlkreis Anklam-Demmin. -— Graf Schwerin vermählte sich 1878 mit Fräulein Mario bon Gerstenberg, Edlen von Zech. bei Tochter eines alten» vurgischen StaatLministerS. Die Ehe blieb kinbcrloS. Aus dem englischen Unterhaus. London, 2. März. Im Unterhaus stellte Lough (Liberal) den Antrag auf Reduzierung des Haushalts und sagte: Alle alarmierenden Behauptungen des verflossenen Jahres seien zerstreut; Premierminister Asquith habe im März vorigen Jahres erklärt, Deutschland werde im April 1912 17 Dreadnoughts besitzen. Balfour habe diese, Zahl für den Monal August 1912 auf 25 beziffert und dabei einen heftigen Angriff auf eine befreundete Großmacht gerichtet. Nur um dem deutschen Flottenprogramm zu begegnen, habe die engt. Regierung die in ihrem jetzigen Haushalt enthaltenen Schiffe, vorgesehen. Deutschland habe sich Mühe gegeben, um England nicht nur durch den Mund des Chefs der Admiralität," sondern auch durch feinen Botschafter selbst zu versichern, daß die Absichten gänzlich mißverstanden toarbeit seien. Dies war, so sagte Lough weiter, ein höfliches unb freundliches Wort. Wir hatten kein Recht, es gering zu schätzen. Wir haben es nicht nötig, Millionen gedankenlos weg zu werfen. Deutschland konnte seine Dreadnoughts nicht so schnell bauen wie wir. Wir hätten es 1912' wohl nur mit 13 Dreadnoughts zu tun gehabt. Schließlich tadelte der Redner die Regierung, daß sie nicht langsamer vorgehe: er hätte gern eine höfliche Antwort auf die Erklärung Deutschlands gesehen. Admiral Beresford erklärte, es sei die Wahrheit gesagt worden, als man im März vorigen Jahres erklärte, daß'für das Land eine Krise in der Geschichte feiner Marine gekommen sei. Man sollte von den Deutschen immer nur mit großer Hochachtung sprechen und nichts sagen, was Erregung Hervorrufen könne, dann Deutfch- land tue nur, was zu tun es vollkommen berechtigt sei. Beresford bedauerte bann, daß die Etatsansätze zu gering seien, baß. England zu lang,am vorgehe mit dem Bag von Torpebobootszerstörern und baß diese Schiffe für die Nordsee nicht geeignet gebaut würden. Barnes (Arbeiterpartei) erklärte, er werde für den Antrag Lough stimmen, da er der Ansicht sei, baß. die alarmierenden Erklärungen des Ministers und der Mitglieder der Opposition im vergangenen März unwahr unb ungerechtfertigt gewesen seien. Im weiteren Verlaufe erklärte ein Regierungsvertreter, die Regierung habe nicht den Wunsch, Dreadnoughts zu bauen aus rein kranlhaftem Vergnügen daran, aber sie müsse für die Sicherheit ber Nation im weitesten Umfange Sorge tragen. Schließlich zog Lough seinen Antrag zurück; der Haushalt wurde ange- n o mmen.___________________________________ Aus den Reichstagsausschiiffen. :: Berlin, 2. März. Im Budgctaus schütz wurde heule bi Beratung des Kapitels Kmutfchou forme setzt. Beim Kap.tel Militärverwaltung erhebt ein svzial- demo kroli scher Redner Iran neuem die Frage, ob man nicht die Besatzung von Urauisck-ou ganz zurückziel>ni solle. Der Staats- fcL'icfir bemerkt dazu: Die Chinesen sehen den Nutzen bi-3 deutschen Kcantschous immer mehr ein. Ein Port Arthur wolle man nicht fd asten, aber das jetzige Minimum an Truppen sei nötig. Eine Reduzierung der Besatzung würde als Anfang des Rückzuges über- bamrt angefeheu werben. Oiegen chinesische Unruhen reichten bic Truppen unb Anlagen zudem burdxiue aus. Miautid -u gebe Dein Reiche eine Stellung in .Oslafien, bic für den Handel von größtem Einfluß sei, eine Chance für b.e Beteiligung am wirl- sckacklidien Aufschwung. Von natumallideraler Seite wirb ans- creführt, das. ein: weitere Schwächung der Besatzung nicht möglich sei. Ter Hansl-alt für das Marinedctachement sei ganz verschwunden. Die pr-oduktiven Ausgaben müssen den Erfolg bringen, dast die Einnahmen road,ien. Im Verlaufe ber weiteren Beratung sagt die Verwaltung aus den einmütigen Wunsch des Ausschusses eine Stdlenberminberung bei ber .Intendantur für das .nächste Jabr zu. Es wird bic Stelle eines Finanzbirektors angeregt. — Weilerbcratung am Donnerstag. « Ter verstärkte Geschäftsordnungsausschuß ver- lumbclte am Miltwvch über ben § 35 ber 6)eid)ärt^orbnung betr. Die Feststellung der 2agcstirbnung, die Verhandlung der Jnitialw- anträge unb Bittschriften. Zu Besttzüsfen kam es noch nicht. Der I u st i z a u s s ä) u ß des Reichstags führte Du* Beratung des Erprcssungsparagraphcn der Strajredusnovcllcn fort unb verbanbelte namentlich über einen Antrag bec Jen krums, ber den Begriii ber Drohung einzuschrünken suchte. Ter Antrag würbe mit Rücksicht barani abgclclml. Daß gelegentlich einer cugbegrenzten Novcllengesetzqebimg und ohne auf benad) barte 18erbrcd)cne-1atbcftänDe Rücksicht zu nehmen, ber Begriff der Ervressnng nickt entsckeidcnb geändert werben könne. Hier auf wandte man fick zu dem Boridilag des Entwurfs, bei übler N a ck r c d c in gewissen Fällen ben Wahrheit» b c w eisauS zuschlicßen. In erster Sefung war bic Regierungsvorlage mit unwesentlichen Acnderungen angenommen worden. Zur zweiten Lesung lag ein neuer Regieningsvoischlag vor, der '?lnreguitgen aus dem Aiissäiuy entfvrechenb mit Geldstrafe, Haft