Samstag 23. Juni 1910 Erstes Blatt Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. JÄfioSX «u^dL^sthU nach^e^r 3^«t wir^ in i«n Sa^emetftben »on 5946 auf 8329. Sonach > Hierbei wird nicht oertcmnt, dax, um nachte,ttgen »oigen Jelmoli in den Landorten erheblich größer. Seine i-iegen in 160. Jahrgang Nr. 146 Der Lietzener Anzeiger erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GietzenerZannlienblätteri zweimal wöchenll.Nrett- dltrtt für den lLreir Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land wirtschaftliche Settfrage» Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeig« für die Tagesnummer his vormittags 9 Uhr. unerheblich zuri ,, _ gang -war nicht sehr Die Stichwahl in zriedberg-Büdingen. Gießen, 25. Juni. Bei der gestrigen Stichwahl im 2. oberhesfischen Reichs- tagswahlkreis Friedberg-Büdingen siegte der sozialdemo- krati sche Kandidat Bus old mit einer Mehrheit von rund 2200 Stimmen. Bei wesentlich stärkerer Wahlbeteiligung erhielt Rechtsanwalt Dr. v. Helmolt (Bund der Landwirte) 9565 und Schreincrmeistcr und Parteisekretär Busold (Soz.) 11 766 Stimmen. Damit ist ein Wahlkreis, der seit der Gründung des Deutschen Reiches stets bürgerlich — und zwar liberal — vertreten war und zu den wohlhabendsten im ganzen Reichsgebiet gezählt werden darf, der Sozialdemokratie anheim- gefallen. Dieses vom vaterländischen Standpunkt aus durchaus unerfreuliche Ergebnis wird überall in Deutschland Aufsehen erregen und zugleich eine loeithin leuchtende War- ,nlng sein, doch es so nicht weiter gehen Fann, weder in der Art, wie bei uns regiert wird, noch in der Art der seitherigen ParteiLolitik, die an der Stelle allgemeinpolr- tischer, von großen Gesichtspunkten getragener (Grundsätze und Erwägungen lediglich einseitige Klasseninteressen 2Hi$ Beföctt. Der Präsident der Zweiten Kammer, Geheimrat Haas, toirb am Dienstag eine vicrwöchentliche Erholungsreise antreten- Wah-- rend dieser ^eit roirb wieder Vizepräsident K ore l l die Führung der Geschäfte übernehmen. — Heber die W ahlkrers ei n t er -i lung hielt der zweite Ausschuss unter Vorsitz des Abg. von Brentano am Samstag vormittag eine Beratung ab, enw weitere Sitzung soll am Dienstag früh stattfinden. für eine Staatskasse vorzudeugen, gewisse Praventwvor- schriflen für die grundsätzliche Anerkennung von Ersatz- Instituten nötig sind: die Bedingungen können aber so gestellt werden, daß sie erfüllbar sind und nicht der Vernichtung privater Kassen gleichkommen. Der Friede im Baugewerbe. R. B. Darmstadt, 24. Juni. Die Maurer, Zimmerer und Bauhilfsarbeiter hielten heute vor mittag eine sehr ,10x1 >. uchte Versammlung ab, in der mit großer Majorität beschlossen wurde, die Arbeit sofort wieder aufzunehmen. politische Tagesfchau. Aus der deutschen Koloaialverwaltung. Aus kolonialen Börsenlreisen schreibt man uns: Gouverneur v. Rechenberg dürfte vorläufig sein Amt nicht niederlegen, doch wird man mir einem Wechsel int Gouvernement: zu Beginn des Winters rechnen dürfen. Zwischen dem neuen Staatssekretär v. Lindequist und Herrn v. Rechenberg bestehen allerdings Meinungsverschiedenheiten, es wird sich aber erst spärer zeigen, ob diese so groß sind, daß ein Zusammenarbeiten beider Männer unmöglich wird. Es steht fcht, daß Herr v. Rechenberg bei seiner Abreise von Berlin Ende Mai von dem Entlassungsgesuch Dernburgs unterrichtet war und in die Kolonie zurückkehrte in dem Glauben, daß v. Lindequist sein höchster Vorgesetzter werden würde. Man nimm vorläufig aber an, daß auch der neue S-err in den Dernburgschen Bahnen weiter wandeln wird, namentlich in den Fragen der Eingeborenenpolitik, so daß sich Meinungsverschiedenheiten mit dem ostafrikanischen Gouverneur nicht ergeben werden. Betreffs des Gouverneurs von Südwest.crfrika nimmt man an, daß Herr von S ch u ct m a n n aus gesundheirlichcn Gründen sein Abschiedsgesuch aufrechterhalten und schon in der nächsten Zeit einen Nachfolger erhalten wird. Die Aera Lindequist dürste in der Diamanten- und Landgejellschaftsfrage von der Dern- burgschen Politik abweichen und sich den Wünschen des fetzigen Gouverneurs mehr anpassen. scheinen die ländlichen nationalliberalen Wähler die Parole ihres Wahlausschusses viel einheitlicher befolgt zu haben. Darüber hinaus ist aber in den Landorten eine erheblich bessere Wahlbeteiligung festzu stell en, da auch die für Busold abgegebenen Stimmen um rund 1200 zunahmen. Die stärkere Wahlbeteiligung in den Landgemeinden ist in der Hauptsache aus die eifrige Agitationstätigkeit des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie in der Zeit zwischen Haupt- und Stichwahl zurückzuführen und auch in den Zentrumsorten sind noch erhebliche Reserven für v. Helmolt in Bewegung gesetzt worden. Somit ist es in der Tat gelungen, daß in den LandorteneineMehrheitfür von Helmolt Herauskain. Er erhielt nämlich in ihnen 172 Stimmen mehr als Busold. Daß in den Städten nicht das gleiche in Erscheinung trat, beruht einmal darauf, daß dort die Anhängerschaft der fortschrittlichen Volkspartei bedeutend stärker ist als auf dem Lande, zum anderen hat es feine Ursache darin, daß die zahlreiche Beamten- und Lehrerschaft der Städte keine besondere Begeisterung für den Stichwahlkandidaten von Helmolt entwickelte. Einige untergeordnete bündlerische Agitatoren waren nämlich vor der Hauptwahl gerade gegen diese beiden Stände mit ungewöhnlicher Schärfe üorgegangen Herr von Helmolt mißbil igte zwar öffentlich dieses Befahren einiger seiner Wahlhelier, aber seine loyale Erklärung reichte nicht aus, das wieder gut zu machen, was der agitatorische Unverstand einzelner verdorben hatte. Immerhin zeigt das diesmalige Wahlergebnis, daß die Rückgewinnung des Wahlkreises für die bürgerlichen Parteien sehr leicht möglich ist, wenn bei den Wahlvorbereitungen, besonders bei der Kandidatenauswahl, geschickter vorgegangen wird, als es diesmal leider der Fall war. Das österreichische Abgeordnetenhaus nahm den S t a a t s v o r a n s ch l a g für das Jahr 1910 in dritter Lesung an. In der Sitzung der niederländischen 2. Kammer riducte van Toorn an die Regierung die Anfrage, ob sie rn oct Angelegenheit der Bor r o in aus - Enz y k l i ko protestiert habe ober zu protestieren gedenke. Ter 'Obmifter des Auswärtigen erwiderte, es handle sich um eine rem innere Angelegenheit der katholischen Kirche. Verschiedene Abgeordnete der orotestantt)chen. Parte, schlossen sich der Regierung an. Nolens erklärte uti Namen der Katholiken unter Hinweis auf die Antwort des Papstes an Deutschland, daß seine Partei sich an der Ausivrack" nicht bet'-thge. 2cc icbweizerischc Nationalrat und der Ständerat nahmen das Aussührungsaesetz zu dem Artikel der Verfassung betreffend das A b s i n t h v e r b o t an. Dadurch wird vom 7. Oktober ab die Fabrikation, die Einfuhr und der^Verkanf von Abfmtft und aller Nachahmungen in der ganzen Schweiz verboten. Ter französische Senat nahm beit Gesetzentwurf an betontenb die Abänbcrung der Berner Konvention zum Schatz von Werken der Literatur und Kunst. Das „Journal Ofsicicl." teilt mit: Minister Pichon habe eine Anftage des Deputterten Brousse betonend die deutschen Z o l l c r h ö h u n g e n aus Champagner, Schaumweine und Liköre schriftlich dahin beantwortet, daß der Botschafter in lin, Cambc> n , beauftragt worden sei, bei der deutschen Regie rung über diese Maßnahme Klage zu führen, die in Frankreich einen sehr peinlichen Eindruck hervorgchoben habe. Frankreich wurde u. II. genötigt sein, entsprechende Maßnahmen zu er- areifen Es wäre bedauerlich, wenn ein solcher Zustand von Zollrevressalicn zwischen den beiden Ländern einträte. Das deutsche Auswärtige Amt habe geantwortet, indem cd auf die Notwendigkeit hinwies, neue Hilfsinittel zu schaffen, und hervorhob, daß die deutsche Regierung durchaus keine übelwollende Absicht gehabt habe. Auch Oesterreich-Ungarn und Italien würden von den Zollerhöhungen betroffen. Am Schlüße seines Antwortschreibens versichert Pichon, er werde alles tun, um die fraiv, zösischen Interessen ?,u schützen und Frankreich die Gegcnsctttgkett der guten Behandlung zu sichern, die es in seinen wirtschafte sichen Beziehungen zu einem großen Nachbarlcurdc beanspruch dürfe. ö _ Nach einem unter dem Vorsitz des Königs von Spanien abgehaltenen M i n i st e r r a t erklärte der Ministerpräsi- b ent, er wiederhole dem Könige die feste Absicht der Regierung, von dem bisher in der Religionssrage beobachteten Verhalten nicht abzugehen. Er werde die Vorrechte der Krone, fowie die Rcgie- rungsgewalt ausrecht erhalten. In der Aushebung der Beschränkung religiöser Gemeinschaften werde man sortsahren. Die jüngsten Erlasse, die sich auf die Ausübung der Kulte bezögen, berührten in keiner Weise das Konkordat und würden nicht abgeändert. Die Regierung erhielt auf die b c i d c n an den Vatikan gerichteten Noten erst eine Antwort und werde sich die Beantwortung der zweiten Note erbitten. Der König und die Königin der Bulgaren begaben sich am Freitag in Begleitung des französischen Präsidenten und seiner Frau zum Pariser Rathaus, wo sie von dem Präsidenten des Stadtrates und dem Präsekten des Seine-Departements empfangen wurden. Pichon gab zu Ebren des Königs und der Königin der Bulgaren ein Festessen, an dem u. a. Präsident Fallieres, sowie die Präsidenten des Senats und der Kammer teilnahmen. Nach dem Essen sand Empfang statt. Das bulgarische Königspaar gab hn Ministerium des Aeußern cm Frühstück, an dem Loübet, Bricrnd und Pichon teilnahm. Die Wahlen zur griechischen Nationalversammlung sind aus den 14. August festgesetzt. Der Boykott in der Türkei gegen die Griechen wird auf das strengste gehandhabt. Mehrere griechische Kaufleute toirrben gezwungen, ihre Läden zu schließen Der Boykottausschuß beabsichtigt, ben Boykott bis zur entgültigen, für bie Türkei günstigen Lösung ber krettschen Frage fortzusetzen. Zahlreiche Wechsel griechischer Kaufleute wurden nicht eingelöst. Das Repräsentantenhaus ber Vereinigten Staaten von Amerika nahm bas Gesetz, bas bas Spielgeschäft im Terminhandel mit Baumwolle verhiubern soll, an. Für die diesmalige Stichwahl gab die nationalliberale Partei Wahlparole siir Herrn v. Helmolt aus, wahrend die fortschrittliche Bollspartei zur Wahl BusoldS aufforderte Taburd) wäre die Wahl BusoldS ohne weiteres geschert gewesen, da die freisinnigen Stimmen ausreichten, um ;nm eine sichere Mehrheit zu versck)asfen. Aber einmal pflegen Stichwohlvarolen nicht durchweg befolgt zu werden und dann waren immerhin nod) erhebliche Reserven vorhanden. O. emc cd gelang, von diesen und) einen größeren Bruchtell für die Stichwahl auszurütteln, so war ein ^ttÄwahlfteg des Bundes ber Laiidwirte durchaus möglich. Tatsächlid) war denn auch die Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang erheblich ftarter als im ersten. Sie stieg von 20 351 giftigen stimmen auf 21 232, also jetzt wieder auf 85 Proz. Das iit um so bemerkenswerter, als in den Städten eine. e r qi eb li d) geringere Wahlbeteiligung sesHuftellen ist. Bei ber Hauptwahl mürben in Friebberg, Bad-Nau- heim, Butzbach, Vilbel inib Bübingen 2235 stimmen sur »an Gatter, 2623 für Busolb unb 446 für von Helmolt, zusammen 5324 Stimmen abgegeben, währenb in ber äj wähl in diesen Städten Busolb 3566 unb von Helmolt 1180 Stimmen erhielt, zusammen also nur -stimmen abgegeben würben. Im einzelnen gaben in biesen Stabten Sttmmen ab: Bad-Nauheim: Hauplwahl v. Catter 57o, Busold 752, v. .Helmolt 62, Stichwahl Busold 830, v Hel- molt 210- Bübingen: Hauptwahl van Ealrer 2,8, Bujolb 321, Helmolt 24, Stichwahl Busolb ^6, Helmolt 110; Butzbach: Gaffer 395, Busolb 204, Helmolt 34, Stichwahl Busolb 372, Helmolt 23.5; Friedberg: hauptwahl Calker 7/6, Busolb 746 unb Helmolt 2:39, Stichwahl Bufolb 1000, molt 454: Vilbel: Hauptwahl Gatter 211, Busolb .80, Helmolt 87, Stichwahl Busolb 928 unb Helmolt 1 <\ ^hni' men. Außerbem mürben in der Stichwahl autzerordentlich viele weiße Zettel abgegeben, bie offenbar üon solchen Wählern herrührte», bie ber uationalUoerafen Parceiparole für von Helmolt nicht folgen wollten, aber auch bem ^ozial- bemnrraten ihre Stimme nicht geben wollten. Währenb sonach in ben Städten die Stimmenzahl von Helmolts nur um 734 stieg Xgegen eine Zunahme BusoldS um 943 —........f,wo M,r Mnt1 fördert. Mit der Wahl BusoldS tritt der 49. sozialdemokratische Abgeordnete in den Reichstag ein. Seit den Tagen ber Reichsfinanzreform ist es ber 6. sozialbemokratsiche Wahlsieg bei Nachwahlen, ein Beweis bafür, wie stark btc Erregung ist, bie von biefjr Reform unb ber jid) ihr anschließenden Entwicklung unserer innerpolitischen Dcrhält- niffc ausgegangen ist. Die jetzige Ersatzwahl für ben Grafen Oriola hat be- fannrlid) unter wesentlid) oeränberten Parteiverhaltnissen ftattgefunben wie bie Wahl von 1907. Damals gingen iiatiönalliberale Partei unb Bunb ber Lanbwirte zusammen unb brachten für ben int ganzen Wahlkreis hochgeachteten unb beliebten Grasen Oriola 8492 Stimmen auf, währenb auf ben Sozialbemokraten Busolb 7234 Stimmen, auf ben vom Zentrum unterstützten Anttsemtten Bahr 3299 unb auf ben Freisinnigen Dr. Strecker 1472 Stimmen entfielen. Es stauben also damals 13 263 bürgerlichen Stammen 7234 sozialbemotratische gegenüber. Bei ber Stichwahl erhielt Graf Oriola 11 525 unb Busolb 8515 Stimmen. Bei ber jetzigen Wahl trennten sich Nationafliderale unb Bunb ber Lanbnnrte. Dafür fand ber Bunb ber Landwirte bie Unterstützung bes Zentrums, sowie ber Deutsch- und Christlich-Softalen, währenb bie fortschrit:lick>e Dottspartei ben national liberalen Kcmbibaten unterstützte. Die Verhältnisse brachten cs mit sich, baß sich int Dahltampf bie beiben bürgerlichen Parteigruppen scharf befehbcten uuo btc Sozialbemottatie verhältnismäßig unangefochten ließen. Taburd) mag es z. T. gekommen sein, Vaß trotz ber außer- orbentlich lebhaften Wahlagitation bie Wahlbeteiligung nickst ’ ückgegangen ist Zahlenmäßig i't btefer Rua- ttuxm d.vu. .vvuit