ober Ge fängnis benjenigcu bestrafen wollte, ber red)tswidrig bett Frieden des Privatlebens anderer bnburd) verletzt, das; er ösfentlick ober btnck Verbreitung von Schriften, Abbilbungen ober Darstellungen, Mitteilungen über besten persönliches, hättsliches ober Familien leben macht. Dieser Vorsd)lag würbe abgelehnt. Desgleichen würbe ber in erster Lesung gefaßte Besdiltist gegen bic Stimmen der Uvnservativctt, Freikonservativen und s)intionnHibcralen unb einigen Zentrunisstitnmen abgele h n t. Alle weiteren auf bie Beleibigntig bcjüglidieu Vorschläge des Entwurfs mürben gleich falls nhgelehnt. Es bleibt s o in it bezüglich der Bc - leidig u ng beim geltenden Rechtszustand. Zins ßefien. Der Abg. Haas beantragt, das Landeskrieger-' dentmal in Darmstadt, das vor dem früheren Zeug Haufe stand und bei der Errichtung eines neuen Prachtbaues für Musenmszivecke anstelle des alten Zeughauses aus einen ungeeigneten Platz versetzt morden sei, wieder zu verlegen und dem Landtage die erforberließe Vorlage zu machen. Der Abg. Dr. G l ä s s i n g beantragt: Die Zweite Kammer wolle den Gesetzen über den U r kun d e nstie rn p el, des Notariats- und K o st e n w e s e n S eine Bestimmung beifügen, welche Eigenkuntsveränderungen von den Kopcu befreit, sofern die Beteiligten ans Gründen des öffcntlichen Wohls den Veränderungen sich zu unterwerfen haben. Die L a n d t a g s c r s a tz w a h l für das ausgeschiedene Landtagsmilglied Dr. Pagen stech e r wurde auf Donners tag den 10. März anberaumt. Deutsches Reich. Am Mittwod> abend fand beim Ä a tferpaare iml Weißen Saale des Königlichen Schlosses Hnskonzert statt, zu welchem ungefähr 550 Einlabungcti ergangen waren, u. a. an daS^diplo mackschc Korps, Mitglieder des hohen Adels, Minister, Staats fefretäre ustv. Während der Pause zeichnete bas Kailervaar zaht rrirt;e Anwcfenbc burd) Ansprachen aus, itiöbcipiibcrc auch Mit- gliiber bes biplomatischen Korps. An bas Konzert schloß sich ein Souper. Wie bas ,.Berl. Tgbl." wissen will, sind bic Regiments- dammandeure der 2 in i enrcg imen t e t aller Waffengattungen durch bas Militärkabinett aufgeiorbert worden, re einen bürget. Ti,d>< n Offizier namhaft zu mach.'u, ber sich für die 93c r f« tz ung in bie Garde eignet. Ter Entwurfüberdi e Verlängerung des deut sich- f d it cdischcn Handelsvertrag es ist dein Reichstage am Mittwoch zugegangen. Ter Entwurf fchiägt vor, ben zurzeit gcl lenden Handelsocrtrag zwischen Teutschland unb Schweben bis . um 1. Dezember 1911 zu verlängern. Ein bahingehenber Entwurf ist vom'schwedischen Reichstag kürzlich verabschiedet war ben. Tem Entwurf bürste auch vorn beutschen Reichstage ohne Ansfdmtz-Beratnng zugestimmt werden. Am 11. Mai treten etwa 100 Mitglieder des Zentral- Verbandes der deutschen Veteranen- unb Kriege r - bü n b c v o n Nordamerika aus eine Deutschlanbfahrt an. Sic werden der Ftuhjahrsvaradc auf dem Tcmvclhofcr Felde beiwohnen und die größeren Städte Deutschlands besuchen. Tic VePiandlungen der konictvalivcu Parteien, des Zentrums imb der Nanmallibetalcn über einen V c r m i 11 l n n g s a n t r a g zur preußi scheu W ahl r c cti l s v o r la g c haben aud; am' Mittwoch fortgebauert. Bisher ist, so wird uns aus Berlin geschrieben, eine Einigung nach nicht erfolgt, doch hofft man bis Tonncrstoq eine Form gefunben zu haben, bic als Basis für bie 'Weite Ansüluß-Lcsung benutzt werden kann. Tic Hauptschwicrig Feit besteht darin, daß bei Beibchaltting bet indirekten Wahl birrd)meg die geheime Abstimmung beschlossen werden müsse, wenn ein Block von tzeydebrand bis Friedberg gesdulostcn werden soll. An der Beibehaltung der inbiretten Wahl stößt sich aber nach wie vor bie Regierung. Ob sie auch gegen bic geheime Wahl ihr Bottmi abgeben wirb, steht noch nicht fest. Im allgemeinen ist die Mehrheit d.S Ausfd usses aber zuversichtlich, lieber bie Art des Dermittlungsvvrschlags wirb Stillschweigen beobachtet. Dem Hamburger Bürgermeister Tr. Burchard ist zu seinem 25 jährigen Jubiläum als Senator folgenbes Telegramm des Kaisers zugegangen: Eurer Magnifizenz spreche ich zu bem heutigen Lage, an dem Sic vor 25 Jahren bie mit so reich ein gekrönte Tätigkeit als Mitglicb bcs Senats ber Freien Hanscstäbt Ham bürg begonnen haben, herzliche Glückwünsche aus. Möge eS Ihnen noch lange vergönnt sein, Ihre wcrtt'ollcn Dienste bem Wohle des Reiches und Ihrem Heimatstaate zu widmen. 2luslcrnd. Dor Landesaiisschust in Prag beschloß rücksichtlich der Notlage ber Landes stnanzen, 280 Irre aus ben Landesirrenanstalten zu entlassen. Es handelt sich um nicht gemeingefährliche, leichte Kranke. Tas österreichische Herrenhaus nahm das Dkekru tcn-Kv^tingcnl in allen Lesungen an. Im Lause ber Besprechung begrüßte (fwaf Latour die Anbahnung frcunbsd-cistlidn'r ziclnmgni zu Rußland, mit dem Dcftrrmd;. Ungarn durch dynastische Bezielnmgcn Erinnerungen an nationale Bündnisse und Waffen- brudersch/ast verbunden sei. Wie ans Petersburg beridüct wirb, überreichte ber König ber Bulgaren dem Kaiser Nikolaus als erstem Ritter des ncitgegrünbeten Chrillus-NLethobiumsordens die Kette dieses Ordens. Präsident Taft erliest bic Proklamationen, welche 36 Läw bem die Minimalzölle ein räumen, unter ihnen auch samt lichen deutschen Kolonien. Au» Stabt unb tiaub. y i c f> C n, 3. 