sehr bebculciid (;907 wählten tu ber Hauptwahl 20 497 unb in ber Stichwahl 20 040 Wähler, rnahrenb 1910 im ersten Wahlgang 20 351 Stimmen abgeaeben würben). Mittlerweile ist aber bie Zahl ber B>ahlberechtig> en von 23 887 auf 24 957 gestiegen, bei etwa oOO ber neuen Wähler die auf bie Bab-Nauheimer -saisonangestellten entfallen. Prozentual ftel also bie Beteiligung von 85,8 Pro^ bei ber Hauptmahl unb 83,4 Proz. bei ber vsttchmahl 190. Zur Frage der Brivalbeamten-Verstchernng. Die Hauptversammlung ber Pensionskasse des Deutschen Privat-Beamten-Ver eins in Mag- beburg am 19. Juni richtete an das Reich samt bes Innern bi» bringenbe Bitte, bei ber Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes über eine staatliche Pensionsckrsicherung ber "Privat-Beamten bie wohlerworbenen Rechte ber in privaten Versicherungskassen versicherten Angestellten burd) Anerkennung bestehenber Kassen als Ersatz-Jnsti:ulc schützen zu wollen. Zur Begrünbung bieses Ersuchens roirb ausgeführt: Die staatliche Sozial- versicherulig har bisher nur ben wirtschaftlich Schwächsten einen Schutz durch Sicl?erung eines Eriftenzmmimums gewährt, so baß fürsorgliche und einsichtige Angestellte zu einer angemessenen Sicherung ber Zukunft auf bie Selbsthilfe burd) Beteiligung an ber privaten Versicherung angewiesen waren. Dieser Weg ist auch von sehr zahlreichen Privatbeamten, häufig unter Mithilfe ihrer Arbeitgeber, beschritten unb auch behörblicherseits wieberholt nachbrück- lid) empfohlen worben. Es würbe eine große sozialpolitische Gefahr, eine Erschütterung bes sozialen Denkens unb Empfindens weirer Kreise bedeuten, wenn dieser Standpunkt jetzt verlassen und die Selbsthilfe aufgegeben würde. Die grundsätzliche Nichtanerkennung von Ersatzinstittlten wurde aber diese Folge zeitigen, jedenfalls auf eine Ablenkung von der Selbsthilfe hinauskommen und den immer noch gesunden Kern der Selbsthilsebesttebungen und -Einrichtungen vernichten. Tie Vernichtung und die Eutwicklungs- beschränkungen seit Jahrzehnten bestehender b ül^ender Versicherungslassen, namentlich soweit sie auf Gegenseitigkeit beruhen, würbe für bie an ihnen beteiligten Angestellten ferner mit schweren wirtschaftlichen Schädigungen verbunden sein, da Privaibeamke nach Einführung eines ausnahmslosen Beitragszwanges zur staatlichen Kasse bestehende private Versicherung wegen der sonst zu hohen Belasttmg fallen lassen müßten. Die Aufgabe von unter großen pekuniären Opfern abgeschlossenen privaten Verh eerungen würde aber wiederum eine große Ungerechtigkeit bedeuten, da nach den übereinsttmmenden Gutcuhten von, Versicherungs-Sachverständigen ben Versicherten in Rücksicht auf bie inbiDibueu verfchiebenen Verhältnisse vielfach größere Dorteile bei einer privaten Kasse als bei einer Staatskasse erwachsen. Die Rechte ber versicherten Beamten an ben privaten Kassen- oemernsthaften sollen baburch gewahrt werben, baß burch bie Anerkennung ber privaten Versicherungsge.ellichafren als Ersatz-Institute für -eine staatliche Versicherung bie freie Dcutfcbcs Kciäh Der Kaiser fuhr mit ber Jacht „M eteor" nach 9 Uhr in ben Kieler Hafen ein. Die Jacht ttntrbc zur Bose geschleppt, worauf ber Kaiser an Borb ber „Hohenzollern" zurücklehrte. Zur Abenbtasel waren geloben Prinz und Prinzessin Heinrich, Hosmarschall Frhr. v. Seckenborff mit Gemahlin und der Fürst von Monaco mit Begleitung, m ber sich Professor Her gesell befinbet Die Leiche ber Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein traf gestern abend, vom Herzoge Ernst Günther erwartet, auf dem Bahnhöfe in Primkena u ein. Sie wurde unter Glockengeläute nach der Hofkapelle überführt, wo eine kurze Trauerfeier stattfand. Ter König von Sachsen ist nachmittags um 5 Uhr von der Reisc nach Essen und Bitsch Mieder in Dresden eingetroffen. Bei her Einfahrt bereitete ihm die Dresdener Bürgerschaft vor bem Hauptbahnbos eine Kundgebung wegen seines Ern t re t e n s gegen die päpstliche Enzyklika. Der König banne und suhr durch die slaggen- und blumcngeidimürftcn Slraßen, in denen öic Schulen und Vereine Spalier bilderen, im offenen Wagen, mit lebhaften Znrnfen begrüß!, zur königlichen Villa in Wachlitz Tgf ® m^natlich7bM.^mettet- Glehener Anzeigerh MUr politischen Teil: August General-Anzerger für Oberhesien WM Rotafionsbrttd und Verlag ber vrShl'schen Univ.'vmh- und Steinbruderet R. Lange. Rebaftion, Crpebttion und Dmderei: Lchulftrahe ?. Anzei'gen'tcü?'h." Beck. Aus und Gießen, 25. Juni 1910. " Taaeskalender. Kolosseum: Samstag, Sonntag und Montag Spezialitäten-Vorstellung: Gastspiel von Danny K i n e m a t o g r a p b: Täglick) Vorstellung. Biograph: 'Täglich Vorstellung. ** Geländeerwerbskoften für die Bahn Bondorf-Lollar. Der Provinzial-Ausschuß hat in der Sache der Gemeinde Lollar und der S'tadt Gießen wegen der Kosten des Geländeerwerbs für die Bahn Lollar-Grun- bero auf den 2. Juli einen Termin angesetzt. Oberbürgermeister Mecum wird zur Wahrnehmung des Termins am 1 Juli aus seinem Urlaub wieder cintreffen. ** Ncuwah l zum Provinzialtag. Das Mandat folgender Mitglieder des Provinzialtages geht im laufenden Jahre zu Ende: Bürgermeister Atles-Nieder-Florstadt, H Bausch-Niedcr-Wöllstadt, Bürgermeister Braun-Nidda, Brauereibesitzer Jhring-Lich, Oberbürgermeister Mecum- Gießen, Bürgermeister Nispel-Gedern, Geh. Justizrat Rabenau-Büdingen, Joh. Rcibling I.-Brauerschwend, Geh. Justizrat Dr. Schaefer-Gießen, Graf Wilhelm zu Solms- Zaubach, Apotheker Welcker-Allendorf a. d. Lda. und Bürgermeister Zinscr-Schlitz. Hierzu kommen die Mandate der verstorbenen Mitglieder Graf Oriola und Bürgermeister Schmalbach. Tic Wahlen haben durch die Kreistage der einzelnen Kreise zu erfolgen. ** Geheimerat Dr. Heß wurden gestern auch von dem Lehrkörper der Landes-Universität Glückwünsche zum 75. Geburtstag dargebracht. Rektor und Dekan der philosophischen Fakultät erschienen, begleitet von zahlreiche Kollegen, in der Wohnung des Jubilars und hielten von Herzen kommende Ansprachen, in denen seine mehr als 40jährige akademische Mrksamkeil hervorgehoben und ge- w-ürdigt wurde. Blumenspenden arls Universitäts- und sonstigen Freundeskreisen verschönten die Feier, für die er tief ergriffen dankte. — Dr. Heß ist nicht nur das älteste aktive Mitglied unserer Universität, sondern auch der Nestor unter allen akademischen Lehrern der Forstwissenschaft an den Hochschulen des Deutschen Reichs, Oesterreichs und der Schweiz'. Seine wissenschaftlichen Verdienste aber finden noch weit über das Gebiet deutscher Junge hinaus A.n- erkennmrg und Erfolg. Der gestrigen Notiz sei noch be- richtigend hiirzugefügt, daß mit der 75. Geburtstagsfeier nicht das 40jährige hessische Dienftjnbiläum verbunden war, denn dies ist im Februar 1909 bereits durch Fackelzug und Kommers gefeiert worden; vielmehr ist cs mit Einschluß der Bordienstzeit im Groß Herzogtum Sachsew-Kobürg-Gotha die 50jährige Dienstzeit, welche zum Fortbezug des vollen Gehalts auch im Ruhestand berechtigt. • • Studentische Unterrichtskurse für Arbeiter und Unter beamte. Morgen, Sonntag, 26. Juni, vormittags 11 Uhr, sindet eine Führung durch die Universitätsbibliothek statt. Zusammenkunft vor dem Bibliotheksgebäude; Zutritt frei für jedermann. • • Kunstverein. Neu ausgestellt sind: Radierungen und Aquarelle von Kurt Leyde-Berlin und einige andere Bilder. Sämtliche zurzeit ausgestellten Bilder bleiben nur noch bis zum kommenden Freitag in der Ausstellung. * * Volksfest der fortschr. Volkspartei. Man schreibt uns: Die fortschrittliche VolkSpartci wird Sonntag, 3. Juli, auf dem Staufenberg bei Lollar für Mitglieder und Freunde mit ihren Familien eine gesellige Unterhaltung mit Musik, Gesang und Tanz veranstalten. Ansprachen werden außer von anderen Rednern und Rednerinnen gehalten von: Professor Rade-Marburg, Dr. Strecker- Nauheim und Pfarrer K orell-Königstädten. Es ist schon zahlreiche Beteiligung aus der näheren und weiteren Umgebung m Aussicht gestellt. Auch die benachbarten hessischen und preußischen Wahlkreise werden Teilnehmer senden. * * Vom Schlachthofs-Neubau. Nachdem der innere Ausbau der neuen Schlachthofsbauten soweit gediehen ist, werden jetzt die beiden Dampfkessel eingebaut. Es handelt sich um einen Kessel von 60 und einen solchen von 45 Quadratmeter Heizfläche. Der größere Dampfkessel ist für den Sommerbetrieb, wo auch Eis hergestellt wird, berechnet, während der kleinere im Winter gefeuert wird, so daß zu jeder Zeit eine Reserve vorhanden ist. Auch die beiden Wasserbehälter im Turm, ein Bassin für taites1 Wasser, 60 000 Liter Inhalt, und ein solches für warmes Wasser, 30 000 Liter, werden demnächst an Ort und Stelle montiert. Außerdem wird eine 60 P. S. Dampfmaschine und ein Eiserzeuger zur Ausstellung gelangen. Der verhältnismäßig bedeutende Wasserbedarf des Schlachthofes wird unmittelbar aus einem Brunnenschacht mittels einer Pumpenanlage gewannen. * * Die Oktroierhebung wird mit dem 1. Juli eine Zentralisierung erfahren. Der Erheber Bergemann am Selterstoc wird die verbleibende einzige Zahlstelle am Selterstor weiter versehen. Die Hebeftellen am Neuenweger, Wall- und Neustadter Tor gehen ein. Der seitherige Erheber Roloff wird die Kontrolle des bahnseitig eingehenden oktroipflichtigen Guts übernehmen und nebenbei als Marktgelderheber bei Viehmärkten tätig sein. Der Erheber Belz ist für die neueingerichtete Schlachthoftasse als Kassierer bestimmt. Ter Erheber Watther steht vor- . läufig Lur Verfügung der Bürgermeisterei. * * Kreisziegenzuchtv er ein. Der Ziegenmarkt des Kreisziegcnzuchtvereins Gießen findet am 6. Juli, verbunden mit Prämiierung, auf der Ziegen- werde des Gießener Lokalziegenzuchlvereins statt. Die Marttkommission hat ihre Vorbereitungen bereits begonnen. Für die Prämiierung sind in diesem Jahre größere Mittel zur Verfügung gestellt. Die Beteiligung am Markte ist jedem gestattet, an der Prämiierung dürfen aber nur Tiere von Vtttgliedern des Kreisziegenzuchtvereins teilnehmen. Ter PreiÄbewerb erstteckr sich mir auf reinrassige Sa a ner - ziegen und deren Kreuzungen mit ausgesprochenem Schweizertypus. Es können auf dem Markte Tiere noch angekört werden. Auch für den Umtausch von Böcken und Ziegen bietet sich auf dem Markt Gelegenheit, von der Gemeinden und 'Ortszuchtvereine wohl regen Gebrauch machen werden. ** Die Freiwillige Sanitätstolonne Gießen hält nächsten Sonntag vormittag 8 Uhr in der Nahe des Rangierkopfs bei Klein-Linden eine Uebung ab. Es wird angenommen, daß ein Eisenbahnunglück an der Einfahrr in den Rangierbahnhof stattgefunden habe. Der Bahnhof kann aber nicht alle .Verwundeten fassen, so daß die Sanitätskolonne alarmiert werden mußte. Tie Verwundeten werden auf allen möglichen Fahrzeugen, die rasch am Unfallort eingerichtet werden, nach der Klinik in Gießen gebracht. Ter Transport wird, unterwegs abgebrochen mW. im Gasthaus zur , Deutschen Eiche" die Kritik von einem höheren Milttar- arzt abgehalten. Anschließend daran wird ein Vortrag über das Wesen und die Ziele der freiwilligen Santtäts- kolonnen gehalten werden. Wenn eine genügende Anzahl Leute von Klein-Linden sich zu einem 24 stündigen Ausbildungskursus bereit erklärt, so soll eine Abteilung Klein- Linden ins Leben gerufen werden. Alle Herren, nicht unter 20 Jahren, die geneigt sind, Mitglieder an der Kolonne zu werden oder sonst Interesse für bic Sache zeigen, werden zum Besuch eingeladen. .... = Steinbach, 23. Juni. Am 17 .Ium feierten K'irchenvovfteher Karl Gerhard und Ehefrau in geistiger und körperlicher Frische das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Der Großherzog hatte dem Jubelpaare sein Bild in iÄüdrahmcn mit eigenhändiger Unterschrift nebst Glückwunschschreiben durch die Kabinettsdirektion zugeyen lassen. Auch das Oberkonftstorium hatte ein Glüttwunschschreiben nebst neuem Testament übersandt, das der Ortsgeist- liche im Auftrag des Kirchenregimeitts überreichte. Der Ortsgeistliche sprach sodann im Namen des Kirchenvorstandes und der Kirchengemeinde dem Jubelpaar seine Glückwünsche aus und überreichte ihm zur Erinnerung an den Jubeltag „Das Leben Jesu" von Farrar. Bürgermeister Krämer gratulierte namens der Sparkasse, dessen langjähriger Direktor der Jubilar ist, und überreichte ein Bild. Mit Rücksicht auf die Heuernte fand die eigentliche Feier erst am Sonntag statt. Umgeben von Kindern und Enkeln feierte das Jubilpaar den Tag. Zahlreich waren die Gratulanten, die im Hause aus- und eingingen und ihre Glückwünsche darbrachten. Am Abend brachte noch der G e s a n g v e r e i n „Germania" dem Jubelpaar ein Ständchen. Möge es dem Jubelpaare vergönnt sein, auch die diamantene Hochzeit feiern zu können. r. Londorf, 24. Juni. Die Vorbereitungen zu dem am 3. und 4. Juli hier stattsindenden Bezirks-Krieger- fest des Bezirks Gießen, verbunden mit dem 25- jährigen Stiftungsfeste des Kriegervereins „Rabenau", sind in vollem Gange. Wenn der Himmel will, verspricht das Fest recht schön zu werden. Am Sonntag, 3. Juli, ist ein Sonderzug genehmigt, der um 12.11 Uhr ab Gießen fährt und um 1 Uhr hier eintrifft. Abends fährt der Zug um 8 Uhr hier ab und ist um 8.50 Uhr in Gießen. = Grünberg, 22. Juni. Nachdem nun die Arbeiten auf dem Festplatze des Gauturnsestes seit dieser Woche schon recht im Gange sind, wurden vor einigen Tagen im Beisein des Gauturnwarts Will-Gießen die genaue Einteilung des Turnplatzes, die Plätze für die Geräte, sowie für Steinstoßen, Hindernislaufen und Springen festgelegt. Die Geräte werden, sowett sic der Turnverein nicht selbst besitzt, von der bekannten Turngerätefabrik Dietrich und Hannak- Chemnitz bezogen. Bezüglich der Beleuchtung wird etwas Großartiges geboten, da die Firma Ed. Leister-Kassel ihre Beonidgasanlage mir mehreren 300kerzigen Lampen aus- statten wird. .Auch die Festwirtschaft ist bekannten Wirten übertragen, es sind dies für die „Bayrische Bierhalle" der Besitzer des „Wilden Mann" (Schmitt), für die übrigen Hallen L. Spuck aus Gießen. Von beiden Herren