9)101'$ 1910. * * Tageskalende r ihr Ionncrstag, 3 Marz. Berein für Fra u e n u i ni m r e di t ‘Bortr-ag van Frl. Martha *3 >e b Eutin: Da-.' 6 uiigiiiicicDio gramui her liberalen und die Frauen. Abends 81.Ubr im S?otei 2diiii. ■ 3 saue e i>e? Aliuifvivitincii F. E u m berlau b. Abends 8' i Uhr in Stein-:- Karten Titelverlcihui! Der Großh erzog hat dein Vortragende»! Rat im Miniflcrimn des Innern. Oberregie- rungsrai Dr. Eugen W a g n e r, den Eharalter nl-3 Geh. Ober» regierungsrat erteilt. * * S p n r i o ni tc.it in bei Staat v c r ro a 11 it n g. Die durch die letzten Personal>.erschiebungen im Gesdiäfts» der eich des Ministerinms bc > Innern erledigte Stelle eines juristischen Vortragenden :h'nibei dessen Abteilung siir Vnnb »virtschaft, Hande! und oien eri c wird, wie halbamtlich mit» geteilt wird, nicht wieder besetzt werden. * * In SlubtCn,; cmpfü 1113cn wurden oqin Groß- Herzog am Mitttvoch n. a. der Kaunnerherr Wilfried Freiherr (5 d) end' 511 Seh »vein 8 berg - Wäldershausen. * * 9(116 dein M i li t är -- W 0 che n blatt. Prinz Ernst Heinrich zu Stolberg Roßla in der Armee, und zwar als Li. im Garde-Drag.-Reat. (1. Hess.) Nr. 23, vor» läufig ohne Pritenl, angestellt. Die Selektaner der Haupt» kadetteuanstalt und Portepee ° Unteroffiziere Bubdecke im Leibgardc-InfaNt -Regt. (1. Hess.) Nr. 115 und v. Oppen im 2. Hess. Feld-Art illerie-Rcgt. als Leutnants angestellt. * * P r 0 v i n Z i a l b i r e k t 0 r Dr. Usinger. Zur Ergänzung unserer gehrigen Mitteilungen entnehmen wir der „Darmsl. Ztg." noch folgende Angaven: Dr. Karl U sing er ist 1864 in Main; geboren. A a dl de in er die Fatnttätsprnfung nnb die Staatsprüsung bestanden hatte, wurde er 1891 als Negierungsassessor dem KreiSmnt Main; zugeteilt, von wo er 1893 als kreisumtmami mich Groß-Gerau und von dort 1894 in derselben Eigenschaft wieder nach Mainz kam. Im Oktober 1898 wurde er als windiger Hilfsarbeiter iu^das Mi nist er in in des Innern berufen, 1899 erhielt er den Titel Regierungsrat, 1901 n urde er zum Oberregierungsrat 1111b 1902 311111 vortr. Rat in der Abteilung für, Landwirtschaft, Handel und Gewerbe und zum Staatskommissar bei der .HandwertSlaniwer ernaunl Arn 14. Februar 1906 erfolgte die Ernennung 311m Ministerialrat nnb ',11111 P01 sitzenden der genannten Abteilung. Ministerialrat Dr. Usinger gehörte als Mitglied der Zentralstelle für die Landesstatistik an; ei' war Vorsitzender de> Landesversicherungsamtes und Vorsitzender der oberen Bergbehörde und ist an vordem vom Bundesrat ernannte?« Mitglied des Beirates für dir Arbeiter statislil in Berlin. Er besitzt das Monmirtien; 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, die Vermäh lungsmedaille nnb den Komtur des bayerischen St. Michael vrdens. * * D e r N e i d) s iags a b g e 0 rd n e t e 11 n s e r esBe - zirls, Abg. >1 ö l) l e r Langsdorf, richtete, wie nns gemeldet wird, an den aus unserem Kreise scheidenden Provinzraldi rektor Geheim erat Dr. Breidert sol gendes Schreiben: Verehrter Herr Geheimerat! „Mit einem nassen, einem heitern AUg" vernahm idi heute die Kunde von Ihrer Beförderung ans den Posten von Main;. Wir Over- Hessen werden allezeit Ihrer so sehr großen Verdienste um das öffentliche Wohl mit dankbarem Herzen gedenken. Möch teil Ihnen gleichgroße Erfolge in Ihrem neuen kirnte vc schieden sein! In ausgezeichneter Hochachtung und mit freundlichen Grüßen Ihr sehr ergebener K ö ()I e r - Langsdorf, M. d. R. * * Lc h re rp c rs 011 a l i c n. Uobcrtragcn wurde dem Lehrer Phil. Volk zu Unfer-Sensbach eine Lehreistelle an der Geineindeschnle zu Ober-Becibach, dem Schulamtüaspiranten Ludw. H 0 rn ans Brensbach eine Lehrerstelle an der Gemeinde- schnlc zu Schwanheim, dem Schulamt8aspirant"n Jak. Winter anö Nicdcr-Wciscl eine Lehrerstelle an der Gemcindeschulc zu Trebur. * * Ofsii er s aspira 11 t en d e s Beurlaubten- [taubes. Wie seil, einigen Jahren ist auch für dieses Jahr die Einberufung von Offiziersaspiranren des Beurlaubten- stand es zu einer etwa dreiwöchigen Hebung im Kompagnie verbände ungeordnet. Beim 18. Armeekorps hat jede Divi- Vision eine solche Uebungskonipagnie am 5. d Mts. auf dem Truppen llebungsplätz Darmstadt aufzustellen, wozu sie auch die Kompagnieführer und Offiziere, sowie das sonst noch erforderliche Unteroffizier 11)11». Personal tom man dien. Als Leiter der Uebnng soll Major v. Kummer vom Füsilier-Regiment Nr. 80 in Wiesbaden bestimmt sein. Die Kompagnie der 25. Division wird Hauptmann V. Oidt man vom Leiv Infanterie Regiment Nr. 115 führen. * * Zn la ff n n g 3 n r Recht s anwaltschaf t. Am 1 (i. Februar wurde der Rechtsanwalt Gg. Bal 3 e r 311 Lorsch zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Vilbel zu gelassen. * * Nati 0 nalli b e r al e P a r t c i. Wir erl-alten folgende Inschrift: Rcichstagsabgeordneter Dr. <5trefein a n n spricht kommenden 3 a m s tag, 5. M ärz, abends 8 