ist zu erlvarten, daß fie verstehen, allen und auch den verwöhntesten Anforderungen Rechnung zu tragen. § Burkhards, 24. Juni. Hier erhgngte sich der 18jährige Dienstknecht Christian Bücher. Der Grund des Selbstmordes ist unbekannt. -r. Ulrichstein, 24. Juni. Als der Landwir Johannes Schmiermund IV. von Ober-Seibertenrod von seinem mit einem jungen Pferd bespannten Wagen steigen wollte, ging das Pferd durch. Schmiermund wurde von dem einen Hinterrad gefaßt, eine Strecke geschleift und eclit einen dreifachen Schlüsselbeinbruch sowie starke Verletzungen an Kopf und Rücken. — Nachdem es etwas wärmer geworden, haben wir auch schon wieder heftige Gewitter. Heute zogen mit starken Regengüssen drei Wetter über unsere Gegend. In Köddmgen schlug der Blitz in einen an der Försterwohnung stehenden Kirschenbaum. — Bad-Nauheim, 24. Juni. Bis zum 23. Juni sind 14 13 5 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 6850 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 23. Ium 156 909 abgegeben. I-. Friedberg, 24. Juni. Die Arbeiten zur Herstellung der Zentralheizung für das Lehrerseminar, sowie die größeren Renovierungsarbeiten im Innern des Internats sind von dec Baubehörde ausgeschrieben. Im Herbste wird bann da§ Seminar eine der Neuzeit entsprechende Heizungsanlage haben und auch im Innern einen schmucken Anblick darbieten. R. B. Darmstadt, 24. Juni. Wie wir seinerzett berichteten, beabsichtigte das Offizierkorps des Leibgarde- Regiments feinen bei Frohnhofen am 13. Juli 1866 gebliebenen Angehörigen an Ort und Stelle einen Gedenk- ftein zu setzen. Dieser ist nunmehr aufgestellt und soll durch eine kleine Feier am 13. Juli eingeweiht werden. Mitkämpfer des Regiments werden hierbei hochwillkommen sein. Die ehemaligen Unteroffiziere und Mannschaften, die den Feldzug 1866 in den Reihen des Regiments mitgemacht haben und die am 13. Juli an der Einweihung des Gedenksteins teilzunehmen gedenken, werden gebeten, umgehend ihre Adresse an das Regiments-Geschäftszimmer einzusenden, von wo aus ihnen das Nähere mitgeteilt werden wird. Worms, 24. Juni. Seit heute mittag steht die Dampfpappenfabrik Zollhaus zwischen Weinheim und Klein-Niedesheim in Flammen. Die große Fabrik und das umfangreiche Lager sind vollständig abgebrannt, das von der Fabrik etwas entfernt liegende Wohngebäude ist bisher unversehrt geblieben, aber stark gefährdet. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch unbekannt. F. C. Bensheim a. d. B, 24. Juni. Im nahen Schönberg verstarb gestern im 78. Lebensjahr der ehemalige Kurfürstlich-Hessische Premier-Leutnant a. D. Ferd. von Goerck, einer der wenigen noch lebenden ehemaligen Offiziere der kurhesfischen Kavallerie-Brigade. Der Verblichene stand früher im 2. Knrfürstlich-Hessischen Hn- saren-Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen, jetzt Hu- saren-Regiment Nr. 14, und nahm noch vor 1866 seinen Abschied. Er wurde dann Gouverneur des Erbprinzen, jetzigen Fürsten Friedrich-Wilhelm zu Ysenburg und Büdingen in Wächtersbach, in welcher Stellung er vom Herzog Georg von Sachsen-Meiningen in den erblichen Adelstand erhoben wurde. Sett Ende der 70 er Jahre nahm von Goerck in Schönberg seinen Wohnsitz. X Berleburg, 24. Juni. Zwei Lehrlinge entwendeten 1500 Mark und verschwanden damit. SBei: werden die Burschen wohl kaum fonnnen. Universitäts-Nachrichten. II Marburg, 24. Juni. Dem Professor der juristijchen Fakultät, Dr. Träger, wurde der Titel Geh. Juslizrat verliehen. Landwirtschaft. — Ulrichstein, 24. Juni. Die Heuernte ist in vollem Gange. Mit Quantität und Qualität des Heues ist man hier überaus zufrieden. Frucht, Kartoffeln, Gemüse, alles scheint in diesem Jahre gut zu geraten. Auch die Beerensträucher in den Gärten und im Walde hängen sehr voll. Wien, 24. Juni. dem Bericht des Ackerbaumunste- riums war der Saatenstand in Oesterreich-Ungarn Mitte Juni, wenn 1 sehr gut und 2 über mittel bedeutet: bet Weizen 1,9, bei Roggen 2,2, bei Gerste 2,6, bei .Hafer 2,8, bei Nttiis 2,2, bei Kattoffeln 2,3, bei Zuckerrüben 2,3, bei Futterrüben 2,5, bei Kraut 2,9, bei Klee 2,9, bei Wiesen 2,0, bei Weiden 2,5._______ GerichtrsaaL. te. Wiesbaden, 24. Juni. Die Strafkammer verurteilte heute den 35jährigen Installateur Emil W i n t e r m e y e r aus Sonnenberg bei Wiesbaden, der aui Grund einer gefälschten Urkunde bei der Ortskrankenkasse in Gießen 32 Mark erschwindelte, wegen Urkundenfälschung zu drei Wochen Gefängnis. . , v . ... Koblenz, 24. Juni. Das Oberkriegsgerrcht der lo. Twiiion verhandelle heute als Berufungsinstanz im Falle Verth gegen den jetzigen Fähnrich Freiherrn v. Schröder, den Einjährig» Gefreiten F i ch t e r und Leutnant B i e r k o r n. Die beiden ersteren waren des tätlichen Angriffes gegen einen Vorgesetzten vor ver- ammeUer Mannschaft beschuldigt, weil sie — beide Bonner Borusien — den Unteroffizier Beith beim Baden in der Sieg ins Wasser geworfen hallen. Leutnanl Bierkorn ivurde beschuldigt, er habe cs an der nötigen Aussicht fehlen lassen. Leutnant Bierkorn wurde zu zwei Tagen Stubenarrest verurteilt, die beiden anderen Angeklagten wurden freigesprochen. Hamburg, 24. Juni. Der Handlungsgehilfe -Holft, der am 12. Januar ds. Js. die Pfandleiherin Luise Merkt ermordet und beraubt hat, ist vom Schwurgericht zum Tode verurteilt worden. Wien, 25. Juni. Hosrichter soll zu 20 Jahren Kerker verurteilt sein ohne Anrechmmg der Untersuchungshaft. Der Kaiser Franz Josef habe, so ivird gemeldet, gestern in Budapest das Urteil oestätigt. _________________________ Bombenattentat und Bantraub in Friedberg. Gießen, 25. Juni 1910. Die Ermittelungen der Polizeibehörden haben unsere seitherigen Mitteilungen vollauf bestätigt, es ist nur noch nachzutragen, daß die Bombe von zwei Leuten gelegt wurde. Zwei Männer, die kurz vor der Explosion das Rathaus verließen, bekunden, daß sich zwei junge Leute im Treppenhaufe zu schaffen machten. Sie hatten angeuom- men, ^aß es Arbeiter seien, die Hier zu Lun Hatten, und sich nur gewundert, daß die Leute so rasch fertig waren. Ter eine stand oben auf der Treppe Schmiere, ivährend der andere die Bombe entzündete. Ob es sich um noch mehr als zwei Verbrecher handelt, das ist noch nicht feft- gestellt, es ist aber jedenfalls anzunehmen. Heute erläßt das Frankfurter Polizeipräsidium folgendes. Ausschreiben: 1. In der Nacht znm 15. 6. 1910 ist in dem Luftschacht an der Billa des Bankier Meyer, Hier Unkerlin- dau 2, eine Zeitzünderbombe zur Explosion ge- bracht worden, welche das Haus und die Nachbargebäude beschädigte. Als Bombc war eine Blechbüchse, gefüllt mit einem Nitro spreng fto ff und Eisenstückeu, verwendet worden. Die Täter ergriffen, von herannahenden Pvlizeö Beamten überrascht, auf Fahrrädern die Flucht. Zwei Tage nach diesem mißlungenen Anschlag erhielr der Bankier Meyer einen Erpresserbrief, in welchem er unter Androhung der Ermordung zur Hergabe von 10 000 Mk., postlagernd Amsterdam, aufgefordert wurde. Diesem Schreiben folgte am 19. 