Uhr, in einer vom Wetz l a r e r Nat i 0 nal li b er al en V er e i n anberaumten großen öffentlichen Versammlung, die im 3 di ü tz e n g a r t e n zu Wetzlar ab gehalten wird. Wie Herr Dr. Stresowaun infolge seiner großen Sachkenntnis, namentlich auf dem Gebiete des Wirtschaftslebens und seiner klaren, eindringlichen Beredsamkeit stets das Ohr des Reichstages hat so hat er sich and) in zahlreichen Städten aller —Deutschlands durch seine zündende Beredsamkeit eine anßerm iche Beliebtheit erworben. Bekannt ist! er ferner als chftlfcsfeSk eifrigsten Kämpfer für die Schaffung einer Privatbba 1 ntenve 1 sid- er ung. Da der Andrang ein sehr starker werden wird, ist es rät!ich, wenn irgend möglich, schon den um 6.35 abgehenden Zug zu benützen. (Siehe Inserat!) P 0 in Freiden lerbund wird uns geschrieben: Dr. Bruno Wille ans Friedrichshagen b. Berlin wirb am kommenden Montag, 7. Mär;, hier im Hotel Einhorn über das Thoma: „Wi' uns die Kunst befreit" sprechen. Zum vierten Male wird es ictii. daß der Dichter der „Offenbarungen des Wachholderbaumeö" hier in der Oeffentlich- teit spricht, und noch jedesmal hat sich die Zahl der Zu- Hörer, die andächtig seinen Worten lauscht, vergrößert. Er kommt deshalb and- nicht als ein Unbekannter, zu dem man mit einem aus Neugierde und Mißtrauen gemischten Gefühle geht, sondern er hat sich hier selbst eine Gemeinde geschaffen, die ihm immer gern und willig ihr Ohr leiht. Diesmal dürste aber noch aus einem anderen Grunde ein besonders starker Besuch des Vortrages zu erwarten sein, denn Bruno Wille hat im vergangenen Jahre dem deutschen Volle einen Roman geschenkt, der seinen Namen weit über ben Kreis seiner Freunde und Verehrer hinaus bekannt gemacht ixit. Es ist der Roman „D io Abend bur g", der bei dem Pr ei saus) dir cib en von Rekln ms Universum mit bem erstell Preis von 30000 Mk. gekrönt wurde. Bruno Wille ist aber nicht nur ein Künstler des geschriebenen Wortes, nein, er weiß es and- in der Rede meisterhaft zu handhaben. Gewiß wird jedermann gern die Gelegenheit wahrnebmen, Von so berufener Seite zu Horen: „Wie uns die Kunst befreit." ,, v . " Das Kolossen m bittet uns, indzuteilen, bau Vcrr Ltto Reutte v während seines Gastspieles auch in der Nachmittags- Vorstellnna anüntt. Studentische U n t er ri chts ku r s e. Wir werden gebeten, darauf aufmerksam zu machen, daß das phnsikalische Institut, in dem am Freitag abend Herr Pros. M'önifl über „Tas Sehen und die Farben" sprechen wird, sich Step I) a it st r a ß e 2 4 befindet. F ü r d t e Sä u g l i n g sze n t ra l e hat Frau Adam Opel Wlw. in Rüsselsheim dem Großherzog 3000 Mk. zur Verfügung gestellt. Selb stm 0 r d. Gestern nachmittag wurde aus den Wiesen in der Schwarzlach ein nnbetnnnter etwa 10 Jahre alter M a 11 n mit einer 3 di u ß w 1111 b e im Kopf nnb einer solchen in der Brust bewußtlos misgefuudeu. Er wurde Von Mannschaften der Sanitätskolonne nach der chirurg. Klinik verbracht und starb dort noch abends. Nach den Feststellun gen handelt es sich um Selbstmord; Wertsachen und auch der Revolver saodeii sich bei dem Verletzten vor. Seine Persönlichkeit tonnte bis jetzt nicht festgestellt werden. Papiere oder sonstige Gegenstände, aus denen seine Personalien hatten festgestclll werden können, sanden sich nicht vor. Weinliebhaber. In der letzten Zeit wurden wieder mehr fach aus H anstelle r nWeinego ff 0 hle 11. Aus einem Keller der Gocthcstraßc holten die Diebe vor einigen Nächten 25 Flaschen. Die Diebe stießen bei ihrem Unternehmen die Scheiben an den Kellerfenstern entzwei und stiegen dann ein. Znsa m m e 11 st 0 ß. Gestern vormittag stieß un B a D 11 Hofe eine M a s ch i n e mit einem unbesetzten P e r s 0 n e 11 z u g zusammen. Maschine und Padwagen wurden tark beschädigt, Personen wurden dabei nicht verletzt. 1 E i n Sportplatz für .den Gießener F-ußvall-Club 1900 soll zwischen Rod heim er Straße und der Hardt-Allee eingerichtet werden. Das Gelände, 13 000 Qm., ist auf 5 Jahre gepachtet: es soll ei 11 gehegt werden und die er forderlichen leichten Bauten sind bereits in Aussicht genommen. In Verbindung mit Kiesen Einrichtungen sind ein Tennisplatz und Plätze für Leichtathletik geplant. ----- 3t cm bet in t-Slr. Gießen», 2. März. In unserer Gemeinde wurde mit großer Mehrheit die Durchführung der Fekdbereinigung beschlossen. — In seiner letzten Sitzung stimmte der Gcmeinderat der beantragten Errichtung eines zweiklassigen Schulhanfes mit zwei Lehrerivohnimgen zu. H 01 z h e i m, 2. März. Unser Bürgermeister Peter K l 0 tz I. feierte heute sein 25jähriges Diensljubilänm. Am '-i.'achmittag fand eine Versammlung des GemeindcratS, des Schul und des Kirchenvorstandes statt, in der der Vertreter des Kreisamts, Regierungsrat Dr. M erd, der Orts geistliche Pfarrer Freitag und der Beigeordnete Grieb Ansprachen hielten. Letzterer überreichte im Auftrag des Geineiuderats dem Jubilar als Geschenk der Gilneiiidc einen Sessel. Am Abend wurde unter Beteiligung des Turn und des K'riegervereins ein Fadelzug und daran anschließend eine allgemeine Feier veranstaltet, an der die Mnze Gemeinde