6. 1910 ein neuer Drohbrief in englischer Sprache. 2. Am 22. 6. 1910 nachmittags gegen 4 Uhr ivurde unter der Rathaustreppe in Friedberg i. H. eine ähnliche Bombe wie zu 1. zur Explosion gebracht. Das Gebäude ist stark beschädigt. Kurz nach der Explosion verbuchten zwei maskierte Personen, die dortige Reichsbankstelle zu berauben und den Bankvorsteher zu ermorden: er ist durch einen Revolver schuß erheblich verletzt. Als Täter für die beiden Verbrechen zu 1. und 2. sind folgende Personen ermittelt worden: a) Ein Unbekannter, ca. 25 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, schlanke Gestalt, hageres Gesicht, duntel- blondes, lints gescheiteltes volles Haar, bartlos, trug dunkelblauen zweireihigen i->ackanzug, weißen Strohhut. Tätowierung: jüit dem rechten Unterarm deutsche und amerikanische Flagge gekreuzt, sülfrte bei sich: Fremden Befähigungsnachweis als Chauffeur auf den Namen Anton Burkenftein, geb. 17. 7. 84 zu Neu-Rohlau (Bezirks-Amt Fattenau a. d. Eger) aus Halle a, S. NB. Lin ter Oberkiefer fehlt Eckzahn. Bei der Verfolgung entleibte sich der Unbekannte durch einen Schuß. In dem Besitz des Toten wurden die Photographien von zwei Frauen vorgefunden. b) Ein Unbekannter, ca. 20—23 Jahre alt, 1,60 bis 1,65 Meter groß, schmächtig, blasses Gesicht, blondes Haar, bartlos, trug dimkclvlaucn oder grauen modernen Sackcmzug, weißen Strohhut oder Reisemütze oder grünen Sammethut, nannte sich Reisender Friedrich Schmitt aus Darmstadt. Ist nach der Tat flüchtig geworden. Beschlagnahmt wurden folgende Effetten der Täter: 2 schwarze -Lann-Halbmasken, 2 weitere Bomben mit Zündschnur versehen, das Brcnnabor-Fahrrad, Modelt Is Nr. 389 196, 2 gleiche graue Gummimäntel und Sportmützen und 4700 Mk. bar. Besonders interessiert der Verbleib eines schwarzen Muster-Handkoffers — wie ihn Reisende führen —, der im Besitze der Täter gesehen worden ist. Ich ersuche er geben ft um geeignete Ermittelungen — auch in benachbarten Strafanstalten —, möglichste Weiter' Verbreitung, auch an etwa unterstellte Bchördeii und Drahtnachricht. Personen, die sachdienliche Angabeu niachen können, wollen sich ' an die nächste Polizei-Verwaltung wenden. * Fri edb erH, 24. Jmn. Auf dem hiesigen Bahnhof wurde heute abend in der Gepäckabfertigung eilt Karton aufgefunden, in dem sich der Anzug des einen der beiden Verbrecher befand, die den Bombenanschlag verübten Außerdem fand man auch eine Anzahl lvichliger Schrift stücke, die aus Frankfurt Hinweisen und nut denen man hofft, auf die Spur des Komplizen des sich'erschossenen Bankräubers zu tömmen. — In Friedberg ist jetzt ein Berliner Kriminalkommissar eingetroffen. Nach den bis herigen Ermittelungen sind bet dem Attentat vier Personen beteiligt gewesen. Eine Frau hat um die Zeit, als der SK: mit SÄ® KZ st-h Mls -i"°» » Der verleg die bi-sig- im S-gelU fcutenb vermehrt uneben worden. Mn und ihre seilen im -cillmis der crnbi Jnb bet begebe Crt Interessenten bcii Vorständen langen abgegeber Lin», 24.3 Josts Ferdi, Cberleuiuaiit un in die Tonan qc Ballon, der noch hoch zu bringet t'andnng vor fid "Wenn Boni Vog im Vogelsb ter „Lchiklub 2 Lcliiklub Hochwl samnienschliesM zu rufen; zur \ Gro En Muri t-C.“ SARG Berlin,S.42 Rltlerstr.il Wien-Paris. BESTE ZAHN-CREME • in Medberg. i. 25. Zuni 1910. M'den haben unjcic tifit, es ist nur noch oer Leuten gelegt : der Explosion dach, Mi junge Leute Äe hatten angenoni< zu tun Men, und ) rasch fertig waren. t schmiere, während Ob es sich um noch 15 ist noch nicht fest- ehmen. heute crldBt lgendes, Der verletzte Dankvorsteher Meyer wurde gestern in die hiesige chirurgische Klinik gebracht, wo er mit R ön t- gen strahl en untersucht wurde. Die Kugel wurde im Hinterkopf gesunden. Die sofort vorgenommene Operation verlies sehr günstig, und der Patient befindet sich trotz einer Gehirn Verletzung recht gut und cs bestellt begründete Hoffnung, daß er wicdcrhergestcllt wird. S,ub»i der 15. Jmihn, balle SSeiih *011 ' n*. beiden ersieru- ?°rge|etz,en vor oer. beide Aonner ^ocuficn b°!chuldigl, er habet- ant Lierkonl wurde w -n anderen Angetlagl!n Vgehilie Holst, d« -uise Merkt ernwrdei >um Tode vewrteil! [,/u « Lahre» Kerker chungshaik. TerKaijer i» Ändapest das Urleil Naub ausgeflchrt wurde, gesehen, wie ein Munn über die Mauer sprang, wobei er seinen Panamahut verlor, um das Dankgebäude nach dem freien Felde zu zu verlassen. Gestern nachmittag wurden die beiden Bomben, die in Friedberg gefunden wurden, in der Pulversabrik in Hanau geöffnet. Cie waren mit einer Mtroglyzerinlösung gefüllt. - m. F r i c d b e r g , 25. Juni. Der Förster Winsheimer von Ockstadt hörte vor etwa 8 Tagen einen heftigen Schlag, der vom Rande des Ockstädter Waldes herrührte. Als er dem Geräusch nachging, sah ec Danipswolken aufsteigen und tzwei junge Leute sich auf Rädern eilig in der Richtung nach Bad-Rauheim entfernen. Er fand ein etwa iy2 Meter tiefes und 3—4 Meter breites Loch in der Erde, während eine dabei stehende Tanne erheblich beschädigt war. Rach dem Friedberger Verbrechen erinnerte sich der Forster dieses Vorfalls wieder. Anscheinend machten die Verbrecher damals einen Versuch mit ihren Bomben. Sport. — Das Verzeichnis der Sommer-Wohnungen im Vogelsberg und Grenzgebiet ist in neuer 15.) bedeutend vermehrter Auslage vom Vogelsberger Höhen-Elub heraus- gegebcn worden. Es gibt zuverlässige Auskunft über die Sommer frischen und ihre nächste Umgebung sowie alle Unterkunstsmöglichseilen im Vogelsberg und Grenzgebiet. Ws Anhang ist ein Ver- zeick'nis der empfehlenswerten Wanderungen durch den Vogelsberg und der Wcgebezcichnungen beigegeben. Das Verzeichnis wird an Interessenten vom Vogelsberger Höhen-Club in Schotten und den Vorständen der einzelnen Zweigvereine kostenlos auf Verlangen abgegeben. Heues 'm Jj "ollen, "iic, X*. ta Site»'. hten. Lvftschlffahtt. Linz, 24. Juni. Bei emer Ballonfahrt, die der Erzherzog Joses Ferdinand gestern nut einem Oberingenieur und einem Oberleutnant unternahm, wurde der Ballon durch einen Windslob in die Donau getrieben. Durch BaUastausiverieu gelang es, den Ballon, der nochmals in den Strom geschleudert ivurde, schließlich hoch zu bringen, woraus mit Hilfe herbeigeeilter Bauern die Landung vor sich ging. wandern und Reifen, Lader und Sommerfrischen. B o m VogclSbcrg, 24. Juni. Um den Wintersport im Vogelsberg mit vereinten Kräften zu beben, wollen sich der „Schiklub Wintersport Gießen" und der „Erste Vogelsberger Sänklub .Hochwaldhausen" zu einem „Vogelsberger Verband" zu- sammenschließen. Weiler ist beabsichtigt, Ortsoercine ins Leben zu rufen: zur praktischen Betätigung des Schnccschuhsporls sollen bei Hvchwaldhawen Sprunghügel und Sprungschanzen angelegt werden. Im Februar n. I. will der Verband ein großes W i nt c r spo r t fe st bei Hochwaldhausen abhalten. Arbeiterbewegung. Leipzig, 25. Ium. Tte Maurer uud and) die Zimmerleute beschlossen entgegen der Entscheidung des Dresdener Schiedsgerichts, in einen allgemeinen Streik einzutrelen. In Solingen lehnten die Maurer den Schiedsspruch ab und beschlossen, von nächster Woche an zu streiken. vermischtes. * Studenten als Obergutachter. Aus Innsbruck, den 24. Juni, meldet ein Privat-Telegramm; Im Hör saol des pathologischen Instituts kam es heule zu stürmischen Kundgebungen gegen Professor Pommer, der nach Ansicht der Studenten bei den letzten Prüfungen mit übermäßiger Strenge vorgegangen war und mehrere Studenten hat durchsallen lassen. Als Professor Pommer seine Vorlesung beginnen wollte, begannen die Versammelten, etwa 120 Mediziner aller Jahrgänge, gellendes Pfeifen und Johlen, woraus die :Kuic wie: Lassen Sie sich pensionieren! Pfui! Abzug! hcrausklangen. Professor Pommer verließ sofort den Hörsaal, worauf sich die Studenten ruhig entfernten. * Gut gegeben. Zanksüchtige Alte (in Wut,: „Ihr Junge l>at mich eine „Vogelscheuche" genannt, das lasse ich mir nicht gefallen!" — Vater: „Tiefer verflixte Bengel! Wie ost hab' ich ihm schon gesagt, daß er nicht immer so mit der Wahrheit herausplatzen soll!" Kleine TageschroniS Auf dem Gleisbahnhof Friedrich-Alsredhütte bei Duisburg gab der Bahndamm infolge Unterspülung nach. Eine Lokomotive und sechs beladene Wagen stürzten in einen Teich und verschwanden vollständig. Das Bahnpersonal rettete sich durch Abspringen. Die „Daily Mail" meldet aus Taganrog, daß in den drei letzten Tagen in Rostow iGouvernement Iekaterinoslaw) täglich gegen dreihundert Personen an der Cholera erkrankt sind und ein großer Teil gestorben ist. Die Bevölkerung flieht auS der Stadt. Ein E i s e u b a h n u n f a l l, bei dem 37 Personen getötet oder verletzt wurden, ereignete sich auf der Linie nach M an» zanillo bei einem Militärzug dadurch, daß aus einem steilen Abhang sich vier Wagen von den anderen loslösten und zertrümmert wurden. Unter den Toten sind fünf Offiziere mit ihren Familien. Diwöcl. Glciwitz, 24. Juni. Zwischen der Oberschlesischen Eisen - bahnbedaris-Aktiengesellschast, Abteilung Huldschinsky-Werke Glei- witz und der Bismarck-Hütte ist auf dem Gebiete der Herstellung und Verkäufe schmiedeeiserner Röhren ein Interessengemeinschaftsvertrag aus die Dauer von zehn Jahren zustande gekommen. Lliärtte. Gießen, 25. Juni. ÜJiarUbcridit. Auf heutigem Woeben- marfte foitctc: Butter vv. Pld. 1.00—1.15 Mk., Hühnereier J St. 7—8 Pfg., Enteneier 1 Stück 8 Psa., Käse pr. St. 6—8 Pf., Kasematte pr. St. 5—6 Pfg., Tauben pr. Br. 0,80—1,06 In., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Tu. Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Akk., Ochsensleiscb pr. Pld. 80 bis 88 Pfg., Kuhfleisch und Rindfleisch pr. Viuud 70—74 Pfg., Schweine- fleifd) pr. Pfund 80—96 Pfg., Kalbfleisch vr. Pld. 80—84 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfd. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00 bis 0.00 9)1L, Zwiebeln per Ztr. 9,00-10,00 All., A.'ilch per Liter 20 Pfg., Kirschen per Pfund 35—00 Pfg., Russe 100 Stück 50 bis 00 Pig^ per Ztr. 0—00 Mk. 'Marktzen von 7—1 Uhr. (Eingefanöt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber leincuct Verantwortung.) Höfliche Anfrage bei der Polizei oder locn es angehl. .Hat ein Bürger, wenn er Stadtverordneter geworden ist, mehr Rechte? Z. 23.: Zwei Bürger haben ein gemeinschaftliches Haus, welches in schlechtem Zustande uitd noch nicht kanalisiert ist. Der eine ist ein Geschäftsmann, sagen wir Metzgcrmcistcr, dar andere Stadtverordneter. Den Mepgermeister zwingt die hohe Behörde durch Drohungen mit Strafen usw, seinen Hausanteck äußerlich in guten Zu stand zu versetzen und seinen Teil zu kanalisieren und es wird tadellos in Ordnung gebracht. — Der Anteil des Stadtverordneten darf ruhig in diesem verwahrlosten Zustande bleiben und braucht nicht kanalisiert zu werden. Auch braucht dieser Bau keine Kandel nach der Straße zu hoben, ebenso keinen Schneefang, so daß hie Passanten bei Regenwettcr beschädigt werden und gefährdet sind von den losen Ziegelsteinen, welche täglich hcruntcrsallen. Ein reines Wunder, daß nod) niemand beschädigt wurde. Auch wurde bei der Polizei dieser-, halb schon Anzeige erhoben, jedoch erfolglos. Ich erlaube mir daher anzufragen, ob es richtig ist. daß ein Stadtverordneter in solchen Dingen eine Ausnahmestellung einnimmt. Civis. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Niederer Truck lagert jetzt über ganz Mittel- und Osteuropa, fortgesetzt bei südwestlichem Winde Regensälle hervorriüend. Tie Temperaturen sind bis heute ,ücht merklich gesunken, da die Randwirbel weit neid) Süden reiche, und wärmere südliche Luftströmung ansaugcn. Die Herrschaft des Tiefdruckgebietes dauert weiterhin an. Wetteraussiel.teu in Hessen nm Sonntag dem 26. Juni 1910: Regen, starke westliche Winde, kühler. LUDWIG ALTER Hof - Möbelfabrik DARMSTADT Zeichnungen und Vorschläge Kostenlos En detail Export En gros Zu verkaufen (3485 in L i di. Warenzeichen frei ans Haus 12266 RO (136 bei 13516 Ein gutes CW9 billig zu verkaufen. Hanau. inaichinc von Thie. (»5224 Stiefel,Wöschez.h. Pr. 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Juni 3 tägiges Ixastspiel oon Sängerkranz ÄmmchtW ms itr LiedPHHr Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß zur Rückfahrt in die Stadt nach 12 Uhr abends ein Wagen der elektr. Straßenbahn bestellt worden i|t. Die genaue Abfahrtszeit dieses Wagens wird rechtzeitig bekannt gegeben werden. 3465 Sonntag den 26. Jnni findet auf der Montag den 27. Juni abends 8-/2 Ubr yebuiig Antreten pünktlich 8*/< Uhr Turmhaus. Welser. Verein eis®!. A Husaren Sonntag den 26. Juni, nachmittags 3 Ubr [3443 Versammlung b. Kamerad Rühl „z. Flöte". Cafe Amend. Täglich Billetts find von heute ab täglich im Kolosseum zu haben. Im vorderen Restaurant täglich grobes Familien Künstler- Konzert des Internationalen Damen-Orchcftcrs „Union". dem Hessen-Darmstädter, genannt der König der BohLmc und Avotte! der Wahrheit. Kulturkampf. Politik. Kuntt. Humor. Danny Gürtler spricht u. a. gegen die WZS HSnsy&Sälka, Aut Ihr freidenkenden Landsleute! Auf ins Koiossenm! Mucker und Spiesser bleiben zu Hause! Außerdem: Spezialitäten-Programm! icts yMesehene unruhiger M." Non Touriw., er | S ~ m i «w för reisenda Hospiz to evang Schwesternhaus, tiaesieea. iohaoneastr. i. m 8 «m« "lrbe tgeber (hier Ein Regrei {Regierung .könne Hetc für cme ord Ein natior Heinen Öcnbroerl nehmen, wenn b; reicht werden M jur die Beibcks.lt Ein Mitglied M die Wahl dc Fünften geregelt t Teile gleichmäßig teditunfl der Är! hinzukommenden haltniiic nicht vo fliing der Entreck Rechten und W Ein Sentr die Stellung der in den Kranken! freudige Mümirl n>olle § 340 älch u stände kommt, Volle man die ( 0 müsse die Ltts fieber sich darin Ein Mitgli legte dar, datz mögenSsragen e Abteilungen des Frankfurter Turnvereins, illachmittags 3 Uhr in der Arena: Fußball Nugbn Wettspiele iWöhlcr - Realaym naüum gegen Klinger-Sberrealschulel. Abends 10 Uhr Rächt fahrt des Kapitän Paul Wilion und Miß Elvira mit dem Drillingsballon; hierbei Miß Elvira auf elektrisch erleuchteter, sreifchwebender Strickleiter. — An allen Tagen von 0 Uhr 2?" mzictt-Vertie Giessen. Am 6. Juli findet auf der Lämmerweide großer Ziegeu- markt statt. ...... 