teil nahm. Der Kriegerverein ernannte Bürger meiister Klotz zum Ehrenmitglied, der Turnverein stellte hübsche Pyramiden und der Posaunenchor verschönte die Feier durch den Vortrag einiger ergreifender Ehöre. )( Ruppertenrod, 1. März. Ein hiesiger Hausbesitzer hatte vor vier Jahren seine Küche durch einen Anbau vergrößern lassen. Der Anbau war gedeckt durch ein flaches Dach, gewölbt von Tuffsteinen zwischen Holz trägem. Diese Hoiztrüger waren verfault, da die Zement decke Risse bekommen. In dem Augenblick, als die Hans fr au die Küche betreten und 311111 Herde schreiten wollte, st ü r z 1 e die Decke vor jiljrc Füße nieder. Wäre der Einsturz eine Sekunde spater erfolgt, so wäre die Frau Von der schweren Decke zerdrückt worden. Wäre der Einsturz einen Abend vorher erfolgt, bann hätten brei Erwachsene, bie in ber Küche gewaschen, ihr Leben verloren. K'üchenmöbel, Küchengeschirr nnb Küchengerätschaften würben zermalmt. Ein Lichtbildern 0 r t r n g fand von Pfarrer Jung aus Ober Ohmen in unserer Kirche statt. Gr zeigte LutherslLebeu und Wirken. Die Bilder zeichneten sich burd» Klarheit, Deutlichkeit und Schönheit aus, so baß die zahlreiche Gemeinde mit vollem Interesse den Bildern folgte. Die am Schluffe per Vorträge erhobene Kollekte offenbarte den guten Erfolg. xWettsaasen, 2. März. In ein gern ein sch af t- lich c s G rab kam hier das umiiittelbar hintcrcinaiider verstorbene Ehepaar H. K naß. Der 72jährige Ehegatte war früher lange Jahre Bahnwärter gewesen. Seine Ehefrau war die Tochter des Gemeinderechners Heinrich Hörle, des ältesten aktiven GemeinderechnerS unseres Grvß- herzogtums. Der alte Hörle, eines der verdienstvollsten Glieder unserer Gemeinde, befindet sich int 80. Lebensjahre und versieht noch mit einem Gehilfen sein Amt. m. Bad Na uh eint, 3. März. Der Spar nnb V 0 rsck» 11 ßverci n e. G. m. b. H. hält Samstag, 5. März, seine 59. ordentliche Generalversa m m l 1111 g im Re ftaurant Burk ab. Denk uns vorliegenden Geschäftsbericht für 1909 ist zu entnehmen, daß die Gesamteinnahmen und Ausgaben je 18162635,93 Mk. betragen; der Reingewinn betragt 30 858,38 Mk. bei einer Mitglieder zahl von 517 gegen 501 int Vorjahre. Die vorgeschlagene Dividende betragt 61... Proz., eine Summe, die seit 1885 nicht mehr erreicht wurde. - Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Gießen wurde ein in die Schweiz geflüchteter Drosch toukutscher verhaftet, ber im Herbst v. I. bei einer Fahrt nach bem Hodiwalb ein in bem Wagon sitzenbes Mäbchen zu vergewaltigen suchte. Zunächst wurde bem Mann ber Fahrschein entzogen. — Durch Vertrag ging bas in der Friedrichstraße gelegene Haus des Sanitätsrats Dr. Cholewa in ben Besitz bes Herrn Restaurateurs Abolf Stcng, Besitzer des „Schützenhofs" hier über. m. Röbgen b. Bad Nauheim, 2. März. In ber Dampswaschanstalt „Holzmühle" geriet ber Arbeiter k'eil in bie Kammräder einer Waschmasd-ine nnb erlitt eine starke Quetschung bes linken Unterarmes, bie ihn auf längere Zeit arbeitsunfähig macht. fc. 5 rieb berg, 1. März. Mit den Arbeiten an ben Bahnh 0 f 8 erweiterungen wirb im April begonnen werben, ba bie Bahnoerwaltimg mit ben Besitzern bcö Geländes, mit denen eine Einigung noch nicht erfolgt ist, sich gütlich anScinanbersetzen wirb. Es hanbelt sich nur noch um weniges Gelänbo. Die Hauptgelänbeobjekte sind von bem Eisenbahnstskus erworben, so von bem Gräslich Solms- -)<öbcl()chn)d)cn Fibeikonimiß in ?lssenheim für etwa 200 OOu Mark, von den Gebrüdern Ulrich-Friebberg für 120 000 Mk., von ben ©ebrübern Nkeyer-Friebberg für 80 000 Mk., von dem HofbrälihauS in Hanan für 70 000 Ml. Die Ent» eignungSvcthanblilngcn wegen bes zur Erweiterung de. Bahnhofs Bab Naiiheim erforderlichen Geländes sind ebenfalls bem 2lbschlnß nahe. <1 M ai 11’;, 3. Mär; Ans dec Strecke Alzey Mainz wurden gestern vormittag in einem dem Persouenzug anhängendeu Ohi ter io a g c 11 mehrere k i n e 11 aeö 1 i n e 1 und daraus einige Hundert Zigarren und Käse gestohlen. Bei der Ankunft hier wurde der Diebstahl entbedt und die Kriminalpolizei benachrichtigt. Ta-j Angenmeit der Polizei richtete i:di zunächst aus das Zugpersonal iinb in deren Wohnungen wurden sofort Haussuchungen vor genommen. Tie gestohlenen Zigarren und Käse lourhcii in den Wohnungen der hiesigen verheirateten HiEsbalnischaffiter Audi. Sd'.cr; und Roberi Engel vvrgefund « Bei ihrer Zurüd fuuit von Alzen wurden die Beidcil verhaue!. Am 15^Dez. si it v z t e der Invalide Adam H e i 11 z aus dem v i e r t e n t 0 ck »einer in der idelbergersaßgae belegenen Wohnung in den Hof hinab und verletzte sich außerordentlich schwer. Geyern wurde H ais gc heilt aus dem Rochushospital entlayen. Er konnte fiel- ui Fuß nach seiner Wohnung begeben. )( Marburg, 2. März Im Vordergrund des In ter ess es steht hier gegenwärtig eine besonders kirchliche Kreise interessierende wissenschaftliche Streitfrage zwischen hiesigen llniversitätsprofessoren über die Frage: „H at I e s 11 s geleb f?" Nachdem kürzlich in zwei stark bc acht en von ber Freien Studentenschaft einberufenen Ber sammlungen im Hotel Freidhof der orbenflidie Professor der semitischen Philologie und der orientalischen Geschichte, Dr. I ensen, die Ansicht vertreten hatte, daß bie Ge schichte Paulus nnb Jesu mit ber 2000 Jahre älteren babylonischen Gilgamesch-Sage große Aehnlichkeit habe und wohl nur das historisch sei, was leie nicht erzähle, fand gestern abend in den Stadtsälen wieder eine Versammlung statt, in der dieselbe Frage behandel 1 wurde. Ost von ftünrii schein Beisall unterbrochen,, wies der Redner, der Theologie Professor Dr. I ü li ch e r , vom historischen Standpunkte aus nach, daß die Existenz Jesu nicht wegzuleugnen fei uni) alle anderen Behauptungen, besonders der 1 lammen hang des Lebens,Jesu, mit der babylonischen Gilganieschsage auf sehr fchwnchen Füßen standen. Die imposante Ver farninlung war von etwa 1500 Personen besucht. Die Polizei mußte schließlich die Nachdrängeuden zurückweisen. Bei der Abiturientenprüftiug im Gy Mitas in m Phi lippinum bestanden sämtliche 10 Oberprimaner, drei unter Erlaß der mündlichen Prüfung. In der O b o r - realschule waren es 21 Prüflinge, die ebenfalls samt lich bestanden, 7 unter Erlaß der mündlichen Prüfung. - Heute nacht starb hier der in weiteren Kreisen bekannte Bantvorstand der Marburger Bank, Universitäts-Buchhänd ler O. E1) r Hard t. z. Biedenkopf, 2. März. Bei den in unserm Kreis nahezu beendeten H 0 13 V e r ft ei ge r n n g e n wurden durch weg angemessene Preise für alle Arten Nutz wie Brenn hol; erzielt. An der Spitze marschiert wohl unsere kreis Jf.atd Biedenkopf, deren Gemeindewald brachte im vorigen Jahre eine Reineinnahme von 10870 Mf. In nicht wenigen Gamarkullgcil unseres Kreises befinden sich größere fterilc Flächen, die sich nicht zur Anlage von Acckcrn usw. eignen. Würden diese ausgeforstet werden, tonnten sich die Ge meindeeinnahmen für die Zukunft noch vermehren. n n • ।■ hü 11™ _______!__[■"TT—* 2Ctrcbe nnd schrrle. ** G c m cinsa m c r S cli 111 b c s u ch V 0 11 K 11 a b c n 1111 t» M a bd) cn. Aus Baben erhalten wir folgende Zeilen mit bei Bitte um Aufnahme in unsere Zeitung: In einem Eingesandt 1» Nr 42 des Gießener Anzeigers wird die merkwürdige B> lumpwnz aufgclielU, daß 90 v. H. der badischen Cbcrlchrcv sich iinhi" ausgesprochcii hätten, der Besuch höherer Knabenschulen buvd Mädchen habe für beide Teile nur Nachteile gebrach! Ta ist durchaus unridilig. Richtig ist folgende Bei der vorjährigen Tagung des badischen Philologenvereins in Konstanz wurde auch das Thema behandelt: „Zulassung von M ädcken ui» B c s 11 d) d e r H ö h c r e it M n a b e 11 s ch u 1 e n". Der Vorschend- bemevtte einleitend, das; es sich bei der Besprechung dieses Thema) nicht um die allgemeine Schulgeweiuschaft von Knaben und Mäd dien and) in höheren Bilbungsanstalten, sondern um die in Vaden gestattete beschränkte Zulassung von Mädchen in knabenanslattcn und um die hiermit gemachten Erfahrungen handele. Von zwei Referenten und einem Korreferenten wurde die Frage eingehew behandelt, gestützt auf Fragebogen, die der bab. Philologenlxi-ein vorher ansgegebeu hatte. Tie brei Referenten faßten dann ihn Ansichten in einigen Leitsätzen zu lammen, an denen allerdings einige tteinc Aenderungen öorgcnonimcn wurden In diesen Satzei wurde u. a. betont, daß der seit 1901 in Baden allgemei» ermöglichte Besudi der Knabenintttelschuleii burri) Mädchen in ei ziehcrisdier Hinsidil Teilte ernsthaften Schwierigkeiten nn Gcsolp gehabt hätte, ein fördernder Einfluß der beiden Gesdilediler aut- einander sei aber so gut wie gar nicht 311 konstatieren gewesen Da-.' elftere ist, wie das auch der Einsender in Nr 49 hervor hebt, entschieden das Wichtigste und Wertvollste, was auk dn Konstanzer Versammlung sestgeftellt wurde und dem tioit teiltet Seite ivibersprodieu wurde. Wenn nun weiter in ben Leitsätze) gesagt wirb, daß die überwiegende Mehrheit der badischen Mittel- sclmllehrcr fein Freund der Zusammenziebiing von Knaben imt Mädchen als eines allgemeinen ErztehungSideals fei, so i|t biet ausdrücklich feftziiftcllen, daß die Sätze nur eine Kusammeusayun- des von den Referenten Vorgetragenen darstellt und daß bi sonders eine Abstimmung über »ie nicht ftattfanb. Tcr <^t,n mung nad) zu urteilen, wären bei einer Abstimmnng bie Leiyatc aller Wahrscheinlichkeit nach bnrdigefallcn. Es föniitc aud) idwv um bcswillen nickst bavou gesprochen werden, daß !)0 v. K der bab. akabemisck) gebildeten Lehrer sich io ungünstig, umv bie Koebnktaioii ausgesprochen hätten, als von etwa 1000 wmemcs gcbilbeteu Lehrern in ber Konstanzer Versammlung nur ein * anwesend war. Im allgemeinen Tamt man den Ausführung»k des Einsenders in Nr 19 zu ft im men und init ihm wiinlcner, daß den streb sauten Mäddien unsere Bildungsstätten - Ghmnancii und Realanftalten nick! verschlosseii werden. — _ Landwirtschaft. - Der „RcicktsLnzeiger" veröffentlicht einen längeren V famimenfaffenben ArtikÄ über die b 1 h er 1 g e n E y g ebtt 1111 der Versuch.6 f ü 11cru n g e 11 m i 1 E .»1 i ng c r sl e. Danca» wurden in keinem Falle die behaupteten schädlichen Wir Inn gen d-». v osins sestgestellt, dos- die beobachteten Störung guitgen tatiäd lid- durch Verfütterinig von Eosingcrftc veranlag waren, dagegen ist es in einer Reihe von Fällen gelungen, tu Wahlen Ursachen in Bermneruigung v-der Dumpfigkeit der Gerir oder in Rotkomf, Backsteinblattern )bcr Sd veineseitche amtlidH* ermitteln. Bei den amtlich vor genommenen Versuchen nnirar nad: den Befckstüssen des Vereins deutscher EM * baWvernviltnngen überliaupt uidst mehr ein geführt. Es gibt am 1. Mai auf den deutschen Eisenbahnen e 1 nen 11 e 11 en Fay plan. Dieser wirb aber nur als Fnhrplan vont 1. Mai 5? i Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzcn . । r i i ö bx! I 22 tl — ~ e» v ? liidilifc. je zwijcky r- > j 1 Itorl , lenen e Proshi-1 1 Geichs. \ iß dic k! rc älter?