3505 Diejenigen Mitglieder, welche ihre Tiere zur Prämierung, Verkauf ober Ankörung vorsühren wollen, müssen die Anmeldungen längstens bis 3um 2. Juli beiml. Vorsitzenden I. Weisel, Souueustraße 6, einreichen. Der Vorstand. Samstag. Abends 8 Uhr: Konzert a. d. Festplatz (Eintritt frei). Sonntag. Früh 6 Uhr: Weckruf. Bon 12 Uhr ab Empfang der Vereine. 1-/, Uhr: Aufstellung des Festzuges, sodann Zug durch den Fesiort nach dem Feftvlatz; dort- selbst Festrede, Gesangsvorträge durch die erschienenen Vereine, Konzert und Tanz. Eintritt 30 Pfg. Gesangverein Jleiter^eit“ Sonntag den 26. Juni Ausflug ins Hardtwäldchen. Abmarsch nachmittags 3 Uhr von der Lahnbrücke mit Musik. Bei ungünstiger Witterung im großen Saale auf der Hardt. Freunde des Vereins sind willkommen. v«/c Der Vorstand. Wochenprogpamm vom 26. Juni bis 2. Juli 1910, Täglich dreimal Konzert, morgens am Kurbrunnen nachmittags und abends auf der Terrasse. Sonntag. Vorm. ll'/a—1 Uhr am Deichbaus, nackm. und abends auf der Terrasse Konzert des Musik- korpS des Pionier-Bata, llons Nr. 21 aus Kaüel. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Tbcater: Der Hochtourist. Montag. Bei günstiger Witterung abends große italienische Nacht im Park und auf der Terrasse. Andernfalls im Kurhaussaale Theater: Ter dunkle Punkt. Dienstag. Abends im Kurhattssaale Zaubersoiree von A. v. Keudler. Mittwoch. Das Nachmittagskonzcrt der Kurkavellc nut. Leitung des Kgl. Professors Hans Windersteiu. Ä Sn; Internationale Ausstellung liir Spart and Spiel, franWart a. Main. Sonntag den 26. Juni. Eintritt den ganzen Dag 50 Pfg. Bon 10—12 Uhr vormittags und 3—11 Uhr nachmittags Prers schießen lab 8 Uhr abends mit Zimmerstutzen». 2(6 4 Ubr nachmittags Doppelkonzert der Nordamcrikanifchcn Indianer- Kapelle ii. Musikkorps des Inj. Negw. Nr. 117 Mainz. Sckau bübne: S3/« Ubr abends Nacktvorfübrungeu in modern vereinfachter Körperkultur durch den Durnivortvercin Frankfurt a. M. lemgetr. Verein 1897). Das System Frankfurt, das Muskelstärkersystem „Eberhard": verbunden mit Atemübungen. — Montag den 27. Juni. Preisschießen wie am Sonntag dem 26. Juni. Arena: 3 Uhr nachmittags Schüler- wettiviele. Von 4 Uhr nachmittags ab Doppelkouzerte der Nordamcrikanifchen Indianer-Kapelle und Musikkorvs des Inf. Regts. Nr. 81 Frankfurt. — Dienstag den 28. Juni. Preis schießen wie am Sonntag dem 26. Juni. Arena: 3 Uhr Ent schcidnngswettspielc der Frankfurter Schulen. Bon 4 Uhr nachmittags ab Toppclkonzertc der Nordameritanischcn Jndiancr-Kavellc und Mufitkorvs Art.-Regts. Nr. 63 Frankfurt a. M. Abends 8 Uhr Japanisches Tagfeuerwerk. — Mittwoch den 29. Juni. Preisschießen wie am Sonntag dem 26. Juni. Nachmittags Turnen der Knaben- u. Mädchen- 3-4000 M. WÄauf Schrift!. Angebote unter 05256 an den Gießener Anzeiger erb. Wer erteilt 2 jungen Mädchen unentgeltl. französischen Unterricht? Näheres unter L. L- WO siadtvostlagernd.05270 Biograph Plockstraße 12 05254 Plockstraße 12 Die Hmrptschlager Ser neuen, miehtrum Wz Mzfigiichen Prrztnimns find: die Bibllochck ■ ioVialbemotratif r a I e 5 Mitgli Mißbrauchs bei iozialdemo turürf. Gin 3ent rorlWtfie V Zeiträae zu betont, datz die dem Boden der brauch der «ran Stellungnahme • , Tarauj iüui der Linken bei zi § 341 wurde . El» Arbeilgebe nhenden) bestellt beihtehmer gegen nennier mir, we n«ftöieien Eins, h.J ,;342- der d Welt, wurde a 4ic Veratuu «r Gemeindeveii ^344 wurde un ^schütz besteht '^gten Arbeite Der (Zu R, bic Näc " £Förtl9e El wen genomme S b$n Blich Der Aus'cku! < heilte die 96 ’n: Biss. rung Ut.7'; hfl Nack der Uebuna AuSerornentl. Generafvetsamnitag im Cafck Ebel. Tagesordnung: 1. Rechnungsablage für 1909/10. 2. Aufstellen des Voranschlags für 1910/11. 3. Mitteilungen. v21/9 Vollzähliges Erscheinen erwünscht. Ter Vorstand. zu Grünberg am 2., 3. und 4. Juli 1910> Samstag, d. 2. Juli 1910. abds. 8 Uhr: Eröffnungsfeier. Konzert. Festamfübrnugttl usw. Sonntag, den 3. Juli 1910: Morgens von 6 Uhr ab: Einzelwetturnen, Wetttccoteu. Mittags 1’/, Uhr: Festzug <100 Turnvereine) mit historischer Gruppe und Fahnwagen. »xrerubungeu von ca. 800 Turnern. Mutterriegenturneu, Keulcufchwingeu. Konzert. Abends oon 8'/-Uhr a: Preisvetteilung. Großes Feuerwerk. Konzert undTanz. Montag, den 4. Juli 1910: Morgens 11—1 Uhr: Frühschoppen-Konzert. Mittags 2Vs Uhr. Jest- zug. Schülerturncn. Turnspiele. Konzert und Tanz. ...— Festmusik: Kapelle des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm'1. -------------- Gut besetzter Juxplatz. Festplatz: Gallusmarktplatz. Großartige Beleuchtung mit Benoidgas. Festwirte: M. Sckmitt (Wilden Maun-Grünberg) und L. Svuck-Gießen. Ausführliche Programme in der Festschrift (Stück 30 Pfg.) D’5/« Eintrittspreise: Samstag 40 Pfg., Sonntag «Tageskarte) 1 Mk., Karte zum einmaligen Eintritt 50 Pfg" Montag 50 Pfg. Kinder und Militär zahlen die Hälfte. Der Festausschuss. Prima Existenz! 3520 Ausschnitt- u. Lebensmittelgesch., konwl. eingericht., mit Ware:: für 800 Mk. zu verk. Näh. bei Inhaber G.Lauter,Frankf.a.M.-'Niederrad. Der mir nunmehr tief. Finder der goldn.Damenuhr m. Kette wird hiermit geb., diese innerh. 3 Tage an mich abzulieiern. Schützenstr.9a ________________[05253]_________________ Fortschr.-politisch. Bildungsverein. Sonntag, 3. Juli, nachmittags 3 Uhr findet auf dem Staufenberg eine MK $ii|mmfnn]t der fortschr. Voltspartei statt mit Musik, Gesang, Tanz und Ansprachen von Pfarrer Korell, Dr. Strecker, Professor Rade und anderen. w ,vünschtm. akad. geb. Herrn od. Offizier in Briefw. z. tr. Off. u. E. E. 20 Hagen i. W., Hauptv. Diskr. Ehrens, l"«* > Msdefi-AaftttigMg für Radiatoren und Gliederkessel wird erfahrene Modellfchlosserei gesucht. Smriftl. Angebote unter 3489 an den Gießener Anzeiger erb. ßttth in Pflege zu geben. 05296 Mlnll Marktplatz 15, II. Hotel Schütz 3493 Sonntag abend 8 Uhr F amilien-Konzert Donnerstag. Nachm. und abends auf der Terrasse ® Konzert der Kapelle des Kgl. fchwcdifchen Dal- w Regiments aus Stockholm. Abends int Kurhaus- g saale Tanz. Freitag. Abends im Kurhanssaale Overcttc: Ter R ftvele Bauer. Samstag. Abends 8V< Uhr int neuen Konzerthaus: | 5. Sinfoniekonzcrt der Äurkavelle unter Leiwng M des Kgl. Professors Hans Windersteiu. Vorläufige Anzeigen. Sonntag 3. Juli. Auf der Terrasse Dovvelkonzert der R Kurkapelle und des Gesangvereins „Frohsinn" Bad-Nauheim. Abends Theater: O diese Leumants. W Montag 4. Juli. Aus der Terrasse Konzert der Kur kapelle mit Einlagen des Boston-Q.uartetts. Slbends im neuen Konzerthaus Ball. Bei günstiger Witte rung großes Feuerwerk. Mittwoch 6. Juli. Nachmittags Kinderfest. Donnerstag 7. Juli. Lustiger Abend oon Marcell Salzer. Samstag 9. Juli. Abends 5. Künstlerkonzert unter Mit wirk, von Hofkonzertmeister Gustav Haoemann- Hamburg (Siolinc). D”/s der