* it habe im sandgesic> timifl jltr oon |türr ^Theolozi ftanbpun' leugnen jt imminr .gaineschsr osanle St nachmittags 21/, Uhr, von der 1313 3. 4. — Grnfte Zahlen. Unter dieser Uebcrftörift lesen wir in Nr. 2 der von Oberlehrer Dr. Strecker, Bad Nauheim heraus- gegebeuen Monatsschrift „Eltern unb Sckiule": Nach den „Veröffentlichungen aus dem Gebiete des Militärsanitätswesens", her- ausgegeben von der medizinischeii Abteilung des Kgl. Preußischen < 1909, Heft 40 , sind unter Gymnasiasten am 1. bis 2. März — -s- 7.1 e 3. . 1. ° 2 „ = - 0,5 “0. N- I; »»tottite >nes *" Moinier braditc SBcld? eindringlich'' Sprache reden doch diese „ , zentsatz ber Militäruntatiglichen bet bcn Ciniährigcn bezüglich her fünf letztgenannten Mängel teils doppelt, teils dreimal so grotz wie beiden anbern ' Nnd diese Sprackw wirb iwch viel eindringlicher, iDcnn wir bedenken, bas; gesetzlich an bie Einjährigen das geringste Mast von Ansorberungen betreff» der Tauglichkeit gestellt, iverdcit darf unb baß sich unter bcn andern Militärpflicht» tigen dic jungen Üeute aus denjenigen Mreifen der Bevölkerung befinben, bic unter den sozial ungefunbeften Verhältnissen leben! Todes-Anzeige Heute nacht wurde meine gute Schwester Mathilde Frank nach längerem Leiden durch einen sanften Tod abgerufen. Adolf Frank Leutnants Meaux gefunden wurden. General den Bewohnern der Dörfer beträchtliche Rtngfreie Gro$$bra«erti sucht für Gießen und Umgebung tüchtigen Fachmann fautionäfäbig, welcher bie Vertretung und den Vertrieb ihrer erft; klantgen Biere für eigene Rechnung übernimmt. Bedingungen werben günstig gestellt unb Offerten unter t. H. V. 596 an Rudolf Moffe, Frankfurt a. M. erb. t»s2/ GeWlist für Erd- iinii Isölfcrhiniie Fünfter und letzter Vortrag. vr- SamStag den 5. März, 8'/, Uhr, in der großen Aula d. Universität: Herr Profeffor F. Thorbeckc (Mannheim) Mnip und Forschsnyen in Nord-Kamerun Mit Lichtbildern unb lvoraussichtlich) PhonographlscheitVorführungeil Zu dem von ber Cberhcn. Gesellschaft für Natur unb Heilkunde nm Donnerstag, dem 3. März, S‘/2 Ubr, im Horsaal des uh nut Instituts veranstalteten Vortrag b. Herrn Tr.Hcrm. Mebcr hicrfci ‘2!! Die ältesten Sputen des MenschFn sind bie Mitglieber ber Gesellschaft für Erb u.VölkerkunL^e5ngelaben. eer - hierfür 15 Mül. - unb jür bic von ber Regierung vorgesehenen Ausgaben lur die BolkSichullehrer unb ben Volksschulunterricht zu bewilligen haben bennodt könne man auf einen Ueberschutz von O1,. Mill rechnen. Tie Tiitan zielte Lage Italiens sei beinnad) 'ehr günitig; eben 10 1 et die Lage des Schatzes zum erstenmal, seit es überhaupt italieiufd>* Finanzen gäbe, ausgezeichnet zu nennen. M ü 11 d) c n, 3. März. Der Intendant Julius H 0 s m a n n, der 23 Jahre lang das Kölner Stadttheater geleitet bat unb nachdem Intendant des Mannheimer Hof- und 9iationallheatees war, ist itn Alter von 09 Jahren gestorben. Paris, 2. Marz. Aus Tanger wird mehreren Blattern! gemelkt: Tie Äiolonnc des Generals Moinier wurde gestern stüli in Ain Fuzeur unenoartet von dem Zaer^Stamme. aitgorrtsfen. General Moinier ucrivaibetc in dem Gefeckck Haupt 1 ach lick' die berittenen Gumirs des SchaujHaebietes, welche bic '.'(i^rcifcr nadi einem heftigen Mampfe in bic \ylud t schlugen. Tie Zaers liepcn zahlreick.e Tote und Venvunbele zurück. Tic Gumirs lyattcn zwei “Stämme: Eiche 4. -ML 3 St. = 2,03 ^ 5. unb 6. Kb 4 St. - 1,93 Fm, Buche 1. ML 1 = 0,80 Fm., 4. Kl. 4^t = 1Ä -Im.' Birke 4. Kl. 1 St. - 0,49 Fm. Mieter 3. ML 3 St. 3,18 om-, 4. KL 19 St. - 10,83 Fm., 5. ML A 5.x. = lO^tym., -aitbe 3. ML 1 ®t = 1,29 Im., 4. und 5. ML 15 iLt. - 44b jyni., Wickle 4. unb ß Qi 04 >-t - 9N »Vm Rutlknüvvel: »vidite 12 Rm. Nulrrcistg. Ä2txm. ’tircnttbol', Rm Suche l.SL 55» (barunter 6 Rm. Felgenholz), 219 2. ML Knüppel, Nm.: Buche 230, Giche 23, Birke 6, Gr le 8, Mieter 11, Fichte 4. Mnupvclrcrstg, Rm.. Eiche 14,, Bieter 20. Reisig. Mim.; Buche 1244. «torfc, Rm.- Buche >b. 3ufammcnfiinft vormittags 11 Uhr im Diit^kt Borkharbs auf ber Hungen-Lchottener Strage am oberen Tamm. $ie blau Anterstricheuen Brennholznummern konunen nicht zum Ausgebot. Nähere Austunft burdi Grosth. Forttwart Faeob in ^tormels. Eichelödors, den 1. März 1910. G'.ostherzogliche Cbcrtortteret Eichelsbors. F. V ; M r a tz-________________ „Justitia“ Giessen Inkas*o-Burean und Auskunftei :: Inh.: J. Cüsters BabnhoMrastc 39 part. empfiehlt sich zur Einziehung von Forderunsten aller An. Einholung von Auskunitcn im In und Auslände, sowie zur Anfertigung von Schrift,'ästen, Gesuchen u. Zablungsbeichlcn:c. Prima Referenzen. 0589 Mutante Bedingungen. Montag den 7. März 1910, abcndö 81/.. Uhr, im Saale des Hotel Einhorn OeffeiitiL Vortrag1 von Tr. Bruno Wille aus Friedrichshagen über das Thema: „Wie mir die Kunst befreit“. Eintritt 40 Pfg. Reservierter Platz 60 Pfg. Saat Kartoffeln Frührosa Kaiserkronen Perle Erfurt Gelbe Vieren Maiglöckchen Paulsen* Juli Magnum bonuni Optitate Prof. Märker Industrie alles in nur reiner, auserlesener L.ualität, empfiehlt billig Zean Wasel, rmMahe k, Telephon 235.1221 Kleine Tageschronik. Wegen grafeit Untciicf:laguTig:n, bie sich aus 300 000 Mark belaufen, wurde der Banl'dirrlior Martinsen, Direktor des Petersburger Ltadt-Lombards, verhaftet. Zn Marburg tSchwabenverletzte ber F-abrikschlosser Kar Unger nach einem Worttveck l durch Messerstiche fünf Arbeite Mienen schu .r: einer ist bereits g est orben, zwei schweben xn Lebeirsgefal i . Ter Täter war bereits längere Zeit im Irrenhaus. In R u m m c isburg fuhr ein cinsahrenber Güterzitg einem anderen in die Flanke, wobei zehn Wagen entgleisten. Personen wurden nickt verletzt. Ter Peisonenvertehr wurde nicht gestört. 3n i'ck en den Stationen A tz w and unb W aidbruck brr A v , n n e r b a h n , ging gestern rin großer Felssturz nieder. Ter Kölner IT Zug 156 stiel' vor Lissendorf auf zwei leere Bauna ien. Ter Malerialsck.aden ist unbebcutenb. Personen wurb. ', n i ck, t verletzt. Ter O-Zug fuhr mit 78 Minuten Versrätung weiter. . t _ . .. . . Durch Verlagen der Breiuse rannte cui Zlig ber Untergruiib» bahn >m Hnbson-Tunncl auf einen haltenden Zug aut; lo Personen luinben sch w er verletzt. , p , Von dem Damvftr ,.T a g u a" traf ein drahtloses Telegramm ein, dast er mit dein Schooncr „Republik" auf der Höhe ber B a rn e ga l bu ch t an der Küste von New-Jersey zusammeu- gestosten sei; er habe 150 Passagiere an Bord und bitte um Hilfe. ST i eTnFs hroni fand Kunst u n b W i f i e n s ch a f t. Ter III internationale ft' o n g r c fj für phh st ka11sche Theravte tagt vom 29. März bis 2. April d Js. in P a r t s. — Tic 8 2. Versamm ku n g dcnlschei 91 a t u r t o r | ch c r unb 9( c i J c findet vom 18. bis 24. September in Königsberg i. Pr. statt. 'um ständigen Sckreiär der Akademie der stehende Partei gründen wolle. Londvii, 3. März. Das Parlamentsmitglied löavlcy-Vlll will im Unterlauft eine, Bill eütbringen, wonach bei a u sT eu t s ch- lanb importierten Waren der Vermerk 'Wabe in Ger- mani) durch Nichtbritisch ersetzt werden svK. Newyork, 3. März. Das amerikanische Komitee für bie Berliner amerikanische AiiSftellung hat mit Genugtuung davon Kenntnis genommen, dast das deutsche Komitee ber Verlegung der Ausstellung für später nunmehr zuftimmt. Der deutsche Botschafter in Washington soll ersucht werden, bei der deutschen Regierung auf möglichste Unterstützung der Ausstellung hinzuwirken. Eve rett (Washington), 2. März. Aus dem im Kas- kaden-Gebirge von einer Lawine verschütteten Zuge, worüber wir gestern telegraphisch berichteten, sind sechzig Leichen geborgen worden. Holzversteigerung. T:ci§tag bcu s. März l. IS werden aus den Domamal toalbhivriüen Borknards und Dörrenberg der ^-orstwarlei ^torn- 2” 755,8 b» 756 5 156.0 Reparatur-Wcrkstättk wHuiuumiuuv ClllAUHl'll. „ . _ I fÜt (109b bltnbt ohne Preiszwang. Dieser । Musikinstrumente Hof Schic,scld b. Nidda, 22. Februar 1910. hv1/, I «Huch. I _ Niedrigste Nieoerschläg: — 0,0 mm Fabrikant: Auenst Jacobi, Darmriadt. Verkaufsstellen durch dieses Plakat kenntlich. Pfeil drei eck-Seifen^ Giessener Konzertverein Neuntes Konzert Zweiter Kammermusik-Abend am Sonntag, dem 6. März 1910, abends 51,, Uhr, in der Neuen Aula. ■ 1 Ausführende: Herr HEINRICH KÜHLBORN (Tenor) aus Berlin Herr ADOLF RHBNER (Violine) | , Herr JOHANNES HEGAR (Violoncell) j Jjrankturt a' Herr Prof. G. TRAUTMANN -Klavier). PROGRAMM 1. Trio op. 100 in Es-dur für Klavier, Violine und Violoncell........... 2. Lieder am Klavier: a) „Sei mir gegriisst" op. 20 Nr. 1........... b) Ständchen „Horch, horch, die Lerch’ im Aether blau“ . . . c) „Ins Freie“ op. 89 Nr. 5 ....... d) „Der Hidalgo“ op 30 Nr. 3 ............ 3. Sonate op. 13 in A-dur flir Violine und Klavier ...»........... 4. Gesang am Klavier: Hymne aus .Allessandro Stradella“ ........... 5. Trio op. 66 in C-moll für Klavier, Violine und Violoncell........... .... Fr. Schubert ' * * ' | Fr. Schubert * * । R. Schumann , . . . Gabriel Faur$ .....Fr, v. Flotow F. Mendelssohn-Bartholdy Eintrittskarten : I Platz Mk 4 -, II Platz Mk. 3 50. III Platz Mk 2.50. IV. Platz Mk. 2.—. --—---- Stehplatz Mk. 1.50, Studentenkarten Mk 1.—. Kl. Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernet Cha Hi er 'Rudolphs Nacht.), Telephon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritt'-r und abends an der Kasse zu haben. ..........Oeffnung des Saales nachmittags 4'/., Uhr. . August Rath, Besitzer. 01742. 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